Das Bloggen der Anderen (30-11-12)

Von , 30. November 2012 22:47

So, nach den vier tollen Tagen auf dem Phantastival kehrt ganz langsam wieder Routine ein. Und damit gehen auch die regelmäßigen Rubriken weiter.

Pünktlich zum Wochenende gibt es reichlich Lesenswertes von den Kollegen.

– Auf Final Frontier Film erinnert „Der Außenseiter“ an den Erotik-Klassiker „Emmanuelle“ mit der kürzlich leider verstorbenen Sylvia Kristel.

– Auf Hard Sensations spricht mir Leena May Peters bei ihrer Besprechung des Filmes „Valhalla Rising“ aber so etwas von aus der Seele. Der letzte Abschnitt ist so treffend geschrieben, dass ich ihn hier auch gleich mal als Zitat rein packe. Zum Einrahmen und an die Wand hängen.

In seinem Minimalismus ist Valhalla Rising ein hypnotischer Film, bei dem es weniger um die Zugänglichkeit des Dargebotenen geht als um die des Zuschauers. Auf die demonstrative Langsamkeit, die wortkargen Protagonisten und den naturreligiösen Mystizismus muss man sich einlassen wollen. Ich persönlich empfinde diesen krassen Gegensatz zum derzeit angesagten Modell Film, mit möglichst viel Event im 4/4tel –Taktschnitt, als wohltuend, geradezu erholsam. Für mich ist Valhalla Rising eine Auszeit vom Banalen, ein Rückzug in einen Moment, in dem das Menschsein der Erhabenheit der Natur gegenübergestellt ist und ich die Erleichterung empfinden kann, dass mein eigenes Leben im Verhältnis zur Menschheitsgeschichte ohne Bedeutung ist.

– Buster Keaton ist ja ein großer Held von mir, und ich schätze ihn mehr als Chaplin. Darum freue ich mich besonders über gabelingebers Besprechung seines inoffiziell ersten Regieversuchs „The High Sign“ auf „Hauptsache Stummfilm„.

Okami Itto berichtet über den demnächst erscheinenden internationalen Episodenfilm „ABC of Death“, an dem u.a. Ti West, Jake West und die „Amer“-Macher.Bruno Forzani/Héléne Cattet (mit der Episode „O is for Orgasm“) beteiligt sind.

„Laura“ ist ein wunderschöner Film noir des großen Otto Preminger. Wer ihn gesehen hat und danach nicht in Gene Tierney verliebt ist, hat kein Herz. Mehr über diesen Klassiker gibt es auf Leons Filmrezensionen.

– Sebastian geht auf Das Magazin des Glücks weiter seiner Berlin Obsession nach 🙂 Neben vier Klassikern des Berliner Nachkriegsfilms bespricht er auch „Oh Boy„, den ich endlich mal gucken muss. Na, er läuft ja noch in der Schauburg. Von daher müsste ich nur mal meinen Hintern vor die Tür schaffen.

– Seit ich einmal auf Romuald Karmakars YouTube-Kanal „Films you should see before it’s too late“ den Trailer von Alekseys Balabanovs „Of Freaks and Men“ gesehen habe, will ich diesen Film unbedingt sehen. Robin S. von Mise en cinema hat es schon, ich noch nicht.

May Pecas ist ein fast vergessener Meister des europäischen Erotikfilms, an den mal wieder erinnert werden sollte. Michael Schleeh hat es auf nachtsichtgeräte getan. Ebenso bespricht er hier „Universal Soldier: Day of Reckoning„, von dem man immer wieder hört, er wäre so etwas wie die Neuerfindung des Action-Genres.

– Christoph Hochhäusler weist in seinem Blog Parallelfilm darauf hin, dass er zusammen mit einigen anderen Autoren auf MUBI Essays über das Kino des Tony Scott (RIP) veröffentlicht hat.

– Wer was Nettes über Paul Naschy zu schreiben hat, den empfehle ich gerne weiter. So wie Oliver Nöding auf Remember it for later. Dort schreibt er auch über den Söldnerfilm „Der Commander“ von 1988 und trifft mit den folgenden Sätzen dermaßen den Nagel auf den Kopf, dass ich ihn hier einfach zitieren MUSS:

Vor allem machen mir solche Wiedersehen eines klar: Ich vermisse die Zeit, in der solche Genreklopper in Europa produziert wurden; durchaus mit dem Blick nach Hollywood, aber dennoch mit der Gewissheit und dem Selbstvertrauen, das auch selbst ganz gut hinzubekommen. Damals grüßten statt langweiliger Fotos von gephotoshoppten Designerfressen noch gemalte Porträts von Persönlichkeiten wie Spencer, Hill, Belmondo, Delon oder eben Collins von den Litfasssäulen der Stadt, warben um die Gunst der Zuschauer, die diese Filme nicht als Kuriositäten, sondern als ganz selbstverständliche und gleichwertige Konkurrenz zum US-Stoff wahrnahmen, der noch längst nicht dieses Monopol hatte. So froh ich darüber bin, dass es Nischenabieter gibt, die Filme wie DER COMMANDER heute verfügbar halten, eine Szene, die solche Perlen ausgräbt, würdigt und weiterempfiehlt: Ich kann sie eigentlich nur noch mit einem weinenden Auge sehen.

Ja, das fühle ich auch so.

– Vor kurzem verstarb, 80jährig, Yash Chopra , der große alte Meister des Bollywoodfilms. Michael Schleeh (nochmal?) von Schneeland bespricht seinen letzten, in diesem Jahr gedrehten Film „Solang ich lebe / Jab Tak Hai Jaan“ mit Shah Rukh Khan.

– Die beliebte DVD-Reihe „Action Cult Uncut“ geht in die nächste Runde. Und eine zweite von Fox initiierte Reihe lässt aufhorchen: „Horror Cult Uncut“! U.a. mit einer ungeschnittenen Version von „Return of the Living Dead“! Mehr darüber auf Sneakfilm.de.

– Die Kollegen von Bizzare Cinema in Hamburg präsentieren eine Zbynek-Brynych-Reihe! Unglaublich und unbedingt empfehlenswert. Alles darüber auf The Wayward Cloud.

– Einer der ersten Tonfilme des großen Jean Renoir war nicht nur eine Simenon-Verfilmung, sondern der erste Film mit Kommissar Maigret. Das wusste ich bisher noch nicht und lasse mich da gerne von Manfred Polak auf Whonowspresents informieren.

– Damiano Damiani kennt man ja eher aufgrund seiner gesellschaftskritischen Mafiafilmen und der TV-Serie „Allein gegen die Mafia“. Jetzt weiß ich dank Alex Klotz von hypnosemaschine, dass er Mitte der 60er auch eine empfehlenswerte, romantische Geistergeschichte gedreht hat.

– Nochmal Hard Sensations: Ein Vöglein hat mir gezwitschert, dass dieser Film im Januar in unserer „Weird Xperience“-Reihe im City46 laufen wird. Michael Schleeh (der schon wieder! Da war aber jemand diese Woche fleißig ;)) hat ihn schon gesehen und bespricht ihn auf Hard Sensations: Mondomanila.

Originalfassungen in Bremen: 29.11.12 – 05.12.12

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Von , 29. November 2012 15:45

Keine besonders aufregende, aber doch sehr interessante Woche. Wenn „Killing them Softly“ nur halb so gut ist, wie die Kritiken versprechen, sollte das was sein. Dann noch eine Doku über einen meiner musikalischen Helden: Joe Strummer. Klingt doch nicht schlecht. Nur das Cinemaxx hält sich arg zurück. Die Ruhe vor dem Hobbit-Sturm?

Cloud Atlas – Cinemaxx, Do., 4.12. um 19:30 – Tom Tykwer mag ich eigentlich, die Wachowskis haben mich nach dem furiosen ersten “Matrix“-Teil nur noch enttäuscht (Teil 3 habe ich ihnen bis heute nicht verziehen).  Der Trailer sieht nach Gigantomanie und schwerer Bedeutsamkeit aus. Könnte durchaus interessant sein oder ein Mega-Flop. Aber wie ich jetzt gehört habe, liegt die Wahrheit wohl dazwischen.

Evim Sensin – Du bist mein Zuhause – Cinemaxx, Do./Sa./So. 17:00, 20:00 und 23:00; Fr. 17:00/23:00, Mo. 23:00 und Di./Mi. 17:00 und 23:00 – Türkisches Liebesdrama um ein ungleiches Paar, dessen gemeinsames Glück bedroht wird.

Dag – The Mountain – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 22:30 – Türkischer Kriegsfilm, in dem sich zwei grundverschiedene Soldaten, die in einen Hinterhalt geraten, zwangsläufig zusammenraufen müssen.

Killing Them Softly – Schauburg, So. und Mi. jeweils 19:45 – Nach dem hochgelobten „The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford“ nun die zweite Zusammenarbeit zwischen Regisseur Andrew Dominik und Brad Pitt. In diesem ebenfalls von der Kritik sehr bejubelten Gangster-Thriller spielt Herr Pitt einen skrupellosen Profikiller. Dürfte sich sehr lohnen, nach allem, was man so hört und liest.

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Joe Strummer – The Future Is Unwritten – City 46, Fr./Sa. Immer 22:30 – Dokumentation von Julien Temple (der neben legendären Musikvideos auch für die hervorragende Sex Pistols-Doku „The Filth & The Fury„, sowie den ebenso legendären „The Great Rock’n’Roll Swindle“ verantwortlich war) über den großartigen Joe Strummer (The Clash). Als großer Verehrer dieses Mannes eigentlich ein Pflichttermin für mich, vor allem, weil ich von Fans schon viel Gutes über den Film gehört habe.

We Need to Talk About Kevin – City 46, Do./Sa./Mo./Di, 18:00 und Fr./Mi. um 20:30 – Finsteres Psychodrama mit Tilda Swinton und John C. Reilly über eine Mutter, die mit ihrem scheinbar grundlos bösen Sohn nicht fertig wird. Purer Horror für angehende Eltern.

We Were Here – Do./Sa. 20:30 und Fr./Mi. um 18:00 – Doku über den Ausbruch von AIDS in San Francisco Anfang der 80er. Oscarnominierung 2012 für die Beste Dokumentation.

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo. 03.12. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 03.12. um 21:45

DVD-Rezension: “Parapsycho – Spektrum der Angst”

Von , 23. November 2012 10:26

Ein Episodenfilm von 1975, der sich in drei Episoden mit paranormalen Phänomenen beschäftigt.

Ein österreichisch-deutscher Horrorfilm mit großer internationaler Besetzung? Das ging wahrscheinlich wirklich nur in den goldenen 70ern, dem Jahrzehnt, in dem filmtechnisch alles möglich war. Verantwortlich für diese Merkwürdigkeit war Peter Patzak. Patzak wurde einige Jahre später einem großen Publikum mit einer ausgesprochen schrägen, österreichischen Krimi-Serie bekannt: „Kottan ermittelt„. Diese entwickelte er zusammen mit Drehbuchautor Helmut Zenker und führte bei allen 19 Folgen (plus zwei Kinofilmen) Regie. Ferner geht der bitterböse „Kassbach – Ein Portrait“ (wieder mit Zenker, basierend auf dessen Roman) sowie der deutsche Poliziesco „Der Joker“ oder „Killing Blue“ mit Arnim Mueller-Stahl, Morgan Fairchild (!), Frank Stallone (!!) und Michael York (!!!) auf seine Rechnung. Es lohnt sich also, in Patzaks lange Filmographie einzutauchen und so manch Obskures ans Tageslicht zu befördern.

Parapsycho – Spektrum der Angst“ ist Patzaks zweiter Spielfilm. Eine Anthologie mit drei Gruselgeschichten, die von den übersinnlichen Phänomenen „Reinkarnation“, „Metempsychose“ (Seelenwechsel) und „Telepathie“ handeln. Mit dabei sind zahlreiche Lieblinge des europäischen Exploitation- und Arthausfilms der 60er und 70er: Marisa Mell (Mario Bavas „Danger: Diabolik“ und zahlreiche weitere Europloitation-Klassiker), William Berger (bekannt aus zahlreichen Italo-Western), seine Tochter Debra Berger (später in Enzo G. Castellaris Original-„Inglorious Bastards„), die schöne Mascha Gonska (gerade frisch von ihrer Rolle als Romy Schneiders Schwester in „Trio Infernal„) und Mathieu Carrière. Allein durch diese gerngesehenen Darsteller erhält der Film ein Flair, wie man es aus damaligen italienischen Produktionen kennt. Das österreichische Lokalkolorit wiederum gibt dem Film dann noch einmal eine ganz besondere Note.

Die erste Episode „Reinkarnation“, erinnert stark an die italienische Gruselfilme der 60er und 70er, insbesondere an Mario Bavas „Lisa und der Teufel„. Mit Marisa Mell ist auch ein schöner Blickfang dabei, wobei ihre Nacktszenen offensichtlich von einem Körperdouble übernommen wurden. Zu der glamourösen Mell mag Hauptdarsteller Helmut Förnbacher zunächst gar nicht passen, ist aber perfekt als Handelsvertreter besetzt, denn genauso sieht er auch aus. In einer kleinen, aber prägnanten Nebenrolle kann man sich am Wiener Leon Askin erfreuen, der es u.a. durch die US-Weltkriegs-Klamauk-Serie „Hogan’s Heroes“ zu einiger Berühmtheit brachte und später auch in Patzaks „Kottan ermittelt“ einige Male auftauchte. Die ganze Stimmung der Episode ist schön morbide, wenn auch in der Auflösung etwas schwach. Zudem nervt der Soundtrack gewaltig, denn es werden ständig die ersten Takte von „Für Elise“ wiederholt. Trotzdem ein gelungener Auftakt.

Die zweite Episode „Metempsychose“ gibt dann ordentlich Gas. Als Professor, der ein Verhältnis mit einer jungen Studentin eingeht, macht Western-Haudegen William Berger eine gute Figur. Die noch bessere Figur hat allerdings Mascha Gonska als seine junge Geliebte, was sie gerne zeigt und damit die Herzen des männlichen Publikums schneller schlagen lässt. Bergers echte Tochter Debra spielt seine Film-Tochter Debbie. Dass Berger in einer Szene von dieser, nackt wie Gott sie schuf, verführt wird und er ihr daraufhin eine saftige Ohrfeige verpasst, wirkt in diesem Zusammenhang doch etwas unangenehm. Die Episode wartet auch mit einem heftigen Stück Gore auf. Ich bin mir nicht 100% sicher, aber die hier in aller Deutlichkeit gezeigte Obduktion sieht doch schon SEHR echt aus. Da auch andere Produktionen zu dieser Zeit gerne mal Bilder echter Obduktionen einschleusten (z.B. die spanische Produktion „Der Sumpf des Raben„) gehe ich mal davon aus, dass wir es auch hier mit „the real thing“ zu tun haben. Zwar ist die Obduktionsszene wichtig für die Handlung, trotzdem hätte ich gerne drauf verzichtet.

Highlight des Filmes ist die dritte Episode „Telepathie“, in der Mathieu Carrière trotz seines schönen Engelsgesichts einen wahrhaft bösartigen und diabolischen Schurken abgibt. Auf Gore und Blut, wie in der zweiten Episode, wird hier zwar verzichtet, dafür der Nackte-Haut-Faktor noch einmal um einiges hochgefahren. Da hierfür die wunderschöne Alexandra Marischka (aka Alexandra Paszkowska aka Alexandra Drewes) zuständig ist, ist dies auch ausgesprochen begrüßenswert. Frau Marischka (damals mit Regisseur Franz Marischka verheiratet, der unsterbliche Klassiker wie „Lass jucken, Kumpel„, „Liebesgrüße aus der Lederhose“ oder „Sunshine Raggae auf Ibiza“ drehte) war als Assistentin von Vico Torriani bei „Der goldene Schuß“ und mit dem von ihr dort geprägten Satz „Der Kandidat hat 100 Punkte“ berühmt geworden. Heute arbeitet sie sehr erfolgreich als Fotografin. In „Parapsycho“ macht sie ihre Sache für eine ungelernte Schauspielerin recht ordentlich, wobei das männliche Teil Publikums eh durch ihre körperlichen Reize abgelenkt sein dürfte. Mathieu Carrière spielt die Rolle eines jungen Malers, der seine Impotenz durch absolute Kontrolle über seine weiblichen Opfer kompensiert. Er degradiert sie zu fleischgewordenen Marionetten und erniedrigt mit solch einem sadistischen Vergnügen, dass es einem eiskalt den Rücken runter läuft. Hinter dieser weichen Fassade lauert das gewissenlose Böse, welches wie ein Vampir seine Opfer aussaugt und ihre Hüllen wegwirft, wenn ihm langweilig geworden ist. Bei Carrière reicht da schon ein böses Lächeln, um ihn von einem netten Jungen in einen Teufel zu verwandeln. Das bitterböse Ende wird dieser Episode sehr gerecht.

Jahrzehnte lang war „Parapsycho“ nur sehr schwer zu bekommen. Zwar war der Film zum Anfang des Videobooms sowohl von Toppic, als auch Atlas und VMP auf VHS veröffentlicht, danach aber indiziert und nie wieder neu aufgelegt worden. Auch im Ausland gab es bisher keine weitere Veröffentlichung. Umso mehr muss man wieder einmal CMV danken, dass sie dieses obskure Juwel nun ausgegraben haben. Die schwierige Materiallage führt allerdings dazu, dass die DVD-Aufbereitung weit von dem entfernt ist, was man heute als Standard ansehen kann. Ganz offensichtlich wurde die DVD von einer alten 35mm-Kopie gezogen, die einige heftige Verschmutzungen und Abnutzungserscheinungen aufweist, insbesondere bei der letzten Episode. Ich muss aber sagen, dass mich das nicht im Geringsten stört. Irgendwie passen die Verschleißspuren bestens zum Film und lassen ein gewisses Bahnhofskino-Feeling aufkommen. Aber das mag Geschmackssache sein.

„Parapsycho – Spektrum der Angst“ ist ein obskures Stück österreichischer Filmgeschichte. Das Tempo mag für heutige Sehgewohnheiten eher niedrig sein, aber für die Freunde gepflegter Exploitationware aus den 70ern stellt „Parapsycho“ schon eine lohnende Angelegenheit dar. Insbesondere, da hier viele Lieblinge des europäischen Sensationsfilmes sich die Klinke in die Hand geben und schöne Frauen nicht mit ihren Reizen geizen. Dazu kommen einige Geschmacklosigkeiten in der zweiten Episode sowie eine rabenschwarzes Finale.

Die DVD von CMV liegt – aufgrund der oben genannten Gründe – in keiner optimalen Bildqualität vor. Davon abgesehen ist das Bild aber scharf und die Farben kräftig. Als Extras gibt es leider nur Trailer für den Film und für den österreichischen Film „Obszön – Der Fall Peter Herzl“, der aber nicht – wie man denken könnte – von Patzak, sondern von Hans-Christof Stenzel inszeniert wurde. Sieht interessant aus und wurde von CMV bereits 2010 veröffentlicht.

Originalfassungen in Bremen: 22.11.12 – 28.11.12

Von , 22. November 2012 12:51

Dass auf dem Phantastival alle Filme NATÜRLICH im Originalton laufen, muss ich ja nicht sonderlich betonen. Da ich darüber schon so viel geschrieben habe, lass ich diese mal aus der wöchentlichen Übersicht raus. Nichtsdestotrotz hoffen wir natürlich auch hier auf möglichst viele Besucher 😉 Ansonsten gibt es wieder eine bunte Mischung an Filmen, von denen Ben Afflecks „Argo“ mit den meisten Lobeshymnen überschüttet wurde.

Argo – Cinemaxx, Di, 27.11. um 20:30 – In letzter Zeit macht Ben Affleck mehr als talentierter Regisseur, denn als Schauspieler von sich reden. Auch sein neuer Film „Argo“ wurde wieder mit Lob bedacht. Dabei handelt es sich um einen auf Tatsachen beruhenden Thriller, der von einer geheimen Mission im Iran der 80er Jahre erzählt, als sich CIA-Agenten als Filmemacher ausgaben und unter dem Vorwand, einen SF-Film namens „Argo“ zu drehen, einige politische Geiseln befreiten. Das klingt zwar ziemlich an den Haaren herbeigezogen, ist aber wirklich so passiert. Sometimes truth is stranger than fiction.

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Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2 – Cinemaxx, Do.-Mi (außer Mo.) immer um 19:00 – Der letzte Teil der Saga um Bella und Edward. Nicht mein Ding, aber viele Mädels freuen sich ja schon auf den letzten Auftritt der schönen Liebenden. Es soll ihnen gegönnt sein.

Skyfall – Cinemaxx, Do. um 22:50 und Mo. um 19:30 – Hat mir gut gefallen. Meine Besprechung gibt es hier.

Oglum Bak Git – Junge zieh’ Leine! – Cinemaxx, Do.+Di. um 23:00 – Türkische Komödie um den Taxifahrer und Pechvogel Orhan. Wow, ich sehe gerade 1,2/10 Punkte bei 95 Votes in der IMDb. Das klingt wie eine handfeste Warnung.

Cloud Atlas – Cinemaxx, So. 25.11. um 20:00 & Schauburg, So. + Mi. um 20:45 – Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Tom Tykwer mag ich eigentlich, die Wachowskis haben mich nach dem furiosen ersten “Matrix“-Teil nur noch enttäuscht (Teil 3 habe ich ihnen bis heute nicht verziehen).  Der Trailer sieht nach Gigantomanie und schwerer Bedeutsamkeit aus. Könnte durchaus interessant sein oder ein Mega-Flop.

Miss Bala – Schauburg, Di., 27.11. um 15:00 – Mexikanisches Thriller-Drama um eine junge Frau aus ärmsten Verhältnissen, deren großer Traum es ist, Schönheitskönigin zu werden und ihrem Milieu zu entfliehen. Doch sie wird immer tiefer in den mexikanischen Drogenkrieg und Gangsterauseinandersetzungen hineingezogen.

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Das Meer in mir – City 46, Mo.+Mi. um 18:00 und Di. um 20:30 – Passend zur Themenwoche der ARD, die sich mit dem Tod beschäftigt, dieses spanische Meisterwerk von Alejandro Amenábar mit einem wunderbaren Javier Bardem in der Hauptrolle. Es geht um das Recht auf selbstbestimmtes Sterben. Bardem spielt Ramon, der seit 27 Jahren vollständig gelähmt ist und nur einen Wunsch hat: Zu sterben. Aber die Gesellschaft erlaubt ihm dies nicht.

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Sneak Preview – Schauburg, Mo. 26.11. um 21:45

Französische Sneak Preview, Mi., 28.11. um 21:00 Uhr in der Gondel und um 21:00 Uhr im Atlantis

DVD-Rezension: “V/H/S”

Von , 22. November 2012 11:37

Eine Gruppe von Anarcho-Filmern, die im Internet Videos ihrer Aktionen (leerstehendes Haus verwüsten, fremden Frauen das Oberteil vom Leib reißen) hochladen, wird beauftragt, in einem alten Haus eine bestimmte VHS-Kassette zu finden. Natürlich filmen sie auch diese Aktion. Im Haus stoßen sie nicht nur auf die Leiche des Besitzers, sondern auch auf unzählige VHS-Tapes. Um nun das richtige zu finden, müssen sie sich durch diese Sammlung gucken. Und was sie dort sehen, ist sehr unheimlich…

Mumblecore nennt sich eine neue Filmbewegung aus den USA, die mittlerweile auch durch Axel Ranisches „Dicke Mädchen“ in Deutschland für Furore unter den Cineasten sorgt. Dabei handelt es sich um No-Budget-Filme, die mit Amateuren besetzt sind und vor allem Wert auf den Dialog legen. Aus dem Umfeld dieser Indie-Film-Bewegung stammen auch die meisten der an „V/H/S“ beteiligten Regisseure. Allen voran Joe Swanberg und Adam Wingard. Über ihre Beweggründe, gemeinsam das Projekt „V/H/S“ zu initiieren, kann ich nur mutmaßen. Vielleicht sollten die, nur eingeschworenen Indie-Fankreisen bekannten Filmemacher durch eine Genre-Produktion einem größeren Publikum bekannt gemacht werden. Ähnliches hat man ja 1995 mit dem Film-Quartett „Four Rooms“ versucht, für das die damals heißesten Indie-Regisseure jeweils eine Episode beisteuern durften. Leider war dieser Versuch damals reichlich missglückt. Ob „V/H/S“ nun diesen Zweck erfüllt hat, darf angesichts der großen Hass-Welle im Internet allerdings stark bezweifelt werden.

Wer sich auf „V/H/S“ einlässt, braucht eine gewisse Abgestumpftheit gegenüber extremer Wackelkamera-Optik. Alle Geschichten sowie die Rahmenhandlung, gehören nämlich zum eigentlich schon völlig ausgelutschten Genre des „Found-Footage“-Films. Dieser täuscht Authentizität durch eine bewusst amateurhafte Kameraführung vor. Wobei ich kaum glaube, dass irgendein Amateurfilmer so inkompetent mit der Kamera umgeht, wie es einem diese Art von Filmen weismachen möchte. Wie dem auch sei, bei „V/H/S“ wird ordentlich gewackelt. Da hier gleichzeitig auch noch das suboptimale Bild alter VHS-Tapes imitiert wird, hat man häufig große Mühe, etwas zu erkennen und dem Geschehen zu folgen. Dies ist der Hauptkritikpunkt der vielen Internet-Reviews und auch nachzuvollziehen. Kann oder will man sich nicht auf das massive Geschüttel einlassen, nervt „V/H/S“ schon nach wenigen Minuten ganz gewaltig.

Ein anderes, immer wieder vorgebrachtes Argument behauptet, dass die Geschichten dünn und langweilig seien. Das kann ich so nicht stehen lassen. Zwar muss man zugeben, dass nicht alle Episoden gleich gut gelungen sind und ausgerechnet diejenige von Ti West, der sich mit seinen Old-School-Horrorfilmen „House of the Devil“ und „The Innkeepers“ bereits eine ordentliche Fanbasis erworben hat, ist ein echter Schnarcher. Der Rest allerdings bewegt sich zwischen okay und sehr gut. Die Rahmenhandlung ist zunächst ein wenig verwirrend und durch seine extrem unsympathischen Protagonisten stark gewöhnungsbedürftig. Doch im Grunde soll hier ja nur der Rahmen für die zu zeigenden Kurzfilme geschaffen und das gemeinsame Thema (Found Footage und der VHS-Look) erklärt werden. Gerade in der Rahmenhandlung bricht der Film aber auch mal mit seinem Konzept, und so gibt es mindestens eine Szene, in der nicht nur mit einer einzigen Kamera gearbeitet und dadurch das „Found Footage“-Konzept ad absurdum geführt wird. Dem Regisseur der Rahmenhandlung, Adam Wingard, gelingt es aber hervorragend, das Haus, in dem seine Geschichte spielt, in eine gruselige Gruft zu verwandeln, die tiefe Ängste schürt. Vielleicht wäre die Rahmenhandlung noch etwas effektiver, wenn ihre Hauptpersonen nicht solche Arschlöcher wären.

Sympathisch sind die drei Protagonisten der ersten Episode, „Amateur Night“ inszeniert von David Bruckner, aber auch nicht gerade. Im Gegenteil, auch ihnen wünscht man schnell ein böses Ende. Die einzige Ausnahme bildet der Nerd, der mit seiner „Spionage-Brille“ das Ganze aufzeichnet. Regisseur Bruckner macht aber sonst alles richtig, insbesondere bei seiner Wahl seiner Hauptdarstellerin. Hannah Fierman ist schlichtweg fantastisch. Ihr merkwürdiges Aussehen, die großen, scheu und gehetzt durch die Gegend blickenden Augen und ihre seltsame Art, sich zu bewegen, das alles wirkt zutiefst beunruhigend. Wenn sie sich in Großaufnahme der Kamera nähert und emotionslos immer wieder „I like you“ aufsagt, läuft es einem eiskalt den Rücken runter. Wollen sich dann die Jungs unter großem Gelächter in einem billigen Hotelzimmer an ihren beiden „Opfern“ vergehen, fühlt man sich aufgrund der unmittelbaren Nähe, die der Found-Footage-Look suggeriert, sehr unangenehm. Dieses ungute Gefühl verstärkt den Horror, wenn der Film plötzlich in eine Splatter-Geschichte umschlägt. Man hat es geahnt, aber es trifft einen doch ins Mark. Dazu tragen die sehr real wirkenden Special-Effekts (natürlich gut kaschiert durch das unzureichende Filmmaterial) effektiv bei.

Die zweite Episode „Second Honeymoon“ von Ti West, ist die schwächste Episode des Filmes. Hier geht es um zwei Hochzeitsreisende, die durch die USA fahren und sich dabei filmen. Es gibt eines Abends eine mysteriöse Begegnung mit einem merkwürdigen Mädchen (offscreen), und einmal werden die beiden nachts von einer unbekannten Person gefilmt. Diese Vorstellung ist zwar unangenehm, aber im Kontext nicht besonders gruselig. Leider sind einem die beiden Turteltauben (der Mann wird übrigens vom Regisseur der stärksten „V/H/S“-Episode, Joe Swanberg, gespielt) auch ziemlich egal und die finale Pointe ziemlich blöd.

Episode No. 3 mit dem bezugsreichen Titel „Tuesday, the 17th“ (Regie: Glenn McQuaid) kommt als „Friday, the 13th„-Hommage daher. Wir haben den Wald, die Gruppe Teenies, die verbotene Sachen machen und den gnadenlosen Killer, der aus dem Nichts zuschlägt. Einige seiner blutigen Morde zitieren sogar wörtlich das Vorbild. Der interessante Aspekt dieser Episode ist es, dass der Killer in den Störungen des Videotapes existiert. Dies ist gut umgesetzt, allerdings leidet auch diese Geschichte etwas darunter, dass die Teenies unsympathische Großmäuler sind, denen man ihr Schicksal von Herzen gönnt. Ein Thema, welches sich irgendwie durch „V/H/S“ zieht, denn die Typen aus der Rahmenhandlung, der ersten und auch der letzten Episode sind auch nicht viel besser.

Es folgt die beste und innovativste Episode: „The Sick Thing That Happened to Emily When She Was Young” von Joe Swanberg. Die Idee, einen Film vollständig über Skype aufzunehmen, ist nun wirklich neu und verblüffend effektiv umgesetzt. Hier entsteht der Horror weniger durch das, was man sieht, sondern eher durch das, was man nicht sieht oder zu sehen meint. Zudem steht mit Emily endlich mal eine sympathische und liebenswerte Person im Zentrum einer Episode. Gespielt wird sie von der Newcomerin Helen Rogers, die einerseits sehr niedlich, anderseits aber auch leicht merkwürdig aussieht. Sie kommt so warmherzig rüber, dass man wirklich Angst um sie hat, was dem Horror noch eine zusätzliche Dimension verleiht und ihn kaum erträglich macht. Über das seltsame Ende der Geschichte kann man streiten. Es lässt zumindest Raum für Spekulationen. Über 90 Minuten würde das filmische Konzept sicherlich nicht tragen, aber „Emily“ hat genau die richtige Länge für solch ein Experiment. Ich würde jetzt gerne mehr von Helen Rogers sehen.

Die abschließende Episode “10/31/98″ des Internet-Kollektivs Radio Silence bringt noch einmal eine weitere Gruppe unangenehmer, ungehemmter Kerle auf die Mattscheibe. Hier sind es drei Kumpels, die auf eine Halloween-Party eingeladen sind. Einer von ihnen trägt ein Bärenkostüm mit eingebauter Kamera. Dementsprechend verwackelt sind die von ihm aufgenommenen Bilder. Die Drei fahren zu einem scheinbar verlassenen Haus, wo angeblich eine Party stattfinden soll. Doch statt der versprochenen Party finden sie auf dem Dachboden eine Gruppe merkwürdiger Leute, die offensichtlich ein junges Mädchen quälen. Hier wird alles aufgefahren, was die Spukhausthematik so hergibt. Fliegende Gegenstände, aus der Wand greifende Arme, merkwürdige Kinder und ein Haus, welches ein Eigenleben zu führen scheint. Klassischer Horror mit klassischer Pointe. Die „Wackelästhetik“ wird hier bis zum Exzess ausgereizt, und hätte man diese Episode hinter die erste gepackt, wäre es wahrlich des Guten zu viel gewesen. So hatte man zumindest Zeit, seine Augen mit den eher ruhiger gefilmten Geschichten zu beruhigen. „10/31/98“ macht Spaß und kommt vom Look her der Idee eines alten Amateuervideofilms am nächsten.

„V/H/S“ spaltet die Gemüter. Die Frage, wie man zu diesem Film steht, hat auch damit zu tun, wie resistent man gegen das permanente Gewackel der Kamera ist. Bis auf wenige Ausnahmen bietet diese Anthologie aber ausgesprochen gruselige Geschichten, von denen „The Sick Thing That Happened to Emily When She Was Young” durch seine frische Experimentierfreude, eine interessante Story und liebenswerte Hauptdarstellerin heraussticht. Lediglich Ti Wests „Second Honeymoon“ enttäuscht.

Über die Bildqualität, deren Minderwertigkeit ja zum Konzept gehört, kann man logischerweise nichts sagen. Gleiches gilt für den Ton, der auch laienhafte Videoaufnahmen imitiert. Die DVD von Splendid hat einige Extras an Bord, die allerdings recht willkürlich zusammengewürfelt erscheinen. Da gibt es ein Selbstinterview des Regisseurs der „Emily“ Episode und dann interviewt er höchstselbst noch seine Hauptdarstellerin Helen Rogers, die in natura ebenso niedlich und sympathisch rüberkommt, wie im Film. Was man von Drew Moerlein und seinen Kollegen aus der Episode „Tuesday, the 17th“ nicht sagen kann, die sich im Privatleben ebenso „cool“ und unangenehm aufführen wie im Film. Es gibt noch ein alternatives Ende der „10/31/98“, welches allerdings absolut unbefriedigend ausfällt und zurecht auf den Müll flog. Das war’s dann leider schon. Ein erhellendes Interview mit allen Filmemachern über die Hintergründe, wie und warum das Projekt „V/H/S“ zustande kam, wäre da interessanter gewesen.

DVD-Rezension: “The Pact”

Von , 20. November 2012 20:14

Die Mutter von Nicole und Annie ist gestorben. Nicole kümmert sich um das Begräbnis und den Nachlass der Mutter, die den beiden Schwestern eine harte und traumatische Kindheit beschert hatte. Als Nicole sich abends allein im Haus der Mutter aufhält, verschwindet sie urplötzlich. Als Annie eintrifft, macht sie sich sogleich auf die Suche nach Nicole und bemerkt dabei, dass in dem unheimlichen Haus etwas nicht stimmt. Als dann auch noch ihre Cousine spurlos verschwindet und es deutliche Anzeichen für Poltergeist-Aktivität gibt, wendet sie sich an die Polizei, die ihr ihre Geschichte aber nicht glaubt. Mit Hilfe des Mediums Stevie versucht Annie auf eigene Faust Licht ins Dunkel zu bringen und gerät bald darauf in tödliche Gefahr…

Nach „When the Lights Went Out“ (Review hier) – mit dem „The Pact“ übrigens die liebevolle Ausstattung und das Faible für geschmacklose Tapeten teilt- veröffentlicht Ascot Elite gleich noch einen „Spukhaus-Film“. Diesmal stammt dieser aus den USA und basiert auf einem recht erfolgreichen Kurzfilm des Regisseurs Nicholas McCarthy, der auch in der langen Version für Drehbuch und Regie verantwortlich ist. Vor diesem Hintergrund ist es etwas schade, dass Ascot Elite den Kurzfilm nicht gleich als Extra mit auf die DVD gepackt hat. Einige Ausschnitte des kurzen Werkes sind aber im „Making Of“ zu sehen, und man erkennt deutlich, dass der Prolog des Spielfilmes ein 1:1-Remake des Kurzfilms ist. Aus dem Kurzfilm übernahm McCarthy auch fast die gesamte technische Crew: Komponist Ronen Landa, Editor Adriaan van Zyl, Production-Design Walter Barnett, Set-Decoration Sandy Hubshman und vor allem auch Kameramann Bridger Nielson, der das Ganze in schöne, durchaus atmosphärische Bilder kleidet, und eine wirkungsvolle, wenn auch nicht sonderlich experimentierfreudige Arbeit hinlegt.

Für seinen Spielfilm hat Nicholas McCarthy seinen Kurzfilm lediglich als Sprungbrett genommen, um daraus einen Mystery-Thriller zu spinnen, der leider seine Horrorhaus-Geschichte zugunsten einer mehr irdischen Ausrichtung vernachlässigt. Zwar werden besonders in der ersten Hälfte zahlreiche Standards des Geisterfilms gekonnt ausgespielt – so gibt es immer wieder geheimnisvolle Schatten im Hintergrund, Schockeffekte und das bekannte „Menschen-und-Gegenstände-werden-durch-die-Luft-geschleudert“, aber der Fokus des Filmes liegt eher auf der Detektivgeschichte, in der die von der attraktiven Caity Lotz (welche eine gewissen Ähnlichkeit mit Gillian „X-Files“ Anderson besitzt, was ja in diesem Zusammenhang durchaus passend ist) gespielte Annie versucht herauszufinden, was mit ihrer Schwester passiert ist und welches düstere Geheimnis in der Vergangenheit ihrer Mutter zu finden ist. Diese Suche nach der Wahrheit ist zwar einigermaßen spannend erzählt, auch wenn der geübte Zuschauer ziemlich bald die Lösung parat haben dürfte. Allerdings haben sich hier auch einige haarsträubende Albernheiten eingeschlichen. Geister die Google-Maps benutzen, um kryptische Rätsel zu stellen und Internetseiten, wie sie nur in der Fantasie eines einfallslosen Drehbuchautoren existieren, der schnell zum Ende kommen will, sind da nur zwei Beispiele. Damit gerät der Film dann schon mehr als einmal an den Rand der Lächerlichkeit.

Zugleich Stärke und Schwäche von „The Pact“ ist die Figur der Stevie. Ein Medium, das von Haley Hudson sehr creepy dargestellt wird und mit seinem blassen Teint und dunklen Ringen unter den Augen, selber wie ein Gespenst aussieht. Die Stärke beruht darauf, dass Haley Hudson die Figur wirklich interessant und „andersartig“ anlegt. Man spürt förmlich das Leiden und die Verzweiflung, die ihre Gabe mit sich bringt. Die Schwäche besteht allerdings darin, dass das Auftauchen Stevies ziemlich an den Haaren herbeigezogen ist. Es sei denn, es gibt in den USA in jedem kleinen Kaff ein „Dorf-Medium“, das alle kennen. Aber dies kann man noch vom Tisch wischen, schwerer wiegt, dass aus der Figur nichts gemacht wird. Stevie dient lediglich dazu, etwas Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen und Annie am Ende etwas in die Hand zu geben, um selber aktiv zu werden. So schnell wie Stevie in die Geschichte eingeführt wurde, genauso schnell verschwindet sie wieder. Was schade ist und etwas frustriert, da dieser Charakter weitaus interessanter ist, als z.B. der von Casper Van Dien gespielte Polizist. Wobei man von Caspar Van Dien – trotz top-billing – auch nicht allzu viel sieht.

So bleibt es ganz Caity Lotz überlassen, „The Pact“ zu einer „One-Woman-Show“ zu machen. Und das gelingt ihr auch recht gut, da sie genug Präsenz und Ausstrahlung mitbringt, um das Interesse des Zuschauers an ihrer Person aufrecht zu erhalten. Wer allerdings aufgrund der marktschreierischen Werbesprüche auf dem Cover den ultimativen Gruselfilm erwartet, wird zwangsläufig enttäuscht. Zwar gibt es gerade in der ersten Hälfte immer mal wieder unheimliche Augenblicke, doch gerade in der zweiten Hälfte wird der atmosphärische Grusel zugunsten von Spannung und Action aufgegeben. Was per se nicht schlecht ist, aber die Erwartungshaltung – sofern man eine hatte – doch unterläuft. Generell hat man das Gefühl, einen recht unterhaltsamen Film zu sehen, der aber seinen eigenen Möglichkeiten permanent hinterherläuft. Hier wäre durchaus Raum für mehr gewesen, aber „The Pact“ entscheidet sich irgendwann dafür, vom puren Spukhausfilm zum Serienkiller-Thriller zu werden. Bei der Verquickung beider Genres müssen hier und dort natürlich Kompromisse eingegangen werden, und so kommen sowohl Horror- als auch Thrillerfreunde etwas zu kurz. Trotzdem, wen dies nicht stört, der wird mit einem spannenden Finale belohnt, welches dann allerdings ausgesprochen unspektakulär und plötzlich zu Ende geht.

„The Pact“ ist bei weitem nicht DER Ober-Gruseler als der er angekündigt wurde. Vielmehr ist er eine „One-Woman-Show“ der Hauptdarstellerin Caity Lotz, neben der alle anderen Nebenfiguren leider völlig unterentwickelt sind. Obwohl „The Pact“ es schmerzlich versäumt, sein Potential voll auszuschöpfen und einige Gelegenheiten zu einem wirklich guten Film einfach links liegen lässt, funktioniert er – trotz aller Albern- und Ungereimtheiten – durchaus als unterhaltsamer Mystery-Thriller.

Bei der DVD von Ascot Elite, die mit einer guten Bild- und Tonqualität aufwarten kann, vermisst man – wie gesagt – schmerzlich den zugrunde liegenden Kurzfilm. Die Extras bestehen aus einem informativen „Making Of“ (19:25 Minuten) in dem auch ausführlich auf den Kurzfilm eingegangen wird. Ferner gibt es einige Interviews, die aber zumeist nur längeres Material der im „Making Of“ verwendeten Statements ist.  Ein Audiokommentar des Regisseurs Nicholas McCarthy ist auch noch dabei.Erwähnenswert ist die Aufmachung der DVD, denn die Amaray-Hülle steckt in einem Schuber, auf dem das Motiv der aus der Wand kommenden Figur (was so übrigens im Film nicht vorkommt und – mehr noch – falsche Erwartungen weckt) stark hervorgehoben ist und quasi aus dem Cover heraustritt. Das sieht schon sehr schick aus.

Überraschungserfolg: „Aufgeben? – Niemals! – Die Geschichte der Familie Bamberger“ – zusätzliche Vorstellungen

Von , 18. November 2012 19:22

Das hätte bei der Premiere des Filmes wohl keiner erwartet:  “Aufgeben? – Niemals! – Die Geschichte der Familie Bamberger” von Eike Besuden ist in unserem kleinen Bremen eine ähnliche Erfolgsstory, wie die Publikums-Sensation des Jahres: „Ziemlich beste Freunde“. Wie beim französischen Erfolgsfilm, hat sicherlich auch hier niemand mit einem derartigen Einschlag gerechnet. Seit Tagen sind die Vorstellungen des Filmes  im City 46 restlos ausverkauft!!!

Aus diesem Grunde werden nun noch einige zusätzliche Vorstellungen dran gehangen.

Nächste Woche läuft der Film dann noch an diesen beiden zusätzlichen Terminen:

Mo. 19.11.  und Mi. 21.11. jeweils um 18:15 Uhr, sowie am 22., 24., 26. und 28. zur selben Zeit im Kino 2.

Meine Gratulation an Eike Besuden und sein Team zu diesem tollen Erfolg!

DVD-Rezension: „When the Lights Went Out“

Von , 16. November 2012 15:48

1974, Yorkshire, England: Die Maynards sind eine junge Familie, die hier endlich ihr Traumhaus gefunden hat. Doch die Freude währt nicht lange. Schon bald müssen sie feststellen, dass in dem Haus scheinbar ein Poltergeist spukt, der es insbesondere auf ihre 13-jährige Tochter Sally (Tasha Connor) abgesehen hat…

Vielleicht inspiriert vom großen Erfolg der japanischen J-Horror-Filme, sind Geistergeschichten seit einiger Zeit wieder en vogue. Hier kommt mit „When the Lights Went Out“ nun ein britischer Vertreter dieses Untergenres, der es mit einer Mischung aus „Amityville Horror“ und „Der Exorzist“ versucht. Von „Amityville Horror“ stammt u.a. die Behauptung, dass es sich bei dem Gezeigten um eine wahre Begebenheit handeln würde. Das ist auch nicht so falsch, denn der Film beruht auf einer Poltergeist-Erscheinung, die in den 60er Jahren in Yorkshire als „Black Monk of Pontefract“ einige Berühmtheit erlangte. Regisseur Pat Holden betont in Interviews auch immer wieder, dass er familiäre Verbindungen zu der damals betroffenen Familie Pritchard unterhalten würde.

Für den Film ist das Geschehen allerdings ins Jahr 1974 verlegt (warum eigentlich?) und der Name der Familie von Pritchard in Maynard geändert worden. Obwohl die zeitliche Verortung in den 70ern Jahren somit recht willkürlich ist, gelingt es Pat Holden jedoch perfekt, diese Dekade auf authentische und liebevoll Art und Weise zu rekonstruieren. Auch das Lokalkolorit wird ausgezeichnet getroffen. Die Darsteller scheinen tatsächlich aus der Zeit gefallen und erfüllen gleichzeitig auch genau das Bild, welches man sich von den knorrigen Leuten aus der britischen Provinz macht. Hier muss man Set-Designern, Kostümbildnern und Friseuren ein ganz großes Kompliment aussprechen. Ebenfalls toll besetzt ist die junge Tasha Connor in der Hauptrolle der Sally. Wahrlich keine Schönheit, spielt sie das normale Mädchen von nebenan, welches mitten in der Pubertät mit sich, ihrer Familie und der Welt im Allgemeinen hadert, natürlich und überzeugend.

Das Problem an „When the Lights Went Out“ ist das Drehbuch, welches unentschlossen hin und her schlingert und es nicht schafft, eine überzeugende Geschichte zu erzählen. Zwar ist die erste Hälfte noch spannend erzählt und hält ein- zwei fiese Schockeffekte parat, aber schon hier macht sich der größte logische Fehler des Filmes schmerzhaft bemerkbar. Nachdem die ganze Familie einige heftige Spukattacken über sich hat ergehen lassen müssen, sind alle fest davon überzeugt, dass ein böser Geist im Haus umher geht. Doch die Familie zieht nicht aus und ist merkwürdigerweise in der Folge immer wieder überrascht, wenn der Geist das nächste Mal zuschlägt. Wenn ich morgens neben dem blutenden Geist eines toten Mädchens aufwachen würde, würde ich keinen Fuß mehr in meine Wohnung setzen. Hier will die Mutter aber unbedingt in ihrem Traumhaus (welches nun wirklich kein Palast ist) bleiben und ihr Ehemann akzeptiert dies zähneknirschend, statt seine Siebensachen zu packen und sich zusammen mit seiner Tochter in Sicherheit zu bringen. Das ist reichlich an den Haaren herbeigezogen. Natürlich –  ohne diesen Kniff wäre der Film nach 30 Minuten zu Ende, aber wenn sich ein Film darauf beruft, eine „wahre“ Geschichte zu erzählen, dann hätte man dieses unnormale Verhalten doch zumindest irgendwie erklären sollen. Dass die junge Sally auch noch ständig von ihren Eltern geohrfeigt und aufs Übelste beschimpft wird – weil sie angeblich alles nur inszenieren würde, obwohl allen in der Familie schon lange klar ist, dass hier eine Poltergeist-Manifestierung vorliegt – stößt ebenfalls übel auf.

Schade auch, dass viele interessante Ansätze nicht weiter verfolgt werden. So wird die Hintergrundgeschichte des Geistes erst großartig vorbereitet und dann lieblos dahingeworfen. Sallys beste Freundin ist ein merkwürdiges Mädchen, deren Mutter Sally das Versprechen abringt, sie nie in das Geisterhaus zu lassen. Die ganze Zeit über wird dabei unterschwellig angedeutet, es könnte eine böse Verbindung zwischen dem Mädchen und dem Spuk geben. Als es dann zur – lahmen – Konfrontation kommt, bekommt das Mädchen nur einen Schreck und verschwindet aus der Handlung. Hierzu gäbe es noch weitere Beispiele, wo interessante Geschichten und Aspekte aufgebaut werden, aber diese Fäden dann ins Leere laufen. Dass die Familie Maynard Fremde gegen Eintrittsgeld durch ihr Geisterhaus führt, gehört auch dazu.

Bis auf die oben erwähnten Schockeffekte in der ersten Hälfte, ist „When the Lights Went Out“ auch nicht besonders gruselig. Zu zerfasert sind die Handlungsstränge, zu sprunghaft der Erzählstil. Am Ende taucht dann noch ein waschechter Exorzist auf, aber seine Szene wirkt wie eine Parodie auf William Friedkins Klassiker und entbehrt jeglicher Ernsthaftigkeit. Von der finalen Wendung, inklusive billiger CGI, mal ganz abgesehen. Stark ist der Film immer nur, wenn er das England der 70er Jahre abbildet und seinen urbritischen Charakteren etwas Raum zur Entfaltung gibt. Leider tut er dies aber zu wenig.

„When the Lights Went Out“ kann mit einer akribischen Rekonstruktion der britischen Provinz in den 70er Jahren und einer interessanten Hauptdarstellerin punkten. Als Horrorfilm ist er aber einfach zu wenig gruselig und zerfasert in zu viele Handlungsstränge, die zusammen kein einheitliches Bild ergeben und das Vergnügen zum Teil durch ihre krasse Unlogik stören.

Die DVD von Ascot zeichnet sich durch ein sehr gutes Bild aus. Auch der Ton ist dynamisch und unterstreicht die Poltergeist-Aktivitäten. Als Extras gibt es 6 unkommentierte Minuten von den Dreharbeiten in der Klosterruine und weitere 3 Minuten mit Dreharbeiten im Pfarrhaus, wobei auch die  beteiligten Schauspieler einige kurze Statements abgeben. Ansonsten gibt es außer Trailern hier nichts zu gucken.

Das Bloggen der Anderen (16-11-12)

Von , 16. November 2012 15:43

– U.a. auf Affenheimtheater ist der relativ heftige Trailer zu Johnnie Tos neustem Werk „Drug War“ zu sehen, welches ihn wieder in die Welt der Gangster führt.

– Auf Equilibrium kann man sich das parodistische „Audition-Tape von Wes Anderson für Star Wars: Episode VII“ anschauen.

– In der Filmgazette kann man ein interessantes Interview mit dem Filmemacher Axel Ranisch lesen, der- laut Filmdienst – seit seinem Film „Dicke Mädchen“ die Speerspitze eines neuen deutschen Low-Budget-Kinos ist.

– Thomas Groh empfiehlt auf seinem filmtagebuch den Film „Dredd“ und weist auf eine Musikveröffentlichung hin, die mir auch sehr am Herzen liegt: Die CD „Segni misteriosi, con il sangue dipinto sul muro“ der Band Sospetto. Darüber wird es hier demnächst auch etwas geben.

– Das tolle DVD-Label CMV hat vor Kurzem die „Frits-Fronz-Collection“ veröffentlicht. Dazu passend wird auf Hard Sensations von Sylvia Szymanski der Frits-Fronz-Film „Perfekt in allen Stellungen“ vorgestellt.

– Dreimal Poliziesco bei Remember it for later: „I padroni della città“ (Zwei Supertypen räumen auf), und „Il boss“ (Der Teufel führt Regie) vom großartigen Fernando di Leo, sowie „La belva col mitra“ (Der Tollwütige) von Sergio Grieco mit Helmut Berger (das ist der Film, den sich Bridget Fonda in Tarantinos „Jackie Brown“ im TV ansieht und Robert deNiro auf Berger deutend fragt, ob das Rutger Hauer sei).

– Weiter geht es mit noch mehr italienischem. Noch ein Poliziesco bei L’Amore in città: Roma a mano armata (Die Viper) von Umberto Lenzi mit der Traumpaarung Maurizio Merli und Tomas Milian. Schöner Film, schöner Text. Ebenso ausführlich wird dort auch einer meiner absoluten Lieblingsfilme besprochen: La caduta degli dei ( (Die Verdammten) von Luchino Visconti.

– Zu guter Letzt ist bei The Wayward Cloud der Berliner Filmautor und -kurator Michael Baute über die im Internet florierende Praxis der Video Essays interviewt worden. Auch sehr interessant.

Originalfassungen in Bremen: 15.11.12 – 21.11.12

Von , 15. November 2012 15:33

Viele Filme, davon sicherlich einige auch heiß erwartet. Für meinen Geschmack ist leider nicht wirklich was dabei, aber was soll’s. Ich freue mich trotzdem über die große Auswahl. Als Tipp fällt mir spontan „Cosmopolis“ ein, aber auch nur, weil er von David Cronenberg ist, der mal verteufelt gute Filme gemacht hat. Und „Rocky Horror“ kann man eigentlich auch immer wieder gucken…

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 1 & 2 – Cinemaxx, So. 18.11. um 14:30 – Der letzte Teil der Teenie-Vampire-Reihe im Doppelpack. Die Fans wird es sehr erfreuen.

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 2 – Cinemaxx, Mi., 21.11. um 20:15 – Der letzte Teil der Saga um Bella und Edward. Nicht mein Ding, aber viele Mädels freuen sich ja schon auf den letzten Auftritt der schönen Liebenden. Es soll ihnen gegönnt sein.

Skyfall – Cinemaxx, Fr. und Di. um 19:00 und Sa. um 20:30 – Hat mir gut gefallen. Meine Besprechung gibt es hier.

Çanakkale 1915  – Cinemaxx, Do.-Mi. 23:15 – Patriotischer türkischer Film um zwei Freunde im ersten Weltkrieg. Läuft und läuft und läuft…

Oglum Bak Git – Junge zieh‘ Leine! – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 20:50 und 23:15 – Türkische Komödie um den Taxifahrer und Pechvogel Orhan. Wow, ich sehe gerade 1,2/10 Punkte bei 95 Votes in der IMDb. Das klingt wie eine handfeste Warnung.

Cloud Atlas – Schauburg, So. 18.10. und Mi. 21.10. jeweils 20:30 & Cinemaxx, ebenfalls So. 18.11. auch um 20:30 – Ich weiß nicht, ich weiß nicht. Tom Tykwer mag ich eigentlich, die Wachowskis haben mich nach dem furiosen ersten „Matrix„-Teil nur noch enttäuscht (Teil 3 habe ich ihnen bis heute nicht verziehen).  Der Trailer sieht nach Gigantomanie und schwerer Bedeutsamkeit aus. Könnte durchaus interessant sein oder ein Mega-Flop. Interessant ist auch das Gehabe des deutschen Verleihs, über das man hier etwas lesen kann.

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Cosmopolis – City 46, Do., Sa., So., Mi. immer um 20:00 – Wer nach „Breaking Dawn“ noch nicht genug von Robert Pattinson hat, der kann sich David Cronenbergs neusten Film ansehen. Hier spielt der Jungstar einen arroganten Yuppie, der in der Stretchlimo durch New York fährt. Nach dem Roman von Don DeLillo und mit Juliette Binoche.

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Die Lieder meiner Liebe – City 4, Di. 20.11. um 20:30 – Japanisches Biopic über Taki Rentaro (1879 – 1903), einem der bekanntesten Komponisten Japans, genannt „japanischer Schubert“. In Kooperation mit der japanisch-deutschen Kulturinitiative. Eintritt frei!

Babamin Sesi – Die Stimme meines Vaters – City 46, Do. 18:00 und Fr., Sa., Mi. um 20:30 – Türkisches Drama um eine Kurdin, Basê, die auf die Rückkehr ihres Sohnes, der – wie einst der Vater – aus seinem türkischen Dorf floh, wartet. Als Basês jüngerer Sohn Mehmet, eines Tages Tonbänder im Haus findet, erfährt er nach und nach Details aus dem Leben der Eltern.

Robert Mugabe… What Happened? – City 46, So. 18.10 um 20:30 – Biographie Robert Mugabes, dem ersten Präsidenten des unabhängigen Zimbabwe, der vom Freiheitskämpfer zum Diktator mutierte. Regisseur Simon Bright wird bei der Vorführung zu Gast sein!

Rocky Horror Picture Show – City 46, Fr./Sa. um 22:30, So./Mi. 18:00 und Mo. 20:30 – Muss man dazu noch etwas schreiben?

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Sneak Preview – Cinemaxx, Mo. 19.11. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 19.11. um 21:45

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