Nachrichten getagged: Nachruf

Nachruf: Blake Edwards (1922-2010)

Von , 17. Dezember 2010 11:17

Ein großer Komödien-Regisseur ist von uns gegangen. Am Mittwoch starb Blake Edwards im Alter von 88 Jahren an einer Lungenentzündung.
Edwards hat die 60er Jahre maßgeblich mitgeprägt und in dieser Zeit auch einen der schönsten Filme aller Zeiten gedreht: “Frühstück bei Tiffany” mit der entzückenden Audrey Hepburn. Kurz danach startete er mit “Der rosarote Panther” durch in dem Peter Sellers den chaotischen Inspektor Clouseau gab. Diesen Erfolg sollte er dann noch mit weiten acht “Pink Panther”-Filmen noch bis 1993 fortsetzen sollte (da leider mit dem katastrophalen “Der Sohn des rosaroten Panthers” in dem Roberto Benigni mehr schlecht als recht den unehelichen Sohn des legendären Inspektor Clouseau spielte).
Neben seinen beiden berühmtesten Filmen dreht Blake Edwards 1968 noch eine meiner absoluten Lieblingskomödien, die im Original schlicht “The Party” heißt und in Deutschland den etwas plumperen Titel “Der Partyschreck” bekam. Wieder mit Peter Sellers in der Hauptrolle.
In den 70ern wurde es etwas ruhiger um ihn, bis auf die obligatorischen “Pink Panther”-Filme, bis er 1979 mit “10” noch einmal voll durchstartete und aus Dudley Moore und Bo Derek kurzfristig internationalen Stars machte. Es folgten “S.O.B.” und der tolle “Victor/Victoria“, das Remake einer deutschen Komödie von 1933. 1989 und 1991 ließ er noch einmal mit den beiden Erfolgen “Skin Deep” bzw. “Switch” von sich reden, dann wurde es sehr ruhig um ihn. Sein letzter Kinofilm war dann der oben schon mal genannte “Sohn des rosaroten Panther”, der leider keinen würdigen Abschluss dieser mit Juwelen besetzten Karriere darstellte.

Hier noch zwei weitere Nachrufe auf ihn:

sueddeutsche.de
mubi.com

Sowie zwei unvergessliche Momente aus seinen Filmen, die ihn unsterblich gemacht haben.

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Nachruf: Arthur Penn und Tony Curtis

Von , 30. September 2010 16:18

Nach Claude Chabrol sind nun schon wieder der ewige Vorhang für zwei Ikonen gefallen. Diesmal nicht des europäischen, sondern des Hollywood-Films. Tony Curtis stand dabei für das klassische Hollywood der 50er Jahre, während Arthur Penn der erste Vertreter des “New Hollywood” war und mit seinem “Bonnie & Clyde” den Startschuss zu einem neuen, aufregend Kapitel der Filmgeschichte gegeben hat.

Ich habe ein paar sehr schöne und informative Nachrufe auf die beiden gefunden, die ich hier einmal verlinken möchte.

Arthur Penn (1922-2010)

MUBI
www.nytimes.com
www.rollingstone.de
www.faz.net

Tony Curtis (1925-2010)

MUBI
www.nytimes.com
somecamerunning

Hier noch ein “Best Of” aus einer Folge der Serie, für die Tony Curtis in Deutschland wohl am Bekanntesten sein dürfte (auch wenn sie nicht zu seinen Glanzstücken zählt und hierzulande eher durch die herrlich bekloppte Synchro Erfolg hatte).

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Nachruf: Claude Chabrol

Von , 15. September 2010 16:43

Es ist ein schlechtes Jahr, wenn sich die Nachrufe so häufen. Mit Claude Chabrol ist wieder einer der großen Regisseure gestorben. Und nachdem Jacques Rivette letztes Jahr seinen (angeblich) letzten Film gedreht hat ist von den “Hardcore”-Nouvelle-Vague-isten jetzt nur noch Godard aktiv.

Ich war nie ein wirklich riesiger Chabrol-Fan, mag aber viele seiner Arbeiten. Das größte Problem in Bezug auf Chabrol ist der ständige Vergleich mit Hitchcock und die Bezeichnung “der französische Hitchcock”. Diese Etikettierung ist meines Erachtens nach völlig falsch und wird Chabrol in kleinster Weise gerecht. Zudem schürt sie falsche Erwartungen an seine Filme. Raffinierte Suspense und technische Kabinettstückchen findet man bei Chabrol eigentlich nicht. Seine Filme sind betont nüchtern gefilmt. Spannung ergibt sich ganz aus der Psychologie und Tiefe seiner Figuren und dem Spiel mit den bürgerlichen Masken, die sie tragen. Auch würde ich viele seiner Werke nicht unter der dem Prädikat “Thriller” sehen, sondern es sind lupenreine Dramen, deren Ausgangs- oder Schlusspunkt oftmals ein Verbrechen ist. Auch ist es fast unmöglich sich – wie bei Hitchcock – mit Chabrols Protagonisten zu identifizieren. Man betrachtet ihre Aktionen aus der Distanz, so wie man Tiere im Zoo beobachtet.

Leider hat Chabrols Gesamtwerk bei mir noch große Lücken. So kenne ich seine erste, Ende der 50er unter dem Einfluss der von ihm mit initiierten Nouvelle Vague entstanden Filme noch nicht. Auch sein Mainstream-Werk Mitte der 60er ist mir (bis auf die comic-artige Spy-Thriller-Persiflage “Strasse nach Korinth“) noch unbekannt. Ich bin eigentlich erst mit der Reihe von Meisterwerken eingestiegen, die Chabrol Ende der 60er/Anfang der 70er am Fliessband produzierte. Hier gefallen mir insbesondere “Die untreue Frau“, “Das Biest muss sterben“, “Der Riss” und “Vor Einbruch der Nacht” sehr gut. Nach dem interessanten “Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen” klafft bei mir dann wieder eine gewaltige Lücke bis zur Mitte der 90er Jahre. Ich erinnere mich hier nur, in den 80ern mal “Die Fantome des Hutmachers” und “Hühnchen in Essig” im TV gesehen zu haben. Beide mochte ich damals sehr gerne, müsste ich aber mal wieder gucken. Von seinen Filmen ab ’95 gefielen mir insbesondere “Die Brautjungfer” und “Biester“. Von den beiden ansonsten überall sehr geschätzten “Süßen Gift” und “Geheime Staatsaffären” oder dem harmlosen “Das Leben ist ein Spiel” war ich eher enttäuscht.

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R.I.P: Frank Giering

Von , 27. Juni 2010 13:29

Und wieder einmal ist ein hochtalentierter Schauspieler von uns gegangen. Am Donnerstag verstarb Frank Giering, welcher mir vor allem für seine unheimliche (im wahrsten Sinne des Wortes) Leistung in Michael Hanekes “Funny Games” in Erinnerung geblieben ist. Leider wurde sein Talent in zu vielen unbedeutenden TV-Rollen verschwendet.

In einem anderen Forum habe ich dieses sehr schönes Musikvideo mit Frank Giering gefunden, welches hier als Nachruf fungieren soll.

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Dennis Hopper (1936-2010)

Von , 31. Mai 2010 15:47
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“Now it’s dark”

Nachruf #2: Paul Naschy

Von , 12. Januar 2010 14:11

Da wir gerade bei Nachrufen sind.

Vor ein paar Tagen erst habe ich erfahren, dass bereits am 30. November Jacinto Molina Álvarez, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Paul Naschy, von uns gegangen ist. Der ehemalige Gewichtheber war eine DER Ikonen des europäischen Exploitationfilms der späten 60er bis Mitte der 80er Jahre. Auch in jüngster Vergangenheit wurde er immer noch, leider in oftmals amateurhaften und auf Video gedrehten Horrorfilmen, besetzt.

In seiner Hochphase in den 70er Jahren drehte Naschy 5-6 Filme im Jahr (für 1973 sind sogar 11 gelistet), oftmals als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Personalunion.

Seine berühmteste Rolle ist die des Werwolfes Waldemar Danisky, den er zwischen 1967 und 2006 ganze 13x verkörperte und der u.a. gegen Mr. Hyde, Samurais oder gar den Yeti kämpfte.

In Wikipedia steht, dass er der einzige Schauspieler sei, der alle klassischen Monster gespielt hätte. Das stimmt meines Erachtens nicht ganz, da diese Ehre auch Lon Chaney Jr. (der eine ähnlich massige Gestalt wie Naschy besaß) zuteil geworden sein dürfte.

Was ich an Naschy immer besonders bewundert habe ist, dass es immer irgendwie geschafft hat, sich selbst eine Sexszene mit der (immer wunderhübschen) Hauptdarstellerin, in seine Drehbücher zu schreiben. Selbst wenn er den “Buckligen aus dem Leichenschauhaus” spielte.

Für weitere Lektüre empfehle ich diese Seite: The Mark Of Naschy

Nachruf #1: Eric Rohmer

Von , 12. Januar 2010 14:00

Eric Rohmer ist tot. Einer der bedeutendsten französischen Regisseur und Mit- Begründer der “Nouvelle Vague” starb am gestern im stolzen Alter von 89 Jahren.

Leider muss ich zugeben, dass Rohmer in meiner Filmbildung noch immer “terra incocnita” ist. Während ich die Filme seiner Mitstreiter mit Begeisterung verschlang, fand ich bisher leider noch nicht die Zeit und Muße, mich näher mit dem Werk Rohmers auseinanderzusetzen. Eine echte Bildungslücke, die ich vorhabe, so schnell wie möglich zu schließen.

Da ich (noch) nicht aus erster Hand über Rohmers Filme berichten kann, beschränke ich mich daher auf eine Sammlung ausgewählter Links mit Nachrufen zu verweisen.

Die Zeit
Welt Online
Süddeutsche Zeitung
Spiegel Online

John Hughes gestorben

Von , 7. August 2009 15:53

JHGestern verstarb völlig überraschend im Alter von nur 59 Jahren der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent John Hughes an einem Herzinfarkt. Hughes war der Inbegriff des 80er Jahre Teenie-Films.

Seine in der fiktiven Kleinstadt Schermer angesiedelten Filme “The Breakfast Club“, “Pretty in Pink” (Drehbuch), “Ferris macht blau” oder “L.I.S.A. – der helle Wahnsinn” sind für die in den 80er Jahren aufgewachsene Generation Kultfilme und haben die Karriere eines ganzen Rudels von Jungsschauspielern begründet.

Zu dem so genannten “Brad Pack”, welches immer wieder in den von Hughes inszenierten oder produzierten Filmen auftrat, gehörten Molly Ringwald, Judd Nelson, Anthony Michael Hall, Demi Moore, Rob Lowe, Ally Sheedy, Emilio Estevez und Andrew McCarthy.

Später verlegte sich Hughes mehr auf die Produktion und hatte mit dem von ihm geschriebenen “Kevin – Allein Zuhause” noch einmal einen gigantischen Publikumserfolg gelandet. Mein Lieblingsfilm von John Hughes ist die brillante Komödie “Ticket für zwei” mit Steve Martin und John Candy von 1987.

Hier noch als passender Nachruf ein kleines Zitat aus Kevin Smiths Film “Dogma“:

 See, all these movies take place in a small town called Shermer, in Illinois, where all the honies are top-shelf, but all the dudes are whiny pussies – except for Judd Nelson, he was fuckin’ harsh – but best of all, there was no one dealin’, man; then, it hits me: we could live like phat rats if we were the blunt connection in Shermer, Illinois. So we collected some money we were owed, and we caught a bus. You know what the fuck we found out when we got there? There is no Shermer in Illinois. Movies are fuckin’ bullshit.

Karl Malden tot

Von , 2. Juli 2009 14:01

Der große Karl Malden ist im stolzen Alter von 97 Jahren in Los Angeles entschlafen.

Wie viele Jungs in meiner Generation wird er vor allem der Lt. Mike Stone aus der damals extrem populären Serie “Die Strassen von San Francisco” sein. Karl Malden, der als Mladen Sekulovich in Chicago zur Welt kam, war aber viel mehr als das. In den 50ern und den 60er Jahren war er in einigen großartigen Nebenrollen zu sehen, die einem lange im Gedächtnis bleiben. So z.B. in “Endstation Sehnsucht” (für den er 1952 den Oscar gewann), “Die Faust im Nacken“, “Baby Doll“, “Der Gefangene von Alcatraz” oder (einer meiner Favoriten) “Cincinnati Kid“.

Mit Alfred Hitchcock arbeitete er in “Ich beichte” zusammen, für den italienischen Meister Dario Argento übernahm er die zweite Hauptrolle in “Die neunschwänzige Katze“.

Mit Karl Malden ist einer der ganz Großen von uns gegangen.

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