Originalfassungen in Bremen: 06.10.- 12.10.11

Und wieder eine ausgesprochen unaufregende Woche… wenn man denn Filme gerne im O-Ton sieht. Was habe ich mir selber nun wochenlang die Daumen gedrückt, dass „Melancholia“ im O-Ton kommt. Aber auf weiter Flur… nix. Na, hätte ich mir auch denken können. Immerhin macht es sich bemerkbar, dass das Kommunalkino wieder seine Pforten öffnet. Das erhöht die Anzahl der O-Ton-Film schlagartig um 100 % auf… Zwei (die Sneak mal außen vor gelassen).

Fright Night – Cinemaxx, Do.-Mi. immer um 18:00 Uhr – Remake des 80er-Jahre-Vampir-Klassikers, der damals perfekt Horror und Komödie miteinander verband. In der Neuverfilmung mimt Colin Farrell den Vampir.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=txgGhyjPZGg[/youtube]

Nader und Simin – Eine Trennung – City 46, So, Die. Und Mi. immer um 20:00 Uhr – Der Gewinner der diesjährigen Berlinale! In dem iranischen Spielfilm geht es um die Scheidung der Eheleute Nader und Simin und das Leben im heutigen Iran.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=KtFprNJmnPM[/youtube]

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 10.10., 21:45

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11.-16. Oktober: queerfilm festival Bremen 2011

Als erstes großes Event findet vom 11. bis 16. Oktober das „queerfilm festival“ in den Räumen des neuen City 46 statt. Wie in den Jahren zuvor werden Filme mit schwulen, lesbischen und transgender Inhalten gezeigt.

Das Programm findet man man hier.

Bis auf den schönen „I’m Not There“ (bei dem mir allerdings der Zusammenhang unklar ist, außer dass Bob Dylan in einer seiner Inkarnationen von Cate Blanchett gespielt wird) kenne ich leider keinen der diesjährigen Filme. Beim Blättern durch das Programm sind mir allerdings zwei Filme besonders aufgefallen, die sich sehr viel versprechend anhören: Die schwedische Komödie „Fyra år till“ (Four More Years) um einen schwedischen Spitzpolitiker, der sich nach einer unerwarteten Wahlniederlage ausgerechnet in seinen ärgsten Konkurrenten verliebt. Und „Dzi Croquettes„, eine brasilianische Doku über eine schwule Travestie- und Kabarett-Truppe, die sich auf dem Höhepunkt der Militärdiktatur gründet und immer wieder der schweren Zensur ein Schnippchen schlagen kann.

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Michael Ballhaus in Bremen – zum Zweiten (Abgesagt)

Update 13.10.: Heute wurde bekanntgegeben, dass Michael Ballhaus den Besuch in Bremen kurzfristig abgesagt hat. Der Film wird aber trotzdem gezeigt… nur eben ohne Michael Ballhaus. Sehr schade 🙁

Nachdem Kameramann-Legende Michael Ballhaus unsere schöne Stadt ja schon am 20. September im Rahmen des Internationalen Kulturforums Theater Bremen besucht hatte, ist er im Oktober nun bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Monats zu Gast in Bremen.

Am Montag, den 17. Oktober, um 20:00 Uhr, zeigt das City 46 den Film „Bram Stoker’s Dracula„, den sich Michael Ballhaus persönlich gewünscht hat, in der deutschen Synchronfassung (leider). Michael Ballhaus wird persönlich in den Film einleiten und über seine Arbeit an dem Film erzählen.

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Cinemarkt 2011: Am 06. November im „Modernes“

Der Termin für den diesjährigen „Cinemarkt“, organisiert von Bremen Vier, steht fest.

Am 06.11. von 13:00 – 17:00 Uhr heißt es im Modernes wieder Türen auf  für die Jäger und Sammler. Plakate, Aufsteller, Werbebanner u.ä.  werden für einen guten Zweck (die Aids-Beratungsstelle im Rat & Tat Zentrum) verkauft.

Letztes Jahr kamen 8.000 Euro zusammen. Diesmal soll es noch einmal mehr werden.

Der Eintritt ist frei.

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Originalfassungen in Bremen: 29.09.- 05.10.11

Das ist jetzt wohl ein Negativrekord. Bis auf die obligatorische Sneak-Preview in der Schauburg steht in dieser Woche genau ein (EIN!) Film in der Originalfassung an. Der hat aber immerhin auf der letzten Berlinale den Preis für den besten Debütfilm gewonnen.

The Guard – Ein Ire sieht schwarz – Cinemaxx, Do.-Mi. immer um 16:40 Uhr – Irische Krimi-Komödie um einen schlechtgelaunten und rassistischen irischen Polizisten, der zusammen mit einem farbigen FBI-Agenten einem Schmuggelring auf der Spur ist.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Q5pk6s-PRUE[/youtube]

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 03.10., 21:45

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Off-Topic: „Deliria Italiano“ – 2. Forentreffen in Frankfurt

Wer diesen Blog aufmerksam liest, der weiß, dass ich mich oft und gerne im „familär geführten“ Diskussionsforum „Delirio Italiano“ herum treibe.

Aus diesem Grund möchte ich an dieser Stelle – auch wenn es nicht unmittelbar zum Thema dieses Blogs gehört – auf das 2. Offizielle Delirio-Italiano-Forentreffen hinweisen, welches am 08.10. ab 14:00 Uhr in Frankfurt/Main stattfindet.

Das Treffen ist öffentlich und es werden die beiden italienischen Endzeit-Kracher „The Riffs – Die Gewalt sind wir“ (Enzo G. Castellari) und „Fireflash – Der Tag nach dem Ende“ (Sergio Martino) als 35mm-Kopien gezeigt.

Wer also zufällig in der Nähe ist – oder für dieses Spektakel den Weg von Bremen nach Frankfurt auf sich nehmen möchte -, ist herzlich willkommen.

Und ein Blick in „Delirio Italiano“-Forum lohnt natürlich auch 😉

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Bericht vom 18. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 2

Weiter geht’s. Mein zweiter Tag auf dem 18. Internationalen Filmfest Oldenburg.

Um 11 Uhr musste ich bereits aus meinem Hotel auschecken. D.h., bis zum ersten Film des Tages, der um 15:00 Uhr begann, hatte ich noch vier Stunden zu überbrückt. Aufgrund meiner Erfahrungen aus dem letzten Jahr wusste ich, was ich in dieser Zeit tun konnte. Nicht wieder durch das sonntäglich ausgestorbene Oldenburg schlendern, sondern gleich zur Kulturetage durchstarten und mich umgehend in die Presse-Lounge begeben. Gesagt, getan.  Im Gegensatz zum Vorjahr, war der Pressebereich aber nicht schön mit schwarzen Tüchern abgehängt und es lief auch kein Film über Beamer. Im Gegenteil, der Bereich war lichtdurchgeflutet und kam mir gleich doppelt so groß vor. Da mir keins der Gesichter dort bekannt vorkam, lümmelte ich mich auf eine der Sofalandschaften und schmökerte etwas in der aktuellen „Splatting Image“.

Nach einiger Zeit betrat eine Gruppe von drei Männern und einer junge Frau sichtlich abgekämpft den Raum und ließ sich neben mir nieder. Einer von ihnen verwickelte mich gleich auf Englisch in ein Gespräch. Was ich denn auf dem Filmfest machen würde, welche Filme ich schon gesehen hätte usw. Auf seine Frage, welchen Film ich denn heute sehen wolle, antwortete ich, dass ich in diesen schwedischen Horrorfilm „Marianne“ gehen wollte. Da strahlte er und meinte „Hey, that’s MY movie!“. Tatsächlich stellte sich heraus, dass mein sympathisches Gegenüber Filip Tegstedt war. Regisseur, Autor und Produzent von „Marianne“ und in seiner Begleitung waren eine der Hauptdarstellerinnen, der Kameramann und sein Regie-Assistent. Es stellte sich heraus, dass die vier am Vortag direkt nach der heimischen Premiere des Filmes in Lund, in einen Wagen gestiegen und Non-Stop nach Oldenburg gefahren waren, um hier ihren Film persönlich vorzustellen. Dementsprechend abgekämpft sah die Truppe auch aus. Filip versuchte noch herauszufinden, wie viele Karten am Vortag und jetzt verkauft wurden, aber niemand konnte (wollte?) ihm eine Antwort darauf geben. Hätte er da schon gewusst, dass für den Nachmittag bisher nur maximal 8 Karten verkauft waren, hätte das seine große Euphorie sicherlich stark gebremst. Wir redeten dann noch gut eine halbe Stunde miteinander bis die vier aufbrachen,  um vor der Vorstellung noch etwas zu essen. Etwas später machte ich mich dann auch auf den Weg zum EWE-Forum.

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Bericht vom 18. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 1

Ich sag es ja immer wieder und werde nicht müde es zu wiederholen: Das Internationale Filmfest Oldenburg ist für Bremer Filmfreunde eine Reise wert. Auch in diesem Jahr waren viele interessante Filme am Start, die in einer angenehmen und freundlichen Atmosphäre gezeigt wurden. Zudem muss man auch einmal herausstellen, dass man als Zuschauer selten so oft  die Chance hat, den Machern der Filme so nah zu kommen. In fast jeder der von mir besuchten Vorstellungen, war der Regisseur anwesend und stand nach dem Film für eine ausführliche Frage- und Antwort-Runde zur Verfügung.

Wie immer reiste ich erst am vorletzten Tag an. Mein Vorhaben am Samstag gleich vier Filme zu schauen, zerschlug sich recht schnell, da ich es einfach nicht früh genug aus dem Bett geschafft hatte. Schade, denn den dänischen Beitrag „Clown“ hätte ich eigentlich gerne gesehen. Schon zwei Wochen vor dem Filmfest hatte ich mich intensiv mit dem diesjährigen Programm beschäftigt und mir einen „Guck-Plan“ zusammengestellt. Nur bei der 17:30 Vorstellung am Samstag war ich noch unschlüssig. Den amerikanischen „Pig“ oder doch lieber der französische „The Orphan Girl Without An Arm„? Als ich so an der Kinokasse stand und mich partout nicht entscheiden konnte, flüsterte mir die sehr nette junge Kassiererin zu, dass eben eine ganze Gruppe ihre Karten für „Pig“ umgetauscht hätten, da ihnen von dem Film abgeraten worden wäre. Dankbar für diese freundliche Entscheidungshilfe ließ ich mir dann eine Karte für den Franzosen geben. Das europäische Kino steht meinem Herzen ja auch näher als das amerikanische.

The Orphan Girl Without An Arm“ lief im kleinen Raum des Oldenburger Kommunalkinos „cine K“. Der schwarz-weiße Film handelt von einer jungen Frau, die einst als kleines Kind bei einem Autounfall ihre Eltern und den linken Arm verloren hat. Seitdem lebt sie in einem von Nonnen geführten Waisenhaus.
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Originalfassungen in Bremen: 23.09.- 28.09.11

Auf das Festival „Cinema! Italia!“ habe ich ja gestern schon hingewiesen. Daher werde ich die dort laufenden italienischen Filme mit deutschen Untertiteln hier nicht noch einmal separat aufführen.

Somit bleibt die Liste wieder sehr kurz.

Attack The Block – Cinemaxx, Do.-Mi. 16:30, Fr. auch um 23:00 Uhr und So. um 21:00 Uhr – Britische SF-Komödie um ein paar Ghetto-Kids, die sich gegen eine Alien-Invasion zur Wehr setzten.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=cD0gm7dHKKc[/youtube]

El Bulli – Cooking in Progress – Schauburg, Do.-Fr. 15:15 Uhr – Dokumetnation über den katalanischen Koch Ferran Adrià und sein Restaurant El Bulli, angeblich das beste Lokal der Welt.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 26.09., 21:45

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22.-28.09. in Schauburg und Atlantis: „Cinema! Italia!“

Morgen beginnt in der Schauburg und dem Atlantis wieder die jährliche Festival-Tournée des italienischen Films „Cinema! Italia!„. Noch bis zum 28. September werden dabei nun schon zum 14. Mal neue Kinofilme aus Bella Italia gezeigt. Alle Filme laufen auf Italienisch mit deutschen Untertiteln.

Die Filme:

Happy Family – Verfilmung eines bekannten Theaterstücks von Pirandello. Ein Autor versucht eine Drehbuch über zwei chaotische Mailänder Familien schreiben. Leider verselbständigen sich die Figuren und der Autor wird schließlich in sein eigenes Drehbuch hineingezogen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Ds1a9w13grw[/youtube]

Immaturi – Komödie um sechs ehemalige Freunde in den End-Dreissigern, die plötzlich noch einmal gemeinsam die Schulbank drücken müssen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=kMYtJ5v5Q6o[/youtube]

Into Paradiso – Noch eine Komödie. Diesmal aus Neapel. Drei erfolgreiche Männer müssen plötzlich in einer Hütte in einem neapolitanischen Migrantenviertel zusammenleben müssen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=t03pBvDqCbE[/youtube]

La prima cosa bella – Der italienische Oscar-Kanditat für 2011. Als Kind war Bruno seine sexy Mutter peinlich. Als Erwachsener erfährt er, dass sie an Krebs leidet und besucht sie das erste Mal seit vielen Jahren wieder. Mit Stefania Sandrelli (u.a. Tinto Brass‘ „La chiave„)

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=fZAG3kU9Q1E[/youtube]

Lo spazio bianco – Drama um eine unabhängige Frau um die 40, die nach einem One-Night-Stand ungewollt schwanger wird und sechs Monate eine Frühgeburt erleidet. Das Kind kommt in den Brutkasten und für die Mutter beginnt die qualvolle Zeit des Wartens. Hauptdarstellerin Margherita Buy erhielt für ihre Leistung beim Festival von Venedig den Preis als beste Darstellerin.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=mRZf2AhIFFE[/youtube]

L´uomo che verra – Drama um ein Mädchen, die während des zweiten Weltkriegs bei einer Bauernfamilie aufwächst. Kurz vor Kriegsende kommt eine SS-Einheit in die Region, um einen Vergeltungsschlag durchzuführen. Der Film wurde mit dem italienischen Filmpreis „David di Donatello“ als bester Film des Jahres 2010 ausgezeichnet

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=YEsFlxacD-U[/youtube]

Einen Timetable gibt es leider noch nicht. Am Besten direkt auf die Website der Bremer Filmkunst Theater nachschauen.

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