Filmforum Bremen zu Gast bei „Klare Worte – Der Deliria-Italiano-Podcast“

Vor Kurzem hatte ich die große Ehre, als Gast beim Deliria-Italiano-Podcast „Klare Worte“ dabei sein zu dürfen.

Entgegen des Namens „Deliria-Italiano„, welcher auch gut die Hauptthemen dieses sehr schönen und familiären Forums umschreibt, ging es hierbei nicht um irgendwelche Gialli oder Polizieschi, sondern um einen der ganz großen Meister der Filmgeschichte: Stanley Kubrick. Da eine ausführliche Betrachtung aller Filme natürlich den Zeitrahmen eines Podcasts locker gesprengt hätte, wurde sich auf vier große Werke konzentriert: „2001: Odyssee im Weltraum„, „Uhrwerk Orange„, „Shining“ und „Eyes Wide Shut„. Trotz dieser eisernen Beschränkung auf nur vier Titel aus Kubricks Oeuvre, dauert der Podcast etwas über zwei Stunden.

Der Podcast wurde von René alias Seth_LCF ins Leben gerufen. Vor der Kubrick-Episode gab es bereits eine erste Folge, in der sich René mit dem Foren-Mitglied buxtebrawler – einem ausgewiesenen Slasher-Experten – über die komplette „Freitag, der 13.„-Reihe unterhielt. Dieser sehr schöne Premieren-Podcast kann hier runtergeladen werden (Rechtsklick auf den Link und dann „Ziel speichern unter“ drücken).

René und ich kamen am vorletzten Donnerstag zu einem gemeinsamen Gespräch zusammen. Große Vorbereitungen gab es nicht, geschnackt wurde frei von der Leber weg ohne Skript oder eingehende vorherige Recherche. Der Podcast hat auch keine wissenschaftliche oder tiefe analytische Ansprüche. Wir redeten mehr darüber, wie wir die Filme empfanden, was sie in uns auslösten und wie wir sie für uns interpretieren.

Leider sind die ersten 20 Minuten teilweise von schlimmen Störgeräuschen und Tonschwankungen begleitet (was während der Aufnahme leider nicht auffiel). Wen diese zu sehr stören, der springe doch bitte direkt zu Minute 20. Für mich war das Ganze eine Premiere, die mir allerdings sehr gefallen hat. Falls es die Leute interessiert, was René und ich da vor uns hin sabbeln, kann ich mir gut vorstellen, demnächst mal wieder Gast bei „Klare Worte“ zu sein.

Hier noch einmal der Download-Link zu der Kubrick-Epsiode vonKlare Worte – Der Deliria-Italiano-Podcast„.

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DVD-Rezension: “Die Nacht hat tausend Augen”

nachttausendWährend einer seiner Vorstellungen stellt der Varieté-Hellseher John Triton (Edward G. Robinson) fest, dass er tatsächlich in die Zukunft blicken kann. Da er mit den plötzlich auftauchenden Zukunftsvisionen nicht umgehen kann, beschließt er, sich in ein einsames Exil zurückzuziehen. Als Triton nach vielen Jahren nach Los Angeles zieht, sieht er den Tod seines alten Partners und Freundes Whitney Courtland (Jerome Cowan) voraus, welcher durch Tritons Vorhersagen zu großem Reichtum gekommen ist. Triton will Courtland warnen, kommt jedoch zu spät. Courtland stirbt bei einem Flugzeugunglück. Eine weitere Vision zeigt Triton die Ermordung von Courtlands Tochter Jean (Gail Russell). Triton setzt nun alles daran, diesen Mord zu verhindern, doch niemand glaubt seinen Warnungen…

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Dass Cornell Woolrich heutzutage nicht den selben Ruhm wie beispielsweise Raymond Chandler oder auch ein Dashiell Hammett genießt, ist sehr bedauerlich. Sein Werk ist zwar fast lückenlos auch in Deutschland (bei Diogenes, bei denen viele seiner meisterlichen Zeitgenossen ihr Zuhause gefunden haben) erschienen, kann aber nur noch im Antiquariat bezogen werden. Wer weiß heutzutage noch, dass es seine Kurzgeschichte „It Had To Be Murder“, die die Vorlage zu Alfred Hitchcocks unsterblichen „Fenster zum Hof“ lieferte? Oder Francois Truffaut mit „Die Braut trug schwarz“ und „Das Geheimnis der falschen Braut“ gleich zwei seiner Romane verfilmte. Auch „Die Nacht hat tausend Augen“ beruht auf einem Roman von Cornell Woolrich und war 1948 nur eine von gleich drei Adaptionen seiner Werke. Überhaupt waren die 40er Jahre eine gute Zeit für Woolrich-Verfilmungen. „Leopard Man“ von Jacques Tourneur, „Schwarzer Engel“ von Roy William Neill und „Zeuge gesucht“ von Robert Siodmak (Rezension hier) entstanden alle in diesem Jahrzehnt.

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„Die Nacht hat tausend Augen“ mischt recht effektiv Noir- mit Mystery-Elementen. Neben der typischen Story eines Mannes, dessen Leben langsam, aber sicher den Bach runter geht, werden auch übersinnliche Elemente, wie die Fähigkeit des Protagonisten in die Zukunft zu schauen, mit verwoben. Edward G. Robinson spielt diesen unglücklichen Hellseher, der um seine Gabe nie gebeten hatte und nun hilflos mitansehen muss, wie sie einem finstereren Schatten gleich, in sein einst unbeschwertes Leben kriecht. Dabei stellt der Film eine interessante Frage: Kann der von Robinson gespielte John Triton wirklich in die Zukunft blicken, oder ist er selber es, der die zukünftigen Geschehnisse als Art self fulfilling prophecy dadurch in Gang bringt, indem er sie ausspricht. Letzteres würde bedeuten, dass er die Dinge selber steuern könnte. So macht er dann auch die Probe aufs Exempel. Mit tödlichen Konsequenzen, die ihn endgültig in die Einsamkeit treiben. Denn Triton muss auf die harte Tour lernen, dass er seiner Gabe hilflos ausgeliefert ist.

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Man fragt sich, warum er diese Fähigkeit nicht nutzt, um Gutes zu tun, statt sich irgendwo zu vergraben. Der Blick in seine traurigen Augen verrät es: Er will nicht die Verantwortung für das Schicksal fremder Menschen tragen. Robinson spielt diesen traurigen und schwachen Helden mit aller gebotenen Melancholie und Lebensmüdigkeit. Erst als die Tochter seiner einstigen Verlobten und seines besten Freundes in mörderische Gefahr gerät, rafft sich der kleine Mann auf, um einmal in seinem Leben das Schicksal mit aller Macht zu drehen – auch wenn es für ihn den Tod bedeuten sollte. Aber eigentlich sucht er diesen ja auch, um endlich die für ihn so schwere Last des Wissens loszuwerden. Für Robinson ist der einfache Mann, der zum Spielball des Schicksals wird, eine Paraderolle, die er gerade Ende der 40er Jahre häufig spielen sollte. So z.B. in Fritz Langs Noir-Klassikern „Gefährliche Begegnung“ und „Straße der Versuchung“. Diese schwachen Figuren ergänzen perfekt seine harten Gangster-Rollen, mit denen Robinson berühmt geworden ist, und zeigen seine schauspielerische Bandbreite. Später sollte er diese noch durch den väterlichen Typus erweitern.

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Neben Robinson bleiben die anderen Darsteller eher blass. John Lund als Verlobter des potentiellen Opfers wirkt eher borniert und daher recht unsympathisch. Gail Russell, die in „Der unheimliche Gast“ (Kritik hier) noch strahlen konnte, kann sich nicht aus dem Korsett de naiv-hilflosen Mädchens befreien. Ihr großes Charisma kommt in der Rolle der Jean Courtland überhaupt nicht zum Tragen. Möglicherweise ist dies auf ihre übergroße Nervosität vor der Kamera zurückzuführen, die sie mit Alkohol zu bekämpfen versuchte, was letztendlich zu ihrem viel zu frühen Tod mit nur 36 Jahren führte. Ein Schau für sich ist allerdings William Demarest, der hier einen ganz harten Detektiv spielt. Demarest bewegt sich dabei immer am Rande der reinen Parodie, ohne diese Grenze gänzlich zu überschreiten. So kann er sich trotz seiner kleinen Rolle immer wieder in den Vordergrund spielen. Wobei es ihm auch hilft, nicht allzu viele Szenen gemeinsam mit Robinson zu haben.

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Inszeniert wurde „Die Nacht hat tausend Augen“ von John Farrow, Vater von Mia und Tisa. Farrow setzt den Film eher konservativ – größtenteils kammerspielartig – in Szene, immer bemüht, die geringen Produktionskosten zu kaschieren. Große Unterstützung erhält er dabei von dem genialen Kameramann John F. Seitz, der für Billy Wilder unter anderem dessen großartige Film Noirs, „Frau ohne Gewissen“, „Das verlorene Wochenende“ oder „Boulevard der Dämmerung“ fotografierte. Seitz hat ein hervorragendes Gespür für effektive Licht und Schattenspiele, mit denen er auch die kleine Studiokulisse wie einen weitläufigen Garten über den Wipfeln Los Angeles aussehen lässt.

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„Die Nacht hat tausend Augen“ ist eine effektive und spannende Mischung aus Film Noir, Drama und Mystery. Basierend auf einem Roman von Cornell Woolrich, lebt der Film vor allem von der Persönlichkeit des Hauptdarstellers Edward G. Robinson und der atmosphärischen Kameraarbeit von John F. Seitz.

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Koch Media präsentiert diese Veröffentlichung mit einem für das Alter des Filmes bis auf ein paar kleine Kratzer sehr gutem Bild. Auch der englische Originalton ist sehr gut und klar. Die deutsche Synchronisation scheint für das Fernsehen aufgenommen zu sein. Die Sprecher sind gut (insbesondere G.G. Hoffmann, der John Lund spricht), wenn auch der Sprecher Robinsons recht weit weg vom markanten Original ist. Jedoch ist die Atmosphäre recht steril. Bis auf eine hübsche Bildgalerie gibt es keine Extras.

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Originalfassungen in Bremen: 13.08.15 – 19.08.15

Wenn ich einmal eine freie Minute finde, um zeitnah die Originalfassungen zusammenzutragen, sollte ich das schnell tun. In diesem Sinne… nicht lang schnacken.

Dating Queen – Cinemaxx, Sa. und Di. um 19:30 – Der neue Film von Judd Apatow wurde der Stand-Up-Komikerin Amy Schumer für ihr Leinwanddebüt auf den Leib geschrieben. Die trinkfeste, vulgäre und männerverschleißende Reporterin Amy verliebt sich in einen sensiblen Sportarzt.

[youtube width=“620″ height=“299″]https://www.youtube.com/watch?v=-JfJQJI2Epo[/youtube]

Mission: Impossible – Rogue Nation – Cinemaxx, Fr., 14.8.  um 19:30 – Der fünfte Teil TV-Serien-Adaption rund um den von Tom Cruise gespielten Superagenten Ethan Hunt. In diesem Teil löst das Pentagon die Impossible Mission Force auf und kurz darauf stehen ihre Mitglieder auf der Abschussliste eines geheimnisvollen Gegners.

[youtube width=“630″ height=“299″]https://www.youtube.com/watch?v=pXwaKB7YOjw[/youtube]

Codename U.N.C.L.E. – Cinemaxx, So. und Mi. um 19:30 & CineStar, So., 16.8. um 19:30 – Und noch eine TV-Serien-Adaption. Hier liegt ebenfalls eine Agenten-Serie der 60er Jahre zugrunde. Der CIA-Agent Solo soll zusammen mit dem „Feind“, dem KGB-Mann Kuryakin, ein international operierendes Verbrechersyndikat zerschlagen. Regie führt Guy Ritchie.

[youtube width=“620″ height=“299″]https://www.youtube.com/watch?v=-x08iNZ8Mfc[/youtube]

Amy – The Girl Behind the Name – Schauburg, Do.-Mi., Sa./So. auch 12:15 – Dokumentation über den Aufstieg und viel zu frühen Tod der Amy Winehouse.

Learning to Drive – Fahrstunden fürs Leben – Schauburg, Mi. 19.8. um 19:15 – Tragikomödie von Isabel Coixet mit Ben Kingsley als indischen Taxifahrer in New York, der einer frisch geschiedenen und sehr unselbständigen Schriftstellerin Fahrstunden gibt.

Slow West – Schauburg, So., 16.8. um 21:15 – Western mit Michael Fassbender als einsilbigen Revolverhelden, der ein junges und naives Greenhorn aus Schottland unter seine Fittiche nimmt. Regiedebüt des Musikers John Maclean.

Las Insoladas – Sonnenstiche – Cinema Ostertor, So. 16.8. um 17:00 – Argentinische Komödie. Sechs Freundinnen träumen davon nach Kuba zu reisen, doch sie leben in Buenos Aires und haben kein Geld.

Sneak Preview –  Cinemaxx, Mo., den 17.8. um 19:30

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 17.8. um 21:15

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Das Bloggen der Anderen (10-08-15)

bartonfink_type2– Mit Lorcano steht das nächste große Filmfestival vor der Tür und ist das große Thema in den deutschsprachigen Blogs. So berichtet Michael Sennhauser für Sennhausers Filmblog über Otar Iosselianis „Chant D’Hiver“ und schreibt: „Der knapp unter der Realismusgrenze angesiedelte Alters-Stil erinnert ein wenig an Jacques Tati und sehr stark an Iosseliani.“. Ferner hat er noch zwei Filme gesehen, denen ich ebenfalls entgegenfiebere: Alex van Warmerdams „Borgman“-Nachfolger „Schneider Vs. Bax“ und die Rückkehr des großen Andrzej Zulawski mit „Cosmos“.

– Für critic.de ist Frédéric Jaeger in Lorcano unterwegs und hat dort u.a. den deutschen Film „Der Nachtmahr“ und auch Zulawskis „Cosmos“ sowie den Iosseliani gesehen.

– Rüdiger Suchsland macht sich anlässlich des in Lorcano so gut wie nicht vorkommenden deutschen Films auf The Outtakes seine Gedanken zu dessen Status.

– Joachim Kurz & Beatrice Behn schreiben für B-Roll aus Lorcano und sind ebenfalls von Zulawskis Rückkehr begeistert. Ferner berichtet Joachim Kurz Erschütterndes aus den Deutschen Filmarchiven: „(..) das Filmarchiv des Bundesarchivs (hat) in Berlin-Hoppegarten seit der Wiedervereinigung seine Bestände an filmischen Dokumenten von 140.000 Rollen auf 70.000 Rollen „abgebaut“ (…). Der eigentliche Skandal dieser Nachricht liegt in dem Euphemismus, der die Tatsache kaschiert, dass der Abbau nichts anderes bedeutet als die bewusste Vernichtung von Kulturgütern, die unwiederbringlich verloren gehen.“

– Apropos deutsche Filmgeschichte: „Die letzte bekannte Kopie ist vor Scham errötet, was auf dem Rechner in Verbindung mit der Muffigkeit des Settings durchaus Charme entfaltet, für eine eventuelle DVD- oder gar Blu-Ray-Veröffentlichung aber nur wenig reizvoll ist.“ Worum es geht? Rolf Olsens tollen „Das Stundenhotel von St. Pauli“, den wir einmal in unserer Bremer Kinoreihe „Weird Xperience“ gezeigt habe, weshalb ich den oben beschrieben Zustand der Kopie leider bestätigen muss. Was sich da so langsam auflöst, kann man bei Oliver Nöding auf Remember It for Later nachlesen. Denkt man an St.Pauli im Film fällt einem spontan Jürgen Roland ein, dessen Meisterwerk „Polizeirevier Davidswache“ und der nicht ganz so meisterliche, aber unterhaltsame „St.- Pauli-Report“ hier auch abgehandelt werden.

– Damals wollte ihn von uns keiner gucken, weil er aus Deutschland war, heute wahrscheinlich keiner, weil er von Roland „Hollywood“ Emmerich ist. So ändern sich die Zeiten. Dabei findet Bluntwolf auf Nischenkino: „“Joey“ ist ein wunderbares und ziemlich düsteres modernes Märchen, das eine unheimliche Geschichte von Tod und Magie präsentiert.“

– Weiter mit Deutschland. Von Johannes Schaaf kenne ich bisher leider noch keinen Film, auch den mir bereits des Öfteren empfohlenen „Traumstadt“ nicht. Udo Rotenberg hat sich auf Grün ist die Heide nun eines frühen Films des Regisseurs angenommen: „Tätowierungen“ mit dem RAF-Mitglied Christof Wackernagel in der Hauptrolle.

– Auf seinem zweiten Blog L’amore in cittá schreibt er über „Die Terrasse“, einen der letzten Vertreter der Commedia all’italiana: „Aus heutiger Sicht lässt sich nur statuieren, dass Scolas Blick auf die Kollegen und ihr politisch-kulturelles Engagement, trotz aller Anzeichen einer negativen Entwicklung, liebenswert blieb – das gemeinsame Singen am Ende des Films erhält angesichts der schon wenige Jahre später eintretenden Realität einen melancholisch-sentimentalen Charakter.“

Was für ihn einen guten Film ausmacht, verrät Filmemacher Christoph Hochhäusler in seinem Blog Parallel Films.

– Patrick Holzapfel hat Angst vor Picknicks. Und das Kino ist schuld daran. Warum? Das erklärt er auf Jugend ohne Film.

– Der Kultursemiotiker Kilian Hauptmann schreibt in einem Gastbeitrag auf real virtuality „Wie Cloud Atlas das “Ende der Erzählungen” beendet“.

– Volker Schönenberger rezensiert auf Die Nacht der lebenden Texte das Reclam-Büchlein „Kriegsfilme“, welches in der Reihe „Filmgenres“ erschienen ist. Zudem wird das „Dawn oft he Dead“-Remake von zwei Seiten beleuchtet. Während Volker es für ein Musterbeispiel der gelungen Neuverfilmung hält, lässt Simon Kyprianou kein gutes Haar an dem Film.

– Es tut mir weh, aber symparanekronemoi äußert sich zunächst sehr kritisch über eines meiner Lieblingsbücher (High Fidelity) und dann noch die – wie ich finde recht gelungene – Filmadaption. Okay, in der fehlt meine Lieblingsstelle (der Besuch bei der Dame, die die Plattensammlung ihres Ex-Mannes verhökern will – findet man aber in den Deleted Scenes), aber trotzdem…

Eine schöne Neubetrachtung des Kalte-Kriegs-Klassikers „Die Rote Flut“ hat Robert Wagner auf the gaffer geschrieben.

– Auf Mise en cinéma wird eindrücklich Akira Kurosawas spätes Meisterwerk „Kagemusha“ empfohlen.

Noch ein japanischer Klassiker: Der Anime „Neon Genesis Evangelion“ wird von Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de besprochen.

– Hans W. Geißendörfer verbindet man zu allererst mit seiner Schöpfung „Lindenstrasse“. In den späten 60ern gehörte er aber zur Speerspitze des Neuen Deutschen Films und drehte u.a. den Vampirfilm „Jonathan“, den Christian Witte auf cereality vorstellt. Außerdem gibt es wieder Cronenberg: „Scanners“.

– Den ersten Teil der Kinovorschau für den Herbst gibt es bei Der Kinogänger.

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„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 10 jetzt erhältlich

35MILLIMETER10Vor einem Jahr hatte ich an dieser Stelle das sehr empfehlenswerte „35 Millimeter“-Magazin vorgestellt. Wie sehr mir diese Publikation gefallen hat sieht man daran, dass ich zu der Ausgabe #7 (Feb./März 2015) einen Artikel über den polnischen Stummfilm-Vamp Pola Negri beigesteuert habe. Nun ist seit heute bereits die 10. Ausgabe des Magazins erhältlich, und wieder konnte ich einen Artikel unterbringen.  Dabei geht es um ein Thema, welches mir schon seit vielen, vielen Jahren nah am Herzen liegt und ich mich ganz besonders freue, dass ich hierzu einen Artikel verfassen konnte: „Russ Meyer und die Satansweiber von Tittfield“. Man erinnere sich: „Die Satansweiber von Tittfield“ (oder „Faster Pussycat, kill, kill…“, wie er im Original heißt), war auch vor vier Jahren der erste Film, den wir hier in Bremen innerhalb unserer Kino-Reihe „Weird Xperience“ gezeigt haben.

 

Hier das Inhaltsverzeichnis der Jubiläumsausgabe:

DER GROTESKE FILM – Das vergessene Erbe der Slapstick-Epoche

BUSTER KEATON- Komik an der Schwelle zur Moderne

VERGESSENE KOMIKER – des frühen Tonfilms in Hollywood

REDAKTIONS-CHARTS – Komödien

THE THREE STOOGES – Die Könige des Kurzfilms

ABBOTT & COSTELLO – Universals sichere Bank

HAROLD LLOYD – Vom einem, der aufstieg, Erfolg zu haben

CHARLIE CHAPLIN – Ein Kind im Rampenlicht der Grossstadt

THE MARX BROTHERS – Anarchie in Hollywood

ROSCOE FATTY ARBUCKLE – Rufmord – ungesühnt

JERRY LEWIS – Mit Leib und Seele

LAUREL & HARDY- Von wegen dick und doof!

PIDAX-LABEL-SPEZIAL – Interview + Rezis

REGIE-LEGENDEN: Jules Dassin – Teil 1 – Das Gespenst von Canterville + Tell-Tale Heart

RUSS MEYER – Der Herr der Brüste und die Satansweiber von Tittfield

TROMMELN AUS WEITER FERNE – „Schwarzafrika“ im Film Teil 3

REZIS – DVD/BLU-RAY/ BÜCHER

Il Cinema Ritrovato – Festivalreport Bologna 2015

TIMELINE – 1900

KUNG FU KLAMOTTENKISTE – Eastern von Gestern

KOLUMNE: LICHTBLICKE MIT BRAUNEM TON – Zwischen Kunst und Ideologie – Teil 4: Sergeant Berry

KOLUMNE: DER VERGESSENE FILM – Epilog: Das Geheimnis der Orplid

Das Magazin kann man u.a. dort für 4 Euro beziehen.

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Open-Air-Kino in Bremen 2015 – „Kino im Hafen“ in Bremerhaven

Für Kurzentschlossene: Leider bin ich bisher nicht dazu gekommen auf das „Kino im Hafen“ unserer Schwesterstadt Bremerhaven hinzuweisen. Und dabei geht das heute schon los.
Diesmal findet, nun schon im 20. Jahr, an gleich drei Abenden Open-Air-Kino im Fischereihafen statt.

Die Veranstaltungen beginnen um 21 Uhr mit einem Vorprogramm. Bei Einbruch der Dunkelheit (ca. 22 Uhr) werden die Filme auf die 180 Quadratmeter große Leinwand im Schaufenster Fischereihafen projiziert.
Und wie immer: Das Open-Air-Event ist gratis!

Gezeigt wird heute, am Donnerstag den 08.08., der große Klassiker und rabenschwarze Kultfilm „Harold und Maude“.
Harold ist ein junger Mann, der seine Mutter mit bizarren Selbstmord-Inszenierungen zur Verzweiflung bringt. Der vom Tod faszinierte Harold besucht auch gerne fremde Beerdigungen, wie auch die 80-jährige Maude. Harold ist begeistert von der fröhlichen und ziemlich verrückten Dame und die beiden werden ein Liebespaar.

[youtube width=“630″ height=“344″]https://www.youtube.com/watch?v=5mz3TkxJhPc[/youtube]

Am Freitag, den 09.08. folgt „Haie und kleine Fische“.
Der deutsche Hollywood-Regisseur Frank Wisbar inszenierte diesen Kriegsfilm in seiner alten Heimat. Gedreht wurde im Sommer 1957 u. a. im Kaiserhafen, auf der Weser und im Fischereihafen Bremerhaven.
Der Film erzählt von einem zunächst unbekümmerten Seekadetten (Hansjörg Felmy), der die Schrecken des Krieges im Nordatlantik kennenlernt, Freunde verliert und selbst nur knapp überlebt. In einer Nebenrolle ist der großartige Horst Frank zu sehen.

[youtube width=“630″ height=“344″]https://www.youtube.com/watch?v=xqVuwzMEEZE[/youtube]

Am Samstag, den 10.08. wird die französische Erfolgskomödie „Ziemlich beste Freunde“ gezeigt, die sich scheinbar zu einem Standard bei jeder Open-Air-Kinoveranstaltung entwickelt hat, und über die man hier dann auch keine Worte mehr verlieren braucht.

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DVD-Rezension: “Opfer der Unterwelt”

opferunterweltBevor der Notar Frank Bigelow (Edmond O’Brien) mit seiner Sekretärin Paula (Pamela Britton) den Hafen der Ehe ansteuert, will er es noch einmal krachen lassen. Er fährt für einige Tage nach San Francisco und mietet sich dort in einem Hotel ein. Gleich am ersten Abend wird er von seinem Zimmernachbarn überredet, mit in einen Jazzclub zu kommen. Als Bigelow eine unbekannte Schönheit an der Bar sieht, fängt er an mit ihr zu flirten und man verabredet sich zu einem späteren Treffen. Doch Bigelow überlegt es sich dann doch anders und bleibt im Hotel. Am nächsten Morgen leidet er unter unerklärlichen Magenschmerzen, was er zunächst auf den wilden Abend schiebt. Doch bald schon stellt sich heraus, dass Bigelow vergiftet wurde und nur noch 48 Stunden zu leben hat. Diese Zeit will er nutzten, um seinen eigenen Mörder zu fangen…

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Die spannenden und ungewöhnliche Geschichte, die in „Opfer der Unterwelt“ erzählt wird, bildet die Blaupause für zahlreiche andere Filme und TV-Episoden, welchen den Film entweder direkt nacherzählten (wie „Der leuchtende Tod“ oder „D.O.A: – Bei Ankunft Mord“) oder sich davon auf kreative Weise inspirieren ließen, wie beispielsweise „Crank“. „D.O.A“ – wie der Film im Original heißt wurde von dem Autorenduo Russell Rouse und Clarence Greene geschrieben, welches zwischen 1950 und 1957 eine Serie von sechs kleinen Film Noir-Filmen schufen. “Opfer der Unterwelt” war der Auftakt dieser Serie, die über die große Leinwand hinaus, in er Noir-Fernsehserie namens “Tightrope” mündete. Der berühmteste Film der Beiden gehört jedoch einem gänzlich anderem Gerne an. “Bettgeflüster”, der auf einer Story von Rouse/Greene basierte, startete eine ganze Serie leichter und überaus erfolgreicher Komödien mit Rock Hudson und Doris Day. Für “Opfer der Unterwelt” ließen sie sich von einem deutschen Film inspirieren: Der Heinz-Rühmann-Komödie “Der Mann, der seinen Mörder sucht”, der von Robert Siodmak, einem der großer Meister des Film Noir, inszeniert wurde und an dessen Drehbuch neben seinem früh nach Hollywood immigrierten Bruder Curt, auch Billy Wilder mitschrieb. Wobei dies auf einem Theaterstück beruht, welches seinerseits von einem Roman Jules Vernes inspiriert wurde.

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Besonders interessant an „Opfer der Unterwelt“ ist seinem langsame Eskalation, die den Film mit dem Ablaufen der Lebenszeit seines Protagonisten immer mehr beschleunigt. Zunächst spielt Regisseur Rudolph Maté mit Screwball-Konventionen. Da gibt es die typisch neckischen Dialoge zwischen Frank Bigelow und seiner Sekretärin/Verlobten Paula. Allerdings werden – im Gegensatz zur „echten“ Screwball-Komödie – beide nicht als gleichberechtigte Partner gezeigt. So wie Paula sich an Bigelow klammert, ist sie sie mehr nervigen Klette als selbstbewusste Frau. Kein Wunder, dass Bigelow ausbrechen und noch einmal sein Junggesellenleben genießen will. Seine Ankunft im Hotel in San Francisco und seine dortige Konfrontation mit dem holden Geschlecht, kommentiert Maté mit einem komischen Soundefffekt. Dadurch wird der Zuschauer zunächst einmal etwas eingelullt. Auch wenn Bigelow einfach nur etwas Spaß haben will und dabei gleich von der nächsten Dame – ausgerechnet der Ehefrau seines Zimmernachbarn – umklammert wird, wähnt man sich eher in einer Komödie als in einem finsteren Noir.

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Diese in einem Jazz-Club endende Szene leitet dann auch die Thrillerhandlung des Filmes ein. Die dabei wild aufspielende Jazz-Band mit ihren fast schon psychotisch wirkenden Verrenkungen, gibt dann auch gleich den Beat für die weitere Handlung vorgibt. In dem Moment in dem Bigelow den Nachtclub betritt, macht er auch den Schritt in eine neue Welt. Dass diese für ihn das Fegefeuer sein wird, ahnt er zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal. Hier stirbt sein altes Ich, hier wird sein neues Ich geboren, welches in den nächsten 48 Stunden ausbrennen wird. Aber noch weiß Bigelow nichts davon. Seine Schmerzen am nächsten Tag schiebt er zunächst auf die verbotenen Vergnügen des Vortages. Die Offenbarung, dass er vergiftet wurde und nicht mehr lange zu leben hat, inszeniert Rudolph Maté fast wie in einem Horrorfilm. Der Arzt, der ihm die zweite Meinung übermittelt, lässt die tödliche Substanz im Dunkeln leuchten, wie ein klassischer Mad Scientist. So wird der Horror sichtbar gemacht, den Bigelow durchlebt. In seiner Verzweiflung reagiert er dann zutiefst menschlich. Er rennt davon, immer schneller, immer selbstvergessener. Die Szene, in welcher der Schauspieler Edmund O’Brien durch eine Masse unbeteiligter (echter) Passanten pflügt, fühlt sich echt an, weil sie echt ist. Hier wird der Effekt vorweggenommen, den Abel Ferrara 42 Jahre später in den letzten Bildern seines „Bad Lieutnant“ ebenfalls gesucht hat. Am Ende bleibt Frank Bigelow erschöpft stehen. An einem Zeitungsstand. Zwischen einem „Life“-Magazin und der Überschrift „brighten up your morning“. Und sieht, was er nun nie mehr selber erleben wird. Ein frische verliebtes Paar und eine Mutter mit ihrem Kind.

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Ab diesem Moment ist Frank Bigelow nicht mehr der nette Durchschnittstyp von nebenan. Er reduziert all sein Handeln auf nur noch ein Ziel: Rache für seinen Mord. Wie in einer Gespenstergeschichte, in der ein Geist aus dem Jenseits heraus versucht, seinen Tod zu rächen. Bigelow weiß, dass ihm hierfür nicht viel Zeit auf Erden bleibt. Also lässt er alles weg, was nicht unmittelbar zum Ziel führt. Die trauende Witwe eines anderen Mannes überfällt er mit der Frage, wie ihr Mann Selbstmord beging. Für Smalltalk oder Taktgefühl fehlt ihm einfach die Zeit. Dadurch, dass er bereits weiß, dass er ein toter Mann ist, befreit er sich von sämtlichen gesellschaftlichen Konventionen. Er wird zum harten Antihelden, wie sie vor allem in den 70ern, aber noch heute, die die Leinwand bevölkerten. Was sie so cool und hart macht ist allein das Wissen, dass sie bereits alles verloren haben. Und die unbewusste Sehnsucht nach der nächsten Kugel, die ihrem verkorksten Leben endlich ein Ende bereitet. Der Gangsterboss Majak bringt es auf den Punkt, wenn er sagt: „He’s not afraid…You can tell from a man’s eyes when he is afraid. Look at his eyes.“.

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Regisseur Rudolph Maté wurde im damals österreichischen Krakau geboren und stieg bald zu einem der bedeutendsten Kameramänner Europas auf. So fotografierte er beispielsweise Carl Theodor Dreyers Meisterwerke „Die Passion der Jungfrau von Orléans“ und „Vampyr – Der Traum des Allan Grey“. Seine Erfahrung als Kameramann sieht man deutlich in „Opfer der Unterwelt“. Dies ist einer jener Film Noir, aus dem man sich jeden Screenshot einrahmen und ins Wohnzimmer hängen könnte. Auf diesen erkennt man allerdings auch, dass Edmond O’Brien den ganzen Film über Grimassen schneidet, um seine innere Gedankenwelt deutlich sichtbar nach außen zu kehren. Doch dies stört ebenso wenig, wie das doch sehr durchschnittliche Aussehen O’Briens, gepaart mit einer gewissen Blässe, was seine Persönlichkeit angeht. O’Brien ist hier perfekt besetzt als eben jener vollkommen durchschnittliche Mann, dessen Leben plötzlich und grausam umgekrempelt wird. Die Stadt erweist sich für solch ein Landei wie Bigelow als tödliche Falle. Als Sündenpfuhl ohne Chance, zu entkommen. Ebenfalls nicht gerade subtil spielt Neville Brand in seiner ersten Filmrolle. Brand legt den psychotischen Chester als eine vollkommen übersteigerte Version des von Richard Widmark in „Der Todeskuß“ gespielten Tommy Udo an. Wenn er Bigelow zu dem Ort fährt, an dem er ihn umzubringen gedenkt und sich dabei die grauenvollsten Todesarten ausdenkt, dann scheint ihm fast der Geifer aus dem zahnreichen Gebiss zu tropfen. Aber auch dieses Überdrehen passt zum Film, denn so wird aus Chester ein wahrer Dämon der Hölle, der in dem diffusen Reich zwischen Leben und Tod die frisch Verstorbenen quält.

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Rudolphe Maté hat mit „Opfer der Unterwelt“ einen Klassiker des Film Noir geschaffen, der häufig kopiert wurde. Bemerkenswert ist die sich stetig steigernde Intensität, die brillant mit der unaufhaltsam ablaufenden Lebenszeit seines Protagonisten korrespondiert.

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Die mittlerweile 20. Ausgabe der „Film Noir“-Reihe von Koch Media, wartet mit einem gewohnt gutem, wenn auch nicht perfektem Bild auf. Auch am sehr gut verstädnlichen Originalton lässt sich nichts aussetzten. Die alte deutsche Synchronisation der Kinoaufführung von 1952 war leider nicht mehr auffindbar, weshalb der Film im Original mit deutschen Untertiteln veröffentlicht wurde. Schön wären auch englische Untertitel gewesen, aber die sind bei der Reihe ja generell nicht vorgesehen. Wie leider ebenfalls üblich in der Reihe, gibt es zwar eine interessante Bildgalerie mit diversen Filmplakaten und Aufhangfotos aus aller Herren Länder, aber ansonsten keinerlei Extras.

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Das Bloggen der Anderen (03-08-15)

bartonfink_type2– David schreibt auf Whoknows presents ausführlich über den zur Zeit seiner Erstehung scheinbar völlig missverstandenen, beinahe experimentellen Film „Verführung am Meer“, den der jugoslawische Regisseur Jovan Živanović in einer Deutsch-Jugoslawischen Co-Produktion 1963 mit Peter van Eyck und Elke Sommer in Szene gesetzt hat.

– Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film sich einige interessante Gedanken zum Thema „Widerwillen im Film“ gemacht. Ferner zeigt er sich überwältigt von Nicholas Rays „Johnny Guitar“, dem er einen leidenschaftlichen Text widmet.

– Leidenschaftlich schreibt auch Oliver Nöding auf Remember It For Later über Jim McBrides heute zu Unrecht fast vergessenes Meisterwerk „Breathless“ mit Richard Gere. Übrigens auch einer der wichtigsten Filme in meinem Leben. Passend dazu auch seine Betrachtungen zu dem ebenfalls großartigen „Ein Mann für gewisse Stunden“, der heute ebenfalls nicht den großen Ruf hat, der ihm eigentlich zustünde. Ebenso, wie Hauptdarsteller Richard Gere nach „Pretty Woman“ ja leider ziemlich „verbrannt“ ist. Wie überwältigend Gere sein kann, sieht man ganz klar in diesen beiden Filmen. Überwältigend war für mich auch immer die Musik von Jerry Lee Lewis, dem „Killer“. Deshalb sah ich einst auch das Bio-Pic „Great Balls of Fire“ auf der großen Leinwand. Oliver zeigt bei seiner schönen Besprechungen die Parallelen zu „Breathless“ auf, mit dem sich der Film den Regisseur teilt.

– Sascha hat mich auf seinem Blog Die seltsamen Filme des Herrn Nolte ziemlich überrascht. Tatsächlich ist mir ein wenig die Kinnlade verrutscht. Da vergleicht er die Art des Filmemachens von Jess Franco mit der Struktur des Jazz. Dabei verweist er auf einen englischsprachigen Blog, den ich bisher noch gar nicht kannte: 1000 Misspent Hours and Countin. Warum ich so überrascht bin? Weil ich diesen Vergleich bei meiner Einführung zu „Lolita am Scheideweg“ ebenfalls gezogen habe – und meinte, dies wäre eine ganz neue Interpretation. Ach ja, bei Sascha geht es um den Film „Vampyros Lesbos“.

– Johannes Schaaf ist mir lediglich als Regisseur von „Traumstadt“ bekannt. Ein Film, der bei mir leider noch immer aussteht. Das Magazin des Glücks stellt neben diesem, auch noch zwei andere Werke Schaafs vor.

– Lukas Foerster schreibt auf seinem Blog Dirty Laundry über die frühe deutsche Tonfilm-Komödie „Wer nimmt die Liebe ernst…“ von Erich Engel.

– „La donna invisibile“ kenne ich bisher nur über die Ohren. Nämlich von Ennio Morricones wunderbaren Soundtrack her. Der dazugehörige Film von Paolo Spinola war mir bisher unbekannt. Ein Umstand, den ich nach Udo Rotenbergs Besprechung auf L’amore in cittá gerne ändern würde.

– Wenn Mauritia Mayer auf Schattenlichter schreibt: „“Killer Cop“ ist einer der dunkelsten, trostlosesten Filme, der innerhalb des Genres des italienischen Polizeifilms je hervorgebracht wurde“, dann will ich den natürlich auch gleich hinterher gucken.

– Schon gesehen habe ich den herrlichen „Sklaven ihrer Triebe“ alias „Top Sensation“. Von daher kann ich sagen, dass ich das unterschreibe, was totalschaden auf Splattertrash über Ottavio Alessis Werk denkt.

– Mise en cinéma über den wunderschönen „Zazie“ von einem meiner persönlichen Helden: Louis Malle.

– Christian Witte mit einem weiteren Teil der Cronenberg-Retro auf Cereality: Diesmal „Rabid – der brüllende Tod“ (bin ich eigentlich der Einzige, der bei dem Titel ständig als Erstes an mutierte Killer-Hasen denken muss?). Außerdem macht sich Benjamin Wimmer ziemlich viele Gedanken zum Spätwerk Dario Argentos (wobei er die „Masters of Horror“-Episoden ausklammert). Raus kommt leider erst einmal altbekanntes.

– Roland Klick gehört zu den großen Hoffnungen des deutschen Films, denen leider zu früh das Genick gebrochen wurde. Klicks finaler Todesstoß war sein „White Star“ von 1983, den Hoffman auf Drei Cineasten bespricht.

– JackoXL von Die drei Muscheln nimmt  sich ein Frühwerk von Oliver Stone vor. Den Horrorfilm „Die Hand“ mit Michael Caine. Er kommt dabei zu dem Schluss: „Tolles Ding, dass Oliver Stone auch ein „Händchen“ für derartige Genrefilme hat(te), verblüffend. Generell scheinen sich bei ihm in den letzten Jahren die Spätfolgen seines exzessiven Leben zu zeigen. Entweder sollte er weniger Drogen nehmen oder wieder damit anfangen, den „World Trade Center“- oder „Savages“-Stone braucht doch kein Mensch.“

–  Ein Scherenschnittfilm von 2011? Nicht ganz, aber Michel Ocelots Animationsfilm „Tales of the Night“ hält sich trotz Computereinsatzes eng an die Kunst Lotte Reinigers, wie Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de feststellt.

Der Kinogänger berichtet wieder über „Neues aus Hollywood“.

– Wenn Regisseure dünne Haut zeigen, sich über schlechte Kritiken beschweren und den Kritikern zu verstehen geben, was sie nicht verstanden haben, dann wirkt dies oftmals wenig souverän. Dietrich Brüggemann hat dies getan und Rajko Burchardt kommentiert den Vorfall auf B-Roll. Ferner schreibt Lucas Barwenczik darüber, was Filme und Videospiele unterscheidet.

– Und zu guter Letzt Alex Matzkeit auf real virtuality über Sinn und vor allem Unsinn von sogenannten „press junkets“. Das sind diese Maximal-10-Minuten-Interviews am Fließband, um ein Film zu promoten. Wusste ich vorher auch nicht.

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Blu-ray Rezension: „Curtains – Wahn ohne Ende“

curtainsNachdem sich der alternde Theater-Star Samantha Sherwood (Samantha Eggar) in einem Anfall von extremen method acting unter einem Vorwand in ein Irrenhaus einweisen ließ, nutzt der berühmte Regisseur Jonathan Stryker (John Vernon) dies aus, um die bereits Samantha zugesagte Rolle der „Audra“ in seinem neuen Stück umzubesetzen. Zu diesem Zwecke lädt er vier Schauspielerinnen (u.a. Linda Thorson) auf sein Landgut ein, um diese hier ein Wochenende lang zu testen. Überraschend gesellt sich auch Samantha dazu, die in der Zwischenzeit aus der Anstalt fliehen konnte und nicht gewillt ist, die Rolle jemand anderen zu überlassen. So denkt scheinbar noch jemand, denn bald stapeln sich die Leichen…

Man sieht „Curtains“ seine nicht gerade einfache Produktionsgeschichte durchaus an. Gedreht ursprünglich 1980, wurde der Film nach vielen Nachdrehs erst im Jahre 1983 fertiggestellt und in die Kinos gebracht. In der Zwischenzeit wusste scheinbar niemand, wo die Reise genau hingen soll. So zeugen am Ende zwei Einblendungen von den vielen Katastrophen und Verzögerungen hinter den Kulissen. Regisseur Richard Ciupka zeichnete den Film nicht mit seinem eigenen Namen, sondern mit dem seiner Hauptfigur Jonathan Stryker, jenem diktatorischen und seine Schauspielerinnen skrupellos manipulierenden Theater-Regisseur. Ferner ist der Abspann in „Akt I“ und „Akt II“ unterteilt, jeweils mit unterschiedlichen technischen Mitarbeitern. Seine Zerrissenheit und das Stückwerk, welches erst später zu einem Ganzen zusammengefügt wurde, überfällt den Zuschauer förmlich. Der Film bewegt sich mal in diese, dann wieder in eine andere Richtung. Manche Szenen scheinen gar zu einem ganz anderen Werk zu gehören.

Der Beginn dampft die Geschichte von Sam Fullers meisterlichen „Shock Corridor“ auf 15 Minuten herunter. Dabei fährt Richard Ciupka die ganze Klaviatur des Irrenhaus-Horrors auf. Merkwürdige alte Frauen in Kindchenmodus, plötzlich aus dem Nichts kommende Furien, Fratzen, die dem Zuschauer ins Gesicht schreien. Schatten, Farbspiele und verkantete Winkel. Dazu die von Samantha Eggar gespielte Samantha Sherwood, die immer apathischer wird, um dann ebenfalls langsam dem Wahnsinn zu verfallen. Ciupka hetzt förmlich durch sein Albtraum-Szenario und verschießt so schon eine Menge Pulver, welches den Mittelteil dann gehörig durchhängen lässt, bevor er sich dann wieder aufrappelt, um die hängen gelassenen Zügel wieder anzuziehen. Da die ganze Irrenhaus-Szenerie nicht viel mit dem eigentlichen Film zu tun hat, sondern wie ein überlanger Prolog daher kommt, führt sie am Ende auch zu nichts. Es ist nur allzu deutlich zu merken, dass etwas fehlt und der Anschluss später krampfhaft durch ein Hilfskonstrukt dazwischen geflickt wurde. Man sieht plötzlich die sich in einem Schlafzimmer befindliche Samantha, die einer unbekannten Person davon erzählt, dass sie aus dem Irrenhaus geflüchtet wäre. Kurze Zeit später taucht sie dann bei Jonathan Strykers Casting auf, als sei nichts geschehen. Und es findet auch niemand seltsam, sie dort anzutreffen, obwohl doch die Flucht einer berühmten und angesehenen Schauspielerin aus einer geschlossenen Anstalt sicherlich Aufsehen erregt hätte.

Aber man sollte bei diesem Film sowieso nicht allzu sehr in der Logik-Kiste kramen. Eine andere Szene zeigt den Mord an einer jungen Schauspielerin. Diese kann durchaus als zweiter Prolog aufgefasst werden, den von der Stimmung her, passt diese Passage mit Kurzfilmcharakter ebenfalls nicht recht zum Hauptfilm. Es wird beispielsweise eine gruselige Puppe eingeführt, die es auch auf das Filmplakat geschafft hat. Diese steht in einer unheimlichen Szenen im Mittelpunkt, welche sich dann aber nur als Albtraum herausstellt. Später taucht sie nicht mehr auf, und auch der auf diese Szene folgende, recht effektiv in Szene gesetzt Mord spielt keine Rolle mehr. Erst jetzt setzt die eigentliche Handlung ein, die den Pfaden eines klassischen Whodunits folgt. Mehrere Personen sind in einem vornehmen Herrenhaus versammelt, weitab der Zivilisation. Jeder könnte ein Motiv haben, die anderen zu beseitigen, und dann fällt einer nach dem anderen einem maskierten Unhold zum Opfer. Das mondäne Anwesen und die Upper-Class-Attitüde lassen hierbei an eine Agatha-Christie-Verfilmung denken. Hierzu passen auch die recht dezenten Morde, die teilweise im Off stattfinden.

Drei Szenen katapultieren den in diesem Teil eher gemütlichen Film dann aber doch wieder in Slasher-Regionen. Das Auffinden eines abgeschlagenen Kopfes in einer Toilette, eine mit vielen Licht- und Schattenspielen inszenierte Verfolgungsjagd durch eine farbenfrohe Requisitenhalle und vor allem der Mord aus dem Eis. Diese höchst effektive Szene ist es dann auch, die man noch lange nach dem Abspann im Kopf behält. Wenn sich eine mit der unheimlichen Maske einer alten Frau ausgestattete Figur rasant auf ihr Opfer zu bewegt, erreicht der Film kurzzeitig eine wahrhaft mörderische Intensität.

Die lange Produktionszeit merkt man auch den Schauspielern an, die offensichtlich irgendwann auch keine große Lust mehr hatten, immer wieder zu Nachdrehs zu erscheinen. Was man insbesondere John Vernon ansieht, der eine ziemlich lustlose Vorstellung gibt, obwohl gerade seine Rolle Potential für mehr gehabt hätte. Die restliche Besetzung zieht ihr Ding professionell durch, wobei Samantha Egger insbesondere im ersten Teil Gelegenheit hat, etwas aus sich heraus zu gehen. Ein nettes Wiedersehen gibt es auch mit Linda Thorson, die einst als Emma-Peel-Nachfolgerin Tara King einige – meines Erachtens ungerechtfertigte – Prügel von den „Mit Schirm, Charme und Melone“-Fans einstecken musste. Hier darf sie einmal die egozentrische Diva geben, was ihr gut steht.

„Curtains“ ist nicht unbedingt ein Highlight, auch wenn der Film mit einigen durchaus sehenswerten Einzelaktionen aufwarten kann. Doch die über drei Jahre zusammengebastelten Einzelstücke wollen nicht wirklich ein überzeugendes Ganzes ergeben. Interessant anzusehen ist er trotzdem, und man kann sich auch weitaus schlechter unterhalten.

Der Film befand sich aus mir unerfindlichen Gründen 25 Jahre auf dem Index und war daher bisher nicht für eine digitale Heimkino-Auswertung in Frage gekommen. Nun veröffentlicht CMV in Verbund mit New Vision Video diesen Slasher erstmals in Deutschland auf Blu-ray und DVD. Das Bild der Blu-ray ist zwar nicht ganz taufrisch, bietet aber sonst keinen Grund zum Meckern. Diesen hat man vielmehr bei der ausgesprochen schwachen deutschen Synchronisation. Aber da auch der Originalton mit an Bord ist, ist dies ebenfalls zu verschmerzen. Schwerer wiegt der vollständige Verzicht von Bonusmaterial, welches beispielsweise bei der us-amerikanischen Veröffentlichung von Synapse reichlich zu finden sind. Gerade bei der spannenden Produktionsgeschichte wäre dies eigentlich ein Muss gewesen.

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Das Bloggen der Anderen (27-07-15)

bartonfink_type2– Der meiner Meinung nach schönste Beitrag der Woche kommt von Rochus Wolff, der in seiner Kolumne „Sitzplatzerhöhung“ auf B-Roll sich darüber nachdenkt, was eigentlich einen guten Kinderfilm ausmacht. Lucas Barwenczik stellt derweilen den iranischen Filmemacher Jafar Panahi vor.

– Sehr gefallen hat mir auch Dominiks Beitrag auf Filmherum, wo er sich Gedanken über das Pro und Contra des Kinobesuchs macht. Für jemanden wie mich, der den Kinobesuch über alle anderen Arten des Filmeerlebens stellt, auch mal interessant, nachvollziehbare Argumente gegen den Kinobesuch zu lesen und im Gegenzug als Mit-Veranstalter eine Kinoreihe darüber nachzudenken, wie man es besser machen kann.

– Nach dem Heimatfilm hat sich Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide nun dem deutschen Schlagerfilm zugewandt. Der erste Film, den er hier untersucht heißt dann auch gleich passenderweise „Schlagerparade“ und ist vom späteren „Kommissar“ Erik Ode inszeniert. Außerdem empfiehlt er Will Trempers Film „Flucht nach Berlin“, der auch auf meiner Must-have-Liste ganz weit oben steht.

– Gabelinger stellt auf Hauptsache (Stumm)Film ein sehr frühes Hollywood-Musical vor: Den Meilenstein „Love Me Tonight“ von Rouben Mamoulian mit Maurice Chevalier.

– Letzte Woche jährte sich mal wieder das Stauffenberg-Attentat. Vor genau 60 Jahren kamen gleich zwei Filme in die deutschen Kinos, sie sich damit beschäftigten. „Es geschah am 20. Juli“ von G.W. Pabst, den Lukas Foerster auf Dirty Laundry vorstellt und „20. Juli“ von Falk Harnack, den Hoffman auf Drei Cineasten bespricht.

– Ich weiß gar nicht, warum mir Joseph Losey immer wieder durch die Finger geschlüpft ist,. Dabei handelt es sich bei ihm um einen der interessantesten Filmemacher der späten 60er und frühen 70er Jahre. Auch wenn Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film einen von Loseys bekanntesten Filmen, „The Go-Between“, eher muffig findet.  Viel mehr hält er da von der Schauspielerin Yekaterina Golubeva, der er einen Liebesbrief schreibt.

– Stu widmet sich auf Die drei Muscheln der „Death Wish“-Reihe. Aber eigentlich nur den ersten drei Filmen, die er auch nicht wirklich gut findet.

– Michael Schleeh berichtet auf Schneeland vom Bucheon International Fantasy Film Festival im Süden von Seoul, wo er den von ihm sehr empfohlenen, südkoreanischen „The Stone“ gesehen hat, sowie den allerneusten Sion Sono „Love & Peace“, der ihn ordentlich durchgeblasen hat mit seiner „hanebüchenen Durchgeknalltheit“.

– Auch Indyfilmblog ist diesmal ganz dem südkoreansichen Kino zugetan. Es gibt eine Lee Chang-dong –Retro mit einer fetten Empfehlung für das südkoreanische Drama „Poetry“ von (das kürzlich im TV lief), aber auch Lees „Secret Sunshine“ und „Oasis“ werden hochgelobt.

– Irgendwie sind mir die vorbildlichen Veröffentlichungen des Labels REM vom Radar gekommen. Gut, dass man bei filmosophie noch einmal darauf hingewiesen wird. Das indische Independent-Drama „Sunrise“ von Regisseur Partho Sen-Gupta sollte man wohl gesehen haben. Auch der Dokumentarfilm „Von Caligari zu Hitler“ des Filmkritikers Rüdiger Suchsland klingt interessant, auch wenn filmosophie anmerkt: „Insgesamt erschlägt Von Hitler zu Caligari sowohl mit seiner Informationsflut als auch mit seiner beträchtlichen Länge. Eine filmgeschichtliche Epoche von 15 Jahren in einem einzigen Dokumentarfilm abzubilden, ist wohl auch ein steiles Unterfangen, das zwangsläufig zu einer intellektuellen Herausforderung für die Zuschauer_innen werden muss. Für jemanden wie mich, die sich insbesondere für die kulturwissenschaftliche Verknüpfung von Kunst und Historie begeistern kann, stellt dies weniger ein Problem dar, doch dürfte der_die „durchschnittliche“ Zuschauer_in wohl spätestens nach einer dreiviertel Stunde gedanklich aussteigen.“

– Da steht das Fantasy Filmfest 2015 vor der Tür, da erinnert film-rezensionen.de noch mal an das Festival des vergangenen Jahres. Ferner schreibt Oliver Armknecht über einen Film, den ich als Kind einmal im Fernsehen erwischte, der mich als damals heiß entflammten Agatha-Christie-Fan begeisterte – und den ich dann nie wieder sah: „Die Morde des Herrn ABC“ mit Tony Randall (!) als Hercule Poirot.

– Sehr viel später begeisterte mich dann „Hellraiser“ von Clive Barker – und die verstümmelte deutsche Fassung des zweiten Teils „Hellbound“ lies mir keine Ruhe. So dass ich 1992 bei meinem bisher einzigen London-Besuch die ganze Zeit nur durch die Elektromärkte irrte, um endlich eine ungeschnittene Fassung zu erstehen (die auch nicht ganz vollständig war, aber das wusste ich damals ja nicht). Oliver Nöding bespricht beide Filme auf Remember It For Later.

Yzordderrexxiii bricht eine Lanze für den nicht wirklich geliebten „Starman” von John Carpenter.

Schöne Empfehlung von Mauritia Meyer auf Schattenlichter für die verheiratenden Italo-Nerds: „Ein sehenswerter äußerst unterhaltsamer und kurzweiliger Poliziottesco aus der „zweiten Reihe“, für den sich womöglich auch eure Frauen begeistern könn(t)en.“ –über „Der Gorilla“ mit Fabio Testi.

– Ich freue mich ja wie Bolle darauf, endlich den (nicht mehr ganz) neuen Film von Quentin Dupieux, „Wrong Cops“ zu sehen. Der Kinogänger mochte ihn.

– Dafür mochte Caroline Lin von Komm&Sieh den neuen Terrence Malick, „Knight of Cups“ gar nicht.

– Irgendwo habe ich schon mal eine Besprechung des dänischen Marionetten-Films „Strings“ verlinkt. Ich weiß nur nicht mehr wo und wann. Egal, kann man auch zweimal machen. Diesmal wird der Film von Robin Schröder von Mise en cinéma empfohlen.

– Auf Cereality geht die Cronenberg-Retro mit dem – von mir noch immer nicht gesehenen – „eXistenz“ weiter. Außerdem zwei Meinungen zu Werner Herzogs „Königin der Wüste“. Christian Witte Pro und Nathanael Brohammer Contra.

– Noch ein paar Übersichten: Die interessantesten Podcasts beim “Die Gespräche der Anderen” auf Wiederaufführung und Filmbesprechungen auf Schlombies Filmbesprechungen als „Die Besprechungen der Anderen”.

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