Das Bloggen der Anderen (11-05-13)

bartonfink_type2– Letzten Dienstag verstarb Ray Harryhausen. Meinen Nachruf hatte ich ja schon am Mittwoch zusammen mit einigen Links online gestellt. Hier kommen noch zwei Nachzügler. David Kugler bespricht aus diesem Anlass auf Mann beißt Film den Dino-Western „Gwangis Rache“ und der Intergalactic Ape Man hat auf Intergalaktische Filmreisen einen sehr umfassenden und persönlichen Nachruf auf Harryhausen verfasst.

– Ebenfalls auf Intergalaktische Filmreisen: Ein kurzes Essay zum „Sein und Nichtsein des deutschen Films“, welches u.a. aufgrund des Artikels „Warum der deutsche Film ist wie er ist“ von Thilo Röscheisen entstanden ist, den ich ja das letzte Mal an dieser Stelle vorgestellt habe. In den Kommentaren habe ich übrigens auch einigen Senf dazu gegeben.

– Die Zeit, in der die sogenannten Oberhausener das deutsche Kino revolutionieren wollten, sind lange vorbei, aber noch immer bringt das Kurzfilmfestival in Oberhausen interessante neue, experimentelle und avantgardistische Filmemacher in den Fokus einer filminteressierten Öffentlichkeit. Auf critic.de hat Frédéric Jaeger über das diesjährige Filmfestival und seine Erlebnisse dort berichtet. Zudem sprach er mit dem Leiter der Oberhausener Kurzfilmtage, Lars Henrik Gas, über neue Formen des Kinos, welche losgelöst sind vom traditionellen Abspielort.

– Lukas Foerster war auch in Oberhausen und stellt auf Dirty Laundry in Kurzform einige dort gesehene Filme vor.

– Zum Thema deutsche Filmgeschichte hat der großartige Rainer Knepperges auf new filmkritik eine schöne Kollage aus Zitaten erstellt, die sich zwischen 1965 und 1967 in der Zeitschrift „film“ befanden. Und hier kam gerade die Fortsetzung rein.

– Noch ein später Rückblick auf die Berlinale. Alexander Gajic nimmt sich auf real virtuality die drei Filme vor, die Pornographie zum Thema hatten. Alle drei stammen aus den USA und sind mit bekannten Namen besetzt. „Don Jon’s Addiction“ von und mit Joseph Gordon-Levitt, „Lovelace“ mit Amanda Seyfried und „Interior. Leather Bar“ von James Franco.

– Als ich meine heutige Ehefrau kennen lernte, war das erste Geschenk, welches ich von ihr bekam, eine wunderbare Doppel-DVD mit Filmen der „Schwarzen Serie“ polnischer Dokumentarfilme aus den späten 50er Jahren. Kein Wunder also, dass ich sie später geheiratet habe 🙂 Wer sich näher mit der spannenden Geschichte dieser wegweisenden Filmbewegung beschäftigen möchte, dem möchte ich den entsprechenden Artikel von Louise Burkart auf Negativ empfehlen. Michael Brodski schreibt ebenfalls über die „Schwarze Serie“ mit Schwerpunkt auf Filmsprache und Politik. Beide Artikel sind höchst lesenswert. Bleiben wir in Osteuropa und gehen sehr viel weiter in den Süden. Ciprian David kümmert sich um die neue rumänische Welle und bespricht den Film „Police, adjective“.

– Mit großem Genuss habe ich den Artikel „Ich erinnere mich“ gelesen, den Sebastian auf Magazin des Glücks veröffentlicht hat. Darin erinnert er sich an die Kinos seiner Kindheit. Toll. Und wenn wir schon mal da sind, weise ich auch gerne auf seine Besprechung der vier Eurospy-Filmen von Claude Chabrol hin.

– Ich habe gar nicht mitbekommen, dass Sofia Coppola, die ich sehr schätze, einen neuen Film draußen hat. Felix von Filmosophie von ihn bereits gesehen.

– Etwas Schönes hat Allesglotzer ausgegraben. Poster von Peter Stults, der Plakate berühmter Filme malt, diese aber einige Jahrzehnte vorher ansiedelt. So spielt plötzlich Richard Burton in „28 Days Later“ oder Frank Sinatra in „Scanners“.

– Zufall oder Gedankenübertragung? Nachdem sich letzte Woche Simon Frauendorfer und Sano Cestnik über Ernst Hofbauers „Maria – Nur die Nacht war Zeuge“ unterhalten haben, haben fast zeitgleich Silvia Szymanski und Maria Wildeisen denselben Film in ihre Reihe „Vergewaltigung im Film“ auf Hard Sensations aufgenommen. Ebenfalls auf Hard Sensations schreibt Alex Klotz über den japanischen „pinky violence“-Film „Jeans Blues: No Future“ mit der göttlichen Meiko Kaji.

Dreimal „Dragon Gate Inn“ (1967/1992 und 2011) stellt Paul auf La vie cinéphile vor.

– Noch ein Film, den ich schon seit langer Zeit sehen will: Der seltsame „Ganja & Hess“, der passenderweise auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte besprochen wird.

– Ekkehard Knörer mag Mario Bavas wundervollen „Lisa und der Teufel“ und schreibt darüber auf cargo.

– Und zum Abschluss noch einmal Italien. L’Amore in città stellt zwei denkbar unterschiedliche Filme vor: „Lockende Unschuld“ von Luciano Salce mit Ugo Tognazzi aus dem Jahre 1962 und „Rocker sterben nicht so leicht“ aus 1971 von Ernesto Gastaldi.

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5 Antworten zu Das Bloggen der Anderen (11-05-13)

  1. „Als ich meine heutige Ehefrau kennenlernt, was das erste Geschenk, welches ich von ihr bekam, eine wunderbare Doppel-DVD mit Filmen der „Schwarzen Serie“ polnischer Dokumentarfilme aus den späten 50er Jahren.“

    Man kommt sich da so anspruchslos vor. 😉

    Hm, mal bei Neo checken was mit dem Server los ist. Merke grad, daß nicht nur Blog sondern alle gehosteten Seiten wie auch das Gemeinschaftsforum futsch sind. Hoffe die Seiten sind dann schnell wieder da.

  2. Marco Koch sagt:

    Ach, ich sehe keinen Unterschied zwischen U und E. 😉

    Ich habe es auch gerade gecheckt. Sieht so aus, als sei Eurer Server gehackt worden. Ich drücke fest die Daumen, dass das wieder ganz schnell in Ordnung kommt.

  3. Ich meinte eher der Frauen wegen. 😉

    Puh, also Neo ist wohl dran, aber noch ist nichts zurück. Zum Glück habe ich grad neulich noch ein Backup gezogen. Die Inhalte sind also weitestgehend alle da, sollte sich die Nummer nicht so wiederherstellen lassen.

  4. Sebastian sagt:

    Super Rubrik! Und das sage ich natürlich nicht nur, weil meine Ergüsse hier immer wieder so freundlich erwähnt werden … 😉

  5. Sollte wieder gehen. Nur dein Ping ist noch flöten. Allerdings wurden die Inhalte ein paar Minuten vor der Serverabschaltung gespeichert. Vielleicht ist es deshalb nicht drin? Wenn einer kommt schalte ich den natürlich frei. 🙂

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