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Das Bloggen der Anderen (17-07-17)

Von , 17. Juli 2017 17:00

– Gestern Abend verbreitete es sich wie ein Lauffeuer durch die sozialen Medien – und auch heute mag meine Facebook-Timeline voll von persönlichen Erinnerungen  an  einen großen Meister. George A. Romero ist von uns gegangen und auch zwei Blogs haben schon Nachrufe verfasst. Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog und Oliver Lysiak von den Fünf Filmfreunden.

– Sehr interessant. Filmlichter spricht mit dem „Spieleforscher“ Dr. Christian Roth, Forscher und Dozent am Lektorat für Interaktives Narratives Design der University of the Arts Utrecht, über den scheinbaren Antagonismus und die symbiotischen Möglichkeiten von Film und Interaktivität.

– Noch ein schöner, ausführlicher Rückblick auf das Bologneser Retrospektiven-Festival „Il Cinema Ritrovato 2017“ von Michael Kienzl auf critic.de

– Birte Carolin Sebastian hat Olivier Assays für den Revolver-Blog interviewt.

– Nachdem die Gerüchte durch das Netz geisterten, dass Tarantinos nächstes Projekt mit den Manson-Morden zu tun haben soll, schlugen die Wellen hoch. Negative Space hat sich seine eigenen Gedanken gemacht und den Versuch unternommen, das enorme Feedback etwas zu sortieren.

– Auf B-Roll hat Sonja Hartl einen sehr lesenswerten Text über das Thriller-Genre in Deutschland geschrieben, den ich so unterschreiben kann. Und anlässlich der Netflix-Serie „Feud“ beschäftigt sich  Andreas Köhnemann mit den Karrieren zweier Grande Dames des klassischen Hollywoods: Bette Davis und Joan Crawford.

– Mauritia Mayer lässt uns auf Schattenlichter wieder an ihren Reisen an die Drehorte ihrer liebsten Filme teilhaben. Diesmal hat sie sich auf die Spuren von Argentos „Phenomena“ begeben.

– Es ist immer wieder erfrischend eine andere Meinung zu lesen, wenn sie gut begründet ist. Jamal Tuschick schreibt für Hard Sensations über Will Trempers „Playgirl“, den er  als didaktisch verlogen empfindet. Das ist gut nachvollziehbar, auch wenn ich den Fall etwas anders sehe.

– André Malberg stellt auf Eskalierende Träume Helmut Käutners Film „Ein Mädchen aus Flandern“ vor.

Funxton empfiehlt Robert Hosseins „Le Vampire de Düsseldorf“ und meint: „Unabhängig von den historischen Ungenauigkeiten ist „Le Vampire De Düsseldorf“ ein hervorragender Kriminal- und sogar ein brillanter Serienmörder-Film“.

– In ziemlich vielen Kommentaren und Besprechungen, die ich in letzter Zeit hier und da gelesen habe, kam Truffauts „Die amerikanische Nacht“ recht schlecht weg. Ich habe den Film bisher nur einmal und das vor vielen, vielen Jahren, gesehen, habe den aber als ganz angenehm in Erinnerung. Darum gibt es jetzt hier mal eine „Gegendarstellung“ von gebelingeber auf Hauptsache (Stumm)Film.

– Oliver Nöding hat auf Remember It For Later einen sehr schönen und wie ich finde ausgesprochen treffenden Text über Jackie Chans Action-Klassiker „Police Story“ veröffentlicht.

– Auf dem 4. Iranischen Filmfestival München lief der Film „Janbal“ über den Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de schreibt. Das klingt sehr spannend und ich werde mich mal aktiv auf die Suche nach diesem Film machen, über den Oliver schreibt: „Mit einem narrativen Film hat Janbal wenig zu tun, rein dokumentarisch ist er aber auch nicht. Stattdessen würde man wohl am ehesten Experimentalfilm dazu sagen. Oder auch Kunstperformance.“

– Der Regisseur Christoph Hochhäusler hat um Empfehlungen in Sachen Gangster- Unterwelts- und Nachtfilme abseits des Kanons gebeten, und viele haben geantwortet. Die vielen Tipps hat er nun auf seinem Blog Parallel Film veröffentlicht.

Content-Diebstahl: Wenn der eigene Blog geklaut wird – Ein Erfahrungsbericht

Von , 11. Juli 2017 14:12

Letzten Mittwoch hatte ich diesen Text bereits auf meinem privaten Facebook-Profil gepostet. Da dieses aber nicht öffentlich ist, veröffentliche ich es auch noch einmal stark überarbeitet auf meinem Blog. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass das, was mir da passiert ist – und vor allem die Lösung, wie man es unterbindet – auch für Andere interessant und hilfreich sein kann.

Wenn man denkt, man hätte schon alles erlebt. Letzte Woche machte mich ein guter Mensch – Sascha vom Okaeri-Blog – darauf aufmerksam, dass es meinen Blog zweimal im Netz gibt. Einmal natürlich das bekannte Filmforum Bremen hier – und dann eine mir bis dahin unbekannte Seite namens stunningfilm.com. Gleiches Aussehen, identischer Inhalt – nur eine andere URL und eine Autorin, von der ich noch nie gehört hatte, nebst einem (offensichtlich) gefälschtem Impressum. Und noch ein weiterer wichtiger Unterschied: Statt der Blogroll und dem Archiv war dort auf der rechten Seite Werbung platziert worden.

Meine Theorie: Jemand kapert massenhaft Blogs und vermietet Platz auf diesen Fakes dann an irgendwelche Werbefirmen, die dort Werbung für ihre Kunden platzieren. Und wenn mal jemand von diesen Kunden auf die Idee kommt nachzuschauen (oder die Werbefirmen es nachweisen müssen), ob seine Werbung auch effektiv auf „echten“ und aktiven Blogs platziert wurde, wird er kein Verdacht schöpfen, da die Inhalte der Fakes ja regelmäßig mit echtem Inhalt aktualisiert werden. Nämlich jedesmal dann, wenn der echte Blog einen neuen Artikel postet oder jemand auf dem echten Blog einen Artikel kommentiert. Das wird nämlich alles durch das Anzapfen des FTP-Servers in Echtzeit gespiegelt.

Nach Momenten der Hilflosigkeit habe ich den Rest des Abends und die frühe Nacht damit verbracht, im Internet herumzustöbern, was man da machen kann. Als erstes bin ich über eine Seite gestolpert, die empfahl, den Fake hier bei Google zu melden. Damit soll er dann aus den Suchergebnissen bei Google verschwinden (teilweise stand der Fake-Blog nämlich in der Trefferliste vor meinem Original). Das Formular mit den tausenden Hinweisen, was einem alles passieren kann, wenn man falsche Angaben macht, habe ich in meiner ersten Wut dann auch brav ausgefüllt. Ob es aber etwas bringt, kann ich noch nicht sagen. Google weist darauf hin, dass sie sich in der Angelegenheit nur melden, falls sie noch Fragen haben und ansonsten keine weiter Kommunikation stattfindet. Nach jetzt gut einer Woche taucht der Fake-Blog noch immer in den Suchergebnissen auf. Allerdings läuft die Google-Verlinkung ins Nichts, denn ich habe mittlerweile einen anderen Weg gefunden, dem Fake erst einmal den garaus zu machen.

Nach weiterer Recherche hatte ich nämlich zwei Dinge herausgefunden: 1. Das Ganze ist wohl eine ziemlich weit verbreitete Masche. Bei Facebook gibt es eine deutschsprachige Gruppe von betroffenen Bloggern, die allein schon 702 Mitglieder hat. 2. Die Seite spiegelt meinen Blog, indem sie irgendwie die Inhalte in Echtzeit direkt von meinem Server holt. Lösung des Problems: Die IP-Adresse rausfinden und diese in der .htaccess blocken. Eine sehr gute, einfach zu verstehende Anleitung wie man das macht, gibt es hier: http://www.seiten-wechsel.org/wordpress/content-diebe-unterwegs-massenhaft-deutsche-blogs-von-content-klau-betroffen/

Kurz vor 1 Uhr in der Nacht hatte ich mit Hilfe der Anleitung die Klau-Seite platt gemacht (natürlich funktioniert das nur so lange, wie diese nicht ihre IP ändert – daher muss ich auch weiterhin wachsam sein). Ohne den Tipp von Sascha wäre ich da nie darauf aufmerksam geworden. Wer googelt schon seine eigenen Blog-Inhalte? Darum sollten die Blog-Betreiber die dies hier lesen besser mal nachprüfen, ob sie nicht auch Opfer eines Content-Diebs geworden sind.

Das Bloggen der Anderen (10-07-17)

Von , 10. Juli 2017 17:05

– Auf Whoknows presents beschäftigt sich david überraschenderweise mit einem gerade aktuellen Film. Dazu noch einer, den ich mal unter Action-Mainstream verbuche würde (ohne ihn oder seinen Vorgänger gesehen zu haben). Immerhin lief er in den Multiplexen. Aber david entdeckt in „John Wick: Chapter 2“ überraschende Parallelen und Referenzen zum klassischen Slapstick (in der Tat, der Actionfilm der 10er und 20er Jahre). Das garantiert mal wieder eine spannende Lektüre.

– In Neuchâtel geht das NIFFF weiter und Sennhausers Filmblog berichtet in diesem Zuge über die Filme „Dave Made a Maze“ von Bill Watterson – der sich ausgesprochen spannend anhört – und „The Endless“ von und mit Justin Benson und Aaron Moorhead, die „Spring“ schon für einige Furore gesorgt haben.

– Das Team von Jugend ohne Film (Patrick Holzapfel, Rainer Kienböck, Ivana Miloš, Valerie Dirk, Sebastian Bobik und Andrey Arnold) blicken noch einmal ausführlich auf das Il Cinema Ritrovato 2017 zurück.

– Mauritia Mayer stellt auf Schattenlichter einen Film vor, der zu Recht als obskurer Kultfilm gehandelt werden kann. Trotz Remake mit Nic Cage und einiger guter Veröffentlichungen in letzter Zeit. Das unerreichte Original von „The Wicker Man“ von Robin Hardy ist einfach noch zu unbekannt. Mauritias begeisterte Besprechung ändert dies hoffentlich.

– Sebastian hat sich auf Nischenkino einen Klassiker des Blaxpoitation-Kinos vorgenommen: „Friday Foster“ mit der unvergleichbaren Pam Grier.

– Passend zu dem Weird Xperience-Screening von „Die Gewalt bin ich“ letzte Woche, hat Oliver Nöding auf Remember It for Later anhand von Lenzis „Camorra – Ein Bulle räumt auf“ einige sehr interessante Gedanken zu Maurizio Merli und dem von ihm dargestellten Typ Polizisten gemacht. Ferner erläutert er, warum „Harley Davidson and the Marlboro Man“ für ihn gar nicht funktioniert hat. https://funkhundd.wordpress.com/2017/07/05/napoli-violenta-umberto-lenzi-italien-1976/ – Eine schöne Review des sympathischen „The Void“ gibt es auf Allesglotzer.

Schlombies Filmbesprechungen empfehlen diesmal einen TV-Film. Fritz Umgelters Dürrenmatt-Bearbeitung von „Die Physiker“ hat Christian ausgesprochen gut gefallen. Was man von René Cardona Jr.s “Tintorera” mit “the sexist man alive” Hugo Stiglitz nicht unbedingt behaupten kann.

– Trotz einer 5/10-Wertung hat Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de einige neugierig machende Worte für den deutschen Actionfilm „The Immigration Game“ gefunden.

Das Bloggen der Anderen (03-07-17)

Von , 3. Juli 2017 17:08

– Im italienischen Bolonga findet derzeit das diesjährige Festival Il Cinema Ritrovato statt, welches statt aktuellen Filmen neue und ältere Restaurationen (digital und analog) zeigt. Ein absoluter Traum und für mich ein Sehnsuchtsort, den ich irgendwann einmal besuchen möchte. Eine gute Einführung über das Festival hat Patrick Holzapfel auf B-Roll geschrieben. Aber auch auf seinem eigenen Blog Jugend ohne Film ist er mit seinen Mitstreitern aktiv. Hier schreibt er über „Until They Get Me“ von Frank Borzage, während Rainer Kienböck zusammen mit Sebastian Bobik sehr kritisch über „La nuit américaine“ von François Truffaut diskutiert.

– Ein anders, sehr interessantes Festival, welches ich auch gerne einmal besuchen würde, ist das Neuchâtel International Fantastic Film Festival, kurz NIFFF. Von dem was ich drüber lesen konnte, scheint es ein wundervolles, kleines und intimes Festival vor fantastischer Kulisse zu sein. Und die Filme, die dort gezeigt werden, klingen auch immer sehr besonders und interessant. Wie jedes Jahr berichtet auch 2017 wieder Sennhausers Filmblog. In dieser Woche stellt er „Bitch“ von Marianna Palka und „Prevenge“ von Alice Lowe vor. Zwei Filme, in denen die Regisseurinnen auch die herausfordernden Hauptrollen spielen.

– Manfred Polak hat für Whoknows presents mit „The Robber Symphonie“ wieder einmal einen – mir zumindest – unbekannten, aber sehr interessanten Film ausgegraben und weiß eine Menge spannender Dinge über den österreichischen Schauspieler, Regisseur, Komponist und Dirigent Friedrich Fehér und die Entstehung dieses Werkes zu berichten.

– Andreas von Filmlichtung macht sich darüber Gedanken, welcher Schauspieler den Absprung in den rechtzeitigen Filmruhestand verpasst hat und seither seinen eigenen Mythos zerstört. Ja, De Niro ist natürlich dabei.

– Michael Schleeh ist begeistert von Jun Tanaka Filmdebüt „Bamy“ und schreibt auf Schneeland „derart dem J-Horror-Film neue Impulse zu geben, das hätte man nicht unbedingt von einem so kleinen Indie-Film erwartet, der gerade mal 6000€ gekostet hat.“

– Ken Duken hat mit „Berlin Falling“ seinen ersten Film als Regisseur gedreht. Das wäre jetzt nicht so ungewöhnlich, wenn es nicht ein Genrefilm wäre und dieser sogar bei den Kritikern wie Oliver Armknecht von film-rezenionen.de und Ronny Dombrowski von cinetastic.de gut ankommen würde.

– Christian Genzel hat sich für Wilsons Dachboden in den blutigen Staub des Italo-Western und zu dem quasi Gothic-Western „Django und die Bande der Bluthunde“ begeben.

– Gabelingeber ist verblüfft, dass Arthur Hillers Film „The Man in the Glass Booth“ hierzulande – trotz Maximilian Schell in der Hauptrolle – nicht nur ziemlich unbekannt ist, sondern sogar niemals veröffentlicht wurde. Mehr darüber auf Hauptsache (Stumm)Film.

– Werner Sudendorf stellt auf new filmkritik den Film „Heiße Ernte“ von 1956 vor.

– Oliver Nöding schreibt auf Remember It for Later über zwei Filme, die vor ca. 20 Jahren für erhebliches Aussehen sorgten: „Battle Royale“ von Kinji Fukasaku und „Starship Troopers“ von Paul Verhoeven.

– Was für ein Zufall. Gerade gestern haben wir hier in Bremen beim Open Air Kino „Frankensteins Todesrennen“ gezeigt – nachdem wir den Event aufgrund des fiesen Wetters zweimal verschieben mussten. Und dann lese ich bei Schlombies Filmbesprechungen, dass Christian den Film auch gerade geschaut hat. Und er hat ihm genauso gut gefallen wie uns und unserem (den Umständlich geschuldeten) spärlichem Publikum.

– Ein ewiger Lieblingsfilm: „Carlito’s Way“ von Brian de Palma (tatsächlich mag ich „Carlito“ sogar noch lieber als „Scarface“). Simon Kyprianou von Die Nacht der lebenden Texte sieht zumindest den ersten Punkt ähnlich.

Das Bloggen der Anderen (26-06-17)

Von , 26. Juni 2017 18:44

Der Blogartikel, den ich diese Woche mit der größten Aufmerksamkeit gelesen habe, stammt von Rajko Burchardt auf B-Roll, der auf eine Facebook-Diskussion eingeht, welche ich auch live (passiv) verfolgt hatte. Seine Gedanken treffen die meinigen recht gut und regen zur weiteren Diskussion an.  Patrick Holzapfel schaut noch einmal auf Cannes zurück und dort auf die Quinzaine des Réalisateurs, die mit dem Fokus auf die Entdeckung neuer Talente Filme aufnimmt, die zu gewagt, radikal oder individuell für den Hauptwettbewerb sind.

– Andreas fragt auf seinem Film Filmlichtung provokant: „Sind Prequels eigentlich immer Mist?“ und lädt zur Diskussion ein.

– Klaus Kreimeier schreibt auf Filmgazette über einen magischen Kinoaugenblick in „Aber meine Liebe stirbt nicht“ von 1913.

– Sebastian stellt auf Das Magazin des Glücks drei Filme von Alain Corneau vor und bedauert, dass dieser französische Meister des schwarzen Kriminalfilms kaum bekannt ist.

– Oliver Nöding bespricht auf Remember It for Later in dieser sehr viele wunderbare Filme, von denen ich nur drei herausgreife: „Last Boyscout“, den ich über alle Masse liebe, „Cannibal Holocaust“, weil er so erschreckend wichtig ist und „Zombi 2“, weil Fulci.. und weil ich ihn auf der großen Leinwand auf 35mm sehen durfte und dies im wahrsten Sinne des Wortes ein „augenöffnendes“ Erlebnis war.

– Frédéric Jaeger war auf dem 7. Bilderrausch Filmfest in Basel und berichtet hierüber auf critic.de. Außerdem hat er ein Interview mit den Direktoren des Bildrausch Filmfest Basel geführt.

Ein japanischer Neue-Welle-Regisseur verfilmt Cornell Woolrich? Mehr darüber liest man auf Dirty Laundry.

Film-Rezenisonen.de weist auf das Schweizer Neuchâtel International Fantastic Film Festival, kurz NIFFF, hin und Oliver Armknecht reviewt „Le Redoutable“ ein Komödie über Jean-Luc Godard vom „The Artist“-Regisseur Michel Hazanavicius. Kann das gut gehen?

„Chemie und Liebe“ ist eine Filmkomödie, die 1948 in der Sowjetischen Besatzungszone (die DDR gab es da ja noch nicht) entstand. Regie führte Arthur Maria Rabenalt. Auf Whoknows presents stellt david den Film und seinen interessanten, aber nicht wirklich unproblematischen Regisseur vor. Sehr lesenswert. Interessant auch, dass der Kameramann von „Jud Süss“ (der auch diesen Film fotografierte), später die „Sissi“-Filme in Bilder fasste. War mir bis dato nicht bekannt.

– Valerie Dirk hat auf Jugend ohne Film einen interessanten Text über den Film „Reisender Krieger“ von Christian Schocher online gestellt. Und Rainer Kienböck berichtet von der wundervollen Il Cinema Ritrovato 2017 über den polnischen Film „Niedzielne igraszki“ von Robert Gliński, der nach seiner Fertigstellung 1983 vier Jahre im Regal liegen musste, da er nicht in die damalige Parteipolitik passte.

– Allen Ortes wird der neue Film von Sergio Sollimas Sohn Stefano hoch gelobt. So auch von Sebastian von Nischenkino, der „Suburra“ ebenfalls vorbehaltlos empfiehlt.

– Zwei „kleinere“ Filme bekannter Genre-Reüssieren sind gerade in neuen Editionen erschienen. LZ von screenread hat Wes Cravens Auftragsarbeit „Tödlicher Segen“ und Larry Cohens letzten eigenen Film „Ambulance“ gesehen und ist von beiden durchaus angetan.

– Ich habe es hier und an anderer Stelle schon öfters erwähnt: Ich verehre den großen Buster Keaton. Sein Film „Die verflixte Gastfreundschaft“ von 1923 habe ich allerdings noch immer nicht gesehen. Eine schmerzliche Lücke, wie mir gabelingebers Besprechung auf Hauptsache (Stumm)Film gerade wieder ins Gedächtnis ruft.

– Christian von Schlombies Filmbesprechungen widmet sich in dieser Woche u.a. zwei Sherlock Holmes-Verfilmungen und dem brillanten Ameisen-Horror „Phase IV“.

– Bergman-Schauspieler go Psycho-Thriller. Funxton wurde von Laslo Benedeks „The Night Visitor“ überrascht.

Das Bloggen der Anderen (19-06-17)

Von , 19. Juni 2017 16:44

bartonfink_type2– Sascha Schmidt von Okaeri sprach auf der Nippon Connection 2017 mit Jasper Sharp von Midnight Eye und Autor von „Behind the Pink Curtain“ über den japanischen Roman Porno.

– Alexander Matzkeit stellt auf real virtuality vier Bücher vor, die ihm geholfen haben, Hollywood zu verstehen.

– Beim Kinogucker gibt es wieder lehrreiches über alte Kinotechnik: Diesmal „Der Bobby“.

– Was im Kinosommer noch so alles ins Haus steht, das weiß Der Kinogänger.

– Rüdiger Suchsland rechnet in der 157 Folge von Cinema Moralia auf out takes mit der Deutschen Filmförderung ab.

– Rainer Kienböck beschäftigt sich auf Jugend ohne Film mit Chris Maker und nimmt als Ausgangspunkt dessen Festival-Trailer, den dieser zum 50. Geburtstag der Viennale gestaltet hat.

– Olga Galicka schreibt auf B-Roll über das weibliche Gewaltpotential im Film. Und Andreas Köhnemann verteidigt das Remake.

– Schwanenmeister stellt auf negative space das Programm des 4. Terza Visione Festivals in Frankfurt vor.

– Oliver Nöding bespricht auf Remember It For Later zweimal großartiges deutsches Kino. Einmal den Über-Film „Blutiger Freitag“ von Rolf Olsen, der – Subkultur und unzähligen Crowdfundern wie mir sei Dank- nun in einer ultimativen Fassung veröffentlicht wurde, sowie Roger Fritz Debütwerk „Mädchen Mädchen“ (ebenfalls von Subkultur), zu dem Eckhart Schmidt das Drehbuch schrieb.

– Lukas Foerster empfiehlt auf Dirty Laundry zwei mir gänzlich unbekannte Filme: „Lumiere d’ete“ von Jean Gremillon, 1943, und „Desire to Be a Bad Man“ von Tsutomu Tamura, 1960. Klingt beides sehr spannend.

– Das ist so ein Film, den ich damals als Jugendlicher mal im TV aufgeschnappt hatte und unter dem ich mir etwas ganz anderes vorgestellt hatte. Ich weiß noch, dass ich den nicht gut fand – aber nicht, weil er schlecht war, sondern weil ich mit ihm nichts anzufangen wusste. Trotzdem bleiben einige Bilder im Kopf hängen und sind jetzt, vielleicht 30 Jahre später, immer noch präsent. Es wäre also mal an der Zeit „Der Mann, der die Katzen tanzen ließ“ wiederzusehen. Insbesondere, wenn funxton ihn so sehr lobt.

– Mauritia Mayer von Schattenlichter verschlägt es diesmal nach England, wo sie uns „And Soon the Darkness“ von Robert Fuest ans Herz legen möchte.

– 18 Jahre ist es nun her, dass Daniel Myrick und Eduardo Sánchez das „Blair Witch Project“ auf die Filmwelt losgelassen haben und 1.000de (größtenteils uninspirierte, doofe) Nachahmer gefunden haben. Christian von Schlombies Filmbesprechungen schaut zurück.

– LZ beleuchtet auf screen/read ausführlich Mel Gibsons „Hacksaw Ridge“.

Das Bloggen der Anderen (12-06-17)

Von , 12. Juni 2017 17:34

bartonfink_type2Nach über einem Monat Blog-Abstinenz (die auch mal wieder ganz gut getan hat) aufgrund von Urlaub, Workshops, Feiertagen, „35 Millimeter“-Artikeln und genereller Bocklosigkeit geht es jetzt wieder weiter.

– Ein Thema, welches mich seit langer, langer Zeit auch immer wieder umtreibt ist eines, ob eine „Eventisierung“ des Kinos diese als Abspielstätten für Filme retten kann und ob nicht dieses „Mehr“ an Drumherum nicht fast schon eine Verpflichtung ist, um sich als Kino heute noch Gehör zu verschaffen. Mit unserer Filmreihe „Weird Xperience“ versuchen wir ja genau das. Den Leuten eine Einführung  bieten und die Möglichkeit, nach dem Film noch zu diskutieren. Ursprünglich hatten wir noch ein musikalisches Rahmenprogramm, um so eine Art „After-Movie-Lounge“ zum Klönen und Schnacken,  aber dies wurde bisher nicht so angenommen, wie gehofft. Urs Spörri beschäftigt sich auf B-Roll eingehend mit diesem Thema und zeigt viele Arten auf, wie solch eine „Eventierung“ mit einem Mehrwert versehen kann. Toller, sehr erhellender Artikel. Für Patrick Holzapfel wäre unser Weird-Xperience-Ansatz wohl nichts, denn er plädiert für das Schweigen nach dem Film. Lucas Barwenczik beschäftigt sich auf sehr interessante Weise mit „The Immigrant“, der vor 100 Jahren uraufgeführt wurde.

– Auf seinem Blog Jugend ohne Film hat Patrick Holzapfel zusammen mit Valerie Dirk ein sehr langes, ausführliches Interview mit Alexander Horwath, dem scheidenden Direktor des Österreichischen Filmmuseums geführt.

– In Frankfurt fand mal wieder das Filmfestival Nippon Connection statt. Michael Schleeh von Schneeland war da und berichtet über Kohei Taniguchis Independent-Wrestling-Komödie „Dynamite Wolf“. Und auch Morgen Luft von Cinematographic Tides war anwesend und schreibt über „Her Love Boils Bathwater“ von Ryōta Nakano, der ihr ausgesprochen gut gefallen hat.

– Oliver Nöding war auf dem 1. Morbid Movies und hat da allerlei Merkwürdiges und Bizarres gesehen, wie die tolle und ebenso traurige, wie lebensbejahende Doku „Sick: The Life and Death of Bob Flanagan, Supermasochist“ oder den berüchtigten Einlauf-Porno „Water Power“. Mehr auf Remember It For Later.

– Auf dem Zürcher Kasernenareal hat sich ein einzigartiges Experimentalfilm- und Video-Festival eingenistet, über das Lukas Foerster auf critic.de berichtet.

– Sascha Schmidt weist auf Okaeri auf die Veranstaltung „Anime Berlin: Pop, Poesie und Propaganda“ hin.

– film-rezensionen.de stellt das Filmfest Emden-Norderney vor, welches noch bis Mittwoch läuft. Ein kleiner „Seitenfüller“, aber nichtsdestotrotz ganz interessant: „Kinocharts Deutschland – Die erfolgreichsten Filme aller Zeiten“ nach Besucherzahlen und nicht nach Umsatz. Nach Christian Anders „Brut des Bösen“ gibt es endlich wieder Martial Arts aus Deutschland: „Plan B – Scheiss auf Pan A“.

– Carolin Werthmann schreibt auf blickabtausch über „Manifesto“ von Julian Rosefeldt. Nach der Premiere des Films auf dem Sundance Festival zu Beginn des Jahres war er nun als Installation im Museum Villa Stuck in München zu sehen.

– Manfred Polak beschäftigt sich auf Whoknows presents mit einem Film, den ich – seit ich ihn irgendwann mal in einem dritten Programm aufgeschnappt hatte – sehr mag. Nicht nur, weil der Verlobte meiner Cousine so perfekt den Opale nachmachen kann. Der Film heißt „Das Testament des Dr. Cordelier“ und ist eine französische  Jekyll/Hyde-Verfilmung von Jean Renoir.

– Sascha Nolte von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte hat Paul Bartels Kultfilm „Eating Roul“ gesehen.

– Noch nicht gesehen, aber das muss irgendwann mal nachgeholt werden: Neil Marshalls „The Descent“. Insbesondere nachdem Mauritia Mayer ihn auf Schattenlichter so lobt.

– Ebenfalls ganz nach oben auf der „Muss-ich-gucken“-Liste gerutscht: „Brutale Schatten“ von Jacques Deray, den funxton nachdrücklich empfiehlt.

– Eine Empfehlung spricht auch Volker Schöneberger auf Die Nacht der lebenden Texte aus: Für „Suburra“ von Sergios Sohn Stefano Sollima.

Das Bloggen der Anderen (08-05-17)

Von , 8. Mai 2017 21:52

bartonfink_type2– Sehr viel Arbeit hat Filmlichter in seinen umfangreichen Text über den Horrorfilm gesteckt. In einem ausführlichen ersten Teil zeichnet er noch einmal die Geschichte des Genres nach, um im sehr interessanten zweiten Teil seine eigenen Filmerfahrungen mit dem Horrorfilm zu beleuchten und der Frage nachzugehen, warum ihn Horrorfilme so faszinieren.

– Danny Gronmaier und Hannes Wesselkämper entdecken auf critic.de im zweiten Teil des Sehtagebuches über das Sehsüchte-Festival Spannendes über Kampfsport, Drohnen, den Islam und eine brandenburgische Fliesenlegerin. Und Michael Kienzl stellt den Art Director für Louis Malle, Maler, Grafiker, Filmregisseur und Meister der Straßenfotografie, William Klein, vor. Diesem ist in Berlin gerade eine Ausstellung gewidmet.

– Rochus Wolff hat sich auf B-Roll mit „Hanni und Nanni“ und „Burg Schreckenstein“ zwei neuere deutsche Kinder-Kinoserien vorgenommen und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Patrick Holzapfel schreibt über die Vorzüge – und das Verschwinden – kritischer Biographien und darüber, was seiner Meinung nach die Schwächen einer Buchreihe wie „Film Konzepte“ sind.

– Auf seinem eigenen Blog Jugend ohne Film schreibt Patrick über „Secret défense“ von Jacques Rivette, und Rainer Kienböck unter dem Titel „Film und Baukunst“ über einige Filme von Manoel de Oliveira.

– Ein schönes Thema, dem ich in den Filmblogs bisher so nicht begegnet bin: Filmtechnik. Kinogucker erklärt ausführlich das Interlock-Projektionssystem.

– Eine lange Liste. JLM hat auf film-rezensionen.de einmal seinen Lieblingsfilm eines jeden Jahres aufgeschrieben. Beginnend mit dem Jahr 1878!

– gabelingeber hat mal wieder das Konzept seines Blogs Hauptsache (Stumm)Film geändert. Zukünftig steht der Film an prominenter Stelle, der ihm in der laufenden Woche am besten gefallen hat – und nicht mehr eine Entdeckung aus der Vergangenheit (oder seine schöne Rubrik „Gedankensplitter“). Was ich persönlich sehr schade finde. In dieser Woche steht dementsprechend „Hidden – Die Angst holt Dich ein“ im Fokus.

– Auf Parallel Film hat Christoph Hochhäusler einen älteren Text von 2005 online gestellt, der seine ersten Erfahrungen bei den Filmfestspielen in Cannes wiedergibt.

– Werner Sudendorf hat auf new filmkritik einige interessante Eindrücke formuliert, die der Film „Dunja“ von 1955 bei ihm hinterlassen hat.

– Mauritia Mayer hat sich auf Schattenlichter einen meiner liebsten Italo-Filme vorgenommen: Den wundervollen „Femina Ridens“ mit der noch wundervolleren Dagmar Lassander und dem allerwundervollsten Stelvio-Cipriani-Soundtrack.

– Oliver Nöding hat sich auf Remember It For Later an den legendären „The Room“ gewagt. Sein Erfahrungsbericht findet man hier.

– Gangsterzeit bei funxton. Bei ihm geben sich „Al Capone“, „Lepke“ und „Lucky Luciano“ die Klinke in die Hand.

– „Visaranai“ ist nicht nur der erste tamilische Film, der bei den Filmfestspielen von Venedig gezeigt wurde, sondern laut Michael Schleeh von Schneeland auch „ein Film, der bisweilen kaum auszuhalten ist: wegen den enormen psychischen Grausamkeiten“. Mehr darüber: Hier.

– Der Horrorfilm „Get Out“ läuft nicht nur gerade in unseren Kinos, sondern wird von der Kritik auch einhellig gelobt. Auf filmgazette gibt es gleich zwei Besprechungen. Marit Hofmann vergibt gute 7 von 10 Punkten, Nicolai Bühnmann lässt sich sogar zu 9 von 10 hinreißen.

Das Bloggen der Anderen (02-05-17)

Von , 2. Mai 2017 20:45

bartonfink_type2– Daniel Sponsel, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Dokfest München, schreibt auf out-takes darüber, was der Dokumentarfilm leistet und warum er so wichtig ist.

– Einen polnischen Dokumentarfilm stellt Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de vor. Es handelt sich um „All These Sleepless Nights“ bei dem Regisseur Michal Marczak zwei Kunststudenten durch das Nachtleben von Warschau folgt und „mit seiner rauschhaften Bild-Musik-Mischung hypnotisiert“. Der Film läuft auf dem polnischen Filmfest FilmPolska (3.5.-10.5. in Berlin), welches hier vorgestellt wird.

– Michael Schleeh hält sich noch immer auf dem Hong Kong International Filmfestival auf, wo er den japanischen Film „Vanitas“ von Takuya Uchiyama gesehen hat. Wie gut er ihm gefallen hat, liest man auf Schneeland.

– Lukas Stern berichtet für critic.de vom Crossing-Europe-Festivals in Linz. Hier findet man Teil 1 und Teil 2. Seine Kollegen Danny Gronmaier und Hannes Wesselkämper berichten vom 46. Internationalen Studierenden Filmfestivals „Sehsüchte“, welches unter der Schirmherrschaft von Andreas Dresen steht.

– Florian Krautkrämer hat auf Daumenkino ein sehr interessantes Essay über den Aufstieg der Streaming-Dienste, der Verdrängung am Markt, ihren Einstieg ins Filmgeschäft und die Rolle der Deutschen Filmförderung geschrieben.

– Andreas Köhnemann schreibt auf B-Roll darüber, wie der zeitgenössische Horrorfilm die Schrecken des Rassismus verarbeitet. Joachim Kurz macht sich Gedanken über das diesjährige Programm in Cannes und Lucas Barwenczik hat beobachtet, wie Hollywood den Nerd als Zielgruppe entdeckt hat und was das eigentlich ist, ein Nerd.

– Am 26. April verstarb der Regisseur Jonathan Demme, dem man neben seinem berühmtesten Filmen „Schweigen der Lämmer“ und „Philadelphia“ auch den Konzertfilm „Stop Making Sense“, sowie einige schöne Roger-Corman-Produktionen verdankt. Der Kinogänger und Die 5 Filmfreunde haben ihm jeweils einen Kurznachruf gewidmet.

– Viktor Sommerfeld hat auf Jugend ohne Film ein Gespräch mit dem Kurator Alejandro Bachmann des Diagonale-Programm “This is not America – Austrian Drifters” über die Entstehung des Programms, das Verhältnis von Film und Begriff und die möglichen Verbindungslinien von Film und Pop geführt.

– LZ schreibt auf screen/read über Terrence Malicks Mammut-Projekt „Song to Song“, welches drei Jahre in Anspruch nahm.

– Wolfgang Nierlin ist begeistert von Angela Schanelecs neuem Film „Der traumhafte Weg“ und vergibt auf Filmgazette 9 von 10 Sternen.

– gabelinger hat auf Hauptsache (Stumm)Film wieder einen bunten Strauss (ganz ohne Stummfilm) zusammengestellt. Besonders gut gefiel mir die Rubrik „Kino anderswo“. Davon würde ich gerne mal mehr lesen.

– Oliver Nöding zog es auf Remember It For Later in den Spessart, wo er mit Liselotte Pulver ins Wirtshaus eingekehrt ist, das Spukschloss besichtigte und schließlich (dann gar nicht mehr so) herrliche Zeiten verlebte.

– Zwei große Empfehlungen aus Italien hat funxton im Gepäck. Damiano Damianis „Ich habe Angst“ und Enzo G. Castellaris „Tote Zeugen singen nicht“. Könnte eines der tollen Labels sich mal dieser Kandidaten annehmen?

Das Bloggen der Anderen (24-04-17)

Von , 24. April 2017 17:43

bartonfink_type2– Einer der wichtigsten deutschen Regisseure ist Helmut Käutner.  Bianca von Duoscope widmet ihm ein verdientermaßen umfangreiches Portrait, bei dem ich lediglich anmerken muss, dass Hans Albers nicht erst seit „Große Freiheit Nr. 7“ (einer der besten – nicht nur – deutschen Filme aller Zeiten) ein Star war. St.Pauli-Legende ja, aber ein Kassenmagnet war er schon vorher. Aber dieser kurze Einwurf soll nicht vom Lesen des sehr schönen Artikels ablenken.

– Michael Schleeh berichtet auf Schneeland vom Hongkong International Film Festival, wo er Yoji Yamada „What a Wonderful Family! 2“ sag, den er als kleines Meisterwerk bezeichnet. Weniger gut gefiel ihm der südkoreanische Film „Beaten Black and Blue“ von Kim Soo-hyun.

– Andreas Köhnemann schreibt auf B-Roll darüber, warum ihm die erfolgreichen Feel-Good-Komödien aus Frankreich überhaupt nicht gefallen und weshalb „Victoria – Männer & andere Missgeschicke“ ihn positiv überrascht hat.

– Das polnische Kino habe ich ja immer gerne im Blick. Da freut es mich, dass man auf film-rezensionen.de das Ergebnis des Polnischen Filmpreises 2017 findet. Ganz vorne „Wolhynien“ (das müsste aber doch „Wołyń „ heißen? Schreibfehler?) von Wojciech Smarzowski, den ich seit seinem grandiosen Werken „Dom zly“ und „Wesele“ auf dem radar habe. Da wird die einkaufsliste für den nächsten Warschau-Besuch wieder länger.

– Es gibt Filme die schlagen einem so brutal in die Magengrube, dass man sich da jahrelang nicht von erholt. Bei mir war Hanekes „Der siebente Kontinent“ so ein Fall. Ich vermute mal bei Christian Genzel von Wilsons Dachboden war es ähnlich.

– Dass „Café Society“ der bisher letzte Woody Allen war, habe ich irgendwie schon ganz vergessen. Laut Michael Kienzl auf critic.de bietet er dann auch nur mehr von dem, was wir in den letzten Jahren von Woody bekommen haben. Was mir nun nicht so schlecht mundet – weshalb ich mich schon auf eine erste Sichtung freue. Nach 30 Jahren vom Index, eine eigne Kinotour, FSK 16 – „Tanz der Teufel“ hat in den letzten Monaten für viel Furore und Rauschen im Blog-Blätterwald geführt. Oliver Nöding geht hier noch einmal intensiv auf den Film ein.

– Auf seinem eigenen Blog Remember It for Later hat er sich mit dem Werk des Kanadiers Willhelm Fruet (den ich peinlicherweise mal mit Robert Fuest verwechselt habe)  auseinander. Den starbesetzten „Spasms“ fand er nicht so toll, „Bedroom Eyes“ und „Blue Monkey“ aber umso mehr.

– Der Film „Troll 2“ ist berühmt-berüchtigt als einer (manche sagen der) schlechteste Film aller Zeiten. Funxton hat sich nicht nur „Troll 2“, sondern auch den Vorgänger „Troll“ (beide Filme haben übrigens nicht wirklich etwas miteinander zu tun) angesehen und ist zu überraschenden Ergebnissen gekommen.

– Wem der Sinn einmal nach einem vergnüglichen, aber nicht albernen, Italo-Western steht (und gerne die junge Soledad Miranda sehen möchte), der ist bei „Rocco – Der Mann mit den zwei Gesichtern“ an der richtigen Adresse. Das findet auch Mauritia Mayer von Schattenlichter.

– Christian von Schlombies Filmbesprechungen spricht eine deutliche Warnung vor dem seiner Meinung nach fürchterlich missratenen Italo-Western/Eastern-Hybrid „Zwei durch dick und dünn“ alias „Il ritorno di Shanghai Joe“ von Bitto Albertini aus.

–  Sehr viel besser ist da doch das Shaw-Brothers-Meisterwerk „Die 36 Kammern der Shaolin“, welches Bluntwolf auf Nischenkino bespricht.

– Ich wusste gar nicht, dass „Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen“ als schwächster Film von Claude Chabrol und Romy Schneider gelten soll. Ich fand den nämlich recht gut. Allesglotzer kann den schlechten Ruf auch nicht verstehen und schreibt auch warum.

– Jürgen Kionte stellt auf filmgazette stellt den Gewinner des diesjährige Amnesty-Filmpreis bei den Berliner Filmfestspielen vor. Den mexikanischen Regisseur Everardo González für seinen heftigen Dokumentarfilm „La libertad del diablo“ über mexikanische Auftragskiller und ihre Opfer. Da läuft es mir schon beim Lesen kalt den Rücken herunter. Nicolai Bühnemann hat sich den endlich auch wieder in Deutschland erhältlichen letzten Film der Regie-Legende Kinji Fukasaku vorgenommen. Den berüchtigten „Battle Royal“.

– Da diese Woche relativ kurz ausfiel: Hier nochmal ein Tipp zum längeren Schmökern: Witte’s wöchentliche Tipps.

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