Das „Kino 46“ zieht in die Schwankhalle?

Von , 28. November 2008 10:15

Seit dem Frühjahr hat man ja vergeblich auf eine Meldung gehofft hat, wie es jetzt eigentlich mit dem Kommunalkino Kino 46 weitergehen soll. Zur Erinnerung, das Kino soll und will seinen abgestammten Platz in der Waller Heerstr. 46 verlassen. Nachdem erst angedacht wurde, das Kino im Museum Weserburg – gegenüber der Schlachte – anzusiedeln, war zuletzt das alte Polizeihaus mit der Zentralbibliothek am Wall im Gespräch. Dort gab es aber wohl Schwierigkeiten mit dem neuen Eigentümer des Gebäudes).

Heute nun findet sich im Kulturteil des „Weser Kuriers“ eine kurze Nebenbemerkung, welche einen neuen Stand andeutet. In einem längeren Bericht über die Arbeit der Staatsrätin Carmen Emigholz kann man folgenden kurzen Abschnitt lesen:

Wir gehen derzeit verschiedene Konzepte durch, zum Beispiel auch bei der Shakespeare-Company und der Schwankhalle.“ Was letztere betrifft, will Emigholz noch in diesem Winter eine „komplette Überarbeitung des Konzeptes“ vorstellen und die Schwankhalle als ein Kunstzentrum etablieren, in dem auch das Kino 46 seinen Platz haben soll.

Aha! Also in die Neustadt geht es wohl. Wer die Schwankhalle nicht kennt, sie befindet sich vom Leibnizplatz aus gesehen auf mittlerer Höhe des Buntentorsteinwegs.

Vom ursprünglichen Konzept das Kino mehr ins Stadtzentrum zu bringen ist damit nicht viel übriggeblieben. Ich würde sogar behaupten, dass der neue Standpunkt von der Anbindung her keinerlei Vorteile gegenüber dem alten in Walle gibt. Sicherlich ist es lobenswert, die Kulturaktivitäten an einem Punkt zu bündeln und dadurch entstehende Synergieeffekte nutzen zu können, aber dies im Buntentorsteinweg, relativ weit weg vom sonstigen kulturellen Leben, zu tun, finde ich persönlich sehr enttäuschend. Die Weserburg (schließt sich allerdings durch bauliche Hindernisse aus) gegenüber der vielbesuchten Schlachte oder das alte Polizeihaus direkt neben der Domsheide und unweit des Goethetheaters und der Kunsthalle sind da doch ein ganz anderes Kaliber. Ich gebe zu, wenn es tatsächlich dazu kommt, dass das Kino 46 weit weg vom Zentrum in die hintere Neustadt zieht, bin ich schwer enttäuscht. Aber noch besteht ja Hoffnung – immerhin wird der Umzug nun schon seit fast zwei Jahren geplant und bisher ist noch nichts konkretes dabei herausgekommen.

Cinemaxx Jahreskarte

Von , 26. November 2008 11:03

Seit Anfang Oktober bietet das Cinemaxx eine Jahres- und eine Halbjahreskarte zu Euro 249,- bzw. 149,- an.

Mit dieser Karte kann man dann in beliebig viele Vorstellungen gehen.  In der „Welt“ gibt es dazu heute einen Kommentar. Einen weitaus detailierteren und informativeren Artikel zum Thema gibt es allerdings bei „Financial Times Deutschland„.

Die Frage ist in der Tat, inwieweit die „Goldcard“ eine gute Idee ist.  Das Programm des Cinemaxx richtet sich ja mehr an eine jugendliche Zielgruppe, die wahrscheinlich in der Mehrheit nicht bereit ist, soviel Geld auf einen Schlag in eine „Kino-Flatrate“ zu investieren. Zumal hier ja die Heimkino-Nutzung (und von der Beschaffung der Filme im Netz mal ganz abgesehen) eine große Rolle spielt. Das ältere Publikum, welches sich die „Goldcard“ leisten kann, hat aber sicherlich zum größten Teil keine Lust auf das Multiplex mit seinem jungen, zumeist lauten Publikum und geht lieber ins Programmkino, wo es sich auch im Filmprogramm eher wiederfindet. Zudem, wie im FTD-Artikel beschreiben: Wenn alle das Goldcard-Angebot voll ausnutzen würden, dann wäre das Cinemaxx bald pleite. Es bleibt also abzuwarten, ob das Modell Schule macht und sich andere Kinos gezwungen sehen mitzuziehen.

Kinotipp: F.W. Murnaus „Sunrise – A Song of Two Humans“

Von , 25. November 2008 23:16

Am kommenden Sonntag, den 30.11. um 20:30 zeigt das Kino 46 einen der großartigsten Filme aller Zeiten: Friedrich Wilhelm Murnaus unsterblichen „Sunrise – A Song of Two Humans“ von 1927.

Klavierbegleitung wie immer, wenn im Kino 46 ein Stummfilm gezeigt wird, durch den wunderbaren Ezzat Nashashib. Meine Top-Empfehlung für das auslaufende Kinojahr. Da muss man als Filmliebhaber einfach dabei sein.

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Keatons „Steamboat Bill jr.“ mit dem Landesjugendorchester Bremen

Von , 21. November 2008 14:52

Vom 5. bis zum 7. Dezember führt das Kino 46 zusammen mit dem Landesjugendorchester Bremen den Stummfilm-Klassiker „Steamboat Bill jr.“ von Buster Keaton auf.

Im Kino 46 (und leider nicht in der Glocke, wie bei der Veranstaltung im letzten Jahr) wird das Landesjugendorchester unter der Leitung von Stefan Geiger den Stummfilm live mit einer Komposition von Robert Israel begleiten.

Termine: Fr. 5.12. 20:30 (Premiere); Sa. 6.12. 16:00 und 20:30; So. 7.12. (letzte Chance!) 20:30 

Der Eintrittspreis liegt bei 13,00 Euro (bzw. 11,00 Euro ermäßigt; 9,00 Euro für Kommunalkino-Mitglieder).

Die Chance nicht nur eine der gelungensten Stummfilm-Komödien, sondern diese auch gleichzeitig in voller Orchesterbegleitung genießen zu dürfen, sollte man sich nicht entgehen lassen!

„Spoiler-Tina“ ist wieder unterwegs

Von , 21. November 2008 14:30

Nachdem ich mich letzte Woche schon über die „Rezension“ des Filmes „Film Noir“ durch Frau Tina Groll im „Weser Kurier“ aufgeregt habe, schlug die Gute gestern im Kulturteil des „Weser Kuriers“ wieder zu.  In ihrer Nacherzählung des Filmes „Novemberkind“ empfindet sie auch diesmal wieder ein höllisches Vergnügen daran, die Schlussszene (!!!) des Filmes in einem Detailreichtum zu schildern, welches der Fantasie kaum noch Spielraum lässt. Als Zusammenfassung des Inhalts eine glatte 1 mit zwei Sternchen, aber wer will so etwas bitte schön lesen, wenn er eine Kritik zu einem Film erwartet, der gerade erst anläuft?  Und überhaupt, seit wann besteht eine Filmkritik zum 75% aus einer Inhaltsangabe? Inklusive dem Ende?

Bremen: Filme in der Originalfassung?

Von , 20. November 2008 16:48

Die Bremer Kinolandschaft zeichnet sich in den letzten Jahren leider vor allem dadurch aus, dass der Film in der unsynchronisierten Originalfassung quasi nicht stattfindet. Der Filmfreund, welcher Filme unverfälscht in der Originalsprache sehen möchte oder der des deutschen nicht so mächtige Gast in unserer Stadt, wird „seine“ Filme nicht im Kino finden, sondern ist auf DVDs angewiesen, welche ihm die Wahl zwischen deutscher Synchronisation oder der Originalsprache lassen.

Rühmliche Ausnahmen bilden das Kino 46, welches seine Filme fast immer in der O-Fassung bringt, die Schauburg, wo es an jeden Montag um 21:45 (für Arbeitnehmer also nicht wirklich attraktiv) eine Originalfassung als Sneak-Preview gibt und das Atlantis, wo am letzten Montag des Montags eine Sneak-Preview eines aktuellen französischen Filmes (mit deutschen Untertiteln) läuft.

Letztendlich ist die Situation für den Filmfreund aber natürlich höchst unbefriedigend. Um aktuelle Filme im Original zu sehen, führt an einer Reise nach Hamburg eigentlich kein Weg vorbei.

Umso erfreuter war ich, als ich sah, dass der aktuelle James-Bond-Streifen (siehe Rezension unten) im Cinemaxx Bremen zu einer für „normal arbeitende Menschen“ angenehmen Zeit (am Wochenende um 16:15 Uhr) lief. Zwar zeigte das Cinemaxx Bremen schon früher ab und zu einmal Filme im Original, dabei handelte es sich aber zumeist um seichte bis alberne Komödien, die Montag abends in dem Slot nach 22:00 Uhr versteckt wurden.

Der Saal 7 des Cinemaxx war zur „Quantum of Solance“-Vorstellung am letzten Sonntagnachmittag recht gut gefüllt. Somit scheint es ja durchaus eine Nachfrage nach Filmen in der Originalfassung in Bremen zu geben. Also habe ich einmal bei Cinemaxx Bremen angefragt, ob es nicht möglich sei, zumindest einmal am Wochenende (gerne auch nachmittags) einen Platz für O-Fassungen aktueller Filme einzurichten.

Der Kundenservice des Cinemaxx Bremen verdient schon mal ein Sternchen, denn die Antwort traf gleich am nächsten Tag bei mir ein.

Dass englische Originalfassungen in Bremen sehr beliebt sind, hat man dort auch schon bemerkt und bemüht sich zur Zeit das Angebot auszubauen und attraktive Termine zu finden. Gezeigt werden dann die deutschen Kopien (was zur Folge hat, dass die nicht-englischsprachigen Passagen – wie die italienischen und spanischen beim neuen Bond – dann auf deutsch untertitelt werden). Dabei wird die „DTS-Tonspur“ eine CD im Originalton ersetzt. Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass die entsprechende CD vorhanden und über die Filmverleih zu beziehen ist. Das heißt aber auch, dass durch jede Vorstellung im Originalton eine entsprechende deutschsprachige Vorstellung ausfällt. Da synchronisierten Fassungen fast immer besucherstärker sind, muss das Kino sehr genau abwägen, ob und wann sie diese durch die Originalfassung ersetzt.

Zumindest besteht ja Hoffnung darauf, dass sich die Bremer Situation in Zukunft ein wenig bessert. Viel schlechter kann es ja fast gar nicht mehr werden.

UPDATE Februar: Seit letztem Jahr scheint sich wirklich etwas getan zu haben. Das Cinemaxx ist dazu übergegangen zu besucherfreundlichen Zeiten einen seiner aktuelle Topfilme in der (englischen) Originalfassung anzubieten. Vor drei Wochen lief „Seven Pounds“ (Sieben Leben) mit Will Smith und vorletzte Woche der höchst empfehlenswerte „Revolutionary Road“ (Zeiten des Aufruhrs) von Sam Mendes mit Doppel-Golden-Globe Gewinnerin Kate Winslett und Leonardo di Caprio. Bei David Finchers neues Werk „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ mit Brad Pitt und Cate Blanchett war die Vorstellung am vergangenen Montagabend um 19:00 Uhr nahezu ausverkauft.

Übrigens: Hier im Filmforum Bremen halte ich die werten Leser wöchentlich über O-Fassungen in den Bremer Kinos auf dem Laufenden.

Rezension: „Quantum of Solace“ (Ein Quantum Trost)

Von , 20. November 2008 15:54

Der neue Bond „Quantum of Solace“ (dt. Ein Quantum Trost) beginnt bekanntermaßen dort wo „Casino Royale“ aufhörte und ergänzt diesen, indem er die „Bond-Werdung“ des jungen James weiterführt, lose Fäden aufnimmt und an einer Hintergrundgeschichte mit einem allgegenwärtigen, verbrecherischen Kartell werkelt. Somit wirkt der Film auch wie ein Zwischenwerk. Der Übergang vom „Relaunch“ mit neuem Darsteller und aktualisierter, raueren Entstehungsgeschichte hin zu dem Superagenten, den wir seit den 60ern kennen und lieben.

Dass der wilde und raue „Jung-Bond“ im Zuge der Serie wieder etwas domestiziert wird, scheint ja durch die langsame Integration „klassischer“ Bond-Elemente in die jeweils letzte Einstellung (das „James-Bond-Thema“ in „Casino Royale“, der klassische Vorspann in „QoS“) vorprogrammiert. Es bleibt spannend, wie die „Kür“ mit „Bond 23“ aussehen wird, nachdem die „Pflicht“ mit „QoS“ erledigt wurde. In wie weit dann der ganze James-Bond-Franchise wirklich entstaubt und neu poliert wurde, dürfte erst mit diesem dritten Film dann wirklich feststehen.

„Quantum of Solace“ ist ein solider Actionfilm mit einem sehr guten, charismatischen Hauptdarsteller. Schauspielerische Glanzpunkte setzt Daniel Craig zwar nicht, aber das wird von ihm auch nicht gefordert. Seine Darstellung lebt zunächst einmal ganz von seiner beeindruckenden Leinwandpräsenz. Ja, dieser Mann hat in der Tat das gewisse Etwas. Interessanterweise kann man dies zwar auch von seinem Vor-vor-vor-vor-vorgänger sagen, trotzdem sind Connery und er so grundverschieden, dass es Spaß macht und gleichzeitig hochinteressant ist, zu sehen wie unterschiedlich man der eigentlich schon zur Selbstparodie (Moore, Brosnan) verkommenen Figur „James Bond“ einen persönlich Stempel aufdrücken und sie wieder zu etwas Besonderen machen kann.

Daniel Craigs Präsenz ist aber schon die größte Stärke dieses neuen Bond-Filmes. Zwar war Bond schon immer ein Zeitgeist-Phänomen, welches vieles über das popkulturelle Umfeld, in dem die jeweiligen Filme entstanden sind, sagt, aber irgendwo war er immer „das“ Ereignis, der Vorreiter, der Maßstab an dem sich seine Klone messen mussten. Hier nun hechelt der Film der momentanen Mode etwas hinterher und scheint die eigenen Kinder zu imitieren (vor allem „Bourne“, aber auch die TV-Serie „24“). Die Action-Szenen mit permanenter Wackelkamera, rasanten Schnitte im 1/100-Takt, Bilderfetzen von Detailaufnahmen… sie sind mittlerweile schon Standard geworden. Klischee. Eine Mode. Man fragt sich, ob dieser Stil in einigen Jahren nicht merkwürdig antiquiert wirken wird. Typisch für das Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrtausends, aber nicht mehr zeitgemäß. Es ist natürlich an dieser Stelle müßig darüber zu spekulieren, allerdings stellt sich ernsthaft die Frage, warum der Film in seinen – durchaus beeindruckenden und rasanten – Action-Szenen einen so gewaltigen Aufwand betreibt, wenn man mit einer normal entwickelten Auffassungsgabe sich in den Bildfragmenten verliert und fast gar nichts mehr erkennen kann. Natürlich kann man dieses Schnittinferno auch als „Spiegelbild des emotionalen Aufruhrs“ des Protagonisten interpretieren (wofür spricht, dass sich der Film im Laufe der Handlung etwas „beruhigt). Oder eben auch als modische Spielerei.

Die eigentlich simple Story wirkt etwas verkompliziert und dadurch unnötig aufgeblasen. Auch die Nebendarsteller bleiben eher blass. Mathieu Almaric als Bösewicht weiß zu gefallen, wirkt aber irgendwie fehl am Platze. Er erinnerte mich an Klaus-Maria Brandauer in „Sag niemals nie„. Man möchte die subtile Darstellung mögen, aber sie packt einen nicht wirklich. Zwischentöne passen scheinbar nicht hinein in einen Action-Kracher.

Unter dem Strich steht die Marke „Bond“ wieder einmal für gute Unterhaltung. „Quantum of Solace“ ist ein solider, aber nicht überragender Bond-Film geworden, der seinem Vorgänger „Casino Royale“ etwas hinterherhinkt. Erwähnt werden soll an dieser Stelle aber auf jeden Fall noch der fantastische Score von David Arnold, der auf aufregende und dynamische Weise neue und alte Themen in sich vereint.

Wim Wenders in der Schauburg

Von , 19. November 2008 14:56

Am Montag, den 24. November um 19:00 Uhr stellt Wim Wenders in der Schauburg seinen neusten Film „Palermo Shooting“ vor. Eine Preview des Filmes (allerdings ohne das Beisein von Herrn Wenders) gibt es auch schon am heute abend um 21:30 Uhr.

Werner Herzog auf dem Weg zum Oscar?

Von , 19. November 2008 10:15

Wie der „Weser Kurier“ heute berichtet, hat es Werner Herzog in der Kategory „Bester Dokumentarfilm“ auf die sogenannte „short list“ der Academy-Mitglieder geschafft, welche die Oscar-Preisträger 2009 küren sollen.

Sein Film „Encounters at the End of the World“ (welcher, wie auch „The Wild Blue Yonder“ von 2005, jenseits diverser Filmfestivals leider noch keine deutsche Veröffentlichung erfahren hat) ist damit einer von 15 Filmen, von denen am 22. Januar dann fünf nominierten werden. Ebenfalls auf dieser Liste befindet sich „Standard Operating Procedure“ von Errol Morris, der 2004 bereits einen Oscar für die beste Dokumentation gewonnen hat (für „Fog of War„) und für „Standard Operating Proucedure“ bereits den Silbernen Bären in Berlin zugesprochen bekam.

Wie es auch kommen mag: Es wäre zwar nett, wenn Herzog einmal mit einem Oscar geehrt würde, dem Filmemacher selber dürfte dies aber ziemlich egal sein. Die Hauptsache ist, er beschert uns noch viele Filme.  Zwar war sein Spielfilmschaffen in den letzten Jahr leider nur auf recht durchschnittlichem Niveau, aber seine Dokumentationen ein fortwährender Quell der Freude.

Kino 46: Film und Propaganda

Von , 17. November 2008 15:42

Heute abend um 18:00 Uhr beginnt im Kino 46 eine Reihe mit deutschen Propagandafilmen der NS-Zeit, welche den 1. Weltkrieg und die sogenannte „Dolchstoßlegende“ zum Thema haben. Die Veranstaltungsreihe läuft in Kooperation mit der »Landeszentrale für politische Bildung«, dem »Verein Erinnern für die Zukunft« und der »Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung« und wird geleitet von Herrn Dr. Herbert Heinzelmann.

Gezeigt werden drei Filme von Karl Ritter. Heute „Urlaub auf Ehrenwort„; Dienstag „Unternehmen Michael“ und Mittwoch „Pour le Mérite„. Leider beginnen die Filme alle schon um 18:00 Uhr, so dass es für den normalen Arbeitnehmer schwer ist, daran teilzunehmen. Allen anderen ist es aber dringend ans Herz gelegt, sich ein Bild davon zu machen, wie die NS-Propagandamaschine es verstand, historische Tatsachen zu ihren Gunsten zu verdrehen und für eigene Interessen einzusetzen. Gerade in der heutigen Zeit, wo die Tendenz immer mehr dahin geht, sich von den Bildern ohne Hinterfragen gedankenlos berieseln zu lassen , sollte man sich die Mechanik politischer Propaganda an diesen Pardebeispielen einmal zu Gemüte führen und dann bei diversen patriotisch gefärbten Blockbuster etwas genauer anschauen.

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