DVD-Rezension: „Shaw Brothers Collection Vol. 2“

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Vor kurzem hat Koch Media die Fortsetzung ihrer erfolgreichen „Shaw Brothers Collection“ veröffentlicht. In der „Shaw Brothers Collection Vol. 2“ befinden sich fünf Filme aus der goldenen Zeit der legendären Shaw Brother Studios, die in den 70er Jahren die Filmindustrie in Hongkong beherrschten. Auch in Deutschland waren die Filme aus der Shaw-Brothers-Schmiede höchst erfolgreich. Zunächst in den Bahnhofskinos, dann auf den ersten Videokassetten.

Lange Zeit hielten die Shaw Brothers ihre Archive geschlossen, so dass die Filme erst sehr spät ihren Weg ins digitale Zeitalter fanden. Erst 2002 erschienen die ersten Titel in Hongkong bei Celestial Pictures auf DVD. In Deutschland wurden einige Titel aus dem Celestial-Fundus um 2005 herum bei MiB veröffentlicht. Allerdings mit einer neuen deutschen Synchronisation, da die Rechte für die alte Kino-Synchro scheinbar nicht vorlagen. Die billige neue Synchronisation bot den Fans dann auch guten Grund zur Klage. Koch Media bedient sich ebenfalls bei Celestial, was nicht schlecht ist, denn die von Celestial restaurierten Filme weisen allesamt eine hohe Bildqualität auf. Zudem ist nun die alte deutsche Kino-Synchro mit an Bord. Da es in den 70ern Praxis war, die „minderwertigen“ Kung-Fu-Filme auf bequeme 80 Minuten runter zu schneiden, fehlt gegenüber den Originalfassungen eine ganze Menge und hierfür gibt es auch keine deutsche Synchro. Dies gleicht Koch Media dadurch aus, dass für die „Leerstellen“ eine neue, professionelle Synchronisation erstellt wurde. Nun haben die Darsteller zwar zwei unterschiedliche Stimmen, doch es wurde darauf geachtet, dass die Unterschiede nicht allzu gravierend sind.

Als sechste DVD liegt der Box ein ganz besonderes Schmankerl bei. Dort finden sich alte Trailer zu 51 Shaw Brothers Titeln. Diese stammen aus ganz unterschiedlichen Quellen. Mal 16:9 von 35mm Kopien, mal 4:3 von VHS-Kassetten. Dementsprechend variiert auch die Qualität erheblich (einige 35mm Kopien haben schon ein bewegtes Leben hinter sich oder sind sehr rotstichig), was dem Spaß aber keinen Abbruch tut.

Leider kann ich hier nur 4 der 5 Filme in der Box besprechen, da bei Koch Media (mal wieder) etwas beim zuschicken des Rezensionsexemplars schief gegangen ist und sich dort statt „Der Todesspeer der Shaolin“ der französische Thriller „Point Blank – Bedrohung im Schatten“ befand. Trotz mehrmaligen Anschreibens, konnte mir leider nicht die richtige DVD mit dem „Todesspeer“ zugeschickt werden, weshalb gerade dieser- bisher nicht in Deutschland veröffentlichte und von Koch Media daher komplett synchronisierte – Film in der Besprechung fehlt. Sehr ärgerlich, aber ich wollte Euch jetzt nicht deswegen die Review der Box komplett vorenthalten.

 

Marco Polo – Im Reiche des Kublai Khan (1975)

Im Jahre 1275 wird China von den Mongolen beherrscht. Der Venezianer Marco Polo (Richard Harrison) kommt an den Hof des Herrschers Kublai Khan (Li Tung-chuen), der das Erbe seines Großvaters Dschingis Khan verwaltet hat und China mit eiserner Faust beherrscht. Marco Polo gewinnt Kublais Vertrauen und wird von ihm in die Provinz Yangzhou geschickt, wo es noch einige chinesische Rebellen geben soll. Tatsächlich Weiterlesen

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Das Bloggen der Anderen (04-05-13)

bartonfink_type2– Ich hatte ja schon selber die Ehre, von Sebastian in seinem Review-Corner zu meinem Blog befragt zu werden. Diesmal wird der Intergalactic Ape Man und sein Blog „Intergalaktische Filmreisen“ vorgestellt.

– Und hier kommt der Apeman gleich selbst zu Wort: Er bespricht auf seinem Blog Intergalaktische Filmreisen einen meiner absoluten Lieblingsfilme: „Blut an den Lippen“ (der im Übrigen in Kürze bei Bildstörung in einer großartigen Edition erscheinen wird – dazu wird es dann hier auch einen längeren Text geben). Außerdem nimmt er sich auch einen Klassiker des japanischen pinku eiga vor: „Flower & Snake“. Noch so ein Gebiet, in das ich mich mal tiefer einarbeiten muss.

– Passend zu der baldigen Veröffentlichung von „Blut an den Lippen“ bespricht The Nolte auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte den anderen phantastischen Film von Harry Kümmel: „Malpertius“. Einem Statement muss ich allerdings vehement widersprechen: „Denkt man als Cineast an unser zuweil eh wenig beachtetes Nachbarland Belgien, so fällt einem nicht unbedingt viel dazu ein.“ Das stimmt so überhaupt nicht. Neben den Brüdern Dardenne, haben gerade in den letzten Jahren eine Vielzahl belgischer Filme nicht nur international für Aussehen gesorgt, sondern sogar den Weg auf deutsche Leinwände gefunden. Ich denke da z.B. an „Die Beschissenheit der Dinge“, „Bullhead“ oder gerade aktuell „The Broken Circle“.

– Endlich finde ich mal eine Ausrede den Blog Deep Red vorzustellen. Dort bespricht Mathias den österreichischen Slasher „In 3 Tagen bist Du tot“ von 2006, der gut in die momentane Diskussion passt, dass es ein neues deutsch(sprachiges) Genrekino geben sollte.

– Thilo Röscheisen hat auf Drama-Blog einige sehr kluge und interessante Dinge zum Thema „Warum der deutsche Film so ist, wie er ist“ geschrieben. Zwar stimme ich nicht mit all seinen Thesen überein und finde manches diskussionswürdig (insbesondere den Teil über den Genrefilm), aber ich finde, es lohnt sich auf jeden Fall seinen Text zu lesen und sich auf dieser Grundlage seine eigenen Gedanken zu machen.

– Letztes Jahr haben wir auf unserem Phantastival als deutsche Premiere eine 35mm-Kopie von „Berberian Sound Studio“ gezeigt. Leider vor einer sehr überschaubaren Handvoll von Leuten. Die Reaktionen nach dem Film waren durch die Bank weg eher enttäuscht. Warum das so war, erklärt recht gut die Review von Ronny Dombrowski auf cinetastic.de.

– Wie schon ein paar Mal hier erwähnt, habe ich ja ein Herz für Martin Faltermeiers „Zombies from Outer Space“, der ebenfalls auf dem Phantastival lief und noch immer keinen Verleih für eine Heimkinoauswertung hat, aber seit über einem Jahr SEHR erfolgreich über die Dörfer tingelt. Eine weitere Review findet sich nun bei Mann beisst Film. Die Besprechung ist sehr objektiv und spart trotz einigen Lobes auch nicht mit durchaus berechtigter Kritik.

– Comic-Verfilmungen sind ja seit einigen Jahres DAS große Ding. Dass die Idee der Comic-Verfilmung aber schon fast so alt ist wie das Kino selber, beweist jetzt Sir Donnerbold in einem langen, interessanten und höchst informativen Aufsatz auf seinem Blog Sir Donnerbolds Bagetellen.

– Am 27. April fand im Mannheimer Cinema Quadrat eine Grindhouse-Nacht statt. Dort wurde der Jess-Franco-Klassiker „Frauengefängnis“ und Mino Loys Superheldenfilm „Flashman“ gezeigt. Screenshot war dabei und bespricht beide Filme. Ausserdem wird der Tod des großen Meisters zum Anlass genommen, noch einmal über dessen „Eugenie“-Verfilmung zu sprechen.

– Auf filmosophie schreibt dennis ein schönes Essay, in dem er am Beispiel der „Zurück in die Zukunft“-Trilogie aufzeigt, dass wir immer etwas Handfestes benötigen, um uns unsere eigene Existenz beweisen zu können.

– Thomas Groh war, wie auch ich, beim vierten „Monster machen mobil“-Event in Hamburg. Schade, dass man sich nicht gesehen hat. Aber gut, ich wüsste jetzt auch nicht, nach wem ich Ausschau halten sollte. Schade, aber vielleicht ergibt sich ja beim fünften „Monster machen mobil“ mal die Gelegenheit. Bis dahin gibt es auf filmtagebuch seine Eindrücke von drei tollen Tagen.

Das Magazin des Glücks nimmt sich acht Lang- und einen Kurzfilm von Tim Burton vor. Darunter auch mein Lieblings-Burton: „Big Fish“.

– Ich mag es ja sehr gerne, wenn ein Text in Form eines Dialoges geschrieben ist. Auf Eskalierende Träume diskutieren Simon Frauendorfer und Sano Cestnik über Ernst Hofbauer und seinen Film „Marie – Nur die Nacht war Zeuge“. Mir hat dieses Zwiegespräch eine Menge Freude bereitet.

Couchmonster kritisiert einen Artikel, der im aktuellen Spiegel (Ausgabe 18/2013) stand. Darin ging es um den Trailer als Marketinginstrument. Interessantes Thema, über das man sicherlich noch einiges schreiben kann.

Allesglotzer macht auf den wunderbaren britischen Podcast „El Diabolik’s World of Psychotronic Soundtracks“ aufmerksam, der regelmäßig sehr, sehr coole Soundtracks vorstellt.

– Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film einen Liebesbrief an Michelle Williams geschrieben. Ferner beschäftigt er sich mit Essen und Ekel im Film.

L’Amore in città hat mal wieder einen unbekannten, aber nichtsdestotrotz sehr interessanten Film ausgegraben: Den Gefängnisfilm „Vergewaltigt in Ketten“ von 1961. Mit den sehr jungen Nino Manfredi, Gian Maria Volonté und Mario Adorf. Der reißerische deutsche Titel hat übrigens nur wenig mit dem Film zu tun.

– In der Filmgazette ist ein längerer Text von Alexander Lohninger über den gerade frisch mit dem Deutschen Filmpreis für sein Lebenswerk ausgezeichneten Werner Herzog erschienen.

– Auf Hard Sensations schreibt Joris Julius-Sabinus über „Judex“ vom großen George Franju. Noch so ein Film, der schon sehr lange auf meiner Einkaufsliste steht. Silvia Szymanski knüpft sich „Tree of Life“ vor, den sie als „persönlichen Unwohlfühlfilm“ bezeichnet.

– Regisseur Christoph Hochhäusler schreibt in seinem Blog Parallel Film darüber, wie er in seiner Kindheit mit Film und Kino in Kontakt kam. Auf real virtuality antwortet Alexander Gajic darauf, indem er den Faden aufnimmt und über seine Kindheitserinnerungen berichtet. Eine schöne Idee, die hoffentlich noch einige Nachahmer findet.

– Auf Whoknowspresents erzählt Manfred Polak von einem Film, der 1945 NICHT gedreht wurde. Wie es dazu kam ist eine hochinteressante Geschichte über die letzten Tage des Krieges und der ersten Zeit danach.

– Ciprian David hat auf Negativ einen Artikel mit dem Titel „Schmier 101“ verfasst. Darin geht es um das goEast-Festival, Sleaze, Exploitation, die jugoslawische schwarze Welle und so einiges mehr. Unbedingt lesenswert.

– Über die Geschichte und – auch politische und wirtschaftliche – Bedeutung von Filmfestivals, ihre Strukturen und Mechanismen, hat Filmwissenschaftler Prof. Dr. Thomas Elsaesser beim Regensburger Filmfest Heimspiel referiert. Seinen Vortrag kann man auf critic.de nachlesen.

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Originalfassungen in Bremen: 02.05.13 – 08.05.13

Eine gute Woche steht den Freunden des O-Tons bevor. Der neue „Star Trek“, „Iron Man“ fliegt weiter, die Gondel zeigt einen Film und die Schauburg gleich zwei. So darf es von mir aus ruhig weitergehen.

Star Trek: Into Darkness – Cinemaxx, Mi., 8.5. um 20:15 – Früher war ich ein großer Trekkie. Ich hatte alle Filme und Serien, viele Bücher und generell kannte ich das Star-Trek-Universum aus dem Eff-eff. Dann irgendwann in der Mitte der „Voyager„-Serie erstarb mein Interesse plötzlich. Die Serie „Enterprise“ habe ich dann schon gar nicht mehr geguckt. Als vor vier Jahren J.J.Abrams das große „Reboot“ inszenierte, kam etwas von dem damaligen Kribbeln wieder zurück. Darum bin ich sehr gespannt auf „Into Darkness“. Vor allem, weil Benedict „Sherlock“ Cumberbatch den Bösewicht gibt.

[youtube width=“630″ height=“299″]http://www.youtube.com/watch?v=QAEkuVgt6Aw[/youtube]

Iron Man 3 – Cinemaxx, Do.-So. und Di. immer um 20:00 – Das isser wieder. Robert Downey Jr.zieht zum vierten Mal (nach den beiden ersten “Iron Man” und “The Avengers“) seine Eisenrüstung an und rettet die Welt. Hoffentlich wird auch der dritte Teil der Sause so unterhaltsam, wie die vorangegangenen Filme.

Selam – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 14:45 und 22:50 – Türkisches Drama um drei Leute aus Anatolien, die ihre Heimat verlassen und in die Welt ziehen, um neue Erfahrungen zu machen und sich ein neues Leben aufzubauen.

Der Tag wird kommen – Schauburg, Mi., 8.5. um 19:15 – französisch-belgische Anarcho-Komödie mit dem großartigen Benoît Poelvoorde als Not, dem „ältesten Punker Europas“. Dessen Bruder Jean-Pierre ist eigentlich ein eher spießiger Typ. Doch als er seinen Job als Matratzenverkäufer verliert, dreht er durch und geht mit Not auf Tour. Gemeinsam sorgen sie für Chaos und Anarchie.

[youtube width=“630″ height=“299″]http://www.youtube.com/watch?v=LrTsXcF_oWM[/youtube]

The Broken Circle – Schauburg, So., 5.5. um 20:50 – Belgisches Drama um eine Tattoo-Shop-Besitzerin und einen Banjomusiker, die zusammen in einer Band spielen, sich verlieben, heiraten und eine Tochter bekommen. Ihr glückliches Leben findet durch einen schrecklichen Schicksalsschlag ein trauriges Ende. In den Reviews, die anlässlich der Aufführung auf der diesjährigen Berlinale veröffentlicht wurden, war zu lesen, dass selbst die hartgesottensten Kritiker unter Tränen das Kino verließen. Daher möchte ich den Film von Felix Van Groeningen (“Die Beschissenheit der Dinge“) zwar sehr empfehlen, werde ihn aber lieber auslassen.

Saiten des Lebens – Gondel, So., 5.5. um 21:00 – Drama um eine Streichquartett, das sich in 25 Jahren an die Weltspitze der klassischen Musik gespielt hat. Als Gründer und Cellist Peter sich aufgrund seiner Parkinson-Erkrankung zurückziehen muss, brechen plötzlich lange unterdrückte Spannungen und Beziehungsprobleme hervor. Mit Christopher Walken, Philip Seymour Hoffman und Catherine Keeler hervorragend besetzt. Regie führt Spielfilm-Debütant Yaron Zilberman.

[youtube width=“630″ height=“299″]http://www.youtube.com/watch?v=NX66lRnNmqs[/youtube]

Marina Abramovic: The Artist is present – City 46, Do.-So. immer 20:30 – Nach Februar bereits das zweite Mal im Programm: Performancefilm der Künstlerin Marina Abramovic, der zeigt, wie sie 2010 im New Yorker MoMA an einem Tisch im Ausstellungsraum sitzt und die Besucher anschaut.

Sons of the Clouds – City 46, Mo., 6.5. um 20:00 – Dokumentation von Álvaro Longoria mit Javier Bardem über den Status der Region Westsahara und ihren Kampf um Anerkennung als autonomes Gebiet.

The Iran Job – City 46, Sa./Di. um 20:00 – Dokumentation über den amerikanischen Profi-Basketballer Kevin Sheppard, der das das Angebot annimmt, Teamleader einer Basketball-Mannschaft im Iran zu werden.

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 06.05. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 06.05. um 21:45

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Originalfassungen in Bremen: 25.04.13 – 01.05.13

Na, geht doch. In dieser Woche können die Freunde des O-Tons wieder auf ein prall gefülltes Paket schauen. Vom US-Superhelden-Blockbuster bis zum belgischen Drama ist alles dabei. Leider habe ich es in diesem Jahr versäumt, auf das Kuba Festival vom 26. bis 28. April in der Schauburg hinzuweisen. Das tut mir leid, und ich drücke die Daumen, dass trotzdem eine Menge Leute vorbeischauen. Allein „Soy Cuba“ lohnt ja schon den Weg.

Iron Man 3 – Cinemaxx, Di. 19:30 und Mi. 20:00 – Das isser wieder. Robert Downey Jr.zieht zum vierten Mal (nach den beiden ersten „Iron Man“ und „The Avengers„) seine Eisenrüstung an und rettet die Welt. Hoffentlich wird auch der dritte Teil der Sause so unterhaltsam, wie die vorangegangenen Filme.

[youtube width=“630″ height=“299“]http://www.youtube.com/watch?v=qywyMWV149w[/youtube]

Side Effects – Tödliche Nebenwirkungen – Cinemaxx, Do./Sa./Mo. um 19:45 – Steven Soderbergh hat diesen Film als seine letzte Kinoarbeit angekündigt. Da kann man gespannt sein. Die Besetzung ist – wie immer bei Soderbergh – vom Feinsten: Jude Law, Rooney Mara, Catherine Zeta-Jones. Es geht um die verheerenden Nebenwirkungen eines Antidepressiva. Man darf – wie immer bei Soderbergh, dessen Konstante immer war, dass er keine Konstante hatte – gespannt sein.

[youtube width=“630″ height=“344″]http://www.youtube.com/watch?v=5jQq6BiT-eI[/youtube]

Oblivion – Cinemaxx, Fr./So. um 19:45 – Science-Fiction. Quasi Ein-Mann-Show mit Tom Cruise vor beeindruckendem Design. Nach den doch recht guten Kritiken wollte ich den ja doch gerne sehen.

Selam – Cinemaxx, Do.-Di. um 17:20 und Mi. um 23:00 – Türkisches Drama um drei Leute aus Anatolien, die ihre Heimat verlassen und in die Welt ziehen, um neue Erfahrungen zu machen und sich ein neues Leben aufzubauen.

7 Days in Havanna – Schauburg, Fr. 19:30 und So. 12:00 – Französisch-spanischer Episodenfilm, in dem sieben renommierte Regisseure (u.a Benicio Del Toro, Laurent Cantet und Gaspar Noe!) aus unterschiedlichen Ländern ihren persönlichen Blick auf Havanna werfen. Mit Josh Hutcherson, Daniel Brühl und dem Regisseur Emir Kusturica.

Ich bin Cuba – Schauburg, Sa. 15:00 und So. 17:00 – Spannend. Ein kubanisch-sowjetischer Spielfilm von 1964. „Soy Cuba« erzählt in vier Episoden die Geschichte der kubanischen Revolution. Regie führt der Russe Mikhail Kalatozov.

Juan of the Dead – Schauburg, Fr./Sa. 22:00 – Schöner Zombiefilm, mit politischen Anspielungen, von Alejandro Brugués. Dazu habe hier eine Review geschrieben.

The Broken Circle – Schauburg, Mo., 1.5. um 21:30 – Belgisches Drama um eine Tattoo-Shop-Besitzerin und einen Banjomusiker, die zusammen in einer Band spielen, sich verlieben, heiraten und eine Tochter bekommen. Ihr glückliches Leben findet durch einen schrecklichen Schicksalsschlag ein trauriges Ende. In den Reviews, die anlässlich der Aufführung auf der diesjährigen Berlinale veröffentlicht wurden, war zu lesen, dass selbst die hartgesottensten Kritiker unter Tränen das Kino verließen. Daher möchte ich den Film von Felix Van Groeningen („Die Beschissenheit der Dinge„) zwar sehr empfehlen, werde ihn aber lieber auslassen.

[youtube width=“630″ height=“299“]http://www.youtube.com/watch?v=JrBgSZIQAz0[/youtube]

Lipstikka – City 46, Fr./Mo. 20:30 und Sa./Di. 18:00 – Englisch-israelisches Drama um eine Frau aus Palästina, die vor 13 Jahren nach London zog, doch jetzt mit dem Besuch einer Jugendfreundin wieder an ein altes Geheimnis erinnert wird.

Silver Linings – City 46, Sa./So. 20:00 – Ungewöhnliche, romantische Komödie um einen bipolar gestörten Mann, der nach acht Monaten in einer Anstalt zu seinen Eltern zieht und eine depressive Frau, die ihren Ehemann bei einem Unfall verloren hat. Regie führt David O. Russell, der schon mit dem tollen “Three Kings” und “I Heart Huckabees” bewiesen hat, dass er “normale” Stoffe ungewöhnlich und intelligent umsetzen kann.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 29.04. um 21:45

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Das Bloggen der Anderen (22-04-13)

bartonfink_type2– „Das Bloggen der Anderen“ ist natürlich nicht die einzige Rubrik im Netz, die auf interessante Neuigkeiten aus der Welt der Filmblogs hinweist. An dieser Stelle ist es mir eine wirkliche Freude, mal wieder auf DVDuell hinzuweisen. Einem Blog, dem ich schon seit Jahren folge. Nachdem sich Macher Christian Liemek vor Kurzem eine ziemlich lange Auszeit genommen hat, ist er wieder sehr fleißig dabei und informiert über Neuerscheinungen national, wie international, gibt TV-Tipps und präsentiert Fundstücke aus dem Netz. Seine Linksammlung heißt „Verlinkt“ und die gibt es einmal für „Film„, einmal für „DVD/BluRay“ und ist der Regel überschneidungsfrei (da zumeist andere Schwerpunkte) zum „Bloggen der Anderen“. Von daher eine gute und empfehlenswerte Ergänzung.

– Über kaum einen anderen Film („Spring Breakers“ mal ausgenommen) habe ich in den Blogs soviel gelesen, wie über Jürgen Enz‘ „Herbstromanze“, der sich in einigen Kreisen zum absoluten „Must-see“ entwickelt hat. Der Film muss in der Tat ziemlich unglaublich sein und (unfreiwillig) bewusstseinserweiternd wirken. Jetzt hat noch einmal Andreas Poletz auf Hard Sensations darüber geschrieben. Muss ich den jetzt etwa auch mal gucken? Ich glaube die Antwort lautet: Ja. Auch wenn mir das große Angst macht.

– Auf Negativ gibt es einen interessanten Vergleich zwischen dem schönen tschechischen „Tausendschönchen“ (meine Review steht übrigens hier) und Harmony Korines jüngstem Streich „Spring Breakers“. Und dort gibt es auch gleich noch einmal etwas zu „Spring Breakers“ (das ist jetzt auch das letzte Mal, dass ich auf einen Artikel über diesen Film verlinke, scheint ja aktuell gar kein anderes Thema mehr zu geben). Ciprian David berichtet über eine ungewöhnliche Zensurmaßnahme, die der deutsche Verleih dieses Films vornahm. Ferner schreibt er noch im selben Artikel über den rumänischen Film „Domestic“.

– Patrick Holzapfel hat auf seinem Blog Jugend ohne Film seit Kurzem eine Rubrik namens „Grauzonen“. Hier bespricht er Filme, die ihm auf Anhieb nicht so gut gefallen haben und stellt dem eine Besprechung des selben Filmes von Luca Fuchs gegenüber, der eine gegenteilige Meinung vertritt. Diesmal nehmen sich die Beiden „Moonrise Kingdom“ vor, den ich im Übrigen herrlich fand.

– Ich möchte auf vier höchst lesenswerte Kritiken hinweisen, die der ehrenwerte Jochen „jogiwan“ Kulmer für project: equinoX geschrieben hat. Dort nahm er sich „Mondomanila“ (den Stefan und ich höchst erfolgreich als Auftaktfilm unserer diesjährigen „Weird Xperience“-Reihe gezeigt haben), die beiden letzten Filme von Kim Ki-duk („Airang“ und „Pieta„), sowie den lang erwarteten.. ja soll ich sagen „befürchteten“, neuen Film von Dario Argento vor. Letzterer gibt sich als „werkgetreue“ Adaption von Bram Stokers „Dracula“ aus. Tatsächlich ist der Film aber wohl – wie man nicht nur dort liest – ziemlich Grütze und ein weiterer großer, rostiger Sargnagel in die Karriere eines Mannes, der uns früher mit seinen Filmen verzauberte und mit seinem Meisterwerk „Suspiria“ den Horrorfilm auf eine neue Ebene gehoben hat. Traurig. Sehr traurig.

– Noch ein alter Meister: Ich bin ja ein Brian-de-Palma-Jünger reinsten Wassers. Obwohl mich „Black Dahlia“ ziemlich stark verärgert hat, halte ich dem Altmeister die Treue und freue mich schon sehr auf sein neustes Werk „Passion“. Patrick von filmosophie hat ihn schon in einer Sneak-Preview gesehen und kommt zu einem recht vernichtenden Urteil. Ich guck den aber trotzdem.

– Altmeister zum Dritten. Diesmal handelt es sich um John Carpenter, dessen erster neuer Spielfilm nach neun Jahren bei mir ziemlich untergegangen ist. Nachdem er 2011 auf dem Internationalen Filmfestival in Oldenburg lief, habe ich nichts mehr von ihm gehört. Obwohl er wohl Anfang letzten Jahres tatsächlich auf DVD erschien. Textures in light ist aber auf jeden Fall sehr begeistert von diesem Werk und spendiert diesem nicht nur eine positive Review, sondern auch eine schöne Bildstrecke.

– Sergio Martino ist vor allem für seinen brillanten Giallo-Zyklus Anfang der 70er bekannt. Seine Poliziescetti sind hierzulande nicht ganz so populär. „Milano trema: La polizia vuole giustizia“ (aka „Violent Professionals“), erschien hier gar nicht erst, erhält jetzt aber die Ehre, auf L’Amore in città besprochen zu werden.

Das Magazin des Glücks nimmt sich einige Filme von Paul Schrader vor.

– Ich muss leider zugeben, dass ich von einem der spannendsten japanischen Regisseure bisher noch keinen Film gesehen habe. Aber viel drüber gelesen und ich MUSS diese Bildungslücke demnächst einfach mal schließen. Bis dahin kann ich dann bei Schneeland noch einmal etwas über Kôji Wakamatsus „Violated Angels“ lesen.

– Letzten Mittwoch hat der in Bremen lebende Filmemacher André Erkau in der Schauburg seinen neuen Film „Das Leben ist nichts für Feiglinge“ vorgestellt. Auf Ansichtssache – Zum aktuellen deutschen Film gibt es zu diesem Filme eine ausführliche Besprechung, die auf Stärken und Schwächen des Filmes eingeht, ihn aber insgesamt dem Leser sehr ans Herz legt.

– In den letzten Monaten habe ich Kritiken zu allen sechs, in Deutschland bei Anolis auf DVD veröffentlichten, „Kommissar X“-Filmen geschrieben. Tony Kendall, Brad Harris und Regisseur „Frank Kramer“ (Gianfranco Parolini) haben aber noch mehr zusammen gemacht. Z.B. den unglaublichen „Drei Supermänner räumen auf„, den totalschaden auf Splattertrash bespricht. Wem das noch nicht genug absurder Trash ist, der kann dann gleich bei der Review zu „Teuflische Brüste“ von Doris Wishman, mit der beeindruckenden (wer sie gesehen hat, weiß was ich meine) Chesty Morgan, weitermachen.

– Roger Ebert ist tot. Einen schönen Nachruf, der gar keiner werden sollte, hat KlapTrap auf Christians Foyer geschrieben.

 

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DVD-Rezension: “Point Blank – Bedrohung im Schatten”

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Die Jagd nach serbischen Waffenschiebern führt Kommissar Lucas Scali (Roschdy Zem) und sein Team von Marseille nach Paris. Dort arbeitet seine Tochter Maya (Leïla Bekhti), die er seit vielen Jahren nicht gesehen hat und deren Mutter er früh verließ, bei einer Anti-Drogen-Einheit. Lucas nimmt Kontakt zu ihr auf, in der Hoffnung über sie Informationen über die serbische Mafia zu erhalten. Das Treffen verläuft sehr unterkühlt. Maya ist enttäuscht von dem Fremden, der ihr Vater ist, und versucht auf eigene Faust Ermittlungen durchzuführen.

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Fangen wir mal mit dem Etikettenschwindel an. Der Film heißt im Original „Mains armées“ (Bewaffnete Hände), hat also so rein gar nicht mit dem deutschen Titel „Point Blank – Bedrohung im Schatten“ zu tun. Das „Point Blank“ am Anfang soll den Zuschauer wohl glauben machen, hierbei würde es sich um die Fortsetzung des Action-Reißers „Point Blank – Aus kurzer Distanz“ (Besprechung hier) handeln. Doch bis auf den Hauptdarsteller Roschdy Zem, der auch in dem deutlich actionlastigeren „Vorgänger“ dabei war, haben beide Filme nichts miteinander gemein. Schade, dass sich der deutsche Verleih für diesen kleinen Marketing-Trick entschieden hat, denn das tut dem Film, aufgrund der falsch geweckten Erwartung, nicht gut. „Point Blank – Bedrohung im Schatten“ ist ein sehr ruhiger, langsamer Film, der allzu große Aufgeregtheit vermeidet. Zwar gibt es hier und dort kurze Actionszenen, doch diese werden ohne große Effektheischerei umgesetzt. Einmal wird sogar kurzerhand auf eine klassische Verfolgungsjagd verzichtet, da die Polizisten unschuldige Passanten nicht gefährden wollen.

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Überhaupt legt der Film einen seiner Schwerpunkte auf die oftmals zähe und frustrierende Polizeiarbeit. Der andere kreist um die Einsamkeit des Helden, dem von Roschdy Zem gespielten Veteranen und Chef einer Sondereinheit, und dessen gestörtem Verhältnis zu seiner Tochter. Immer wieder wird die selbst gewählte Einsamkeit Lucas‘ thematisiert und in symbolischen Bildern festgehalten. Seine Unfähigkeit über den Beruf hinaus mit anderen zu kommunizieren, ist eines der Leitthemen des Filmes. Unter dieser gestörten Kommunikation leidet vor allem seine Tochter, die von Leïla Bekhti zwar lebendig, aber leider auch etwas zu stereotyp dargestellt wird. Dass die Chemie zwischen den Darstellern Roschdy Zem und Leïla Bekhti nicht stimmt, passt zwar gut zur Handlung, doch die Geschichte der um die Anerkennung des fremden Vaters buhlenden und sich dabei selbst zerstörenden Tochter ist so plakativ ausgefallen, dass man recht schnell das Interesse an der Figur der Maya verliert. Leider kann Leïla Bekhtis Darstellung, trotz bestem Bemühen, den Zuschauer auch nicht bei der Stange halten.

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Die Inszenierung ist durchaus sehr solide und unauffällig. Regisseur Pierre Jolivet verzichtet auf drastische Szenen (bis auf einen wirklich schockierenden und realistisch dargebotenen Tod eines Mitgliedes aus Lucas‘ Truppe) und bewegt sich filmisch auf dem Niveau einer gehobenen „Tatort“-Episode. Ob dies nun als Kompliment oder Kritikpunkt aufzufassen ist, bleibt dem Leser überlassen. Auch die schauspielerische Leistung bewegt sich in diesem Rahmen. Wobei Roschdy Zem als stoischer, wortkarger und ganz auf den Beruf reduzierter Lucas Scali auch keine großen Anstrengungen unternimmt, als allein durch seine ausdrucksstarkes Gesicht und seine Präsenz einen guten Eindruck zu macht. Alle Anderen werden eher schablonenhaft gezeichnet. So verwundert es auch nicht, wenn sich der Chef von Mayas Gruppe schnell als korruptes Dreckschwein herausstellt, der mit Maya eine Affäre hatte. Dies erkennt man schon, wenn er das erste Mal das Bild betritt. Marc Lavoine spielt diesen Typen zwar herrlich unsympathisch, aber auch völlig überraschungsfrei.

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Ein großer Pluspunkt ist die Musik. Diese dröhnt langsam und trance-ähnlich vor sich her und verpasst dem Film von Anfang an eine depressiv-bedrohliche Stimmung. Selbst die wenigen Actionszenen werden mit dieser, nur auf den erste Blick unpassenden, Musik unterlegt. Dies hat den reizvollen Effekt, dass man sofort mit den handelnden Figuren mitfiebert, da sich musikalisch stets ein tragisches Ende ankündigt. Hier und dort werden dann noch Songs des Musikers Sacha Di Manolo eingestreut. Ob dies marketingtechnische Gründe hat oder einer besonderen Vorliebe des Regisseurs entspringt, mag dahingestellt sein. Immerhin fügen sich die Songs gut in das Gesamtwerk ein und die aggressive Bewerbung stört so auch nicht.

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„Point Blank – Bedrohung“ ist ein ruhiger und unspektakulärer Polizeifilm. Quasi der Gegenpol zu dem actiongeladenen „Point Blank – Auf kurze Distanz“, auf den im deutschen Titel angespielt wird. Die Inszenierung ist solide auf bestem TV-Niveau. Die Geschichte ist nicht uninteressant, doch einige zu plakativ erscheinende Stereotypen stören die Begeisterung etwas.

Die Bildqualität ist wieder einmal sehr gut. Gleiches gilt für den Ton. Als Extra enthält die DVD eine mehr als einstündige Dokumentation über die Dreharbeiten.

 

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Originalfassungen in Bremen: 18.04.13 – 24.04.13

Na, prächtig ist die Auswahl diesmal nicht. Darum spare ich mir mal den einleitenden Text und lege gleich mit der Handvoll Originalfassungen los.

Das hält kein Jahr – Cinemaxx, Do., Sa.-Mi. immer 20:10 und Fr. 22:50 – Englische Komödie über ein Paar, was bereits nach kurzer Zeit heiratet, was die Freunde für keine gute Idee halten. Tatsächlich scheinen sich im ersten Ehejahr die Prophezeiungen zu erfüllen. Britische Komödie halten ja in der Regel immer einen recht guten Standard. Regisseur Dan Mazer hat zuvor mit Sacha Baron Cohen erst an dessen „Ali G Show“ als Autor und Regisseur mitgearbeitet und dann dessen Kinofilme „Borat“ und „Brüno“ geschrieben.

[youtube width=“630″ height=“299″]http://www.youtube.com/watch?v=Od8DhL1hyfw[/youtube]

Oblivion – Cinemaxx, Do., Sa.-Mi. immer 22:45 und Fr. 20:00 – Nach den doch recht guten Kritiken (siehe das letzte „Bloggen der Anderen„) und dem Kommentar von mnemo hier im Blog, wollte ich den ja doch gerne sehen. Aber die neuen Anfangszeiten sind leider so gar nichts für mich und Freitag kann ich nicht. Na, vielleicht läuft der ja auch nächste Woche noch.

I Want Your Love – City 46, Fr./Di. 20:30 und So./Mi. 18:00 – US-Film um einen Künstler aus der schwulen Künstlerszene San Fransiscos, der sich entschließt zurück in seine Heimatstadt in Ohio zu ziehen. Er verkauft seine Sachen, trifft seinen Exfreund, hat einen One-Night-Stand und lädt schließlich seine Freunde, Mitbewohner und ehemaligen Liebhaber zu einer Abschiedsparty ein, auf der alle sehr viel Spaß haben, er selbst aber nicht erscheint.

Lagos – Notizen einer Stadt – City 46, Sa./Mi. um 20:00 – Dokumentation von Jens Wenkel über die Hauptstadt Nigerias.

Silver Linings – City 46, Fr./Mo./Di. um 18:00 und So. um 20:30 – Ungewöhnlich romantische Komödie um einen bipolar gestörten Mann, der nach acht Monaten in einer Anstalt zu seinen Eltern zieht und einer depressiven Frau, die ihren Ehemann bei einem Unfall verloren hat. Regie führt David O. Russell, der schon mit dem tollen Three Kings und „I Heart Huckabees bewiesen hat, dass er “normale” Stoffe ungewöhnlich und intelligent umsetzen kann.

Sounds and Silence – City 46, Mi. 24.4. um 20:30 – Unterwegs durch eine Welt der Töne, Klänge und Geräusche – mit Manfred Eicher, dem bedeutenden Entdecker und Vermittler zeitgenössischer Musik und Gründer des Musiklabels ECM.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 22.4. um 21:45 Uhr

Französische Sneak Preview – Atlantis und Gondel, beide Mi., 24.04. um 21:00

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Heute in der Schauburg: André Erkau stellt seinen Film “Das Leben ist nichts für Feiglinge“ vor

Heute Abend ist wieder ein Regisseur in der Schauburg zu Gast, um der Premiere seines neusten Filmes beizuwohnen und sich den Fragen des Publikums zu stellen. Wie schon bei seinem letzten Film „Arschkalt“, lässt es sich André Erkau nicht nehmen, seinen Film einen Tag vor der Deutschlandpremiere in seiner Heimatstadt vorzustellen. Geboren in Dortmund ist André Erkau in Bremen aufgewachsen und vor einigen Jahren auch wieder hierhin zurückgekehrt. In einem lesenswerten Artikel, der heute im „Weser Kurier“ veröffentlich wurde, sagt er dazu:

„Zum Drehen muss man ohnehin oft seinen Wohnort verlassen. Also kann ich auch in meiner alten Heimat Bremen wohnen. Hier fühle ich mich wohl, ich mag das Tempo der Stadt, die relaxte Bremer Lebensart. Und die Stadt inspiriert mich, weil ich hier nicht unter einer künstlerischen Käseglocke lebe“.

DLIFF_Plakat_RZ_01_Layout 1Sein aktueller Film, der heute um 21:00 Uhr in der Schauburg Premiere hat, ist eine Tragikomödie und heißt „Das Leben ist nichts für Feiglinge„. Er handelt von einer Familie, die nach dem plötzlichen Tod der Mutter auseinanderzubrechen droht. Der Vater versucht den Tod seiner Frau zu verdrängen, während sich eine Tochter immer weiter zurückzieht und auch im Freundeskreis zur Außenseiterin wird. Allein die liebenswerte Großmutter versucht die Familie zusammenzuhalten. Doch bald schon wird bei ihr Krebs diagnostiziert. Sie verheimlicht dies ihrer Familie, doch dann fliegt das Geheimnis auf. Wütend verschwindet die Tochter mit ihrem Freund nach Dänemark. Der zurückbleibende Vater muss nun versuchen, sich seinen Gefühlen zu stellen und seine Tochter zurückzugewinnen.

Die Hauptrolle spielt der wunderbare Wotan Wilke Möhring. Und auch der hochtalentierte Frederick Lau („Picco„, „Oh Boy„) ist dabei. Lau hat ja bereits Bremen-Erfahrung. Schließlich spielte er hier den Frank Lehmann in „Neue Vahr Süd„.

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DVD-Rezension: „Die Koch Media Italowestern-Enzyklopädie No. 1“

kochmediaitalowesternenzyklopädie1

Nach etlichen Verschiebungen ist sie nun endlich da: Die seit langem angekündigte „Koch Media Italowestern Enzyklopädie Vol. 1“. Vor kurzem hat Koch Media ja schon mal einen Schwung Italowestern unter dem Label „Western Unchained“ auf den Markt geworfen. Darunter einige Repacks aus der legendären „Italowestern“-Reihe, aber auch einige interessante DVD-Premieren. In der „Italowestern Enzyklopädie“ werden nun ausschließlich Erstveröffentlichungen präsentiert. Zwar wurden „Amigos“ und „Shamango“ in der Vergangenheit auch von anderen Labels veröffentlicht, allerdings nur in gekürzter Form.

Hier liegen alle Filme im richtigen Bildformat und ungekürzt vor. Wie bei der „Giallo“-Box aus demselben Haus, verwundert es etwas, dass die Bildqualität nicht den hohen Standards entspricht, die Koch Media in der Vergangenheit an den Tag gelegt hat. „Schweinehunde beten nicht“ sieht sehr „gebraucht“ aus und stammt scheinbar von einer sichtbar alten 35mm Rolle. Das Bild von „Drei Halunken und ein Halleluja“ ist sehr grobkörnig und wirkt bei Aussenaufnahmen zum Teil etwas milchig. Dies kann aber durchaus auch am bei der Produktion des Filmes verwendeten Filmmaterial liegen. „Shamango“ wirkt nicht unbedingt gestochen scharf und auch etwas milchig. Am besten schneidet „Amigos“ ab. In Sachen Extras befinden sich die Veröffentlichungen aber auf dem gewohnt guten Niveau, für das Koch Media bekannt ist.

 

Schweinehunde beten nicht  (I vigliacchi non pregano, 1969)

Der Ex-Soldat Brian (Gianni Garko) kehrt nach dem Bürgerkrieg heim zu seiner Frau. Doch das Glück währt nicht lang. Ein Trupp Nordstaatler überfällt sein Haus, vergewaltigt und tötet seine Frau und lässt den halbtot geschlagenen Brian in der brennenden Ruine zurück. Der zufällig vorbeikommende Daniel (Ivan Rassimov alias „Sean Todd“) rettet ihn. Gemeinsam Weiterlesen

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Das Bloggen der Anderen (13-04-13)

bartonfink_type2– Lukas Foerster hat das Sportlerdrama „Love Lifting“ von Hermann Yau gesehen und konstatiert auf Dirty Laundry: „Solange das Hongkongkino noch solche Filme hervorbringt, kann es nicht ganz schlecht um es bestellt sein“.

– Das goEast-Festival widmet dem ungarischen Regisseur Miclós Jancsó eine Hommage. Christian Moises stellt auf Eskalierende Träume den Regisseur und sein Werk ausführlich vor.

– Nochmal goEast: Ciprian David und Elisabeth Maurer schreiben auf Negativ weniger über das Festival, sondern eher über ihre Erlebnisse und Eindrücke drumherum, was ich sehr schön finde.

– Patrick ist neu bei filmosophie und wird dort zukünftig über Sneak-Previews berichten. Sein erster Bericht, der auch das ganze Drumherum mit einschließt, handelt vom US-Indie-Film „Smashed“.

– Silvia Szymanski war mit einigen Gleichgesinnten im Kölner Filmclub 813 und hat dort eine Menge toller Filme gesehen. U.a. „Heimlichkeiten“ von Wolfgang Staudte, den ich schon im letzten „Bloggen der Anderen“ drin hatte. Ihr ausführlicher, große Lust auf die Filme machender, Bericht findet sich, wie immer, auf Hard Sensations. Dort geht es auch weiter mit der „Vergewaltigung im Film“-Reihe. Diesmal über die Doku „Tabloid“ von Errol Morris, die bei mir auch noch rumliegt und nun umso dringender gesehen werden möchte.

– Alex Klotz hat auf hypnosemaschinen wieder einen obskuren Film ausgegraben: Den spanisch-französischen „El secreto de la momia egipcia“, dessen US-Titel – laut IMDb „Love Brides of the Blood Mummy“ lautet.

– Apropos obskur. In den Kommentaren des letzten „Bloggen der Anderen“ habe ich es schon erwähnt und darum MUSS ich darauf hinweisen: Der Intergalatic Ape Man hat auf Intergalaktische Filmreisen den Film „Rocktober Blood – An der Schwelle zum Wahnsinn“ besprochen. Hier also noch einmal ein Nachschlag in Sachen „unbekannter 80er Trash mit Rockmusik“.

– Von Jonas Mekas habe ich einmal „Walden – Diaries Notes and Sketches“ im Kino gesehen und war überrascht, wie schnell hier ein Sog entstand, der drei Stunden Experimentalfilm wie im Fluge vergehen ließ. Das war wieder ein wunderbares Beispiel dafür, dass man solche tollen Erlebnisse nur im Kino haben kann, wo man dem Film „ausgeliefert“ ist und sich nicht durch tausend kleiner Dinge ablenken lassen kann. Zur Zeit ist Jonas Mekas im Filmmuseum Wien zu Gast und hat dort seinen Film „Reminiscences of a Journey to Lithuania“ gezeigt. Patrick Holzapfel von Jugend ohne Film war dabei.

– Als früher Teenie habe ich in einer Programmzeitschrift mal ein Bild von Laura Antonelli gesehen und den Titel des dazugehörigen Films „Das nackte Cello“ hatte meine Fantasie mächtig angeheizt. Auf L’Amore in città habe ich jetzt die Kritik zum Film gelesen.

– Man hat bereits allerlei Schlimmes darüber gehört und Martin Beck bestätigt es auch auf Reihe Sieben mit großem Entsetzen. Dario Argentos „Dracula 3D“ ist wohl ganz, ganz großer Mist geworden. Schnief.

– Wie bereits in der O-Fassung-Übersicht geschildert, ist „der neue Tom Cruise“, „Oblivion“ zunächst völlig an mir vorbei gegangen, und ich hatte nicht wirklich eine Ahnung davon, worum es geht und ob sich ein Kinobesuch lohnen würde. In der Blogosphäre wird der Film jetzt auf Filmherum, screen/read und cinetastic.de besprochen. Zu meiner großen Überraschung sind alle drei Reviews recht positiv. Cinetastic.de ist zwar nicht vollends überzeugt, zerreißt den Film aber nicht in der Luft. Screen/read und Filmherum sind aber ziemlich angetan. Positiv hervorgehoben werden aber bei allen die optischen Reize des Filmes, die allein wohl schon einen Kinobesuch lohnen.

– Ronny Dombrowski von cinetastic.de hat auch bereits das von vielen mit großer Ungeduld erwartete „Evil Dead“-Remake gesehen (wo?!?!). Er fand den Film zwar sehr gut, überschlägt sich jetzt aber nicht vor Begeisterung.

– Etwas spät dran ist Filmlandschaft, was seinen Bericht von der Berlinale angeht. Doch Peer Kling & Elisabeth Niggemann haben einen so ausführlichen und persönlichen Artikel über ihren Besuch auf der Berlinale geschrieben, dass man fast das Gefühl hat, selber dabei gewesen zu sein. Und darum gehört er hier auch verlinkt.

– Manfred Polak hat auf Whoknowspresents wieder einen sehr ausführlichen und vor interessantem Hintergrundinformationen und Analysen strotzenden Artikel veröffentlicht. Diesmal hat er sich LA VIE EST À NOUS (DAS LEBEN GEHÖRT UNS), Frankreich 1936, vorgenommen. Bei diesem Film führten Jacques Becker, Jacques-Bernard Brunius, Henri Cartier-Bresson, Jean-Paul Le Chanois, Maurice Lime, Marc Maurette, Jean Renoir, Pierre Unikc und André Zwoboda Regie. Die Gesamtleitung hatte Jean Renoir. Lesen! Auch die Kommentare!

Couchmonster denkt über die aktuellen Comic-Verfilmungen nach und führt deren Stärken und Schwächen auf. Seine Meinung zu den Tim-Burton-“Batmans“ teile ich zwar überhaupt nicht, den Rest kann ich größtenteils so unterschreiben.

Freude am Film beginnt mit einer Stanley-Kubrick-Werkschau und geht kurz auf dessen Frühphase von „Die Rechnung geht nicht auf“ bis „Dr. Seltsam“ ein. Das „Fear and Desire“ nicht dabei ist, kann ich ja noch verstehen. Warum „Der Tiger von New York“ fehlt, finde ich allerdings etwas merkwürdig.

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