Nachruf: Lina Romay (1954-2012)

Von , 24. Februar 2012 15:19

Vor einer Woche, am 15. Februar, starb für ihre Fans völlig unerwartet und unbemerkt Lina Romay mit nur 57 Jahren an einem Krebsleiden. Viele Leser werden sich jetzt vielleicht fragen: Lina… Wer? Die paar aber, die mit diesem Namen etwas anfangen können, werden von der Nachricht genauso geschockt gewesen sein, wie ich.

Lina Romay wurde 25. Juni 1954 als Rosa María Almirall Martínez in Barcelona geboren. Ihren Künstlernamen „Lina Romay“ (nach einer amerikansichen Jazz-Sängerin und Schauspielerin) erhielt sie von dem Mann, den sie für 40 Jahre inspirieren und lieben sollte und der wiederum sie zu seiner Muse und Göttin machte: Jesús Franco Manera, besser bekannt als Jess Franco. Franco wird in diversen Nachschlagewerken mit den wenig schmeichelhaften Titeln „Schmuddel-„, „Viel-“ oder „Trash“-Filmer bedacht. An ihm scheiden sich die Geister. Er wird von seinen Fans (zu denen auch ich mich zähle) verehrt oder in seltener Einigkeit von Kritikern und Zuschauern gleichermaßen verachtet, bestenfalls belächelt.

Lina Romay war ab 1972 nicht nur in weit über 100 Jess-Franco-Filmen als Schauspielerin präsent, sondern auch die Sonne, um die das merkwürdige Franco-Universum kreiste. Als sie sich trafen, befand sich Franco in einer tiefen Depression. Knapp zwei Jahre zuvor war seine andere große Muse: Soledad Miranda alias Susann Korda („Vampyros Lesbos„) bei einem Autounfall ums Leben gekommen und hinterließ ein schwarzes Loch in Francos Seele. Sein Zusammentreffen mit Lina Romay (die quasi das Gegenteil der stets etwas melancholisch und geheimnisvoll wirkenden, schlanken Soledad war) bei den Dreharbeiten zu „Eine Jungfrau in den Krallen von Frankenstein„, wo Lina eine kleine Rolle als Zigeunermädchen hatte, war der Urknall zu einer viele Jahrzehnte anhaltenden Liebe vor und hinter der Kamera. Es war einfach ein göttliche Fügung, dass der obsessive Voyeur Jess Franco auf die hemmungslose Exhibitionistin Lina Romay traf.



Wie perfekt sich beide ergänzten, sieht man schon daran, mit welcher Lebensfreude und absoluter Hingabe sich Lina in ihre Rollen warf und sich lüstern der Kamera ihres Lebensgefährten auslieferte. Es gibt wohl keine Stelle an Linas sehr fraulichen Körper, die dem Zuschauer geheim geblieben wäre. Zwar war sie auch spärlich für andere Regisseure aktiv gewesen (Erwin C. Dietrich in „Rolls Royce Baby“ oder Calos Aured in „Apocalipsis sexual„), aber das waren Ausnahmen. Bis zu ihrem Tod blieb sie ihrem Jess treu. Und er ihr. Auch als sie deutlich älter geworden war und mit einigen Kilo zuviel und raspelkurzem grauen Haar vor der Kamera stand, filmte Jess Franco sie immer noch wie das schöne, verrührerische Mädchen, das sie in den 70er und 80ern war. Dass sie sich weiterhin nackt vor der Kamera zeigte, war ihr egal. Für Jess und sie war es ganz natürlich und ich glaube nicht, dass sie jemals einen Gedanken, wie „Das tut man ihn unserem Alter aber nicht mehr“ gehabt haben könnten.

Ihre schönste Rolle waren die Vampirin Irina Karlstein in „Entfesselte Begierde„. Aber auch die zeigefreudige Schwindlerin in „Downtown – Die nackten Puppen der Unterwelt“ bzw. desssen Quasi-Remake „La noche de los sexos abiertos“ (in dem sie so schön wie nie war) bleiben durch ihre sextriefenden Darstellungen in Erinnerung . Sie konnte aber auch anders. Ihre Knastlesbe Roasaria in „Greta – Haus ohne Männer“ zeigte als hartes, gefährliches Mädels und in „Die Marquise von Sade“ liefert sie solch ein Schauspiel von Irrsinn ab, dass einem Angst und Bange wird. Vor allem wird sie aber auch für ihr komisches Talent in Erinnerung bleiben, in Filmen die ihrem fröhlichen Wesen wohl am nächsten kamen, wie „Celestine – Mädchen für intime Stunden.

Mitte der 80er zog sie sich mit Jess Franco nach Spanien zurück, wo sie zwar weiter Filme wie am Fließband drehten, diese aber außerhalb Spaniens kaum jemand mehr zu Gesicht bekam. In dieser Zeit drehte sie mit Jess Franco auch unter den Pseudonymen Candy Coster (welches sie schon Ende der 70er benutzte, wann immer sie sich eine blonder Perücke überstreifte) und Lulu Laverne Hardcorefilme. Als Lulu Laverne stand sie dabei auch selber hinter der Kamera.

Ende der 90er kam es dann zu einem Comeback. Teures Filmmaterial war inzwischen von den billigeren Video abgelöst worden und Jess Franco begann nun sein Werk (finanziert zum größten Teil von Fans) weiter zu führen. Natürlich mit Lina. Und natürlich war sie nicht mehr in der Form, in der sie als junges Mädchen war. Aber das hielt Franco nicht davon ab, sie weiterhin in erotischen Situationen zu filmen und Lina nicht, dabei sichtbar Spaß zu haben. Ihr letzter gemeinsamer Film war „Paula – Paula“ von 2010.

Ich hätte nie gedacht, dass sie vor dem in letzter Zeit stark kränkelnden Franco von uns gehen würde. Und wenn man bedenkt, wie tief die Beziehung zwischen beiden war, befürchte ich schon fast, ich weiß für wen ich den nächsten Nachruf schreiben muss. Mach’s gut Lina. Ich kann mir schon vorstellen, wie du gerade auf irgendeiner Wolke da oben Dein Kleidchen lupfst.

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Weird Xperience im Februar: „Video Nasty“

Von , 23. Februar 2012 20:09

An dieser Stelle kurz Werbung im eigener Sache. Morgen Abend um 22:30 Uhr heißt es im City 46 wieder Vorhang auf für die monatliche Reihe mit „merk-würdigen“ Filmen, die Stefan Mibs und ich zusammengestellt haben. Diesmal wird der neue Film von Jörg Buttgereit, „Video Nasty“ gezeigt. Dieser ist schon dahingehend sehr ungewöhnlich, als es sich um die filmische Aufbereitung eines Theaterstücks handelt, welches auf einem Hörspiel beruht, welches von den „bösen Horrorvideos“ der 80er inspiriert wurde.

Mehr Informationen zum Film gibt es hier: http://weird-xperience.de

Diesmal haben wir auch einen Vorfilm im Programm: „Zombie Warrior“ vom Bremer Filmemacher Daniel Flügger, der auch persönlich anwesend sein wird. Ansonsten gibt es wie immer am vierten Freitag des Monats eine kurze Einführung in den Film von Stefan und mir, sowie diesmal auch ein kurzes Interview mit Daniel Flügger.

Neue Reihe im City 46: „Stummfilm plus zwei“

Von , 23. Februar 2012 19:56

Ab morgen, Freitag, den 24. Februar 2012 um 20.30 Uhr, gibt es eine neue Reihe für Freunde des Stummfilms und der guten Musik. Bei „Stummfilm plus zwei“begleitet City 46-Stammpianist Ezzat Nashashibi zusammen mit einem Gastmusiker jeden Monat einen Stummfilm.

Den Auftakt macht Walter Ruttmans grandiose und wegweisende Avantgarde-Dokumentation „Berlin – die Sinfonie der Großstadt“ von 1927.  Der Film schildert einen Tag im Berlin der 20er Jahre und zeigt Bilder aus allen Phasen des Tages

Ezzat Nashashibis Gast und Partner ist der Saxophonist Joachim Friedrich aus Osnabrück. Er studierte klassisches Saxofon in Hannover und Bremen und arbeitet als Musiker und Musikpädagoge  in Osnabrück sowie inzwischen  als Musik-Gymnasiallehrer in Minden. Er ist Gründungsmitglied des DUO NUOVO und des Ensembles SAXPERIENCE, sowie als Mitglied bei den Westfälischen Saxofonikern und dem Quartett Osax, mit dem er bereits in zahlreichen Konzerten und bei Radio Bremen und beim ZDF zu hören gewesen ist.

Die Reihe „Stummfilm plus zwei“ setzt sich am 24. März  mit einem Slapstickabend zusammen mit Martin Kruzig (Schlagzeug) fort. Am 28. April folgt Der Golem zusammen mit dem Klarinettisten Martin Kratzsch.

Julia Leser und Clarissa Seidel stellen ihre Doku „Radioactivists – Protest in Japan since Fukushima“ vor

Von , 23. Februar 2012 15:11

Heute um 20:30 Uhr stellen im City 46 die beiden Regisseurinnen Julia Leser und Clarissa Seidel ihre Dokumentation „Radioactivists – Protest in Japan since Fukushima“ vor.

Als am 11. März 2011 Erdbeben, Tsunami und schließlich die Reaktorunfälle in Fukushima Japan erschütterten, waren die deutschen Regisseurinnen Julia Leser und Clarissa Seidel vor Ort. Sie verfolgten die aufkommende Protestkultur ab der ersten Stunde, um der stereotypen Berichterstattung der Medien die kritischen Reaktionen der Menschen auf das TEPCO-Desaster entgegenzusetzen. »›Radioactivists‹ ist ein einzigartiges Zeitdokument« (Filmfestival Nippon Connection im November 2011).

Quelle: City46.de

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Weiter Termine (dann natürlich ohne die beiden Filmemacherinnen): Sa. 18:00 und So./Mo./Mi. um 20:00 Uhr.

Originalfassungen in Bremen: 23.02.12 – 29.02.12

Von , 23. Februar 2012 14:58

Lauter alte Bekannte der aktuellen Woche. D.h. es gibt eigentlich nichts Neues und das Programm ist vor allem für die Leute interessant, die die Filme beim ersten Mal nicht sehen konnten. Ausnahme: „Bullhead“ im City 46. Dieser verdient auch Erwähnung, da er einerseits brandneu ist (normalerweise zeigt das Kommunalkino ja eher ältere Spielfilme) und anderseits Oscar-Kandidat 2012! Mein Tipp für diese Woche.

Hugo Cabret 3D – Cinemaxx, Mi., 29.02. um 19:45 – Zum ersten Mal dreht Meister-Regisseur Martin Scorsese an einem Kinderfilm. Und dazu auch das erste Mal in 3D. Da passt es dann auch, dass er sich als Thema den Pionier der Tricktechnik ausgesucht hat: Den großen Kinomagier Georges Méliès, der 1902 den legendären SF-Streifen “La voyage dans la lune” drehte. Dieser Méliès wird eine wichtige Rolle im Leben eines Waisenjungen spielen, der 1925 versteckt im Pariser Hauptbahnhof lebt.

Star Wars 3D: Episode 1 – Cinemaxx, Mo. 27.2. 19:45 – George Lucas hat mal wieder seine Recycling-Maschine angeworfen. Mir reicht’s *gähn*

Fetih 1453 – Cinemaxx, Do.-Mi. 20:30, sowie Fr.-Mo. und Mi. auch um 22:00 & CineStar Do.-Mi. 19:30, sowie Do.-Sa. auch 22:50 und Sa./So. 16:10 – Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

Berlin Kaplani -Cinemaxx, Do.-Mi. um 23:00 – Läuft und läuft und läuft. Türkische Komödie über einen Boxer und Bodyguard in Berlin.

Rough Aunties – City 46, Do. 23.02. um 20:00 – Dokumentation über die Hilfsorganisation Bobbi Bear im südafrikanischen Durban, deren Mitarbeiterinnen missbrauchte Kinder betreuen und sich dafür einsetzen, dass die Schuldigen vor Gericht kommen.

Charlotte Rampling – The Look – City 46, So./Mo. um 18:00, Di./Mi. 20:30 -Dokumentation über die faszinierende Schauspiel-Ikone Charlotte Rampling. Bekannt aus “Der Nachtportier“, “Angel Heart“, “Swimming Pool” oder “Melancholia“.

Bullhead – City 46, Do., Fr., Die. und Mi. um 18:00, sowie Sa.-Mo. um 20:30 – topaktueller belgischer Film aus 2011 von Michael R. Roskam, der sowohl harter Thriller als auch Sittengemälde ist. Ein flämischer Viehzüchter pumpt seine Tiere (wie auch sich selber) mit illegalen Hormonen auf und gerät mit der belgischen Mafia aneinander. Im Weser Kurier wurde der Film heute sehr positiv unter seinem Originaltitel „Rundskop“ besprochen. Leider ohne Hinweis darauf, dass er unter dem internationalen Titel „Bullhead“ im City 46 läuft. Nominiert für den Oscar 2012 als bester nicht-englischsprachiger Film!

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Sneak Preview – Schauburg, Mo., 27.02., 21:45

Französische Sneak Preview, Mi., 29.02. um 18:00 Uhr in der Gondel und um 21:00 Uhr im Atlantis

Das Instituto Cervante zeigt eine neue Reihe mit spanischen Filme im City 46

Von , 19. Februar 2012 17:15

Das Instituto Cervantes Bremen zeigt in diesem Jahr im City 46 eine Filmreihe mit dem Titel: „Spanische Filme 2012 – Neueste Titel“.

In dieser Reihe wird monatlich ein spanischer Debüt-Film aus den letzten 10 Jahren präsentiert. Viele davon wurden auch bereits mit einem spanischen Filmpreis »Goya« für die beste Nachwuchsregie ausgezeichnet.

Diesen Mittwoch um 20:30 Uhr läuft z.B. der 2008 mit dem „Goya“ ausgezeichnete Gruselfilm „Das Waisenhaus„.
Alle Filme stammen aus dem Archiv des Instituto Cervantes in Spanien und werden als 35mm Kopie im Original mit englischen Untertiteln gezeigt.

 

 

 

Das weitere Programm für 2012:

14.03. Azul oscuro casi negro – Der Film dürfte unser seinem deutschen Titel „Dunkelblaufastschwarz“ besser geläufig sein. Das Drama um einen 25-Jährigen, der nicht nur auf seinen kranken Vater aufpassen muss, sondern auch von seinem kriminellen Bruder gefragt wird, ob er dessen Freundin schwängern könnte, ist ein kleiner „Kultfilm“ unter dem Arthaus-Publikum.

11.04. Tapas – Drama/Komödie um eine Gruppe von Nachbarn in einem Vorort von Barcelona, die alle ihre großen oder kleinen Geheimnisse haben.

09.05. Frío sol de invierno – Ein reicher junger Mann kehrt nach einem Aufenthalt in einer Irrenanstalt in sein verlassenes Elternhaus zurück und fängt an sich um seine Nachbarn zu kümmern.

13.06. Smoking Room – Ein Büroarbeiter sammelt Unterschriften, damit seine Vorgesetzten einen „Raucherraum“ einrichten. Dies führt aber zu einem wahren Krieg unter den Angestellten.

19.09. Primos – Komödie über drei Cousins, die in ein kleines Dorf fahren, wo sie als Kinder ihre Sommerferien verbrachten.

24.10. Tres días con la familia – Drama über drei Brüder und eine Schwester, die nach dem Tod des Vaters zusammen mit ihren Familien zwei Tage zusammen verbringen, woraufhin alte Zwistigkeiten wieder aufbrechen.

14.11. Bajo las estrellas – Nachdem sein Vater gestorben ist, kehrt ein in der Großstadt lebender Club-Musiker zu seinem Bruder in sein kleines Dorf zurück.

12.12. Nómadas – In der IMDb schreibt jemand „David Lynch movie directed by Aki Kaurismäki“. Ich bin gespannt, ob das stimmt. Hier geht es um einen Serienkiller, eine depressive „Begleitdame“ und zwei jugendliche Rowdys, deren Leben und Wege sich kreuzen.

Originalfassungen in Bremen: 16.02.12 – 22.02.12

Von , 16. Februar 2012 12:54

Das Cinéfête-Festival dominiert die aktuelle Woche. Wer also die französische Sprache und den französischen Film liebt, für den ist Bestens gesorgt. Zumal auch die „Ziemlich besten Freunde“ eine weitere Runde im O-Ton spendiert bekommen haben. Für die Freunde des anspruchsvollen Mainstreams kommt das neue Werk von Martin Scorsese auf die große Leinwand. Nicht nur im O-Ton, sondern auch in 3D. Mein Tipp der Woche ist allerdings der spanische Gruseler „Das Waisenhaus“, der mir schon von vielen Seiten ans Herz gelegt wurde. Etwas ärgerlich ist es, dass das Cinemaxx seine Sneak Preview nun auf Montag gelegt hat. Wohl, um der sehr erfolgreichen, wöchentlichen Sneak Preview in der Schauburg etwas das Wasser abzugraben.

Hugo Cabret 3D – Cinemaxx, Sa.-Mo. und Mi. jeweils um 19:00 – Zum ersten Mal dreht Meister-Regisseur Martin Scorsese an einem Kinderfilm. Und dazu auch das erste Mal in 3D. Da passt es dann auch, dass er sich als Thema den Pionier der Tricktechnik ausgesucht hat: Den großen Kinomagier Georges Méliès, der 1902 den legendären SF-Streifen „La voyage dans la lune“ drehte. Dieser Méliès wird eine wichtige Rolle im Leben eines Waisenjungen spielen, der 1925 versteckt im Pariser Hauptbahnhof lebt.

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Fetih 1453 – Cinemaxx, Do.-Mi. 20:20 und Sa./So. auch 22:00 & CineStar Do.-Mi. 16:40 und 19:30, sowie Do.-Sa. auch 22:50 – Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

Berlin Kaplani -Cinemaxx, Fr.-Mo, und Mi. um 23:00 – Türkische Komödie über einen Boxer und Bodyguard in Berlin.

Ziemlich beste Freunde – Atlantis, Do.-Mi. immer 19:00, ausser So., da 18:00 – DER Kinohit aus Frankreich. Eine wirklich charmante Komödie über einen querschnittsgelähmten Millionär und seinem schwarzen Pfleger.

My Reincarnation – Wiederkehr – Cinema, So. 19.02.,  12:00 – Drama über einen tibetanischen Mönch, dessen Sohn die Reinkarnation eine berühmten Spirituellen Meisters sein soll, sich aber von der Tradition ab und dem modernen Leben in der westlichen Welt zu wendet.

Oscar et la Dame Rose – City 46, Do. 18:00 und Fr./Sa. um 20:30 – Zweiter Spielfilm des Schriftstellers Eric-Emmanuel Schmitt. Der 10-jährige Oscar ist todkrank und hat nicht mehr lange zu leben. Zusammen mit der Dame in Rosa durchlebt er einen Leben im Schnelldurchlauf.

Le hérisson – City 46, Do. und Sa. um 20:00 – Spielfilm um eine mürrische Concierge und ein 11-jähriges Mädchen mit Selbstmordabsichten, deren Leben sich ändert als ein älterer Japaner in ihr elegantes Pariser Wohnhaus einzieht.

Le premier jour du reste de ta vie – City 46, So.+Die. um 18:00; Mo. um 20:30 – Aus der Perspektive jeweils eines Mitglieds einer fünfköpfigen Familie, wird jeweils ein entscheidender Tag in seinem Leben erzählt.

Micmacs – City 46, So.-Die. um 20:00 – Jean-Pierre Jeunets neuster Spielfilm mit Star-Komiker Dany Boon und seinem Lieblingsschauspieler Dominique Pinon. Seitdem er zufällig eine Kugel in den Kopf bekommen hat, lebt Basil mit einer Gruppe schrulliger Außenseiter auf einem Schrottplatz.

Molière – City 46, So.+Die. 20:30, Mo. 18:00 – Spielfilm um den legendären Komödienautor Molière, der sich 1644 für einige Jahre bei einem reichen Kaufmann einquartiert, was zu amourösen Verwicklungen führt.

Nénette und Boni – City 46, Do. 20:30 und Fr./Sa./Mi. 18:00 – Französischer Film von Claire Denis über einen Pizzabäcker in Marseille, der seine Macho-Allüren ablegen muss, als seine schwangere Schwester bei ihm einzieht.

Rough Aunties – City 46, Mi. 20:00 – Dokumentation über die Hilfsorganisation Bobbi Bear im südafrikanischen Durban, deren Mitarbeiterinnen missbrauchte Kinder betreuen und sich dafür einsetzen, dass die Schuldigen vor Gericht kommen.

Das Waisenhaus – City 46, Mi. 22.02. um 20:30 Uhr – Spanischer Gruselfilm von Juan Antonio Bayona. Dieser Film um eine Frau, die ein altes Waisenhaus wiedereröffnet und deren kleiner Sohn auf einmal einen unheimlichen Spielkameraden  hat, ist nicht nur auf zahlreichen Festivals ausgezeichnet worden, sondern auch einer der Top-Favoriten aller Liebhaber des modernen spanischen Horrorfilms. Empfehlung! In Kooperation mit dem Instituto Cervantes.

(Der Trailer ist auf deutsch, der Film wird aber auf spanisch mit englischen Untertiteln gezeigt)

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Sneak Preview – Cinemaxx, Mo. 20.02. um 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 20.02. um 21:45

Das Magazin PRINZ hat Bremer Kinos getestet

Von , 15. Februar 2012 20:49

Das Magazin PRINZ hat die Bremer Kinos getestet. Das Ergebnis nicht gerade überraschend und irgendwie kommen alle ganz gut weg (allein das Cinemaxx muss sich leichte Kritik bezüglich der Preisgestaltung gefallen lassen). Was mich auch nicht verwundert, denn wirklich schlechte Erfahrungen habe ich auch noch irgendwo gemacht.

Was mich sehr gewundert hat (was aber stimmt, ich habe es noch einmal mit anderen Quellen quer gecheckt) ist die Tatsache, dass die Schauburg eine 80qm große Leinwand hat und diese damit fast doppelt so groß ist, wie die im City 46 Saal 1. Vom Gefühl her hätte ich den Unterschied nicht als so groß angesehen. Etwas unfair finde ich es auch, dass beim Fazit zum City 46 steht: „kleine Leinwände“. Das stimmt so nicht. Im Atlantis, Cinema und der Gondel sind die Leinwände noch kleiner. Und das im Atlantis „Viele Filme in Originalfassung“ laufen habe ich auch noch nicht bemerkt.

Ansonsten gehe ich mit den Testberichten konform. Wir haben – jenseits der Multiplexe – wirklich schöne Kinos hier in Bremen. Diese Vielfalt gibt es vielen Städten leider nicht mehr. Darum unterstützt die Bremer Kinos mit euren Besuchen, damit wir noch lange eine so lebendige Kinolandschaft haben.

Hier noch einmal der Link zum Test: http://bremen.prinz.de/stadt/report/prinz-test-kinos,1323958,1,Article.html

Originalfassungen in Bremen: 09.02.12 – 15.02.12

Von , 9. Februar 2012 22:48

George Lucas verwurstet seine „Star Wars“-Filme zum… ja, wievielten Mal jetzt eigentlich? Selbst „Underworld“ bekommt ein drittes Sequel spendiert. Soviel zum Multiplex. Wobei nicht unerwähnt bleiben soll, dass der französische Mega-Hit „Ziemlich beste Freunde“ derartig erfolgreich ist, dass jetzt nicht nur das Atlantis den Film auch im Original zeigt (dafür schon mal Applaus!), sondern auch das große Cinemaxx. Das Kommunalkino City 46 zeigt währenddessen einige höchst empfehlenswerte Klassiker. Ich bin mit dieser Woche wirklich sehr zufrieden.

Star Wars 3D: Episode 1 – Cinemaxx, Do. 9.2. 19:30 und Die. 14.2., 19:30 – George Lucas hat mal wieder seine Recycling-Maschine angeworfen. Mir reicht’s *gähn*

Underworld: Awakening – Cinemaxx, Do. 23:05; Sa. 18:30 und Mo. 20:45 – Vierter Teil der Vampire gegen Werwölfe-Serie. Diesmal wieder mit Kate Beckinsale in engem Leder.

Berlin Kaplani -Cinemaxx, Do.-Mi. 21:00 und 23:15 & Cinestar Do.-Sa. 23:30 – Türkische Komödie über einen Boxer und Bodyguard in Berlin.

Ziemlich beste Freunde – Cinemaxx, Fr.+Sa.+Mo. immer um 19:30 & Atlantis, Fr.+Sa.+Mo.+Mi um 16:45; So. um 15:45 – DER Kinohit aus Frankreich. Eine wirklich charmante Komödie über einen querschnittsgelähmten Millionär und seinem schwarzen Pfleger. Gibt es jemanden, der den Film noch nicht gesehen hat? Egal, für die, die ihn auch gerne mal im Original genießen möchten zeigen Cinemaxx UND Schauburg die Originalfassung.

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Goldenes Gift – City 46, Fr.&Mo. 23:30, Sa., So. & Mi. um 18:00 – Grandioser Film Noir Klassiker von Jacques Tourneur (Katzenmenschen) mit Robert Mitchum und Kirk Douglas.

Michel Petrucciani – Leben gegen die Zeit – City 46, Do., Sa.-Mi. immer 20:00 – Dokumentation über den legendären Jazz-Pianisten Michel Petrucciani, der mit der Glasknochenkrankheit geboren wurde und trotzdem sein Leben bis zum Maximum lebte.

Schuld und Sühne – Crime and Punishment – City 46, Do., Sa., So., Mi. um 20:30 und Fr., Mo., Die. um 18:00 – Der erste Spielfilm von Aki Kaurismäki, interpretiert den Dostojewskis Klassiker eigenwillig finnisch.

White Zombie – City 46, Do. 18:00; Fr.+Sa. 22:30 – Grusel-Klassiker mit dem großen Bela Lugosi als Hexenmeister ‚Murder‘ Legendre. Der Film läuft in der Reihe „Vodou“, die parallel zur Ausstellung im Überseemuseum gezeigt wird.

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Sneak Preview – Schauburg, Mo. 13.02. um 21:45

Cinéfête-Festival 2012: 16.02.-22.02.12

Von , 6. Februar 2012 16:12

Alle Jahre wieder zieht das Cinéfête-Festival durch die Lande und macht auch Station in Bremen.

Cinéfête ist ein speziell für Schüler/-innen zusammengestelltes Programm für einen etwas anderen Französischunterricht. Unter der Schirmherrschaft der 16 Bildungsminister der Länder tourt Cinéfête ein Jahr lang durch 120 Kinos in 100 deutschen Städten.

Freundlicherweise sind die Filme zumindest im City 46 zeitlich so programmiert, dass auch „Nicht-Schüler“ sich abends die Filme ansehen können. Und wer nicht fließend französisch spricht:  Die Filme sind dankenswerterweise auch untertitelt.

In Bremen sind in diesem Jahr wieder City 46, Schauburg, Atlantis und Gondel involviert. Die genauen Anfangszeiten der Vor- und Nachmittagsvorstellungen finden sich hier.  Und für die Abendvorstellungen im City 46 hier.

Folgende Filme werden auch im Abendprogramm gezeigt:

Oscar et la Dame Rose – Zweiter Spielfilm des Schriftstellers Eric-Emmanuel Schmitt. Der 10-jährige Oscar ist todkrank und hat nicht mehr lange zu leben. Zusammen mit der Dame in Rosa durchlebt er einen Leben im Schnelldurchlauf.

Le hérisson – Spielfilm um eine mürrische Concierge und ein 11-jähriges Mädchen mit Selbstmordabsichten, deren Leben sich ändert als ein älterer Japaner in ihr elegantes Pariser Wohnhaus einzieht. Hmmm… recht morbide die diesjährige Cinéfête.

Le premier jour du reste de ta vie – Aus der Perspektive jeweils eines Mitglieds einer fünfköpfigen Familie, wird jeweils ein entscheidender Tag in seinem Leben erzählt.

Micmacs – Jean-Pierre Jeunets neuster Spielfilm mit Star-Komiker Dany Boon und seinem Lieblingsschauspieler Dominique Pinon. Seitdem er zufällig eine Kugel in den Kopf bekommen hat, lebt Basil mit einer Gruppe schrulliger Außenseiter auf einem Schrottplatz.

Molière – Spielfilm um den legendären Komödienautor Molière, der sich 1644 für einige Jahre bei einem reichen Kaufmann einquartiert, was zu amourösen Verwicklungen führt.

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