Das Bloggen der Anderen (25-05-13)

bartonfink_type2– Und weiter geht es mit Cannes. Rüdiger Suchsland setzt auf Negativ seine Berichterstattung fort. Während ihm der neue Film von Claude Lanzman und vor allem Grand Central von Rebecca Zlotowski sehr gut gefallen haben, hasst er den neuen Winding Refn. „Only God Forgives“ spaltet die Kritiker ja zur Zeit extrem. Suchsland gehört zu denen, die ihn aus tiefstem Herzen ablehnen, was ihn in seiner Wut sogar zu der Aussage hinreißt, solche Meisterwerke wie „Valhalla Rising“ und „Drive“ müssten nun aufgrund der „Zumutung“ neu bewertet werden. Also, mich macht das jetzt ehrlich gesagt eher noch neugieriger.

– Auch Michael Sennhauser ist auf Sennhausers Filmblog von „Only God Forgives“ nicht unbedingt begeistert, kann aber auch einige positive Seite ausmachen, wenn ihm die Geschichte auch viel zu flach ist. Sein Geheimtipp ist „Borgman“ von Alex van Warmerdam. Und auch der neue Film der Coen Brothers hat ihm gut gefallen. Dafür fühlte er sich vom neuen Miike gelangweilt. Gibt’s denn sowas!

– Einen interessanten Ansatz verfolgt Paul auf La vie cinéphile. Er wirft einen Blick zurück auf Cannes vor 10 Jahren und schaut, welche Filme von damals es geschafft haben, irgendwo eine Auswertung zu bekommen. Sehr spannend.

– Alexander Gajic schreibt auf real virtuality einige kluge Worte darüber, dass es eigentlich ziemlich sinnlos ist, die Berichterstattung über ein Filmfestival zu lesen, welches man nicht selber besucht. Da hat er ja auch irgendwie recht. Allerdings überwiegt bei mir mir immer die Neugier, wie die neuen Filme meiner Lieblinge ankommen und welche Geheimtipps man sich merken sollte.  Und abseits von Cannes macht sich Alexander Gajic auch Gedanken darüber, was da auf uns zurollt, wenn demnächst jedes Jahr Star-Wars-Filme und ihre Spinoffs in die Kinos gebracht werden.

– Auf Sir Donnerbolds Bagatellen setzt Sir Donnerbold seine interessante Serie über die Geschichte der Comic-Verfilmungen fort. Diesmal mit Schwerpunkt DC und Marvel. Und noch eine Reihe startet, die ich ganz hervorragend finde: Sir Donnerbold begibt sich auf die Suche nach den Quellen der Disneyfilme. Den Auftakt bildet „Das Dschungelbuch“ und Rudyard Kiplings zugrundeliegende Kurzgeschichtensammlung. Tolle Idee.

Filmosophie besucht die Reihe Kinostalgia in Berlin. Filmklassiker (in diesem Falle „Moderne Zeiten“) werden mit einem Event verbunden. Die Gäste kleiden sich passend zum Film, es gibt spezielle Cocktails und danach noch einen Tanzabend. Eine ähnliche Idee hatte ich auch schon mal und bin weiterhin davon überzeugt, dass solche Veranstaltungen ein guter Weg sind, neues Publikum für das Kino zu begeistern und kleinen Kinos das Überleben zu sichern.

– Der Jürgen-Enz-Wiederentdeckungsirrsinn nimmt kein Ende. Jetzt hat Lukas Foerster auf Dirty Laundry Enz‘ „Waidmannsheil im Spitzenhöschen“ von 1982 besprochen. Der Wahnsinn nimmt seinen Lauf.

– Zwei „Evil Dead“-Besprechungen: Oliver Nöding auf Hard Sensations und totalschaden auf Splattertrash. Fazit bei beiden: Obwohl es jetzt nicht die große Offenbarung ist, die überall herbeigeschrieben wird, ist „Evil Dead“ doch ein toller, geradliniger Non-Nonsense-Film

– Nochmal zwei Besprechungen des gleichen Filmes. Michael Schleeh hat auf nachtsichtgerät Thomas Vinterbergs „Die Jagd“ gesehen, und Robin Schröder für Mise en cinéma. Beide sprechen eine Empfehlung aus.

– Zwei Filme – ein Blog. Das Magazin des Glücks vergleicht die beiden „Der große Gatsby“-Verfilmungen von 1974 und 2013.

– Alex Klotz ist auf hypnosemaschinen irritiert. Sein Lieblingskurzfilm ist Robert Enricos „La Riviére du hibou“. Jetzt hat er den zwei Jahre vorher entstandenen polnischen Film „Most“ (Brücke) von Janusz Majewski gesehen, der zum Teil die gleichen Einstellungen und möglicherweise sogar die gleichen Bilder verwendet.

– Aus der Seele gesprochen: Patrick Holzapfels Plädoyer für Originalfassungen auf Jugend ohne Film. http://jugendohnefilm.blogspot.de/2013/05/stimmen.html

– Japan zum Ersten: Auf Schneeland bespricht Michael Schleeh einen ruhigen, melodramatischen Film des Provokateurs Sion Sono: „Be Sure to Share“. Und dann hat er sich einen ganz besonderes Epos vorgenommen: den dreiteiligen „Barfuss durch die Hölle“ von Masaki Kobayashi.

– Japan zum Zweiten: Auf Japankino wird die Ozu-Hommage „Tokyo Family“ vorgestellt.

– Auf project-equinox bespricht der unvergleichliche „jogiwan“ Jochen Kulmer das Büchlein „Girls with Guns. Rape & Revenge Movies: Radikalfeministische Ermächtigungsfantasien?“ von Julia Reifenberger und spricht durchaus eine Empfehlung aus, auch wenn Umfang und Preis des Büchleins zu Ungunsten der Brieftasche auseinanderklaffen.

– Die Artikel auf Whoknowspresents sind ja zumeist weniger „Postings“ als vielmehr filmhistorische Abhandlungen in Essayform. So auch wieder der Artikel von david über Max Ophüls und seinen Film „La Signora di tutti“, den dieser 1934 in Italien drehte. Und natürlich geht es nicht nur um diesen Film, sondern auch und vor allem um Max Ophüls und seine Jahre im Exil nach 1933.

– Und zum Abschluss noch ein Giallo: The Nolte ist auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte so gar nicht von dem frühen Klassiker des Genres „Il dolce corpo di Deborah“ (dt. „Married to kill“) begeistert. Trotz Carroll Baker, Luigi Pistilli und George Hilton.

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DVD-Rezension: “Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill”

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Die junge Lehrerin Lilly Quark (Samantha Scott/“Donna Duzzit“) ist auf dem Weg nach Porno Hill. In der Kutsche trifft sie Django (Steve Stunning/“Jason Eversteiff“), dem sie von einer Karte zu einer geheimen Goldmine erzählt, den sie von ihrem Vater geerbt hat. Django beschließt dem armen Mädchen zu helfen, denn in Porno Hill angekommen, erfährt die lokale Bordellbetreiberin (Marsha Jordan) von der Karte. Daraufhin versucht sie, mit Hilfe des bösen Hacker (Steve Vincent) und seinen beiden Helfern Güldenstein und Rosenkohl in ihren Besitz zu kommen.

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Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill“ ist eine eher ungewöhnliche Wahl für eine Veröffentlichung in der neuen Reihe Cinema Treasures von Ascot-Elite. Wie „Crawlspace“ und „Das Kommando“ handelt es eine Produktion, bei der einst Ascot-Elite-Gründer und Sexfilm-Gott Erwin C. Dietrich (ECD) seine Finger im Spiel hatte. Nachdem er bereits mit „Robin Hood und seine lüsternen Mädchen“ einen billigen US-Sexfilm aus der Schnellschuss-Fabrik von David F. Friedman – der zusammen mit Herschell Gordon Lewis die ersten Gore-Filme wie „Blood Feast“ und „Two Thousand Maniacs!“ produzierte und hauptsächlich mit „nudie cuties“ (oftmals in FKK-Feriencamps spielend) und sogenannten „roughies“ (Sex und Gewalt) sein Geld verdiente – mittels deutscher Synchro und hinzugefügten Szenen in eine waschechte ECD-Produktion verwandelt hatte, verfuhr er bei „Brand of Shame“ ebenso und taufte diesen in „Django Nudo und die lüsternen Mädchen von Porno Hill“ um. Zudem wurde in Berlin eine Synchronisation angefertigt, die zu Recht einen legendären Status genießt.

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Was da auf der Tonspur zusammengelabbert wird, geht auf keine Kuhhaut. Während die ebenfalls berühmten Spaßsynchros aus der Feder Rainer Brandts noch einen Kalauer über den nächsten stapelten, wird hier hemmungslos drauflos gequatscht, was das Zeug hält. Das muss dann auch nicht alles einen Sinn ergeben oder vor Sprachwitz sprühen. Die Masse macht’s. Man wird das Gefühl nicht los, dass alle Sprecher unter dem Einfluss bewusstseinserweiternder Drogen standen und sich von Labberflash zu Labberflash kifften. Überraschend ist dabei vor allem, dass es sich um renommierte und bekannte Sprecher wie Andreas Mankopff, Joachim Kemmer, Edith Hancke oder Gerd Duwner handelt. Dementsprechend wirbt der Film dann auch schon gleich auf dem Cover mit „Der Kultwestern mit der irrwitzigsten deutschen Film-Synchronisation seit Erfindung des Mikrofons!“.

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Dem ursprünglichen Film wurden noch einige Szenen mit einem Pärchen namens „Bumsi und Bumso“ hinzugefügt, die sich weder qualitativ (sie sind um einiges besser gefilmt als „Brand of Shame“), noch von der Umgebung (schönste Schweizer Bergwiesen) irgendwie einpassen. Aber egal, Dilettantismus ist bei „Django Nudo“ Programm und wird groß zelebriert. So spricht der Held der Geschichte auch gerne mal aus dem Off über die Dialoge, „Obszönitäten“ werden pro aktiv ausgepiepst (ein Gag, der beim ersten Mal noch lustig ist, später aber die Nerven auch mal strapaziert) und wenn es zu sehr zur Sache geht, wird das Bild kurzerhand rot gefärbt. Natürlich ist das alles gefakt. Explizit dürfte der Film auch im Original nicht gewesen sein, denn wie es sich für einen US-roughie gehört, gibt es zwar viele große Brüste zu sehen, aber keine „full frontal nudity“. Das besorgen dann erst die von Dietrich hinzugefügten Bumsi/Bumso-Szenen.

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Der zugrundeliegende „Brand of Shame“ dürfte einer der schlechtfotografiertesten Filme aller Zeiten sein. Dass sich der Kameramann das Pseudonym „I.M. Blind“ gab, hat schon so seinen Grund. Besonders gruselig ist der erste Überfall, bei dem die Kamera die angreifenden Reiter regelmäßig aus dem Bild verliert und dafür die Stiefel der Kutscher filmt. Viel besser wird es aber auch später nicht. Bei den Sexszenen wird ständig irgendein Körperteil in extremer Großaufnahme gezeigt, was nicht unbedingt erotisch, dafür aber fast schon avantgardistisch wirkt. Körper als Landschaften, Nasen als Monumente und Münder als Canyons. Dazu passt auch das Gequietsche und Gestöhne, die unpassenden Seemannslieder und wiehernden Gäuler, die die Tonspur zukleistern. Man wähnt sich schon fast bei David Lynch.

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Die Schauspieler geben sich auch keine Mühe ihr mangelndes Talent zu kaschieren. Die beste Figur gibt da noch Steve Vincent (Pseudonym „Bart Black“) als „Hacker“ ab. Der Held „Django“ wirkt dagegen wie ein Buchhalter auf einer Kostümparty, aber immer noch authentischer als die debilen Helfershelfer „Güldenstein und Rosenkohl“. Demgegenüber wissen die „lüsternen Mädchen“, zumindest optisch, sehr zu gefallen. Mit Marsha Jordan ist sogar ein bekanntes Gesicht (aus ähnlich gelagerten Filmen) mit dabei.

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„Django Nudo“ ist ein hervorragender Partyfilm für aufgeschlossene Filmfans, die sich in heiterer Runde bei reichlich Alkohol und Knabberzeug zusammengefunden haben. Bei einsamer Sichtung ist „Django Nudo“ schon eher hartes Brot.

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Das Bild der DVD ist der dilettantischen Schmierigkeit des Originalfilms entsprechend. Das dürfte aber schon bei den damaligen Kinoaufführungen der Fall gewesen sein, denn die von ECD eingefügten Szenen besitzen eine sehr viel bessere Qualität. Wahrscheinlich stand ECD damals auch nur eine minderwertige Kopie zur Verfügung, die er dann mit eigenem Material aufpeppte. Aber das passt auch alles hervorragend zum Gesamterlebnis „Django Nudo“. Der Ton ist Ordnung, aber etwas dünn. Als Extra gibt es einen Audiokommentar mit dem zuverlässigen Christian Keßler (wer würde hier besser geeignet sein) und erstmals Heinz Klett vom „Geheimnisvollen Filmclub Buio Omega“ in Gelsenkirchen. Dort war der Film vom Publikum einst für die Jubiläumsvorstellung gewünscht worden.

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Crowdfunding-Projekt: „German Angst“ von Buttgereit/Marschall/Kosakowski

poster2.inddDas hört sich doch sehr vielversprechend an. Die Berliner Undergroundfilm-Legende, Theater- und Hörspielmacher, sowie Monsterexperte, Jörg Buttgereit dreht vielleicht wieder einen Film. 19 Jahre nach „Schramm“ könnte er Teil einer Horrorfilm-Anthologie namens „German Angst“ werden. Könnte, denn da solch ein Projekt keine Filmförderung erhalten würde, soll es rein durch private Investoren und Crowdfunding finanziert werden. Gerade wurde bei Startnext die dazugehörige Kampagne gestartet.

Die beiden anderen Regisseure sind allerdings auch sehr bemerkenswert. Da ist einmal Andreas Marschall, der mit „Tears of Kali“ erstmals in der Horrorfan-Szene auf sich aufmerksam machte und letztes Jahr mit „Masks“ eine recht erfolgreiche Giallo-Hommage abgeliefert hat, die auch international ihre Fans gefunden hat (meine Review des Filmes hier). Andreas Marschall hatte dann auch die Idee, „German Angst“ auf die Beine zu stellen und sprach Jörg Buttgereit auf das Projekt an. Produziert wird der Film von Michal Kosakowski, dessen international ebenfalls recht erfolgreiches Langfilmdebüt „Zero Killed“ letztes Jahr auf dem Internationalen Filmfestival in Oldenburg lief. Dort habe ich ihn leider verpasst, da er zu einer ungünstigen Zeit an einem ungünstigen Ort lief. Tja, da habe ich wohl Pech gehabt.

Buttgereit und Marschall kennen sich schon seit Jahren. Marschall, der vor allem für seine Plattencover, u.a. für Blind Guardian, bekannt wurde, hatte einst das Plakat zu Buttgereits Erstling „Nekromantik“ gezeichnet. Kosakowski ist ebenfalls mit Marschall befreundet. Wunsch der Drei ist es, den deutschen Horrorfilm wiederzubeleben, dessen goldene Zeit ihrer Meinung nach, mit dem Ende der Weimarer Republik ein permanentes Ende fand. Dementsprechend betonen die Drei, dass ihr Film von den Klassikern der 20er Jahre inspiriert sei.

[youtube width=“630″ height=“344″]http://www.youtube.com/watch?v=bkvho10uzTI[/youtube]

Die erste Episode soll Jörg Buttereit übernehmen. Sie wird sich „Final Girl“ nennen und handelt von einer schönen jungen Frau, die in einem Berliner Apartment erwacht. Im Schlafzimmer nebenan ist ein nackter Mann an das Bett gefesselt. Die junge Frau möchte kein Opfer mehr sein. Die zweite Episode „Alraune“ soll von Andreas Marschall inszeniert werden und heißt „Alraune“. Darin taucht ein junger Mann tief in eine geheime Fetisch-Gesellschaft ein, die ihm den besten Sex, den er jemals hatte, verspricht. Durch die Magie der Alraune-Pflanze wird dieses Versprechen sogar wahr, doch mit fürchterlichen Nebeneffekten. Der Mann wird mit den monströsen und tödlichen Manifestationen seiner sexuellen Obsessionen konfrontiert. Die letzte Story „Make a Wish“ übernimmt Michal Kosakowski. Hier geht es um ein junges taub-stummes Pärchen, dass von einer Gruppe Hooligans angegriffen wird. Doch durch einen geheimnisvollen Talisman können sie die Geschichte ändern und Opfer verwandeln sich in Täter und Täter in Opfer. Dies allerdings zu einem teuren Preis.

GermanAngst_TheThreeDirectorsDa es sich bei den drei Regisseuren um gestandene und international renommierte Filmemacher handelt, die bereits bewiesen haben, was sie können, sollte das Geld für „German Angst“ gut angelegt sein. Also öffnet Eure Brieftaschen und helft mit, dieses spannende Projekt auf die Schiene zu bringen. http://www.startnext.de/german-angst/

Die Internet-Seite zum Projekt: http://www.german-angst.com/

Auf Facebook: https://www.facebook.com/germanangstmovie

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Cinespace: Öffentliche Team-Premiere des Bremer Filmes „Die Nächte des Verführers“

Potzblitz, das gibt es doch gar nicht! Da wird direkt vor meiner Haustür ein Spielfilm gedreht und ich bekomme davon gar nichts mit. Wie heute in der Stadtteilbeilage des „Weser Kuriers“ zu lesen war, hat Reiner Matzker, seit 2002 Professor im Bereich Kulturwissenschaften der Universität Bremen, sein Filmprojekt „Die Nächte des Verführers“ abgeschlossen, welches er im Bremer Westen drehte.

Allein das Drehbuch nahm drei Jahre Zeit in Anspruch, insgesamt hat er fast sechs Jahre an dem Film gearbeitet. Ende 2010 war ein erster „Teaser“ für die potentielle Sponsoren fertig. Doch dann musssten die wichtigsten Rollen komplett umbesetzt werden, da die Hauptdarstellerin schwanger wurde und eine weitere aufgrund eines anderen Engagements nicht mehr zur Verfügung stand. Also mit neuem Team frisch ans Werk. Eine Hauptrolle übernahm die Gröpelinger Laienschauspielerin Patricia Nickel, gedreht wurde in Gröpelingen, dem Walle Center und dem portugisischen Bistro „Jomani“ in der Vegesacker Straße. Echte Waller (und in Walle wohnen sie ja alle) und Gröpelinger dürften sich also ganz Zuhause fühlen.

Der 85-minütige Film ist für das Fernsehen gedacht, und gerüchteweise ist er auch für Dänemark im Gespräch.

Und darum geht es in der, lose auf einem frühen Werk des dänischen Philosophen Søren Kierkegaard beruhenden, Geschichte:

Der Mann ist ein Fremdling in seiner Stadt. Er lebt in einem möblierten Zimmer, zieht einsam durch die Straßen, in den Tagen, in den Nächten. Als eines Tages seinem Blick die leuchtenden, freundlichen Augen einer Frau an der Kasse eines Supermarkts begegnen, verändert sich sein Alltag. Der Supermarkt scheint ihn fortan magnetisch anzuziehen. Er ist dort häufiger zu sehen, häufiger auch an der Kasse. Auf dem Namenschild der Mitarbeiterin steht Cordelia Keller. Eines Tages überwindet er sich und lädt sie in ein Restaurant ein. Cordelia lehnt nicht ab. Doch zum verabredeten Zeitpunkt erscheint sie nicht. Enttäuscht sucht der Mann ein nahegelegenes Lokal auf. Hinter dem Tresen arbeitet Katie, die sich mit gebrochenem Charme auf die zotigen Bemerkungen ihrer Gäste einlässt. Es entsteht ein Gespräch mit dem Mann. Sie fühlt sich gleichermaßen angezogen und abgestoßen von seinem verschrobenen, unzeitgemäßen Charakter. Er berichtet ihr von seiner Begegnung mit Cordelia, spricht über seine Verführungsabsichten. Er begreift nicht, dass Katie, die sich nach und nach zu seiner Komplizin macht, mehr als Sympathie für ihn empfindet. Und er erkennt nicht, dass seine Gefühle für Cordelia auf Projektionen beruhen. Dass sich Cordelia schließlich doch auf seine Verführungen einlässt, resultiert aus ihrer existentiellen Situation. Es entwickelt sich zwischen ihr und dem wesentlich älteren Mann ein seltsames Arrangement. Sie planen eine heimliche Verlobungsfeier mit wenigen Gästen. Zu vorgerückter Stunde kommt es zum Eklat.

Quelle: Uni Bremen Presseinfo

Am morgigen Freitag, den 24. Mai 2013 findet um 20 Uhr im Cinespace die öffentliche Teampremiere statt. Neben dem Regisseur sind die Hauptdarsteller Christian Kaiser, Pegah Kazemi, sowie Patricia Nickel anwesend. Es ist ein kleiner Eintrittsbeitrag vorgesehen.

Den ganzen Weser-Kurier-Artikel von Anne Gerling, mit zahlreichen Hintergrundinformationen, kann man hier lesen: „Bremer Westen dient als Filmkulisse„.

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Originalfassungen in Bremen: 23.05.13 – 29.05.13

Wer letzte Woche auf die Übersicht der O-Fassungen gewartet hat, den musste ich leider enttäuschen. Zuviel um die Ohren und irgendwann hatte es sich dann auch nicht mehr wirklich gelohnt. Dafür geht es diese Woche wieder in die Vollen. Das Programm ist recht abwechslungsreich und es dürfte für jeden was dabei sein. Ich selber muss immer noch „Star Trek“ gucken, und das „Evil Dead“-Remake steht auch ganz oben auf meiner Liste. Mal gucken, ob ich es endlich schaffe. Ansonsten sei hier noch einmal eindrücklich auf die „Weird Xperience“-Veranstaltung am Sonntag im City 46 hingewiesen, für die Stefan und ich wieder ein „merkwürdiges“ Filmchen ausgegraben haben: Den berüchtigten „The Human Centipede“.

Evil Dead – Cinemaxx, Di., 28.5. um 20:00 – „Tanz der Teufel“ war Sam Raimis Regiedebüt von 1981. Kurz nach der ersten VHS-Veröffentlichung wurde es gleich wieder als jugendgefährdend eingezogen und ist seitdem ein Paradebeispiel für deutsche Zensurgeschichte. Trotzdem wurde das Tape der ultra-raren ersten Uncut-Fassung solange auf dem Schulhof getauscht, bis der Film darauf nur noch in schwarz-weiß mit gelegentlichen Farbflimmern zu sehen war. Zumindest war dies bei der Version, die mir als Teenie in die Finger kam, der Fall. Heutzutage kann man das Remake – welches um einiges blutiger sein soll als die hübschen Knetgummieffekte des Originals – auf der großen Leinwand bewundern, während der Film von ’81 in seiner ungekürzten Fassung noch immer beschlagnahmt ist. Verrückte Welt. (Zur ganzen Geschichte um die Beschlagnahmung: http://www.schnittberichte.com/artikel.php?ID=54).

[youtube width=“630″ height=“299″]http://www.youtube.com/watch?v=4lMf7hCwPEU[/youtube]

Fast & Furious 6 – Cinemaxx, Do. und Fr. um 19:40 und 20:00, Sa. um 20:00 und Mo.+Di. um 19:40 – Jetzt düsen sie schon zum sechsten Mal durch die Straßen. Seit Teil 4 auch wieder mit der Originalbesetzung Paul Walker und Vin Diesel. Regisseur Justin Lin betreut die Serie seit Teil 3 und mit Dwayne Johnson (zweites Mal) und Michelle Rodriguez (drittes Mal) sind weitere bekannte Gesichter dabei. Man kann schon fast von einem Klassentreffen reden. Teil 7 ist übrigens schon in der Produktion.

Hangover 3 – Cinemaxx, Mi., 29.5. um 19:30 – Und ein drittes Mal ist das „Wolfpack“ unterwegs und wieder geht alles drunter und drüber. Immerhin scheint der dritte Teil nicht noch einmal die Story des ersten durchzukauen. Mal abwarten.

Star Trek Into Darkness 3D, Cinemaxx, Fr. und Di. um 20:00 -Früher war ich ein großer Trekkie. Ich hatte alle Filme und Serien, viele Bücher und generell kannte ich das Star-Trek-Universum aus dem Eff-eff. Dann irgendwann in der Mitte der “Voyager“-Serie erstarb mein Interesse plötzlich. Die Serie “Enterprise” habe ich dann schon gar nicht mehr geguckt. Als vor vier Jahren J.J.Abrams das große “Reboot” inszenierte, kam etwas von dem damaligen Kribbeln wieder zurück. Darum bin ich sehr gespannt auf “Into Darkness”. Vor allem, weil Benedict “Sherlock” Cumberbatch den Bösewicht gibt.

Der große Gatsby – in 3D im Cinemaxx am Do. und So. um 20:00 und in „flach“ in der Schauburg, So., 26.5. um 20:30 – Baz Lurman schlägt wieder zu. In seinem typisch opulenten Stil nimmt er sich diesmal einen der großen Klassiker der amerikanischen Literatur vor: „The Great Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald. Starbesetzt mit Leonardo diCaprio, Tobey Maguire und einer Schauspielerin, die mir seit „Shame“ und „Drive“ sehr ans Herz gewachsen ist: Die großartige Carey Mulligan.

[youtube width=“630″ height=“299″]http://www.youtube.com/watch?v=sN183rJltNM[/youtube]

Der Dieb der Worte – Gondel, So., 26.5. um 19:00 – Debüt des Regie-Duos Brian Klugman und Lee Sternthal. Ein erfolgloser Schriftsteller findet ein altes Manuskript eines erfolgreichen Kollegen. Er gibt es als sein eigenes aus und landet damit einen Bestseller. Klingt irgendwie nach „Lila, Lila“ von Martin Suter, der vor einiger Zeit mit Daniel Brühl verfilmt wurde. Hier spielen Bradley Cooper, Jeremy Irons und Dennis Quaid die Hauptrollen.

The Human Centipede – City 46, Do. 23.5. um 20:30 und mit Einführung am So., 16.5. um 18:00 – WEIRD XPERIENCE im City 46. Diesmal haben Stefan und ich einen besonderen „Leckerbissen“ im Programm: „The Human Centipede“ in der ungeschnittenen Fassung. Worum geht’s? Ein irrer Wissenschaftler baut aus seinen Opfern einen menschlichen Tausendfüßer. Klingt verrückt. Ist es auch… denn die einzelnen „Elemente“ werden recht.. äh… ungewöhnlich zusammengenäht. Ach, genug der Worte: Guckt euch den Trailer an. Am Sonntag wieder mit der bewährten Einführung in den Film von Stefan und mir.

[youtube width=“630″ height=“344″]http://www.youtube.com/watch?v=IX8fKLjC__c[/youtube]

Französische Sneak Preview – Atlantis und Gondel, beide Mi., 29.05. um 21:00

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 27.05. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 27.05. um 21:45

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DVD-Rezension: “Blut an den Lippen”

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Das frisch vermählte Paar Stefan (John Karlen) und Valerie (Danielle Ouimet) fährt nach Ostende, um von dort aus mit der Fähre nach England überzusetzen. Als sie die Fähre verpassen, verbringen sie die Nacht in einem menschenleeren Hotel. Dort treffen auch bald die rätselhafte Gräfin Elisabeth Bathory (Delphine Seyrig) und ihre Begleiterin Ilona (Andrea Rau) ein. Die beiden entwickeln ein großes Interesse an dem jungen Ehepaar. Stefan und Valerie beschliessen, noch ein paar Tage länger in Ostende zu bleiben und das naheliegende Brügge zu besuchen. Dort erfahren sie von einer Reihe mysteriöser Morde an jungen Frauen, die die Stadt in Atem hält. Waren nicht auch gerade die Gräfin und ihre Begleiterin in Brügge?

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Es fällt irgendwie sehr viel schwerer, einen Film wie „Blut an den Lippen“  zu besprechen, der mir schon seit langer Zeit sehr am Herzen liegt, als einfach nur die frischen – positiven oder negativen – Eindrücke nach einer Erstsichtung niederzuschreiben. Darum verabschiede ich mich hier mal von meinen sonstigen Review-Mustern und schreibe diesmal Weiterlesen

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Das Bloggen der Anderen (17-05-13)

bartonfink_type2– Cannes as Cannes can. Die Filmfestspiele an der Côte d’Azur öffnen wieder ihre Tore, und unzählige Blogger und Filmjournalisten strömen in die Kinosäle. Und ich muss wie jedes Jahr im kalten Bremen sitzen. Na ja, immerhin kann ich mir die Berichte der Auserwählten durchlesen, und mir vorstellen, ich wäre dabei gewesen. Besonders gut eignet sich dafür der Cannes Blog von Rüdiger Suchsland auf Negativ. Folge 1 und Folge 2.

– Auch der Schweizer Michael Sennhauser ist in Cannes und berichtet in seinem Blog Sennhausers Filmblog mit einer ganzen Serie von Artikeln. Über den Eröffnungsfilm von Baz Luhrman, den neuen Ozon, ein hartes mexikanisches Drama und den neuen Film von Sofia Copplola, auf welchen ich mich sehr freue. Und er macht neugierig auf den chinesischen „A Touch of Sin“.

– In meiner „Crawlspace“-Review hatte ich ihn gerade erwähnt: „Puppetmaster“ von David Schmoeller (Regie) und Charles Band (Produktion). Darum passt die Besprechung von Mathias auf Deep Red hier gerade hervorragend rein.

– Respekt zum Ersten: Krypton McKracken, der Kopf hinter Videoraiders.net hat im Alleingang ein Print-Magazin aus dem Boden gestampft, welches nun fertig ist und jetzt auch bald zu beziehen sein soll.

– Respekt zum Zweiten: Buttgereit dreht wieder. Zusammen mit Andreas „Masks“ Marschall und Michal Kosakowski, dessen „Zero Killed“ ich auf dem Filmfestival in Oldenburg sehen wollte, der dann aber der schlechten Programmierung und dem ungünstigen Abspielort zm Opfer gefallen ist. Das Projekt soll ein Epsisodenfilm werden und „German Angst“ heißen. Finanzier wird er teilweise über Crowdfounding. Thomas Groh hat auf seinem filmtagebuch ein Statement der Drei verlinkt.

– Auf Splattertrash schreibt totalschaden über Francos „Frauen für Zellblock 9“. Darüber hatten wir uns schon im Deliria-Italiano-Forum ausgetauscht. Ich finde den Film ja ganz außerordentlich und schrieb: „Den „Frauen für Zellblock 9“ finde ich super. Ich habe selten ein so misanthropisches und zutiefst hoffnungsloses Werk gesehen. Danach scheint die Sonne erst mal für lange Zeit nicht mehr…“. totalschadens Meinung kann man dann hier lesen. Desweiteren: Der King-Kong-Rip-Off „Der Koloss von Konga“ aus Hongkong. Dazu ein persönlicher Aufruf. Als ich neulich nach „Invasion aus dem Innern der Erde“ recherchierte, stiess ich auf eine Box, die neben diesem Film auch „Konga“ und Juan Piquer Simóns „Supersonic Man“ enthielt. Leider gibt es die nicht mehr zu zivilen Preisen. Wenn sie also jemand günstig los werden möchte: Bitte kurze Mitteilung an mich.

– Ein schlechter Lauf bei Hard Sensations? Andreas Poletz hat den ersten argentinischen Horrorfilm (von 1934) gesehen und war trotz des hohen Trashfaktors nicht unbedingt begeistert. Und Silvia Szymanski erklärt, warum ihr der Gay-Porn „Falconhead 2“ nicht gefallen hat.

– Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry zwei Einführungen zu Filmen veröffentlicht, die in der Reihe „American Eighties“ im österreichischen Filmmuseum lief: „Thief“ von Michael Mann und einer meiner Lieblingsfilme: „Blow Out“ von Brian de Palma.

– Okay, das mag trocken und staubig klingen und mich als richtigen Langweiler outen. Aber der Beruf des Filmarchivars wäre doch etwas, was mich sehr reizen könnte. Und die Suche nach verschollenen Schätzen ein echter Traumjob. Dennis schreibt auf Filmosophie über das Thema.

– Mit italienischen Komödien habe ich so meine Probleme. Das gilt auch und insbesondere für die „Superbullen“-Filme von Bruno Corbucci mit Tomas Milian als Nico Giraldi. Die Besprechung von „Der Superbulle jagt den Ripper“ auf L’Amore in città könnte mich aber zumindest neugierig machen.

– Neugierig macht auch die Besprechung des mir unbekannten französischen Rape&Revenge-Thrillers „Ein wildes Wochenende“ von Serge Leroy mit Mimsy Farmer auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte.

– Eine weitere Bildungslücke: Wenzel Storch. Seine Filme noch nicht gesehen, seine Werke noch nicht gelesen. Muss ich mal ändern. Die Besprechung seines neuen Buches „Das ist die Liebe der Prälaten“ auf Screenshot erhöht den Leidensdruck.

– Der lief auch sehr lange hier in Bremen. Sogar im O-Ton. „No“ von Pablo Larraín. Patrick Holzapfel bespricht ihn auf Jugend ohne Film.

 

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DVD-Rezension: “Das Kommando”

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Nachdem SAS-Captain Peter Skellen (Lewis Collins) bei einer Übung zwei ausländische Beobachter foltern ließ, wird er unehrenhaft aus seinem Regiment entlassen. Doch dieses Täuschungsmanöver dient lediglich dazu, ihn bei einer Gruppe Friedensaktivisten einzuschleusen, die im Verdacht stehen, von Terroristen unterwandert worden zu sein. Und tatsächlich stellt sich dieser Verdacht mal als richtig heraus. Obwohl es Skellen gelingt, das Vertrauen der Anführerin Frankie Leith (Judy Davis) zu gewinnen, finden ihre Mitstreiter schnell heraus, dass mit Skellen etwas nicht stimmt. Als die Bande plant, die amerikanische Botschaft in London zu besetzten, spitzt sich die Situation zu…

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Wenn man die neue Scheibe von „Das Kommando“ in den Player legt, dann starten automatisch Trailer zu den drei Söldner-Filmen, die Lewis Collins Mitte der 80er in Italien unter der Regie von Antonio Margheriti gedreht hat. Bunte Krawum-Action mit einem hohen Spaßfaktor. Wer nun erwartet, dass „Das Kommando“ in eine ähnliche Kerbe haut, wird zwangsläufig enttäuscht werden. Die Action steht hier bei weitem nicht im Vordergrund und wird nur spärlich – dann aber intensiv – eingesetzt. „Das Kommando“ ist ein dialoglastiger Thriller, der mit 120 Minuten leider auch deutlich zu lang geraten ist. Insbesondere die schier unendlich dauernden Musik – und Performancenummern könnten gut mehr, als nur ein wenig, Kürzung vertragen.

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Leider muss man auch sagen, dass es Lewis Collins nicht gelingt, diese Art von Film allein zu tragen. Dazu ist er dann darstellerisch doch zu limitiert und wird von seiner Kontrahentin Judy Davis locker an die Wand gespielt. Collins ist ein cooler Typ, der für Hau-Drauf-Action wie bei Margheriti bestens geeignet ist und in der Serie „Die Profis“ mit den passenden Partnern eine gute Figur abgibt. Hier steht er aber die meiste Zeit nur in der Gegend herum und entwickelt nicht das nötige Charisma, welches er bräuchte, um seiner Figur wirklich Persönlichkeit zu verleihen. Judy Davis – später Stammschauspielerin bei Woody Allen- hingegen glänzt als fanatische Terroristin, der die Konsequenzen ihres Handelns gar nicht bewusst sind, und die sich blind vor Idealismus zum Werkzeug von Mächten macht, von denen sie gar keine Ahnung hat. Hier empfiehlt sich unbedingt die Originalfassung, in der die Davis mit ihrer wohltönenden, dunklen Stimme spricht. In der deutschen Fassung ist ihre Synchronstimme ein Tick zu schrill und hysterisch, was die Ambivalenz ihres Charakters zunichte macht. Denn während sie in der englischen Fassung einen durchaus selbstsicheren und kontrollierten Eindruck macht, wirkt sie in der deutschen lediglich hysterisch-fanatisch. Neben Judy Davis trumpft insbesondere Kultstar Ingrid „Comtesse des Grauens“ Pitt als eiskalte Killerin Helga auf. Leider sieht man von ihr insgesamt aber recht wenig. Als amerikanischer Außenminister darf Richard Widmark einige Sätze knurren und sich ein Rededuell mit Judy Davis liefern. Alle anderen kommen und gehen, ohne einen größeren Eindruck zu hinterlassen.

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Darüber hinaus wirkt der Film an vielen Stellen auch arg zusammengeschustert. Es gibt einige Szenen, die schlichtweg langatmig und für die Handlung nicht unbedingt relevant erscheinen. Andere sind zwar interessant, enden aber abrupt oder wirken, wie nachträglich eingefügt. Dies mag an der Art und Weise liegen, wie das Drehbuch entstand. Ein erster Entwurf stammte vom Co-Schöpfer der legendären Serie „Nummer 6„, George Markstein. Dieses wurde vom britischen Autoren James Follett in einen Roman umgesetzt, welcher noch während seiner Entstehung, von Reginald Rose, dessen berühmtestes Werk „Die zwölf Geschworenen“ ist, in ein Drehbuch umgeschrieben wurde. Sicherlich nicht die optimalen Voraussetzungen für einen dichten und stringenten Film.

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Von der politischen Seite her, kann man dem Film sicherlich eine erzkonservative Einstellung unterstellen. Dass gerade die Friedensbewegung als Hort von Terroristen und Fanatikern vorgestellt wird, und die anfänglich gezeigten Bilder einer Demonstration dieses Bild einer verblendeten, fremdgesteuerten Masse noch unterstreicht, mag sauer aufstoßen. Andererseits hat aber auch die Gegenseite bis auf gute Ratschläge und hohle Phrasen keine Antworten auf die – durchaus berechtigten – Fragen der Friedensaktivisten. Deren Idee, den Weltfrieden mit einer Atomexplosion herzustellen, darf allerdings als ziemlicher Unfug bezeichnet werden. Interessanter ist dann aber die Rolle der mächtigen Männer hinter den offensichtlichen Vorgängen. Hier findet der Film am Ende tatsächlich noch den Mut zu einer kritischen Aussage darüber, wie die Reichen und Mächtigen ihre Mitmenschen zu reinen Marionetten ihrer ureigensten Machtinteressen degradieren. Vor diesem Hintergrund erscheinen dann auch Männer wie Skellen nicht unbedingt heldenhaft, sondern wie stumpfsinnige Werkzeuge. Dieser Anflug von Paranoia-Kino macht den Film dann doch etwas doppelbödiger, als es zunächst den Anschein hat.

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Was die Action angeht, hält sich der Film, wie eingangs erwähnt, eher zurück. Wenn es aber dann mal zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt, so setzt Regisseur Ian Sharp diese kompromisslos und hart in Szene. So wird z.B. an einer Stelle, wo es bei einer öffentlichen Kundgebung in einer Kirche zu Tumulten kommt, mal eben beiläufig gezeigt, wie einem der Teilnehmer der Kopf eingeschlagen wird. Alle Trümpfe werden dann im kurzen und knackigen Finale ausgespielt, das nicht nur gut choreographiert ist, sondern einen realistischen Einblick in die Arbeitsweise des SAS gibt. Da hat sich dann das lange Warten doch noch gelohnt.

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„Das Kommando“ ist leider mit 120 Minuten viel zu lang geraten. Viele Szenen wirken wie Füllmaterial oder sind einfach zu geschwätzig. Zudem leidet der Film darunter, dass er stellenweise zusammengestückelt wirkt. Ein hier leider eher schwacher Hauptdarsteller wird von der souverän aufspielenden Judy Davis und einer leider viel zu kurz eingesetzten Ingrid Pitt wieder aufgewogen. Die Action ist zwar nur rar gesät, in ihrer Umsetzung aber hart und knackig. Dies gilt insbesondere für das kurze, aber intensive Finale.

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Der Film ist neu in der Reihe „Cinema Treasures“ erschienen. Zuvor war bereits eine DVD von 2005 erhältlich, die allerdings ein falsches Bildformat aufwies und keinerlei Extras. Auf der neuen Scheibe findet man nun einen Audiokommentar mit Regisseur Ian Sharp & Produzent Euan Lloyd und eine Trailershow. Das Bild ist laut Angaben von Ascot „remastered“ und sieht altersbedingt recht gut aus. Mehr kann man aus dem vorhandenen Material wahrscheinlich auch nicht herausholen.

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DVD-Rezension: “Crawlspace – Killerhaus”

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Karl Gunther (Klaus Kinski) ist der Sohn eines verrückten Nazi-Arztes und hat selber eine Vorliebe für medizinische Experimente und ausgefallene Tötungs- und Foltermethoden entwickelt. Außerdem ist er ein Voyeur, der die ausschließlich weiblichen Mieterinnen seines Apartmenthauses durch die Öffnungen im Lüftungsschacht beobachtet. Gerade ist ein neues potentielles Opfer eingezogen…

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1986 fanden sich Produzent Charles Band und Regisseur David Schmoeller zusammen, um eine fruchtbare Zusammenarbeit zu beginnen, die einige Filme halten sollte und dessen bekanntestes Werk wohl der erste „Puppetmaster“ sein dürfte. Für ihre erste Kollaboration holten sie sich gleich einen ganz großen Namen mit an Bord: Klaus Kinski. Etwas, was David Schmoeller bald bereuen sollte, wie die höchst informativen Extras verraten. Schmoeller war gleich mit seinem Debüt-Film „Tourist Trap“ zu Ehren gekommen, als Stephen King diesen in seinem unterhaltsamen Buch „Danse Macabre“ als Geheimtipp und einen seiner Lieblingsfilme erwähnte. In letzter Zeit ist es ruhig um ihn geworden. Bis auf einige Direct-to-video Geschichten und Kurzfilme hat er in den letzten Jahren nichts mehr gemacht. Jetzt arbeitet er aber gerade wieder an einem neuen Film mit dem Titel „Little Monsters“.

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Crawlspace“ ist ein ein Paradebeispiel für einen B-Film aus der Mitte der 80er Jahre. Nicht nur durch die Frisuren und Kostüme ist der Film ganz in diesem Jahrzehnt verhaftet. Auch der klinisch-kalte Stil ist typisch für diese Zeit. Es wird zwar viel mit Farbe und Beleuchtung gearbeitet, aber alles wirkt künstlich, kalt und irgendwie leer. Kameramann Sergio Salvati war einer der wichtigsten Mitarbeiter Lucio Fulcis und hat bei dessen wichtigsten Filmen immer hinter der Kamera gestanden. 1982 hatten die beiden das letzte Mal zusammen gearbeitet. Danach sollte Fulci kein weiteres Meisterwerk mehr gelingen. Und Salvati, der 1986 in die USA ging und sich dort dann einige Jahre bei Produktionen aus den Charles-Band-Fabriken Empire und Full Moon verdingte, konnte ebenfalls nie wieder die Bedeutung erlangen, wie er sie noch zu Zeiten eines „Woodoo-Schreckensinsel der Zombies“ oder „Geisterstadt der Zombies“ hatte. Obwohl er auch in seinem US-Debüt „Crawlspace“ sein ganzes Können auffährt und das Genie vergangener Tage durchscheint, wirkt doch alles ein Stück zu routiniert und unpersönlich.

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Hauptattraktion von „Crawlspace“ ist natürlich Klaus Kinski, der in fast jeder Szene zu sehen ist. Doch er macht hier einen seltsam unbeteiligten und kraftlosen Eindruck. So entfaltet sich auch nicht jenes gewaltige Charisma, das selbst seine schlechtesten Filme sehenswert macht. Was verwundert, da er sich in Regel ja selbst in den billigsten Fidani-Western voll reinhängte. Die Szenen aus dem spannenden Making-Of zeigen zwar, dass Kinski auch hier sehr auf seine eigene Inszenierung bedacht war, davon merkt man im fertigen Film wenig. Durch das gestochen scharfe Bild der DVD erkennt man allerdings, wie krank Kinski zur Zeit von „Crawlspace“ aussah. Aber trotz dieser offensichtlichen Müdigkeit, spielt Kinski immer noch jeden seiner Kollegen mühelos an die Wand, da selbst ein Kinski auf halber Kraft immer noch ein Ereignis ist. Seine Mitspieler machen es ihm aber auch leicht. Keiner bleibt länger in Erinnerung. Allenfalls Tane McClure (Tochter von Doug McClure aus „Die Leute von der Shiloh Ranch“ und „Das Grauen aus der Tiefe“) bleibt hängen. Allerdings nicht durch ihre Schauspielkunst oder ihrem käsigem Gesang, sondern aufgrund ihres offenherzig-körperbetonen Einsatzes. Auch Talia Balsam (noch eine Tochter eines bekannten Vaters. Nämlich Martin Balsam, der ja in „Psycho“, dem großen Vorbild für „Crawlspace“, dabei war) bleibt eine graue Maus. Genau so, wie es ihr Rollenbild verlangt.

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Es fällt bei „Crawlspace“ deutlich auf, dass es sich um eine kleine B-Produktion handelt, die zu 100% im Studio entstanden ist. Das Ensemble ist sehr überschaubar, ebenso die paar Orte, an denen der Film spielt. Außenszenen gibt es keine – und wenn doch einmal der Garten hinter dem Haus mit einbezogen wird, erkennt man diesen klar als Studiokulisse. Somit könnte es sich hier beinahe um ein Theaterstück handeln. Diese ins Auge springende Künstlichkeit ist der Spannung nicht unbedingt zuträglich. Zumal auch viel Zeit mit Füllmaterial verschwendet wird.

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Warum der Film ab 18 Jahren freigeben ist, will sich nicht so recht erschließen. Zwar kommt es hier und dort zu ein paar kleinen, blutigen Effekten, diese sind aber eher billig umgesetzt und als solche deutlich erkennbar. Überhaupt hält sich der Film eher zurück. Die Morde passieren entweder außerhalb des Bildes oder bleiben aufgrund des Bildausschnitts eher diskret. Bei der hohen Bewertung dürfte wenn, dann eher die Nazi-Thematik eine Rolle gespielt haben, die dann im Finale voll ausgespielt wird, bis auf den gewissen Trash-Faktor, für die Geschichte eigentlich eher unerheblich ist. Einige fiese Ideen hat Schmoeller aber gut in seinen Film einbringen können. So ist das geheime Labor des Irren Karl Gunther mit viel Liebe zum Detail eingerichtet und die geheimnisvolle Frau im Käfig ist eine unangenehme Nuance.

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„Crawlspace“ ist eine 80er-Jahre-B-Film-Produktion, die weder ihr geringes Budget, noch den Zeitgeist, in dem sie entstanden ist, in irgendeiner Form verleugnen kann. Obwohl Klaus Kinski hier nur mit halber Kraft spielt, ist es wie immer eine Freude ihm bei der Arbeit zuzusehen. Alle anderen Darsteller bleiben demgegenüber sehr blass. Auch Spannung will nicht unbedingt aufkommen. Dazu ist die Inszenierung zu steril und mit zu viel belanglosem Füllmaterial (und einer fürchterlichen 80er-Pop-Ballade) vollgestopft. Doch aufgrund von Kinskis Performance und einiger gelungener Einfälle, kann der Film über seine kurze Laufzeit von 77 Minuten recht gut unterhalten. Man sollte nur keine zu hohen Ansprüche stellen.

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Auch wenn der Film selber im Mittelmaß stecken bleibt, lohnt sich die Anschaffung der DVD, die bei Ascot-Elite in der Reihe „Cinema Treasures“ erschienen ist, auf jeden Fall. Denn neben dem Kurzfilm „Please Kill, Mr. Kinski“, in dem David Schmoeller sehr unterhaltsam von den anstrengenden Dreharbeiten mit einem völlig außer Kontrolle geratenen Kinski spricht, befindet sich noch ein weiteres „Must-have“-Extra mit auf der Scheibe. Es handelt sich um ein 45minütiges „Interview“ mit Kinski, welches während der Dreharbeiten von einem Filmstudenten aufgenommen wurde. Kinski verbat sich dabei, gefilmt zu werden. Der Interviewer hielt sich aber nicht daran und nahm ihn heimlich mit einer in der Jacke versteckten Kamera auf. Was zu einem merkwürdigen Effekt führte, wenn Kinski immer nur am Rande des Bildes auftaucht und manchmal nur sein Haarschopf zu sehen ist. Diese „wirre“ Kameraführung korrespondiert auf brillante Weise mit dem Inhalt des Interviews. Denn von einem Interview kann hier nicht gesprochen werden. Kinski hält einen Monolog, springt von einem Thema zu anderen, schimpft, pöbelt und generell macht das, was er von sich gibt, nicht viel Sinn, ist aber auf eigentümliche Weise faszinierend. U.a. erzählt er davon, dass eigentlich er „Fitzcarraldo“ inszeniert hätte und alle Regisseure Idioten seien, auf die er eh nicht hören würde.

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Das Bloggen der Anderen (11-05-13)

bartonfink_type2– Letzten Dienstag verstarb Ray Harryhausen. Meinen Nachruf hatte ich ja schon am Mittwoch zusammen mit einigen Links online gestellt. Hier kommen noch zwei Nachzügler. David Kugler bespricht aus diesem Anlass auf Mann beißt Film den Dino-Western „Gwangis Rache“ und der Intergalactic Ape Man hat auf Intergalaktische Filmreisen einen sehr umfassenden und persönlichen Nachruf auf Harryhausen verfasst.

– Ebenfalls auf Intergalaktische Filmreisen: Ein kurzes Essay zum „Sein und Nichtsein des deutschen Films“, welches u.a. aufgrund des Artikels „Warum der deutsche Film ist wie er ist“ von Thilo Röscheisen entstanden ist, den ich ja das letzte Mal an dieser Stelle vorgestellt habe. In den Kommentaren habe ich übrigens auch einigen Senf dazu gegeben.

– Die Zeit, in der die sogenannten Oberhausener das deutsche Kino revolutionieren wollten, sind lange vorbei, aber noch immer bringt das Kurzfilmfestival in Oberhausen interessante neue, experimentelle und avantgardistische Filmemacher in den Fokus einer filminteressierten Öffentlichkeit. Auf critic.de hat Frédéric Jaeger über das diesjährige Filmfestival und seine Erlebnisse dort berichtet. Zudem sprach er mit dem Leiter der Oberhausener Kurzfilmtage, Lars Henrik Gas, über neue Formen des Kinos, welche losgelöst sind vom traditionellen Abspielort.

– Lukas Foerster war auch in Oberhausen und stellt auf Dirty Laundry in Kurzform einige dort gesehene Filme vor.

– Zum Thema deutsche Filmgeschichte hat der großartige Rainer Knepperges auf new filmkritik eine schöne Kollage aus Zitaten erstellt, die sich zwischen 1965 und 1967 in der Zeitschrift „film“ befanden. Und hier kam gerade die Fortsetzung rein.

– Noch ein später Rückblick auf die Berlinale. Alexander Gajic nimmt sich auf real virtuality die drei Filme vor, die Pornographie zum Thema hatten. Alle drei stammen aus den USA und sind mit bekannten Namen besetzt. „Don Jon’s Addiction“ von und mit Joseph Gordon-Levitt, „Lovelace“ mit Amanda Seyfried und „Interior. Leather Bar“ von James Franco.

– Als ich meine heutige Ehefrau kennen lernte, war das erste Geschenk, welches ich von ihr bekam, eine wunderbare Doppel-DVD mit Filmen der „Schwarzen Serie“ polnischer Dokumentarfilme aus den späten 50er Jahren. Kein Wunder also, dass ich sie später geheiratet habe 🙂 Wer sich näher mit der spannenden Geschichte dieser wegweisenden Filmbewegung beschäftigen möchte, dem möchte ich den entsprechenden Artikel von Louise Burkart auf Negativ empfehlen. Michael Brodski schreibt ebenfalls über die „Schwarze Serie“ mit Schwerpunkt auf Filmsprache und Politik. Beide Artikel sind höchst lesenswert. Bleiben wir in Osteuropa und gehen sehr viel weiter in den Süden. Ciprian David kümmert sich um die neue rumänische Welle und bespricht den Film „Police, adjective“.

– Mit großem Genuss habe ich den Artikel „Ich erinnere mich“ gelesen, den Sebastian auf Magazin des Glücks veröffentlicht hat. Darin erinnert er sich an die Kinos seiner Kindheit. Toll. Und wenn wir schon mal da sind, weise ich auch gerne auf seine Besprechung der vier Eurospy-Filmen von Claude Chabrol hin.

– Ich habe gar nicht mitbekommen, dass Sofia Coppola, die ich sehr schätze, einen neuen Film draußen hat. Felix von Filmosophie von ihn bereits gesehen.

– Etwas Schönes hat Allesglotzer ausgegraben. Poster von Peter Stults, der Plakate berühmter Filme malt, diese aber einige Jahrzehnte vorher ansiedelt. So spielt plötzlich Richard Burton in „28 Days Later“ oder Frank Sinatra in „Scanners“.

– Zufall oder Gedankenübertragung? Nachdem sich letzte Woche Simon Frauendorfer und Sano Cestnik über Ernst Hofbauers „Maria – Nur die Nacht war Zeuge“ unterhalten haben, haben fast zeitgleich Silvia Szymanski und Maria Wildeisen denselben Film in ihre Reihe „Vergewaltigung im Film“ auf Hard Sensations aufgenommen. Ebenfalls auf Hard Sensations schreibt Alex Klotz über den japanischen „pinky violence“-Film „Jeans Blues: No Future“ mit der göttlichen Meiko Kaji.

Dreimal „Dragon Gate Inn“ (1967/1992 und 2011) stellt Paul auf La vie cinéphile vor.

– Noch ein Film, den ich schon seit langer Zeit sehen will: Der seltsame „Ganja & Hess“, der passenderweise auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte besprochen wird.

– Ekkehard Knörer mag Mario Bavas wundervollen „Lisa und der Teufel“ und schreibt darüber auf cargo.

– Und zum Abschluss noch einmal Italien. L’Amore in città stellt zwei denkbar unterschiedliche Filme vor: „Lockende Unschuld“ von Luciano Salce mit Ugo Tognazzi aus dem Jahre 1962 und „Rocker sterben nicht so leicht“ aus 1971 von Ernesto Gastaldi.

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