17. Internationales Bremer Symposium zum Film: „Was ist Kino?“

Vom 20. bis 22. Januar findet, nun schon zum 17. Mal, das Internationale Bremer Symposium zum Film statt.

Das Thema in diesem Jahr ist die Frage „Was ist Kino?“

Seit langem befindet sich das Kino als Ort, wo die Magie des Films und die ästhetische Erfahrung der Zuschauer aufeinander treffen, in Konkurrenz mit anderen Institutionen wie Fernsehen, Museen oder Computernetzwerken. Was Kino heute ist, ist Thema der Vorträge, Diskussionen und Filme des Bremer Filmsymposiums vom 20. bis 22. Januar sein.

Begleitend zum Filmsymposium finden auch einige Sonderveranstaltungen statt:

· Zwei kuratierte Filmprogramme aus der Sammlung des Arsenal ­Institut für Film und Videokunst e.V., Berlin, und dem Österreichischen Filmmuseum, Wien, zeigen am Sa., 21.1. anhand von Beispielen die Vielfalt des Mediums (Por primera vez ­  – Zum ersten Mal, 14:15 Uhr // The Clock, oder: 89 min Freizeit ­ ÖFM on location, 19:00 Uhr).

Hauptmotive des erzählenden Kinos erklärt »FILM IST. a girl & a gun«, eine Filmcollage des international renommierten Wiener Film- und Videokünstlers Gustav Deutsch (Sa 21.1. / 21:00 Uhr).

· John Smith, vielfach ausgezeichneter britischer Künstler und Professor, eröffnet am Fr., 20.1. zuerst seine Ausstellung »Worst Case Scenario« im Museum Weserburg und präsentiert anschließend im CITY 46 zwei seiner Filme.

· Die Diskussion mit dem Thema »The Art of Projection: Moving Images in Cinema and Museum« bringt John Smith, Ingo Clauss (Museum Weserburg, Bremen), Wulf Herzogenrath (früherer Direktor der Kunsthalle Bremen) und Stefanie Schulte Strathaus (u.a. Ko-Direktorin des Arsenal Berlin) am So., 22.1. um 10:30 Uhr an einen Tisch.

Weitere Infos gibt es hier.

Mehr Details zu den Filmen, die im Rahmen des Symposiums gezeigt werden, findet Ihr in meiner wöchentlichen Liste mit O-Fassungen.

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Originalfassungen in Bremen: 19.01.12 – 25.01.12

Wie vielleicht der eine oder andere gemerkt hat, ist die Übersicht über die O-Fassungen in der letzten Woche ausgefallen. Gründe sind mal wieder viel Stress auf der Arbeit und damit einhergehend, generelle Unlust. Es hat sich hier aber keiner beschwert, von daher war es wohl nicht ganz so schlimm. In dieser Woche das Internationale Bremer Symposium zum Film stattfindet, daher ist die Liste ungewöhnlich lang geworden.

Verblendung – Cinemaxx, Do.-So. immer 16:30 – Nur 2 Jahre nach der schwedischen Erstverfilmung kommt Hollywood mit seiner Verfilmung des Stieg-Larson-Bestsellers um die Ecke. Statt Michael Nyqvist und Noomi Rapace gibt es in der US-Version Daniel Craig und Rooney Mara zu bewundern. Immerhin wurde der Schauplatz des düsteren Geschichte in Schweden belassen und mit David Fincher ein Regisseur verpflichtet, der sich mit finsteren Thrillern auskennt.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=1KBPru-Pu5Q[/youtube]

Sümela’nin sifresi: Temel – Sümela’s Code – Temel – Cinemaxx, Do.-Mi. 18:30 (außer Mo.)  und 21:00 – Türkische Komödie, um einen armen Mann, der schnell reich werden muss, damit er seine Auserwählte aus gutem Hause heiraten kann.

Kurtulus Son Durak – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 23:10 – Türkische Tragikomödie um eine kürzlich geschiedene Psychologin, die in eine neue Nachbarschaft zieht.

Die Mühle und das Kreuz – Cinema, Fr. und Mo. um 17:00, so. 16:15 – Historisches Drama des polnischen Regisseurs Lech Majewski. Rutger Hauer spielt den Maler Pieter Bruegel, der im Flandern Mitte des 16. Jahrhunderts die Malerei revolutioniert, indem er Jesus Kreuzigung in einem zeitgenössischen Kontext malt. Ferner mit Charlotte Rampling und Michael York.

After Life – City 46. Do. 20:00 und So. 18:00 – Tipp! Japanischer Film über kürzlich Verstorbene in einem Zwischenreich, die nur eine einzige Erinnerung mit das Leben nach dem Tod nehmen dürfen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=DN9sr5wVkik[/youtube]

Die Flucht aus dem Kino ‚Freiheit‘ – City 46, So. 21.01. um 20:30 – Polnischer Film über einen Filmzensor kurz vor dem Fall des Kommunismus, der sich auf einmal damit konfrontiert sieht, dass die Figuren aus einem Film zu ihm sprechen und rebellieren.

Die zweite Hälfte der Nacht – City 46, Fr. 20.01 . um 22:30 – Romantische Komödie aus Italien um den Nachtwächter im Turnier Filmmuseum. Als eines Nachts eine junge Frau vor der Polizei in sein Museum flieht, bahnt sich eine Liebesgeschichte an.

El truco del manco – Mi., 25.01. um 20:00 -Spanisches Drama um einen behinderten Rapper, der zusammen mit seinem arabisch-stämmigen Freund ein eigenes Tonstudio aufbauen will.

Gloria, die Gangsterbraut – City, 46, Mi., 25.01., 18:00 – Gangsterfilm von John Cassavetes mit seiner Frau Gena Rowlands. Die Ex-Geliebte eines Gangsterbosses nimmt sich eines kleinen Jungen an, dessen Familie von der Mafia liquidiert wurde.

Godard trifft Truffaut – Deux de la Vague – Fr. 15:30 und Die. 20:00 – Dokumentation über den Beginn der Nouvelle Vague und die Freundschaft/Feinschaft zweier ihrer Protagonsiten.

Sobibór – 14. Octobre 1943 – 16 heures – City 46, Mo. und Die. um 18:00, Mi. um 20:30 – Retrospektive mit Filmen der Gewinner des Bremer Filmpreises 2012: Kamerafrau Caroline Champetier. Hier führt sie bei einer Dokumentation von Claude Lanzmann („Shoah„) die Kamera. Es geht um den Aufstand von Gefangenen im Konzentrationslager Sobibór 1943.

Von Menschen und Göttern – City 46, Do.und Mo. um 20:30, Sa. und So. um 20:00 – Caroline-Champetier-Retro Teil 2: Ein vielfach ausgezeichneter von Xavier Beauvois. Die wahre Geschichte handelt von französischer Trappisten-Mönche, die 1996 in Algerien im Zuge der Konflikte zwischen den fundamentalistischen Rebellen und der Regierung brutal ums Leben kamen. Am 19.01. in Anwesenheit von Caroline Champetier!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=I1_pwKFgpZo[/youtube]

Zwei Wochen in einer anderen Stadt – City 46, So. 13:00 und Die. 20:30 – Vincente Minnelli, Kirk Douglas und Edward G. Robinson. Klassiker über einen ausgebrannten, ehemaligen Hollywood-Star, der jetzt für Filmaufnahmen in Rom engagiert wurde.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 22.01. um 21:45

Französische Sneak Preview- Mi., 25.12. um 18:00 Uhr in der Gondel und um 21:00 Uhr im Atlantis

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Originalfassungen in Bremen: 05.01.12 – 11.01.12

Ich wünsche all meinen Lesern ein frohes neues Jahr!

Und weiter geht’s….

Happy New Year – Neues Jahr, neues Glück – Cinemaxx, Fr.+Mo. um 20:00 – Romantische US-Komödie mit absoluter Starbesetzung. Sogar unser Til Schweiger darf da mitmischen. In dem Film von Gary Marshall (Pretty Woman) geht es um verschiedene Paare und Singles in einer Silvesternacht in New York.

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten – Cinemaxx, Do., Sa., Mo.-Mi. immer um 22:30, Sa., So. und Mi. auch 19:30 – Guy Richties erster Sherlock-Holmes-Action-Film war überraschend kurzweilig, was auch vor allem Robert Downey Jr. Als unkonventionellen Holmes verdankte. Die Kritiken zum zweiten Teil sind zwiespältig. Entweder Verriss oder Empfehlung.

The Ides of March – Tage des Verrats – Cinemaxx, Do./Mi. um 19:30; Fr./So. um 22:30 – George Clooneys vierte Regiearbeit wird überall sehr gelobt. In der Tradition des politischen US-Kinos der 70er Jahre geht es um Intrigen und Verrat hinter den Kulissen den US-Wahlkampfes.

Wyssozki – Danke, für mein Leben – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 15:00 – Spielfilm über den russischen Sänger Vladimir Wyssozki, der sich in den 70er Jahren mit seinem Texten immer wieder mit den Mächtigen in Russland anlegte und Opfer des KGB wurde. Auf russisch.

Sümela’nin sifresi: Temel – Sümela’s Code – Temel – Cinemaxx, Do.-Mi. 20:30 und 22:50 – Türkische Komödie, um einen armen Mann, der schnell reich werden muss, damit er seine Auserwählte aus gutem Hause heiraten kann.

Die Mühle und das Kreuz – Cinema, Fr., Sa. und Mo. um 17:00 – Historisches Drama des polnischen Regisseurs Lech Majewski. Rutger Hauser spielt den Maler Pieter Bruegel, der im Flandern Mitte des 16. Jahrhunderts die Malerei revolutioniert, indem er Jesus Kreuzigung in einem zeitgenössischen Kontext malt. Ferner mit Charlotte Rampling und Michael York.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=iQLLzezW4NE[/youtube]

Die Viererbande – City 46, Do., Sa.-Mo. und Mi. immer um 20:00 – Meisterwerk von Jacques Rivette, einem der „Väter“ der Nouvelle Vague. Vier junge Schauspielschülerinnen leben zusammen in einem Haus. Schon bald zeigt sich, dass ein Mädchen, das vorher mit ihnen in dem Haus wohnte, ein Geheimnis hatte. Ein mysteriöser Fremder tritt auf und auch ihre legendäre Schauspiellehrerin verhält sich sehr unkonventionell. Die Kamera führte die Trägerin des Bremer Filmpreises 2012: Caroline Champetier.

Ich folgte einem Zombie – City 46, Fr. um 22:30, Sa.+ Die um 20:30 – Grusel-Klassiker von Jacques Tourneur. Basiert lose auf Charlotte Brontës Roman “Jane Eyre”. Empfehlung! In Kooperation mit der „Vodou“-Ausstellung im Überseemuseum.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=W6SWz27OXac[/youtube]

Whore’s Glory – Ein Triptychon zur Prostitution – City 46, Do./Sa./Mi. 20:30; Sa. 22:30 und Fr./Mo. 18:00 – Dokumentation über Prostitution in drei völlig unterschiedlichen Ländern: Regie führt der österreichische Regisseur Michael Glawogger, der neben seinen Spielfilmen zuvor auch schon mit den Dokumentationen „Megacities“ und „Workingman’s Death“ brillierte.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 09.01. um 21:45

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Drei Jahre „Filmforum Bremen“

Seit drei Jahren (einem Monat und ein paar Tagen) ist das Filmforum Bremen jetzt schon im Netz. Nach einem etwas holprigen Beginn (noch als „echtes“ Forum, was aber dann relativ fix mangels reger Teilnahme wieder eingestampft wurde), hat sich der Blog gerade in letzten 1,5 Jahren – soweit ich das nach den Besucherstatistiken beurteilen kann – prächtig entwickelt.

Auch die Radiosendung „Cinerama“ auf RadioWeser.TV hat positiven Zuspruch gefunden, was mich natürlich sehr gefreut hat. Im nächsten Jahr wird es hier auf jeden Fall eine Fortsetzung geben.

Ferner bin ich – wie ich bereits des Öfteren geschrieben – an dem „Weird Xperience„-Projekt im City 46 beteiligt, was mir auch eine Menge Spaß bereitet.

Es wird also nicht langweilig. Worüber ich mich übrigens sehr freuen würde, wäre mehr Feedback von meinen Lesern. So schreibt man doch zum Teil ziemlich „ins Leere“ hinein. Mich würde z.B. sehr interessieren, ob es noch Felder/Schwerpunkte gibt, die für Euch über das bisher Gebotene hinaus wichtig wären oder die hier intensiviert werden sollten. Z.B. mehr Rezensionen, DVD-Vorstellungen, Beiträge zur Filmgeschichte u.ä.

Und wenn ihr bei Facebook seit und Euch einen Beitrag interessiert findet, drückt ruhig mal auf „Gefällt mir“ und/oder hinterlasst einen Kommentar. Das gibt mir dann ein Gefühl dafür, welche Beiträge für Euch wichtig sind und welche eben nicht.

Nun bleibt mir in noch, all meinen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen!

Wir lesen/sprechen/hören/sehen uns dann 2012 wieder.

Euer,

Arkadin

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Originalfassungen in Bremen: 29.12.11- 04.01.12

Wer es letzte Woche nicht geschafft hat, die O-Fassungen zu schauen, der hat bei den allermeisten Filmen jetzt noch eine zweite Chance. Denn viel Neues kommt in der letzten Woche des Jahres (bzw. der ersten des neuen Jahres) nicht dazu.

Darkest Hour – Cinemaxx, Do./Die. um 22:30 und So./Mi. um 19:30 – Fünf amerikanische Touristen auf Städtetour in Moskau (!) erleben einen Alien-Invasion (?). Klingt irgendwie merkwürdig- Ich habe auch noch nichts von dem Film gehört. Keine Ahnung… Regisseur Chris Gorak war zuvor Art Director bei so grandiosen Filmen wie „Fight Club“ oder „Fear and Loathing in Las Vegas„.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=VUznviXV-U8[/youtube]

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten – Cinemaxx, Do./Die um 19:30, Fr./Mo. um 22:30 – Guy Richties erster Sherlock-Holmes-Action-Film war überraschend kurzweilig, was auch vor allem Robert Downey Jr. Als unkonventionellen Holmes verdankte. Die Kritiken zum zweiten Teil sind zwiespältig. Entweder Verriss oder Empfehlung.

The Ides of March – Tage des Verrats – Cinemaxx, Fr./Mo. 19:30 und So./Mi. um 22:30 – George Clooneys vierte Regiearbeit wird überall sehr gelobt. In der Tradition des politischen US-Kinos der 70er Jahre geht es um Intrigen und Verrat hinter den Kulissen den US-Wahlkampfes.

Wyssozki – Danke, für mein Leben – Cinemaxx, Do.-Mi. 17:30 – Spielfilm über den russischen Sänger Vladimir Wyssozki, der sich in den 70er Jahren mit seinem Texten immer wieder mit den Mächtigen in Russland anlegte und Opfer des KGB wurde. Auf russisch.

Labirent – Cinemaxx, Do./Fr. und So.-Die. immer um 22:30 – Türkischer Action-Thriller um eine Gruppe, die das Land mit Terror-Attentate ins Chaos stürzen wollen.

Allah’in Sadik Kulu: Barla – Gottes treuer Diener – Cinemaxx, Do-Die außer Sa. immer um 20:00 – Türkischer Animationsfilm über Said Nursi, dem religiösen Führer und Gründer der Nurculuk-Bewegung, der in den 30er Jahren lebte.

Lady Snowblood – City 46, Fr. 30.12. um 22:30 – Japanischer Samurai-Klassiker, der u.a. Quentin Tarantino bei seinem Epos “Kill Bill” stark inspiriert hat. Rache, Blut, Schnee, Schwerter und schöne Frau. Der Stoff auf dem Kultfilme gemacht sind. Außerdem eine gute Vorbereitung auf die “Weird Xperience“-Reihe die ab Januar regelmäßig im City 46 läuft. Letzte Gelegenheit diesen großartigen Film auf der großen Leinwand zu sehen!

Geständnisse – City 46, Do. um 18:00; Fr./Die/Mi. um 20:00 und So./Mo. um 20:30 – Vielfach ausgezeichneter und hochgelobter japanischer Rache-Thriller um einer Lehrerin, die sich an den Schülern rächt, die Verantwortlich für den Tod ihrer Tochter sind.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=dvLiSW6iK7k[/youtube]

Diese Nacht – City 46, Do./Die./Mi. um 20:30, Fr./Mo. um 18:00 und So. um 20:00 – Der Prophet im eigenen Lande gilt nichts. Das Centre Pompidou ehrt den kürzlich verstorbenen Werner Schroeter mit einer Retrospektive – hier bleibt er nahezu unbekannt. Eine Gelegenheit dem Abhilfe zu verschaffe ist es, sich im City 46 seinen letzten Film „Diese Nacht“ anzuschauen. Französisches Drama.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=xB0jqax81fE[/youtube]

Ninotschka – City 46,Do. um 20:00 und Fr. um 20:30 – „Die Garbo lacht!“ Meisterliche Komödie von Ernst Lubitsch. In einer Nebenrolle: Bela Lugosi!! Drehbuch: Charles Brackett und Billy Wilder!!!!

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 02.01. um 21:45

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Mein persönlicher Jahresrückblick 2011

2011 neigt sich langsam, aber sicher, dem Ende zu. In der Luft liegt der Geruch von Spekulatius und Silvester-Böllern. Zeit für mich, das vergangenen (filmische) Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen.

Im Kino blieben die großen Überraschungen aus. Die üblichen Verdächtigen haben ihre neusten Werke souverän nach Hause gebracht, größere Ausfälle waren nicht zu verzeichnen. Liegt es daran, dass ich dieses Jahr bei der Filmauswahl ein ganz gutes Händchen hatte oder dass ich es leider nicht geschafft habe, mehr als nur ein Filmfestival zu besuchen? Richtige Flops hatte ich in 2011 nicht dabei. Zwar war der ein oder andere Film dabei, der mir nicht so gut gefallen hat, aber wirklich verärgert hat mich keiner. Was mich allerdings geärgert hat: Wie eben schon erwähnt, habe ich es – nach dem festivalreichen Vorjahr – diesmal nur auf einem einzigen Filmfest war. Insbesondere schmerzt mich, es nicht nach Lübeck geschafft zu haben. Aber das war dieses Jahr leider zeitlich überhaupt nicht drin. Ich hoffe 2012 wird das wieder anders sein.

Vielleicht hat sich aber auch gerade durch die erzwungene Festival-Abstinenz die Flop-Rate so stark minimiert, dass ich diese Rubrik in diesem Jahr gar nicht mit aufführe. Bei den Top 10 Kinofilmen habe ich bis zum Schluss mit mir gerungen, welcher Film es auf Platz 1 schafft. Letztendlich ist es ein Film geworden, der in Deutschland zwar bereits im November 2010 anlief, in vielen anderen Ländern (u.a. in Polen, wo ich ihn gesehen habe) erst 2011. Mit diesem kleinen Kunstgriff schafft er es dann auch in meine Jahresbestenliste: „Somewhere“ von Sofia Coppola schiebt sich knapp vor Lars Von Triers „Melancholia“ auf die Pole Position. Obwohl ich „Melancholia“ als verkappten „autobiographischen Schlüsselfilm“ (man ersetzte in der ersten Hälfte Justine mit Von Tier und die Hochzeit – auf der Justine trotz ihrer schlechten psychischen Verfassung von allen gezwungen wird „mitzuspielen“ und „fröhlich und dankbar“ zu sein, mit einem x-beliebigen Filmfestival. Da versteht man Von Tiers Auftritt in Cannes plötzlich) sehr mochte, hat mich Coppolas minimalistischer Film über die innere Leere doch länger und intensiver beschäftigt.

Die beiden schönsten „filmrelevanten“ Ereignisse waren für mich einerseits das International Filmfestival in Oldenburg, wo ich einige nette Menschen getroffen habe, und andererseits das 2. Offizielle Forentreffen des „Deliria Italiano„-Forums in Frankfurt, wo ebenfalls viele mir bereits sehr ans Herz gewachsene Leute zugegen waren.

Was nicht so toll war: Ich habe es nicht geschafft Woody Allens „Midnight in Paris“ zu schauen, da ich bis zum Schluss darauf spekuliert habe, dass der irgendwo im O-Ton läuft. Und in diesem Jahr war ich zeitlich so stark bei anderen, nicht-filmischen, Dingen eingespannt, dass sich auch mein Filmkonsum drastisch um fast ein Drittel verringert hat. Na ja… aber vielleicht ist das ja auch nicht soooo schlecht. So ist man eben gezwungen, sich auf das wesentliche zu konzentrieren.

Aber genug der langen Vorrede. Hier meine persönlichen Bestenlisten 2011.

Top 10 Kinofilme 2011

1. Somewhere (Sofia Coppola)
2. Melancholia (Lars Von Trier)
3. 22 mei (Koen Mortier)
4. Black Swan (Darren Aronofsky)
5. Carnage (Der Gott des Gemetzels) (Roman Polanski)
6. Cave of Forgotten Dreams (Höhle der vergessenen Träume) (Werner Herzog)
7. Rózyczka (Jan Kidawa-Blonski)
8. La piel que habito (Die Haut in der ich wohne) (Pedro Almodóvar)
9. Le Havre (Aki Kaurismäki)
10. Rango (Gore Verbinski)

Top 10 erstmals gesehene/nach langer Zeit wiedergesehene ältere Filme

1. My Winnipeg (Guy Maddin)
2. A Time to Love and a Time to Die (Zeit zu lieben und Zeit zu sterben) (Douglas Sirk)
3. Mr. Smith Goes to Washington (Mr. Smith geht nach Washington) (Frank Capra)
4. The Man with the Golden Arm (Der Mann mit dem goldenen Arm) (Otto Preminger)
5. Synecdoche, New York (Charlie Kaufman)
6. Na srebrnym globie (Der silberne Planet) (Andrzej Zulawski)
7. Monsieur Verdoux (Charles Chaplin)
8. Match Point (Woody Allen)
9. The Hurt Locker (Kathryn Bigelow)
10. Les demoiselles de Rochefort (Die Mädchen von Rochefort) (Jacques Demy)

Zwei herausragende Dokumentationen

1. Heavy Metal in Baghdad (Suroosh Alvi & Eddy Moretti)
2. Miesten vuoro (Nackte Männer, nackte Wahrheiten) (Joonas Berghäll & Mika Hotakainen)

Top 5 Kurzfilme

1. Unglassed Windows Cast a Terrible Reflection (Stan Brakhage)
2. Christmas U.S.A. (Gregory J. Markopoulos)
3. Kid Auto Races at Venice (Henry Lehrman)
4. C’était un rendez-vous (Claude Lelouch)
5. The Way to Shadow Garden (Stan Brakhage)

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Originalfassungen in Bremen: 22.12.- 28.12.11

Vor dem Fest hat der Weihnachtsmann dem geneigten Publikum noch einen ganzen Strauss Originalfassungen in den Stiefel gesteckt. U.a. den nächsten Blockbuster-Aspiraten zum Jahresende: „Sherlock Holmes 2“. (Werbeblock an) Und ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal auf die „Lady Snowblood“-Vorstellung im City 46 am kommenden Freitag um 22:20 Uhr hinweisen, bei der es von mir und meinem Mit-Organisator eine kurze Einführung und noch ein bisschen Drumherum geben wird (Werbeblock aus).

Sherlock Holmes: Spiel im Schatten – Cinemaxx, Do.-Die. 19:00, Mi. um 22:00 – Guy Richties erster Sherlock-Holmes-Action-Film war überraschend kurzweilig, was auch vor allem Robert Downey Jr. Als unkonventionellen Holmes verdankte. Die Kritiken zum zweiten Teil sind zwiespältig. Entweder Verriss oder Empfehlung.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=YoDurIQ3hJ0[/youtube]

The Ides of March – Tage des Verrats – Cinemaxx, Do., So.-Die. immer 22:00 – George Clooneys vierte Regiearbeit wird überall sehr gelobt. In der Tradition des politischen US-Kinos der 70er Jahre geht es um Intrigen und Verrat hinter den Kulissen den US-Wahlkampfes.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=lNHm1uiNIEI[/youtube]

Wyssozki – Danke, für mein Leben – Cinemaxx, Do./Fr., So./Mo. Und Mi. immer 17:15 – Spielfilm über den russischen Sänger Vladimir Wyssozki, der sich in den 70er Jahren mit seinem Texten immer wieder mit den Mächtigen in Russland anlegte und Opfer des KGB wurde. Auf russisch.

Labirent – Cinemaxx, Do.-Mi. um 19:50 und 22:45 – Türkischer Action-Thriller um eine Gruppe, die das Land mit Terror-Attentate ins Chaos stürzen wollen.

Allah’in Sadik Kulu: Barla – Gottes treuer Diener – Cinemaxx, Do.-Mi. immer um 21:30, außer Sa., da 14:50 – Türkischer Animationsfilm über Said Nursi, dem religiösen Führer und Gründer der Nurculuk-Bewegung, der in den 30er Jahren lebte.

Lady Snowblood – City 46, Fr. 23.12. um 22:30 – Japanischer Samurai-Klassiker, der u.a. Quentin Tarantino bei seinem Epos “Kill Bill” stark inspiriert hat. Rache, Blut, Schnee, Schwerter und schöne Frau. Der Stoff auf dem Kultfilme gemacht sind. Außerdem eine gute Vorbereitung auf die “Weird Xperience“-Reihe die ab Januar regelmäßig im City 46 läuft. Mit Einführung 😉

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Kas-hvI9Yrs[/youtube]

Nader und Simin – Eine Trennung – City 46, Do./Mo. um 20:00, Fr. um 18:00 und Mi. um 20:30 – Noch einmal im Programm: Der Gewinner der diesjährigen Berlinale! In dem iranischen Spielfilm geht es um die Scheidung der Eheleute Nader und Simin und das Leben im heutigen Iran.

Solaris – City 46, Do./So. um 20:30, Mo. um 18:00 – Das City 46 schließt seine Tarkowskij-Retrospektive mit seinem vielleicht bekanntesten Film ab. Verfilmung des legendären Romans des polnischen SF-Autoren Stanislaw Lem. Nicht zu Verwechseln mit den US-Remake von Steven Soderbergh mit George Clooney, welches eh arg diesem Original hinterher hinkt.

The Other One – City 46, Do./Di. um 18:00, So./Mi. um 20:00 und Mo. um 20:30 – Französisch-ägyptisches Drama um eine reiche Industriellenfamilie in Kairo. Als der Sohn eine Journalistin heiraten möchte, setzt die Mutter alles daran die unliebsame Schwiegertochter in spe los zu werden.

Zeit der Unschuld – City 46, Fr./Di. um 20:30 und So./Mi. um 18:00 – Stark unterschätztes Werk von Martin Scorsese. Ungewöhnlich für ihn, verfilmte er 1993 den Gesellschaftsroman von Edith Wharton, in dem es um die „amerikanische Aristokratie“ im späten 19. Jahrhundert geht.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 26.12. um 21:45 und Cinemaxx, Fr. 23.11. um 23:00

Französische Sneak Preview- Mi., 28.12. um 18:00 Uhr in der Gondel und um 21:00 Uhr im Atlantis

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Originalfassungen in Bremen: 16.12.- 21.12.11

Blockbuster-Zeit im Cinemaxx, „Weird Xperience“-Appetizer im City 46, „Gemetzel“ im Atlantis. In dieser Woche ist eine Menge los, darum nicht lang geschnackt und los…

Mission: Impossible – Phantom Protokoll – Cinemaxx, Fr.-Mi. 19:00 und 22:30 – Tom Crusie begibt sich als IMF-Agent Ethan Hunt zum vierten Mal auf die Spuren von James Bond und Jim Phelbs. Das erste Mal für einen „Realfilm“ zeichnet sich Pixar-Regisseur Brad Bird verantwortlich. Die Presse zu diesem dritten Sequel ist erstaunlich gut. Ich bin gespannt…

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=JnlYES5bQLE[/youtube]

Wyssozki – Danke, für mein Leben – Cinemaxx, Fr.-Mi. immer 17:00 – Spielfilm über den russischen Sänger Vladimir Wyssozki, der sich in den 70er Jahren mit seinem Texten immer wieder mit den Mächtigen in Russland anlegte und Opfer des KGB wurde. Auf russisch.

Allah’in Sadik Kulu: Barla – Gottes treuer Diener – Cinemaxx, Fr.-Mi. 20:10 und 23:00 – Türkischer Animationsfilm über Said Nursi, dem religiösen Führer und Gründer der Nurculuk-Bewegung, der in den 30er Jahren lebte.

Der Gott des Gemetzels – Atlantis, So., 18.12. um 14:15 – Roman Polanskis neuer Film. ein Vier-Personen-Stück mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly. Großartiger und grandios gespielter Film voller bösem Humor, der auf mehreren Ebenen bestens funktioniert. Angucken!

Und dann der Regen – También la lluvia – Atlantis, So. 18.12. um 20:00 – Drama um einen ambitionierten Regisseur, der bei den Dreharbeiten zu einem sozialkritischen Columbus-Film in Bolivien in reale Konflikte und Unruhen gerät. Mit Gael García Bernal.

Lady Snowblood – City 46, Fr. 16.12. um 22:30 – Japanischer Samurai-Klassiker, der u.a. Quentin Tarantino bei seinem Epos „Kill Bill“ stark inspiriert hat. Rache, Blut, Schnee, Schwerter und schöne Frau. Der Stoff auf dem Kultfilme gemacht sind. Außerdem eine gute Vorbereitung auf die „Weird Xperience„-Reihe die ab Januar regelmäßig im City 46 läuft.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Kas-hvI9Yrs[/youtube]

Morgen wird alles besser – City 46, So., 18.12.  um 18:00 – Drama um drei obdachlose Kinder, die in einem verlassenen Bahnhof in Russland hausen. Eines Tages machen sich auf um über die grüne Grenze in das Land zu gelangen, in dem sie sich ein besseres Leben erhoffen: Polen. Abschluss der diesjährigen „Filmland Polen“-Reihe.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=5ldplt8zr4E[/youtube]

Andrej Rubljow – City 46, Sa. 17.12. um 20:30 und Di., 20.12. 18:00 – Bildgewaltiges und fast dreistündiges Epos über den russischen Ikonen-Maler Andrej Rubljow. Einer meiner liebster Tarkowskij-Filme. Bilder die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Die fabelhaften Baker Boys – City 46, Fr., So. und Mi. um 20:30, Mo. um 18:00 – Eine laszive Michelle Pfeiffer räkelt sich auf Beau Bridges Piano und wird dabei kongenial von Michael Ballhaus‘ Kamera eingefangen. US-Drama um zwei Brüder, die als Musiker durch das Land touren und sich in ihre Sängerin verlieben. Den zweiten Bruder spielt der bekanntere Bridges: Jeff.

Zur Hölle mit dem Teufel – Frauen für ein freies Liberia
– City 46, So., Di. und Mi. immer um 20:00 -Doku über den weiblichen Widerstand in Liberia, der maßgeblich zum Ende des 14-jährigen Bürgerkriegs beitrug.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 19.12., 21:45

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Der Bremer Filmpreis 2012 geht an die Kamerafrau Caroline Champetier

Vor einer Woche habe ich noch einem guten Bekannten orakelt, dass der Bremer Filmpreis 2012 mit Sicherheit an einen Kameramann gehen wird. Allerdings habe ich da mehr an Anthony Dod Mantle gedacht (gehofft).

Auf die französische Kamerafrau Caroline Champetier wäre ich nie gekommen. Vor allem, weil mir der Name zuvor kein Begriff war. Frau Champetier war bisher nur in französischen Filmen aktiv, von denen die allerwenigsten auch in deutschen Kinos liefen.

Ausnahmen sind „Villa Amalia“ (der auch 2010 auf dem Internationalen Filmfest in Oldenburg lief) und vor allem „Von Menschen und Göttern„, der den französischen Filmpreis César und in Cannes den Großen Preis der Jury gewann. Auch in Deutschland lief dieser Film sehr erfolgreich. Für „Von Menschen und Göttern“ wurde Frau Champetier für den Europäischen Filmpreis nominiert.

Die Verleihung des 14. Bremer Filmpreises findet am 19. Januar statt.

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Morgen im City 46: Stummfilmabend mit Live-Musik zu Ehren von Georges Méliès

Morgen, Samstag, den 10.12. findet um 20:30 Uhr im City 46 ein Stummfilmabend mit einer live Musikbegleitung durch Ezzat Nashashibi statt.

Der Abend ist dem großen Kino-Pionier Georges Méliès gewidmet, der gestern 150 Jahre geworden wäre. Méliès gilt als Erfinder des narrativen Films und dem, was man heute Special Effects nennt. Als die Menschen 1896 seine ersten Filme gesehen haben, muss das für die ein gewaltiger Schock gewesen sein. Gegen diese damals völlig neuen und für das damalige Publikum unbegreifliche Effekte, kommen heutzutage Sachen wie 3D und CGI nicht im Geringsten gegen an. Mann muss sich das mal vorstellen: Das Medium Film selber war gerade mal 5 Jahre alt und diente dazu den Alltag festzuhalten, da schickte Méliès  seine Protagonisten plötzlich zum Mond oder ließ sie auf geheimnisvolle Weise auf der Leinwand auftauchen und wieder verschwinden. Bis 1912 drehte Méliès mehr als 500 Filme.

Die Musik für die Filme stammt von Ezzat Nashashibi, der sie auch live begleiten wird. Dabei wird er jedem der Filme einen ganz eigenen Stempel aufdrücken. Es wird also nicht nur filmhistorisch, sondern auch musikalisch ein sehr interessanter Abend werde.

Da ärgere ich mich richtig, dass ich morgen Abend leider schon anderweitig verplant bin. Das hätte ich sehr gerne miterlebt.

Hier mal ein kleiner Appetithappen:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=7JDaOOw0MEE[/youtube]

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