Kommentar zur Fusion des Cinema Ostertor mit den Bremer Filmkunsttheatern

Von , 31. März 2013 21:30

cinema1Während meiner fast zweiwöchigen Informationsabstinenz ist einiges passiert. Für viele meiner Leser sicherlich bereits ein alter Hut, möchte ich trotzdem etwas zu der Fusion des Cinema Ostertor mit dem Bremer Filmkunsttheater von Manfred Brocki schreiben. Nicht-Bremer kennen das Cinema Ostertor vielleicht aus dem Roman „Neue Vahr Süd“ von Sven Regener, wo es häufig erwähnt wird, da die WG des Protagonisten Herrn Lehmann, sich direkt über dem Kino befindet.

Ich muss sagen, dass mich diese Meldung sehr traurig gemacht hat. Das Cinema Ostertor war für mich immer weniger Programmkino (was es jetzt wohl werden wird), als vielmehr ein Alternatives Kino. Und zugleich das letzte wirklich unabhängige Kino in Bremen. Alle anderen gehören ja entweder zu Brockis Filmkunsttheater oder sind Teil einer Multiplex-Kette. Und das Kommunalkino City 46 hängt ja (leider) am Tropf der Stadt. Das Cinema Ostertor war in meinen Augen immer eine letzte Bastion der Cineasten vom alten Schlag. Wirft man einen Blick auf das Programm in den letzten Jahren, so unterscheidet es sich doch stark von dem, was andere Kinos zeigten. Das Kommunalkino einmal ausgenommen, aber dieses hat ja auch einen staatlichen Bildungsauftrag.

Beim Cinema Ostertor hatte ich immer das Gefühl, dass man die Ideologie pflegt, man könne mit Kino etwas verändern. Menschen aufrütteln und eine starke Meinung vertreten. Ich erinnere hier nur an das Balkan Film Festival oder die vielen Dokumentationen, die häufig auch von den Filmemachern präsentiert wurden. Allein letztes Jahr waren 25 Filmemacher zu Gast, um ihre Filme vorzustellen und mit dem Publikum zu diskutieren. Leider ist der Zuspruch für derartige Veranstaltungen am Ende wohl am Ende so gering gewesen, dass sich der Aufwand nicht mehr lohnte.

Ich gebe gerne zu, dass mich das ziemlich enttäuscht, sich aber auch mit meinen eigenen Beobachtungen deckt. Es gibt in Bremen keine „Cineasten-Szene“. Also Gruppen, die sich treffen, um gemeinsam ins Kino zu gehen, über Filme zu diskutieren oder gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Die Film als mehr, als bloße Verstreuung und Zeitvertreib ansehen. Das habe ich in anderen Städten schon anders erlebt. Vielleicht sehe ich da auch zu schwarz. Aber wenn ich im Weser Kurier lese, dass Thomas Settje sagt, dass es als Kino mit einer Leinwand zur Zeit unglaublich schwierig ist, allein zu überstehen, und die Zielgruppe für Programmkinos nur klein ist, dann fühle ich mich leider doch bestätigt.

Das alternative, politische Profil ist schon bei der Gründung des Cinema Ostertor angelegt worden. Am 7. November 1969 gründete der, im letzten Jahr im Alter von 81 Jahren verstorbene, Gert Settje das Cinema zusammen mit Lore Bertuleit, Hero Burmeister, Manfred Lohrengel, Robert Franke, Konrad Huchting und Jürgen Behrends. Neben dem Cinema war Settje in den 60er Jahren auch Geschäftsführer der legendären “Lila Eule”. Dort zeigte er zusammen mit Olaf Dinné auch Filme, was quasi die Keimzelle des Cinemas darstellte.1973 gründete Gert Settje mit Reinhold Garske das Bremer Kommunalkino, das bis zu seinem Umzug nach Walle 1993 (ab da “Kino 46″, heute “City 46″) im Cinema beheimatet war. Zuletzt haben seine Kinder, Andrea und Thomas Settje, das Kino als Familienbetrieb weiter geführt.

cinema2Nach der Fusion mit Manfred Brockis Filmkunsttheatern wird Thomas Settje weiterhin das Kino leiten. Die Programmplanung wird allerdings von den Filmkunsttheatern übernommen. Trotzdem soll das Profil des Cinema auch weiterhin erhalten bleiben. Vor dem Hintergrund, dass es für Manfred Brocki, der nun fünf Leinwände in Bremen besitzt, einfacher ist, Verhandlungen mit Filmverleihern zu führen und attraktive Filme zu besseren Konditionen zu bekommen, macht diese Fusion durchaus Sinn. Trotzdem bin ich etwas traurig, denn mit dem Ende des Familienbetriebes stirbt wieder einmal ein Stück Bremer Kinokultur, und die Kinolandschaft wird um eine unabhängige Stimme ärmer.Und für den alten 35mm-Romantiker in mir ist auch die Nachricht, dass

die Fusion nur deshalb zustande kommen konnte, weil das Cinema Ostertor gerade ein digitales Abspielgerät installiert hat und damit der Austausch der Filme zwischen den Häusern erst möglich wurde, etwas betrüblich. Aber damit werde ich in der Zukunft wohl leben müssen. Zelluloid stirbt, Pixel herrschen.

Das „Filmforum Bremen“ im Interview bei Review-Corner.de

Von , 31. März 2013 18:12

Vor ein paar Tagen schrieb mich Sebastian vom Blog „Review Corner“ an. Er stellt auf seinem Blog seit einigen Wochen regelmäßig deutsche Filmblogs vor. Da er dort auch gerne das „Filmforum Bremen“ präsentieren wollte, fragte er mich, ob ich ihm für ein Interview zur Verfügung stehen würde. Natürlich habe ich ihm sehr gerne Rede und Antwort gestanden.

Das Interview kann man hier nachlesen: http://www.review-corner.de/die-aktuelle-blogvorstellung-filmforum-bremen/

Das Bloggen der Anderen (30-03-13)

Von , 30. März 2013 18:05

bartonfink_type2Wie zwei Artikel vorher bereits geschrieben, war ich eineinhalb Wochen offline und von der Welt abgeschnitten. Da sich die meinige in dieser Zeit drastisch geändert hat, bleibt mir momentan nicht viel Zeit, um mich um meinen Blog zu kümmern. Aber immerhin habe ich es zwischen all dem Windeln wechseln geschafft, meine Rubrik „Das Bloggen der Anderen“ zu füllen. Und das rechtzeitig zum Osterfest. So wünsche ich Euch dann jetzt viel Spaß beim Stöbern und ein frohes Osterfest!

– Anlässlich der deutschen Veröffentlichung auf BluRay, befasst sich Sebastian auf Nischenkino.de intensiv mit Just Jaeckins Soft-Sex-Klassiker „Emmanuelle“ mit der kürzlich leider verstorbenen Sylvia Kristel. Dabei geht er nicht nur auf die BluRay ein, sondern beschäftigt sich auch mit dem Phänomen „Emmanuelle“ an sich.

– Einen sehr obskuren Film hat The Nolte auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte ausgegraben. Er bespricht den mir gänzlich unbekannten Slasher „Skullduggery“ von 1983, den er als „bunten Fiebertraum eines betrunkenen John Waters, der gerade vor dem Fernseher eingeschlafen ist, auf dem immer noch David Lynchs Mulholland Drive läuft“ beschreibt. Klingt super.

– Auch Alex Klotz hat auf hypnosemaschinen wieder einmal eine interessante Merkwürdigkeit entdeckt: „L’Araignée d’Eau“ von Jean-Daniel Verhaege aus dem Jahre 1971.

Glaz veröffentlicht eine sehr interessante, wissenschaftliche Analyse von Dr. Kerstin Stutterheim darüber, wie raffiniert Alfred Hitchcock in seinem Film „Spellbound“ von der dramatischen Struktur ablenkt.

– Absolut lesenswert: Auf critic.de wird über die Diagonale 2013 in Graz berichtet. Dort wurden nicht nur österreichische Pulp-Filme, wie Eddy Sallers „Schamlos“ gezeigt, sondern auch über den Status und die Zukunft des Genrefilms in Österreich diskutiert. Eine ähnliche Diskussion ist ja auch gerade von „Neuen Deutschen Genrefilm“ angestoßen worden.

– Auf Thomas Grohs filmtagebuch findet man einige Schätzchen. Da wäre eine zweiteilige Gesprächsrunde zum Thema „Das Goldene Zeitalter der Videotheken“. Hier Teil 1 und dort Teil 2. Dazu passend gibt es noch einen kleinen Artikel über die manchmal naiv-schrecklichen Kleinst-Videolabel-Jingles im VHS-Zeitalter. Ferner ein Hinweis auf ein Gespräch zwischen Dominik Graf und dem Duo Möller/Huber, welches die Graf-Retrospektive auf dem Filmfest Rotterdam zusammengestellt haben. Und zu guter Letzt: Ein Link zu einem Videoessay über einen der fantastischsten Filme aller Zeiten: Dreyers „Vampyr“.

– An zwei Filme aus dem „Goldenen Zeitalter der Videotheken“ erinnere ich mich noch ganz gut. Die beiden „Horror-Rock-Zombie“-Filme „Rock’n’Roll Nightmare“ und „Zombie Nightmare“. Typischer 80er Video-Trash, den der Intergalactic Ape Man auf Intergalaktische Filmreisen aufs Neue geschaut hat.

– Ciprian David vermischt in seinem Artikel auf Negativ auf angenehme Weise eine Kritik zu Hanekes „Liebe“ (den er nicht besonders mochte) mit dem lebhaften Bericht über einen nicht gerade optimal gelaufenen Kinobesuch und die Tücken der modernen Vorführtechnik. Und Michael Brodski ist auf dem Lichter Filmfestival von den beiden Filmen „Silvi“ und „Tower“ tief berührt worden.

– Patrick Holzapfel stellt in seinem Blog Jugend ohne Film das Kino des türkischen Regisseurs Nuri Bilge Ceylan vor. Dann verquickt er seine Besprechungen der beiden Filme „Paradies: Hoffnung“ von Ulrich Seidl und „Spring Breakers“ von Harmony Korine zu einem Essay darüber, wie Teenagerinnen in diesen beiden sehr unterschiedlichen Filmen dargestellt werden und nennt es folgerichtig „Paradies: Spring Breakers“.

– „Spring Breakers“ ist auch zweimal (hier und hier) großes Thema auf Hard Sensations. Silvia Szymanski verwebt die Sichtung des Filmes „Una vita violenta“ von Brunello Rondi und Paolo Heusch, mit eigenen Erinnerungen aus ihrer Kindheit im Ruhrpott und die Gastarbeiter, die dort in den Zechen arbeiteten. Toller Text, der die Bilder des Films nur als Aufhänger nimmt, um die Gedanken in die Vergangenheit fliegen zu lassen. Das mag ich sehr gerne.  Nochmal Silvia Szymanski, diesmal wieder im Duett mit Maria Wildeisen. Im fünften Teil ihrer Gespräche zum Thema „Vergewaltigung im Film“ geht es um Dario Argentos „Stendhal Syndrome“. Dabei werden diesem, bei den Argento-Fans nicht ganz unumstrittenen, Film ganz neue, spannende Seiten abgewonnen. Was macht eigentlich Ex-Cannon-Mogul und 80er-B-Action-Pate Menahem Golan eigentlich heute? Alex Klotz hat es herausgefunden und ist über einen wirklich seltsamen Film gestolpert: „Children of Wax„.

– „Guilty Pleasure“ trifft es schon sehr gut. Screenread beschäftigt sich mit „Freitag, der 13.“. Dem Reboot, dem Original und der Serie. Wer also noch mal an den Crystal Lake zurückkehren möchte und in Jugenderinnerungen schwelgen, dem sei dieser Artikel ans Herz gelegt.

– Martin Beck hat in Reihe Sieben indische Zombies entdeckt.

– Über „The Best Offer“ von „Cinema Paradiso“-Regisseur Giuseppe Tornatore habe ich schon unterschiedliches gehört. Interessant klang der Film aber immer. Auf Themroc wird er nun gar als Edel-Giallo bezeichnet, was meine Neugier noch mehr anstachelt.

– Auf Immagini in attimi wird der Film „Heimlichkeiten“ von Wolfgang Staudte vorgestellt, den dieser 1968 unabhängig drehte. Leider floppte der Film und Staudte sollte danach nur noch Auftragsarbeiten durchführen. Der Autor findet dies höchst bedauerlich.

– Auf Buttkicking Babes gibt es einen kleinen Überblick über die Fantasy Filmfest Nights 2013.

– Schauspieler, die singen. Ganz ohne Voll-Playback. Live auf dem Set. Das soll einem bei „Les Miserables“ als neue Technik verkauft werden. Tatsächlich gab es das schon lange zuvor. Alexander Gajic hat auf seinem Blog real virtuality eine kleine Geschichte des „echten“ Gesangs im Film geschrieben.

 

Schauburg: Premiere „Heute bin ich blond“ mit Gästen

Von , 27. März 2013 23:49

Heute_bin_ich_Blond_Am morgigen Donnerstag, den 28. März, zeigt die Schauburg um 21:00 Uhr die deutsche Tragikomödie „Heute bin ich blond“ als Premiere mit Gästen. Der Film entstand nach dem autobiographischen Roman der Niederländerin Sophie van der Stap und handelt von der jungen Sophie, die an Krebs erkrankt, sich aber nicht aufgibt und lebenshungrig in Flirts stürzt. Dabei helfen ihr ihre Perücken, die jeweils eine andere Facette ihres Wesens zum Ausdruck bringt. Regie bei diesem Film führt Marc Rothemund, der mit den Spielfilmen „Harte Jungs“ und „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ erfolgreich war. Außerdem ist er der Sohn von Sigi Rothemund, der selber sicherlich für seine unzähligen TV-Arbeiten bekannt sein möchte, aber natürlich auch mit jenem legendären Sigi Götz identisch ist, der neben Kult-Softsex-Filmen wie „Griechische Feigen“, auch für einige „Supernasen“-Filme verantwortlich ist und (unfreiwilliger) Namensgeber einer meiner Lieblingslektüren, nämlich „SigiGötz Entertaiment“, wurde.

Bei der Premiere in der Schauburg werden morgen Hauptdarstellerin Lisa Tomaschewsky und die Schauspielerin Maike Bollow, sowie die Autorin der Buchvorlage Sophie van der Stap zu Gast sein.

Ein paar kurze Worte in eigener Sache

Von , 26. März 2013 22:39

Der eine oder andere mag sich vielleicht gewundert haben, warum es hier in den letzten paar Tagen so ruhig war und so beliebte Reihen wie „Das Bloggen der Anderen“ oder „Originalfassungen in Bremen“ nicht erschienen.

Dafür gibt es einen sehr erfreulichen, nein, in der Tat ZWEI sehr erfreuliche Gründe. Der erste Familien-Nachwuchs stand ins Haus und das gleich im Doppelpack. Daher war ich letzte Woche gar nicht online, und wie ich das in den nächsten Wochen/Monaten alles zeitlich unter einen Hut bringe, muss ich auch noch schauen. Natürlich werde ich versuchen weiterhin regelmäßig „Das Bloggen“, die Originalfassungen und ein paar Reviews online zu schieben, aber ich bitte um Nachsicht, wenn das noch nicht ganz so flutscht. Irgendwann wird sich das dann aber hoffentlich eingespielt haben.

Vielleicht schaffe ich es ja sogar etwas zur Cinema Ostertor/Bremer Filmkunsttheater-Fusion zu schreiben, von der ich eben erfahren habe (war halt lange nicht online und auch vom „Weser Kurier“ völlig abgeschnitten).

PS: Diese paar Zeilen zu schreiben hat ca. 4,5 Stunden – unterbrochen von diversen Rennereien, Nervenzusammenbrüchen, zwei handfesten Ehekrisen und unzähligen vollen Windeln – gekostet. Na, dann… welcome to the jungle.

Das Bloggen der Anderen (16-03-13)

Von , 16. März 2013 19:53

bartonfink_type2– Letzte Woche, am 07.März, verstarb der große Damiano Damiani. Mir sticht im Herzen ein großes Schuldgefühl, weil ich diesem Meister des gesellschaftskritischen Mafiafilms – diesem Regisseur, der seinen Zeigefinger immer mit größtmöglicher Leidenschaft und niemals langweilig in die Wunde eines korrupten Staates gelegt hat, keinen Nachruf geschrieben habe. Aber es fehlte einfach die Zeit. Gut also, dass L’Amore in città diese Aufgabe hervorragend erledigt hat. Gleichzeit gibt es auch noch eine Review zu Damianis „Warum musste Staatsanwalt Traini sterben?“.

– Ich mag ja den Alex de la Iglesias, seit ich damals „El Dia de la Bestia“ sah. Seitdem verfolge ich seine Filme, auch wenn ich nicht alle gesehen habe (die nie in Deutschland erschienen Komödien fehlen mir) und auch nicht alles großartig finde („800 Bullets“ z.B. fand ich recht enttäuschend und mit „Perdita Durango“ werde ich auch nicht warm). Aber der gute Mann ist immer für eine Überraschung gut. Martin Beck hat auf Reihe Sieben den Trailer zu de la Iglesias neustem Film gepostet. Und das sieht wieder nach einer recht wilden Angelegenheit aus. Noch jemanden, den ich eigentlich sehr mag, ist Jackie Chan. Allerdings habe ich dessen Karriere, nach seinen grottenschlechten und ziemlich un-Jackie-mäßigen US-Filmen, irgendwie aus den Augen verloren. Ich glaube, der letzte Film, den ich mit ihm gesehen habe, war „New Police Story“, der ganz okay war. Jetzt ist ein neuer Film von und mit ihm raus gekommen, namens „Chinese Zodiac“. Martin Beck hat ihn gesehen und ist überhaupt nicht begeistert.

Disney hat seine Helden Micky, Donald & Co. wiederbelebt und 19 neue Cartoons mit ihnen produziert. Das Design ist allerdings… gewöhnungsbedürftig. Auf Sir Donnerbods Bagatellen kann man schon mal einen Blick riskieren.

Einen wunderbaren, langen Text über das, mir bisher vollkommen unbekannte, frühe Musical „Hallelujah I’m a bum“ hat – Manfred Polak auf Whoknows presents geschrieben. Darin erfährt man nicht nur viel über den Film, sondern auch seinen Regisseur Lewis Milestone, Hauptdarsteller Al „The Jazz Singer“ Jolson und – zu meiner großen Überraschung – Harry Langdon. Langdon war mal nah daran, als gleichwertigen Konkurrent von Chaplin aufgebaut zu werden, was aber nicht gelang. Auch, weil Langdon seine Figur nicht selber konzipiert hatte und auch nicht wirklich verstand. Ich glaubte immer, er hätte den Wechsel zum Tonfilm schauspielerisch nicht überlebt und bin jetzt überrascht, ihn hier wiederzusehen.

– Dominik Höcht ärgert sich auf filmherum über BluRays, die dem Nutzer das Vorspulen verbieten und mit Werbung bombardieren. Dabei lädt er zur Diskussion ein.

Ich lehne es ja ab, Listen mit Lieblingsfilmen oder gar „besten Filme aller Zeiten“ zu veröffentlichen. Jahresbestenlisten bilden da eine Ausnahme und dienen mir größtenteils dazu, selber mal in Ruhe das Filmjahr Revue passieren zu lassen. Trotzdem finde ich es immer mal wieder spannend, mir die Listen anderer anzusehen. Auch, weil man hier und da immer mal eine Empfehlung findet, was man sich anschauen sollte. Auf Hooded Justice habe ich jetzt wieder eine Liste gefunden. Gut, davon kenne ich in der Tat schon alles, aber vielleicht wird ja der eine oder andere inspiriert. Ich finde die Auswahl jedenfalls für Einsteiger recht nett.

– Es gibt einige Dinge, die einem die Bloggerei ziemlich verleiden können. Was phil von Nerdtalk passiert ist, gehört definitiv dazu und ist eine unbestimmte Furcht, die auch bei mir immer mitschwingt. Unbewusste Urheberrechtsverletzung und der damit verbundene Verlust einer großen Summe Geld. Mir würde das locker das Genick brechen.

– Den, meiner Meinung nach, interessantesten Blogeintrag findet man in dieser Woche bei Jugend ohne Film. Darin geht es um einige Statements zum aktuellen Kino (und junge Filmemacher), die Michael Haneke und Alexander Horwarth, anlässlich einer Robert-Bresson-Retrospektive im Filmmuseum Wien, gegeben haben. Zunächst dachte ich, beim Überfliegen des Anfangs, der Text würde zu einer wütenden Attacke auf die beiden Männer werden. Aber da habe ich mich gründlich getäuscht. Der Autor bringt einige hochinteressante Punkte und bezieht eine nachvollziehbare Gegenposition, über die ich lange nachgedacht habe, und der ich dann auch in vielen Punkten zustimmen kann. Sehr gut argumentiert und jedem meiner Leser hier ans Herz gelegt.

– Ebenfalls sehr lesensert: Der desillusionierende Artikel von Lucas Foerster auf critic.de, in dem er von einigen Gelegenheiten berichtet, bei denen eine digitale Projektion aufgrund von technischen Unzulänglichkeiten oder schlichtes Desinteresse der Veranstalter/Hersteller der digitalen Kopie, deutlich zeigt, wie unausgereift und „filmfeindlich“ diese Technik (noch?) ist.

– Nochmal Lukas Foerster. Auf seinem eigenen Blog Dirty Laundry stellt er den Film „The Good Fairy“ von Keisuke Kinoshita vor. Dem japanischen Regisseur, dem auf der Berlinale eine Retrospektive gewidmet war. Und der Text macht Lust, seine eigene kleine Retro zu organisieren.

– Eine sehr schöne Art, sich mit Filmen zu beschäftigen, ist das Gespräch zwischen zwei Menschen. Sei es jetzt im privaten Kreis, oder in Form einer Diskussion im Rahmen einer Filmaufführung, TV-/Radiosendung oder eben in einem Blog. Ich finde dies so sympathisch, informativ (da eine Partei immer einen Punkt aufwerfen kann, an die die andere zunächst nicht gedacht hat und sich gegebenenfalls auch reiben kann) und vor allem persönlich, dass ich mich wundere, dass diese Art des Schreibens, nicht öfter genutzt wird. Auf Hard Sensations wird diese Form der Auseinandersetzung nun schon zum vierten Mal von Silvia Szymanski und Maria Wildeisen, innerhalb ihrer Reihe „Vergewaltigung im Film“, zelebriert. Diesmal reden die Beiden über Abel Ferraras „Die Frau mit der 45er Magnum“.

– Interessanterweise haben gerade in dieser Woche, auch Sano und Christoph von Eskalierende Träume dieses Prinzip übernommen und führen ein langes Gespräch über den Film „I lunghi capelli della morte“ von Antonio Margheriti. Herausgekommen ist ein, wie ich finde, interessanter, emotioneller und informativer Dialog. Dieser entstand allerdings schon vor 2,5 Jahren und wurde erst nach einigen Kontroversen veröffentlicht. Christoph distanziert sich heute davon. Gut, er mag seine Gründe dafür haben, ich finde diese Form des Dialoges (wie oben auch bei Szymanski/Wildeisen) sehr angenehm und würde gerne mehr in diesem Stil lesen. Leider habe ich beim Filmforum Bremen niemanden, mit dem ich in selber einen solchen Dialog führen könnte, sonst würde ich das gerne einmal tun.

– Alex Klotz hat auf Hypnosemaschinen mal wieder einen sehr obskuren, aber nicht desto weniger hochinteressanten, Film ausgegraben: Den britischen TV-Film „The Year of the Sex Olympics“ von 1968. Spannend.

– Super-8 gab es bei uns Zuhause zwar auch, aber bis auf einen Film mit Western-Legende „Fuzzy“, den mein Vater mal von einem Arbeitskollegen geliehen hatte, habe ich nie einen dieser „Kauf-Super-8“-Filme gesehen. Das kam erst später, als die gerne mal als Extras auf DVDs zu finden waren. Schade eigentlich. Thomas Groh macht auf seinem filmtagebuch auf eine Facebook-Seite aufmerksam, die sich dieser Prä-Video-Heimkino-Phase widmet.

– Paul fasst auf La vie cinéphilié sehr gut zusammen, was ich nach „Holy Motors“ gedacht habe. Scheinbar war er ebenso fasziniert, aber auch merkwürdig kalt gelassen nach dem Film.

– Ich wusste gar nicht, dass Tobe Hooper ein Buch geschrieben hat. Hat er aber (mit Co-Autor). Das Werk heißt „Midnight Movie“ und MacReady von den Drei Cineasten hat es gelesen. So richtig etwas darunter vorstellen kann ich mir zwar nicht, aber seine Buch-Review macht neugierig, denn dieser literarische Erstling des „Texas Chainsaw Massacre“-Regisseurs scheint ziemlich durchgeknallt zu sein.

Interview mit Cineploit-Gründer Alex Wank

Von , 15. März 2013 10:42

CineploitVor einigen Wochen hatte ich hier im Blog das österreichische Musik-Label „Cineploit“ vorgestellt (hier nachzulesen). Nun fand sich die Gelegenheit, ein Interview mit dem sympathischen Cineploit-Chef Alex Wank zu führen, und ihn direkt zu Cineploit, die dort vertretenen Bands und zukünftige Pläne zu befragen.

Gleichzeitig möchte ich an dieser Stelle auch auf die neuste Veröffentlichung des Labels hinweisen: „ Eclipse“ von der schwedischen Band Oscillotron ist letzten Montag erschienen.

Frage: Alex, Du kommst ja ursprünglich aus einer ganz anderen musikalischen Ecke. Wie kam es dazu, dass Du Deine Liebe für Italo-Soundtracks entdeckt hast?

Cinematic GreetsAlex Wank: Dies ist sehr sehr lange her. Abgesehen davon, dass ich seit den späten 70ern ins Kino gehe und unbewusst sicher immer wieder beeinflusst wurde, hat der gute Ennio Morricone mich Anfang 1980 in seinen Bann genommen, als ich mir die Platte „For A Fistful of Dollars/For A Few Dollars More“ gekauft hatte. Ich kann mich noch lebhaft erinnern, dass die Platte monatelang auf und ab lief, und ich sie nicht mehr vom Plattenteller bekam. Ab dem Zeitpunkt, in etwa, achtete ich mehr und mehr auf die Namen in Credits. Vor allem bei italienischen Filmen. Und natürlich war da bei gefühlt jedem Zweiten Ennio dabei! Dadurch nahm ich aber auch immer wieder andere Namen, sowie deren Musik wahr. Und parallel zu meinen enormen Interesse an Musik generell, fing ich an, immer wieder (italienische) Soundtracks zu kaufen.

Wann hattest Du die Idee zu Cineploit?

2009/2010 hatte ich erste Sessions bezüglich MalaBimba, und nach den Aufnahmen überlegte ich, wie und wo ich das veröffentlichen könnte. Das war so im Herbst 2011, wo ich auch mit Frank von Orgasmo Sonore in Kontakt war. Und es reifte immer mehr die Idee zu einer eigenen Plattform, sodass ich mich Jänner 2012 dazu entschlossen habe und mit dem arbeiten daran begann.

Wie würdest Du „Cineploit“ in ein paar Worten beschreiben?

Cineploit ist eine Plattform für Soundtrack-lastige Musik, die speziell von den großen Zeiten des europäischen Kinos beeinflusst ist. Schwerpunkt 70er. Schwerpunkt Italien könnte man auch noch dazu schreiben.

Etwas, was bei Cineploit sehr wichtig ist, ist die Tatsache, dass alle Veröffentlichungen (einige sogar ausschließlich) auf Vinyl erscheinen. Warum ist Dir das so wichtig?

Ich bin seit jeher Vinylsammler und Vinylhörer und hab dies weder aufgegeben, noch bin ich damals auf CD gewechselt oder später auf MP3 Player. Einmal Vinyl, immer Vinyl. Eigentlich wollte ich ein „vinyl only“ Label sein, hab mich dann aber dazu durchgerungen, auch kleine CD Auflagen dazu zu machen.

Angefangen hast Du ja mit Thelema und Deinem eigenen Projekt MalaBimba. Wie kam der Kontakt mit Thelema zustande?

Thelema ist ein Ein-Mann-Projekt aus Salzburg und ein Freund von mir. Er hat auch seine Metal Vergangenheit, sowie sich ein Jahrzehnt im Ambient bzw. Industrial Feld aufgehalten. Seit vielen Jahren lebt er seine Filmleidenschaft auch musikalisch aus, und seine Kompositionen werden immer cinematographischer. Außerdem liebt er ebenfalls das italienische Exploitation-Kino und ist auch fester Bestandteil von MalaBimba!

Wie hast Du Zoltan und Sospetto entdeckt? Kamen die auf Dich zu oder kanntest Du die Bands schon vorher?

Als ich im Jänner 2012 dem Kind den Namen Cineploit gab, machte mich ein guter Freund von mir auf einen Bekannten von ihm aufmerksam, der eben gerade dabei war, die Aufnahmen zu der ersten Zoltan Platte zu beenden, und ein Label dafür suchte. Zoltan ist wie geschaffen für Cineploit, und ich habe ihnen sofort angeboten, ihre Platte zu veröffentlichen, aber auch betont, dass ich wirklich erst am Anfang bin. Die Jungs waren sofort begeistert und dabei, was ich einfach nur großartig finde. Als ich anfing Cineploit mit den ersten Vorankündigungen zu promoten, kamen Sospetto auf mich zu, und ich war schon wieder verliebt……

Wenn man die Liner Notes der CDs ansieht, so erfährt man eigentlich gar nichts über die Künstler. Bei manchen steht dort noch nicht einmal die Namen der Musiker, andere – wie Du ja auch bei MalaBimba – verstecken sich hinter Pseudonymen. Warum?

Ich gebe den Künstlern nicht viel vor. Wichtig ist mir nur, dass das Artwork gut zu deren Platte passt. Alle machen das eigentlich perfekt, und ich brauche da niemanden etwas sagen. Die wissen, wie es auszusehen hat. Da die Musik ja instrumental ist, gibt’s keine Texte abzudrucken, und ich denke auch sonst soll ja das Kopfkino angeregt werden. Daher auch grade mal Credits, wenn einmal einer etwas zu sagen hat, so wie z.B. Frank von Orgasmo Sonore, dann gibt’s ja auch mal was zu lesen.

Namen sind wie Schall und Rauch. Eigentlich wollte ich nie, dass mein Name überhaupt ins Spiel kommt. Die Musik soll von selber Wirken. Ein name-droping ist ja in meinem Fall total deplatziert. Leider ist die Menschheit viel zu neugierig, und ich konnte es nicht verbergen….was solls.

Frank von Orgasmo Sonore hat ja im Selbstverlag schon eine LP herausgebracht. Wird diese auch irgendwann noch einmal bei Cineploit veröffentlicht?

Franks erste Platte kam zu einem Zeitpunkt raus, wo ich noch nicht fix wusste, ob und wie ich es mache. Also zu früh für eine Veröffentlichung auf Cineploit. Ich bin aber nicht abgeneigt, den Vol. 1 in Europa auf Vinyl zu veröffentlichen und hatte auch schon Gespräche diesbezüglich mit ihm – ist also nur eine Frage der Zeit!

Das durchgängige Thema von Cineploit ist ja die Beeinflussung durch Soundtracks der 60er bis 80er Jahre, vornehmlich aus dem Exploitationbereich. Sind die Mitglieder der Bands auch große Fans der dazugehörigen Filme?

Ich kenne ja leider nicht jeden persönlich, aber ich denke schon. Alle Acts huldigen ja mehr oder weniger den selben Komponisten aus dieser Zeit. Und wenn man die Komponisten kennt, dann kennt man meist auch den Film dazu.

Was ist für dieses Jahr geplant? Wird es neue Bands auf Cineploit geben?

Ja, ein neuer Act kommt demnächst, am 11. März erscheint Cine 06 und zwar der schwedische Act OSCILLOTRON. David heißt der Mann, er hat mich letztes Jahr kontaktiert, und es gefällt mir so gut, dass ich es machen musste. Sehr atmosphärische, 80er Synthie Horrorfilmscore, toll! Und da ihr ja alle neugierig seid: Sein Hauptprojekt nennt sich Kongh und ist eine großartige Doomband, die gerade eben ihre neue Platte veröffentlicht hat! Des weiteren wird es einige Tributes/Omaggios geben. Und zwar von Zoltan (Psychomania), Orgasmo Sonore (Bruno Nicolai), Thelema (Cronenberg), Sospetto (noch nicht bekannt), sowie auch Deak Ferance/Roger Conrad (Giombini) und Leonard/Wank (Riz Ortolani). Von Sospetto wird es auch ein neues Album, im Herbst, geben.

Hat man irgendwo die Chance die Bands auch live zu sehen? Ist vielleicht irgendwann ein „Cineploit-Festival“ in Sicht?

Ach, das wäre schön. Fast alle Projekte sind Studioprojekte, und es ist etwas schwierig und auch mit einigen Aufwand verbunden, das live zu realisieren. Wenn es Publikum dafür gäbe, würde ich gern! Optimal wäre es, in einem gelungenen Rahmen, wie einem Filmfestival. Zoltan ist eigentlich die einzige „Band“, und die haben zaghaft zu spielen begonnen. Alles nicht so einfach, aber vielleicht gelingt es mir einmal, alle die sich mal live präsentieren wollen, irgendwo zusammenzubringen. Dies wird die Zukunft weisen!

Lieber Alex, vielen Dank für die Deine Zeit und die interessanten Antworten. Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Erfolg mit Deinem Label.

Originalfassungen in Bremen: 14.03.13 – 20.03.13

Von , 14. März 2013 11:17

Ganz so lang, wie in der letzten Woche, ist die Liste diesmal nicht. Aber es sieht ganz so aus, als hätten Schauburg und Gondel (!) den Sonntag als O-Ton-Tag für sich entdeckt. Muss man weiter beobachten, aber sieht zur Zeit ganz danach aus. Wer auf Krawumm und Big-Budget-Mainstream steht, für den ist aktuell nicht wirklich was dabei. Dafür gibt es für die Arthouse-Freunde den einen oder andren Leckerbissen. Aus dem Angebot dieser Woche ragt „Hitchcock“ heraus, dem ich allerdings sehr zwiespältig gegenüber stehe. Gründe dafür unten.

Jack and the Giants 3D – Cinemaxx, Mo., 18.3. um 17:00 – Märchenhaftes Fantasy-Spektakel von „X-Men„-Regisseur Bryan Singer. Der junge Jack öffnet versehentlich das Tor zu der Welt der Riesen.

Imaginaerum by Nightwish – Cinemaxx, Mo., 18.3. um 20:00 – Musical-Konzept-Film, das dazu dient, die Lieder der Band „Nightwish“ in Bilder zu kleiden.

Les Misérables – Cinemaxx, So., 17.3. um 19:30 – Aufwändige Verfilmung des Musicals basierend auf dem Roman von Victor Hugo. Regie führt Tom Hooper, der vorletztes Jahr den Regie-Oscar für “King’s Speech” ergattern konnte. Wer schon immer mal Hugh Jackman, Russell Crowe und Anne Hathaway singen hören wollte, ist hier goldrichtig.

Gelmeyen Bahar – Der Frühling ohne Dich – Cinemaxx, So., 17.3. um 22:30 – Türkisches Liebesdrama um eine junge Frau, die zwangsverheiratet werden soll und dann online einen Mann kennenlernt, in den sie sich verliebt.

Canakkale Yolun Sonu – Canakkale – Der unbesiegbare Widerstand – Cinemaxx, Do.-Mi. 20:10 und 23:00 & CineStar immer 23:00 – Patriotischer, türkischer Kriegsfilm über die Schlacht an der Çanakkale-Front im April 1915.

Hitchcock – Cinemaxx, Do. um 19:30 und Mi. um 19:00 & Gondel, So., 17.3. um 21:00 – Da ist es also. Das groß angekündigte „Making Of Psycho“ mit Anthony Hopkins als Hitchcock. Gut, abgesehen davon, dass Hopkins trotz Maske und Fat-Suite überhaupt auch nicht im Entferntesten nach Hitch aussieht (von Fr. Johansson als Janet Leigh gar nicht zu sprechen), habe ich zu viele Hitchcock-Biographien gelesen, dass ich denke, der Film würde mich nur aufregen und ärgern. Beispiel gefällig? Im Film wird ein großes Bohei (zumindest wird das in der Vorberichtserstattung immer wieder betont) darum gemacht, dass Alma Hitchcock die Idee hatte, die Hauptdarstellerin in Psycho möglichst früh umzubringen. Tatsächlich ist das aber schon im Roman von Robert Bloch so. Und mir würde sicherlich noch mehr auffallen, als das ich den Film vorurteilsfrei genießen könnte.

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Nachtzug nach Lissabon – Schauburg, So., 17.3. um 21:15 – Starbesetzte Bestseller-Verfilmung von Bille August (“Das Geisterhaus“), der auf starbesetzte Bestseller-Verfilmungen spezialisiert ist. Mit Jeremy Irons und Martina Gedeck.

No! – Schauburg, Mi., 20.3. um 18:45 – Polit-Drama nach wahren Begebenheiten mit Gael García Bernal.  Um einen Werbefachmann, der 1988 in Chile eine Kampagne zum Sturz des Diktators Pinochet entwirft.

Bürger Havel – Citizen Havel – City 46, Do. 20:30, Fr/Mo/Mi um 18:00 – Beeindruckende Dokumentation über den ehemaligen Präsidenten Tschechiens. Pavel Koutecký begleitete diesen in seiner 10-jährigen Amtsperiode ganz nah mit der Kamera.

Nokan – Die Kunst des Ausklangs – City 46, Di., 19.3. um 20:30 – Der japanische Oscar-Preisträger für den besten fremdsprachigen Film 2009. Es geht um den arbeitslose Cellist Daigo, der einen Arbeit als Leichenwäscher und Bestatter annimmt. Tipp!

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Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 18.03. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 18.03. um 21:45

Das Instituto Cervantes zeigt spanisches Kino im City 46

Von , 12. März 2013 22:29

spanienWie auch schon im letzten Jahr, wird es auch in 2013 wieder eine, vom Instituto Cervantes in Kooperation mit dem City 46 präsentierte, Reihe mit aktuellen spanischen Filmen geben. Also recht aktuelle Werke. In diesem Jahr firmiert das Ganze unter dem Titel „Contemporáneos“ und die ausgewählten Filme stammen alle aus dem Jahr 2011.

Die Filme laufen im City 46 um 20:00 Uhr im spanischen Original mit englischen Untertiteln.

Auf den ersten Film der Reihe, „No habrá paz para los malvados“ von 2011, hatte ich ja bereits vorletzte Woche innerhalb meiner O-Fassungen-Übersicht hingewiesen.

Und so geht es weiter:

10. April: „No tengas miedo“ von Montxo Armendáriz – In diesem Drama geht es um ein trauriges Thema. Die junge Silvia wurde von ihrem siebten Lebensjahr an, von ihrem Vater missbraucht.

15. Mai: „Mientras duermes“ von Jaume Balagueró – Auf diesen Film freue ich mich sehr. Er lief bereits 2012 bei den Fantasy Filmfest Nights. Balagueró ist für Freunde des Horror-Thrillers auch kein Unbekannter. Er ist mitverantwortlich gewesen für die [rec]-Serie und hat mit „The Nameless“, „Fragile“ und „Darkness“ einige moderne Klassiker des spanischen Gruselfilms geschaffen. In „Sleep tight“ (so der internationale Titel) geht es um einen psychopathischen Concierge, der die Mieter terrorisiert.

12. Juni: „Arriya“ von Alberto Gorritiberea ist ein Drama zu dem ich keine wirklich gute Inhaltsangabe gefunden habe. Scheinbar geht es um zwei Familien in einem kleinen Dorf im Baskenland, die über eine Wette in Streit geraten. Und um drei junge Leute, die all dem entkommen wollen.

Filmforum Bremen beim Media Monday #89

Von , 11. März 2013 21:11

Jede Woche montags um 00:01 Uhr stelle das Medien-Journal einen Lückentext zur Verfügung, den man in den Kommentaren oder auf seinem Blog beantworten kann. Damit es einfach ist, die eigenen Antworten zu erkennen, lässt man die Vorgabe einfach in normal und die eigenen Antworten formatiert ihr in fett oder kursiv.

Hier die Fragen und meine Antworten (in fett) des aktuellen “Media Mondays“.

1. Jude Law gefiel mir am besten in AI – Künstliche Intelligenz, weil er einfach perfekt in die Rolle des Gigolo-Androiden passt. Mein Lieblingsfilm mit ihm wäre allerdings „Gattaca“.

2. Steven Soderbergh hat mit „Out Of Sight“ seine beste Regiearbeit abgelegt, weil „Traffic“ vielleicht doch der bessere, aber nicht der coolerer Film ist.

3. Cate Blanchett gefiel mir am besten in eigentlich jeder Rolle. Tolle Frau. Vielleicht würde ich gerade darum aber „I’m Not There“ nehmen.

4. Wenn euch ein Film/eine Serie ausnehmend gut gefällt, freut ihr euch dann über ergänzendes Merchandise oder interessiert euch das nicht? Merchendise nicht. Informative Bücher oder Dokus schon.

5. Der gelungenste Episodenfilm ist meiner Meinung nach (stellvertretend für viele andere) „Liebe mit zwanzig“.

6.  Dario Argento sollte meiner Meinung nach langsam wirklich mal in Rente gehen, denn dann hat es ein Ende damit, bei jedem neuen Film, qualvoll zwischen Hoffen und Bangen zu schweben, um dann doch wieder maßlos enttäuscht zu werden.

7. Auf vielen Seiten habe ich in der letzten Woche einen tollen Artikel zu ganz unterschiedlichen Themen gelesen, der die ich unter „Das Bloggen der Anderen“ gesammelt habe und hier gerne weiterempfehle.

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