Frohes Fest!

Von , 24. Dezember 2010 14:10

In 2010 hat sich so einiges getan. Am Erfreulichsten: Die Anzahl der Besucher auf diesem Blog hat sich erheblich erhöht, was mich natürlich sehr freut.

Noch mehr freuen würde ich mich, wenn der Blog etwas interaktiver würde. Wenn Ihr also die Kommentar-Funktion noch öfter nutzt und generell Feedback gebt, was Euch am Blog gefällt oder wo ihr nach Nachbesserungsbedarf seht.

Diesbezüglich habe ich auch schon etwas vorbereitet, was ich eventuell Anfang nächsten Jahres ausrollen werde.

Jetzt ziehe ich mich erst einmal zu einem kurzen Winterschlaf zurück und bin dann ab dem 5. Januar wieder für Euch da.

Bis dahin macht es gut, genießt die Feiertag und kommt gut ins neue Jahr!

Euer,

Arkadin

Tops & Flops 2010

Von , 23. Dezember 2010 10:06

Und wieder ein Jahr rum. Zeit für einen kleinen Rückblick auf das zurückliegende Filmjahr aus meiner ganz subjektiver Sicht. Dadurch, dass ich in diesem Jahr weitaus öfter im Kino war als 2009 und es vor allem geschafft habe drei Filmfestivals zu besuchen (Oldenburg, Warschau und Lübeck) kann ich diesmal auch mehr aus dem Vollen schöpfen.

Die besten Filme 2010 (Kino)

Wie eben geschrieben: Die Festivals machen es. Dieses Jahr habe ich so viele gute Filme gesehen, dass es mir schwer fiel mich auf nur 10 zu beschränken. Und war Platz 9 letztes Jahr noch eine Verlegenheitslösung und Platz 10 schon gar nicht mehr vergeben, so sieht es dieses Jahr anders aus. Unter jeden dieser Filme kann ich dick „Empfehlung“ schreiben und habe auf den Plätzen 11-20 noch einige Perlen, die in den letzten Jahren sicherlich in die Top 10 gerutscht wären. Aber dieses Jahr war einfach zu stark.

1. The Social Network (David Fincher)
2. R (Tobias Lindholm & Michael Noer)
3. Fantastic Mr. Fox (Wes Anderson)
4. Bibliothèque Pascal (Szabolcs Hajdu)
5. Snap (Carmel Winters)
6. How to Train Your Dragon (Dean DeBlois & Chris Sanders)
7. Haarautuvan rakkauden talo (Mika Kaurismäki)
8. The Good Heart (Dagur Kári)
9. Moon (Duncan Jones)
10. Poll (Chris Kraus)

Wo Licht ist, ist auch Schatten.

Flops 2010 (Kino)

Nur fünf, da ich grundsätzlich ein positiver Mensch bin. Platz 5 ist auch okay, aber im Vergleich zu den anderen Filmen, die ich dieses Jahr geguckt habe, eben am unteren Ende.

1. Un homme qui crie (Mahamat-Saleh Haroun)
2. Galerianki (Katarzyna Roslaniec)
3. El cielo elegido (Víctor González)
4. Pete Smalls Is Dead (Alexandre Rockwell)
5. Robert Mitchum est mort (Olivier Babinet & Fred Kihn)

Die besten Filme, die in die Top 10 2009 gehört hätten – wenn ich sie damals nicht verpaßt hätte…

1. Antichrist (Lars von Trier)
2. Up (Pete Docter & Bob Peterson )
3. The Limits of Control (Jim Jarmusch)
4. Dom zly (Wojciech Smarzowski)

Top 10 wieder oder zum ersten Mal gesehener Filme:

1. Inland Empire (David Lynch)
2. L’année dernière à Marienbad (Alain Resnais)
3. Hadaka no shima (Kaneto Shindô)
4. Possession (Andrzej Zulawski)
5. Valerie a týden divu (Jaromil Jires)
6. Werckmeister harmóniák (Béla Tarr)
7. Nostalghia (Andrey Tarkovskiy)
8. The Holy Mountain (Alejandro Jodorowsky)
9. Petla (Wojciech Has)
10. Night and the City (Jules Dassin)

Top 10 Kurzfilme (egal welches Jahr):

1. Taka historia (Pawel Lozinski)
2. Miejsce urodzenia (Pawel Lozinski)
3. Kostka cukru (Jacek Blawut)
4. Szczur w koronie (Jacek Blawut)
5. Vormittagsspuk (Hans Richter)
6. Siostry (Pawel Lozinski)
7. La glace à trois faces (Jean Epstein)
8. Le tempestaire (Jean Epstein)
9. One A.M. (Charles Chaplin)
10. Limousine Love (Fred Guiol)

Die schlechtesten Filme (Erstsichtungen älterer Filme)

1. Nadzieja (Stanislaw Mucha)
2. Nienormalni(Jacek Blawut)
3. Giallo (Dario Argento)
4. Die Screaming, Marianne (Pete Walker)
5. Smic Smac Smoc (Claude Lelouch)

Schönstes Kinoerlebnis:Man Eater“ im Hamburger B-Movie. In einer astreinen 35mm-Kopie und zusammen mit den Jungs aus dem „Deliria-Italia“-Forum, welches ich hier nochmal nachdrücklich empfehlen möchte.

Größte Enttäuschung: Alice in Wonderland“ von Tim Burton. Da wäre weitaus mehr drin gewesen.

Mein Filmkonsum ist gegebenüber dem vorjahr konstant geblieben. Letztes Jahr habe ich 286 Lang- und Kurzfilme gesehen, in diesem Jahr waren es 290.

Originalfassungen in Bremen: 23.12.- 29.12.10

Von , 22. Dezember 2010 16:39

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und da ich nach Weihnachten für einige Tage verreise, ist dies nun auch die letzte Übersicht über die Originalfassungen in Bremen in diesem Jahr. Und sie fällt einigermaßen dünn aus.  Insgesamt aber finde ich, wir können uns in Bremen nicht unbedingt über die Auswahl an O-Fassungen beschweren. Okay, da ist noch ordentlich Luft nach oben, aber in anderen – durchaus größeren Städten – sieht es da oftmals noch trauriger aus. Bleibt nur zu hoffen, dass der Trend anhält und uns auch 2011 manches Highlight im O-Ton präsentiert wird.

Meine Frau, unsere Kinder und ich – Cinemaxx, Do.-Mi. immer um 20:10 – mittlerweile dritter Teil der erfolgreichen und beliebten Komödien-Serie mit Ben Stiller, Robert de Niro, Dustin Hoffman, Barbara Streisand, Owen Wilson und noch anderen mehr.

Av mevsimi – Cinemaxx, Do.-Mi., jeweils 22:30 – türkischer Thriller um den grausamen Mord an einer jungen Frau und die Gefahren, in die das Ermittler-Team gerät.

Séraphine – Kino 46, Sa.+Die. 20:30 und So. 18:00 – In seinem Heimatland kassierte der Film über das Leben der ehemaligen Putzfrau und später mit bedeutendsten Vertreterinnen der naiven Malerei, Séraphine Louis, gleich sieben (!) Cesars (den französischen Oscar). U.a. als bester Film und für die beste Hauptdarstellerin.

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The Doors – When You Are Strange – Kino 46, Do., So.+Mi. um 20:30 und Sa. 18:00 – Dokumentation über die legendären „Doors“ und ihren Frontmann Jim Morrisson.

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Sneak Preview – Schauburg, Mo. 27.12., 21:45

Französische Sneak Preview – Atlantis, Mi. 29.12, 21:00

Internetfundstück: „Der läufige Blog“ von Christian Keßler

Von , 20. Dezember 2010 16:37

Ende diesen Jahres sollte eigentlich das neue, lang erwartete Buch des in Bremen geborenen Filmjournalisten Christian Keßler erscheinen: „Die läufige Leinwand„. In seinem neuen Werk beschäftigt er sich eingehend mit dem schlüpfrigensten aller Genres: Dem pornographischen Film. Besprochen werden us-amerikanische Werke aus dem „goldenen Zeitalter“. Also von 1970 bis 1981.

Um die nun unfreiwillige Wartezeit zu versüßen, hat Christian Keßler nun einen Blog, der als Ergänzung zu seinem Buch gedacht war, freigeschaltet. Dieser enthält die Outtakes, die es nicht ins Buch geschafft haben , aber auch zahlreiche neue Reviews.

Das finde ich doch mal super! Dann gibt es zum Fest doch noch so einiges aus diesem spannenden, unterschlagenen Kapitel der amerikanischen Filmgeschichte zu lesen.

http://cjamangoblue.blogger.de/

Nachruf: Jean Rollin (1938-2010)

Von , 17. Dezember 2010 13:51

Gestern geisterte die Nachricht erst als Gerücht durch diverse Foren. Nachdem am frühen Nachmittag erst Entwarnung gegeben wurde, bestätigte sich die traurige Meldung dann doch noch. Jean Rollin ist tot. Obwohl bereits gemunkelt wurde, dass seine letzter Film gleichzeitig sein eigenes Requiem war, kam die Nachricht doch wie ein Schock.

Jean Rollin begleitet mich schon lange durch mein filmisches Leben. Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Rollin-Film. Es war „Requiem For A Vampire“ und ich war von Anfang an gebannt. Wie es der Zufall so will, war ich damals schon im Netz aktiv und hatte flugs einen kleinen Text für meine damalige Homepage verfasst, den ich meinen Lesern nicht vorenthalten möchte. Man sollte allerdings bedenken, dass dieser nun um die 15 Jahre alt ist.

Ein phantastischer, unglaublich schöner Film. Der Film schwelgt in wunderschönen Bildern und verzichtet dabei fast völlig auf Dialoge. Allein der Anfang, wo die beiden als Clowns verkleideten Mädels über die Felder laufen, lässt einen wohlige Schauer vor lauter Schönheit der Bilder über den Rücken laufen. Auch sonst ist alles perfekt. Da Rollin, wie gesagt, fast völlig auf Dialog verzichtet, wird die Story allein durch Stimmungen und Atmosphäre erzählt. Man fühlt sich (auch durch den kongenialen Musikeinsatz) stark an alte Stummfilme erinnert. Wer allerdings auf Action steht sollte von diesem sehr bedächtigen Film die Finger lassen. Für alle anderen: Pflichtprogramm!

Rollins Filme sind seltsame Gebilde, die man entweder liebt oder mit denen man so gar nichts anfangen kann. Bekannt wurde er mit seinen vier erotischen Vampirfilmen, die er zwischen 1968 und 1971 drehte. Für diese war eine traumgleiche Stimmung kennzeichnend. Schöne, halbnackte Mädchen in durchsichtigen Gewändern, die traumwandlerisch durch die Gegend strichen; Vampire, die plötzlichen aus Standuhren heraus traten; dazu eine lyrisch-poetische Stimmung und das alles endete dann oft an Rollins Lieblingsplatz, dem Strand von Pourville in der Normandie. Rollins Filme kann man schwer beschreiben, man muss sie erleben. Weitere Meisterwerke folgten mit „La rose de fer“ (1973), „Les démoniaques“ (1974) und „Lèvres de sang“ (1975).

1973 begann Jean Rollin unter dem Pseudonym Michel Gentil auch Sexfilme zu drehen, die bald schon die Grenzen zur Pornographie überschritten. In dieser Phase entdeckte er den Pornostar Brigitte Lahaie, der er dann auch Rollen in seinen ambitionierteren Filmen gab. Brigitte Lahaie wurde durch diese Filme Ende der 70er zum Kultstar.

Ende der 70er/Anfang der 80er drehte er dann seine kommerziellsten und in Genre-Fan-Kreisen beliebtesten Filme; „Les raisins de la mort“ (1978, der in Deutschland unter dem markigen Titeln „Foltermühle der gefangenen Frauen“ oder – noch schlimmer – „Zombis – Geschändete Frauen“ veröffentlicht wurde), „Fascination“ (1979) und „The Living Dead Girl“ (aka „Lady Dracula“, 1982). Vor allem auch einen seiner besten Filme, den großartigen und unterkühlten „La nuit des traquées“ (The Night of the Hunted, 1980).

Ab Mitte der 80er drehte er vor allem wieder Pornos. Mit „Les deux orphelines vampires“ feierte er 1997 ein Comeback, dem 2002 „La fiancée de Dracula“ und 2007 „La nuit des horloges“ folgten. Noch in diesem Jahr kam ein neuer Film heraus, „Le masque de la Méduse„, der – wie eingangs erwähnt – von den Fans bereits als Abschiedsgeschenk aufgefasst wurde. In diesem, seinen nun leider wirklich endgültig letzten, Film hatte Jean Rollin noch einmal all die Themen behandelt, die ihn in seiner Karriere begleitet hatten. Die Rollen waren mit alten Freunden, Weggefährten und auch Familienmitgliedern besetzt. Es war sein Abschied und noch einmal die Zusammenfassung einer außergewöhnlichen Karriere. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt starb Jean Rollin am Mittwoch in Paris. Mit ihm stirbt ein visionärer Filmemacher und ein Stück dessen, was wir heute „Euro-Cult“ nennen.

Weiterführende Links:

mubi.com

fearnet.com

Ein langes und sehr informatives Rollin-Portrait auf Telepolis

Aus dem „filmtagebuch“ von Thomas Groh

Nachruf von Christian Keßler

Nachruf: Blake Edwards (1922-2010)

Von , 17. Dezember 2010 11:17

Ein großer Komödien-Regisseur ist von uns gegangen. Am Mittwoch starb Blake Edwards im Alter von 88 Jahren an einer Lungenentzündung.
Edwards hat die 60er Jahre maßgeblich mitgeprägt und in dieser Zeit auch einen der schönsten Filme aller Zeiten gedreht: „Frühstück bei Tiffany“ mit der entzückenden Audrey Hepburn. Kurz danach startete er mit „Der rosarote Panther“ durch in dem Peter Sellers den chaotischen Inspektor Clouseau gab. Diesen Erfolg sollte er dann noch mit weiten acht „Pink Panther“-Filmen noch bis 1993 fortsetzen sollte (da leider mit dem katastrophalen „Der Sohn des rosaroten Panthers“ in dem Roberto Benigni mehr schlecht als recht den unehelichen Sohn des legendären Inspektor Clouseau spielte).
Neben seinen beiden berühmtesten Filmen dreht Blake Edwards 1968 noch eine meiner absoluten Lieblingskomödien, die im Original schlicht „The Party“ heißt und in Deutschland den etwas plumperen Titel „Der Partyschreck“ bekam. Wieder mit Peter Sellers in der Hauptrolle.
In den 70ern wurde es etwas ruhiger um ihn, bis auf die obligatorischen „Pink Panther“-Filme, bis er 1979 mit „10“ noch einmal voll durchstartete und aus Dudley Moore und Bo Derek kurzfristig internationalen Stars machte. Es folgten „S.O.B.“ und der tolle „Victor/Victoria„, das Remake einer deutschen Komödie von 1933. 1989 und 1991 ließ er noch einmal mit den beiden Erfolgen „Skin Deep“ bzw. „Switch“ von sich reden, dann wurde es sehr ruhig um ihn. Sein letzter Kinofilm war dann der oben schon mal genannte „Sohn des rosaroten Panther“, der leider keinen würdigen Abschluss dieser mit Juwelen besetzten Karriere darstellte.

Hier noch zwei weitere Nachrufe auf ihn:

sueddeutsche.de
mubi.com

Sowie zwei unvergessliche Momente aus seinen Filmen, die ihn unsterblich gemacht haben.

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Originalfassungen in Bremen: 16.12.- 22.12.10

Von , 15. Dezember 2010 16:28

In dieser Woche gibt es mehr Klasse als Masse und das gefällt mir sehr. Das Cinemaxx zeigt Florian Henckel von Donnersmarks („Das Leben der Anderen„) lange erwarteten (und sehr zwiespältig aufgenommenen) zweiten Spielfilm „The Tourist“, ein Remake des französischen Thrillers „Anthony Zimmer„. Und das Kino 46 zeigt zwei echte „Filmperlen 2010“, sowie im Rahmen des Festivals „Filmland Polen“ den Spielfilm „General Nil“.

The Tourist – Cinemaxx, Fr., 17.12., 23:00 und Mo., 20.12., 20:10 – der zweite Spielfilm des deutschen Oscar-Preisträgers Florian Henckel von Donnersmark. Warum er sich aber für seine erste amerikanische Regiearbeit gerade das Remake eines noch gar nicht so alten französischen Films ausgesucht hat – keine Ahnung. Von der US-Kritik in der Luft verrissen, an der Kinokasse recht erfolgreich und von der deutschen Prese recht wohlwollend aufgenommen. Mit Johnny Depp und Angelina Jolie.

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Av mevsimi – Cinemaxx, Do.-Mi., jeweils 22:40 – türkischer Thriller um den grausamen Mord an einer jungen Frau und die Gefahren, in die das Ermittler-Team gerät.

Crazy Heart – Kino 46, Do., Sa., So., Mi. immer um 20:30 – Im fünften Anlauf hat er es geschafft: Für die Hauptrolle in “Crazy Heart” erhielt Jeff Bridges endlich den verdienten Oscar. Und einen Gloden Globe gab es noch obendrauf. Auch sonst konnte der Film über einen abgehalfterten Country-Sänger durch die Bank weg gute bis sehr gute Kritiken einfahren.

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Moon – Kino 46, Fr. und Di. um 20:30, Sa. um 18:00 – Der SF-Film von David-Bowie-Sohn Duncan Jones mit Sam Rockwell in der Hauptrolle, hat es geschafft rein durch Mundpropaganda und nicht durch große Marketingkampagnen zu einem echten Kultfilm zu werden. Definitiv ein “Must See”.

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General Nil – Kino 46, So., 19.12. um 18:00 – Polnischer Film nach wahren Begebenheiten. Nach dem Kampf gegen die deutschen Besatzer wird der Widerstandskämpfer General August Emil Fieldorf (genannt Nil) von den Sowjets interniert und nach seiner Freilassung nochmals in Polen vor Gericht gestellt. Die Anschuldigung: Angeblich habe er während des Krieges sowjetische Partisanen erschießen lassen…

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Sneak Preview – Schauburg, Mo. 20.12., 21:45

16. Internationales Bremer Symposium zum Film – „Der Film und das Tier“

Von , 14. Dezember 2010 15:01

Am 21. und 22. Januar 2011 findet im Kino 46 wieder das alljährliche Internationale Bremer Symposium zum Film statt. Nun bereits im 16. Jahr, werden auch diesmal wieder viele internationale Referenten an dieser renommierten Veranstaltung teilnehmen.

Thema des diesjährigen Symposiums wird „Der Film und das Tier – Aufzeichnen, inszenieren und animieren von Tieren im Kino“ sein.

(…) Tierdarstellungen finden sich vielmehr in allen Filmgenres, sind ebenso Teil des Dokumentarfilms wie des Spielfilms, der ästhetischen Filmavantgarde und des Zeichentrickfilms.

Das Tier im Film ist also keineswegs nur an kindliche Zuschauer gerichtet. Häufig geht es auch gar nicht um das Tier an sich, sondern um Menschsein, Moral oder Gefühle. In der Art der Darstellung des Tieres spiegeln sich menschliche Kultur und Gesellschaft, finden sich Formen von Politik und Gemeinschaft wieder. Diese Reflektion des Menschen über sich selbst und über sein Verhältnis zum Tier findet sich vom Dokumentarfilm bis zum heute so beliebten Animationsfilm in allen Genres. Durch die Geschichte der Tierdarstellung im Film kann das Verhältnis zwischen Mensch und Tier und dessen Entwicklung im 20. und 21. Jahrhundert auf eine neue Weise betrachtet und gestaltet werden.

Die Verbindung der verschiedenen Genres und der filmischen Kategorien Aufzeichnen, Inszenieren und Animieren von Tieren im Film ist Thema beim 16. Internationalen Bremer Symposium zum Film.

Begleitend gezeigt werden u.a. die Filme „Zum Beispiel Balthasar“ von Robert Bresson (TIPP!), „Fantastic Mr. Fox“ von Wes Anderson (ein Film, der ganz weit oben auf meiner Jahresbestenliste 2010 steht) und die Dokumentation „Nénette„.

Der Bremer Filmpreis 2011 geht an Alberto Iglesias

Von , 14. Dezember 2010 12:26

Der Träger des Bremer Filmpreises 2011 wurde gestern bekannt gegeben. Der 13. Bremer Filmpreis geht am 20. Januar nächsten Jahres an Alberto Iglesias.

Jetzt werden sich die (wahrscheinlich) Meisten fragen: Wer ist Alberto Iglesias? Und von diesen wiederum 80 % denken, er hätte etwas mit Julio oder dessen Sohn Enrique zu tun. Mir  zumindest erging es so. Der Name Alberto Igleasis lies ein dickes Fragezeichen über meinem Kopf erscheinen.

Dabei hätte ich Herrn Iglesias eigentlich kennen müssen. Zumindest habe ich schon eine Menge von ihm gehört. Und zwar die Filmmusiken, die er für die alle Pedro-Almodóvar-Film ab „Mein blühendes Geheimnis“ beigetragen hat. Ferner komponierte er auch den Score für „Der ewige Gärtner“ und „Der Drachenläufer“, für die er jeweils für einen Oscar nominiert wurde. Damit hat es (noch) nicht geklappt, dafür gewann Herr Iglesias bereits zweimal den Europäischen Filmpreis (für „Volver“ und „Zerrissene Umarmungen„) und 8 Mal den den spanischen Filmpreis „Goya“.

Also ein mehr als würdiger Preisträger für den Bremer Filmpreis.

Hier ein Auszug aus der Jurybegründung:

»Mit Alberto Iglesias hat das europäische, aber insbesondere das spanische Kino eine unverwechselbare musikalische Stimme bekommen. Als Komponist aller Filme von Julio Medem und zahlreicher Filme von Pedro Almodóvar, aber auch von Iciar Bollain und Bigas Luna drückt er dem neuen spanischen Film einen unvergleichlichen Stempel auf.«

Der Bremer Filmpreis wird am 20. Januar in der Oberen Rathaushalle vergeben.

Zu Ehren des Preisträgers zeigt das Kino 46 Ende Januar die Filme,

20.+23.01.: Sprich mit ihr (am 20. Januar in Anwesenheit des Preisträgers) von Pedro Almodóvar

23.+24.01.: Tierra von Julio Médem

25.+26.01.: Volver von Pedro Almodóvar

28.+29.01.: The Constant Gardener von Fernando Meirelles

29.+30.01.: Öffne meine Augen von Icíar Bollaín

Originalfassungen in Bremen: 10.12.- 15.12.10

Von , 10. Dezember 2010 13:40

Diesmal kommt die Übersicht über die O-Fassungen in Bremer Kinos wieder sehr spät. Überhaupt wird dem werten Leser und der werten Leserin aufgefallen sein, dass seit dem letzten Blogeintrag ins Filmforum Bremen doch tatsächlich eine Woche vergangen ist. Der Grund dafür liegt darin, dass ich in der zurückliegenden Woche durch Arbeit und andere Aktivitäten zeitlich sehr stark eingespannt war und da so einiges Blog-technisch liegen geblieben ist. Aber zum Ende der Woche wollte ich dann doch noch schnell ein Lebenszeichen von mir geben.
Die Woche ist wieder einmal extrem ruhig. Bevor in der nächsten Woche das Kino 46 mit zwei Knallern aus ihrer „Filmperlen“-Reihe für ein Highlight sorgt, muss sich der O-Ton-Fan in de aktuellen Woche mit eher schmaler Kost begnügen.

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 1 – Cinemaxx, Fr., 10.12., 21:15 Uhr – der von den Fans schon lange ersehnten letzten Teil (okay, vorletzten – das siebte Buch wurde in zwei Teilen verfilmt) im Originalton.

Fair Game – Cinemaxx, Mo.+Mi. jeweils um 21:00 Uhr – US-Polit-Thriller von Doug Limann mit Sean Penn und Noemi Watts. Basiert auf einer wahren Begebenheit, die sich während der Regierung von Bush Je. Eine Agentin wird 2003 von der Regierung bewusst enttarnt, weil ihr Ehemann, ein Journalist, Informationen darüber veröffentlicht hat, dass es im Irak keine Atombomben geben kann.

Av mevsimi – Cinemaxx, Fr.-Mi., jeweils 22:40 – türkischer Thriller um den grausamen Mord an einer jungen Frau und die Gefahren, in die das Ermittler-Team gerät.

New York’ta 5 Minare – Fünf Minarette in New York – Cinemaxx, Fr.-Mi., jeweils 23:15, sowie Cinestar, Fr.-Mi. 18:20 – Türkisch-Amerikanischer Action-Thriller: Zwei türkische Anti-Terrorspezialisten sollen in New York einen gesuchten Terroristen festnehmen und in die Türkei überführen.

Die Regenwand weicht – Kino 46, Di., 14.12., 20:30 Uhr -Japanischer Film um einen Ronin (herrenloser Samurai) und seine Frau, die durch starken Regen in einer Herberge eingeschlossen sind. Dort kommt es zu Spannungen zwischen den dort ebenfalls gefangenen Gästen. Der Eintritt ist frei!

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 13.12., 21:45

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