Cinespace: Öffentliche Team-Premiere des Bremer Filmes „Die Nächte des Verführers“

Potzblitz, das gibt es doch gar nicht! Da wird direkt vor meiner Haustür ein Spielfilm gedreht und ich bekomme davon gar nichts mit. Wie heute in der Stadtteilbeilage des „Weser Kuriers“ zu lesen war, hat Reiner Matzker, seit 2002 Professor im Bereich Kulturwissenschaften der Universität Bremen, sein Filmprojekt „Die Nächte des Verführers“ abgeschlossen, welches er im Bremer Westen drehte.

Allein das Drehbuch nahm drei Jahre Zeit in Anspruch, insgesamt hat er fast sechs Jahre an dem Film gearbeitet. Ende 2010 war ein erster „Teaser“ für die potentielle Sponsoren fertig. Doch dann musssten die wichtigsten Rollen komplett umbesetzt werden, da die Hauptdarstellerin schwanger wurde und eine weitere aufgrund eines anderen Engagements nicht mehr zur Verfügung stand. Also mit neuem Team frisch ans Werk. Eine Hauptrolle übernahm die Gröpelinger Laienschauspielerin Patricia Nickel, gedreht wurde in Gröpelingen, dem Walle Center und dem portugisischen Bistro „Jomani“ in der Vegesacker Straße. Echte Waller (und in Walle wohnen sie ja alle) und Gröpelinger dürften sich also ganz Zuhause fühlen.

Der 85-minütige Film ist für das Fernsehen gedacht, und gerüchteweise ist er auch für Dänemark im Gespräch.

Und darum geht es in der, lose auf einem frühen Werk des dänischen Philosophen Søren Kierkegaard beruhenden, Geschichte:

Der Mann ist ein Fremdling in seiner Stadt. Er lebt in einem möblierten Zimmer, zieht einsam durch die Straßen, in den Tagen, in den Nächten. Als eines Tages seinem Blick die leuchtenden, freundlichen Augen einer Frau an der Kasse eines Supermarkts begegnen, verändert sich sein Alltag. Der Supermarkt scheint ihn fortan magnetisch anzuziehen. Er ist dort häufiger zu sehen, häufiger auch an der Kasse. Auf dem Namenschild der Mitarbeiterin steht Cordelia Keller. Eines Tages überwindet er sich und lädt sie in ein Restaurant ein. Cordelia lehnt nicht ab. Doch zum verabredeten Zeitpunkt erscheint sie nicht. Enttäuscht sucht der Mann ein nahegelegenes Lokal auf. Hinter dem Tresen arbeitet Katie, die sich mit gebrochenem Charme auf die zotigen Bemerkungen ihrer Gäste einlässt. Es entsteht ein Gespräch mit dem Mann. Sie fühlt sich gleichermaßen angezogen und abgestoßen von seinem verschrobenen, unzeitgemäßen Charakter. Er berichtet ihr von seiner Begegnung mit Cordelia, spricht über seine Verführungsabsichten. Er begreift nicht, dass Katie, die sich nach und nach zu seiner Komplizin macht, mehr als Sympathie für ihn empfindet. Und er erkennt nicht, dass seine Gefühle für Cordelia auf Projektionen beruhen. Dass sich Cordelia schließlich doch auf seine Verführungen einlässt, resultiert aus ihrer existentiellen Situation. Es entwickelt sich zwischen ihr und dem wesentlich älteren Mann ein seltsames Arrangement. Sie planen eine heimliche Verlobungsfeier mit wenigen Gästen. Zu vorgerückter Stunde kommt es zum Eklat.

Quelle: Uni Bremen Presseinfo

Am morgigen Freitag, den 24. Mai 2013 findet um 20 Uhr im Cinespace die öffentliche Teampremiere statt. Neben dem Regisseur sind die Hauptdarsteller Christian Kaiser, Pegah Kazemi, sowie Patricia Nickel anwesend. Es ist ein kleiner Eintrittsbeitrag vorgesehen.

Den ganzen Weser-Kurier-Artikel von Anne Gerling, mit zahlreichen Hintergrundinformationen, kann man hier lesen: „Bremer Westen dient als Filmkulisse„.

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Originalfassungen in Bremen: 23.05.13 – 29.05.13

Wer letzte Woche auf die Übersicht der O-Fassungen gewartet hat, den musste ich leider enttäuschen. Zuviel um die Ohren und irgendwann hatte es sich dann auch nicht mehr wirklich gelohnt. Dafür geht es diese Woche wieder in die Vollen. Das Programm ist recht abwechslungsreich und es dürfte für jeden was dabei sein. Ich selber muss immer noch „Star Trek“ gucken, und das „Evil Dead“-Remake steht auch ganz oben auf meiner Liste. Mal gucken, ob ich es endlich schaffe. Ansonsten sei hier noch einmal eindrücklich auf die „Weird Xperience“-Veranstaltung am Sonntag im City 46 hingewiesen, für die Stefan und ich wieder ein „merkwürdiges“ Filmchen ausgegraben haben: Den berüchtigten „The Human Centipede“.

Evil Dead – Cinemaxx, Di., 28.5. um 20:00 – „Tanz der Teufel“ war Sam Raimis Regiedebüt von 1981. Kurz nach der ersten VHS-Veröffentlichung wurde es gleich wieder als jugendgefährdend eingezogen und ist seitdem ein Paradebeispiel für deutsche Zensurgeschichte. Trotzdem wurde das Tape der ultra-raren ersten Uncut-Fassung solange auf dem Schulhof getauscht, bis der Film darauf nur noch in schwarz-weiß mit gelegentlichen Farbflimmern zu sehen war. Zumindest war dies bei der Version, die mir als Teenie in die Finger kam, der Fall. Heutzutage kann man das Remake – welches um einiges blutiger sein soll als die hübschen Knetgummieffekte des Originals – auf der großen Leinwand bewundern, während der Film von ’81 in seiner ungekürzten Fassung noch immer beschlagnahmt ist. Verrückte Welt. (Zur ganzen Geschichte um die Beschlagnahmung: http://www.schnittberichte.com/artikel.php?ID=54).

[youtube width=“630″ height=“299″]http://www.youtube.com/watch?v=4lMf7hCwPEU[/youtube]

Fast & Furious 6 – Cinemaxx, Do. und Fr. um 19:40 und 20:00, Sa. um 20:00 und Mo.+Di. um 19:40 – Jetzt düsen sie schon zum sechsten Mal durch die Straßen. Seit Teil 4 auch wieder mit der Originalbesetzung Paul Walker und Vin Diesel. Regisseur Justin Lin betreut die Serie seit Teil 3 und mit Dwayne Johnson (zweites Mal) und Michelle Rodriguez (drittes Mal) sind weitere bekannte Gesichter dabei. Man kann schon fast von einem Klassentreffen reden. Teil 7 ist übrigens schon in der Produktion.

Hangover 3 – Cinemaxx, Mi., 29.5. um 19:30 – Und ein drittes Mal ist das „Wolfpack“ unterwegs und wieder geht alles drunter und drüber. Immerhin scheint der dritte Teil nicht noch einmal die Story des ersten durchzukauen. Mal abwarten.

Star Trek Into Darkness 3D, Cinemaxx, Fr. und Di. um 20:00 -Früher war ich ein großer Trekkie. Ich hatte alle Filme und Serien, viele Bücher und generell kannte ich das Star-Trek-Universum aus dem Eff-eff. Dann irgendwann in der Mitte der “Voyager“-Serie erstarb mein Interesse plötzlich. Die Serie “Enterprise” habe ich dann schon gar nicht mehr geguckt. Als vor vier Jahren J.J.Abrams das große “Reboot” inszenierte, kam etwas von dem damaligen Kribbeln wieder zurück. Darum bin ich sehr gespannt auf “Into Darkness”. Vor allem, weil Benedict “Sherlock” Cumberbatch den Bösewicht gibt.

Der große Gatsby – in 3D im Cinemaxx am Do. und So. um 20:00 und in „flach“ in der Schauburg, So., 26.5. um 20:30 – Baz Lurman schlägt wieder zu. In seinem typisch opulenten Stil nimmt er sich diesmal einen der großen Klassiker der amerikanischen Literatur vor: „The Great Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald. Starbesetzt mit Leonardo diCaprio, Tobey Maguire und einer Schauspielerin, die mir seit „Shame“ und „Drive“ sehr ans Herz gewachsen ist: Die großartige Carey Mulligan.

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Der Dieb der Worte – Gondel, So., 26.5. um 19:00 – Debüt des Regie-Duos Brian Klugman und Lee Sternthal. Ein erfolgloser Schriftsteller findet ein altes Manuskript eines erfolgreichen Kollegen. Er gibt es als sein eigenes aus und landet damit einen Bestseller. Klingt irgendwie nach „Lila, Lila“ von Martin Suter, der vor einiger Zeit mit Daniel Brühl verfilmt wurde. Hier spielen Bradley Cooper, Jeremy Irons und Dennis Quaid die Hauptrollen.

The Human Centipede – City 46, Do. 23.5. um 20:30 und mit Einführung am So., 16.5. um 18:00 – WEIRD XPERIENCE im City 46. Diesmal haben Stefan und ich einen besonderen „Leckerbissen“ im Programm: „The Human Centipede“ in der ungeschnittenen Fassung. Worum geht’s? Ein irrer Wissenschaftler baut aus seinen Opfern einen menschlichen Tausendfüßer. Klingt verrückt. Ist es auch… denn die einzelnen „Elemente“ werden recht.. äh… ungewöhnlich zusammengenäht. Ach, genug der Worte: Guckt euch den Trailer an. Am Sonntag wieder mit der bewährten Einführung in den Film von Stefan und mir.

[youtube width=“630″ height=“344″]http://www.youtube.com/watch?v=IX8fKLjC__c[/youtube]

Französische Sneak Preview – Atlantis und Gondel, beide Mi., 29.05. um 21:00

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 27.05. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 27.05. um 21:45

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DVD-Rezension: “Blut an den Lippen”

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Das frisch vermählte Paar Stefan (John Karlen) und Valerie (Danielle Ouimet) fährt nach Ostende, um von dort aus mit der Fähre nach England überzusetzen. Als sie die Fähre verpassen, verbringen sie die Nacht in einem menschenleeren Hotel. Dort treffen auch bald die rätselhafte Gräfin Elisabeth Bathory (Delphine Seyrig) und ihre Begleiterin Ilona (Andrea Rau) ein. Die beiden entwickeln ein großes Interesse an dem jungen Ehepaar. Stefan und Valerie beschliessen, noch ein paar Tage länger in Ostende zu bleiben und das naheliegende Brügge zu besuchen. Dort erfahren sie von einer Reihe mysteriöser Morde an jungen Frauen, die die Stadt in Atem hält. Waren nicht auch gerade die Gräfin und ihre Begleiterin in Brügge?

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Es fällt irgendwie sehr viel schwerer, einen Film wie „Blut an den Lippen“  zu besprechen, der mir schon seit langer Zeit sehr am Herzen liegt, als einfach nur die frischen – positiven oder negativen – Eindrücke nach einer Erstsichtung niederzuschreiben. Darum verabschiede ich mich hier mal von meinen sonstigen Review-Mustern und schreibe diesmal Weiterlesen

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Das Bloggen der Anderen (17-05-13)

bartonfink_type2– Cannes as Cannes can. Die Filmfestspiele an der Côte d’Azur öffnen wieder ihre Tore, und unzählige Blogger und Filmjournalisten strömen in die Kinosäle. Und ich muss wie jedes Jahr im kalten Bremen sitzen. Na ja, immerhin kann ich mir die Berichte der Auserwählten durchlesen, und mir vorstellen, ich wäre dabei gewesen. Besonders gut eignet sich dafür der Cannes Blog von Rüdiger Suchsland auf Negativ. Folge 1 und Folge 2.

– Auch der Schweizer Michael Sennhauser ist in Cannes und berichtet in seinem Blog Sennhausers Filmblog mit einer ganzen Serie von Artikeln. Über den Eröffnungsfilm von Baz Luhrman, den neuen Ozon, ein hartes mexikanisches Drama und den neuen Film von Sofia Copplola, auf welchen ich mich sehr freue. Und er macht neugierig auf den chinesischen „A Touch of Sin“.

– In meiner „Crawlspace“-Review hatte ich ihn gerade erwähnt: „Puppetmaster“ von David Schmoeller (Regie) und Charles Band (Produktion). Darum passt die Besprechung von Mathias auf Deep Red hier gerade hervorragend rein.

– Respekt zum Ersten: Krypton McKracken, der Kopf hinter Videoraiders.net hat im Alleingang ein Print-Magazin aus dem Boden gestampft, welches nun fertig ist und jetzt auch bald zu beziehen sein soll.

– Respekt zum Zweiten: Buttgereit dreht wieder. Zusammen mit Andreas „Masks“ Marschall und Michal Kosakowski, dessen „Zero Killed“ ich auf dem Filmfestival in Oldenburg sehen wollte, der dann aber der schlechten Programmierung und dem ungünstigen Abspielort zm Opfer gefallen ist. Das Projekt soll ein Epsisodenfilm werden und „German Angst“ heißen. Finanzier wird er teilweise über Crowdfounding. Thomas Groh hat auf seinem filmtagebuch ein Statement der Drei verlinkt.

– Auf Splattertrash schreibt totalschaden über Francos „Frauen für Zellblock 9“. Darüber hatten wir uns schon im Deliria-Italiano-Forum ausgetauscht. Ich finde den Film ja ganz außerordentlich und schrieb: „Den „Frauen für Zellblock 9“ finde ich super. Ich habe selten ein so misanthropisches und zutiefst hoffnungsloses Werk gesehen. Danach scheint die Sonne erst mal für lange Zeit nicht mehr…“. totalschadens Meinung kann man dann hier lesen. Desweiteren: Der King-Kong-Rip-Off „Der Koloss von Konga“ aus Hongkong. Dazu ein persönlicher Aufruf. Als ich neulich nach „Invasion aus dem Innern der Erde“ recherchierte, stiess ich auf eine Box, die neben diesem Film auch „Konga“ und Juan Piquer Simóns „Supersonic Man“ enthielt. Leider gibt es die nicht mehr zu zivilen Preisen. Wenn sie also jemand günstig los werden möchte: Bitte kurze Mitteilung an mich.

– Ein schlechter Lauf bei Hard Sensations? Andreas Poletz hat den ersten argentinischen Horrorfilm (von 1934) gesehen und war trotz des hohen Trashfaktors nicht unbedingt begeistert. Und Silvia Szymanski erklärt, warum ihr der Gay-Porn „Falconhead 2“ nicht gefallen hat.

– Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry zwei Einführungen zu Filmen veröffentlicht, die in der Reihe „American Eighties“ im österreichischen Filmmuseum lief: „Thief“ von Michael Mann und einer meiner Lieblingsfilme: „Blow Out“ von Brian de Palma.

– Okay, das mag trocken und staubig klingen und mich als richtigen Langweiler outen. Aber der Beruf des Filmarchivars wäre doch etwas, was mich sehr reizen könnte. Und die Suche nach verschollenen Schätzen ein echter Traumjob. Dennis schreibt auf Filmosophie über das Thema.

– Mit italienischen Komödien habe ich so meine Probleme. Das gilt auch und insbesondere für die „Superbullen“-Filme von Bruno Corbucci mit Tomas Milian als Nico Giraldi. Die Besprechung von „Der Superbulle jagt den Ripper“ auf L’Amore in città könnte mich aber zumindest neugierig machen.

– Neugierig macht auch die Besprechung des mir unbekannten französischen Rape&Revenge-Thrillers „Ein wildes Wochenende“ von Serge Leroy mit Mimsy Farmer auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte.

– Eine weitere Bildungslücke: Wenzel Storch. Seine Filme noch nicht gesehen, seine Werke noch nicht gelesen. Muss ich mal ändern. Die Besprechung seines neuen Buches „Das ist die Liebe der Prälaten“ auf Screenshot erhöht den Leidensdruck.

– Der lief auch sehr lange hier in Bremen. Sogar im O-Ton. „No“ von Pablo Larraín. Patrick Holzapfel bespricht ihn auf Jugend ohne Film.

 

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DVD-Rezension: “Das Kommando”

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Nachdem SAS-Captain Peter Skellen (Lewis Collins) bei einer Übung zwei ausländische Beobachter foltern ließ, wird er unehrenhaft aus seinem Regiment entlassen. Doch dieses Täuschungsmanöver dient lediglich dazu, ihn bei einer Gruppe Friedensaktivisten einzuschleusen, die im Verdacht stehen, von Terroristen unterwandert worden zu sein. Und tatsächlich stellt sich dieser Verdacht mal als richtig heraus. Obwohl es Skellen gelingt, das Vertrauen der Anführerin Frankie Leith (Judy Davis) zu gewinnen, finden ihre Mitstreiter schnell heraus, dass mit Skellen etwas nicht stimmt. Als die Bande plant, die amerikanische Botschaft in London zu besetzten, spitzt sich die Situation zu…

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Wenn man die neue Scheibe von „Das Kommando“ in den Player legt, dann starten automatisch Trailer zu den drei Söldner-Filmen, die Lewis Collins Mitte der 80er in Italien unter der Regie von Antonio Margheriti gedreht hat. Bunte Krawum-Action mit einem hohen Spaßfaktor. Wer nun erwartet, dass „Das Kommando“ in eine ähnliche Kerbe haut, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Die Action steht hier bei weitem nicht im Vordergrund und wird nur spärlich – dann aber intensiv – eingesetzt. „Das Kommando“ ist ein dialoglastiger Thriller, der mit 120 Minuten leider auch deutlich zu lang geraten ist. Insbesondere die schier unendlich dauernden Musik – und Performancenummern könnten gut mehr, als nur ein wenig, Kürzung vertragen.

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Leider muss man auch sagen, dass es Lewis Collins nicht gelingt, diese Art von Film allein zu tragen. Dazu ist er dann darstellerisch doch zu limitiert und wird von seiner Kontrahentin Judy Davis locker an die Wand gespielt. Collins ist ein cooler Typ, der für Hau-Drauf-Action wie bei Margheriti bestens geeignet ist und in der Serie „Die Profis“ mit den passenden Partnern eine gute Figur abgibt. Hier steht er aber die meiste Zeit nur in der Gegend herum und entwickelt nicht das nötige Charisma, welches er bräuchte, um seiner Figur wirklich Persönlichkeit zu verleihen. Judy Davis – später Stammschauspielerin bei Woody Allen- hingegen glänzt als fanatische Terroristin, der die Konsequenzen ihres Handelns gar nicht bewusst sind, und die sich blind vor Idealismus zum Werkzeug von Mächten macht, von denen sie gar keine Ahnung hat. Hier empfiehlt sich unbedingt die Originalfassung, in der die Davis mit ihrer wohltönenden, dunklen Stimme spricht. In der deutschen Fassung ist ihre Synchronstimme ein Tick zu schrill und hysterisch, was die Ambivalenz ihres Charakters zunichte macht. Denn während sie in der englischen Fassung einen durchaus selbstsicheren und kontrollierten Eindruck macht, wirkt sie in der deutschen lediglich hysterisch-fanatisch. Neben Judy Davis trumpft insbesondere Kultstar Ingrid „Comtesse des Grauens“ Pitt als eiskalte Killerin Helga auf. Leider sieht man von ihr insgesamt aber recht wenig. Als amerikanischer Außenminister darf Richard Widmark einige Sätze knurren und sich ein Rededuell mit Judy Davis liefern. Alle anderen kommen und gehen, ohne einen größeren Eindruck zu hinterlassen.

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Darüber hinaus wirkt der Film an vielen Stellen auch arg zusammengeschustert. Es gibt einige Szenen, die schlichtweg langatmig und für die Handlung nicht unbedingt relevant erscheinen. Andere sind zwar interessant, enden aber abrupt oder wirken, wie nachträglich eingefügt. Dies mag an der Art und Weise liegen, wie das Drehbuch entstand. Ein erster Entwurf stammte vom Co-Schöpfer der legendären Serie „Nummer 6„, George Markstein. Dieses wurde vom britischen Autoren James Follett in einen Roman umgesetzt, welcher noch während seiner Entstehung, von Reginald Rose, dessen berühmtestes Werk „Die zwölf Geschworenen“ ist, in ein Drehbuch umgeschrieben wurde. Sicherlich nicht die optimalen Voraussetzungen für einen dichten und stringenten Film.

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Von der politischen Seite her, kann man dem Film sicherlich eine erzkonservative Einstellung unterstellen. Dass gerade die Friedensbewegung als Hort von Terroristen und Fanatikern vorgestellt wird, und die anfänglich gezeigten Bilder einer Demonstration dieses Bild einer verblendeten, fremdgesteuerten Masse noch unterstreicht, mag sauer aufstoßen. Andererseits hat aber auch die Gegenseite bis auf gute Ratschläge und hohle Phrasen keine Antworten auf die – durchaus berechtigten – Fragen der Friedensaktivisten. Deren Idee, den Weltfrieden mit einer Atomexplosion herzustellen, darf allerdings als ziemlicher Unfug bezeichnet werden. Interessanter ist dann aber die Rolle der mächtigen Männer hinter den offensichtlichen Vorgängen. Hier findet der Film am Ende tatsächlich noch den Mut zu einer kritischen Aussage darüber, wie die Reichen und Mächtigen ihre Mitmenschen zu reinen Marionetten ihrer ureigensten Machtinteressen degradieren. Vor diesem Hintergrund erscheinen dann auch Männer wie Skellen nicht unbedingt heldenhaft, sondern wie stumpfsinnige Werkzeuge. Dieser Anflug von Paranoia-Kino macht den Film dann doch etwas doppelbödiger, als es zunächst den Anschein hat.

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Was die Action angeht, hält sich der Film, wie eingangs erwähnt, eher zurück. Wenn es aber dann mal zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt, so setzt Regisseur Ian Sharp diese kompromisslos und hart in Szene. So wird z.B. an einer Stelle, wo es bei einer öffentlichen Kundgebung in einer Kirche zu Tumulten kommt, mal eben beiläufig gezeigt, wie einem der Teilnehmer der Kopf eingeschlagen wird. Alle Trümpfe werden dann im kurzen und knackigen Finale ausgespielt, das nicht nur gut choreographiert ist, sondern einen realistischen Einblick in die Arbeitsweise des SAS gibt. Da hat sich dann das lange Warten doch noch gelohnt.

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„Das Kommando“ ist leider mit 120 Minuten viel zu lang geraten. Viele Szenen wirken wie Füllmaterial oder sind einfach zu geschwätzig. Zudem leidet der Film darunter, dass er stellenweise zusammengestückelt wirkt. Ein hier leider eher schwacher Hauptdarsteller wird von der souverän aufspielenden Judy Davis und einer leider viel zu kurz eingesetzten Ingrid Pitt wieder aufgewogen. Die Action ist zwar nur rar gesät, in ihrer Umsetzung aber hart und knackig. Dies gilt insbesondere für das kurze, aber intensive Finale.

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Der Film ist neu in der Reihe „Cinema Treasures“ erschienen. Zuvor war bereits eine DVD von 2005 erhältlich, die allerdings ein falsches Bildformat aufwies und keinerlei Extras. Auf der neuen Scheibe findet man nun einen Audiokommentar mit Regisseur Ian Sharp & Produzent Euan Lloyd und eine Trailershow. Das Bild ist laut Angaben von Ascot „remastered“ und sieht altersbedingt recht gut aus. Mehr kann man aus dem vorhandenen Material wahrscheinlich auch nicht herausholen.

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DVD-Rezension: “Crawlspace – Killerhaus”

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Karl Gunther (Klaus Kinski) ist der Sohn eines verrückten Nazi-Arztes und hat selber eine Vorliebe für medizinische Experimente und ausgefallene Tötungs- und Foltermethoden entwickelt. Außerdem ist er ein Voyeur, der die ausschließlich weiblichen Mieterinnen seines Apartmenthauses durch die Öffnungen im Lüftungsschacht beobachtet. Gerade ist ein neues potentielles Opfer eingezogen…

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1986 fanden sich Produzent Charles Band und Regisseur David Schmoeller zusammen, um eine fruchtbare Zusammenarbeit zu beginnen, die einige Filme halten sollte und dessen bekanntestes Werk wohl der erste „Puppetmaster“ sein dürfte. Für ihre erste Kollaboration holten sie sich gleich einen ganz großen Namen mit an Bord: Klaus Kinski. Etwas, was David Schmoeller bald bereuen sollte, wie die höchst informativen Extras verraten. Schmoeller war gleich mit seinem Debüt-Film „Tourist Trap“ zu Ehren gekommen, als Stephen King diesen in seinem unterhaltsamen Buch „Danse Macabre“ als Geheimtipp und einen seiner Lieblingsfilme erwähnte. In letzter Zeit ist es ruhig um ihn geworden. Bis auf einige Direct-to-video Geschichten und Kurzfilme hat er in den letzten Jahren nichts mehr gemacht. Jetzt arbeitet er aber gerade wieder an einem neuen Film mit dem Titel „Little Monsters“.

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Crawlspace“ ist ein ein Paradebeispiel für einen B-Film aus der Mitte der 80er Jahre. Nicht nur durch die Frisuren und Kostüme ist der Film ganz in diesem Jahrzehnt verhaftet. Auch der klinisch-kalte Stil ist typisch für diese Zeit. Es wird zwar viel mit Farbe und Beleuchtung gearbeitet, aber alles wirkt künstlich, kalt und irgendwie leer. Kameramann Sergio Salvati war einer der wichtigsten Mitarbeiter Lucio Fulcis und hat bei dessen wichtigsten Filmen immer hinter der Kamera gestanden. 1982 hatten die beiden das letzte Mal zusammen gearbeitet. Danach sollte Fulci kein weiteres Meisterwerk mehr gelingen. Und Salvati, der 1986 in die USA ging und sich dort dann einige Jahre bei Produktionen aus den Charles-Band-Fabriken Empire und Full Moon verdingte, konnte ebenfalls nie wieder die Bedeutung erlangen, wie er sie noch zu Zeiten eines „Woodoo-Schreckensinsel der Zombies“ oder „Geisterstadt der Zombies“ hatte. Obwohl er auch in seinem US-Debüt „Crawlspace“ sein ganzes Können auffährt und das Genie vergangener Tage durchscheint, wirkt doch alles ein Stück zu routiniert und unpersönlich.

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Hauptattraktion von „Crawlspace“ ist natürlich Klaus Kinski, der in fast jeder Szene zu sehen ist. Doch er macht hier einen seltsam unbeteiligten und kraftlosen Eindruck. So entfaltet sich auch nicht jenes gewaltige Charisma, das selbst seine schlechtesten Filme sehenswert macht. Was verwundert, da er sich in Regel ja selbst in den billigsten Fidani-Western voll reinhängte. Die Szenen aus dem spannenden Making-Of zeigen zwar, dass Kinski auch hier sehr auf seine eigene Inszenierung bedacht war, davon merkt man im fertigen Film wenig. Durch das gestochen scharfe Bild der DVD erkennt man allerdings, wie krank Kinski zur Zeit von „Crawlspace“ aussah. Aber trotz dieser offensichtlichen Müdigkeit, spielt Kinski immer noch jeden seiner Kollegen mühelos an die Wand, da selbst ein Kinski auf halber Kraft immer noch ein Ereignis ist. Seine Mitspieler machen es ihm aber auch leicht. Keiner bleibt länger in Erinnerung. Allenfalls Tane McClure (Tochter von Doug McClure aus „Die Leute von der Shiloh Ranch“ und „Das Grauen aus der Tiefe“) bleibt hängen. Allerdings nicht durch ihre Schauspielkunst oder ihrem käsigem Gesang, sondern aufgrund ihres offenherzig-körperbetonen Einsatzes. Auch Talia Balsam (noch eine Tochter eines bekannten Vaters. Nämlich Martin Balsam, der ja in „Psycho“, dem großen Vorbild für „Crawlspace“, dabei war) bleibt eine graue Maus. Genau so, wie es ihr Rollenbild verlangt.

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Es fällt bei „Crawlspace“ deutlich auf, dass es sich um eine kleine B-Produktion handelt, die zu 100% im Studio entstanden ist. Das Ensemble ist sehr überschaubar, ebenso die paar Orte, an denen der Film spielt. Außenszenen gibt es keine – und wenn doch einmal der Garten hinter dem Haus mit einbezogen wird, erkennt man diesen klar als Studiokulisse. Somit könnte es sich hier beinahe um ein Theaterstück handeln. Diese ins Auge springende Künstlichkeit ist der Spannung nicht unbedingt zuträglich. Zumal auch viel Zeit mit Füllmaterial verschwendet wird.

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Warum der Film ab 18 Jahren freigeben ist, will sich nicht so recht erschließen. Zwar kommt es hier und dort zu ein paar kleinen, blutigen Effekten, diese sind aber eher billig umgesetzt und als solche deutlich erkennbar. Überhaupt hält sich der Film eher zurück. Die Morde passieren entweder außerhalb des Bildes oder bleiben aufgrund des Bildausschnitts eher diskret. Bei der hohen Bewertung dürfte wenn, dann eher die Nazi-Thematik eine Rolle gespielt haben, die dann im Finale voll ausgespielt wird, bis auf den gewissen Trash-Faktor, für die Geschichte eigentlich eher unerheblich ist. Einige fiese Ideen hat Schmoeller aber gut in seinen Film einbringen können. So ist das geheime Labor des Irren Karl Gunther mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und die geheimnisvolle Frau im Käfig ist eine unangenehme Nuance.

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„Crawlspace“ ist eine 80er-Jahre-B-Film-Produktion, die weder ihr geringes Budget, noch den Zeitgeist, in dem sie entstanden ist, in irgendeiner Form verleugnen kann. Obwohl Klaus Kinski hier nur mit halber Kraft spielt, ist es wie immer eine Freude ihm bei der Arbeit zuzusehen. Alle anderen Darsteller bleiben demgegenüber sehr blass. Auch Spannung will nicht unbedingt aufkommen. Dazu ist die Inszenierung zu steril und mit zu viel belanglosem Füllmaterial (und einer fürchterlichen 80er-Pop-Ballade) vollgestopft. Doch aufgrund von Kinskis Performance und einiger gelungener Einfälle, kann der Film über seine kurze Laufzeit von 77 Minuten recht gut unterhalten. Man sollte nur keine zu hohen Ansprüche stellen.

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Auch wenn der Film selber im Mittelmaß stecken bleibt, lohnt sich die Anschaffung der DVD, die bei Ascot-Elite in der Reihe „Cinema Treasures“ erschienen ist, auf jeden Fall. Denn neben dem Kurzfilm „Please Kill, Mr. Kinski“, in dem David Schmoeller sehr unterhaltsam von den anstrengenden Dreharbeiten mit einem völlig außer Kontrolle geratenen Kinski spricht, befindet sich noch ein weiteres „Must-have“-Extra mit auf der Scheibe. Es handelt sich um ein 45minütiges „Interview“ mit Kinski, welches während der Dreharbeiten von einem Filmstudenten aufgenommen wurde. Kinski verbat sich dabei, gefilmt zu werden. Der Interviewer hielt sich aber nicht daran und nahm ihn heimlich mit einer in der Jacke versteckten Kamera auf. Was zu einem merkwürdigen Effekt führte, wenn Kinski immer nur am Rande des Bildes auftaucht und manchmal nur sein Haarschopf zu sehen ist. Diese „wirre“ Kameraführung korrespondiert auf brillante Weise mit dem Inhalt des Interviews. Denn von einem Interview kann hier nicht gesprochen werden. Kinski hält einen Monolog, springt von einem Thema zu anderen, schimpft, pöbelt und generell macht das, was er von sich gibt, nicht viel Sinn, ist aber auf eigentümliche Weise faszinierend. U.a. erzählt er davon, dass eigentlich er „Fitzcarraldo“ inszeniert hätte und alle Regisseure Idioten seien, auf die er eh nicht hören würde.

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Das Bloggen der Anderen (11-05-13)

bartonfink_type2– Letzten Dienstag verstarb Ray Harryhausen. Meinen Nachruf hatte ich ja schon am Mittwoch zusammen mit einigen Links online gestellt. Hier kommen noch zwei Nachzügler. David Kugler bespricht aus diesem Anlass auf Mann beißt Film den Dino-Western „Gwangis Rache“ und der Intergalactic Ape Man hat auf Intergalaktische Filmreisen einen sehr umfassenden und persönlichen Nachruf auf Harryhausen verfasst.

– Ebenfalls auf Intergalaktische Filmreisen: Ein kurzes Essay zum „Sein und Nichtsein des deutschen Films“, welches u.a. aufgrund des Artikels „Warum der deutsche Film ist wie er ist“ von Thilo Röscheisen entstanden ist, den ich ja das letzte Mal an dieser Stelle vorgestellt habe. In den Kommentaren habe ich übrigens auch einigen Senf dazu gegeben.

– Die Zeit, in der die sogenannten Oberhausener das deutsche Kino revolutionieren wollten, sind lange vorbei, aber noch immer bringt das Kurzfilmfestival in Oberhausen interessante neue, experimentelle und avantgardistische Filmemacher in den Fokus einer filminteressierten Öffentlichkeit. Auf critic.de hat Frédéric Jaeger über das diesjährige Filmfestival und seine Erlebnisse dort berichtet. Zudem sprach er mit dem Leiter der Oberhausener Kurzfilmtage, Lars Henrik Gas, über neue Formen des Kinos, welche losgelöst sind vom traditionellen Abspielort.

– Lukas Foerster war auch in Oberhausen und stellt auf Dirty Laundry in Kurzform einige dort gesehene Filme vor.

– Zum Thema deutsche Filmgeschichte hat der großartige Rainer Knepperges auf new filmkritik eine schöne Kollage aus Zitaten erstellt, die sich zwischen 1965 und 1967 in der Zeitschrift „film“ befanden. Und hier kam gerade die Fortsetzung rein.

– Noch ein später Rückblick auf die Berlinale. Alexander Gajic nimmt sich auf real virtuality die drei Filme vor, die Pornographie zum Thema hatten. Alle drei stammen aus den USA und sind mit bekannten Namen besetzt. „Don Jon’s Addiction“ von und mit Joseph Gordon-Levitt, „Lovelace“ mit Amanda Seyfried und „Interior. Leather Bar“ von James Franco.

– Als ich meine heutige Ehefrau kennen lernte, war das erste Geschenk, welches ich von ihr bekam, eine wunderbare Doppel-DVD mit Filmen der „Schwarzen Serie“ polnischer Dokumentarfilme aus den späten 50er Jahren. Kein Wunder also, dass ich sie später geheiratet habe 🙂 Wer sich näher mit der spannenden Geschichte dieser wegweisenden Filmbewegung beschäftigen möchte, dem möchte ich den entsprechenden Artikel von Louise Burkart auf Negativ empfehlen. Michael Brodski schreibt ebenfalls über die „Schwarze Serie“ mit Schwerpunkt auf Filmsprache und Politik. Beide Artikel sind höchst lesenswert. Bleiben wir in Osteuropa und gehen sehr viel weiter in den Süden. Ciprian David kümmert sich um die neue rumänische Welle und bespricht den Film „Police, adjective“.

– Mit großem Genuss habe ich den Artikel „Ich erinnere mich“ gelesen, den Sebastian auf Magazin des Glücks veröffentlicht hat. Darin erinnert er sich an die Kinos seiner Kindheit. Toll. Und wenn wir schon mal da sind, weise ich auch gerne auf seine Besprechung der vier Eurospy-Filmen von Claude Chabrol hin.

– Ich habe gar nicht mitbekommen, dass Sofia Coppola, die ich sehr schätze, einen neuen Film draußen hat. Felix von Filmosophie von ihn bereits gesehen.

– Etwas Schönes hat Allesglotzer ausgegraben. Poster von Peter Stults, der Plakate berühmter Filme malt, diese aber einige Jahrzehnte vorher ansiedelt. So spielt plötzlich Richard Burton in „28 Days Later“ oder Frank Sinatra in „Scanners“.

– Zufall oder Gedankenübertragung? Nachdem sich letzte Woche Simon Frauendorfer und Sano Cestnik über Ernst Hofbauers „Maria – Nur die Nacht war Zeuge“ unterhalten haben, haben fast zeitgleich Silvia Szymanski und Maria Wildeisen denselben Film in ihre Reihe „Vergewaltigung im Film“ auf Hard Sensations aufgenommen. Ebenfalls auf Hard Sensations schreibt Alex Klotz über den japanischen „pinky violence“-Film „Jeans Blues: No Future“ mit der göttlichen Meiko Kaji.

Dreimal „Dragon Gate Inn“ (1967/1992 und 2011) stellt Paul auf La vie cinéphile vor.

– Noch ein Film, den ich schon seit langer Zeit sehen will: Der seltsame „Ganja & Hess“, der passenderweise auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte besprochen wird.

– Ekkehard Knörer mag Mario Bavas wundervollen „Lisa und der Teufel“ und schreibt darüber auf cargo.

– Und zum Abschluss noch einmal Italien. L’Amore in città stellt zwei denkbar unterschiedliche Filme vor: „Lockende Unschuld“ von Luciano Salce mit Ugo Tognazzi aus dem Jahre 1962 und „Rocker sterben nicht so leicht“ aus 1971 von Ernesto Gastaldi.

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DVD-Rezension: “John Dies at the End”

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Ein Journalist (Paul Giamatti) verabredet sich in einem schummrigen Restaurant mit einem jungen Mann (Chase Williamson), der sich als Dave Wong vorstellt und ihm eine wilde Geschichte erzählt. Gemeinsam mit seinem Freund John (Rob Mayes) sei er in einen Kampf gegen Invasoren aus einer anderen Dimension geraten. Dabei spielt die sogenannte „Soya-Sauce“ eine wichtige Rolle. Eine Droge, die es denjenigen, die sie einnehmen, ermöglicht, Dinge zu sehen, die normalen Menschen verborgen bleiben. Eine zweite Wirkung ist es, dass das Raum-Zeit-Kontinuum aufgelöst wird.

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Don Coscarelli eroberte sich mit seiner vierteiligen „Phantasm“-Reihe (auf Deutsch „Das Böse„) eine kleine, aber treue Fangemeinde. Die Geschichte über den außerirdischen Totengräber, der die Körper der Verstorbenen stiehlt und diese in Zwerge verwandelt, um sie in einer anderen Dimension zu Arbeitssklaven zu machen, enthielt genug (Alb)Traumhaftes und Surreales, um sich in den Köpfen der Zuschauer dauerhaft festzusetzen. Unterstützt wurde Coscarelli dabei von einem festen Stamm von Schauspielern (der „Tall Man“ Angus Scrimm hat übrigens in „John Dies at the End“ einen Kurzauftritt) mit hohem Wiedererkennungswert und sympathischen Helden, die immer menschlich und verwundbar blieben. Im Laufe der Reihe wurden die Filme immer bizarrer, was aber auch den Reiz ausmachte.

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Mit „John Dies at the End“ schlägt Coscarelli 10 Jahre nach seinem letzten Spielfilm „Bubba Ho-Tep„, der es ebenfalls zu einem kleinen Kultfilm brachte, wieder ähnliche Wege ein. Wiederum stehen Menschen im Mittelpunkt, die ungewollt in eine Sache reinrutschen, und die zu ihrem Schicksal wird. Ähnlich wie Mike und Reggie in „Das Böse“, gerät auch Dave Wong eher zufällig in eine Verschwörung aus einer anderen Dimension. Und während Mike in den Fortsetzungen sein tatkräftiger Bruder, bzw. dessen Geist, zur Seite stand, ist es hier der tatendurstige und coole John. Es verwundert daher nicht, dass sich Coscarelli für seinen neuen Film David Wongs (ja, der Autor benutzt als Pseudonym den Namen seiner Hauptfigur) gleichnamigen Roman vorgenommen hat. Angeblich hat Coscarelli aber nur knapp die Hälfte der wahnwitzigen Begebenheiten verfilmt, die Wong in seinem Buch beschreibt. In Anbetracht der überbordenden Ideen, mit denen „John Dies at the End“ vollgestopft ist, mag man das kaum glauben.

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Coscarelli hält sich wahrlich nicht zurück, wenn es darum geht, eine Welt zu zeigen, die völlig auf dem Kopf steht. Da hängen riesige, spinnenähnliche Wesen von der Decke, es wird mit Hotdogs telefoniert, ein Schnurrbart verwandelt sich in eine Art Fledermaus und es gibt einen sprechenden und autofahrenden Hund! Schon bald besteht auch fast keine Chance mehr, durch die Geschichte durchzublicken. Handlungsfäden werden ebenso schnell angerissen, wie fallen gelassen. Alles ist in Bewegung, ständig passiert etwas, was die Geschichte urplötzlich in eine andere Richtung lenkt. Dabei ist es Coscarelli anzurechnen, dass der Film trotz allem niemals zu hektisch oder zu lächerlich wird. Zwar durchstreift ein absurder Humor das Werk, doch trotz des autofahrenden Hundes wird es nie vollends zum reinen Klamauk.

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Tatsächlich erschafft Coscarelli eine merkwürdige, traumähnliche Stimmung, wie sie bereits „Das Böse“ auszeichnete. Allerdings verschwimmen Wahn und Wirklichkeit hier nie so sehr ineinander, dass man sie nicht mehr auseinanderhalten könnte. Damit wird die – nicht gerade unwahrscheinliche – Möglichkeit, dass sich es sich bei den bizarren Ereignissen allein um Fantasiebilder aus Davids Drogenwahn handeln könnte, nicht wirklich aufgegriffen. Hier wäre deutlich mehr drin gewesen, um dem Film noch einen doppelten Boden zu verleihen. So bleibt „John Dies at the End“, trotz aller Haken und Absurditäten, leider doch nur eine relativ eindimensionale Genre-Geschichte.

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Mit seinen beiden jungen, und bis dato unbekannten, Hauptdarstellern hat Coscarelli einen Volltreffer gelandet. Sowohl Chase Williamson als ständig besorgter und seine Verwirrung lakonisch hinnehmender Dave, als auch Rob Mayes als „Titelheld“ John, mit seiner unbändigen Energie und gleichzeitig selbstbewusster Abgeklärtheit, schließt man sofort ins Herz. Allerdings verblassen neben ihnen auch alle anderen Figuren, bzw. werden an die Seite gedrückt. Was schade ist, denn der von Clancy Brown leider etwas übertrieben gespielte Dr. Marconi und Doug Jones als mysteriöser Gestalt, hätten noch mehr Potential gehabt, als nur mal kurz durchs Bild zu huschen. Paul Giamatti, der den Film auch co-produzierte, spielt wieder einmal nur Paul Giamatti. Immerhin, Coscarelli wartet mit einer ganzen Armee skurriler und erinnerungswürdiger Typen auf. Vom Polizisten mit dem eingangs erwähnten, fliegenden Schnurrbart, über einen weißen College-Gangsta-Rapper und einen geheimnisvollen Rastafari, bis hin zu den bizarr maskierten Anhänger eines von Lovecraft inspirierten Kultes um ein Cthulhu-ähnliches Wesen. Gerade letztere bleiben dann auch nach dem Abspann noch lange im Gedächtnis. Doch leider ist auch diese Episode eigentlich viel zu kurz und schon vorüber, bevor sie überhaupt richtig angefangen hat.

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Dass Coscarelli nur sehr wenig Budget zur Hand hatte, merkt man vor allem an den Effekten. So gibt es leider doch auch (zu) viel schlechtes CGI und nicht überzeugende Szenen vor einem deutlich erkennbaren Green-Screen. Allerdings werden diese durch liebevoll von Hand gestaltete, wenn auch preisgünstige, Effekte fast wieder aufgewogen. Der „Würstchen-Mann“ z.B., ist eine der originellsten und verrücktesten Schöpfungen, die ich in den letzten Jahren in einem Genrefilm gesehen habe. Eine aufwändige und extrem blutige, allerdings auch sehr selbstzweckhafte, Szene wird gar vollständig als kruder Cartoon präsentiert. Überhaupt weist der Film einige Härten auf, die einerseits nicht zu seinem Witz passen, ihn andererseits aber auch wieder so erden, so dass er nicht in reinen Klamauk ausartet.

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Don Coscarellis Rückkehr nach 10 Jahren ist durchaus gelungen. Im Vergleich zu Cosarellis bekannteren Filmen besitzt „John Dies at the End“ sehr viel mehr Tempo und abstrusen Witz. Allerdings ist er auch hoffnungslos überladen und sprunghaft. Auch wird die Chance zu einer bösen und doppelbödigen Komödie leider vergeben. Es ist aber beachtlich, dass der Humor, trotz einiger wirklich absurder und alberner Szenen, nie vollständig ins Lächerliche kippt, sondern eine traumähnliche und latent bedrohliche Atmosphäre sogar noch unterstreicht.

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Das Bild der Pandastorm/Acot-DVD ist wie gewohnt sehr gut. Die Farben kräftig und die Schärfe ganz hervorragend. Allerdings vermisst man in der DVD-Version leider – bis auf einen Trailer – jegliche Extras. Auf einer limitierten BluRay sind diese dann aber zu finden.

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Nachruf: Ray Harryhausen (1920-2013)

Gestern starb im stolzen Alter von 92 Jahren einer der größten Magier des Kinos: Ray Harryhausen. Mit seinem Tod ist nun eine Ära zu Ende gegangen, an die sich viele von uns sicherlich mit viel Sonne im Herzen erinnern. Jüngere werden vielleicht Harryhausens Kunst mit einem Lächeln abtun und sich mit einem Schulterzucken wieder ihren Monstern aus Bits und Bytes zuwenden. Doch wer zur Generation 40+ gehört, erinnert sich bestimmt noch gerne an Sonntagnachmittage, an denen Sindbad gegen Zyklopen kämpfte, fliegende Untertassen auf Washington stürzten oder ein Saurier durch New York stapfte.

Ray Harryhausen war ein Meister, wenn es um die Kunst des Stop-Motion ging. Er tüftelte lange an seinen Modellen von Medusen, Skeletten oder Außerirdischen, die er dann selber Stück für Stück zum Leben erweckte. Und wie lebendig sie wurden! Jede seiner Gestalten hatte Persönlichkeit. Und obwohl sie im Original nur einige Zentimeter hoch waren, wirkten sie doch auf der Leinwand stets riesig. Und sie hatten Gewicht. Man merkt einfach, dass da etwas war, was man anfassen konnte. Was mich heute bei vielen CGI-Geschichten – die die klassische Stop-Motion schon seit langer Zeit abgelöst hat – so stört, ist die Tatsache, dass sie keine „Schwere“ haben. Man spürt nicht, dass es sich hier um etwas Reales handelt. Die physische Präsenz ist einfach nicht da. Bei Harryhausens Modellen ist das anders. Hier springt die Liebe, die ihr Schöpfer in sie gesteckt hat, auf den Zuschauer über. Natürlich wirkt das alles nicht naturalistisch, aber Harryhausens große Kunst bestand auch darin, dass er seine Zuschauer dazu brachte, dies einfach nicht zu sehen. Nicht sehen zu wollen. Das ist seine Magie. Der Ymir ist im Film „Die Bestie aus dem Weltraum“ genauso echt wie Hauptdarsteller William Hopper. Mit dem riesenhaften Gorilla Joe Young in „Panik um King Kong“ fühlt man genauso mit, wie mit Heldin Terry Moore. „Suspension of disbelief“ nennt man das wohl.

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Ray Harryhausen wurde am 29. Juni 1920 in Los Angeles geboren. Sein Leben änderte sich radikal als er mit 13 Jahren „King Kong“ sah. Fortan experimentierte er mit der Stop-Motion-Technik und drehte einige experimentelle Kurzfilme, in denen er seine Technik verfeinerte. 1947 erfüllte sich sein großer Traum und er wurde Assistent des großen Willis O’Brien, dem Schöpfer des King Kong. Gemeinsam arbeiten sie an „Panik um King Kong“, bei dem ihm O’Brien den Großteil der Animation überließ. Für diesen Film erhielt O’Brien den Oscar für die besten Spezialeffekte.

1952 begann die Welle der „Monsterfilme“ in Hollywood und Harryhausen wurde engagiert, um den Oktopus und die Spezialeffekte in „Das Grauen aus der Tiefe“ anzufertigen. Es folgte „Dinosaurier in New York“ nach einer Kurzgeschichte seines Freundes Ray Bradbury (beide hatten mit 19 zusammen mit Foorey Ackermann einen SF-Club gegründet und blieben ein Leben lang enge Freunde). Dieser Film wurde weltweit ein riesiger Erfolg und Harryhausen perfektionierte darin die Technik des Stop-Motions, indem er neue Aufnahmetechniken und Möglichkeiten entwickelte, die Modelle mit Schauspielern interagieren zu lassen.

Seinen größten Erfolg bei Publikum und den Filmkritikern feierte er 1963 mit „Jason und die Argonauten“, dessen legendärer Kampf der Helden mit einer Armee Skeletten unzählige Filmemacher (unter ihnen Steven Spielberg, George Lucas und Tim Burton) inspirierte und von Sam Raimi in „Armee der Finsternis“ und Stephen Sommer in seinem Blockbuster „Die Mumie“ direkt zitiert wurde.

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1981 war Harryhausen das letzte Mal in Filmarbeiten involviert. Schon damals war „Kampf der Titanen“ altmodisch und völlig unzeitgemäß. Die Computer hatten Einzug ins Spezialeffekte-Geschäft gehalten und Industrial Light and Magic setzte mit den Star Wars Filmen neue Maßstäbe. In vielerlei Hinsicht war „Kampf der Titanen“ das Ende einer Ära und der Abgesang auf die handgemachte Magie des Kinos. Will man einen Eindruck vom Charme der von Harryhausen erschaffenen Effekte bekommen, muss man nur das Original mit dem 2010 erstanden Remake vergleichen, das fast vollständig im Computer entstanden ist.

Nachdem sich Harryhausen Anfang der 80er aus dem Filmgeschäft zurückgezogen hatte, blieb er als lebende Legende bis zum Schluss ein von den Fans hochverehrtes und geliebtes Relikt aus der Zeit, in der noch mit viel Liebe von Hand gearbeitet wurde. Und viele namhafte Fans haben ihm seitdem Tribut gezollt. Neben Sam Raimi in „Armee der Finsternis“, seien hier noch Tim Burton (das Klavier in „Corpse Bride“ trägt den Namen „Harryhausen“) und die Leute von Pixar (in „Monster AG“ geht man natürlich im „Harryhausen’s“ essen) erwähnt. Goodbye Ray und danke für alles.

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Weitere Nachrufe:

Tim Lucas (VideoWatchdog)

Spiegel Online

Digitale Leinwand

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Originalfassungen in Bremen: 09.05.13 – 15.05.13

Lauter alte Bekannte. Bis auf „Sleep Tight“ und „No Place on Earth“ liefen alle „Originaltöner“ schon in der letzten Woche oder irgendwann in den letzten Monaten. Somit ist nicht wirklich was Neues zu vermelden. Sehen wir es positiv: Wer den einen oder anderen Film verpasst hat, hat jetzt eine zweite Chance, ihn doch noch zu gucken.

Iron Man 3 – Cinemaxx, Do.-So. immer 16:50 – Das isser wieder. Robert Downey Jr.zieht zum vierten Mal (nach den beiden ersten “Iron Man” und “The Avengers“) seine Eisenrüstung an und rettet die Welt. Hoffentlich wird auch der dritte Teil der Sause so unterhaltsam, wie die vorangegangenen Filme.

Star Trek: Into Darkness – Cinemaxx, Do.-Di. immer 19:50, ausser Mo., da um 22:30 – Früher war ich ein großer Trekkie. Ich hatte alle Filme und Serien, viele Bücher und generell kannte ich das Star-Trek-Universum aus dem Eff-eff. Dann irgendwann in der Mitte der “Voyager“-Serie erstarb mein Interesse plötzlich. Die Serie “Enterprise” habe ich dann schon gar nicht mehr geguckt. Als vor vier Jahren J.J.Abrams das große “Reboot” inszenierte, kam etwas von dem damaligen Kribbeln wieder zurück. Darum bin ich sehr gespannt auf “Into Darkness”. Vor allem, weil Benedict “Sherlock” Cumberbatch den Bösewicht gibt.

Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen– Schauburg, So.+Mi. um 19:30 – Steven Soderbergh hat diesen Film als seine letzte Kinoarbeit angekündigt. Da kann man gespannt sein. Die Besetzung ist – wie immer bei Soderbergh – vom Feinsten: Jude Law, Rooney Mara, Catherine Zeta-Jones. Es geht um die verheerenden Nebenwirkungen eines Antidepressiva. Man darf – wie immer bei Soderbergh, dessen Konstante immer war, dass er keine Konstante hatte – gespannt sein.

Saiten des Lebens – Gondel, So., 12.5. um 19:00 – Drama um eine Streichquartett, das sich in 25 Jahren an die Weltspitze der klassischen Musik gespielt hat. Als Gründer und Cellist Peter sich aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung zurückziehen muss, brechen plötzlich lange unterdrückte Spannungen und Beziehungsprobleme hervor. Mit Christopher Walken, Philip Seymour Hoffman und Catherine Keeler hervorragend besetzt. Regie führt Spielfilm-Debütant Yaron Zilberman.

No Place on Earth – Kein Platz zum Leben – Atlantis, Do.-Mi. immer 19:00, ausser So. da um 18:00 – Dokumentation über eine Gruppe ukrainsicher Juden, die 1942 sich 511 Tage in einem engen Erdloch vor den Nazis versteckten.

Der Geschmack von Rost und Knochen – City 46, Do., Sa.-Mo. immer 20:00 – Französisches Drama von Jacques Audiard (“Ein Prophet“). Nachdem sie in einigen Big-Budget-Hollywood-Produktionen zu sehen war, ist die fabelhafte Marion Cotillard nach Frankreich zurückgekehrt und spielt hier eine Schwertwaltrainerin, die bei einem Unfall beide Unterschenkel verloren hat.

The Iran Job – City 46, Sa./So. um 18:00 – Dokumentation über den amerikanischen Profi-Basketballer Kevin Sheppard, der das das Angebot annimmt, Teamleader einer Basketball-Mannschaft im Iran zu werden.

Sleep Tight – City 46, Mi., 15.5., um 20:00 – Spanischer Lief 2012 bei den Fantasy Filmfest Nights. Balagueró ist für Freunde des Horror-Thrillers auch kein Unbekannter. Er ist mitverantwortlich gewesen für die [rec]-Serie und hat mit „The Nameless“, „Fragile“ und „Darkness“ einige moderne Klassiker des spanischen Gruselfilms geschaffen. In „Sleep Tight“ geht es um einen psychopathischen Concierge, der die Mieter terrorisiert. Präsentiert vom Instituto Cervantes.

[youtube width=“630″ height=“299″]http://www.youtube.com/watch?v=UqoEkBnKjGM[/youtube]

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 13.05. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Di., den 14.05. um 21:45

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