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Das Bloggen der Anderen (20-03-17)

Von , 20. März 2017 19:27

bartonfink_type2– Da in der vergangenen Woche nicht allzu viel in der „Blogosphäre“ los war, möchte ich die freien Platz gleich mal nutzen, um mal wieder auf den schönen Blog Witte’s Wöchentliche Tipps hinzuweisen. Einmal, weil mir diese bunte Sammelsurium trotz (oder gerade wegen) einiger unterschiedlicher Ansichten sehr gefällt und dann, weil ich selber weiß, wie anstrengend es ist, eine wöchentliche Rubrik zu unterhalten.

Ein ähnliches Konzept, aber nicht ganz so regelmäßig, verfolgt auch Michael Scheck auf Hauptsache (Stumm)Film. Er bespricht einen Hauptfilm (diesmal „Der Tote lebt“ mit Robert Tylor und Lana Turner) und dann noch etwas kürzer aktuellere Filme.

– Normalerweise ist Nerdtalk ein reiner Podcast und fällt hier deshalb in der Regel raus. Diesmal hat Phil aber etwas schönes getextet und zwar sein Geständnis: „Ich bin ein Abspannsitzenbleiber“.

– Drei Jahre und insgesamt 150 Folgen lang hat Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de in einem großen „Special“ Animationsfilme vorgestellt. Nun ist er am Ende angekommen – was ich schade finde – und hat zum krönenden Abschluss noch einmal einen sehr tollen Tipp: Mamoru Oshiis „Angel’s Egg“, der ihn sehr. Sehr begeistert hat. Ein würdiger Abschluss der Reihe.

– Das Studio Ghibli hat seinen ersten Film in Kooperation mit einer europäischen Produktionsfirma fertiggestellt. Das Ergebnis, Die rote Schildkröte“ , nennt Matthias Holm auf Die Nacht der lebenden Texteeine wunderschöne Erfahrung“.

Ideologie in Filmen und ihre ganz unterschiedliche Deutung – darüber schreibt Lucas Barwenczik auf B-Roll am Beispiel von „Sie leben“ und „Fight Club“. Falk Straub macht sich über das sogenannte „white washing“ in Hollywoodfilmen (hier Scarlett Johansson spielt in „Ghost in the Shell“ eine in der Vorlage asiatische Figur) und die berechtigte/unberechtigte Kritik daran so seine Gedanken. Und Patrick Holzapfel schreibt über das Essen von Blumen im Film. Genau.

– Apropos „Ghost in the Shell“. Wer seine Erinnerungen an den Original-Film auffrischen möchte, der kann dies bei Schlombies Filmbesprechungen tun. Ferner ist Christian auch noch dabei, die Edgar-Wallace-Reihe abzuarbeiten und ist diesmal bei „Die Bande des Schreckens“ gelandet.

– Rainer Kienböck stellt auf Jugend ohne Film den presigekrönten, dreistündigen Dokumentarfilm „Hoop Dreams“ von 1994 vor.

– Ein anderer Dokumentarfilm, „I am not your negro“ von Raoul Peck, wird auf filmgazette von Wolfgang Nerlin ausdrücklich empfohlen.

Short Cuts Totale beschäftigt sich weiterhin mit Ingmar Bergmanns Frühwerk und geht sehr detailliert auf den 1948 entstanden „Hafenstadt“ ein.

– Udo Rotenberg untersucht die Wurzeln der „Commedia sexy all’italiana“ und schreibt auf L’amore in città über „Ich lass‘ mich nicht verführen“ den Dino Risi 1957 nach einem Drehbuch von Pasquale Festa Campanile, der später für das Genre noch sehr wichtig werden sollte.

– Seitdem sich Oliver Nöding von Facebook zurückgezogen hat und nicht mehr regelmäßig seine neusten Besprechungen auf Remember It for Later postet, ist er doch tatsächlich etwas aus meinem Blickfeld geraten. Und ich vermisse auch etwa meinen „täglichen Nöding“. Gut, dass seine Beiträge dann einmal die Woche in meinem Newsfeed-Reader auftauchen. Sonst hätte ich wahrscheinlich seine Texte über Roger Cormans „Bloody Mama“ und Michael Apteds „The Squeeze“ (gerade auf die „Muss-ich-gucken“-Liste gewandert) verpasst.

– Über Denis Villeneuves „The Arrival“ habe ich bisher nur immer zwei Meinungen gelesen: Großartig oder Murks. Funxton sortiert sich mit seiner Besprechung mehr oder weniger in der Mitte ein.

– „Tanz der Teufel“ ist wieder da und Sebastian von Nischenkino hat ihn sich im Kino angesehen. Ich sehe zwar vieles (auch nachdem ich ihn tatsächlich vor zwei Wochen noch einmal im Kino gesehen habe) zwar etwas anders als Sebastian (insbesondere „Man muss jedoch sagen, dass das Drehbuch keinen Pfifferling wert ist, denn der Film ist an manchen Stellen so behämmert dass man nur den Kopf schütteln kann“ möchte ich widersprechen), aber bei Fazit: „Raimi hat damals gezeigt, wie kreativ, unterhaltsam und gleichzeitig angsteinflößend ein low-budget Horrorfilm sein kann“ bin ich wieder ganz bei ihm.

Das Bloggen der Anderen (13-03-17)

Von , 13. März 2017 17:42

bartonfink_type2– Nachdem die letzte Woche leider krankheitsbedingt ausfallen musste, widme ich mich in dieser Woche umso lieber meinen Bloggerkollegen. Zum Auftakt Claudia Siefen, die auf Jugend ohne Film einen sehr schönen Aufsatz über das Yakuza-Kino geschrieben hat.

– Sascha Schmidt weist auf Okaeri auf die ersten Highlights der diesjährigen Nippon Connection hin.

– Was es demnächst Neues aus Hollywood gibt, das weiß Der Kinogänger.

– Sven Safarow berichtet auf Safarow schreibt über zwei Interviews, die er kürzlich führen durfte. Darunter das legendäre in „Revolver“ veröffentlichte „Cinephile“-Gespräch.

– Ein sehr schönes Interview hat auch Werner Herzog gegeben. Sascha Brittner verlinkt darauf auf PewPewPew.

– Anna Wollner hat Barry Jenkins – dessen „Moonlight“ ja den Oscar gewonnen hat – ein Interview für B-Roll geführt. Eine gute Gelegenheit für Lucas Barwenczik, noch einmal Jenkins bisherige Karriere unter die Lupe zu nehmen.

– Flo Lieb von symparanekronemoi, kann „Moonlight“ nicht allzu viel abgewinnen. Im wird „das Besondere“ an dem Film nicht klar.

– Michael Sennhauser schreibt auf Sennhausers Filmblog über den Filmkritiker im Wandel der Zeit und seinen eigenen Weg ins Netz.

– Christian Genzel lässt das Thema Sylvia Kristal nicht los. Diesmal hat er auf Wilsons Dachboden den Film „Erste Klasse“ von Salvatore Samperi wiederentdeckt.

– Was für ein Zufall. Gestern hatte ich erst die DVD von „The Night Child“ in der Hand, habe mich dann aber kurzfristig für „The Brood“ als Abendunterhaltung entschieden. Ein paar Minuten später veröffentlicht Mauritia Mayer auf Schattenlichter einen Text über „Night Child“. Dann ist der bei mir wohl heute oder morgen dran.

– Das Genre des Eurospy habe ich bisher sträflich vernachlässigt. Totalschaden aber von Splattertrash widmet sich dem Thema aber regelmäßig. Jetzt gerade hat er einiges lesenswertes über den recht unbekannten „Mike Murphy 077 gegen Ypotron“ geschrieben.

– Bianca von Duoscope ist begeistert von dem südkoreanischen Zombie-Film „Train to Busan“. Für sie zeigt der Film den Siegeszug des Humanismus.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf Grün ist die Heide weiter mit Fredy Quinn. Diesmal steht dessen Film „Freddy unter fremden Sternen“ im Mittelpunkt.

– Auch Christian von Schlombies Filmbesprechungen setzt eine Reihe fort. Noch immer ist er Mitten in seiner persönlichen Edgar-Wallace-Retrospektive und hat nun neben dem großartigen „Die toten Augen von London“ auch den unbekannteren „Der Fälscher von London“ – den ich sehr mag – am Wickel.

– Oben auf meiner „Muss-ich-noch-gucken“-Liste steht George Pals letztes Werk: „Der mysteriöse Dr. Lao“ mit Tony Randal in der Titelrolle. Funxton schreibt: „(Der Film) kreuzt auf ebenso kluge wie amüsante Weise Facetten der Disney-Real (bzw. Mix-)Filme mit typischen Westernmotiven und ausladender Fantasy zu einem übergebührlich engagierten, philanthropischen Kinostück“.

– Auch noch nie wirklich gesehen (von Ausschnitten mal abgesehen): Gerry Andersons legendäre Puppen-TV-Serie „Thunderbirds“. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de vergibt 8 von 10 Punkten. Dann muss ich da wohl mal schnell ran.

– Guilty Pleasure 1: Ich mag ja den alten Jean-Claude van Damme-Film „Cyborg“. Neulich konnte ich die liebgewonnen Erinnerungen auffrischen und der Film funktionierte bei mir noch immer als gelungene Unterhaltung mit ordentlichem Wumms. Volker Schöneberger von Die Nacht der lebenden Texte sieht das leider nicht so.

– Guilty Pleasure 2: Okay, die Erinnerung die ich noch als schön gemütliche Filmnachmittage auf RTL habe, konnte ich bisher noch nicht auffrischen. Damals mochte ich die herrlich blöden „Quatermain“-Filme aber sehr gerne. Sascha von Nischenkino geht es heute noch ähnlich.

– Durch Zufall bin ich über eine tolle Reihe bei critic.de gestolpert (in meinem Newsfeed-Reader wird diese nämlich nicht angezeigt). Mehrere von mir sehr gerne gelesene Autoren schreiben dort über das Werk der amerikanischen B-Film-Regisseurin Stephanie Rothman. Diese Woche nun war Oliver Nöding dran, der „The Velvet Vampire“ vorstellt. Kurze Anmerkung meinerseits: Die dort geposteten Screenshots erinnern mich stark an Anna Billers „The Love Witch“, weshalb ich mir demnächst mal den „samtenen Vampir“ zu Gemüte führen werde. Liegt hier schon bereit.

– Auf Olivers eigenem Blog Remember It for Later hat er diesmal etwas über Robert Englunds fast schon vollkommen vergessenem Regie-Debüt “976-Evil” (ich erinnere mich noch gut an die VHS) geschrieben und war sehr von „Swiss Army Man“ angetan.

Das Bloggen der Anderen (27-02-17)

Von , 27. Februar 2017 20:27

bartonfink_type2– Zwei Themen klammere ich diesmal ganz bewusste aus: Die Berlinale (darüber war in den letzten zwei Ausgaben genug zu lesen) und die Oscars (die Ergebnisse stehen fest und die vielen Vorhersagen/Tipps sind dadurch eh obsolet). Dafür hier kurz der Hinweis, dass man drüben bei film-rezensionen.de die Gewinner der beliebten Razzies für die schlechtesten Leistungen und die Ergebnisse der spanischen Goyas nachlesen kann.

– Na, okay. Einmal muss ich die Oscars zumindest erwähnen. Denn auf B-Roll gibt es eine Rubrik mit dem Namen „Road to the Oscars“ und dort finden sich interessante Artikel von Sonja Hartl über Denis Villeneuve, Joachim Kurz über „Mein Leben als Zucchini“ und ein Interview mit dem Regisseur des für sechs Oscars (von denen er leider keinen gewann) nominierten „Lion“, Garth Davis.

– Sascha Schmidt weist auf Okaeri darauf hin, dass das Tokyo National Film Center 64 animierte Kurzfilme aus der Zeit von 1917 bis in die frühen 1940er-Jahre in einem neuen Filmarchiv online gestellt hat.

„Under the Shadows“, einer der besten Filme, die ich letztes Jahr gesehen habe, ist scheinbar gerade auf Netflix zu sehen (im Kino wäre mir ja lieber, aber gut). Andrew Woo schreibt auf Nischenkino drüber.

– Drei Jahre ist der Blog Duoscope nun online und Bianca und Marco ziehen Bilanz. Von mir an dieser Stelle: Herzlichen Glückwunsch und weiter so!

– In diesem Zusammenhang freue ich mich über ein Lebenszeichen von Mauritia Mayer, die nach langer Zeit mal wieder ihren Blog Schattenlichter mit Leben und in diesem Falle einer Besprechung von David Cronenbergs „Die Brut“ füllt.

– Beschämt gebe ich zu, zuvor noch nichts über Jean-Pierre Melvilles „Deux Hommes dans Manhatten“ gehört zu haben. Geschweige denn darüber, dass er dort selber die Hauptrolle spielte. Davids Text über den Film auf Whoknows presents ist wieder gespickt mit Informationen, spannenden Details und interessanten Gedankengängen, dass man den Film auf der Stelle sehen möchte. Hier und jetzt!

– Patrick Holzapfel widmet sich auf Jugend ohne Film Gedanken und Impressionen, die ihm bei „Bad Girl“ von Frank Borzage kamen.

– Werner Sudendorf schreibt auf new filmkritik über den Film „Die Frühreifen“, der zur „Halbstarken“-Welle des BRD-Kinos gehörte und erstaunlich alltäglich daherkommt.

„Heimatlos“ gehört laut Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide zu den „vielen Moral-Filmen in der Tradition von „Die Halbstarken“ (1956) – die Welt, vor der sie warnen wollten, wirkte auf der Leinwand faszinierender als das fiktive Ideal.“

– Sebastian befasst sich auf Magazin des Glücks mit drei Werken des Filmemachers Eckhart Schmidt, für den ich ebenfalls viel Sympathie hege. „Die Story“ und „Loft“ kenne ich schon aus der großen Eckhart-Schmidt-Box, „Das Gold der Liebe“ habe ich neulich *hust* „gefunden“.

– Ein wichtiger Hinweis von Andreas und Christoph auf Eskalierende Träume: Terza Visione – 4. Festival des italienischen Genrefilms findet vom 27.07. – 30.07.2017 in Frankfurt statt. Ich plane mein Kommen – besonders nachdem raus ist, dass das Festival mit „Danger: Diabolik“ beginnt. Sven Safarow schreibt über den Dokumentarfilm „Dostoevsky’s Travels“ der Auftakt zu einer Russland-Trilogie des polnischen Regisseurs Pawel Pawlikowski (der später den wundervollen Oscar-prämierten „Ida“ drehte) für die BBC war.

– Nun zu etwas trivialem. Den vierten „Emmanuelle“-Film von 1984 habe ich zwar bis heute nicht gesehen, der hübsch illustrierte Bericht in der damaligen Cinema und vor allem das Filmplakat hat mich aber auf dem Höhepunkt der Pubertät ziemlich raschelig gemacht. Christian Genzel schreibt nun auf Wilsons Dachboden nicht nur über diesen Film, sondern auch noch über Teil 6, für den angeblich sogar der von mir über alles geschätzte Jean Rollin das Drehbuch verfasste.

– Harald Mühlbeyer war mal wieder bei der Grindhouse-Nacht im Mannheimer Cinema Quadrat und berichtet auf Screenshot über die beiden japanischen Filme „Panik im Tokyo-Express“ und den unglaublichen „Roboter der Sterne“.

– Ich habe ja noch immer keinen von Charles Bronsons „Death Wish“-Filmen gesehen. Wird aber noch nachgeholt, da mein Interesse für 80er-Jahre-Action und die alten Cannon-Werke langsam wieder erwacht. Ist der vierte „Death Wish“-Teil, „Das Weiße im Auge“, den totalschaden auf Splattertrash bespricht, ein guter Angfang wäre?

– Christian schaut sich auf Schlombies Filmbesprechungen durch alle Hammer-Dracula-Filme und ist jetzt beim Letzten, der wundervoll unterhaltsamen Shaw-Brothers-/Hammer-Crossover „Die sieben goldenen Vampire“ angekommen.

Das Bloggen der Anderen (20-02-17)

Von , 20. Februar 2017 20:16

bartonfink_type2– Natürlich geht es mit der Berlinale los. DAS Thema in dieser Woche in den Blogs. Da freue ich mich doch, dass der Spuk seit Samstag wieder vorbei ist. Die meisten Blogger haben auch schon ihr Fazit gezogen. So wie schwanenmeister auf Negative Space  und Martin Gobbin auf Negative. Rainer Kienböck berichtet auf Jugend ohne Film u.a. über Sally Porters „The Party“ mit dem er ein großes Problem hatte. Demgegenüber ist Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog sehr viel begeisterter von „The Party“. Für mich sehr viel spannender klingt allerdings sein Text über „Tiere“ von Greg Zglinsk. Bei Daumenkino hat Philipp Baumgartner den Berlinale-Gewinner „Of Body and Soul“ gesehen, Philipp Deny Michael Glawoggers letzten Film „Untitled“.  Auf critic.de schreiben Studierenden des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2017“ (Stiftung Universität Hildesheim) und Nino Klingler macht sich Gedanken über die auf der Berlinale gezeigten Kurzfilme. Kilian Kleinbauer ist für Cereality dabei und mag insbesondere Sabus neuen Film „Mr. Long“.

– Neben der Berlinale gab es ja noch die „Woche der Kritik“ in Berlin. Nino Klingler antwortet auf critic.de auf einen Spiegel Online-Artikel anlässlich dieser Veranstaltung, welcher ihm nach seinen Worten eine „Nähe zu faschistischem Denken“ unterstellt. Viktor Sommerfeld von Jugend ohne Film moniert, dass im Anschluss von „Aroused by Gymnopedies“ nicht die wichtigen Fragen gestellt wurden.

– Ekkehard Knörer hat nach rund 600 Texten mal eine neue Erfahrung gemacht: Die taz will sein Gespräch mit Josef Hader nicht drucken. Das Argument: Es sei zu rezensiv. Dann hat er es eben bei cargo online gestellt.

– Lucas Barwenczik fragt sich auf B-Roll: „Kann das Kino noch provozieren?“.

– Crew United hat gerade einen Aufruf zu „Faires Filmproduzieren“ veröffentlicht. Was meint faires Filmproduzieren? Was muss in der Branche passieren? Was kann jeder einzelne tun? Welche Rolle spielen die Gewerkschaften? Out takes sprach mit Oliver Zenglein, Co-Founder und Managing Partner von Crew United.

– Marco Mewes hat sich auf Duoscope sehr intensiv mit dem Filmklassiker „King Kong“ auseinandergesetzt und dabei viele spannende Dinge zu Tage gefördert. Der empfehlenswerte Artikel erscheint in zwei Teilen. Der erst (bereits sehr lange) findet sich hier.

– Rochus Wolff empfiehlt auf Kinderfilmblog von ganzem Herzen den schweizer-französischen Animationsfilm „Mein Leben als Zucchini“, dem er ganz fest die Daumen für den Oscar drückt.

– Sebastian von dem Magazin des Glücks hat Dominik Grafs „Offene Wunde deutscher Film“ gesehen und ist weniger begeistert. Er wirft dem Film „inhaltliche Beliebigkeit und erzählerische Verwirrung“ vor. Des weiteren beschäftigt er sich mit der Figur der Mutter bei Hitchcock.

– Wo wir gerade beim deutschen Film sind. Björn Schneider ist auf Filme Welt sehr angetan von dem deutschen Action-Thriller „Volt“, der in einer nahen Zukunft spielt und das Flüchtlingsthema genre-technisch verarbeitet.

– Hoffman setzt sich auf Drei Cineasten sehr kritisch mit, „Sibylle“, dem Abschlussfilm von Michael Krummenacher an der HFF in München, auseinander, der seiner Meinung nach zu einer „reinen Zitatensammlung“ verkommt.

– Wie man es richtig macht, wusste Carl Schenkel Anfang der 80er Jahre, als er die beiden wundervoll kraftvollen Thriller „Kalt wie Eis“ und „Abwärts“ inszenierte. Auch Nicolai Bühnemann von Filmgazette ist rückblickend schwer begeistert. Zu Recht!

– Von Deutschland nach Italien. Udo Rotenberg auf L’amore in città über die Comic-Verfilmung „Isabella – Mit blanker Brust und spitzem Degen“ vom späteren Komöduien-Spezialisten Bruno Corbucci.

– Auf Nischenkino herrscht Giallo-Time! Zunächst geht es um Sergio Martins getarnte Poe-Verfilmung “Your Vice Is a Locked Room and Only I Have the Key” mit der göttlichen Edwige. Und dann um den schmierigen Sleaze-Giallo (okay, das ist doppelt gemoppelt) „La Sorella di Ursula“ aka „Die Todesbucht“.

– Christian ist auch Schlombies Filmbesprechungen schwer begeistert von George Pals SF-Klassiker „Die Zeitmaschine“. Da hat er gleich noch eine deutsche TV-Produktion von 1984 mit dem Titel „Die Rückkehr der Zeitmaschine“ ausgegraben, die ihn allerdings nicht so überzeugen konnte, in meinen Ohren aber recht interessant klingt.

– Simon Kyprianou hat für Die Nacht der lebenden Texte Paul Schraders „Dog Eat Dog“ gesehen und meint, „es ist zwar kein wirklich guter Film, aber dafür eine interessante, unterhaltsame und sicher erlebenswerte ästhetische Entgleisung“. Das reicht mir, um den Film sehen zu wollen.

– Auf Der Kinogänger gibt es die „KINOVORSCHAU WINTER/FRÜHLING 2017 (Teil 2)“ (das sind dann März und April).

Das Bloggen der Anderen (13-02-17)

Von , 13. Februar 2017 22:53

bartonfink_type2Lange hat es gedauert, bis ich mich heute endlich an Das Bloggen der Anderen machen konnte. Das Netbook hatte den Geist aufgegeben. Bis der Ersatz da und eingerichtet war, ist so mancher Tag ins Land gegangen. Jetzt erfolgt die Premiere: Der erste Text, den ich in das neue Gerät hacke. Und der würde deutlich kürzer ausfallen, wenn nicht gerade Berlinale wäre und sich die Kollegen dort in Scharen tummeln würden. Trotzdem beginne ich nicht mit der Berlinale, sondern dem Text, der mich in dieser Woche am meisten begeistert hat.

– Manfred Polak hat für Whoknows presents über eine der schillerndsten (und dabei noch immer unbekannten) Figuren des österreichischen Film recherchiert. Frits Fronz hat zwischen 1967 und 1972 fünf Sexfilme inszeniert und nebenbei ein solch unglaubliches Leben geführt, dass Manfreds Artikel ganz ohne den Regisseur Frits Fronz auskommt.

Martin Gobbin führt für Negativ ein Festivaltagebuch. schwanenmeister ist für Negative Space dabei. Rainer Kienböck hat für Jugend ohne Film beim Forum Expanded vorbeigeschaut. Auch das Daumenkino hat seine Autoren nach Berlin geschickt. Kilian Kleinbauer berichtet für Cereality über den Eröffnungsfilm „Django“ (leider nicht DER Django, sondern „nur“ sein Namensgeber). Aus der Schweiz ist Thomas Sennhauser von Sennhausers Filmblog zu Gast, der u.a. ebenfalls den Eröffnungsfilm sah. Michael Kienzl hat für critic.de die restaurierte Fassbinder-Serie „Acht Stunden sind kein Tag“ gesehen und treibt sich in dem marokkanischen Filmemachern gewidmeten Berlinale-Forum herum. Sebastian von Nischenkino ist auch dabei und hat auf der Berlinale die digitale Restaurierung eines Klassikers geschaut: Den oft als einer der besten koreanischen Filme gefeierten „Obaltan“.

– Neben der Berlinale gibt es in diesen Tagen noch einige ergänzende oder Gegen-Aktivitäten. So berichtet Viktor Sommerfeld für Jugend ohne Film von der „Woche der Kritik“ und auf out takes führt Peter Hartig ein – wie ich finde – sehr erhellendes Interview mit Paul Andexel und Mark Wachholz, die die sogenannte Genrenale als Antwort auf die – in ihren Augen- Genrefeindlichkeit der Berlinale und der deutschen Institutionen ins Leben gerufen haben.

– Auf B-Roll findet sich ein ziemlich toller Artikel von Joachim Kurz über den Stop-Motion-Puppen-Animationsfilm mit vielen Videobeispielen. Andreas Köhnemann ärgert sich über Trailer, die völlig falsche Erwartungen an den Film wecken. Und Patrick Holzapfel hat einen langen und interessanten Artikel über den Status des rumänischen Kinos verfasst.

– Morgen Luft war in „The Salesman“ von Asghar Farhadi und hat sich auf Cinematographic Tides darüber viele kluge Gedanken gemacht und Hintergründe recherchiert.

– Filmkritiker Rüdiger Suchsland hat seinen Dokumentarfilm „Von Caligari bis Hitler“ mit „Hitlers Hollywood“ fortgesetzt. Ronny Dombrowski von cinetastic hat den Film gesehen und fand ihn sehr interessant. Für mich auch ein Pflichtprogramm, wobei ich den ersten Teil noch nachholen muss.

– Bianca Mewes von Duoscope hat sich „Jackie“ angesehen und ist begeistert. Wobei sie den Film weniger als klassisches Bio-Pic, sondern vielmehr als faszinierendes Psychogramm einstuft, wie sie ausführlich darlegt.

– cutrin von filmosophie ist überwältigt von Paul Verhoevens „Elle“ und findet es skandalös, dass der Film bei den Oscar-Nominierungen übergangen wurde.

– Nach langer Zeit gibt es mal wieder ein Lebenszeichen von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte. Sascha ist sehr positiv von Stefano Sollimas Mafia-Thriller „Suburra“ überrascht worden und stellt fest, dass der Sohn mühelos in die großen Fußstapfen seines legendären Vaters tritt.

– Shah Rukh Khan gibt in seinem neuen Film „Raees“ den harten Gangster. Und das macht er sehr gut, wie überhaupt der ganze Film sehr zu empfehlen ist, wie Michael Schleeh von Schneeland findet.

– Dass Herbert Reinecker keine unproblematische Vergangenheit im dritten Reich hatte, war mir bekannt.Weniger, dass einer der „Derrick“- und „Der Alte“-Stammregisseure ebenfalls stark in die Propagandamaschine eingespannt war. 1944 drehten beide den Hitlerjugend-Propagandafilm „Junge Adler“, in dem Hansjörg Felmy die Hauptrolle spielte und der blutjunge Hardy Krüger eine Nebenrolle. Udo Rotenberg hat sich auf Grün ist die Heide seine Gedanken zum Film gemacht.

– Werner Sudendorf schreibt auf new filmkritik über G.W. Pabst eher unbekannten und nicht besonders wertgeschätzten Film „Das Bekenntnis der Ina Kahr“.

– Christian gesteht auf Schlombies Filmbesprechungen, dass er erstmals Argentos „Vier Fliegen auf grauem Samt“ sah und nicht wusste, dass da Bud Spencer mitspielt. Am Ende war er dann aber schwer begeistert.

– Und totalschaden von Splattertrash widmet sich eines meiner Lieblings-Bavas „Der Teuflische“. Leider ist er nicht ganz so hingerissen von diesem surrealistischen Meisterwerk wie ich.

Das Bloggen der Anderen (06-02-17)

Von , 6. Februar 2017 22:41

bartonfink_type2– Die Berlinale wirft ihren langen Schatten voraus. Auf critic.de stellt Philipp Schwarz die Filme der Perspektive Deutsches Kino vor. Und die critic.de-Autoren haben sich auch schon mal im Forum, Panorama und der Perspektive Deutsches Kino umgesehen, welche Filme man sich nicht entgehen lassen sollte.  Ferner gibt es ein Interview mit Philip Scheffner über seinen experimentellen Dokumentarfilm „Havarie“, der ebenfalls auf der Berlinale zu sehen ist.

– Es gibt Dinge, die mir gestandenem Mann wirklich die Tränen in die Augen treiben. Z.B., dass ich aus familiären Gründen nicht am 3. Mondo Bizarr Weekender in Düsseldorf teilnehmen konnte, so dem viele meiner guten Deliria-Italiano- und Weird-Xperience-Freunde und Blogger-Kollegen aufgebrochen waren. Abgesehen von den Filmen, hätte ich den haufen auf gerne wiedergesehen und neue Leute kennengelernt. Na ja, so bleibt mir erst einmal nur, Oliver Nödings Besprechungen der dort gezeigten Filme auf Remember It For Later zu lesen. Sachen wie „Kara Murat: Seine Rache ist der Tod“ oder „X3000 – Fantome gegen Gangster“. Hach. Na, nächstes Jahr gucke ich mal, dass ich dabei bin. Die Kinder werden ja auch größer.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf seinem tollen Blog L’amore in città diesmal mit dem Film „China ist nahe“, den Marco Bellocchio 1967 inszenierte und der auf die Liste der „100 Film italiani di salvare“ (100 zu bewahrende italienische Filme) geschafft hat.

– Nicolai Bühnemann schwärmt auf Filmgazette von Roger Fritz Regiedebüt „Mädchen, Mädchen“, welchem er ohne mit der Wimper zu zucken 10 von 10 Punkten gibt. Da führt dann wohl kein Weg an dem Kauf der Scheibe vorbei.

– Ein ganz anderes Regie-Debüt ist der von dem Sam-Peckinpah-Experten Mike Siegel als Amateur-Spass-Projekt entstandene und später mit Crowdfunding-Mittel zu Ende gebrachte und aufpolierte „Pendechos!“, den Sebastian von Nischenkino sehr amüsant findet.

– Alex Klotz hat mit 17 Jahren den TV-Zweiteiler „Ein Unding der Liebe“ bei seiner urspünglichen Ausstrahlung im ZDF gesehen, und er hat sich ihm deutlich eingebrannt. Warum führt er reich bebildert auf Hard Sensations aus.

– Der Filmemacher Christoph Hochhäusler hat auf seinem Blog Parallel Film viele interessante Dinge über Max Ophüls und dessen Film „Madame de…“ zu sagen.

– Lucas Barwenczik schreibt auf B-Roll über die Rolle der Musik im Film und wie sie richtig oder falsch eingesetzt wird. Und Alexander Matzkeit bricht eine Lanze für die sogenannten „Journeyman“. Regisseure, denen es gelingt, riesige Produktionen trotz höchstem Zeitdruck, einer enormen logistischen Herausforderung und Chaos hinter den Kulissen zusammenzuhalten, ohne dabei selber einen großen künstlerischen Anspruch zu hegen.

– Patrick Holzapfel macht sich auf Jugend ohne Film Gedanken darüber, dass Filme immer mehr auf reines Freizeitvergnügen reduziert werden und es darüber hinaus keine gesellschaftliche Bedeutung mehr besitzten.

Wer hat den Erotikfilm „Laura“ gedreht? War es der italienische Produzent Ovidio G. Assonitis oder „die echte“ Emmanuelle Arsan? Oder deren Ehemann, der Diplomat Louis-Jacques Rollet-Andriane, der angeblich auch der wahre Auor der „Emmanuelle“-Bücher ist? Dieser und anderen Fragen spürt Christian Genzel auf seinem Blog Wilsons Dachboden nach.

– Über den radikalen philippinischen Punk-Filmer Khvan habe ich hier schon häufiger geschrieben und Artikel über ihn verlinkt. Michael Schleeh hat sein neustes Werk „Alipato – The Brief Life of an Ember“ gesehen und diesem auf Schneeland einen längeren Eintrag gewidmet.

– Der Zombie-Film „The Girl with All the Gifts“ hat ihm Netz einige positve Wellen geschlagen. Auch Volker Schöneberger von Die Nacht der lebenden Texte ist diesem frischen Blicks eines mittlerweile doch sehr ausgelutschten Themas sehr angetan.

– Ich kann mich noch gut daran erinnern, als die ganzen „Planet der Affen“-Filme im Fernsehen (ZDF?) liefen. Besonders gut hatte mit der eher humorvolle und schwer unterhaltsame dritte Teil „Flucht vom Planet der Affen“ gefallen. Christian gibt das auf Schlombies Filmbesprechungen sehr gut wieder. Auch seinen Worten zum vierten Teil „Eroberung vom Planet der Affen“ kann ich mich aus der Erinnerung her anschließen.

Das Bloggen der Anderen (30-01-17)

Von , 30. Januar 2017 21:21

bartonfink_type2– Das große Helden-Sterben geht weiter. Letzte Woche erwischte es den großen John Hurt, der so manchen auch durchschnittlichen Film mit seiner Gegenwart adelte. Der Kinogänger hat auf den Schauspieler, der so viel mehr als nur das erste Opfer des Alien war, einen schönen Nachruf verfasst.

– Im November haben wir im Rahmen unserer Bremer Filmreihe Weird Xperience den mexikanischen Film „We are the Flesh“ gezeigt und dieser hat so einige unserer Zuschauer leicht verstört. Warum dem so war, kann man auch bei Bluntwolfs Besprechung auf Nischenkino erahnen.

– Demnächst wollen wir dann vielleicht „The Eyes of my Mother“ zeigen, den Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de recht lobt.

– Gerade auf Kinotournee ist er in guten und engagierten Programm- und Kommunalkinos gewesen: Das 165-minütige Mammutwerk „Marketa Lazarová“, welches als bester tschechischer Film aller Zeiten gilt (und das soll schon was heißen). Wolfgang Nierlin schreibt auf Filmgazette darüber. In Bremen lief der Film übrigens nicht.

– Wie einige ja wissen, bin ich nun schon seit längerer Zeit beim Printmagazin „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ aktiv. Daher freue ich mich ganz besonders, dass Hans Helmut Prinzler von unserer ersten Buchpublikum „Victor Sjöström – Film Can Be Art“ von Jens Dehn sehr angetan ist.

– Kaum ein Filmemacher polarisiert so sehr wie M. Night Shyamalan. Von denen einen als „One-Trick-Pony“ abgetan, von den anderen als konsequenter Auteur bewundert. Bianca gehört ganz entschieden zum zweiten Lager und begründet auf Duoscope ausführlich, warum dies so ist. Ich mag Shyamaan ja auch gerne (insbesondere “Unbreakable“), habe allerdings seit „Signs“, der mir damals – glaube ich – als einziger im Kinosaal gefiel, keinen Film mehr von ihm gesehen. Nach Biancas Text, habe ich aber Lust, dies zu ändern.

– Wer einmal einen Blick in die oscar-nominierten (oder auch nur generell für die Oscars eingereichten) Drehbücher werfen möchte, findet auf Digitale Leinwand entsprechende Links.

– Anna Wollner hat auf B-Roll ein Interview mit Mel Gibson über dessen neues Regie-Werk „Hacksaw Ridge“ geführt. Da liest man dann solche Sachen wie: „Man kann gar nicht anders als Krieg zu verabscheuen. Aber man muss den Krieger verehren. Die Leute, die für uns in die Schlacht ziehen.“  Sonja Hartl schreibt über „Spoiler“, und warum man sich da nicht so sehr drüber aufregen sollte. Was sicherlich nicht bei allen auf Zustimmung stößt. Und Simon Hauck und Joachim Kurz berichten vom Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken. U.a. über „Die Reste meines Lebens“ von Jens Wischnewski und dem Dokumentarfilm „Ohne diese Welt“ von Nora Fingscheidt.

– Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog ist derweil auf den 52. Solothurner Filmtagen unterwegs, wo er u.a. den sich sehr interessant anhörenden „Miséricorde“ von Fulvio Bernasconi.

– Auf Hard Sensations haben die Redakteure noch ihre Bestenlisten für 2016 abgeben. Ziemlich exzessiv und – bis auf Sebastian Selig – leider auch wieder vollkommen kommentarlos. Sebastian Selig hat auch eine wunderbar schwelgerische Ode auf den österreichischen Thriller „Die Hölle – Inferno“ verfasst. Und Silvia Szymanski hat es endlich geschafft, einen ausführlichen Bericht über das 3. Terza Visione zu schreiben, das vom 1. bis 3. April 2016 in Nürnberg stattfand. Und – natürlich – hat sich das lange Warte gelohnt und macht neugierig auf die vierte Ausgabe, die wohl im Juli stattfindet.

– Das Terza Visione stammt ja aus dem Kreis, der auch die Hofbauer-Kongresse auf die Beine stellt. Und eben dort sah Udo Rotenberg Rolf Olsens Komödie „Heubodengeflüster“, über die er auf Grün ist die Heide schreibt: „“Heubodengeflüster“ ist gleichzeitig Heimatfilm, Polit-Satire, Erotik-Komödie und platter Klamauk. Und liefert ein maßloses Vergnügen.“

– Rainer Kienböck stellt auf Jugend ohne Film die neunundzwanzigste Publikation der Schriftenreihe des Österreichischen Filmmuseums, diesmal zum filmischen Werk von Ruth Beckermann, vor.

– In meiner Kindheit waren die Filme von Harold Lloyd eine Konstante. Denn sie liefen immer Sonntags im gemeinsamen Vormittagsprogramm der ARD und ZDF. Und ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich kurz vor 10 vor dem Testbild saß und darauf wartete, dass das Fernsehprogramm endlich beginnt. Das kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen. Wie gesagt, Harold Lloyd war damals – zumindest meiner Erinnerung nach – ein fester und von mir sehr geliebter Bestandteil dieser Sonntagvormittage. David schreibt auf Whoknows presents über Lloyds letzten Stummfilm, „Speedy“, der für ihn „sein wahrscheinlich puristischster Film (ist): ein Werk, das die Freude am Geschwindigkeitsrausch und die Glückseligkeit kleiner Momente zelebriert und zum eigentlichen Inhalt macht.“

funxton kümmert sich um zwei Filme des göttlichen David Lynch, die unterschiedlicher nicht sein könnten. „The Straight Story“ und „Mulholland Drive“.

– Christian zeigt sich auf Schlombies Filmbesprechungen (zu recht!) begeistert von Mario Bavas enorm einflussreichen Giallo „Blutige Seide“ und erinnert noch einmal an den zu unrecht fast vergessenen „Amazonen auf den Mond“, den ich auch unbedingt mal wieder anschauen muss.

– Michael Schleeh ist bodenlos enttäuscht von Dante Lams neuen Action-Reißer „Operation Mekong“, was er auf Schneeland näher ausführt.

– Drehbuchautor Robert Hummel erläutert auf out takes sehr plastisch und mit bitterem Humor, weshalb deutsche Filme oftmals so aussehen, wie sie aussehen.

Das Bloggen der Anderen (23-01-17)

Von , 23. Januar 2017 18:26

bartonfink_type2– Noch eine weitere Nachlese zum 16. Hofbauer-Kongress. Critic.de widmet diesem ein sehr ausführliches Special. Mit Texten u.a. von Silvia Szymanski, Lukas Foerster, Till Kleinert (Regisseur des wunderbaren „Der Samurai“), Oliver Nöding und einigen mehr. Auch Alex Klotz führt seine Berichterstattung auf Hypnosemaschinen mit „Tag 2“ fort.

– Udo Rotenberg untersucht auf Grün ist die Heide einen Film an den ich noch viele schöne Kindheitserinnerungen habe: „Drei Mann in einem Boot“ mit unserem Lokalhelden Hans-Joachim Kulenkampff, dem unsterblichen Heinz Erhardt und dem immer noch sträflich unterbewerteten, aber wahnsinnige tollen Walter Giller.

– Werner Sudendorf setzt sich auf new filmkritik kritisch mit einem Film im Fahrwasser der „Halbstarken“-Welle der 50er auseinander: „„Jede Nacht in einem andern Bett“.

– Lucas Barwenczik schreibt auf B-Roll über die Kunst etwas zu zeigen, indem man es gerade nicht zeigt. Rajko Burchardt beschäftigt sich mit dem Phänomen Tyler Perry. Und Andreas Köhnemann führt ein Interview mit dem Regisseur Kenneth Lonerga.

– Von dessen Film „Manchester by the Sea“ ist Marco Mewes von Duoscope schwer begeistert.

Was einen sonst noch so Anfang 2017 im Kino erwartet, hat Christian Gertz von Mehrfilm einmal zusammengestellt.

– Christian Genzel schreibt auf Wilsons Dachboden über ein „gulity pleasure“ von mir und damit auch aus meinem Herzen: „Resident Evil“.

– M. Night Shyamalan ist wieder da. Sowohl Oliver Armknecht von film-rezensionen.de, als auch Sir Donnerbold von sdb-film schreiben darüber und es sehr interessant einmal beide Meinungen gegenüberzustellen. Auch wenn bei Beiden „Split“ gut wegkommt, so scheiden sich doch bei Shyamalan die Geister. Wobei ich etwas mehr im Donnerbold-Lager stehe.

– Etwas wo ich ganz allein auf verlorenem Posten stehe ist meine Meinung zu „Batman hält die Welt in Atem“, mit dem ich ganz und gar nicht warm werde. Da hilft auch totalschadens schöne Besprechung auf Splattertrash nichts.

Was macht man mit einem Nagelbrett, wenn man kein Fakir ist? Das fragt Manfred Polak auf Whoknows presents und die Antwort, die das Werbefilmer-Paar Alexandre Alexeïeff und Claire Parker nahebringt, ist wieder einmal sehr interessant.

– Was ich an Schlombie wirklich bewunderte ist es, dass er Filmemachern wie Jess Franco immer wieder eine Chance gibt, obwohl er mit der Mehrheit dieser Filme nichts anfangen kann. Bei „Sie tötete in Ektase“ (einen meiner Lieblingsfilme des spanischen Meisters) wurde er jetzt aber mal belohnt. Nachzulesen auf Schlombies Filmbesprechungen.

– Ricardo Brunn führt auf Filmgazette eine Gespräch mit dem Dokumentarfilmregisseur Andreas Voigt.

SciFifilme.net macht sehr neugierig auf einen Film, von dem ich bisher noch nichts gehört habe: André Farwagis „A Time To Die“ von 1970. Einem Film, der „einem Film, der sich in eine diffuse Lücke zwischen Science-Fiction, Mystery und Krimi setzt (und) sich von Anfang bis Ende wie ein aufregender Traum anfühlt (…)“. Gerade habe ich bemerkt, dass der mir vor einiger Zeit unbemerkt ins Haus flatterte. Dann werde ich mir den mal demnächst zu Gemüte führen.

– Aus derselben Quelle erreichte mich auch „The Satanist“ von Zoltan G. Spencer, der zu meiner riesigen Überraschung bei Christian Witte auf Witte’s wöchentliche Tipps vorgestellt und Liebhabern einschlägiger Ware empfohlen wurde.

Das Bloggen der Anderen (16-01-17)

Von , 16. Januar 2017 17:45

bartonfink_type2– Vorletztes Wochenende fand der 16. Hofbauerkongress statt und die Teilnehmer haben im Laufe der Woche fleißig davon berichtet. Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry sein Ranking der gesehen Filme veröffentlicht, Oliver Nöding beglückt uns daheimgeblieben auf Remember It For Later mit einer eingehenden Besprechung solcher Titel wie „Eva Nera“, „Heubodengeflüster“ oder „Verbotene Spiele auf der Schulbank“.  Und Alex Klotz fasst auf hynosemaschinen noch einmal seinen ersten Kongress-Tag zusammen.

– Im Martin Schmitz Verlag sind zwei (wie ich aus eigener Erfahrung bestätigen kann) Filmbücher erschienen. Christian Keßlers „Das versteckte Kino“ und Markus Stigleggers „Grenzkontakte“. Hans Helmut Prinzler stellt beide Werke vor.

– Rochus Wolff schreibt auf Kinderfilmblog über die Kinderfilm-Highlights, die uns 2017 erwarten. Pflichtlektüre für cinephile Eltern.

– Ekkehard Knörer ärgert sich auf cargo gehörig über eine Arte-Doku über die „Berliner Schule“.

– Sven Safarow interviewt auf Eskalierende Träume den mir bisher unbekannten Filmemacher Lutz Dammbeck über sein Film-Essay „Overgames“.

– Patrick Holzapfel findet auf Jugend ohne Film neue Facetten an Roberto Rosselinis „Stromboli“.

– Auf B-Roll befasst sich Patrick dann sehr eingehend mit dem Phänomen der „Video-Essayisten“, laut Medien die „Superstars der Filmkritik“. Falk Straub reflektiert über den Status der US-Mainstream-Komödie und deren „Sturzflug“. Und Lucas Barwenczik fragt provokant: „Sind manipulative Filme etwas Schlechtes?“.

– Michael Schleeh empfiehlt auf Hard Sensations den indischen Thriller „Psycho Raman“, der hierzulande gerade bei Rapid Eye Movies erschienen ist.

– Auch wenn sich Oliver Armknecht in seiner Besprechung des österreichischen Psycho-Thrillers „Die Hölle – Inferno“ nicht ganz so überzeugt anhört, so machen mich seine Zeilen auf film-rezensionen.de doch recht neugierig auf den neuen Film des Oscar-Gewinners Stefan Ruzowitzky.

– Oha, Andreas Dresen hat eine meiner schönsten und prägendsten (Horst Frank!) Kinder-TV-Erlebnisse neu verfilmt: „Timm Thaler“! Und diese laut Peter Gutting auf cinetastic auch sehr überzeugend. Bin gespannt.

– Noch ein Lieblingsfilm und früher Einfluss auf meine Filmleidenschaft: Howard Hawks‘ „Rio Bravo“. Neu gesehen von Simon Kyprianou auf Die Nacht der lebenden Texte.

– Und noch eine Kindheitserinnerung. Gesehen habe ich ihn damals nicht, aber den Titel in der TV-Zeitschrift gelesen und dabei wirklich gedacht, der Herr Graf würde hier ins Miniaturformat geschrumpften Damen nachstellen. Wie das dann aussieht und warum überhaupt war für mich kleinen Steppke damals eine großes Faszinosum. Heute weiß ich es besser, was „Mini-Mädchen“ sind. Totalschaden auf Splattertrash über „Dracula jagt Mini-Mädchen“.

– Morgenluft auf Cinematographic Tides über ihr Kinoerlebnis mit der „Taschendiebin“.

– Der nachfolgende Artikel fällt zwar etwas aus meiner Zeitschiene (der wurde nämlich schon in der vorletzten Woche veröffentlicht), da hatte ich ihn allerdings nicht entdeckt, sondern stolperte jetzt vorgestern zufällig drüber. Ich finde ihn aber so schön, dass ich ihn in dieser Woche einfach noch einmal mit aufnehme. Kinogucker war schon in jungen Jahren ein Kinofan und ärgerte sich 1984 maßlos darüber, dass in seiner damaligen Heimat die Filmvorführer den Film schon vor mit Einsetzen des Abspanns abwürgten. Also schrieb er damals an die größten Verleihe, was er dagegen tun könne und erhielt auch tastsächlich antworten. Diese hat er nun in seinem Blog online gestellt. Ein wundervolles Zeitdokument.

Das Bloggen der Anderen (09-01-17)

Von , 9. Januar 2017 17:14

bartonfink_type2Frohes Neues Jahr liebe Leser. Nach einem kurzen Winterschlaf bin ich mich wieder aus meiner Höhle gekrochen und habe mich umgesehen, was die Kollegen so in der Zwischenzeit getrieben haben.

– Da sind natürlich erst einmal die vielen Rückschauen auf 2016, sowie einige Vorschauen auf 2017. Bei der folgenden Übersicht habe ich nur Berücksichtigt, was seit dem 1. Januar veröffentlicht wurde. Da einige Blogs sicherlich noch im alten Jahr ihre Listen veröffentlicht haben, bitte ich es daher zu entschuldigen, wenn aufgrund des zeitlichen Rahmens nicht jeder auftaucht. Mein Lieblingsjahresrückblick (und gleichzeitig der ausführlichste) stammt von David, der auf Whoknows presents nicht nur von seinen schönsten und schlimmsten Kinoabenteuern berichtet, sondern auch zu den vielen Filmen in seinen Liste kurze persönliche Statements zum wieso, weshalb und warum gibt. Ebenfalls sehr gelungen finde ich den Rückblick von Bianca und Marco auf Duoscope, die kurzerhand das Filmjahr 2016 interviewen. Schöne Idee. Ebenfalls sehr ausführlich geht Christian Witte von Witte’s Wöchentliche Tipps zu Werke. Da gibt es auch viel und interessantes zu Lesen. Sehr viel Mühe hat sich auch Flo Lieb von symparanekronemoi gegeben, der nebens einen persönlichen Top10 auch noch einen Überblick über die erfolgreichsten Filme in diversen Ländern gibt. Short Cuts Totale führt eine kommentierte Top 53 auf. Viel kürzer geht es dann auf Kuleschow-Effekt zu. Wobei ich mich hier bei der Nr.1 der Flops ziemlich verschluckt habe. „Ich – ein Groupie“? Top-Flop? Puuuhh… durchatmen. Auch Sir Donnerbold von sdb-film macht sich seine Gedanken über das abgelaufene Filmjahr. Wer es mag: Liste, Listen. Listen. Mal mit, mal ohne Einführung, immer ohne Kommentar, manchmal das Komplettprogramm des Jahres, manchmal auf Top 10 beschränkt: Eskalierende Träume. Kurz und knackig bei Sebastian vom Magazin des Glücks und einen Tick länger bei Michael von Schneeland. Kurze Entdeckungen 2016 von den Drei Cineasten.  Auch Hans Helmut Prinzler sortiert seine Filme des Jahres 2016 und die besten Filmbücher. Sascha von PewPewPew gibt schon mal einen Überblick, worauf er sich in 2017 filmisch freut. Bei Okaeri gibt es eine Liste mit den wichtigsten Terminen, was Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt Japan/Asien es 2017 gibt. Und film-rezensionen.de veröffentlicht die Black List der besten unverfilmten Drehbücher 2016.

– Der wichtigste und spannendste Artikel in dieser Woche stammt für mich von Urs Spörri und wurde auf B-Roll veröffentlicht. Er handelt von der Frage, ob Filmfestivals in Deutschland wichtiger denn je sind. Gerade vor dem Hintergrund, dass es in Bremen noch immer kein „richtiges“ Filmfestival gibt, finde ich die Antwort auf diese Frage sehr erhellend. Andreas Köhnemann beschäftigt sich anlässlich von Tom Fords Film „Nocturnal Animals“ mit dem „shabby chic“ des neuen „cinéma du look“.

– Vergangenes Wochenende war wieder „Hofbauer-Kongress“ in Nürnberg und dies schlägt sich ja auch immer auf die Inhalte einige Filmblogs nieder. So hat Lukas Foerster auf Dirty Laundry über Joe D’Amatos dort gezeigten Film „Dirty Love“ geschrieben.

– Und auf Eskalierende Träume gab es Vorschauen auf die Filme „Mit der Pille umso toller“ (Text von Oliver Nöding) und „Sytrtaki – Erotik ohne Maske“ (Text vom hofbauer-Kommando).

„Arschgesichter, Disneykinder und poetische Überschüsse – Die Filme von Brian Yuzna und Stuart Gordon“ heißt das wunderbare Dossier auf filmgazette, welches Nicolai Bühnemann mit Hilfe von Lukas Foerster und Jochen Werner erstellt hat. Eine ganz große Leseempfehlung!

– Patrick Holzapfel schreibt: „Im Rahmen der Schau Last Silents im Filmarchiv Austria kam es zu einer tragischen Begegnung zwischen dem Licht und dem Schatten in Jean Grémillons Gardiens de phare. Es ist ein Film, der im enthusiastischen Dialog mit dem Aufbruch im französischen Kino jener Zeit steht (nicht umsonst heißt der Autor des Drehbuchs Jacques Feyder und einer der begeistertsten Kritiker Marcel Carné) und der die avantgardistischen und realistischen Strömungen dieser Zeit in einen dramatischen und abstrakten Strudel verdichtet.“ Mehr auf Jugend ohne Film.

– Michael Schleeh ist begeistert von Park Chan-wooks „The Handmaiden“. Warum, das schreibt er auf Schneeland.

– Vitellone empfiehlt auf Die drei Muscheln ebenfalls einen südkoreanischen Film: „The Wailing“, ein „düsteres Potpourri (…) (der) zahlreiche Elemente des Dramas, sowie des Horror-, Mystery- und Thrillergenres (bedient)“.

– Seitdem ich die empfehlenswerte Doku „Wadd: The Life and Times of John C. Homes“ gesehen habe, wollte ich mir immer mal die „spielfilmvariante“ „Wonderland“ mit Val Kilmer ansehen. Habe ich leider nie geschafft. Aber wie Christian Genzel auf Wilsons Dachboden schreibt, habe ich da jetzt auch nicht so viel verpasst.

– Marco von Duoscope ist sehr von dem gerade in den Kinos laufenden „Passengers“ verärgert. Was er unter der Überschrift „Rape-Culture im All“ näher ausführt.

– „Manipulative Dokumentarfilmer beschweren sich über einen manipulativen Dokumentarfilmer. So in etwa kann man „Manufacturing Dissent – Michael Moore auf der Spur“ bezeichnen“ meint Christian auf Schlombies Filmbesprechungen, und das wäre auch gleichzeitig das Interessante an diesem Film.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf L’amore in città mit „l boom“ von Vittorio De Sica, dem leider trotz (oder gerade aufgrund?) seiner Bissigkeit kein Erfolg beschieden war.

– Normalerweise sind TV-Serien auf diesen Seiten tabu. Aber manchmal mache ich auch Ausnahmen. Diesmal sogar zwei. Zunächst sei hier der Hinweis erlaubt, dass sich Oliver Nöding auf Remember It For Later durch den frühen „Derrick“ arbeitet.

– Und dann hat sich LZ auf screen/read mit einem der großen Helden meiner Kindheit beschäftigt: Captain Future!

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