Bericht vom 18. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 1

Ich sag es ja immer wieder und werde nicht müde es zu wiederholen: Das Internationale Filmfest Oldenburg ist für Bremer Filmfreunde eine Reise wert. Auch in diesem Jahr waren viele interessante Filme am Start, die in einer angenehmen und freundlichen Atmosphäre gezeigt wurden. Zudem muss man auch einmal herausstellen, dass man als Zuschauer selten so oft  die Chance hat, den Machern der Filme so nah zu kommen. In fast jeder der von mir besuchten Vorstellungen, war der Regisseur anwesend und stand nach dem Film für eine ausführliche Frage- und Antwort-Runde zur Verfügung.

Wie immer reiste ich erst am vorletzten Tag an. Mein Vorhaben am Samstag gleich vier Filme zu schauen, zerschlug sich recht schnell, da ich es einfach nicht früh genug aus dem Bett geschafft hatte. Schade, denn den dänischen Beitrag „Clown“ hätte ich eigentlich gerne gesehen. Schon zwei Wochen vor dem Filmfest hatte ich mich intensiv mit dem diesjährigen Programm beschäftigt und mir einen „Guck-Plan“ zusammengestellt. Nur bei der 17:30 Vorstellung am Samstag war ich noch unschlüssig. Den amerikanischen „Pig“ oder doch lieber der französische „The Orphan Girl Without An Arm„? Als ich so an der Kinokasse stand und mich partout nicht entscheiden konnte, flüsterte mir die sehr nette junge Kassiererin zu, dass eben eine ganze Gruppe ihre Karten für „Pig“ umgetauscht hätten, da ihnen von dem Film abgeraten worden wäre. Dankbar für diese freundliche Entscheidungshilfe ließ ich mir dann eine Karte für den Franzosen geben. Das europäische Kino steht meinem Herzen ja auch näher als das amerikanische.

The Orphan Girl Without An Arm“ lief im kleinen Raum des Oldenburger Kommunalkinos „cine K“. Der schwarz-weiße Film handelt von einer jungen Frau, die einst als kleines Kind bei einem Autounfall ihre Eltern und den linken Arm verloren hat. Seitdem lebt sie in einem von Nonnen geführten Waisenhaus.
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Originalfassungen in Bremen: 23.09.- 28.09.11

Auf das Festival „Cinema! Italia!“ habe ich ja gestern schon hingewiesen. Daher werde ich die dort laufenden italienischen Filme mit deutschen Untertiteln hier nicht noch einmal separat aufführen.

Somit bleibt die Liste wieder sehr kurz.

Attack The Block – Cinemaxx, Do.-Mi. 16:30, Fr. auch um 23:00 Uhr und So. um 21:00 Uhr – Britische SF-Komödie um ein paar Ghetto-Kids, die sich gegen eine Alien-Invasion zur Wehr setzten.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=cD0gm7dHKKc[/youtube]

El Bulli – Cooking in Progress – Schauburg, Do.-Fr. 15:15 Uhr – Dokumetnation über den katalanischen Koch Ferran Adrià und sein Restaurant El Bulli, angeblich das beste Lokal der Welt.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 26.09., 21:45

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22.-28.09. in Schauburg und Atlantis: „Cinema! Italia!“

Morgen beginnt in der Schauburg und dem Atlantis wieder die jährliche Festival-Tournée des italienischen Films „Cinema! Italia!„. Noch bis zum 28. September werden dabei nun schon zum 14. Mal neue Kinofilme aus Bella Italia gezeigt. Alle Filme laufen auf Italienisch mit deutschen Untertiteln.

Die Filme:

Happy Family – Verfilmung eines bekannten Theaterstücks von Pirandello. Ein Autor versucht eine Drehbuch über zwei chaotische Mailänder Familien schreiben. Leider verselbständigen sich die Figuren und der Autor wird schließlich in sein eigenes Drehbuch hineingezogen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Ds1a9w13grw[/youtube]

Immaturi – Komödie um sechs ehemalige Freunde in den End-Dreissigern, die plötzlich noch einmal gemeinsam die Schulbank drücken müssen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kMYtJ5v5Q6o[/youtube]

Into Paradiso – Noch eine Komödie. Diesmal aus Neapel. Drei erfolgreiche Männer müssen plötzlich in einer Hütte in einem neapolitanischen Migrantenviertel zusammenleben müssen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=t03pBvDqCbE[/youtube]

La prima cosa bella – Der italienische Oscar-Kanditat für 2011. Als Kind war Bruno seine sexy Mutter peinlich. Als Erwachsener erfährt er, dass sie an Krebs leidet und besucht sie das erste Mal seit vielen Jahren wieder. Mit Stefania Sandrelli (u.a. Tinto Brass‘ „La chiave„)

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Lo spazio bianco – Drama um eine unabhängige Frau um die 40, die nach einem One-Night-Stand ungewollt schwanger wird und sechs Monate eine Frühgeburt erleidet. Das Kind kommt in den Brutkasten und für die Mutter beginnt die qualvolle Zeit des Wartens. Hauptdarstellerin Margherita Buy erhielt für ihre Leistung beim Festival von Venedig den Preis als beste Darstellerin.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=mRZf2AhIFFE[/youtube]

L´uomo che verra – Drama um ein Mädchen, die während des zweiten Weltkriegs bei einer Bauernfamilie aufwächst. Kurz vor Kriegsende kommt eine SS-Einheit in die Region, um einen Vergeltungsschlag durchzuführen. Der Film wurde mit dem italienischen Filmpreis „David di Donatello“ als bester Film des Jahres 2010 ausgezeichnet

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=YEsFlxacD-U[/youtube]

Einen Timetable gibt es leider noch nicht. Am Besten direkt auf die Website der Bremer Filmkunst Theater nachschauen.

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Heute in Bremen: Kameramann-Legende Michael Ballhaus

Am heutigen Dienstag, den 20. September, um 19:00 Uhr, hält die Legende hinter der Kamera, der großartige Michael Ballhaus, in der Theatergalerie Bremen – im ersten Rangfoyer des Theater am Goetheplatz – einen Vortrag zum Thema „Fotografie – der Wandel vom analogen in das digitale Zeitalter“. Die Veranstaltung wird vom Internationalen Kulturforum Theater Bremen (IKTB) getragen und der Eintritt ist frei.

Michael Ballhaus wurde bekannt mit seiner Kameraarbeit für Rainer Werner Faßbinder in den 70er Jahren (von „Whity„, 1971, bis „Die Ehe der Maria Braun„, 1979). Anschließend zog es ihn in die USA, wo er ab „After Hours“ (1985) der Stammkameramann von Martin Scorsese war. So war es dann auch dessen occar-prämierter „The Departed„, der seine letzte Kinoarbeit als Kameramann werden sollte. Danach zog er sich aus Hollywood-Leben zurück und ist seit dem Wintersemester 2010/2011 ist Leiter der Abteilung Kamera an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Allerdings halten sich auch hartnäckige Gerüchte, dass er für Scorseses „Sinatra„-Projekt noch einmal aus dem Ruhestand zurück kommen könnte.

Wer Michael Ballhaus heute verpaßt (wie ich z.B.), für den gibt es eine gute Nachricht. Im Oktober wird Michael Ballhaus ein zweites Mal in Bremen zu Gast sein. Dann im City 46, um den 1992 von ihm für Francis Ford Coppola fotografierten „Bram Stoker’s Dracula“ vorzustellen und dem neugierigen Publikum Rede und Antwort zu stehen. Dazu wird es dann hier aber noch einmal gesondert einen Hinweis geben.

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Alles muss raus: Noch ein letzter Kino-Flohmarkt im Kino 46 in Walle

Bald ist der Umzug des Bremer Kommunalkinos von Walle in die/ins City vollendet.

Zeit, noch einmal das zu tun, was man bei Umzügen immer macht  – oder zumindest machen sollte: Kräftig ausmisten. Aus diesem Grund findet am Samstag, 24.9. von 10 – 18 Uhr  11 – 15 Uhr in den Räumen des – nun ehemaligen – Kino 46 in Walle ein „Sommer-Schluss-Verkauf“ statt, bei dem von Schreibtischen bis Büchern, von Filmplakaten bis Regalen alles unter den Hammer kommt.

Edit: Achtung! Änderung der Zeiten. Der Verkauf findet nun von 11 – 15 Uhr statt.

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Originalfassungen in Bremen: 15.09.- 22.09.11

In Bremen nicht viel Neues. Zwei alte Bekannte und ein Neuzugang, der aber irgendwie auch ein alter – ja, sogar uralter – Bekannter ist. Man hat mal wieder Dumas Dauerbrenner „Die drei Musketiere“ verfilmt. Erstmals in neumodischem 3D.  Die wievielte Verfilmung ist das jetzt eigentlich und… braucht es neben der Version mit Gene Kelly und den Richard-Lester-Eskapaden Anfang der 70er wirklich noch eine Verison?

Die drei Musketiere 3D – Do. 22:50, Sa. 17:20 und Mo. 20:00 – X-te Verfilmung des großen Romans von Alexandre Dumas. Während die Titelhelden eher unbekannt sind, tummeln sich in den Nebenrolle zahlreiche Stars und Charakterköpfe wie Christoph Walz, Mads Mikkelsen, Orlando Bloom oder Milla Jovovich (yeah). Regisseur Paul W.S. Anderson hat neben dem sehr guten „Event Horizion“ und dem schwachen Crossover „Alien Vs Predator“ auch zwei „Resident Evil„-Teile inszeniert und den Rest dieser Reihe produziert.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=a82C8CLR2NE[/youtube]

Freunde mit gewissen Vorzügen – Cinemaxx, Fr., 17:45, Di. 21:15 und Mi. 18:40 – US-Mainstream-Liebeskomödie mit Justin Timberlake und der sehr nett anzusehenden Mila Kunis. Zwei Freunde verabreden sich nur Sex zu haben und dabei keine Gefühle zu investieren. Das dann passiert ist ziemlich vorausschaubar…

Kill the Boss – Cinemaxx, So., 19.09. um 20:30 – Schwarze Komödie mit Starbesetzung. Eine Gruppe von Versagern will ihre widerlichen Chefs töten. Die Kritiken sind recht gut. Da könnte man mal einen Blick riskieren.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 20.09., 21:45

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18. Internationales Filmfest Oldenburg: Der „German Independence Award“

Wie in jedem Jahr, werden auch diesmal wieder auf dem Internationalen Filmfest Oldenburg der„German Independence Award – Bester Deutscher Film“ vergeben. Jury-Präsident ist in diesem Jahr wie bereits verkündet der US-amerikanische Schauspieler Matthew Modine (Full Metal Jacket, Short Cuts). Neben ihm wird ein alter Bekannter aus dem letzten Jahr in der Jury Platz nehmen: Der großartige Altmeister der filmischen Erotik Radley Metzger, dem die letztjährige Retrospektive gewidmet war.

Ferner wirken in der Jury mit: Der Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann Soopum Sohn; die Leiterin der Altadena Films, Ildi Toth Davy und der Chef der Vertriebsfirma Reel Suspects, Matteo Lovadina.

Hier die  nominierten Filme:

Atmen vom österreichische Schauspieler und Neuregisseur Karl Markovics. Der neunzehnjährige Roman Kogler (Thomas Schubert) steht kurz vor seiner möglichen vorzeitigen Haftentlassung aus der Jugendstrafanstalt hat jedoch schlechte Karten – verschlossen, einzelgängerisch, ohne familiären Anschluss, scheint er für eine Sozialisierung unfähig.  „Atmen“ kommt an 08.12.2011 im ThimFilm Verleih in die deutschen Kinos und wurde gerade als österreichischer Beitrag für den Oscar 2012 ausgewählt.

Dr. Ketel: Der DFFB-Abschlussfilm von Anna & Linus de Paoli spielt in einer nahen Zukunft, in der das Gesundheitswesen für den Normalbürger zu teuer geworden ist. In einer Schattenwelt aus privaten Sicherheitsunternehmen und Medikamenten-Schwarzmarkt ist auch der Philanthrop Dr. Ketel unterwegs. Dicht auf seinen Fersen: die rätselhafte Louise (Amanda Plummer).

Headshots: Langfilm-Debüt des Regisseurs, Cutter und Autor Lawrence Tooley. Marianne (Loretta Pflaum), eine Berliner Fotografin Mitte dreißig, arbeite in einer Modelagentur und muss erkennen, dass ihr Leben in der Szene der Kreativen und Erfolgreichen an einen Endpunkt gelangt ist. Als sie erfährt, dass sie schwanger ist und kurz nach einem Shooting ein Model stirbt, gerät alles aus den Fugen.

Der Brand: Regisseurin Brigitte Maria erzählt die Geschichte der 35jährigen Judith, die auf dem Nachhauseweg einer Party vergewaltig wird. Sie wehrt sich mit allen Mitteln dagegen, das die Tat ihr leben verändert. Doch die zerstörerischen Folgen der Vergewaltigung dringen sukzessive in ihr Leben.  Kinostart ist der 27.10.2011 im Zorro Film Verleih. Beim Max-Ophüls Festival bereits preisgekrönt und unlängst mit dem Preis für die beste Regie in Montreal gekürt.

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07.10.2011: Vorhang auf für das neue CITY 46!

Nachdem der Eröffnungstermin des CITY 46 um einige Wochen verschoben werden mussten, steht nun endgültig fest, wann sich im  neuen Standort der Vorhang zum ersten Mal öffnen wird:

Am Freitag, den 7.10. geht es mit einer Eröffnungsgala los, bei der Bremer Künstlerinnen und Künstler aus Film, Literatur, Theater und Musik dem CITY 46 einen Benefiz-Abend schenken, dessen Erlös für die Umbau- und Anschaffungskosten des Kinos verwendet werden.

Am Samstag 8.10. werden unter anderem zwei Stummfilme gezeigt: Zunächst Harold Llyods legendärer „Ausgerechnet Wolkenkratzer!“ – begleitetet vom Werner Loll-Quartett aus Kiel. Danach eine „verfremdete“ Version der ersten Frankenstein-Verfilmung von 1910, begleitet vom Ambientsound von 1000schön.

Ein weiterer Gast am Samstag wird Neele Leana Vollmer sein. Die Bremen stammende Regisseurin, war zuletzt mit der Bestseller-Verfilmung „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ sehr erfolgreich war. Das CITY 46 zeigen ihr Langfilm-Debüt, den in Bremen gedrehten „Urlaub vom Leben„.

Am Sonntag, 9.10. gibt es im CITY 46 einen „Tag der offenen Tür“.

Es ist also eine Menge los am Eröffnungswochenende. Da lohnt es sich auf jeden Fall einen Blick ins neue CITY 46 zu werfen. Um so mehr ärgert es mich, dass ich genau an diesem Wochenende bei einer anderen Veranstaltung in Frankfurt weilen werde. Aber vielleicht schaffe ich es, zumindest am Freitag vorbei zu schauen. Ich bin nämlich schon ziemlich gespannt, was die Leute vom CITY 46 da nach langen und intensiven Renovierungsarbeiten gezaubert haben.

Übrigens gibt es mit dem Neu-Beginn im CITY 46 ein besonderes Angebot geben: ab Oktober kann jede/r zum Jahres-Preis für 15 Monate Mitglied werden, d.h. die Mitgliedschaft kostet wie gehabt 30.- €/15.- € erm. und dauert bis zum 31.12.2012.

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Originalfassungen in Bremen: 08.09.- 14.09.11

Da habe ich das Cinemaxx doch in der letzten Woche noch so gelobt, dass sie tatsächlich den von mir sehnlichst im O-Ton gewünschten „Midnight in Paris“ bringen und dann das: Nach der Arbeit übermüdet und durch das Schietwetter schön durchgeweicht, stand ich zusammen mit meiner Frau an der Kinokasse. Glücklich endlich den Film, auf welchen ich mich seit Tagen wie ein Schneekönig gefreut habe, zu sehen. Nur um dann dort zu erfahren, dass die gestrige Vorstellung aufgrund einer defekten Tonspur ausfällt (auf der Homepage stand davon natürlich nichts). Toll. Meine leise Hoffnung, dass es den Film in dieser Woche noch einmal im O-Ton zu sehen gäbe, löste sich dann heute morgen beim Blick in die Zeitung auch in nichts auf.  Das Leben kann ja so ungerecht sein 🙁

Aber genug von mir und schnell zu den Originalfassungen:

Conan – Cinemaxx, Sa. 17:45; So. 20:10 und Di. 23:10 – Remake des legendären John-Milius-Films bzw. eine Neuverfilmung der Roman-Serie von Robert E. Howard. Regie: Markus Nispel. Den Conan gibt der aus “Baywatch”, “Stargate: Atlantis” und “Game of Thrones” bekannte Jason Momoa.

Freunde mit gewissen Vorzügen – Cinemaxx, Sa, So. und Di. um jeweils 21:15; Mo. um 22:30 – US-Mainstream-Liebeskomödie mit Justin Timberlake und der sehr nett anzusehenden Mila Kunis. Zwei Freunde verabreden sich nur Sex zu haben und dabei keine Gefühle zu investieren. Das dann passiert ist ziemlich vorausschaubar…

Kill the Boss – Cinemaxx, Fr. 23:00 und Mo. 20:30 – Schwarze Komödie mit Starbesetzung. Eine Gruppe von Versagern will ihre widerlichen Chefs töten. Die Kritiken sind recht gut. Da könnte man mal einen Blick riskieren.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=mh9cG5dzs-U[/youtube]

Incir Reçeli – Feigengelee – Cinemaxx, Fr. 9.9. um 23:00 Uhr – Türkisches Drama. als ich die Inhaltsangabe laß, dachte ich zunächst, dies sei eine  Liebeskomödie. Ist aber wohl eher tränendrüsenlastig.  In der O-Fassung. Wobei ich nicht glaube, dass es bei der Vorstellung auch Untertitel gibt. Wenn jemand mehr weiß, bitte kurze Info.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 12.09., 21:45

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18. Internationales Filmfest Oldenburg: Retrospektive und Eröffnungsfilm

Neues vom diesjährigen Internationalen Filmfest in Oldenburg.

Zunächst einmal wurde bekannt gegeben, wem die diesjährige Retrospektive gewidmet ist. Ich gebe zu, ich war doch ziemlich überrascht. Der kanadische Regisseur Ted Kotcheff war mir bisher nur als Regisseur des ersten „Rambo“ bekannt. Dieser war ja – anders als die beiden umstrittenen Sequels – eine sehr gelungene und realistische Mischung aus Actionfilm und Home-Coming-Drama. Neben diesem Welthit war mir spontan kein weiteres Werk bekannt. Etwas Recherche förderte zutage, dass Kotcheff noch „Fun with Dick and Jane“ mit George Segal und Jane Fonda (ein Remake mit Jim Carrey und Téa Leoni lief vor 5 Jahren in den Kinos) und einige Episoden der erotischen TV-Serie „Red Shoe Diaries“ und „Law & Order: Special Victims Unit“ gedreht hat. In Oldenburg wird er aber eher für sein eher unbekannteres Kinowerk aus den späten 60ern und 70ern ausgezeichnet.

Ted Kotcheff – ein Außenseiter, der das moralische „Outback“ der Gesellschaft erkundet – findet sich in seinem nahezu sechs Dekaden umfassenden Werk durchgängig wieder. In seinem Schaffen verweben sich Drama, Komödie und Action-Film und es ist immer Kotcheffs Anliegen, individuelle oder gesellschaftliche Mythen offen zu legen, ohne dabei jemals seine selbst gewählte Haltung als empathisch beobachtender Außenseiter zu verlassen.

Ähnlich wie sein langjähriger Freund, der bewunderte und kontroverse Autor Mordecai Richler (mit dem Kotcheff bei drei Filmen zusammen gearbeitet hat), legt es Kotcheff mit seinen Filmen immer darauf an, die spießigen, kleinbürgerlichen Moralvorstellungen des Mainstream-Publikums mit seinem beißenden Humor und der listigen Darstellung moralischer Abgründe offen zu legen.

Sein bis dato von der Kritik am meisten geschätzter Film, „Wake in Fright“ von 1971, löste bei seiner Kinoveröffentlichung so eine kontroverse Debatte aus. (…) “Wake in Fright” wurde zuletzt im März diesen Jahres zu Ehren von Ted Kotcheffs 80. Geburtstag im Museum of Modern Art in New York aufgeführt.

Die Retrospektive in Oldenburg wird neben „Wake in Fright“ fünf weitere Werke Kotcheffs präsentieren.
So laufen beim Internationalen Filmfest Oldenburg die Komödie „The Apprenticeship of Duddy Kravitz“ mit Richard Dreyfuss in der Titelrolle, für die Ted Kotcheff 1974 den Goldenen Bären bei den Filmfestspielen Berlin erhielt, die erste internationale Auszeichnung für einen kanadischen Film überhaupt. Sein 1978 entstandener Film „Who is Killing the Great Chefs of Europe?“ der für mehrere Golden Globes nominiert war und inzwischen längst Kultstatus besitzt. „Life at the Top“ aus dem Jahre 1965, sein Welterfolg „First Blood“ von 1982 und „Joshua Then and Now“, eine weitere Zusammenarbeit mit Mordecai Richler, der wie schon mit „Wake in Fright“ für die Goldene Palme in Cannes nominiert war.

Ted Kotcheff wird vom 14. bis zum 18. September in Oldenburg zu Gast sein.

Quelle: Filmfest Oldenburg

Auch der Eröffnungsfilm wurde benannt. In einer Weltpremiere wird die deutsche Beziehungskomödie „Kein Sex ist auch keine Lösung“ von Torsten Wacker nach dem Bestseller von Mia Morgowski gezeigt.
Damit wird am Mittwoch, den 14. September, um 19:00 Uhr, auch einen neuen Spielort eingeweiht: Erstmals wird der Eröffnungsfilm in Oldenburgs 1.200 Zuschauer fassenden EWE-Arena präsentiert. Regisseur Torsten Wacker wird den Film mit Darstellern in Oldenburg vorstellen.

Der Film startet auch am 1. Dezember 2011 bundesweit in den Kinos.

 

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