Originalfassungen in Bremen: 31.05.12 – 06.06.12

Von , 31. Mai 2012 16:38

Man glaubt es ja kaum, aber ich als großer Hitchcock-Fan habe bisher noch nie einen seiner Filme im Kino gesehen. Diese Schande kann endlich getilgt werden, da im City 46 sein Meisterwerk „Psycho“ läuft. Endlich kann ich mich selber davon überzeugen, ob Hitchcocks Filme ihre volle Wirkung tatsächlich nur im Kino entfalten. Ich bin schon sehr gespannt. Ebenfalls gespannt bin ich auf den zweiten „Schneewittchen“-Film der Saison. Der Trailer zu „Snow White & The Huntsman“ sieht zwar ziemlich nach (zu) viel CGI und „Herr der Ringe“ für Zwischendurch aus. Allerdings soll Frau Theron in diesem Film eine, in mehr als einer Hinsicht, sehr gute Figur machen. Mal schauen…

Snow White & The Huntsman – Cinemaxx, Do. 22:30, Fr.-So. und Di. 19:50 und Mo./Mi. 22:50 – Schneewittchen zum Zweiten. Nach der „Märchenfassung“ von Tarsem Singh mit Julia Roberts als böser Königin, kommt nun die finsterere Version ins Kino. Hier spielt Charlize Theron die Königin, Twilight-Liebchen Kristen Stewart das Schneewittchen und Beau Chris („Thor„) Hemsworth den Jäger. Der Trailer hat nicht mehr viel vom Märchen, sondern erinnert mehr an „Herr der Ringe„.

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Men in Black 3 – Cinemaxx, Sa. und So. jeweils um 23:00 – Der langerwartete dritte Teil des Erfolgs-Franchise mit Will Smith und Tommy Lee Jones. Regie führt wieder Barry Sonnenberg. Review.

Der Diktator – Cinemaxx, Fr. und Die. jeweils um 23:00 – Sacha Baron Cohen is back! Nach “Ali G.“, “Borat” und “Brüno” ist er diesmal “der Diktator”. Eine Mischung aus Saddam und Gaddafi.

Sag Salim – Unverletzt – CineStar Kristallpalast, Do., 31.05., 22:30 -Türkische Komödie um einen Mann mit panischer Angst vor dem Tod. Hat in der IMDb gerade mal 3.2/10 bekommen. Na ja…

Psycho – City 46, Fr./Sa. um 22:30, So. um 18.00 und Mi. 20:30 – Hitchcocks unsterblicher Klassiker auf der großen Leinwand. Und da die Originalfassung gezeigt wird, besteht vielleicht sogar die Chance, dieses Meisterwerk endlich mal ungeschnitten zu sehen. In allen anderen deutschen Fassungen (TV ausgenommen) ist dies nämlich leider nicht der Fall. Dazu auch hier: http://www.schnittberichte.com/ und hier: http://www.ofdb.de

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Süden – City 46, Fr./Sa./Di./Mi. um 18:00 und So./Mo. 20:30 – Argentinisches Drama von 1988. Im Jahre 1983, nach dem Ende der Militärdiktatur und fünf Jahren Gefangenschaft, will Floréal zu seiner Frau und seinem sechsjährigen Sohn zurückkehren. Doch aus Angst vor dem Wiedersehen wandert er durch die Nacht von Buenos Aires. Der Film gewann 1989 in Cannes sowohl den Preis für den besten Regisseur (Fernando E. Solanas) und als auch den Publikumspreis.

Article 12 – City 46, Fr. 20:30; Sa./So. 20:00 – Im zwölften Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte geht es um das Recht auf Privatheit, ohne dass kein anderes Recht existieren kann. Dieser britische Dokumentarfilm beschäftigt sich damit, wo dieses Recht verletzt wird.

Kinshasa Symphony – City 46, Do. und Mo. jeweils 18:00 – Sympathische Dokumentation über ein Amateur-Symphonie-Orchester im Armen-Viertel von Kinshasa, das sich zum Ziel gesetzt hat, Beethovens 9. Symphonie aufzuführen.

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo. 04.06. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 04.06. um 21:45

Rezension: “Men in Black III”

Von , 28. Mai 2012 11:49

Seit 14 Jahren sind die beiden „Men in Black“-Agenten J und K nun schon ein Team. Noch immer verteidigen sie die Erde vor „the worst scum of the universe“. Nun stehen sie vor ihrer bisher größten Herausforderung. Aus einem Hochsicherheitsgefängnis auf dem Mond ist Boris, die Bestie, einer der skrupellosesten und gemeingefährlichsten Verbrecher des Universums geflohen. Einst hatte Agent K Boris nicht nur einen Arm abgeschossen, sondern ihn auch lebenslänglich hinter Gitter gebracht. Nun sinnt Boris auf Rache. Er reist zurück ins Jahr 1969 um Agent K zu töten, bevor sich die Geschichte wiederholen kann. Scheinbar hat er damit Erfolg, denn plötzlich kann sich in der Gegenwart niemand außer Agent J mehr an K erinnern. Zudem steht eine Invasion von Boris‘ Heimatplaneten bevor, da durch Ks Tod in der Vergangenheit, ein lebenswichtiges Abwehrsystem nie installiert wurde. Für J gibt es nur eine Möglichkeit, die Welt zu retten: Er muss ebenfalls ins Jahr 1969 reisen, um seinen Partner und die Welt zu retten…

Das Kalkül hinter „Men in Black III„ ist ganz offensichtlich. Hauptdarsteller Will Smith hat seit seinen finanziell nicht überwältigenden Versuchen, sich als ernsthafter Schauspieler zu etablieren („Sieben Leben“) und dem ebenfalls mäßig erfolgreichen „Hancock“ eine vierjährige Pause eingelegt. Jetzt braucht er dringend einen schlagkräftigen Comeback-Film. Der einst sehr gefragte Regisseur Barry Sonnenfeld ist nach „Men in Black II“ und dem Flop „Die Chaoscamper“ beim Fernsehen gelandet und hat seit sechs Jahre keinen Kinofilm mehr gedreht. Zudem bietet es sich für das Studio an, aus einer potentiellen „3“ ein „3D“ zu machen und mit der neuen Technik groß abzukassieren. Die Zeichen stehen also auf schnellem, einfallslosem Cash-in. Ich bin hocherfreut, vermelden zu können, dass diese Sorgen ganz unberechtigt sind.

Seit dem zweiten Teil der „Men in Black“-Saga vor 10 Jahren scheint kein Tag vergangen zu sein. Sofort fühlt man sich in der „Men in Black“-Welt wieder heimisch. Allein dem stark gealterten Tommy Lee Jones sieht man deutlich an, dass seit seinem letzten Einsatz als Agent K einiges an Wasser die Weser hinabgeflossen ist. Will Smith aber scheint keinen Tag älter zu sein als beim Debüt der „Men in Black“ vor 15 Jahren. Er strahlt immer noch jugendlichen Überschwang aus und blickt mit großen, staunenden Augen in die, von undercover lebenden Aliens bevölkerte, Welt. Was sich allerdings etwas mit der Tatsache beißt, dass auch in der Filmhandlung 14 Jahre vergangen sind und Will Smiths Agent J mittlerweile zum Senior Agent aufgestiegen ist. Dass er sich nach all den Jahren immer noch über seinen knurrigen, bärbeißigen Partner wundert, scheint ebenfalls etwas seltsam. Aber wer Logik sucht, der ist hier eh fehl am Platze. Hier geht es um Spaß, um One-Liner und Will Smiths komisches Talent. Gute Laune vor Tiefsinn, Spaß vor Anspruch. Und das macht der Film dann auch sehr gut. Popcorn-Unterhaltung at it‘s best.

Wer die ersten beiden Teile mochte, der wird auch am dritten Teil sein Gefallen finden, denn er bietet mehr vom selben, aber ohne ein fader Abklatsch zu sein. Die Geschichte wird forterzählt und nicht einfach nur kopiert. Dabei fällt positiv auf, dass man sich auch verkniffen hat, diesen Teil mit noch mehr Action, noch mehr Aliens und noch mehr Schauwerten künstlich aufzuplustern. Im Gegenteil, es wird sich ganz auf die Stärken der Vorgängerfilme besonnen, statt den billigen Weg des noch größeren Spektakels zu suchen.

Dass Tommy Lee Jones wahrlich nicht mehr der Jüngste ist (der Mann ist 65) und ihm dementsprechend nicht mehr die Anstrengungen einer körperlich fordernden Action-Rolle zugemutet werden, wird mit einem eleganten Kniff des Drehbuchs kompensiert. Nach ca. 20 Minuten verschwindet der „alte“ K aus der Handlung und wird dank der Zeitreise-Thematik durch ein jüngeres Ich ersetzt. Dieses wird von dem hochtalentierten Josh Brolin gespielt, der bereits in „No Country For Old Men“ bewiesen hat, dass er zur ersten Garde der Charakter-Darsteller gehört, die zwar immer durch eine starke Präsenz auffallen, aber es (noch?) nicht in die erste Reihe der Stars geschafft haben. Auch in dieser Hinsicht ähnelt Brolin dem jungen Tommy Lee Jones, der ja bereits in jüngeren Jahren eine Reputation als charismatischer Charakterkopf hatte, aber erst mit „Auf der Flucht“, 1993, im Alter von 47 Jahren den Durchbruch in die A-Klasse schaffte. Josh Brolin gibt den jungen K (der übrigens laut Drehbuch 15 Jahre jünger als sein Darsteller ist, was auf charmant-witzige Weise auch thematisiert wird) nicht als 1:1-Kopie der älteren Tommy-Lee-Jones-Charakter, sondern gibt ihm eine ganz eigene Persönlichkeit, die sich harmonisch ins Gesamtbild einpasst.

„MiB III“ ist nicht mit ganz so vielen Aliens wie Teil 2 bevölkert, aber man kann hier durchaus von Klasse statt Masse sprechen. Die Aliens sind so fantasie- und liebevoll gestaltet, dass man ganz vergisst, dass sie zum größten Teil aus dem Computer stammen. Etwas schade ist es, dass aus dem Setting des Jahres 1969 nicht wirklich viel gemacht wird. Die Handlung könnte ebenso gut in jedem beliebigen anderen Jahrzehnt oder auch nur ein paar Tage in der Vergangenheit spielen. Zwar werden einige Scherze über die 1969 noch vorhandene Rassendiskriminierung gemacht (allerdings sehr dezent und ohne wirklichen Biss), und es gibt eine nette Szene in Warhols Factory, aber dies ist recht beliebig und nicht speziell `69. Auch wirkt die Szene, in der J und K auf futuristischen Flugrädern durch die Stadt jagen, etwas übertrieben. Dass die beiden damit nicht auffallen, kann man nun wirklich nicht glauben. Wie man überhaupt sagen muss, dass eigentlich die gesamte Weltbevölkerung des Jahres 1969 hätte „geblitzdingst“ werden müssen, um die Spuren der Men in Black zu verwischen. Hier erfordert der Film schon eine ganze Menge wohlwollende Gutmütigkeit vom Zuschauer. Auch ist leider der große dramatische Paukenschlag im Finale, der den ganzen Film über als tragischer Wendepunkt im Leben Ks aufgebaut wird, am Ende dann doch enttäuschend unspektakulär und vor allem vollkommen unwichtig. Aber egal, diese kleinen Schwächen verzeiht man dieser rasant-witzigen, anspruchslosen, aber nicht dummen Zerstreuung gern. Und man freut sich schon jetzt auf einen weiteren Einsatz der coolen Männer in den schwarzen Anzügen.

Die 3D-Umsetzung im IMAX ist mal wieder technisch makellos und ansprechend. Die dreidimensionalen Effekte werden dabei effizient und zum Teil wahrlich spektakulär eingebaut. Der Besuch der 3D-Fassung lohnt sich also durchaus. Lediglich zu Anfang gibt es einige Minuten, die seltsam unscharf wirken, aber dies kann möglicherweise der Projektion an meinem Besuchstag geschuldet sein.

DVD-Rezension: “Die „Oberhausener“ – Provokation der Wirklichkeit“

Von , 25. Mai 2012 09:57

Wer sich für den deutschen Film interessiert, dem ist das „Oberhausener Manifest“ sicherlich ein Begriff. Und wer auch nur am Rande an Filmgeschichte interessiert ist, der kennt bestimmt den Slogan „Papas Kino ist tot“ und verbindet mit ihm vor allem den Niedergang des Deutschen Unterhaltungsfilms Ende der 60er, gibt möglicherweise sogar den sogenannten „Oberhausenern“ die Schuld daran. Doch was die Ziele und Wünsche, der Unterzeichner wirklich waren, das weiß fast niemand mehr.

26 junge Filmemacher, vor allem Regisseure aus München, präsentierten auf den 8. Oberhauser Kurzfilmtagen 1962 eine Erklärung, dessen Ziel die Erneuerung der damals westdeutschen Filmproduktion war und den Anspruch formulierte, einen neuen deutschen Spielfilm zu schaffen.

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26. Mai im City 46: Ein fast vergessener Klassiker bei “Stummfilm plus zwei”

Von , 24. Mai 2012 14:59

Beim nächsten „Stummfilm plus zwei“ am kommenden Samstag, den 26.Mai um 20:30 Uhr, wird dem geneigten Zuschauer ein ganz besonderes Schätzchen präsentiert. Der heute leider sehr rare „Geheimnisse einer Seele“ von G.W. Pabst. Pabst ist, neben Lang und Murnau, einer der drei Giganten des Deutschen Stummfilms. Während Fritz Lang noch heute, dank „Metropolis“, in aller Munde ist (obwohl sein Mega-Epos „Die Nibelungen“ hier noch immer einer DVD-Veröffentlichung harrt), konnte sich sein Kollege F.W. Murnau zumindest mit seinem „Nosferatu“ im kollektiven Gedächtnis verankern. Aber auch bei ihm gilt, dass viele seine wichtigen Werke (wie z.B. „Faust„) nur als Import auf DVD erhältlich sind. Bei Pabst nun sieht es noch trauriger aus. Zwar liegt sein wegweisender „Die freudlose Gasse“ in einer exzellenten Ausgabe innerhalb der „Edition Filmmuseum“ vor, aber seine berühmtesten Werke, „Die Büchse der Pandora“ und „Tagebuch einer Verlorenen“, beide mit der göttlichen Louise Brooks, sind bislang nur im Ausland veröffentlicht worden. Auch „Geheimnisse einer Seele“ wurde bisher nur in den USA auf DVD veröffentlicht. In Deutschland lief er vor vier Jahren einmal im Montagnachtprogramm von Arte. Umso schöner, dieses Werk nun auf der großen Leinwand sehen zu können.

Der Chemiker Martin Fellmann erfährt, dass der attraktive Cousin seiner Frau nach langer Zeit aus Indien zurückkehrt. Seither erlebt er bizarre Albträume, in denen er z. B. versucht, seine Frau mit einem Dolch zu erstechen. Um dem immer stärkeren Drang, sie wirklich zu töten, nicht nachzugeben, entwickelt er eine Messer-Phobie. Sein innerer Konflikt wird von verschiedenen Ereignissen noch verstärkt, bis er voller Schrecken aus seinem Haus flieht und den Psychiater Dr. Orth konsultiert, der bereit ist, ihn psychotherapeutisch zu behandeln…

Psychoanalyse war in der Entstehungszeit des Filmes groß in Mode. Man darf auch nicht vergessen, dass Sigmund Freud zu dieser Zeit seine wichtigsten Werke, wie „Das Ich und das Es“ (1923), schrieb und seine Theorien die Menschen faszinierten. Zwar wurde schon vorher im Film die Psyche des Menschen thematisiert, aber mehr im Nachbau von Innenwelten im Expressionismus („Das Cabinett des Dr. Caligari“). Hier nun stand die Methode der Psychoanalyse erstmals selbst im Mittelpunkt (diese Faszination sollte in den 50er und 60er mit Filmen wie Hitchcocks „Ich kämpfe um Dich“ oder John Hustons „Freud“ ein kleines Revival erfahren). Freud selber war vom Medium Film übrigens wenig angetan. Zwar wurde er gefragt, ob er nicht als Berater bei „Geheimnisse einer Seele“ fungieren wolle, er lehnte aber ab, da er die Abstraktionen der Psychoanalyse als im Film für nicht darstellbar charakterisierte. Seine Schüler Karl Abraham (geboren in Bremen!) und Hanns Sachs übernahmen dann diese Aufgabe.

Der Initiator und Gastgeber der Reihe „Stummfilm plus zwei“, Pianist Ezzat Nashashibi, begrüßt diesmal den Kontrabassisten Johannes W. Schäfer als musikalischen Partner. Johannes W. Schäfer lebt als selbständiger Musiker und Komponist in Bremen. Er gelangte über Geige und Gitarre zum Kontrabass. Als Bassist ist er in mehreren Orchestern und Jazz-Formationen in der Region Bremen/Oldenburg beschäftigt, u.a. in der Drei-Groschen-Oper am Bremer Theater, sowie in den Jazztrios JoGA und Passing Time. Er komponierte bereits Kammermusik, Orchestermusik, Jazz, Elektroakustische Musik, zwei Musicals und ein Oratorium für Kinderchor und Ensemble. Seine Kompositionen werden von internationalen Interpreten im In- und Ausland aufgeführt.

Der Stummfilmabend findet wie immer im City 46 statt. Es empfiehlt sich, sich rechtzeitig um Karten zu kümmern, da die „Stummfilme plus zwei“ immer gut besucht sind.

Rezension: “Dark Shadows”

Von , 23. Mai 2012 15:26

Als der reiche und mächtige Barnabas Collins 1770 das Herz der Hexe Angelique bricht, rächt sie sich fürchterlich an ihm. Erst tötet sie seine große Liebe, dann verwandelt sie ihn in einen Vampir und sorgt dafür, dass er für 200 Jahre lebendig begraben wird.
1972 wird Barnabas durch einen Zufall befreit. Doch die Welt ist eine andere als zu seinen „Lebzeiten“. Hippies, Discomusik und merkwürdige Fahrzeuge verstören den aristokratischen Vampir zutiefst. Auch um seinen Besitz und letzte Nachfahren ist es schlecht bestellt. Barnabas beschließt, das alte Ansehen der Familie wieder herzustellen und muss dabei feststellen, dass seine alte Erzfeindin Angelique ebenfalls noch sehr a(ttra)ktiv ist…

Dark Shadows„, der neue Film von Tim Burton, beruht auf einer amerikanischen TV-Serie, die ursprünglich von 1967 bis 1971 lief. Hierzulande ist sie mangels TV-Ausstrahlung (immerhin schaffte es ein auf der Serie basierender Spielfilm von 1970, unter dem Titel „Das Schloß der Vampire„, nach Deutschland) so gut wie unbekannt. Nur wer sich für amerikanische Pop-Kultur interessiert (oder einige frühe Stephen-King-Romane gelesen hat, wo sie ab und zu erwähnt wurde) hat schon mal von Barnabas Collins und seiner Sippe gehört.

Die von Dan Curtis erfundene TV-Serie „Dark Shadows“ war so eine Art „Dallas mit Vampiren und Geistern“. Ebenso wie sein Lieblingsschauspieler Johnny Depp, gehört auch Tim Burton zu den Fans der Serie. Da lag es auf der Hand, dass sich beide zusammentaten – nun bereits zum achten Mal – und einen Spielfilm basierend auf der geliebten Serie konzipierten (Depp ist nicht nur Hauptdarsteller, sondern auch Produzent). Auch der alten Besetzung der Serie wurde Ehre erwiesen, und sie darf bei der großen Ball-Szene durchs Bild huschen. Schräge Charaktere, eine fantastisch-absurde Geschichte und Referenzen an die Gruselfilme der 60er Jahre. So gesehen der perfekte Stoff für einen Tim-Burton-Film.

Herausgekommen ist aber nicht mehr, wenn auch nicht weniger, als nette Sonntagnachmittag-Unterhaltung. Vom speziellen „Burton-Flair“ keine Spur. Statt handgemachter Effekte platzt der Film nur so vor aufwändiger CGI. Das sieht (meistens) zwar perfekt aus, lässt aber komplett den Charme alter Burton-Filme vermissen. Auch eine seine stärksten Waffen, die skurrilen Nebenfiguren, bleiben blass. Was insbesondere im Falle seiner Ehefrau und Muse, der großartigen Helena Bonham-Carter, wirklich tragisch ist. Aber auch Chloë Grace Moretz, die in „Hugo Cabret“ noch zu begeistern wusste, wirkt hier unsympathisch und überflüssig. Auch mit dem missverstanden Jungen David (ein typischer Tim-Burton-Charakter mit großem Potential zum Alter-Ego des Regisseurs) weiß Burton überhaupt nichts anzufangen.

Merkwürdigerweise kann auch Eva Green als böse Hexe nicht wirklich Präsenz entfalten. Trotz aufreizender Kleidung und der nachgewiesenen Schönheit von Eva Green, bleibt ihre Angelique merkwürdig plastikhaft und unerotisch. Mag es an der deplaziert wirkenden blonden Perücke liegen? Oder an dem diffusen Weichzeichner, mit dem der Film aufgenommen wurde? Letzterer soll vielleicht eine Hommage an die Horrorfilme der frühen 70er (also der Zeit, in der Dark Shadows spielt) darstellen – hat aber auf jeden Fall den netten Nebeneffekt, dass der gealterten Michelle Pfeiffer stark geschmeichelt wird. Allerdings wirken die Figuren dadurch auch konturlos. Überhaupt fehlt dem Film jede Erotik, obwohl es an erotisch gemeinten Szenen keinen Mangel gibt. Am eklatantesten wird dieser Mangel in der „Sex-Kampf-Szene“ zwischen Barnabas und Angelique, die man nur als missglückt bezeichnen kann, da sie verkrampft spaßig und zudem schlecht geschnitten ist.

So bleibt es Johnny Depp überlassen, dem Film Leben einzuhauchen. Und dies tut er mit sichtlich großer Freude. Leider wird „Dark Shadows“ dadurch zu einer reinen „One-Man-Show“, denn neben dem strahlendem Hauptdarsteller bleibt alles andere blass und verschwommen. Allerdings macht es auch großen Spaß, Depp dabei zuzuschauen, wie er mit seiner altertümlichen Sprache und seinen steifen Manieren immer wieder für Irritationen sorgt und trotz aller Mühen so gar nicht ins Jahr 1972 passt. Der groovende 70er-Soundtrack, nebst Gastauftritt von Alice Cooper (“ …ugliest woman I’ve ever seen“), macht Laune. Man kann auch nicht behaupten, dass „Dark Shadows“ vollkommen misslungen wäre. Er plätschert eben harmlos-nett vor sich hin. Das ist für einen Tim-Burton-Film dann aber doch etwas wenig.

Originalfassungen in Bremen: 24.05.12 – 30.05.12

Von , 23. Mai 2012 14:36

Manchmal stellt man sich aber auch dösig an. Da habe ich mich die ganze Woche auf „Dark Shadows“ im O-Ton gefreut, und dann vergesse ich an der Kasse vor lauter Überschwang den kleinen Zusatz „Originalfassung“. Und da wundere ich mich dann, weshalb die Collins-Sippe plötzlich Deutsch spricht. Dumm gelaufen…

Besser laufen die Ankündigen der Originalfassungen für diese Woche. Da ist doch wieder eine Menge guter Stoff im Angebot. Meine Tipp der Woche: „Amer“, den wir eigentlich für unsere „Weird Xperience“-Reihe (da geht’s übrigens am Freitag weiter) eingeplant hatten. Aber jetzt sind die netten Herren vom City 46 uns doch glatt zuvor gekommen 🙂

Men in Black 3 (3D) – Cinemaxx, Fr. um 23:00 und Sa.-Mi. immer 19:50 – Der langerwartete dritte Teil des Erfolgs-Franchise mit Will Smith und Tommy Lee Jones. Regie führt wieder Barry Sonnenberg. Gucke ich heute abend und die Review folgt dann die Tage.

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Dark Shadows – Cinemaxx, Mo./Die. 22:40 – Der neue Spielfilm von Tim Burton, basierend auf einer populären und langlebigen  TV-Serie aus den 60ern über einen Vampir und seine reiche Familie. Besprechung kommt heute noch.

Der Diktator – Cinemaxx, Do./Sa./So. 22:40 –  Sacha Baron Cohen is back! Nach “Ali G.“, “Borat” und “Brüno” ist er diesmal “der Diktator”. Eine Mischung aus Saddam und Gaddafi.

The Avengers – Cinemaxx, Fr. 23:00 und Di. 20:00 – Marvel-Comic-Verfilmung der Superlative. Großes Popcorn-Kino für Jungs, die im Herzen noch Kind geblieben sind. Und das meine ich absolut positiv. Krawumm und Rock’n’Roll. Rezension hier.

Sag Salim – Unverletzt – CineStar, Do.-Mi. 21:50, Do.-So. auch 23:20 – Türkische Komödie um einen Mann mit panischer Angst vor dem Tod. Hat in der IMDb gerade mal 3.2/10 bekommen. Na ja…

Amer – Die dunkle Seite deiner Träume – City 46, Do./Sa./So. 20:00 und Mo./Die. 20:30 – Zu diesem Film gibt es im Netz nur zwei Meinungen. Entweder die Leute lieben diese Hommage an den italienischen Giallo, der zum Teil ganze Szenen (und den Soundtrack) aus italienischen Genre-Filmen übernimmt, heiß und innig… oder sie finden ihn total daneben. Dazwischen gibt es nichts, was das Ganze auch sehr interessant macht. Ich freue mich auf jeden Fall und bin sehr gespannt, da ich den Film bisher noch nicht gesehen habe.

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Howl – City 46, Do./Sa./So. um 18:00 und Mo.-Mi. 20:00 – Experimenteller Hollywoodfilm (!), der einerseits versucht das berühmte, 1955 entstandene Gedicht von Allen Ginsberg in Bilder umzusetzen und andererseits dessen Entstehungsgeschichte und den nachfolgenden Skandal und das Verbot nachzuzeichnen.

Kinshasa Symphony – City 46, Mi. 30.5., 20:30 – Sympathische Dokumentation über ein Amateur-Symphonie-Orchester im Armen-Viertel von Kinshasa, dass sich zum Ziel gesetzt hat, Beethovens 9. Symphonie aufzuführen.

The Neon Bible – City 46, Fr./Mo./Die. um 18:00, So. um 20:30 – In der Reihe von Filmen, die von Bildern des Malers Edward Hopper inspiriert wurden, wird dieser 1995 von Terence Davies gedrehte Spielfilm gezeigt, in dem es um den 10-jährigen David geht, der in den 40er Jahren in einer konservativen Kleinstaat im amerikanischen Süden aufwächst.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 28.05., 21:45

Französische Sneak Preview, Mi., 30.05. um 18:00 Uhr in der Gondel und um 21:00 Uhr im Atlantis

DVD-Rezension: “Zeder”

Von , 17. Mai 2012 17:32

Stefano ist ein junger Schriftsteller, der von seiner Frau Alessandra zum Geburtstag eine gebrauchte, elektronische Schreibmaschine geschenkt bekommt. Beim ersten Schreibversuch streikt das gute Stück und Stefano entdeckt auf dem Farbband Texte des Vorbesitzers. Darin geht es um die, von einem Paolo Zeder in den 50er Jahren entdeckten, „K-Zonen“, in denen die Grenze zu zwischen Leben und Tod eingerissen werden soll. Neugierig, und auf eine gute Geschichte für sein nächstes Buch spekulierend, fängt Stefano an zu recherchieren. Auf der Suche nach einer der geheimnisvollen „K-Zonen“ gerät er ins Visier einer mächtigen Gruppe, die sich ebenfalls sehr für die „K-Zonen“ interessiert. Unwissentlich bringt Stefano dabei nicht nur sich in tödliche Gefahr…

Am Ende des letzten großen italienischen Horrorfilm-Zyklus, der mit „Woodoo – Schreckensinsel der Zombies“ begann, drehte Pupi Avati 1983 seinen Film „Zeder“. Obwohl dieser oftmals als Zombie-Film vermarktet wurde (z.B. in den USA unter dem Titel „Revenge of the Dead“), hat er doch nichts mit den Gedärme mampfenden Untoten zu tun, die sonst durch italienische Splatter-Kracher wanken. Im Grunde hat er mehr mit der mysteriösen, aber immer wieder faszinierenden Mischung aus Wissenschaft und dem Phantastischen zu tun, wie man sie aus den britischen Quartermass-Filmen kennt. Nur, dass hier kein Mann der Wissenschaft, sondern ein unwissender Schriftsteller in die unheimliche Handlung hineingezogen wird. Die Wissenschaftler, die das Übernatürliche für sich nutzen wollen und durch Unwissenheit eine gefährliche Macht in die Welt entlassen, tauchen nur am Rande auf. Somit kann man den Film fast schon als übernatürliche Detektiv-Geschichte bezeichnen, in der der Held Indiz für Indiz sammeln muss, um am Ende das große Rätsel zu enthüllen. Gleichzeitig weist der Film aufgrund der scheinbar allmächtigen und allgegenwärtigen Geheimorganisation, die im Hintergrund die Fäden zieht, auch Einflüsse des amerikanischen Paranoia-Kinos der 70er Jahre auf.

Die Grundidee der Geschichte, und insbesondere der bitter-süße finale Twist, scheinen zunächst aus Stephen Kings bekanntem Roman „Friedhof der Kuscheltiere“ übernommen worden zu sein. Allerdings kann man den Italienern hier ausnahmsweise nicht vorwerfen, ein bekanntes Werk plagiiert zu haben. Der Film „Zeder“ und das Buch „Friedhof der Kuscheltiere“ entstanden fast zeitgleich. Tatsächlich wurde Kings Roman fast auf den Tag genau, drei Monate nach der Premiere von „Zeder“ veröffentlicht. Hier scheint also tatsächlich der seltene Fall eingetreten zu sein, dass zwei kreative Menschen zeitgleich dieselbe Idee hatten.

Pupi Avati verzichtet in seinem Film weitgehend auf drastische Effekte. Morde geschehen zumeist im Off oder man sieht nur die Folgen der blutigen Tat. Statt also in Blut zu waten, beschränkt sich Avati in erster Linie auf Erschaffung einer unheimlich-bedrohlichen Stimmung. Dabei hilft ihm die Auswahl seiner Schauplätze. Zunächst der schier endlose Keller unter einer Villa in den 50er Jahren, später dann das verfallene Skelett eines nie fertiggestellten Hotels, welches sich bedrohlich vor der Dämmerung aufbaut. Gerade letzteres bleibt lange im Gedächtnis kleben. Über weite Strecken wirkt der Film wie ein abgefilmter Albtraum.

Leider hat Avati keine adäquaten Schauspieler zur Hand, die ihm helfen, den Film noch intensiver zu machen. Insbesondere die hölzerne Leistung des irgendwie unsympathisch erscheinenden Protagonisten Stefano, gespielt von Gabriele Lavia, vereitelt, dass man wirklich tief in den Film hinein gezogen wird. Auch die Nebendarsteller bleiben blass oder liefern, wie Enrico Ardizzone in seiner Sterbeszene, Schmierentheater ab, welches nicht zu der Ernsthaftigkeit der Handlung passen will. Eine Ausnahme stellt Aldo Sassi dar, der den gefallenen Priester Luigi Costa spielt. Hier zeigt sich mal wieder, dass weniger mehr ist. Ohne Dialog, mit sparsamem Make-Up (welches in erster Linie aus weißem Puder und fehlendem Zahnersatz besteht) kreiert er eine unglaublich unheimliche Präsenz.

Ebenfalls sehr irritierend ist der Schnitt des Filmes. Dieser erscheint amateurhaft abgehackt und unrhythmisch. Es wirkt ständig so, als ob einzelne Szenen vorne und hinten willkürlich abgeschnitten worden wären. Da Avati sich aber spätestens mit seinem großartigen Werk „Das Haus der lachenden Fenster“ von 1976 als ein hochtalentierter Regisseur bewiesen hat, könnte dieses scheinbare Manko durchaus Kalkül sein. Denn so wird der Zuschauer oftmals überrumpelt und fühlt sich ähnlich orientierungslos wie die Protagonisten.

Die Musik zu diesem Film stammt vom großen Riz Ortolani, der für den traumhaften Score zu „Cannibal Holocaust“ verantwortlich ist. Seine Musik zu „Zeder“ gehört nicht zu seinen Highlights, insbesondere da der Synthie-Score zwar bestens in die Erstehungszeit des Filmes passt, heute aber hoffnungslos veraltet klingt. Trotzdem besticht er durch einprägsame Motive.

Die DVD wurde von CMV Laservision als kleine Hartbox veröffentlicht und kommt mit einem guten, dem Alter des Films entsprechenden, Bild daher. Erfreulicherweise wurde nicht versucht, das Bild digital zu verschlimmbessern, so dass ein authentisches, leicht körniges 80er Jahre Gefühl rüberkommt.  Bei den Sprachen kann man zwischen Deutsch, Englisch und Italienisch (mit optionalen deutschen Untertiteln) wählen. Hier empfiehlt sich eindeutig die italienische Tonspur, denn die deutsche Synchronisation stellt unteres Mittelmaß da und wirkt zum Teil holprig und steif, was das hölzerne Spiel einiger Darsteller noch potenziert. Ein wunderbares Extra stellt die Bild-Dokumentation „Auf den Spuren der Zone K“ dar. Hier haben sich die Macher persönlich auf den Weg zu dem Drehort der unheimlichen Finales des Filmes gemacht, der Colonia Provincia Varese in Milano-Marittima. Das gespenstische Beton-Skelett wird mit Info-Tafeln, Fotos und Videoaufnahmen von 2011 ausführlich vorgestellt. Abgerundet wird die gelungene DVD von einem sehr straighten und hochinformativen Audio-Kommentar von Christian Keßler und Trailern zu „Zeder“, sowie Pupi Avatis Meisterwerk „Das Haus der lachenden Fenster“.

Originalfassungen in Bremen: 17.05.12 – 23.05.12

Von , 17. Mai 2012 14:46

Schön, wenn sich manchmal Wünsche postwendend erfüllen. Letzte Woche habe ich noch gehofft, dass Tim Burtons neuer Film „Dark Shadows“ irgendwann im Original läuft. Diese Woche ist es schon so weit. Ansonsten gibt es nicht viel Neues. Außer, dass der Kristall-Palast auch mal wieder einen Film im O-Ton zeigt.

Dark Shadows – Cinemaxx, Do.-Mi. immer um 19:45 – Der neue Spielfilm von Tim Burton, basierend auf einer populären und langlebigen  TV-Serie aus den 60ern über einen Vampir und seine reiche Familie. Die Hauptrolle spielt – wie mittlerweile Standard bei Burton – Johnny Depp. Aber auch die restliche Besatzung kann sich sehen lassen und der Trailer verspricht eine Menge schrägen Spaß. Ich freue mich.

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The Avengers – Cinemaxx, So., 20.5,. um 19:45 – Marvel-Comic-Verfilmung der Superlative. Großes Popcorn-Kino für Jungs, die im Herzen noch Kind geblieben sind. Und das meine ich absolut positiv. Krawumm und Rock’n’Roll. Rezension hier.

Longhorns – Cinemaxx, Fr. 18.5. um 20:00 – Schwuler Film innerhalb der Gay-Filmnacht-Reihe des Cinemaxx.  Anfang der 80er Jahre bringt ein offen schwuler Kommilitone eine Gruppe typisch männlicher, texanischer Studenten durcheinander.

Bu son olsun – Das letzte Mal –Cinemaxx, Fr. 20:20 und So. 17:40 -Türkische Komödie um drei Obdachlose, die bei der Ausgangssperre nach dem dritten Militärputsch nicht wissen wohin.

Der Diktator – Cinemaxx, Do./Sa.-Di-Mi. um 20:45, Fr./Mo. Um 23:00 & CineStar Kristallpalast, Do.-Sa. 14:15, 16:30, 18:40 und 20:50, sowie Fr./Sa. auch um 23:00 – Sacha Baron Cohen is back! Nach “Ali G.“, “Borat” und “Brüno” ist er diesmal “der Diktator”. Eine Mischung aus Saddam und Gaddafi.

Galerianki (Shopping Girls) – City 46, Do./Fr. 20:30 und Sa./So. 18:00 – Polnischer Film über eine Gruppe junger Mädchen, die sich in Shopping Malls für sexuelle Gefälligkeiten von älteren Männern teure Geschenke kaufen lassen. Lief vor zwei Jahren schon mal innerhalb des Festivals „Filmland Polen“ (was ist damit eigentlich passiert?), und dort hatte ich bereits eine Besprechung des Films geschrieben.

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo. 21.05. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 21.05. um 21:45

Das Koreanische Filmarchiv stellt seine Klassiker kostenlos online

Von , 14. Mai 2012 17:48

Wer sich für globales Kino interesiert, weiß sicherlich, dass Südkorea seit nun schon vielen Jahren hier seinen festen Platz hat. Regisseure wie Ki-duk Kim, Chan-wook Park oder Joon-ho Bong haben in den letzten beiden Jahrzehnten die internationale Filmszene ziemlich aufgemischt.

Aber auch vor dem großen internationalen Durchbruch in den 90ern, gab es schon ein vielfältiges und anspruchsvolles Koreanisches Kino. Dieses kann man nun selber entdecken, denn das Koreanische Filmarchiv hat auf YouTube 70 koreanische Filmklassiker in voller Länge online gestellt. Für alle Filme sind englische Untertitel verfügbar.

Als besonders empfehlenswert gelten „Madame Freedom„, „Flower in Hell“ (1950er) und „The Coachman“ sowie „Barefooted Young“ (1960er).

YouTube Preview Image

Allerdings muss man sich zum Ansehen der Filme ein YouTube- oder Google-Konto einrichten.

Alle Filme hier: http://www.youtube.com/koreanfilm

Viel Spaß!

Cinema Ostertor: Mitgründer Gert Settje gestorben

Von , 14. Mai 2012 17:28

Bereits vor einer Woche verstarb im Alter von 81 Jahren Gert Settje, der Mitgründer des Cinema Ostertor.

Gert Settje hat das Cinema am 7. November 1969 zusammen mit Lore Bertuleit, Hero Burmeister, Manfred Lohrengel, Robert Franke, Konrad Huchting und Jürgen Behrends gegründet. Neben dem Cinema war er in den 60er Jahren auch Geschäftsführer der legendären „Lila Eule“. Dort zeigte er zusammen mit Olaf Dinné auch Filme, was quasi die Keimzelle des Cinemas darstellte.

1973  gründete Gert Settje mit Reinhold Garske das Bremer Kommunalkino, das bis zu seinem Umzug nach Walle 1993 (ab da „Kino 46“, heute „City 46“)  im Cinema beheimatet war.

Heute führen seine Kinder Andrea und Thomas Settje, das Kino als Familienbetrieb weiter.

http://www.radiobremen.de/fernsehen/buten_un_binnen/video36896-popup.html

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