27. Oktober: DELIRIA ÖVER BREMEN im City 46

Dass ich mit dem Kollegen Stefan zusammen die Reihe „Weird Xperience“ im City 46 mache, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. Dass ich mich gerne im „Delira-Italiano.de„-Forum herumtreibe, möglicherweise auch.

Am 27. Oktober habe ich mal die Chance, beides miteinander zu verbinden.

An diesem Tag wird es, zusammen mit dem „Deliria-Italiano.de“-Forum, eine „Weird Xperience“-Sondervorstellung geben!

 

Deliria-Italiano.de & Weird Xperience präsentieren:

DELIRIA ÖVER BREMEN

 

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Interessierte,

die heißesten Riffs spielt das Leben! Endlich konnten wir Trash und seine Gang zu einer Stippvisite anlässlich unseres Forentreffens gewinnen, und das gleich im Endzeit-Action-Doppelpack des italienischen Genrespezialisten Enzo G. Castellari – live, in Farbe und 2D!

Am 27.10.2012 findet in der Hansestadt Bremen das dritte offizielle Forentreffen von deliria-italiano.de statt:

– DELIRIA ÖVER BREMEN –

Erneut nicht fehlen wird natürlich unser mittlerweile inoffizielles Forenmaskottchen George Eastman, mit dem es im ersten Film ein Wiedersehen gibt. Also sattelt eure Totenkopfmofas und erscheint zahlreich, pünktlich und am besten selber oder doch gleich persönlich.

Das Forentreffen ist natürlich öffentlich und ein Jeder ist gern gesehener Gast.

Die deliria-italiano-Crew freut sich auf euch.

Das Double-Feature wird selbstverständlich auf 35mm und mit kleinem Rahmenprogramm gezeigt.
Das Ganze startet am 27.10. um 13:30 Uhr im City 46, und wir freuen uns über jeden Gast.

Gezeigt werden:

The Riffs – Die Gewalt sind wir! (Italien 1982)

The Riffs – Flucht aus der Bronx (Italien 1983)

Regie bei beiden Teilen führt Action-Spezialist und Kult-Regisseur Enzo G. Castellari.

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DVD-Rezension: „[rec]³: Genesis“

Koldo und Clara feiern ihre Hochzeit auf einem großen Anwesen, etwas außerhalb der Stadt. Die Stimmung ist gut, die Gäste zahlreich und das Brautpaar glücklich. Nur Onkel Victor geht es nicht so gut. Er wurde am Vortag von einem Hund gebissen, der eigentlich schon tot sein sollte. Im Laufe des Abends verhält sich Onkel Victor immer merkwürdiger, und als er plötzlich anfängt, um sich zu beißen, bricht die Hölle los. Koldo und Clara werden in dem Chaos getrennt und ihre Gäste  verwandeln sich in rasende Bestien. Werden die beiden Liebenden wieder zueinander finden?

Als der Markt noch nicht mit einfallslosen „Found Footage“-Filmen – also Filme, die vorgeben, dass das Material, welches man sieht, echt wäre und irgendwo „gefunden“ wurde – überschwemmt war, stellte der Film „[rec]“ des spanischen Regie-Duos Jaume Balagueró und Paco Plaza noch ein Novum dar. Zudem war er dermaßen erfolgreich, dass er gleich ein US-amerikanisches Remake (unter dem Titel „Quarantäne“) spendiert bekam. Mittlerweile scheint fast jede Woche ein neuer „Found Footage“-Film herauszukommen und dieses Untergenre steht mittlerweile nur noch für Einfallslosigkeit statt Innovation. Es gibt nicht nur Big-Budget-“Found Footage“ – wie „Cloverfield“ oder „Chronicle“ -, sondern auch vier Teile „Paranormal Activity“. Und auf dem letzten Fantasy Filmfest liefen gleich drei (!) Filme, die diesen abgestandenen Kniff bemühten, darunter wieder ein Zombiefilm („Portrait of a Zombie“). Auch die Macher von „[rec]“ hatten sich an die Welle gehängt und recht schnell ein Sequel nachgeschoben, das allerdings von der Fangemeinde sehr zwiespältig aufgenommen wurde.

Nun gibt also auch „[rec]³: Genesis“. Von dem klaustrophobischen Wohnhaus der beiden ersten Teile, geht es nun auf ein feudales Anwesen auf dem Lande, in dem eine große Hochzeit gefeiert wird. Trotz der neuen Umgebung macht der Film da weiter, wo die ersten beiden aufgehört haben: Es wird eine Menge „Found Footage“ gezeigt. Man erlebt die Hochzeit durch– bei diesem Ereignis natürlich in großer Zahl vorhandene – Videokameras, Handycams und – ein erstes Novum – eine hollywoodreife Profikamera, die die im Genre übliche Wackelästhetik vermeidet. Das macht alles Sinn, und tatsächlich ist die ganze Hochzeit so realistisch gespielt und gefilmt, dass man hier in der Tat das Gefühl hat, Aufnahmen einer echten Hochzeit zu sehen. 20 Minuten lang wird das Fest gefilmt, und dabei immer wieder kleine Merkwürdigkeiten am Rande eingefangen. Dann plötzlich bricht die Hölle los, und die Infizierten fallen über die Lebenden her.

Natürlich kommt es so, wie es in diesen Filmen immer kommt. Jemand kann seine Kamera nicht aus der Hand legen und filmt alles. Aber dann schlägt der Film seinen ersten Haken und unterläuft die Erwartung des Zuschauers. Hat sich nicht schon jeder gefragt, warum bei diesen Filmen der Kameramann immer weiter filmen muss, egal, ob er auf der Flucht ist oder gerade attackiert wird? In „[rec]³: Genesis“ wird diese Frage auch gestellt und zwar direkt im Film. Die Folge: Die Pseudo-Realität des „Found Footage“ explodiert und macht den Weg frei für echtes Kino. Widescreen, elegante Kamerafahrten, ausgetüftelte Beleuchtung und stimmungsvolle Filmmusik. „[rec]³: Genesis“ tritt sein ganzes ausgelutschtes Konzept in die Tonne und geht dahin, wo alles angefangen hat. Back to the roots. Wir sind wieder im Kino.

Ab diesem Zeitpunkt ändert sich alles. Zwar bleibt das Unheimliche auf der Strecke, dafür schöpft Regisseur Paco Plaza – der hier erstmals ohne seinen Partner Jaume Balagueró (welcher gerade am vierten Teil arbeitet) einen Film der Reihe realisiert – aus dem Fundus der Zombie-Film-Geschichte. Erinnerungen an „Return of the Living Dead“ und „28 Days later“ werden wach. Rasant verwandelt sich der Film erst in eine Komödie à la „Shaun of the Dead“, dann in Funsplatter wie „From Dusk Till Dawn“, bis er bei der bitteren Tragik eines „Return of the Living Dead 3“ ankommt. Für „[rec]“-Fans könnte dies ein Schock sein, erwartet man von einem Film dieser Serie doch etwas völlig Anderes.

Doch wer sich darauf einlässt, wird mit einem schwer unterhaltsamen und extrem filmischen Werk belohnt, das auch von seinen sympathischen Hauptdarstellern lebt. Zunächst nur Randfiguren, spielen sich Diego Martín als Koldo und Leticia Dolera als Clara rasch in den Vordergrund.  Dabei baut Paco Plaza seinen Film beinahe wie einen Episodenfilm auf, der alle Seiten des Horror-Genres beleuchtet.

In der einleitenden Sequenz mit der Hochzeitsfeier sind es noch die beiden Kameramänner, Koldos Neffe und ein professioneller Hochzeitsfilmer, die als Hauptfiguren eingeführt werden. Koldo ist dann der Held des zweiten Viertels, welches eher in Richtung schwarzer Comedy schielt. Im dritten Viertel tritt die hochattraktive Leticia Dolera als „Blood-splattered Bride“ in Aktion und ist für den „coolen“ Action-Part zuständig. Am Ende sind Koldo und Clara endlich wieder vereint, doch da schlägt der Film seine letzte Volte und dreht sich nochmal um 180 Grad. Es scheint also durchaus das Konzept des Regisseurs Paco Plaza zu sein, dem Publikum vier unterschiedliche Ansätze zu geben, wie man einen Zombiefilm in Szene setzten kann: Realistisch, komisch, heldenhaft oder tragisch. Interessanterweise wendet der Regisseur auch in allen Teilen die Gore-Effekte unterschiedlich an. Während diese in den ersten beiden Hälften eher dezent, aber durchaus effektiv, eingesetzt werden, geht er in den beiden letzten Hälften dann in die Vollen und steigert die Exzesse ins Groteske.

„[rec]3: Genesis“ schlägt immer wieder lustvoll Haken und hoppelt der Erwartungshaltung der Zuschauer davon. Dabei profitiert er von seinen sympathischen Hauptdarstellern. Wer allerdings ein lupenreines [rec]-Sequel – also mehr vom Altbekannten – erwartet, der ist hier falsch. „[rec]³: Genesis“ macht einfach Spaß. Nur unheimlich und verstörend, wie noch Teil 1, ist er nicht.

Die DVD aus dem Hause Universum gibt keinen Grund zur Klage. Das Bild ist sehr gut, der Ton vernünftig abgemischt. Als Extra erhält man ein 22-minütiges „Making Of“, welches zwar keinen allzu großen Erkenntnisgewinn bringt, aber nett anzuschauen ist.

„[rec]3: Genesis“ erscheint am 12. Oktober  2012 auf DVD, BluRay und Video on Demand.

© Universum Film GmbH

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Das Bloggen der Anderen (06-10-12)

– Leena May Peters auf Hard Sensations eine Liebeserklärung an Nicolas Winding Refns Film „Bronson“ geschrieben. „Bronson“ interessiert mich schon seit einiger Zeit und nach diesem Text MUSS ich mir die Scheibe jetzt wirklich langsam besorgen. Ferner hat Sebastian Selig das – von den Fans eher mit großer Skepsis erwartete – „Maniac“-Remake mit Eliah Woods gesehen und ist schwer begeistert.

– Auf Fünf Filmfreunde hat Nilz N Burger einen schönen und persönlichen Nachruf auf Dirk Bach geschrieben. Ferner gibt es auch den Trailer zu Rob Zombies neustem – von mir schon sehnsüchtig erwarteten – Werk, „The Lords of Salem“, zu sehen.

– Stefan bespricht auf Equilibrium drei Filme des leider kürzlich verstorbenen Tony Scott. Dabei handelt es sich interessanterweise um die Werke, die bei den Tony-Scott-Fans nicht gerade hoch im Kurs stehen: „Top Gun„, „Revenge“ und „Beverly Hills Cop II“.

– John McClane ist zurück! Und auf Affenheimtheater kann man den ersten Trailer zu „A Good Day To Die Hard“ zu bewundern. Sieht auf jeden Fall schon mal besser aus, als der arg enttäuschende vierte Teil.

– Die letzten Male habe ich an dieser Stelle immer wieder auf Besprechungen von Domink-Graf-Filmen hingewiesen. Damit höre ich auch in dieser Woche nicht auf. Auf Eskalierende Träume findet sich unter der Rubrik „100 Deutsche Lieblingsfilme“ ein Text von Sano Cestnik über „Die Katze“, Dominik Grafs wohl bekanntestem Film. Und Das Magazin des Glücks kümmert sich um Grafs letzten Kinofilm: „Der Rote Kakadu“.

– Auf the-gaffer.de hat vannorden eine sehr lesenswerte Besprechung von Ken Russells „Die Teufel“ geschrieben.

– Kurz zusammengefasst: Interessante Besprechungen gibt es auch hier: Der spanische Thriller „The Glass Ceiling“ (1971) von Eloy de la Iglesia auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte und „Das Cabinett des Dr. Caligari“ (1919) von Robert Wiene bei den Drei Cineasten.

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Happy Birthday, Mr. Bond!

Ja, ich oute mich. Ich bin ein großer James-Bond-Fan. James Bond hat mein Leben als Kinogänger und Filmfreund geprägt. Einige der schönsten Kinoerlebnisse haben mit Bond zu tun. „In tödlicher Mission“ war der erste „Erwachsenenfilm“, den ich allein – ohne meine Eltern oder sonstige Verwandte – im Kino gesehen habe. Mit großen Augen und der Überzeugung: So muss Kino sein! „Der Mann mit dem goldenen Colt“ habe ich in einem mit Eierkartons ausgeschlagenen „Kino“ im Schullandheim gesehen. Dreimal! „Liebesgrüße aus Moskau“ bei einem älteren Bekannten Zuhause auf Video, was für mich auch etwas völlig Neues war. Dann das lange Warten auf „GoldenEye“. Mit zwei guten Freunden gleich zur Premiere, voller Vorfreude rein (damals noch ins wunderbare „Europa“-Kino) und dann dieses Gefühl, wenn endlich wieder das James-Bond-Theme durch das Kino schallte. „Casino Royale“ war der erste Kinofilm, den ich zusammen mit diesem wunderbaren Wesen gesehen habe, das jetzt meine Frau ist. Außerdem war der großformatige Band „Die James-Bond-Filme“ aus der Reihe Goldmann-Citadel mein erstes Filmbuch. Und die „Cinema“, mit Sean Connery in „Sag niemals nie“ auf dem Cover, war meine allererste Filmzeitschrift. Seit 31 Jahren begleitet James Bond nun schon mein filmisches Leben und noch immer verspüre ich dieses leise Kribbeln, wenn ein neuer Film angekündigt wird. Und ich hoffe, das bleibt auch noch lange so.

Heute jährt sich die Premiere des ersten Bond-Films, „Dr. No“, zum 50. Mal. Aus diesem Anlass habe ich mal alle 22 offiziellen Bond-Filme Revue passieren lassen und meine Top & Flop 007 aufgeschrieben. Alles natürlich rein subjektiv.

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Originalfassungen in Bremen: 04.10.12 – 10.10.12

Rasant geht es in dieser Woche zu, in der mit „Abraham Lincoln, Vampirjäger“ und „Looper“ gleich zwei Filme im O-Ton laufen, bei denen Action groß geschrieben wird. Gerade „Looper“ verspricht dabei so einiges und hat heute morgen sogar eine sehr gute Besprechung im „Weser Kurier“ bekommen. Sollte man sich als SF-Fan auf jeden Fall ansehen.

Abraham Lincoln, Vampirjäger – Cinemaxx, Fr. und Di. um 20:00 – Die Idee klingt nach verführerischem Trash. Abraham Lincoln war nicht nur einer der bedeutendsten Präsidenten der USA, sondern auch Vampirjäger? Leider sprach mich der CGI-lastige Trailer überhaupt nicht an und Regisseur Timur Bekmambetow mochte ich schon nicht, als er noch „Wächter der Nacht“ gemacht hat.

Looper – Cinemaxx, Do./So./Mo. immer um 20:00 – Love it or hate it. Selten habe ich bei einem Film solche extreme Kritiken gelesen. Während die einen „Looper“ in den Himmel loben (auf Rotten Tomatoes wurde er bisher mit sensationellen 94% bewertet), verdammen ihn andere in die Hölle. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für einen interessanten Filmabend. Shooting-Star Joseph Gordon-Levitt und Alt-Haudegen Bruce Willis treffen in diesem Zeitreise-Thriller als altes und junges Ich eines Killers zusammen.

[youtube width=“640″ height=“299″]http://www.youtube.com/watch?v=G90QrEKh8l8[/youtube]

On the Road – Schauburg, So. und Mi. um 21:40 – Verfilmung von Jack Kerouacs Kultroman. Die Hauptrollen spielen Sam Riley (der Ian Curtis aus „Control„), Garrett Hedlund und Vampir-Liebchen Kristen Stewart. Regie führt Walter Salles.

La Yuma – Der eigene Weg – City 46, Do./Sa./Mo. immer 20:00 – Nicaraguanischen Spielfilm um ein junges Mädchen, das mit einer Karriere als Sportlerin den Slums von Managua und seinen Bandenkriegen entkommen will.

Im Garten der Klänge – City 46, Do.-So. immer 18:00 – Doku über den blinden Musiker, Therapeut und Klangforscher Wolfgang Fasser, der als Musiktherapeut in der Toskana mit schwerbehinderten Kinder arbeitet.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 08.10. um 21:45

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Taiwanesische Regisseurin Wang Shaudi stellt zwei Filme im City 46 vor

Die taiwanesische Regisseurin Wang Shaudi und ihre Produzentin Liming Huang stellen am Montag, den 8. Oktober ab 18:00 Uhr persönlich zwei ihrer Filme im City 46 vor. Beide Filme laufen in der Originalfassung mit englischen Untertiteln.

Um 18:00 Uhr läuft „Bear Hug“ von 2004. Darin geht es um ein 9-jähriges, emotional vernachlässigtes Schlüsselkind, Da Jun. Seine Eltern sind geschieden. Er lebt mit seinem Vater zusammen, der sehr mit seinem Job und seiner Freundin – einer schillernden Schauspielerin – beschäftigt ist.

Um 20:00 Uhr folgt „Fantome, où es-tu?“ von 2010. Der Student „Cool Ma“ wird im Streit mit einem Schulrivalen erschlagen. Doch seine Seele wandert nichts ins Jenseits, sondern bleibt als Geist auf Erden. Also zieht er bei der rebellischen Teenagerin „Candy“ Tang-Guo ein, die ihn unfreiwillig getötet hat. Und weil sie eine besondere Beziehung zu seinem Ableben hat, ist sie auch die einzige, die ihn sehen kann.

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09.-14. Oktober: queerfilm festival Bremen 2012

Von nächsten Dienstag bis nächsten Sonntag findet im City 46 wieder das alljährliche „queerfilm festival“ statt.

Begonnen wird am 09. Oktober um 20:30 Uhr mit einem langen Kurzfilmabend. Danach wechseln sich Dokumentationen und Spielfilme ab.

Am Bekanntesten dürfte der britisch-irische Spielfilm „Albert Nobbs“ von Rodrigo García sein, für den Glenn Close dieses Jahr für den Oscar nominiert wurde. Sie spielt den Titelcharakter Albert Nobbs, einen Hotel-Bediensteten in Dublin, Ende des 19. Jahrhunderts. Albert träumt davon ein eigenes Geschäftshaus zu besitzen. Was aber keiner weiß: Albert ist in Wirklichkeit eine Frau.

Interessant dürften auch zwei aktuelle Spielfilme aus dem Iran (! „Facing Mirrors„) und der Türkei („Zenne Dancer„) sein, die von gleichgeschlechtlicher Liebe handeln.

Das komplette Programm findet man hier: http://www.queerfilm.de/index.php/das-festival-programm-2012

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DVD-Rezension: „Kommissar X – Jagd auf Unbekannt“

Eine unbekannte Schöne beauftragt den Privatdetektiv Jo Walker alias „Kommissar X“ (Tony Kendall), ihren verschwundenen Bruder zu suchen. Dieser ist Kernphysiker und wird seit einiger Zeit vermisst. Die erste Spur führt Jo Walker zu einer Nancy Right (Liliane Dulovic), die jedoch vor seinen Augen ermordet wird. Bald schon stellt sich heraus, dass das Verschwinden des Physikers mit den spektakulären Morden an den Waffenhändlern  Al Costello und Manuel Prado zusammenhängt. Ein dritter Waffenhändler, O’Brien (Nikola Popovic), bittet Jo Walker und dessen Kumpel, den Polizei-Captain Rowland (Brad Harris), ihn vor dem Mörder zu schützen. Dies misslingt scheinbar, doch schon bald ahnt „Kommissar X“, wer tatsächlich hinter den Morden und Entführungen steckt…

Wenn man ganz zu Anfang Tony Kendall und Brad Harris in ihren Sportwagen durch die Serpentinen der jugoslawischen Küste düsen sieht und dazu Shirley-Bassey-Soundalike Angelina Monti den Ohrwurm „I love you, Jo Walker“ schmettert, dann weiß man, wo man sich befindet: Im bunten Eurospy-Wunderland der 60er Jahre. Als Eurospy bezeichnet man die – vornehmlich italienischen – Agentenfilme, die im Fahrwasser der James-Bond-Filme entstanden. Mit sehr viel weniger Budget ausgestattet, als das große Vorbild, machten sie dieses Manko durch Enthusiasmus, viel Action und einen gehörigen Schuss Größenwahn wett. „Kommissar X – Jagd auf Unbekannt“ ist eigentlich ein Grenzgänger. Der titelgebende Kommissar ist kein Agent, sondern Privatdetektiv, und seine Wurzeln liegen im Groschenroman. Dort war er vom  Pabel-Verlag als Konkurrenz zum legendären G-Man Jerry Cotton vom größeren Bastei-Verlag ins Rennen geschickt worden. 1966, dem Jahr als „Kommissar X“ das erste Mal die Leinwand erblickte, hatte Jerry Cotton bereits mit „Schüsse aus dem Geigenkasten“ vorgelegt. In schwarz-weiß und mit einem waschechten Amerikaner, George Nader, in der Hauptrolle.

Der „kleine Bruder“ Kommissar X wusste sich aber erfolgreich nach vorne zu spielen. Die Verfilmung des teutonischen Bahnhofsheftchen wurde den Italienern in die Hand geben. Western-Experte „Frank Kramer“ (Gianfranco Parolini), der danach die erfolgreichen „Sabata“-Filme mit Lee Van Cleef verantwortete, packte den amerikanischen Privatdetektiv Jo Walker in ein „James-Bond-gemäßes“ Abenteuer um größenwahnsinnige Gangster, unterirdische Geheimfestungen und eine Privatarmee, die aus lauter hübschen Frauen besteht. Gedreht wurde natürlich in Widescreen und Farbe, und da kein amerikanischer B-Star zur Verfügung stand, wurde der Italiener Luciano Stella alias „Tony Kendall“ für die Hauptrolle verpflichtet. Seinen Partner auf Seiten der Polizei, spielte ein alter Bekannter aus „Sandalenfilm“-Zeiten: Brad Harris. Um Kosten zu sparen, wurde der Film in Co-Produktion mit Jugoslawien hergestellt, wo man die herrlichen Landschaften, ebenso wie einheimische Schauspieler nutzte.

Ernst darf man das Ganze nicht nehmen. Jo Walker ist ein „Über-Bond“, der immer Herr der Lage ist, einen kessen Spruch auf den Lippen trägt und dem die Frauen reihenweise verfallen, wenn er sie nur ansieht. Der internationale Titel „Kiss, Kiss… Bang, Bang“ trifft das schon sehr gut. Sein Partner wird vom grundsympathischen Brad Harris geben. Dieser liefert eine weitaus bodenständigere Darstellung ab, als der flamboyante Herr Kendall, was ihm aber gut zu Gesicht steht. Dass sein konservativ ermittelnder Inspektor Rowland hinter dem Star des Filmes zurückstehen muss, ist etwas schade. Beiden werden in der deutschen Synchronisation, für die sich Synchron-Legende Rainer Brandt –  der auch Brad Harris spricht – federführend  zeigt, Sprüche  und Kalauer in den Mund gelegt, dass sich die Balken biegen und die Fußnägel aufrollen. Hier wurde scheinbar schon kräftig für die legendäre „Die 2“-Synchro geübt. Da macht es dann auch nichts, wenn selbst dann noch fröhlich weiter geblödelt wird, wenn die handelnden Personen schon lange wieder den Mund geschlossen haben. Die englische Version ist da um einiges zahmer.

Als Oberschurke agiert der jugoslawische Schauspieler Nikola Popovic, der zwar nicht das bösartige Charisma eines Bond-Schurken besitzt, aber seinen Job mit großer Hingabe verrichtet. Auf der weiblichen Seite gibt es ein Wiedersehen mit Maria Perschy, die man u.a. aus Horrorfilmen mit dem großartigen Paul Naschy kennt. Ferner spielt die fantastisch aussehende Bayerin Christa Linder eine prägnante Nebenrolle, die in vielen italienischen, spanischen und sogar mexikanischen Genrefilmen dabei war.

Die musikalische Untermalung übernimmt der Jugoslawe Mladen Gutesa , wodurch man – bis auf den bereits angesprochenen Titelsong – auf den typischen 60s Swing verzichten muss. Dafür schöpfen aber die Kostümbildner aus dem Vollen. O’Briens Privatarmee trägt fesche blonde Perücken und Leder, während die Perschy mit ihrer lila Perücke und einem engen Gold-Glitter-Anzug von einem anderen Stern gefallen scheint. Auch die unterirdische Festung könnte direkt aus einem James-Bond-Film stammen. Zugegebenermaßen aus einem sehr billigen James-Bond-Film.

„Kommissar X – Jagd auf Unbekannt“ ist ein flotter, schwer unterhaltsamer Streifen, der durch die „Berliner Synchronisation“ noch veredelt wird. Ein bunt-verspielter Spaß, bei dem James Bonds kleiner Stiefbruder voller Elan die Puppen zum Tanzen bringt.

Ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Filme der Serie, von denen fünf weitere in nächster Zeit bei Anolis erscheinen werden. Nur auf den letzten Film der Reihe, „Kommissar X jagt die roten Tiger“ von 1971, bei dem Harald Reinl Regie führte, muss man aus lizenzrechtlichen Gründen noch verzichten. Allerdings ist dieser vom  „Filmverlag Fernsehjuwelen“ angekündigt worden, für den Fall, dass die Rechte geklärt werden können.

Die DVD von Anolis ist, wie immer, liebevoll aufbereitet. Neben der deutschen Sprachfassung befindet sich noch die englische Tonspur auf der DVD. Dem Bild sieht man das Alter des Filmes leider z.T. deutlich an, was darin resultiert, dass manchmal der obere und untere Rand leicht verschwommen erscheint. Dieses Phänomen tritt aber nur sehr selten auf. Generell wirkt es aber, als seien unterschiedliche Master benutzt worden. Als Extras ist der deutsche Vorspann (für den Hauptfilm wurde der internationale, englische Vorspann genommen), sowie eine gut erhaltene Super8-Fassung dabei. Ein wie immer informatives und schön gemachtes Booklet von Jörg M. Jedner und Jo Steinbeck runden die feine Sache ab.

Die DVD erscheint in einer auf 1.200 Stück limitierten Auflage mit einer Sammlerbox und einer Bonus-Disc, welche die Dokumentation „Die X-Männer schlagen zurück“ (142 min.) enthält.

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Vorpremiere: Der Oldenburg-Gewinner „Oh Boy“ mit Gästen in der Schauburg

Auf dem 19. Internationalen Filmfest Oldenburg hat „Oh Boy“ kräftig abgeräumt. Neben dem „German Independence Award“ hat er auch gleich noch den Publikumspreis mitgenommen. Und wie ich hörte, nicht zu Unrecht.

„Oh Boy“ handelt von Niko, gespielt von Tom Schilling, der in Berlin in den Tag hinein lebt. Eines Morgens trennt sich seine Freundin von ihm, und er hat nicht einmal mehr das Kleingeld für einen Kaffee. Das Konto ist gesperrt, und sein Papa hat genug davon, ihn weiter zu unterstützen. Mit seinem ebenfalls recht erfolglosen Kumpel Matze lernt Niko eine Tänzerin kennen, die die beiden zu ihrem Stück einlädt. Es ist experimentell, und sie selbst erweist sich als Psychopathin. Und damit ist die Nacht für Niko noch lange nicht vorbei.

Der Film startet am 1. November deutschlandweit in den Kinos. Am Dienstag, den 23. Oktober um 20:30 Uhr Am Samstag, den 3. November um 19:00 Uhr, hat man aber schon die Gelegenheit, ihn in der Schauburg, in Anwesenheit von Regisseur Jan Ole Gerster und Darsteller Marc Hosemann Tom Schilling zu sehen.

[youtube width=“640″ height=“300″]http://www.youtube.com/watch?v=cbv0VdMZNZ4[/youtube]

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Vorpremiere: Matthias Glasner und Jürgen Vogel präsentieren „Gnade“ in der Schauburg

Regisseur Matthias Glasner ist in der Vergangenheit schon öfter mit kontroversen Kinofilmen aufgefallen. Vor allem mit seinem Vergewaltiger-Drama „Der freie Wille“ und zuletzt mit „This Is Love„. Nun hat er wieder einen Film mit seinem Lieblingsdarsteller Jürgen Vogel gedreht.

Gnade“ führt nach Hammerfeste, tausend Kilometer nördlich des Polarkreises. Hierhin hat es den deutschen Ingenieur Niels mit seiner Frau Maria (die großartige Birgit Minichmayr) und seinem Sohn Markus verschlagen. Es sollte ein neuer Anfang werden, aber die Probleme aus Deutschland sind mitgereist. Niels bald schon eine Affäre mit einer neuen Kollegin und Markus hat Schwierigkeiten in der Schule. Da überfährt Maria eines Tages irgendjemanden oder irgendwas und begeht Fahrerflucht. Dieses Geheimnis schweißt die Eheleute wieder zusammen, aber da ist auch immer noch die fürchterliche Schuld, die Maria auf sich geladen hat.

„Gnade“ lief dieses Jahr bereits auf der Berlinale und hat gute Kritiken bekommen (z.B. hier: http://www.kino-zeit.de/filme/gnade).

Einen Tag vor seinem offiziellen Deutschlandstart, ist „Gnade“ am Mittwoch, den 17. Oktober um 21:00 Uhr in der Schauburg zu sehen. Und nicht nur das: Regisseur Matthias Glasner und Hauptdarsteller Jürgen Vogel werden zu Gast sein und den Film präsentieren.

[youtube width=“640″ height=“300″]http://www.youtube.com/watch?v=8yrrnkYHU3w[/youtube]

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