22. Internationales Filmfest Oldenburg: George-Armitage–Retrospektive und weitere Filme

armitageGeorge Armitage, George Armitage? Den Namen kenne ich doch. Ja, tatsächlich. Erst kürzlich besprach ich hier seinen Film „Vigilante Force“ mit einem großartigen Kris Kristoffersen. Nun widmet ihm das Internationale Filmfest Oldenburg eine Retrospektive. Und die Titel dieser sieben ihm zu Ehre aufgeführten Filme, lassen das Herz höher schlagen.

Da ist Armitages Debüt als Autor, die 1972 entstandene Roger-Corman-Produktion „Gas-s-s-s“, in der er auch selbst eine Rolle übernahm. Im gleichen Jahr folgte der von ihm geschriebene und inszenierte Blaxploitation-Film „Hit Man“ mit Bernie Casey in der Hauptrolle. „Hot Rod“ um Straßenrennen in den 50ern folgte 1979. 1990 adaptierte er den Charles-Willeford-Roman „Miami Blues“ mit Alec Baldwin als Anti-Helden. Es folgte 1997 dann einer seiner bekanntesten Filme, der wunderbare Auftragskiller-Film „ Grosse Point Blank“ mit John Cusack als Killer, der zum Klassentreffen in seine Heimatstadt zurückkehrt.

2004 adaptierte er Elmore Leonards Roman „The Big Bounce“ mit einer Starbesetzung. Allerdings wurde der Film vom Studio umgeschnitten und zu einem künstlerischen und finanziellen Desaster. Wenn man in der Presemitteilung des Filmfest Oldenburg zwischen den Zeilen liesst, dann klingt es aber durchaus so, als ob Armitage seine bisher nie gezeigten Director’s Cut Schnittfassung zeigen würde. Ich bin sehr gespannt.
Ach ja, eingangs erwähnter „Vigilante Force“ von 1976 wird auch in Oldenburg gezeigt.

George Armitage als Ehrengast in Oldenburg vom 16. bis zum 20. September seine Filme persönlich vorstellen. Ich freue mich darauf.

Zeitgleich mit der Ankündigung der Retrospektive, wurden noch einige weitere Titel verraten, die auf dem diesjährigen Filmfest laufen werden.

GOD OF HAPPINESS: Der deutsch-georgische Filme von Dito Tsintsadze gewann gerade den Silbernen Leoparden in Locarno. Es geht um die komplizierte Beziehung zwischen einem Vater und seiner seit einem Jahrzehnt entfremdeten Tochter.godofhapiness

DARK: Von Nick Basile, erzählt wie sich eine junge Frau (Whitney Able, war bereits vor ein paar Jahren mit „Monsters“ in Oldenburg) während des großen Black-Out in New York gegen ihre größten Ängste durch die Nacht kämpft. Joe Dante war hier Executive Producer.

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TOO LATE: Regisseur Dennis Hauck erzählt von einem Privatdetektiv, der in Südkaliforniens eine vermisste Frau sucht.

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DIXIELAND: Hank Bedford erzählt seine Bonnie und Clyde-Geschichte im brütend heißen Mississippi.dixieland

ONE WILD MOMENT: Vincent Cassel und François Cluzet spielen die Hauptrollen in Jean- François Richets Remake des Originals von 1977. Zwei beste Freunde machen sie Urlaub mit ihren jugendlichen Töchtern. Doch dann schläft der eine mit der Tochter des anderen.

TANGERINE: Sean Bakers Film ist eine Odyssey durch Los Angeles‘ Transgender-Subkultur, die auf einem kleinen iPhone eingefangen wurde.

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„Dark“ ist bei mir schon mal gesetzt – sofern der Spielplan mir nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

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