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Das Bloggen der Anderen (26-01-15)

Von , 26. Januar 2015 21:12

bartonfink_type2- Letzte Woche war filmtourismus.de noch in den USA unterwegs, in dieser Woche stellt Herbert Schabel einen Sehnsuchtsort von mir vor: Die Cinecittà-Studios in Rom, die aber scheinbar gar nicht so prunkvoll sind, wie ich mir das in meinen Träumen vorgestellt habe.

– Bleiben wir in Italien: Mauritia Mayer schreibt auf Schattenlichter über einen wichtigen Film der italienischen Kinogeschichte: Mario Bavas Krimi-Komödie „The Girl Who Knew Too Much“, der häufig „der erste Giallo“ genannt wird.

– Totalschaden von Splattertrash wiederum empfiehlt Sergio Solimas unterhaltsames Freibeuter-Abenteuer „Der schwarze Korsar“.

– Udo Rotenberg bespricht den frühen Mondo-Film „La donna die notte“, der auf deutsch den etwas irreführenden Titel „Käufliche Nächte“ trägt, auf L’amore in città.

– Wer sich für italienische Filmgeschichte interessiert, für den hat Harald Steinwender auf Themroc einen Lese-Tipp: “The History of Italian Cinema. A Guide to Italian Film from Its Origins to the Twenty-First Century” von Gian Piero Brunetta. Weniger begeistert ist er von Uwe Killings „Dreckige Spaghetti“, dem er immerhin einen wunderbares Bildmaterial attestiert. Mit gemischten Gefühlen, wenn auch unter dem Strich positiv beurteilt er „Actionkino – Moderne Klassiker des populären Films“, den ich hier ebenfalls besprochen habe.

– Das Filmfestival in Rotterdam ist mir aus berufenen Munde schon mehrmals ans Herz gelegt worden. Da ein Freund nun in die holländische Hafenstadt gezogen ist, hoffe ich, in den nächsten Jahren dort einmal mein Quartier aufschlagen zu können. Was Beatrice Behn auf B-Roll hier, hier und hier über das Festival schreibt, macht auf jeden Fall Lust darauf.   Auf jeden Fall LUST (ja, großgeschrieben) macht auch Silvia Szymanskis wunderbarer Bericht über den 14. Hofbauer-Kongress und die Geschichte dieses außergewöhnlichen Events.

– Udo Rotenberg hat sich auf seinem zweiten Blog Grün ist die Heide eingehend mit Heinrich George und dem Film „Schleppzug M 17“ beschäftigt, welchen er auf dem Hofbauer-Kongress sah.

– Oliver Nöding setzt auf Remember It For Later seine persönliche Bond-Retrospektive weiter fort und ist nun bei der Roger-Moore-Phase angekommen, die er von „Leben und Sterben lassen“ über meinen Favoriten und „ersten Bond im Kino“ „In tödlicher Mission“ (der ihn eher kalt gelassen hat) bis „Im Angesicht des Todes“ genau unter die Lupe nimmt.

Keine guten Worte findet Joris Julius-Sabinus auf Hard Sensations für David Ayers „Herz aus Stahl“, wie er generell Kriegsfilme „die verkrüppelte Zierkirsche im Portfolio eines Regisseurs“ nennt.  Michael Schleeh stellt die beiden Kurzfilme „The Minions“ und „The Days God Slept“ des Amerikaners Jeremiah Kipp vor.

– Auf seinem eigenen Blog Schneeland schreibt Michael Schleeh über Kim Ki-Duks verstörenden „Moebius“.

– Auf Okaeri bespricht Sascha Schmidt Oshima Nagisas 1968 entstanden „Death By Hanging“ und fasst zusammen: „Radikal ist sein Aufschrei gegen die imaginierte moralische Vormacht der Mehrheit gegenüber ihren Minderheiten und damit heute aktueller denn je“.

Ausnahmsweise mal ein Hinweis auf einen Podcast. Auf Deep Red Radio macht Tobe auf seine Sendung „The Sounds of Fear“ aufmerksam, wo auch mein alter Bekannter Alex Wank von Cineploit zu Wort kommt. Und das rechtfertigt für mich nicht nur diese Ausnahme von der Regel, sondern ich werde mir den auch gleich mal runterladen. Eine Ehre, die sonst nur der Podcast von “El Diabolik” hat.

– Auf Jugend ohne Film analysiert Rainer Kienböck Vittorio De Sicas Film „I Sequestrati di Altona“ mit Frederic March, der in Hamburg entstand (logisch, bei dem Titel) und auf Jean-Paul Sartres Theaterstück „Les Séquestrés d’Altona“ beruht.

– Bring back the 80s: Annika Stelter nimmt sich auf Die Filme, die ich rief den 80er-Action-Spaß „The Running Man“ vor. So ein Kultfilm aus meiner Schulzeit, den ich seit damals, glaube ich, nicht wieder gesehen habe, nun aber gerade Appetiet drauf bekomme.

-80s und Kult ist auch John Carpenter. Martin Beck weist auf Reihe Sieben darauf hin, dass man dessen Musikalbum „Lost Themes“ im Netz legal probehören kann.

-Von den 80ern zu den 70ern. Der Außenseiter hat auf Final Frontier Film einen Film ausgegraben, in dem ein Bruce-Lee-Klon gegen einen Bud-Spencer-Klon antritt. Weird.

-Und nun zu den 60ern. Sebastian nimmt sich auf Das Magazin des Glücks die fünf Spielfilme vor, die Alfred Hitchcock in den 60er Jahren gedreht hat.

– Michael Kienzl stellt auf critic.de den amerikanischen Dokumentaristen Alfred Guzzetti vor, dem das Berliner Festival Unknown Pleasures eine Werkschau gewidmet hat. Und Michael Fleig empfiehlt eindringlich den Film „The House at the End of Time“ (La casa del fin de los tiempos), der auf dem Fantasy Film Fest lief und bisher noch keine andere Auswertung erfahren hat.

– Auf Schlombies Filmbesprechungen findet man wieder eine Sammlung an aktuellen Filmreviews.

Das Bloggen der Anderen (19-01-15)

Von , 19. Januar 2015 21:43

bartonfink_type2- Auf B-Roll präsentiert Lucas Barwenczik ein Portrait der “heiligen” Angelina Jolie, die er „gerade wegen ihrer Fehlschläge“ eine „der faszinierendsten Figuren Hollywoods“ nennt. Joachim Kurz rechnet mit Till Schweiger und seinem Publikumserfolg „Honig im Kopf“ ab, den er – auch aus sehr privaten Gründen – unerträglich findet.

– schwanenmeister findet auf movies&sport mag Schweiger-Komödien zwar auch nicht gut, in Teilen hat er aber durchaus Respekt vor Schweiger und merkt an, „Paar-Beziehungen (mögen) durch seine rosarote Brille einseitig gefärbt sein – bei der Kinderperspektive auf diese zeigt sich Schweiger aber immer mal wieder als sensibler Beobachter.“

– PD und YP haben Jean-Luc Godards neuen Film „Adieu au langage“ gesehen und sind auf Film im Dialog zu ihrer eigenen Überraschung sehr begeistert.

– Thomas Rufin beschäftigt sich auf Jugend ohne Film mit der Verwendung von Richard Wagners „Walküren-Ritt“ im Film und entdeckt diesen – neben den bekannten – auch an ganz überraschenden Stellen. Patrick Holzapfel führt mit Andrey Arnold anlässlich der De-Sica-Retrospektive in Wien einen Dialog um die Frage nach den “echten Menschen” bei De Sica.

– Letzte Woche hatte Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film Tatjana Turanskys „Top Girl“ ziemlich abgewatscht. In dieser Woche melden sich andere Blogger, die für den Film ausgesprochen wohlwollende Worte finden. So wie der Intergalactic Ape-Man auf Intergalaktische Filmreisen, Ulrich Kriest auf filmgazette oder Jamal Tuschick auf Hard Sensations, der liebevoll einige Szenen des Filmes beschreiben.

– Am 10. Januar verstarb Francesco Rosi. Sven Safarow hat ihm auf Safarow schreibt einen kurzen Nachruf gewidmet.

– Und auch Udo Rotenberg lässt auf L’amore in città anhand des Filmes „Il momento della verità (Augenblick der Wahrheit)“ noch einmal Rosis Werk Revue passieren.

– Noch zweimal Hofbauer-Kongress. Zunächst berichtet Michael Kienzl auf critic.de über einige Highlights, die er in Nürnberg sehen konnte.

– Und auch Alex Klotz setzt seinen Hofbauer-Bericht auf hypnosemachinen mit Tag 2 fort.

– Oliver Nöding nimmt sich auf Remember It For Later weiterhin die Bond-Filme vor. Er rehabilitiert „Man lebt nur zweimal“ und schreibt eine einfühlsame Rezension zu meinem Lieblings-Bond „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“.

– Thomas Groh ist auf seinem filmtagebuch doch recht enttäuscht von dem neuen Terry-Gilliam-Film „The Zero Theorem“ und zeigt sich von Christoph Walz mittlerweile genervt.

– Apropos alte Meister: Der neue Film von Tim Burton, „Big Eyes“ kommt bei Stefanie Schneider auf Cereality auch gar nicht gut weg. Dafür mag ihre Kollegin Julia Weigl den Film, den ich nicht nur zu den schönsten Burton-, sondern gleich zu einem der schönsten Filme überhaupt zählen würde: „Big Fish“.

– Hoffmann widmet sich auf Drei Muscheln einem weiteren Liebling von mir: Roy Andersson. Hier bespricht er einen sehr frühen Spielfilm des Meisters, der heute unter die Rubrik „untypisch“ fallen würde. „Eine schwedische Liebesgeschichte“ von 1970.

– Mitte der 90er war ich im Anime-Fieber. Einer der Filme, die mich damals begeisterten, war „Wicked City“. Das Fieber liess schnell nach (warum kann ich gar nicht sagen). Robin Schröders Besprechung dieses Anime-Klassikers auf Mise en cinema reizt aber zu einer Wiedersichtung.

– Der scheinbar sehr obskure, sehr spezielle, israelische Film „Adam“, den Reda auf Der breite Grad ausgegraben hat, macht ebenfalls sehr neugierig.

– Wer mehr über den beliebten schwedischen TV-Kommissar Beck erfahren möchte, der kann bei Mauritia Mayer auf Schattenlichter etwas über eine frühe Verfilmung eines Beck-Romans des legendären Autoren-Duos Maj Sjöwall und Per Wahlöö lesen: „Der Mann auf dem Dach“.

– Sebastian hat sich auf Das Magazin des Glücks zweier Fritz-Lang-Filme angenommen, die thematisch und von der Besetzung her sehr nah beieinander liegen: Den wunderschönen „Gefährliche Begegnungen“ und dem mir bisher leider noch nicht gesichteten „Straße der Versuchung“.

– Dass Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen und ich mal bei einem Film einer Meinung sind, kommt recht selten vor und soll an dieser Stelle gebührend gefeiert werden… mit dem „Grünen Blut der Dämonen“.

– Lukas Foerster beschäftigt sich auf Dirty Laundry weiterhin mit dem amerikanischen Regisseur Phil Karlson und hat in dessen „Lorna Doone“ eine Sequenz gefunden, die ihn nicht losgelassen hat.

Zeilenkino macht auf die neue Filmreihe „Nordlichter – Neues skandinavisches Kino“ aufmerksam, die 2015 durch das Land tourt.

Das Bloggen der Anderen (12-01-15)

Von , 12. Januar 2015 21:43

bartonfink_type2- Irgendwie habe ich das Gefühl, gerade eben die Blog-Einträge über den nunmehr vorletzten Hofbauer-Kongress zusammengetragen zu haben, da fand Anfang Januar schon der nächste (und für längere Zeit vorerst letzte, wenn ich das richtig mitbekommen habe) statt. Und die Chronisten waren wieder einmal sehr fleißig. Allen voran Oliver Nöding auf Remember It For Later, der alle dort gesehenen Filme eingehend bespricht. Dazu gehören die Kurzfilme des “Institut für Bild und Wissenschaft in Wissenschaft und Unterricht”, ebenso wie Zbynek Brynychs „Oh Happy Day“.  Bevor ich nun aber zum nächsten Kongressteilnehmer kommen, möchte ich noch auf Olivers Besprechung von Howard Hawks „El Dorado“ hinweisen, welcher in meiner Kindheit und frühen Jugend, zusammen mit „Zwei glorreiche Halunken“ mein Lieblingsfilm war.

– Mit „Oh Happy Day“ beginnt auch Alex Klotz Bericht von seinem ersten Tag auf dem Kongress, welchen er auf hypnosemaschinen hinterlassen hat.

– Udo Rotenberg widmet sich auf L’amore in città dem „stählernen Überraschungsfilm“ des Kongresses: „Der Oberst mit dem Dachschaden schlägt wieder zu“. Trotz anderslautender Erwartungen entpuppte sich der Film für ihn aber nicht als überdrehte Klamotte, sondern recht ansehnliche Komödie.

– Nun aber genug vom Hofbauer-Kongress. Kommen wir zu einem Film, der Ende letzten Jahres die Gemüter erregt hat. „The Interview“, der nunmehr berühmte Film, den Nordkorea verhindern wollte. Als Märtyrer für die Kunst gepriesen, fragt an sich als Filmfreund doch: Was für ein Film versteckt sich eigentlich hinter der Legende? Eine ziemlich alberne, aber nicht unbedingt lustige Komödie meint Sebastian von Nischenkino.  Ebenfalls nicht wirklich begeistert ist souli von den Drei Muscheln: „In „The Interview“ floriert mehr der Schwach-, denn der Scharfsinn. Wer eine fundiert-geistreiche Satire erwartet, die dem Personenkult des Diktators in geschliffenen Dialogsequenzen auf die Pelle rückt, der wird sich ob der zuweilen präferierten Grobschlächtigkeit im Humorverständnis verschreckt abwenden.“

– Legendär ist auch Stanley Kubricks Erstling „Fear & Desire“, den der Meister selber für so misslungen hielt, dass er ihn lange dem Zugriff des Publikums entzog. So schlimm findet totalschaden von Spalttertrash ihn nun nicht, aber doch weit von Kubricks kommenden Meisterwerken entfernt.

– Joris Julius-Sabinus schreibt auf Hard Sensations über David Finchers „Gone Girl“.

– Thomas Groh setzt sich auf filmtagebuch mit Costa-Gravas Film zur Finanzkrise, „Le Capital“, auseinander.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über den Gangsterfilm „The Drop“, welcher – das war mir gar nicht so bewusst – das US-Debüt des Belgiers Dennis Lehane darstellt, der bereits mit „Bullhead“ begeistern konnte.

– Michael Schleeh auf Schneeland über den südkoreanischen Thriller „Montage“, einem „ein enorm in sich selbst verschlungener und verschachtelter Thriller.“

– Auf Filmgazette finden sich gleich zwei Besprechungen des argentinischen Oscar-Kanidaten „Wild Tales, dessen deutsches Plakat damit wirbt, dass Pedro Almodóvar ihn mitproduziert hat. Sven Pötting ist der Film 7 von 10 Punkte wert, Wolfgang Nierlin ist mit 6 von 10 etwas zurückhaltender.

– Ebenfalls auf Filmgazette setzt sich Nicolai Bühnemann begeistert mit Eckhart Schmidts 80er-Jahre-Skandalfilm „Der Fan“ auseinander.  Dieser wird – etwas nüchterner – auch von jogiwan auf project-equinox besprochen. Meine Meinung zum Film findet man übrigens hier.

– Trotz skurriler Bilder leider kein vergessener Kult-Film ist nach Redas Meinung auf Der breite Grad der britische Film „Zwischen Beat und Bett“ von 1968.

– Laut Mauritia Meyer von Schatttenlichter ist Stuart Gordons „Castle Freak“ „zwar kein bahnbrechendes Meisterwerk, aber ein unterhaltsames Horrorfilmchen“. Was ich hier ähnlich gesehen habe. Definitiv eine Veröffentlichung wert, wäre für sie aber Ferdinando Baldis Mafiafilm „The Opium Connection“ mit Ben Gazzara.

– Sven Safarow meint auf Safarow schreibt: „Bernard Rose ist ein Regisseur mit einer bizarren, aber ungemein interessanten Filmografie.“ Das sehe ich genauso. Sein „Snuff-Movie“, der komplett digital gedreht wurde, lädt scheinbar dazu ein, sich noch einmal näher mit Herrn Rose zu beschäftigen.

– Patrick Holzapfel schreibt auf Jugend ohne Film ausführlich über Vittorio de Sicas „Wunder von Mailand“, den er innerhalb einer De-Sica-Retrospektive im Österreichischen Filmmuseum sah.  Ferner macht er sich kluge Gedanken über die Bedeutung des Verzichts im Film. Andrey Arnold stellt in einem hochinteressanten Vergleich Bilder aus Fulcis „Don’t Torture a Duckling“ und Nuri Bilge Ceylans „Once Upon a Time in Anatolia“ gegenüber, während Rainer Kienböck „Top Girl“ von Tatjana Turanskyj abwatscht.

– Mit filmtourismus.de in die großen Studios. Reich bebildert werden hier die Touren durch die Paramount-, Warner- und Universalstudios vorgestellt.

– Lesen bildet! Schön also, dass Stefan Otto auf B-Roll aktuelle Filmbuch-Veröffentlichungen empfiehlt.  Deutsches Genrekino? Immer wieder ein (wie ich finde unberechtigterweise, denn es war niemals tot – man muss nur danach suchen) kontroverses Thema. Urs Spörri stellt die „Genrenale“ und ihre Macher vor, die eine “bisher fehlende Genre-Kultur” in Deutschland schaffen wollen.

– Auch Sano Cestnik beschäftigt sich auf Eskalierende Träume mit der Genrenale.

– Ich habe ja eine Schwäche für die philippinischen „Blood Island“-Filme von Eddie Romereo. Umso schöner finde ich es da natürlich, dass sich Pelle Felsch im elften Teil der Pinoy-Cinema-Reihe auf critic.de genau diesen Filmen annimmt.

– Alex Matzkeit wird oft gefragt, ob er „Filme noch normal ansehen könne“. Ausgehend von dieser Frage hat er sich auf real virtuality einige sehr lesenswerte Gedanken über seine Rolle als Filmkritiker und das Kino heute gemacht.

– Listen mit den „besten Filmen des Jahres“ gibt es viele. Die meisten beschränken sich allerdings auf eine manchmal endlose) Aufzählung von Titeln, die dem Leser manchmal wenig, manchmal etwas, häufig nichts sagen. Da nehme ich mich auch gar nicht aus. Umso schöner ist die Liste, die david auf Whoknows presents gepostet hat. Denn er kommentiert darin jeden Film und so kann man mit der Liste weitaus mehr anfangen als mit dem üblichen Name-dropping. Und so habe ich mir z.B. schon einige Sachen auf meiner persönlichen 2015-mal-anschauen-Liste notiert. Danke.

– Eine neue Ausgabe der „Besprechungen der Anderen“ gibt es bei Schlombies Filmbesprechungen.

– Und interessante Podcasts findet man bei den Kollegen von Wiederaufführung unter „Die Gespräche der Anderen“.

Das Bloggen der Anderen (15-12-14)

Von , 15. Dezember 2014 21:31

bartonfink_type2- Am Ende des Jahres flattern wieder die Top10-Listen ins Haus. Den Anfang machen in diesem Jahr die Autoren des Blogs Daumenkino.

– Joachim Kurz macht sich auf B-Roll Gedanken über die passenden Weihnachtsgeschenke für Cinephile.

– Robin Schröder empfiehlt auf Mise en cinema den Anime „Tokyo Godfathers“ (eine Variante des oft verfilmten Westerns „Three Godfathers“) als passende Unterhaltung in der Vorweihnachtszeit.

– Bei Eskalierende Träume geht es weiter mit den „Aufrissen“ zum nächsten Hofbauer-Kongress. Diesmal schreibt das Hofbauer-Kommando über „Ich schlafe mit meinem Mörder“ mit Ruth-Maria Kubitschek als „vor Whiskey triefende, dämonisch-verruchte Femme Fatale.“. Ferner „Blutjunge Mädchen – hemmungslos“ alias „The Godson“.

– Apropos. Auf dem 1. Auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer Kommando in Frankfurt, sah Udo Rotenberg den Film „Sünde mit Rabatt“, dem er auf Grün ist die Heide einen langen Bericht widmet.

– Deutscher Film auch auf Hard Sensations. Michael Schleeh ist sehr vom deutschen Gangsterfilm „Harms“ enttäuscht. „Den guten Willen merkt man überall. Aber gewollt ist nicht gekonnt.“ Jamal Tuschik hat da „Käptn Oskar“ besser gefallen. „Vielleicht ist es so, und alle wollen nur spielen, solange das noch geht. In dieser Rätselhaftigkeit liegt der Reiz von „Kaptn Oskar“.“

– Der Intergalactic Ape-Man hat auf Intergalaktische Filmreisen „Un bianco vestito per Mariale’“Romano Scavolini besprochen und geht dabei auch ausführlich auf die deutsche Veröffentlichung dieses seltenen Filmes ein: „Es ist ein Geschenk von Camera Obscura, diese Bildgewalten in exzellenter Qualität genießen zu dürfen.“

– Auch Mauritia Mayer hat sich auf Schattenlichter wieder eines italienischen Genre-Klassikers angenommen: Lucio Fulcis Frühwerk „Nackt über Leichen“, der ihr sehr gut gefallen hat.

– Die großartige Helga Feddersen war weit mehr als nur die „Ulk-Nudel“. Eine schöne Rehabilitierung erfährt sie beim Magazin des Glücks, wo Sebastian ihre Drehbucharbeiten für das deutsche Fernsehen vorstellt.

– Diana Kluge berichtet auf Negativ von den Dokumentarfilmen, die sie auf der IDFA gesehen hat.

– Ist es wirklich ein Vorteil, wenn das besuchte Filmfestival direkt vor der Haustür stattfindet? Rainer Kienböck stellt sich diese Frage anlässlich des Festivals „This Human World“ auf dem Blog Jugend ohne Film. Patrick Holzapfel stellt anlässlich des Filmes „O Milagre de Santo Antonio“ den Tondesigner Vladimir Golovnitskiy vor.

– LZ  schreibt auf screen/read über die von Guillermo del Toro unterstützte Kampagne zur Veröffentlichung des Ken-Russell-Klassikers „Die Teufel“.

Der Kinogänger hat wieder „Neues aus Hollywood“ im Angebot.

– Oliver Armknecht bespricht auf film-rezensionen.de das isländische Coming-of-Age-Drama „Metalhead“ über das ich bisher nur Gutes hörte und dem auch Oliver etwas abgewinnen kann. Des weiteren schreibt er über Hayao Miyazakis letzten Film, den Anime „Wenn der Wind sich hebt“, der ihn zwar nicht 100% überzeugen kann, aber immerhin 70%.

filmosophie empfiehlt auf ihrem gleichnamigen Blog das wortlose Drama „The Tribe“ und cutrin schreibt über den im Februar in die deutschen Kinos kommenden Märchenfilm „Into the Woods“: „Into the Woods (wurde) ein intelligent erzähltes Erlebnis (…), ein reflektiertes und überraschendes Märchen, das perfekt in seine Zeit passte – und dabei den Spaß nicht vergaß.“

– Michael Schleeh ist auf Schneeland nicht besonders überzeugt von dem indischen Festival-Liebling und enthusiastisch gefeierten „Ship of Theseaus“.

– Über den von mir noch immer mit großer Sapnnung erwarteten „Es ist schwer ein Gott zu sein“ schreibt Ronny Dombrowski auf cinetastic.de etwas ernüchtert: „Inhaltlich wie auch visuell eine Herausforderung, der man sich stellen kann, gleichwohl aber nicht stellen muss.“

– „Housebound“ war scheinbar einer der großen Lieblinge des diesjährigen Fantasy Filmfests und hat es auch in das Festival-Paket des Verleihs Cinema Obscure gebracht. Mir war der Titel bisher unbekannt, aber belalugosi bringt auf Deep Red Radio etwas Licht in die Angelegenheit und macht neugierig auf das Werk.

– Zeit für einen Action-Klassiker aus den goldenen 80ern. Totalschaden hat sich auf Splattertrash Walter Hills „Nur 48 Stunden“ angenommen. Müsste ich auch mal wieder gucken.

– Flo Lieb schreibt auf symparanekronemoi über Dietrich Brüggemanns schmerzvollen „Kreuzweg“, der ihn aber nicht sonderlich vom Hocker gerissen hat.

– Das Interessanteste aus den Podcasts gibt es auf Wiederaufführung unter dem Titel: „Die Gespräche der Anderen“.  Nun schon in der 10. Ausgabe. Glückwunsch.

Das Bloggen der Anderen (08-12-14)

Von , 8. Dezember 2014 22:01

bartonfink_type2- Filmlandschaft wirft noch einmal einen ausführlichen Blick zurück auf die 56. Nordischen Filmtage in Lübeck.

– Unbedingt ansehen. Mauritia Mayer hat die Lagunenstadt Venedig besucht und dabei Fotos von den Drehorten der großen Venedig-Gialli gemacht, die sie auf Schattenlichter den entsprechenden Screenshots gegenüberstellt.

yzordderrexxiii bespricht den dänischen Kinder-Superhelden-Film „Antboy“ über den ich bisher nur Gutes vernahm.

symparanekronemo äußert sich kritisch über den Anime „Ein Brief an Momo“.

– Da mochte Going to the Movies die neue Produktion des Stuidos Ghibli, „Die Legende von Prinzessin Kaguya“, trotz leichter Kritikpunkte, doch um einiges lieber.

– Bleiben wir beim Animationsfilm. Oliver Armknecht schreibt auf film-rezensionen.de über den tschechischen „Alois Nebel“: „“Es ist diese Mischung aus ungewöhnlicher Optik und melancholischer Geschichte, die Alois Nebel trotz der spärlichen Handlung zu etwas ganz Besonderem macht.“

Was ist „German Mumblecore“? Harald Mühlbeyer geht dieser Frage auf B-Roll nach. Joachim Kurz ärgert sich darüber, dass die Filme, die in den internationalen Jahresbesten-Listen auftauchen, nicht in deutsche Kinos gekommen sind. Und Andreas Köhnemann schreibt über die Theatererfahrungen der Schauspielerinnen Kirsten Scott Thomas und Lindsay Lohan in London.

– david entdeckt auf Whoknows presents in dem amerikanischen Film „Gunshot straight“, der hierzulande völlig zu unrecht als Steven-Segal-Vehikel beworben wird, den Geist von Edgar G. Ulmer.

– Udo Rotenberg bespricht auf L’amore in città einen meiner guilty pleasure-Filme: „Die weiße Göttin der Kannibalen“ von Sergio Martino.

– Letzte Woche hatte Udo noch Joe D’Amatos „Nackt unter Kannibalen“ auf seinem Blog besprochen, diese Woche findet sich hierüber auf Splattertrash eine ausführliche Rezension. Allerdings kann totalschaden mit diesem Film weitaus weniger anfangen als Udo letzte Woche. Und passend zur Vorstellung der Besetzung des nächstjährigen Bond-Films, gibt es einen Rückblick auf Sean Connerys „Comeback“-Film „Diamantenfieber“. Hierbei sind totalschaden und ich dann auch einer Meinung.

– Weiter geht es auf Eskalierende Träume mit den „Aufrisse“ genannten, ausführlichen Vorstellungen der Film,e, die auf dem 14. Hofbauer-Kongress in Nürnberg laufen werden. Von #3 „Intimes Lustgeflüster“, den die wunderbare Silvia Szymanski vorstellt, bis #8 „Wo wann mit wem“, den das Hofbauer-Kommando höchstpersönlich dem Vergessen entreißt.

Hard Sensations scheint in letzter Zeit zu einer One-Man-Show zu werden. Jamal Tuschnik schreibt in dieser Woche gleich über drei Filme. Eine dänische Dokumentation über die Familie Sender, die aus der DDR über die Ostsee nach Dänemark floh. Den Spielfilm „Das siebente Jahr“, der 1968 in der DDR entstand und den algerischen Spielfilm „Chronique des années de braise“ aus dem Jahre 1975.

– reda hat auf Der breite Grat wieder einen obskuren japanischen Film ab Start. „Wolf (Okami – Running is Sex) kann er – trotz der für ihn fragwürdigen, typisch japanischen Ritualisierung von Vergewaltigung – durchaus empfehlen.

– Alle Jahre wieder. John Waters hat seine Top 10 für das Jahr 2014 erstellt. Nachlesen kann man sie auf Fünf Filmfreunde.

– Laila Oudray stellt auf screen/read das mit bis dato völlig unbekannte, aber scheinbar sehr empfehlenswerte Filmmuseum Düsseldorf vor.

– Schlombie und ich werden wohl nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen, aber gerade das macht es ja auch spannend. Dem, wie ich finde, eher mittelmäßigen „In China essen sie Hunde“ kann er auf Schlombies Filmbesprechungen doch eine Menge mehr abgewinnen als ich.

– Philipp Baumgartner von Daumenkino hat nach der Sichtung von „Blue Ruin“ des Amerikaners Jeremy Saulnier einen neuen Lieblingsfilm.

– Patrick Holzapfel geht auf Jugend ohne Film höchst informativ der Frage nach: „Wann sieht ein Filmemacher das Bild?“. Des weiteren zeigt er sich sehr enttäuscht vom „langsamen Niedergang der Gebrüder Dardenne“, den er anhand deren neuen Films „Zwei Tage, eine Nacht“ belegt.

– Der neue Film von Kevin Smith, „Tusk“, scheint eine hochgradig bizarre Angelegenheit zu sein, wenn man Gnaghi auf Komm & Sieh Glauben schenkt.

– Und zum Schluss gibt es auf Wiederaufführung wieder „Die Gespräche der Anderen“ mit den interessantesten Podcasts.

Das Bloggen der Anderen (01-12-14)

Von , 1. Dezember 2014 21:45

bartonfink_type2- Nach dem Hofbauer-Kongress ist vor dem Hofbauer-Kongress. Ab 2. Januar steht bereits wieder der 14. Kongress (in Nürnberg) auf dem Programm, und schon erscheinen auf Eskalierende Träume die ersten -„Aufrisse“ genannten – ausführlichen Vorstellungen, der dort zu zeigenden Filme. Den Beginn macht die japanische Slapstick-Komödie „Milkman Frankie“, gefolgt von dem kanadischen Film „Im Fieber der Lust“, der 1967 entstand. Ferner: Sven Safarow schreibt zärtlich über Lucio Fulcis letzten Film „The Door to Silence“.

Movies & Sports schreibt ausführlich über Quentin Tarantinos eigenes New Beverly-Cinema in Los Angeles und nimmt dessen Programmauswahl unter eine kritische Lupe.

– Auf L’amore in città verteidigt Udo Rotenberg Joe D’Amatos Emanuelle-Kannibalen-Fusion „Nackt unter Kannibalen“.

– Noch einmal Udo Rotenberg, diesmal auf Deep Red Radio. Hier schreibt er über Joe Dantes damals kontrovers aufgenommenen, heute größtenteils rehabilitierten „Meine teuflischen Nachbarn“.  david hat sich „Doc of the Dead“ angeschaut, eine Dokumentation über den Zombie-Film, welche seiner Meinung nach keine neuen Erkenntnisse bringt, aber gut unterhält.

– quadzar bezeichnet sich als „nicht unbedingt ein Zombie-Experte“ und hat „Doc of the Dead“ ebenfalls gesehen. Er spricht dem Film dann auch auf filmosophie eine dicke Empfehlung aus. Filmosophie selber nimmt noch einmal Stellung dazu, was im Filmjournalismus zur Zeit gehörig schief läuft. Ein sehr ausführlicher, spannender und leider auch desillusionierender Text.

– Lucas Barwenczik hat auf B-Roll wieder ein hochinteressantes Portrait eines ungewöhnlichen Regisseurs veröffentlicht. Diesmal geht es um Terry Gilliam. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf dessen Werbe-Spots gelegt. Rochus Wolff schreibt über politische Indoktrination im Kinderfilm und Patrick Holzapfel (der zum Horrorfilm bisher kein Zugang gefunden hatte) und Christoph Huber (Kurator der Retrospektive „Land of the Dead“ im Österreichischen Filmmuseum) unterhalten sich über das Horror-Genre. Sehr lesenswert!

– Auf seinem eigenen Blog Jugend ohne Film schreibt Patrick über einen Film, der ihm näher am Herzen liegt, und den er ein „filmisches Gedicht“ nennt. Jean Renoirs „Boudu sauvé des eaux“.

– Nachdem er letzte Woche mit Jean Rollins „Requiem for a Vampire“ noch so seine Schwierigkeiten hatte, ist yzordderrexxiii nun von dessen „Schoolgirl Hitchhikers“ vollends überzeugt und schreibt: „Kritik? Ganz ehrlich: Habe ich nicht. Der Film ist in seiner unperfekten Art ganz und gar makellos.“. Zudem hat ihn Ti Wests „The Sacrement“ ziemlich mitgenommen und gezeigt, dass es im ausgelutschten Found-Footage-Genre noch Ausnahmeerscheinungen gibt.

– Auch Oliver Nöding hat „The Sacrement“ gesehen und schließt sich auf Remember It For Later der positiven Meinung an. Des weiteren bespricht er José Bénazérafs Debüt „L’éternité pour nous“, der ihm ebenfalls gut gefallen hat.

– Kürzlich habe ich hier Christian Keßlers wunderbares Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof“ besprochen. Auch totalschaden von Splattertrash ist sehr angetan von diesem Werk. Außerdem hat er den im Deutschen wunderbar betitelten „Nackt unter Affen“ besprochen, den ich als ziemlichen Schnarcher in Erinnerung habe. Auch totalschadens Review ist nicht unbedingt enthusiastisch.

– Ich liebe Filmplakate. Daher fand ich Philipp Strohs Text zu diesem Thema auf wieistderfilm.de sehr interessant.

– Laut PewPewPew steht uns demnächst hoffentlich ein neuer Duncan-Jones-Film ins Haus. Bisher hat es sein neues Projekt „Mute“ da sehr, sehr schwer gehabt, wie Sascha zu berichten weiß.

– Oliver Armknecht hat für film-rezensionen.de den israelischen Thriller „Big Bad Wolves“ gesehen und meint: „Wer aber etwas härter im Nehmen ist, für den bietet die Mischung aus Thriller und Komödie trotz der rudimentären Geschichte eine Menge kurzweiligen Spaß.“ Und in seinem Animationsfilm-Special legt er seinen Lesern den Anime „Serial Experiments Lain“ ans Herz.

– Theodor Frisorger hat auf Daumenkino einen ziemlichen Verriss zu Ulrich Seidls neuem Film „Im Keller“ geschrieben, in dem er dem Filmemacher vorwirft :“Nicht die explorative Intention, sondern das verspottende Ausstellen der jeweiligen Akteure kann als Kernmotivation ausfindig gemacht werden.“  Ferner wurde ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Markus Kuhn, Professor an der Universität Hamburg, über das Thema „Bio-Pics“ geführt.

– Und zum Schluss empfiehlt Sir Donnerbold auf SDB einen der tollsten Kurzfilme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe: „The Centrifuge Brain Project“, den wir auch beim Phantastival 2013 im Programm hatten, aber aufgrund hoffnungsloser Überziehung im Kurzfilm-Block nicht mehr zeigen konnten.

Das Bloggen der Anderen (24-11-14)

Von , 24. November 2014 21:12

bartonfink_type2-Am 19. November verstarb der Regisseur Mike Nichols, der hierzulande vor allem mit seinen Filmen „Die Reifeprüfung“ und „Catch-22“ bekannt wurde. Der Kinogänger hat Nichols mit einem informativen Nachruf bedacht. Als einziger Blog übrigens. Ferner gibt es hier auch wieder Neues aus Hollywood.

– Auf Trickfilmstimmen.de kann man die spannende Geschichte über die erste Synchronisation von Walt Disneys „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ nachlesen, welche im Jahre 1938 entstand.

– David Cronenberg ist unter die Romanautoren gegangen und hat ein gar seltsames Werk abgeliefert, welches unter dem Titel „Verzehrt“ nun auch auf Deutsch erschienen ist und von LZ auf screen/read besprochen wird.

– Manfred Polak stellt in einem höchst lesenswerten Artikel auf Whoknows presents einige „Großstadt-Kammermusikstücke“ vor. Also, die „Großstadt-Sinfonie“ in Miniatur. Einige davon kannte ich schon, andere sind mir neu und hübscherweise werden auch gleich die entsprechenden Video-Links dazu geliefert.

– Bemerkenswerter Weise erwähnt auch Lukas Foerster in seiner Vorstellung des Filmes „Aufruhr des Blutes“ von 1929 auf Dirty Laundry die „city-symphony-montage“.

– Auf dem Filmfest Regensburg ist Mike Hodges eine Retrospektive gewidmet, was Michael Fleig auf critic.de zum Anlass nimmt, diesen heute eher unbekannteren Regisseur (der immerhin mit dem wunderbaren Pop-Comic-Trash „Flash Gordon“ einen meiner Lieblingsfilme drehte) näher vorzustellen.

– Joachim Kurz thematisiert auf B-Roll noch einmal den langsamen Niedergang des Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg. Anlässlich seines neuen Films „Einer nach dem Anderen“ wird Regisseur Hans Petter Moland interviewt und Lucas Barwenczik stellt das legendäre Anime-Studio Ghibli und seine weniger bekannte Musikvideo-Arbeit vor.

– Einen wichtigen und vielbeachteten Artikel hat Rüdiger Suchsland auf Negativ über die stillschweigende Vertragsverlängerung mit Berlinale-Direktor Dieter Kosslick geschrieben.

– Auf Hard Sensations ist es in letzter Zeit leider ausgesprochen ruhig geworden. Nun hat Jamal Tuschick seine Gedanken zu „Am Sonntag bist Du tot“ und Christian Petzolds „Phoenix“ niedergeschrieben. Beide scheinen ihm gefallen zu haben.

– Udo Rotenbergs Artikel über „Frankfurt Kaiserstrasse“ auf Grün ist die Heide, beweist einmal mehr, wie interessant die deutsche Filmlandschaft der 70er und frühen 80er Jahre war – und wie viel davon heute zu Unrecht vergessen. Den Namen Roger Fritz merke ich mir auf jeden Fall. h

– Oliver Nöding nimmt auf Remember It For Later eine persönlichen Quentin-Tarantino-Retrospektive vor. In dieser Woche arbeitet er sich von „Pulp Fiction“ über „Jackie Brown“ bis „Django Unchained“ vor. Besonders schön finde ich dabei, dass er genau die Gedanken, die ich zu diesen Filmen hatte – insbesondere meinen Lieblings-Tarantino „Kill Bill Vol. 2“ – , in griffige und kluge Worte packt und dazu noch einige weitere Denkanstöße liefert. Von daher habe ich die Texte allesamt sehr genossen. Ich bin also nicht ganz allein mit meiner noch immer anhaltenden Begeisterung – und gleichzeitiger Skepsis, was die „Fanboys“ und Trittbrettfahrer angeht.

– Patrick Holzapfel schreibt auf Jugend ohne Film über „expanded cinema“ und den Versuch der diesjährigen Viennale, dieses in einen Kinosaal zu sperren.

– Cutrin hat für filmosophie den neuen Film des von mir hochverehrten Roy Andersson gesehen und stellt fest :“Tatsächlich gibt es in den Bildern so viel zu entdecken, dass sich der Film trotz der langsamen Erzählweise kaum in die Länge zieht.“

– Ein neuer Woody Allen? Ja, wurde ja auch Zeit. Schließlich kommt mit schöner Regelmäßigkeit jedes Jahr ein Film von ihm in die Kinos. Von „Magic In the Moonlight“ hatte ich im Vorfeld gar nichts mitbekommen. Wahrscheinlich bin ich darum so überrascht. Frank Schmidtke von cinetastic.de mochte ihn.

Going to the movies schreibt über den neuen Film des unberechenbaren James Franco: “Child of God“, der ihn wieder verwirrt zurücklässt und ihn fragen lässt, “ob Franco nun einfach nur eine coole Rebellen-Sau ist, der einfach auf alles scheißt oder ob der gute Mann nicht mehr ganz rund läuft.”

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de ebenfalls „Child of God“ besprochen, der ihn sehr mitgenommen hat, dem seiner Meinung nach, aber auch der Spannungsbogen fehlt. Mit “Graceland“ (meine Kritik hier) geht er ebenfalls härter ins Gericht, auch wenn er findet, dass der Film als Milieustudie großen Eindruck hinterlässt. Und dann gibt es wieder eine Animationsfilm-Empfehlung. Diesmal „Technotise“ aus Serbien (!).

– YP und PD haben sich für ihren Film im Dialog diesmal einen Klassiker ausgesucht: John Fords „Früchte des Zorns“.

– Auch ein Film von meiner stetig wachsenden „Muss-ich-noch-gucken“-Liste: Bob Rafelsons Drogen-Trip „Head“ mit den Monkees. Sascha Nolte hat ihn gesehen und auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte besprochen.

– Ich liebe Jean Rollins Filme. Yzordderrexxiii wird mit seinem „Requiem for a Vampire“ nicht ganz warm, räumt aber auch ein, ihn unter nicht optimalen Umständen gesehen zu haben: „Rollins Filme sind nicht dafür gemacht, sie auf einem kleinen Computerbildschirm zu sehen. Sie gehören ins Kino.“. Genau!

– Auf Mehrfilm hat Christian Gertz ausführlich mehrere Streaming-Dienste (für mich ja der Teufel in digitaler Gestalt, aber wohl leider auch die Zukunft des Filmeanschauens – siehe ein Punkt weiter oben) getestet und seine Erfahrungen, Pros und Contras zusammengefasst.

– Und zum Schluss: Auf Schlombies Filmbesprechungen gibt es wieder eine Folge von „Die Filmbesprechungen der Anderen“.

Das Bloggen der Anderen (17-11-14)

Von , 17. November 2014 21:49

bartonfink_type2- Hofbauer, Hofbauer, Hofbauer. Bei vielen der von mir beobachteten Blogs ist der 1. Auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer Kommando in Frankfurt/Main vom 07. bis 09.11.2014 das Thema Nr. 1. Leider konnte ich aus familiären Gründen auch dieses Mal nicht teilnehmen (was sich aber ja sicherlich irgendwann ändern wird – und hoffentlich nicht erst, wenn ich den Nachwuchs gleich mitbringen kann). Dafür waren aber Andere dort, die fleißig berichten. Wie z.B. Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide, der über einen Film mit dem gar reißerischen Titel „Tanja – die Nackte von der Teufelsinsel“ und einen Schlagerfilm des Namenspatrons, Ernst Hofbauer, „Tausend Takte Übermut” berichtet.

– Und auch Oliver Nöding waren anwesend und schreibt auf Remember It For Later ausführlich über Otto Retzers „Babystrich im Sperrbezirk“; den dänischen „Nordische Nächte – Verschwiegene Parties“ von Poul Nyrups , dem Nicholas Winding Refn seinen dritten „Pusher“-Film widmete; „Sünde mit Rabatt“ von Rudolf Lobowski; dem ziemlich schmierig betitelten „Pornospiele mit Stock und Peitsche“ von Joe Sarno; ebenfalls „Tanja – Die Nackte von der Teufelsinsel“, sowie dem Kultfilm der Hofbauers „Herzromanze“ von Jürgen Enz (den ich noch immer nicht gesehen habe).

– Ich weiß nicht, ob Sebastian in Frankfurt dabei war oder dies nur ein passender Zufall ist, aber in Das Magazin des Glücks befasst er sich mit gleich drei Ernst-Hofbauer-Filmen.

– Auf Zeilenkino findet man den 2. Teil mit Kurzkritiken zu den Filmen, die auf den Nordischen Filmtagen in Lübeck liefen.

– Ebenfalls mit dem 2. Teil wurde das Essay „Der neue Kannibalismus in Kino und TV | Eine Annäherung.“ von LZ auf screen/read fortgesetzt. Ferner wird der Film „Coherence“ besprochen, der Dank des rührigen Filmverleihs Drop-Out und dem vorzüglichen Label Bildstörung demnächst auch in einigen ausgewählten Kinos zu sehen ist.

– Mauritia Mayer hat für uns Helmut Bergers Autobiographie „Ich“ gelesen und ihre Gedanken dazu auf Schattenlichter niedergeschrieben.

– Udo Rotenberg war auch anwesend, als wir mit dem 5. Öffentlichen Forentreffen von Deliria-Italiano.de in Nürnberg zu Gast waren. Auf L’amore in città schreibt er über unseren Abschlussfilm „Geisterstadt der Zombies“.

– Sascha Nolte bespricht auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte einen japanischen Gangsterfilm von Seijun Suzuki; „Branded to kill“. Ein irgendwie höchst merkwürdiger Film, der mich einst bei einer TV-Sichtung tief beeindruckt hat. Sascha erging es scheinbar ähnlich.

Nicht ganz so enthusiastisch, aber immerhin positiv hat Oliver Armknecht „Branded to kill“ auf film-rezensionen.de aufgenommen. Desweiteren empfiehlt er den Anime „Mind Game“ und Oliver Frost ist vom neuen Werk des „Amer“-Gespanns Hélène Cattet & Bruno Forzani, „Der Tod weint rote Tränen“ sehr angetan.

– Zum Anschauen ist es leider zu spät, aber trotzdem sei darauf hingewiesen, dass man auf B-Roll in der neuen Rubrik Doc Blog einige Dokumentarfilme vom CPH-DOX-Festival in Kopenhagen ansehen konnte. Am 21.11. soll es aber Nachschub geben. Ferner gibt es ein Interview mit dem Belgier Geoffrey Enthoven, der beim Internationalen Filmfestival Mannheim-Heidelberg mit dem “New Master of Cinema”-Award ausgezeichnet wurde. Und Lucas Barwenczik porträtiert das Wunderkind und neuen Darling der Filmkritik Xavier Dolan.

– Apropos Mannheim-Heidelberg. Auf critic.de geht Frédéric Jaeger mit diesem Filmfestival sehr hart ins Gericht.

– Sehr viel Gutes hörte ich schon über den deutschen Psycho-Horror-Thriller „Ich seh, ich seh“ von Veronika Franz und Severin Fiala der gerade auch auf dem Filmfest in Braunschweig lief. Theodor Frisorger reiht sich auf Daumenkino in die Menge der Begeisterten ein. Nicht ganz so begeistert war Miriam Eck von dem Film „Brazilian Western“. Sie schreibt: „Eben weil die Figuren so unnahbar bleiben, ist die Zurschaustellung der Folter so fehl am Platze. Der Zuschauer ist Schaulustiger aber nicht betroffen. Höchstens Ekel aber keine Tragik entsteht.“

– Patrick Holzapfel leitet auf Jugend ohne Film seine Besprechung des Filmes “Al doilea joc” von Corneliu Porumboiu wie folgt ein: „Wenn einer der besten Filme des Kinojahres ohne Kameramann und Drehbuchautor entsteht, dann sollte man darüber nachdenken.“ Danach macht er sich anhand einiger Filmbeispiele lesenswerte Gedanken über Techniken, das Vergehen der Zeit zu filmen.

– Auf Negativ kann man ein schönes Interview mit dem höchst sympathischen Till Kleinert über seinen sehenswerten Film „Der Samurai“ lesen. Außerdem berichtet Amos Borchert über das Dokumentarfilm-Festival in Leipzig.

– Ein ebenso merkwürdiger, wie sehenswerter und fordernder Film scheint „Masked and Anonymous“ von Larry Charles zu sein, der mit ungewöhnlich großem Staraufgebot ein Drehbuch von Bob Dylan (der selber die Hauptrolle spielt) umsetzt. Sven Safarow legt ihn uns auf Safarow schreibt ans Herz.

– Sir Donnerbold macht sich auf SDB-Film Gedanken über die Vorverurteilung von Filmen.

– Was James Bond angeht bin ich zwar seit klein auf ein großer Fan, allerdings etwas langweilig. Ich halte weiterhin Sean Connery für den besten Bond und „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ ist mein Lieblings-Bond-Film. Totalschaden von Splattertrash mag den auch.

– Recht häufig stimme ich ja mit Schlombies Filmbesprechungen nicht ganz überein. Bei „Die Tollwütigen“ alias „I Drink Your Blood“ sind wir uns aber ziemlich einig.

– Ich bin schon recht gespannt auf die DVD von „The Young Ones“, die hier hoffentlich auch bald eintrudelt. Bis dahin hält die Kritik von quadzar auf filmosophie das Interesse weiterhin am Köcheln.

– Und auf Wiederaufführung gibt es das Neuste von den Filmpodcasts.

Das Bloggen der Anderen (10-11-14)

Von , 10. November 2014 23:02

bartonfink_type2- Oliver Nöding gibt auf Remember It For Later einen ersten Vorgeschmack auf den Erstern auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer-Kommandos in Frankfurt und berichtet über „Frankfurt Kaiserstraße“ von Roger Fritz und „69 – Sixtynine“ von Jörg Donner.

– Michael Kienzl berichtet auf critic.de weiter von der Viennale, wo er sich dem einer Retrospektive über den 16mm-Film und „Straßen-Filmen“ von Giovanni Bonfanti, Peter Bogdanovich und Pedro Costa gewidmet hat.

– Das Team von Jugend ohne Film hat mit der Viennale abgeschossen und seine Höhepunkte des diesjährigen Festivals kommentiert.

– Harald Mühlbeyer war für screen/shot auf den Hofer Filmtagen und hat dort den deutschen Thriller „„True Love Ways“ von Mathieu Seiler, der ihm mit seinen Trashmomenten ziemlich gut unterhalten hat, und den Serienkiller-Thriller „Cruel“ von Eric Cherrièr, der bei ihm Eindruck hinterlassen hat, gesehen. Fürchterlich geärgert hat er sich über „Der Kuckuck und der Esel“ von Andreas Arnstedt, den er in der Luft zerreißt.

– Wie gerne wäre ich mal wieder bei den Nordischen Filmtagen in Lübeck. Über das diesjährige Programm berichtet Zeilenkino im Form von Kurzkritiken.

– Sonja Hartl war ebenfalls in Lübeck und hat ihre Filmerlebnisse auf B-Roll ebenfalls zusammengefasst. Rajko Burchardt entmystifiziert die geheimnisumwitterte „Pressevorstellung“.

– Aus Anlass einer Retrospektive der Cinematheque Francaise widmet sich Lukas Foerster auf Dirty Laundry in einer längeren Reihe dem amerikanischen Regisseur Phil Karlson. Den ersten Teil seiner persönlichen Retrospektive findet man hier.

– Auf Whoknows presents hat david einen sehr spannenden Artikel über Paul Lenis ersten Hollywood-Film „The Cat and the Canary“ veröffentlicht, den ich sehr genossen habe. Er sei hiermit jedem ans Herz gelegt, der sich für Stummfilme, Expressionismus und die Wurzeln des „Haunted House“-Genres interessiert. Ich muss jetzt dringend mal sehen, dass ich mir den Film besorgen. Bisher kenne ich nämlich nur das 70er Jahre Remake von Radley Metzger.

– Thomas Groh hat auf seinem filmtagebuch eine Besprechung der Snowden-Doku „Citizenfour“ veröffentlicht, die ursprünglich in der taz erschienen war.

– Bald kommt ja Eckhart Schmidts „Der Fan“ auf Blu-ray. Zeit also, sich mal intensiver mit Schmidt zu beschäftigen. So wie es Alex Klotz auf Hard Sensations getan hat, der dort Schmidts ein Jahr später entstandenen „Das Gold der Liebe“ besprochen hat.

– Sven Safarow ärgert sich auf Safarow schreibt darüber, dass David Cronenbergs neuer Film „Map to the Stars“ mit Begriffen wie “bitterböse Satire”, “Hollywoodsatire”, “Abgründe der Traumfabrik”, “Kulissen der Glitzerwelt” usw. belegt wird und erklärt warum.

– LZ schreibt auf screenread über den „Neuen Kannibalismus in Kino und TV“. An dieser Stelle möchte ich hier insbesondere an meinen lieben Paul eine besondere Empfehlung dieses Artikels aussprechen, der sich dem Thema ja auch schon sehr intensiv gewidmet hat.

– Alex Matzkeit hat auf real virtuality eine schöne und vertiefende Liebeserklärung an den Audiokommentar geschrieben und dabei auch einige gelungene und weniger gelungene Audiokommentare kommentiert. Sehr lesenswert!

– So kann es kommen. Wegenen eines Verisses von „Europa Report“ ist bullion von Tonight is gonna be a large one auf den Film aufmerksam geworden und fand ihn am Ende ähnlich gut, wie ich einst.

– Die Seite, auf der er den Verriss gefunden hat war übrigens symparanekronemoi, wo man in dieser Woche eine kritische Besprechung zum Berlinale-Gewinner „Feuerwerk am hellichten Tage“ findet.

– Italien 1. Udo Rotenberger stellt auf L’amore in città den pessimistischen „La spiaggia“ (Der Skandal) von Alberto Lattuada vor, welcher übrigens auch den für Udos Blog namensgebenden Film inszenierte.

– Italien 2. Auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte, nimmt sich Sacha des merkwürdigen, aber nichtsdestotrotz hoch interessanten „Anima Persa“ von Dino Risi an.

– Italien 3. Auf Schattenlichter schreibt Mauritia Mayer ausführlich über „Blutiger Schatten“.

– Auf dem Oldenburger Filmfest habe ich ihn verpasst, jetzt wurde er von Oliver Armknecht bei film-rezensionen.de besprochen: „White Shadow“.  Ferner gibt es eine dicke Empfehlung von Oliver für den animierten Episoden-Film „Sita Sings the Blues“ – plus Verlinkung zum Film auf Youtube.

– Für mich wieder ein Pflichttermin: Der neue von Ulrich Seidl: „Im Keller“. Auch wenn Peter Gutting auf cineastic nicht ganz so begeistert ist.  Dafür ist Ronny Dombrowski vom Kinderfilm „Antboy“ begeistert, von dem ich auch schon sehr viel Gutes gehört habe.

– Filme aus Malaysia bekommt man hierzulande nicht oft vor die Augen. Michael Schleh von Schneeland hat nun den Gangsterfilm „Songlap“ von Effendee Mazlan & Fariza Azlina Isahak gesehen und als gar nicht so schlecht empfunden.

– So unterscheiden sich die Ansichten. Ulrich Kriest vergibt auf filmgazette 7 von 10 Punkte für “Im Labyrinth des Schweigens”, während sein Kollege Dietrich Kuhlbrodt dem Film gar nichts abgewinne konnte und gerade 2 magere Pünktchen vergibt.

Der Kinogänger hat wieder das Neuste aus der Hollywood-Küche.

– Und Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen eine weitere Ausgabe der „Besprechungen der Anderen“ veröffentlicht. Vielen Dank für die Erwähnung meines Halloween-Spezials.

Das Bloggen der Anderen (03-11-14)

Von , 3. November 2014 22:29

bartonfink_type2- Letzte Woche habe ich doch glatt den Außenseiter unterschlagen, der auf seinem Blog Final Frontier Film Filmbesprechungen nun auch in Form von Videos einstellt. Mehr dazu verrät er hier.

– Ich freue mich ja jedes Mal, wenn mir ein neuer interessanter Filmblog unter die Augen kommt. Der Beitrag ist zwar schon älter als eine Woche, aber ich habe ihn gerade entdeckt und fand ihn zu schön, um ihn hier nicht zu erwähnen. Auf Schattenlichter (Erinnerungen an Theodore Roszak werden wach) hat Mauritia Mayer einige Fotos der Stadt Spoleto in Umbrien gepostet, welche die Kulisse für einige bekannte Gialli lieferte. Und um auch noch einen aktuellen Artikel hier mit reinzubringen: Seine Review des Fulci-Klassikers „Ein Zombie hing am Glockenseil“ findet man hier.

– Gerold Marks von Digitale Leinwand hat noch einmal Amazon Instant Video eine Chance gegeben und kommt zu dem Fazit, dass es an einigen Ecken noch Stellschrauben zur Verbesserung des Angebots gibt.

– Alexander Matzkeit stellt nach einem Abstecher in die Türkei auf real virtuality fest: “Andere Länder haben auch schlechte Filme“.

– Sascha hat auf PewPewPew das Actionfilm-Jahr 2014 unter die Lupe genommen und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis.

– Es ist wieder Viennale und Jugend ohne Film ist dabei. Rainer Kienböck hat nicht nur die (von mir mit Spannung erwartete Doku) „Von Caligari bis Hitler“ gesehen, sondern auch den Klassiker „Die Büchse der Pandora“. Leider als DCP, was scheinbar nicht gerade ideal war.  Des weiteren hat er auch einige Kurzfilme geschaut, die er hier vorstellt.  Patrick Holzapfel hat „Leviathan“ von Andrey Zvyagintsev gesehen, der bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

– Noch mehr Viennale. Michael Kienzel hat auf critic.de seine Festivalnotizen abgelegt und berichtet über Harun Farocki, John Ford und Thomas Heise.

– Auch Nikolaus Perneczky befindet sich auf der Viennale und schreibt darüber auf cargo.

– Über das DOK-Festival in Leipzig schreibt Eileen Reukauf auf B-Roll. Und ein Festival der etwas anderen Art ist das Pornofestival in Berlin, von dem Beatrice Behn berichtet. Ferner gab sie auch ein paar Film-Tipps für das nun zurückliegende Halloween-Fest. Dennis Demmerle hat die beiden fabelhaften Dardenne-Brüder interviewt und nach ihrem neuen Film „Zwei Tage, eine Nacht“ befragt.

– Auf dem Berliner Pornofilm-Festival war auch Arne Fischer für Daumenkino, der sich angesichts eines in seinen Augen mislungenen Kurzfilmes fremdschämt.

– Wie schon erwähnt, war Freitag ja Halloween, und Going to the movies stellt darum einen Film vor, von dem ich in den letzten Tagen sehr viel Gutes gehört habe, der aber bisher komplett an mir vorbei gegangen ist: Michael Doughertys „Trick ‘r Treat“. (Nicht zu verwechseln mit der 80er-Jahre-Bombe „Ragman“).

– Like father, like son. Gregor Torinus hat sich für Hard Sensations das polarisierend aufgenommene Leinwand-Debüt von Cronenberg-Sohn Brandon angesehen und kommt zu dem Schluss: „Hat Brandon Cronenberg einmal seine bösen Bilder in das Hirn des Zuschauers injiziert, gibt es kein Zurück. Dann hilft kein Toben und kein Schreien. Antiviral ist der Virus, ist das real gewordenen neue Fleisch aus Videodrome.“

– Zuerst gedruckt im „Der Freitag“ erschienen: Thomas Groh in seinem filmtagebuch über den großartigen „Töte Django“ von Giulio Questi.

– Udo Rotenburg seziert auf Grün ist die Heide „Gestehen Sie, Dr. Corda!“ von 1958 mit dem jungen Hardy Krüger.

– Ich lese gerade Christian Keßlers neues Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof“, in dem er auch sehr liebevoll über Thilo Gosejohanns „Operation: Dance Sensation“ schreibt. Oliver Nöding tut es ihm auf Remember It For Later gleich, was mir beweist, dass ich diese Bildungslücke wohl irgendwann mal werde schließen müssen. (Wobei ich mir unsicher bin, ob ich den nicht Teilweise mal auf VIVA – als der Sender noch okay war, bzw. gibt es den überhaupt noch? – gesehen haben).

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über den Citzen Kane des Giallo: Dario Argentos „Profondo Rosso“. Interessant, auch wenn man merkt, dass die Materie für Beide scheinbar neu ist (Argento ist z.B. nicht Begründer des Giallo-Genres – das war dann doch eher Mario Bava).

– Wie es mit Argento momentan aussieht, kann man dann bei jogiwan auf project-equinox lesen.

– reda empfiehlt auf Der breite Grad den französischen Film „Innocence“ der 2004 von Lucile Hadzihalilovic inszeniert wurde und auf Frank Wedekinds Novelle “Mine-Haha” beruht.

– Der Film von dem die meisten Blogger zur Zeit sprechen heißt „Interstellar“ und ist das neuste Werk von Christoper Nolan. Die Meinungen hierzu sind durch die Bank weg gut. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de vergibt trotz seines Fazits: „Alles wie gehabt: Interstellar vereint die üblichen Stärken (Optik, Konzept) und Schwächen (Pathos, plumpe Geschichte) früherer Christopher-Nolan-Filme zu einem der unterhaltsamsten Blockbuster des Jahres.“ glatte 8/10 Punkte. Ronny Dombrowski hält auf cineastic.de fest: „Christopher Nolans “Interstellar” gehört zweifelsohne zu den ganz großen Science-Fiction-Filmen der letzten zehn Jahre, die nicht nur mit einer tiefgründigen Geschichte, sondern gleichwohl auch auf visueller und auditiver Ebene überzeugen können.“ LZ schreibt auf screen/read „Wer sich diesen Film nicht im Kino anschaut, sondern lieber zur Raubkopie greift oder die spätere DVD abwartet, ist selber schuld.“  Und auf Komm&Sieh resümiert Thorsten Krüger „Ob Ambient-Stillleben vom Saturn, die Sphären-Architektur eines Wurmlochs, Big-Wave-Surfen, ein bizarrer Gletscherplanet oder lodernde Ränder eines Schwarzen Lochs – die Entdeckungslust ist grenzenlos, ohne zur Spektakelsucht zu verkommen.“  Nur cutrin auf filmosophie hat, was „Interstellar“ angeht, ziemlich gemischte Gefühle.

– Und zu guter Letzt: Das Neuste aus dem Podcasts auf Wiederaufführung.

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