Western Unchained: „Die Zeit der Geier“ & „Mercenario – Der Gefürchtete“

Von , 28. Februar 2013 15:23

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Kitosch (George Hilton) arbeitet auf der Farm des Großgrundbesitzers Don Jaime Mendoza (Eduardo Fajardo). Hier sorgt er mit amourösen Ausschweifungen besonders bei den Ehefrauen seiner Kollegen für Unruhe. Als er eines Tages mit der Frau von Don Mendoza erwischt wird, flüchtet er von der Ranch. Doch Don Mendoza hetzt den Sheriff auf Kitosch und so landet er im Gefängnis. Hier wird er von dem berüchtigten „Schwarzen Tracy“ (Frank Wolff) befreit. Die beiden bilden schon bald ein Team. Tracy ist hinter einem ehemaligen Freund her, der ihn einst an den Sheriff ausgeliefert hat. Auf der Suche nach dem Verräter erkennt Kitosch immer mehr, mit was für einem gefährlichen Mann er da unterwegs ist…

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Die Zeit der Geier“ lockt den Zuschauer zunächst auf eine falsche Fährte. Der Film beginnt mit einer fröhlichen Prügelei und führt den vom Uruguayer George Hilton gespielten Kitosch als Schürzenjäger und unbekümmerten Hallodri ein. Das passt auch gut zu Regisseur Nando Cicero, der in den 70ern fast ausnahmslos Komödien drehte. Hilton verkörpert hier zunächst einen jugendlichen Draufgänger, so dass man sich in dieser Rolle auch sehr Giuliano Gemma vorstellen könnte.

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Doch bald schon ändert sich die Stimmung des Filmes. Bereits am Anfang, wenn Kitosch gebrandmarkt wird und später von den Männern seines Arbeitgebers (Eduardo Fajardo in einer für ihn typischen Rolle) verfolgt und bedroht wird, schwingt eine raue Brutalität mit, die so gar nicht zu dem Anfang passen will. Ganz finster wird es, wenn der von Frank Wolff bravourös gespielte „Schwarze Tracy“ auf einer Totengräberkutsche und Sarg auftaucht. Frank Wolff spielte in der Regel gutmütige – wenn auch manchmal etwas korrupte – Charaktere. Als Bösewicht sah man ihn eher selten. Vielleicht hat er nur darauf gewartet, seine dunkle Seite zeigen zu können. Hier lässt er den Zuschauer schon recht bald erschauern. Obwohl er bereits in der ersten Szene keine Skrupel zeigt, zahlreiche Ordnungshüter über den Haufen zu schießen, so glaubt man zunächst daran, dass sich zwischen ihm und Hilton so etwas, wie eine Vater-Sohn- oder zumindest Großer-Bruder/Kleiner-Bruder-Beziehung entwickeln könnte. So wie zwischen Lee van Cleef und Giuliano Gemma in „Der Tod ritt dienstags“. Das tut es auch, aber anders als geglaubt.

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Tracy ist ein Psychopath und Sadist, der in seiner Mordlust weder vor unbewaffneten Bürgern, noch wehrlosen Frauen zurückschreckt. Er mordet und quält mit einer Leidenschaft, die ihn – neben Kinskis Loco in „Leichen pflastern seinen Weg“ – zu einer der erschreckensten Figuren in der Geschichte des Italo-Western werden lässt. Wie Hilton mehr und mehr in seinen Bann gerät und mit der Zeit alle Skrupel verliert, ist spannend und in dreckigen, rauen Bildern erzählt. Die Fotografie von „Zeit der Geier“ besitzt keinerlei Eleganz, unterstützt aber gleichzeitig durch ungewöhnliche Winkel und Bildausschnitte das psychotische seiner Hauptfiguren.

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Der Film liegt nun erstmals vollständig in Deutschland vor. Für die Kinoauswertung waren damals zahlreiche Szenen geschnitten worden, in denen Tracy immer wieder an epileptischen Anfällen leidet. Vielleicht dachte der Verleih damals, es könnte eine Verbindung zwischen der Krankheit und Tracys eiskaltem Sadismus hergestellt werden. Neben den überzeugenden Hauptdarstellern sei hier auch die feine Musik von Piero Umiliani erwähnt und ein früher Auftritt der schönen Femi Benussi , die hier sehr gut ihr Mieder füllt.

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„Zeit der Geier“ ist einer der Filme, die Quentin Tarantino 2007 im Rahmen einer Italo-Western-Retrospektive auf dem Filmfest in Venedig zeigte. Die Bildqualität ist durchwachsen und reicht von leicht milchig bis sehr scharf. Das stört aber nicht sonderlich. Der Ton liegt auf Deutsch, Italienisch und Englisch vor. Die im Kino fehlenden Szenen wurden auf Italienisch mit deutschen Untertiteln eingefügt. Die Extras bestehen aus einer 12-minütigen Doku mit dem schönen Namen „Liebesgrüße aus Uruguay“, in der George Hilton über seine Karriere erzählt. Neun Minuten dauert die Doku „Mit Kitosch kam der Tod“ in dem der Filmhistorikers Fabio Melelli über „Die Zeit der Geier“ seine Einordnung im Italowestern spricht. Leider taucht hier erstmals das Problem auf, dass Melellis Ausführungen mit derart schlechten Untertiteln versehen sind, dass der Sinn teilweise untergeht.

 

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Mexiko 1910: Zur Zeit der mexikanischen Revolution rebelliert der Minenarbeiter Paco Roman (Tony Musante) gegen den Grubenbesitzer García (Eduardo Fajardo). Fortan nennen sich Paco und seine Männer „Revolutionäre“, sind aber in erster Linie nur am Rauben und Plündern interessiert. Sie heuern den Waffenhändler und Söldner Kowalski (Franco Nero), genannt der Pole, an, der ihnen beibringen soll, wie man „Revolution macht“. Aber Kowalski ist nur an seinem eigenen Vorteil interessiert, und als er immer höhere und abstrusere Forderungen stellt, eskaliert die Situation.

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Innerhalb des Italo-Westerns ist der Revolutions-Western ein Sub-Genre, in dem sich vornehmlich politisch motivierte Regisseure tummelten, die in der mexikanischen Revolution eine Parabel auf das sahen, was sie Mitte/Ende der 60er Jahre überall auf der Welt erlebten. Die Studentenunruhen, der Krieg in Vietnam und der Beginn eines terroristischen Untergrundes. Damiano Damiani schuf „Töte Amigo“, Sergio Sollima „Von Angesicht zu Angesicht“ und zu guter Letzt erzählte sogar Sergio Leone in „Todesmelodie“ vom Aufstand der ungebildeten Bauern und von den Gringos, die sich als Söldner in Mexiko verdingten.

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Auch Sergio Corbucci, der Schöpfer von „Django“ und Regisseur des wohl bittersten und nihilistischsten Italo-Westerns überhaupt, „Leichen pflasterten seinen Weg“, lieferte hierzu zwei Beiträge ab: „Zwei wilde Companeros“ und den hier besprochenen „Mercenario – Der Gefürchtete“. Beide mit Franco Nero in der Rolle des Gringos. „Mercenario“ ist der erste dieser beiden Filme, und er drückt sowohl Corbuccis Zynismus, als auch sein Mitgefühl für die Unterdrücken aus. Neros „Pole“ ist ein eiskalter, zutiefst zynischer Geschäftsmann, der schon lange nicht mehr an irgendwelche Ideale glaubt. „Ideale sind der Dünger für Friedhöfe“, sagt er irgendwann. Kowalski ist nur sich selbst und dem Geld verpflichtet. Für Leute wie Paco (Tony Musante in einer typischen Tomas Milian-Rolle) hat er nur ein müdes Lächeln übrig.

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Paco wiederum ist auch nicht gerade zum Revolutionär geboren. Revolution heißt für ihn erst einmal, seinen eigenen Bauch voll zu schlagen. Revolutionäre Ideen werden ihm von anderen eingepflanzt, vor allem von der schönen Giovanna Ralli. Bis dies aber Früchte trägt, wird er erst einmal von Kowalski wie eine Puppe gelenkt und immer wieder manipuliert. Wobei Kowalski natürlich nur eins im Sinn hat: Mit Pacos Hilfe möglichst viel Geld zu verdienen. Wie wenig Paco ein echter Revolutionär ist, erkennt man in der berühmten Szene, in der ihm Kowalski die Revolution anhand eines nackten Frauenkörpers erklärt: Der Kopf, das sind die Mächtigen, der Arsch, das sind die Unterdrückten – dazwischen ist der Rücken, und der verhindert, dass der Arsch sich an die Stelle des Kopfes setzt.

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In „Mercenario“ werden sowohl die sogenannten Revolutionäre vorgeführt, die weniger an der sozialer Gerechtigkeit, als an eigener Macht und Wohlstand interessiert sind. Aber auch der kapitalistische Westen, der die Unruhen noch anheizt, um daraus seinen maximalen Profit schlagen zu können, bekommt sein Fett weg. Immerhin gönnt Corbucci – im Gegensatz zu „Leichen pflastern seinen Weg“ – dem Zuschauer am Ende ein kleines Stück Hoffnung. Überhaupt ist die Inszenierung eher leicht und unterhaltsam, als schwer und tragisch. Dafür sorgt schon Ennio Morricones verspielte Musik und der großartige Jack Palance in einer bis an die Grenzen der Parodie gehenden Darstellung eines Profi-Killers, sowie der bei Leone abgeschaute finale Showdown.

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„Mercenario“ nimmt in Quentin Tarantinos Top 20 Italo-Western die Nummer 4 ein. Die DVD ist ein Repack der bereits 2010 erschienen Koch-DVD. Dementsprechend enthält sie die gleichen Extras. In „Die Regeln der Revolution“ (41:29 Minuten) werden Interviews mit Franco Nero, Drehbuchautor Luciano Vincenzoni und Sergio Corbuccis Witwe Nori Corbucci, sowie älteres Material mit Sergio Corbucci und Tony Musante präsentiert.Ferner gibt es einen knapp vier-minütigen Drehorte-Vergleich zwischen entsprechenden Filmausschnitten und aktuellen Aufnahmen der Drehorte, an denen „Mercenario – Der Gefürchtete“ gedreht wurde. Die Bildqualität ist okay, der Ton liegt auf Deutsch, Italienisch und Englisch vor.

Die „Western Unchained“-Reihe von Koch Media: Prelude zu den Reviews

Von , 27. Februar 2013 21:56

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Das war ja irgendwie zu erwarten. Kaum hat Quentin Tarantinos als Italo-Western-Hommage (miss)verstandener „Django Unchained“ die deutschen Kinos geentert, fangen schon die ersten Billigfirmen an, im Spaghetti-Western-Fundus zu wühlen, und sich an den zu erwartenden Erfolg zu hängen. Wie schon in den 60er Jahren bekamen plötzlich einige Filmchen den „Django“-Stempel aufgedrückt, ohne dass sie irgendetwas mit dem Corbucci-Film, auf den sich Tarantino im Titel beruft, zu tun hätten. Der Name„Django“ verkauft eben plötzlich wieder Filme.

An solch einen Etikettenschwindel muss man zunächst auch bei der aktuellen Veröffentlichung von Koch Media denken. Unter dem Banner „Western Unchained“ und mit überdeutlich an das Original-Plakat des Tarantino-Films angelehnten Covern, warf Koch Media am 18. Januar zehn Italo-Western auf dem Markt, von denen die Hälfte bereits schon zuvor in anderer Verpackung erschienen waren. Marketingtechnisch clever, wurde dann auch noch auf Tarantino hingewiesen. All das gibt normalerweise berechtigten Grund, sich übers Ohr gehauen zu fühlen.

Aber weit gefehlt. Gut, ob es eine Neuveröffentlichung von „Mercenario – Der Gefürchtete“, „Eine Pistole für Ringo“, „Ringo kommt zurück“, „Yankee“ und „Navajo Joe“ unbedingt gebraucht hätte, sei einmal dahingestellt. Unbestritten ist aber, dass diese zu den absoluten Highlights des Genres gehören und Klassiker sind, die man als Fan gesehen haben muss. Im Falle „Der Mörder des Klans“ wurde eine deutliche Verbesserung gegenüber der Erstveröffentlichung vorgenommen, indem interessante Extras auf die Scheibe gepackt und das Bildformat korrigiert wurde. Dankbar muss man aber für die vier DVD-Premieren sein, die im Rahmen der „Western Unchained“ erschienen sind: „Tepepa“, „Der Tod zählt keine Dollars“, „Rocco – Der Mann mit den zwei Gesichtern“ und „Die Zeit der Geier“ sind gesuchte Titel, deren Veröffentlichungen von den Fans schon lange gefordert wurden.

Und der Tarantino-Bezug ist tatsächlich da. So befinden sich viele der „Western Unchained“-Titel in seiner Top20-Italo-Western-Liste, die man hier oder hier einsehen kann. Die anderen Titel wurden zumindest bei der von ihm kuratierten Retrospektive auf dem Filmfest in Venedig 2007 gezeigt. Die Liste aller dort gelaufenen Filme findet man hier.

Einen Volltreffer landete Koch Media definitv mit den Extras. Diese sind nicht nur liebevoll gestaltet und sehr erhellend, sondern es kommen hier die damals Beteiligten ausführlich zu Wort, und es werden Personen geehrt, die der normale Zuschauer vorher sicherlich nicht so im Visier hatte. Allein einen Kritikpunkt muss man anbringen: Die Beiträge des Filmhistorikers Fabio Melelli wurden scheinbar von einer Internet-Übersetzungsmaschine ins Deutsche übertragen. Die Untertitel sind nicht nur sinnentstellend, sondern häufig auch katastrophal falsch, was man deutlich hört, wenn man Melelli zuhört. Dafür braucht man auch kein Italienisch zu verstehen, wenn aus den von ihm erwähnten Namen plötzlich irgendwelche Fantasiekonstrukte werden. Hier besteht Überarbeitungsbedarf! Seltsamerweise tritt dieses Problem aber wirklich nur bei Melellis Beiträgen auf.

Ich werde in den folgenden Tagen alle 10 „Western Unchained“ vorstellen. Morgen geht es dann los mit „Die Zeit der Geier“ und „Mercenario – Der Gefürchtete“. Ich wünsche schon mal viel Spaß beim Lesen und bis morgen dann.

Originalfassungen in Bremen: 28.02.13 – 06.03.13

Von , 27. Februar 2013 16:14

Ein ganz gute Woche für Freunde des O-Tons. Viele unterschiedliche Filme und sogar die Gondel ist mal bei der Auflistung dabei. Das kann von mir aus ruhig öfter der Fall sein. Einziger Missklang: Warum muss eigentlich am Sonntagabend so viel gleichzeitig laufen?

Hänsel und Gretel: Hexenjäger 3D – Cinemaxx, Do./Sa./Di. immer 19:45 – Und wieder eine Idee, die sich auf dem Papier so bescheuert anhört, dass sie schon wieder funktionieren könnte. Nach ihrer aus Grimms Märchen bekannten, ersten Begegnung mit der bösen Hexe, sind Hänsel und Gretel professionelle und sehr coole Hexenjäger geworden. Dann spielt noch die gute Famke Janssen mit und die Hexenjäger werden vom immer zuverlässigen Jeremy Renner und der schönen Gemma Arterton gegeben. Allein, wenn mich doch der Trailer etwas mehr überzeugen könnte hier kein ideenloses CGI-Schlachtfest von der Stange zu bekommen…

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Les Misérables – Cinemaxx, So., 3.3. um 19:45 – Aufwändige Verfilmung des Musicals basierend auf dem Roman von Victor Hugo. Regie führt Tom Hooper, der vorletztes Jahr den Regie-Oscar für “King’s Speech” ergattern konnte. Wer schon immer mal Hugh Jackman, Russell Crowe und Anne Hathaway singen hören wollte, ist hier goldrichtig.

Django Unchained – Cinemaxx, Fr., 1.3. um 19:45 – Meine Ultrakurzkritik: Hat mich über die volle Distanz sehr gut unterhalten. Ich war zwar nicht weggeblasen wie bei “Inglourious Basterds” oder “Kill Bill, Vol. 2“, aber die Zeit verging wie im Fluge und ich war überrascht als er “schon” zu Ende war. Schauspieler toll (besonders Samuel L. Jackson), Musik klasse, Anspielungen nett. Doch, mochte ich. Unbedingt im Original gucken!

Romantik Komedi 2 – Die romantische Komödie 2  – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 23:00 – Türkische Komödie über eine junge Frau, die verzweifelt auf den Heiratsantrag ihres Freundes wartet und diesem mit Hilfe eines Ratgebers auf die Sprünge helfen will.

Kelebegin Rüyasi – The Butterfly’s Dream – Cinemaxx, Do.-Mi. 22:50, So. und Mi. auch 19:45 & CineStar, So. 3.3., um 11:20 -Türkische Liebestragödie vor dem Hintergrund des zweiten Weltkriegs.

The Crime – Schauburg, Do.-Mi. immer 21:30 – Kann sich noch jemand an die britische Krimi-Serie „Die Füchse“ erinnern, die Anfang der 80er im ZDF lief? Ich gebe zu, ich kann es auch nicht, obwohl mir der Titel etwas sagt. Hier ist nun das Remake als Spielfilm.

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Lincoln – Schauburg, So., 3.3. um 21:00 – Steven Spielbergs großer Film über den legendären 16. Präsidenten der USA. Nominiert für 12 Oscars, zwei gab’s dann am Ende. Darunter „Bester Hauptdarsteller“: Daniel Day-Lewis.

Quartett – Gondel, So. 3.3. um 21:00 – Wenn man Dustin Hoffman heißt, kann man ja auch mal mit 75 Jahren sein Regie-Debüt abliefern. In dieser Komödie geht es um vier ehemalige Sängerinnen und Sänger, die in ihrer Seniorenresidenz immer am 10. Oktober ein Spendenkonzert zum Geburtstag von Giuseppe Verdi abhalten.

Uncle Boonmee erinnert sich an seine früheren Leben – City 46, Sa./Di./Mi. um 18:00, Mo. 20:30 – Der Gewinner der Goldenen Palme in Cannes 2010. Ruhiger und mythischer Film aus Thailand, dessen Inhalt schon im Titel zusammengefasst ist.

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Der 32. August auf Erden – City 46, So. 18:00 und Di. 20:30 – Kanadischer Spielfilm über das Model Simone, die einen schweren Autounfall fast unverletzt überlebt und danach ihr Leben umkrempeln will.

Für die Unmenschen wird es keine Ruhe geben – City 46, Mi. 6.3., 20:00 – Vielfach preisgekrönter spanischer Thriller um einen Polizeiinspektor, der im Suff drei Menschen erschießt und sich dann auf die Jagd nach dem einzigen Augenzeugen macht. In Kooperation mit dem Instituto Cervantes, der ICAA, der Academia de cine und dem Festival Malaga.

Personal Belongings – City 46, Do./Fr./Mo. um 18:00 und Sa./So. um 20:30 – Kubanischer Spielfilm. Ernesto lebt in seinem Auto und versucht seit langer Zeit vergeblich ein Visum zu bekommen, und Kuba verlassen zu können. Dann lernt er eine Ärztin kennen, die allein in einem großen Haus wohnt und sich niemals vorstellen könnte, ihre Heimat zu verlassen.

Something Necessary – City 46, Sa. 19:30 und Mo./Di. um 20:00 – Kenianisch-Deutscher Spielfilm um eine junge Frau, die trotz schwerster Schicksalsschläge und einer Vergewaltigung sich nicht aufgibt, sondern alles daran setzt, ihren Peinigern zu vergeben.

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 04.03. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 04.03. um 21:45

Schauburg: Premiere „Hai-Alarm am Müggelsee“ mit Gast Sven Regener

Von , 25. Februar 2013 16:11

hai-alarmNach „Herr Lehmann“ haben sich Sven Regener und Leander Haußmann ein zweites Mal für einen Film zusammengetan. Die Komödie „Hai-Alarm am Müggelsee“ ist ein absolutes Zwei-Mann-Projekt. Regener und Haussmann haben nicht nur zusammen das Drehbuch geschrieben, sondern auch als Duo Regie geführt und mehrere Rollen in ihrem Film übernommen. Die Hauptrollen spielen allerdings Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Uwe Dag Berlin (klingt wie ein Pseudonym, ist aber keins), Anna-Maria Hirsch, Tom Schilling, Benno Führmann und Detlev Buck.

Und darum geht’s:

Als dem Bademeister im Müggelsee der Arm von einem Hai abgebissen wird, herrscht Chaos in der Gemeinde Friderichshagen. Während eine vom Bürgermeister Müller eilig einberufene Expertenkommission beschließt, den Hai-Alarm auszurufen, kehrt der berüchtigte Haijäger Snake Müller nach jahrelangem Exil auf Hawaii in die Heimat zurück, als seine gefälschte Green Card auffliegt. Er soll sich um das Monster kümmern, dass das Süßwasser unsicher macht, hat aber bald noch ganz andere Sorgen am Hals. Frauensorgen…

Am Mittwoch, den 13. März um 21:00 Uhr findet in der Schauburg die Premiere dieser schrägen Komödie statt. Der Co-Regisseur, Co-Drehbuchautor, Darsteller, Sänger, Trompeter, Poet, Schriftsteller, geistreiche Plauderer und Sohn der Stadt, Sven Regener, wird dabei anwesend sein!

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Filmforum Bremen beim Media Monday #87

Von , 25. Februar 2013 11:41

 

So, das zweite Mal dabei.

1. Ben Foster gefiel mir am besten in Rampart.

2. Rainer Erler hat mit vielen Filmen seine beste Regiearbeit abgelegt, weil er seiner Zeit immer Voraus war und es geschickt verstand, Fiktion und brisante Themen zu einem ebenso unterhaltsamen, wie spannenden Ganzen zu mischen. So jemand wie er fehlt zur Zeit.

3. Kristin Scott Thomas gefiel mir am besten in Bitter Moon, aber ich denke es gibt aus den letzten Jahren noch einige Filme mit ihr, die ich demnächst mal sehen sollte.

4. Meine Filmsammlung umfasst derzeit etwa sehr viele Filme und damit protzen wäre mir zuwider.

5. Anlässlich der hierzulande immer noch eisigen Temperaturen: Ein Film, bei dem es mich vom bloßen Zusehen innerlich fröstelt, ist Der 7. Kontinent.

6. In der ersten Jahreshälfte 2013 freue ich mich am meisten auf ein privates Ereignis, weil es mehr gibt, als nur Film.

7. Auf Eskalierende Träume habe ich in der letzten Woche eine lohnenswerte Kritik zu The Upstream Color gelesen, die neugierig gemacht hat.

DVD-Rezension: “The Expendables 2”

Von , 23. Februar 2013 13:05

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Barney Ross (Sylvester Stallone) und sein Söldner-Team, die „Expendables“, werden von dem geheimnisvollen CIA-Mann Mr. Church (Bruce Willis) engagiert, um in einem Staat der ehemaligen Sowjetunion ein Flugzeugwrack zu finden. In diesem befindet sich ein wichtiger Koffer mit Plänen eines geheimen Plutoniumlagers. Ross und seinen Leuten gelingt es problemlos, den Koffer zu bergen. Doch dann geraten sie in einen Hinterhalt des skrupellosen Vilain und seiner Bande. Dabei verlieren sie nicht nur den Koffer, sondern auch ein Mitglied ihrer Gruppe. Wütend sinnen sie auf Rache.

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Ein Film wie „The Expendables 2“ macht es dem Rezensions-Schreiber nicht einfach. Warum? Weil er genau das abliefert, was er verspricht. Haufenweise gealterte Actionstars, die sich die Klinke bzw. die dicke Wumme in die Hand geben und ordentlich in der Gegend herumballern. Ob man das jetzt positiv oder negativ findet, hängt viel davon ab, ob man generell ein Faible für Actionfilme hat und die alten Recken noch aus der eigenen Jugend kennt, wo sie gewaltig den Videomarkt rockten. Viel mehr gibt die Story, die Sylvester Stallone zusammen mit Richard Wenk schrieb, nicht her. Sie ist ein einziges Alibi, um möglichst viel Krawumm, Gastaufritte und vorteilhafte Posen für Stallone zu rechtfertigen. Dies gelingt ihr dann auch ganz gut. „The Expendables 2“ ist ein schmackhafter Cheeseburger mit einigem Käse und viel Mett. Dem einen mundet dies, dem anderen liegt es schwer im Magen.

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Statt Stallone selber, führt beim zweiten Teil der Saga (den ersten habe ich zwar Zuhause rumliegen, aber noch nicht gesehen) nun der solide und zuverlässige Handwerker Simon West die Regie. West glänzte bisher durch solides Handwerk, das so manches schwache Drehbuch auf zumindest durchschnittliches Niveau heben konnte. Erst vor kurzem war er mit dem Nicolas-Cage-Film „Stolen“ positiv aufgefallen. Auch bei den „Expendables 2“ muss man ihm zugestehen, dass er seine Sache sehr gut macht. Zeitweise gelingt es ihm sogar, recht stimmungsvolle Momente zu inszenieren, z.B. wenn die Helden im Nebel das erste Mal auf Vilains Leute stoßen. Überhaupt hätte der Film einiges Potential, seine dünne und vorhersehbare Geschichte mit etwas Inhalt zu füllen. Die Idee der Attrappe einer amerikanischen Stadt irgendwo im tiefsten Osten ist charmant, wird aber nicht genutzt. Ebenso sind die Szenen im heruntergekommenen Dorf, wo die Frauen die jungen Männer vor Vilains Schergen verstecken, sehr stimmungsvoll fotografiert, werden aber gleich wieder einem bombastischen Action-Feuerwerk geopfert. Das ist schade, denn gerade hier deutet West an, dass er durchaus auch Talent für andere Filme als Action-Aufträge von der Stange hätte.

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Überhaupt wäre es schön gewesen, hätte sich das Drehbuch bei einigen Klamauk-Szenen zurückgehalten. Die Auftritte von Chuck Norris sind für Fans deftiger 80er -Jahre-Action sicherlich ein Höhepunkt. Objektiv betrachtet, passen sie aber nicht wirklich in den Film und wirken ausgesprochen gezwungen. Die Idee, ihn ständig mit dem berühmten Harmonika-Solo aus „Spiel mir das Lied vom Tod“ auftreten zu lassen, ist dabei besonders albern. Herumblödeln dürfen auch Arnold Schwarzenegger und Bruce Willis. Sind ihre ersten Auftritte noch nett in die Handlung integriert, ist das große Finale nur noch hirnloser Kinderkram. Und wenn die beiden sich dann noch One-Liner aus ihren berühmtesten Filmen um die Ohren hauen und fragen, wann den „Rambo“ auftaucht, dann ist das nicht mehr lustig, sondern nur noch doof.

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Überhaupt scheinen die Gastauftritte für den Film wichtiger zu sein, als die Männer um Stallone. Diese treten kaum einmal in den Vordergrund. Selbst Jason Statham und Dolph Lundgren erscheinen eher wie Statisten. Noch schlimmer trifft es Terry Crews und Randy Couture, die eigentlich gar nichts zur Handlung beitragen. Immerhin darf man aber feststellen, dass die Verpflichtung Jean-Claude Van Dammes als Bösewicht Vilain (welche ein Wortspiel) sich als absoluter Glücksgriff erweist. Van Dammes Karrierekurve zeigt ja, nach einem schlimmen Absturz in den späten 90ern ,mittlerweile wieder nach oben. In Filmen wie „JCVD“ und „Wake of Death“ hat er sich auch wieder in mein Herz gespielt. Sein Charakter Vilain glänzt dann auch durch eiskalte Skrupellosigkeit und versprüht durchaus Charisma. Wobei hier die Originaltonspur empfohlen werden muss, denn mit seiner rauen, durch einen leicht französischen Akzent etwas arrogant wirkenden Stimme, übertrifft sie die seines deutschen Synchronsprechers bei Weitem. Schade nur, dass Van Damme seine athletischen Fähigkeiten selbst im finalen Duell mit Stallone nicht wirklich zeigen darf. Entweder zollte hier das Alter Tribut oder aber Sly wollte sich nicht die Show stehlen lassen.

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Neben Van Damme kann noch ein zweiter Schurke überzeugen. Scott Adkins gibt einen überzeugenden, schmierigen Handlanger. Adkins zählt zur neuen Generation der Actionstars und hat in Fankreisen bereits mit der Hauptrolle in „Universal Soldier“ Teil 3 und 4 (wo er bereits mit Van Damme und Lundgren zusammenarbeitete) für Aufsehen gesorgt. Obwohl auch er hier nicht alles zeigen kann, wozu er in der Lage ist, bleibt sein Auftritt doch im Gedächtnis. Dies kann von Liam Hemsworth in der Rolle des Scharfschützen „Billy the Kid“ nicht behauptet werden. Seine Rolle ist dermaßen klischeehaft, dass spätestens wenn er davon spricht für seine große Liebe aus dem Söldnergeschäft aussteigen zu wollen, das Wort „Opfer“ groß auf seine Stirn geschrieben steht. Gerne hätte man auch mehr von Jet Li gesehen, aber der springt nach einem etwas längeren Cameo gleich zu Beginn aus dem Film. Schade.

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„The Expendables 2“ hält was er verspricht. Im positiven, wie im negativen Sinn. Auf der Habenseite gibt es ein Wiedersehen mit den gut aufgelegten Helden der 80er Jahre und viel, viel Bum-Bum. Auf der anderen Seite lässt das, sowieso schon schwache Drehbuch, viele Möglichkeiten, um doch noch eine interessante Geschichte zu erzählen, fahrlässig liegen. Ebenfalls fällt störend ins Gewicht, dass gerade zum Ende hin, die Auftritte der Gaststars zu reinen Klamauk-Einlagen verkommen. Ein guter Handwerker als Regisseur und ein überzeugender Schurke verhindern hier gerade noch schlimmeres.

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Über die Splendid-DVD lässt sich nicht viel sagen. Diese ist in gleich 13 (!) Varianten erschienen. Als „Limited Special Uncut Edition“, “Limited Uncut Hero Pack“, Special Uncut Edition”, als um 4 Minuten gekürzte FSK 16-Fassung, im DVD- und BluRay-Format. Ich hatte zur Rezension die Uncut-Version im „limitierter Exklusive-Version“ mit einem 35mm-Filmstreifen Schnipsel, aber – bis auf den Audiokommentar von Simon West – keinerlei Extras. Bild und Ton sind sehr gut.

Das Bloggen der Anderen (22-02-13)

Von , 22. Februar 2013 20:16

bartonfink_type2– In der letzten Ausgabe von „Das Bloggen der Anderen“ hatte ich auf Dietrich Brüggemanns Angriff auf die sogenannte „Berliner Schule“ berichtet. Hier die Reaktion von Franz Müller im Revolver, dem „Hausblatt“ der Filmemacher, die gemeinhin in die „Berliner Schule“-Schublade gesteckt werden.

– Stichwort Vernetzung von Filmblogs. Am Rande der Berlinale fand ein Treffen von Film-Bloggern statt. Für einen Hobby-Blogger und Vollzeit arbeitenden Menschen mit Familie ist die Berlinale natürlich nicht unbedingt machbar. Somit war es wohl nur ein Kreis von Profi-Bloggern und Leuten, die eh beruflich mit Film zu tun haben, der sich da traf. Alex von real virtuality, der das Treffen auch organisierte, berichtet drüber.

– Berlinale, Berlinale, Berlinale. Eine Retrospektive war in diesem Jahr Keisuke Kinoshita gewidmet. Über diese, und den hier eher unbekannten Regisseur, hat Michael Kienzel auf critic.de einen langen, lesenswerten Artikel geschrieben.

– Zwei lange und interessante Rückblicke auf die diesjährige Berlinale findet man auf filmosophie. Da fühlt man sich fast so, als wäre man dabei gewesen.

– Weitere lesenswerte Rückblicke auf die Berlinale von Simon Born und Dennis Vetter gibt es auf Negativ. Und von Lutz Granert auf the-gaffer.

– Die Berlinale mal unter dem Gesichtspunkt technische Innovationen im Kino: Berlinale ist Digital – ein Einblick in die digitalen Veränderungen der 63. Internationalen Filmfestspiele Berlin auf Digitale Leinwand.

– Lukas Foerster hat unglaublich viele Filme auf der Berlinale gesehen (wie hat er das gemacht?). Seine finalen Ratings hat er in seinem Blog Dirty Laundry veröffentlicht.

– So unterschiedlich kann das sein. Während „The Upstream Color“ in Lukas Foersters Liste mit einem „Minus“ schlecht abschneidet, hat er Alexander S. auf Eskalierende Träume tief berührt und zum Nachdenken gebracht. Das Ergebnis ist ein langer und persönlicher Artikel über diesen Film, der definitiv sehr, sehr neugierig macht.

– Und wo wir uns jetzt so lange mit Berlin beschäftigt haben: Auf Magazin des Glücks werden zwei Berlin-Dokumentarfilme von Leo de Laforgue aus den 50ern bzw. 60ern vorgestellt.

– Ein Film auf den ich mich eigentlich ziemlich gefreut habe, ist „Bullet to the Head“, der am 7. März unter dem Titel „Shootout – Ohne Gnade“ in die deutschen Kinos kommt und die Rückkehr des großartigen Regisseurs Walter Hill auf die große Leinwand darstellt. Okay, ein „Driver“, „Warriors“ oder „Die letzten Amerikaner“ habe ich jetzt nicht erwartet, aber vielleicht etwas wie „Nur 48 Stunden“. Couchmonster hat den Film bereits vorab gesehen und einen ziemlichen Verriss geschrieben. Schade…

– Und nun ein Film, bei dem ich mir denke: Interessant, kann aber eigentlich nichts werden. Das Bio-Pic „Lovelace“ über die berühmte „Deep Throat“-Hauptdarstellerin. Thomas Groh hat ihn gesehen und verweist in seinem Blog filmtagebuch auf seinen taz-Artikel.

– Auf Hard Sensations empfiehlt Alex Klotz den japanischen Film The Foreign Duck, the Native Duck and God in a Coin Locker, welcher in der Schweiz auf DVD erschienen ist und über das deutsche Amazon bezogen werden kann.

– Es gibt eine Veranstaltung, an der ich für mein Leben gerne teilnehmen würde. Und das ist der Hofbauerkongress in Nürnberg. Bis vor Kurzem dachte ich ja noch, dies wäre ein öffentliches Festival. Dann bin ich aber eines Besseren belehrt worden. Der Hofbauerkongress ist eine rein private Veranstaltung. Da kann ich ja dann meinen Koffer wieder auspacken, denn meine Chancen, daran teilnehmen zu können, dürften wohl bei ungefähr Null liegen. Wie unendlich schade das ist, musste ich gerade wieder auf Hard Sensations lesen, wo Silvia Szymanski einen sehr detaillierten Bericht über den Ende Januar stattgefundenen 9. Hofbauerkongress veröffentlicht hat. Na ja, wenigstens kann man so das Gefühl haben, dabei gewesen zu sein.

– Ich habe ja vor Kurzem hier von einem Doku-Projekt der Uni Bremen geschrieben, das der Frage „WhyGo2Movies“ nachging. In eine ähnliche Kerbe – nämlich das Erleben eines Filmes im Kino oder eben anderswo und wie man damit umgeht – schlägt das Essay Der perverse Körper unterbricht Filme von Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film.

– Ich mochte „Shame“ ja sehr gerne. Siehe auch meine Review hier. Oliver Nöding von Remember it for later hat ihn auch gesehen, hat aber eine etwas andere und gut nachvollziehbare Meinung dazu.

– Der Drama-Blog weist auf einen langen Artikel über das „Making of Pulp Fiction“ auf Vanity Fair hin.

– Hoffmann beendet auf Drei Cineasten seine persönlichen Fassbinder-Retrospektive mit den späten Werken „Die Sehnsucht der Veronika Voss“ und „Lola“.

DVD-Rezension: “Kommissar X – Drei goldene Schlangen”

Von , 22. Februar 2013 09:21

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In Thailand wird die junge Phyllis entführt. Ihre Mutter, die Millionärin Maud Leighton, bittet den, sich zu dieser Zeit zufällig in Thailand befindlichen, Captain Tom Rowland um Hilfe. Dieser engagiert sogleich seinen Kumpel Jo Walker alias Kommissar X. Gemeinsam versuchen sie hinter das Geheimnis des Entführungsfalles zu kommen. Dabei stoßen sie auf die geheimnisvolle Madame Kim So. Diese gibt nach außen die Wohltäterin. In Wahrheit aber lässt sie junge Mädchen verschleppen und auf einer Insel gefangen halten, um sie dann Sex-Touristen als Zeitvertreib anzubieten. Jo und Tom setzen alles daran, Kos Pläne zu durchkreuzen und die Mädchen aus den Klauen der Menschenhändlerin zu befreien.

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Nun heißt es leider Abschied nehmen von Jo Walker alias Kommissar X und seinem Kumpel Captain Rowland. Nach sechs Abenteuern mit den Beiden, ist die Kommissar-X-Reihe bei Anolis nun abgeschlossen. Der letzte Film, „Kommissar X jagt die roten Tiger“, der zwei Jahre nach „Drei goldene Schlangen“ entstand, wird wahrscheinlich irgendwann von einem anderen Label heraus gebracht. Schade, denn ich wäre sehr gespannt gewesen, was der legendäre Karl-May- und Edgar-Wallace-Regisseur Harald Reinl aus dem Stoff gemacht hat. So aber bleibt „Drei goldene Schlangen“ erst einmal der letzte auf DVD erschienene Kommissar-X-Film.

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Und dieser unterscheidet sich von seinen Vorgängern deutlich. Vom James-Bond-Flair und -Glamour keine Spur mehr. Im Vergleich zu den ersten Filmen ist „Drei goldene Schlangen“ weitaus rauer und auch härter. Hier wird konsequent fortgeführt, was in „Drei blaue Panther“ zaghaft begonnen wurde. Jo Walker wird zurück an seine Pulp-Wurzeln geführt. Ungewohnt für die Reihe gerät Jo Walker zweimal in echte Lebensgefahr, wird von seinen Feinden besiegt und muss unter Folter leiden. Natürlich geriet er in den andern Filmen auch in tödliche Situationen, diese waren aber so leicht und spielerisch inszeniert, dass man nie wirklich um seinen Helden bangte. Hier wird – im Rahmen eines Unterhaltungsfilmes – aber ernst gemacht. Ebenfalls ein Novum sind die Nuditäten. Zuvor war ein sexy Bikini das höchste der Gefühle. Hier aber werden die nackten Brüste der – einheimischen – Frauen reihenweise vorgeführt. Man merkt, die Zeiten haben sich geändert.

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„Drei goldene Schlangen“ wurde zu großen Teil auch vor Ort in den Slumquartieren Thailands gedreht. Vorbei die exotischen Touristenattraktionen, die z.B. noch „Drei grüne Hunde“ als Kulisse dienten. Die Welt von „Drei goldene Schlangen“ hat gar nichts Touristisches. Dass man direkt vor Ort war bemerkt man, wenn man einmal in die Gesichter der Statisten blickt. Diese wurden direkt vor den Türen ihrer armseligen Hütten gefilmt und blicken zum Teil direkt in die Kamera oder – in einer entlarvenden Szene – halten sich vor dem Schuss schon die Ohren zu (oder war das eine sehr subtile Hommage an Hitchcocks „Der unsichtbare Dritte“?). Dieser Realismus passt gar nicht zur zuvor über mehrere Filme aufgebauten, künstlichen Eurospy-Welt. Besonders krass wird der Gegensatz dann zu der extrem kalauernden Rainer-Brandt-Synchro, die Vollgas gibt und so gar nicht zur eher raueren Stimmung des Filmes passt.

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Regisseur Roberto Mauri, der mit Brad Harris auch den genial betitelten „Nackt unter Affen“ drehte, unterscheidet sich im Stil deutlich von seinen Vorgängern Franco Parolini (der hier aber noch am Drehbuch mitschrieb) und Rudolf Zehetgruber. Sein Stil erinnert stark an die Jess-Franco-Filme, die dieser Ende der 60er für Alan Towers drehte, insbesondere die Fu-Manchu-Teile (vielleicht auch wegen des asiatischen Themas und der Dreistigkeit mit der eine Szene aus „Drei blaue Panther“ einfach recyclt wurde). Personen werden fast immer in der Halbtotalen aufgenommen, die Aufnahmen sind oftmals recht dunkel und die Hintergründe wirken eng und geben dem Bild einen leicht klaustrophobischen Touch.Oftmals wird auch wild auf die Gesichter gezoomt oder aus schrägen Winkeln gefilmt. Auch das Sujet der Gefangeneninsel, auf der unter Drogen gehaltene und gefesselte Frauen barbusig in Bambusverschlägen als willige Sex-Sklaven für reiche Gäste dienen, scheint eher dem Franco’schen Universum, als dem des immer fröhlichen James-Bond-Derivat Kommissar X zu entstammen.

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Ob man sich nun mit diesem „neuen“ Kommissar X anfreunden kann oder nicht, bleibt dem Geschmack des Zuschauers überlassen. Ich für meinen Teil fand diese Rückbesinnung auf Kommissar Xs Ursprünge im billigen Groschenheft recht interessant. Wobei die Blödel-Synchro natürlich überhaupt nicht ins Bild passt und vor dem Hintergrund einige Härten unangenehm zynisch erscheint. Ebenfalls vermisst man etwas die aus deutschen oder italienischen Produktionen bekannten und beliebten Gesichter als Nebenfiguren. Außer Herbert Fux, der nur am Anfang des Filmes auftaucht, um dann bis zum Finale plötzlich zu verschwinden, und Stuntman Pino Mattei, wird vor allem auf einheimische Kräfte zurückgegriffen. Auch die Damen sind eher unbekannt und haben kein reichhaltiges Werk in der Filmgeschichte hinterlassen.

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„Drei goldene Schlangen“ ist ein sehr ungewöhnlicher Eintrag in die Kommissar X Reihe. Eher rau und mit einigen Härten ausgestattet, erscheint er hier fast wie ein Fremdkörper. Auch thematisch würde er eher in die Welt eines Jess-Franco-Films passen. „Drei goldene Schlangen“ bietet mehr eine dreckige Pulp-Geschichte als glamourösen Eurospy. Von daher bleibt es dem Geschmack des Zuschauers überlassen, ob er den letzten Eintrag in die „Kommissar X“-Reihe nun als einen Höhe- oder Tiefpunkt der Reihe ansieht. Interessant ist der neue Weg auf jeden Fall, nur die hier völlig unpassende Klamauk-Synchro stört.

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Die letzte DVD aus der Anolis-Reihe ist wieder mit reichlich Extras ausgestattet. Neben dem Trailer und dem üblichen Werbematerial, findet sich auch wieder eine Super-8-Fassung mit auf der Scheibe. Absolutes Highlight ist aber ein aktuelles 45-minütiges Interview mit Brad Harris, der sich in einer hervorragenden Plauderlaune befindet und viele interessante (und unglaubliche) Geschichten zu allen Kommissar-X-Filmen zu erzählen weiß. Dabei nimmt er wahrlich kein Blatt vor den Mund und tituliert auch schon mal Rudolf Zehetgruber als Arschloch. Für alle Kommissar-X- und Brad-Harris-Fans ein Muss!

Originalfassungen in Bremen: 21.02.13 – 28.02.13

Von , 21. Februar 2013 20:26

In der aktuellen Woche kann man sich nun wirklich nicht beschweren. Wieder gibt es viele aktuelle Filme in der O-Fassung und auch ein paar interessante Dokus. Ich bin gespannt auf „Warm Bodies“, auch wenn ich nicht genau weiß, was mich da genau erwartet. Mainstream-Fans werden sich sicherlich für „Les Misérables“ begeistern können. Ferner würde mich auch der russische „Stille Seelen“ sehr interessieren.

Les Misérables – Cinemaxx, So. 24.2. um 20:00 – Aufwändige Verfilmung des Musicals basierend auf dem Roman von Victor Hugo. Regie führt Tom Hooper, der vorletztes Jahr den Regie-Oscar für „King’s Speech“ ergattern konnte. Wer schon immer mal Hugh Jackman, Russell Crowe und Anne Hathaway singen hören wollte, ist hier goldrichtig.

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Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben – Cinemaxx, Do. und So. um jeweils 19:40 Uhr – John McClane ist wieder da und diesmal hat er seinen Sohn dabei. Was man im Internet über den 5. Teil der Serie liest, ist ziemlich verheerend. Vielleicht wäre es besser gewesen, sie hätten nach dem sehr gelungenen dritten Teil Schluss gemacht.

Warm Bodies – Cinemaxx, Fr./Mo. und Mi. immer um 19:40 – US-Zombie-Romanze. Aha? Richtig gelesen. Generell wird „Warm Bodies“ als „Twilight mit Zombies“ beschrieben. Klingt zumindest etwas ungewöhnlich. Die einzige Zombie-Romanze, die ich bisher kannte ist „Return of the Living Dead 3“. Aber ich glaube, damit kann man „Warm Bodies“ nicht unbedingt vergleichen.

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Kelebegin Rüyasi – The Butterfly’s Dream – Cinemaxx, Do.-Mi. 16:45, 19:45 und 22:50 – Türkische Liebestragödie vor dem Hintergrund des zweiten Weltkriegs.

Romantik Komedi 2 – Die romantische Komödie 2  – Cinemaxx, Do.-Mi., diverse Anfangszeiten – Türkische Komödie über eine junge Frau, die verzweifelt auf den Heiratsantrag ihres Freundes wartet und diesem mit Hilfe eines Ratgebers auf die Sprünge helfen will.

Celal Ile Ceren – Cinemaxx, Sa. 23.2. um 23:00 Uhr – Türkische Komödie über ein Paar, das seit sechs Jahren zusammenlebt, doch plötzlich kommt Eifersucht ins Spiel und als der Mann heimlich zum Junggesellenabschied geht, eskaliert die Situation.

Django Unchained – Cinemaxx, Sa. Und Di. um 19:40 & Schauburg Sa. Und Mi. um 21:15 – Meine Ultrakurzkritik: Hat mich über die volle Distanz sehr gut unterhalten. Ich war zwar nicht weggeblasen wie bei “Inglourious Basterds” oder “Kill Bill, Vol. 2“, aber die Zeit verging wie im Fluge und ich war überrascht als er “schon” zu Ende war. Schauspieler toll (besonders Samuel L. Jackson), Musik klasse, Anspielungen nett. Doch, mochte ich. Unbedingt im Original gucken!

Sagrada – Das Wunder der Schöpfung – Atlantis, So. 24.2. um 13:45 – Doku über die 125 Jahre alte, aber noch immer nicht fertig gestellte Kathedrale „Sagrada Família“.

Kyss mig– City 46, Fr./Mo. 20:30 und Sa. 18:00 – Schwedischer Film über zwei Frauen, die durch die Heirat ihrer Eltern Stiefschwestern werden. Kurz vor der Hochzeit verlieben sie sich ineinander.

Megacities – City 46, Mi. 27.2. um 20:30 – Doku des österreichischen Filmemachers Michael Glawogger, der auch durch seine Spielfilme für Furore sorgt, über vier der größten Städte der Welt: Bombay, New York, Moskau und Mexico City.

Stille Seelen – City 46, Do.-Mi. immer 20:00 – Russischer Spielfilm von Aleksei Fedorchenko über die Merja, ein finno-ugrisches Volk, das in der Nähe russischer Städte wie Moskau und Jaroslawl lebt. Am Montag mit Einführung: Yvonne Poerzgen (Universität Bremen).

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Darjeeling Limited – City 46, So., 24.2. um 20:30 Uhr – Schräge US-Komödie von Wes Anderson („Moonrise Kingdom“, „Royale Tennebaums“) über drei Brüder an Bord eines indischen Zuges. Mit Owen Wilson, Adrien Brody und Jason Schwartzmann.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 25.2. um 21:45 Uhr

 

Französische Sneak Preview – Atlantis und Gondel, beide 21:00

DVD-Rezension: “Kommissar X – In den Klauen des goldenen Drachen”

Von , 20. Februar 2013 14:32

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Professor Akron ist es in Singapur gelungen, einen Filter zu erschaffen, der die Wirkung eines Laserstrahls um ein Vielfaches verstärken kann. Natürlich möchte der gute Professor seine Erfindung nur zum Wohle der Menschheit einsetzen. Doch die kriminelle Unterwelt erkennt schnell, dass die geniale Erfindung auch für verbrecherische Zwecke eingesetzt werden kann. Darum setzt der „Goldene Drache“, das geheimnisvolle Oberhaupt einer mächtigen Verbrecherbande, alles daran, den Filter in seine Gewalt zu bringen. Als dabei auch Akrons Tochter in Gefahr gerät, ruft dieser Tom Rowland und dessen Freund Jo Walker alias Kommissar X zu Hilfe…

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In den Klauen des Goldenen Drachen“ war im Jahre 1966 schon der dritte Kommissar-X-Streifen, der das Licht deutscher Kinosäle erblickte. Die Produktion lief also auf Hochtouren. Nachdem im zweiten Teil bereits Ceylon Schauplatz des Geschehens war, spielt auch der dritte Teil wieder in Südostasien. „Die Spur führt nach Singapur“ heißt es auf dem Filmplakat und somit ist dieser Staat auch die exotische Kulisse dieses neuen Kommissar-X-Abenteuers. Nachdem Rudolf Zehetgruber das eher mäßige Sequel inszeniert hatte, übernahm nun wieder Gianfranco Parolini alias Frank Kramer das Zepter. Ein Wechselspielchen, welches sich bei Teil 3 und 4 wiederholen sollte. Parolini lässt hier interessanterweise das im vorherigen – und auch in den nachfolgenden Filmen immer wieder durchexerzierte – Konzept der drei männlichen Handlanger des Hauptschurken fallen. Stattdessen bedient sich der „Goldene Drache“ einer Armee vornehmlich weiblicher Helfershelfer. Darunter sticht insbesondere Gisela Hahn als skrupellose Killerin hervor, die sich – welche Wunder – auch nicht von Jo Walkers Verführungskünsten von ihrer Mission abbringen lässt. Sicherlich ein Novum in der Reihe.

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Überhaupt besitzt diese Folge der Reihe die interessantesten Frauenfiguren. Selbstverständlich in den Grenzen dessen, was solch eine klischeebeladene und sein Machismo zelebrierende Reihe zulässt. Neben Gisela Hahn sei hier noch Luisa Rivelli erwähnt, die hier ein wenig „femme fatale“ spielen darf. Wie gesagt, immer innerhalb des, auch hier, recht enggesteckten Rahmens, in dem sich die Damen in der Serie bewegen können. Demgegenüber ist Barbara Frey als schutzbedürftige Tochter des Wissenschaftlers zwar süß, aber doch eher uninteressant. Sehr viel interessanter ist demgegenüber ihr Vater, eine Art Mad Scientist, der vom Edgar-Wallace-Urgestein Ernst Fritz Fürbringer gespielt wird. Fürbringer gab in den ersten Wallace-Krimis den Sir Archibald – den Vorgänger des legendären Sir John.

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Jo Walkers Schürzenjägerqualitäten treten in diesem Film geradezu überdreht zutage. Fast scheint es so, als ob Walker ein Triebtäter sei, dem beim Anblick eines Rockes augenblicklich Schaum vor den Mund tritt und der wie ein geiler Bock sofort auf sein nächstes Opfer springen muss. Wirkt Walkers permanentes Flirten und Küssen in den anderen Filmen eher parodistisch, so hat sein Verhalten hier etwas zutiefst Manisches, was recht unangenehm wirkt. Vielleicht will Parolini hier andeuten, dass Walker etwas kompensieren muss. Vor allem, wenn man die Szene sieht, in der Walker bitterliche Tränen weint, als er glaubt, sein Partner Captain Rowland hätte das Zeitliche gesegnet.

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Brad Harris gelingt es in „Den Klauen des Goldenen Drachen“ spielend, seinen Kumpel Tony Kendall auszustechen. In keinem anderen Film der Serie darf sich Harris so eindrucksvoll präsentieren. Ob er jetzt oben ohne seinen eindrucksvollen Oberkörper präsentiert, höchstpersönlich einige Kunststücke auf Wasserskiern vorführt oder eine heiße Sohle aufs Parkett legt. Diese Tanzszene, in der er zunächst allein, dann im Duo mit Kendall zu einer flotten Beatmusik einen wilden Tanz aufführt, ist ohne Zweifel DAS Highlight der „Kommissar X“-Serie. Harris eigenwilliger Tanzstil ist mindestens 10 von 10 Punkten wert. Das kann man nicht beschreiben, das muss man gesehen haben. Tony Kendall macht in dieser Szene zwar auch eine gute Figur, aber gegen einen Harris außer Rand und Band kommt er einfach nicht an.

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Gegenüber dem Vorgängerfilm „Drei gelbe Katzen“ hat Parolini das Tempo wieder deutlich angezogen. Der Dialog wird auf einem Minimum gehalten und dafür fast jede Szene mit ordentlicher Action gewürzt. Zeit zum Luftholen bleibt da kaum. Zudem wurde mit dem geheimen Stützpunkt der Drachenbande endlich wieder ein stimmungsvolles Ausstattungsstück gebaut. Überhaupt zeugt das Produktionsdesign – sei es im Versteck der Bande oder im Labor des Professors – von viel Liebe und Phantasie. Garniert wird das Ganze mit einem flotten Soundtrack vom Bosnier Mladen Gutesa, der bereits den ersten Film der Reihe musikalisch untermalte. Wie auch Zehetgruber hat sich auch Parolini eine kleine Rolle in den Film geschrieben. Hier, wie später auch in den „Drei blauen Panther“, spielt er recht elegant einen Helfer des Schurken.

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Es fällt auch auf, dass sich dieser Film wieder mehr von der James-Bond-Reihe inspirieren ließ. Insbesondere muss man hier an den drei Jahren vorher entstandenen „Liebesgrüße aus Moskau“ denken, aus dem nicht nur die Anfangssequenz – in der Walker mehr als einmal scheinbar fast das Zeitliche segnet -, sondern auch die Idee eines Anschlags im Zug entliehen wurde. Und wie der „Goldene Drache“ sich einer ineffektiven Handlangerin entledigt, hat man dort so ähnlich auch schon gesehen.

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Ein Highlight der „Kommissar X“-Reihe. Ein glänzend aufgelegter Brad Harris stiehlt Tony Kendall die Show und sorgt spätestens bei seiner innovativen Tanzeinlage für strahlende Gesichter. Das Tempo ist hoch und lässt keine Langweile aufkommen. Die exotische Kulisse und die Geschichte um die allgegenwärtige Drachenbande mit ihrem mysteriösen Anführer sorgen für echtes Eurospy-Feeling.

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Nachdem die DVD des zweiten Teils „Drei gelbe Katzen“ mit einigen spannenden Extras, wie dem Audiokommentar mit Brad Harris, aufwarten konnte, sieht es beim „Goldenen Drachen“ eher mau aus. Gerade mal zwei Trailer und etwas Werbematerial haben ihren Weg auf die Scheibe gefunden. Dafür liegt „In den Klauen des Goldenen Drachen“ nun erstmals in seiner kompletten Form vor. Für diese Veröffentlichung wurde der Film von Anolis aufwändig mit Hilfe des Originalnegativs, einer alten 35mm Kopie und der TV-Fassung, rekonstruiert, Dies führt ab und an zu deutlicher Qualitätsschwankung in Bild und Ton, dies ist aber zu verschmerzen. Zudem liegt wieder ein informatives Booklet von Jörg M. Jedner bei.

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