Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2014

Die Feiertage stehen vor der Tür und wieder neigt sich ein weiteres Jahr dem Ende zu. Zeit ein wenig inne zu halten und noch einmal Revue passieren zu lassen, was 2014 so alles passiert ist.

Fange ich einmal mit dem Blog an. Da kann ich nur mehr als zufrieden sein. Im Vergleich zu 2013 hatte ich vom 1.1. bis 19.12. unglaubliche 67% mehr Nutzer und Seitenaufrufe. Das motiviert. Überhaupt scheint sich das „Filmforum Bremen“ (trotz des uncoolen und regional ausgerichteten Namens) im Netz durchaus etabliert zu haben. Was ich auch an diversen filmrelevanten Anfragen merke. Zwar habe ich mein Ziel, in 2014 die 250 Facebook-Fans zu knacken, knapp verfehlt. Aber 248 sind ja auch nicht so schlecht und das Jahr ist ja erst in 10 Tagen zuende.

Zwar konnte ich 2014 aus Zeitgründen nicht alles umsetzen, was ich mir Ende letzten Jahres für den Blog vorgenommen hatte, aber dann sind das eben die guten Vorsätze für 2015. Dann möchte ich hier ein paar mehr Interviews unterbringen. Die Interviews, die ich dieses Jahr führen konnte, haben mir viel Spaß gemacht, und ich freue mich auch, wenn ich hier interessanten Menschen und Projekten eine Plattform geben kann. Einige Leute, die noch nichts von ihrem Glück wissen, habe ich da schon auf dem Zettel.

Generell hoffe ich auch, dass ich 2015 auch etwas mehr Schreibarbeit jenseits des Blogs unter die Leute bringen kann. Vor allem würde ich hier gerne wieder im Bereich „Gedrucktes“ etwas machen, da ich – obwohl ich zur „Online Community“ gehöre – doch gerne etwas „Handfestes“ vor der Nase habe und leidenschaftlicher Sammler von Filmzeitschriften und -büchern bin. Da hatte ich dieses Jahr auch schon Kontakte geknüpft, aber dann fehlte mir hierfür leider doch die Zeit.

Die Zeit fehlte mir auch, um ins Kino zu gehen. Abgesehen von unserer Kinoreihe „Weird Xperience“, dem Internationalen Filmfest in Oldenburg, den „Monster machen mobil“ in Hamburg und natürlich dem wunderbaren „Deliria-Italiano“-Forentreffen in Nürnberg, habe ich es genau einmal ins Kino geschafft: Zu „Godzilla“, der eine recht gemischte Angelegenheit war. Das muss 2015 definitiv auch besser werden, denn „Kino. Dafür werden Filme gemacht“. Und wo ich gerade bei „Weird Xperience“ bin. Dass unsere Reihe Mitten in der Saison im Zuge eine Programmreform vom Kommunalkino mangels genügend Besuchern auf Eis gelegt wurde, gehört zu den schmerzlichsten Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren machen musste. Das tat sehr weh, insbesondere, da es nach der Sommerpause mit der Besucherzahl bei „Nude on the Moon“ und „Videodrome“ deutlich bergauf zu gehen schien. Aber auch wenn uns das Kommunalkino in der bisherigen Form nicht mehr haben will – irgendwie wird es auch 2015 weitergehen, und ich bin schon sehr gespannt auf ein mögliches „Weird Xperience Reborn“. Stay tuned!

Toll waren natürlich wieder das Deliria-Italiano-Forentreffen mit vielen lieben und sympathischen Menschen, welches dieses Jahr in Nürnberg stattfand und sich immer mehr wie ein großes Familientreffen anfühlt. Und auch das Internationale Filmfestival in Oldenburg glänzte wieder durch eine einladende und heimelige Atmosphäre, bei der man sich sehr willkommen und wie bei alten Freunden fühlt.

Was die Filme angeht, hinke ich 2014 ordentlich hinterher. Da sich mein Filmkonsum fast ausschließlich auf Klassiker oder Heimkino-Premieren beschränkte, fällt es mir auch schwer, meine jährliche Top10-Liste für 2014 zu erstellen. Zu viele (okay, eigentlich alle) interessanten Kinofilme, auch die meiner Lieblingsregisseure, habe ich in diesem Jahr schlicht und einfach verpasst. Überhaupt habe ich in diesem Jahr mit gerade einmal 146 Filmen so wenig wie noch nie geschaut. Zum Vergleich: 210 waren es noch 290. Deshalb werde ich auch in diesem Jahr keine Unterscheidung zwischen aktuellen und alten Filmen machen und alles in eine Liste packen. Dafür gibt es dann auch 15 Titel.
Hier ist sie.

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1. Der heilige Berg (Alejandro Jodorowsky, 1973), Kritik hier.
2. Hany (Michal Samir, 2014), Kritik hier.
3. Die Killer (Robert Siodmak, 1946)
4. The Return of Captain Invincible (Philippe Mora 1983)
5. Spider Baby, Or: The Maddest Story Ever Told (Jack Hill, 1967)
6. Der nackte Kuss (Sam Fuller, 1964)
7. Töte, Django (Giulio Questi, 1967), Kritik hier.
8. Liebe und Tod im Garten der Götter ( Sauro Scavolini, 1972), Kritik hier.
9. Deep End (Jerzy Skolimowski, 1970)
10. Das Vaterspiel (Michael Glawogger, 2009)
11. Herzflimmern (Louis Malle, 1971), Kritik hier.
12. Careful (Guy Maddin, 1992)
13. Der Start (Jerzy Skolimowski, 1967)
14. Drug War (Johnnie To, 2012), Kritik hier.
15. Poklosie (Wladyslaw Pasikowski, 2012)

Ein“Worst of“ gibt es dieses Jahr nicht. Natürlich habe ich auch schlechte Filme gesehen, aber die haben mir in der Mehrzahl zumindest Spaß gehabt. Dann gab es noch ein paar „Egale“, aber die waren jetzt nicht so mies, dass man sie auf eine „Die-schlechtesten-Film-Liste packen sollte. Geärgert hat mich zumindest in 2014 kein Film und auf dieser positiven Note möchte ich dass Jahr dann auch beschließen.

Ich wünsche allen meinen Lesern ein paar schöne und geruhsame Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Ich mache jetzt erst einmal Urlaub vom Bloggen und bin dann ab dem 12. Januar wieder für Euch da.

Eurer Marco

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1 Antwort zu Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2014

  1. bullion sagt:

    Danke! Wünsche dir auch erholsame Feiertage und einen guten Blogurlaub! Ich dagegen werde versuchen den Urlaub verstärkt zum Bloggen zu nutzen… 😉

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