1. Halbjahr 2009: Rekordeinnahmen für deutsche Kinowirtschaft

Ob’s am chronisch schlechten Wetter liegt? Trotz Weltwirtschaftskrise feiert die deutsche Filmwirtschaft tiefschwarze Zahlen und Rekordergebnisse. Und das, obwohl ja angeblich die bösen Raubkopierer landauf – landab die Filmindustrie in den Ruin treiben. Deshalb werden ja nun auch bei den Vorführungen des neuen Harry-Potter-Streifens Überwachungsexperten mit Nachtsichtgeräten (siehe auch hier: Welt Online, Zeit, Netzeitung), auf das potentiell kriminelle Publikum losgelassen. Vielleicht filmt da ja jemand heimlich den Streifen mit seinem Handy (!!! Und selbst wenn, wer will sich so eine Aufnahme denn überhaupt antun?) mit.

Nun, die Zahlen sprechen eine andere Sprache und soooooo schrecklich schlecht, dass es einer solchen Spitzel-Attacken bedarf, kann es unseren Verleihern in Deutschland dann doch nicht gehen.

24.07.2009: Rekordhalbjahr für deutsche Kinos

Keine Krise in den deutschen Filmtheatern: die ersten sechs Monate 2009 bescherten der Kinowirtschaft ihre beste Bilanz sein fünf Jahren.

Entgegen der allgemeinen wirtschaftlichen Stimmung in Deutschland erlebte die Kinowirtschaft im ersten Halbjahr 2009 einen regelrechten Boom.

Bis Anfang Juli machten die Kinos 409,54 Millionen Euro Umsatz und zählten 62,78 Millionen Besucher. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Umsatzplus von satten 13,5 Prozent und einem Besucherplus von 7,5 Prozent.

„Das ist sehr erfreulich, vor allem, wenn man das in Relation setzt zur gesamtwirtschaftlichen Lage in der Bundesrepublik“, so Johannes Klingsporn, Geschäftsführer des Verbandes der Filmverleiher.

Und obwohl Kassenhits wie „Illuminati“ einen großen Beitrag zu den guten Zahlen leisteten, betont der Geschäftsführer des Branchenverbandes HDF Kino, Andreas Kramer, dass die Erfolge nicht „auf ein oder zwei Blockbustern, die das Geschäft machen“ basieren. Auch kleinere Produktionen wie die deutsche Komödie „Männersache“ hätten sich zu Kassenschlagern entwickelt.

Eine weitere gute Nachricht: Auch das zweite Kinohalbjahr läuft viel versprechend an. Allein am vergangenen Wochenende wurde laut Statistik des Verbandes der Filmverleiher ein Rekordumsatz von 27,1 Millionen Euro erzielt: das ist beste Wochenendergebnis seit sechs Jahren und gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um schier unglaubliche 106,25 Prozent.

Quelle: filmportal.de

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Originalfassungen in Bremen: 23.07.-29.07.09

Im Westen nichts Neues…

Brüno – Schauburg, Do-Mi, 17:30 und 19:30 – Zum Dritten: die neue Fake-Doku von Sacha Baron Cohen. Nach „Borat“ holt er einen weiteren Charakter aus seiner legendären „Da Ali G Show“ auf die Leinwand: Brüno, den schwulen österreichischen Mode-Reporter.

Harry Potter und der Halbblutprinz – Cinemaxx, Do-Mi, 16:30, 19:30 (ausser Montag), 22:45 – Harry zaubert weiter… der sechste und vorletzte Teil der beliebten „Harry-Potter“-Serie.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 27.7., 21:45

Sneak Preview (französisch) – Atlantis, Mi. 29.7., 21:00

Twilight – Biss zum Morgengrauen – Cinemaxx, Do-Mi, 14:00 (Mo. auch 20:00) – mal wieder im Programm (langsam wird’s langweilig), wahnsinnig erfolgreicher Teenie-Vampir-Schmonz.

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„Fantômas“-TV-Serie von 1980 auf DVD

Nicht Film, sondern Fernsehen – trotzdem interessant:
1980 wurde in Frankreich (in Co-Produktion mit dem ZDF) eine kurzlebige Mini-Serie (4 Folgen in Spielfilmlänge) um den Meisterverbrecher Fantômas produziert. Mit den Klamauk-Filmen aus den 60ern, in denen Jean Marais den Fantômas und Louis de Funès den Juve gaben, hatte sie allerdings nichts zu tun, sondern bezog sich direkt auf die Romane von Pierre Souvestre und Marcel Allain bzw. die legendären Filme die Louis Feuillade zwischen 1913 und 1914 schuf.

Ich erinnere mich noch gut daran, die Serie damals im Fernsehen gesehen zu haben und an eine sehr unheimliche und bedrückende Stimmung (irgendwas mit einer mörderischen Riesenschlange ist mir im Gedächtnis geblieben). Wobei ich zu Bedenken geben möchte, dass ich zum Zeitpunkt der Ausstrahlung zarte 10 Jahre alt war.

Nun habe ich die Chance, meine Erinnerungen aufzufrischen und zu überprüfen, ob die Serie wirklich so gruselig war, wie ich sie damals wahrgenommen habe. „Alias Entertainment“ (von diesem Label habe ich noch nie etwas gehört) bringt eine Doppel-DVD mit allen vier Folgen heraus. Leider befürchte ich eine Billig-Veröffentlichung, wofür die Tatsache sprechen würde, dass kein O-Ton, sondern nur die deutsche Tonspur enthalten ist. Warten wir’s mal ab.

Die DVD soll am 2. Oktober erscheinen. Extras gibt’s keine. Den Fantômas spielt der unvergleichliche Helmut Berger, Regie bei jeweils zwei Folgen führen Alt-Meister Claude Chabrol (!) und Juan-Luis Bunuel (genau, der Sohn).

Hier das Intro der TV-Serie:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=gkcux4TXJ-k[/youtube]

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Bis Ende August: Gastzugang zum „Cinomat“

Gerade eben auf dvduell.de gefunden:

Bisher war der Zugang zum Cinomat, der Film-Datenbank der Filmzeitschrift “Film Dienst“, nur deren Abonnenten zugänglich. Dies hat sich nun geändert, wenn auch nur bis zum 31. August 2009. Heute wurde über einen Tweet bekannt gegeben, daß man sich bis zu dem Termin auch als Gast anmelden kann. Wie?

  1. Cinomat aufrufen
  2. Benutzername: fdgast
  3. Passwort: cinomat

Danke an Christian Lemke für diese Info!

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„Inglourious Basterds“ – Tarantinos neuer Film ist fertig geschnitten

Quentin Tarantino mag ich ja sehr gerne. Was ich nur gar nicht mag ist der unsägliche Hype um seine Person. „Ey, cool… Tarantino is voll geil. Kennste „From Dusk Till Dawn“? Bei solchen Sätzen dreht sich mir in schöner Regelmäßigkeit der Magen um. Da möchte man reflexartig zurückschnappen und Tarantino als überschätze Nulpe hinstellen. Allein, was kann er Mann dafür, dass ihn die falschen Leute toll finden? Tatsächlich ist Tarantino einer der leidenschaftlichsten Filmemacher unserer Zeit. Und er ist vor allem jemand, der das Medium aus tiefsten Herzen liebt. Seine Art und Weise Filmzitate zu nehmen, sie ordentlich gegen den Strich zu bürsten und dann collagenartig etwas völlig Neues daraus entstehen zu lassen ist brillant und macht höllisch viel Spaß. Egal, ob man die Zitate nun erkennt oder nicht.

Soweit die Vorrede. Warum ich den Typen gern habe, zeigt sich auch bei der neusten Nachricht, sein neues Opus „Inglourious Basterds“ betreffend.

Dieses wurde im Mai bei den Filmfestspielen in Cannes in einer Vorabfassung uraufgeführt. Die Kritiken waren.. nun ja.. sehr unterkühlt. Einer der Hauptvorwürfe: Zu lang, zu langsam. Ein beispielhafter Verriss dazu stand damals auf Spiegel Online:

„Das war der Produzent Harvey Weinstein, der viele frühere Filme Tarantinos wie „Pulp Fiction“ oder „Kill Bill“ verliehen hat und damit sehr reich und sehr mächtig geworden ist. Im Sommer wird er nun auch „Inglourious Basterds“ in den USA ins Kino bringen.

Reglos, mit einem Blick, der den übelsten Schurken dazu bringen könnte, sich auf der Stelle zu entleiben, starrte er seinen Regisseur an. Dem strömten die Worte so unkontrolliert aus dem Mund wie das Wasser aus den Poren, dabei lachte er immer wieder hysterisch.
Man konnte den Eindruck haben, Weinstein wollte nicht weniger als den Skalp von Tarantino.

Warum er so finster guckte? Man kann nur mutmaßen.

Vielleicht lag es daran, dass Tarantino auf dem Podium fröhlich erzählte, er könne sich mit allen Figuren des Films identifizieren, folglich auch mit Hitler (gespielt von Martin Wuttke) und Goebbels (Sylvester Groth), die in „Inglourious Basterds“ von einer Gruppe amerikanischer Soldaten und deutscher Überläufer bei einer Filmpremiere in Paris getötet werden sollen.

Oder lag es daran, dass der Regisseur nur wenige Monate nach Drehschluss einen Film abgeliefert hatte, der so viele Längen hatte, als handle es sich um die erste Rohschnittfassung?

Denn „Inglourious Basterds“ zu sehen ist so, als würde man dem Blut beim Trocknen zuschauen.

(…)

Tarantino beginnt mit totalem Stillstand – und nimmt danach langsam das Tempo heraus. Ohne jedes Gefühl für Timing walzt er seine Geschichte geschlagene 160 Minuten lang über die Leinwand.

(…)

In diesem Film passt wenig zusammen. Wenn sich Weinstein mit Tarantino noch einmal an den Schneidetisch setzt, gibt es viel tun.

Und mit einem feinen Skalpell wird es da nicht getan sein.“

Das klingt in der Tat so, als würde der Film vor der offiziellen Premiere noch einmal gekürzt. Insbesondere, da es sich bei der Cannes-Fassung tatsächlich noch nicht um den „Final Cut“ handelte, da zwischen Drehende und dem Termin in Cannes nicht genug Zeit dafür war.

Und was macht Quentin Tarantino? Schert sich einen Dreck um die Kritik und zieht sein Ding durch. Der Endschnitt ist nun fertig und der Film ist… sogar noch eine Minute länger als die Cannes-Fassung! Respekt.

Auf den Filmfestspielen in Cannes feierte Quentin Tarantinos neuester Streich Inglourious Basterds seine Weltpremiere.

Aufgrund der kurzen Dauer zwischen Beendigung der Dreharbeiten und dem Festival fertigte Tarantino innerhalb von ca. 6 Woche eine Art „Vorabversion“ von Inglourious Basterds an, um ihn in Cannes zeigen zu können. Diese hatte eine Laufzeit von ca. 151 Minuten. Nach der Uraufführung und dem Ende der Filmfestspiele setzte sich Tarantino erneut an den Schneidetisch, um seinen Finalcut zu erstellen.

Nach dem Schneideprozess hat das World-War-II-Drama jetzt eine Laufzeit von ca. 152 Minuten und wird in dieser Form am 20. August 2009 in die deutschen Kinos kommen.

Mittlerweile hat auch die MPAA den Film bewertet und ihn wie erwartet mit einem R-Rating passieren lassen. Die Begründung für die Freigabe liest sich wie folgt:
Rated R for strong graphic violence, language and brief sexuality

Quelle: Schnittberichte.com

Wie gesagt: Ich mag den Mann. 🙂

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Das Kino 46 kehrt im August zurück…

Ab dem 6. August kehrt das Kino 46 aus seiner Sommerpause zurück. Das Augustprogramm ist noch deutlich abgespeckt, enthält aber einige hochinteressante Filme, bei denen sich Bekanntes mit Unbekannten mischt. Schade, dass einige Highlights wohl mit meinem Sommerurlaub überschneiden, so dass ich z.B. „The Boss of it All“ von meinen Hochverehrten Lars Von Trier wieder nicht sehen werde können.

Alle Filme beginnen um 20:30 Uhr und werden im Original mit Untertiteln gezeigt.

Hier das Programm im Einzelnen:

Burn After Reading (6./7./8.8.) – rasch nach dem finsteren „No Country For Old Men“ haben die Coen-Brothers diese Komödie realisiert, die auch „Viel (schriller) Lärm um nichts“ heißen könnte. Ich kenne viele, die den Film gar nicht mochten. Ich fand ihn einfach göttlich.

Tangerine (9./11./12.8.) – eine deutsch-marrokkanische Co-Produktion und gleichzeitig auch ein Regiedebüt. Es geht um eine deutsch-marokkanische Frauenfreundschaft in Tanger.

Rachel Getting Married (13./14./15.8.) – Hochgelobtes US-Familiendrama von Jonathan Demme. Für die Rolle der Kym wurde Anne Hathaway 2009 für den Oscar-nominiert.

The Boss Of It All (16./18./19.8) – mal etwas anderes von Regiegott Lars Von Trier: Eine Komödie. Aber Von Trier wäre nicht Von Trier, wenn nicht auch dieser Film Ecken und Akten, sowie überraschende Brechungen hätte. Gedreht in „Automavision“. Dabei werden die Kameraeinstellungen und der Schnitt rein zufällig gewählt (quasi wie bei „Dittsche„).

The Wrestler (20./21./22.8.)- ist mein bisheriger Lieblingsfilm für 2009. Darren Aronofsky kommt nach dem esoterischen „The Fountain“ wieder auf dem Erdboden an und lässt Mickey Rouke einen in die Jahre gekommen Ex-Wrestling-Star im wahrsten Sinne des Wortes „verkörpern“. Mein Tipp!

Rumba (23./25./26.8.) – eine belgisch-französische Produktion. Kenne ich nicht, aber die Beschreibung klingt nach einer skurrilen Tragikomödie. Werde ich auf jeden Fall versuchen anzusehen.

It’s a Free World (27.28./29.8.) – von Altmeister des britischen Sozialdramas Ken Loach. Zwei Freundinnen machen eine Arbeitsvermittlungsagentur auf und geraten zwischen die Fronten von Menschenhändlern, skrupellosen Unternehmen und ausgebeuteten Arbeitern.

Café de los Maestros (30.8./1.+2.9) – Argentinisch-amerikanische-brasillianische Dokumentation über den Tango in Argentinien.

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Originalfassungen in Bremen: 16.07.-22.07.09

In der aktuellen Woche wartet das Cinemaxx mit einer etwas größeren Auswahl von filmen in der Originalfassung auf. Dabei wir ein guter Mix an brandaktuellem, noch aktuellem und etwas älterem gezeigt. Bei den anderen Kinos tut sich nur bei der Schauburg etwas: Mit „Brüno“ und der obligatorischen Sneak Preview.

Brüno – Schauburg, Do-Mi, 16:15; 18:00; 19:45 und 21:30 – wie in der Vorwoche: die neue Fake-Doku von Sacha Baron Cohen. Nach „Borat“ holt er einen weiteren Charakter aus seiner legendären „Da Ali G Show“ auf die Leinwand: Brüno, den schwulen österreichischen Mode-Reporter.

Der Vorleser – Cinemaxx, Sa.+So, 12:20; So.+Mo. 22:45; Mi. 20:00 – Verfilmung des Bestsellers von Bernhard Schlink. Mit Kate Winslett, die für diese Rolle den Oscar bekam, und den deutschen Jungsstar David Kross.

Harry Potter und der Halbblutprinz – Cinemaxx, Do-Mi, 15:15, 19:00, 22:45 – der sechste und vorletzte Teil der beliebten „Harry-Potter“-Serie.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 20.7., 21:45

Transformers: Die Rache – Cinemaxx, Fr.-Di., diverse Anfangszeiten – Fortsetzung der Michael-Bay-Spielzeugverfilmung um außerirdische Kampfroboter. Wer’s mag.

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Neues von Andreas Dresen

Whisky mit Wodka„, der neue Film eines der besten deutschen Regisseure, Andreas Dresen, kommt zwar erst am 3. September in die Kinos, lief aber schon auf dem Filmfest München und nun auf dem 44. Internationalen Filmfestival in Karlovy Vary. Dort wurde er auch prompt mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet.

Dies ist nun schon der dritte Preis für Dresen in diesem Jahr, nachdem er bereits für die Regie bei „Wolke Neun“ mit dem Deutschen Filmpreis in Gold und eben jener Film auch beim Filmfestival in Triest ausgezeichnet wurde.

Andreas Dresen, dessen neuer Film „Whisky mit Wodka“ im Wettbewerb des 44. Internationalen Filmfestivals im tschechischen Karlovy Vary lief, wurde am Wochenende mit dem Regiepreis des Festivals ausgezeichnet, den er persönlich in Empfang nahm. Karlovy Vary zählt neben Cannes, Venedig und Toronto zu den Festivals der A-Kategorie.
Überreicht bekam Andreas Dresen den Preis von Antonio Banderas. Die von Christoph Müller für Senator Filmproduktion produzierte melancholische Komödie „Whisky mit Wodka“ erzählt die Geschichte des Schauspielers Otto Kullberg (Henry Hübchen), ein Mann, den die Frauen lieben und die Männer mögen, der aber gelegentlich zu viel trinkt, weswegen seine Szenen alle doppelt mit einem zusätzlichen, jüngeren Schauspieler gedreht werden. Dresen und Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase knüpfen an Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit bei „Sommer vorm Balkon“ an: Sensibel und mit und lakonischem Humor erzählen sie von Einsamkeit und Älterwerden, von Chancen und Träumen und von kleineren und größeren Lügen. Senator Filmverleih wird den Film am 3. September in die Kinos bringen.

Quelle: Programmkino.de

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Originalfassungen in Bremen: 09.07.-15.07.09

Auch in dieser Woche ist die Auswahl an originalsprachlichen Filmaufführungen sehr klein, aber auch recht fein 🙂

Brüno – Schauburg, Do-Mi, 16:15; 18:00; 19:45 und 21:30 – die neue Fake-Doku von Sacha Baron Cohen. Nach „Borat“ holt er einen weiteren Charakter aus seiner legendären „Da Ali G Show“ auf die Leinwand: Brüno, den schwulen österreichischen Mode-Reporter.

Harry Potter und der Halbblutprinz – Cinemaxx, Mi., 15.7., 15:15; 19:00 und 22:45 – der sechste und vorletzte Teil der ungeheuer erfolgreichen „Harry-Potter“-Serie.

Rock N Rolla – Cinemaxx, Do-Mi, diverse Anfangszeiten – nach einer langen Dursttrecke mit mittelmäßigen oder schlechten Filmen kehrt Guy Ritchie zu seinen Wurzeln zurück und präsentiert ein Londoner Post-Tarantino-Gangster-Film, welcher bisher durchaus wohlwollende Kritiken bekam.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 13.7., 21:45

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Jean-Cocteau-Box von „Pierrot Le Fou“ im Juli

Das filmische Werk des Universal-Künstlers Jean Cocteau ist in Deutschland bisher nur stiefmütterlich behandelt worden. Sein wohl bekanntester Film „Die Schöne und das Biest“ erschien zwar vor 3,5 Jahren bei e-m-s im Rahmen ihrer „Meisterwerke der Filmgeschichte“-Reihe auf einer schön ausgestatteten Doppel-DVD, aber sonst musste man ins Ausland ausweichen.

Nun bringt das einschlägig bekannte Label „Pierrot Le Fou“ am 31.7. eine Jean-Cocteau-Box mit drei Filmes des Meisters auf den Markt. Herzstück der Box ist „Orphee„. Diese DVD ist mit reichlich Bonus-Material ausgestattet worden und auch separat erhältlich. Ferner beinhaltet die Box die Filme „Der Doppeladler“ und „Die schrecklichen Eltern„. Letztere liegen nur in der französischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln vor.
 

„Orphee“ erscheint dabei als einziger Titel auch einzeln und ist mit über zwei Stunden an Bonusmaterial ausgestattet. Dazu zählen ein Audiokommentar, ein Interview sowie eine Dokumentation. Dieser Film bietet als einziger auch eine deutsche Tonspur, die beiden anderen sind jeweils nur im französischen Original mit deutschen Untertiteln enthalten.

Quelle: Cinefacts.de

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