Am vergangenen Freitag feierte das Kommunalkino Bremen unter neuem Namen (City 46) und am neuen Standort (im ehemaligen City in der Birkenstr.) seine offizielle Eröffnung. Fotos zu diesem Ereignis habe ich ja gleich noch Freitagnacht gepostet, hier kommt jetzt auch der dazugehörige Text.
Wobei ich vorweg schicken muss, dass ich die Veranstaltung nicht komplett mitmachen konnte, da ich Samstagmorgen recht früh nach Frankfurt fahren musste und es dementsprechend nicht zu spät werden lassen wollte. Aber ich denke, das Meiste habe ich schon mitbekommen.
Zunächst einmal ein paar Worte zum renovierten Kino. Der Look des altehrwürdigen “City” mit seiner Spiegeltreppe ist übernommen worden, was ich sehr begrüße. Noch fehlen ein paar Accessoires an den Wänden, wodurch das Foyer und obere Etage noch etwas kalt wirken. Eine interessante Neuerung ist eine Art “Milchglas-Lichtwand” an der zur Birkenstr. gelegene Seite im ersten Stock, vor dem Eingang zu Saal 1. Da kann man viel mit Licht arbeiten und eine schöne Stimmung zaubern. Nett auch eine Holzkonstruktion mit dem Namen der Stuhlpaten. Eine gute Idee. Sitzgelegenheiten gibt es leider bis auf ein paar Barhocker und Stehtische bisher noch keine, allerdings ist der Raum im Foyer und in der ersten Etage auch sehr begrenzt. Schade, aber nicht zu ändern. Die Toiletten für die Damen befinden sich in der ersten Etage, die für die Herren unten neben dem Foyer.
Der Saal 1 hat sich meiner Meinung nach nicht groß verändert. Natürlich ist er renoviert worden, die Wände sind aber immer noch sehr dunkel, was mir gut gefällt. Die Leinwand ist in der Tat deutlich größer als im Kino 46 und relativ hoch angebracht. Dies hat den Vorteil, dass das nur geringe Gefälle der Kinoreihen sehr gut ausgeglichen wird. Die neuen Kinosessel sind ein Traum. Sehr gemütlich und stabil. Der Abstand zur Vorderreihe garantiert größtmögliche Beinfreiheit. Geht das Licht aus, ist der Saal durch die dunklen Wände richtig dunkel, was ich als ausgesprochen angenehm empfunden habe. Überhaupt fühlt man sich im Kino spontan wohl und es macht nicht mehr den eher kalten, ungemütlichen Eindruck, den das City bei mir immer hinterlassen hat. Einzig, dass es keine Klimaanlage gibt, ist etwas schade. Am Freitag bei vollbesetzten Haus wurde es doch schnell recht heiß. Andererseits… wann ist das Kino schon mal auf den letzten Platz ausverkauft? Das kommt ja (leider!) eher sehr selten vor.
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Die MUBI (ehemals “The Auteurs”) und La Semaine de la Critique du Festival de Cannes feiern das 50-jährige Jubiläum dieser Sektion, und zeigen eine Retrospektive aus der Geschichte des Festivals. Zur Zeit kann man eine reichhaltige Auswahl an Filmen, die in der Vergangenheit in dieser Filmfestivalsektion in Cannes gezeigt wurden, als Videostream ansehen. Darunter solche populäre Filme wie “Junebug” von Phil Morrison, “Der Pornograph” von Bertrand Bonello mit Jean-Pierre Léaud, den wunderbare “Anderland” von Jens Lien, den beinharte (und in Deutschland nur gekürzt erhältliche) Splatter “Inside” mit Beatrice Dalle und eine Unmenge Kurzfilme (aus Deutschland der Kult-Film “Staplerfahrer Klaus“. Der lief dort tatsächlich 2001 in Cannes in der Semaine de la Critique!). Die ersten 1000 Ansichten der Film sind bis zum 30. Juni kostenlos. Also schnell, schnell, schnell….
Für interessierte Hobby-, Kurz-, Profi-, Semi-Profi-Filmemacher aus Bremen, gibt es mal wieder einen Kurzfilmwettbewerb in Bremen. Thema: “Zukunftsweisende Innerstädtische Mobilität”.
Bereits zum sechsten Mal in Folge schreibt ÖkoStadt Bremen e.V. einen Kurzfilmwettbewerb im Rahmen der „Umwelt Tage Bremen“ aus. Unter dem Motto „GegenVerkehr – Alternativen Bewegen“ werden Kurzfilme von maximal 10 Minuten Länge gesucht, die sich thematisch mit zukunftsweisender innerstädtischer Mobilität beschäftigen.
Als Beiträge können von Dokumentationen über Spielfilmen und Animationen bis hin zu Video-Clips und Spots alles eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 30.09.2011.
Auch in diesem Jahr lohnt sich die Teilnahme: Es sind Preise von insgesamt 1.000 Euro zu gewinnen. Eine Jury des Filmbüros Bremen e.V. wählt die besten Filme aus, die dann im Rahmen eines Kurzfilmabends am 06.11.2011 im Kulturzentrum Lagerhaus gezeigt und prämiert werden.
Teilnahmeunterlagen und weitere Informationen gibt es unter www.oekostadt-bremen.de und unter (0421) 70 1000 31.
Quelle: ÖkoStadt Bremen e.V.
Letzte Woche flatterte mir eine Email ins Haus, in der auf einen neuen Online Kurzfilmwettbewerb hingewiesen wurde, den ich von der Idee her ganz nett finde. Daher wollte ich diesen Wettbewerb, namens “60für60″, interessierten Hobby- oder semiprofessionellen Filmemachern unter meinen Lesern kurz vorstellen. Vielleicht ist es ja für den einen oder anderen interessant.
Der Mannheimer Musikstudent Sascha Sauerborn hat den Kurzfilmwettbewerb “60für60″ unter der Webseite www.60fuer60.de ins Leben gerufen. Die Idee dahinter: Interessierte Filmemacher laden kostenlos Kurzfilme von 60 Sekunden Länge auf dem Portal hoch. Über diese kann dann monatlich im Netz abgestimmt werden und der Macher des beliebtesten Films erhält dann 60 Euro.
Eine interessante Idee, die natürlich nur Sinn macht, wenn sich jeden Monat auch möglichst viele Leute daran beteiligen. Deshalb wollte ich an dieser Stelle einmal darauf hinweisen. Als Spaß und/oder Fingerübung, die man in ein Wettbewerbsumfeld stellen möchte, ist das – wie ich denke – eine ganz interessante Plattform. Man wird sehen, was sich daraus entwickelt. Bisher gibt es allerdings noch keine Filme zu sehen, aber das Portal gibt es auch erst seit ein paar Tagen.
Noch bis Donnerstag können auf MUBI einige Highlights des diesjährigen “Images Festival” in Toronto kostenlos angesehen werden. Das “Images Festival” in Toronto ist ein 1987 gegründetes Festival für unabhängiges und experimentelles Kino, Videokunst, neue Medien und Video-Installationen.
Zu sehen gibt es 7 Kurzfilme von kanadischen und us-amerikanischen Künstlern.
http://mubi.com/programs/81?utm_source=digest&utm_medium=email&utm_campaign=digest17
Am kommenden Mittwoch, den 19. Januar, findet im Kino 46, in Kooperation mit dem Filmbüro Bremen, die mittlerweile 44. Ausgabe des Kurzfilmwettbewerbs “Young Collection” statt. Beginn: 20:00 Uhr.
Bei diesem Kurzfilmwettbewerb mit Publikums- und Kritikerpreis werden Dramen, Komödien, Thriller, Dokumentationen, Experimental- und Animationsfilme, bis hin zum Musikvideo gezeigt. Alle Arbeiten sind jungen, nicht etablierten Filmemachern und Filmemacherinnen eingereicht worden.

Die Preisträger des 17. Internationalen Filmfests Oldenburg stehen fest.
Und wie immer, habe ich es mal wieder geschafft, bei meiner Filmauswahl keinen einzigen der zukünftigen Preisträger zu berücksichtigen.
Somit kann ich auch nicht beurteilen, um die Preisvergaben nun berechtig waren oder nicht. Ich gehe aber mal davon aus…
Gewinner des „German Independence Award – Bester Deutscher Film“ ist der Film „Picco“ von Philip Koch. Basierend auf wahren Begebenheiten wirft der Film einen unbarmherzig realistischen Blick auf den Alltag jugendlicher Insassen im deutschen Strafvollzug. In der Jurybegründung heißt es:
„‚Picco‘ ist das Portrait einer wahrhaftigen Hölle auf Erden in Form eines Jugendgefängnisses. Machtkämpfe und der moralische Treibsand, in dem der junge Held zu versinken droht, werden mit erschütterndem Realismus dargestellt, der den Zuschauer fast in die Flucht treibt. Und doch ist der Film ebenso fesselnd wie universal. Die Barbarei und die moralische Tragödie, die in ‚Picco‘ beschrieben werden, können auf das Leben Jugendlicher in jedem Land übertragen werden. Man muss nicht selbst im Gefängnis gewesen sein, um aus erster Hand die Ängste und den Selbstbetrug des jungen Protagonisten zu verstehen. Auf der rein formalen Ebene ist der Film erzählerisch eng geknüpft, meisterhaft gefilmt und geschnitten, so dass wir emotional in seinen Wänden gefangen sind, während wir gleichzeitig in genügender Distanz verbleiben, um fragend zu leiden und eine Interpretation dessen, was wir gemeinsam mit den Figuren durchleben, zu versuchen. Der Film ist klar und herzzerreißend in jeder Sprache.“

"Picco" von Philip Koch
Der Publikumspreis ging an „The Happy Poet“ von Regisseur Paul Gordon.

"The Happy Poet" von Paul Gordon
„Salvation Insurance“ von Jeremy Bradley und Reuben Sack wurde als bester Kurzfilm ausgezeichnet.
Und auch dies sollte nicht unerwähnt bleiben: Obwohl es in diesem Jahr insgesamt zwölf Filmvorführungen weniger gab und die Säle kleiner ausfielen, war die Auslastung mit mehr als 14.500 Zuschauern größer als im vergangenen Jahr.
Mein eigener, ganz persönlicher Festivalbericht folgt in Kürze. Ebenso wie Bilder, die ich bei diesem Event geschossen habe.

Heute geht es los: Das 17. Internationale Filmfestival Oldenburg. Ich selber werde mich beruflich bedingt erst am Samstag auf die Socken machen. Das Hotel in Oldenburg ist aber schon gebucht und in der nächsten Woche gibt es hier dann einen ausführlichen Bericht.
Bis dahin wollte ich auf eine Neuerung beim IFF Oldenburg hinweisen. Erstmals ist das Internationale Filmfest Oldenburg Partner der MUBI. Die MUBI ist ein Video-on-demand Portal, welches im Mai diesen Jahres aus dem “The Auteurs”-Projekt hervorgegangen ist. Deren Idee war/ist es anspruchsvolles und filmgeschichtlich relevantes Kino aus aller Welt weltweit verfügbar zu machen. Ferner gibt es auch einen Blog, ein Diskussionsforum und, und, und. Also an sich eine feine Sache.
Bisher haben sich weltweit rund 300.000 Filmliebhaber auf dieser Plattform angemeldet. Angefangen hat The Auteurs/MUBI 2008 mit 300 Filmen, heute sind es über 1.100 – einige wenige können dabei auch kostenlos angesehen werden.
In diesem Jahr nun können Interessierte ausgewählte Filme des Festival-Programms zu Hause via Online-Stream sehen. Gezeigt werden u.a. die nominierten Filme für den German Independence Award. Das Angebot ist kostenfrei und pro Film auf 300 Besucher außerhalb Deutschlands limitiert. Ja, richtig gelesen. Wer eine deutsche IP-Adresse hat, ist leider draußen – was ich ziemlich blöd finde
Und wer eine ausländische IP-Adresse hat, muss aber auch schnell sein, da wie gesagt, nur die ersten 300 User die Filme kostenlos sehen können.
Aber es gibt trotzdem einen guten Grund sich bei MUBI anzumelden. Denn in Deutschland selber werden die Kurzfilme des diesjährigen Festivalprogramms für das Online-Streaming bereit gestellt, allerdings sollte man auch hier schnell sein, denn die virtuellen Kinoplätze sind ebenfalls begrenzt.
Unter folgendem Link können die Filme nach Anmeldung auf MUBI angesehen werden:
mubi.com/festivals/oldenburg
Am Wochenende fand – wie an anderer Stelle angekündigt – der neunte “Filmsalat” in Verden statt. Leider war, wie man in der Tagespresse liest, die Anzahl der Zuschauer recht übersichtlich. Was sicherlich daran liegt, dass das Genre “Kurzfilme” (insbesondere aus Deutschland) bei der Masse nicht besonders populär ist und sich eher in größeren Städten wie Berlin, Hamburg oder München – die es sich auch leisten können internationale Produktionen zu zeigen – genug Filminteressierte finden, die die Kinosessel bei solch ein Festival füllen können. Aber auch die großen Kurzfilmfestivals haben eher das Flair eines großen Klassentreffens von im Kurzfilmbereich tätigen Filmern. “Normales” Publikum erscheint auch hier kaum. Trotzdem, oder vielmehr gerade darum, sollte man die Macher des “Filmsalats” für ihr Engagement und Enthusiasmus bewundern und hoffen, dass noch viele “Salate” folgen werden.
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In der letzten Woche schrieb ich hier eine Rezension des Kurzfilmes “Betty B. and the The’s”.
Mittlerweile hatte ich auch die Gelegenheit mit Felix Stienz, dem Regisseur des Films, ein Online-Interview zu führen.
Natürlich hat mich hier insbesondere die Verbindung nach Bremen, die Dreharbeiten hier und der Kontakt mit der Bremischen Kurzfilmszene interessiert.
Ich möchte mich vorab herzlich bei Felix Stienz bedanken, dass er sich die Zeit genommen hat, meine Fragen so ausführlich und interessant zu beantworten.
Ebenfalls möchte ich mich bei Marcus Forchner (Produktion) bedanken, über den der erste Kontakt lief.
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Filmforum Bremen: Vielen Dank Felix, dass Du Dir etwas Zeit für das Interview genommen hast. Ich fange gleich mal mit der berühmten Frage nach der Henne und dem Ei an: Was war erst da? Die Geschichte oder die Idee einen Film im Kaurismäki-Stil zu drehen?*
Felix Stienz: Zuerst gab es DIE Hauptdarsteller! Mit Bomber (Tobi B.) haben wir schon mehrere Kurzfilme gedreht. Er ist ist ein guter Freund und gehört einfach vor die Kamera. Dabei ist er nicht einmal Schauspieler. Für ihn selbst ist die Schauspielerei auch eher ein Jux, der ihm aber sehr viel Spaß bringt.
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