– Patrick Holzapfel von Jugend ohne Film macht weiter mit seiner ausführlichen und spannenden Viennale-Berichterstattung. U.a. schreibt er auch über den neuen Film von Bruno Dumont: „Camille Claude 1915“ mit Juliette Binoche.
– Auch auf critic.de ist die Viennale noch Thema und Michael Kienzle geht hier auch noch einmal auf die Louis-Feuillade-Retrospektive ein (die hätte ich auch liebend gerne gesehen). Ferner interviewt Daniel Ruprech das neue Regie-Wunderkind Axel Rainsch, der im Feuilleton schon mit Fassbinder verglichen wird.
– Der Kinogänger berichtet von einigen interessanten Projekten, die zur Zeit in den USA geplant werden.
– Stubenhockerei stellt wieder einen Haufen interessanter Filme vor. Zu viele, um hier alle aufzuführen. Daher nur exemplarisch drei Titel: „Mothlight“ von Stan Brakahge, „Tovarishch Kanev“ – ein sowjetisches Remake von „Citizen Kane“ – und „Dr. Caligari“ von Stephen Sayadian, den man von seinen Porno-Klassiker „Café Flesh“ kennt. Den will ich sehen!
– Umberto Lenzi hat in seiner langen Karriere viele großartige Filme in Szene gesetzt. Dummerweise wird er immer mit seinen untypischen, nicht besonders tollen Kannibalen-Filme assoziiert. Was jammerschade ist. Oder mit „Großangriff der Zombies“, den ich allerdings irgendwie recht gerne mag, auch wenn er weit weg ist von solchen Meisterwerken wie „Der Berserker“. Der Intergalactic Ape-Man von Unendliche Filmreisen mag den aber auch.
– Udo Rotenberg stellt auch L’Amore in cità den eher unbekannten und fast vergessenen, neorealistischen „Il tetto“ (Das Dach) von Vittorio De Sica vor und erweist dem Maestro Ennio Morricone zum 85. Geburtstag mit seinem sehr schönen Artikel seine Ehre.
– Auf seinem zweiten Blog Grün ist die Heide schreibt er über den zweiten „Pater-Brown“-Film „Er kann es nicht lassen“ mit Heinz Rühmann. Als Kind habe ich diese gemütlichen Krimis geliebt, fand aber damals schon den zweiten Teil deutlich schwächer als den Ersten. Eine Meinung, die Udo ebenfalls teilt.
– Und auf Filmakrobatischen Höhen rechnet Udo dann mit dem Stallone-Schwarzenegger-Vehikel „Escape Plan“ ab, der ihm nicht sonderlich gefallen hat. Seine Einschätzung „Außer mit Ironie kann man sich einem kalkulierten, jeden Moment vorhersehbaren Produkt wie „Escape Plan“ nicht nähern, dass 80er Jahre Action-Kino verspricht, aber nur eine glattgebügelte Kopie davon abliefert – für ein an das heutige Hightech-Kino gewöhntes Publikum“ trifft den Nagel wohl auf den Kopf.
– Ronny Dombrowski von cineastic.de hat „Escape Plan“ auch gesehen und bestätigt, was Udo am Film auszusetzen hat.
– Ich freue mich schon sehr auf Rob Zombies neuen Film „The Lords of Salem“. Ich liebe „Devil’s Rejects“ und fand auch den viel geschmähten „Halloween 2“ richtig gut. Jogiwan hat auf project-equinox „The Lords of Salem“ recht positiv besprochen und da jogiwan einen sehr guten Filmgeschmack hat, freue ich mich jetzt umso mehr auf diesen Film.
– Auf dem letztjährigen International Filmfest in Oldenburg sah ich einen Film, der mich heute noch nachdrücklich begeistert und den ich tief in mein Herz geschlossen habe: „Wrong“ von Quentin Dupieux. Meine überschwängliche Begeisterung teil Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de nicht zu 100%, mochte den Film aber auch. Ferner :“Die letzten Glühwürmchen“. Darüber habe ich schon viel gehört, aber ich traue mich nicht an den Film,weil ich befürchte, er könnte mich emotional ziemlich aus dem Gleichgewicht bringen. Wovon ich nach der gut geschriebene Besprechung auch überzeugt bin.
– Paul schreibt auf La vie cinéphile über „Tabu“ von Miguel Gomes. Dabei bestätigt er, was ich schon über diesen Film gehört habe. In der ersten Hälfte fragt man sich, was die positiven Besprechungen wohl in diesem Film gesehen haben, um in der zweiten Hälfte verzaubert zu werden. Muss ich noch sehen!
– Jürgen Enz erlebt in einigen aufgeschlossenen Ecken des Netzes gerade so etwas wie ein Wiederentdeckung. Wobei man das „wieder“ eigentlich streichen kann. Oliver Nöding begibt sich auf Remember it for later auf schlüpfrig-trostlose Pfade und bespricht gleich drei Enz-Filme, ohne gesundheitliche Schäden zu erleiden. Und das Schöne daran ist: Die Besprechungen von „Wo der Wildbach durch das Höschen rauscht“, „Gaudi in der Lederhose“ und „Nackt und kess am Königssee“ wecken tatsächlich die Neugierde, sich selbst in die seltsame Welt des Herrn Enz zu begeben.
– Noch einmal Oliver Nöding, aber auf Hard Sensations. Dort hat er einen sehr ausgewogenen, wirklich fein geschriebenen Text über „Sharknado“ und das „Mockbuster-Kino der Firma The Asylum geschrieben, den ich für unbedingt lesenswert halte. Nach diesem Essay hat sich meine Meinung gegenüber der selbsternannten „Trash“-Schmiede nicht unbedingt geändert, aber ich sehe das nun etwas differenzierter. Und Silvia Szymanski hat wieder ein interessantes Stück Sexfilmgeschichte im muffigen Keller der deutschen Filmgeschichte entdeckt und fragt: „Wer weint denn schon im Freudenhaus?“.
– Rainer Knepperges hat auf new filmkritik einen neuen Artikel veröffentlicht und ich freue mich sehr darüber.
– dennis macht sich auf Filmosophie Gedanken über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Cuaróns „Gravity“ und Kubricks „2001“. Interessant. Cutrin wiederum ist sehr angetan von Jim Jarmuschs Vampirfilm „Only Lovers Left Alive“. Ich habe jetzt erst bemerkt, dass da ja der tolle Tom „Loki“ Hiddleston mitspielt. Aber mir hätten Jarmusch und die großartige Swinton schon als Argument für einen Besuch ausgereicht.
– Wer mehr über Filmosophie wissen möchte, dem sei Alexander Matkeits real virtuality ans Herz gelegt, wo er den Blog vorstellt und die Gründerin Sophie interviewt.
– In Anspielung auf meine Bemerkung zwei weiter oben über Tilda Swinton: Apropos großartige Schauspielerinnen. Laila Oudray berichtet auf screen/read von einem Auftritt Isabelle Hupperts beim Internationale Kölner Film- und Fernsehfestival.
– Ich liebe Buster Keaton. Trotzdem oder gerade deswegen habe ich mich nie an seine frühen Tonfilme gewagt. Wie gabelingeber auf Hauptsache Stummfilm in seiner Kritik zu „Doughboys“ schreibt, eine gute und doch auch irgendwie traurige Entscheidung.
– Zu guter Letzt: Jens Dehn schreibt auf Negativ einen sehr informativen Bericht über eines der schönsten Filmfestivals, die ich kenne: Die Nordischen Filmtage in Lübeck. Und wieder bedaure ich, dass ich dieser sympathischen Veranstaltung in der anderen Hansestadt wieder einmal fern bleiben musste. Aber vielleicht inspiriert sein Artikel ja den einen oder anderen sich nächstes Jahr auf nach Lübeck zu machen. Verdient hat es das Festival auf jeden Fall und wie ich mit großem Entsetzen und Unverständnis lesen musste, kreist auch hier das Gespenst der massiven Kürzungen seitens der Stadt (siehe auch: Oldenburg).



































































