Internet-Tipp: lost-films.eu

Wer sich ein wenig mit der Filmgeschichte auskennt, der weiß, dass aus den ersten 35 Jahren des Mediums nur ein Bruchteil der Filme überlebt haben. Ca. 80 % aller Filme zwischen 1895 und 1930 gelten heute als „verloren“. Und einige existieren nur noch in zum Teil stark gekürzten Rumpffassungen. Das prominenteste Beispiel hierfür ist „Metropolis“, der 80 Jahre lang auch nur in einer gekürzten Fassung gezeigt werden konnte und bei dem vor Kurzem durch einen Zufall zusätzliches Filmmaterial in Argentinien entdeckt wurde.

Doch leider ist das eine Ausnahme. Die meisten Filme bleiben verschollen. Sei es, weil sich mittlerweile die frühen Filmrollen auf Nitratbasis zersetzt haben oder weil sie einst vernichtet wurden, um Platz in den Filmlagern der Studios zu schaffen. Die große Hoffnung der Filmhistoriker und Filmliebhaber liegt darin, dass vielleicht in irgendwelchen finsteren Archiven oder Privatsammlungen noch einige Schätze vor sich hin stauben.

Hier setzt ein neues Projekt an, welches von der Deutschen Kinemathek in Berlin ins Leben gerufen wurde. Unter lost-films.eu wurde eine Online-Plattform ins Leben gerufen, die für jeden zugänglich ist und auf der jeder selber ein wenig Detektiv spielen kann.

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Originalfassungen in Bremen: 04.02.- 10.02.10

Diese Woche kann ich es mir per „copy & paste“ sehr einfach machen. Im Cinemaxx laufen die selben Filme, wie in der Vorwoche (wenn auch zu geänderten Anfangszeiten). Und außer der regelmäßigen Sneak Preview der Schauburg, zeigt nur das Kino 46 noch zwei Filme in der Originalfassung. Und das war’s dann auch schon wieder.

Sherlock Holmes – Cinemaxx, Fr., 22:30; Sa., 13:45 und Mo. 21:00 – mit Sir Arthur Conan Doyles legendären Meisterdetektiv hat diese Action-Neuverfilmung nicht mehr viel zu tun. Gestern geschaut, daher kann ich hier auch einmal eine kurze Einschätzung geben: Grundsolide Unterhaltung und den Schauspielern sieht man den Spaß, den sie an der Sache haben, deutlich an. Die Musik von Hans Zimmer war auch überraschend gut und m.M.n. zurecht für die Oscars nominiert.

Kutsal Damacana 2 – Cinemaxx, Do.-Mi., 23:05 – türkische Abenteuerkomödie mit fantastischen Elementen, wie z.B. einem Werwolf. Wie in der letzten Woche: Auf der Cinemaxx-Homepage steht nichts, aber andere Quellen schreiben, dass der Film im Original mit Untertiteln gezeigt wird.

Ejder Kapani – Drachenfalle – Cinemaxx, Do.-Mi. (außer Fr.), 22:30 – türkischer Action-Thriller um einen Serienmörder, der gerade aus der Haft entlassene Kinderschänder umbringt. Wie bei „Kutsal Damacana 2“ – laut Zeitung türkisch mit UT.

Interview – Kino 46, Do+Di+Mi um 20:30, Sa.+So. um 18:00 – US-Remake des gleichnamigen niederländischen Filmes des kontroversen (und leider 2004 ermordeten) Regisseurs Theo Van Gogh. Bei dieser weicheren Variante des Stoffes führt Kultstar Steve Buscemi Regie.

The Great Dictator – Kino 46, So., 7.2., 20:30 – Der Klassiker von Charlie Chaplin läuft in der Reihe „Mein Film“. Hier stellen „Prominente“ persönlich ihren Lieblingsfilm vor. Diese Woche ist Klaus Hübbotter zu Gast, der als „Mäzen und Investor“ angekündigt ist. Ich gebe aber zu, dass ich von dem Herrn noch nie etwas gehört habe. Daher „Prominente“ hier mal in Anführungszeichen.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 08.02., 21:45

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TV-Tipp: Die „Metropolis“-Rekonstruktion live auf ARTE

Wer sich für Film und Filmgeschichte interessiert, sollte sich den 12.2. bereits seit langem dick im Kalender markiert haben.

An diesem Tag findet die Welturaufführung des neu rekonstruierten „Metropolis“ statt. Zur Erinnerung, seit der Uraufführung in Berlin 1927 ist der Film immer wieder z.T. dramatisch gekürzt worden und die Urfassung galt jahrzehntelang als verschollen, bis im vorletzten Jahr in Buenos Aires eine Fassung entdeckt wurde, die fast alle verschollenen Elemente enthielt.

Seitdem sitzt die Friedrich-Murnau-Stiftung an der Rekonstruktion des Filmes. Diese ist nun pünktlich zum Start der 60. Berlinale abgeschlossen worden und die „neue“ Fassung feiert am 12.2. Premiere, sowohl auf der Berlinale, als auch zeitgleich in Frankfurt/Main.

Nun ist es für Normalsterbliche ja etwas schwierig an einem der beiden Ereignisse teilzunehmen. Aber Gott sei Dank gibt es ARTE. Also flugs ein paar filmbegeisterte Freunde angerufen, genug Häppchen organisiert und für ausreichend Getränke gesorgt: Am 12.2. ab 20:15 Uhr startet auf ARTE der große „Metropolis“-Abend. Nach einigem Vorgeplänkel beginnt um 20:40 der erste Höhepunkt der Saison: Die Welturaufführung des rekonstruierten „Metropolis“ live aus dem Berliner Friedrichstadtpalast, wo der Film vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Dirigent Frank Strobel begleitet wird. Strobel war es auch, der die Originalpartitur von Gottfried Huppertz für die „neue“ Fassung rekonstruiert und angepasst hat.

Einem großartigen Fernsehabend steht eigentlich nichts mehr im Wege!

Und wer noch Lust hat, kann sich dann im Anschluss an den Film die Dokumentation „Die Reise nach Metropolis“ von Artem Demenok über die Restaurierung des Films ansehen.

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Veranstaltungshinweis: Vortrag „Der Mann in der Krise“

Wer heute kurz entschlossen ins Kino 46 geht, um dort einen Film zu sehen, wird leider enttäuscht.

Statt eines Filmes gibt es ab 20:00 Uhr einen Vortrag zum Thema „Der Mann in der Krise“.

Film(ausschnitte) werden aber auch gezeigt 🙂

Immer wieder hören wir: »Der Mann ist in der Krise«. Die Jungen von heute erzielen schlechtere Schulabschlüsse als ihre Klassenkameradinnen, noch nie war eine Frauengeneration so gut ausgebildet wie derzeit. Prompt haben »wir« eine erste und erfolgreiche Bundeskanzlerin. Klarer Fall: das 21. Jahrhundert gehört den Frauen. Wirklich? Was sagen solche Pauschalurteile über Männer und Frauen »an und für sich« tatsächlich aus? Die Rede vom desorientierten Mann ist so spannend, weil sie so gar nicht unschuldig ist. Ein Streifzug durch das Hollywood-Kino der Jahrtausendwende legt diese komplexe Interessenslage offen.

In Kooperation mit der 34. Literarischen Woche | www.literarische-woche.de

Vortrag mit Filmausschnitten

Referentin: Ines Kappert, Meinungsredakteurin bei der »taz«

Do. 28.1. | 20:00

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Originalfassungen in Bremen: 28.01.- 03.02.10

Als ich heute morgen das „Wochen Journal“ des „Weser Kuriers“ durchblätterte, habe ich noch geflucht. Bis auf zwei türkische Komödien, keine O-Fassung weit und breit. Gut, dass ich nicht alles glaube, was in der Zeitung steht. Erfreulicherweise fand ich auf der Homepage des „Cinemaxx“ dann den Hinweis, dass „Sherlock Holmes“ auch im Originalton gezeigt wird. Anlässlich des Golden Globes für Robert Downey Jr. eine gute Idee. Dafür findet man dort aber keine Hinweise darauf, dass die bereits erwähnten türkischen Filme im Original mit Untertiteln laufen.

Da das Kino 46 in dieser Woche vor allem deutschsprachige (na ja.. eher österreichische, was manchmal auch eine Untertitelung zwingend erforderlich macht) Filme zeigt, wird meine Liste in dieser Woche sehr übersichtlich.

Sherlock Holmes – Cinemaxx, Do.-Mi., 19:45 – mit Sir Arthur Conan Doyles legendären Meisterdetektiv hat diese Action-Neuverfilmung nicht mehr viel zu tun. Und der Amerikaner Robert Downey Jr. Ist auch eine eher ungewöhnliche Besetzung für diesen ur-britischen Charakter. Mal schauen, was Guy Ritchie (dessen letzter guter Film „Snatch“ auch schon eine Dekade her ist) daraus gemacht hat.

Kutsal Damacana 2 – Cinemaxx, Do.-Mi., 15:10 und 22:40 – türkische Abenteuerkomödie mit fantastischen Elementen, wie z.B. einem Werwolf. Wie in der eltzten Woche: Auf der Cinemaxx-Homepage steht nichts, aber andere Quellen schreiben, dass der Film im Original mit Untertiteln gezeigt wird.

Ejder Kapani – Drachenfalle – Cinemaxx, Do.-Mi., 17:30, 20:20 und 23:00 und CineStar, 17:10, 19:40 und Fr./Sa. auch um 22:20 – türkischer Action-Thriller um einen Serienmörder, der gerade aus der Haft entlassene Kinderschänder umbringt. Läuft auf mehreren Zeitschienen in gleich zwei Bremer Multiplexen. Auf der Homepage des CineStar steht auch, dass der Film auf türkisch mit deutschen Untertiteln gezeigt wird, beim Cinemaxx (mal wieder) nicht.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 01.02., 21:45

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12. Bremer Filmpreis: Bilder von der Verleihung

Wie gestern angekündigt, hier ein paar Schnappschüsse von der Verleihung des 12. Bremer Filmpreises an Ulrich Seidl.
Man kann unschwer sehen, dass ich fototechnisch seit dem letzten Jahr nicht allzu viel dazu gelernt habe 😉

Bürgermeister Jens Böhrnsen, "Frau Gruber", Ulrich Seidl, Veronika Franz

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Bericht: Verleihung des 12. Bremer Filmpreises

Gestern wurde in der Oberen Rathaushalle der 12. Bremer Filmpreis an den österreichischen Filmemacher Ulrich Seidl verlieren.

Für alle, die neugierig sind, wie des so vonstatten ging, hier – wie schon im letzten Jahr – ein kurzer Bericht von der Verleihung.

Neben Ulrich Seidl, waren noch seine Ehefrau (und teilweise Co-Autorin und Co-Produzentin) Veronika Franz erschienen und als Laudator eine Dame, die sowohl in der Einladung, als auch bei der Verleihung selber, als „Elfriede Gruber, Schauspielerin“ angekündigt wurde. Dazu aber später mehr.

Die Eröffnungsrede hielt unser Bürgermeister und Landesvater Jens Böhrnsen. Dankenswerterweise hielt er sich kurz und lobte, nach der üblichen Nennung der Sponsoren des Bremer Filmpreises, ausdrücklich die Arbeit des Kommunalen Kinos 46, welches nicht nur jedes Jahr den Bremer Filmpreis organisiert, sondern auch in vorbildlicher Weise das Bremer Symposium zum Film abhält, welches und einen hervorragenden Ruf, auch weit über die Landesgrenzen hinaus, besitzt.

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5./6.Februar: Das „5. Festival des gescheiterten Films“

Am 5. und 6. Februar findet im Kino 46 das „5. Festival des gescheiterten Films“ statt. Dabei werden an zwei Abenden 60 Filme unterschiedlichster Genres und Längen gezeigt, die in irgendeiner Form gescheitert sind.

Manche Filme will einfach keiner sehen. Egal ob zu anspruchsvoll oder einfach zu schlecht oder weil eben kein Starttermin im Kino frei war. Das »Festival des gescheiterten Films« nimmt sich dieser Fälle an und zeigt nun zum fünften Mal, deutschlandweit und mit wachsendem Erfolg, die Werke, die auf interessante Weise daneben gegangen sind.

Manchmal liegt es am Publikum, dass ein Film nicht richtig gewürdigt wird, manchmal an der Kritik, die keine Gnade walten lässt, manchmal auch an den Filmemachern, die ihre selbst gestellten Ziele nicht verwirklichen können. Warum Filme gescheitert sind, spielt aber bei diesem ungewöhnlichen Festival eine eher untergeordnete Rolle. Hauptsache, es sind »Perlen der Filmkunst, die einfach keiner haben wollte«.

Präsentiert werden die Filme vom Festivalleiter HW Müller aus München. Jeder Abend hat eine Länge von 180 Minuten mit Pause.

Ein sehr schönes Konzept, wie ich finde. Und da ich selber so einen „gescheiterten Film“ im Keller liegen habe, denke ich gerade intensiv darüber nach, mich selber für das Programm 2010/11 zu bewerben. Mal sehen, vielleicht erfährt mein „Meisterwerk“ ja auf diesem Wege doch noch mal eine klitzekleine Würdigung. Und es sei es nur als eklatantes Musterbeispiel für den Prozess filmischen Scheiterns.

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Originalfassungen in Bremen: 21.01.- 27.01.10

Durch das 15. Symposium zum Film gibt es in der aktuellen Woche eine Menge Originalfassungen im Kino 46. Das Cinemaxx recycelt immer noch „Avatar“ und der Rest.. na ja.. mau wie immer.

Avatar 3D – Cinemaxx, Fr. 18:00, Mo. 20:30, Mi. 22:00 – Was habe ich mich gefreut, als „Avatar“ endlich im Cinemaxx im Original UND 3D lief. Mittlerweile tut es das aber jetzt schon in der 5. Woche. *gähn*

Kutsal Damacana 2 – Cinemaxx, Do.-Mi., 21:10 + 23:15 – türkische Abenteuerkomödie mit fantastischen Elementen, wie z.B. einem Werwolf. Auf der Cinemaxx-Homepage steht wieder nichts über Originalfassung oder nicht, aber andere Quellen schreiben, dass der Film im Original mit Untertiteln gezeigt wird.

Yahsi Bati – Die osmanischen Cowboys – Cinemaxx, Do-Di (außer Sa.!), 22:15 – Auch hier: Laut Weser Kurier u.a. im Original mit Untertiteln. Bei dem Film handelt es sich um eine türkische Westernkomödie.

Battle Royale – Kino 46, So. 24.1., 15:30 – der letzte Film des großen Kinji Fukasaku. Mittlerweile ist dieser Film über eine Gruppe Schüler, die sich einer verwilderten Insel drei Tage lang gegenseitig töten müssen bis es nur noch ein Überlebender übrig ist, zum Kultfilm geworden. Gezeigt wird die ungeschnittene Fassung im Original mit Untertiteln.

Caché – Kino 46, Fr. 22.1., 15:00 – vielschichtiger Psychothriller von Michael Haneke.

Dawn of the Dead – Kino 46, So. 24.1., 20:30 – “Zombies im Kaufhaus”. ‘Nuff said! Gezeigt wird scheinbar eine 126 Minuten lange Fassung, was dem von George R. Romero intendierten, US-Cut entspricht, denn die europäische Schnittfassung, die von Dario Argento erstellt wurde, geht nur 117 Minuten. D.h., der Film büßt zwar gegenüber der in Deutschland bekannten “Euro”-Fassung einiges an Rasanz und vor allem den brillanten “Goblin”-Soundtrack ein, hat dafür mehr Handlungselemente und ist deutlich satirischer angelegt.

Der Manchurian Kandidat – Kino 46, Sa. 23.1., 22:00 – Remake des Thriller-Klassikers von John Frankenheimer. In der neuen Version spielen Denzel Washington und Meryl Streep die Hauptrollen. Regie führt der Oscar-Preisträger Jonathan Demme.

Ein Spezialist – Kino 46, Sa. 23.1., 10:00 – französische Dokumentation über den Prozess gegen Adolf Eichmann. Der Film wurde vom Bremer Institut Film Fernsehen / Mira Filmproduktion co-produziert und erhielt 1999 den Grimme-Preis.

Lucie et maintenant – Kino 46, Mi. 27.1., 20:30 – Schweizer Dokumentarfilm über ein Ehepaar, die eine Reise von Paris nach Marseille auf den Spuren des Schriftstellers Julio Cortázar (einer meiner absoluten Favoriten!) und seiner Frau, die diese Reise 25 Jahre zuvor unternahmen, nachfahren.

Französische Sneak Preview – Atlantis, Mi. 27.1., 21:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 25.1., 21:45

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„Auf zu neuen Ufern“ – Die Zukunft des Kommunalkinos „Kino 46″(?)

Auf der Homepage des Kommunalkinos findet man unter dem Titel „Zu neuen Ufern“ ein Strategiepapier zur Zukunft des Kinos 46. Darin geht es um die zukünftige Ausrichtung des Kinos 46 und die Frage, wie auch jüngere Zielgruppen erschlossen werden können.

Ich habe aus dem Strategiepapier mal ganz subjektiv einige Passagen herausgegriffen, die mir wichtig sind bzw. mir für die Zukunft des Kinos 46 besonders relevant erscheinen.

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