Atlantis: Polanskis „Gott des Gemetzels“ in der Originalfassung

Von , 28. November 2011 16:09

Eine gute Nachricht kam heute über Facebook rein. Ab dem 01.12. läuft Roman Polanskis Vier-Personen-Stück „Der Gott des Gemetzels“ (mit Jodie Foster, Kate Winslet, Christoph Waltz und John C. Reilly) im Atlantis in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Meinen herzlichen Dank dafür an die Bremer Filmkunst Theater.

Nachruf: Ken Russell (1927-2011)

Von , 28. November 2011 15:56

Gestern starb der britische Regisseur Ken Russell im Alter von 84 Jahren.

Ken Russell gehörte zusammen mit seinen Landsmänner Nicholas Roeg, Derek Jarman und Peter Greenaway zu den bedeutensten zeitgenössischen Regisseuren der Insel. Wie diese schuf er ganz einzig- und eigenartige Bilderwelten.

Seine Verfilmung der Rock-Oper „Tommy“ mit seinen Bädern aus Bohnensuppe, seinen grellen Farben und Messiasfiguren auf Schrottplätzen topte er dann (wieder mit Who-Frontmann Roger Daltrey in der Hauptrolle) noch in seinem höchst eigenwilliger, sexuell überhitzter Liszt-Biographie „Lisztomania„.

Überhaupt waren Musikerbiographien sein großes Steckenpferd, wie er mit „The Music Lovers“ (über Tschaikowski), „Mahler“ und diverse Fernsehfilme, darunter zwei über Edward Elgar. Unter Genrefans dürfte er spätestens seit „Der Höllentrip“ und „China Blue“ eine feste Größe sein. „Die Teufel“ und „Gothic“ finden sich auf vielen Lieblingsfilmlisten wieder.

Nachdem er einen Harry-Palmer-Film mit Michael Caine („Das Milliarden Dollar Gehirn„) gedreht hatte, erlebte er seinen Durchbruch mit der „skandalöse“ D.H.Lawrence-Verfilmung „Women in Love„, bei der das erste Mal in einem britischen Film männliche Genitalien auf der Leinwand zu sehen waren.

Auch „Die Teufel“ geizte nicht mit Provokationen, wurde angeblich in Italien verboten und die beiden Hauptdarsteller zu drei Jahren Haft verurteilt, falls sie italienischen Boden betreten sollten. Auch wenn diese Geschichte möglicherweise ins Reich der Fabeln gehört, so ist unbestritten, dass es keinen anderen Film mit solch einer langen und komplizierten Zensurgeschichte wie „Die Teufel“ gibt.

Neben seiner Filmarbeit inszenierte Ken Russell zahlreiche Opern. In den letzten Jahren wurde es ruhiger um ihn und er drehte für das Fernsehen und Kurzfilme.

in Deutschland ist sein Werk bisher nur recht spärlich auf dem Heimvideomarkt erschienen. Hoffentlich wird sich dies in Zukunft noch ändern.

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Originalfassungen in Bremen: 24.11.- 30.11.11

Von , 24. November 2011 16:23

In dieser Woche gibt es gleich einen ganzen Schwung Filme in O-Fassung. 2x Mainstream im Cinemaxx und eine ganze Reihe mit Filmen von Oliver Assayas im City 46. Wer danach immer noch fragt, wer das denn überhaupt ist, dem ist nicht mehr zu helfen 😉 . Ferner: Ein Film auf den ich mich sehr freue… und von dem ich hoffe, dass ich es auch schaffe, ihn zu sehen. Dazu unten mehr.

Krieg der Götter – Regisseur Tarsem Singh ist bekannt für seine visuellen Extravaganzen. Während sein letzter Film „The Fall“ zu unrecht ziemlich untergegangen ist, darf er sich jetzt 5 Jahre später an einem modischen „Antik-Gemetzel“ versuchen. Immerhin spielt der unverwüstliche Mickey Rouke den Bösewicht.

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Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 1 – Cinemaxx, Do-Mio. immer 19:30 – 1. Teil des 4. Teils (verwirrt?) der Teenie-Vampir-Romanze-Reihe. Hat ja sehr viele Fans (vor allem – oder sogar überwiegend? – weibliche), somit ist der Erfolg schon vorprogrammiert. Mich selber lässt die Serie kalt und die Kritiken sind auch eisig.

Das weiße Blatt – City 46, Do., 20:30 Uhr – Olivier Assayas Festwoche im City 46! „L’eau froide“ ist eins der frühen Werke des französischen Star-Regisseurs und handelt von zwei jugendlichen Ausreißern.

Clean – City 46, Sa.+Die. jeweils um 18:00 Uhr – Oliver Assayas zum Zweiten! Assayas Ehefrau, die wunderschöne Maggie Cheung, spielt die drogensüchtige Witwe eines Rockstars, der an einer Überdosis starb. Sie zieht nach Paris um ihrer Sucht Herr zu werden und sich ein neues Leben aufzubauen.

Demonlover– City 46, Sa. 22:30 – Oliver Assayas zum Dritten! Einer seiner bekanntesten Filme handelt von dem Druck und den Intrigen, die sich zwei konkurrierende Frauen in einer Investmentfirma ausliefern. Zudem läuft nebenbei noch eine Thrillerhandlung um eine Internet-Pornoseite auf der Menschen gequält werden. Mit Connie Nielsen, Chloë Sevigny und Gina Gershon.

Irma Vep – City 46, Fr. 22:30 – Oliver Assayas zum Vierten! Mit seinem lange Zeit bekanntesten Film, schuf Assayas nicht nur ein Denkmal für den Stummfilm, sondern auch für die Schönheit seiner Frau Maggie Cheung. Ein Filmteam versucht in Paris ein Remake des Stummfilmklassikers „Les Vampires“ zu drehen.

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L’heure d’été – city 46, Mi. 20:30 – Oliver Assayas zum Fünften! Familiendrama mit Juliette Binoche über drei Geschwister, die nach dem Tod der Mutter überlegen müssen, was mit dem Erbe – Erinnerungen an den Onkel, der ein berühmter Maler war – geschehen soll.

Les Destinées sentimentales – City 46, So., 20:30 – Oliver Assayas zum Sechsten! Drama um einen protestantischen Priester ende des 19. Jahrhunderts, der sich erst von seiner Frau scheiden lässt und dann mit seiner Geliebten in die Schweiz zieht, um dort die Fabrik seines Vaters zu übernehmen. Am Ende aber durchkreuzt der 1. Weltkrieg alle Pläne. Mit der wunderhübschen Emmanuelle Béart und der Ausnahmeschauspielerin Isabelle Huppert.

Portrait von Hou Hsiao-Hsien – City 46, 20:00 – Oliver Assayas zum Letzten! Ein Portrait des chinesischen Filmemachers Hsiao-Hsien Hou.

Divine Horsemen: The Living Gods of Haiti – City 46, Mi., 18:00 – US-amerikanische Doku. In den 40er Jahren begonnen von der grandiosen Avandgard-Regisseurin Maya Deren (“Meshes of the Afternoon“) mit Schwerpunkt auf den haitianischen Voodoo-Tänzen. Dann 1985 von Cherel Ito vollendet.

My Winnipeg – City 46, Do. 18:00, Fr.&Mo. Um 20:30 – Safe the best for last 😉 Ich bin schon lange ein großer Fan des kanadischen Filmemachers Guy Maddin und durfte erst letzten Samstag sein „Brand Upon the Brain!“ mit Live-Klaviermusikbegleitung genießen. Maddins Filme liebt man oder kann damit überhaupt nichts anfangen. Ich glaube dazwischen gibt es nicht viel. Ich liebe sie und deshalb freue ich mich ganz besonders auf seine Pseudo-Doku „My Winnipeg“. Gucken, gucken, gucken!

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Sneak Preview – Schauburg, Mo., 28.11., 21:45

City 46: Marie Losier stellt ihren Film „The Ballad of Genesis and Lady Jaye“ vor

Von , 22. November 2011 15:39

Am 24.11. läuft bundesweit der Dokumentarfilm „The Ballad of Genesis and Lady Jaye“ an. Darin geht es das Paar Genesis Breyer P-Orridge, ein Künstler und Musiker, und Lady Jaye, eine ehemalige Domina, das zusammen versucht sich mit den Mitteln der plastischen Chirurgie aneinander anzugleichen und damit gemeinsam zu einer dritten Identität zu werden.

Der Filmdienst schreibt:

Dokumentarfilm über den englischen Performance-Künstler, Musiker und Schriftsteller Genesis Breyer P-Orridge, seine Lebensgefährtin Lady Jaye sowie ihr „Projekt“ der Pandrogyne, der kosmetischen und chirurgischen Angleichung ihrer Körper im Rahmen ihrer symbiotischen Beziehung. Das suggestive filmische Porträt erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte der beiden Künstler in rauen Bildern und mit rhythmisch-dynamischer Montage; dabei werden altes Filmmaterial und Reinszenierungen zu einer organischen Synthese geführt und runden sich zu einer bewegenden Beschwörung der Liebe zweier Grenzgänger, die auch die Geschichte der Industrial Music und der Underground-Kultur der 1970er-Jahre streift.

Quelle: Filmdienst.de

Am Dienstag, den 29.11., um 20:30 Uhr stellt die französische Regisseurin Marie Losier ihren auf der diesjährigen Berlinale zweifach ausgezeichneten (Teddy und Caligari Award) Film im City 46 vor.

Originalfassungen in Bremen: 19.11.- 23.11.11

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Von , 18. November 2011 20:58

Wie unschwer zu erkennen war, fiel der wöchentliche Überblick über die O-Fassungen in Bremen in der letzten Woche aus. Und auch in dieser Woche bin ich recht spät dran. Der Grund dafür ist ein recht einfacher: Momentan frisst der Beruf die Zeit, die ich normalerweise für mein Hobby reserviere, gnadenlos auf. Ich denke nächste Woche wird es etwas entspannter, aber in der übernächsten wird der Überblick dann auch wieder später kommen.

Aber genug von mir. In dieser Woche kommt der neue Teil eines großen Teenie-Horor-Reihe in die Kinos und im City 46 gibt es wieder einen polnischen Film, auf den ich mich sehr freue.

Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende der Nacht Teil 1 – Cinemaxx, Mi. 23.11. um 20:00 – 1. Teil des 4. Teils (verwirrt?) der Teenie-Vampir-Romanze-Reihe. Hat ja sehr viele Fans (vor allem – oder sogar überwiegend? – weibliche), somit ist der Erfolg schon vorprogrammiert. Mich selber lässt die Serie kalt.

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Zwei an einem Tag – Cinemaxx, Mo. 21.11. um 21:15 – amerikanisch-britischer Liebesfilm der dänischen Ex-”Dogma”-Regisseurin Lone Scherfing (“Italienisch für Anfänger“). Ein Paar trifft sich nur einmal im Jahr, immer an einem bestimmten Tag. Der Film begleitet die beiden durch die 80er und 90er. Mit der schönen Anne Hathaway.

L.A. Crash – City 46, Sa. 19.11., 18:00 -Bevor der Film nächste Woche bei den Britfilm-Festival zu sehen ist, läuft er auch noch mal im City 46.

Ford Fairlane – Rock’n‘ Roll Detective – City 46, Sa. 19.11. um 22:30 – War mal Serie für den – damals in den USA sehr populären – Comedian Andrew Dice Clay gedacht. Aber mangels Erfolg gab nie eine Fortsetzung. Eine recht respektlose Rock’n’Roll Comedy von Renny Harlin, der ansonsten mehr für seine Action-Filme (z.B. „Stirb langsam 2„) bekannt ist.

Ich bin Dein – City 46, So. 20.11., 18:00 – Polnisches Thriller-Drama um eine gut situierten, verheiratete Frau, die ein Kind von ihrem kriminellen Geliebten erwartet. Sie will das Kind nicht, aber ihr Geliebter tut es – und setzt sie immer mehr unter Druck.

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Sneak Preview – Schauburg, Mo., 21.11., 21:45

British Schools Film Festival „BRITFILMS #5“

Von , 15. November 2011 14:44

Vom 24. bis 30. November wird, nun schon zum fünften Mal, das British Schools Film Festival „BRITFILMS“ in den Bremer Kinos ATLANTIS, GONDEL und SCHAUBURG  zu Gast sein.

Sechs britische Filme touren ein Schuljahr lang durch die deutschen Kinos und werden von den Kinobetreibern in Schulvorführungen für Kinder im Alter von 8-18 Jahren eingesetzt. Alle Filme werden im englischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln gezeigt.

Die Filme der BritFilms Reihe werden in morgendlichen Schulvorführungen zu sehen sein. Der Eintritt beträgt 3,50 Euro/SchülerInnen. LehrerInnen haben kostenfreien Zutritt zu den Vorstellungen.

Gezeigt werden:

Crash – Nicht der Klassiker von David Cronenberg, sondern der oscar-prämierte Rassismus-Ensemblefilm von Paul Haggis.

The Wizard of Oz – Und zwar die großartige Fassung von 1939! Ein absolutes Must-See. Regie führte Victor Fleming, der im gleichen Jahr (!) auch offiziell für „Vom Winde verweht“ verantwortlich zeichnete.

Nowhere Boy – Bio-Pic über den jungen John Lennon.

Coraline – Stop-Motion-Märchen vom „A Nightmare before Christmas“-Regisseur Henry Selick. Vorlage: Neil Gaiman!

London Nights (aka Unmade Beds) – Drei junge Leute aus Europa kommen nach Ost-London, um dort in die Party-Szene einzutauchen.

Slumdog Millionaire – Noch ein Oscar-Gewinner. Hat mir nicht so besonders gefallen, aber ist allgemein sehr beliebt. Was mich überzeugt hat, war allerdings die Musik von A.R. Rahman. Die Story um ein zusammen in den indischen Slums aufgewachsenes Liebespaar allerdings weniger. Regie: Danny Boyle.

Hier bekommt man den Timetable.

Schauburg: Regisseur Cyril Tuschi stellt „Der Fall Chodorkowski“ vor

Von , 7. November 2011 13:35

Am Mittwoch, den 23. November um 18:00 Uhr, wird der deutsche Regisseur Cyril Tuschi seinen Film „Der Fall Chodorkovsky“ vorstellen.

Der Film ist als „Doku-Thriller“ angekündigt. Neben den Hintergründen zum Fall Chodorkovski geht es auch um die Suche des Regisseurs nach der Wahrheit, die Hindernisse die ihm begegnen und wie von russischer Seite auf ihn Druck ausgeübt wird. Indem der Filmemacher hier zu Hauptperson  des Filmes gemacht wird, steht „Der Fall Chodorkovski“ den Doku-Filmen von Michael Moore und Morgan Spurlock näher als z.B. Errol Morris oder gar Frederick Wiseman.

 

 

 

Der Trailer zum Film sieht sehr unterhaltsam aus und besonders das Interview mit Ex-Außenminister Fischer würde ich gerne in voller Länge sehen.

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Originalfassungen in Bremen: 03.11.- 09.11.11

Von , 2. November 2011 20:14

Auch in dieser Woche ist, was Originalfassungen angeht, wieder ordentlich was los in Bremen. Das Cinemaxx schmeißt gleich fünf englischsprachige Filme auf den Markt (darunter auch drei alte Bekannte), plus einen türkischen. Beim „ueber Mut“-Festival im City 46 laufen auch einige Dokus in O-Fassung. Die habe ich aber gestern schon separat aufgezählt.

Real Steel – Cinemaxx, Fr. und So. jeweils 18:00 – Klassische Boxergeschichte im SF-Look. Statt schwitzender Männer gibt es mannshohe Kampfroboter. Der Film mit Hugh Jackman in der Hauptrolle, hat einige gute Kritik bekommen.

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Zwei an einem Tag – Cinemaxx, Do. 20:40 und Di. 18:00 – amerikanisch-britischer Liebesfilm der dänischen Ex-„Dogma“-Regisseurin Lone Scherfing („Italienisch für Anfänger„). Ein Paar trifft sich nur einmal im Jahr, immer an einem bestimmten Tag. Der Film begleitet die beiden durch die 80er und 90er. Mit der schönen Anne Hathaway.

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Die Abenteuer von Tim und Struppi – Das Geheimnis der Einhorn– Cinemaxx IMAX 3D , Do. 3.11. um 19:30 und So. 6.11. um 17:00 – Steven Spielberg (auch Regie) und Peter Jackson erwecken Hergés legendären Comic-Detektiv per Motion-Capture-Verfahren zum Leben. Bisher konnten mich die Trailer nicht wirklich überzeugen. Ich bin gespannt… immerhin stammt das Drehbuch von Steven Moffat (dem Erfinder der sehr gelungenen “Sherlock“-TV-Serie) und Edgar Wright (“Shaun of the Dead“).

Contagion – Cinemaxx, Sa. 5.11., 22:50 – Steve Soderberghs Viren-Thriller mit absoluter Starbesetzung. Ein Killervirus verbreitet sich rasend schnell um die Welt und eine handvoll Menschen versuchen alles, um ihn zu stoppen.

Killer Elite – Cinemaxx, Mi. 9.11., 20:40 – Actionfilm mit Jason Statham, Clive Owen und Robert De Niro. Ursprünglich hatte ich da kein gutes Gefühl, aber in der aktuellen Kritik im “Filmdienst” stehen zwei Sachen, die mich aufhorchen lassen: “Bahnhofskino” und “Reminiszenz ans klassische Action-Kino”. Dann sollte ich dem Film doch eine Chance geben.

Anadolu Kartallari – Die Adler Anatoliens – Do.-Mi. immer 23:00, Do. auch 20:00, So. 17:15 und Di. 19:40 – Wenn man dem Plakat und dem Trailer Glauben schenken kann, scheint das „Top Gun“ auf türkisch zu sein.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 07.10., 21:45

Filmfestival „ueber Mut“ vom 07.-10.11. im City 46

Von , 1. November 2011 21:46

Zwischen Montag, dem 07. und Donnerstag , dem 10. November findet im City 46 das „ueber Mut“-Festival der „Aktion Mensch“ statt. Nachdem es vor zwei Jahren um „ueber Macht“ ging, ist in diesem Jahr das Thema „Mut“ dran.

Unser aktuelles Filmfestival »ueber Mut« läuft noch bis November 2011. Dem Mutigen gehört die Welt. Das ist ein schöner Satz – der aber offenlässt, welche Welt gemeint ist. Die Welt, so wie sie ist? Oder die Welt, wie sie sein könnte? Die zehn Filme des Festivals ueber Mut belegen, dass Mut stets der Mut zur Veränderung des Bestehenden ist. Mut setzt voraus, dass die oder der Einzelne die Gegebenheiten kritisch betrachtet und für sich bestimmt: Etwas muss sich ändern.

Quelle: http://www.aktion-mensch.de/filmfestival

Gezeigt werden 7 Dokumentationen und ein Spielfilm. Das Programm findet sich bisher leider noch nicht auf der – noch sehr rudimentären – Homepage des City 46. Darum die Anfangszeiten am Besten der Tagespresse entnehmen oder immer mal wieder auf die Seite des City 46 gucken.

Die Filme:

Monica und David – Dokumentation über die Hochzeit und das Zusammenleben zweier junger Menschen, die am Down-Syndrome leiden. USA 2009, 68 Min., DF (dt. Voiceover bei engl. Originalsprache)

Antoine – Dokumentation über einen von Geburt an blinden Jungen, der in eine normale schule geht und all das tut, was seine sehenden Mitschüler auch machen.  Kanada 2008, 82 Min., DF (dt. Voiceover bei franz. Originalsprache)

Budrus – Dokumentation über gewaltfreien Widerstand in Palästina. USA 2010, 78 Min., OmU

Die Kinder von Don Quijote – Mit einer aufsehenerregenden Aktion rufen die Brüder Legrand 2006 die Pariser Bevölkerung auf, sich mit den 100.000 Obdachlosen im Land zu solidarisieren. Es entsteht eine Zeltstadt mitten im Zentrum von Paris. Frankreich 2008, 75 Min., OmU

Die Zeit ihres Lebens – Dokumentation über drei alte Menschen, die Zusammen fast 300 Jahre alt sind, aber immer noch aktiv am Leben teil nehmen und sich in politische Debatten einmischen. England 2008, 70 Min., DF (dt. Voiceover bei engl. Originalsprache)

Eine flexible Frau – Spielfilm, der auch letztes Jahr auf dem Filmfest Oldenburg und einigen Kinos lief. Die 40jährige Architektin Greta verliert ihre Arbeit. Die Stellensuche entwickelt sich zu einem Trip durch die neue Leistungsgesellschaft. Deutschland 2010, 97 Min

Fritz Bauer – Tod auf Raten – Dokumentation über Juristen Fritz Bauer, der in den 1950er und 1960er Jahren bei der juristischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in Deutschland eine führende Rolle spielte. Ausgezeichnet mit dem Prädikat „Besonders wertvoll“. Deutschland 2010, 97 Min.

Rainbow Warriors – Dokumentation über das berühmte Greenpeace-Schiff, seine Geschichte und seine Besatzung. Niederlande 2009, 89 Min., OmU

Rough Aunties – Dokumentation über die Hilfsorganisation Bobbi Bear im südafrikanischen Durban, deren Mitarbeiterinnen missbrauchte Kinder betreuen und sich dafür einsetzen, dass die Schuldigen vor Gericht kommen. England/Südafrika 2008, 103 Min., OmU

Teenage Response – 13 Portraits von Berliner Jugendlichen, die der Kritik an ihrer Generation ihre eigenen Geschichten und Gedanken entgegensetzen. Deutschland 2009, 160 Min.

Cinema Ostertor: Regisseurin Karin Kaper stellt „Aber das Leben geht weiter“ vor

Von , 1. November 2011 21:01

Am kommenden Montag, den 07. November, stellt die Regisseurin Karin Kaper um 18:30 Uhr ihren Dokumentarfilm „Aber das Leben geht weiter“ im Cinema Ostertor vor.

Die Dokumentation über drei polnische und drei deutsche Frauen aus mehreren Generationen, deren Familiengeschichte sich nach Ende des Zweiten Weltkrieges auf Art kreuzte, hat Karin Kapers zusammen mit Dirk Szuszies u.a. in Syke und Kirchweyhe gedreht.

Ein Film über Heimat, Krieg, über das Überleben in der Fremde, darüber wie die große Geschichte in das Dasein der Menschen hineinblitzt und die Lebensbahnen durcheinanderwirbelt.

Der Film erzählt sehr privat ein jahrzehntelanges besonderes Kapitel in den deutsch-polnischen Beziehungen. Kommentarlos kommen die Frauen zu Wort und lassen den Betrachter Anteil nehmen an ihrer subjektiven Sicht der Ereignisse.

Der Film berücksichtigt nicht nur die erschütternden Vorkommnisse in den Kriegswirren bis zur endgültigen Vertreibung der deutschen Familie aus ihrem niederschlesischen Dorf Niederlinde im Sommer 1946. Er wirft auch ein Licht auf die Entwicklungen der Nachkriegszeit sowie spätere Jahrzehnte bis heute.

Dem Schicksal der Deutschen wird das der polnischen Familie gegenübergestellt, die ihrerseits 1940 von der sowjetischen Armee aus Ostgebieten Polens nach Sibirien verschleppt wurde. Nach einer unglaublichen sogar bis Kirgistan führenden Odyssee bekam sie schließlich im Sommer 1945 den Hof der Deutschen zugesprochen. Das ehemalige Niederlinde heißt heute Platerówka und liegt nur 25 km von Görlitz entfernt.

Ein Film, der auch für die Debatte über aktuelle Flüchtlingsströme und Migrationsbewegungen von großer Bedeutung ist! Ein Film, der rein aus dem Blick der betroffenen Frauen Machtmissbrauch und Verletzung elementarer Menschenrechte bewegend veranschaulicht.

Quelle: http://www.karinkaper.com/

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