Interview mit Andreas Dresen in der Berliner Zeitung

In der Ausgabe vom Samstag wurde in der „Berliner Zeitung“ ein sehr ausführliches Interview mit Andreas Dresen geführt, in dem es um seinen Status als „Ost-Regisseur“, die DDR, seine Weltanschauung und natürlich seinen neuen Film „Whiskey mit Wodka“ geht.

Dieses höchst interessante und unterhaltsame Gespräch liegt nun auch online zugänglich vor.

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Originalfassungen in Bremen: 28.08.-02.09.09

Der Urlaub war (natürlich) mal wieder viel zu kurz. Jetzt muss ich mich nach zwei Wochen (fast) ohne Internet erst einmal wieder einleben und auf den neusten Stand der Dinge bringen. Und während ich dies tue, hier die Originalfassungen in Bremen von heute bis nächsten Mittwoch.

Auf der Suche nach dem Gedächtnis – Cinema, Fr.-Mi., 17:00 – Hochgelobte Dokumentation.

Beim Leben meiner Schwester – Cinemaxx, Fr. 28.8. 17:30; So. 30.8. 15:00 – US-Drama von Nick Cassavettes um ein junges Mädchen, dass einst als „Ersatzteillager“ für seine Leukämiekranke Schwester gezeugt wurde und nun rebelliert. Mit Cameron Diaz und Alec Baldwin.

Cafe de los maestro – Kino 46, So, Di, Mi, jeweils 20:30 – Argentinisch-amerikanische-brasillianische Dokumentation über den Tango in Argentinien.

G.I. Joe – Geheimauftrag Cobra – Cinemaxx, Di., 1.9., 20:15 – Grellbunte Verfilmung einer weiteren Hasbro-Spielzeug-Serie. Regie führt Stephen Sommers, der am Anfang seiner Karriere (Deep Rising, Die Mumie) mal ganz unterhaltsam war.

It Might Get Loud – City, Fr.-Mi., 18:45, 20:45 (Sa.+So. auch 17:00) – Doku über die elektrische Gitarre in der Musik. Mit Jimmy Page, The Edge und Jack White.

It’s a Free World – Kino 46, Fr.+Sa., 20:30 – von Altmeister des britischen Sozialdramas Ken Loach. Zwei Freundinnen machen eine Arbeitsvermittlungsagentur auf und geraten zwischen die Fronten von Menschenhändlern, skrupellosen Unternehmen und ausgebeuteten Arbeitern.

Public Enemies – Cinemaxx, Mo., 31.8., 19:30 – Michael Manns starbesetzter Gangsterfilm um John Dillinger und die Jagd nach ihm. Mit Johnny Depp als Dillinger, Christian Bale und Marion Cotillard (Oscar für ihre Darstellung der Edith Piaf in La môme ).

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 31.8., 21:45

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Ab in den Süden…

Die nächsten 2,5 Wochen ist hier jetzt erst einmal Sendepause, denn ich fliege morgen in sonnigere Gefilde.

Ende des Monats geht es hier dann, wieder wie gewohnt, weiter.

Bis dahin: Viel Spaß im Kino!!!

Palmen

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„City Kino“ bekommt neue Leitung

Super. Da hat der „Weser Kurier“ seine  Homepage komplett überarbeitet und nun kann man nicht mehr online auf die Artikel zugreifen, die morgens in der Print-Ausgabe standen. Aus veröffentlichungspolitischen Gründen durchaus nachvollziehbar, aber für mich blöd, da ich nicht mehr auf die entsprechenden Artikel verlinken kann, sondern alles aus der Printausgabe abtippen darf. Diese habe ich aber natürlich eh im Hause, da ich das gedruckte Wort den Pixeln am Bildschirm vorziehe.

Nach dieser langen Vorrede, die gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, hier die wirklich wichtige Neuigkeit:

City-Kino unter neuer Leitung

Veränderung in der Bremer Kinoszene: Seit dieser Woche wird das Programm des City-Lichtspielhauses in der Birkenstrasse von den Bremer Filmkunsttheatern gestaltet. Diese übernehmen als Untermieter die Disposition des City, das bislang von Heinz Rigbers geführt worden ist. Zu den bremer Filmkunsttheatern gehörten bisher die Schauburg, das Atlantis und die Gondel.

Künftig sollen im Traditionshaus City auch wieder aktuelle Filme gezeigt werden, sagt Manfred Brocki, Betreiber der Lichtspielhäuser: „Das wird wieder ein Erstaufführungskino“. (…) Die Kartenpreise werden nun angehoben und an die anderen Filmkunsttheater angepasst. Das Impro-Theater, das freitags im City zu Gast ist, wird dort auch weiterhin auftreten.

Manfred Brock, der das City früher schon einmal mit Heinz Rigbers geführt hat, freut sich, nun zusätzliche Leinwände zur Verfügung zu haben, um mehr aktuelle Filme zeigen zu können. (…)“

Quelle: Weser Kurier vom 8.8.09

Nach

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John Hughes gestorben

JHGestern verstarb völlig überraschend im Alter von nur 59 Jahren der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent John Hughes an einem Herzinfarkt. Hughes war der Inbegriff des 80er Jahre Teenie-Films.

Seine in der fiktiven Kleinstadt Schermer angesiedelten Filme „The Breakfast Club„, „Pretty in Pink“ (Drehbuch), „Ferris macht blau“ oder „L.I.S.A. – der helle Wahnsinn“ sind für die in den 80er Jahren aufgewachsene Generation Kultfilme und haben die Karriere eines ganzen Rudels von Jungsschauspielern begründet.

Zu dem so genannten „Brad Pack“, welches immer wieder in den von Hughes inszenierten oder produzierten Filmen auftrat, gehörten Molly Ringwald, Judd Nelson, Anthony Michael Hall, Demi Moore, Rob Lowe, Ally Sheedy, Emilio Estevez und Andrew McCarthy.

Später verlegte sich Hughes mehr auf die Produktion und hatte mit dem von ihm geschriebenen „Kevin – Allein Zuhause“ noch einmal einen gigantischen Publikumserfolg gelandet. Mein Lieblingsfilm von John Hughes ist die brillante Komödie „Ticket für zwei“ mit Steve Martin und John Candy von 1987.

Hier noch als passender Nachruf ein kleines Zitat aus Kevin Smiths Film „Dogma„:

 See, all these movies take place in a small town called Shermer, in Illinois, where all the honies are top-shelf, but all the dudes are whiny pussies – except for Judd Nelson, he was fuckin‘ harsh – but best of all, there was no one dealin‘, man; then, it hits me: we could live like phat rats if we were the blunt connection in Shermer, Illinois. So we collected some money we were owed, and we caught a bus. You know what the fuck we found out when we got there? There is no Shermer in Illinois. Movies are fuckin‘ bullshit.

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Originalfassungen in Bremen: 06.08.-12.08.09

Nachdem das Kino 46 seine Pforten nach der Sommerpause wieder geöffnet hat, wird auch die Liste mit O-Fassungen wieder länger. Zusätzlich präsentiert das Cinemaxx eine Sneak Preview, die dankenswerterweise zeitlich nicht mit der alteingesessenen Sneak der Schauburg kollidiert.

Auf der Suche nach dem Gedächnis – Der Hirnforscher Eric Kandel – Cinema, Do-Mi. 17:00+20:45 ausser So. (16:00+20:00) – Hochgelobte Dokumentation.

Brüno – Cinemaxx, Fr, Sa, Di. 22:15, So. 17:10, Mo. 21:10, Di. 22:15, Mi. 14:45+17:10+19:40 – nachdem er bis vor zwei Wochen in der Schauburg zu sehen war, wandert die neue Fake-Doku von Sacha Baron Cohen nun ins Cinemaxx.

Burn After Reading – Kino 46, Do-Sa, 20:30 – Coen-Brothers-Komödie mit Starbesetzung, die auch „Viel (schriller) Lärm um nichts“ heißen könnte. Viele mochten den Film gar nicht. Ich fand ihn einfach köstlich.

Hangover – Cinemaxx, Fr. 17:30, So. 20:00, Mo. 22:30 – US-amerikanische Erfolgskomödie um vier Freunde und einen verhängnisvollen Junggesellenabend.

Harry Potter und der Halbblutprinz – Cinemaxx, Do, So., Mo., Mi. jeweils 22:15 – Und immer noch dabei: Harry Potter zum Sechsten.

Sneak Preview – Cinemaxx, Do. 6.8., 19:40

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 10.8., 21:45

Tangerine – Kino 46, So., Di., Mi., 20:30 – eine deutsch-marrokkanische Drama um eine (ebenfalls) deutsch-marokkanische Frauenfreundschaft in Tanger.

In den nächsten Wochen wird es übrigens keine Berichte über O-Fassungen in Bremer Kinos geben, da ich im Urlaub verweilen werde. Es sei denn, jemand möchte gerne in meiner Abwesenheit diesen Job übernehmen. Aber davon gehe ich mal nicht aus 😉

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Open-Air-Kino in Vegesack

Wer nicht ganz bis Bremerhaven fahren möchte, kann morgen auch einen Abstecher nach Bremen-Vegesack machen und sich dort unter freiem Himmel das Musical „Mamma Mia!“ ansehen.

Die dritte Open-Air-Vorstellung findet am Freitag, 7. August, im Vegesacker Stadtgarten statt. Auch hier gibt es ab 22.30 Uhr „Mamma Mia!“ zu sehen. Die Campinghocker können auch in diesem Fall zu Hause bleiben, für Bestuhlung ist gesorgt. Zuvor findet hier ein Konzert des Gartenkultur-Musikfestivals mit dem Bremer Salonorchester statt.

Quelle: Weser Kurier

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Bremerhaven: „Kino im Hafen“

Wer am Wochenende noch nichts vor hat, der kann sich auf den Weg nach Bremerhaven machen.  Abgesehen davon, dass sich in Bremerhaven so einiges getan hat, was einen Besuch lohnt (Stichwort: „Havenwelten“), präsentiert das Open-Air-Kino „Kino im Hafen“ zwei Spielfilme.

Am Samstag wird der Film „Finnischer Tango“ gezeigt, der vom Bremer Filmemacher – und ehemaligen „buten&binnen“-Moderator – Eike Besuden produziert wurde und unter Mitwirkung der Bremer „Blaumeier“-Theatergruppe  entstand.

Am 8.12. wird, passend zum maritimen Umfeld, der deutsche Klassiker „Das Boot“ von Wolfgang Petersen auf die Kinoleinwand gebracht.

„Kino im Hafen“, eine Veranstaltung des Kulturamtes Bremerhaven, die auch dieses Jahr wieder von einer Viehlzahl namenhafter, regional ansässiger Firmen unterstüzt wird.

In bewährter Technik werden insgesamt 20 Container das Rückgrat für die Leinwand bilden, die mit rund 180 Quadratmetern Fläche die Maße einer ausgewachsenen 7-Zimmer-Wohnung erreicht. Aus Containern wird ebenfalls die Projektionskabine für den zentnerschweren Spezial- Filmprojektor gebaut, der das Bild gut 70 Meter weit auf die Leinwand werfen wird.

Nach den außerordentlichen Erfolgen der vergangenen Jahre mit u.a. ”Der rote Korsar”, “Die Legende vom Commander” (am Abend genießen bis zu 5.000 Besucher die ausgefallene Kino-Atmosphäre) wird es am 07. und 08. August 2009 wieder ein filmisches Open-Air-Spektakel im ”Schaufenster Fischereihafen” geben.

Bereits seit 1996 genießen Touristen und Einheimische die ausgefallene Kino-Atmosphäre. Laut Verband der Filmverleiher gehört „Kino im Hafen“ auf Grund der Besucherzahlen zu den Top Ten der Freiluftkinos in Deutschland.

Beginn ist jeweils ca. 22 Uhr (Einbruch der Dunkelheit) – immer mit Vorprogramm ab 21 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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Zwei neue Links

Zum Monatsauftakt gibt es nach langer Zeit wieder neue Internet-Tipps.

www.christiankessler.de

Homepage eines waschechten Sohnes der Stadt. Christian Keßler (mittlerweile im Ruhrpott beheimatet) dürfte vielen Filmfreunden  – vor allem denen des eher obskuren Films – durch seine Artikel in der „Splatting Image“ oder seinen Büchern „Das wilde Auge“ (Italo-Horror & Giallo) und „Willkommen in der Hölle“ (Italo-Western) wohl bekannt sein. Auf seiner Homepage kann man stundenlang stöbern und höchst interessante Artikel zu vielfältigen Themen auch weit jenseits des Exploitationkinos finden.

kino-zeit.de

Interessantes Online-Magazin zum Thema Arthouse-Kino. News, sowie Rezensionen neuer Kinofilme, DVDs/BluRays und Filmbücher.

kino-zeit.de ist eine Plattform des Arthouse-Kinos und hat sich zum Ziel gesetzt, mehr Aufmerksamkeit auf die Filme zu lenken, die sonst in der Masse der Kino-Neustarts unterzugehen drohen – engagiertes, unbequemes, nachdenklich machendes, aber auch unterhaltsames Kino, das eine Alternative zu den Einheitsproduktionen aus Hollywood bietet. Naturgemäß liegt ein besonderer Fokus von kino-zeit.de auf Produktionen aus Deutschland und Europa.

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Biennale 2009 in Venedig: Die Filme im Wettbewerb

Zwischen dem 2. und dem 12.9. wird auf der Biennale in Venedig wieder um den begehrten Preis des Goldene Löwen gekämpft. Heute ist die Liste der Wettbewerbsfilme veröffentlicht worden.

Ich habe einmal die meines Erachtens nach interessantesten Beiträge rausgesucht:

„Baaria“ – der Eröffnungsfilm von Giuseppe Tornatore, der einst gleich mit seinem zweiten Spielfilm „Cinema Paradiso“ Weltruhm erlangte. Seitdem ist es etwas still um ihn geworden.

„Soul Kitchen“ – natürlich konzentriert sich die deutsche Berichterstattung auf den neuen Film von Fatih Akin. Die Besetzungsliste liest sich schon mal wie ein „Best of Fatih Akin“.

– „Yi ngoi“ – Action-Thriller von Cheang Pou-Soi, der bisher durch den in Fankreisen ziemlich abgefeierten Film „Dog Bite Dog“ aufgefallen ist.

– „White Material“ – der neue Film von Claire Denis, deren letzter Film „35 rhums“ gerade vor ein paar Monaten in Deutschland gestartet war. Isabelle Huppert spielt die Hauptrolle.

– „Mr. Nobody“ – international (Jared Leto, Diane Kruger) besetztes Fantasy-Drama von Jasco von Dormael, der mit dem Film „Toto der Held“ bekannt wurde.

– „Lourdes“ – von Jessica Hausner, die mit „Hotel“ vor einiger Zeit positiv aufgefallen ist.

– „Bad Lieutenant: Port of Call New Orleans“ – Werner Herzog dreht ein Remake (!) eines Abel-Ferrera-Films (!!) mit Nicolas Cage (!!!) und Val Kilmer (!!!!) in den Hauptrollen. Klingt zumindest ungewöhnlich. Leider hat Herzog in den letzten Jahren zwar brillante Dokumentationen abgeliefert, aber seine Spielfilme (insbesondere der grausige „Invincible„) enttäuschten. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

– „Capitalism: A Love Story“ – der neue Michael Moore.

– „Il grande sogno“ – von Michele Placido, der hierzulande eher als Schauspieler („Allein gegen die Mafia„) bekannt ist.

– „36 vues du Pic Saint Loup“ – nach „Ne touchez pas la hache“ von 2007 ein weiteres Lebenszeichen des großen Jacques Rivette. Mit 84 Minuten für seine Verhältnisse ein „Kurzfilm“.

– „Survival of the Dead“ – ich glaub’s nicht! Ebenfalls im Wettbewerb, der mittlerweile 6. Zombie-Film vom quasi Erfinder des Genres: George R. Romero. Ungewöhnlich. Leider sind Romeros besten Tage schon seit Jahrzehnten vorbei. Da wage ich nicht mehr zu hoffen. Außerdem, nach „Day of the Dead“ hat er 20 Jahre die Finger von den Untoten gelassen und nun haut er schon den dritten Zombiefilm in gerade einmal 4 Jahren raus. Dem Mann fällt entweder nichts Neues mehr ein und/oder er jagt verzweifelt dem eigenen Mythos hinterher. Na ja, wahrscheinlich kriegt er auch nichts anderes mehr finanziert.

– „Tetsuo The Bullet Man“ – was ist das denn? Shinya Tsukamoto kehrt zu seinen Wurzeln zurück und dreht den dritten „Tetsuo“-Film. Da weiß ich auch nicht was ich davon halten soll. Andererseits hat Tsukamoto in der Vergangenheit oft bewiesen, dass er auch jenseits von „Tetsuo“ ein ganz famoser Regisseur ist (z.B. bei den großartigen „Vital“ oder „Tokyo Fist„). Andererseits ist er mit seinen letzten Projekten auch sehr in den Kommerz abgedriftet. Mal abwarten.

Wer mehr über die Biennale lesen möchte, kann das hier, hier und hier tun.

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