Das Bloggen der Anderen (14-03-22)

– Patrick Holzapfel von Jugend ohne Film hat sich immer wieder die ersten Minuten von Hiroshi Shimizus „Nakinureta haru no onna yo“ angesehen und dabei einiges für sich entdeckt.

Filmsucht.org erinnert an Luchino Viscontis Filmdebüt „Ossessione“.

– Tonio Klein hat auf Die Nacht der lebenden Texte ganz genau bei „Absolute Power“ von und mit Clint Eastwood hingeschaut und einen langen und sehr positiven Text über diesen Film geschrieben.

– Über Paul Verhoeven „Benedetta“ habe ich jetzt schon auf berufenen Mündern sowohl positives als auch negatives gehört. Funxtons Filmbesprechung fällt aber eindeutig in die erstere Kategorie und macht mich jetzt doch neugierig.

– Hui, Filmlichtung empfiehlt trotz einiger wahrgenommener Schwächen „Willies Wonderland“ mit Nicolas Cage. Dann muss der jetzt auf jeden Fall endlich her.

– Der deutsche Science-Fiction-Film von 1969 „Das Rätsel von Piskov“ sagte mir vorher gar nichts. Aber die Review auf Schlombies Filmbesprechungen klingt so vielversprechend, dass der jetzt auch auf den Einkaufszettel gewandert ist.

– Innerhalb eines halben Jahres zweimal auf 35mm gesehen. Das reicht mir jetzt auch erst einmal mit dem „New York Ripper“. Trotzdem habe ich Bluntwolfs lange Besprechung auf Nischenkino gerne gelesen.

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Das Bloggen der Anderen (07-03-22)

Letzte Woche hatte ich aufgrund der aktuellen Ereignisse weder die Kraft, noch die Muße mich mit so etwas wie Film oder gar dem Schreiben darüber zu beschäftigen. Wenn ich mir so anschaue, was in den deutschsprachigen Filmblogs los war (oder eben nicht), so erging es mir nicht allein so. Jetzt zu sagen „Aber das Leben muss ja weitergehen“, ist natürlich grundfalsch. Nein, es geht nicht so weiter wie bisher. Aber ich habe für mich entdeckt, dass es mir gut tut, neben der Angst, Sorge, Trauer und Wut über das, was da gerade geschieht, ab und zu auch andere Gedanken in den Kopf zu lassen. Das hilft meiner seelischen Hygiene. In diesem Sinne:

– Der große Mario Bava ist ein Fixstern in meiner filmischen Erweckung gewesen. Sein „Die Stunde, wenn Dracula kommt“ habe ich erst spät gesehen, aber die Bilder waren durch Programm-Zeitschriften und der sehr lebhaften Wiedererzählung meiner Cousine Anfang der 80er schon lange in meinem Kopf. Und das Booklet für die Koch-Media-Veröffentlichung von „Die toten Augen des Dr. Dracula“ war das erste, welches ich schreiben durfte. Dazwischen liegen viele Jahre des Staunens und Entdeckens. Christian Neffe stellt den Großmeister auf kino-zeit.de aufgrund einer kleinen Retrospektive auf Mubi noch einmal vor. Und Sonja Hartl hat einen ausführlichen und interessanten Artikel über Drehbuchautorinnen in Hollywood geschrieben.

– Zum 100. Geburtstag von Pier Paolo Pasolini hat sich Volker Schönenberger auf Die Nacht der lebenden Texte ausführlich mit dessen letztem Film „Die 120 Tage von Sodom“ auseinandergesetzt.

– Es gibt ja immer einige Blogs, bei dem man persönlich weiß, dass die dort vertretenen Meinungen sich oftmals mit den eigenen decken. Bei mir gehört der sympathische Blog Schattenlichter dazu. Daher war ich sehr gespannt, was dort über das neue Werk von Dario Argento – „Dark Glasses“ – zu lesen ist.

– Bluntwolf schreibt auf Nischenkino über einen Film, den ich gerne von 35mm im Kino – den Trailer durfte ich so schon mal bestaunen – sehen würde. „Der Vernichter“ von Umberto Lenzi mit Tomas Millian als „Rambo“ (ja, wirklich!).

– Rouven Linnarz schreibt auf film-rezensionen.de über „Dracula in Parkistan“, den man derzeit noch in der Arte-Mediathek sehen kann, und Oliver Armknecht über Claire Denis „Trouble Every Day“, den man am kommenden Sonntag in Bremer Kino Cinema Ostertor sehen kann (die kleine Eigenwerbung sei hier gestattet).

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Das Bloggen der Anderen (21-02-22)

– Berlinale, Berlinale, Berlinale. Jonas Nestroy berichtet auf critic.de von Filmen in den Sektionen Encounters und Panorama. Ebenfalls dort verfassen Studierende des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2022“ Kurzkritiken über Filme aus den Sektionen Forum, Panorama, Generation und Perspektive Deutsches Kino. Hier, hier und hier. Auf out takes fasst Peter Hartig diverse Stimmen über den Ablauf der diesjährigen Berlinale zusammen. Und auf kino-zeit.de stellt Christian Neffe die Berlinale-Lieblinge der Redaktion vor.

– Ebenfalls auf der Berlinale lief der neue Argento. Sebastian von Nischenkino hat „Dark Glasses“ dort gesehen und ist eher zwiegespalten. Sein Kollege Bluntwolf hat derweilen sich nochmal „Giallo“ an gesehen, der ihm nicht wirklich gemundet hat.

– Interessanterweise hat sich auf Die Nacht der lebenden Texte Tonio Klein sich ebenfalls dieses vielgeschmähten Argentos angenommen und kommt zu einem ziemlich konträren Urteil. Spannend.

Der Kinogänger hat einen Nachruf auf den kürzlich verstorbenen Ivan Reitman verfasst.

Filmlichtung erklärt „Titane“ zu einem der besten Filme der letzten Jahre. Sehe ich ja auch so, doch der Weg dorthin ist bei uns beiden recht verschieden, was ich wiederum sehr interessant finde.

– Bei „Eternals“ sind sich funxton und ich uns sehr einig. Viel anders hätte ich diese Kritik auch nicht geschrieben.

– Kürzlich ist der sehr tolle „Tote Zeugen singen nicht“ endlich im Heimkino erschienen. Darüber freue ich mich sehr und Schattenlichter augenscheinlich auch.

– Heiko von Allesglotzer revidiert seine Meinung zu „Das Auge des Bösen“.

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Das Bloggen der Anderen (14-02-22)

– Björn Koll, Geschäftsführer von Salzgeber, gibt in einem offenen Brief einen Einblick in die großen Probleme kleiner Verleiher. Diese Probleme hängen stark mit den Förderstrukturen in Deutschland zusammen. Der erhellende Text findet sich auf out takes.

– Robert Wagner berichtet auf critic.de weiterhin vom Rotterdam Film Festival 2022, während sich seine Kolleginnen und Kollegen in Berlin tummeln. Anne Küper in der Woche der Kritik. Till Kadritzke bei den Encounters 2022 und im Forum Special 2022.

– Wer sich für die Geschichte der Berlinale interessiert, kann darüber etwas auf kino-zeit.de nachlesen. Und Christian Neffe gratuliert Alexander Kluge zum 90. Geburtstag.

– In dieser Woche sind Ivan Reitman und Douglas Trumbull verstorben. Der Neon-Zombie erinnert an sie.

– Rochus Wolff hat auf seinem Blog Butt-kicking Babes ein altes Interview (2012) mit Jennifer Lynch online gestellt.

– Und auf seinem Kinderfilmblog schreibt er darüber, wie er mit seinen Kindern Sam Raimis ersten „Spider-Man“ geschaut hat und weshalb der gut funktioniert hat.

– Apropos „Spider-Man“. Auf Filmlichtung kann man ein interessantes frühes Konzept des „Green Goblin“ anschauen.

– Christian Keßler hat ein tolles Buch über den Film Noir geschrieben. Dutzende weitere Texte, die es nicht ins Buch geschafft haben, hat er nun auf Urlaub im Schrank online gestellt.

– David von Whoknows presents fährt meinen schönen Bericht vom 7. Terza-Visione-Festival des italienischen Genrefilms fort, der Ende August in Karlsruhe stattfand. Lesenswert!

– Dazu irgendwie passend: „Der Sizilianer“ vom tollen Carlo Lizzani mit einem durchaus ungewöhnlich besetzten Bud Spencer und Lamberto Bavas unterhaltsamer Spät-Giallo „Das unheimliche Auge“ werden von Bluntwolf auf Nischenkino kritisch besprochen.

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Das Bloggen der Anderen (07-02-22)

– Robert Wagner berichtet auf critic.de vom Rotterdam Film Festival 2022.

– Auf film-rezensionen.de spricht Michael Gasch mit Patrick Lohmeier über dessen Podcast Bahnhofskino.

– Peter Hartig schreib auf out takes über „Falsche Vielfalt – wie Disney das mit der Diversität missversteht“.

– Auf kino-zeit.de ereifert sich Sebastian Seidler über „Nerd-Kino“, womit er Franchise (vor allem natürlich Marvel) meint, die kalkulierten Fan-Service bieten. Ich würde das alles nicht so unterschrieben und noch weiter ausdifferenzieren, aber einem Satz würde ich bedingungslos zustimmen: „Das MCU ist eine riesige Serie im Kino“. Und davon ausgehend, bewerte ich die Filme auch, und würde sie daher nicht mit aktuellen Werken wie dem neuen Paul Thomas Anderson oder Paul Verhoeven in einen Topf werfen. Ja, sie „verstopfen“ die Leinwände, aber das nur in den ohnehin mainstream-orientierten Multiplexen. Zumindest hier in Bremen gibt es aber demgegenüber genügend „MCU-frei“-Kinos.

– Dazu passt sehr gut die Kritik von Der Kinogänger zu „Eternals“, bei der ich mich dann – auch vom Ansatz her – mehr wiederfinde, auch wenn ich den Film noch ein wenig kritischer sehe.

– Ganz, ganz kurz: Zum 90. Geburtstag von François Truffaut – 9 Lieblingsszenen von Sebastian vom Magazin des Glücks.

– Auf Die Nacht der lebenden Texte findet sich eine sehr schöne Besprechung von Dominik Grafs „Fabian oder der Gang vor die Hunde“ von meinem geschätzten 35MM-Kollegen Lars Johansen.

– Toller Film: Michael Manns „Thief“. Hier noch einmal vorgestellt von Schattenlichter.

Schlombies Filmbesprechungen geben dem tollen „Viy“ nur ein „unterhaltsam“. Ich hätte ihn zwei Kästchen höher bei „Empfehlung“ platziert. Warum Schlombie das nicht tut, lest ihr in seiner Besprechung.

– Auch wenn Heiko von Allesglotzer von „The Girl in Room 2A“ nicht 100% überzeugt wurde. Nach seiner Review freue ich mich darauf, wenn der Streifen irgendwann in der gerade bestellten zweiten „Forgotten Gialli“-Box aus den USA bei mir eintrudelt.

– Und noch einmal Italien. Bluntwolf hat sich auf Nischenkino die beiden gerade erschienen Cineploit-Veröffentlichungen „Der unerbittliche Vollstrecker“ und „Die Killer der Apokalypse“ vorgenommen.

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Das Bloggen der Anderen (31-01-22)

Nach einer ausgiebigen Auszeit kehrt Das Bloggen der Anderen und auch dieser Blog aus dem Winterschlaf zurück. Der Grund, weshalb ich den gerade jetzt die Pause beendet ist ein sehr trauriger. Gestern habe ich in den sozialen Medien gelesen, dass der Blogger Michael Schleeh, dessen Blog Schneeland ich immer sehr gerne gelesen und auch häufig hier verlinkt habe, verstorben ist. Ich möchte hier ein letztes Mal zu seinem Blog verlinken und Euch einladen, sich seine Texte vor allem über das japanische und indische Kino – die weiterhin online sein werden – noch einmal durchzulesen. Es lohnt sich. Sehr.

Der Kinogänger hat auf seinem Blog einen Nachruf auf Hardy Krüger verfasst.

– Und Peter Harting erinnert auf out takes an den ebenfalls kürzlich verstorbenen bayrischen und anarchistischen Filmemacher Herbert Achternbusch.

– Gerade ist Paul Thomas Andersons neuer Film „Licorice Pizza“ (den ich auch noch unbedingt sehen möchte) in den Kinos gestartet. Anlass für Sebastian Seidler den Filmemacher auf kino-zeit.de einmal genau unter die Lupe zu nehmen. Und Christian Neffe hat sich Alfred Hitchcocks allerersten selbstverantworten Spielfilm „The Pleasure Garden“ angesehen und weiß interessantes zu berichten.

– Wer erinnert sich noch an 1991? Filmlichtung hilft mit den fünf (kommerziell) erfolgreichsten Kinofilmen des Jahres auf die Sprünge. Ich habe die übrigens alle fünf damals im Kino geschaut. Platz ein war sogar mein erstes Date mit meiner damaligen Freundin.

– Oh, ein Eurocrime-Film, der mir auf den ersten Blick gar nichts sagt! Da lese ich doch auf Nischenkino schnell mal in Bluntwolfs Review zu „In den Klauen der Mafia“ rein.

– Totalschaden von Splattertrash widmet sich mit „Ein streunender Hund“ einem frühen Akira Kurosawa.

– „Il boia scarlatto“ aka „Der scharlachrote Henker“ war einst schwer zu bekommen. Doch seit einiger Zeit gibt es eine deutsche Blu-ray-Veröffentlichung, die Volker Schönenberger auf Die Nacht der lebenden Texte bespricht.

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Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2021

Vielleicht ist es keine so brillante Idee, den üblichen Jahresrückblick zu verfassen, wenn man sich gerade in einer eher melancholisch-ausgelaugten Phase befindet. Aber 2021 geht zu Ende und irgendwie hat man ja das Gefühl, man müsste noch vor dem 31.12. Bilanz ziehen.

Fangen wir gleich mal mit dem offensichtlichsten Thema an: Dieser Blog. Den habe ich in letzter Zeit sehr vernachlässigt. Vor allem „Das Bloggen der Anderen“ musste in den letzten Wochen wieder dran glauben. Diese Rubrik, die gleichzeitig Segen und Fluch ist. Segen, weil ich dadurch einige Blogger kennengelernt habe und viele den Blog nur wegen dieser Rubrik kennen/ansehen. Fluch, weil sie mich dazu zwingt, jeden Montag recht viel Zeit dort hinein zu investieren. Ob ich gerade Lust habe oder nicht. Okay, dadurch zwingt man sich, etwas zu schreiben – ansonsten wäre es hier wohl noch ruhiger geworden. Aber gerade in diesem Jahr war wieder zu beobachten, dass die Anzahl der Kolleg*innen, die sich regelmäßig hinsetzen, um ihre Blogs mit originellem Inhalt zu füllen, nochmal wieder abgenommen hat. Geblieben sind größtenteils nur die reinen „Rezensionen-Seiten“. „Nachwuchs“ ist nicht in Sicht. Auch das Interesse an „Das Bloggen der Anderen“ ist merklich erlahmt. Sodass ich mich oft gefragt habe: „Hat das überhaupt noch Sinn?“ Vor allem, da ich einerseits familiär und beruflich stark eingespannt war, andererseits aber auch so recht viel über Film geschrieben oder mich anderweitig verwirklicht habe.

Dieses Jahr habe ich fünf Booklets geschrieben (drei davon sind leider noch immer nicht erschienen, da die Veröffentlichung – Stand jetzt – in das 2. Quartal 2022 verschoben wurde), drei Videofeatures produziert, vier Audiokommentare (mit)eingesprochen (da kommen zwei ebenfalls erst 2022 auf den Markt). Zwei Beiträge für ein wahrscheinlich 2022 erscheinendes Buch verfasst. Zwei Podcasts für die 35MM aufgenommen. Gast in zwei weiteren Podcasts gewesen. Mit meinem Weird-Xperience-Kollegen Stefan vier YouTube-Sendungen aufgenommen. Den Chefredakteur-Posten bei der 70MM übernommen. Für die 35/70MM insgesamt sieben Artikel und noch ein paar Kleinigkeiten verfasst. Daneben im Kino diverse Einleitungen gehalten und mich noch um weitere Sachen gekümmert.

Das war vielleicht etwas viel, denn ich fühle mich derzeit ziemlich ausgelaugt und kämpfe damit, endlich mit dem nächsten 35MM-Artikel zu beginnen. Vielleicht liegt diese allgemeine Müdigkeit (neben dem Corona-Frust und andern Ärgernissen), aber auch daran, dass ich mich mit all diesen Dingen ja auch öffentlich mache und damit aus dem Schutz der eigenen, sicheren Höhle heraustrete. Und da draußen wird man halt auch nicht immer umarmt. Tatsächlich musste ich in 2021 einiges aushalten, was mich zutiefst frustriert und traurig gemacht hat. Das ging im Januar gleich damit los, dass ich aufgrund einer Buchrezenion vom Herausgeber/Autoren übel angegangen und beleidigt wurde. Dachte ich erst, ich stecke diesen Kinderkram so weg, habe ich doch gemerkt, dass das ziemlich Substanz gekostet hat. Im Mai gab es noch einmal ein sehr unerfreuliches Ereignis, welches mich ebenfalls sehr verletzt und lange auf unangenehme Weise beschäftigt hat. Zudem muss man natürlich auch mit scharfer Kritik zu Sachen leben, die man mit viel Liebe und Herzblut erstellt hat. Und da ich eher eine auf Ruhe und Harmonie bedachte Seele bin, frage ich mich immer häufiger: Warum tust Du Dir das alles an? Vielleicht sollte man das alles lassen, sich „ins Private“ zurückziehen und lediglich mit guten Freunden mal in gemütlicher Runde über Filme quatschen. Etwas was in diesem zweiten Seuchen-Jahr auch viel zu kurz gekommen ist. Zumal es über die ganzen Filmsachen hinaus noch mehr gibt, womit ich mich beschäftige (beispielsweise um mir einen letzten großen Lebenswunsch zu erfüllen) oder ich mich hier im Stadtteil engagiere. Andererseits liebe ich Film noch immer über alle Maßen, und muss mich aus dieser tiefen Liebe hinaus einfach damit beschäftigen und möchte mich darüber auch mit Gleichgesinnten austauschen. Und sind diese ganzen Sachen, die ich da mache, nicht auch genau das, wovon ich früher immer geträumt habe? Es bleibt schwierig. Schauen wir mal, wie es aussieht, wenn sich die Stürme des Jahres 2021 gelegt haben, wieder die Sonne scheint und hoffentlich irgendwann der schreckliche Corona-Wahnsinn auf ein erträgliches Maß zurückgegangen ist. Ich ruhe mich jetzt erst einmal ein paar Tage aus.

Dass ich den Blog immer wieder habe schleifen lassen, schlägt sich auch auf die Besucherzahlen nieder, wenn auch nicht so stark, wie ich erwartet hätte. Immerhin stehen 2021 nur ganze 49 Artikel den 68 Artikeln gegenüber, die ich 2020 veröffentlicht habe. Da sind knapp 12% weniger Besucher und eben soviel weniger Sitzungen gegenüber 2020 gar nicht so schlimm. Wobei es auch wieder drei extreme Tage gab, die aber wohl auf Hacker-Versuche zurückzuführen sind, da dort jeweils hunderte von Seitenzugriffe innerhalb nur einer Stunde stattfanden. Ansonsten sind die erfolgreichsten Artikel des Jahres 2021 alles alte Bekannte: Der „Erfahrungsbericht Imax“ von 2011, das Interview mit Cinemabilla-Besitzer Jens Schmidt von 2019 und die „Maliza“-Rezi aus 2017.

Höhepunkte des Jahres waren einmal das Internationale Filmfest in Oldenburg, welches nicht nur qualitativ sehr hochwertig war, sondern wo man aufgrund der vielen Gäste und Zuschauer das Gefühl hatte, Corona nähere sich dem Ende und die Normalität hält wieder Einzug (welch ein Trugschluss). Und dann natürlich das Deliria-Italiano-Forentreffen in Freiburg, bei dem einfach alles gestimmt hat: Die Leute, die Location, die Filme und letztendlich auch die wunderbare Stadt. Davon zehre ich heute noch. Dafür ist aber auch viel wieder ausgefallen. Besonders betrüblich: Der Mondo-Bizzar-Weekender in Düsseldorf. Und zum Buio Omega habe ich es aus diversen Gründen auch wieder nicht geschafft.

Unsere Reihe Weird Xperience im Cinema Ostertor hat es auf gerade mal drei Vorstellungen in 2021 gebracht. Die waren aber toll. Besonders unser „Comeback“ mit „Zombie – Dawn of the Dead“, bei dem eine Superstimmung herrschte und es ein großes Hallo gab. Und dass so viele zu „Sexual-Terror der entfesselten Vampire“ gekommen sind, war natürlich auch etwas, was mir noch immer ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubert. Nicht zu vergessen das 2. HyperHorrorHapping in unserer alten Wirkungsstelle dem City46, bei dem wir eingeladen worden waren um eine Einführung zu „Videodrome“ zu halten und dann bis sehr spät in der Nacht noch mit anderen Filmfreunden zusammensaßen und quatschten. Das war auch sehr, sehr schön.

Erstaunlicherweise habe ich in diesem Jahr unglaubliche 224 Filme geschaut. Wow. Das sind nochmal 13 mehr als letztes Jahr und das war schon außerordentlich gewesen. Tja, man merkt daran halt auch, dass andere Freizeitaktivitäten aufgrund der Pandemie wegfallen. Hier die obligatorischen Listen:

Top 10 aktuelle Filme (Produktionsjahr 2020/2021)

1. Titane* (Julia Ducournau, 2021) – meine Rezension
2. The Green Knight* (David Lowery, 2021)
3. Pig* (Michael Sarnoski, 2021) – meine Rezension
4. Harmur* (Anton Kristensen & Ásgeir Sigurðsson, 2021) – meine Rezension
5. Anchorage* (Scott Monahan, 2021) – meine Rezension
6. Dune: Part One* (Denis Villeneuve, 2021)
7. The Suicide Squad* (James Gunn, 2021)
8. The Mitchells vs the Machines (Michael Rianda & Jeff Rowe, 2021)
9. Felkészülés meghatározatlan ideig tartó együttlétre (Lili Horvát, 2020)
10. Ulbolsyn (Adilkhan Yerzhanov, 2020)

* im Kino gesehen

Top 10 ältere Filme (nur Erstsichtungen)

1. Voyna i mir (Sergey Bondarchuk, 1965) – meine Rezension
2. O.K. (Michael Verhoeven, 1970) – meine Rezension
3. Hagazussa (Lukas Feigelfeld, 2017)
4. Dragged Across Concrete (S. Craig Zahler, 2018)
5. Przesluchanie (Ryszard Bugajski, 1989)
6. Kladivo na carodejnice (Otakar Vávra, 1970)
7. Turksib (Victor A. Turin, 1929)
8. Unter den Brücken (Helmut Käutner, 1946)
9. Act of Violence (Fred Zinnemann, 1948)
10. Run All Night (Jaume Collet-Serra, 2015)

Ich wünsche allen meinen Leser*innen einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bleibt gesund! Wir lesen/sehen uns wieder in 2022!

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„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 44 erhältlich

Noch nachgereicht: Die neue 35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin ist da! In der Nummer 44 geht es im Titelthema diesmal um die MGM. Da ich da nicht besonders sattelfest bin, habe ich mich sehr über die vielen interessanten und spannenden Artikel der Kollegen zu diesem Thema gefreut, bei denen ich auch noch eine Menge gelernt habe.

Ich selber habe mich mit dem britischen Zweig der MGM beschäftigt und dort insbesondere mit den vier „Miss Marple“-Filmen, die ich schon in der Kindheit geliebt und nun einer kritischen Betrachtung unterzogen habe.

Hier der komplette Inhalt des Heftes:

Heft #43 kann man HIER für € 6,00 zzgl. Versand beziehen.

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Filmbuch-Rezension: Jörg Buttgereit “Japan – Die Monsterinsel (erweiterte Neuauflage)“

Vor einigen Jahren ließ ich mir – kurz bevor es Out-of-Print ging – zu Weihnachten Jörg Buttgereits Buch „Japan – Die Monsterinsel“ von 2006 schenken. Eines, welches ich umgehend verschlungen habe, und das mir endlich mal einen vernünftigen Überblick über die Welt das Kaiju, also des japanischen Monsterfilms, gab. Die „Godzilla“-Reihe war mir natürlich bekannt. Wie viel Filme es da gab, konnte man auch locker im Internet recherchieren. Aber wie das so ist, manchmal braucht man einfach etwas haptisches. Ein schönes, altmodisches Nachschlagewerk, das man auf den Nachttisch legen kann oder bei Bedarf aus dem Regal ziehen, um darin herum zu schmökern. Zudem wollte ich einmal wissen, was es denn über die beliebte Riesenechse hinaus noch so in der bunten Welt der Kaiju gab. Wie diese Filme eventuell zusammenhingen und welche spannenden Hintergründe es da gab. All dies lieferte mir „Die Monsterinsel“.

Natürlich ist das Buch aufgrund der Herangehensweise – Japan-Experte Jörg Buttgereit sammelte Freunde um sich, die dann über einen dieser Filme ein kurzes Essay schreiben – teilweise sehr heterogen. Unter den klingenden Namen derjenigen, die sich am Buch beteiligten sind der leider viel zu früh verstorbene Hans Schifferle, Christian Keßler, Markus Stiglegger und Olaf Möller; „Splatting Image-Recken wie Bodo Traber, Stefan Höltgen und Ingo Strecker; sowie Buttgereit-Weggefährten wie Daktari Lorenz und Franz Rodenkirchen und noch viele andere. Da reiht sich Fachwissen und Liebe zum Kaiju, neben die erste Entdeckungen dieser Welt und das manchmal etwas spöttische Erstaunen darüber. Daraus ergibt sich aber ein bunter und abwechslungsreicher Reigen. Auch wenn ich vorgezogen hätte, dass Jörg Buttgereit alle Texte selber geschrieben hätte, da er nicht nur über einen lebendigen Schreibstil, sondern auch viel Hintergrundwissen verfügt.

Das Buch selber gibt einen hervorragenden Überblick über die Welt der „Kaiju“ und wird mit zahlreichen Interviews aufgewertet. Teils mit den Machern hinter den klassischen Kaijus, aber auch Jan de Bont, der Kameramann des US-“Godzilla“ von 1994 steht Rede und Antwort. In Deutschland ist „Die Monsterinsel“ sicherlich DAS Standardwerk und daher jedem Liebhaber dieser Filmgattung ans Herz gelegt. Aber lohnt sich auch das „Upgrade“, wenn man bereits die Ausgabe von 2006 besitzt? Die Antwort ist ein klares J-ein. Im Vergleich zur älteren Ausgabe ist das Buch stark geschrumpft, dafür aber auch dicker geworden. Gewichen ist das schöne Hardcover, dafür wirkt „Die Monsterinsel“ nun sehr viel kompakter. Dadurch sind die Bilder auch kleiner geworden, dafür jetzt aber auch besser über das ganze Buch verteilt. Hauptgrund für einen Neukauf wäre die Aufnahme einiger Titel, die zuvor nicht berücksichtigt wurden (wie der nordkoreanische „Pulgasari“, der mit einem Interview mit Special-Effects-Regisseur Teruyoshi Nakano daherkommt), sowie natürlich aller relevanten Filme, die nach 2006 erschienen sind. Hier sind vor allem die US-Filme aus dem „Monsterverse“ genannt, wie der aktuelle „Godzilla Vs. Kong“. Aber auch die neuen „Godzilla“-Animes oder „Der große Japaner“ von Hitoshi Matsumoto. Verzichtet wurde auf den DVD-Index, wann und wo welcher Film in Deutschland erschienen ist. Höchstwahrscheinlich, da die meisten Scheiben mittlerweile nicht mehr (zumindest zu bezahlbaren Preisen) zu bekommen sind. Fazit: Wer sich für japanische Monsterfilme interessiert und „Die Monsterinsel“ von 2006 noch nicht im Regal stehen hat, für den ist diese Neuauflage ein klares „must have“. Ein „Upgrade“ kann man machen, ist aber nicht zwingend notwendig.

Jörg Buttgereit Japan – Die Monsterinsel (erweiterte Neuauflage), Martin Schmitz Verlag, 432 Seiten, € 30,-

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Filmbuch-Rezension: Christian Keßler „Hollywood Blackout – Sternstunden des amerikanischen Noir-Kinos (1941 – 1961)“

Letztes Jahr um diese Zeit hatte es mich dahingerafft. Irgendwo hatte mich dieses Corona-Virus erwischt, und ich lag erst einmal tagelang danieder und war danach zur Selbstisolation gezwungen. Zu dieser Zeit half mit Christian Keßlers Buch „Gelb wie die Nacht – Das italienische Thrillerkino von 1963 bis heute“, um die Tage gut über die Runden zu bekommen. Meine täglichen Gänge vom Bett zum Sessel und zurück verbrachte ich häufig mit diesem Buch unter dem Arm. Nun ist fast genau ein Jahr später ein neues Buch von Christian Keßler auf den Markt gekommen. Diesmal ist es nicht gelb, sondern seinem Thema angemessen in tiefes Schwarz gehüllt.

Denn es geht um den „Film Noir“. Ein weites, sehr fluides Thema. Denn in der Vergangenheit wurde so unterschiedliche Filme wie „Tote schlafen fest“, „Todsünde“ und „Unter Verdacht“ diesem „Genre“ zugeordnet. Dies in Anführungszeichen, weil es gar kein echtes Genre ist, sondern wie man an den genannten Filmen sieht, eher eine Unterart vielfältiger Genres wie Detektivfilm, Drama und Kostümfilm. Aufgestülpt wurde dieser Begriff einer bestimmten Art von Filmen erst Jahre nachdem diese in die Kinos gekommen waren. Wie man am Namen hört, von den Franzosen. „Film Noir“ ist ein faszinierendes Thema, welches in Deutschland bis auf wenige Ausnahmen eine Nischendasein fristet. Was daran liegen mag, dass die Hochzeit des Noir, nämlich die 40er und 50er, leider zu jenen Jahrzehnten gehören, die abseits einiger Nischenveröffentlichungen (oder billiger Ramsch-DVDs) gerne totgeschwiegen wird. In den einschlägigen Streaming-Portalen finden diese so gut wie gar nicht statt, die großen Studios bringen ihre klassischen Filme nicht mehr für das Heimkino heraus. Vielleicht noch die allseits bekannten Vertreter, aber gerade die kleinen B-Produktionen (oder heute unbekannteren A-Produktionen) fallen dabei unter den Tisch. Zwar gab es hierzulande einmal von Koch Media eine Reihe namens „Film Noir“-Collection in der 25 sehr unterschiedliche Filme, wie der britische „Chicago Joe und das Showgirl“ von 1990 oder der grandiose Gruselfilmklassiker „Der unheimliche Gast“ erschienen, aber eben auch viele Noir-„Must-have“ wie „Rächer der Unterwelt“ oder „Die Narbenhand“. Kürzlich brachte UCM.ONE die Reihe Édition Film Noir heraus, die bisher neun Filme umfasst, deren thematische Brandbreite manchmal auch den Rahmen des Film Noir sprengt. In der „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ beschäftigten sich in der Vergangenheit Oliver Nöding und vor allem auch Noir-Experte Matthias Merkelbach (auf dessen vorbildliche Homepage Der Film Noir ich hier gerne verweisen möchte) immer wieder mit dem Film Noir, und Robert Zion trug dort eine Reihe zum Noir-Western (quasi die Nische in der Nische) bei.

Nun also gibt es auch „Hollywood Blackout – Sternstunden des amerikanischen Noir-Kinos (1941 – 1961)“ von Christian Keßler, welches sicherlich noch einmal eine ganz neue Gruppe zu Noir-Fans konvertieren kann. Denn Christian Keßler ist vor allem für seine großartigen Verdienste um den italienischen Exploitationfilm der 70er Jahre bekannt. Mit seinen heute legendären Kolumnen in der „Splatting Image“ hat er den Filmgeschmack vieler Filmfreunde positiv beeinflusst und Filme ins Rampenlicht geschoben, die vorher keine große Lobby hatten. Auch wichtig: Das Buch „Die läufige Leinwand“ über den US-Pornofilm der 70er, sein erstes Buch für seinen heutigen Stamm-Verlag Martin Schmitz. Diesem folgten viele weitere höchstempfehlenswerte Bücher, die ich hier im Blog auch alle mit größtem Vergnügen besprochen habe. Zuletzt – wie oben erwähnt – das Buch über den Giallo-Film. Dass sich Christian Keßler nun dem Film Noir zuwendet, also dem US-amerikanischen Film der 40er und 50er Jahre, mag da zunächst einmal (angenehm) überraschend erscheinen. Was es allerdings nicht ist, führt man sich vor Augen, dass Christian Keßler selber schon mal einen Fuß in das „Noir“-Genre bzw. in die Hardboiled-Romanen, die oftmals die Grundlage der Filme lieferten, gestellt hatte. An dieser Stelle sei darum auf seine beiden wunderbaren humoristischen Krimis um den Bremer Kommissar Ernst hingewiesen: „Aalglatt über Leichen“ und „Elfmeter für Ernst“, die auf extrem unterhaltsame Weise die Tradition des harten amerikanischen Detektivromans ala Chandler oder Hammett persiflieren und mit typischen „Keßlerismen“ würzen.

„Hollywood Blackout“ beginnt anders als „Gelb wie die Nacht“ mit einer Einführung, die den Begriff Noir zunächst einmal erklärt und zeitgeschichtlich einordnet. In der aber auch klar gemacht wird, wie vielfältig der Begriff „Film Noir“ angewandt wird, dass „Hollywood Blackout“ keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt und zudem die Grenzen des Begriffes auch mal dehnt, wenn es dem Autoren angebracht scheint. Wobei dies nicht als Arroganz oder Besserwisserei auszulegen ist, sondern hier Christian Keßler einfach seinem Herzen folgt. An dieser Stelle muss generell einmal ein großes Lob ausgesprochen werden (welches nicht nur für „Hollywood Blackout“ sondern all seine Filmbücher gilt): Im Internet hat sich leider eine teilweise recht aggressive Form der Rechthaberei durchgesetzt. Es wird mit Absolutismen um sich geworfen. Was der Experte nicht mag ist per se schlecht. Wer etwas anderes behauptet, der wird niedergemacht und ihm schlichtweg die Kompetenz sich zu äußern abgesprochen. Ein andauerndes eitles „Ich, ich, ich“, welches auf die Dauer extrem zermürbend ist. Von solchen narzisstischen Ausfällen ist Christian Keßler weit, weit entfernt. Man merkt seinen Texten zu jeder Zeit die tiefe Liebe zum Thema an und die unbedingte Freude, diese mit seinen Leser*innen zu teilen. Das ist nicht nur wunderbar entspannt zu lesen, sondern reizt einen auch weit mehr sich selber auf Entdeckungsreise zu begeben, als ein autoritäres Predigen der eigenen Ansichten. Gerade dieses neugierige und ergebnisoffene an die Hand nehmen des Lesers und dieses „das Feuer weitergeben“ ist es, was Christian Keßler – im Gegensatz zu anderen, die immerfort nur ihre eigene absolute Wahrheit verkünden wollen – relevant macht. Insbesondere, wenn er sich in Genres begibt, die möglicherweise einer Vielzahl seiner treuen Stammleser*innen noch unbekannt sind. Wie hier eben der Film Noir.

Das Buch ist chronologisch nach Datum der Erstaufführung aufgebaut. Christian Keßler bespricht in mal längeren, mal kürzeren Texten über 200 Filme von „Entscheidung in der Sierra“ („High Sierra“, 1941) bis „Alles auf eine Karte“ („Underworld, U.S.A.“, 1961). Wie gewohnt mischen sich dabei seine eigenen Einschätzungen zum Film mit filmhistorischer Einordnung und Wissenswertes/Anekdoten über die beteiligten Personen mit einer lebensfrohen Freude daran, dies in eine sehr lebendige und humorvolle Sprache zu gießen. Was zu einem abwechslungsreichen, niemals langweiligen Lesefluss führt. Und auch dazu, dass man das Buch schlecht aus der Hand legen kann, weil man ständig denkt „Über einen Film lese noch, dann klappe ich es aber zu. Ist ja schon spät.… Okay, noch einen… aber wirklich nur noch einen“. Zudem – und das ist wie immer das größte Kompliment – macht es eine unbändige Lust darauf, sich die Filme auch anzusehen. Gerade jetzt vor Weihnachten dürften die Wunschzettel vieler Leser*innen mit Film-Noir-Boxen aus dem In- und Ausland gefüllt sein. Mission erfüllt, Herr Keßler! Ich freue mich schon auf das nächste Buch und bin sehr gespannt, in welche Gefilde mich der Kapitän dann schippern wird.

Christian Keßler „Hollywood Blackout – Sternstunden des amerikanischen Noir-Kinos (1941 – 1961)“, Martin Schmitz Verlag, 376 Seiten, gebunden, farbige Abbildungen, € 35,00

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