Nachrichten getagged: Bremer Filmpreis

Bericht: Verleihung des 12. Bremer Filmpreises

Von , 22. Januar 2010 15:35

Gestern wurde in der Oberen Rathaushalle der 12. Bremer Filmpreis an den österreichischen Filmemacher Ulrich Seidl verlieren.

Für alle, die neugierig sind, wie des so vonstatten ging, hier – wie schon im letzten Jahr – ein kurzer Bericht von der Verleihung.

Neben Ulrich Seidl, waren noch seine Ehefrau (und teilweise Co-Autorin und Co-Produzentin) Veronika Franz erschienen und als Laudator eine Dame, die sowohl in der Einladung, als auch bei der Verleihung selber, als “Elfriede Gruber, Schauspielerin” angekündigt wurde. Dazu aber später mehr.

Die Eröffnungsrede hielt unser Bürgermeister und Landesvater Jens Böhrnsen. Dankenswerterweise hielt er sich kurz und lobte, nach der üblichen Nennung der Sponsoren des Bremer Filmpreises, ausdrücklich die Arbeit des Kommunalen Kinos 46, welches nicht nur jedes Jahr den Bremer Filmpreis organisiert, sondern auch in vorbildlicher Weise das Bremer Symposium zum Film abhält, welches und einen hervorragenden Ruf, auch weit über die Landesgrenzen hinaus, besitzt.

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12. Bremer Filmpreis geht an Ulrich Seidl

Von , 17. Dezember 2009 10:36

seidlIch freue mich. Ich freue mich wirklich. Der 12. Bremer Filmpreis geht an einen meiner Lieblings-Regisseure, den Österreicher Ulrich Seidl.

Wem der Name jetzt spontan nichts sagt, es wurde ziemlich viel über ihn geschrieben, als sein letzter Film “Import/Export” 2007 für die Goldene Palme in Cannes nominiert war. Die hat er zwar nicht bekommen, dafür aber reichlich andere Preise abgeräumt. Nachdem Seidl zunächst vor allem im Dokumentarfilm aktiv war (wo er bereits “Wirklichkeit inszenierte”, wie z.B. bei seinem großartigen Film “Models“), wurde er der breiten Öffentlichkeit durch seinen vielfach ausgezeichneten Film “Hundstage” bekannt. Auch hier mischt er Dokumentarisches mit Fiktion, so dass die klare Unterscheidung zwischen Schein und Wirklichkeit kaum noch möglich ist. “Import/Export” war dann sein erster “reiner” fiktionaler Spielfilm.

Wie es sich für einen Österreicher gehört, sind seine Filme tiefschwarz und von einem makaberen, bitterbösen Humor durchzogen. Nach der Sichtung von “Hundstage” z.B. möchte man am Liebsten einmal Duschen, um den Schweiß und moralischen Dreck einer Einfamilienhaussiedlung nahe Wien abzuwaschen. Angenehm sind seine Filme nie, aber sie graben sich ins Gedächtnis ein und wühlen einen auf. In der Ankündigung zu seiner Dokumentation “Tierische Liebe“, die im Rahmen einer Seidl-Retrospektive am 29. und 31.Januar im Kino 46 läuft, steht: “Seidl zeigt mehr, als die Zuschauer sehen wollen”. Das bringt es auf den Punkt.

Die Ehrung und Übereichung des 12. Bremer Filmpreises findet am Donnerstag, den 21.1. um 18:00 Uhr in der Oberen Rathaushalle statt.

Gleichzeitig hat das Kino 46, wie oben schon erwähnt, Ulrich Seidl eine Retrospektive gewidmet. Neben seinen bekannteren, und auch auf DVD erschienenen, Filmen “Hundstage” und “Models”, werden auch seine früheren Dokumentationen gezeigt. Da diese – zumindest meines Wissens nach – noch nirgendwo auf DVD erhältlich sind (ich will da eine Box! Jetzt!), sollte man sich die Gelegenheit, die Filme einmal zu sehen, auf keinen Fall entgehen lassen.

Gezeigt werden: “Hundstage”, “Models” (beide 30.1.), “Mit Verlust ist zu rechnen” (26.1), “Der Busenfreund“, “Spaß ohne Grenzen” und “Tierische Liebe” (alle am 39.1., sowie 31.1.).

11. Bremer Filmpreis: Bilder von der Verleihung

Von , 17. Januar 2009 18:31

Gleich im Vorfeld eine kleine Entschuldigung. Meine Digitalkamera ist nicht die Beste und mit Photoshop kenne ich mich noch nicht so aus.

Nina Hoss nach der Verleihung des 11. Bremer Filmpreises

Nina Hoss nach der Verleihung des 11. Bremer Filmpreises

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Bericht: Verleihung des 11. Bremer Filmpreises

Von , 16. Januar 2009 15:12

Gestern wurde in der Oberen Rathaushalle der 11. Bremer Filmpreis an die Schauspielerin Nina Hoss verliehen. Im Gegensatz zum Vorjahr, als der Preisträger Lars von Trier sein Kommen kurzfristig abgesagt hatte, und zum Vorvorjahr, als ein schreckliches Unwetter die Gäste überall hin, nur nicht ins Rathaus wehte, war diesmal der Saal gerappelt voll und die charmante Preisträgerin auch persönlich anwesend und sichtbar glücklich über die Auszeichnung ihres bisher noch nicht so großen Lebenswerkes in diesem feierlichen und ehrwürdigen Rahmen.

Die Preisverleihung wurde musikalisch umrahmt von einem aus Bass, Schlagzeug und Akkordeon bestehendes Trio, welches das Publikum mit einem gelungen “French Jazz” beglückte (die Musik hätte übrigens super als Stummfilm-Begleitung gepasst. Ich würde es großartig finden, wenn die Drei irgendwann einmal einen der monatlich im Kino 46 gezeigten Stummfilme begleiten würden. Das hätte etwas!). Leider habe ich den Namen des Trios schon wieder vergessen. Ich habe zwar noch “Trio Audio” in Erinnerung, darunter lässt sich aber bei Google nichts finden. Wer den Namen kennt, bitte kurze Mail an mich. Danke!

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Nachbetrachtung: Letzten Freitag im Kommunalkino

Von , 13. Januar 2009 12:04

Ein paar persönliche Gedanken und Impressionen u.a. zum Thema “Kino 46 – was bringt die Zukunft?”.

Vorbemerkung: Mit dem Text habe ich schon am Wochenende begonnen, bin aber erst heute dazu gekommen ihn fertigzustellen. Darum könnte einiges schon nicht mehr ganz “up-to-date” sein.

Leider schaffe ich es auch persönlichen Gründen nicht mehr so häufig ins Bremer Kommunalkino zu gehen, wie ich es letztes Jahr noch konnte. Daher lagen zwischen meinem letzten Besuch im Dezember und meinem aktuellen am letzten Freitag etwas über drei Wochen.

Der erste Schock erfolgte gleich, als wir das “Café 46″ im Vorraum zum “Kino 46″ betraten. Alles war leer, dunkel und wir glaubten schon, dass die Kinovorstellung an diesem Tag aus irgendwelchen Gründen ausgefallen sei. Dem war Gott sei Dank aber nicht so. Das “Café 46″ allerdings existierte nicht mehr. Ich selber habe das “Café 46″ schon immer für nicht 100 % ideal empfunden, da es mir hier etwas an der Gemütlichkeit fehlte, die zum längeren Verweilen eingeladen hätte. Aber jetzt, da es gänzlich verschwunden ist und nur ein dunkles Loch mit verwaistem Tresen hinterlassen hat, merkt man erst, wie viel es dann doch zur Atmosphäre und “Heimeligkeit” beigetragen hat.

Die sehr nette Kartenverkäuferin klärte mich (und noch eine weiter Besucherin, die ähnlich überrascht war) über die Hintergründe auf. Der Getränke- und Speisenverkauf an die Kinogäste lohnte sich nicht mehr, da immer weniger Gäste des Kinos auch die angehängte Gastronomie genutzt hätten. Daher habe sich der Besitzer des “Café 46″ entschlossen, am 23.12.08 die Pforten zu schließen.

Ab dieser Woche wird wohl ein “Notverkauf” eingerichtet. Was angesichts der Tatsache, dass nun das internationale Symposium zum Film mit dem Thema “Filmvermittlung – Vom Kino lernen”, mit sicherlich wieder mit vielen Gästen aus dem universitäreren Umfeld, startet, auch von unbedingter Wichtigkeit ist – wenn sich nicht alle Teilnehmer in der umliegende Gastronomie versteuen sollen. Auch vor dem Hintergrund der Verleihung des Bremer Filmpreises und der Premiere des neuen Christian Petzold Filmes “Jerichow” mit Preisträgerin Nina Hoss am Donnerstag, ist eine Übergangslösung – und wenn es auch nur ein Provisorium ist – wichtig, damit potentielle “Kommunalkino-Entdecker” nicht gleich von der leeren und kalten Lokalität verschreckt werden. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass das Kino 46 da etwas tolles auf die Beine stellt.

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11. Bremer Filmpreis geht an Nina Hoss

Von , 12. Dezember 2008 14:40

Wie heute der Weser Kurier verkündete, wird der Bremer Filmpreis 2009 an die Schauspielerin Nina Hoss verliehen. Über die Wahl kann man sicherlich geteilter Meinung sein, zumindest stehen die Chance aber gut, dass der Preisträger dieses Jahr den Preis auch persönlich abholen wird. Zur Erinnerung: Der Preisträger 2008, der großartige Lars Von Trier, hatte sein Kommen kurzfristig abgesagt. Mit Udo Kier war aber ein höchst unterhaltsamer und charmanter “Ersatz” gefunden worden, der den Preis in Vertretung für Herrn Von Trier annahm und einige kurzweilige Anekdoten zum Besten gab.

 

“Der 11. Bremer Filmpreis geht an die Schauspielerin Nina Hoss. Er wird von der Kunst- und Kulturstiftung der Sparkasse Bremen in Kooperation mit dem Kino 46 verliehen und ist mit 8000 Euro dotiert. Hoss gehört zu den Schauspielerinnen, die auf der Bühne wie auf der Leinwand gleichermaßen Erfolge feiern. Für ihre Yella in Christian Petzolds Drama wurde sie dieses Jahr mit dem Deutschen Filmpreis geehrt, 2007 mit dem Silbernen Bären. Zurzeit ist sie im Kino in “Anonyma – Eine Frau in Berlin” zu sehen. Die Jury begründete ihre Entscheidung, Nina Hoss habe es in der kurzen Zeit von zwölf Jahren Leinwandpräsenz geschafft, das deutsche Kino durch ihre Präzision und Ernsthaftigkeit, aber auch durch ihre erstaunliche Breite an Ausdrucksformen zu bereichern. Die Preisverleihung findet am 15. Januar in der Oberen Rathaushalle statt, das “Internationale Symposium zum Film” vom 16. bis 18. Januar.”

Quelle: Weser Kurier

Und für das “International Symposium zum Film” sollte man jetzt auch schon einmal anfangen, den Zeitraum vom 16.-18. Januar 2009 in seinem Terminkalender freizuschaufeln ;)

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