„Bildstörung“ bringt Filme von Borowczyk und Zulawski

Das noch recht junge DVD-Label „Bildstörung“ – welches bereits positiv durch die Veröffentlichungen der kontroversen Filme „Marquis„, „In a Glass Cage“ und „Bad Boy Bubby„, sowie des Kultfilms „Ein Kind zu töten…“, aufgefallen ist – nimmt sich zweier berühmter polnischer Exilaten an.

Im Herbst erscheinen „La Bête“ von Walerian Borowczyk und „Possession“ von Andrezj Zulawski. Beide Filme verbinden märchenhaften Horror mit erotischen Albträumen. In „La Bête“ geht es um eine junge Frau, die in ihren Träumen (?) von einer Bestie verfolgt und geschändet wird. In „Possession“ wird von einem Ehemann (Sam Neill) erzählt, der seine Frau (Isabelle Adjani) verdächtigt einen Liebhaber zu haben. Er will mehr wissen und gerät in einen monströsen Albtraum.

Walerian Borowczyk wurde zunächst mit seinen experimentellen Animationsfilmen bekannt, die er Ende der 50er Jahre zusammen mit Jan Lenica schuf. Anfang der 60er wanderte er aus seiner Heimat Polen nach Frankreich aus, wo er zunächst solo die Animationsarbeit fortsetzte und sich dann dem Spielfilm zuwand. Hier wurden bald die Mysterien derd weibliche Sexualität das Haupthema seiner Filme. Seine bekanntesten Werke sind, neben „La Bête“, „Unmoralische Geschichten“, „Unmoralische Novizinnen„, „Lulu“ und der Horrorfilm „The Bloodbath of Dr. Jeckyll“.

Andrezj Zulawski hat einen ähnlichen Lebensweg. Nachdem sein zweiter Spielfilm „Diabel“ 1972 in seinem Heimatland Polen sofort nach der Premiere verboten wurde, ging er, wie Borowczyk, nach Frankreich. Wie Borowczyk drehte Zulanwski dort ebenfalls Spielfilme in denen Erotik und Sexualität eine große Rolle spielen. Seine berühmtesten Werke sind „Nachtblende“ (mit Fabio Testi, Romy Schneider und Klaus Kinski), „Die öffentliche Frau“ und „Deine Nächte sind schöner als meine Tage“ mit seiner damaligen Ehefrau Sophie Marceau.

„La Bête“ wird am 14.8. erscheinen. Für „Possession“ gibt es noch kein genaues Veröffentlichungsdatum.

Infos zur „La Bête“- DVD:

Zum einen wird ein Kurzfilm von Walerian Borowczyk enthalten sein – L’ESCARGOT DE VENUS (ca. 5 Min.) – der seinerzeit eigens für den italienischen Kinostart des Films produziert wurde. Zum anderen werden die zusätzlichen Szenen der sogenannten Langfassung aus Holland, die im Vergleich zur offiziellen, von Borowczyk autorisierten und geschnittenen Originalversion des Films etwa 5 Minuten mehr an Material enthält, als Deleted Scenes mit dabei sein. Außerdem wird es ein kleines Videofeature des Meisters selbst aus dem Jahr 2003 geben (ca. 7 Min.) und eine gerade fertiggestellte Kurzdokumentation von Daniel Bird (ca. 9 Min.), die zunächst dem Bestienkostüm im Filmarchiv von Lausanne einen Besuch abstattet, um im Anschluss noch einmal eine kurze Übersicht über die Entstehung und die zentralen Themen des Films zu geben. Zu guter Letzt gibt’s auch noch ein Feature, das anhand dreier ausgewählter Szenen ein paar Einblicke in die Dreharbeiten gewähren soll (das Material dazu stammt aus dem 105minütigen – leider tonlosen – Dokumentationsmaterial, das Borowczyk zufällig nach 30 Jahren bei einem Umzug wiederentdeckt hatte und das während des Drehs der Rahmenhandlung 1974 auf 16mm-Film aufgenommen wurde).

Quelle: www.bildstoerung.tv

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