Category: TV

“Plastic Planet” in der Schauburg mit Regisseur Werner Boote

Von Arkadin, 20. Februar 2010 15:36

Folgende Info kam über forumbremen.de rein:

Werner Boote, der Regisseur des Dokumentarfilms “Plastic Planet”, ist im Rahmen seiner Kinotour am 23. Februar in der Schauburg zu Gast.

Kurzbeschreibung des Films:
Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.

Plastic Planet
Kinostart: 25. Februar 2010
In Bremen: Dienstag, 23. Februar um 19 Uhr, Schauburg
Regie und Drehbuch: Werner Boote
Produzenten: Thomas Bogner, Daniel Zuta
Ausführende Produzenten: Tom Gläser, Ilann Girard
Kamera: Thomas Kirschner
Schnitt: Ilana Goldschmidt, Cordula Werner, Tom Pohanka
Musik: The Orb

Der Film ist in der aktuellen Filmdienst sehr positiv besprochen worden und ist Thema im nächsten “Kulturjournal” bei Radio Bremen TV bzw. NDR Fernsehen (Mo. 22.02., um 22:30 Uhr).

TV-Tipp: Die “Metropolis”-Rekonstruktion live auf ARTE

Von Arkadin, 1. Februar 2010 13:20

Wer sich für Film und Filmgeschichte interessiert, sollte sich den 12.2. bereits seit langem dick im Kalender markiert haben.

An diesem Tag findet die Welturaufführung des neu rekonstruierten “Metropolis” statt. Zur Erinnerung, seit der Uraufführung in Berlin 1927 ist der Film immer wieder z.T. dramatisch gekürzt worden und die Urfassung galt jahrzehntelang als verschollen, bis im vorletzten Jahr in Buenos Aires eine Fassung entdeckt wurde, die fast alle verschollenen Elemente enthielt.

Seitdem sitzt die Friedrich-Murnau-Stiftung an der Rekonstruktion des Filmes. Diese ist nun pünktlich zum Start der 60. Berlinale abgeschlossen worden und die “neue” Fassung feiert am 12.2. Premiere, sowohl auf der Berlinale, als auch zeitgleich in Frankfurt/Main.

Nun ist es für Normalsterbliche ja etwas schwierig an einem der beiden Ereignisse teilzunehmen. Aber Gott sei Dank gibt es ARTE. Also flugs ein paar filmbegeisterte Freunde angerufen, genug Häppchen organisiert und für ausreichend Getränke gesorgt: Am 12.2. ab 20:15 Uhr startet auf ARTE der große “Metropolis”-Abend. Nach einigem Vorgeplänkel beginnt um 20:40 der erste Höhepunkt der Saison: Die Welturaufführung des rekonstruierten “Metropolis” live aus dem Berliner Friedrichstadtpalast, wo der Film vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Dirigent Frank Strobel begleitet wird. Strobel war es auch, der die Originalpartitur von Gottfried Huppertz für die “neue” Fassung rekonstruiert und angepasst hat.

Einem großartigen Fernsehabend steht eigentlich nichts mehr im Wege!

Und wer noch Lust hat, kann sich dann im Anschluss an den Film die Dokumentation “Die Reise nach Metropolis” von Artem Demenok über die Restaurierung des Films ansehen.

TV-TIPP: Jacques Rivettes “Die Herzogin von Langeais”

Von Arkadin, 14. Oktober 2009 10:32

ARTE zeigt heute Abend zu später Stunde (23:15 Uhr) den Film “Die Herzogin von Langeais” von Altmeister Jacques Rivettes. Da man Rivettes Filme in Deutschland nicht so häufig zu sehen bekommt und sein Werk auch auf DVD bisher eher unterrepräsentiert ist (bis auf zwei Boxen mit einigen wenigen, ausgewählten Filmen), wollte ich an dieser Stelle ausdrücklich auf dieses TV-Highlight hinweisen.

Als der französische General Armand de Montriveau die verheiratete Antoinette, Herzogin von Langeais, kennenlernt, ist er wie verzaubert von der selbstbewussten Schönheit. Begeisterung, die bald in Besessenheit umschlägt, weil die Adelige sich ihm immer wieder verweigert. Doch dann: ein Skandal, eine Entführung, ein Ultimatum, und plötzlich ist Antoinette spurlos verschwunden. Armand setzt alles daran, seine Geliebte wiederzufinden. Fünf Jahre später wird er fündig: In einem Kloster auf einer spanischen Insel erkennt er in Schwester Theresa die Frau, die ihm so brutal den Verstand raubte. Drama mit dem im letzten Jahr verstorbenen Guillaume Depardieu in der Rolle des liebestrunkenen Generals.

Wer den Film heute verpassen sollte, hat noch am 22.10. um 0:20 Uhr oder am 30.10. um 14:45 Uhr die Gelegenheit ihn in der Wiederholung zu sehen.

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“Fantômas”-TV-Serie von 1980 auf DVD

Von Arkadin, 23. Juli 2009 14:02

Nicht Film, sondern Fernsehen – trotzdem interessant:
1980 wurde in Frankreich (in Co-Produktion mit dem ZDF) eine kurzlebige Mini-Serie (4 Folgen in Spielfilmlänge) um den Meisterverbrecher Fantômas produziert. Mit den Klamauk-Filmen aus den 60ern, in denen Jean Marais den Fantômas und Louis de Funès den Juve gaben, hatte sie allerdings nichts zu tun, sondern bezog sich direkt auf die Romane von Pierre Souvestre und Marcel Allain bzw. die legendären Filme die Louis Feuillade zwischen 1913 und 1914 schuf.

Ich erinnere mich noch gut daran, die Serie damals im Fernsehen gesehen zu haben und an eine sehr unheimliche und bedrückende Stimmung (irgendwas mit einer mörderischen Riesenschlange ist mir im Gedächtnis geblieben). Wobei ich zu Bedenken geben möchte, dass ich zum Zeitpunkt der Ausstrahlung zarte 10 Jahre alt war.

Nun habe ich die Chance, meine Erinnerungen aufzufrischen und zu überprüfen, ob die Serie wirklich so gruselig war, wie ich sie damals wahrgenommen habe. “Alias Entertainment” (von diesem Label habe ich noch nie etwas gehört) bringt eine Doppel-DVD mit allen vier Folgen heraus. Leider befürchte ich eine Billig-Veröffentlichung, wofür die Tatsache sprechen würde, dass kein O-Ton, sondern nur die deutsche Tonspur enthalten ist. Warten wir’s mal ab.

Die DVD soll am 2. Oktober erscheinen. Extras gibt’s keine. Den Fantômas spielt der unvergleichliche Helmut Berger, Regie bei jeweils zwei Folgen führen Alt-Meister Claude Chabrol (!) und Juan-Luis Bunuel (genau, der Sohn).

Hier das Intro der TV-Serie:

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Absolut Medien: “Harun Farocki”-Box im Juni 2009

Von Arkadin, 8. Januar 2009 12:02

Absolut Medien bringt im Juni 2009 eine 5-DVD-Box mit 20 Filmen des Dokumentar- und Essayfilmers Harun Farocki heraus.

Farockis Filme lassen sehen und geben zu denken. Sie sind Analyse, Dokumentation, Essay. Sie zeigen, dass all die Produkte, die uns umgeben, nicht plötzlich auf die Erde fallen, sondern produziert werden: Produziert werden Waren, produziert wird Schönheit, produziert werden Einkaufs-Malls, produziert wird Überwachung, produziert wird der Krieg, produziert wird Öffentlichkeit, produziert wird aber auch der Film selbst. Und Farockis Kunst ist eine Kunst, die es sich nicht ausreden lässt, dass in dieser Organisation von Produktionen das haust, was man »Gesellschaft« nennt: ein kollektiver Apparat von Interessen, Wünschen und Bildern.
 
Vorläufiger Editionsplan:
DVD I
1 Worte des Vorsitzenden, 1967, 1 1/2 Min.
2 Nicht löschbares Feuer, 1969, 22 Min.
3 Ein Bild, 1983, 26 Min.
4 Straub / Huillet / Kafka 1983, 26 Min.
5 Wie man sieht, 1986, 72 Min.
6 Schlagwort, Schlagbilder, 1986, 13 Min.
DVD II
7 Die Schulung, 1987, 44 Min.
8 Georg K. Glaser, Schriftsteller und Schmied, 1988, 45 Min.
9 Bilder der Welt und Inschrift des Krieges, 1988, 73 Min.
DVD III
10 How to live / Leben BRD 1990, 78 Min.
11 Arbeiter verlassen die Fabrik, 1995, 36 Min.
12 Der Auftritt, 1996, 39 Min.
13 Der Ausdruck der Hände, 1997, 30 Min.
DVD IV
14 Stilleben, 1997, 56 Min.
15 Worte und Spiele, 1998 , 68 Min.
16 Gefängnisbilder, 2000, 60 Min.
DVD V
17 Schöpfer der Einkaufswelten 2001, 72 Min.
18 Erkennen und Verfolgen, 2003, 58 Min. [= War at Distance, 52 Min.]
19 Nicht ohne Risiko, 2004, 50 Min.
20 Aufstellung, 2005, 16 Min.

Quelle: Absolut Medien

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