04. April: „Iron Sky“ Vorpremiere in der Schauburg

Die Geschichte zu „Iron Sky“ dürfte mittlerweile jeder kennen. Da hat ein Finne vor 6 Jahren die Idee für einen „Nazis auf dem Mond“-Film gehabt und angefangen nach Geldgebern für sein Projekt zu suchen. Mitte 2008 kursierte dann plötzlich ein Teaser-Trailer im Netz und eine Produktionswebsite ging mit dem Slogan: „Buy War Bonds!“online.  Ab 2009 wurden immer mehr Clips in Blogs, Social Communities und Foren verbreitet und per „crowdfunding“ konnten sich Fans finanziell an der Produktion beteiligen und auch Ideen liefern. Ende 2010 begannen dann tatsächlich die Dreharbeiten und das fertige Produkt hatten dann sein Weltpremiere am 11. Februar auf der diesjährigen Berlinale (!).

Die Schauburg zeigt den Film in einer Vorpremiere am Mittwoch, den 4. April ab 23:30 Uhr. Dies wird die einzige Vorstellung in der Schauburg sein. Danach landet er ab dem 5. April in Cinemaxx.

Die Vorpremiere findet mit der deutsch synchronisierten Fassung statt.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=3aTPmGk2P4c[/youtube]

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Originalfassungen in Bremen: 29.03.12 – 04.04.12

Wie auch in der letzten Woche hat das Cinemaxx zwei Filme im O-Ton im Angebot. Hinzu kommt eine Sneak Preview am Montag. Leider wieder fast parallel zur Schauburg. Will man hier partout Zuschauer abziehen oder weshalb zeigt man seine eigene Sneak Preview nicht an einem der sechs anderen zur Verfügung stehenden Tagen? So ist doch keinem geholfen. Im City 46 steht in dieser Woche alles im Zeichen des ägyptischen Filmfestivals. Die dort laufenden Filme habe ich ja bereits vorgestellt. Highlight der Woche ist für mich die neue Produktion aus dem Hause Aardman: „Die Piraten“.

Die Piraten – Ein Haufen merkwürdiger Typen – Cinemaxx, Sa. und Di. um 17:15 –Die britischen Aardman Studios wurden weltberühmt mit ihrem Knetgummi-Späßen „Wallace & Gromit“ und „Shaun, das Schaf“. In ihrem neuen Kinofilm geht es um eine Bande Piraten, die die Wahl zum „Piraten des Jahres“ gewinnen wollen, aber eher liebenswert tollpatschig  als böse sind.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=Tqtcj20Z778[/youtube]

Die Tribute von Panem – The Hunger Games – Cinemaxx, Do., Sa., Die. immer um 19:30 – Nachdem die „Saw“-Reihe endgültig ausgesägt hat, bracht Lionsgate dringend eine neues, erfolgreiches Franchise. Den Grundstein hierzu soll nun der Tennie-SF-Action-Streifen „The Hunger Games“ werden. Darin kämpfen Teenies gegeneinander in den sogenannten „Hunger Games“. Nur einer kann überleben. „Battle Royale“, anyone?

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=LpWHkiq744k[/youtube]

Fetih 1453 – Cinemaxx,  Do., So., Di., Mi. um 22:00 und Fr. 22:15 – Immer noch im Kino: Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo. 2.04. , 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 2.04., 21:45

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Filmfestival „Ägypten und der Arabische Frühling“ im City 46

Bereits gestern begann im City 46 das Filmfestival „Ägypten und der Arabische Frühling“. Noch bis zum 01.April laufen hier Filme aus Ägypten, die sich mit der aktuellen Lage im Land befassen. Besonders spannend dürfte hier die Dokumentation „Tahrir 2011 – The Good, The Bad and The Politician” sein, aber auch die zahlreichen Spielfilme aus dem, hierzulande fast vollständig unbekannten, ägyptischen Kino.

Im Januar 2011 führte die »Jasminrevolution« in Tunesien zu politischen Umbrüchen. Vom Nahen Osten bis nach Nordafrika feierten Systemgegner und einfache Bürger den »arabischen Frühling«, einem der wichtigsten weltpolitischen Ereignisse im vergangenen Jahr. Besonders in Ägypten gab es lange vor den Aufständen Filme, die gesellschaftliche und politische Missstände aufgezeigt haben. Mittlerweile haben neue Filme den Veränderungsprozess dokumentarisch oder als Spielfilm verarbeitet. Das Festival präsentiert diese Filme, die zum Teil noch nicht oder nur vereinzelt in Deutschland zu sehen waren, und einige der Filmemacher.

Das Festivalprogramm wurde zusammengestellt von Memo Salem und Karl-Heinz Schmid. In Kooperation mit dem Ägyptischen Konsulat Bremen, der Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, der EMA Hamburg und der Universität Bremen. Alle Filme laufen im Original, zumeist mit englischen Untertiteln.

Microphone – Spielfilm über einen jungen Ägypter, der aus den USA in sein Heimatland zurück kehrt und sich dort auf Entdeckungsreise durch den kulturellen Untergrund begibt.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ShKGkDGu9O0[/youtube]

Heliopolis – Spielfilm vom selben Regisseur wie „Microphone“. Der Film begleitet sechs Menschen eine Nacht durch das Kairoer Viertel Heliopolis.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=fzrjKGcVC1c[/youtube]

Flaschenpost – Spielfilm. Ein Mann kehrt nach dem Tod seiner Mutter nach Alexandria zurück und muss bald feststellen, dass die Stadt sich geändert

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=ZBLEMhtEpR0[/youtube]

Der Reisende – Spielfilm mit Omar Sharif. Darin spielt er einen alten Mann, der sich an drei Tage in seinem Leben erinnert (1948, 1973 und 2001), die ihm als einzige bedeutungsvoll erscheinen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=zh5INBYSdD0&feature=related[/youtube]

The Reluctant Revolutionary – Britische Dokumentation über einen Reiseführer, der im Yemen langsam anfängt gegen die Umstände aufzubegehren und sich der zögernd der Revolution anschließt

Syrien Undercover – Im Herzen der Revolte – Französischer Dokumentarfilm über die Revolution in Syrien. Vor dem Film gibt eine politische Einführung von Ivesa Lübben (CNMS – Centrum für Nah- und Mittelost-Studien, Marburg).

Das Auge der Sonne – Spielfilm um das Leben der 11jährigen Shams in Kario.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=fHbRHoIkYUQ[/youtube]

Tahrir 2011 – The Good, The Bad and The Politician – Dokumentation dreier ägyptischer Filmemacher, die von Anfang an die Proteste auf dem Tahrir Platz mit der Kamera verfolgt haben.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=m2giMO-bPoE[/youtube]

Zwei Frauen aus Ägypten – Spielfilm über zwei ledige Frauen, die bei dem Versuch einen passenden Ehemann zu finden die Schwierigkeiten und Härten der ägyptischen Gesellschaft am eigenen Leib erfahren müssen.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=yFEsBv2GKu0[/youtube]

Wann die Filme laufen, erfährt man auf der Homepage des City 46.

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Weird Xperience im März: “Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies”

An dieser Stelle noch einmal der Hinweis auf die Filmreihe im City 46, die Stefan Mibs und ich heute abend wieder um 22:30 Uhr im City 46 präsentieren.

Diesmal zeigen wir einen echten Klassiker des italienischen Horrorfilms: Lucio Fulcis „Woodoo – Die Schreckensinsel der Zombies“ aus dem Jahre 1979.

Der Film läuft als 35mm Kopie. Wer heute verhindert sein sollte, kann ihn sich den Film (ohne unsere Einführung) auch noch am morgigen Samstag,  um 22:30 oder am Montag, um 20:30 ansehen.

Mehr Infos zum Film und unsere Reihe gibt es hier: www.weird-xperience.de

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Originalfassungen in Bremen: 23.03.12 – 28.03.12

So wirklich üppig ist die Auswahl an Originalfassungen auf Bremer Leinwänden in der aktuellen Woche zwar auch nicht, aber Dank der „Rückkehr“ des Cinemaxx mit gleich zwei Filmen doch ergiebiger als in der Vorwoche. Für ihre Thatcher-Darstellung in „The Iron Lady“ gewann Meryl Streep den Oscar, was zumindest ein Grund ist, sich die von der Kritik eher lauwarm empfangene Polit-Biographie anzuschauen. Wer es etwas „krachiger“ mag, kann sich Denzel Washington als harten Ex-CIA-Agenten in „Safe House“ anschauen.

Die eiserne Lady – Cinemaxx, Sa. 17:00 und So., Mo. und Mi. um 19:30 – Biographie der britischen Premierministerin Margaret Thatcher, die für ihre knallharte Politik den Spitznamen „Eiserne Lady“ bekam und beim einfachen Volk nicht gerade beliebt war. Der Film beschäftigt sich auch mit ihren späten Jahren, in denen sie an Alzheimer erkrankte. Für ihre Thatcher-Darstellung wurde Meryl Streep umjubelt und mit dem Oscar ausgezeichnet. Der Film selber hat eher zwiespältige Kritiken erhalten.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=IKPltuiEVJ8[/youtube]

Safe House – Cinemaxx, So., 25.03. um 22:00 – Action-Thriller mit Denzel Washington und Ryan Reynolds. Washington spielt einen harten Ex-CIA-Agenten, der des Landesverrates beschuldigt wird und in einer geheimen CIA-Gefängnis festgehalten und gefoltert wird. Plötzlich steht eine Bande Söldner vor der Tür und würden gerne ein Wort mit dem Denzel sprechen. US-Debüt des schwedischen Regisseurs Daniel Espinosa.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=-L2CO75ZrdE[/youtube]

Fetih 1453 – Cinemaxx, Fr., Sa., Mo., Mi. immer um 22:00 – Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

Sen Kimsin? – Wer bist Du? – Cinemaxx, So., 25.03. um 18:40 – Türkische Komödie um die Erführung eines jungen Mädchens.

Over your Cities Grass will grow – City 46, Fr.+Di. 20:30, Sa.-Mo. und Mi. 18:00 – Dokumentation der Schwester von Ralph und Joeseph Finnes, Sofie (The Pervert’s Guide to Cinema), über den deutschen Künstler Anselm Kiefer, der im südfranzösischen Barjac eine Industrieruine in ein Gesamtkunstwerk verwandelt.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 26.03., 21:45

Französische Sneak Preview, Mi., 28.03. um 18:00 Uhr in der Gondel und um 21:00 Uhr im Atlantis

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24. März im City 46: Slapstick-Abend bei „Stummfilm plus zwei“

Am Samstag, den 24. März 2012 um 20:30 Uhr  heißt es im City 46 wieder „Stummfilm plus zwei“.

Der Abend steht diesmal ganz im Zeichen des klassischen Slapsticks. Mit dabei sind die ganz Großen des Humors. Angefangen mit meinem Liebling Buster Keaton (den ich noch mehr als z.B. Chaplin schätze) mit dem Film „Cops“ von 1922. Dann kommen zwei Jungs, die in meinem Herzen einen ganz besonderen Platz haben: Laurel und Hardy. Gezeigt wird „The Finishing Touch“ von 1928.  Weiter geht’s mit einem Komiker, der heute leider kaum noch geläufig ist: Charlie Chase. Um zu sehen, was für ein komisches Genie er war – und wie modern er heute noch wirkt -, sollte man sich „Mighty like a Moose“ (1926) nicht entgehen lassen. Und zu guter Letzt schließt Harold Lloyd mit einer frühen Komödie von 1919, „Don‘t shove“, den Abend ab.

Ezzat Nashashibi, City46-Hauspianist und Initiator der Reihe, wird diesmal vom Schlagzeuger Martin Kruzig begleitet.

Martin Kruzig studierte klassisches Schlagwerk an der Hochschule für Künste in Bremen, Jazzschlagzeug bei Charlie Antolini und Rock/Popschlagzeug in Hamburg bei Udo Dahmen. Er spielte bereits in diversen Gruppen als Tour- und Studiodrummer (gegenwärtig ist er u.a. der Schlagzeuger der Band Neues Glas mit Axel Prahl (Tatort) und Dirk Schlömer ( TonSteineScherben )). Des weiteren wirkte er bei zahlreichen Theater- und Musical-Produktionen mit. Zur Zeit spielt er auch für das Theater Bremerhaven in der Produktion „39 Stufen“, wobei deutlich wird, dass er nicht nur als Schlagzeuger sondern auch als Geräuschemacher ausgesprochen vielseitig ist.

Bei „Stummfilm plus zwei“ empfiehlt es sich übrigens pünktlich da zu sein. Bei der letzten Vorstellung im Februar war der große Saal des City 46 nämlich bis fast auf den letzten Platz von Musik- und Stummfilmbegeisterten besetzt.

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Endgültig: 19. Internationales Filmfest Oldenburg nur in abgespeckter Form und die 20. Ausgabe fraglich

Jetzt ist es soweit. Gestern Abend stimmte die  rot-grüne Regierung der Stadt Oldenburg dafür, den im bisherigen Haushaltsplan festgelegten Zuschuss zum Internationale Filmfestival  Oldenburg von zuvor geplanten 95.000,- auf 50.000,- zusammen zu kürzen.

Ich kenne mich als Bremer in der Oldenburger Stadtpolitik nicht besonders gut aus. Ich frage mich aber ernsthaft, was da für Leute sitzen, die ein international renommiertes Festival in der Stadt haben, welches  überregionale Gäste anlockt und auch in der internationalen Fachpresse einen hervorragenden Ruf hat, und diesem dann so die Beine weg schießen. Ich bin häufig genug auf dem Filmfest in Oldenburg gewesen, um mir selber ein gutes Bild von dem Zuspruch zu machen, den das Filmfest genießt.

Die Begründungen der Stadt für die plötzliche Halbierung klingen abenteuerlich.  Da wird dem Festivalleiter Torsten Neumann plötzlich vorgeworfen, die Besucherzahlen von 15.000 schöngerechnet zu haben. Dann wird gesagt „Wenn wir in Oldenburg Schwierigkeiten haben, soziale Projekte zu fördern, aber 100 000 Euro ausgeben sollen, damit Prominente aus New York eingeflogen werden, müssen wir uns fragen, wofür wir stehen“  und dabei völlig unterschlagen, dass Prominente selbstverständlich auch Werbung für das Festival sind, Aufmerksamkeit erregen und die Besucher von außerhalb anlocken. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, sei einmal dahingestellt, aber so ist das nun einmal. Gäste gehören definitiv zu einem Festival und wenn es dann noch bekannte Filmemacher und Schauspieler sind, umso größer ist dann der Werbeeffekt.

Klar kann man sich dem Argument: „Opfer häuslicher Gewalt brauchen dringend Hilfe, und deren Organisationen haben nicht die Möglichkeiten, professionell Sponsoren zu werben – anders als das Filmfest.“ nicht verschließen.  Aber hat mal jemand daran gedacht, dass ein internationales Festival  auch Gelder in die Stadt holt, welche am Ende auch andere Organisation zugute kommen kann? In der Sendung „Journal“  im Nordwest-Radio, war heute Mittag die Rede davon, dass die Fördermittel durch die Ausgaben des Festivals und der Besucher zu 300% wieder zurück in die Stadt Oldenburg fließen. Dies könne auch anhand des Abschlussberichtes des Festivals, welcher jedes Jahr in der Kulturbehörde abgegeben wird, nachgeprüft werden. Dies habe, laut dem Bericht im Nordwest-Radio, aber keiner der Entscheidungsträger getan. Mehr noch, scheinbar kennt auch niemand diesen Bericht, denn wie sonst ist der Vorwurf des Fraktionsvorsitzende der Grünen zu verstehen Festivalleiter Neumann würde seine Zahlen nicht transparent machen.

Ganz abstrus wird es, wenn kritisiert wird, Neumann wäre dem Kulturausschuss die Antwort schuldig blieb, wo denn die Politik sonst kürzen solle. Als ob das nun die Aufgabe eines Festivalleiters wäre. Da kann ich dann wirklich nur noch mit dem Kopf schütteln.

Um die Finanzlücke zu schließen, schlägt die Politik – außer der Suche nach einem Großsponsor – vor, die Ticketpreise um 2 Euro zu erhöhen. „Diese Summe verlangen wir sogar von Schülern, die Schulvorführungen im CineK besuchen“, sagte der SPD-Fraktionschef. Meiner Meinung nach sollte dann eher dort die Preise gesenkt werden, statt sie woanders zu erhöhen. So dass wirklich jeder die Möglichkeit hat ins Kino zu gehen und nicht nur eine privilegierte Schicht.

Wenn ich so die Berichte lese, dann scheint der Grund für die Kürzungen beim Filmfest ganz woanders zu liegen. Und zwar in den persönlichen Befindlichkeiten der Protagonisten. Man erinnere sich nur daran, wie vor zwei Jahren das Filmfest schon einmal von massiven Kürzungen betroffen war und daraufhin Festival-Leiter Neumann eine große Protest-Kampagne inszenierte, in deren Mittelpunkt die Tatsache stand, dass ein Teil der so eingesparten Fördergelder in die Errichtung eines Amphipienteiches fließen sollten. Dass darauf in der gestrigen Sitzung noch einmal Bezug genommen wurde („Und im Investitionshaushalt findet sich ein Posten von 25.000 Euro für den Bau einer festen Leiteinrichtung für Amphibien in Heidbrook – „das wird Herrn Neumann freuen“, sagt Bischoff(Anm.: SPD-Fraktionschef)  süffisant.) lässt eine tiefe Beleidigung der Politik durch die Aktionen des Filmfestes vor zwei Jahren durchblicken. Auch, dass das Filmfest auf seiner Facebook-Seite ihre Fans aufgefordert hat, ihre lokalen Politiker zu kontaktieren und sich bei diesen gegen die Kürzungen auszusprechen, goss wohl noch mal Öl ins Feuer und wurde als „Versuch, uns lahmzulegen“ bezeichnet.

So kann man sich der Überzeugung nicht verschließen, dass nicht das Filmfestival, sondern deren unbequemer und engagierter Leiter das Problem für die Politik ist. Nur aufgrund einer unterschwelligen Fehde zwischen ihm und den Leitern der rot-grünen Fraktion, wird das Filmfest nun von der Politik sabotiert. Dazu passt auch, dass SPD und Grüne auf die Drohung, Neumann wolle das Filmfest sterben lassen, wenn die Stadt nicht mehr zahle, gelassen mit dem Hinweis: „Wer zehn Mal droht, dem glaubt man nicht mehr“ reagieren. Klingt doch ein klein wenig nach purem Machtgehabe, oder?

Das Internationale Filmfest Oldenburg 2012 wird (wenn nun auch in abgespeckter Form) über die Bühne gehen. Für 2013 wünsche ich mir, dass Torsten Neumann seine Drohung in die Tat umsetzt, damit die Verantwortlichen endlich merken, was für ein Pfund sie da mit dem „ungeliebten“ Filmfestival eigentlich in der Hand haben. Damit es endlich unterstützt und nicht immer wieder neu zusammen gestutzt wird. Und vielleicht kann man ja auf Seiten der Festivalleitung wirklich mal darüber nachdenken, sich mit dem Bundesland Bremen zusammen zu tun und aus dem Oldenburger ein Oldenburger/Bremer Filmfestival zu machen. Dann wäre man nicht allein von der Stimmung im Oldenburger Ratshaus abhängig.  Auch wenn Bremen ebenfalls nie Geld hat, einen Versuch wäre es doch wert.

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Originalfassungen in Bremen: 15.03.12 – 21.03.12

Was für eine öde Woche. Das Cinemaxx zeigt bis auf eine Sneak Preview und zwei türkische Filme, die auch schon länger im Programm sind, gar nichts. Toll auch, dass die Sneak Preview wieder fast parallel zum altbekannten Termin der Sneak Preview in der Schauburg programmiert hat. Das ist wirklich sehr durchsichtig.

Auch in den anderen Kinos ist nichts wirklich interessantes zu entdecken. So ist das Highlight der Woche, mangels Alternative, tatsächlich das britische Drama „Made in Dagenham“ (irreführender deutscher Titel: „We Want Sex“) im City 46.

Sen Kimsin? – Wer bist Du? – Cinemaxx, Do., Sa.-Mi. 23:15, Sa. auch 17:10 und Mo. 19:30 – Türkische Komödie um die Erführung eines jungen Mädchens.

Fetih 1453 – Cinemaxx, Do.-Fr. 22:00 – Episches, türkisches Bio-Pic über Fatih Mehmed II, der 1451 den Thron des Osmanischen Reiches besteigt und plant die byzantinische Enklave Konstantinopel (heute Istanbul) einzunehmen.

Kairo 678 – Cinema Ostertor,  So. 18.03. 14:45 – Ägyptisches Drama um drei Frauen, die in Kairo täglich mit sexuellen Übergriffen und Unterdrückung zu kämpfen haben.

La Danse – Das Ballett der Pariser Oper – City 46, Do.,Mo. und Mi. 20:30, So. 18:00 – Dokumentation des berühmten Doku-Filmers Frederick Wiseman über das Ballet der Pariser Oper.

We Want Sex – City 46, Do. und Mo. 18:00, so. 21:00 – Der Originaltitel dieses Ende der 60er englischen Ford-Werk Dagenham spielenden Dramas lautet „Made in Dagenham“ und erzählt die wahre Geschichte von 187 Näherinnen, die geschlechtliche Gleichstellung und damit gleiche Löhne wie die Männer fordern.  Mit dem im deutschen Titel implizierten „Beischlaf“ hat das Ganze also überhaupt nichts zu tun. Das ist nur eine billige Masche des deutschen Verleihs , um möglichst viele Leute mit einem reißerischen Titel unter falschen Voraussetzungen ins Kino zu locken.

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=MCJ3Q_PcFI8[/youtube]

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo. 19.03., 20:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 19.03., 21:45

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Internationales Filmfest Oldenburg wieder in Gefahr

Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast schon lachen. Wieder einmal steht renommierte Internationale Filmfest Oldenburg vor dem Aus. Wieder einmal liegt es am lieben Geld, bzw. am nicht vorhandenen Geld. Statt der veranschlagten 95.000 Euro Förderung, sollen es nun nach dem Willen des Rates der Stadt Oldenburg nur noch 50.000 Euro werden. Wie damit ein Internationales Festival, welches schon oft mit dem legendären US-amerikanischen „Sundance“-Film-Festival verglichen wurde, organisiert und durchgeführt werden soll, bleibt zumindest mir ein Rätsel. Gut, man könnte auf attraktive Gäste verzichten, die Anzahl der Filmvorführungen und Spielstätten runter fahren und generell Personal einsparen. Dann wäre man bald schon bei den studentischen Anfängen des Festivals. Das hätte natürlich auch Charme, aber wieso sollte man das tun? Gerade wo man sich doch schon einen so guten Ruf erkämpft hat (trotz der vielen Kürzungen von Seiten der Stadt in den letzten Jahren) und von Jahr zu Jahr trotz widriger Umstände mehr und mehr Besucher angelockt hat? Weshalb auf das, was man in mühevoller, jahrelanger Arbeit aufgebaut hat, verzichten. Und damit auch auf den Abstrahlfaktor des Filmfestivals auf die Stadt an sich? Das will mir nicht in den Kopf. Vielleicht sollte man, wenn es hart auf hart kommt, doch mal darüber nachdenken sich mit Bremen zu einem gemeinsamen Festival zusammen zu tun. Aber Bremen hat ja leider auch immer weniger Geld für Kultur.

Aber noch ist nicht aller Tage Abend: Erst am 19. März wird der Haushalt in einer Ratssitzung endgültig verabschiedet. Vielleicht erkennen die politisch Verantwortlichen ja noch bis dahin, was eine Entscheidung pro Kürzungen für „ihr“ Filmfestival und die Außenwirkung ihrer Stadt bedeuten würde.

Hier die aktuelle Pressemitteilung des Festivals zum Thema:

Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und SPD im Rat der Stadt Oldenburg drängen für die laufende Ratsperiode durch den Beschluss eines Hauhaltspaketes für das Jahr 2012 das Filmfest wieder an den Rand seiner Existenz. Von den im Verwaltungsentwurf veranschlagten 95.000 Euro Förderung will die rot-grüne Ratsmehrheit gleich 45.000 Euro einsparen. Margrit Conty (SPD), Vorsitzende des Finanzausschuss, argumentierte, dass eine Förderung von 3 Euro pro Besucher ausreichend wäre.

Torsten Neumann, Leiter des Festivals, äußert bezüglich der Aussage der Kommunalpolitikerin:  „Es ist allseits bekannt, das Kultur mit einem vielfachen an Fördermitteln „pro Besucher“ bezuschusst wird. Selbst die von der Verwaltung veranschlagte Förderung, auf diese Denkweise umgebrochen, etwa 6 Euro pro Besucher, liegt da weit unter allem Vergleichbaren, was es in Sachen Filmfestivals, Theater, Museen gibt. Vorausgesetzt, Frau Conty sind die Durchschnittswerte von Kulturförderung andernorts bewusst, ist das eine Anmerkung von erschreckender Geringschätzigkeit, die sich mir lediglich wie ein persönliches Desinteresse an regionaler Kultur erschließt. Dem Aufwand-Nutzen-Faktor des Filmfestivals wird das bei weitem nicht gerecht.“

Neumann stellt hierzu eine Gegenrechnung auf. Das Festival hat im Jahr 2011 einen Betrag von über 220.000 Euro direkt in Oldenburg ausgegeben. Auf die letztjährige Fördersumme umgerechnet, wurden vom Festival für jeden Euro Förderung 3 Euro in die hiesige Wirtschaft reinvestiert. Mit anderen Worten, nicht nur kulturell, auch wirtschaftlich gesehen ist das Filmfest ein Gewinn für die Stadt.

„Durch eine derartige Kürzung wird der Fortbestand des Festivals wissentlich aufs Spiel gesetzt“, so Neumann, „denn hiermit ist die Weiterarbeit auf dem erreichten Niveau nicht zu verantworten. Die Auswirkungen einer solchen Kürzung haben wir in ausführlichen Gesprächen vor zwei Jahren hinreichend dargestellt. Das vergangene Festival hat aus der Krise 2010 gelernt, neue Wege des Wachstums auch dank erneuter Mittelanhebung gefunden. Eine derartige Mittelkürzung für ein wachsendes Kultur-Unternehmen, das hohe regionale Netzwerkeffekte erzielt, wäre hochgradig kontraproduktiv. Damit käme die Kürzung keiner besseren Verwendung der Steuermittel gleich, sondern einer Verschwendung vorher sinnvoll investierter Mittel und würde einen starken Wohlfahrtsverlust der Stadt Oldenburg und seiner Bürger bedeuten. Ein 2013 wird es so für das Festival in Oldenburg nicht geben.“

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Rezension: „John Carter – Zwischen zwei Welten“

Als im Jahre 1995 mit „Toy Story“, der erste voll computeranimierte Film der Produktionsfirma Pixar, in die Kinos kam, verweigerte ich mich diesem mit dem Argument „Da kann ich ja gleich ein Computerspiel angucken“. Als ich dann später überredet wurde, mir den Film auf Video anzusehen, war ich mehr als erstaunt. Entgegen meiner Befürchtungen war das kein abgefilmtes Computerspiel, sondern eine wirklich witzige Geschichte, deren Charaktere so liebevoll und tiefgründig gezeichnet waren, dass man schnell vergaß, dass sie nur aus Bits und Bytes bestanden.  Seitdem kann ich es kaum erwarten  bis der nächste Pixar-Film heraus kommt. Einer der Köpfe hinter „Toy Story“ war  Andrew Stanton, welcher nicht nur die Drehbücher zu fast allen Pixar-Filmen  mitschrieb, sondern auch bei den großen Erfolgen „Das große Krabbeln“, „Findet Nemo“ und vor allem dem in der ersten Hälfte schlichtweg grandiosen „Wall-E“ das Regie-Zepter schwang. 2012 sitze ich in „John Carter“, seiner ersten „Realfilm“- Regiearbeit, und sehe mich in allen Vorurteilen  bestätigt, die ich „Toy Story“ gegenüber hatte. Keine echten Charaktere, nur Schauwerte, keine Tiefe, keine Emotionen. Alles glatt, klinisch, tot. Was ist nur mit Andrew Stanton passiert? Wo sind seine Fähigkeiten geblieben, spannende und lebhafte Geschichten zu erzählen? Davon findet sich in „John Carter“ nichts mehr. Es reiht sich ein Klischee an das andere. Jede Szene glaubt man schon mal irgendwo  nicht viel anders, aber sehr viel besser gesehen zu haben. Die Darsteller agieren tatsächlich wie seelenlos animierte Figuren aus einem Computerspiel und sind dazu verdammt, Sätze aus dem großen Buch der hohlen Phrasen rezitieren. Ich wunderte mich, dass die Darsteller ihre Sprüchlein mit so großem Ernst aufsagen. Ich hätte bei diesen vor Pathos triefenden Plattitüden wahrscheinlich laut losgeprustet. Gerade hier liegt auch eins der Hauptprobleme des Filmes: Er ist komplett ironiefrei. Dabei hätte die mittlerweile fast 100 Jahre alte Geschichte ein wenig Humor ganz gut vertragen können. Aber so bleibt alles Ganze altbacken und gnadenlos ernsthaft, auch wenn die Dialoge beinahe wie Parodien wirken.

Der ehemalige Kavalleriesoldat John Carter (gespielt von Taylor Kitsch, der hier versucht auf den Spuren von Eastwood oder Nero zu wandeln, dabei aber leider aussieht wie ein blasser „Twilight“-Schönling mit aufgeklebten Bart) hat im Bürgerkrieg seine Frau und sein Kind verloren.  Das hat ihn zu einem ziemlich grantigen Goldsucher mit Problemen gegen Autoritäten werden lassen. Daher landet er bald in einem Militärknast. Von dort kann er schnell wieder fliehen, gerät bei der Flucht allerdings in eine geheimnisvolle Höhle, wo er nicht nur mit einem geheimnisvollen fremden zusammenstößt, sondern mit Hilfe eines Amuletts auf den Mars gebeamt wird. Dort wird er von echsenhaften (Verwandte von Jar Jar Binks?) Kriegern  gefunden und quasi adoptiert. Aber das ist nur der Anfang seiner Abenteuer, die ihn bald in einen Krieg zwischen zwei menschlichen Lebensformen (die beiden ein Faible für altrömische Uniformen haben) verwickelt. Die Guten haben eine schöne Prinzessin (Lynn Collins), die Bösen nur  Dominic West. Natürlich verliebt sich Carter in die Prinzessin und bekämpft mit ihr zusammen den von Dominic West gespielten Sab Than (ausgesprochen wie Sa-Tan). Andersherum hätte ich das weitaus innovativer gefunden…  Wie dem auch sei, der Ausgang der Story ist so vorhersehbar, wie langweilig.

Natürlich sind die computergenierten Special Effects auf dem allerneusten Stand der Technik  und wirken perfekt. Was aber auch ein wenig an Charme kostet. Aber das mag Geschmackssache sein. Es ist allerdings ärgerlich, dass der Film kaum etwas aus seinen 3D-Effekten macht. Die meiste Zeit besteht der dreidimensionale Effekt darin, dass in Dialogszenen die eine Person im Vordergrund und die andere im Hintergrund steht. Die Kampf- und Schlachtszenen sind seltsam unspektakulär und relativ schnell vorbei. Hier will weder Dramatik, noch eine gewisse Wucht aufkommen. Zudem wird auch hier die dritte Dimension kaum genutzt. Letztendlich hätte der Film in normalen 2D auch nicht anders gewirkt. Dies ist insbesondere Schade, wenn man z.B. bei „Hugo Cabret“ gesehen hat, welch eine großartige Wirkung ein imaginativer Umgang mit 3D haben kann. Auch der vor dem Film gezeigte Trailer zu „Warth of the Titans“ hatte eindrucksvoll gezeigt, wie man es besser macht.  Mir ist leider nicht bekannt, ob der Film in 2D gedreht und erst nachträglich umgewandelt wurde. Es erscheint mir fast so.  Über die Projektion im Bremer „IMAX“ lässt sich nichts Schlechtes sagen. Die Bilder sind kristallklar und trotz 3D ausreichend hell. Auch der Ton ist vorbildlich, wenn der Film auch nicht besonders viel Gebrauch von Surround-Effekten macht und der Ton eher frontal von vorne kommt. Um noch einmal den schon zuvor angesprochen „Wrath of the Titans“-Trailer anzusprechen, dort pfefferte einen der Sound von überall um die Ohren, dass es fast schon etwas zu viel des Guten war. Zudem in einer Lautstärke, der einem eindrucksvoll zeigte, was es heißt  „aus dem Sitz geblasen zu werden“. Davon eine Priese hätte dem lahmen „John Carter“ gut getan.

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