Nachrichten getagged: Filmblog

Das Bloggen der Anderen (08-10-18)

Von , 8. Oktober 2018 18:11

– Für viele meiner filmbegeisterten On- und/oder Offline-Bekannten war das wohl einer der Höhepunkte des Jahres. Das 5. Terza-Visione-Festival des italienischen Genrefilms in Frankfurt (zu dem ich es auch wieder nicht geschafft habe). Was ich da alles verpasst habe kann ich jetzt aber im zweiten Teil von Davids großem und ausführlichem Bericht auf Whoknows presents nachlesen.

– Eine ebenfalls ausführliche Zusammenfassung seines Besuchs auf dem Hamburger Filmfest hat Schwanenmeister von Negative Space verfasst. Außerdem hat er seine ganz eigenen Preise verliehen.

– Bert Rebhandl stellt auf cargo jene 26 Filme kurz vor, die er auf dem Toronto International Film Festival 2018 gesehen hat.

– Anlässlich einer Filmreihe im Berliner Arsenal, hat Robert Wagner auf critic.de einen genaueren Blick auf Abel Ferraras „Kino der Sünder“ geworfen.

– Interessanterweise habe ich Jóhann Jóhannsson gar nicht als Filmkomponist, sondern als Erschaffer des wundervollen „Orphée“ kennengelernt. Dass er auch für Filme Musik komponierte habe ich erst viel später erfahren. Und gerade als ich mich in sein Werk vertiefen wollte, kam die Nachricht seines plötzlichen Todes. Joachim Kurz gedenkt auf kino-zeit.de noch einmal diesem großen Ton-Künstler, der vor einem Jahr verstarb.

– Sir Donnerbold hat auf seinem Blog SDB-Film den Schauspieler Oliver Masucci über „Werk ohne Autor“ befragt.

– Sowohl Oliver Armknecht von film-rezensionen.de, als auch Björn Schneider von Filme Welt schwärmen in den höchsten Tönen von den deutschen Spielfilm „In My Room“. Da freue ich mich doch umso mehr auf das Filmfest in Braunschweig, wo ich den Film hoffentlich zu sehen bekomme.

– Apropos film-rezenionen.de. Da bin ich doch beruhigt, dass ich nicht der Einzige war, dem „The Boat“ nicht so viel gab. Lara von Dehn erging es ganz ähnlich.

– Die Filmlöwin macht sich drei sehr kritische Gedanken zu „ A Star Is Born“ und dessen sehr männlichen Weltbild.

– Schön mal wieder etwas auf the-gaffer.de zu lesen, wo Jenny Jecke eine sehr fundierte und schön bebilderte Abhandlung über Marcel L’Herbiers „Le Bonheur“ mit Charles Boyer geschrieben. Toll!

– Oliver Nöding führt auf Remember It For Later seine John-Ford-Retro mit einem von dessen bekanntesten Filmen weiter: “Früchte des Zorns”.

– Remember Burt Reynolds: Totalschaden schreibt auf Splattertrash über „Ein ausgekochtes Schlitzohr“.

– Sebastian ist auf Nischenkino von dem italienischen Drama „Appassionata“ mit einer jungen Ornella Muti sehr angetan. Und stellt mit „Die Schlange im Schatten des Adlers“ einen Film vor, der mir früher sehr viel Freude bereitet und mein Interesse für klassische Kung-Fu-Filme erweckt hat.

„Die sieben Pranken des Satans“ – Graf Yorga kehrt zurück heißt es bei Die Nacht der lebenden Texte. Volker Schönenberger schreibt über den Vampir-B-Film, der auch gerade als UK-BR-Box bei mir Einzug gehalten hat. Darum lese ich seine Review auch erst später.

Das Bloggen der Anderen (01-10-18)

Von , 1. Oktober 2018 17:28

– Im Rahmen seines Siegfried-Kracauer-Stipendiums, hat Lukas Foerster auf seinem Blog Dirty Laundry zwei schöne Texte über die Dunkelheit und die Unsichtbarkeit im Kino geschrieben.

– Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog ist auf dem Zürich Filmfestival unterwegs und hat dort Hannes Baumgartners sehr interessant klingenden Film „Der Läufer“ gesehen.

– Die Filmlöwin hat Lars von Triers neuen Film „The House That Jack Built“ angesehen und sich dazu drei ausführliche Gedanken gemacht.

– Ich denke mal Maël Mubalegh von Jugend ohne Film und Steven Spielberg werden keine großen Freunde mehr. In seinem Artikel erklärt er warum dies so ist.

– Der aktuelle Elmar-Wepper-Film mit dem wunderbaren Titel „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“ hat André Malberg recht gut gefallen. Weshalb erklärt er auf Eskalierende Träume.

– Bei meinem letzten Warschau-Besuch konnte ich „Cold War“ leider nicht sehen, da der polnische Film selbstverständlich nicht untertitelt lief. Klar. Meine Frau sah ihn sich an und war sehr zufrieden. Darum freue ich mich schon sehr drauf, wenn ich den Film endlich in einer verständlichen Form ansehen kann. Bis dahin kann ich ja Oliver Armknechts Review auf film-rezensionen.de lesen.

– Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich „Jackson County Jail“ das erste Mal gesehen habe. Wir hatten gerade einen Videorekorder angeschafft und der Film war einer der ersten, die ich vom Fernsehen (ich glaube, er lief in einem Dritten Programm, aber garantiert nicht unter dem Titel „Vergewaltigt hinter Gittern“) aufnahm. Was ich da zu sehen bekam, enttäuschte mich einerseits (ich hatte natürlich mehr Action und Gewalt erwartet), verstörte mich mit seiner nüchternen Betrachtung aber auch so weit, dass ich ihn heute – 30 Jahre später – noch gut vor Augen habe. Robert Zion hat dem Film nun auf seinem Blog einen sehr lesenswerten Artikel gewidmet.

– Oliver Reed ist immer einen (oder gleich mehrere) Blick wert. Darin stimme ich mit der Autorin des Blogs Schattenlichter vollkommen überein. Von „Leise weht der Hauch des Todes“ habe ich bisher nur gelesen, nach der Lektüre dieses Artikels steht er aber ganz oben mit auf der Wunschliste.

– Als ich „Dr. Mordrid“ vor vielen, vielen Jahren aus der Videothek mitgenommen habe, hieß der noch „Rexosaurus“ und der deutsche Verleih wollte diese billige „Dr. Strange“-Geschichte an die „Jurassic Park“-Welle hängen. Ich fand das damals alles ziemlich merkwürdig, aber aus Verbundenheit zu Hauptdarsteller Jefferey Combs auch nicht so schlecht. Jetzt ist er in einem üppigen Mediabook erscheinen, welches Andreas Eckenfels für Die Nacht der lebenden Texte besprochen hat.

– Totalschaden beschäftigt sich auf Splattertrash mit Mario Bavas wunderbaren Episodenfilm „Die drei Gesichter der Furcht“.

– Vor „Ein Mann sieht rot“ drehte Michael Winner einen anderen Rache-Film mit Charles Bronson, nämlich den Western „Chato’s Land“ wo Bronson ein Apachen-Halbblut spielt. Sebastian bespricht den Film auf Nischenkino.

– Okay, von „Dead End Drive-In“ habe ich immer nur den Titel gelesen und nie verstanden, wie man diesen höchst öden Film gut finden kann. Zumindest, bis ich eben dank Sascha der den Film auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte besprochen hat, herausgefunden habe, dass ich den im Kopf immer mit dem amerikanischen „Drive In Massacre“ verwechselt habe. Na, dann will ich jetzt aber den echten „ Dead End Drive-In“ so schnell wie möglich sehen.

Das Bloggen der Anderen (24-09-18)

Von , 24. September 2018 18:59

– An dieser Stelle erst einmal ein dickes DANKE SCHÖN an die kino-zeit.de-Redaktion, die meine kleine Seite kürzlich zum „Darling der Woche“ gekürt und sogar mit der wunderbaren „Perlentaucher“-Seite verglichen hat. Da wurde ich erst rot und dann doch mächtig stolz. Und das war dann auch wieder ein toller Ansporn immer weiter zu machen, auch wenn sich die Lust daran manchmal in Grenzen hält. Eigentlich hätte ich mich auch bei kino-zeit.de-Chef Joachim Kurz gleich persönlich bedanken können, denn jener war beim 25. Internationalen Filmfest in Oldenburg zugegen, wo ich ihn ein paar Mal sah. Aber aus angeborener Schüchternheit habe ich es dann doch gelassen, zumal er immer vor mir aus dem Kinosaal verschwunden war. Aber auf kino-zeit.de hat er einen schönen Bericht über Oldenburg veröffentlicht und sein Kommen auch im nächsten Jahr angekündigt.  Ferner schreibt er in einem lesenswerten zweiten Artikel anlässlich des Films „Utøya 22. Juli“ über Filme, denen der Vorwurf gemacht, dass sie die wahren Ereignisse, auf denen sie beruhen, exploitativ verwenden.

– Auf critic.de führt Frédéric Jaeger ein Interview mit einem Grenzenüberschreiter: Bruno Dumont.

– Sehr kontrovers wird ja auch Oscar Roehler diskutiert. Gabi Rudolph hat auf the out-takes über die Anfang des Jahres ausgestrahlte „Durch die Nacht mit…“-Folge geschrieben, in der er auf Lars Eidinger trifft.

– Andrey Arnold hat auf Jugend ohne Film einen sehr schönen Artikel über die unterschiedlichen Bildformate im Kino und welchen Eindruck sie auf den Betrachter machen verfasst.

– Für Robert Zion ist Jack Hill der bedeutendste Autorenfilmer des Exploitationkinos. Am 15. Sept. 2018 hat er auf dem Randfilmfest/Kassel einen Vortrag über „Jack Hill – Kino des Empowerment“ gehalten, dessen Langfassung er jetzt auf seinem Blog veröffentlicht hat.

– Ich bin sehr großer Chilly-Gonzales-Fan und sein Konzert letztes Jahr in der Bremer Glocke wird auf ewig ein Highlight in meiner Konzertgänger-Karriere bleiben. Jetzt gibt es eine Kino-Doku über ihn mit dem passenden Titel „Shut Up and Play the Piano“. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de hat ihn gesehen. Außerdem habe ich jetzt durch Oliver festgestellt, dass die alte „Puppetmaster“-Serie noch lange nicht tot ist, sondern gerade mit „The Littlest Reich“ fortgesetzt wurde.

– Giallo-Time auf Die Nacht der lebenden Texte. Ansgar Skulme schreibt über den recht selten gesehenen „Das Geheimnis der blutigen Lilie“ mit der göttlichen Edwige Fenech.

– In Oldenburg lief gerade Paul Schraders neuer Film „First Reformed“, den ich leider nicht selber sehen konnte, von dem ich aber viel Gutes dort gehört habe. Zeit also, sich mal wieder intensiv mit Schrader auseinander zu setzen. Da kommt Oliver Nödings Artikel über Schraders Regie-Debüt „Blue Collar“ auf Remember It For Later gerade richtig.

„Kriegsjahre in der Eifel“, ein Dokumentarfilm von Dietrich Schubert von 1989 kannte ich bisher nicht. Durch André Malbergs Besprechung auf Eskalierende Träume bin ich aber neugierig geworden.

– Es wird endlich Zeit, dass „Abwärts“ von Carl Schenkel endlich mal auf einer vernünftigen Bluray erscheint. Die Review auf Schlombies Filmbesprechungen macht das noch einmal schmerzhaft klar.

– Wer kennt Sie nicht? Die berüchtigte Fliegende Guillotine? Heiko Hartmann hat sich auf Allesglotzer eingehende mit dem gleichnamigen Film und seiner Fortsetzung beschäftigt.

– Bleiben wir zum Abschluss in Asien. Flo Lieb von symparanekronemoi schreibt über den japanischen Thriller „The Third Murder“, der ihm gut gefallen hat.

Das Bloggen der Anderen (27-08-18)

Von , 27. August 2018 17:32

– Vor kurzem feierte Artur Brauner seinen 100. Geburtstag. Mitte der 60er produzierte er den deutsch-jugoslawischen Film „Zeugin aus der Hölle“, indem es um die Verbrechen während des Holocaust und deren mangelnde Aufarbeitung. Manfred Polak hat auf Whoknows presents eine Menge Interessantes über den Film zu sagen.

– Ausnahmsweise mal ein englischsprachiger Text, der auf dem deutschen Filmblog Eskalierende Träume veröffentlicht wurde. Roger Watkins kennt man vor allem durch sein Werk „Last House on Dead End Street“. In den 70er drehte er unter Pseudonym allerdings auch einige „Erwachsenenfilme“. Einer davon war „Her Name Was Lisa“ von 1979, den André Malberg (der den Blog scheinbar mittlerweile allein bestreitet) sehr ausführlich und informativ bespricht.

– Maria Wiesner stellt auf kino-zeit.de die legendäre Kostümdesignerin Edith Head vor und geht auf ihre Bedeutung in der Filmgeschichte und insbesondere für Alfred Hitchcock ein. Und Rajko Burchardt nimmt den Begriff „guilty pleasure“ auseinander.

– Jan Hendrik Mueller stellt auf Jugend ohne Filme die wegweisende Zeitschrift „Filmkritik“ (1957-1984) vor und analysiert deren Herangehensweise an die Filmkritik an sich.

– Gestern verstarb der große amerikanische Bühnen- (und Drehbuch-)Autor Neil Simon. Christian Keßler hat ihm auf Urlaub im Schrank einen schönen Nachruf gewidmet. Außerdem hat Christian sich sehr intensiv mit dem Werk Paul Verhoevens auseinandergesetzt und stellt mit „Stadt in Angst“ (Bad Day at Black Rock) einen seiner 100 Lieblingsfilme vor.

– Unbedingt empfehlenswert findet Oliver Nöding auf Remember It For Later den eher unbekannteren Film „The Spook Who Sat By The Door“, den ein Ivan Dixon 1973 in Szene setzte. Auch „Adieu Bulle“ mit Lino Ventura und Patrick Dewaere sollte man gesehen haben.

Filmlichtung hat mal so zusammengetragen, was es in der Welt der Filme so alles Neues gibt.

Funxton schwärmt von Fritz Langs wunderbaren „Scarlet Street“.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de ein Interview mit Deutschlands „Mumblecore“-Aushängeschild Axel Ranisch geführt und stellt auch Klaus Lemkes neues Werk „Bad Girls Avenue“ (jetzt in der ZDF-Mediathek zu sehen) vor, das ihm allerdings nicht so recht gemundet hat.

– Aha, Detlev Buck hat auch wieder einen neuen Film gemacht. „Asphaltgorillas“ heißt er vielversprechend. Julian Dax von Kinogucker lässt allerdings kaum ein gutes Haar dran.

– Christian Genzel hat sich für Wilsons Dachboden die beiden – wie er es nennt – „Frankenstein-Film“ „Der rosarote Panther wird gejagt“ und „Der Fluch des rosaroten Panthers“ angeschaut, die beide nach dem Tod des Hauptdarstellers Peter Sellers entstanden und mal mehr „Gejagdt) und mal weniger (Fluch) aus alten Szenen, Outakes und nicht verwendeten Material mit Sellers bestehen.

– Lukas Foerster hat auf seinem Blog Dirty Laundry zwei weitere Teile der Textreihe „Konfetti“ veröffentlicht, die im Rahmen des Siegfried-Kracauer-Stipendiums entsteht. Teil 13 handelt von „Running on Empty“, dem ihm liebsten Sidney-Lumet-Film und dem ihm liebsten River-Phoenix-Film. In Teil 14 geht es um die herzergreifende Schlussszene aus „Der letzte Schnee des Frühlings“.

Das Bloggen der Anderen (20-08-18)

Von , 20. August 2018 18:33

– So mag ich es am Liebsten: Schattenlichter mixt eine Besprechung des alten Zombie-Kultfilms „Return of the Living Dead“ mit persönlichen Anekdoten und Anmerkungen. Das macht Spaß zu Lesen.

– Jenny Jecke hat auf the-gaffer.de sich auf sehr interessante und lesenswerte Weise Frank Borzages „History Is Made At Night“ vorgenommen und geht dabei auch näher auf Hauptdarsteller Charles Boyer ein. Eine sehr lohende Lektüre!

– Rochus Wolff hält auf kino-zeit.de eine sehr intelligente Gegenrede zu einem Artikel, den Wolfgang M. Schmitt (das ist der junge Mann, der auf seinem YouTube-Kanal immer im Anzug und Fliege/Krawatte vor einer Bücherwand auftritt) in der Zeitung Neues Deutschland veröffentlicht hat. In dessen Artikel geht es u.a. darum, dass es keine „ideologiekritische Filmkritik“ in Deutschland gäbe. Rochus Wolff sieht das anders. Katrin Doerksen zählt noch einmal die 11 besten Filme in Locarno 2018 auf (Achtung: Klick-Strecke).

– Auch auf Revolver gibt es noch einmal eine Lorcano-Rückblick. Aufgeschrieben von Hannes Brühwiler.

– Der neue Film von Andreas Dresen handelt von Gerhard Rüdiger „Gundi“ Gundermann, DDR- Liedermacher, Baggerfahrer, Stasi-Spitzel und Familienvater. Anja Rohde schreibt auf Die Nacht der lebenden Texte über „Gundermann“.

– In der Reihe „Die Filme der Fünziger“ auf new filmkritik schreibt Werner Sudendorf über „Kommen Sie am Ersten …!“ von Erich Engel.

Funxton hat Gianfranco Mingozzis „Mafia Story“ mit der blutjungen Charlotte Rampling gesehen, den er zwar nicht für ein Meisterwerk, aber gute, leicht Italo-Western-lastige Unterhaltung hält. Ebenfalls gut gefallen hat ihm „The Quite Place“, der auch bei mir noch auf der Sehr-Liste steht.

– Von „Little Fauss and Big Halsy” habe ich bisher trotz Hauptdarsteller Robert Redford und Regisseur Sidney J. Furie nichts gehört. Dank Oliver Nöding von Remember It for Later hat sich das aber jetzt geändert.

– Christian von Schlombies Filmbesprechungen hat sich Don Dohlers „Nightbeast“ angeschaut und ist erwartungsgemäß nicht sehr begeistert.

Das Bloggen der Anderen (13-08-18)

Von , 13. August 2018 17:45

– Der letzte Nachklapp aus Locarno: Frédéric Jaeger schwärmt auf critic.de weiterhin von „La Flor“ und hat sich auch im Kurzfilmprogramm umgeschaut. Schwanenmeister von Negative Space ist vom Debütfilm des Spaniers Xacio Baño „Trote“ begeistert und fasst die Kontroverse um den deutschen Beitrag „Wintermärchen“ zusammen. Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog hat „Wintermärchen“ ganz und gar nicht gefallen. Bei ihm findet man auch alle Preisträger.

– Auf new filmkritik hat Werner Sudendorf einen schönen Nachruf auf Enno Patalas veröffentlicht. Und es gibt endlich wieder Neues von dem hochverehrten Rainer Knepperges: „Auge und Umkreis (II)“. Toll.

– Auf Whoknows presents berichet Manfred Polak über eine Studie von Marco Del Vecchio von der University of Cambridge, Alexander Kharlamov und Glenn Parry, beide von der University of the West of England in Bristol, sowie Ganna Pogrebna von der University of Birmingham und vom Alan Turing Institute in London, die über 6000 Filme untersucht haben, um eine Erfolgsformel für die Filmindustrie zu berechnen. Faszinierendes Zeugs für Mathefreunde.

– André Malberg rehabilitiert auf Eskalierende Träume Dario Argentos „La Terza Madre“.

Robert Zion untersucht auf seinem Blog Stephanie Rothmans „The Student Nurses“.

– Schon vor „Easy Rider“ schwang sich Peter Fonda auf das Motorrad. Volker Schönenberger bespricht auf Die Nacht der lebenden Texte Roger Cormans „Die wilden Engel“.

– Oliver Nöding hat sich auf Remember It for Later zwei weitere Filme des Franzosen André Téchiné vorgenommen: „Le lieu du crime“ und „Les Innocents“.

– Im September zeigen wir bei Weird Xperience im Bremer Cinema Ostertor „The Endless“. Dazu findet sich gerade eine Kritik bei funxton. Außerdem hat er auch den – mir bisher unbekannten – Vorgänger „Resolution“ gesehen.

– Oliver Armknecht schreibt auf film-rezensionen.de über den gerade wiederveröffentlichten „Videodrome“ und den neusten Streich von Hélène Cattet und Bruno Forzan: „Leichen unter brennender Sonne“.

– Klingt sehr spannend und läuft auch gerade in Bremen: „Welcome to Sodom“. Björn Schneider hat sich die Dokumentation auf Filme Welt vorgenommen.

Das Bloggen der Anderen (06-08-18)

Von , 6. August 2018 17:35

Der Urlaub ist vorbei! Darum geht es jetzt weiter mit „Das Bloggen der Anderen“. Ich hoffe mal, der eine oder andere hat es ein wenig vermisst.

– Momentan hoch im Kurs: Das Filmfestival in Locarno. Mehrere deutschsprachige Filmblogs berichten darüber. Negative Space über den dort gelaufenen Film „Sophie Antipolis“ von Virgil Vernier, eine poetisch-melancholische Erzählung vom Schicksal eines ermordeten Mädchens. Frédéric Jaeger hat sich für critic.de den gut 14-stündigen „La Flor“ angesehen, der vom Erzählen des Kinos erzählt. Auch der Schweizer Michael Sennhauser ist vor Ort und berichtet auf Sennhausers Filmblog über Filme wie Radu Munteans neuen Film „Alice T.“ oder das realistische Soziadrama „Ray und Liz“ von Richard Billingham.

– Passend zur in einigen Bundesländern noch anhaltenden Ferienzeit fragt sich Urs Spörri auf kino-zeit.de, welche Filme eigentlich die Fluggesellschaften während ihrer Flüge zeigen und warum. Maria Wiesner hat einen langen, sehr guten Artikel über die Filmpionierin Alice Guy-Blaché geschrieben. Anders als der Titel „Die Filmpionierin, die niemand kennt“ ist Frau Guy-Blaché keineswegs völlig vergessen, sondern wurde auch schon im Printmagazin „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ ausführlich gewürdigt.

– Und wiederum passend dazu, findet sich auf Out Takes ein spannendes Interview mit den drei Kamerafrauen Caroline Rosenau, Ulla Barthold und Julia Schlingmann.

– Einer der assigsten Filme des italienischen Genrekinos ist Deodatos „Eiskalte Typen auf heißen Öfen“. Darüber kann man bei Schattenlichter lesen.

– Und die schöne Seite des italienischen Genrekinos findet man „Liebe und Tod im Garten der Götter“, den Allesglotzer bespricht.

Robert Zion beschäftigt sich weiterhin mit Jack Hill und dessen Star Pam Grier. Diesmal hat er sich deren beiden, auf den Philippinen entstanden Frauengefängnisfilmen „The Big Doll House“ und „The Big Bird Cage“ angenommen.

– Wie Jack Hill ist auf Harald Reinl ein Regisseur, den es immer mal wieder zu entdecken gilt. Auch mit seinem Spätwerk. In diesem Falle „Kommissar X jagt die roten Tiger“ der mir in der Tat weniger gut als André Malbergs schöner Text auf Eskalierende Träume gefallen hat.

Funxton hat auf seinem Blog näher mit zwei Filmen der schwarzen Serie beschäftigt: „The Naked City“ von Jules Dassin und „I Walk Alone“ von Byron Haskin, die ihm beide sehr gut gefallen haben.

– Oliver Nöding hat auf Remember It For Later mit „Maciste contro il vampiro“ und „Perseo l’invincibile“ einen Abestecher ins Peplum-Genre gemacht und sich dann Filme mit Patrick Dewaere angesehen. Insbesondere „Série Noire“ muss ich auch sehen!

– Dass sowohl „Queimada“ mit Marlon Brando, als auch Alex Cox „Walker“ auf der selben historischen Figur des William Walker beruhen, habe ich jetzt erst durch Sebastians Besprechung des ersten Filmes auf Nischenkino erfahren. Klingt aber gut.

– Julian Dax empfiehlt auf Kinogucker ausdrücklich den deutschen Spielfilm „Der Hauptmann“ von Hollywood-Rückkehrer Robert Schwentke.

Das Bloggen der Anderen (25-06-18)

Von , 25. Juni 2018 21:14

– Nein, der Name Léonide Moguy hat mir zuvor auch nichts gesagt. Obwohl Quentin Tarantino einen Charakter in „Django Unchained“ nach ihm benannte. Und 2013 auf dem Festival Lumière in Lyon eine Einleitung in den Film „Je t’attendrai“ von 1939 gehalten hat. Aber die war bestimmt nicht so lang und informativ wie die von Manfred Polak auf Whoknows presents.

– Christian Keßler hat seinem neuen Blog Urlaub im Schrank einen ausführlichen Artikel über den von ihm (und auch mit) höchst verehrten Shinya Tsukamoto spendiert.

Filmlichtung kümmert sich um die kuriose und wenig bekannte Geschichte des Geruchskinos.

– Andreas Köhnemann beschreibt auf kino-zeit.de was einen Horrorfilm für ihn zu einem guten Film macht. Und Sonja Hartl erklärt, warum die RomCom einfach nicht tot zu bekommen ist.

– Maël Mubalegh lebt in Paris und hat dort den raren Film „Simone Barbès ou la Vertu“ von der Regisseurin Marie-Claude Treilhou gesehen. Darüber, den Umstände und über Paris an sich macht er sich auf Jugend ohne Film so seine Gedanken.

– Lukas Foerster schreibt im Rahmen seines Siegfied-Kracauer-Stipendiums auf Dirty Laundry über James Bennings dieses Jahr auf der Berlinale wiederentdecktes Frühwerk „11 x 14“ aus dem Jahr 1977 und über „Abba – Der Film“, mit dem er – wie mit der Musik – wenig anfangen konnte.

– Mauritia Meyer kümmert sich auf Schattenlichter um einen meiner liebsten Italo-Gruseler: Der seltsame „Zeder“ von Pupi Avati.

– Wir bleiben in Italien, wechseln aber das Genre. Auf Die Nacht der lebenden Texte findet sich ein längerer Artikel über den grandiosen Polit-Thriller „Die Macht und ihr Preis“ von Francesco Rosi.

– Lustig, wenn man einen Text liest und erst nach und nach merkt, dass man den besprochenen Film ja kennt und im Regal stehen hat. So erging es mir bei Schlombies Filmbesprechungen zum Vogelscheuchenhorror „ Kakashi“ von Norio Tsuruta.

– Auch gar nicht mehr in Erinnerung hatte ich, dass die wunderbare Pam Grier ja bei „Scream, Blacula, Scream“ dabei ist. Robert Zion hat mich wieder daran erinnert. Jetzt muss ich den Film auch endlich mal gucken.

– Noch mehr Blaxploitation: Oliver Nöding auf Remember It for Later über den ikonischen “Superfly”.

– Auf Eskalierende Träume gibt es die Nummer 63 der 100 Deutschen Lieblingsfilme: „90 Minuten nach Mitternacht“ von 1962. Ausgesucht von André Malberg.

– Dr. Wily hat einen interessanten Text zu „The Last Jedi“ auf Wilsons Dachboden platziert.

Das Bloggen der Anderen (18-06-18)

Von , 18. Juni 2018 17:30

– Kürzlich fand in Nürnberg das dritte „Morbid Movies“ Festival statt. Oliver Nöding war dabei und berichtet auf Remember It For Later von „Gesichter des Todes“ bis „Henry: Portrait of a Serial Killer“.

– „Fegefeuer der Eitelkeiten – neun peinliche Prestigeprojekte“ nennt Filmlichtung seinen unterhaltsamen Artikel über Millionenflops. Wobei ich „Heaven’s Gate“ und „Peinlich“ irgendwie nicht überein bringe. Auch schön zu lesen: Sein Essay über einen meiner absoluten Lieblingsfilme: Den großen Bonbon „Flash Gordon“.

– Sonja Hartl wirft auf kino-zeit.de einen Blick auf Drehbuchautorinnen in Hollywood.

„Visages Villages“ von Agnès Varda und JR lässt Rainer Kienböck auf Jugend ohne Film ebenso ratlos wie fasziniert zurück.

– Floh Lieb von symparanekronemoi ist vor 35 Jahren, also 1983 geboren. Aus diesem Anlass wirft er einen ausführlichen Blick auf das Filmjahr 1983. Und ich denke mir: Man bin ich alt. Einiges davon habe damals tatsächlich schon im Kino gesehen.

– Auf Schlombies Filmbesprechungen ist derzeit Nippon-Time! Christian empfiehlt hier u.a. „TAMALA 2010 – A Punk Cat in Space“ und „Yo-Yo Girl Cop“, die ich beide noch nicht kenne. Sowie den wundervoll bizarren „Uzumaki„.

Der Kinogänger erfreut mit einer Klassiker-Rezension und zwar „Adieu, Bulle“ mit dem unvergleichlichen Lino Ventura.

– Passend dazu gibt es auch bei Die Nacht der lebenden Texte einen Klassiker mit einem alten Haudegen. „Ein Mann wie Dynamit“, eine der berüchtigten Bronson-Cannon-Kollaborationen.

– Hui, John Woos aktueller Film „Manhunt“, der gerne als Comeback vermarktet wird, hat Sebastian von Nischenkino aber so gar nicht gefallen.

Das Bloggen der Anderen (11-06-18)

Von , 11. Juni 2018 17:53

– Heute beginne ich gleich mal mit einer – wie ich finde wunderbaren – Meldung: Der bekannte und beliebte Filmgelehrte Christian Keßler ist unter die Blogger gegangen. Wenigstens so ein wenig. Er hat seine 2001 erstellte Homepage eingestampft und stattdessen alle Inhalte auf seinen neuen Blog Urlaub im Schrank gezogen, den ich hiermit uneingeschränkt zu Stöbern und Staunen empfehle. Besonders schön ist dabei die neue Rubrik „“Der explodierte Bildschirm“ in (bisher?) acht Kapiteln die von seiner Früherfahrungen als Filmfan handeln.

– Den für mich interessanteste und lesenswerteste Artikel der Woche findet man auf kino-zeit.de Dort hat Katrin Doerksen einen Rückblick auf 4 Jahre Netflix, die Veränderungen die dies für die Art Filme zu schauen mit sich brachte und wie sich Streaming von der klassischen Videothek unterscheidet geschrieben. Seit Jahren wollte ich auch mal was über die mittlerweile allesamt untergegangenen Videotheken bei mir im Viertel schreiben, von daher war die Lektüre für mich ausgesprochen spannend und inspirierend. 25 Jahre nach „Jurassic Park“ und kurz vor der Premiere des neusten Beitrags dieses Franchise blickt Rajko Burchardt auf Spielbergs Initialzündung und seine zahlreichen Nachfolger und Rip-Offs zurück.

– Einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist „Kikujiros Sommer“ von und mit Takeshi Kitano. Filmlichtung bespricht den Film im Detail. Dabei kommt er trotz aller Liebe zum Film zu einem vielleicht etwas nüchterneren Urteil als ich.

– Michael Schleeh von Schneeland war auf der Nippon Connection 2018 und fasst kurz zusammen, was er dort alles gesehen hat.

– Maël Mubalegh schreibt auf Jugend ohne Film über den neuen Film von Ulrich Köhler: „In My Room“.

– Endlich auf Silberling zu bekommen: „Paul“ von Klaus Lemke. Karsten Munt liefert auf critic.de gute Argumente, warum man sich diesen Film nicht entgehen lassen sollte.

– Ebenfalls endlich, endlich auch hierzulande erhältlich: Damiano Damianis grandioser „Das Verfahren ist eingestellt – Vergessen Sie’s!“. Mehr darüber auf Die Nacht der lebenden Texte.

– Mal wieder Lebenszeichen von Duoscope. Bianca analysiert den „Skandalfilm“ „Augen der Angst“ von Michael Powell.

– Zwei neue Beiträge zur Pam-Grier -AIP-Retro bei Robert Zion. „Bucktown“ und „Foxy Brown“.

– Oliver Nöding schreibt auf Remember It for Later über (den mir bisher unbekannten) „The Perfect Weapon“ und erläutert, warum er den so gerne mag.

Enzo Castellaris „Tuareg – Die tödliche Spur“ fehlt mir noch in meinem italophilen Sehtagebuch. Splattertrash meint allerdings, dass der auch nicht so recht lohnt.

Panorama Theme by Themocracy