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Das Bloggen der Anderen (17-11-14)

Von , 17. November 2014 21:49

bartonfink_type2- Hofbauer, Hofbauer, Hofbauer. Bei vielen der von mir beobachteten Blogs ist der 1. Auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer Kommando in Frankfurt/Main vom 07. bis 09.11.2014 das Thema Nr. 1. Leider konnte ich aus familiären Gründen auch dieses Mal nicht teilnehmen (was sich aber ja sicherlich irgendwann ändern wird – und hoffentlich nicht erst, wenn ich den Nachwuchs gleich mitbringen kann). Dafür waren aber Andere dort, die fleißig berichten. Wie z.B. Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide, der über einen Film mit dem gar reißerischen Titel „Tanja – die Nackte von der Teufelsinsel“ und einen Schlagerfilm des Namenspatrons, Ernst Hofbauer, „Tausend Takte Übermut” berichtet.

– Und auch Oliver Nöding waren anwesend und schreibt auf Remember It For Later ausführlich über Otto Retzers „Babystrich im Sperrbezirk“; den dänischen „Nordische Nächte – Verschwiegene Parties“ von Poul Nyrups , dem Nicholas Winding Refn seinen dritten „Pusher“-Film widmete; „Sünde mit Rabatt“ von Rudolf Lobowski; dem ziemlich schmierig betitelten „Pornospiele mit Stock und Peitsche“ von Joe Sarno; ebenfalls „Tanja – Die Nackte von der Teufelsinsel“, sowie dem Kultfilm der Hofbauers „Herzromanze“ von Jürgen Enz (den ich noch immer nicht gesehen habe).

– Ich weiß nicht, ob Sebastian in Frankfurt dabei war oder dies nur ein passender Zufall ist, aber in Das Magazin des Glücks befasst er sich mit gleich drei Ernst-Hofbauer-Filmen.

– Auf Zeilenkino findet man den 2. Teil mit Kurzkritiken zu den Filmen, die auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck liefen.

– Ebenfalls mit dem 2. Teil wurde das Essay „Der neue Kannibalismus in Kino und TV | Eine Annäherung.“ von LZ auf screen/read fortgesetzt. Ferner wird der Film „Coherence“ besprochen, der Dank des rührigen Filmverleihs Drop-Out und dem vorzüglichen Label Bildstörung demnächst auch in einigen ausgewählten Kinos zu sehen ist.

– Mauritia Mayer hat für uns Helmut Bergers Autobiographie „Ich“ gelesen und ihre Gedanken dazu auf Schattenlichter niedergeschrieben.

– Udo Rotenberg war auch anwesend, als wir mit dem 5. Öffentlichen Forentreffen von Deliria-Italiano.de in Nürnberg zu Gast waren. Auf L’amore in città schreibt er über unseren Abschlussfilm „Geisterstadt der Zombies“.

– Sascha Nolte bespricht auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte einen japanischen Gangsterfilm von Seijun Suzuki; „Branded to kill“. Ein irgendwie höchst merkwürdiger Film, der mich einst bei einer TV-Sichtung tief beeindruckt hat. Sascha erging es scheinbar ähnlich.

Nicht ganz so enthusiastisch, aber immerhin positiv hat Oliver Armknecht „Branded to kill“ auf film-rezensionen.de aufgenommen. Desweiteren empfiehlt er den Anime „Mind Game“ und Oliver Frost ist vom neuen Werk des „Amer“-Gespanns Hélène Cattet & Bruno Forzani, „Der Tod weint rote Tränen“ sehr angetan.

– Zum Anschauen ist es leider zu spät, aber trotzdem sei darauf hingewiesen, dass man auf B-Roll in der neuen Rubrik Doc Blog einige Dokumentarfilme vom CPH-DOX-Festival in Kopenhagen ansehen konnte. Am 21.11. soll es aber Nachschub geben. Ferner gibt es ein Interview mit dem Belgier Geoffrey Enthoven, der beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg mit dem “New Master of Cinema”-Award ausgezeichnet wurde. Und Lucas Barwenczik porträtiert das Wunderkind und neuen Darling der Filmkritik Xavier Dolan.

– Apropos Mannheim-Heidelberg. Auf critic.de geht Frédéric Jaeger mit diesem Filmfestival sehr hart ins Gericht.

– Sehr viel Gutes hörte ich schon über den deutschen Psycho-Horror-Thriller „Ich seh, ich seh“ von Veronika Franz und Severin Fiala der gerade auch auf dem Filmfest in Braunschweig lief. Theodor Frisorger reiht sich auf Daumenkino in die Menge der Begeisterten ein. Nicht ganz so begeistert war Miriam Eck von dem Film „Brazilian Western“. Sie schreibt: „Eben weil die Figuren so unnahbar bleiben, ist die Zurschaustellung der Folter so fehl am Platze. Der Zuschauer ist Schaulustiger aber nicht betroffen. Höchstens Ekel aber keine Tragik entsteht.“

– Patrick Holzapfel leitet auf Jugend ohne Film seine Besprechung des Filmes “Al doilea joc” von Corneliu Porumboiu wie folgt ein: „Wenn einer der besten Filme des Kinojahres ohne Kameramann und Drehbuchautor entsteht, dann sollte man darüber nachdenken.“ Danach macht er sich anhand einiger Filmbeispiele lesenswerte Gedanken über Techniken, das Vergehen der Zeit zu filmen.

– Auf Negativ kann man ein schönes Interview mit dem höchst sympathischen Till Kleinert über seinen sehenswerten Film „Der Samurai“ lesen. Außerdem berichtet Amos Borchert über das Dokumentarfilm-Festival in Leipzig.

– Ein ebenso merkwürdiger, wie sehenswerter und fordernder Film scheint „Masked and Anonymous“ von Larry Charles zu sein, der mit ungewöhnlich großem Staraufgebot ein Drehbuch von Bob Dylan (der selber die Hauptrolle spielt) umsetzt. Sven Safarow legt ihn uns auf Safarow schreibt ans Herz.

– Sir Donnerbold macht sich auf SDB-Film Gedanken über die Vorverurteilung von Filmen.

– Was James Bond angeht bin ich zwar seit klein auf ein großer Fan, allerdings etwas langweilig. Ich halte weiterhin Sean Connery für den besten Bond und „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ ist mein Lieblings-Bond-Film. Totalschaden von Splattertrash mag den auch.

– Recht häufig stimme ich ja mit Schlombies Filmbesprechungen nicht ganz überein. Bei „Die Tollwütigen“ alias „I Drink Your Blood“ sind wir uns aber ziemlich einig.

– Ich bin schon recht gespannt auf die DVD von „The Young Ones“, die hier hoffentlich auch bald eintrudelt. Bis dahin hält die Kritik von quadzar auf filmosophie das Interesse weiterhin am Köcheln.

– Und auf Wiederaufführung gibt es das Neuste von den Filmpodcasts.

Das Bloggen der Anderen (10-11-14)

Von , 10. November 2014 23:02

bartonfink_type2- Oliver Nöding gibt auf Remember It For Later einen ersten Vorgeschmack auf den Erstern auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer-Kommandos in Frankfurt und berichtet über „Frankfurt Kaiserstraße“ von Roger Fritz und „69 – Sixtynine“ von Jörg Donner.

– Michael Kienzl berichtet auf critic.de weiter von der Viennale, wo er sich dem einer Retrospektive über den 16mm-Film und „Straßen-Filmen“ von Giovanni Bonfanti, Peter Bogdanovich und Pedro Costa gewidmet hat.

– Das Team von Jugend ohne Film hat mit der Viennale abgeschossen und seine Höhepunkte des diesjährigen Festivals kommentiert.

– Harald Mühlbeyer war für screen/shot auf den Hofer Filmtagen und hat dort den deutschen Thriller „„True Love Ways“ von Mathieu Seiler, der ihm mit seinen Trashmomenten ziemlich gut unterhalten hat, und den Serienkiller-Thriller „Cruel“ von Eric Cherrièr, der bei ihm Eindruck hinterlassen hat, gesehen. Fürchterlich geärgert hat er sich über „Der Kuckuck und der Esel“ von Andreas Arnstedt, den er in der Luft zerreißt.

– Wie gerne wäre ich mal wieder bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck. Über das diesjährige Programm berichtet Zeilenkino im Form von Kurzkritiken.

– Sonja Hartl war ebenfalls in Lübeck und hat ihre Filmerlebnisse auf B-Roll ebenfalls zusammengefasst. Rajko Burchardt entmystifiziert die geheimnisumwitterte „Pressevorstellung“.

– Aus Anlass einer Retrospektive der Cinematheque Francaise widmet sich Lukas Foerster auf Dirty Laundry in einer längeren Reihe dem amerikanischen Regisseur Phil Karlson. Den ersten Teil seiner persönlichen Retrospektive findet man hier.

– Auf Whoknows presents hat david einen sehr spannenden Artikel über Paul Lenis ersten Hollywood-Film „The Cat and the Canary“ veröffentlicht, den ich sehr genossen habe. Er sei hiermit jedem ans Herz gelegt, der sich für Stummfilme, Expressionismus und die Wurzeln des „Haunted House“-Genres interessiert. Ich muss jetzt dringend mal sehen, dass ich mir den Film besorgen. Bisher kenne ich nämlich nur das 70er Jahre Remake von Radley Metzger.

– Thomas Groh hat auf seinem filmtagebuch eine Besprechung der Snowden-Doku „Citizenfour“ veröffentlicht, die ursprünglich in der taz erschienen war.

– Bald kommt ja Eckhart Schmidts „Der Fan“ auf Blu-ray. Zeit also, sich mal intensiver mit Schmidt zu beschäftigen. So wie es Alex Klotz auf Hard Sensations getan hat, der dort Schmidts ein Jahr später entstandenen „Das Gold der Liebe“ besprochen hat.

– Sven Safarow ärgert sich auf Safarow schreibt darüber, dass David Cronenbergs neuer Film „Map to the Stars“ mit Begriffen wie “bitterböse Satire”, “Hollywoodsatire”, “Abgründe der Traumfabrik”, “Kulissen der Glitzerwelt” usw. belegt wird und erklärt warum.

– LZ schreibt auf screenread über den „Neuen Kannibalismus in Kino und TV“. An dieser Stelle möchte ich hier insbesondere an meinen lieben Paul eine besondere Empfehlung dieses Artikels aussprechen, der sich dem Thema ja auch schon sehr intensiv gewidmet hat.

– Alex Matzkeit hat auf real virtuality eine schöne und vertiefende Liebeserklärung an den Audiokommentar geschrieben und dabei auch einige gelungene und weniger gelungene Audiokommentare kommentiert. Sehr lesenswert!

– So kann es kommen. Wegenen eines Verisses von „Europa Report“ ist bullion von Tonight is gonna be a large one auf den Film aufmerksam geworden und fand ihn am Ende ähnlich gut, wie ich einst.

– Die Seite, auf der er den Verriss gefunden hat war übrigens symparanekronemoi, wo man in dieser Woche eine kritische Besprechung zum Berlinale-Gewinner „Feuerwerk am hellichten Tage“ findet.

– Italien 1. Udo Rotenberger stellt auf L’amore in città den pessimistischen „La spiaggia“ (Der Skandal) von Alberto Lattuada vor, welcher übrigens auch den für Udos Blog namensgebenden Film inszenierte.

– Italien 2. Auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte, nimmt sich Sacha des merkwürdigen, aber nichtsdestotrotz hoch interessanten „Anima Persa“ von Dino Risi an.

– Italien 3. Auf Schattenlichter schreibt Mauritia Mayer ausführlich über „Blutiger Schatten“.

– Auf dem Oldenburger Filmfest habe ich ihn verpasst, jetzt wurde er von Oliver Armknecht bei film-rezensionen.de besprochen: „White Shadow“.  Ferner gibt es eine dicke Empfehlung von Oliver für den animierten Episoden-Film „Sita Sings the Blues“ – plus Verlinkung zum Film auf Youtube.

– Für mich wieder ein Pflichttermin: Der neue von Ulrich Seidl: „Im Keller“. Auch wenn Peter Gutting auf cineastic nicht ganz so begeistert ist.  Dafür ist Ronny Dombrowski vom Kinderfilm „Antboy“ begeistert, von dem ich auch schon sehr viel Gutes gehört habe.

– Filme aus Malaysia bekommt man hierzulande nicht oft vor die Augen. Michael Schleh von Schneeland hat nun den Gangsterfilm „Songlap“ von Effendee Mazlan & Fariza Azlina Isahak gesehen und als gar nicht so schlecht empfunden.

– So unterscheiden sich die Ansichten. Ulrich Kriest vergibt auf filmgazette 7 von 10 Punkte für “Im Labyrinth des Schweigens”, während sein Kollege Dietrich Kuhlbrodt dem Film gar nichts abgewinne konnte und gerade 2 magere Pünktchen vergibt.

Der Kinogänger hat wieder das Neuste aus der Hollywood-Küche.

– Und Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen eine weitere Ausgabe der „Besprechungen der Anderen“ veröffentlicht. Vielen Dank für die Erwähnung meines Halloween-Spezials.

Das Bloggen der Anderen (03-11-14)

Von , 3. November 2014 22:29

bartonfink_type2- Letzte Woche habe ich doch glatt den Außenseiter unterschlagen, der auf seinem Blog Final Frontier Film Filmbesprechungen nun auch in Form von Videos einstellt. Mehr dazu verrät er hier.

– Ich freue mich ja jedes Mal, wenn mir ein neuer interessanter Filmblog unter die Augen kommt. Der Beitrag ist zwar schon älter als eine Woche, aber ich habe ihn gerade entdeckt und fand ihn zu schön, um ihn hier nicht zu erwähnen. Auf Schattenlichter (Erinnerungen an Theodore Roszak werden wach) hat Mauritia Mayer einige Fotos der Stadt Spoleto in Umbrien gepostet, welche die Kulisse für einige bekannte Gialli lieferte. Und um auch noch einen aktuellen Artikel hier mit reinzubringen: Seine Review des Fulci-Klassikers „Ein Zombie hing am Glockenseil“ findet man hier.

– Gerold Marks von Digitale Leinwand hat noch einmal Amazon Instant Video eine Chance gegeben und kommt zu dem Fazit, dass es an einigen Ecken noch Stellschrauben zur Verbesserung des Angebots gibt.

– Alexander Matzkeit stellt nach einem Abstecher in die Türkei auf real virtuality fest: “Andere Länder haben auch schlechte Filme“.

– Sascha hat auf PewPewPew das Actionfilm-Jahr 2014 unter die Lupe genommen und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.

– Es ist wieder Viennale und Jugend ohne Film ist dabei. Rainer Kienböck hat nicht nur die (von mir mit Spannung erwartete Doku) „Von Caligari bis Hitler“ gesehen, sondern auch den Klassiker „Die Büchse der Pandora“. Leider als DCP, was scheinbar nicht gerade ideal war.  Des weiteren hat er auch einige Kurzfilme geschaut, die er hier vorstellt.  Patrick Holzapfel hat „Leviathan“ von Andrey Zvyagintsev gesehen, der bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

– Noch mehr Viennale. Michael Kienzel hat auf critic.de seine Festivalnotizen abgelegt und berichtet über Harun Farocki, John Ford und Thomas Heise.

– Auch Nikolaus Perneczky befindet sich auf der Viennale und schreibt darüber auf cargo.

– Über das DOK-Festival in Leipzig schreibt Eileen Reukauf auf B-Roll. Und ein Festival der etwas anderen Art ist das Pornofestival in Berlin, von dem Beatrice Behn berichtet. Ferner gab sie auch ein paar Film-Tipps für das nun zurückliegende Halloween-Fest. Dennis Demmerle hat die beiden fabelhaften Dardenne-Brüder interviewt und nach ihrem neuen Film „Zwei Tage, eine Nacht“ befragt.

– Auf dem Berliner Pornofilm-Festival war auch Arne Fischer für Daumenkino, der sich angesichts eines in seinen Augen mislungenen Kurzfilmes fremdschämt.

– Wie schon erwähnt, war Freitag ja Halloween, und Going to the movies stellt darum einen Film vor, von dem ich in den letzten Tagen sehr viel Gutes gehört habe, der aber bisher komplett an mir vorbei gegangen ist: Michael Doughertys „Trick ‘r Treat“. (Nicht zu verwechseln mit der 80er-Jahre-Bombe „Ragman“).

– Like father, like son. Gregor Torinus hat sich für Hard Sensations das polarisierend aufgenommene Leinwand-Debüt von Cronenberg-Sohn Brandon angesehen und kommt zu dem Schluss: „Hat Brandon Cronenberg einmal seine bösen Bilder in das Hirn des Zuschauers injiziert, gibt es kein Zurück. Dann hilft kein Toben und kein Schreien. Antiviral ist der Virus, ist das real gewordenen neue Fleisch aus Videodrome.“

– Zuerst gedruckt im „Der Freitag“ erschienen: Thomas Groh in seinem filmtagebuch über den großartigen „Töte Django“ von Giulio Questi.

– Udo Rotenburg seziert auf Grün ist die Heide „Gestehen Sie, Dr. Corda!“ von 1958 mit dem jungen Hardy Krüger.

– Ich lese gerade Christian Keßlers neues Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof“, in dem er auch sehr liebevoll über Thilo Gosejohanns „Operation: Dance Sensation“ schreibt. Oliver Nöding tut es ihm auf Remember It For Later gleich, was mir beweist, dass ich diese Bildungslücke wohl irgendwann mal werde schließen müssen. (Wobei ich mir unsicher bin, ob ich den nicht Teilweise mal auf VIVA – als der Sender noch okay war, bzw. gibt es den überhaupt noch? – gesehen haben).

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über den Citzen Kane des Giallo: Dario Argentos „Profondo Rosso“. Interessant, auch wenn man merkt, dass die Materie für Beide scheinbar neu ist (Argento ist z.B. nicht Begründer des Giallo-Genres – das war dann doch eher Mario Bava).

– Wie es mit Argento momentan aussieht, kann man dann bei jogiwan auf project-equinox lesen.

– reda empfiehlt auf Der breite Grad den französischen Film „Innocence“ der 2004 von Lucile Hadzihalilovic inszeniert wurde und auf Frank Wedekinds Novelle “Mine-Haha” beruht.

– Der Film von dem die meisten Blogger zur Zeit sprechen heißt „Interstellar“ und ist das neuste Werk von Christoper Nolan. Die Meinungen hierzu sind durch die Bank weg gut. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de vergibt trotz seines Fazits: „Alles wie gehabt: Interstellar vereint die üblichen Stärken (Optik, Konzept) und Schwächen (Pathos, plumpe Geschichte) früherer Christopher-Nolan-Filme zu einem der unterhaltsamsten Blockbuster des Jahres.“ glatte 8/10 Punkte. Ronny Dombrowski hält auf cineastic.de fest: „Christopher Nolans “Interstellar” gehört zweifelsohne zu den ganz großen Science-Fiction-Filmen der letzten zehn Jahre, die nicht nur mit einer tiefgründigen Geschichte, sondern gleichwohl auch auf visueller und auditiver Ebene überzeugen können.“ LZ schreibt auf screen/read „Wer sich diesen Film nicht im Kino anschaut, sondern lieber zur Raubkopie greift oder die spätere DVD abwartet, ist selber schuld.“  Und auf Komm&Sieh resümiert Thorsten Krüger „Ob Ambient-Stillleben vom Saturn, die Sphären-Architektur eines Wurmlochs, Big-Wave-Surfen, ein bizarrer Gletscherplanet oder lodernde Ränder eines Schwarzen Lochs – die Entdeckungslust ist grenzenlos, ohne zur Spektakelsucht zu verkommen.“  Nur cutrin auf filmosophie hat, was „Interstellar“ angeht, ziemlich gemischte Gefühle.

– Und zu guter Letzt: Das Neuste aus dem Podcasts auf Wiederaufführung.

Das Bloggen der Anderen (27-10-14)

Von , 27. Oktober 2014 21:57

bartonfink_type2- Patrick Holzapfel von Jugend ohne Film ist auf der Viennale zu Gast und hat dort den neusten Film der überaus talentierten Jessica Hauser gesehen: „Amour Fou“. Sein Fazit: „Der romantischte Film über die Lächerlichkeit von Romantik, den ich gesehen habe.“ Rainer Kienböck verteidigt „Listen Up Philip“ von Alex Ross Perry, der von den meisten Kritikern als „Sundance Bullshit“ abgekanzelt wird. Und, hui, eine sehr kritische Besprechung eines Filmes, auf den ich mich trotzdem (oder gerade deswegen?) ganz besonders freue: „Es ist schwer ein Gott zu sein“.

– Unglaublich, dass selbst die Filme solcher Kanon-Regisseure wie Michaelangelo Antonioni bis heute nicht wirklich für das deutschsprachige Heimkino ausgewertet wurden. So auch sein Frühwerk „Chronik einer Liebe“, welches Udo Rotenberg auf L’amore in città vorstellt.

– Regie: Wolfgang Staudte. Drehbuch: Horst Wendlandt. Darsteller: Martin Held, Mario Adorf, Walter Giller, Agnes Windeck, Hannelore Elsner, Sabine Bethmann, Herbert Fux, Rudolf Platte, Heinz Erhardt, Siegfried Schürenberg. Da schnalzt man doch genüßlich mit der Zunge. Zurecht, wie Udo in seiner Besprechung des Klassikers „Die Herren mit der weißen Weste“ auf Grün ist die Heide findet.

– In den 50er Jaren gab es eine Phase, in der mit zweisprachigen Filmfassungen experimentiert wurde. Otto Premingers „Die Jungfrau auf dem Dach“/“The Moon Is Blue“ 1953 ist hierfür wohl das prominenteste Beispiel. Da wurden dann eine deutschsprachige Fassung und (mit den selben oder anderen Schauspielern) eine englischsprachige Fassung simultan gedreht. Einer dieser Filme ist der österreichisch-amerikanische film noir „Abenteuer in Wien“, bzw. „Stolen Identity“ von 1952, welcher von Manfred Polak sehr ausführlich und detailliert auf Whoknow presents untersucht wird.

– Alex Klotz hat für hypnosemaschinen wieder ein interessantes Werk ausgegraben: Den Horrorfilm „Sleepwalker“, den Saxon Logan 1984 inszenierte, der sogar vor begeistertem Publikum auf der Berlinale lief – um dann keinen Verleih zu finden und für lange Zeit in der Versenkung zu verschwinden. Spannend.

– Das Magazin des Glücks beschäftigt sich mit zwei Fernsehfilmen von Alan Bennett (Drehbuch) und John Schlesinger (Regie) von 1983 bzw. 1991.

- Movies&Sports hat das Programm des 1. Auswärtigen Sondergipfels des Hofbauer-Kommandos online.

– Harald Mühlbeyer war wieder bei einer Grindhouse-Nacht dabei und sah zwei japanische Spielfilme, die er auf screenshot bespricht: „Die Exekution” von Chûsei Sonne und „Sternenkrieg im Weltall“ von Kinji Fukasaku.

– Christian Gertz hat auf Mehrfilm endlich den Abschluss seines vierteiligen Berichts vom Internationalen Filmfest in Oldenburg veröffentlicht. Überraschenderweise schreibt er, dass die Sonntagnachmittag-Vorstellung von Till Kleinerts empfehlenswerten „Der Samurai“ ausverkauft war. Da hatte ich Glück, denn am Samstagabend waren noch reichlich Plätz frei geblieben.

– In Oldenburg lief auch „White Bird in a Blizzard“ von dem Der Kinogänger recht begeistert ist.

– Auch Thorsten Krüger hat „White Bird in a Blizzard“ gesehen und kommt auf Komm&Sieh zu einem positiven Fazit. Gleiches gilt für den neuen Film eines meiner Lieblinge, Roy Andersson, mit dem wunderbar sperrigen Titel „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das Leben nach“.

– Oliver Armknecht hat für film-rezensionen.de den vielgelobten „Love Steaks“ besprochen und freut sich über den frischen Wind. Und als Papa werden für mich auch Kinderfilme immer wichtiger, und darum freue ich mich über die Empfehlung des Animationsfilms „Khumba – Das Zebra ohne Streifen am Popo“.

– Jennifer Borman interviewt für B-Roll das Regie-Team Taika Waititi und Jemaine Clement, welches den Festival-Liebling „5 Zimmer Küche Sarg“ auf die Leinwand brachten. Joachim Kurz schreibt über Filmfestivals im Herbst und Lucas Barwenczik stellt das Animationsfilm-Studio Laika („ParaNorman“, „BoxTrolls“) vor.

– 1984 starb Francois Truffaut. Ein ausführliches Essay zum 30. Todestag von Pascale Anja Dannenberg auf critic.de.

– So ganz warm ist Lukas Foerster mit Domink Grafs „Die reichen Leichen. Ein Starnbergkrimi“ nicht geworden. Gefallen hat er ihm aber trotzdem. Warum schreibt er auf Dirty Laundry.  Außerdem: Kommentarlose Bewertungen der Filme, die auf dem Filmfestival in Osnabrück liefen. Scheint ein großartiges Programm gewesen zu sein. Nächstes Mal muss ich da auch hin.

– Sascha Nolte empfiehlt einen Film, der mir auch sehr am Herzen liegt: „I Declare War“ (meine Besprechung hier). Zu finden auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte.

– cutrin schreibt auf filmosophie über Chaos-Cinema und The Zero Theorem.

– Oliver Nöding ist auf Remember It For Later sehr enttäuscht von Denis Villeneuves neuem Film „Enemy“.

– Goetz schreibt auf Schöner Denken ein hingerissene Kritik des neuen Christian-Petzold-Films „Phoenix“.

– Und auch Bettina Klix auf new filmkritik mochte „Phoenix“ sehr. Auch wegen eines bestimmten Liedes.

– Einmal auf Rockys Fußspuren wandeln? Filmtourismus.de zeigt wo und wie.

– Was hört man so in den deutschsprachigen Film-Podcasts? Max verrät es auf Wiederaufführung.

Das Bloggen der Anderen (22-09-14)

Von , 22. September 2014 21:41

bartonfink_type2- Sascha Nolte empfiehlt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte den surrealen belgischen Gruseler „Nuit noire“ von Olivier Smolders.

– Wer Luc Bessons „Leon – der Profi“ mag, erfährt auf filmtourismus.de ein wenig was über die Drehorte. Außerdem war Andrea David im bezaubernden Brügge unterwegs, wo ich selber auch schon einmal auf den Spuren des empfehlenswerten Filmes „Brügge sehen… und sterben“ wandelte. Und ich bin im wahrsten Sinne des Wortes „tierisch“ überrascht, dass dieser eine Hund da, scheinbar immer im Fenster am Kanal döst. Den hatte ich damals nämlich auch fotografiert.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de wieder eine Animationsfilm-Anthologie im Gepäck. „Genius Party“ kann er durchaus empfehlen – auch wenn ihn nicht alle Episoden restlos überzeugt haben.  Noch angetaner war Oliver von Christian Petzolds neuem Film „Phoenix“, den er „ein spannendes, später auch bewegendes Drama über die Frage nach der eigenen Identität“ nennt.

– Der Außenseiter widmet sich auf Final Frontier Film zunächst F.W. Murnaus Stummfilmklassiker „Schloß Vogelöd“, bevor er anfängt, sich näher mit Howard Hawks zu beschäftigen. Und natürlich geht es auch mit seiner John-Ford-Reihe weiter, wo er bei einem Film angekommen ist, den er zu den 10 wichtigsten Filmen der Filmgeschichte zählt.

– Christian Gertz berichtet auf mehrfilm vom Internationalen Filmfest in Oldenburg. Diesmal vom zweiten Tag, was mir sehr entgegenkommt, da ich erst ab dem dritten Tag anwesend war und so über die Filme lesen kann, die ich versäumt hatte – und die dementsprechend in meinem Bericht, der die Tage veröffentlicht wird, nicht auftauchen werden.

– Malina schreibt auf Stubenhockerei über Derek Jarmans Film „Jubilee“, der sich zwar mit dem Punkjahren ’77/’78 und seinen Protagonisten beschäftigt, aber laut Malina kein Punkfilm ist.

symparanekronemoi hat sich Terry Giliams neuen Film „The Zero Theorem“ angesehen und wurde irgendwie enttäuscht zurückgelassen.

– Rochus Wolff gibt auf B-Roll einen Ausblick auf die kommenden – doch eher schwach bis schlechten – Kinderfilme der nächsten Monate.  Und Lucas Barwenczik beschäftigt sich mit der Karriere des niederländischen Fotografen und Regisseurs Anton Corbijn und setzt den Schwerpunkt dabei auf dessen Musikvideo-Arbeit.

– Lukas Foerster zeigt sich auf Dirty Laundry sehr von Peter Hyams neuen Film angetan, der eine in Bulgarien gedrehte Direct-to-video-Produktion mit Jean-Claude Van Damme ist, die auf den Namen „Enemies Closer“ hört.

– cutrin hat auf filmosophie den zweiten Teil ihrer schönen Reihe „Tonspur“ veröffentlicht, in dem sie wieder tolle unbekannte Songs aus diversen Filmen vorstellt. Natürlich „mit Ton“.

– Thomas Groh auf filmtagebuch über das „Sin City“-Sequel: „Man fühlt sich wie nach einer hemmungslosen Fastfood-Orgie: durchaus zufrieden, aber eben auch pappsatt. Und man fürchtet die fiesen Pickel, die solchen Exzessen gnadenlos folgen.“

– Udo Rotenberg stellt auf Grün ist die Heide eine weitere frühe Wolf C.Hartwig-Produktion vor: „Alle Sünden dieser Erde“ von Fritz Umgelter, der 1958 in dem „in dichter Folge Aspekte behandelt (wurden) – Drogenmissbrauch, Abtreibung, Frauenknast, Promiskuität, Sex und Prostitution – die selten mit den 50er Jahren assoziiert werden.“

– Alex Klotz bespricht auf Hard Sensations den neuen Film der „Persepolis“-Autorin und Regisseurin Marjane Satrapi, der überraschender Weise eine extrem schwarze Serienkiller-Komödie geworden ist. Außerdem stellt der den belgischen (schon der zweite Belgier in dieser Woche!) Thriller „The Treatment“ vor, der seiner Aussage nach, nichts für zarte Gemüter ist. Michael Schleeh hat „The Rover“ gesehen und für OK befunden. Außerdem schreibt Jamal Tuschick über Thomas Braschs Debütfilm „Engel aus Eisen“ von 1981 und Silvia Szymanski und Alex Klotz führen ein Interview mit dem 87-jährigen Bruno Sukrow, der mit seinen seit 2010 entstandenen. computeranimierten Genrefilmen in Aachener Filmkritiker-Kreisen bereits Kultstatus genießt.

– Auf seinem eigenen Blog hypnosemaschinen empfiehlt Alex Klotz den Gruselfilm „The House at the End of Time“ aus Venezuela.

– Anlässlich der „Land of the Dead“-Schau im Österreichischen Filmmuseum macht sich Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film Gedanken über Gesichter und Masken im Horrorfilm. Außerdem schreibt er eine paar kritische Sätze zu David Cronenbergs „Die Fliege“. Rainer Kienböck hat ein Essay zum Thema „Hilflose Mädchen in alten Häusern“ geschrieben, bei dem er den Horrorfilm einmal außer acht lassen möchte – auch wenn alle vier Filmbeispiele (drei davon aus Spanien), das Genre immer wieder streifen.

– Robin Schröder auf Mise en cinema über den kraftvollen, philosophischen und ganz und gar überwältigenden „Der silberne Planet“ von Andrzej Żuławski, der leider nie ganz fertiggestellt werden konnte.

– Spannend. Anhand der beiden Filmreihen „Alien“ und „Mission: Impossible“ fragt Alex Matzkeit auf real virtualiy: „Wieviel Autorenschaft verträgt ein Franchise?

– Oliver Nöding auf Remember It For Later über den scheinbar unglaublichen „Terrorgang“, welcher nach seiner Review gerade auf meine „Der folgende Film wird gesucht“-Liste gewandert ist. Wow.  Sowie: Ein Plädoyer für Zack Snyders „Sucker Punch“.

– gabelingeber hat sich auf Hauptsache (Stumm)Film diesmal einen der bekanntesten Filmklassiker überhaupt ausgesucht :Chaplins brillanten „Der große Diktator“.

– Bei „Monster machen mobil“ durfte ich den unheimlich unterhaltsamen „Drei Supermänner räumen auf“ genießen. Totalschaden schreibt nun auf Splattertrash über die Fortsetzung „Drei tolle Kerle“, der aber bis auf Kostüme und Handlung alles durchtauscht: Regisseur und Hauptdarsteller. Sehen muss ich den dann aber trotzdem mal.

Wiederaufführung hat bereits zum vierten Mal neue Empfehlungen für interessante Podcast-Sendungen.

Das Bloggen der Anderen (15-09-14)

Von , 15. September 2014 22:09

bartonfink_type2- Fast hätte es diese Ausgabe gar nicht gegeben, denn ich habe mich am Wochenende im Oldenburg auf dem 21. Internationalen Filmfest herumgetrieben. Jetzt wollte ich eigentlich erst einmal meine Gedanken sortieren und meinen Festivalbericht schreiben. Aber dann habe ich mich doch wieder hingesetzt, um„Das Bloggen der Anderen“ in Angriff zu nehmen. Christian Gertz von mehrfilm.de war auch in Oldenburg und berichtet schon mal über den ersten Tag, den ich gar nicht mitbekommen habe, da ich erst am Freitag ins Festivalgeschehen eingestiegen bin.

– Es hat mich sehr gewundert, dass es in den Blogs keinen Nachruf auf Joachim Fuchsberger gab. Immerhin hat Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide, aber ein unbekannteres Werk mit Fuchsberger besprochen, „Die feuerrote Baroness“ von Rudolf Jugert, in dem Blacky den Übergang vom romantischen Liebhaber zum harten Krimihelden probt. Desweiteren schreibt Udo über „Der Griller“, einen Film des New Yorker Autorenfilmers George Moorse, der ab Mitte der 60er ausschließlich in Deutschland arbeitete und im „Griller“ 1968 den jungen Rolf Zacher mit der Titelrolle betraute.

– Und auf seinem dem italienischen Film gewidmeten Blog L’amore in città widmet er sich eines Filmes, der in meinem Herzen einen besonderen Platz hat: „The Riffs – Die Gewalt sind wir“, den wir – zusammen mit dem zweiten Teil – 2012 auf dem 3. öffentlichen Deliria-Italiano-Forentreffen in Bremen von 35mm gezeigt haben.

– Auf Deep Red Radio beschließt david mit dem zweiten Teil seine präzise „Eis am Stil“-Gesamtbetrachtung, die dann doch recht ernüchternd war.  Benedikt Wilken schreibt über John Badhams ’79er „Dracula“-Fassung, die ich auch unbedingt noch sehen muss. Immerhin war meine Ausgabe von Bram Stokers Roman damals quasi „das Buch zum Film“, was heißt, dass es viele Standfotos aus Badhams Film enthielt.  Und schließlich setzt sich loonen kritisch mit Erwin C. Dietrichs „Rolls Royce Baby“ auseinander. Meine Kritik gibt es übrigens hier.

– Sven Safarow stellt auf Eskalierende Träume einen weiteren der „100 deutschen Lieblingsfilme“ vor: Ulli Lommels „Wachtmeister Rahn“ von 1974. Laut Filmplakat „Ein Action-Thriller über den Alltag der Polizei“.

– Alex Klotz hat den südkoreanischen Spielfilm „The Divine Move“ gesehen und schreibt auf Hard Sensations: „Neben einem Sammelsurium sympathischer Underdog-Figuren wie dem blinden Go-Meister “Drinking Jesus” und einem Armamputierten Hersteller von Gadgets stimmt vor allem die Verteilung von rasanten Actionszenen und wenig zimperlichen Gewaltspitzen.“ Klingt doch gut.

– Auf seinem eigenen Blog hypnosemaschinen ist Alex auch immer wieder für eine hochspannende Ausgrabung gut. Doch diesmal beschäftigt er sich mit zwei Filmen, die derzeit in aller Munde sind: „Under the Skin“ und „The Strange Color of Your Body’s Tears“, die beide auch gerade beim Fantasy Filmfest laufen.

Yzordderrexxiii berichtet von einem durchwachsenen Fantasy Filmfest, auf dem ihm aber immerhin zwei Filme ziemlich begeistert haben.

Schlombies Filmbesprechungen bringt eine neue Ausgabe seiner Reihe „Die Besprechungen der Anderen“.

– Auf Jugend ohne Film sind auch in dieser Woche viele schöne Artikel erscheinen, die ich hier gar nicht alle aufführen kann. Deshalb beschränke ich mich bei meinen Empfehlungen auf den Liebesbrief, den Patrick Holzapfel an Julianne Moore geschrieben hat, Rainer Kienböcks Besprechung eines meiner Lieblingsfilme, „Quadrophenia“, der wiederum auf einer meiner absoluten Lieblingsplatten (die ich mindestens einmal im Jahr hören muss) beruht und auf Andrey Arnolds wütenden Verriss von „A Most Wanted Man“. Empfehle aber jedem, noch selber etwas auf der Seite herumzuschnüffeln.

– Viele interessante Artikel gibt es auch wieder auf B-Roll. So hat Lucas Barwenczik ein Portrait von David Cronenberg verfasst, in welchem er auch speziell auf dessen Werbe-Clips u.a. für Nike) eingeht.  Patrick Heidmann berichtet vom Filmfestival in Toronto.  Beatrice Behn schreibt sarkastisch über „Feel Good Movies“ und empfiehlt das Buch „Explizit! Neue Perspektiven zu Pornografie und Gesellschaft“.

– Letzteres wird auch von Sven Jachmann auf filmgazette besprochen, wobei aber nicht ganz herauskommt, was er nun konkret von dem Buch „Explizit! Neue Perspektiven zu Pornografie und Gesellschaft“ hält. Das Thema findet er jedenfalls sehr interessant und führt seine Meinung hierzu auch näher aus. Ebenfalls auf filmgazette schreibt Nicolai Bühnemann ausführlich über Peter Kern und die ihm gewidmete Veranstaltung “Schauplatz Körper: Tribute to Peter Kern”, die im August im Berliner Arsenal Kino lief.

– Auf Dirty Laundry beschäftigt sich Lukas Foerster näher mit Christian Petzold. Zunächst widmet er sich dessen TV-Frühwerk „Cuba Libre“, dann schreibt er über J. Lee Thompsons 1965 entstandenen Film „Return from the ashes“, einer Verfilmung der selben Vorlage, die für Petzolds neuem Film „Phoenix“ verwendete.

– Auch Oliver Nöding war wieder sehr produktiv. Aus den zahlreichen Reviews, die er letzte Woche auf Remember It for Later veröffentlichte, möchte ich nur zwei heraus greifen: Die sehr zutreffende Analyse von Bruce Lees „Die Rückkehr der Todeskralle“ und seine Verteidigung des Renny-Harlin-Films „The Legend of Hercules“.

– Welches ist Jack Ketchums liebster Horrorfilm? Screenread weiß es. Ebenso, wie welcher verloren geglaubter Ed-Wood-Film wieder aufgetaucht ist.

– Malina schwärmt auf Stubenhockerei „mädchenhaft“ von Dore O.s experimentellen Kurzfilm „Alaska“ von 1968. Und da der Film auf YouTube zu finden ist, kann man sich auch gleich selber ein Bild machen.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über den mir bisher vollkommen unbekannten, 24-jährigen kanadischen Filmemacher Xavier Dolan und dessen neuen Film „“Tom à la ferme”.

– Dennis Vetter schreibt auf Negativ über den Film „Heli“ von Amat Escalante: „Gewalt und Tod überschatten alle Geschehnisse ab dem ersten Bild. Wenn man doch wagt zu hoffen, wie es im Film nur Kinder tun, löst sich bald ein, was man befürchtet oder verdrängt hat. Es wird grausam und unmenschlich, traurig, deprimierend, zermürbend.“

– Ein ungewöhnliches und beeindruckendes Seherlebnis scheint der Animationsfilm „The Old Man and the Sea“ von  Alexander Petrov zu versprechen, den Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de vorstellt.

– Sascha Nolte hat auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte die japanische Manga-Real-Verfilmung „Sukeban deka“, über einen “Girl Cop in Schuluniform” mit tödlichem Jo-Jo, gesehen, der u.a. eine sehr erfolgreiche TV-Serie voran ging. Das gehört scheinbar alles zusammen zum 1×1 der japanischen Pop-Kultur.

– Last but not least: Sebastian Schubert stellt auf Das Magazin des Glücks drei Filme von Henry Cornelius vor. Einem Sohn deutsch-jüdischer Eltern. 1913 in Südafrika geboren, Schüler von Max Reinhardt in Berlin, über Paris nach England emigriert und dann für die Ealing Studios als Regisseur tätig, bevor er nach nur fünf Filmen viel zu früh starb. Außerdem bespricht er Cronenbergs „Maps to the Stars“, der ihn an Billy Wilders „Feodora“ erinnert.

Das Bloggen der Anderen (08-09-14)

Von , 8. September 2014 21:34

bartonfink_type2- Wieder gab es in dieser Woche eine traurige Nachricht. Gottfried John ist mit nur 72 Jahren von uns gegangen. Hier Der Kinogänger mit einem Nachruf.

– Das Filmfestival in Venedig ist nun vorbei, mein Liebling Roy Andersson hat den Hauptpreis bekommen und die Kollegen haben ihre Abschlussberichte verfasst. Rüdiger Suchsland auf Negativ, Brigitte Häring auf Sennhausers Filmblog  und Sophie Charlotte Rieger auf B-Roll.

– Und auch das Fantasy Filmfest hat (zumindest in Berlin) geendet, ebenso wie das Filmtagebuch von DasDingAufDerSchwelle.

– In Wien fand die Retrospektive „Land of the Dead“ statt, die von Patrick Holzapfel vom Blog Jugend ohne Film besucht wurde. Seine Betrachtungen sind von daher sehr interessant, als dass er das Genre des Horrorfilms überhaupt nicht mag und somit einen ganz anderen Blickwinkel auf die dort aufgeführten Filme besitzt, als jemand, der dem Genre zugeneigt ist. So findet er interessante Einschätzungen einiger Klassiker, die ihren Fans – mir erging es zumindest so – zwar einen Stich ins Herz geben, aber auch mal eine ganz andere Perspektive eröffnen, die man teilen kann oder auch nicht. Lesenswert ist sie auf jeden Fall. So schreibt er über „Halloween“: „Aber er zeigt (dem Publikum) nichts, was sie nicht erwartet haben, kein wirklicher Horror des Unvorstellbaren, keine Fantastik, keine wirkliche Überraschung. Er zeigt ihnen keine Figuren, kein Leben, keine Welt, alles findet im Kopf statt. Manche würden Halloween diese Eigenschaften als Qualität anerkennen, dann aber nur, weil sie sich selbst wichtiger nehmen als den Film.“.“Profondo Rosso“ konnte er „trotz (s)einer Aversionen gegen alles was (er) bislang vom Italiener sah, einiges abgewinnen.“ Interessant auch seine Begeisterung für Hammers „The Devil Rides Out“.  Andery Arnold war ebenfalls bei “Land of the Dead” und sah dort zum wiederholtem Male Nobuhiko Obayashis „House“. Und Thomas Rufin bespricht Rudolf Thomes „Das rote Zimmer“, der ihn auf positive Weise verwirrt zurück lässt.

– Zum Thema Dario Argento: Going to the movies hat eine sehr schöne, sehr persönliche Kritik zu „Suspiria“ verfasst.

– Auf Hard Sensations hat Gregor Torinus (den Namen sollte man sich merken) zwei wunderbare Texte verfasst. Den ersten über „Under the Skin“, den zweiten über „The Strange Colour of Your Body’s Tears“. Beide sind sehr schön zu lesen und wecken den Wunsch, beide Filme genau jetzt zu sehen.

– Thomas Groh hat auf seinem filmtagebuch drei Texte online gestellt, die zuvor an anderer Stelle in gedruckter Form erschienen sind. Über „Traumstadt“ von Johannes Schaaf und die Doku „I am Divine“ (beide ursprünglich in „Der Freitag“ veröffentlicht),  und über „Der Samurai“ von Till Kleinert. Dieser Text erschien ursprünglich in „Sissy“, und der Film läuft diese Woche auf dem Filmfest in Oldenburg.

– Auf hypnosemaschinen gibt es wieder etwas zu entdecken. Diesmal den südkoreanischen Gruselfilm „Iodo“ von 1977. Klingt toll, will ich sehen. Und den tschechischen Film „The Damned House of Hajn“, den Jirí Svoboda 1988 inszenierte, von dem Alex Klotz wunderschöne Bilder gepostet hat und den ich natürlich auch sehen möchte.

– Auf critic.de hat Michael Kienzl eine neue Reihe namens „Pinoy Cinema 1970–89: Das zweite Goldene Zeitalter des philippinischen Kinos“ initiiert, für die in den nächsten Woche einige namenhafte Blogger schreiben werden. Schon die von ihm verfasste Einleitung in das Thema ist aber ausgesprochen interessant und lesenswert.

– Ciprian David berichtet auf Negativ über den Dokumentarfilm seines Kollegen Rüdiger Suchsland: „Von Caligari bis Hitler“, welchen ich auch schon voller Spannung erwarte.

– david hat sich auf Deep Red Radio die berühmt-berüchtigte „Eis am Stil“-Reihe vorgenommen. Mit der Serie dürften wohl alle Jungen meiner Generation aufgewachsen sein. Ferner bespricht Udo Rotenberg Paul Verhoevens frühes Skandalwerk „Spetters“.

– Apropos Udo. Der war auch auf seinen eigenen Blogs sehr fleißig. So schreibt er auf L’amore in città sehr ausführlich und fundiert über Ruggereo Deodatos „Mondo Cannibale 2 – Der Vogelmensch“ und auf Grün ist die Heide über Alfred Vohrers Simmel-Verfilmung „Der Stoff, aus dem die Träume sind“. (Anmerkung: Dessen Titelsong von Peter Thomas übrigens höllische Ohrwurm-Qualitäten hat).

– gabelingeber stellt auf Hauptsache (Stumm)Film die italienische Komödie „Verliebt in scharfe Kurven“ mit Vittorio Gassman und Jean-Louis Trintignant vor, zu dem er auch wieder viele Hintergrundinfos zusammengetragen hat.

– Auf Stubenhockerei schreibt Malina über Derek Jarmans „Sebastiane“  und Werner Nekes offensichtlich sehr wild-experimentellen „Spaltenfilm“ „Kelek“.

– LZ hat auf Screenread eine interessante Besprechung mit einigen Infos über den Autoren der Vorlage (den ich bislang nur als Autor eines der wenige in Deutschland veröffentlichten „Judge Dredd“-Comics kannte) von David Cronenbergs „Maps to the Stars“ veröffentlicht.

– Schwanenmeister weist auf movies & sports darauf hin, dass Quentin Tarantino nicht nur sein eigenen Filmfestival startet, sondern nun auch sein eigenes Kino hat, in dem nur alte 16mm und 35mm Kopien zu sehen sein werden. Hell yeah!

– „Was macht eigentlich?“ fragt Rajko Burchardt auf B-Roll und begibt sich auf die Suche nach einigen (fast) vergessenen Diven. Und Lucas Barwenczik porträtiert den alten Troma-Spezi James Gunn, der jetzt Blockbuster für Marvel inszenieren darf.

– „Ein Brief an Momo“ ist ein japanischer Anime vom „Jin-Roh“-Regisseur Hiroyuki Okiura, der nix mit der von Michael Ende erdachten Figur zu tun hat, wie Oliver Armknecht in seinem Animationsfilm-Special auf film-rezensionen.de zu berichten weiß.

– Ein anderer Oliver, nämlich Oliver Nöding, hat Harald Reinls „Die Nibelungen 1+2“ gesehen und konstatiert: „Reinls Zweiteiler verkommt dabei jedoch niemals zum bloß bunten Märchenschinken, sondern bewahrt eine literarische, fast avantgardistische Qualität sowie die seltsame Fremdheit der Vorlage, anstatt diese zu bezähmen.“ Außerdem schreibt er über Wes Anderson und dessen „Grand Budapest Hotel“, welchen ich noch nicht kenne, aber den Part über Anderson kann ich so unterschreiben. Beides zu finden auf Remember It For Later. 

– Wenn mich jemand nach meinem Lieblingsfilm fragt, verweigere ich die Antwort. Nervt derjenige trotzdem dauernd weiter, nenne ich „Spiel mir das Lied vom Tod“, womit ich dann gut leben kann und meine Ruhe habe. Auf filmtourismus.de kann man sich die Drehorte ansehen.

– Reda empfiehlt auf Der breite Grad eindringlich den Film „Aesthetics of a Bullet“ zu dem er schreibt: „AESTHETICS OF A BULLET ist eine echte Perle des Yakuzafilms und kann sich dank seiner Milieutreue und dem ihm innewohnenden Nihilismus problemlos neben Fukasakus GRAVEYARD OF HONOR stellen.“ Wow.

PewPewPew macht das Resultat einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne aufmerksam: „Twenty-Four by Thirty-Six“, einem Dokumentarfilm, der sich mit der Geschichte von Filmpostern, alternativen Postern und Movie Art generell auseinandersetzt.

– Und wer gerne etwas auf die Ohren bekommt: Wiederaufführung hat wieder eine Liste empfehlenswerter Podcasts zusammengestellt.

Das Bloggen der Anderen (01-09-14)

Von , 1. September 2014 21:55

bartonfink_type2- Lorcano ist Geschichte, hier kommt Venedig. Die Blogger sind von der Schweiz nach Norditalien gereist, um beim nächsten Filmfestival dabei zu sein. Und so berichtet Rüdiger Suchsland für Negativ, Brigitte Häring für Sennhausers FilmblogSophie Charlotte Rieger für B-Roll und ihren eigenen Blog und filmosophie.  Bilanz der ersten Tage. Ulrich Seidls neuster Film „Im Keller“ wird irgendwo zwischen gut und „kann ich nichts mit anfangen“ (auf filmosophie – das würde ich gerne einmal ausdiskutieren) aufgenommen, Joshua Oppenheimers „Act of Killing“-Nachfolger „The Look of Silence“ wird überall für wichtig und sehr wirkungsmächtig erachtet, aber auch nicht gänzlich kritiklos aufgenommen, dafür scheint Alejandro González Iñárritus vierter Streich „Birdman“ sich zum Kritiker-Liebling zu mausern. Eine gute Übersicht der englischsprachigen Kritiken liefert Movies&Sports.

– Auch in Deutschland gibt es gerade ein Filmfest, nämlich das Fantasy Filmfest. DasDingAufDerSchwelle war in Berlin dabei und gibt stichwortartig seine Meinung zu den von ihm gesehenen Filmen ab.

– Und noch ein Abschlussbericht über das gerade vergangene Filmfestival in Lorcano, den Rainer Kienböck auf Jugend ohne Film veröffentlicht hat. Ferner ist er auch nach Krakau (immer eine Reise wert!) gefahren, um dort im Nationalmuseum eine Ausstellung über Stanley Kubrick anzuschauen, die ihm gut gefallen hat. Hier sein Bericht. Der bekennende Nicht-Horrorfilm-Gucker Patrick Holzapfel war währenddessen bei der „Land of the Dead“-Retrospektive des Österreichischen Filmmuseums und hat dort zwei Klassiker des Genres gesehen, die bei jedem Fan ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala stehen dürften: „Suspiria“ und „Carrie“. Wenn Patrick dann schreibt: „„Suspiria“ und „Carrie“ sind derart filmische Filme, dass sie die filmischste Eigenschaft von Film ignorieren: Ein Dokument der Welt zu sein. Ich bin mir bewusst, dass das ein wenig gezwungen und prinzipienhaft ist und ich will damit nicht sagen, dass diese Filme schlecht sind oder kunstlos. Aber sie sind redundant und können mich nicht über ihre Existenz im Kinosaal hinaus bewegen. Sie langweilen mich mit ihren aufgesetzten Blicken und ihrem fehlenden Beobachtungssinn. Sie sind Genremasturbationen. Ich will Zeit haben für meinen Blick, ich will nicht gelenkt werden. Ich fühle mich sowohl in „Carrie“ wie in „Suspiria“ vergewaltigt, die Filmemacher haben mich nicht respektiert. Ich respektiere ihre Qualität, aber hinterfrage ihre Ethik. Gut, dass es sowas gibt, denn sonst würde ich vergessen wie sich der wahre Horror in Rot in Ingmar Bergmans „Viskningar och rop“ und Michelangelo Antonionis „Il deserto rosso“ anfühlt.„ dürfte so mancher – ich eingeschlossen – zusammen zucken. Aber der lesenswerte Text ist von daher interessant, da er „von außen“ kommt. Also von jemanden der dem Genre so gar nicht zugetan ist – und der darum den Blick frei hat für Perspektiven, die man – wenn man die Filme abgöttisch liebt – vielleicht bereits verloren hat.  Bei „Night of the Living Dead“ sind wir uns dann aber wieder einig.

– Interessanterweise haben sich in der vergangenen Woche gleich drei Blogs mit den Arbeiten von David Cronenberg beschäftigt. Auf Die drei Muscheln schreibt JackoXL über „Die Brut“, Annika Stelter ist auf Die Filme, die ich rief von „The Dead Zone“ (und Christopher Walkens Augen) begeistert und Martin Beck schreibt auf Reihe Sieben über Cronenbergs neustes Werk „Maps to the Stars“: „MAPS TO THE STARS ist sehenswert – und erzeugt am Ende trotzdem ein unbestimmtes Gefühl nagender Fragezeichen.“

– Meine Erinnerungen an die TV-Serie „Sandokan – Der Tiger von Malaysia“ ist zwar ziemlich verschwommen, die an den Hauptdarsteller Kabir Bedi, der mich damals überaus beeindruckte, aber noch sehr deutlich. Als Auffrischung des Rests kann ich ja Oliver Nödings Besprechung auf Remember it for later hinzuziehen.

– Mehrere Blogs hatten bereits die Möglichkeit „Sin City 2: A Dame to Kill For“ zu sehen. Den ersten Teil mochte ich ja durchaus und halte ihn für eine von Robert Rodriguez’ besseren Arbeiten. Die Reaktionen auf das Sequel/Prequel sind allerdings sehr verhalten. LZ schreibt auf screen/read „Wirklich überzeugend sieht anders aus. Wer jedoch für „form over substance“ zu haben ist und Vergnügen daran hat, sich der immer noch bemerkenswerten visuellen Noir-Ästhetik hinzugeben, wird trotz aller Schwächen gut bedient.“  Thorsten Krüger ist auf Komm & Sieh ziemlich entsetzt: „Nicht, dass hier sonst nichts geschähe, nur ist es leblos und bestechend irrelevant, wie der ganze Film unfassbar überflüssig und unwesentlich.“  Nur Ronny Dombrowsky auf cinetastic.de ist voll des Lobes: „Für Fans des ersten Films und der Graphic Novell ein Augenschmaus den man sich nicht entgehen lassen sollte.”

Final Frontier Film ist bei seiner John-Ford-Tonfilm-Retrospektive mittlerweile bei Nr. 25, „Submarine Patrol“, angekommen.

Und noch eine Reihe: Im Rahmen seines Animationsfilm-Specials stellt Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de den tschechischen Stop-Motion-Film „Toys in the Attic“ vor, der mir als genau das Richtige erscheint, um bei mir Herz und Seele zu erwärmen.

– Andrea David stellt auf filmtourismus.de die Schauplätze vor, an denen der erste „Tomb Raider“-Film gedreht wurde.

Der Kinogänger hat den zweiten Teil seiner großen Kinovorschau für den Herbst 2014 veröffentlicht.

– Ein Ratgeber für Liebesdinge, der sich „Der Kinotherapeut – 70 Filme für alle Liebeslagen“ nennt? Was es nicht alles gibt. Prof. Pu von SchönerDenken hat ihn gelesen und verrät, ob er sich für liebeskranke Cineasten eignet.

– Sie sind für die meisten Deutschen identisch mit den großen Stars auf der Leinwand. Die Synchronsprecher. Kirsten Kieninger hat auf B-Roll einige kluge Worte zu dieser Thematik geschrieben. Ferner: Lucas Barwenczik über Lasse Hallström, ABBA und andere Filme.

– „Three Bewildered People in the Night“ von Gregg Araki ist mir bisher völlig unbekannt, was Malina auf Stubenhockerei darüber geschrieben hat, klingt aber recht interessant.

– Lange erwartet, nun endlich da. Der große Bericht der wunderbaren Silvia Szymanski auf Hard Sensations über den 13. Hofbauer-Kongress, der vom 24.-27- Juli in Nürnberg und Fürth stattfand. Jede Silbe ein Genuss. Das von ihr so stimmungsvoll beschriebene Nürnberger Hotel Continental werde ich im Oktober selber besuchen. Ich bin schon gespannt, ob ich auch auf solche lyrischen Gedanken komme.  Alex Klotz hat sich in den philippinischen Film „Das Mädchen Insiang“ von Lino Brocka verliebt. Seine Liebeserklärung hier. Gar keine Liebeserklärung ist das, was Jamal Tuschick über den, seiner Meinung nach rassistischen,„Monsieur Claude und seine Töchter“ schreibt. Ganz im Gegenteil.

– Sascha Nolte hat sich auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte die griechische Groteske „Der Unhold von Athen“ von 1958 vorgenommen. „Ein sonderbarer, leiser Mix aus Drama, Krimi und Tragikkomödie, der recht eigenständig, wenn auch nicht in Gänze gelungen, daherkommt.“

– Auf Grün ist die Heide schreibt Udo Rotenberg über Hansjörg Amons „Unruhige Töchter“ von 1967 mit Brigitte Skay. Ein weiteres Puzzleteil aus dem sich zu dieser Zeit gerade entwickelnden Erwin-C.-Dietrich-Kosmos.

– Und auf L’amore in città geht es um eine ganz wunderbare guilty pleasure von mir: Umberto Lenzis schwer unterhaltsame Zombie-Sause „Großangriff der Zombies“, bei dem er zu dem Schluss kommt: „Nicht die blutrünstigen Monster, die diese Ordnung zerstören, sind die eigentliche Gefahr, sondern das Perpetuum Mobile eines gleichförmigen Lebens – wie der Film mit seinem überraschenden Ende eindrucksvoll demonstriert.“

– YP und PD unterhalten sich auf Film im Dialog über den Film „Belle“, der alle beide schwer beeindruckt hat.

– david beschäftigt sich in einer „Kurzkritik“ auf Whoknows presents mit dem ersten deutsche Nachkriegsfilm, der unter Lizenz der US-amerikanischen Besatzungsmächte produziert wurde, der zugleich auch als der erste deutsche Starfilm nach Ende des Zweiten Weltkriegs war. Der „Trümmerfilm“ „…und über uns der Himmel“ von Josef von Báky mit Hans Albers. Interessant.

– gabelinger bespricht anlässlich des Todes von Robin Williams den Film „Hinter dem Horizont“, den er auf Hauptsache(Stumm)Film leidenschaftlich gegen seinen schlechten Ruf verteidigt.

Das Bloggen der Anderen (25-08-14)

Von , 25. August 2014 23:24

bartonfink_type2- Leider beginnt auch diese Woche mit einer Todesmeldung. Gestern starb der große Sir Richard Attenborough. Der Kinogänger hat ihm einen Nachruf gewidmet.

– Ein letztes Mal in diesem Jahr Lorcano. Abschließende Berichte gibt es von Alexandra Zawia auf B-Roll  und Rainer Kienböck auf Jugend ohne Film.

– Eine weitere Folge der herausragenden Interview-Serie „reden über schreiben über filme“ gibt es auf Hard Sensations, wo Oliver Nöding und Marco Siedelmann eine kontroverses Schwergewicht der amerikanischen Filmkritik interviewen: Armond White.  Außerdem wird die Nakahira-Ko-Retrospektive in Köln empfohlen.

– Udo Rotenberg hat für seinen Blog L’amore in città den italienischen Episodenfilm „Frivole Spiele“, den Ettore Scola 1964 inszenierte, besprochen. Darin Film verkörpert Vittorio Gassman in neun Episoden unterschiedliche Männer-Typen.

– Blog-Stöckchen sind so eine Tradition, in der ich mich gerne mal beteilige, wenn es die Zeit erlaubt, und ich glaube, etwas Wertvolles beitragen zu können. Neulich traf mich ein Stöckchen vom Intergalatic Ape-Man. Aber da ich es nicht so mit Filmzitaten habe, und ich momentan auch froh bin, es zeitlich zu schaffen, meinen Blog mit den regulären Postings zu füllen, habe ich mich mal nicht beteiligt. Mein Beitrag besteht deshalb diesmal nur darin, die teilnehmenden Blogs hier zu verlinken. Die Aufgabe war es, seine 10 liebsten Filmzitate zu nennen und dann andere Blogs zu benennen, die es einem gleichtun sollen. Hier die Resultate in den Filmblogs, die ich verfolge: Intergalaktische Filmreisen, review-corner.deSchlombies FilmbesprechungenTonight is gonna be a lage one, filmherum , Pieces of Emotion und Going to the Movies

– Hermann Vaskes hat eine Dokumentation über die Kunst gedreht, in deren Mittelpunkt der großartige Udo Kier als “Arteholic” steht. Ronny Dombrowsky hat diesen für cineastic.de besprochen.

– Gerd Reda setzt sich auf Der breite Grad wieder mit dem japanischen Pinky-Violence-Film auseinander. „Criminal Woman: Killing Melody“ mit den Genrestars Reiko Ike und Miki Sugimoto, hat ihm ausgesprochen gut gefallen. Ebenfalls sehenswert findet er Koji Wakamatsus Film „Sweet Trap“ von 1963.

– Michael Schleeh empfiehlt auf Schneeland Takashi Koizumis „Letter from the Mountain“, den er einen „sehr, sehr schönen Film“ nennt.

– Lucas Barwenczik stellt auf B-Roll Luc Besson und sein Werk vor, während PD und YP auf Film im Dialog die schauspielerischen Fähigkeiten der Hauptdarstellerin seines letzten Filmes, Scarlett Johansson, diskutieren.

– Apropos die Johansson. „Under the Skin“ ist ein Film, der in dieser Woche so einige Filmblogger beschäftigt. Sofiaglasl schreibt auf Deep Red Radio: „Er reißt den Zuschauer mit überwältigenden und betörenden Bild- und Soundcollagen in seinen hypnotischen Bann, setzt ihn aber gleichzeitig einer Zerreißprobe aus – Glazer zieht sein Konzept der minimalen Handlung und Identifikationsangebote eisern durch und behält stets die Kontrolle über die eigene filmische Welt und deren verführerische Kraft.“  symparanekronemoi ist nicht ganz so euphorisch und schreibt: „Ein wirkliches Thema besitzt Glazers Film dabei nicht, interessiert ihn doch weder der eine noch der andere Aspekt seiner Handlung. Die positive Resonanz von Under the Skin – Glazer wird bereits als Erbe Kubricks geadelt – erklärt sich wohl zuvorderst ob der erschaffenen Atmosphäre des Films, der sich weniger Worte bedient und mit ungewöhnlichen Bildkompositionen dient. Style over Substance, wenn man so will.“  quadzar auf filmosophie findet: „Under the Skin (bietet) einiges und wenn es nur unterbewusster Horror ist. Des Öfteren habe ich Klagen über zu viele Längen gehört. Das habe ich nicht so wahrgenommen, aber gelungene “Eintönigkeit” gefällt mir sowieso. Wie 2001: Odyssey im Weltraum ist auch Under the Skin, ohne die Qualität der beiden Filme vergleichen zu wollen, Geschmackssache. Erstaunliche, wirklich anwidernde Bilder nebst einer in ihrer Unmenschlichkeit ebenso erstaunlichen Hauptdarstellerin und einer erbarmunslosen Langsamkeit, die den Blick nicht abwendet.“

– Ist der Ort Kino tot? Wie sieht es aus in unserer Kinolandschaft? Nino Klingler hat auf critic.de eine kleine Artikelreihe zu eben diesem Thema veröffentlicht, wobei er hier auf ausführlich und beispielhaft auf zwei Kinos in der Kleinstadt eingeht, die eben einen anderen Weg gehen müssen (und wollen), um zu überleben. „Die Brennessel“, ein Programmkino in Hemsbach, Baden-Württemberg und das kommunale Kino „Burg Theater“ in Burg, Sachsen-Anhalt. Sehr lesenswerte Texte.

– Dazu passend: Die neueste Kinobesucher-Studie der Filmförderungsanstalt FFA zum Themenfeld 3D, die Gernold Marks auf Digitale Leinwand vorstellt. Hach, als ich den GfK Measure Tree gesehen habe, habe ich mich doch gleich wieder ganz Zuhause gefühlt. Okay, das war jetzt ein Insider. Die Studie ist auf jeden Fall ebenso lesens-. wie diskussionswert.

– Letztes Jahr lief auf dem Internationalen Filmfest in Oldenburg der Film „Das Mädchen hinter der Wand“, welchen ich gerne gesehen hätte, erinnerten doch Plakat und Bilder an Filme wie „Barton Fink“, „Lost Highway“ und „Fear X“. Leider passte der Film vorne und hinten nicht in mein Programmplan. Also dachte ich, der würde sicherlich mal im TV laufen und dann sollte ich ihn nicht verpassen. Tatsächlich hat er nun eine Heimkinoveröffentlichung durch Capelight spendiert bekommen. Oliver Armknecht hat ihn gesehen und auf film-rezensionen.de besprochen. Und ich bin immer noch neugierig.  Außerdem gibt es mit „Tamala 2010 – A Punk Cat in Space“ eine weitere Folge seines Animationsfilm-Specials.

– Tipps für die private Filmbibliothek: totalschaden auf Splattertrash rezensiert das schöne Buch „Mädchen, Machos und Moneten“ über den Schweizer Filmproduzenten Erwin C. Dietrich (in letzter Zeit auch CD-ROM-Beigabe zahlreicher Ascot-Elite-DVDs) und filmosophie schreibt über „Explizit! Neue Perspektiven zu Pornographie und Gesellschaft“.

– Laila Oudry war für screen/read auf der Pressekonferenz von „The Expendables 3“ und kann einiges darüber erzählen. Ferner macht der Blog auf die Arbeit von Mick Garris aufmerksam, der nicht nur Regisseur von Stephen-King-Verfilmungen ist, sondern für diverse Sendungen auch zahlreiche Interviews mit seinen Kollegen geführt hat und diese nun kostenlos zur Verfügung stellt.

– Demnächst kommen wieder einige neue Titel in der höchst empfehlenswerten britischen Reihe „Masters of Cinema“ heraus, die Christian Liemke auf DVDuell vorstellt.  Außerdem bringt das „Masters of Cinema“-Label Eureka! auch noch eine „Blacula“-Box, was mich erfreut.

– Sascha Nolte bespricht auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte einmal einen recht aktuellen Film, nämlich „A Touch of Sin“, von dem er – auch wenn er ihn nicht vollständig überzeugt – sagt, der Film wäre „Ein wichtiger Kommentar zur Lage seiner Nation, eine finstere Lektion in Sachen Armut und der von ihr erzeugten Gegengewalt.“

Wiederaufführung ist mit seiner zweiten Folge der „Gespräche der Anderen“ am Start, in der wieder einige spannende Podcasts vorgestellt werden.

– Auf Final Frontier Film geht die John-Ford-Tonfilm-Reihe mit der Nr. 23 („Rekrut Willie Winkie“ und Nr. 24 („Vier Mann – ein Schwur“) weiter.

– Zu guter Letzt: Auf Jugend ohne Film wurden auch in dieser Woche wieder einige sehr interessante Artikel veröffentlicht. Da ist einmal ein langes Essay von Thomas Rufin über Pasolinis letzten und skandalträchtigsten Film „Salo oder Die 120 Tage von Sodom“.  Patrick Holzapfel schreibt über Billy Wilders „The Lost Weekend“, in dem er eine Parabel auf die Versagungssängste des Künstlers sieht. Und Ioana Florescu hat sich wieder auf die Suche gemacht. Diesmal hat sie Menschen gefunden, die uns am Ende von Filmen den Rücken zukehren und gehen.  Und das ist sehr schön geworden.

Das Bloggen der Anderen (18-08-14)

Von , 18. August 2014 22:07

bartonfink_type2- Das große Thema dieser Woche war der plötzliche und unerwartete Tod von Robin Williams. Die Vielzahl der Blog-Einträge zeigen deutlich, wie sehr diese Tragödie die Blogger bewegt hat. Hier eine Liste mit Nachrufen: Batzman sehr emotional auf Fünf FilmfreundeDominik traurig auf Filmherum.  Ebenso wie Sir Donnerbold auf Sir Donnerbolds Bagatellen.  Getroffen ist auch souli auf Die drei MuschelnPeter Schneider mit einigen Videoclips auf Mostly MoviesSascha auf PewPewPew mit einem Filmausschnitt.  Joachim Kurz sehr ausführlich auf B-Roll.

– Robin Williams war nicht der einzige Tod, der in dieser Woche betrauert werden musste. Auch eine der ganz großen Hollywood-Schauspielerinnen ist von uns gegangen. Immerhin im stolzen Alter von 89 Jahren: Lauren Bacall. Der Kinogänger erinnert ihrer.  Und auch Peter Schneider erweist ihr auf Mostly Movies mit einigen Videos seinen Respekt.

– Das nächste große Thema war das Filmfestival in schweizerischen Lorcano. Beatrice Behn berichtet auf B-RollFrédèric Jaeger auf critic.de  Rainer Kienböck für Jugend ohne Film. Michael Sennhauser empfiehlt auf Sennhausers Filmblog den griechischen Film „A Blast“  und präsentiert die Gewinner. Einen Lorcano-Blog hat auch Rüdiger Suchsland auf Negativ.

– Reda hat auf Der schmale Grad „Christian F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gesehen, den er ein „wunderschön dreckiges, verklärtes Dokument einer Zeit vor unserer Zeit und einer der besten Exploitationfilme bundesrepublikanischer Herkunft“ nennt. Vom Rip-Off „Die Schulmädchen vom Bahnhof Zoo“ ist er allerdings weniger begeistert. Der ebenfalls ins „Christiane F.“-Umfeld gehörende „Das Ende des Regenbogens“ hingegen schon. Eine ausdrückliche Empfehlung spricht er dem ungarischen Film „Hukkle – Das Dorf“, „ein Erlebnis, das im Heimkino bedingt funktionieren, aber eigentlich nur auf der großen Leinwand seine Wirkung entfalten kann. Oder über Beamer im Schrebergarten im Dreck, mit 200 Gleichgesinnten.“

– Sascha Nolte hat für Die seltsamen Filme des Herrn Nolte die 80er-Komödie „Midnight Madness“ gesehen, der bei ihm viele nostalgische Gefühle hervorgerufen hat.

– Von den Shadoks habe ich das erste Mal in der sehr empfehlenswerten ARTE-Sendung „Karambolage“ erfahren. Oliver Armknecht kann über diese TV-Serie auch einiges berichten, was er auf film-rezensionen.de dann auch im Rahmen seines Animations-Specials auch tut.  Ferner: Der Survival-Thriller „Scenic Route“, den er sehr unterhaltsam fand.

– Auf Komm & Sieh empfiehlt Jochen Plinglanz den Film „Of Silence“, bei dem er vor allem das verstörende Ton-Design lobt. Caroline Lin hat sich bei „At the Devil’s Door“ gegruselt.

Ein sehr wichtiger Text von Urs Spörri auf B-Roll über den Status des deutschen Films, dem er kein qualitatives oder quantitatives Problem attestiert, sondern eins der Vermittlung. Damit spricht er mit zum größten Teil aus dem Herzen. Lesen.

– Bert Rebhandl auf cargo über Peter Kerns Film „Sarah und Sarah“.

– Miriam Eck ist von Luc Bessons „Lucy“ enttäuscht, den sie auf Daumenkino auseinander nimmt.

– Andreas Thomas ist auf filmgazette sehr von Kelly Reichardts neuem Film „Night Moves“ (läuft zur Zeit im Bremer Cinema) begeistert. Außerdem: Eine lange und tiefgründige (sowie längst überfällige) Würdigung des kürzlich verstorbenen Harun Farocki von Ulrich Kriest.

– In einem seiner letzten Filme spielt Philipp Seymour Hoffman unter der Regie von Anton Corbijn den Leiter einer bundesdeutschen Spionageabteilung. Daniel Brühl und Nina Hoss sind auch dabei, ebenso Willem Dafoe. Klingt spannend, „A Most Wanted Man“ konnte aber dennis auf filmosophie nicht überzeugen.

– Eine der großartigsten Komödien aller Zeiten? Billy Wilders „Eins, zwei, drei“. Findet auch gabelingeber auf Hauptsache (Stumm)Film und verrät, dass der Film auf einem ungarischen Theaterstück aus den 20er Jahren beruht. Das wusste ich auch noch nicht. SITZEN MACHEN!

– Alex Klotz hat auf hypnosemaschinen wieder einmal einen schönen, mexikanischen Horrorfilm vorgestellt. „La huella macabre“ klingt sehr unterhaltsam.

Der Kinogänger hat wieder das Neuste aus Hollywood am Start.

– „Wie tot ist der spirituelle Filmemacher“ fragt Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film und geht dieser Frage anhand eines Vortrages von Pedros Costa vor einer Gruppe japanischer Filmstudenten und eines Artikels von Vladimir Lukin, die er beide ergänzt und weiter ausführt, nach. Ferner schreibt Andrey Arnold einen theoretischen Aufsatz über „Publikumsdisziplinierung im Kino“, dem ich zwar nicht in allen Punkten zustimmen kann, der aber einige interessante Punkte hat.

– Ich dachte ja, ich hätte von allen Woody-Allen-Filmen zumindest einmal gelesen, wenn ich sie schon nicht alle gesehen habe (ich arbeite aber dran). Die TV-Mockumentary „Men of Crisis“ war mir bisher aber völlig unbekannt. Danke an Sven Safarow, der den Film auf Safarow schreibt ausgegraben und besprochen hat.

– Und wie es der Zufall so will: Auch Manfred Polak hat sich diese 25-minütige Mockumentray gerade auf Whoknows presents vorgenommen. Ferner stellt er zwei frühe dänische Stummfilme vor, die in das Genre des Science Fiction fallen: „Das Himmelsschiff“ und „Das Ende der Welt“.  Die beiden hatte ich auch auf meinem Einkaufszettel, als ich 2010 bei der Dänischen Kinemathek vor verschlossenen Türen stand. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich an dieser Stelle auch schon mal zum Besten gab…

– Michael Schleeh bespricht auf Schneeland das japanische Drama „River“, welches Ryuichi Hiroki 2011 inszenierte. Ferner: „The Drudgery Train“ von Nobuhiro Yamashitam der auch den schönen „Linda, Linda, Linda“ gemacht hat.

– Frank Schmidke überschlägt sich auf cinetastic förmlich mit seinem Lob für „20.000 Days on Earth“ über Nick Cave. Ebenfalls gut weg kommt bei Ronny Dombrowski die sozialkritische, deutsche Komödie „Ein Geschenk der Götter“, der auf dem Filmfest München den Publikumspreis erhielt.  Ein James-Brown-Biopic? Ich wusste gar nicht, dass so etwas geplant war. Was Ronny Dombrowski darüber schreibt, klingt aber auch nicht besonders toll.  Kaufen (wenn man die Filme nicht schon einzeln hat) sollte man laut Frank Schmidke die Roland-Klick-Box mit all seinen Filmen und einer Doku. Einer der wichtigsten deutschen Filmemacher wird endlich entsprechend gewürdigt.

– Einer der ersten bundesdeutschen Filme, die sich mit dem Gräuel der Nazi-Zeit auseinandersetzten war Eugen Yorks 1948 entstandener „Morituri“, den Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide bespricht. Die nüchterne Darstellung der Leids und den Verzicht auf Klischees findet er bemerkenswert, bedauert allerdings auch die Verwendung von typischen Unterhaltungsfilm-Mechanismen. Der Überraschungsfilm beim letzten Hofbauer-Kongress war „Atemlos vor Liebe“ (schöner Titel) aka „Flash-Teens im Blitzlicht“ (interessanter Titel). Ein deutscher Sexploitationfilm von Dietrich Krausser mit Hans Peter Hallwachs.

– Auf L’Amore in città wendet sich Udo einem Film zu, den ich sehr mag. Tinto Brass’ frühem Meisterwerk „Ich bin wie ich bin“ aus seiner wilden Pop-Art-Zeit. Die Titten und Ärsche kamen ja erst später (mag ich aber auch ;)).

– Alex Matzkeit hält „Dawn of the Planet of the Apes“ für ein hervorragendes Studienobjekt für die Regeln eines (guten) Prequel. Was er auf seinem Blog real virtuality auch näher ausführt.

– YP und PD unterhalten sich auf Film im Dialog ausführlich über Stanley Kubricks letzten Film „Eyes Wide Shut“, der ja recht kontrovers aufgenommen wird und bei vielen als Enttäuschung gilt. Die Beiden finden ihn unterschätzt und voller Details, die einem erst beim mehrmaligen Anschauen auffallen, finden.

– Malina hat auf Stubenhockerei über Jennie Livingstons 1990 entstandene Doku „Paris Is Burning“ geschrieben und resümiert: „man (sollte) sich endlich davon verabschieden, Dokumentationen und Wahrheit als eine Einheit, oder auch, gerade in den heutigen Zeiten, alternative Medien als vertrauenswürdiger zu betrachten. Jeder Mensch lebt seine eigene Wahrheit.“

– In letzter Zeit bin ich immer häufiger auf den Film „Die unglaublichen Abenteuer des hochwohllöblichen Ritters Branca Leone“ gestoßen, der allen Ortens wärmstens empfohlen wird. Dass es davon sogar noch eine Fortsetzung gibt, habe ich jetzt bei totalschaden auf Splattertrash gelesen.

– Dario Argentos „Dracula 3D“ muss ich demnächst auch noch rezensieren. Wenn ich lese, was Yzordderrexxiii („Nur mit an Selbstaufgabe grenzender Anstrengung lässt sich hierin das Aufblitzen einstiger Fähigkeiten des Regisseurs erkennen.“) und JackoXL auf Die drei Muscheln („Was auch immer mit Argento passiert ist, es scheint nicht nur unheilbar, es wird sogar immer schlimmer.“) schreiben, wird mir da Angst und Bange.

– Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen wieder „Die Besprechungen der Anderen“ zusammengetragen und ich möchte mich auf diesem Wege auch wieder herzlich für die nette Erwähnung bedanken.

Die letzten Worte gehört Oliver Nöding von Remember It For Later: „Eine Frage, die ich mir bis heute nicht beantworten kann: Ist Jürgens tatsächlich ein guter Schauspieler? Oder nicht doch nur eine imposante Gestalt, ein einnehmender Charakter? Man kann seine Präsenz und Wirkung auf der Leinwand nicht in Abrede stellen, jedes Bild wird sofort zur Staffage für ihn, die Kamera liebt ihn mindestens genauso sehr wie er die Kamera liebt.“ Aus seiner Besprechung von Curd Jürgens dritten Regiearbeit, „Ohne Dich wird es Nacht“.

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