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Blu-ray Rezension: “Captain Kronos – Vampirjäger“

Von , 5. Juli 2017 06:41

Als es in einem Dorf zu seltsamen Todesfällen kommt, ruft der Landarzt Dr. Marcus (John Carson) seinen alten Armeekameraden Captain Kronos (Horst Janson) zu Hilfe. Dieser reist mit seinem Freund, den kauzige Professor Hieronymus Grost (John Cater) und der jungen Carla (Caroline Munro) an. Kronos und Grost sind Vampirexperten und erkennen schon bald, dass hier ein unheimlicher Blutsauger sein Unwesen treibt. Die Spur führt zum Anwesen der Familie des verstorbenen Lord Durward…

Wenn ich an Horst Janson denke, denke ich zuerst einmal an die Sesamstraße. Dort hatte ich zu Kinderzeiten meine erste Begegnung mit dem sympathischen, schlaksigen Blonden. Später lernte ich dann, dass er durch eine TV-Serie namens „Der Bastian“ bekannt geworden war, die ich dann auch irgendwann im Fernsehen sah. Lang, lang ist es her. Dass „der Horst“ auch einmal für die Hammer Studios als „Captain Kronos – Vampirjäger“ unterwegs war, hätte ich mir damals nicht einmal träumen lassen. Umso größer waren meine Augen, als vor 13 Jahren der Film erstmals bei Anolis auf einer mittlerweile vergriffenen DVD erschien. Und man muss sagen, der gute Horst Janson macht seine Sache gar nicht schlecht. Schade, dass „Captain Kronos“ an der Kinokasse schneller als ein Stein sank und auch eine angedachte „Captain Kronos“-Serie nie zustande kam. In dieser sollte Kronos scheinbar – nomen est omen – durch die Zeit reisen und in verschiedenen Epochen Vampire bekämpfen. Eine sehr reizvolle Prämisse. Stattdessen landet der talentierte Horst dann bei Samson, Tiffy und Herrn von Bödefeld. Die Filmgeschichte kann manchmal sehr ungerecht sein.

Dass der Film an der Kinokasse so schlecht abschnitt, lag an der mangelnden Vermarktung durch Hammer, die ihn erst zwei Jahre im Regal liegen ließen, um ihn dann schließlich als untere Hälfte eines Double-Features mit „Frankensteins Höllenmonster“ zu „versenden“. Über die Gründe spekulieren die Macher in den sehr guten Extras der neuen Anolis Bluray. Scheinbar gab es da persönliche Animositäten und Eifersüchteleien von Seiten Michael Carreras‘, der damals der Chef von Hammer war. „Captain Kronos“ fällt auch stilistisch aus der Hammer-Horror-Reihe heraus und ist deutlich als das Kind seines Regisseurs und Drehbuchautoren Brian Clemens zu erkennen. Brian Clemens ist der großartige Kopf hinter den wunderbaren und noch heute sehr beliebten Serien „Mit Schirm, Charme und Melone“ und „Die Profis“. Ähnlich wie in diesen beiden Kultserien (hier ist dieses Unwort endlich mal angebracht), gibt es auch in „Captain Kronos“ eine Pre-Title-Sequenz, die den ersten, geheimnisvollen Mord zeigt, der die eigentliche Handlung ins Rollen bringt und den Titelhelden auf den Plan ruft. Auch sonst besitzt „Captain Kronos“ leichte Krimi-Elemente, wenn der Held und sein Sidekick herausfinden müssen, wer und was hinter den unheimlichen Morden steckt. Dabei lernen wir dann, dass es ganz unterschiedliche Typen von Vampiren gibt.

Dieser Dreh gibt Clemens die Freiheit, sich von vielen Vampirmythen zu verabschieden, und seine ganz eigene Vampirwelt zu kreieren. In dieser treiben die Vampire sehr wohl bei Tageslicht ihr Unwesen und saugen den Opfern nicht das Blut, sondern die Jugend und Lebenskraft aus. Auch die Vernichtung eines Vampirs ist nicht ganz so einfach, da muss man sich erst langsam an die richtige Methode herantasten muss. Was zu einer unglaublich makaber-komischen Szene führt, die irgendwo die berühmte Mordszene in Hitchcocks „Der zerrissene Vorhang“ mit skurrilen Monty-Pythons-Humor verheiratet. Überhaupt ist Clemens Herangehensweise eher leichtfüßig und wie seine bekannteste Serie von einem sympathisch-schrulligen schwarzen Humor durchzogen, aber ganz ohne dass der Film in Klamauk kippen würde. Wäre es nicht schon so ausgelutscht, könnte man hier von „typisch britischen Humor“ sprechen.

Horst Jansons Kronos ist eine interessante Figur. Ein geheimnisvoller Ex-Soldat, der durch die Lande zieht, um Vampire zu jagen. Immer wieder gibt es Hinweise auf seine Geschichte. Vor allem erfährt man, dass er im Krieg schwer verwundet und von Doktor Marcus wieder zusammengeflickt wurde – was zu einer schönen Bemerkung seitens Dr. Marcus‘ führt: „I know you have guts. I saw them“. Seine Familie wurde von Vampiren getötet, er selber von seiner verwandelten Schwester gebissen. Ansonsten bleibt der wortkarge Kronos aber mysteriös. Was sind das für seltsame „chinesische Kräuter“, die er da in seiner Pfeife raucht? Was sollen diese merkwürdigen Gesten mit einem Tuch über dem Gesicht, die er da durchführt? Und vor allem, was ist in der heißen Liebesnacht mit Carla passiert, die ihn am Morgen mit aufgeplatzten Lippen und dem Satz „Du warst heute Nacht etwas grob“ begrüßt? Kronos wird in den Kritiken häufig mit den Helden der Italo-Western verglichen. Ein Vergleich, der nicht ganz von der Hand zu weisen ist, wenngleich Kronos von seiner Art her auch ein wenig an Sherlock Holmes erinnert. Nicht von seinen detektivischen Fähigkeiten her (dafür hat er seinen Prof. Grost), sondern mehr von der schrulligen, undurchschaubaren Art her. Britisch halt.

Bis in die Nebenrollen ist der Film perfekt besetzt. Die wunderschöne Caroline Munro ist wie immer eine Augenweide, und obwohl sie in ihrer Rolle auf die Geliebte Kronos‘ reduziert wird, scheint doch immer wieder ihre Stärke und Unabhängigkeit durch. Sie ist bei Kronos, weil sie sich dazu entschieden hat und sie schläft mit ihm, weil sie es will. Zu keiner Zeit aber hat man das Gefühl, sie mache sich von ihm abhängig oder hänge wie ein verliebter Backfisch an seinen Rockschößen. Ebenfalls erstaunlich ist die Rolle des buckeligen Prof. Grost, der für den lustigen „Watson“ prädestiniert wäre. Doch die Figur des Grost bricht aus dieser Stereotype aus. Sein umfangreiches Wissen wird präsentiert und in einigen Szenen blitzt auf, dass hinter der fröhlich-lustigen Oberfläche so manche tragische Untiefe versteckt ist. Ein großartige Rolle für John Cater. Neben dem zuverlässigen John Carson (der wie auch Cater einige Gastrollen in „Mit Schirm, Charme und Melone“ hatte) als Dr. Marcus, hat Brian Clemes noch einen Kollegen aus ganz alten „Schirm, Charme und Melone“-Zeit untergebracht. Ian Hendry war ursprünglich die Hauptfigur der Serie. Derjenige, der mit John Steed zusammenarbeitet und dessen tragisches Schicksal der Serie ihren Originaltitel „The Avengers“ gab. Hendry hat nur eine kleine, für die eigentliche Handlung vollkommen unwichtige Rolle. Er spielt den Kopf dreier Strolche, die Kronos in einer Taverne ins Jenseits befördern sollen. Doch Hendry hinterlässt hier einen bleibenden Eindruck. Und noch ein „Schirm, Charme und Melone“-Urgestein ist dabei. Komponist Laurie Johnson, der das unsterbliche „Avengers-Theme“ komponierte, darf auch zu „Captain Kronos“ die Musik beisteuern, die hier eher im klassischen Orchestergewand, aber nicht weniger eingängig daherkommt.

Nachdem der Film einst Teil ihrer tollen, lange vergriffenen „Hammer“-DVD-Reihe war, hat Anolis ihn neu auf Blu-ray veröffentlicht und noch mit zahlreichen Extras veredelt. Im Gegensatz zur 2003er Veröffentlichung,die lediglich mit einer „Hammer World of Horror“-Episode aufwarten konnte, wurden bei der Blu-ray ordentlich geklotzt. So wurden gleich vier (v-i-e-r!) Audiokommentare mit dazu gepackt. Von einer australischen Scheibe wurde ein Audikommentar mit Shane Briant, John Carson, Caroline Murno, Brian Clemens und Marcus Hearn übernommen. Den zweiten bestreiten Brian Clemens, Ian Wilson und Marcus Hearn. Zudem wurden zwei neue Audiokommentare produziert. Uwe Sommerlad moderiert ein Gespräch mit Hauptdarsteller Horst Janson und der zweite neue Audiokommentar wird von Dr. Rolf Giesen und Volker Kronz bestritten. Ein besonders Juwel ist auch ein 73-minütiges Gespräch, das Uwe Sommerlad bereits 2003 mit Horst Janson über dessen Karriere und natürlich „Kronos“geführt hat. Ganz besonders hat mir aber das 27-minütigen Treffen von Clemens, Janson, William Hobbs, John Cater, Lois Daine und Caroline Munro, bei einer Sondervorführung des Filmes im März 2008 in Frankreich. Hier unterhalten sich alle bestens gelaunt über den Film und genießen die gemeinsame Zeit. Besonders schön ist es, noch einmal Brian Clemens zu sehen, der leider 2015 verstarb. Laut OFDb befindet sich noch ein 30-minütiger, englischsprachiger (Video-) Kommentar mit Dr. Rolf Giesen und Volker Kronz mit auf der Scheibe. Diesen habe ich aber wohl übersehen. Abgerundet wird das alles von dem kompletten Comic zum Film (als animiertes Feature von 18 Minuten), verschiedenen Kinotrailern, Werberatschlägen, Presseheften, Filmprogrammen und Bildergalerien. Und natürlich auch sehr wichtig: Die Bild- und Tonqualität ist auf gewohnt hohem Standard. Das Bild ist scharf und hat gute Schwarztöne. Dabei ist das Bild auch immer „kinogetreu“ und nicht leblos gefiltert. Sowohl der deutsche, wie der englische Ton sind klar und sehr gut verständlich. Die deutsche Tonspur wurde für die 2003er Veröffentlichung (der Film lief hierzulande zuvor nie im Kino, Fernsehen oder Video) angefertigt. Hier darf Horst Janson sich auch endlich selber sprechen, denn für die englische Tonspur wurde er damals (von einer unpassenden und viel zu alt klingenden Stimme) nachsynchronisiert.

Blu-ray Rezension: “Die Bande des Captain Clegg“

Von , 20. Juni 2017 20:17

Die königliche Krone schickt den Marine-Captain Collier (Patrick Allen) in ein kleines Dorf in den Romney-Sümpfen an der Frankreich zugewandten englischen Küstengegend, um dort einer Schmugglerbande das Handwerk zu legen. Diese macht sich den Aberglauben um unheimliche Romney-Moorgeistern zu Nutze, um ungestört ihrem Treiben nachgehen zu können. Im Dorf treffen Collier und seine Männer auf den freundlichen Reverend Dr. Blyss (Peter Cushing), der weitaus mehr ist als er zunächst zu sein scheint. Und welche Verbindung hat der gefürchtete Pirat Captain Clegg, dessen Grab sich auf dem Kirchfriedhof befindet, mit den seltsamen Vorgängen in den Romney-Sümpfen?

Denkt man an Hammer, denkt man zuallererst an die berühmten Horrorfilme, welche die klassischen Monster der Universal Studios in neues, farbiges Licht rückten. Fans kommen sicherlich noch die von Clouzots „Die Teuflischen“ inspirierten, von Freddie Francis umgesetzten Psychothriller in den Sinn. Doch das Studio produzierte in seiner Glanzperiode noch sehr viel mehr. Neben einige „Robin Hood“-Streifen auch Piratenfilme. „Die Bande des Captain Clegg“ fällt zwischen diese beiden Genres. Sein Anti-Held ist Pirat, seine Bande Schmuggler – er selber sieht sich als eine Art Robin Hood, der gegen die Krone kämpft und den armen Leuten zu Reichtum verhilft. Und somit liegt die Sympathie des Zuschauers dann auch ganz klar bei dem doppelgesichtigen Geistlichen Dr. Blyss und nicht bei dem gewissenhaften Captain der Krone, der mit seinen Männern versucht, dem Schmuggler-Treiben ein drastisches Ende zu setzen. Dr. Blyss wird dabei von dem Hammer-Star Peter Cushing gespielt, der selber ein großer Fan der Vorlage war und sichtlich Freude an der Rolle hat.

Peter Cushing zeigt in „Die Bande des Captain Clegg“, was ihn so großartig machte. Brille auf und er ist der liebenswürdige, stets gütig lächelnde Vikar. Ein Mann, dem man ohne weiteres sein Haus anvertrauen würde, und der eine große Wärme ausstrahlt. Brille ab und aus Cushing wird augenblicklich der harte Chef einer Schmuggler-Bande, hinter dessen eisblauen Augen das Gehirn wie eine Maschine arbeitet. Zwischen diesen beiden Gesichtern liegt kein Atmenzug und Cushing überzeugt mit beiden gleichermaßen. Für Cushing war der Dr. Blyss eine Traumrolle, denn er war schon lange ein Fan der Bücher über Dr. Syn und sein Alter Ego Captain Clegg, welche diesem Film zugrunde lagen. Bereits 1937 gab es eine erste Verfilmung mit George Arliss und 1963 folgte eine weitere durch das Walt Disney Studio. Hier spielte Patrick „Nummer 6“ McGoohan die Hauptrolle. Da die Hammer-Produktion lediglich die Rechte am ersten „Dr. Syn“-Buch hatte, Disney aber die an den Figuren, musste Dr. Syn kurzfristig in Dr. Blyss umbenannt werden. Alle anderen Charaktere konnten allerdings ihre Namen behalten. Cushing selber versuchte sich immer wieder ins Drehbuch einzubringen und schrieb einige Jahre später selber ein auf den „Dr. Syn“-Romanen beruhendes Drehbuch, welches allerdings nie realisiert wurde. Selbst wenn man die Darstellungen von Arliss und McGoohan kennt, Peter Cushing IST einfach Dr. Blyss. Zu jeder Sekunde sieht man ihm seine Begeisterung und Spielfreude an. Sogar die zahlreichen Stunts führte er augenscheinlich zum Großteil selber aus.

Nah dran Peter Cushing die Schau zu stehlen ist Hammer-Veteran Michael Ripper, der in „Die Bande des Captain Clegg“ seine großartigste Darbietung zeigt. Der im Laufe seiner Karriere auf mal größere, mal kleinere Nebenrollen abonnierte Schauspieler, spielt hier die wahrscheinlich größte Rolle seines Lebens und lässt sich diese Chance nicht entgehen. Sieht man Ripper als Sargmacher Jeremiah Mipps, mag man kaum glauben, dass die Filmgeschichte keine Hauptrolle für ihn bereit hielt. Sympathisch, augenzwinkernd, aber auch hart durchgreifend, wenn es sein muss Im großen Finale möchte man fast mit ihm mit weinen. Aber auch die anderen Schauspieler gehen in ihren Rollen auf. Sei es der blutjunge Oliver Reed, der hier zwar weit hinter seinen ungeheuer charismatischen King aus „Sie sind verdammt“ zurückbleibt, dessen beeindruckende Präsenz aber auch hier in jederzeit spürbar ist. Oder der mehr als solide Patrick Allen welcher als Captain Collier eigentlich der nominelle Held der Geschichte sein müsste. Da aber die Sympathien der Filmemacher und des Drehbuchs ganz klar bei den Schmugglern liegen, bleibt für ihn nur der Platz eines klugen und sehr menschlichen Antagonisten, wobei der wahre Schurke der Geschichte der intrigante, eifersüchtige Barbesitzer Mr. Rash ist, welcher von Martin Benson herrlich widerlich gegeben wird. Allein die schöne Yvonne Romain bleibt etwas blass und ist mehr Ausstattungsstück als eigenständiger Charakter. „Die Bande des Captain Clegg“ ist eben ein reiner Männerfilm, der mit Frauen nicht viel anfangen kann.

Obwohl formell nicht dem Horrorfilm zuzurechnen, herrscht auch in „Die Bande des Captain Clegg“ eine Hammer-typische, unheimlich Atmosphäre vor. Diese wird von den „Moorgeistern“ verbreitet. Eine wahrlich schauerliche Gruppe von Geisterreitern, die auf ihren skelettierten Pferden durch das neblige Moor reiten und selber nur aus Gerippe und Totenschädel zu stehen scheinen. Zwar wird recht schnell verraten, dass es sich bei den Moorgeistern um sehr irdische Phänomene im „Misfits“-Outfit handelt, trotzdem sind die Szenen in denen sie auftauchen recht gruselig und beeindruckend gefilmt. Auch für den stämmigen „Mulatten“, zunächst noch ein besonders bedauernswerter Charakter, wird in der zweiten Hälfte des Films zu einem unheimlichen Todesengel, der immer wieder aus den Schatten auftaucht, um jemanden zu meucheln. Dies sind aber nur die Sahnehäubchen auf einen durchweg unterhaltsamen und kurzweiligen Film, der sein Herz auf dem rechten Fleck hat und vor allem auch wegen Peter Cushings exzellenter Darbietung und den pointierten Dialogen zwischen ihm und seinem Feind von der Marine noch heute viele Freunde hat.

Die schöne Blu-ray Veröffentlichung des Hauses Anolis lässt diesen schönen Film in ganz neuer Pracht erstrahlen. Auch der glasklare Ton macht Freude. Neben der guten deutschen Synchronfassung ist natürlich auch der O-Ton an Bord. Richtig punkten kann die Blu-ray in Punkto Ausstattung. War die alte DVD von Koch Media mehr oder weniger „bare bones“, so wird hier groß aufgefahren. Zunächst findet man hier einen informativen Audiokommentar mit Dr. Rolf Giesen, Uwe Sommerlad und Volker Kronz. Hochinteressant ist auch das Featurette „The Making of Captain Clegg“ (32 Minuten). Und sehr hübsch geraten ist das kurze „Die Kutschen des George Mossman“ (7 Minuten), wo man viel über den Mann erfährt, der Hammer mit Kutschen ausstattete. Sonst gibt es noch den US- und deutscher Trailer, sowie britische, deutsche und französische Werberatschläge und eine Bildergalerie. Alles in allem wieder eine tolle Veröffentlichung für einen wirklich schönen Film.

DVD-Rezension: “Sie sind verdammt”

Von , 22. Oktober 2015 19:19

siesindverdammtDer Amerikaner Simon Wells (Macdonald Carey) befindet sich mit seiner Segel-Yacht auf einer Törn vor der Küste Englands. Als er in einer kleinen Küstenstadt festmacht, wird er dort Opfer eines Überfalls durch eine Bande Jugendlicher, die von King (Oliver Reed) angeführt wird. Bald schon kreuzen sich Wells Wege wieder mit denen von Kings Schwester Joan (Shirley Ann Field), die von der Bande als Lockvogel genutzt wird. Joan schließt sich gegen den ausdrücklichen Willen ihres Bruders Wells an. Dies führt zu weiteren Konfrontationen mit Kings Bande, in dessem Verlauf sowohl Wells und Joan, als auch King auf ein sorgsam abgeschirmtes militärisches Gelände geraten. Hier wacht der geheimnisvolle Bernard (Alexander Knox) über ein streng geheimes Projekt. Wells und Joan stürzen von King verfolgt ins Meer. Sie werden von einem Jungen aufgelesen, der sie in ein unterirdischen Bunker-Komplex bringt. Hier treffen die Beiden auf noch mehr Kinder, die allerdings alle seltsam kalt sind…

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Nach vielen Jahren erhält die Hammerproduktion „Sie sind verdammt“ endlich eine deutsche Heimkinoauswertung. Die lange Wartezeit muss mit Lizenzproblemen zusammenhängen, denn anders ist es nicht zu erklären, dass dieses Kleinod bisher ein Dornröschenschlaf erdulden musste. „Sie sind verdammt“ ist einer der ungewöhnlichsten Filme, die aus den Hammer Studios kamen und gleichzeitig auch einer der Besten. Ein Film, der sich nicht in Schubladen stecken lässt. Häufig läuft er unter dem Label „Science Fiction“, was durchaus nicht ganz falsch, aber auch nicht wirklich richtig ist. Er verwirrt seine Zuschauer, legt falsche Fährten, um dann seine losen Fäden zu einem Seilen zu binden, welches sich dem Zuschauer langsam um den Hals legt und ihm dann erbarmungslos die Kehle zuschnürt. Dabei nimmt „Sie sind verdammt“ bereits 1963 Bilder und Themen auf, die sich bei Stanley Kubrick in seinen später entstandenen Meisterwerken „Dr. Seltsam“ und „Uhrwerk Orange“ wiederfinden. Zumindest hallen einem diese beiden Film im Kopf wieder, sobald „Sie sind verdammt“ zu Ende ist.

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Inszeniert wurde „Sie sind verdammt“ von Joseph Losey, einem der interessantesten amerikanischen Regisseure, dem heute leider nicht der Platz in der Filmgeschichte eingeräumt wird, der ihm zusteht. Sein „Der Junge mit den grünen Haaren“ hat mich als Kind nachhaltig verstört, „Im Visier des Falken“ dann als Heranwachsender. Werke wie „Der Mittler“ oder „Monsieur Klein“ begeisterten noch heute die Kritiker. „Sie sind verdammt“ gehört in die zweiten Phase seines Werkes. Als er der USA den Rücken kehrt musste, da er wegen kommunistischer Sympathien unter den Bann der Behörden geraten war und in Europa sein Glück suchte (und fand). Unterstützt wird er durch die fantastische Kameraarbeit von Arthur Grant (der bei zahlreichen Hammer-Fan-Favoriten der zweiten Reihe die Kamera führte), dem grandiosen Set-Design von Don Mingaye (wie Grant ein Hammer-Veteran), der grandiosen und sehr stimmungsvollen Musik von Hamer-Stammkomponist James Bernard und natürlich von den Darstellern. Zwar ist es etwas unwahrscheinlich, dass eine junge, sehr attraktive Dame in einen älteren, langweilig wirkenden Herrn verliebt und dessen machohaft-ruppigen Annäherungsversuchen spontan erliegt. Aber andererseits ist der Amerikaner Simon Wells für die junge Joan mehr ein Ausweg aus der Umklammerung ihres Bruders, als eine echte Liebesaffäre. Das ambivalent-ungesunde Verhältnis zwischen Joan und King wurde von Losey zunächst deutlicher betont, dann aber von den Produzenten etwas entschärft. Aber man muss mit Blindheit geschlagen sein, um es nicht in jeder Szene, die beide zusammen haben, zu erkennen.

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Der blutjunge Oliver Reed dominiert den Film zunächst. Sein elegant gekleideter King, der zu dem rockigen Swing des großartigen Songs „Black Leather“ arglose Touristen zusammenschlägt, erinnert stark an den Alex aus „Uhrwerk Orange“ und Reed wäre 1961 sicherlich eine Traumbesetzung für den einerseits dandyhaften, andererseits brutal-grobschlächtigen Gewalt-Junkie gewesen. Umso bewundernswerter die Wandlung, wenn Reed aufgrund der sich langsam entwickelnden Ereignisse die Kontrolle verliert und zunehmend verwirrter und hilfloser einer Welt gegenübersteht, die um einiges brutaler agiert als er und dabei mit emotionsloser Kälte vorgeht. Ebenso zwiespältig wird der eigentliche Antagonist vorgestellt. Der von Alexander Knox brillant gespielte Bernard würde sich selber sicherlich nie als Schurke in diesem Stück sehen. Im Gegenteil, ist er felsenfest davon überzeugt, dessen Held zu sein. Derjenige, der tut, was getan werden muss. Derjenige, der am Ende unter großen persönlichen Opfern die Menschheit rettet. Bernard ist der perfekte Nazi. Menschenverachtend, dass einem übel dabei wird, aber selber felsenfest davon überzeugt, das Gute zu repräsentieren. So schwankt Knox‘ Darstellung dann auch zwischen gütiger Onkel und eiskalter Technokrat, der ohne mit der Wimper zu zucken über Leichen geht.

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Gedreht wurde „Sie sind verdammt“ bereits 1961. In die Kinos kam er aber erst 1963. In Deutschland erlebte er seine Premiere sogar erst am 23.9.1973 in der ARD. Nicht auf der großen Leinwand – wo er hingehört – sondern im Fernsehen. Der Grund dafür ist offensichtlich. Ein solch nihilistisches Werk, dessen Ende einem noch lange das Gefühl gibt, gehörig zwischen die Beine getreten worden zu sein, war seiner Zeit weit voraus. Ein Film, der einem jede Hoffnung raubt und die Tränen in die Augen treibt ist auch keiner, der ins Portfolio der Hammer Studios passt. Wo am Ende das Monster doch immer besiegt wieder wurde – auch wenn es im nächsten Film wieder auferstand. „Sie sind verdammt“ ist dazu die Antithese. Das Monster hat gesiegt, alle Hoffnung ist dahin. Was bleibt sind die verzweifelten Schreie der Kinder.

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„Sie sind verdammt“ ist ein beinahe vergessenes Meisterwerk, welches seiner Zeit voraus ist und den Zuschauer nachhaltig verstört. Grandiose Darsteller, eine wunderschöne Bildgestaltung und eine fantastische Ausstattung sind das i-Tüpfelchen auf einer lange nachhaltigen Parabel über Gewalt in all seinen Ausprägungen und den ganz normalen Faschismus.

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Der Film erlebt bei Explosive Media seine Heimkino-Premiere. Zuvor war er noch nicht einmal auf VHS – zumindest lässt sich darüber nichts finden – erhältlich. Umso schöner, dass sich die DVD bildtechnisch wirklich sehen lassen kann. Das schöne, schwarz-weiße Breitwand-Bild lässt wenig zu wünschen übrig. Neben der Originaltonspur liegt auch die alte TV-Synchronisation vor. Auf Letztere muss man auch als O-Ton-Hörer ab und zu zurückgreifen, denn es gibt leider keine Untertitel und der englische Slang ist an einigen Stellen etwas schwer verständlich. Auch gibt es bis auf einen Trailer keinerlei Extras, was in diesem Falle ganz besonders schade ist. Aber man muss froh sein, dass diese kleine Juwel endlich in Deutschland verfügbar ist.

Blu-ray Rezension: “Hände voller Blut“

Von , 9. November 2014 13:39

hände voller blutDr. Pritchard (Eric Porter) nimmt mit seinem Sohn an einer Séance teil, die er sofort als Betrügerei entlarvt. Als das Medium direkt nach der Séance brutal umgebracht wird, nimmt sich Dr. Pritchard der jungen Anna (Angharad Rees) an, die er zwar für die Mörderin hält, aber auch als interessantes Studienobjekt betrachtet. Dr. Pritchard versucht im Sinne Freuds das Wesen des Bösen zu erklären und es dadurch heilbar zu machen. Was Dr. Pritchard nicht weiß: Anna ist die Tochter des berüchtigten Jack the Ripper, dessen Geist immer wieder in das junge Mädchen fährt und sie zu fürchterlichen Taten zwingt…

Nachdem Hammer in den 50er und 60er Jahren höchst erfolgreich die bekannten Monster aus den Horror-Klassikern der Universal-Studios wiederbelebt hatte, wand sich das Studio 1971 einem ur-britischen Thema zu: Dem berüchtigten Jack, the Ripper. Neben „Hände voller Blut“ entstand im selben Jahr noch „.Dr. Jekyll und Schwester Hyde“, der die Figur des Rippers ebenfalls aufgriff. Im Vergleich zu den 50er und 60er Jahren hatten sich die Zeiten stark geändert. Dem Publikum musste man mittlerweile mehr bieten als die klassischen Horrorfilme um Dracula und Frankenstein. Sex und Gewalt bestimmten die Filme, die vor allem aus Amerika über den großen Teich schwappten. Und auch die Hammer-Filme wagten mehr in diesem Bereich. Die 70er Jahre läuteten bei Hammer eine neue Ära ein. Dass diese leider recht kurz sein würde, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand.

Der ungarische Regisseur Peter Sasdy hatte bereits 1969 bei „Wie schmeckt das Blut von Dracula“ Regie geführt. 1971 nun inszenierte er zwei Filme, die damals an der Kinokasse nicht besonders erfolgreich waren, heute aber – gerade durch ihre ungewöhnliche Dramaturgie – ihre Anhänger haben: „Comtesse des Grauens“ und eben „Hände voller Blut“. Beiden ist gemeinsam, dass es keine klar als gut oder böse definierten Protagonisten gibt. Insbesondere bei „Hände voller Blut“ schwankt der Zuschauer, wem er seine Sympathien zuteilwerden lässt. Das nominell Böse in diesem Film ist die junge Anna, die aber zugleich auch ein unschuldiges Opfer ist, welches unter dem „Fluch“ des Rippers leidet und der man nichts mehr als die Erlösung wünscht. Auf der anderen Seite haben wir Dr. John Pritchard, der auf der Seite der Guten stehen müsste. Will er doch das Böse erforschen und „heilbar“ machen. Doch weißt asoziale Tendenzen auf. Zwar ist ihm das junge Mädchen nicht egal – doch hierfür hat er seine ganz eigenen Motive. Dass er es ausgerechnet im Zimmer seiner verstorben Frau einquartiert, spricht da Bände. Ebenso seine Annäherung an die Patientin, die doch eigentlich noch ein Kind ist. Jederzeit hat man das Gefühl, er würde gleich über sie herfallen. Gleichzeitig nimmt er bewusst den Tod mehrerer Menschen im Kauf, um seine Studien weiterführen zu können. Dr. Pritchard ähnelt in beiderlei Hinsicht stark an den von Peter Cushing für die Hammer-Studios porträtierten Dr. Frankenstein, hinter dessen knöcherner Fassade auch immer eine unheilvolle Leidenschaft loderte.

Besonders interessant ist die ambivalente Charakterzeichnung im Falle von Derek Godfrey, der den bigotten Abgeordneten Dysart spielt. Dysart wäre prädestiniert für die Schurkenrolle in diesem Film. Er ist arrogant, egozentrisch und versucht gleich zu Beginn die junge Anna zu vergewaltigen, nachdem diese sich nicht prostituieren will. Doch gleichzeitig ist Dysart auch die Stimme der Vernunft, die Dr. Pritchard sehr früh vor Anna warnt und dessen Argumente jederzeit nachvollziehbar und logisch bleiben. Würde dieses Ekel nur etwas mehr Initiative zeigen, wäre er sogar der klassische Held in „Hände voller Blut“. Helden gibt es hier aber keine. Dr. Pritchards Sohn bleibt bis zum Ende passiv und trägt zur Geschichte eher wenig bei. Seine blinde Verlobte könnte diese Rolle übernehmen. Ist sie doch eine der ganz wenigen, wirklich liebenswerten Figuren in diesem Film. Doch auch sie durchschaut die Zusammenhänge nicht und wird dadurch am Ende fast zum Opfer. Gerade die Weigerung der simplen Schwarz-Weiß-Malerei macht „Hände voller Blut“ zu einem außergewöhnlichen Horrorfilm, dessen realistisch gezeichneten Figuren die Empathie des Zuschauers gewinnen und die ihm gerade deshalb auch nicht egal sind.

Natürlich kann dies nur funktionieren, wenn man besonders gute Schauspieler zur Hand hat, und die hat Sasdy. Jeder Darsteller passt perfekt zu seiner Figur. Man kann sich am Ende auch keinen der bekannteren „Hammer“-Namen – auf die Sasdy komplett verzichtet -, wie Lee, Cushing oder Michael Gough in den Rollen vorstellen. Gerade dadurch, dass man die Schauspieler noch nicht in unzähligen anderen Rollen gesehen hat, gewinnen sie an Glaubwürdigkeit. Ebenfalls bemerkenswert ist es, in welcher Art und Weise mit den phantastischen Elementen umgegangen wird. Zwar wird als Zugeständnis an den Horrorfan gezeigt, wie sich vor den Morden die Hände der bemitleidenswerten Anna verändern, doch dies der einzige konkrete Hinweis auf etwas Übernatürliches. Ebenso gut kann die ursprüngliche Diagnose Dr. Pritchards auch als richtig angesehen werden und Anna durch das frühkindliche Trauma „nur“ an einer schizophrenen Störung leiden. Auch die Einflüsterungen des Rippers müssen nicht auf Besessenheit zurückgeführt werden, sondern können sich allein im psychisch angeschlagenen Kopf des Mädchens manifestieren.

Neben den vorzüglichen Darstellern und dem durchdachten Drehbuch, kann der Film auch in Sachen Filmmusik und Ausstattung punkten. Da in den Pinewood-Studios noch die Kulissen des Billy-Wilder-Films „Das Privatleben des Sherlock Holmes“ zur Verfügung standen, sieht der Film nach einem sehr viel höheren Budget aus, als tatsächlich zur Verfügung stand. Ebenfalls beachtlich sind die Spezialeffekte, die für ihre Zeit ausgesprochen drastisch daher kommen. Insbesondere ein von einer Hutnadel durchbohrtes Auge bleibt in Erinnerung. Wobei der außergewöhnlich hohe Gewaltanteil zwar die erst eine Dekade später stattfindende Slasher-Welle vorwegnimmt, aber sich gleichzeitig auch in den Dienst einer gut erzählten Geschichte stellt. Also nicht selbstzweckmäßig daher kommt.

„Hände voller Blut“ ist einer der Höhepunkte der späten Produktions-Phase der „Hammer“-Studios. Durch seine komplexe Charakterisierung und den hohen Anteil grafischer Gewalt unterscheidet er sich deutlich von den Werken, für die das Studio in den 50er und 60er Jahren bekannt geworden ist. Die für ein „Hammer“-Produkt ungewohnten Schauspieler sind perfekt besetzt und tragen dazu bei, dass die tragische Geschichte der Anna einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Die Blu-ray aus dem Haus Anolis ist sehr gelungen. Die Qualität des Bildes schwankt etwas zwischen gut und ausgezeichnet. Das kann man von den Extras nicht behaupten, die diese zeichnen sich durch die Bank weg durch höchstes Niveau aus. Da ist zunächst einmal die äußerst interessante Doku „The Devils bloody Playground“, die fast eine halbe Stunde läuft. Weitere Informationen erhält man durch ein unterhaltsames Interview mit Regisseur Peter Sasdy (19 Minuten). Hervorragend auch die beiden Audiokommentare. Ein speziell für die diese Veröffentlichung erstellter Track mit Dr. Rolf Giesen und Ivo Scheloske, sowie ein englischer Audiokommentar mit Angharad Reese, Stephen Jones und Kim Newman. Diverse Trailer, Werberatschläge und eine 7-minütiger Vergleich mit der geschnittenen US-TV-Fassung.

Nachruf: Michael Gough (1916-2011)

Von , 19. März 2011 12:40

Am vergangenen Donnerstag verstarb der britische Schauspieler Michael Gough im gesegneten Alter von 94 Jahren. Den jüngeren (na ja) Filmfreunden wird er vermutlich nur durch seine Rolle als Butler Alfred Pennyworth in den ersten vier Batman-Filmen von Tim Burton bzw. Joel Schumacher bekannt sein.

Wer sich aber für britisches Genre-Kino der goldenen 50er, 60er und 70er begeistert, dem werden beim Namen Michael Gough die Augen leuchten. So spielte er doch zusammen mit Peter Cushing und Christopher Lee in dem ersten großen Erfolg der legendären Hammer-Studios „Dracula„, die Hauptrollen in den beiden Kultfilmen „Das schwarze Museum“ und „Konga„, war zu Gast in den Produktionen der Amicus-Studios (u.a. „Die Todeskarten des Dr. Schreck„, „Der Schädel des Marquis de Sade„) und den wunderbaren TV-Serien „Mit Schirm, Charme und Melone“ (wo er Dr. Clement Armstrong, den Erschaffer der legendären „Cybernauten“ spielte) und „Dr. Who„. In den 70ern war er der Star solcher Filme wie „Frankensteins Horror-Klinik“ oder „Teufelsbrut – Sklaven des Satans“.

1989 besetzte ihn Tim Burton als Alfred Pennyworth, Bruce Waynes Butler und väterlichen Freund, in dem Mega-Erfolg „Batman„. Diese Rolle übernahm Michael Gough dann auch in der ausgesprochen gelungenen Fortsetzung „Batman Returns“ (eine meiner liebsten Comic-Verfilmungen überhaupt) und den beiden unsäglichen Sequels von Joel Schumacher. Ein Jahr später holte Tim Burton ihn für seine Hommage an die klassischen Hammer-Filme „Sleepy Hollow“ und nutzte später Goughs markante Stimme in seinen Filmen „Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche“ und „Alice im Wunderland„. Letzterer, wo er einem Dodo seine Stimme lieh, war dann auch Michael Goughs letzte Filmarbeit.

Neben seiner Filmtätigkeit war Michael Gough auch ein gefeierter Theaterschauspieler und trat in zahlreichen TV-Produktionen auf.

Michael Gough starb am 17.März 2011.

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