Mein Fazit zum 16. Internationalen Filmfest Oldenburg

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Vorgestern ging das 16. Internationale Filmfest Oldenburg zu Ende.

Obwohl gleich um die Ecke, muss ich doch beschämt gestehen, dass ich in diesem Jahr das erste Mal dieses Filmfestival besucht habe. Hier mein Fazit: Klein, übersichtlich, familiär. Das war mein Eindruck an den zwei Tagen, an denen ich in Oldenburg war. Auffällig waren vor allem zwei Dinge. Erstens, sehr viel weniger Zuschauer als ich erwartet hatte. Bei allen Vorstellungen, die ich besucht habe, war das Kino maximal zur Hälfte, oft eher weniger, gefüllt. Zweitens: Die Freundlichkeit der Verantwortlichen. Wirklich überall, egal ob an der Kasse oder beim Kinoeinlass, man wurde immer mit einem Lächeln und überaus freundlich behandelt. Das kenne ich von anderen Festivals mit überforderten Hilfskräften leider auch ganz anders. Von daher: ein großes Kompliment für die tolle Atmosphäre.

Die Spielstätten sind alle gut zu Fuß zu erreichen und – vorbildlich – zwischen den Vorstellungen war auch immer mehr als genug Zeit, die Spielstätte zu wechseln und eventuell den kleinen Hunger zu stillen. Auch das habe ich schon anders erlebt. So war das Ganze dann auch wunderbar entspannt und man musste sich nicht abhetzen.

Was ich etwas schade fand ist, dass bei den Vorstellungen, die ich besucht habe, keine Gäste zugegen waren. Aber wahrscheinlich habe ich mir da einfach nur die falschen Filme ausgesucht.

Zu den Filmen. Weiterlesen

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16. queerfilm-Festival im Kino 46

Zwischen Dienstag, dem 13.10 und Sonntag, den 18.10. findet im Kino 46 zum 16. Mal das „queerfilm-Festival“ statt. In 6 Tagen werden 15 Filme (+ 2x ein Kurzfilmabend) zu den Themen Homo- und Bisexualität oder Mehrgeschlechtlichkeit gezeigt. Wie jedes Jahr werden wieder einige Gäste erwartet, die ihre Filme persönlich vorstellen. Mehr Infos gibt es unter www.queerfilm.de.

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Veranstaltungshinweis: „Panzerkreuzer Potemkin“ live begleitet vom Landesjugendorchester Bremen

potemkinAm Freitag, den 2. Oktober findet in der Glocke das alljährliche Stummfilm-Konzert des Landesjugendorchesters Bremen in Zusammenarbeit mit dem Kino 46 statt.

Letztes Jahr gab es Buster Keatons „Steamboat Bill Jr.“ zu sehen und diesem Jahr wird der legendäre sowjetische Propaganda-Klassiker „Panzerkreuzer Potemkin“ von 1925 gezeigt.

Dieser cineastische Meilenstein von Sergei Eisenstein ist einer der einflussreichsten Filme überhaupt und wird im großen Saal der Glocke vorgeführt und dabei live vom Landesjugendorchster begleitet.

Gespielt wird die Originalmusik von Edmund Meisel.

Die Preise für ein normales Ticket bewegen sich zwischen 17,90 und 29,15 Euro. Mitglieder des Kino 46 erhalten einen Rabatt.

Was ich etwas schade finde ist, dass auch dieses Jahr wieder „nur“ ein alter Bekannter und nicht einmal ein etwas der Masse unbekannteres Werk gezeigt wird. Aber scheinbar befürchtet man wohl, mit einem weniger geläufigen Titel kein Publikum anlocken zu können.

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Originalfassungen in Bremen: 17.09.- 23.09.09

Mit „District 9“ ist mal wieder ein Blockbuster (und ein Fan-Fave vom Fantasy Filmfest) im Programm. Ansonsten fast alles wie gehabt. Gut, dass ich die „Basterds“ Sonntag gesehen habe, den die sind auch schon wieder aus dem Programm verschwunden.

Beim Leben meiner Schwester – Cinemaxx, Fr.+So. jeweils 18:45 – US-Drama von Nick Cassavettes um ein junges Mädchen, dass einst als “Ersatzteillager” für seine Leukämiekranke Schwester gezeugt wurde und nun rebelliert. Mit Cameron Diaz und Alec Baldwin.

Das süße Jenseits – Kino 46, Sa+Mi. um 20:30, So. 18:00 – Drama von Atom Egoyan. Eine Kleinstadt versucht den Tod einer Schulklasse zu verarbeiten.

Die Strände von Agnés – Atlantis, Do., 17.9.+Mi.23.9. 17:00, So. 20.9., 16:00 – Autobiographie der berühmten Regisseurin Agnés Varda.

District 9 – Cinemaxx, Do.+Mo., 20:10 –

Public Enemies – Cinemaxx, Sa.+Die., 23:15 – Michael Manns starbesetzter Gangsterfilm um John Dillinger und die Jagd nach ihm. Mit Johnny Depp als Dillinger, Christian Bale und Marion Cotillard (Oscar für ihre Darstellung der Edith Piaf in in La môme).

It Might Get Loud – City, Do.-Mi., 18:00 – Doku über die elektrische Gitarre in der Musik. Mit Jimmy Page, The Edge und Jack White.

Morgen gehen wir ins Kino – Kino 46, Do. 17.9., 20:30 – Polnisches Drama über die Lebenswege dreier Schulkameraden, die 1938 ihr Abitur gemacht haben.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 21.9., 21:45 –

Young@Heart – Kino 46, Fr.+Die., 20:30, Sa. 18:00 – Doku über einen Rentner-Chor, der Pop- und Rocklieder singt. Am 18.9. singt um 20.30 Uhr der Chor Frohes C vor dem Film einige Lieder aus seinem Repertoire

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Originalfassungen in Bremen: 11.09.- 16.09.09

„Inglourious Basterds“ läuft in der Orignalfassung mit deutschen Untertiteln. Ich bin glücklich! 🙂 Danke Cinemaxx!

Ashita – Kino 46, Die, 15.9., 20:30 – japanisches Drama. Völlig unterschiedliche Menschen erhalten nachrichten von Verwandten und Freunden, die alle bei einer Schiffskatastrophe ums Leben gekommen sind. Sie sollen sich auf einer Insel einfinden, um Abschied nehmen zu können.

Auf der Suche nach dem Gedächtnis – Cinema, Fr.-Mi. 19:00 (So. 18:00) – Hochgelobte Dokumentation über einen Hirnforscher.

Die Strände von Agnés – Atlantis, Sa. 12.9., 17:00 – Autobiographie der berühmten Regisseurin Agnés Varda.

Inglourious Basterds – Cinemaxx, Fr.-Mi. 16:30 + 19:45 – der neue Tarantino. Endlich in der Originalfassung!

It Might Get Loud – City, Fr.-Mi. 21:00 (Fr. um 18:00!) – Doku über die elektrische Gitarre in der Musik. Mit Jimmy Page, The Edge und Jack White.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 14.9., 21:45

The One Man Village – Kino 46, So. 13.9., 18:00 – Doku des libanesischen Regisseurs Simon el Habre über seinen Vater, welcher der einzige übrig gebliebene Bewohner seines Heimatdorfes ist.

Uzak – Kino 46, Fr.+Sa. 20:30 – türkisches Drama um einen Photographen in einer Lebenskrise und seinen aus einem armen Dorf nach Istanbul gekommenen jüngeren Bruder.

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Mehr zu Lars von Triers „Antichrist“

Noch so etwas wie ein Nachtrag zu meinem Posting gestern. „Antichrist“ wird ja zur Zeit in wirklich allen Medien auf das Ausführlichste rezensiert, interpretiert und diskutiert. Ich habe aus dem Wust an Material einmal zwei Interviews mit ihm herausgesucht, die ich sehr interessant finde.

Auf „Spiegel Online“ ist ein längeres Interview zu finden, in dem sich Von Trier auf die ihm eigene Art als kranker Geist inszeniert und die Interviewer ein wenig provoziert. Ich glaube zwar, dass Von Trier wirklich an einer Depression leidet, aber auch, dass er gerne damit kokettiert, um ein Kunstfigur „Von Trier“ zu kreieren. Auf diese Weise muss er von seinem wahren Selbst nicht zuviel preisgeben. Im Spiegel-Interview bezeichnet sich Von Trier als Controll-Freak – und ich glaube, er genießt die Kontrolle, die er so über das öffentliche Bild des Regisseurs Von Trier hat. Denn die Journalisten schnappen nur allzu gern nach den Brocken, die er ihnen hinwirft, da sie so wunderbar zum Image des „genialen Verrückten“ passen. Hier ist er dem großen Alfred Hitchcock nicht unähnlich, der ja auch die Kunstfigur „Hitch“ erschuf, welche in Interviews so wunderbar zu unterhalten verstand, aber ihm auch gleichzeitig einen Schutz bot, um nicht zu persönlich zu werden. Und noch eins ist beiden gemeinsam: Man hört ihnen verdammt gerne zu 🙂

Richtig zu hören gibt es Lars von Trier dann in einem 41 minütigen Audio-Interview, welches auf der Homepage der Zeitschrift „Cargo“ zur Verfügung gestellt wird. Auch sehr empfehlenswert.

Ferner gibt es noch zwei Texte zum Film, in denen sich die literarischen Schwergewichte Daniel Kehlmann und Elfriede Jelinek mit dem Film „Antichrist“ auseinander. Den Kehlmann Text kann man auf der Homepage der „Zeit“ nachlesen, den von Jelinek gibt es bisher nur in der Printausgabe der Zeitschrift „Cargo“ (also los zum Kiosk und kaufen, denn die Zeitschrift lohnt sich sowieso). Eine Zusammenfassung beider Texte ist in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht worden und auf Filmportal.de zu lesen.

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Kritik zur „Antichrist“-Kritik im „Weser Kurier“

Warum tue ich as nur immer wieder? So langsam müsste ich es doch gelernt haben! Lese nie die Kritiken im „Weser Kurier“, wenn Du den Film noch nicht gesehen hast!!! Aber heute morgen war ich noch etwas schläfrig und da arbeitet das Gehirn etwas langsam. Somit rutschte mein Blick unglücklicherweise auf die heutige „Antichrist„-Kritik von Rainer Mammen.

Ah, Lars von Trier – einer meiner absoluten Lieblingsregisseure. Da ist natürlich der Reflex schnell da, einen Text über Von Triers neusten, in den Medien heiß diskutierten (wobei, die herbei geschriebene „Kontroverse“ gibt es eignetlich gar nicht, da der Film überall einstimmig als Meisterwerk hochgejubelt wird) Werk zu lesen. Oh, die Strafe folgte sogleich auf dem Fuße. Gut, einige Plot-Punkte sind bekannt und wurden bereits ad nauseam durch die Presse getrieben, aber zumindest das Ende wurde bisher durchaus diskret behandelt. Und womit beginnt Mammens Kritik? Genau. In bester „Weser Kurier“-Tradition mit einer genauen Beschreibung eben dieses. Das ist genauso, als hätte man damals kurz vor dem Deutschlandstart eine Kritik des Filmes „The Sixth Sense“ mit den Worten begonnen: „Am Ende stellt sich also heraus, dass der Protagonist den ganzen Film über tot war“ (wobei ich mich erinnere, dass die Kritik „Weser Kurier“ damals genau dies tat, indem sie gleich am Anfang einen Plot-Twist versprach, der für Kenner des Filmes „Jacob’s Ladder“ keine Überraschung sein dürfte. Aha? Danke!)

Was soll das? Die Kritik ist an sich gut und fundiert geschrieben und kommt vor allem auch ohne diesen heftigen Spoiler aus. Warum stellt man ihn also der Kritik ohne Vorwarnung vorweg? Macht es Herrn Mammen einfach nur diebisch Spaß? Man sollte es fast annehmen, da er am Ende des Textes einen Epilog erwähnt, nur um auch diesen en detail zu beschreiben. Okay, ich möchte Herrn Mammen mal folgendes Motiv unterstellen: Vielleicht wollte er den Zuschauern vorsätzlich vor vollende Tatsachen stellen, damit dieser sich nicht durch eine klassische „Suspensegeschichte“ ablenken lässt, sondern seinen Blick voll und ganz auf das Wesentliche, nämlich das psychologische Spannungsfeld zwischen den beiden Protagonisten konzentriert. Aber irgendwie zweifle ich an solch edlen Beweggründen und tippe auf reine Boshaftigkeit.

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Filmfest Oldenburg: Timetable ist online

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Da war man bei der Internet-Redaktion des Filmfests Oldenburg noch fleißig.

Der Timetable steht jetzt online.

Fröhliches Planen!

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16. Internationales Filmfest Oldenburg

Plakat_2009_miniZwischen dem 16. und 20. September findet in Oldenburg – nun schon zum 16. Mal – das alljährlichen „Filmfest Oldenburg“ statt, welches auch gerne einmal vollmundig als das „Deutschlands Sundance Festival“ bezeichnet wird.

Dieses Jahr schaffe ich es nun auch einmal nach Oldenburg zu fahren und nach längerer Zeit ENDLICH mal wieder bei einem Filmfestival dabei zu sein. Die Vorfreude ist schon sehr groß 🙂

Seit gestern Abend steht auch schon die Liste der auf dem Festival vertretenen Filmen online.

Zwar fehlen bei einigen Filmen noch die Anfangszeiten und daher gibt es noch keinen Timetable zum Download (der soll aber morgen kommen), aber anhand der bereits vorliegenden Angaben kann man schon einmal beginnen, seinen Festivalbesuch zu planen.

In Bremen gibt es so etwas Schickes ja leider nicht 🙁

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Originalfassungen in Bremen: 03.09.- 09.09.09

Da in den Kinos zum größten Teil nur Originalfassungen aus der letzten Woche laufen, bin ich heute mal faul und kopiere bei den betreffenden Filmen auch nur meine Bemerkungen aus der Vorwoche.

Beim Leben meiner Schwester – Cinemaxx, Mo. 7.9., 19:45 – US-Drama von Nick Cassavettes um ein junges Mädchen, dass einst als „Ersatzteillager“ für seine Leukämiekranke Schwester gezeugt wurde und nun rebelliert. Mit Cameron Diaz und Alec Baldwin.

G.I – Joe – Cinemaxx, Sa.+Die. 17:05 – Grellbunte Verfilmung einer weiteren Hasbro-Spielzeug-Serie. Regie führt Stephen Sommers, der am Anfang seiner Karriere (Deep Rising, Die Mumie) mal ganz unterhaltsam war.

In the Mood for Love – Kino 46, Fr.+Sa., 20:30; So. 18:00 – moderner Klassiker von Wong Kar-Wei mit Maggie Cheung und Tony Leung.

Julie & Julia – Cinemaxx, Do.+Mo., 17:05 – auf einer wahren Geschichte beruhender Film über eine US-TV-Köchin in den 50ern und eine Frau, die 40 Jahre später in einem Rekordversuch alle deren Rezepte nachkocht. Mit Meryl Streep.

Public Enemies – Cinemaxx, Fr. 4.9. 16:55+22:30; So. 6.9. 16:55 -Michael Manns starbesetzter Gangsterfilm um John Dillinger und die Jagd nach ihm. Mit Johnny Depp als Dillinger, Christian Bale und Marion Cotillard (Oscar für ihre Darstellung der Edith Piaf in in La môme).

Sneak Preview – Cinemaxx, Do. 3.9., 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 7.9., 21:45

Uzak – Kino 46, Di. 8.9., 20:30 – türkisches Drama um einen Photographen in einer Lebenskrise und seinen aus einem armen Dorf nach Istanbul gekommenen jüngeren Bruder.

Warten auf das Glück – Kino 46, Do, So+So., 20:30 – französisch-mauritansiches Drama um einen jungen Mann, der Abschied von seinem Dorf nimmt.

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