Filmprogramm Bremen 15.01.09 – 21.01.09

Da die häufigsten Begriffe, die von diversen Suchmaschinen auf meinen Blog führen, „O-Fassung Bremen“ oder „Kinoprogramm Bremen“ sind, versuche ich dem dadurch Rechnung zu tragen, dass ich heute einmal die Neuerscheinungen und Originalfassungen in Bremer Kinos vorstelle.

Originalfassungen

Der Exorzist – die neue Fassung, Kino 46, 17.1., 22:00 – einer DER Klassiker des Horrorgenres in der neuen Schnittfassung von 2000.

L-Filmnacht – Butterfly Hu Die – Cinemaxx, 16.1., 20:00 – Die lesbische Filmnacht im Cinemaxx. Gezeigt wird das Drama „Butterfly – Hu Die“ aus Hongkong von 2004.

Moonfleet (Das Schloss im Schatten), Kino 46, 18.1. 18:00 und 20.1. 20:30 – DER Filmtipp für diese Woche. Fritz Langs atmosphärischer Mantel-und Degenfilm von 1955.

Seven Pounds (Sieben Leben) – Cinemaxx, 17.1. 14:00 und 19.1. 19:30 – Pseudoreligöse Schmonzette mit Will Smith. Wer’s mag.

Sneak Preview – Schauburg, 19.1., 21:45

Starting Stories – Kino 46, 17.1., 14:00 – Compilation des British Filminstituts mit Kurzfilmen, die für Kinder zwischen 3 und 14 Jahren gedacht sind.

This Film is not yet rated – Kino 46, 16.1., 11:30 – Doku über die MPAA (der amerikanischen Filmprüfstelle) und Filmzensur in den USA.

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Nachbetrachtung: Letzten Freitag im Kommunalkino

Ein paar persönliche Gedanken und Impressionen u.a. zum Thema „Kino 46 – was bringt die Zukunft?“.

Vorbemerkung: Mit dem Text habe ich schon am Wochenende begonnen, bin aber erst heute dazu gekommen ihn fertigzustellen. Darum könnte einiges schon nicht mehr ganz „up-to-date“ sein.

Leider schaffe ich es auch persönlichen Gründen nicht mehr so häufig ins Bremer Kommunalkino zu gehen, wie ich es letztes Jahr noch konnte. Daher lagen zwischen meinem letzten Besuch im Dezember und meinem aktuellen am letzten Freitag etwas über drei Wochen.

Der erste Schock erfolgte gleich, als wir das „Café 46“ im Vorraum zum „Kino 46“ betraten. Alles war leer, dunkel und wir glaubten schon, dass die Kinovorstellung an diesem Tag aus irgendwelchen Gründen ausgefallen sei. Dem war Gott sei Dank aber nicht so. Das „Café 46“ allerdings existierte nicht mehr. Ich selber habe das „Café 46“ schon immer für nicht 100 % ideal empfunden, da es mir hier etwas an der Gemütlichkeit fehlte, die zum längeren Verweilen eingeladen hätte. Aber jetzt, da es gänzlich verschwunden ist und nur ein dunkles Loch mit verwaistem Tresen hinterlassen hat, merkt man erst, wie viel es dann doch zur Atmosphäre und „Heimeligkeit“ beigetragen hat.

Die sehr nette Kartenverkäuferin klärte mich (und noch eine weiter Besucherin, die ähnlich überrascht war) über die Hintergründe auf. Der Getränke- und Speisenverkauf an die Kinogäste lohnte sich nicht mehr, da immer weniger Gäste des Kinos auch die angehängte Gastronomie genutzt hätten. Daher habe sich der Besitzer des „Café 46“ entschlossen, am 23.12.08 die Pforten zu schließen.

Ab dieser Woche wird wohl ein „Notverkauf“ eingerichtet. Was angesichts der Tatsache, dass nun das internationale Symposium zum Film mit dem Thema „Filmvermittlung – Vom Kino lernen“, mit sicherlich wieder mit vielen Gästen aus dem universitäreren Umfeld, startet, auch von unbedingter Wichtigkeit ist – wenn sich nicht alle Teilnehmer in der umliegende Gastronomie versteuen sollen. Auch vor dem Hintergrund der Verleihung des Bremer Filmpreises und der Premiere des neuen Christian Petzold Filmes „Jerichow“ mit Preisträgerin Nina Hoss am Donnerstag, ist eine Übergangslösung – und wenn es auch nur ein Provisorium ist – wichtig, damit potentielle „Kommunalkino-Entdecker“ nicht gleich von der leeren und kalten Lokalität verschreckt werden. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass das Kino 46 da etwas tolles auf die Beine stellt.

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Golden Globes 2009 verliehen

In Beverly Hills wurden in der vergangenen Nacht die Golden Globes verliehen.

Überraschungen gab es eigentlich nicht. Höchstens, dass Kate Winslett gleich zweimal abgeräumt hat (als Hauptdarstellerin in „Revolutionary Road“ und als Nebendarstellerin in „The Reader„. Ansonsten wie erwartet: Der beste ausländische Film ist „Waltz with Bashir“ und Heath Ledger bekommt posthum den Golden Globe für seine Rolle als „Joker“ in „The Dark Knight“ verliehen. „Slumdog Millionaire“ räumt auch auch hier mal wieder ordentlich ab und „Wall-E“ wird bester Animationsfilm.

Mich persönlich freut der Golden Globe für Mickey Rouke für „The Wrestler“ (auf den ich mich schon ungeduldig warte).

Wer nicht genug bekommen kann vom Golden-Globe-Wahn, kann hier weiterlesen:

GoldenGlobes.org
Spiegel Online
FAZ

Süddeutsche Zeitung
Die Welt
Tagesspiegel

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Rezension: „Righteous Kill“ (Righteous Kill – Kurzer Prozess)

„Ich bin eine Hure! Ich spiele alles!“ lies der legendäre Klaus Kinski einmal in der NDR-Talkshow verlauten. Ich weiß nicht, ob Robert De Niro dies auch schon einmal öffentlich geäußert hat, gedacht hat er es bestimmt. Seit Mitte/Ende der 90er spielt der einstmals großartige Schauspieler seine Rolle entweder stumpf auf Autopilot oder karikiert sein Image in Rollen wie „Analyze this“ oder „Meet the parents“. Al Pacino hingegen war bis vor Kurzem noch relativ geschmackssicher mit der Wahl seiner Rollen und machte sich auf der Leinwand eher rar. Nun scheint ihm entweder langweilig oder das Geld ausgegangen zu sein, denn er folgt seinem ehemals größtem Konkurrenten auf dem unheilvollen Pfad in die Mittelklasse und darüber hinaus. So begibt es sich nun, dass die beiden 13 Jahre nach ihren grandiosen Auftritten in Michael Manns „Heat“ wieder aufeinander treffen und statt eines Feuerwerkes noch nicht einmal einen Knallerbse produzieren. Während DeNiro sich stoisch durch die müde Handlung schleppt, zappelt Pacino an seiner Seite herum wie Rumpelstilzchen auf Ecstasy. Vom einzigen Glanz der beiden Corleones ist nichts mehr übrig geblieben. Der Taxi Driver fährt hier nicht mehr.
Zum Film. Es geht um einen Serienmörder, welcher es auf Kriminelle abgesehen hat gegen die die Staatsmacht keine Handhabe gefunden hat. Bald schon stellt sich der Verdacht ein, dass es sich bei dem Killer um einen Polizisten handeln muss.
Das Ganze hätte ein nettes Filmchen zum Thema Desillusionierung und moralischer Abstumpfung werden können, scheitert aber vollständig am dilettantischen Drehbuch (Russell Gerwitz, der immerhin den sehr guten „Inside Man“ geschrieben hat) und der lausigen Regie von Jon Avnet („Fried Green Tomatoes“). Die Story reiht Klischee an Klischee, gibt keiner Figur die nötige Tiefe und lässt z.B. den von Pacino gespielten „Rooster“ völlig in der Luft hängen und drängt ihn in die Rolle des coolen Sidekick des von De Niro eindimensional runter gespielten desillusionierten Klischee-Cops. Da fragt man sich schnell, warum für diese eigentlich unbedeutende Rolle ausgerechnet ein Star vom Kaliber eines Al Pacino verpflichtet werden musste. Die realtiv interessante Figur der auf Sado-Maso-Spielchen stehende Forensikerin wird motivationslos reingeworfen, trägt zur Handlung überhaupt nichts bei und wird lediglich für zwei unsinnige Suspense-Sequenzen missbraucht. Auch die Rivalität zwischen den beiden Ermittler-Teams (De Niro/Pacino auf der einen, Wahlberg/Leguizamo auf der anderen) wird mehr durch Standard-Szenen, die man aus unzähligen anderen Filmen oder Polizeiserien kennt, behauptet als näher beleuchtet. Zudem führt es gegen Ende des Filmes zu einem Logik-Bruch, welcher nicht nur nutzlos, sondern auch ärgerlich ist.

Der schlimmste Fehler liegt aber darin, dem Zuschauer eine ach so clevere Wendung verkaufen zu wollen, sich dabei aber derartig tapsig anzustellen, dass spätestens nach 20 Minuten klar sein dürfte, welches halbverweste Kaninchen da am Ende aus dem Hut gezaubert werden soll. Somit scheitert der Film dann auch als 08/15-Krimi für trübe Sonntagnachmittage.

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Absolut Medien: „Harun Farocki“-Box im Juni 2009

Absolut Medien bringt im Juni 2009 eine 5-DVD-Box mit 20 Filmen des Dokumentar- und Essayfilmers Harun Farocki heraus.

Farockis Filme lassen sehen und geben zu denken. Sie sind Analyse, Dokumentation, Essay. Sie zeigen, dass all die Produkte, die uns umgeben, nicht plötzlich auf die Erde fallen, sondern produziert werden: Produziert werden Waren, produziert wird Schönheit, produziert werden Einkaufs-Malls, produziert wird Überwachung, produziert wird der Krieg, produziert wird Öffentlichkeit, produziert wird aber auch der Film selbst. Und Farockis Kunst ist eine Kunst, die es sich nicht ausreden lässt, dass in dieser Organisation von Produktionen das haust, was man »Gesellschaft« nennt: ein kollektiver Apparat von Interessen, Wünschen und Bildern.
 
Vorläufiger Editionsplan:
DVD I
1 Worte des Vorsitzenden, 1967, 1 1/2 Min.
2 Nicht löschbares Feuer, 1969, 22 Min.
3 Ein Bild, 1983, 26 Min.
4 Straub / Huillet / Kafka 1983, 26 Min.
5 Wie man sieht, 1986, 72 Min.
6 Schlagwort, Schlagbilder, 1986, 13 Min.
DVD II
7 Die Schulung, 1987, 44 Min.
8 Georg K. Glaser, Schriftsteller und Schmied, 1988, 45 Min.
9 Bilder der Welt und Inschrift des Krieges, 1988, 73 Min.
DVD III
10 How to live / Leben BRD 1990, 78 Min.
11 Arbeiter verlassen die Fabrik, 1995, 36 Min.
12 Der Auftritt, 1996, 39 Min.
13 Der Ausdruck der Hände, 1997, 30 Min.
DVD IV
14 Stilleben, 1997, 56 Min.
15 Worte und Spiele, 1998 , 68 Min.
16 Gefängnisbilder, 2000, 60 Min.
DVD V
17 Schöpfer der Einkaufswelten 2001, 72 Min.
18 Erkennen und Verfolgen, 2003, 58 Min. [= War at Distance, 52 Min.]
19 Nicht ohne Risiko, 2004, 50 Min.
20 Aufstellung, 2005, 16 Min.

Quelle: Absolut Medien

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Noch mehr Jahresrückblicke auf 2008

Ich muss noch einiges Nacharbeiten, was in den Tagen zwischen 2008 und 2009 liegengeblieben ist.

Hier noch einige der obligaorischen Jahresrückblicke und Bestenlisten 2008.

Das britische Magazin „Sight & Sounds“ hat 50 Kritiker nach den besten Filmen 2008 befragt. Das Ergebnis ist überraschen:

1. Hunger (Steve McQueen, UK)
2. There Will Be Blood (Paul Thomas Anderson, USA)
3. WALL-E (Andrew Stanton, USA)
4. Gomorrah (Matteo Garrone, Italy9
5. (tie) A Christmas Tale (Arnauld Desplechin, France) + The Class (Laurent Cantete, France)
7. Of Time and the City (Terence Davis, UK)
8. Happy-go-lucky (Mike Leigh, UK)
9. (tie) The Headless Woman (Lucrecia Martel, Argentina/France/Italy/Spain) + Let the Right One In (Tomas Alfredson, Sweden)

Die restlichen Plätze und den Jahresrückblick findet man hier.

Die Süddeutsche Zeitung hat unter dem Titel „Unsere magischen Momente“ auch eine Liste mit den besten Filmen und schönsten Momenten 2008 erstellt. Hier zu lesen.

Ähnliches hat auch die FAZ online gestellt. Hier findet man unter dem Titel „Augenblick, verweile doch“ „Unsere Kinomomente 2008„.

Und die „Welt“ hat eine etwas polemische Liste mit den ihrer Meinung nach schlechtesten Filmen 2008 veröffentlicht.

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H.C. Blumenberg stellt seinen neuen Film im „Cinema Ostertor“ vor

Morgen, Dienstag den 6. Januar, wird der Filmkritiker und Filmemacher Hans-Christoph Blumenberg im Cinema Ostertor persönlich seinen neuesten Film „Warten auf Angelina“ vorstellen.

„Warten auf Angelina“ ist der Titel des neuen Filmstreifens von Regisseur Hans-Christoph Blumenberg, der als Preview am Dienstag, 6. Januar, ab 20.45 Uhr im Cinema zu sehen ist. Der Regisseur und der Hauptdarsteller Florian Lukas werden bei der Vorführung anwesend sein.

Quelle: Weser Kurier

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Tops & Flops 2008

Jetzt habe ich es doch noch geschafft, meine persönliche Liste mit Tops & Flops 2008 zu erstellen.

Leider war ich in diesem Jahr nicht so oft im Kino, wie gerne gewollt hätte. So habe ich es z.B. in diesem Jahr das erste Mal seit langem nicht mehr geschafft, auch nur ein einziges Filmfestival zu besuchen. Das merkt man natürlich jetzt auch stark bei der Kino-Bilanz 2008. So sind bei den Kino Top 10 Filmen einige Kanditen dabei, die in den vergangenen Jahren keine Chance gehabt hätten. Anderseits gilt das Gleiche auch für die Flops.

Weitaus mehr wurde von mir in 2008 mein Heimkino in Beschlag genommen. Hier lag der Hauptschwerpunkt in diesem Jahr auf Kurzfilmen, weshalb ich hierfür zwei eigene Rubriken eingeführt habe.

Aber genug der langen Rede. Hier ist meine ganz persönliche Bilanz 2008.

TOP 10 – Kino

1. Le scaphandre et le papillon (Julian Schnabel)
2. No Country for Old Men (Joel & Ethan Coen)
3. Du levande (Roy Andersson)
4. Atonement (Joe Wright)
5. Burn After Reading (Joel & Ethan Coen)
6. The Dark Knight (Christopher Nolan)
7. There Will be Blood (Paul Thomas Anderson)
8. I’m Not There (Todd Haynes)
9. WALL·E (Andrew Stanton)
10. Katyn (Andrzey Wajda)

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Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen Lesern des „Filmforums Bremen“ ein frohes Fest!

Vielleicht schaffe ich es morgen noch, meine Top10-Listen für 2008 reinzustellen. Wenn nicht, dann wird’s erst Anfang Januar etwas, denn vom 26.12 bis 2.1. werde ich mich erst einmal in den wohlverdienten Urlaub begeben.

Besinnliche Grüße,

Arkadin

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Endlich: „Alfred Hitchcock präsentiert“ auf DVD!

Nachdem Koch Media dieses Jahr mit der TV-Serie „Alfred Hitchcock zeigt“ vorgelegt hat, erscheint am 27. März 2009 die Vorgänger-Serie „Alfred Hitchcock zeigt – Teil 1“ als 3-DVD-Box.

Während Hitch himself bei „Alfred Hitchcock zeigt“ nur eine Folge selbst insziniert hat (nämlich bei „I Saw the Whole Thing„), war er bei „Alfred Hitchcock präsentiert“ bei sage und schreibe 17 Folgen auch hinter der Kamera aktiv. Hoffen wir einmal, dass diese dann auch vollständig im Rahmen dieser DVD-Veröffentlichung auch diese Folgen mit auf den Silberling gepresst werden. Ich freue mich! 🙂

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