Netzfundstücke IV: Das Europa-Kino 1988

Von , 27. Februar 2010 14:25

Da ich bemerkt habe, dass sich die Seite citybeat.de auf einige Artikel hier verlinkt hat, habe ich dort mal ein wenig herum gestöbert und bin dabei auf ein echtes Schätzchen gestoßen. Eine Videoaufnahme, die jemand mal im Jahre 1988 im alten „Europa“-Kino (Bahnhofstr., dort wo heute der „Rossmann“ ist) gemacht hat. Man sieht die Besuchermassen vor dem Kino, im Foyer, im Kinosaal (vom Balkon aus!) und auch die alte Kinowerbung. Wuuuunderbar. Ich schwelge gerade in Nostalgie und sehe mir das Video gleich noch einmal an – mit einer Träne im Augenwinkel.

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Tipp: Fritz Langs „Der müde Tod“ in der Stephanie-Kirche

Von , 27. Februar 2010 14:05

Morgen, am Sonntag, den 28.02. um 19:30 wird Fritz Langs Stummfilm-Klassiker „Der müde Tod“ von 1921 in der Kulturkirche St. Stephanie gezeigt.

Der Film wird an der Orgel begleitet durch Tim Günther.

Der Film ist ein Muss für alle Stummfilm- und Filmliebhaber. Bisher ist er in Deutschland noch nicht auf DVD erschienen und die letzte TV-Ausstrahlung dürfte auch an die 30 Jahre her sein. Wer den Film bisher also sehen wollte, musste auf die alte us-amerikanische DVD von Image (unter dem Titel „Destiny“) von 2000 ausweichen. Aber Stummfilme sollte man ja sowieso am Besten auf der großen Leinwand mit Live-Musikbegleitung sehen, oder? 😉 Und das Ambiente bei dieser Vorführung ist ja nun wirklich mehr als passend. Ich freue mich schon!

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„Die große Stille und der laute Markt“ – Studie über den Film „Die große Stille“

Von , 26. Februar 2010 13:54

Gefunden über kino-zeit.de

Auf der Homepage der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen kann man sich als PDF eine Studie über den Dokumentarfilm „Die große Stille“ von Philip Gröning herunterladen, die im Auftrag der Filmstiftung NRW von Susanne Grüneklee erstellt wurde.

Die große Stille“ ist nicht nur vom Inhalt her ein hochinteressanter Film. Eine dreistündige Dokumentation um das Leben in einem Kloster. Durch das Schweigegelübde der Mönche gibt es keine Dialoge; es gibt auch keine Musikuntermahlung, außer der Gesänge der Mönche; es durfte nicht mit großem Team und künstlicher Beleuchtung gedreht werden… und trotzdem findet der Film weltweit seine Zuschauer.

Allein in Deutschland sahen ihn 200.000 Menschen im Kino, weltweit wurde der Film in 27 Länder verkauft, u. a. in die USA, Mexiko, Südkorea und Neuseeland. Er lief auf den Festivals in Venedig, Toronto und Sundance, wo er mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Außerdem gewann er den Europäischen Dokumentarfilmpreis, den Deutschen Kamerapreis und den Bayerischen Filmpreis.

Quelle: kino-zeit.de

Ich selbst konnte das Phänomen in Polen beobachten, wo er in einem Warschauer Kino fast ein Jahr lang zu sehen war.

In ihrer Studie beschreibt Susanne Güneklee die Entstehungsgeschichte des Filmes von der Idee bis zur Umsetzung; von den zahlreichen Schwierigkeiten, die den Film immer bis kurz vor den Abbruch trieben; den eisernen Willen des Filmemachers Philip Gröning, an seinem Film festzuhalten und keine Kompromisse einzugehen; und sie untersucht, wie der Film trotz aller Widrigkeiten und völlig entgegen der scheinbaren „Marktgesetze“, zu so einem großen internationalen Erfolg werden konnte.

Lesenswert!

Presseschau: „City“-Insolvenz & „Kino 46“-Standort

Von , 25. Februar 2010 16:09

In den letzten beiden Tagen wurde in der Presse so einiges Interessantes zum Thema „City“ und auch „Kino 46“ geschrieben.

Ich möchte mich an den Spekulationen zur Zeit nicht beteiligen und stelle hier daher mal nur die Links zu den entsprechenden Artikeln rein.

Weser Kurier: Improtheater spielt wieder im City Filmtheater

Bremer Anzeiger: Im City-Filmtheater läuft nichts mehr

taz: Das Waller Wanderkino

Originalfassungen in Bremen: 25.02.- 03.03.10

Von , 25. Februar 2010 15:36

Das Highlight in dieser Woche: Martin Scorseses „Shutter Island“. Eben noch auf der Berlinale, jetzt im Cinemaxx – und das in der Originalfassung.

Ansonsten zeigt sich auch Sherlock Holmes noch einmal und „Recep Ivedik 3“ scheint zum Dauerläufer zu werden. Dafür ist „Avatar“ in der O-Fassung nun nach vielen Wochen aus dem Kinoprogramm verschwunden.

Sherlock Holmes – Cinemaxx, Mi. 3.3., 22:20 – Eine unterhaltsame Variante von Arthur Conan Doyles Meisterdetektiv. Regie: Guy Ritchie.

Shutter Island – Cinemaxx, Do.-Di., 16:30 & 22:20, Mi. nur 16:30 – Martin Scorseses neuer Film. Ein düsterer Thriller, der in den 50ern auf einer Gefängnisinsel für psychisch gestörte Verbrecher spielt. Zum vierten Mal in Folge spielt bei Scorsese Leonardo DiCaprio die Hauptrolle.

Eyyvah Eyvah – Cinemaxx, Do.-Mi., 14:10 + 21:20 & Cinestar, Do, so, Di, mi um jeweils 20:20, am Fr. und Sa. um 22:50 – türkische Komödie um einen Forscher aus einem kleinen Dorf, den es nach Istanbul in die Arme einer feurigen Sängerin verschlägt. Türkisch mit Untertiteln – zumindest laut Weser Kurier und Cinestar-Homepage.

Recep Ivedik 3 – Cinemaxx, Do-.Mi., 16:30, 18:45 und 23:00 & Cinestar, Do.-Mi. 17:50, sowie Fr. und Sa. um 20:20 – der 3. Teil der türkischen Erfolgskomödie läuft auch in dieser Woche wieder auf allen Kanälen.

Wendy & Lucy – Kino 46, Sa., 18:00, So, Di. Mi. jeweils um 20:30 – US-amerikanisches Roadmovie von Kelly Reichardt. Die Obdachlose Wendy versucht sich mit ihrem Auto und Hündin Lucy nach Kanada durchzuschlagen. Mitten im Nirgendwo bleibt das Auto stehen, Lucy verschwindet und Wendy kommt beim Versuch Hundefutter zu stehlen ins Gefängnis.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 01.03., 21:45

Kreiszeitung.de: Bericht über die „Nordmedia“-Veranstaltungen auf der Berlinale

Von , 23. Februar 2010 15:43

Gestern stand in der Online-Ausgabe der Kreiszeitung unter der Überschrift „Die Berlinale auf Platt und in 3D“ ein interessanter und gut geschriebener Artikel von Wilfried Hippen, über die jährlichen Werbe Infoveranstaltungen der Nordmedia auf der Berlinale.

Ganz wunderbar fand ich dabei folgende, sehr treffende, Bemerkung von Herrn Hippen:

So mancher unabhängige (will sagen, extrem von Fördergeldern abhängige) Filmemacher aus dem Norden wird wieder mit gemischten Gefühlen an das gute Büffet gegangen sein und sich dabei ausgerechnet haben, wie viele der abgelehnten kleinen Filmprojekte mit dem dafür ausgegebenen Geld hätten gefördert werden können.

Ferner wird über einige Filme aus Niedersachsen/Bremen berichtet, die von der Nordmedia gefördert wurden und bei den Infoveranstaltungen vorgestellt wurden. Wie die Arbeiten einer 3D-Produktionsfirma aus Hannover, die bei „Avatar“ mitgearbeitet hat und nun den deutschen 3D-Animationsfilm „Die Konferenz der Tiere“ produziert hat.

Auf der Berlinale lief in der Reihe „Perspektive Deutsches Kino“ der Film „Bedways„, der in Oldenburg produziert (und laut IMDb in Berlin gedreht?) wurde.

Auf dem „European Film Market“ wurde der Kurzfilm „It‘s up 2 U“ der Bremer Filmemacherin Ulrike Westermann gezeigt, der eigentlich als langer Dokumentationsfilm über die hochindustrielle Nahrungsherstellung und deren Alternativen geplant war, aber dann mangels ausreichender Finanzierungsunterstützung zu einem 14-minütigen Kurzfilm runter geschnitten wurde. Hier wurde von der Nordmedia eine plattdeutsche (!!!) Version gefördert, die ihren ganz „eigenen Charme“ haben soll.

Wer sich mehr für das Thema interessiert, dem empfehle ich, den kompletten Artikel zu lesen.

Aus für das City-Kino!

Von , 20. Februar 2010 16:06

Als Anfang der Woche in der Online-Ausgabe des „Weser Kuriers“ unter der Schlagzeile „Insolventer Kino-Chef Heinz Rigbers vom Winde verweht“ ein Artikel über die Insolvenz des Kinobesitzers Heinz Rigbers zu lesen war, habe ich dies absichtlich nicht hier in den Blog hier aufgenommen, da dies für mich nichts direkt mit Kino in Bremen zu tun hatte und von daher eher die Rubrik „Klatsch und Tratsch“ bedient hätte. Schließlich war sein Bremer Kino, das „City“, ja erst im letzten August an die „Bremer Filmkunsttheatern“ von Manfred Brocki gegangen.

Aber da habe ich den Artikel damals wohl falsch interpretiert. Zwar hat Brocki die Leitung des „City“ übernommen, das Kino selber gehört aber immer noch Rigbers, der auch die Miete zahlt. Und durch dessen Insolvenz musste das „City“ nun die Pforten schließen.

Der Artikel in der Print-Ausgabe ist hier einen Tick ausführlicher, als sein Online-Pendant:

„Der Betrieb des City wurde seit August 2009 von den Bremer Filmkunsttheatern geführt. Rigbers ist noch Mieter der Räume in der Birkenstraße. Sein Vertrag soll im April auslaufen.“

Man kann jetzt also wild drauflos spekulieren, wie es wohl mit dem „City“ weitergeht…

Nicht spekulieren muss man, was mit Rigbers passiert ist, der am Dienstag vom „Weser Kurier“ noch als „flüchtig“ dargestellt wurde („Derzeit allerdings muten auch die Geschehnisse um den Betreiber der Wildeshauser Lindenhof-Lichtspiele, Heinz Rigbers, ein bisschen wie Kino-Stoff an. Denn Rigbers ist offenbar nicht mehr zu finden, seit er in einem vorläufigen Insolvenzverfahren steckt.“). Mitterweile weiß man wohl, wo er gerade steckt: „Betreiber Heinz Rigbers sei auf der Berlinale, um Kontakte zu pflegen, hieß es am Donnerstag.“

Da wäre ich übrigens auch gerne 🙁

„Plastic Planet“ in der Schauburg mit Regisseur Werner Boote

Von , 20. Februar 2010 15:36

Folgende Info kam über forumbremen.de rein:

Werner Boote, der Regisseur des Dokumentarfilms „Plastic Planet“, ist im Rahmen seiner Kinotour am 23. Februar in der Schauburg zu Gast.

Kurzbeschreibung des Films:
Wir sind Kinder des Plastikzeitalters: vom Babyschnuller bis zur Trockenhaube, von der Quietscheente bis hin zum Auto. Plastik ist überall: In den Weltmeeren findet man inzwischen sechsmal mehr Plastik als Plankton und selbst in unserem Blut ist Plastik nachweisbar! Die Menge an Kunststoffen, die wir seit Beginn des Plastikzeitalters produziert haben, reicht aus, um unseren gesamten Erdball sechs Mal in Plastikfolie einzupacken.

Plastic Planet
Kinostart: 25. Februar 2010
In Bremen: Dienstag, 23. Februar um 19 Uhr, Schauburg
Regie und Drehbuch: Werner Boote
Produzenten: Thomas Bogner, Daniel Zuta
Ausführende Produzenten: Tom Gläser, Ilann Girard
Kamera: Thomas Kirschner
Schnitt: Ilana Goldschmidt, Cordula Werner, Tom Pohanka
Musik: The Orb

Der Film ist in der aktuellen Filmdienst sehr positiv besprochen worden und ist Thema im nächsten „Kulturjournal“ bei Radio Bremen TV bzw. NDR Fernsehen (Mo. 22.02., um 22:30 Uhr).

Die Bremer lieben das Kino!

Von , 19. Februar 2010 09:24

Na, das ist doch mal was. Die Bremer lieben das Kino! Zumindest, wenn man einem Bericht der Berliner Morgenpost Glauben schenken kann.

Das Bundesland mit der kinofreudigsten Bevölkerung heißt auch im Jahr 2009 wieder Bremen. Dort geht im Durchschnitt jeder Einwohner mehr als dreimal pro Jahr ins Kino. Berlin liegt wieder knapp dahinter – und das Schlusslicht bildet Brandenburg (1,25 Kinobesuche pro Einwohner).

Quelle: Berliner Morgenpost

Ich bin wirklich beeindruckt. Ich hätte erwartet, dass Berlin an erster Stelle steht. Wenn man einmal einen Blick auf die Kinolandschaft in Berlin und in das pralle Filmprogramm der Berliner Kinos, mit seinen ganzen Festivals und Retrospektiven, geworfen hat, hat man eigentlich das Gefühl, dass Berlin auch die Hauptstadt der Kinobegeisterten sei. Und Hamburg hat, was Kinos und Filmveranstaltungen angeht, auch weitaus mehr als unser kleines Bundesland zu bieten. Und trotzdem: Die Bremer stehen bei den Kinobesuchen ganz oben an der Spitze! Das freut mich und ist doch eine schöne Nachricht zum Wochenausklang.

Peter Jacksons neuer Film im Cinemaxx – im Originalton!

Von , 18. Februar 2010 22:56

Ich habe es auch gerade in der Übersicht mit Originalfassungen in Bremen ausgebessert: Da ist mir gestern doch tatsächlich ein Film durch die Lappen gegangen.

Am Mittwoch, den 24.02. wird um 19:40 Uhr im Cinemaxx der neue Film von Peter Jackson gezeigt.  „In meinem Himmel“ handelt von einem jungen Mädchen,w elches von einem Serienmörder umgebracht wurde und deren Seele zwischen Himmel und Erde gefangen ist. Als sie herausfindet, dass ihre jüngere Schwester ebenfalls von dem Mörder bedroht wird, versucht sie einen weiteren Mord zu verhindern.

Der Film hat sehr gemischte Kritiken erhalten. Ein großer Teil der Kritiker war eher enttäuscht und warf Jackson vor, die Geschichte mit zu viel CGI aufgepeppt und dabei die Charaktere vernachlässigt zu haben.

Als ich den Trailer vor gut vier Monaten das erste Mal gesehen habe, war ich davon absolut begeistert und freue mich seitdem riesig auf den Film. Darum werde ich ihn mir auf jeden Fall ansehen und ein eigenes Bild machen.

Hier als kleines Appetithäppchen noch einmal der – wie ich finde sehr gelungene – Trailer:

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