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Das Bloggen der Anderen (15-12-14)

Von , 15. Dezember 2014 21:31

bartonfink_type2- Am Ende des Jahres flattern wieder die Top10-Listen ins Haus. Den Anfang machen in diesem Jahr die Autoren des Blogs Daumenkino.

– Joachim Kurz macht sich auf B-Roll Gedanken über die passenden Weihnachtsgeschenke für Cinephile.

– Robin Schröder empfiehlt auf Mise en cinema den Anime „Tokyo Godfathers“ (eine Variante des oft verfilmten Westerns „Three Godfathers“) als passende Unterhaltung in der Vorweihnachtszeit.

– Bei Eskalierende Träume geht es weiter mit den „Aufrissen“ zum nächsten Hofbauer-Kongress. Diesmal schreibt das Hofbauer-Kommando über „Ich schlafe mit meinem Mörder“ mit Ruth-Maria Kubitschek als „vor Whiskey triefende, dämonisch-verruchte Femme Fatale.“. Ferner „Blutjunge Mädchen – hemmungslos“ alias „The Godson“.

– Apropos. Auf dem 1. Auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer Kommando in Frankfurt, sah Udo Rotenberg den Film „Sünde mit Rabatt“, dem er auf Grün ist die Heide einen langen Bericht widmet.

– Deutscher Film auch auf Hard Sensations. Michael Schleeh ist sehr vom deutschen Gangsterfilm „Harms“ enttäuscht. „Den guten Willen merkt man überall. Aber gewollt ist nicht gekonnt.“ Jamal Tuschik hat da „Käptn Oskar“ besser gefallen. „Vielleicht ist es so, und alle wollen nur spielen, solange das noch geht. In dieser Rätselhaftigkeit liegt der Reiz von „Kaptn Oskar“.“

– Der Intergalactic Ape-Man hat auf Intergalaktische Filmreisen „Un bianco vestito per Mariale’“Romano Scavolini besprochen und geht dabei auch ausführlich auf die deutsche Veröffentlichung dieses seltenen Filmes ein: „Es ist ein Geschenk von Camera Obscura, diese Bildgewalten in exzellenter Qualität genießen zu dürfen.“

– Auch Mauritia Mayer hat sich auf Schattenlichter wieder eines italienischen Genre-Klassikers angenommen: Lucio Fulcis Frühwerk „Nackt über Leichen“, der ihr sehr gut gefallen hat.

– Die großartige Helga Feddersen war weit mehr als nur die „Ulk-Nudel“. Eine schöne Rehabilitierung erfährt sie beim Magazin des Glücks, wo Sebastian ihre Drehbucharbeiten für das deutsche Fernsehen vorstellt.

– Diana Kluge berichtet auf Negativ von den Dokumentarfilmen, die sie auf der IDFA gesehen hat.

– Ist es wirklich ein Vorteil, wenn das besuchte Filmfestival direkt vor der Haustür stattfindet? Rainer Kienböck stellt sich diese Frage anlässlich des Festivals „This Human World“ auf dem Blog Jugend ohne Film. Patrick Holzapfel stellt anlässlich des Filmes „O Milagre de Santo Antonio“ den Tondesigner Vladimir Golovnitskiy vor.

– LZ  schreibt auf screen/read über die von Guillermo del Toro unterstützte Kampagne zur Veröffentlichung des Ken-Russell-Klassikers „Die Teufel“.

Der Kinogänger hat wieder „Neues aus Hollywood“ im Angebot.

– Oliver Armknecht bespricht auf film-rezensionen.de das isländische Coming-of-Age-Drama „Metalhead“ über das ich bisher nur Gutes hörte und dem auch Oliver etwas abgewinnen kann. Des weiteren schreibt er über Hayao Miyazakis letzten Film, den Anime „Wenn der Wind sich hebt“, der ihn zwar nicht 100% überzeugen kann, aber immerhin 70%.

filmosophie empfiehlt auf ihrem gleichnamigen Blog das wortlose Drama „The Tribe“ und cutrin schreibt über den im Februar in die deutschen Kinos kommenden Märchenfilm „Into the Woods“: „Into the Woods (wurde) ein intelligent erzähltes Erlebnis (…), ein reflektiertes und überraschendes Märchen, das perfekt in seine Zeit passte – und dabei den Spaß nicht vergaß.“

– Michael Schleeh ist auf Schneeland nicht besonders überzeugt von dem indischen Festival-Liebling und enthusiastisch gefeierten „Ship of Theseaus“.

– Über den von mir noch immer mit großer Sapnnung erwarteten „Es ist schwer ein Gott zu sein“ schreibt Ronny Dombrowski auf cinetastic.de etwas ernüchtert: „Inhaltlich wie auch visuell eine Herausforderung, der man sich stellen kann, gleichwohl aber nicht stellen muss.“

– „Housebound“ war scheinbar einer der großen Lieblinge des diesjährigen Fantasy Filmfests und hat es auch in das Festival-Paket des Verleihs Cinema Obscure gebracht. Mir war der Titel bisher unbekannt, aber belalugosi bringt auf Deep Red Radio etwas Licht in die Angelegenheit und macht neugierig auf das Werk.

– Zeit für einen Action-Klassiker aus den goldenen 80ern. Totalschaden hat sich auf Splattertrash Walter Hills „Nur 48 Stunden“ angenommen. Müsste ich auch mal wieder gucken.

– Flo Lieb schreibt auf symparanekronemoi über Dietrich Brüggemanns schmerzvollen „Kreuzweg“, der ihn aber nicht sonderlich vom Hocker gerissen hat.

– Das Interessanteste aus den Podcasts gibt es auf Wiederaufführung unter dem Titel: „Die Gespräche der Anderen“.  Nun schon in der 10. Ausgabe. Glückwunsch.

Das Bloggen der Anderen (08-12-14)

Von , 8. Dezember 2014 22:01

bartonfink_type2- Filmlandschaft wirft noch einmal einen ausführlichen Blick zurück auf die 56. Nordischen Filmtage in Lübeck.

– Unbedingt ansehen. Mauritia Mayer hat die Lagunenstadt Venedig besucht und dabei Fotos von den Drehorten der großen Venedig-Gialli gemacht, die sie auf Schattenlichter den entsprechenden Screenshots gegenüberstellt.

yzordderrexxiii bespricht den dänischen Kinder-Superhelden-Film „Antboy“ über den ich bisher nur Gutes vernahm.

symparanekronemo äußert sich kritisch über den Anime „Ein Brief an Momo“.

– Da mochte Going to the Movies die neue Produktion des Stuidos Ghibli, „Die Legende von Prinzessin Kaguya“, trotz leichter Kritikpunkte, doch um einiges lieber.

– Bleiben wir beim Animationsfilm. Oliver Armknecht schreibt auf film-rezensionen.de über den tschechischen „Alois Nebel“: „“Es ist diese Mischung aus ungewöhnlicher Optik und melancholischer Geschichte, die Alois Nebel trotz der spärlichen Handlung zu etwas ganz Besonderem macht.“

Was ist „German Mumblecore“? Harald Mühlbeyer geht dieser Frage auf B-Roll nach. Joachim Kurz ärgert sich darüber, dass die Filme, die in den internationalen Jahresbesten-Listen auftauchen, nicht in deutsche Kinos gekommen sind. Und Andreas Köhnemann schreibt über die Theatererfahrungen der Schauspielerinnen Kirsten Scott Thomas und Lindsay Lohan in London.

– david entdeckt auf Whoknows presents in dem amerikanischen Film „Gunshot straight“, der hierzulande völlig zu unrecht als Steven-Segal-Vehikel beworben wird, den Geist von Edgar G. Ulmer.

– Udo Rotenberg bespricht auf L’amore in città einen meiner guilty pleasure-Filme: „Die weiße Göttin der Kannibalen“ von Sergio Martino.

– Letzte Woche hatte Udo noch Joe D’Amatos „Nackt unter Kannibalen“ auf seinem Blog besprochen, diese Woche findet sich hierüber auf Splattertrash eine ausführliche Rezension. Allerdings kann totalschaden mit diesem Film weitaus weniger anfangen als Udo letzte Woche. Und passend zur Vorstellung der Besetzung des nächstjährigen Bond-Films, gibt es einen Rückblick auf Sean Connerys „Comeback“-Film „Diamantenfieber“. Hierbei sind totalschaden und ich dann auch einer Meinung.

– Weiter geht es auf Eskalierende Träume mit den „Aufrisse“ genannten, ausführlichen Vorstellungen der Film,e, die auf dem 14. Hofbauer-Kongress in Nürnberg laufen werden. Von #3 „Intimes Lustgeflüster“, den die wunderbare Silvia Szymanski vorstellt, bis #8 „Wo wann mit wem“, den das Hofbauer-Kommando höchstpersönlich dem Vergessen entreißt.

Hard Sensations scheint in letzter Zeit zu einer One-Man-Show zu werden. Jamal Tuschnik schreibt in dieser Woche gleich über drei Filme. Eine dänische Dokumentation über die Familie Sender, die aus der DDR über die Ostsee nach Dänemark floh. Den Spielfilm „Das siebente Jahr“, der 1968 in der DDR entstand und den algerischen Spielfilm „Chronique des années de braise“ aus dem Jahre 1975.

– reda hat auf Der breite Grat wieder einen obskuren japanischen Film ab Start. „Wolf (Okami – Running is Sex) kann er – trotz der für ihn fragwürdigen, typisch japanischen Ritualisierung von Vergewaltigung – durchaus empfehlen.

– Alle Jahre wieder. John Waters hat seine Top 10 für das Jahr 2014 erstellt. Nachlesen kann man sie auf Fünf Filmfreunde.

– Laila Oudray stellt auf screen/read das mit bis dato völlig unbekannte, aber scheinbar sehr empfehlenswerte Filmmuseum Düsseldorf vor.

– Schlombie und ich werden wohl nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen, aber gerade das macht es ja auch spannend. Dem, wie ich finde, eher mittelmäßigen „In China essen sie Hunde“ kann er auf Schlombies Filmbesprechungen doch eine Menge mehr abgewinnen als ich.

– Philipp Baumgartner von Daumenkino hat nach der Sichtung von „Blue Ruin“ des Amerikaners Jeremy Saulnier einen neuen Lieblingsfilm.

– Patrick Holzapfel geht auf Jugend ohne Film höchst informativ der Frage nach: „Wann sieht ein Filmemacher das Bild?“. Des weiteren zeigt er sich sehr enttäuscht vom „langsamen Niedergang der Gebrüder Dardenne“, den er anhand deren neuen Films „Zwei Tage, eine Nacht“ belegt.

– Der neue Film von Kevin Smith, „Tusk“, scheint eine hochgradig bizarre Angelegenheit zu sein, wenn man Gnaghi auf Komm & Sieh Glauben schenkt.

– Und zum Schluss gibt es auf Wiederaufführung wieder „Die Gespräche der Anderen“ mit den interessantesten Podcasts.

Das Bloggen der Anderen (01-12-14)

Von , 1. Dezember 2014 21:45

bartonfink_type2- Nach dem Hofbauer-Kongress ist vor dem Hofbauer-Kongress. Ab 2. Januar steht bereits wieder der 14. Kongress (in Nürnberg) auf dem Programm, und schon erscheinen auf Eskalierende Träume die ersten -„Aufrisse“ genannten – ausführlichen Vorstellungen, der dort zu zeigenden Filme. Den Beginn macht die japanische Slapstick-Komödie „Milkman Frankie“, gefolgt von dem kanadischen Film „Im Fieber der Lust“, der 1967 entstand. Ferner: Sven Safarow schreibt zärtlich über Lucio Fulcis letzten Film „The Door to Silence“.

Movies & Sports schreibt ausführlich über Quentin Tarantinos eigenes New Beverly-Cinema in Los Angeles und nimmt dessen Programmauswahl unter eine kritische Lupe.

– Auf L’amore in città verteidigt Udo Rotenberg Joe D’Amatos Emanuelle-Kannibalen-Fusion „Nackt unter Kannibalen“.

– Noch einmal Udo Rotenberg, diesmal auf Deep Red Radio. Hier schreibt er über Joe Dantes damals kontrovers aufgenommenen, heute größtenteils rehabilitierten „Meine teuflischen Nachbarn“.  david hat sich „Doc of the Dead“ angeschaut, eine Dokumentation über den Zombie-Film, welche seiner Meinung nach keine neuen Erkenntnisse bringt, aber gut unterhält.

– quadzar bezeichnet sich als „nicht unbedingt ein Zombie-Experte“ und hat „Doc of the Dead“ ebenfalls gesehen. Er spricht dem Film dann auch auf filmosophie eine dicke Empfehlung aus. Filmosophie selber nimmt noch einmal Stellung dazu, was im Filmjournalismus zur Zeit gehörig schief läuft. Ein sehr ausführlicher, spannender und leider auch desillusionierender Text.

– Lucas Barwenczik hat auf B-Roll wieder ein hochinteressantes Portrait eines ungewöhnlichen Regisseurs veröffentlicht. Diesmal geht es um Terry Gilliam. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf dessen Werbe-Spots gelegt. Rochus Wolff schreibt über politische Indoktrination im Kinderfilm und Patrick Holzapfel (der zum Horrorfilm bisher kein Zugang gefunden hatte) und Christoph Huber (Kurator der Retrospektive „Land of the Dead“ im Österreichischen Filmmuseum) unterhalten sich über das Horror-Genre. Sehr lesenswert!

– Auf seinem eigenen Blog Jugend ohne Film schreibt Patrick über einen Film, der ihm näher am Herzen liegt, und den er ein „filmisches Gedicht“ nennt. Jean Renoirs „Boudu sauvé des eaux“.

– Nachdem er letzte Woche mit Jean Rollins „Requiem for a Vampire“ noch so seine Schwierigkeiten hatte, ist yzordderrexxiii nun von dessen „Schoolgirl Hitchhikers“ vollends überzeugt und schreibt: „Kritik? Ganz ehrlich: Habe ich nicht. Der Film ist in seiner unperfekten Art ganz und gar makellos.“. Zudem hat ihn Ti Wests „The Sacrement“ ziemlich mitgenommen und gezeigt, dass es im ausgelutschten Found-Footage-Genre noch Ausnahmeerscheinungen gibt.

– Auch Oliver Nöding hat „The Sacrement“ gesehen und schließt sich auf Remember It For Later der positiven Meinung an. Des weiteren bespricht er José Bénazérafs Debüt „L’éternité pour nous“, der ihm ebenfalls gut gefallen hat.

– Kürzlich habe ich hier Christian Keßlers wunderbares Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof“ besprochen. Auch totalschaden von Splattertrash ist sehr angetan von diesem Werk. Außerdem hat er den im Deutschen wunderbar betitelten „Nackt unter Affen“ besprochen, den ich als ziemlichen Schnarcher in Erinnerung habe. Auch totalschadens Review ist nicht unbedingt enthusiastisch.

– Ich liebe Filmplakate. Daher fand ich Philipp Strohs Text zu diesem Thema auf wieistderfilm.de sehr interessant.

– Laut PewPewPew steht uns demnächst hoffentlich ein neuer Duncan-Jones-Film ins Haus. Bisher hat es sein neues Projekt „Mute“ da sehr, sehr schwer gehabt, wie Sascha zu berichten weiß.

– Oliver Armknecht hat für film-rezensionen.de den israelischen Thriller „Big Bad Wolves“ gesehen und meint: „Wer aber etwas härter im Nehmen ist, für den bietet die Mischung aus Thriller und Komödie trotz der rudimentären Geschichte eine Menge kurzweiligen Spaß.“ Und in seinem Animationsfilm-Special legt er seinen Lesern den Anime „Serial Experiments Lain“ ans Herz.

– Theodor Frisorger hat auf Daumenkino einen ziemlichen Verriss zu Ulrich Seidls neuem Film „Im Keller“ geschrieben, in dem er dem Filmemacher vorwirft :“Nicht die explorative Intention, sondern das verspottende Ausstellen der jeweiligen Akteure kann als Kernmotivation ausfindig gemacht werden.“  Ferner wurde ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Markus Kuhn, Professor an der Universität Hamburg, über das Thema „Bio-Pics“ geführt.

– Und zum Schluss empfiehlt Sir Donnerbold auf SDB einen der tollsten Kurzfilme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe: „The Centrifuge Brain Project“, den wir auch beim Phantastival 2013 im Programm hatten, aber aufgrund hoffnungsloser Überziehung im Kurzfilm-Block nicht mehr zeigen konnten.

Das Bloggen der Anderen (24-11-14)

Von , 24. November 2014 21:12

bartonfink_type2-Am 19. November verstarb der Regisseur Mike Nichols, der hierzulande vor allem mit seinen Filmen „Die Reifeprüfung“ und „Catch-22“ bekannt wurde. Der Kinogänger hat Nichols mit einem informativen Nachruf bedacht. Als einziger Blog übrigens. Ferner gibt es hier auch wieder Neues aus Hollywood.

– Auf Trickfilmstimmen.de kann man die spannende Geschichte über die erste Synchronisation von Walt Disneys „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ nachlesen, welche im Jahre 1938 entstand.

– David Cronenberg ist unter die Romanautoren gegangen und hat ein gar seltsames Werk abgeliefert, welches unter dem Titel „Verzehrt“ nun auch auf Deutsch erschienen ist und von LZ auf screen/read besprochen wird.

– Manfred Polak stellt in einem höchst lesenswerten Artikel auf Whoknows presents einige „Großstadt-Kammermusikstücke“ vor. Also, die „Großstadt-Sinfonie“ in Miniatur. Einige davon kannte ich schon, andere sind mir neu und hübscherweise werden auch gleich die entsprechenden Video-Links dazu geliefert.

– Bemerkenswerter Weise erwähnt auch Lukas Foerster in seiner Vorstellung des Filmes „Aufruhr des Blutes“ von 1929 auf Dirty Laundry die „city-symphony-montage“.

– Auf dem Filmfest Regensburg ist Mike Hodges eine Retrospektive gewidmet, was Michael Fleig auf critic.de zum Anlass nimmt, diesen heute eher unbekannteren Regisseur (der immerhin mit dem wunderbaren Pop-Comic-Trash „Flash Gordon“ einen meiner Lieblingsfilme drehte) näher vorzustellen.

– Joachim Kurz thematisiert auf B-Roll noch einmal den langsamen Niedergang des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg. Anlässlich seines neuen Films „Einer nach dem Anderen“ wird Regisseur Hans Petter Moland interviewt und Lucas Barwenczik stellt das legendäre Anime-Studio Ghibli und seine weniger bekannte Musikvideo-Arbeit vor.

– Einen wichtigen und vielbeachteten Artikel hat Rüdiger Suchsland auf Negativ über die stillschweigende Vertragsverlängerung mit Berlinale-Direktor Dieter Kosslick geschrieben.

– Auf Hard Sensations ist es in letzter Zeit leider ausgesprochen ruhig geworden. Nun hat Jamal Tuschick seine Gedanken zu „Am Sonntag bist Du tot“ und Christian Petzolds „Phoenix“ niedergeschrieben. Beide scheinen ihm gefallen zu haben.

– Udo Rotenbergs Artikel über „Frankfurt Kaiserstrasse“ auf Grün ist die Heide, beweist einmal mehr, wie interessant die deutsche Filmlandschaft der 70er und frühen 80er Jahre war – und wie viel davon heute zu Unrecht vergessen. Den Namen Roger Fritz merke ich mir auf jeden Fall. h

– Oliver Nöding nimmt auf Remember It For Later eine persönlichen Quentin-Tarantino-Retrospektive vor. In dieser Woche arbeitet er sich von „Pulp Fiction“ über „Jackie Brown“ bis „Django Unchained“ vor. Besonders schön finde ich dabei, dass er genau die Gedanken, die ich zu diesen Filmen hatte – insbesondere meinen Lieblings-Tarantino „Kill Bill Vol. 2“ – , in griffige und kluge Worte packt und dazu noch einige weitere Denkanstöße liefert. Von daher habe ich die Texte allesamt sehr genossen. Ich bin also nicht ganz allein mit meiner noch immer anhaltenden Begeisterung – und gleichzeitiger Skepsis, was die „Fanboys“ und Trittbrettfahrer angeht.

– Patrick Holzapfel schreibt auf Jugend ohne Film über „expanded cinema“ und den Versuch der diesjährigen Viennale, dieses in einen Kinosaal zu sperren.

– Cutrin hat für filmosophie den neuen Film des von mir hochverehrten Roy Andersson gesehen und stellt fest :“Tatsächlich gibt es in den Bildern so viel zu entdecken, dass sich der Film trotz der langsamen Erzählweise kaum in die Länge zieht.“

– Ein neuer Woody Allen? Ja, wurde ja auch Zeit. Schließlich kommt mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr ein Film von ihm in die Kinos. Von „Magic In the Moonlight“ hatte ich im Vorfeld gar nichts mitbekommen. Wahrscheinlich bin ich darum so überrascht. Frank Schmidtke von cinetastic.de mochte ihn.

Going to the movies schreibt über den neuen Film des unberechenbaren James Franco: “Child of God“, der ihn wieder verwirrt zurücklässt und ihn fragen lässt, “ob Franco nun einfach nur eine coole Rebellen-Sau ist, der einfach auf alles scheißt oder ob der gute Mann nicht mehr ganz rund läuft.”

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de ebenfalls „Child of God“ besprochen, der ihn sehr mitgenommen hat, dem seiner Meinung nach, aber auch der Spannungsbogen fehlt. Mit “Graceland“ (meine Kritik hier) geht er ebenfalls härter ins Gericht, auch wenn er findet, dass der Film als Milieustudie großen Eindruck hinterlässt. Und dann gibt es wieder eine Animationsfilm-Empfehlung. Diesmal „Technotise“ aus Serbien (!).

– YP und PD haben sich für ihren Film im Dialog diesmal einen Klassiker ausgesucht: John Fords „Früchte des Zorns“.

– Auch ein Film von meiner stetig wachsenden „Muss-ich-noch-gucken“-Liste: Bob Rafelsons Drogen-Trip „Head“ mit den Monkees. Sascha Nolte hat ihn gesehen und auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte besprochen.

– Ich liebe Jean Rollins Filme. Yzordderrexxiii wird mit seinem „Requiem for a Vampire“ nicht ganz warm, räumt aber auch ein, ihn unter nicht optimalen Umständen gesehen zu haben: „Rollins Filme sind nicht dafür gemacht, sie auf einem kleinen Computerbildschirm zu sehen. Sie gehören ins Kino.“. Genau!

– Auf Mehrfilm hat Christian Gertz ausführlich mehrere Streaming-Dienste (für mich ja der Teufel in digitaler Gestalt, aber wohl leider auch die Zukunft des Filmeanschauens – siehe ein Punkt weiter oben) getestet und seine Erfahrungen, Pros und Contras zusammengefasst.

– Und zum Schluss: Auf Schlombies Filmbesprechungen gibt es wieder eine Folge von „Die Filmbesprechungen der Anderen“.

Das Bloggen der Anderen (17-11-14)

Von , 17. November 2014 21:49

bartonfink_type2- Hofbauer, Hofbauer, Hofbauer. Bei vielen der von mir beobachteten Blogs ist der 1. Auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer Kommando in Frankfurt/Main vom 07. bis 09.11.2014 das Thema Nr. 1. Leider konnte ich aus familiären Gründen auch dieses Mal nicht teilnehmen (was sich aber ja sicherlich irgendwann ändern wird – und hoffentlich nicht erst, wenn ich den Nachwuchs gleich mitbringen kann). Dafür waren aber Andere dort, die fleißig berichten. Wie z.B. Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide, der über einen Film mit dem gar reißerischen Titel „Tanja – die Nackte von der Teufelsinsel“ und einen Schlagerfilm des Namenspatrons, Ernst Hofbauer, „Tausend Takte Übermut” berichtet.

– Und auch Oliver Nöding waren anwesend und schreibt auf Remember It For Later ausführlich über Otto Retzers „Babystrich im Sperrbezirk“; den dänischen „Nordische Nächte – Verschwiegene Parties“ von Poul Nyrups , dem Nicholas Winding Refn seinen dritten „Pusher“-Film widmete; „Sünde mit Rabatt“ von Rudolf Lobowski; dem ziemlich schmierig betitelten „Pornospiele mit Stock und Peitsche“ von Joe Sarno; ebenfalls „Tanja – Die Nackte von der Teufelsinsel“, sowie dem Kultfilm der Hofbauers „Herzromanze“ von Jürgen Enz (den ich noch immer nicht gesehen habe).

– Ich weiß nicht, ob Sebastian in Frankfurt dabei war oder dies nur ein passender Zufall ist, aber in Das Magazin des Glücks befasst er sich mit gleich drei Ernst-Hofbauer-Filmen.

– Auf Zeilenkino findet man den 2. Teil mit Kurzkritiken zu den Filmen, die auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck liefen.

– Ebenfalls mit dem 2. Teil wurde das Essay „Der neue Kannibalismus in Kino und TV | Eine Annäherung.“ von LZ auf screen/read fortgesetzt. Ferner wird der Film „Coherence“ besprochen, der Dank des rührigen Filmverleihs Drop-Out und dem vorzüglichen Label Bildstörung demnächst auch in einigen ausgewählten Kinos zu sehen ist.

– Mauritia Mayer hat für uns Helmut Bergers Autobiographie „Ich“ gelesen und ihre Gedanken dazu auf Schattenlichter niedergeschrieben.

– Udo Rotenberg war auch anwesend, als wir mit dem 5. Öffentlichen Forentreffen von Deliria-Italiano.de in Nürnberg zu Gast waren. Auf L’amore in città schreibt er über unseren Abschlussfilm „Geisterstadt der Zombies“.

– Sascha Nolte bespricht auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte einen japanischen Gangsterfilm von Seijun Suzuki; „Branded to kill“. Ein irgendwie höchst merkwürdiger Film, der mich einst bei einer TV-Sichtung tief beeindruckt hat. Sascha erging es scheinbar ähnlich.

Nicht ganz so enthusiastisch, aber immerhin positiv hat Oliver Armknecht „Branded to kill“ auf film-rezensionen.de aufgenommen. Desweiteren empfiehlt er den Anime „Mind Game“ und Oliver Frost ist vom neuen Werk des „Amer“-Gespanns Hélène Cattet & Bruno Forzani, „Der Tod weint rote Tränen“ sehr angetan.

– Zum Anschauen ist es leider zu spät, aber trotzdem sei darauf hingewiesen, dass man auf B-Roll in der neuen Rubrik Doc Blog einige Dokumentarfilme vom CPH-DOX-Festival in Kopenhagen ansehen konnte. Am 21.11. soll es aber Nachschub geben. Ferner gibt es ein Interview mit dem Belgier Geoffrey Enthoven, der beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg mit dem “New Master of Cinema”-Award ausgezeichnet wurde. Und Lucas Barwenczik porträtiert das Wunderkind und neuen Darling der Filmkritik Xavier Dolan.

– Apropos Mannheim-Heidelberg. Auf critic.de geht Frédéric Jaeger mit diesem Filmfestival sehr hart ins Gericht.

– Sehr viel Gutes hörte ich schon über den deutschen Psycho-Horror-Thriller „Ich seh, ich seh“ von Veronika Franz und Severin Fiala der gerade auch auf dem Filmfest in Braunschweig lief. Theodor Frisorger reiht sich auf Daumenkino in die Menge der Begeisterten ein. Nicht ganz so begeistert war Miriam Eck von dem Film „Brazilian Western“. Sie schreibt: „Eben weil die Figuren so unnahbar bleiben, ist die Zurschaustellung der Folter so fehl am Platze. Der Zuschauer ist Schaulustiger aber nicht betroffen. Höchstens Ekel aber keine Tragik entsteht.“

– Patrick Holzapfel leitet auf Jugend ohne Film seine Besprechung des Filmes “Al doilea joc” von Corneliu Porumboiu wie folgt ein: „Wenn einer der besten Filme des Kinojahres ohne Kameramann und Drehbuchautor entsteht, dann sollte man darüber nachdenken.“ Danach macht er sich anhand einiger Filmbeispiele lesenswerte Gedanken über Techniken, das Vergehen der Zeit zu filmen.

– Auf Negativ kann man ein schönes Interview mit dem höchst sympathischen Till Kleinert über seinen sehenswerten Film „Der Samurai“ lesen. Außerdem berichtet Amos Borchert über das Dokumentarfilm-Festival in Leipzig.

– Ein ebenso merkwürdiger, wie sehenswerter und fordernder Film scheint „Masked and Anonymous“ von Larry Charles zu sein, der mit ungewöhnlich großem Staraufgebot ein Drehbuch von Bob Dylan (der selber die Hauptrolle spielt) umsetzt. Sven Safarow legt ihn uns auf Safarow schreibt ans Herz.

– Sir Donnerbold macht sich auf SDB-Film Gedanken über die Vorverurteilung von Filmen.

– Was James Bond angeht bin ich zwar seit klein auf ein großer Fan, allerdings etwas langweilig. Ich halte weiterhin Sean Connery für den besten Bond und „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ ist mein Lieblings-Bond-Film. Totalschaden von Splattertrash mag den auch.

– Recht häufig stimme ich ja mit Schlombies Filmbesprechungen nicht ganz überein. Bei „Die Tollwütigen“ alias „I Drink Your Blood“ sind wir uns aber ziemlich einig.

– Ich bin schon recht gespannt auf die DVD von „The Young Ones“, die hier hoffentlich auch bald eintrudelt. Bis dahin hält die Kritik von quadzar auf filmosophie das Interesse weiterhin am Köcheln.

– Und auf Wiederaufführung gibt es das Neuste von den Filmpodcasts.

Das Bloggen der Anderen (10-11-14)

Von , 10. November 2014 23:02

bartonfink_type2- Oliver Nöding gibt auf Remember It For Later einen ersten Vorgeschmack auf den Erstern auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer-Kommandos in Frankfurt und berichtet über „Frankfurt Kaiserstraße“ von Roger Fritz und „69 – Sixtynine“ von Jörg Donner.

– Michael Kienzl berichtet auf critic.de weiter von der Viennale, wo er sich dem einer Retrospektive über den 16mm-Film und „Straßen-Filmen“ von Giovanni Bonfanti, Peter Bogdanovich und Pedro Costa gewidmet hat.

– Das Team von Jugend ohne Film hat mit der Viennale abgeschossen und seine Höhepunkte des diesjährigen Festivals kommentiert.

– Harald Mühlbeyer war für screen/shot auf den Hofer Filmtagen und hat dort den deutschen Thriller „„True Love Ways“ von Mathieu Seiler, der ihm mit seinen Trashmomenten ziemlich gut unterhalten hat, und den Serienkiller-Thriller „Cruel“ von Eric Cherrièr, der bei ihm Eindruck hinterlassen hat, gesehen. Fürchterlich geärgert hat er sich über „Der Kuckuck und der Esel“ von Andreas Arnstedt, den er in der Luft zerreißt.

– Wie gerne wäre ich mal wieder bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck. Über das diesjährige Programm berichtet Zeilenkino im Form von Kurzkritiken.

– Sonja Hartl war ebenfalls in Lübeck und hat ihre Filmerlebnisse auf B-Roll ebenfalls zusammengefasst. Rajko Burchardt entmystifiziert die geheimnisumwitterte „Pressevorstellung“.

– Aus Anlass einer Retrospektive der Cinematheque Francaise widmet sich Lukas Foerster auf Dirty Laundry in einer längeren Reihe dem amerikanischen Regisseur Phil Karlson. Den ersten Teil seiner persönlichen Retrospektive findet man hier.

– Auf Whoknows presents hat david einen sehr spannenden Artikel über Paul Lenis ersten Hollywood-Film „The Cat and the Canary“ veröffentlicht, den ich sehr genossen habe. Er sei hiermit jedem ans Herz gelegt, der sich für Stummfilme, Expressionismus und die Wurzeln des „Haunted House“-Genres interessiert. Ich muss jetzt dringend mal sehen, dass ich mir den Film besorgen. Bisher kenne ich nämlich nur das 70er Jahre Remake von Radley Metzger.

– Thomas Groh hat auf seinem filmtagebuch eine Besprechung der Snowden-Doku „Citizenfour“ veröffentlicht, die ursprünglich in der taz erschienen war.

– Bald kommt ja Eckhart Schmidts „Der Fan“ auf Blu-ray. Zeit also, sich mal intensiver mit Schmidt zu beschäftigen. So wie es Alex Klotz auf Hard Sensations getan hat, der dort Schmidts ein Jahr später entstandenen „Das Gold der Liebe“ besprochen hat.

– Sven Safarow ärgert sich auf Safarow schreibt darüber, dass David Cronenbergs neuer Film „Map to the Stars“ mit Begriffen wie “bitterböse Satire”, “Hollywoodsatire”, “Abgründe der Traumfabrik”, “Kulissen der Glitzerwelt” usw. belegt wird und erklärt warum.

– LZ schreibt auf screenread über den „Neuen Kannibalismus in Kino und TV“. An dieser Stelle möchte ich hier insbesondere an meinen lieben Paul eine besondere Empfehlung dieses Artikels aussprechen, der sich dem Thema ja auch schon sehr intensiv gewidmet hat.

– Alex Matzkeit hat auf real virtuality eine schöne und vertiefende Liebeserklärung an den Audiokommentar geschrieben und dabei auch einige gelungene und weniger gelungene Audiokommentare kommentiert. Sehr lesenswert!

– So kann es kommen. Wegenen eines Verisses von „Europa Report“ ist bullion von Tonight is gonna be a large one auf den Film aufmerksam geworden und fand ihn am Ende ähnlich gut, wie ich einst.

– Die Seite, auf der er den Verriss gefunden hat war übrigens symparanekronemoi, wo man in dieser Woche eine kritische Besprechung zum Berlinale-Gewinner „Feuerwerk am hellichten Tage“ findet.

– Italien 1. Udo Rotenberger stellt auf L’amore in città den pessimistischen „La spiaggia“ (Der Skandal) von Alberto Lattuada vor, welcher übrigens auch den für Udos Blog namensgebenden Film inszenierte.

– Italien 2. Auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte, nimmt sich Sacha des merkwürdigen, aber nichtsdestotrotz hoch interessanten „Anima Persa“ von Dino Risi an.

– Italien 3. Auf Schattenlichter schreibt Mauritia Mayer ausführlich über „Blutiger Schatten“.

– Auf dem Oldenburger Filmfest habe ich ihn verpasst, jetzt wurde er von Oliver Armknecht bei film-rezensionen.de besprochen: „White Shadow“.  Ferner gibt es eine dicke Empfehlung von Oliver für den animierten Episoden-Film „Sita Sings the Blues“ – plus Verlinkung zum Film auf Youtube.

– Für mich wieder ein Pflichttermin: Der neue von Ulrich Seidl: „Im Keller“. Auch wenn Peter Gutting auf cineastic nicht ganz so begeistert ist.  Dafür ist Ronny Dombrowski vom Kinderfilm „Antboy“ begeistert, von dem ich auch schon sehr viel Gutes gehört habe.

– Filme aus Malaysia bekommt man hierzulande nicht oft vor die Augen. Michael Schleh von Schneeland hat nun den Gangsterfilm „Songlap“ von Effendee Mazlan & Fariza Azlina Isahak gesehen und als gar nicht so schlecht empfunden.

– So unterscheiden sich die Ansichten. Ulrich Kriest vergibt auf filmgazette 7 von 10 Punkte für “Im Labyrinth des Schweigens”, während sein Kollege Dietrich Kuhlbrodt dem Film gar nichts abgewinne konnte und gerade 2 magere Pünktchen vergibt.

Der Kinogänger hat wieder das Neuste aus der Hollywood-Küche.

– Und Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen eine weitere Ausgabe der „Besprechungen der Anderen“ veröffentlicht. Vielen Dank für die Erwähnung meines Halloween-Spezials.

Das Bloggen der Anderen (03-11-14)

Von , 3. November 2014 22:29

bartonfink_type2- Letzte Woche habe ich doch glatt den Außenseiter unterschlagen, der auf seinem Blog Final Frontier Film Filmbesprechungen nun auch in Form von Videos einstellt. Mehr dazu verrät er hier.

– Ich freue mich ja jedes Mal, wenn mir ein neuer interessanter Filmblog unter die Augen kommt. Der Beitrag ist zwar schon älter als eine Woche, aber ich habe ihn gerade entdeckt und fand ihn zu schön, um ihn hier nicht zu erwähnen. Auf Schattenlichter (Erinnerungen an Theodore Roszak werden wach) hat Mauritia Mayer einige Fotos der Stadt Spoleto in Umbrien gepostet, welche die Kulisse für einige bekannte Gialli lieferte. Und um auch noch einen aktuellen Artikel hier mit reinzubringen: Seine Review des Fulci-Klassikers „Ein Zombie hing am Glockenseil“ findet man hier.

– Gerold Marks von Digitale Leinwand hat noch einmal Amazon Instant Video eine Chance gegeben und kommt zu dem Fazit, dass es an einigen Ecken noch Stellschrauben zur Verbesserung des Angebots gibt.

– Alexander Matzkeit stellt nach einem Abstecher in die Türkei auf real virtuality fest: “Andere Länder haben auch schlechte Filme“.

– Sascha hat auf PewPewPew das Actionfilm-Jahr 2014 unter die Lupe genommen und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.

– Es ist wieder Viennale und Jugend ohne Film ist dabei. Rainer Kienböck hat nicht nur die (von mir mit Spannung erwartete Doku) „Von Caligari bis Hitler“ gesehen, sondern auch den Klassiker „Die Büchse der Pandora“. Leider als DCP, was scheinbar nicht gerade ideal war.  Des weiteren hat er auch einige Kurzfilme geschaut, die er hier vorstellt.  Patrick Holzapfel hat „Leviathan“ von Andrey Zvyagintsev gesehen, der bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

– Noch mehr Viennale. Michael Kienzel hat auf critic.de seine Festivalnotizen abgelegt und berichtet über Harun Farocki, John Ford und Thomas Heise.

– Auch Nikolaus Perneczky befindet sich auf der Viennale und schreibt darüber auf cargo.

– Über das DOK-Festival in Leipzig schreibt Eileen Reukauf auf B-Roll. Und ein Festival der etwas anderen Art ist das Pornofestival in Berlin, von dem Beatrice Behn berichtet. Ferner gab sie auch ein paar Film-Tipps für das nun zurückliegende Halloween-Fest. Dennis Demmerle hat die beiden fabelhaften Dardenne-Brüder interviewt und nach ihrem neuen Film „Zwei Tage, eine Nacht“ befragt.

– Auf dem Berliner Pornofilm-Festival war auch Arne Fischer für Daumenkino, der sich angesichts eines in seinen Augen mislungenen Kurzfilmes fremdschämt.

– Wie schon erwähnt, war Freitag ja Halloween, und Going to the movies stellt darum einen Film vor, von dem ich in den letzten Tagen sehr viel Gutes gehört habe, der aber bisher komplett an mir vorbei gegangen ist: Michael Doughertys „Trick ‘r Treat“. (Nicht zu verwechseln mit der 80er-Jahre-Bombe „Ragman“).

– Like father, like son. Gregor Torinus hat sich für Hard Sensations das polarisierend aufgenommene Leinwand-Debüt von Cronenberg-Sohn Brandon angesehen und kommt zu dem Schluss: „Hat Brandon Cronenberg einmal seine bösen Bilder in das Hirn des Zuschauers injiziert, gibt es kein Zurück. Dann hilft kein Toben und kein Schreien. Antiviral ist der Virus, ist das real gewordenen neue Fleisch aus Videodrome.“

– Zuerst gedruckt im „Der Freitag“ erschienen: Thomas Groh in seinem filmtagebuch über den großartigen „Töte Django“ von Giulio Questi.

– Udo Rotenburg seziert auf Grün ist die Heide „Gestehen Sie, Dr. Corda!“ von 1958 mit dem jungen Hardy Krüger.

– Ich lese gerade Christian Keßlers neues Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof“, in dem er auch sehr liebevoll über Thilo Gosejohanns „Operation: Dance Sensation“ schreibt. Oliver Nöding tut es ihm auf Remember It For Later gleich, was mir beweist, dass ich diese Bildungslücke wohl irgendwann mal werde schließen müssen. (Wobei ich mir unsicher bin, ob ich den nicht Teilweise mal auf VIVA – als der Sender noch okay war, bzw. gibt es den überhaupt noch? – gesehen haben).

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über den Citzen Kane des Giallo: Dario Argentos „Profondo Rosso“. Interessant, auch wenn man merkt, dass die Materie für Beide scheinbar neu ist (Argento ist z.B. nicht Begründer des Giallo-Genres – das war dann doch eher Mario Bava).

– Wie es mit Argento momentan aussieht, kann man dann bei jogiwan auf project-equinox lesen.

– reda empfiehlt auf Der breite Grad den französischen Film „Innocence“ der 2004 von Lucile Hadzihalilovic inszeniert wurde und auf Frank Wedekinds Novelle “Mine-Haha” beruht.

– Der Film von dem die meisten Blogger zur Zeit sprechen heißt „Interstellar“ und ist das neuste Werk von Christoper Nolan. Die Meinungen hierzu sind durch die Bank weg gut. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de vergibt trotz seines Fazits: „Alles wie gehabt: Interstellar vereint die üblichen Stärken (Optik, Konzept) und Schwächen (Pathos, plumpe Geschichte) früherer Christopher-Nolan-Filme zu einem der unterhaltsamsten Blockbuster des Jahres.“ glatte 8/10 Punkte. Ronny Dombrowski hält auf cineastic.de fest: „Christopher Nolans “Interstellar” gehört zweifelsohne zu den ganz großen Science-Fiction-Filmen der letzten zehn Jahre, die nicht nur mit einer tiefgründigen Geschichte, sondern gleichwohl auch auf visueller und auditiver Ebene überzeugen können.“ LZ schreibt auf screen/read „Wer sich diesen Film nicht im Kino anschaut, sondern lieber zur Raubkopie greift oder die spätere DVD abwartet, ist selber schuld.“  Und auf Komm&Sieh resümiert Thorsten Krüger „Ob Ambient-Stillleben vom Saturn, die Sphären-Architektur eines Wurmlochs, Big-Wave-Surfen, ein bizarrer Gletscherplanet oder lodernde Ränder eines Schwarzen Lochs – die Entdeckungslust ist grenzenlos, ohne zur Spektakelsucht zu verkommen.“  Nur cutrin auf filmosophie hat, was „Interstellar“ angeht, ziemlich gemischte Gefühle.

– Und zu guter Letzt: Das Neuste aus dem Podcasts auf Wiederaufführung.

Das Bloggen der Anderen (27-10-14)

Von , 27. Oktober 2014 21:57

bartonfink_type2- Patrick Holzapfel von Jugend ohne Film ist auf der Viennale zu Gast und hat dort den neusten Film der überaus talentierten Jessica Hauser gesehen: „Amour Fou“. Sein Fazit: „Der romantischte Film über die Lächerlichkeit von Romantik, den ich gesehen habe.“ Rainer Kienböck verteidigt „Listen Up Philip“ von Alex Ross Perry, der von den meisten Kritikern als „Sundance Bullshit“ abgekanzelt wird. Und, hui, eine sehr kritische Besprechung eines Filmes, auf den ich mich trotzdem (oder gerade deswegen?) ganz besonders freue: „Es ist schwer ein Gott zu sein“.

– Unglaublich, dass selbst die Filme solcher Kanon-Regisseure wie Michaelangelo Antonioni bis heute nicht wirklich für das deutschsprachige Heimkino ausgewertet wurden. So auch sein Frühwerk „Chronik einer Liebe“, welches Udo Rotenberg auf L’amore in città vorstellt.

– Regie: Wolfgang Staudte. Drehbuch: Horst Wendlandt. Darsteller: Martin Held, Mario Adorf, Walter Giller, Agnes Windeck, Hannelore Elsner, Sabine Bethmann, Herbert Fux, Rudolf Platte, Heinz Erhardt, Siegfried Schürenberg. Da schnalzt man doch genüßlich mit der Zunge. Zurecht, wie Udo in seiner Besprechung des Klassikers „Die Herren mit der weißen Weste“ auf Grün ist die Heide findet.

– In den 50er Jaren gab es eine Phase, in der mit zweisprachigen Filmfassungen experimentiert wurde. Otto Premingers „Die Jungfrau auf dem Dach“/“The Moon Is Blue“ 1953 ist hierfür wohl das prominenteste Beispiel. Da wurden dann eine deutschsprachige Fassung und (mit den selben oder anderen Schauspielern) eine englischsprachige Fassung simultan gedreht. Einer dieser Filme ist der österreichisch-amerikanische film noir „Abenteuer in Wien“, bzw. „Stolen Identity“ von 1952, welcher von Manfred Polak sehr ausführlich und detailliert auf Whoknow presents untersucht wird.

– Alex Klotz hat für hypnosemaschinen wieder ein interessantes Werk ausgegraben: Den Horrorfilm „Sleepwalker“, den Saxon Logan 1984 inszenierte, der sogar vor begeistertem Publikum auf der Berlinale lief – um dann keinen Verleih zu finden und für lange Zeit in der Versenkung zu verschwinden. Spannend.

– Das Magazin des Glücks beschäftigt sich mit zwei Fernsehfilmen von Alan Bennett (Drehbuch) und John Schlesinger (Regie) von 1983 bzw. 1991.

- Movies&Sports hat das Programm des 1. Auswärtigen Sondergipfels des Hofbauer-Kommandos online.

– Harald Mühlbeyer war wieder bei einer Grindhouse-Nacht dabei und sah zwei japanische Spielfilme, die er auf screenshot bespricht: „Die Exekution” von Chûsei Sonne und „Sternenkrieg im Weltall“ von Kinji Fukasaku.

– Christian Gertz hat auf Mehrfilm endlich den Abschluss seines vierteiligen Berichts vom Internationalen Filmfest in Oldenburg veröffentlicht. Überraschenderweise schreibt er, dass die Sonntagnachmittag-Vorstellung von Till Kleinerts empfehlenswerten „Der Samurai“ ausverkauft war. Da hatte ich Glück, denn am Samstagabend waren noch reichlich Plätz frei geblieben.

– In Oldenburg lief auch „White Bird in a Blizzard“ von dem Der Kinogänger recht begeistert ist.

– Auch Thorsten Krüger hat „White Bird in a Blizzard“ gesehen und kommt auf Komm&Sieh zu einem positiven Fazit. Gleiches gilt für den neuen Film eines meiner Lieblinge, Roy Andersson, mit dem wunderbar sperrigen Titel „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“.

– Oliver Armknecht hat für film-rezensionen.de den vielgelobten „Love Steaks“ besprochen und freut sich über den frischen Wind. Und als Papa werden für mich auch Kinderfilme immer wichtiger, und darum freue ich mich über die Empfehlung des Animationsfilms „Khumba – Das Zebra ohne Streifen am Popo“.

– Jennifer Borman interviewt für B-Roll das Regie-Team Taika Waititi und Jemaine Clement, welches den Festival-Liebling „5 Zimmer Küche Sarg“ auf die Leinwand brachten. Joachim Kurz schreibt über Filmfestivals im Herbst und Lucas Barwenczik stellt das Animationsfilm-Studio Laika („ParaNorman“, „BoxTrolls“) vor.

– 1984 starb Francois Truffaut. Ein ausführliches Essay zum 30. Todestag von Pascale Anja Dannenberg auf critic.de.

– So ganz warm ist Lukas Foerster mit Domink Grafs „Die reichen Leichen. Ein Starnbergkrimi“ nicht geworden. Gefallen hat er ihm aber trotzdem. Warum schreibt er auf Dirty Laundry.  Außerdem: Kommentarlose Bewertungen der Filme, die auf dem Filmfestival in Osnabrück liefen. Scheint ein großartiges Programm gewesen zu sein. Nächstes Mal muss ich da auch hin.

– Sascha Nolte empfiehlt einen Film, der mir auch sehr am Herzen liegt: „I Declare War“ (meine Besprechung hier). Zu finden auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte.

– cutrin schreibt auf filmosophie über Chaos-Cinema und The Zero Theorem.

– Oliver Nöding ist auf Remember It For Later sehr enttäuscht von Denis Villeneuves neuem Film „Enemy“.

– Goetz schreibt auf Schöner Denken ein hingerissene Kritik des neuen Christian-Petzold-Films „Phoenix“.

– Und auch Bettina Klix auf new filmkritik mochte „Phoenix“ sehr. Auch wegen eines bestimmten Liedes.

– Einmal auf Rockys Fußspuren wandeln? Filmtourismus.de zeigt wo und wie.

– Was hört man so in den deutschsprachigen Film-Podcasts? Max verrät es auf Wiederaufführung.

Das Bloggen der Anderen (22-09-14)

Von , 22. September 2014 21:41

bartonfink_type2- Sascha Nolte empfiehlt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte den surrealen belgischen Gruseler „Nuit noire“ von Olivier Smolders.

– Wer Luc Bessons „Leon – der Profi“ mag, erfährt auf filmtourismus.de ein wenig was über die Drehorte. Außerdem war Andrea David im bezaubernden Brügge unterwegs, wo ich selber auch schon einmal auf den Spuren des empfehlenswerten Filmes „Brügge sehen… und sterben“ wandelte. Und ich bin im wahrsten Sinne des Wortes „tierisch“ überrascht, dass dieser eine Hund da, scheinbar immer im Fenster am Kanal döst. Den hatte ich damals nämlich auch fotografiert.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de wieder eine Animationsfilm-Anthologie im Gepäck. „Genius Party“ kann er durchaus empfehlen – auch wenn ihn nicht alle Episoden restlos überzeugt haben.  Noch angetaner war Oliver von Christian Petzolds neuem Film „Phoenix“, den er „ein spannendes, später auch bewegendes Drama über die Frage nach der eigenen Identität“ nennt.

– Der Außenseiter widmet sich auf Final Frontier Film zunächst F.W. Murnaus Stummfilmklassiker „Schloß Vogelöd“, bevor er anfängt, sich näher mit Howard Hawks zu beschäftigen. Und natürlich geht es auch mit seiner John-Ford-Reihe weiter, wo er bei einem Film angekommen ist, den er zu den 10 wichtigsten Filmen der Filmgeschichte zählt.

– Christian Gertz berichtet auf mehrfilm vom Internationalen Filmfest in Oldenburg. Diesmal vom zweiten Tag, was mir sehr entgegenkommt, da ich erst ab dem dritten Tag anwesend war und so über die Filme lesen kann, die ich versäumt hatte – und die dementsprechend in meinem Bericht, der die Tage veröffentlicht wird, nicht auftauchen werden.

– Malina schreibt auf Stubenhockerei über Derek Jarmans Film „Jubilee“, der sich zwar mit dem Punkjahren ’77/’78 und seinen Protagonisten beschäftigt, aber laut Malina kein Punkfilm ist.

symparanekronemoi hat sich Terry Giliams neuen Film „The Zero Theorem“ angesehen und wurde irgendwie enttäuscht zurückgelassen.

– Rochus Wolff gibt auf B-Roll einen Ausblick auf die kommenden – doch eher schwach bis schlechten – Kinderfilme der nächsten Monate.  Und Lucas Barwenczik beschäftigt sich mit der Karriere des niederländischen Fotografen und Regisseurs Anton Corbijn und setzt den Schwerpunkt dabei auf dessen Musikvideo-Arbeit.

– Lukas Foerster zeigt sich auf Dirty Laundry sehr von Peter Hyams neuen Film angetan, der eine in Bulgarien gedrehte Direct-to-video-Produktion mit Jean-Claude Van Damme ist, die auf den Namen „Enemies Closer“ hört.

– cutrin hat auf filmosophie den zweiten Teil ihrer schönen Reihe „Tonspur“ veröffentlicht, in dem sie wieder tolle unbekannte Songs aus diversen Filmen vorstellt. Natürlich „mit Ton“.

– Thomas Groh auf filmtagebuch über das „Sin City“-Sequel: „Man fühlt sich wie nach einer hemmungslosen Fastfood-Orgie: durchaus zufrieden, aber eben auch pappsatt. Und man fürchtet die fiesen Pickel, die solchen Exzessen gnadenlos folgen.“

– Udo Rotenberg stellt auf Grün ist die Heide eine weitere frühe Wolf C.Hartwig-Produktion vor: „Alle Sünden dieser Erde“ von Fritz Umgelter, der 1958 in dem „in dichter Folge Aspekte behandelt (wurden) – Drogenmissbrauch, Abtreibung, Frauenknast, Promiskuität, Sex und Prostitution – die selten mit den 50er Jahren assoziiert werden.“

– Alex Klotz bespricht auf Hard Sensations den neuen Film der „Persepolis“-Autorin und Regisseurin Marjane Satrapi, der überraschender Weise eine extrem schwarze Serienkiller-Komödie geworden ist. Außerdem stellt der den belgischen (schon der zweite Belgier in dieser Woche!) Thriller „The Treatment“ vor, der seiner Aussage nach, nichts für zarte Gemüter ist. Michael Schleeh hat „The Rover“ gesehen und für OK befunden. Außerdem schreibt Jamal Tuschick über Thomas Braschs Debütfilm „Engel aus Eisen“ von 1981 und Silvia Szymanski und Alex Klotz führen ein Interview mit dem 87-jährigen Bruno Sukrow, der mit seinen seit 2010 entstandenen. computeranimierten Genrefilmen in Aachener Filmkritiker-Kreisen bereits Kultstatus genießt.

– Auf seinem eigenen Blog hypnosemaschinen empfiehlt Alex Klotz den Gruselfilm „The House at the End of Time“ aus Venezuela.

– Anlässlich der „Land of the Dead“-Schau im Österreichischen Filmmuseum macht sich Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film Gedanken über Gesichter und Masken im Horrorfilm. Außerdem schreibt er eine paar kritische Sätze zu David Cronenbergs „Die Fliege“. Rainer Kienböck hat ein Essay zum Thema „Hilflose Mädchen in alten Häusern“ geschrieben, bei dem er den Horrorfilm einmal außer acht lassen möchte – auch wenn alle vier Filmbeispiele (drei davon aus Spanien), das Genre immer wieder streifen.

– Robin Schröder auf Mise en cinema über den kraftvollen, philosophischen und ganz und gar überwältigenden „Der silberne Planet“ von Andrzej Żuławski, der leider nie ganz fertiggestellt werden konnte.

– Spannend. Anhand der beiden Filmreihen „Alien“ und „Mission: Impossible“ fragt Alex Matzkeit auf real virtualiy: „Wieviel Autorenschaft verträgt ein Franchise?

– Oliver Nöding auf Remember It For Later über den scheinbar unglaublichen „Terrorgang“, welcher nach seiner Review gerade auf meine „Der folgende Film wird gesucht“-Liste gewandert ist. Wow.  Sowie: Ein Plädoyer für Zack Snyders „Sucker Punch“.

– gabelingeber hat sich auf Hauptsache (Stumm)Film diesmal einen der bekanntesten Filmklassiker überhaupt ausgesucht :Chaplins brillanten „Der große Diktator“.

– Bei „Monster machen mobil“ durfte ich den unheimlich unterhaltsamen „Drei Supermänner räumen auf“ genießen. Totalschaden schreibt nun auf Splattertrash über die Fortsetzung „Drei tolle Kerle“, der aber bis auf Kostüme und Handlung alles durchtauscht: Regisseur und Hauptdarsteller. Sehen muss ich den dann aber trotzdem mal.

Wiederaufführung hat bereits zum vierten Mal neue Empfehlungen für interessante Podcast-Sendungen.

Das Bloggen der Anderen (15-09-14)

Von , 15. September 2014 22:09

bartonfink_type2- Fast hätte es diese Ausgabe gar nicht gegeben, denn ich habe mich am Wochenende im Oldenburg auf dem 21. Internationalen Filmfest herumgetrieben. Jetzt wollte ich eigentlich erst einmal meine Gedanken sortieren und meinen Festivalbericht schreiben. Aber dann habe ich mich doch wieder hingesetzt, um„Das Bloggen der Anderen“ in Angriff zu nehmen. Christian Gertz von mehrfilm.de war auch in Oldenburg und berichtet schon mal über den ersten Tag, den ich gar nicht mitbekommen habe, da ich erst am Freitag ins Festivalgeschehen eingestiegen bin.

– Es hat mich sehr gewundert, dass es in den Blogs keinen Nachruf auf Joachim Fuchsberger gab. Immerhin hat Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide, aber ein unbekannteres Werk mit Fuchsberger besprochen, „Die feuerrote Baroness“ von Rudolf Jugert, in dem Blacky den Übergang vom romantischen Liebhaber zum harten Krimihelden probt. Desweiteren schreibt Udo über „Der Griller“, einen Film des New Yorker Autorenfilmers George Moorse, der ab Mitte der 60er ausschließlich in Deutschland arbeitete und im „Griller“ 1968 den jungen Rolf Zacher mit der Titelrolle betraute.

– Und auf seinem dem italienischen Film gewidmeten Blog L’amore in città widmet er sich eines Filmes, der in meinem Herzen einen besonderen Platz hat: „The Riffs – Die Gewalt sind wir“, den wir – zusammen mit dem zweiten Teil – 2012 auf dem 3. öffentlichen Deliria-Italiano-Forentreffen in Bremen von 35mm gezeigt haben.

– Auf Deep Red Radio beschließt david mit dem zweiten Teil seine präzise „Eis am Stil“-Gesamtbetrachtung, die dann doch recht ernüchternd war.  Benedikt Wilken schreibt über John Badhams ’79er „Dracula“-Fassung, die ich auch unbedingt noch sehen muss. Immerhin war meine Ausgabe von Bram Stokers Roman damals quasi „das Buch zum Film“, was heißt, dass es viele Standfotos aus Badhams Film enthielt.  Und schließlich setzt sich loonen kritisch mit Erwin C. Dietrichs „Rolls Royce Baby“ auseinander. Meine Kritik gibt es übrigens hier.

– Sven Safarow stellt auf Eskalierende Träume einen weiteren der „100 deutschen Lieblingsfilme“ vor: Ulli Lommels „Wachtmeister Rahn“ von 1974. Laut Filmplakat „Ein Action-Thriller über den Alltag der Polizei“.

– Alex Klotz hat den südkoreanischen Spielfilm „The Divine Move“ gesehen und schreibt auf Hard Sensations: „Neben einem Sammelsurium sympathischer Underdog-Figuren wie dem blinden Go-Meister “Drinking Jesus” und einem Armamputierten Hersteller von Gadgets stimmt vor allem die Verteilung von rasanten Actionszenen und wenig zimperlichen Gewaltspitzen.“ Klingt doch gut.

– Auf seinem eigenen Blog hypnosemaschinen ist Alex auch immer wieder für eine hochspannende Ausgrabung gut. Doch diesmal beschäftigt er sich mit zwei Filmen, die derzeit in aller Munde sind: „Under the Skin“ und „The Strange Color of Your Body’s Tears“, die beide auch gerade beim Fantasy Filmfest laufen.

Yzordderrexxiii berichtet von einem durchwachsenen Fantasy Filmfest, auf dem ihm aber immerhin zwei Filme ziemlich begeistert haben.

Schlombies Filmbesprechungen bringt eine neue Ausgabe seiner Reihe „Die Besprechungen der Anderen“.

– Auf Jugend ohne Film sind auch in dieser Woche viele schöne Artikel erscheinen, die ich hier gar nicht alle aufführen kann. Deshalb beschränke ich mich bei meinen Empfehlungen auf den Liebesbrief, den Patrick Holzapfel an Julianne Moore geschrieben hat, Rainer Kienböcks Besprechung eines meiner Lieblingsfilme, „Quadrophenia“, der wiederum auf einer meiner absoluten Lieblingsplatten (die ich mindestens einmal im Jahr hören muss) beruht und auf Andrey Arnolds wütenden Verriss von „A Most Wanted Man“. Empfehle aber jedem, noch selber etwas auf der Seite herumzuschnüffeln.

– Viele interessante Artikel gibt es auch wieder auf B-Roll. So hat Lucas Barwenczik ein Portrait von David Cronenberg verfasst, in welchem er auch speziell auf dessen Werbe-Clips u.a. für Nike) eingeht.  Patrick Heidmann berichtet vom Filmfestival in Toronto.  Beatrice Behn schreibt sarkastisch über „Feel Good Movies“ und empfiehlt das Buch „Explizit! Neue Perspektiven zu Pornografie und Gesellschaft“.

– Letzteres wird auch von Sven Jachmann auf filmgazette besprochen, wobei aber nicht ganz herauskommt, was er nun konkret von dem Buch „Explizit! Neue Perspektiven zu Pornografie und Gesellschaft“ hält. Das Thema findet er jedenfalls sehr interessant und führt seine Meinung hierzu auch näher aus. Ebenfalls auf filmgazette schreibt Nicolai Bühnemann ausführlich über Peter Kern und die ihm gewidmete Veranstaltung “Schauplatz Körper: Tribute to Peter Kern”, die im August im Berliner Arsenal Kino lief.

– Auf Dirty Laundry beschäftigt sich Lukas Foerster näher mit Christian Petzold. Zunächst widmet er sich dessen TV-Frühwerk „Cuba Libre“, dann schreibt er über J. Lee Thompsons 1965 entstandenen Film „Return from the ashes“, einer Verfilmung der selben Vorlage, die für Petzolds neuem Film „Phoenix“ verwendete.

– Auch Oliver Nöding war wieder sehr produktiv. Aus den zahlreichen Reviews, die er letzte Woche auf Remember It for Later veröffentlichte, möchte ich nur zwei heraus greifen: Die sehr zutreffende Analyse von Bruce Lees „Die Rückkehr der Todeskralle“ und seine Verteidigung des Renny-Harlin-Films „The Legend of Hercules“.

– Welches ist Jack Ketchums liebster Horrorfilm? Screenread weiß es. Ebenso, wie welcher verloren geglaubter Ed-Wood-Film wieder aufgetaucht ist.

– Malina schwärmt auf Stubenhockerei „mädchenhaft“ von Dore O.s experimentellen Kurzfilm „Alaska“ von 1968. Und da der Film auf YouTube zu finden ist, kann man sich auch gleich selber ein Bild machen.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über den mir bisher vollkommen unbekannten, 24-jährigen kanadischen Filmemacher Xavier Dolan und dessen neuen Film „“Tom à la ferme”.

– Dennis Vetter schreibt auf Negativ über den Film „Heli“ von Amat Escalante: „Gewalt und Tod überschatten alle Geschehnisse ab dem ersten Bild. Wenn man doch wagt zu hoffen, wie es im Film nur Kinder tun, löst sich bald ein, was man befürchtet oder verdrängt hat. Es wird grausam und unmenschlich, traurig, deprimierend, zermürbend.“

– Ein ungewöhnliches und beeindruckendes Seherlebnis scheint der Animationsfilm „The Old Man and the Sea“ von  Alexander Petrov zu versprechen, den Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de vorstellt.

– Sascha Nolte hat auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte die japanische Manga-Real-Verfilmung „Sukeban deka“, über einen “Girl Cop in Schuluniform” mit tödlichem Jo-Jo, gesehen, der u.a. eine sehr erfolgreiche TV-Serie voran ging. Das gehört scheinbar alles zusammen zum 1×1 der japanischen Pop-Kultur.

– Last but not least: Sebastian Schubert stellt auf Das Magazin des Glücks drei Filme von Henry Cornelius vor. Einem Sohn deutsch-jüdischer Eltern. 1913 in Südafrika geboren, Schüler von Max Reinhardt in Berlin, über Paris nach England emigriert und dann für die Ealing Studios als Regisseur tätig, bevor er nach nur fünf Filmen viel zu früh starb. Außerdem bespricht er Cronenbergs „Maps to the Stars“, der ihn an Billy Wilders „Feodora“ erinnert.

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