Kurze Sendepause

Von , 29. September 2014 20:52

Wie vor einer Woche anderswo bereits angedeutet, wird es hier nun eine kurze Sendepause bis zum 22. Oktober geben.

Ich brauche einfach mal eine kleine Auszeit vom Bloggen. Auch, um mich endlich einmal anderen Dingen und Projekten widmen zu können, die mir auch wichtig sind, welche aber in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen sind.

Auf Kommentare und Emails werde ich aber natürlich antworten.

 

Pause
Update: Aufgrund einer längeren Geschäftsreise in Draculas Heimat, verlängert sich die Sendepause um eine Woche.

DVD-Rezension: „Snowpiercer“

Von , 28. September 2014 21:33

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Der Versuch die globale Erwärmung zu stoppen, war ein folgenschweren Fehler. Durch die versuchte Manipulation des Menschen ist nun die ganze Welt zugefroren. Die wenigen Überlebenden dieser globalen Katastrophe rasen in einem riesigen Zug, dem „Snowpiercer“, durch die Eishölle, die einst die Erde war. Während ein Teil der verbliebenen Menschheit in hinteren Zugende vor sich hin vegetiert und von den Soldaten der Mächtigen geknechtet wird, leben der Teil in den vorderen Abteilen in Saus und Braus. Curtis (Chris Evans), der in hinteren Teil des Zuges lebt, werden geheimnisvolle nachrichten zugespielt, die ihm Hoffnung geben, etwas an den unwürdigen Verhältnissen ändern zu können. Zusammen mit dem alten Gilliam (John Hurt) und den jungen Edgar (Jamie Bell) plant er einen Aufstand. Er will versuchen sich mit einer Gruppe Rebellen bis an die Zugspitze vorzukämpfen. Bis zu Mr. Wilford (Ed Harris), der Schöpfer und Herrscher des „Snowpiercer“…

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Snowpiercer“ ist eine internationale Co-Produktion par excellence. Der Film beruht auf einem französischem Comic, und wurde von einem koreanischen Regisseur, mit amerikanischen, britischen und koreanischen Schauspielern in den Hauptrollen, in Tschechien gedreht. Vielleicht ist es diese vitale Mixtur, die „Snowpiercer“ weit über die groß-budgetierten Hollywood-Blockbuster erhebt, welche sich ebenfalls mit dem Ende der Welt befassen. „Snowpiercer“ ist intelligent, konzentriert sich auf seine Charaktere und ist visuell ebenso einfallsreich, wie beeindruckend. Er erzählt in einer Allegorie viel über die Missstände in unsere Gesellschaft, ohne dabei zu deutlich den Zeigefinger zu erheben, oder predigend zu wirken. Der Produzent Harvy Weinstein, der die Veröffentlichungsrechte für die USA besitzt, war dies allerdings schon zu viel – er wollte den Film nur in einer um 20 Minuten gekürzten Fassung herausbringen, die den Action-Gehalt betont und „langweilige Charakterisierung“ eliminierte. In Europa aber konnte von vornherein der vollständige Film erscheinen. Hier hatte wohl niemand Angst, das Publikum könnte überfordert werden.

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Wobei diese Angst nicht unbegründet ist, denn was auf den Zuschauer an Wendungen, Grausamkeiten und schierer Hoffnungslosigkeit entgegenschlägt, sucht selbst in einem Film mit dieser Thematik, durchaus seines gleichen. Nein, ein fröhlicher Film ist „Snowpiercer“ ganz gewiss nicht, trotz der überspitzten Darstellung Tilda Swintons, die manchmal zum Grinsen anregt. Doch Swintons Charakter Mason ist trotz aller unterhaltsamen Affektiertheit eine finstere Seele. Ebenso wie die einzige andere Szene, die einen gewisse ironischen Wert hat: In einem der Zugabteile werden Kinder von einer fröhlichen Lehrerin mit lächerlichen Propaganda-Liedern indoktriniert. Wer denke hier nicht an das Bruderland des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-ho? „Snowpiercer“ steckt voller solcher Metaphern. Da sind die Drogen, die der explosive Zündstoff sind, der die Welt im wahrsten Sinne des Wortes aus den Angeln hebt. Und natürlich der Zug selber. Eine hermetische Welt, in der die da oben, die da unten knechten und ausbeuten. In der es unterschiedliche Klassen gibt, und die Einen alles und die Anderen nichts haben. Hier Sushi, dort Kakerlaken. Die Kunst Bong Joon-hos liegt darin, das diese Zusammenhänge dem Zuschauer natürlich sofort klar sind, sie aber nie aufgezwungen wirken.

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Neben der visuell atemberaubenden Gestaltung, die einen stets im Zustand der Klaustrophobie hält, und bei der jedem der Wagen ein individueller Charakter gegeben wird, brillieren auch die Schauspieler. An erster Stelle sei hier Chris Evans genannt. „Captain America“ ist hier nicht wiederzuerkennen. Evans spielt den Helden wider Willen mit einer beinahe physisch spürbaren Traurigkeit, aber auch einer unbändigen Stärke, die aus der Wut über die ungerechten Verhältnisse im Zug geboren wurde. Den erschütternden Monolog, den er am Ende hält, hätten dem schönen Evans nach seiner Karriere als eher blasser Marvel-Held kaum jemand zugetraut. Doch Evans schafft es in dieser Schlüsselszene eindrucksvoll, dem Zuschauer das Blut in den Adern gefrieren zu lassen. Aber auch die anderen Darsteller können mithalten, voran Bong Joon-hos Lieblingsdarsteller, der südkoreanische Megastar Song Kang-ho, der wieder einmal beweist, dass großes Schauspiel, nicht unbedingt gleich große Gesten bedeutet. Hervorzuheben ist auch Ko Ah-seong, die seine Tochter Yona spielt. Ein genialer Schachzug ist das Casting von Ed Harris, der hier eine ganz ähnliche Rolle wie in „The Truman Show“ spielt. Ein Film, mit dem „Snowpiercer“ weit mehr gemein hat, auch auf den ersten Blick zu erkennen ist.

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Heimlicher Star des Filmes ist jedoch Tilda Swinton als Ministerin Mason. In entstellender Maske gibt die Swinton mit viel Mut zur Hässlichkeit eine ihrer exzentrischen Darstellungen. Womit sie sich stark vom Rest der Besetzung abhebt. Swinton gibt dem Film zwar ein parodistisches Element, ihre Mason wirkt dadurch allerdings wie ein Fremdkörper. Ein bunter Cartoon-Charakter in einer rauen, schwarz-weiß-Welt. Mason kennt zwar weder Skrupel, noch Gnade, aber wenn sie in hündischer Unterwürfigkeit ihr Mäntelchen in dem Wind hängt, macht sie dies zu einer ebenso hassenswerten, wie unterhaltsamen Figur. Ebenfalls wie im falschen Film wirkt zunächst Masons Helfershelfer Franco, der im Stile einer unbesiegbaren Killermaschine agiert. Im Kontext des Filmes stören diese beide Figuren aber nicht. Beide lockern das düster-verzweifelte Geschehen etwas auf, und geben der permanenten Gefahr, in der sich die Gruppe der Aufständischen befindet, ein einprägsames Gesicht.

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Auch das von Bong Joon-ho und Kelly Masterson verfasste Drehbuch befindet sich auf höchstem Niveau. Von den offensichtlichen Allegorien abgesehen, gelingt es den Autoren, den Zuschauer beständig aus der Bahn zu werfen und mit scheinbar offensichtlichen Klischees, die das Publikum zunächst in Sicherheit wiegen, zu spielen und diese dann lustvoll zu zertrümmern. In „Snowpiercer“ gibt es keine strahlenden Helden, nur Opfer, die sich gegen ihr herzloses Schicksal auflehnen und nicht erkennen, dass sie doch nur Marionetten in einem perfiden Spiel sind. Liebgewonnene Figuren werden unpathetisch im Vorbeigehen eliminiert, andere vollziehen eine vollkommen unerwartete Wandlung, und selbst der grausame Plan des Zugführers Wilford klingt am Ende dann doch irgendwie ganz vernünftig – zumindest für jemanden, der im Controllingwesen oder als Firmenberater arbeitet.

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Gerade weil „Snowpiercer“ über weite Strecken alles richtig macht, ärgern kleine Schlampigkeiten umso mehr. Wobei ich hier nicht auf die Special Effects, welche die Außenwelt und den Zug kreieren, eingehen will. Diese sind sicherlich nicht state-of-the-art und sehen so extrem künstlich aus, dass dies durchaus in der Intention des Regisseurs gelegenen haben mag. So wirkt die Außenwelt wie der unwirklichen Traum der Passagiere, und das Innere des Zuges wie eine sehr reale Hölle. Vielmehr sind es einige Unachtsamkeiten und Logikbrüche, die das großartige Gemälde verunzieren. So als ob jemand mit Edding eine krakelige Figur auf ein Gemälde von Rembrandt geschmiert hätte. Dies ist umso ärgerlicher, als diese Schludrigkeiten völlig überflüssig und vermeidbar gewesen wären.

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Gestalterisch befindet sich der überaus talentierte Bong Joon-ho auf der Höhe seine Kunst. Es gelingen ihm ebenso spielerisch, atemlose Spannung zu erzeugen, wie ein einen Kampf als grausames, artifizielles Ballett zu inszenieren, indem er die Geschwindigkeit herausnimmt und ihn mit getragener Musik untermalt. Dabei wirkt das Gezeigte nicht heroisch überhöht, wie z.B. in Zack Snyders „300“ und Konsorten. Bong Joon-ho zeigt die brutale Schlacht als das, was sie ist: Ein gnadenloser Tanz mit dem Tod, bei dem es um das nackte Überleben geht. An dieser Stelle muss auch auf Marco Beltramis Musik hingewiesen werden, die die Bilder kongenial begleiten und das Gefühl der Klaustrophobie und der permanenten Gefahr noch verstärkt.

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„Snowpiercer“ ist ein intelligenter SF-Film, der auf allen Ebenen funktioniert. Klar als Allegorie angelegt, besticht er aber auch durch atemlose Spannung, vielschichtige Charaktere, ein beeindruckendes visuelles Design und unvorhersehbare Wendungen. Dabei werden ganz nebenbei kritische Kommentare zum Zustand unserer Gesellschaft abgegeben und ein paranoides Gedankenspiel inszeniert. Lediglich einige ärgerliche Schlampigkeiten mindern den insgesamt hervorragenden Eindruck eines der besten Science-Fiction-Filme der letzten drei Jahrzehnte.

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Das Bild der DVD von Ascot Elite ist gut. Ab und zu wirkt es allerdings etwas weich und hell. In anderen Szenen, vor allem Großaufnahmen, fällt dies allerdings nicht auf. Der Ton ist dynamisch und nutzt insbesondere in der zweiten Hälfte den Raum voll aus. Bei den Extras gibt es in 15-minütiges „Making Of“, welche interessante Einblicke in die Dreharbeiten gibt, aber viel zu kurz ist. Gerade bei diesem Film hätte man sich eine ausführlichere Dokumentation sehr gewünscht. Der Rest ( ein „Making of Spot“ und ein „Special Animated Clip“ von jeweils einer Minute, sowie eine 2,5-minütige Diashow mit „Production Sketches“, sowie diverse Trailer), sind nicht der Rede wert.

Nachbarschaftshilfe: Neues von der Bremer OFDb FILMWORKS

Von , 28. September 2014 21:20

DVD_GracelandDas in Bremen ansässige Filmlabel OFDb FILMWORKS bat mich höflich, auf einige Neuigkeiten – ihre nächste Veröffentlichung – betreffend, hinzuweisen. Und im Rahmen der Nachbarschaftshilfe (in Bremen sieht es ja nicht gerade rosig aus, was die hier ansässigen Firmen angeht, und da ist man als hanseatischer Lokalpatriot doch froh, einer einzelnen einmal behilflich sein zu können) mache ich das ausnahmsweise auch noch einmal.

Die nächste Veröffentlichung von OFDb FILMWORKS wird der philippinische Thriller „Graceland“ sein, der bereits zahlreiche Preise gewonnen hat. Mit Elvis hat der Film – trotz des Titels- nichts zu tun. Es geht um einen jungen Familienvater, der als Chauffeur für einen korrupten Politiker arbeitet. Als er eines Tages seine Tochter und die des Politikers von der Schule abholt, kommt es zu einer Entführung, bei der statt der Politikertochter seine eigene gekidnappt wird (das erinnert stark an Akira Kurosawas „Zwischen Himmel und Hölle„). Da ihm niemand glaubt und er keine Hilfe erwarten kann, macht er sich selber auf die Suche nach dem, was er am meisten liebt. Doch dadurch werden er und seine Familie immer tiefer in einen Strudel der Gewalt gezogen…

DVD und Blu-ray kommen am 10.11.2014. Verkaufstart ist der 18.11.2014.

Trotz des finsteren Themas hat der Film ohne Schnittauflagen ein FSK 12 erhalten und wird auch einen Kinostart bekommt. Es ist für OFDB FILMWORKS  als junges Label somit der erste Kinofilm im Programm. Ermöglicht wurde dies durch Filmverleiher Drop-Out Cinema. „Graceland“ startet im Rahmen der „Cinema Obscure“-Reihe am 06.11.2014 in den Kinos. Mal schauen, ob auch in Bremen.

 

Noch zur Info, hier eine Übersicht der kommenden OFDb FILMWORKS-Veröffentlichungen:

– The Elevator- Three Minutes can change your Life

– Last Embrace – Tödliche Umarmung

– Criminal Law – der Frauenmörder

– The Resurrected – Evil Dead – die Saat des Bösen

– Retribution – die Rückkehr des Unbegreiflichen

Und- als in meinen Augen absolutes Highlight – der großartige

– Hitch Hike – wenn du krepierst lebe ich

mit Franco Nero, David Hess und der wunderschönen Corinne Cléry

Bericht vom 21. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 2

Von , 27. September 2014 19:30

oldenburg2Der zweite Tag in Oldenburg begann mit einer halbstündigen Verspätung, da mein freundlicher Fahrer noch aufgehalten worden war. Immerhin waren wir aber so pünktlich in Oldenburg, dass wir noch schnell in die gemütliche VIP-Lounge schauen konnte, wo wir zwei renommierte Filmkritiker trafen. Als ich erwähnte, dass ich am heutigen Tage noch den norwegisch-deutschen Film „Zwei Leben“ schauen wollte, stieß dies bei einem der Beiden auf Skepsis, da er den Film – der aus 2012 stammte – schon an anderer Stelle gesehen hatte.

Wie dem auch sei, für mich stand jetzt erst einmal der griechische Spielfilm „Luton“ auf dem Programm. Zwar war ich nach dem weinerlichen „The Boy Eating the Bird’s Food“ griechischen Independent-Filmen gegenüber skeptisch eingestellt, doch da der Film einerseits als „Psycho-Thriller“ angekündigt war, und andererseits der Produzent Yorgos Tsourgiannis auch den überall hochgelobten „Dogtooth“ gemacht hatte, hatte ich meine Bedenken zerstreut. Zudem gab es in dieser Zeitschiene auch keine attraktiveren Alternativen.

Luton – „Luton“ ist ein Film, der im Nachhinein besser ist, als während der Vorführung. Kennt man die finale Wendung, macht es durchaus Sinn, den Film so zu drehen, wie es Regisseur Michalis Konstantatos getan hat. Nur ist es während des Betrachtens des Filmes ein hartes Stück Arbeit und eine Herausforderung, nicht einfach weg zu nicken.

Die ersten knapp 90 Minuten sehen wir drei Menschen in ihrem ausgesprochen öden und tristen Leben. Da ist zunächst eine junge Frau, die beruflich scheinbar erfolgreich ist – wobei nie wirklich ersichtlich wird, was sie da eigentlich macht – , Probleme mit ihrem Partner hat und gerne bei der Anprobe in der Ankleideraum eines edlen Kaufhauses masturbiert. Dann ist da ein junger Mann, Weiter lesen 'Bericht vom 21. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 2'»

Bericht vom 21. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 1

Von , 26. September 2014 14:53

Olenburg1Wieder einmal Oldenburg. Wie jedes Jahr habe ich mich auch in diesem Jahr auf in die schöne Nachbarstadt (mit nur 45km kann man durchaus noch von Nachbarschaft sprechen) gemacht. Das 21. Internationale Filmfest rief, und ich war nur allzu bereit, dem Ruf zu folgen. Im Vorfeld waren wieder einige unerfreuliche Dinge bezüglich der mangelhaften Unterstützung durch die Stadt zu hören gewesen. Fast macht es den Anschein, als hätten die politisch Verantwortlichen einen persönlichen Hass auf das Festival. Und wenn man sich noch einmal die mimosenhaften Streitereien aus dem Vorjahr ins Gedächtnis ruft, ist man fast geneigt, diese Möglichkeit Glauben zu schenken.

Noch kann die fehlende Unterstützung der Stadt so halbwegs mit Sponsorengeldern und viel Improvisation mehr oder weniger kompensiert werden. Aber es stellt sich die bange Frage: Wie lange noch? So war ich sehr gespannt, was mich dieses Jahr in Oldenburg erwarteten würde. Wird man die Einschnitte bemerken? Die Antwort lautet: Nein. Der „normale“ Zuschauer wird die dünnen Fäden, mit denen alles zusammengehalten wurde, nicht bemerkt haben. Dafür ein ganz großes Kompliment an Torsten Neumann und sein Team.

Wenn man ganz genau hinsieht, fällt einem natürlich auf, dass der German Independence Award auf Eis gelegt werden musste, so dass es dafür auch keine Jury mit bekannten Namen gibt. Dass das Filmangebot weiter ausgedünnt wurde und vor allem wieder neue, scheinbar kostengünstigere Abspielstätten (mit dem winzigen cineK und dem Casablanca nehmen wieder nur zwei „echte“ Kinos teil) dazukamen, und. Andererseits unterstreicht letzteres noch die familiäre Intimität dieses Festival. Ich erinnere mich noch, dass diese spezielle Stimmung einer großen, cineastischen Familie, in den beiden Cinemaxx-Sälen, die bis 2012 noch zur Verfügung standen, nicht aufkam. Mit der Ausnahme des Casablanca und der weit abseits gelegenen, ungemütlichen Alten Flaiva, konzentriert sich das Festival nun ganz auf die Bahnhofstr. mit cineK, Kulturetage und theaterhof. Was zur Folge hat, dass man sich trotz Kinowechsel immer wieder über den Weg läuft und sich auf der Straße Festival-Gäste und Publikum wunderbar vermischen. Was diesmal sicherlich auch daran lag, dass uns das Wetter laue Altweibersommer-Nächte beschwerte.

Vielleicht war das gute Wetter auch daran Schuld, dass die immer schon recht positive Stimmung auf dem Filmfest Oldenburg, einem diesmal gleich noch wärmer erschien. Oder waren es die Gäste? Viele junge Weiter lesen 'Bericht vom 21. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 1'»

“Weird Xperience”: Morgen im City 46 – „Nude on the Moon“ mit Gast Christian Keßler

Von , 24. September 2014 16:59

Nude_on_the_moontZum Auftakt des zweiten Halbjahres zeigt Weird Xperience morgen, Donnerstag, den 25. September, um 20:30 Uhr einen ganz besonderen Leckerbissen des Sexploitation-Films: Doris Wishmans zweiten Spielfilm “Nude on the Moon”, der 1961 in die Kinos kam und umgehend im Staate New York verboten wurde. Die kuriose Begründung: Es sei zwar legal, Nacktheit in einem Nudistencamp zu zeigen – Nacktheit in einem Nudistencamp auf dem Mond ginge aber zu weit.

Trotzdem (oder gerade drum) wurde “Nude on the Moon”, der für ein paar Dollar in einem Freizeitpark in Miami gedreht wurde, ein großer Erfolg. Doris Wishman sollte danach noch weitere sechs “Nudisten”-Filme drehen, die so schöne Titel trugen wie “Blaze Starr Goes Nudist”, “Gentleman Prefer Nature Girls” oder “Behind the Nudist Curtain”. Danach avancierte sie mit Werken wie “Bad Girls Go to Hell”, “The Amazing Transplant” und vor allem “Deadly Weapons” (deutscher Titel: “Teuflische Brüste”) und “Double Agent 73″ (beide mit Chesty Morgan) endgültig zur Grand Dame des amerikanischen Sexploitationkinos .

“Nude on the Moon” handelt von den beiden Wissenschaftlern Professor Nichols und Dr. Jeff Huntley, die mit ihrer Rakete zum Mond fliegen, um dort eine erdähnliche Vegetation und Gold zu entdecken. Dummerweise ist der Mond von einer Kolonie telepathisch begabter Nudisten besiedelt, die unsere beiden Helden , umgehend gefangen nehmen und zu ihrer Königen bringen. Werden sie sich die Beiden aus den Klauen der Nudisten befreien können und zur Erde zurückkehren?

“The B-52s”-Sänger Fred Schneider, der auch mit Doris Wishman befreundet war, ist ein riesiger Fan dieses Films und benannte ein “The B-52s”-Best-Of-Doppelalbum nach “Nude on the Moon”.

nude-on-the-moon-2Wir freuen uns sehr, nicht nur dieses bisher nie in Deutschland veröffentliche Juwel des frühen amerikanischen Sexploitation-Films zeigen zu können, sondern gleichzeitig auch einen kompetenten Gast zu präsentieren, der wie kein anderer in Deutschland die Botschaft des “anderen” Films unter ein begeistertes Volk bringt: Christian Keßler. Christian wurde bekannt mit seinen Artikeln zum Exploitationkino, die er der legendären Zeitschrift “Splatting Image” veröffentlichte und mit den zahlreichen Audiokommentare, die er für zahlreiche DVD-Veröffentlichungen eingesprochen hat. Ferner hat er Bücher über den italienischen Genrefilm, den Italo-Western und den amerikanischen Pornofilm der 70er Jahre geschrieben. Im Herbst erscheint sein neustes Buch “Wurmparade auf dem Zombiehof: Vierzig Gründe, den Trashfilm zu lieben”, in dem er auch so einiges über “Tante Doris” Wishman zu erzählen hat.

Originalfassungen in Bremen: 25.09.14 – 01.10.14

Von , 24. September 2014 16:58

Obwohl sich das Cinemaxx in dieser Woche spürbar zurückhält, ist die Liste der O-Fassungen diesmal recht lang geworden. Dies liegt am Cinema! Italia! 2014. Die 16. Festival-Tournee des Italienischen Films macht vom 25.9. bis 1.10. 2014 im Atlantis und der Schauburg halt. Dem deutschen Publikum bietet sich über Cinema! Italia! die einmalige Gelegenheit in den Genuss einer ganzen Reihe neuer italienischer Filme zu kommen, die ansonsten in Deutschland nie auf der Kinoleinwand zu sehen wären.  Alle Filme laufen in der  Originalfassungen mit deutschen Untertiteln.

Sin City 2: A Dame to Kill For (3D) – Cinemaxx, Fr., 26.9. um 19:40 – Nach sieben Jahren nun die lange angekündigte Fortsetzung der damals sensationellen Comic-Verfilmung von Robert Rodriguez und Frank Miller, welcher auch die Comic-Vorlage lieferte. Beide sind nun wieder am Start, zusammen mit einigen bekannten Gesichtern aus dem ersten Teil. Wenn nur die Kritiken besser wären. Aber jeder scheint von dem Sequel enttäuscht zu sein – nur in femme fatale Eva Green sind alle verliebt.

Guardians of the Galaxy 3D – Cinemaxx, So. 28.9. um 19:40 – Marvel-Comic-Verfilmung. Die „Guardians“ kenne ich gar nicht, obwohl ich lange Jahre großer “Marvel”-Fan war und das Marvel-Universum regelmäßig verfolgt habe. Der Trailer haut mich jetzt nicht vom Hocker, die bisherigen Besprechungen allerdings schon. Scheint zu rocken, das Ding.

A Most Wanted Man – Schauburg, So. Und Mi. um 21:15 – Der letzte Film mit dem kürzlich verstorbenen Philip Seymour Hoffman in der Hauptrolle. In Hamburg spielender, britischer Agenten-Thriller-Drama-Mix nach einer Vorlage von Bestsellerautor John Le Carré. Von dem Meisterfotograf und legendärem Videoregisseur Anton Corbijn. Ferner mit Rachel McAdams und Willem Dafoe.

Das andere Rom (Sacro GRA)– Atlantis, So., 28.9. um 18:00 & Schauburg, So., 28.9. um 12:00 – Dokumentarfilm vom Leben am lärmenden Autobahnring um Rom weitab von „Dolce Vita“-Klischee. Cinema! Italia! 2014

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Die Leichtigkeit des Glücklichseins (L` intrepido)– Atlantis, Mo., 29.9. um 18:00 & Schauburg, Mo., 29.9. um 12:00 – Antonio Pane ist ein von Grund auf zufriedener Mensch. Er klagt nicht, er hilft und packt zu, in einer hektischen und von Krisen gezeichneten Gesellschaft. Er führt, stundenweise auf Bestellung, jede Arbeit aus: Möchte jemand mal kurz von der Arbeit weg, Antonio übernimmt: er mauert, lenkt die Straßenbahn, fährt Pizza aus oder bügelt. Eigentlich ist er selber ja arbeitslos, aber er ist ein Intrepido, ein wahrhaft Unverzagter. Cinema! Italia! 2014

Ein neues Leben (In Grazia di Dio) – Atlantis, Do. 18:00 und Mi. 21:00 & Schauburg, Do. und Mi. um 12:00 – Salento, Süditalien: Die eigene kleine Textilfabrik muss schließen, das Wohnhaus wird verkauft, eine Drei-Generationen-Familie kämpft um ihre Existenz. Nachdem ihr Bruder emigriert ist, sucht die energische Adele nach Auswegen. Cinema! Italia! 2014

Honig (Miele) – Atlantis, Sa., 27.9. um 19:00 & Schauburg, Sa., 27.9. um 12:00 – Irene arbeitet unter dem Decknamen „Miele“ als heimliche Sterbehelferin. Sie ist von ihrer Mission überzeugt, erlöst sie doch todkranke Menschen von ihren Leiden. Aber die Tätigkeit in der Illegalität entfremdet Irene zunehmend ihrem sozialen Umfeld. Cinema! Italia! 2014

Jeder gegen Jeden ( Tutti contro Tutti)  – Fr., 26.9. um 19:00 & Schauburg, Sa., 26.9. um 12:00 – Agostino lebt mit seiner Großfamilie, sowie deren Männer oder Frauen und Kinder zusammen am Rande von Rom. Sein Sohn Lorenzo feiert seine Erstkommunion und die ganze Familie ist dabei und das Haus leer. Als sie wieder zurück kommen ist das Haus besetzt und ein erbitterter Kampf um das eigene Heim beginnt. Cinema! Italia! 2014

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Spaghetti Story – Atlantis, Di., 30.9. um 19:00 & Schauburg, Di., 30.9. um 12:00 – Vier junge Leute wollen etwas aus ihrem Leben zu machen. Sie alle hoffen auf den großen Durchbruch, doch der lässt auf sich warten. Dann tritt die junge chinesische Prostituierte Mei Mei in ihr Leben die sich in großen Schwierigkeiten befindet, und plötzlich verändert sich alles. Cinema! Italia! 2014

Land der Wunder – Atlantis, So., 28.9. um 20:00 & Schauburg, Mo., 29.9. um 12:00 Italienisches Drama über eine Familie auf dem Land in Umbrien in den Achtzigerjahren, die an sich selbst und einer Fernsehshow zu zerbrechen droht.

Fremd – City 46, Sa./So. 18:00 und Di./Mi. 20:30 – Doku über die 2,5 Jährige Flucht eines Maliers nach Europa. Am Dienstag ist Regisseurin Miriam Faßbender zu Gast und der Eintritt frei!

City of Photos – City 46, Mo.-Mi. immer 20:00 – Indische Doku über die zahlreichen Fotostudios, die in indischen Großstädten existieren.

Olafur Eliasson – Space is Process –City 46, So., 27.9. um 20:30 – Doku. Inspiriert durch Licht, Wind, Nebel und Wasser simuliert Eliasson mit seinen perfekten Installationen Naturphänomene.  Einführung durch Monika Schlerkmann, Künstlerin

Nude on the Moon – City 46, Do., 25.09. um 20:30 – Weird Xperience ist wieder da und bringt diesen Sexploitation-Klassiker von Doris Wishman zur besten Sendezeit. Einführung durch den Filmgelehrten Christian Keßler („Splatting Image“, „Das wilde Auge“).

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 29.9. um 19:40

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 29.9. um 21:45

DVD-Rezension: “The Suspect”

Von , 23. September 2014 20:42

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Ji Dong Cheol (Gong Yoo), ein ehemaliger Top-Agent der nordkoreanischen Armee, hat seinem Heimatland den Rücken gekehrt, nachdem seine Vorgesetzten ihn des Verrats bezeichnet haben, ihn brutal folterten und seine Familie töteten. Nun arbeitet der Flüchtling für einen mächtigen Firmenboss, der ebenfalls einst aus Nordkorea flüchtete. Doch das ruhige Leben wird jäh unterbrochen, als sein Chef von professionellen Killern umgebracht wird und der Verdacht auf Ji Dong Cheol gelenkt wird. Diesem gelingt es zu fliehen. Ji Dong Cheol verfolgt nun nur noch ein Ziele: Den Mann zu finden, der für den Tod seiner Familie verantwortlich ist, bevor er vom südkoreanischen Geheimdienst geschnappt wird…

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Das südkoreanische Actionkino scheint sein Lieblingsthema gefunden zu haben. Innerhalb kurzer Zeit erscheint nun, nach „The Berlin File“ (Kritik hier) und „Silent Assassin“ (Kritik hier), schon der dritte Hochglanz-Thriller, dessen Hauptfigur ein nordkoreanischer Spion mit tödlichen Eigenschaften ist. Es scheint beinahe so, als wolle die südkoreanische Filmindustrie mit Macht die Parole ausrufen: Die Leute im Norden sind nicht schlecht, nur das Regime ist es. Vielleicht spielt hier auch eine große Sehnsucht der südkoreanischen Menschen nach einer friedlichen Wiedervereinigung mit den Brüdern und Schwestern im Norden eine große Rolle. Immerhin konnten alle drei Film an der Kinokasse überzeugen. Laut Werbung auf dem Cover haben „The Suspect“ immerhin 4 Millionen Südkoreaner gesehen, was 8% der Bevölkerung entspricht.

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Gleich zu Beginn wird der Kurs des Filmes festgezurrt. Es werden Dokumentaraufnahmen von Flüchtlingen aus dem Norden gezeigt, die in Tränen aufgelöst von den Schrecken des nordkoreanischen Regimes berichten. Auch später wird die Ausbildung der Agenten und der Umgang der Vorgesetzten mit ihren Untergebenen als unmenschlich und grausam geschildert. Interessanterweise sind es in „The Suspect“ dann aber keine nordkoreanischen Killer, die es auf den Helden abgesehen haben, sondern ein durch und durch korrupter südkoreanischer Geheimdienstchef. Selbstverständlich gibt es in Geheimdienstkreisen aber auch einen aufrechten General, der zwar als verbohrt und ruppig eingeführt wird, später dann aber doch auf Seiten der Gerechtigkeit steht. Dieser wird dann auch gleich in einer spektakulären Sequenz eingeführt, welche ihm nicht nur waghalsiges Draufgängertum, sondern auch unbedingte Loyalität zu seinen Untergeben (also umgekehrt zu dem, was man in Rückblenden über die oberen Militärs ins Nordkorea erfährt) attestiert. Mit Park Hee Soon, der den General Min Se Hoon ebenso cool wie handgreiflich gibt, hat man auch den idealen Darsteller für diese Figur gefunden.

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Der Held der Geschichte, der Flüchtling und Ex-Elite-Spion Ji Dong Cheol wird von Gong Yoo gespielt, der in Südkorea ein großer Star ist, aber weniger mit Actionfilmen assoziiert wird, als vielmehr für romantische Komödien und TV-Serien. Vielleicht wird gerade deshalb ständig seine Körperlichkeit betont, wenn die Kamera z.B. in einer Free-Climbing-Szene immer wieder um seinen schweißnassen, muskulösen Körper herumfährt und gar nicht genug von seinem Six-Pack bekommen kann. Zudem scheint Gong Yoo viele der Action-Szene auch tatsächlich selber auszuführen, was dem Film etwas mehr Realismus verschafft. Die Geschichte bleibt zunächst einmal durchaus nachvollziehbar, bis sie sich zum Ende hin in immer neue Höhen aufschwingt, die dann mehr mit der Filmwelt, als mit dem wahren Leben zu tun hat.

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Die Kameraführung bemüht sich um maximale Dynamik und ist offensichtlich der „Bourne“-Reihe abgeschaut. Ständig muss geschnitten werden, kaum eine Einstellung verharrt für mehrere Sekunden. Das funktioniert auch recht gut, denn die Actionszenen kommen einem tatsächlich rasant und nicht übermäßig nervig vor. Generell legt der Film ein ungeheures Tempo vor, so dass seine epischen 131 Minuten wie im Fluge vergehen. Höhepunkt ist sicherlich eine beeindruckende Autoverfolgungsjagd, die durch die engen Gassen auf den Hügeln Seouls führt. Immer wieder kreist die Kamera aus einiger Höhe um die Figuren, werden Fenster und Türen durchsiebt und Dinge in die Luft gesprengt. Und selbstverständlich wird auch immer wieder Mann gegen Mann gekämpft, was zwar durch die schnelle Schnitten und die Fokussierung auf Detailaufnahmen zwar recht unübersichtlich gestaltet ist, aber eine rohe Energie vermittelt. In Bezug auf die Action, kann man „The Suspect“ also nichts vorwerfen.

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Allerdings hätte das Drehbuch einerseits etwa straffer und andererseits auch etwas weniger klischeehaft sein können. Nachdem man erst einmal eine halbe Stunde gebraucht hat, um sich zu orientieren, zu verstehen welche Figur welche Aufgabe hat und was generell gerade vor sich geht, bietet das Drehbuch keine großen Überraschungen mehr. Man kann sehr schnell vorhersagen, wie es weitergehen wird und keine der Figuren bricht aus ihrem Rollenschema aus. So ist es dann auch keine Überraschung mehr, dass sich sehr bald der schleimige Geheimdienstchef als Kopf hinter der ganzen Intrige herausstellt. Gleich wenn Jo Sung Ha als Kim Seok-ho das Bild betritt, ist klar, worauf die Sache hinauslaufen wird. Und Jo Sung Ha gibt dem Affen auch ordentlich Zucker, grimassiert, schwitzt und grinst irre. Man könnte ihm auch gleich mit einem dicken Stempel „Schurke“ auf die Stirn hämmern. Angenehm fällt allerdings Yoo Da In in der Rolle der Reporterin Choi Kyeong-hee auf. Diese Standardrolle neigt ja im allgemeinen dazu, recht nervig gezeichnet zu werden. Doch Yoo Da In hält sich im Zaum, weshalb einem Choi Kyeong-hee durchaus sympathisch wird und man wenigstens ein wenig um sie bangen kann.

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Die bombastische Filmmusik orientiert sich deutlich an dem mittlerweile typischen Hans-Zimmer-Sound mit denen die Filme eines Michael Bay und Konsorten in der Regel aufwarten. Auch das Drehbuch wirkt an einigen Stellen etwas überladen, gönnt sich aber am Ende eine schöne, pazifistische Pointe, die dem Norden des Landes symbolisch die Hand reicht und dem Wunsch der Koreaner, endlich in Frieden mit den Nachbarn leben zu können, Ausdruck verleiht. Nicht um Tod und Vernichtung geht es da letztendlich, sondern um humanitäre Hilfe und Brot für die Welt. Überhaupt endet der Film auf einer ungewohnt positiven Note, die seinen Vorgängern gänzlich abging. Ob man dies nun als seine Schwäche oder Stärke ansehen möchte, bleibt jedem selbst überlassen.

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„The Suspect“ ist innerhalb kürzester Zeit nun schon der dritte südkoreanische Hochglanz-Thriller der einen nordkoreanischen Agenten zum Helden hat. Die epischen 131 Minuten vergehen dank pausenloser, explosiver Action, einem soliden Drehbuch und guten Darstellern wie im Flug. Große Überraschungen bietet der Film allerdings nicht.

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Die Splendid-DVD zeichnet sich durch ein ausgezeichnetes Bild und einen klaren Ton aus. Die Synchronisation ist annehmbar. Extras sind – bis auf die obligatorischen Werbe-Trailer für andere Splendid-DVDs, die nervigerweise beim Einlegen der DVD automatisch starten – keine vorhanden.

Das Bloggen der Anderen (22-09-14)

Von , 22. September 2014 21:41

bartonfink_type2– Sascha Nolte empfiehlt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte den surrealen belgischen Gruseler „Nuit noire“ von Olivier Smolders.

– Wer Luc Bessons „Leon – der Profi“ mag, erfährt auf filmtourismus.de ein wenig was über die Drehorte. Außerdem war Andrea David im bezaubernden Brügge unterwegs, wo ich selber auch schon einmal auf den Spuren des empfehlenswerten Filmes „Brügge sehen… und sterben“ wandelte. Und ich bin im wahrsten Sinne des Wortes „tierisch“ überrascht, dass dieser eine Hund da, scheinbar immer im Fenster am Kanal döst. Den hatte ich damals nämlich auch fotografiert.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de wieder eine Animationsfilm-Anthologie im Gepäck. „Genius Party“ kann er durchaus empfehlen – auch wenn ihn nicht alle Episoden restlos überzeugt haben.  Noch angetaner war Oliver von Christian Petzolds neuem Film „Phoenix“, den er „ein spannendes, später auch bewegendes Drama über die Frage nach der eigenen Identität“ nennt.

– Der Außenseiter widmet sich auf Final Frontier Film zunächst F.W. Murnaus Stummfilmklassiker „Schloß Vogelöd“, bevor er anfängt, sich näher mit Howard Hawks zu beschäftigen. Und natürlich geht es auch mit seiner John-Ford-Reihe weiter, wo er bei einem Film angekommen ist, den er zu den 10 wichtigsten Filmen der Filmgeschichte zählt.

– Christian Gertz berichtet auf mehrfilm vom Internationalen Filmfest in Oldenburg. Diesmal vom zweiten Tag, was mir sehr entgegenkommt, da ich erst ab dem dritten Tag anwesend war und so über die Filme lesen kann, die ich versäumt hatte – und die dementsprechend in meinem Bericht, der die Tage veröffentlicht wird, nicht auftauchen werden.

– Malina schreibt auf Stubenhockerei über Derek Jarmans Film „Jubilee“, der sich zwar mit dem Punkjahren ’77/’78 und seinen Protagonisten beschäftigt, aber laut Malina kein Punkfilm ist.

symparanekronemoi hat sich Terry Giliams neuen Film „The Zero Theorem“ angesehen und wurde irgendwie enttäuscht zurückgelassen.

– Rochus Wolff gibt auf B-Roll einen Ausblick auf die kommenden – doch eher schwach bis schlechten – Kinderfilme der nächsten Monate.  Und Lucas Barwenczik beschäftigt sich mit der Karriere des niederländischen Fotografen und Regisseurs Anton Corbijn und setzt den Schwerpunkt dabei auf dessen Musikvideo-Arbeit.

– Lukas Foerster zeigt sich auf Dirty Laundry sehr von Peter Hyams neuen Film angetan, der eine in Bulgarien gedrehte Direct-to-video-Produktion mit Jean-Claude Van Damme ist, die auf den Namen „Enemies Closer“ hört.

– cutrin hat auf filmosophie den zweiten Teil ihrer schönen Reihe „Tonspur“ veröffentlicht, in dem sie wieder tolle unbekannte Songs aus diversen Filmen vorstellt. Natürlich „mit Ton“.

– Thomas Groh auf filmtagebuch über das „Sin City“-Sequel: „Man fühlt sich wie nach einer hemmungslosen Fastfood-Orgie: durchaus zufrieden, aber eben auch pappsatt. Und man fürchtet die fiesen Pickel, die solchen Exzessen gnadenlos folgen.“

– Udo Rotenberg stellt auf Grün ist die Heide eine weitere frühe Wolf C.Hartwig-Produktion vor: „Alle Sünden dieser Erde“ von Fritz Umgelter, der 1958 in dem „in dichter Folge Aspekte behandelt (wurden) – Drogenmissbrauch, Abtreibung, Frauenknast, Promiskuität, Sex und Prostitution – die selten mit den 50er Jahren assoziiert werden.“

– Alex Klotz bespricht auf Hard Sensations den neuen Film der „Persepolis“-Autorin und Regisseurin Marjane Satrapi, der überraschender Weise eine extrem schwarze Serienkiller-Komödie geworden ist. Außerdem stellt der den belgischen (schon der zweite Belgier in dieser Woche!) Thriller „The Treatment“ vor, der seiner Aussage nach, nichts für zarte Gemüter ist. Michael Schleeh hat „The Rover“ gesehen und für OK befunden. Außerdem schreibt Jamal Tuschick über Thomas Braschs Debütfilm „Engel aus Eisen“ von 1981 und Silvia Szymanski und Alex Klotz führen ein Interview mit dem 87-jährigen Bruno Sukrow, der mit seinen seit 2010 entstandenen. computeranimierten Genrefilmen in Aachener Filmkritiker-Kreisen bereits Kultstatus genießt.

– Auf seinem eigenen Blog hypnosemaschinen empfiehlt Alex Klotz den Gruselfilm „The House at the End of Time“ aus Venezuela.

– Anlässlich der „Land of the Dead“-Schau im Österreichischen Filmmuseum macht sich Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film Gedanken über Gesichter und Masken im Horrorfilm. Außerdem schreibt er eine paar kritische Sätze zu David Cronenbergs „Die Fliege“. Rainer Kienböck hat ein Essay zum Thema „Hilflose Mädchen in alten Häusern“ geschrieben, bei dem er den Horrorfilm einmal außer acht lassen möchte – auch wenn alle vier Filmbeispiele (drei davon aus Spanien), das Genre immer wieder streifen.

– Robin Schröder auf Mise en cinema über den kraftvollen, philosophischen und ganz und gar überwältigenden „Der silberne Planet“ von Andrzej Żuławski, der leider nie ganz fertiggestellt werden konnte.

– Spannend. Anhand der beiden Filmreihen „Alien“ und „Mission: Impossible“ fragt Alex Matzkeit auf real virtualiy: „Wieviel Autorenschaft verträgt ein Franchise?

– Oliver Nöding auf Remember It For Later über den scheinbar unglaublichen „Terrorgang“, welcher nach seiner Review gerade auf meine „Der folgende Film wird gesucht“-Liste gewandert ist. Wow.  Sowie: Ein Plädoyer für Zack Snyders „Sucker Punch“.

– gabelingeber hat sich auf Hauptsache (Stumm)Film diesmal einen der bekanntesten Filmklassiker überhaupt ausgesucht :Chaplins brillanten „Der große Diktator“.

– Bei „Monster machen mobil“ durfte ich den unheimlich unterhaltsamen „Drei Supermänner räumen auf“ genießen. Totalschaden schreibt nun auf Splattertrash über die Fortsetzung „Drei tolle Kerle“, der aber bis auf Kostüme und Handlung alles durchtauscht: Regisseur und Hauptdarsteller. Sehen muss ich den dann aber trotzdem mal.

Wiederaufführung hat bereits zum vierten Mal neue Empfehlungen für interessante Podcast-Sendungen.

DVD-Rezension: „Sabotage“

Von , 21. September 2014 10:23

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Eine Elite-Einheit der DEA unter der Leitung von John „Breacher“ Wharton (Arnold Schwarzenegger), nehmen das Versteck eines Drogenkartells  hoch, indem auch mehrere Milliarden Dollar gelagert sind. Das Team zweigt 10 Millionen von diesem Geld ab, versteckt es in der Kanalisation und jagt den Rest in die Luft. Doch als sie das Geld aus dem Versteck holen wollen, ist es verschwunden. In der Folge gerät das Team in den Verdacht, das Geld veruntreut zu haben und wird zunächst vom Dienst suspendiert. Dabei droht das Team, welches zuvor wie eine Familie zusammengehalten hat, langsam auseinander. Dann werden plötzlich auf geheimnisvolle und grausame Weise einige Mitglieder des Teams getötet . Die Polizistin Caroline Brentwood (Olivia Williams) und ihr Partner Darius Jackson (Harold Perrineau) ermitteln und alles deutet zunächst darauf hin, dass es sich bei den Morden um ein Racheakt des Kartells handelt. Doch bald schon bemerkt sie, dass etwas nicht stimmen kann, und sieht sich gezwungen mit Breacher zusammenzuarbeiten, um die Wahrheit ans Licht zu bringen…

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Nach seiner 8-jährigen Amtszeit als Gouverneur von Kalifornien, versucht die einstige Action-Ikone Arnold Schwarzenegger wieder im Filmgeschäft Fuß zu fassen. Nach kurzen Auftritten in der „Expendables„-Serie seines Kollegen und ehemaligen Konkurrenten Sylvester Stallone, spielte er Hauptrollen in Kim Jee-woons US-Debüt „The Last Stand“ (Kritik hier) und „Escape Plan“ (an der Seite von Stallone). Richtige Hits waren Schwarzeneggers-Comeback-Filme bisher alle nicht, dürften aber ihr Geld eingespielt haben, da sie auch nicht in der A-Liga der Blockbuster angesiedelt waren. Eines muss man dem mittlerweile 67-jährigen Darsteller aber lassen. Er macht dort weiter, wo er vor 2003 aufgehört hat. Er lässt sich so besetzten, dass die Rolle zu seinen limitierten schauspielerischen Fähigkeiten passt. Wobei er seiner Figur in „Sabotage“ durchaus einige menschliche Regungen gönnt. Tränen aber, wie man sie einst bei Clint Eastwood in dessen ersten großen Alterswerk „In the Line of Fire“ gesehen hat, verkneift er sich aber weiterhin. In seinem nächsten Film wird er dann aber scheinbar einen fürsorglichen Vater spielen, dessen Tochter sich in einen Zombie verwandelt. Man darf gespannt sein.

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„Sabotage“ verfügt eigentlich über alle Zutaten, die diesen Film zum Höhepunkt des Schwarzenegger-Comebacks hätten machen können. Sein Regisseur David Ayers hat zuvor mit „Street Kings“ und vor allem „End of Watch“ bewiesen, dass ihm das Thema Polizeifilm liegt und er ein Gespür dafür hat, das Milieu realistisch und hautnah abzubilden. Dies beweist er auch in „Sabotage“. Vom Filmischen her, kann man dem Film auch nichts vorwerfen. Wenn Breachers Team in Aktion tritt, ist man als Zuschauer sehr bei den handelnden Personen, ohne dass Ayer in pseudorealistisches Kameragewackel verfällt. Die Bilder sind rau und ungeschönt, gleichzeitig aber auch von einer ästhetischen Kraft. Was die Gewalt angeht, hält sich Ayer nicht im Geringsten zurück. Dabei halten sich handgemachte Effekte und computergeneriertes Blut so gut die Waage, dass man kaum sagen kann, wann das eine, wann das andere genutzt wurde.

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Aber all die handwerklichen Fähigkeiten nutzen nichts, wenn das Drehbuch eine Katastrophe ist. Das Hauptproblem bei „Sabotage“ ist die Prämisse der Handlung, die bereits ein einziges Logikloch ist. Und zwar ein derartig großes, dass man einfach nicht an ihm vorbei sehen kann. Während eines Einsatzes stehlen Breacher und seine Männer aus einem gigantischen Geldhaufen 10 Millionen Dollar, also einen Bruchteil des dort befindlichen Geldes. Die 10 Millionen Dollar lassen sie (ungezählt) in der Kanalisation verschwinden. Danach jagen sie das restliche Geld in die Luft. Wundersamer Weise werden sie von ihren Polizeikollegen und Vorgesetzten aber plötzlich verdächtigt, genau 10 Millionen Dollar gestohlen zu haben. Abgesehen davon, dass niemand – auch Breachers Team nicht – genau wissen kann, wie viel Geld sie von dem großen Haufen abgezweigt haben (was aber noch relativ unwichtig ist) – stellt sich doch die Frage, woher zum Teufel denn bitte die Polizei wissen kann, dass von dem in die Luft gesprengten und verbrannten (!) Geld genau noch 10 Millionen fehlen? Nun könnte man diese Frage vielleicht ignorieren, wenn sie nicht so wichtig für die Handlung wäre. Die Ermittlungen gegen Breachers Team sind Teil des Motors, der die Handlung in Bewegung setzt, und sind somit nicht so einfach zu ignorieren.

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Wie unwichtig die Filmemacher die Geschichte von den gestohlenen Millionen und dem geheimnisvollen Mörder scheinbar nehmen, zeigt die lahme und gänzlich an den Haaren herbeigezogene Auflösung. Wie die Deleted Scences und das Alternative Ende zeigen, war ursprünglich ein völlig anderer Ausgang der Geschichte geplant. Dass man diesen dann so mir nichts, dir nichts gegen ein – für das Publikum als gefälliger erachtetes – Ende ausgetauscht wurde, belegt, wie egal den Produzenten (die auf die Änderungen pochten) die Geschichte, die Ayers erzählen wollte, war. Überhaupt sind die Deleted Scenes sehr aufschlussreich und zeigen, dass in „Sabotage“ ursprünglich die Figur der Polizistin Caroline viel mehr im Vordergrund stehen sollte. Was dem Film eine ganz andere Richtung gegeben hätte. Tatsächlich scheint sie in der ursprünglichen Fassung, die Hauptfigur gewesen zu sein und Breacher und sein Team nur eine große Nebenrolle eingenommen haben. Im Netz kursieren Gerüchte, dass der Director’s Cut einst 3 Stunden lang war. Das ist durchaus möglich. Die Deleted Scenes zeigen eine längere Nebenhandlung, die Carolines Charakter besser definieren und darauf hindeuten, dass diese Figur nach den Dreharbeiten soweit aus dem Film heraus geschnitten wurde, dass „Sabotage“ nun vor allen Dingen ein Arnold-Schwarzenegger-Film wurde – was dem Filmplakat die Gelegenheit gibt, grafische Gemeinsamkeiten zur actionreichen „Expendables“-Serie herzustellen, um den Film Action-Kracher ala „Phantom Kommando“ zu verkaufen. Vielleicht erklären diese massiven Eingriffe auch einige der Ungereimtheiten und merkwürdige Handlungslöcher.

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Es ist schade, dass der Film sein deutlich erkennbares Potential nicht umsetzen kann. Insbesondere, da mit der Figur der Caroline endlich mal wieder eine starke und glaubwürdige Frauenfigur geschaffen wurde, die weniger den Filmklischees, als vielmehr einer richtigen Polizistin entspricht. Auch ist es sehr angenehm, dass mit der charismatischen und überzeugend aufspielenden Olivia Williams eine bereits ältere, nicht unbedingt dem klassischen Schönheitsideal entsprechende Schauspielerin besetzt wurde. Allein ihre Darstellung ist es schon wert, sich „Sabotage“ anzusehen. Auch die Chemie zwischen ihr und ihrem von Harold Perrineau gespielten Partner stimmt. Auch Arnold Schwarzenegger weiß zu überzeugen. Nicht unbedingt durch eine differenziertes Schauspiel, als durch schiere Präsenz. Sein Breacher ist ein wahrer Fels. Das Bergmassiv Schwarzenegger droht förmlich aus dem Anzug zu platzen, den er zu Beginn des Filmes tragen muss. Seine Falten sind Gletscherspalten, die sich in sein Gesicht gefräst haben. Sogar die ungewohnten Tattoos sehen an ihm ganz natürlich aus und manchmal geschieht etwas, was bei Schwarzenegger nur sehr selten vorkommt. Der Schauspieler Schwarzenegger verschwindet hinter der Figur, die er spielt. Dann sieht man tatsächlich den ungeschlachten Breacher, und nicht einen Arnold Schwarzenegger in seiner neusten Actionrolle (wie dies es z.B. bei „The Last Stand“ der Fall ist).

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Ebenfalls recht gelungen ist die Art und Weise, wie Breachers Team in Szene gesetzt wird. Zunächst nervt noch ihre obercoole Selbstsicherheit und die dummen Sprüche, die sie wie eine Neuauflage der Space Marines in „Aliens“ wirken lässt. Doch der langsame Zerfall der eingeschworenen Familie, das aufkommende Misstrauen und die Angst sind gut inszeniert, auch wenn man festhalten muss, dass man daraus auch hätte mehr machen können. Zudem erweist sich Ayers auch als guter Thriller-Regisseur, dem es gelingt, die Spannung und Neugier ständig aufrecht zu erhalten. Umso frustrierender ist es dann, wenn die finale Auflösung völlig Banane ist und dem Film noch ein Fantasy-Ende abgeklatscht wird, welches sich stilistisch und inhaltlich stark von allem, was zuvor passierte, unterscheidet. Und welches zudem noch die Gelegenheit wahrnimmt, noch einmal einen letzten, völlig unlogischen Schlenker einzubauen. So muss man am Ende festhalten, dass „Sabotage“ seinen Namen alle Ehre macht, denn der Film wurde durch die Eingriffe der Produzenten und den halbherzigen Reparaturarbeiten tatsächlich sabotiert.

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Obwohl „Sabotage“ alle Anlangen für einen guten Actionthriller besitzt, wird dieses Potential aufgrund eines wirren, unlogischen Drehbuchs voller Handlungslöcher nicht genutzt. Was sehr schade ist, da mit Olivia Williams eine hervorragende Schauspielerin im Mittelpunkt steht, die eine interessante und erwachsene Frauenfigur verkörpert. Auch Arnold Schwarzenegger weiß in der Rolle des Teamführers zu überzeugen. Hinzu kommt eine überaus gelungene, dynamische Kameraarbeit und ein Regisseur, dessen Gespür für realistische Action und Spannung offensichtlich ist. Leider wird dies alles durch drastische Eingriffe von Seiten der Produktion, sowie von einem an den Haaren herbeigezogenen Ende sabotiert.

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Wie immer wenn Splendid eine große Hollywood-Action-Produktion mit bekannten Namen an der Hand hat, wird der Film in unzähligen Varianten veröffentlicht. Mir lag zur Rezension die ungeschnittene FSK18-DVD vor. Es gibt aber noch eine geschnittene FSK16-Version und eine Limited Uncut Version, welche sich von der FSK18 allein durch die Verpackung (Steelbook) unterscheidet. Und selbstverständlich gibt es alle drei Versionen auch als Blu-ray. Das Bild der Splendid-DVD ist ausgezeichnet und überzeugt durch kräftige, klare Farben und tiefe Schwarztöne. Auch der Ton hat eine Menge „Bums“. Hochspannend sind die Deteted Scenes (insgesamt 17 Minuten), die dem Film einen völlig anderen Schwerpunkt geben. Ebenfalls enthalten sind zwei alternative Enden, wovon das erste scheinbar die ursprünglich intendierte Fassung war, und das zweite durch kompromisslose Kaltblütigkeit überzeugt. Ferner beinhalten die Extras noch ein Making-Of (8 Minuten), eine B-Roll (6 Minuten) und diverse Interviews mit David Ayer, Arnold ‚Schwarzenegger, Sam Worthington und Terence Howard (zusammen 16 Minuten), die alle am Set aufgenommen wurden. Eine Statement von Olivia Williams fehlt leider

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