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Das Bloggen der Anderen (20-02-17)

Von , 20. Februar 2017 20:16

bartonfink_type2– Natürlich geht es mit der Berlinale los. DAS Thema in dieser Woche in den Blogs. Da freue ich mich doch, dass der Spuk seit Samstag wieder vorbei ist. Die meisten Blogger haben auch schon ihr Fazit gezogen. So wie schwanenmeister auf Negative Space  und Martin Gobbin auf Negative. Rainer Kienböck berichtet auf Jugend ohne Film u.a. über Sally Porters „The Party“ mit dem er ein großes Problem hatte. Demgegenüber ist Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog sehr viel begeisterter von „The Party“. Für mich sehr viel spannender klingt allerdings sein Text über „Tiere“ von Greg Zglinsk. Bei Daumenkino hat Philipp Baumgartner den Berlinale-Gewinner „Of Body and Soul“ gesehen, Philipp Deny Michael Glawoggers letzten Film „Untitled“.  Auf critic.de schreiben Studierenden des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2017“ (Stiftung Universität Hildesheim) und Nino Klingler macht sich Gedanken über die auf der Berlinale gezeigten Kurzfilme. Kilian Kleinbauer ist für Cereality dabei und mag insbesondere Sabus neuen Film „Mr. Long“.

– Neben der Berlinale gab es ja noch die „Woche der Kritik“ in Berlin. Nino Klingler antwortet auf critic.de auf einen Spiegel Online-Artikel anlässlich dieser Veranstaltung, welcher ihm nach seinen Worten eine „Nähe zu faschistischem Denken“ unterstellt. Viktor Sommerfeld von Jugend ohne Film moniert, dass im Anschluss von „Aroused by Gymnopedies“ nicht die wichtigen Fragen gestellt wurden.

– Ekkehard Knörer hat nach rund 600 Texten mal eine neue Erfahrung gemacht: Die taz will sein Gespräch mit Josef Hader nicht drucken. Das Argument: Es sei zu rezensiv. Dann hat er es eben bei cargo online gestellt.

– Lucas Barwenczik fragt sich auf B-Roll: „Kann das Kino noch provozieren?“.

– Crew United hat gerade einen Aufruf zu „Faires Filmproduzieren“ veröffentlicht. Was meint faires Filmproduzieren? Was muss in der Branche passieren? Was kann jeder einzelne tun? Welche Rolle spielen die Gewerkschaften? Out takes sprach mit Oliver Zenglein, Co-Founder und Managing Partner von Crew United.

– Marco Mewes hat sich auf Duoscope sehr intensiv mit dem Filmklassiker „King Kong“ auseinandergesetzt und dabei viele spannende Dinge zu Tage gefördert. Der empfehlenswerte Artikel erscheint in zwei Teilen. Der erst (bereits sehr lange) findet sich hier.

– Rochus Wolff empfiehlt auf Kinderfilmblog von ganzem Herzen den schweizer-französischen Animationsfilm „Mein Leben als Zucchini“, dem er ganz fest die Daumen für den Oscar drückt.

– Sebastian von dem Magazin des Glücks hat Dominik Grafs „Offene Wunde deutscher Film“ gesehen und ist weniger begeistert. Er wirft dem Film „inhaltliche Beliebigkeit und erzählerische Verwirrung“ vor. Des weiteren beschäftigt er sich mit der Figur der Mutter bei Hitchcock.

– Wo wir gerade beim deutschen Film sind. Björn Schneider ist auf Filme Welt sehr angetan von dem deutschen Action-Thriller „Volt“, der in einer nahen Zukunft spielt und das Flüchtlingsthema genre-technisch verarbeitet.

– Hoffman setzt sich auf Drei Cineasten sehr kritisch mit, „Sibylle“, dem Abschlussfilm von Michael Krummenacher an der HFF in München, auseinander, der seiner Meinung nach zu einer „reinen Zitatensammlung“ verkommt.

– Wie man es richtig macht, wusste Carl Schenkel Anfang der 80er Jahre, als er die beiden wundervoll kraftvollen Thriller „Kalt wie Eis“ und „Abwärts“ inszenierte. Auch Nicolai Bühnemann von Filmgazette ist rückblickend schwer begeistert. Zu Recht!

– Von Deutschland nach Italien. Udo Rotenberg auf L’amore in città über die Comic-Verfilmung „Isabella – Mit blanker Brust und spitzem Degen“ vom späteren Komöduien-Spezialisten Bruno Corbucci.

– Auf Nischenkino herrscht Giallo-Time! Zunächst geht es um Sergio Martins getarnte Poe-Verfilmung “Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key” mit der göttlichen Edwige. Und dann um den schmierigen Sleaze-Giallo (okay, das ist doppelt gemoppelt) „La Sorella di Ursula“ aka „Die Todesbucht“.

– Christian ist auch Schlombies Filmbesprechungen schwer begeistert von George Pals SF-Klassiker „Die Zeitmaschine“. Da hat er gleich noch eine deutsche TV-Produktion von 1984 mit dem Titel „Die Rückkehr der Zeitmaschine“ ausgegraben, die ihn allerdings nicht so überzeugen konnte, in meinen Ohren aber recht interessant klingt.

– Simon Kyprianou hat für Die Nacht der lebenden Texte Paul Schraders „Dog Eat Dog“ gesehen und meint, „es ist zwar kein wirklich guter Film, aber dafür eine interessante, unterhaltsame und sicher erlebenswerte ästhetische Entgleisung“. Das reicht mir, um den Film sehen zu wollen.

– Auf Der Kinogänger gibt es die „KINOVORSCHAU WINTER/FRÜHLING 2017 (Teil 2)“ (das sind dann März und April).

Das Bloggen der Anderen (13-02-17)

Von , 13. Februar 2017 22:53

bartonfink_type2Lange hat es gedauert, bis ich mich heute endlich an Das Bloggen der Anderen machen konnte. Das Netbook hatte den Geist aufgegeben. Bis der Ersatz da und eingerichtet war, ist so mancher Tag ins Land gegangen. Jetzt erfolgt die Premiere: Der erste Text, den ich in das neue Gerät hacke. Und der würde deutlich kürzer ausfallen, wenn nicht gerade Berlinale wäre und sich die Kollegen dort in Scharen tummeln würden. Trotzdem beginne ich nicht mit der Berlinale, sondern dem Text, der mich in dieser Woche am meisten begeistert hat.

– Manfred Polak hat für Whoknows presents über eine der schillerndsten (und dabei noch immer unbekannten) Figuren des österreichischen Film recherchiert. Frits Fronz hat zwischen 1967 und 1972 fünf Sexfilme inszeniert und nebenbei ein solch unglaubliches Leben geführt, dass Manfreds Artikel ganz ohne den Regisseur Frits Fronz auskommt.

Martin Gobbin führt für Negativ ein Festivaltagebuch. schwanenmeister ist für Negative Space dabei. Rainer Kienböck hat für Jugend ohne Film beim Forum Expanded vorbeigeschaut. Auch das Daumenkino hat seine Autoren nach Berlin geschickt. Kilian Kleinbauer berichtet für Cereality über den Eröffnungsfilm „Django“ (leider nicht DER Django, sondern „nur“ sein Namensgeber). Aus der Schweiz ist Thomas Sennhauser von Sennhausers Filmblog zu Gast, der u.a. ebenfalls den Eröffnungsfilm sah. Michael Kienzl hat für critic.de die restaurierte Fassbinder-Serie „Acht Stunden sind kein Tag“ gesehen und treibt sich in dem marokkanischen Filmemachern gewidmeten Berlinale-Forum herum. Sebastian von Nischenkino ist auch dabei und hat auf der Berlinale die digitale Restaurierung eines Klassikers geschaut: Den oft als einer der besten koreanischen Filme gefeierten „Obaltan“.

– Neben der Berlinale gibt es in diesen Tagen noch einige ergänzende oder Gegen-Aktivitäten. So berichtet Viktor Sommerfeld für Jugend ohne Film von der „Woche der Kritik“ und auf out takes führt Peter Hartig ein – wie ich finde – sehr erhellendes Interview mit Paul Andexel und Mark Wachholz, die die sogenannte Genrenale als Antwort auf die – in ihren Augen- Genrefeindlichkeit der Berlinale und der deutschen Institutionen ins Leben gerufen haben.

– Auf B-Roll findet sich ein ziemlich toller Artikel von Joachim Kurz über den Stop-Motion-Puppen-Animationsfilm mit vielen Videobeispielen. Andreas Köhnemann ärgert sich über Trailer, die völlig falsche Erwartungen an den Film wecken. Und Patrick Holzapfel hat einen langen und interessanten Artikel über den Status des rumänischen Kinos verfasst.

– Morgen Luft war in „The Salesman“ von Asghar Farhadi und hat sich auf Cinematographic Tides darüber viele kluge Gedanken gemacht und Hintergründe recherchiert.

– Filmkritiker Rüdiger Suchsland hat seinen Dokumentarfilm „Von Caligari bis Hitler“ mit „Hitlers Hollywood“ fortgesetzt. Ronny Dombrowski von cinetastic hat den Film gesehen und fand ihn sehr interessant. Für mich auch ein Pflichtprogramm, wobei ich den ersten Teil noch nachholen muss.

– Bianca Mewes von Duoscope hat sich „Jackie“ angesehen und ist begeistert. Wobei sie den Film weniger als klassisches Bio-Pic, sondern vielmehr als faszinierendes Psychogramm einstuft, wie sie ausführlich darlegt.

– cutrin von filmosophie ist überwältigt von Paul Verhoevens „Elle“ und findet es skandalös, dass der Film bei den Oscar-Nominierungen übergangen wurde.

– Nach langer Zeit gibt es mal wieder ein Lebenszeichen von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte. Sascha ist sehr positiv von Stefano Sollimas Mafia-Thriller „Suburra“ überrascht worden und stellt fest, dass der Sohn mühelos in die großen Fußstapfen seines legendären Vaters tritt.

– Shah Rukh Khan gibt in seinem neuen Film „Raees“ den harten Gangster. Und das macht er sehr gut, wie überhaupt der ganze Film sehr zu empfehlen ist, wie Michael Schleeh von Schneeland findet.

– Dass Herbert Reinecker keine unproblematische Vergangenheit im dritten Reich hatte, war mir bekannt.Weniger, dass einer der „Derrick“- und „Der Alte“-Stammregisseure ebenfalls stark in die Propagandamaschine eingespannt war. 1944 drehten beide den Hitlerjugend-Propagandafilm „Junge Adler“, in dem Hansjörg Felmy die Hauptrolle spielte und der blutjunge Hardy Krüger eine Nebenrolle. Udo Rotenberg hat sich auf Grün ist die Heide seine Gedanken zum Film gemacht.

– Werner Sudendorf schreibt auf new filmkritik über G.W. Pabst eher unbekannten und nicht besonders wertgeschätzten Film „Das Bekenntnis der Ina Kahr“.

– Christian gesteht auf Schlombies Filmbesprechungen, dass er erstmals Argentos „Vier Fliegen auf grauem Samt“ sah und nicht wusste, dass da Bud Spencer mitspielt. Am Ende war er dann aber schwer begeistert.

– Und totalschaden von Splattertrash widmet sich eines meiner Lieblings-Bavas „Der Teuflische“. Leider ist er nicht ganz so hingerissen von diesem surrealistischen Meisterwerk wie ich.

Das Bloggen der Anderen (06-02-17)

Von , 6. Februar 2017 22:41

bartonfink_type2– Die Berlinale wirft ihren langen Schatten voraus. Auf critic.de stellt Philipp Schwarz die Filme der Perspektive Deutsches Kino vor. Und die critic.de-Autoren haben sich auch schon mal im Forum, Panorama und der Perspektive Deutsches Kino umgesehen, welche Filme man sich nicht entgehen lassen sollte.  Ferner gibt es ein Interview mit Philip Scheffner über seinen experimentellen Dokumentarfilm „Havarie“, der ebenfalls auf der Berlinale zu sehen ist.

– Es gibt Dinge, die mir gestandenem Mann wirklich die Tränen in die Augen treiben. Z.B., dass ich aus familiären Gründen nicht am 3. Mondo Bizarr Weekender in Düsseldorf teilnehmen konnte, so dem viele meiner guten Deliria-Italiano- und Weird-Xperience-Freunde und Blogger-Kollegen aufgebrochen waren. Abgesehen von den Filmen, hätte ich den haufen auf gerne wiedergesehen und neue Leute kennengelernt. Na ja, so bleibt mir erst einmal nur, Oliver Nödings Besprechungen der dort gezeigten Filme auf Remember It For Later zu lesen. Sachen wie „Kara Murat: Seine Rache ist der Tod“ oder „X3000 – Fantome gegen Gangster“. Hach. Na, nächstes Jahr gucke ich mal, dass ich dabei bin. Die Kinder werden ja auch größer.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf seinem tollen Blog L’amore in città diesmal mit dem Film „China ist nahe“, den Marco Bellocchio 1967 inszenierte und der auf die Liste der „100 Film italiani di salvare“ (100 zu bewahrende italienische Filme) geschafft hat.

– Nicolai Bühnemann schwärmt auf Filmgazette von Roger Fritz Regiedebüt „Mädchen, Mädchen“, welchem er ohne mit der Wimper zu zucken 10 von 10 Punkten gibt. Da führt dann wohl kein Weg an dem Kauf der Scheibe vorbei.

– Ein ganz anderes Regie-Debüt ist der von dem Sam-Peckinpah-Experten Mike Siegel als Amateur-Spass-Projekt entstandene und später mit Crowdfunding-Mittel zu Ende gebrachte und aufpolierte „Pendechos!“, den Sebastian von Nischenkino sehr amüsant findet.

– Alex Klotz hat mit 17 Jahren den TV-Zweiteiler „Ein Unding der Liebe“ bei seiner urspünglichen Ausstrahlung im ZDF gesehen, und er hat sich ihm deutlich eingebrannt. Warum führt er reich bebildert auf Hard Sensations aus.

– Der Filmemacher Christoph Hochhäusler hat auf seinem Blog Parallel Film viele interessante Dinge über Max Ophüls und dessen Film „Madame de…“ zu sagen.

– Lucas Barwenczik schreibt auf B-Roll über die Rolle der Musik im Film und wie sie richtig oder falsch eingesetzt wird. Und Alexander Matzkeit bricht eine Lanze für die sogenannten „Journeyman“. Regisseure, denen es gelingt, riesige Produktionen trotz höchstem Zeitdruck, einer enormen logistischen Herausforderung und Chaos hinter den Kulissen zusammenzuhalten, ohne dabei selber einen großen künstlerischen Anspruch zu hegen.

– Patrick Holzapfel macht sich auf Jugend ohne Film Gedanken darüber, dass Filme immer mehr auf reines Freizeitvergnügen reduziert werden und es darüber hinaus keine gesellschaftliche Bedeutung mehr besitzten.

Wer hat den Erotikfilm „Laura“ gedreht? War es der italienische Produzent Ovidio G. Assonitis oder „die echte“ Emmanuelle Arsan? Oder deren Ehemann, der Diplomat Louis-Jacques Rollet-Andriane, der angeblich auch der wahre Auor der „Emmanuelle“-Bücher ist? Dieser und anderen Fragen spürt Christian Genzel auf seinem Blog Wilsons Dachboden nach.

– Über den radikalen philippinischen Punk-Filmer Khvan habe ich hier schon häufiger geschrieben und Artikel über ihn verlinkt. Michael Schleeh hat sein neustes Werk „Alipato – The Brief Life of an Ember“ gesehen und diesem auf Schneeland einen längeren Eintrag gewidmet.

– Der Zombie-Film „The Girl with All the Gifts“ hat ihm Netz einige positve Wellen geschlagen. Auch Volker Schöneberger von Die Nacht der lebenden Texte ist diesem frischen Blicks eines mittlerweile doch sehr ausgelutschten Themas sehr angetan.

– Ich kann mich noch gut daran erinnern, als die ganzen „Planet der Affen“-Filme im Fernsehen (ZDF?) liefen. Besonders gut hatte mit der eher humorvolle und schwer unterhaltsame dritte Teil „Flucht vom Planet der Affen“ gefallen. Christian gibt das auf Schlombies Filmbesprechungen sehr gut wieder. Auch seinen Worten zum vierten Teil „Eroberung vom Planet der Affen“ kann ich mich aus der Erinnerung her anschließen.

Das Bloggen der Anderen (30-01-17)

Von , 30. Januar 2017 21:21

bartonfink_type2– Das große Helden-Sterben geht weiter. Letzte Woche erwischte es den großen John Hurt, der so manchen auch durchschnittlichen Film mit seiner Gegenwart adelte. Der Kinogänger hat auf den Schauspieler, der so viel mehr als nur das erste Opfer des Alien war, einen schönen Nachruf verfasst.

– Im November haben wir im Rahmen unserer Bremer Filmreihe Weird Xperience den mexikanischen Film „We are the Flesh“ gezeigt und dieser hat so einige unserer Zuschauer leicht verstört. Warum dem so war, kann man auch bei Bluntwolfs Besprechung auf Nischenkino erahnen.

– Demnächst wollen wir dann vielleicht „The Eyes of my Mother“ zeigen, den Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de recht lobt.

– Gerade auf Kinotournee ist er in guten und engagierten Programm- und Kommunalkinos gewesen: Das 165-minütige Mammutwerk „Marketa Lazarová“, welches als bester tschechischer Film aller Zeiten gilt (und das soll schon was heißen). Wolfgang Nierlin schreibt auf Filmgazette darüber. In Bremen lief der Film übrigens nicht.

– Wie einige ja wissen, bin ich nun schon seit längerer Zeit beim Printmagazin „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ aktiv. Daher freue ich mich ganz besonders, dass Hans Helmut Prinzler von unserer ersten Buchpublikum „Victor Sjöström – Film Can Be Art“ von Jens Dehn sehr angetan ist.

– Kaum ein Filmemacher polarisiert so sehr wie M. Night Shyamalan. Von denen einen als „One-Trick-Pony“ abgetan, von den anderen als konsequenter Auteur bewundert. Bianca gehört ganz entschieden zum zweiten Lager und begründet auf Duoscope ausführlich, warum dies so ist. Ich mag Shyamaan ja auch gerne (insbesondere “Unbreakable“), habe allerdings seit „Signs“, der mir damals – glaube ich – als einziger im Kinosaal gefiel, keinen Film mehr von ihm gesehen. Nach Biancas Text, habe ich aber Lust, dies zu ändern.

– Wer einmal einen Blick in die oscar-nominierten (oder auch nur generell für die Oscars eingereichten) Drehbücher werfen möchte, findet auf Digitale Leinwand entsprechende Links.

– Anna Wollner hat auf B-Roll ein Interview mit Mel Gibson über dessen neues Regie-Werk „Hacksaw Ridge“ geführt. Da liest man dann solche Sachen wie: „Man kann gar nicht anders als Krieg zu verabscheuen. Aber man muss den Krieger verehren. Die Leute, die für uns in die Schlacht ziehen.“  Sonja Hartl schreibt über „Spoiler“, und warum man sich da nicht so sehr drüber aufregen sollte. Was sicherlich nicht bei allen auf Zustimmung stößt. Und Simon Hauck und Joachim Kurz berichten vom Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken. U.a. über „Die Reste meines Lebens“ von Jens Wischnewski und dem Dokumentarfilm „Ohne diese Welt“ von Nora Fingscheidt.

– Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog ist derweil auf den 52. Solothurner Filmtagen unterwegs, wo er u.a. den sich sehr interessant anhörenden „Miséricorde“ von Fulvio Bernasconi.

– Auf Hard Sensations haben die Redakteure noch ihre Bestenlisten für 2016 abgeben. Ziemlich exzessiv und – bis auf Sebastian Selig – leider auch wieder vollkommen kommentarlos. Sebastian Selig hat auch eine wunderbar schwelgerische Ode auf den österreichischen Thriller „Die Hölle – Inferno“ verfasst. Und Silvia Szymanski hat es endlich geschafft, einen ausführlichen Bericht über das 3. Terza Visione zu schreiben, das vom 1. bis 3. April 2016 in Nürnberg stattfand. Und – natürlich – hat sich das lange Warte gelohnt und macht neugierig auf die vierte Ausgabe, die wohl im Juli stattfindet.

– Das Terza Visione stammt ja aus dem Kreis, der auch die Hofbauer-Kongresse auf die Beine stellt. Und eben dort sah Udo Rotenberg Rolf Olsens Komödie „Heubodengeflüster“, über die er auf Grün ist die Heide schreibt: „“Heubodengeflüster“ ist gleichzeitig Heimatfilm, Polit-Satire, Erotik-Komödie und platter Klamauk. Und liefert ein maßloses Vergnügen.“

– Rainer Kienböck stellt auf Jugend ohne Film die neunundzwanzigste Publikation der Schriftenreihe des Österreichischen Filmmuseums, diesmal zum filmischen Werk von Ruth Beckermann, vor.

– In meiner Kindheit waren die Filme von Harold Lloyd eine Konstante. Denn sie liefen immer Sonntags im gemeinsamen Vormittagsprogramm der ARD und ZDF. Und ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich kurz vor 10 vor dem Testbild saß und darauf wartete, dass das Fernsehprogramm endlich beginnt. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Wie gesagt, Harold Lloyd war damals – zumindest meiner Erinnerung nach – ein fester und von mir sehr geliebter Bestandteil dieser Sonntagvormittage. David schreibt auf Whoknows presents über Lloyds letzten Stummfilm, „Speedy“, der für ihn „sein wahrscheinlich puristischster Film (ist): ein Werk, das die Freude am Geschwindigkeitsrausch und die Glückseligkeit kleiner Momente zelebriert und zum eigentlichen Inhalt macht.“

funxton kümmert sich um zwei Filme des göttlichen David Lynch, die unterschiedlicher nicht sein könnten. „The Straight Story“ und „Mulholland Drive“.

– Christian zeigt sich auf Schlombies Filmbesprechungen (zu recht!) begeistert von Mario Bavas enorm einflussreichen Giallo „Blutige Seide“ und erinnert noch einmal an den zu unrecht fast vergessenen „Amazonen auf den Mond“, den ich auch unbedingt mal wieder anschauen muss.

– Michael Schleeh ist bodenlos enttäuscht von Dante Lams neuen Action-Reißer „Operation Mekong“, was er auf Schneeland näher ausführt.

– Drehbuchautor Robert Hummel erläutert auf out takes sehr plastisch und mit bitterem Humor, weshalb deutsche Filme oftmals so aussehen, wie sie aussehen.

Das Bloggen der Anderen (23-01-17)

Von , 23. Januar 2017 18:26

bartonfink_type2– Noch eine weitere Nachlese zum 16. Hofbauer-Kongress. Critic.de widmet diesem ein sehr ausführliches Special. Mit Texten u.a. von Silvia Szymanski, Lukas Foerster, Till Kleinert (Regisseur des wunderbaren „Der Samurai“), Oliver Nöding und einigen mehr. Auch Alex Klotz führt seine Berichterstattung auf Hypnosemaschinen mit „Tag 2“ fort.

– Udo Rotenberg untersucht auf Grün ist die Heide einen Film an den ich noch viele schöne Kindheitserinnerungen habe: „Drei Mann in einem Boot“ mit unserem Lokalhelden Hans-Joachim Kulenkampff, dem unsterblichen Heinz Erhardt und dem immer noch sträflich unterbewerteten, aber wahnsinnige tollen Walter Giller.

– Werner Sudendorf setzt sich auf new filmkritik kritisch mit einem Film im Fahrwasser der „Halbstarken“-Welle der 50er auseinander: „„Jede Nacht in einem andern Bett“.

– Lucas Barwenczik schreibt auf B-Roll über die Kunst etwas zu zeigen, indem man es gerade nicht zeigt. Rajko Burchardt beschäftigt sich mit dem Phänomen Tyler Perry. Und Andreas Köhnemann führt ein Interview mit dem Regisseur Kenneth Lonerga.

– Von dessen Film „Manchester by the Sea“ ist Marco Mewes von Duoscope schwer begeistert.

Was einen sonst noch so Anfang 2017 im Kino erwartet, hat Christian Gertz von Mehrfilm einmal zusammengestellt.

– Christian Genzel schreibt auf Wilsons Dachboden über ein „gulity pleasure“ von mir und damit auch aus meinem Herzen: „Resident Evil“.

– M. Night Shyamalan ist wieder da. Sowohl Oliver Armknecht von film-rezensionen.de, als auch Sir Donnerbold von sdb-film schreiben darüber und es sehr interessant einmal beide Meinungen gegenüberzustellen. Auch wenn bei Beiden „Split“ gut wegkommt, so scheiden sich doch bei Shyamalan die Geister. Wobei ich etwas mehr im Donnerbold-Lager stehe.

– Etwas wo ich ganz allein auf verlorenem Posten stehe ist meine Meinung zu „Batman hält die Welt in Atem“, mit dem ich ganz und gar nicht warm werde. Da hilft auch totalschadens schöne Besprechung auf Splattertrash nichts.

Was macht man mit einem Nagelbrett, wenn man kein Fakir ist? Das fragt Manfred Polak auf Whoknows presents und die Antwort, die das Werbefilmer-Paar Alexandre Alexeïeff und Claire Parker nahebringt, ist wieder einmal sehr interessant.

– Was ich an Schlombie wirklich bewunderte ist es, dass er Filmemachern wie Jess Franco immer wieder eine Chance gibt, obwohl er mit der Mehrheit dieser Filme nichts anfangen kann. Bei „Sie tötete in Ektase“ (einen meiner Lieblingsfilme des spanischen Meisters) wurde er jetzt aber mal belohnt. Nachzulesen auf Schlombies Filmbesprechungen.

– Ricardo Brunn führt auf Filmgazette eine Gespräch mit dem Dokumentarfilmregisseur Andreas Voigt.

SciFifilme.net macht sehr neugierig auf einen Film, von dem ich bisher noch nichts gehört habe: André Farwagis „A Time To Die“ von 1970. Einem Film, der „einem Film, der sich in eine diffuse Lücke zwischen Science-Fiction, Mystery und Krimi setzt (und) sich von Anfang bis Ende wie ein aufregender Traum anfühlt (…)“. Gerade habe ich bemerkt, dass der mir vor einiger Zeit unbemerkt ins Haus flatterte. Dann werde ich mir den mal demnächst zu Gemüte führen.

– Aus derselben Quelle erreichte mich auch „The Satanist“ von Zoltan G. Spencer, der zu meiner riesigen Überraschung bei Christian Witte auf Witte’s wöchentliche Tipps vorgestellt und Liebhabern einschlägiger Ware empfohlen wurde.

Das Bloggen der Anderen (16-01-17)

Von , 16. Januar 2017 17:45

bartonfink_type2– Vorletztes Wochenende fand der 16. Hofbauerkongress statt und die Teilnehmer haben im Laufe der Woche fleißig davon berichtet. Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry sein Ranking der gesehen Filme veröffentlicht, Oliver Nöding beglückt uns daheimgeblieben auf Remember It For Later mit einer eingehenden Besprechung solcher Titel wie „Eva Nera“, „Heubodengeflüster“ oder „Verbotene Spiele auf der Schulbank“.  Und Alex Klotz fasst auf hynosemaschinen noch einmal seinen ersten Kongress-Tag zusammen.

– Im Martin Schmitz Verlag sind zwei (wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann) Filmbücher erschienen. Christian Keßlers „Das versteckte Kino“ und Markus Stigleggers „Grenzkontakte“. Hans Helmut Prinzler stellt beide Werke vor.

– Rochus Wolff schreibt auf Kinderfilmblog über die Kinderfilm-Highlights, die uns 2017 erwarten. Pflichtlektüre für cinephile Eltern.

– Ekkehard Knörer ärgert sich auf cargo gehörig über eine Arte-Doku über die „Berliner Schule“.

– Sven Safarow interviewt auf Eskalierende Träume den mir bisher unbekannten Filmemacher Lutz Dammbeck über sein Film-Essay „Overgames“.

– Patrick Holzapfel findet auf Jugend ohne Film neue Facetten an Roberto Rosselinis „Stromboli“.

– Auf B-Roll befasst sich Patrick dann sehr eingehend mit dem Phänomen der „Video-Essayisten“, laut Medien die „Superstars der Filmkritik“. Falk Straub reflektiert über den Status der US-Mainstream-Komödie und deren „Sturzflug“. Und Lucas Barwenczik fragt provokant: „Sind manipulative Filme etwas Schlechtes?“.

– Michael Schleeh empfiehlt auf Hard Sensations den indischen Thriller „Psycho Raman“, der hierzulande gerade bei Rapid Eye Movies erschienen ist.

– Auch wenn sich Oliver Armknecht in seiner Besprechung des österreichischen Psycho-Thrillers „Die Hölle – Inferno“ nicht ganz so überzeugt anhört, so machen mich seine Zeilen auf film-rezensionen.de doch recht neugierig auf den neuen Film des Oscar-Gewinners Stefan Ruzowitzky.

– Oha, Andreas Dresen hat eine meiner schönsten und prägendsten (Horst Frank!) Kinder-TV-Erlebnisse neu verfilmt: „Timm Thaler“! Und diese laut Peter Gutting auf cinetastic auch sehr überzeugend. Bin gespannt.

– Noch ein Lieblingsfilm und früher Einfluss auf meine Filmleidenschaft: Howard Hawks‘ „Rio Bravo“. Neu gesehen von Simon Kyprianou auf Die Nacht der lebenden Texte.

– Und noch eine Kindheitserinnerung. Gesehen habe ich ihn damals nicht, aber den Titel in der TV-Zeitschrift gelesen und dabei wirklich gedacht, der Herr Graf würde hier ins Miniaturformat geschrumpften Damen nachstellen. Wie das dann aussieht und warum überhaupt war für mich kleinen Steppke damals eine großes Faszinosum. Heute weiß ich es besser, was „Mini-Mädchen“ sind. Totalschaden auf Splattertrash über „Dracula jagt Mini-Mädchen“.

– Morgenluft auf Cinematographic Tides über ihr Kinoerlebnis mit der „Taschendiebin“.

– Der nachfolgende Artikel fällt zwar etwas aus meiner Zeitschiene (der wurde nämlich schon in der vorletzten Woche veröffentlicht), da hatte ich ihn allerdings nicht entdeckt, sondern stolperte jetzt vorgestern zufällig drüber. Ich finde ihn aber so schön, dass ich ihn in dieser Woche einfach noch einmal mit aufnehme. Kinogucker war schon in jungen Jahren ein Kinofan und ärgerte sich 1984 maßlos darüber, dass in seiner damaligen Heimat die Filmvorführer den Film schon vor mit Einsetzen des Abspanns abwürgten. Also schrieb er damals an die größten Verleihe, was er dagegen tun könne und erhielt auch tastsächlich antworten. Diese hat er nun in seinem Blog online gestellt. Ein wundervolles Zeitdokument.

Das Bloggen der Anderen (09-01-17)

Von , 9. Januar 2017 17:14

bartonfink_type2Frohes Neues Jahr liebe Leser. Nach einem kurzen Winterschlaf bin ich mich wieder aus meiner Höhle gekrochen und habe mich umgesehen, was die Kollegen so in der Zwischenzeit getrieben haben.

– Da sind natürlich erst einmal die vielen Rückschauen auf 2016, sowie einige Vorschauen auf 2017. Bei der folgenden Übersicht habe ich nur Berücksichtigt, was seit dem 1. Januar veröffentlicht wurde. Da einige Blogs sicherlich noch im alten Jahr ihre Listen veröffentlicht haben, bitte ich es daher zu entschuldigen, wenn aufgrund des zeitlichen Rahmens nicht jeder auftaucht. Mein Lieblingsjahresrückblick (und gleichzeitig der ausführlichste) stammt von David, der auf Whoknows presents nicht nur von seinen schönsten und schlimmsten Kinoabenteuern berichtet, sondern auch zu den vielen Filmen in seinen Liste kurze persönliche Statements zum wieso, weshalb und warum gibt. Ebenfalls sehr gelungen finde ich den Rückblick von Bianca und Marco auf Duoscope, die kurzerhand das Filmjahr 2016 interviewen. Schöne Idee. Ebenfalls sehr ausführlich geht Christian Witte von Witte’s Wöchentliche Tipps zu Werke. Da gibt es auch viel und interessantes zu Lesen. Sehr viel Mühe hat sich auch Flo Lieb von symparanekronemoi gegeben, der nebens einen persönlichen Top10 auch noch einen Überblick über die erfolgreichsten Filme in diversen Ländern gibt. Short Cuts Totale führt eine kommentierte Top 53 auf. Viel kürzer geht es dann auf Kuleschow-Effekt zu. Wobei ich mich hier bei der Nr.1 der Flops ziemlich verschluckt habe. „Ich – ein Groupie“? Top-Flop? Puuuhh… durchatmen. Auch Sir Donnerbold von sdb-film macht sich seine Gedanken über das abgelaufene Filmjahr. Wer es mag: Liste, Listen. Listen. Mal mit, mal ohne Einführung, immer ohne Kommentar, manchmal das Komplettprogramm des Jahres, manchmal auf Top 10 beschränkt: Eskalierende Träume. Kurz und knackig bei Sebastian vom Magazin des Glücks und einen Tick länger bei Michael von Schneeland. Kurze Entdeckungen 2016 von den Drei Cineasten.  Auch Hans Helmut Prinzler sortiert seine Filme des Jahres 2016 und die besten Filmbücher. Sascha von PewPewPew gibt schon mal einen Überblick, worauf er sich in 2017 filmisch freut. Bei Okaeri gibt es eine Liste mit den wichtigsten Terminen, was Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Japan/Asien es 2017 gibt. Und film-rezensionen.de veröffentlicht die Black List der besten unverfilmten Drehbücher 2016.

– Der wichtigste und spannendste Artikel in dieser Woche stammt für mich von Urs Spörri und wurde auf B-Roll veröffentlicht. Er handelt von der Frage, ob Filmfestivals in Deutschland wichtiger denn je sind. Gerade vor dem Hintergrund, dass es in Bremen noch immer kein „richtiges“ Filmfestival gibt, finde ich die Antwort auf diese Frage sehr erhellend. Andreas Köhnemann beschäftigt sich anlässlich von Tom Fords Film „Nocturnal Animals“ mit dem „shabby chic“ des neuen „cinéma du look“.

– Vergangenes Wochenende war wieder „Hofbauer-Kongress“ in Nürnberg und dies schlägt sich ja auch immer auf die Inhalte einige Filmblogs nieder. So hat Lukas Foerster auf Dirty Laundry über Joe D’Amatos dort gezeigten Film „Dirty Love“ geschrieben.

– Und auf Eskalierende Träume gab es Vorschauen auf die Filme „Mit der Pille umso toller“ (Text von Oliver Nöding) und „Sytrtaki – Erotik ohne Maske“ (Text vom hofbauer-Kommando).

„Arschgesichter, Disneykinder und poetische Überschüsse – Die Filme von Brian Yuzna und Stuart Gordon“ heißt das wunderbare Dossier auf filmgazette, welches Nicolai Bühnemann mit Hilfe von Lukas Foerster und Jochen Werner erstellt hat. Eine ganz große Leseempfehlung!

– Patrick Holzapfel schreibt: „Im Rahmen der Schau Last Silents im Filmarchiv Austria kam es zu einer tragischen Begegnung zwischen dem Licht und dem Schatten in Jean Grémillons Gardiens de phare. Es ist ein Film, der im enthusiastischen Dialog mit dem Aufbruch im französischen Kino jener Zeit steht (nicht umsonst heißt der Autor des Drehbuchs Jacques Feyder und einer der begeistertsten Kritiker Marcel Carné) und der die avantgardistischen und realistischen Strömungen dieser Zeit in einen dramatischen und abstrakten Strudel verdichtet.“ Mehr auf Jugend ohne Film.

– Michael Schleeh ist begeistert von Park Chan-wooks „The Handmaiden“. Warum, das schreibt er auf Schneeland.

– Vitellone empfiehlt auf Die drei Muscheln ebenfalls einen südkoreanischen Film: „The Wailing“, ein „düsteres Potpourri (…) (der) zahlreiche Elemente des Dramas, sowie des Horror-, Mystery- und Thrillergenres (bedient)“.

– Seitdem ich die empfehlenswerte Doku „Wadd: The Life and Times of John C. Homes“ gesehen habe, wollte ich mir immer mal die „spielfilmvariante“ „Wonderland“ mit Val Kilmer ansehen. Habe ich leider nie geschafft. Aber wie Christian Genzel auf Wilsons Dachboden schreibt, habe ich da jetzt auch nicht so viel verpasst.

– Marco von Duoscope ist sehr von dem gerade in den Kinos laufenden „Passengers“ verärgert. Was er unter der Überschrift „Rape-Culture im All“ näher ausführt.

– „Manipulative Dokumentarfilmer beschweren sich über einen manipulativen Dokumentarfilmer. So in etwa kann man „Manufacturing Dissent – Michael Moore auf der Spur“ bezeichnen“ meint Christian auf Schlombies Filmbesprechungen, und das wäre auch gleichzeitig das Interessante an diesem Film.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf L’amore in città mit „l boom“ von Vittorio De Sica, dem leider trotz (oder gerade aufgrund?) seiner Bissigkeit kein Erfolg beschieden war.

– Normalerweise sind TV-Serien auf diesen Seiten tabu. Aber manchmal mache ich auch Ausnahmen. Diesmal sogar zwei. Zunächst sei hier der Hinweis erlaubt, dass sich Oliver Nöding auf Remember It For Later durch den frühen „Derrick“ arbeitet.

– Und dann hat sich LZ auf screen/read mit einem der großen Helden meiner Kindheit beschäftigt: Captain Future!

Das Bloggen der Anderen (05-12-16)

Von , 5. Dezember 2016 20:57

bartonfink_type2Die letzte Woche fiel „Das Bloggen der Anderen“ leider aus, da ich dem Abgabetermin für meinen Artikel in der nächsten „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ hinterher hechelte und meine Beschäftigung mit einer schillernden Persönlichkeit des deutschen Nachkriegsfilmes epische Ausmaße angenommen hatte. Und auch diese Woche habe ich eine schlechte Nachricht: Da ich mich bis zum Ende des Jahres jetzt doch überraschend kurzfristig mit einem größeren Projekt beschäftigen muss und gleichzeitig noch einen Stapel Reviews vor mir her schiebe, verabschiedet sich „Das Bloggen der Anderen“ für dieses Jahr. Aber vorher gibt es nochmal die volle Breitseite.

– Sehr gut hat mir eine zweiteilige Artikelserie mit dem Titel „Sex Trouble“ auf critic.de gefallen. „Das queere und das feministische Kino wollen Strukturen aufreißen und schaffen dabei selbst Stereotype. Mit einem zweiteiligen Special wollen wir uns dem Unbehagen widmen, wenn man gemeint ist, sich aber nicht angesprochen fühlt“. Im ersten Teil erklärt Michael Kienzl die gängige Vorstellung von queerem Kino zu einem Fall für die Mottenkiste. Im zweiten Teil erzählt die unnachahmliche Silvia Szymanski von der Freiheit, sich auch und gerade in diesen Filmen als „Frau“ zu sehen, als sexuelles Wesen.  Und Florian Vollmers berichtet vom Filmfestival in Tallinn.

– Drüben bei B-Roll denken Beatrice Behn und Joachim Kurz über den Status der US-Filmindustrie nach der Trump-Wahl und die Rolle des kritischen Filmjournalismus nach.  Lucas Barwenczik schreibt über das Denken und Fühlen in aktuellen Science-Fiction-Filmen. Und Andreas Köhnemann plädiert für enthemmtes DRAMA!

Eine nette Idee: Acht Bundeskanzler charkterisiert in acht Filmen auf Das Magazin des Glückes. Mit Wim Wenders konnte ich mich nie wirklich anfreunden. Aber was Sebastian über Wenders frühe Filme schreibt, macht mich dann doch wieder etwas neugierig.

Der amerikanische Schriftsteller William Riley Burnett war mir bisher kein Begriff. Dank Claudia Siefens schönen Text auf Jugend ohne Film weiß ich jetzt aber, dass er nicht nur die Vorlagen zu „Little Cesar“ und „Asphalt Jungle“, sondern auch das Drehbuch zu einem Lieblingsfilm, „Gesprengte Ketten“ geschrieben hat.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf seinem Blog L’amore in città weiter mit der Commedia sexy all’italiana und hat diesmal einen Kostüm-Film mit der Traumbesetzung Robert Hoffmann, Barbara Bouchet, Edwige Fenech, Ira von Fürstenberg und Lucretia Love am Start.

– Auf seinem Schwesterblog Grün ist die Heide heißt es „Verdammt die jungen Sünder nicht“. Und es geht um einen österreichischen „Sittenfilm“ von 1961.

– Auch Christian Genzel begibt sich auf die Spur der teutonischen Unterhaltungsfilmindustrie. Sein Beitrag auf Wilsons Dachboden heißt „Zärtlich, aber frech wie Oscar“. In dieser Produktion der berühmt-berüchtigten Lisa-Film tummeln sich Herbert Fux, Corinna Drews, Tobias „die deutsche Stimme von Brad Pitt“ Meister. Natürlich Otto W. Retzer und „lauter Nackerte“.

– Wer erinnert sich daran, dass Marios Sohn Lamberto Bava in den 90er Jahren einen riesigen Erfolg in Deutschland hatte? Sogar einen größeren Erfolg als all seine „Dämonen“-Splatterfilme und Gialli zusammen: Prinzessin Fantaghirò. Morgen Luft von Cinematographic Tides hält Rückschau.

– Da wir gerade bei Erinnerungen sein. „Die drei Amigos“ war ein Film, der mein Leben Ende der 80er stark beeinflusste. Na ja, vielleicht nicht das Leben, aber meine Sprüchesammlung. Andreas Eckenfels erinnert sich auch auf Die Nacht der lebenden Texte.

– Klassiker-Zeit: funxton über „Der Löwe im Winter“ mit Peter O’Toole und Kathrine Hepburn.

– Klassiker-Zeit 2: Hauptsache (Stumm)Film über den grandiosen „Die Brücke am Kwai“. Muss ich auch mal wieder sehen. Toller Film.

– Da bin ich aber reingefallen. Tatsächlich hielt ich „Laila – Vampir der Lust“ für einen Vampirfilm. Tatsächlich ist es aber einen Film, der sich mehr mit LSD und anderen Drogen auseinandersetzt und laut totalschaden von Splattertrash dies optisch sehr reizvoll umsetzt.

– „Gruft der Vampire ist wohl der schärfste Film, den Hammer jemals produziert hat“ meint Bluntwolf von Nischenkino. Na ja, er hat die junge Ingrid Pitt, das sollte als Argument genügen.

– Das nenne ich mal Einsatz: Im Kino eingeschlafen und dann Zuhause gleich auf dem Fernseher nachgeholt: Oliver Nöding berichtet auf Remember It For Later über seine Erfahrungen mit William Castles „Mr. Sardonicus“. Außerdem erklärt er, warum ihn  Jeremy Saulniers „Green Room“ etwas enttäuscht hat.

– Während Frank Schmidke auf cinetastic von dem neuen Zombiefilm „The Girl with All the Gifts“ sehr überzeugt ist, hält sein Kollege Peter Gutting den neuen Film von Park Chan-wook, „The Handmaiden“, für eher so mittel.

Tolle Filme findet man diese Woche wieder bei Witte’s wöchentliche Tipps. U.a. ein Film vom „Halbstarken“-Regisseur Georg Tressler, der auch schon lange auf meiner „Guck-den-mal“-Liste steht. Und was von Veit Harlan.

– So, es weihnachtet schon sehr und da wir uns in dieser Rubrik dieses Jahr nicht mehr lesen werden (siehe oben), hier zum Abschluss noch Douscope über einen meiner Lieblingsweihnachtsfilme: „Die Muppets-Weihnachtsgeschichte“.

Das Bloggen der Anderen (21-11-16)

Von , 21. November 2016 20:21

bartonfink_type2– Claudia Siefen entlarvt auf Jugend ohne Film Lars von Triers leider relativ unbekannten Film „The Five Obstructions“ als einen „Liebesreigen zweier hochkomplizierten Intellektueller“. Patrick Holzapfel klärt darüber auf, was „Rückbilder“ sind und wie sie auf den Zuschauer wirken.

– Michael Schleeh schreibt auf Hard Sensations über den neuen Film des philippinischen Wunderkindes und großartigen Bilderstürmers Khavn, einem Favoriten des hiesigen Weird-Xperience-Teams.

– Auf seinem eigenen Blog Schneeland widmet er sich eines fast vergessenen Filmes aus Japan: „The Masseurs and a Woman“ von 1938, der ganz gegen heutige Sehgewohnheiten arbeitet.

– Vitellone hat sich auf Die drei Muscheln in Park Chan-wooks neuen Film „Die Taschendiebin“ (The Handmaiden) verliebt.

– Pflichtlektüre: Manfred Polak hat auf Whoknows presents ein sehr ausführliches und hochspannendes Essay über Jean Epstein, seinen Film CŒUR FIDÈLE und dessen Zensurgeschichte verfasst. Sehr lesenswert!

– Udo Rotenberg führt auf Grün ist die Heide seine Untersuchung des „Das blauen Meers“ als Sehnsuchtsbegriff des Tourismusfilms fort und nimmt sich diesmal „Das blaue Meer und Du“ mit einer blonden (!) Karin Dor vor.

– Dazu passt auch Werner Sudendorfs Text auf new filmkritik über die 1955 entstandenen deutsch-amerikanische Co-Produktion „Mannequins für Rio“ von Kurt Neumann.

– Anna Wollner hat auf B-Roll das große Vergnügen mit Jim Jarmusch in Toronto ein Interview zu führen. Und Joachim Kurz stellt klar, dass die Filmkritik politisch sein darf und sich auch politisch äußern muss.

– Gegenstimme 1: Über den Film „Fritz Lang“ von Gordian Maugg habe ich bisher nur fürchterliches gelesen. Funxton findet ihn hingegen richtig gut und begründet dies auch.

– Gegenstimme 2: Auch bei Joel Schumachers „8mm“ kommt sehr, sehr vielen das kalte Grausen. Heiko Hartmann von Allesglotzer kann dem Film aber durchaus positive Seiten abgewinnen.

– Nicht unbedingt kontrovers, aber doch immer wieder sehr stiefmütterlich wird in der Regel Wes Cravens „Das Haus der Vergessenen“ behandelt. Umso mehr freuen mich, als großen Freund dieses Filmes, Christians Worte auf Schlombies Filmbesprechungen: „Und dass die schrillen Ideen eines „The People Under the Stairs“, trotz aller Extreme die das Horror-Genre in den letzten Jahrzehnten hervorbrachte, noch immer schrill, provokativ und frisch wirken, ist ein weiterer Beweis für die zeitlose Qualität des Streifens.“ Jawohl!

– Oliver Nöding empfiehlt auf Remember It For Later Alfred Soles Horror-Thriller “Alice, Sweet Alice”. Dominik Grafs “Zielfahnder – Flucht in die Karpaten” hat ihn, wenn schon nicht komplett vom Stuhl gehauen, so doch sehr erfreut. Und die Komödie „La moglie in vacanza“ von Sergio Martino mit dem Traum-Duo Edwige Fenech und Barbara Bouchet legt er als gutes Einstiegswerk jenen Menschen ans Herz, „die es mit dieser speziellen Spielart der italienischen Komödie noch einmal versuchen wollen, nachdem ihnen alle zuvor gesehenen Beispiele zu überdreht waren“.

– Bei einem der letzten Deliria-Italiano-Forentreffen war der unfassbare deutsche Trailer zu „Wiege des Teufels“ der absolute Hit. Mauritia Mayer hat auf Schattenlichter auch den ganzen, dazugehörigen Film gesehen. h

– Harald Mühlbeyer hatte das Vergnügen sich im Cinema Quadrat in Mannheim die Filme „Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache“ von Wolfgang Staudte und „The Toy Box“ (aka „Sexualrausch) von Ronald Víctor García ansehen zu können. Auf screenshot findet man seinen Bericht.

Das Bloggen der Anderen (14-11-16)

Von , 14. November 2016 21:09

bartonfink_type2– Schwanenmeister informiert auf Negative Space über das Radio-Hörspiel „Sartana – Noch warm und schon Sand drauf“, welches mit Bela B. und Oliver Rohrbeck (unter anderem) zugkräftig besetzt wird, und bei dem neben dem legendären Rainer Brandt auch der wunderbare Christian Keßler seine Feder im Spiel hatte.

– Einer der für mich besten und interessantesten deutschen Regisseure ist Roland Klick, der es leider nur auf eine Handvoll Filme brachte, die allerdings alle sehenswert (oder mehr) sind. „Supermarkt“ ist und bleibt einer meiner Lieblingsfilme. Gregor Torinus stellt auf Hard Sensations den Mann und sein Werk vor.

– Lukas Foerster widmet sich auf Dirty Laundry nicht nur Hubert Franks Film „Vanessa“, sondern auch dem ganzen Phänomen deutscher Erotikfilm der ausgehenden 70er Jahre.

– Michael Brandtner beschäftigt sich auf Freude am Film mit G.W. Pabsts „Westfront 1918“ und klopft ihn auf die These ab, dass Pabsts Film gelungener als „Im Westen nichts Neues“ sei.

– Udo Rotenberg untersucht auf Grün ist die Heide den deutschen Tourismusfilm und nimmt sich als einen der ersten Prototypen Hans Deppes „Unter Palmen am blauen Meer“ vor.

– Oliver Armknecht interviewt auf film-rezensionen.de den Regisseur Sebastian Hilger, dessen Sci-Fi-Mystery-Film „Wir sind die Flut“ derzeit überall sehr positiv besprochen wird. Außerdem stellt er den indischen Thriller „Psycho Raman“ vor, der eindrucksvoll zeigt, dass Bollywood nicht nur Drama und Musik ist, sondern auch finstere Themen kann.

– Thomas Ressel schreibt auf Daumenkino über Chan-Wook Parks neuen Film „The Handmaiden“.

– Lucas Barwenczik stellt auf B-Roll die Filme des irischstämmigen Regisseurs und Drehbuchautors John Michael McDonagh vor. Patrick Holzapfel mit einem kurzen Nachruf auf den großen Leonard Cohen.

– Auf dem Blog des frischgebacken Gewinner des Siegfried-Kracauer-Stipendiums Patrick Holzapfel, Jugend ohne Film, schreibt sein Kollege Rainer Kienböck über den neuen Film von Woody Allen und das DOK Leipzig Festival.

– Von der DOK Leipzig 2016 berichtet auch Lukas Stern auf critic.de

– Romano Scavolini ist (leider) immer noch ein Regisseur, der hierzulande – wo man in der Regel nur seinen „Nightmare in a Damaged Brain“ kennt – entdeckt werden muss. L’amore in città leistet dazu einen beitrag und stellt seinen avantgardistischen Mafiafilm „Servo suo“ von 1973 vor.

– Christian entdeckt auf Schlombies Filmbesprechungen das Werk Mario Bavas. Darunter auch unbekanntere Werke wie „Vampire gegen Herakles“ und „Eine Handvoll blanke Messer“.

– Heiko Hartmann schreibt auf Allesglotzer über Duccio Tessaris eher ungewöhnlichen Giallo „Das Messer“, besser bekannt als „Blutspur im Park“, der ihm ausgesprochen gut gefallen hat.

– Ich liebe es einfach. Mauritia Meyer von Schattenlichter war mal wieder unterwegs. Bei ihren Ausflügen zu diversen Filmfestival hat sie immer mal wieder hier und dort einen Zwischenstopp eingelegt und kurzerhand alle Drehorte des Grusel-Giallos „Die rote Dame“ mit Barbara Bouchet aufgesucht. Die wundervolle Bildgalerie findet man hier.

– Sean S. Cunnighams „Freitag, der 13.“-Nachfolger „A Stranger is Watching“ war mir bisher gänzlich unbekannt. Dank Oliver Nöding und seinem Blog Remember It For Later habe ich jetzt zumindest mal etwas darüber gelesen. Vom Alice-Cooper-Vehikel „Monster Dog“ des berüchtigten Claudio Fragasso kannte ich zumindest das Cover. Werde ich mir als alter Alice-Fan auch irgendwann mal anschauen. Vielleicht gefällt er mir ja sogar besser als Oliver. Immerhin mag ich ja auch das stumpfe „Raise Your Fist and Yell“-Album.   Zudem sei hier auch auf das Buch „Sauft Benzin, ihr Himmelhunde“ hingewiesen, bei dem Oliver Co-Autor ist.

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