Nachrichten getagged: Crowdfunding

„Finding Planet Porno“ – Crowdfunding-Aufruf für einen Dokumentarfilm über Howard Ziehm

Von , 26. Juli 2019 11:52

Mit Crowdfunding-Projekten ist das immer so eine Sache. Früher habe ich hier häufiger mal auf interessante Projekte hingewiesen. Nachdem ich aber selber ein paar Mal enttäuscht wurde, habe ich damit eigentlich aufgehört. “Eigentlich”, weil ich ab und an noch einmal eine Ausnahme mache. Zum Beispiel, wenn ich den Initiator kenne und von seinen lauteren Absichten überzeugt bin. Aber natürlich muss mir „die gute Sache“ dann auch gefallen. Bei Christian Genzel ist es ein Dokumentarfilm an dem er schon längere Zeit arbeitet, und von dem er mir schon vor einiger Zeit erzählt hat.

Der Dokumentarfilm heißt „Finding Planet Porno“ und ist ein Porträt des amerikanischen Filmemachers Howard Ziehm (bekannt durch „Flesh Gordon“) und seines langjährigen Kampfes gegen die Prüderie. Ich zitiere mal die Kickstarter-Seite:

Der Dokumentarfilm FINDING PLANET PORNO erzählt die Geschichte eines Mannes, der ein bewegtes und abenteuerliches Leben geführt hat: Der Regisseur Howard Ziehm drehte 1970 mit MONA THE VIRGIN NYMPH den ersten Porno-Langfilm, der in Amerika einen Kinovertrieb bekam, und schuf 1974 mit dem Kultfilm FLESH GORDON eine Science-Fiction-Sexparodie, an der die Special-Effects-Zauberer späterer Klassiker wie STAR WARS, STAR TREK, JURASSIC PARK und MEN IN BLACK ihre ersten Sporen verdienten. Er spielte in einer Rockband, betrieb einen Folk-Club, brachte eine Comic-Sammlung heraus und verdingte sich (nicht sehr erfolgreich) als Drogenschmuggler. Sein Los-Angeles-Kino The New Beverly wurde 2007 von einem Fan gekauft: Quentin Tarantino!

FINDING PLANET PORNO ist keine Porno-Dokumentation, sondern die Geschichte eines ungewöhnlichen Pioniers und Abenteurers. Der Film erzählt von einer Zeit, in der mit der Gegenkultur und der sexuellen Revolution massive gesellschaftliche Umbrüche stattfanden. Wir erleben diese Zeit durch einen originellen Protagonisten, der sie wie kein Zweiter erlebt hat – und suchen gleichzeitig danach, was eigentlich davon übrig geblieben ist.

Christian arbeitet schon seit längerem an dem Film und hat dafür auch eine kleine Förderung von der Stadt und dem Land Salzburg bekommen. Allerdings reicht diese nicht, um den Film so zu gestalten, wie er es wünscht. So möchte er gerne noch mehr Menschen interviewen, die mit Howard Ziehm zusammengearbeitet haben. Das kostet aber Geld, da die Herrschaften in den USA sitzen – und da muss man mit seiner Crew ja erst einmal hinkommen. Deshalb benötigt er Geld. Ganze 12.000 Euro. Und dafür braucht er uns! Auf dieser Kickstarter-Seite kann man Christian unterstützen. Die Belohnungen für eine Spende reichen von Download-Links bis hin zu signierten Fotobüchern. Ich persönlich finde die Variante „Cosmic Cheerleader“ am reizvollsten, da man hier für einen Unterstützungs-Betrag von 50 Euro die Blu-ray des Filmes erhält (neben Danke-Credits und einem Downloadlink). Wie man sieht – ein Schnäppchen kann man so zwar nicht machen, aber darum geht es ja auch gar nicht. Sondern darum, dieses Projekt zu unterstützen. Und so denken scheinbar viele, da schon nach weniger als 48 Stunden über 10% der Summe zusammengekommen ist. Ich bin gespannt, wie es mit „Finding Planet Porno“ weiter geht.

Offtopic: „Bremen History“ braucht Hilfe

Von , 23. Dezember 2016 16:16

Vor gut einem Jahr bin ich das erste Mal auf die Facebook-Seite von „Bremen History“ gestoßen. Was ich zunächst für eine der unzähligen „Bremen“-Gruppen hielt, entpuppte sich bei näherem Hinsehen als größeres Projekt. Eine privat betriebene, aber sehr professionell gemachte Webseite auf der ich mich schon stundenlang verloren habe, um allerlei Geschichte über die Vergangenheit Bremens zu lesen und die unzähligen zum Teil uralten Fotos zu bewundern. Und zu meiner großen Freude konnte ich auch feststellen, dass mein großes Steckenpferd, nämlich das Thema „Bremer Kinogeschichte“ das ein oder andere Mal aufgegriffen wurde.

Jetzt ist der Fortbestand des Projektes „Bremen History“ in Gefahr. Wie immer liegt es nicht am Enthusiasmus der Beteiligten, sondern am lieben Geld. Bereits vor einigen Wochen startete deshalb eine Crowdfunding-Initiative. Euro 20.000,- wurden gebraucht, um auch 2017 weitermachen zu können. Jetzt, einen Tag vor Weihnachten und und nur 8 Tage vor dem Ende der Aktion ist das Ziel zum Greifen nahe. Knapp über 3/4 ist da, aber der Rest fehlt noch. Darum habe ich mich entschlossen, hier etwas Werbung für dieses tolle Projekt zu machen, auch wenn ich weiß, dass es sicherlich nur die Bremer interessiert. Aber mein Blog heißt ja nicht umsonst „Filmforum BREMEN“, auch wenn ich das „Bremen“ in diesem Jahr etwas stiefmütterlich behandelt habe. Also, HIER findet ihr alle Infos zur Crowdfunding Kampagne und den Dankeschöns, die es für eine Spende gibt. Und hier geht es zu der schönen und informativen Bremen History-Seite, die immer einen Besuch lohnt.

Bei Bremen History geht es

um Geschichte und Geschichten. In Bremen und „umzu“. Jenseits des Bekannten. Die Erinnerungen Bremens verblassen vielerorts während andere auf Dachböden, in Pappkartons und Archiven darauf warten, entdeckt zu werden. Dabei geht es nicht ausschließlich um die „ganz großen Ereignisse“, die ihren Weg automatisch in die Stadtchronik gefunden haben. Es sind vielfach die kleinen Details, ungewohnten Blickwinkel, Randfiguren der Öffentlichkeit und Menschen, die „im Kleinen“ Spuren in der Stadt hinterließen.

„Rettet die Schwedin!“ – Crowdfunding-Aufruf für die Rettung des Filmes „Der Perser und die Schwedin““

Von , 5. Januar 2016 16:39

Zum neuen Jahr soll man ja gute Vorsätze einhalten – oder wenn das zu schwer ist, jenes dann eben mit einer guten Tat beginnen. Dann entscheide ich mich mal für die zweite Möglichkeit und weise mit großer Freude auf eine Crowdfunding-Aktion für eine gute Sache hin.

Der legendäre Hofbauer-Kongresses, findet regelmäßig in Nürnberg stattfindet und lockt Kinoenthusiasten mit fast, und ganz, vergessenen, besonderen Zelluloid-Werke in die schöne fränkische Stadt, um sich in den heiligen Hallen des KommKinos gemeinsam in eine wunderbar merkwürdige Welt zu begeben, die Kino eben auch sein kann. Aus dem Dunstkreis dieser Kongresse stammt auch die Crowdfunding-Aktion, für die ich hier die Trommel rühren möchte. Denn die KommKino-Leute haben eine von scheinbar nur noch zwei existierenden Kopien des Films „Der Perser und die Schwedin“ in ihrem Fundus. Dieser Film sorgte offenbar auf einem der letzten Kongresse für solche Furore, dass sich das junge Label „Forgotten Film Entertainment“ sich diesem annehmen möchte. Denn eine der Kopien zeigt bereits rapide Auflösungserscheinungen. Doch eine Restauration und HD-Abtastung ist teuer und damit der Film der Nachwelt erhalten bleibt, brauchen sie unser Geld. Bei einer Spende von Euro 25,- tut man ein gutes Werk und bekommt gleichzeitig noch die – dann hoffentlich existente – DVD zugeschickt. Finden sich genug edle Spender, sind für die Euro 25,- sogar eine Blu-ray (sprich dann Mediabook) drin. Ich habe meinen Obolus bereits abgedrückt – jetzt seit ihr dran. Denn die Zeit tickt und noch fehlt ein ganzes Stück zum Glück.

Zum Crowdfunding (und noch mehr Infos) geht es HIER.

Noch ein paar Worte zum Film von Oliver Nöding:

„DER PERSER UND DIE SCHWEDIN ist mehr als nur ein Film: Er ist ein Mysterium ersten Ranges. Ein rätselhaftes, absolut einzigartiges, heute nahezu unerklärliches Werk voller Wunder und verschrobener Schönheit. Ein kultisches Artefakt einer längst vergangenen Epoche, das für immer in Vergessenheit zu geraten droht. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN muss erhalten bleiben, um die Menschen auch weiterhin zu berühren und zu verzaubern. Und ihr könnt daran teilhaben.

DER PERSER UND DIE SCHWEDIN hat die Kraft, seinen Zuschauer umgehend zu Filmfans zu machen, so er denn noch keiner ist. Aber selbst einem mit allen Wassern gewaschenen Cineasten, der meint, alles schon gesehen zu haben, wird die entwaffnende Unschuld dieses Films ein zweites Mal die Augen öffnen. Wer angesichts der heute in sterilen Multiplexen dargebotenen Einfalt und der eigenen Abgebrühtheit der Erregung und Begeisterung seines ersten Kinobesuchs hinterhertrauert, findet hier sein Shangri-La.

DER PERSER UND DIE SCHWEDIN: Hinter dem etwas schmucklosen deutschen Titel verbergen sich lustvolle Assoziationen, erotische Versprechungen, ungezügelte Exotik, rauschhafte Entgleisungen und pralle, pochende Lust. Es ist der erste und wohl auch einzige Film des vollkommen unbekannten Iraners Akramzadeh, der es sich im Stile eines großen Künstlers auf heiliger Mission nicht nehmen ließ, auch das Drehbuch zu schreiben und die Hauptrolle zu spielen. Wir wissen heute nicht mehr, was er sich von diesem Werk versprach oder was er danach machte: Aber man spürt sofort, dass in dieses verträumte Herzensprojekt jeder Tropfen verfügbaren Bluts und Kleingelds hineingegossen wurde. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN kann mit Fug und Recht als Magnum opus, als Lebens- und Meisterwerk bezeichnet werden. Akramzadeh schuf ein möglicherweise autobiografisch angehauchtes Sitten- und Liebesmelodram, einen im brodelnden London der frühen Sechzigerjahre angesiedelten Nachtschwärmerfilm, der das ganze emotionale Spektrum eines Lebens im Überschwang der wallenden Hormone einfängt. DER PERSER UND DIE SCHWEDIN bringt heimische Bildschirme zum tanzen.“

Und zu guter Letzt noch der Trailer:

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„Rettet Heinz Klett!“ – Crowdfunding-Aufruf für die Restauration des Klassikers „Blutiger Freitag“

Von , 4. Februar 2015 22:00

blutiger_freitag2Ab und zu erreichen mich Bitten, eine Crowdfunding-Aktion mit einem Hinweis hier im Blog zu unterstützen. Wenn das Projekt interessant und sympathisch klingt, mache ich das auch gerne. Ab und zu stolpere ich auch selber einmal über solch eine Aktion. Und wenn mich das dann überzeugt, bin ich sehr gerne bereit, mein Scherflein zum Gelingen beizutragen. So war das beispielsweise bei „German Angst“ oder Huan Vus Projekt „Die Traumlande“. Nun bin ich wieder auf ein Crowdfunding-Projekt aufmerksam geworden, welches ich sehr gerne unterstützte und dem ich neben einem finanziellen Beitrag, auch ein wenig Werbung an dieser Stelle zukommen lassen möchte.

Es geht um die Restauration eines Filmes, mit dem mich viel verbindet. Die Rede ist von Rolf Olsens grandiosen „Blutiger Freitag“ mit einem umwerfenden Raimund Harmsdorf. Dies war vor vielen, vielen Jahren quasi eine Initialzündung für mich. Wie so viele, war ich – man mag dies mit jugendlichen Naivität und meiner damaligen Fixierung auf amerikanischen Stoff entschuldigen – davon überzeugt, dass der deutsche Film außer Komödien und Betroffenheitsdramen nichts könne. Während heutzutage für dieses haltlose Vorurteil immer Til Schweiger auf der einen Seite und die Berliner Schule auf der anderen herangezogen werden, waren es zu meiner Zeit Lederhosenfilme und der Neue Deutsche Film. Wie haben sich die Zeiten doch wenig geändert.“Blutiger Freitag“ zeigte mir auf sehr explosive Art und Weise, welche Juwelen die deutsche Filmgeschichte doch bereithielt, wenn man denn nicht zu faul war, danach zu suchen. Was übrigens ebenfalls auch noch für die heutige Zeit gilt.

Als wir vor einigen Jahren die Reihe „Weird Xperience“ im Kommunalkino Bremen ins Leben gerufen haben, war mein großer Traum, einmal Rolf Olsens Meisterwerk als 35mm Kopie auf die große Leinwand zu bringen. Leider war die einzige mir bekannte Kopie sehr stark rotstichig und eine Alternative nicht aufzutreiben. So blieb es dann leider dabei. Immerhin konnten wir aber Olsens „Das Stundenhotel von St. Pauli“ zeigen. Man kann sich also meine Freude vorstellen, als ich lass, dass das deutsche Label Subkultur-Entertainment plant, sich des Filmes und einer professionellen Restauration mit anschließender HD-Auswertung anzunehmen. Nun gehört Subkultur-Entertainment bisher nicht zu meinen favorisierten Labeln, da sie – wie leider auch Camera Obscura – es nicht für nötig erachten, auf mehrmalige, höfliche Anfragen per privater Nachrichten über Facebook oder Internet-Foren in irgendeiner Form zu reagieren. Aber ihr bisheriges Programm überzeugt, und man hat das gute Gefühl, dass „Blutiger Freitag“ hier in guten Händen ist.

Hier die Ankündigung des Labels via Facebook:

RETTET HEINZ KLETT !!!

5 Jahre und 35 hausgebackene Auswertungen später, besteht Grund zum Feiern, denn wir haben Geburtstag und im Geschenk lag gut verpackt der nächste Meilenstein für die Weichenstellung der Zukunft von Subkultur-Entertainment. Nach langer Vorbereitungszeit möchten wir heute die Katze aus dem Sack lassen und euch unser neues Familienmitglied vorstellen → Subkultur Films USA.

Gemeinsam mit unserem langjährigen Freund Elijah Drenner machen wir ab 2015 auch auf internationaler Ebene die Wohnzimmer unsicher, um euch mittels paralleler Wege weiterhin auserlesenes Schmutzfinkenzelluloid in noch besserer Form zugänglich zu machen. Neben einigen europäischen und japanischen Phantastereien ist es uns ein ganz besonderes Anliegen, das heiß und innig geliebte deutsche Genrekino auch einem internationalen Publikum von seiner besten Seite zu zeigen und was wäre eine bessere Wahl als das deutsche Aushängeschild schlechthin, BLUTIGER FREITAG!!!

Ein Meisterwerk mit null Hemmungen und null Rücksicht und ein Großprojekt, welches in keiner vergleichbaren Form je auf unserem Schreibtisch lag. Um dieser filmischen Ekstase endlich die verdiente Umsetzung auf Blu-ray zu ermöglichen, benötigen wir eure Unterstützung bei der von Kickstarter ins Leben gerufenem „Restaurationsmonat“ für BLUTIGER FREITAG.

Im illustren Kreis namhafter Anbieter und spannenden Kampagnen hat BLUTIGER FREITAG als einziger europäischer Beitrag die Endrunde passiert und konnte auch die Entscheidungsträger bei Kickstarter überzeugen, dass er seine Restauration redlich verdient hat. Freie Bahn für Heinz Klett!

Worum geht’s?

BLUTIGER FREITAG gehört zur Speerspitze deutscher Leinwandsensationen und wir wollen ihn mit eurer Unterstützung einer kompletten Generalüberholung unterziehen. Das beinhaltet neben einem 2K Scan auch eine vollständige Restauration, um die volle Pracht dieses Films wieder zu Tage zu fördern. Bis zum heutigen Tag blieb BLUTIGER FREITAG dies verwehrt, denn das vorhandene Negativ ist irreparabel beschädigt. Fehlende Frames, tiefe, nicht retuschierbare Kratzer, 50% eingerissene Bilder, Flüssigkeitsrückstände, starke Verschmutzungen und zerstörte Perforation. Das einzig verbliebene Quellmaterial, welches eine Restauration von BLUTIGER FREITAG ermöglichen kann, ist das Intermed Positiv. Auch dieses IP verfügt über zahlreiche Schäden, welche es zu beseitigen gilt, doch es bietet weltweit die einzige Möglichkeit, BLUTIGER FREITAG in die hochauflösende Welt zu retten, bevor es endgültig zu spät ist.

Um dieses Ziel zu erreichen, möchten wir euch bitten, uns bei dem Vorhaben zu unterstützen und mittels einem Pledge bei Kickstarter den Traum wahr werden zu lassen, dass BLUTIGER FREITAG endlich auf Blu-ray erscheinen darf.

Was ist geplant?

Neben der aufwendigen Restauration erwartet euch noch das exquisite EDV Design im Digipak, Audiokommentar, Interviews, Trailer, Galerien, sowie eine umfangreiche Aufarbeitung der ersten Geiselnahme in Deutschland vom 4. August 1971, welche die Grundlage für BLUTIGER FREITAG darstellt und Rolf Olsen dazu veranlasste, den wahrscheinlich besten deutschen Genrefilm aller Zeiten zu produzieren.
Des Weiteren werden wir euch bis zur endgültigen Veröffentlichung mit regelmäßigen Updates versorgen und euch am Entstehungsprozess der vollständigen Restauration von BLUTIGER FREITAG hautnah teilnehmen lassen.

Seid ein Teil der Kampagne und ermöglicht es BLUTIGER FREITAG, innerhalb der nächsten 30 Tage sein Ziel zu erreichen!

Ich habe auch bereits meinen Teil dazu beigetragen, diesen ganz besonderen Film zu retten. Jetzt seit ihr dran!

https://www.kickstarter.com/projects/2132684476/restore-bloody-friday

Wenn man 25 US$ spendet, bekommt man – bei Erfolg der Kickstarter-Kamapgne – am Ende die DVD-/Blu-ray-Kombo. Allerdings werden noch 7 US$ Versandgebühren oben drauf gepackt, egal ob man aus Deutschland oder Timbuktu kommt. Ich vermute mal, dadurch wird versucht die Kickstarter-Gebühren wieder rein zu holen. Lange Rede – kurzer Sinn: Für US$ 32 bekommt man die DVD/BR und hat gleich noch etwas Gutes getan.

blutiger_freitag

Crowdfunding-Projekt: “Cordelias Kinder” von Lars Kokemüller

Von , 7. Mai 2014 21:25

Es ist mir ja schon ein wenig unangenehm, so kurz nach dem Crowdfunding-Aufruf für „Die Traumlande“ schon wieder mit einem Crowdfunding-Projekt um die Ecke zu kommen. Aber a) beruht dieser hier auf einer persönlichen Empfehlung aus berufenem Munde und b) müssen Hanseaten ja zusammenhalten.

„Cordelias Kinder“ heißt das Projekt, welches als Sex, Crime & Cthulu beworben wird. Dahinter steckt die Hamburger Underground-Filmcrew „Radikal & Arrogant“. Das ist zwar ein, wie ich persönlich finde, etwas unglücklicher Name, da zumindest ich lieber in Deckung gehe, wenn sich jemand arrogant nennt und das auch noch gut findet. Aber dahinter – so wurde mir sehr glaubhaft versichert – steckt eine unheimlich sympathische, junge Gruppe, die bereits erste Erfolge feiern konnte. So wird der erste R&A-Film, „Warum Hans Wagner den Sternenhimmel hasst“, von dem Verleih „Drop Out Cinema“ (der in seiner bisherigen Filmauswahl einen ausgezeichneten Geschmack bewies – siehe „Across the River“ und „Blutgletscher“) ins Kino gebracht und die Filmzeitschrift Deadline nannte ihn „ein Film der auf den deutschen Film-Nachwuchs hoffen lässt“. Der zweite Film „Emma hat Flügel“ ist noch unveröffentlicht, wurde vom bekannten Filmkritiker Dietrich Kuhlbrodt aber bereits als „ganz großer Film“ bezeichnet.

Worum geht’s? Ich zitiere mal:

Es geht darin um Cordelia, die ihr Geld mit einer kriminellen Scheinfirma durch Schutzgelderpressung, Vermittlung von Prostituierten und Auftragskillern verdient. Nun ist sie aber zu weit gegangen: Als sie ihren Mann umbringt zieht sie den Hass ihrer jugendlichen Tochter Julia, einer eiskalten Auftragskillerin, auf sich. Auch die polizeilichen Ermittlungen bringen Cordelia in Bedrängnis.
Cordelias 15-jährigen Sohn interessiert das alles derweil gar nicht. Er ist zum ersten Mal so richtig verliebt (in einen der Stricher die für seine Mutter arbeiten). Außerdem findet er im Keller des Hauses eine Tür in eine andere Dimension. Als er sie öffnet nimmt der Schrecken seinen Lauf.

Mit dabei sind: Ulrich Bähnk (Boy-Gobert-Preisträger, „Tatort“, „Neue Vahr Süd“, „Der Landarzt“), Andy Strauß (einziger Star der Poetry-Slam-Szene), Dietrich Kuhlbrodt (bekannt aus fast allen Filmen von Christoph Schlingensief, „Europa“ von Lars von Trier und als „opa16“ Teil der Band „hGich.T“), Anna Berg (R&A Mitbegründerin, in sämtlichen bisherigen Filmen dabei, Hauptrolle in „Emma hat Flügel“), Peter Ohrt (Leiter der renommierten Schauspielschule „Bühnenstudio“) und viele weitere.

Regisseur Lars Kokemüller braucht noch € 3.300,- um richtig loslegen zu können. Bisher sind aber nur €325,- zusammengekommen. Und die Aktion läuft nur noch 21 Tage, es besteht also dringender Handlungsbedarf. Wer Lars unterstützten und mehr über das Projekt erfahren möchte, der klicke nun hier: http://www.startnext.de/cordelias-kinder-spielfilm

Hier noch das Crowdfunding-Video:

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Interview mit Huan Vu – Regisseur von „Die Farbe“ und „Die Traumlande“

Von , 21. April 2014 20:46

dreamlands_by_Elisabeth_Mochner_31Huan Vu (* 1982) studierte an der Hochschule der Medien in Stuttgart-Vaihingen. Noch während des Studiums begann er mit der Arbeit an „Die Farbe“, einer Verfilmung von H.P. Lovecrafts “The Colour Out of Space”, dessen Handlung von ihm nach Deutschland vor und nach dem Zweiten Weltkrieg verlegt wurde. Zunächst als Diplomfilm geplant, wurde das Projekt bald zu groß für den Rahmen der Abschlussarbeit. Daraufhin entschieden Co-Produzent Jan Roth und er, es nach dem Studium mit eigenen Mitteln umzusetzen.

„Die Farbe“ wurde schließlich nach zweijähriger Postproduktion Ende 2010 fertiggestellt und im Eigenvertrieb sowie über Vertriebspartner in Schweden, Finnland und den USA veröffentlicht.

Trotz seines geringen Budgets wurde der Film als “eine der besten und ambitioniertesten Lovecraft-Adaptationen aller Zeiten” (Twitch) bezeichnet und erhielt zahlreiche sehr positive Reaktionen von Lovecraft-Fans wie auch auf Genrefilmfestivals. Auch in Bremen lief „Die Farbe“ schon im Rahmen unserer „Weird Xperience“-Reihe.

Zurzeit versucht Huan Vu über Crowdfunding (siehe meinen Artikel hier) Geld für sein neustes Projekt, den ambitionierten „Die Traumlande“, wieder nach Vorlagen von H.P. Lovecraft, zu sammeln. Ich habe dies zum Anlass genommen, mit Huan Vu (nicht nur) über das „Traumlande“-Projekt zu sprechen.

Filmforum Bremen: Vorweg erst einmal vielen Dank, dass Du dir die Zeit für dieses Interview genommen hast. Kommen wir gleich zur ersten Frage: Wie bist Du zum Film gekommen und wer sind Deine Vorbilder?

Huan Vu: Ich habe mich erst relativ spät so richtig für das Filmfach entschieden, das war erst nach dem Abitur. Aber ich habe natürlich schon immer eine große Liebe für Kinofilme gehabt, und vor allem natürlich gerade auch für Genrefilme, speziell Science-Fiction, Fantasy und Horror.

Ein grundsätzliches Vorbild ist schwierig zu benennen, aber zu meinen Lieblingsfilmen gehören z.B. „Akira“, „Alien“, „12 Monkeys“ und „Children of Men“. Man sieht also, ich mag es düster und raffiniert.

Seit Deinem Spielfilm „Die Farbe“ – der ja viele gute Kritiken bekam und mir auch sehr gut gefallen hat – sind vier Jahre vergangen. Was hast Du in der Zwischenzeit gemacht?

Erst einmal die viele Freizeit genossen! Nein, da wir den Film im Eigenvertrieb auf den Markt gebracht hatten, gab es für mich eine ganze Menge Neues zu lernen und es hat mir auch großen Spaß gemacht, die vertriebstechnische Seite mal kennenzulernen, Verträge mit Distributionspartnern im Ausland durchwälzen, DVDs eigenhändig eintüten und zur Post bringen (was ich immer noch sehr stolz tue), usw. usf. Außerdem war diese Zeit garniert durch zahlreiche Festivalteilnahmen, und so konnte ich nach den Jahren der Arbeit nun auch viel reisen, andere Filmemacher kennenlernen und vor allem die Reaktion des Publikums erleben. Das hat mir selbst sehr viel gegeben und darin bestärkt, weiterzumachen.

Dafür brauchte ich aber einen passenden Stoff, in den ich mich so verlieben könnte wie in „The Colour Out of Space“. Auf Anhieb fündig wurde ich jedoch nicht und es hat dann einige Zeit gedauert, bis ich erkannte, dass ich mich von dem Gedanken zu lösen hatte, unbedingt eine einzelne Erzählung zu verfilmen. Stattdessen kam dann die Idee auf, die Traumlande-Geschichten zu bündeln und die von Lovecraft erschaffene Welt als Grundlage für eine eigene Geschichte heranzunehmen.

Im Sommer 2013 drehten wir dann die Teaser-Trailer und bereiteten die aktuell laufende Kampagne vor.

Wie bist Du auf die Idee zu „Die Traumlande“ gekommen und wovon wird der Film handeln?

„Celephaïs“ ist eine meiner Lieblingsgeschichten von H.P. Lovecraft, sie handelt von einem einsamen, alten, sterbenden Mann, der in den Traumlanden jedoch König ist und dort auf ewig weiterlebt. Ich liebe den Weltschmerz darin, die Melancholie und die Hoffnung auf Erlösung. Es ist auch eine der wenigen Geschichten aus seinem Werk, die zwischenmenschlich eine Verbindung zum Protagonisten aufbaut.

In unserem Film wird es einen Waisenjungen geben, der anno 1907 auf einen ganz ähnlichen alten Mann trifft und mit ihm in die Traumlande gelangt. Dort muss er sich Prüfungen unterstellen, um die Nachfolge als zukünftiger König antreten zu können. Als es zum Zwist kommt, muss er sich entscheiden, ob er das Werk der Großen Träumer bewahren oder ob er sich mit einer mysteriösen antagonistischen Macht aus dem umgebenden Chaos verbünden und die Traumlande zerstören möchte.

Nach „Die Farbe“ basiert „Die Traumlande“ wieder auf Geschichten von H.P. Lovecraft. Was bedeutet Lovecraft für Dich und was ist Deine Meinung zu anderen Lovecraft-Verfilmungen, wie z.B. denen von Stuart Gordon? Hast Du da einen Favoriten?

Mir gefallen die beiden Filme unserer Kollegen von der H.P. Lovecraft Historical Society sehr gut: „The Call of Cthulhu“ im Stile eines 20er Jahre Stummfilms und „The Whisperer in Darkness“ im Stile eines 40er Jahre Film Noir. Wer die beiden Verfilmungen noch nicht kennt, sollte unbedingt mal einen Blick drauf werden (z.B. in unserem Online-Shop *hust*).

„Dagon“ fand ich über weite Strecken auch durchaus gelungen, nur zum Ende hin schwächelt er leider etwas.
H.P. Lovecraft bedeutet mir sehr viel, da es bei ihm sehr viel mehr um existentielle Angst geht als um eine körperliche wie in den meisten Horrorfilmen. Es ist eben genau dieser gruselige Gedanke des „Cosmic Horror“: Was, wenn all das, woran man als moderner aufgeklärter Mensch glaubt, nicht wahr ist? Und eine schreckliche Wahrheit darauf wartet, offenbart zu werden?

Der deutschsprachige Genrefilm führt ja hierzulande ein ziemliches Schattendasein. Du hast ja nicht nur selber Filme gedreht, sondern Dich mit der Initiative „Neuer Deutscher Gernefilm“ auch sehr stark für das Genre als solches in Deutschland eingesetzt. Wenn man sich das Kino- und das diesjährige Berlinaleprogramm ansieht, gibt es da ja eine kleine Welle, die ja auch Mainstreamfilmemacher und -schauspieler mit einschließt („Das finstere Tal“ (Andreas Prohaska), „Stereo“(Maximilam Erlenwein), „Der Samurai“(Till Kleinert)). Hat sich dort bereits ein Netzwerk gebildet, indem ihr Euch auch austauscht?

Stimmt, den Neuen Deutschen Genrefilm habe ich als Filmemachergruppe vor knapp zwei Jahren mitgegründet, das habe ich vorhin unterschlagen. Von den drei genannten ist Till Kleinert Mitglied in unserer Runde. Zu unseren Zielen gehört es den Genrefilm in den deutschsprachigen zu stärken und darauf hinzuweisen, dass wir hierzulande ein Mehr an kultureller Vielfalt benötigen. Das deutsche Filmfördersystem hat seit Jahrzehnten eine Monokultur von fernsehkompatiblen Dramen, Krimis und Komödien entwickelt und weite Teile des genre-affinen Publikums verloren, und das kann so nicht weitergehen.

Im Bereich Fantasy haben wir z.B. folgende deutsche Fantasyfilme zu verbuchen:

„Die Unendliche Geschichte“ (1984)
„Momo“ (1985)
„Krabat“ (2008)
„Mara und der Feuerbringer“ (2014)

Da ist keine besonders stattliche Liste und die riesige Lücke zwischen den 80ern und der Gegenwart ist unglaublich – wie viele Sozialdramen, Krimis und Beziehungskomödien hat es in der Zeit gegeben?

Außerdem auch hier stark erkennbar, dass alle genannten Filme eher Richtung Young Adult bzw. Märchenfilm gehen. Falls wir „Die Traumlande“ umsetzen können, dann werden wir etwas machen, das es so hier noch nie gegeben hat.

Wenn es Genrefilme einmal in Deutschland auf die große Leinwand schaffen, werden sie leider in der Regel – trotz aller Qualität – vom hiesigen Publikum ignoriert. „Das finstere Tal“ wäre ein aktuelles Beispiel dafür. Woran liegt dies Deiner Meinung nach, und wie glaubst Du mit „Die Traumlande“ dem entgegenwirken zu können?

Grundsätzlich ist es sehr begrüßenswert, dass die etablierte Filmindustrie in jüngerer Zeit nun auch gegensteuert und mehr Vielfalt und auch dunklere Stoffe zulässt. Der Misserfolg der Bestseller-Romanverfilmung „Das Finstere Tal“ war natürlich sehr schade mit anzusehen, der Film hätte mehr verdient gehabt. Es fehlt das Vertrauen des Publikums. Das wird noch einige weitere Versuche benötigen, bis der deutsche Genrefilm größeren Zulauf erhält, so wie der Genrefilm in Frankreich, Spanien, Großbritannien oder Skandinavien.

Und ich glaube auch, dass der Filmverleih X-Filme kein zielgruppengerechtes Marketing unternommen hat. Man hat versucht den Film an das übliche Arthouse-Publikum zu bringen, welches mit einem bleihaltigen Western aber offenbar eher wenig anfangen kann. Bei der Vorführung, in der ich war, wurden sogar kleine Informationsheftchen ausgeteilt, in denen – ich übertreibe etwas – erklärt wurde, was ein Western ist.

Ob wir es mit „Die Traumlande“ besser machen können, das steht natürlich in den Sternen. Aber wir wenden uns denke ich an das richtige Publikum und wir machen diesen Film auch gezielt für dieses Publikum.

Hast Du für „Die Traumlande“ eigentlich Filmförderung beantragt?

Wir würden nach einer erfolgreichen Kampagne dann auch Filmförderung beantragen.

Leider ist es ungewiss, ob man den Zuschlag erhält, gerade auch bei einem Projekt wie diesem. Deswegen haben wir auch ein derart hohes Crowdfunding-Ziel – nur so können wir sichergehen, den Film wie geplant hinzubekommen, notfalls auch ohne Fördermittel.

„Die Traumlande“ sollen – ebenso wie „German Angst“, ein anderes deutsches Genreprojekt – auf Englisch mit einem internationalen Darstellerensemble gedreht werden. Erst im Anschluss wird eine deutsch synchronisierte Fassung erstellt. Warum dieses Vorgehen? Warum nicht mit deutschen Schauspielern auf Deutsch arbeiten?

Da haben wir lange gehadert, es war keine leichte Entscheidung. Mit einer englischsprachigen Fassung haben wir bessere Chancen, auch Lovecraft-Fans aus dem Ausland als Unterstützer für dieses Projekt zu gewinnen. Und was die späteren Auswertungsmöglichkeiten betrifft, habe ich ja in den vergangenen Jahren gesehen, wie schwierig es mit untertitelten Filmen ist (und „Die Farbe“ ist obendrein auch noch schwarz-weiß!).

Außerdem haben wir uns gesagt, dass eine Synchronisation wie bei einem Hollywood-Film hierzulande von den meisten nicht ganz so kritisch gesehen wird wie z.B. bei den US-Amerikanern.

Die Dreharbeiten zu „Die Traumlande“ werden inklusive Postproduktion wahrscheinlich an die drei Jahre dauern. Außer im Studio soll auch in Island, Kroatien und der Türkei gedreht werden. Wie bewältigt man ein so großes Projekt über eine so lange Zeit? Wird Dir nicht manchmal mulmig, wenn Du daran denkst?

Durchaus, aber ich denke durch unsere hinzugewonnene Erfahrung können wir das stemmen. Außerdem sind für das Ausland auch eher kleine Szenen vorgesehen, mit wenigen Darstellern vor Landschaften, die es hier in Deutschland nun einmal nicht gibt.

Als Independent-Filmemacher bin ich es ja gewohnt mit geringsten Mitteln große Bilder und Momente erzeugen zu müssen, das werden wir hier auch so handhaben müssen.

Und zu Letzt: „Die Traumlande“ werden über Crowdfundig finanziert. Hier hast Du ein ambitioniertes Ziel von 200.000 Euro ausgeben. Warum und wie soll man dieses Projekt unterstützen?

Man sollte „Die Traumlande“ unterstützen, wenn man in Sachen Filmkultur hierzulande mal etwas ändern und mal etwas bewegen möchte. Hier ist die Chance dazu beizutragen, etwas ins Rollen, und auch etwas ins Wanken zu bringen.

Helfen kann man uns, indem man die Kunde von diesem Projekt verbreitet, an alle Freunde, Bekannte, Verwandte, an alle, die etwas mit Phantastik anfangen können, und vielleicht auch an diejenigen, die damit eher wenig am Hut haben.

Und dann natürlich, indem man uns dabei hilft, dem großen Ziel näher zu kommen. Für eine Fördersumme von 20 EUR erhält man eine 2-Disc DVD oder Blu-ray des fertiggestellten Films – 20 EUR und wir sind alle zusammen einen Schritt näher, Geschichte zu schreiben.

Danke Huan für das informative und nette Gespräch.

Die Homepage von „Die Traumlande“ findet man unter: http://www.the-dreamlands.com/de/ Die Crowdfunding-Kampagne unter: https://www.indiegogo.com/projects/the-dreamlands#home

Crowdfunding-Projekt: „Die Traumlande“ von Huan Vu

Von , 16. April 2014 21:23

Ab und zu poste ich hier interessante Crowdfunding-Projekte. Natürlich liegen einem die Einen mal etwas mehr als die Anderen am Herzen. Hier nun ein Projekt, welches ich selber gerne unterstütze und auf das ich mich bereits ungemein freue. Huan Vu macht sich nach dem tollen „Die Farbe“ an seine zweite Lovecraft-Verfilmung: „Die Traumlande“.

„Roland, ein Waisenjunge mit einer schwierigen Vergangenheit, wird von einem mysteriösen alten Mann in eine andere Welt geführt, die über Jahrtausende hinweg von den großen Träumern der Menschheit im Schlaf erschaffen wurde. Dort herrscht der alte Mann als König und er möchte Roland zu seinem Nachfolger ausbilden.

Doch Roland gelingt es nicht den dunklen Schatten zu überwinden, der auf ihm lastet, und er muss sich entscheiden, ob er seine Fähigkeiten dafür einsetzen will, um die Traumlande weiter zu vergrößern, oder um zu zerstören, was andere errichtet haben.“

Huan Vu hat für seinen Film selbst das Drehbuch geschrieben und sich hierfür auf H.P. Lovecrafts Kurzgeschichten „Celephaïs“, „The White Ship“, „The Strange High House in the Mist“ und „The Dream-Quest of Unknown Kadath“ bezogen.

Die ersten Teaser, die bereits im Netz veröffentlicht wurden, versprechen einen sehr atmosphärischen Film. Wer Vus „Die Farbe“ kennt, konnte sich ja bereits ein Bild von Vus Ansatz machen, Stimmung und Inhalt der lovecraftschen Erzählung möglichst werkgetreu umzusetzen – was gerade im Fall Lovecraft nicht einfach ist und bisher nur wenigen Filmemachern wirklich gelungen. Da „Die Farbe“- neben den Filmen der H.P. Lovecraft Historical Society – zu den schönsten Lovecraft-Verfilmungen gehört, darf man bei „Die Traumlande“ die Latte ruhig hoch ansetzen.

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Was mich nur etwas ärgert ist nur Folgendes:  „Gedreht werden soll auf Englisch mit einem internationalen Darstellerensemble, welches im Zuge der Vorproduktion gecastet wird. Im Anschluss wird eine deutsch synchronisierte Fassung mit renommierten Sprechern erstellt.“ Da hat Vu mit der „Farbe“ das Lovecrafsche Grauen von Providence in die deutsche Provinz geholt und mit deutschen Darstellern besetzt – und nun die genaue Kehrtwende. Gibt es in Deutschland keine talentierte Schauspieler? Muss man immer jemanden aus Übersee holen? Das habe ich mich schon bei „German Angst“ gefragt. Wahrscheinlich befürchtet man, die Filme sonst nicht ins Ausland verkaufen zu können. Da lobe ich mir dann einen „Blutgletscher“, in dem sogar Dialekt gesprochen wird.

Aber wie dem auch sei. Etwa die Hälfte des Films soll in einem Studio in Deutschland gedreht werden, die andere Hälfte an der Ostseeküste und anderen Außendrehorten mit passenden Landschaftsmotiven, wie z.B. Island, Kroatien oder die Türkei. Das klingt schon mal super.

Die Fertigstellung des voraussichtlich 120-minütigen Films soll Ende 2016 erfolgen. Die Postproduktion kann jedoch aufgrund von Verzögerungen und/oder notwendigen Nachdreharbeiten auch bis 2017 andauern. Das Crowdfundig-Ziel ist mit € 200.000,- sehr ambitioniert. Wer aber auf die indiegogo-Seite geht, kann genau nachvollziehen, wofür es gebraucht wird. Was ich sehr positiv finde, sind die „Belohnungen“ für die edlen Spender. Im Gegensatz zu einigen anderen Projekten, die ich hier in der Vergangenheit auch vorgestellt habe, sind diese ihr Geld auch wert und man muss keine 50 Euro „investieren“, um am Ende eine DVD des Filmes zu bekommen. Hier reichen Euro 20 für eine Doppel-DVD oder Blu-ray und das finde ich absolut fair.

Ich habe jedenfalls meinen Obolus schon.entrichtet und harre nun sehr gespannt der Dinge, die da kommen.

Hier geht es zur Crowfunding-Seite: https://www.indiegogo.com/projects/the-dreamlands#home

Und hier zur Homepage des Filmes: http://www.the-dreamlands.com/de/

Crowdfunding-Projekt „Amok” sucht Unterstützer

Von , 6. Februar 2014 21:18

Amok-Header-fb-post (1)Es dürfte ja allgemein bekannt sein, dass es für engagierte Filmemacher schwer ist, eine Filmförderung zu bekommen, wenn die Themen allzu kontrovers oder genrelastig sind. Zudem gibt man auch ein Stück Unabhängigkeit auf. Recht viele Filmemacher haben daher das Mittel des „Crowdfunding“ für sich entdeckt, um zumindest einen Teil des Filmes finanziert zu bekommen. Ich habe an dieser Stelle schon zweimal auf interessante Projekte aufmerksam gemacht. Nun soll es nicht so sein, dass der Blog zu einer Werbeplattform für Crowdfunding-Projekte werden soll. Doch wenn ich selber ein Projekt als interessant und unterstützenswert ansehe, dann will ich hier auch zukünftig gerne darauf hinweisen.

Ein solch interessante Projekt scheint der Film „Amok“ von Zoltan Paul zu sein, der einen „schonungslosem Blick die Psyche eines Mannes in den letzten 24 Stunden seines Lebens, das er mit einem Blutbad beendet“ sein soll. Besetzt ist er prominent mit den beiden „Polizeiruf 110“-Kommissaren Charley Hübner und Anneke Kim Sarnau. Die Hauptrolle spielt Tilo Nest vom Wiener Burgtheater. Laut Produktion arbeiten Crew und Darsteller bisher für symbolische Gagen.

Der Regisseur beschreibt das Konzept des Filmes folgendermaßen:

Das Umsetzungskonzept des Films steht im Widerspruch zu allen Filmförderungskriterien und Senderauflagen und kann deshalb nur über privates Geld und Crowdfunding finanziert werden:

Wir drehen den Film in zehn(!) Drehtagen ohne festes Drehbuch nur auf Grundlage eines Bildertreatments, das natürlich bis ins Detail vorgeplant ist. So sind alle Freiheiten für Improvisation gegeben.

Bei einer Spielfilmlänge von ca. 90 Minuten wird der Film aus 10 Plansequenzen á 9 Minuten bestehen, die alle auf Steadycam gedreht werden. Angesichts von Stadtszenen mit Passanten, Mitreisenden in einer U-Bahn, Kaufhausbesuchern, Autofahrten und dem spektakulären Showdown (mit viel Blut) ist die logistische Bewältigung eine immense Herausforderung. (…) Das Geld wird ausschließlich zur Deckung der Produktionskosten verwendet: Equipments, Locations, Ausstattung und Kostüme, Maske und Special Effects. Als Independent Produktion halten wir es für fair, Crew und Schauspieler im Rahmen unserer Möglichkeiten zu entgelten.

„Amok“ wird Zoltan Pauls vierter Spielfilm. Zuvor hatte er den Spielfilm „Frauensee“ gedreht, der sowohl auf kino-zeit.de, als auch filmstarts.de sehr gute Kritiken bekommen hat.

Die startnext-Kampagne für „Amok“ läuft noch bis zum 01. März. Ziel ist es € 25.000,- zusammen zu bekommen. Bisher sind allerdings erst € 3.080,- finanziert. Da fehlt also noch ein ganzer Batzen. Wer den Film gerne unterstützen möchte, kann es hier tun: http://www.startnext.de/amok-spielfilm

Crowdfunding-Projekt: „A Warrior’s Creek“

Von , 6. August 2013 22:20

Vor kurzem habe ich hier im Blog etwas Werbung für das Projekt „German Angst“ von Buttgereit/Marschall/Kosakowski gemacht. Damals ging es darum, dass der Film dringend noch € 30.000.- gebraucht wurden, um den Film zu realisieren. Das ist mittlerweile geschafft worden, was mich sehr freut. Immerhin habe ich da auch ein wenig Geld reingesteckt.

Jetzt möchte ich hier nicht jede x-beliebige Crowdfunding-Initiative rein stellen. Aber, wenn ein Projekt interessant klingt, will ich das gerne machen. Über meine Facebook-Seite kam ein kleiner Ruf nach Hilfe rein, den ich mir sehr genau angeschaut habe. Darin geht es um ein Spielfilm-Projekt namens „A Warrior’s Creek“. Deutsche Produktionen, die unbedingt englische Titel haben müssen, finde ich ja immer etwas – naja. Dann lass ich , „A Warrior’s Creed“ sei „ein moderner Endzeitwestern in der Tradition der Italowestern von Castellari, Corbucci und Leone. Er spielt im Jahr 2025 und zeigt eine anarchisch-archaische Gesellschaft die außer Kontrolle geraten ist und in der das Individuum auf sich allein gestellt ist. Ein harter und düsterer Film zwischen Offenbarung und Prophezeiung in dem die Hauptrollen von Frauen gespielt werden.“ Da hätte ich mir auch einen Titel in der wunderbaren Tradition der Italo-Western gewünscht. Aber gut, das ist Geschmackssache.

3e8f6b6bWenn ich irgendwo Castellari, Corbucci und Leone lese, ist mein Interesse auf jeden Fall erst einmal geweckt. Die ersten Probe-Standbilder sehen recht hübsch aus, wie auch die Darstellerinnen. Gefilmt werden soll das Ganze zwischen August und Oktober 2013 in Berlin und Brandenburg. Die Macher hinter „A Warrior’s Creek“ sind Andreas Neu (Jahrgang 1958), der seit 1987 als Regisseur, Bühnenbildner, Dramaturg und Autor an verschiedenen Theatern arbeitet. Und Butow Maler, geboren 1966, der seit 1988 arbeitete als Werbetexter, Kunstkritiker, Plattenrezensent, Magazinmacher, Fotograf, Grafiker, Konzeptioner und Kommunikationsberater sein Geld verdient.

tumblr_mqj868ubs01rr6xn6o1_500Auf der Seite von „wolkenschloss cinematographie“ kann man auch den Trailer zu dem ersten Spielfilm der Beiden, „Reisen mit Engel“ sehen. Der hat mich allerdings irgendwie ganz ungut an das Schlimmste von Wim Wenders erinnert. Ich hoffe also mal, dass „A Warrior’s Creek“ mehr dreckigen, misanthropischen Corbucci und weniger Kunst-Pathos mit geschwurbelte Dialoge hat. Wie dem auch sei, das Projekt sieht interessant aus, klingt vielversprechend und braucht – wie gesagt – noch Hilfe.

Gedreht wird der Film auf jeden Fall, nur würde etwas mehr Geld in der Kasse (um Locationkosten zu zahlen, die Technik etwas aufzurüsten, die Crewmitglieder zu verpflegen, ihnen die Anfahrt zu ermöglichen und für ihre Unterbringung zu sorgen) die Lage etwas entspannen. Auf Honorare verzichten alle Mitmacher schon jetzt.

Das Ziel sind € 6.000,-. Unterstützt werden kann „A Warrior’s Creek“ über startnext.de. Die Dankeschöns fallen dabei zwar nicht so üppig aus, wie bei „German Angst“, aber es geht ja vor allem um den guten Zweck. Eine schöne Sache ist mir noch aufgefallen. Eines der „Dankeschöns“ ist „1 Tag Postproduction in Bremen“. Aha! Also, wenn da auch Bremer beteiligt sind, dann ist es ja quasi meine lokalpatriotische Pflicht hier auf die Produktion hinzuweisen. Hiermit getan 🙂

Crowdfunding-Projekt: „German Angst“ von Buttgereit/Marschall/Kosakowski

Von , 23. Mai 2013 23:00

poster2.inddDas hört sich doch sehr vielversprechend an. Die Berliner Undergroundfilm-Legende, Theater- und Hörspielmacher, sowie Monsterexperte, Jörg Buttgereit dreht vielleicht wieder einen Film. 19 Jahre nach „Schramm“ könnte er Teil einer Horrorfilm-Anthologie namens „German Angst“ werden. Könnte, denn da solch ein Projekt keine Filmförderung erhalten würde, soll es rein durch private Investoren und Crowdfunding finanziert werden. Gerade wurde bei Startnext die dazugehörige Kampagne gestartet.

Die beiden anderen Regisseure sind allerdings auch sehr bemerkenswert. Da ist einmal Andreas Marschall, der mit „Tears of Kali“ erstmals in der Horrorfan-Szene auf sich aufmerksam machte und letztes Jahr mit „Masks“ eine recht erfolgreiche Giallo-Hommage abgeliefert hat, die auch international ihre Fans gefunden hat (meine Review des Filmes hier). Andreas Marschall hatte dann auch die Idee, „German Angst“ auf die Beine zu stellen und sprach Jörg Buttgereit auf das Projekt an. Produziert wird der Film von Michal Kosakowski, dessen international ebenfalls recht erfolgreiches Langfilmdebüt „Zero Killed“ letztes Jahr auf dem Internationalen Filmfestival in Oldenburg lief. Dort habe ich ihn leider verpasst, da er zu einer ungünstigen Zeit an einem ungünstigen Ort lief. Tja, da habe ich wohl Pech gehabt.

Buttgereit und Marschall kennen sich schon seit Jahren. Marschall, der vor allem für seine Plattencover, u.a. für Blind Guardian, bekannt wurde, hatte einst das Plakat zu Buttgereits Erstling „Nekromantik“ gezeichnet. Kosakowski ist ebenfalls mit Marschall befreundet. Wunsch der Drei ist es, den deutschen Horrorfilm wiederzubeleben, dessen goldene Zeit ihrer Meinung nach, mit dem Ende der Weimarer Republik ein permanentes Ende fand. Dementsprechend betonen die Drei, dass ihr Film von den Klassikern der 20er Jahre inspiriert sei.

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Die erste Episode soll Jörg Buttereit übernehmen. Sie wird sich „Final Girl“ nennen und handelt von einer schönen jungen Frau, die in einem Berliner Apartment erwacht. Im Schlafzimmer nebenan ist ein nackter Mann an das Bett gefesselt. Die junge Frau möchte kein Opfer mehr sein. Die zweite Episode „Alraune“ soll von Andreas Marschall inszeniert werden und heißt „Alraune“. Darin taucht ein junger Mann tief in eine geheime Fetisch-Gesellschaft ein, die ihm den besten Sex, den er jemals hatte, verspricht. Durch die Magie der Alraune-Pflanze wird dieses Versprechen sogar wahr, doch mit fürchterlichen Nebeneffekten. Der Mann wird mit den monströsen und tödlichen Manifestationen seiner sexuellen Obsessionen konfrontiert. Die letzte Story „Make a Wish“ übernimmt Michal Kosakowski. Hier geht es um ein junges taub-stummes Pärchen, dass von einer Gruppe Hooligans angegriffen wird. Doch durch einen geheimnisvollen Talisman können sie die Geschichte ändern und Opfer verwandeln sich in Täter und Täter in Opfer. Dies allerdings zu einem teuren Preis.

GermanAngst_TheThreeDirectorsDa es sich bei den drei Regisseuren um gestandene und international renommierte Filmemacher handelt, die bereits bewiesen haben, was sie können, sollte das Geld für „German Angst“ gut angelegt sein. Also öffnet Eure Brieftaschen und helft mit, dieses spannende Projekt auf die Schiene zu bringen. http://www.startnext.de/german-angst/

Die Internet-Seite zum Projekt: http://www.german-angst.com/

Auf Facebook: https://www.facebook.com/germanangstmovie

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