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Das Bloggen der Anderen (30-03-15)

Von , 30. März 2015 18:10

bartonfink_type2- „Die Herren Dracula“ war ein Film, den ich schon lange kannte, bevor ich überhaupt eine Minute davon sah. Der Grund dafür war, dass mein Vater mir immer wieder von einzelnen Szenen erzählt hatte. Eigentlich sehr ungewöhnlich, denn normalerweise war Film nie ein Thema zwischen uns – vielleicht mit Ausnahme seines geliebten „Valdez kommt“. Als ich den Film dann endlich sah, fand ich ihn nett, aber nicht umwerfend. Jacko XL von den Drei Muscheln schreibt dann auch: „Zum Schluss baut der Film dann nur sichtlich ab“. Das mag stimmen, denn all die Sachen von denen mein Vater so lebhaft berichtete, finden gleich zu Beginn statt. Trotzdem würde ich ihn gerne mal wieder sehen.

– Annika Stelter wird auf Die Filme, die ich rief von Peter Greenaways „Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“ ziemlich umgeworfen und rät: „Nehmt euch eine Woche frei, sammelt Appetit auf Kunst, Essen und Skandale und schmeißt euch in die Party im „Les Hollandais“.“

– Tobef versucht sich auf Deep Red Radio an einer Liste mit den besten Horrorfilmen des 21. Jahrhunderts. Auch wenn das überhaupt nicht meine Liste wäre: Wer daran Spaß hat und sich inspirieren lassen möchte findet seine Titel hier. David bespricht den deutschen Kurzfilm „Au Pair“ und führt ein Interview mit Hauptdarstellerin Yvonne Yung Hee Bormann.

– Passend zum Thema des oben genannten Kurzfilms, hat sich Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen DES Klassikers des Kannibalen-Films angenommen: Ruggero Deodatos „Nackt & Zerfleischt“ und meint zu Recht: „„Nackt und zerfleischt“ ist ein anklagender, moralischer und kritischer Film.“

– Bleiben wir beim Horror. Oliver Armknecht schreibt für film-rezensionen.de über zwei Filme, die auch schon im Rahmen des „Cinema Obscure“-Festivals durch die Kinos getingelt sind: „Let Us Prey“ und „Housebound“. Während er den ersten gut, aber nicht überragend fand, hat „Housebound“ es ihm doch sehr angetan.

– Auf Eskalierende Träume macht sich Sven Safarow an Lamberto Bavas TV-Film „Il Maestro del Terrore“ und nutzt dies, um auf den Drehbuchautoren Dardano Sacchetti einzugehen.

– Alex Klotz ist auf Hypnosemaschinen hin und weg von dem jugoslawischen Spielfilm“ Jovana Lukina“. Ein „großer, magischer, atemberaubender Film“. Toll bebildert ist seine Liebeserklärung auch.

– Sascha Nolte bespricht auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte mit „Baba Yaga“ einen „einen kühlen, surrealen Erotikgrusler mit jeder Menge kurioser Ideen“.

Kino mal ganz anders. Cinekie.de berichtet über eine Truppe, die auf der Bühne Filme vorliest. Richtig, die Dialoge werden vorgelesen, dazu gespielt. Also quasi das legendäre Vollplayback-Theater mit Film statt Kassetten. Die „Krieg der Sterne“-„Lesung“ scheint ganz großartig zu sein, wie man hier nachlesen kann.

– Auch ein Kinoerlebnis und eins, welches ich selber leider noch nie erlebt habe (Delmenhorst wurde 1993 geschlossen) ist das Autokino. Andreas Köhnemann stellt auf B-Roll das älteste noch in Deutschland existierende Autokino Frankfurt Gravenbruch vor. Und kaum zu glauben: Der coolste Mann der Welt, Steve McQueen, wäre 85. Jahre geworden. Eine Hommage.

– Josef Lommer berichtet auf critic.de über die Diagonale 2015 in Wien, dem Festival des österreichischen Films.

– Natürlich waren auch die Jungs von Jugend ohne Film auf ihrem „Heimfestival“. So fragt sich Andrey Arnold: „Diagonale 2015: Was bleibt von einem Festival?“ und führt mit Rainer Kienböck einen interessanten „Diagonale-Abschlussdialog“.

– Dieses Wochenende fand in Nürnberg das tolle Terza Tisione – Festival des Italienischen Genrefilms zu zweiten Mal statt. Oliver Nöding war dabei und schreibt auf Remember It For Later über einige der Schätze, die er dort sehen durfte: Wie Lucio Fulcis „Don’t Torture a Duckling” und Mario Bavas „Die toten Augen des Dr. Dracula“. Außerdem gibt es einen schönen Text über Eckhard Schmidts „Alpha City“, dessen Fazit „Ein beeindruckender Brocken, visuell herausragend und voller schüttelfrostiger Gänsehaut-Momente“, ich aus vollem Herzen unterschreiben kann. Und: Wolfgang Büld ist immer eine Erwähnung wert. Auch oder gerade sein „Ich gib Gas – Ich will Spaß“.

– Wo gerade Italien erwähnt wurde. Das Magazin des Glücks nimmt sich zweier Filme des Regisseurs Camillo Mastrocinque an. „Ein Toter hing am Glockenseil“ (mit Christopher Lee, nicht mit dem ebenfalls dort hängenden Zombie zu verwechseln) und „Ein Engel für den Teufel“ mit der Traumbesetzung Barbara Steele und Anthony Steffens.

– Nochmal Italien. Ich gebe es zu, mit der Figur des in elf (!) Filmen von Tomas Milian gespielten „Superbullen“ Nico Giraldi konnte ich noch nie viel anfangen. Nachdem Udo Rotenberg auf L’amore in città aber über den zweiten Giraldi-Film „Hippie Nico von der Kripo“ geschrieben hat, hätte ich Lust, denen noch einmal eine Chance einzuräumen.

– Ein Chance räume ich auch Going to the movies noch einmal ein, nachdem mich sein Geständnis geschockt hat, dass er wären des Filmeschauens Zuhause gerne nebenbei irgendwelche Spiele auf seinem iPad daddelt. Sakrileg! Aber seine schöne Kritik zum sehr tollen „Coherence“ hat mich wieder etwas versöhnt.

Gar nicht versöhnen will sich Rochus Wolff mit dem französischen Kinderfilm „Der kleine Nick und die Ferien“. Warum erläutert er auf seinem Kinderfilmblog.

– Ich habe gerade das Werk Michael Verhoevens für mich entdeckt. Seinen Film „Verführungen“ kannte ich noch nicht, dafür jetzt Lukas Foersters Text darüber auf Dirty Laundry.

– Dafür kenne ich Khavn De La Cruz, dessen bemerkenswerten Wutschrei „Mondomanila“ wir hier in Bremen mal im Kino zeigten. Darum bin ich auch höchst gespannt auf seinen neuen Film „Ruined Heart“, auch wenn Stefanie Schneiders Kritik auf Cereality eher lauwarm ist.

– Stefan Borsos auf Schneeland über das südindische Mainstreamkino: „ Bunter, wilder, lauter, unterhaltsamer als all das, was der interessierte Laie außerhalb Indiens unter dem Etikett ,Bollywood‘ zu Gesicht bekommt. Ein Kino der Exzesse, ein Kino der Extreme; und ein Kino, dessen DarstellerInnen im Industrie- und Fanjargon gewöhnlich als HeldInnen firmieren.“ Als Bespiel dafür schreibt er über den Film „Bhajarangi“.

– Zwei Todesfälle gab es in der letzten Woche: Gene Saks (1921-2015) und Rik Battaglia (1927-2015). Der Kinogänger hat beiden Nachrufe gewidmet.

– Zwei Kritiken zu Ryan Goslings vielgeschmähtem Regie-Debüt „Lost River“. Während LZ auf screenread schreibt: „Goslings Debüt als Regisseur (und Autor) hat sicher seine Fehler, aber insgesamt besteht aller Grund, die Verdienste hinter der träumerischen Bilderwelt dieses dunklen Märchens zu würdigen anstatt sich über sie hinwegzusetzen“, ist Kollege Ronny Dombrowski auf cineastic sehr viel kritischer: „Ryan Gosling versucht in seinem Regiedebüt eine Vielzahl der großen Meister und dessen Ideen zu kopieren, lässt dabei aber eine klare Linie und ein gewisses Konzept vermissen“.

– Und zum Schluss: Totalschaden auf Splattertrash mit einem interessanten Artikel über meine Lieblings.-Guilty-Pleasure: „Flash Gordon“. Ich liebe diesen grandiosen camp.

Das Bloggen der Anderen (16-03-15)

Von , 17. März 2015 01:13

bartonfink_type2- Manfred Polak erzählt auf Whokows presents darüber, was passiert, wenn ein Blogger seinen eigenen Text plötzlich auf einem CDV-Cover entdeckt.

– Der Schweizer Filmpreis geht in diesem Jahr an Jean-Luc Godard. Grund für Michael Sennhauser auf Sennhausers Filmblog Leben und Werk des Meisters noch einmal Revue passieren zu lassen.

– Auch Patrick Holzapfel hat sich mit dem alten Querkopf Godard beschäftigt und schreibt auf  Jugend ohne Film über dessen Frühwerk.

– Godard zum Dritten: Auf Die drei Cineasten schreibt über zwei Filme, die Godard 1964 fertigstellte: „Die Außenseiterbande“ und „Eine verheiratete Frau“.

– Ein tolles Filmfestival: Terza Visione in Nürnberg – 2. Festival des italienischen Genrefilms. Auf movies&sports kann man nachlesen, was einen erwartet.

– Till Kadritzke berichtet auf critic.de über eines der wichtigsten (keine Ironie!) Filmfestivals für den deutschen Film: Das „Besonders Wertlos: 17. Festival des deutschen psychotronischen Films“- Ich muss da auch unbedingt mal hin.

– Auch heutzutage werden noch viele gute deutsche Filme gedreht. „Victoria“ von  Sebastian Schipper wurde schon während der Berlinale gefeiert. Christian Witte von Cerality ist ebenfalls sehr angetan.  Abteilung Lieblingsfilme (1): „Letztes Jahr in Marienbad“. Kilian Kleinbauer gibt die volle Punktzahl. Richtig so!

– Abteilung Lieblingsfilme (2): Jamal Tuschick auf Hard Sensations über „Rocker“ – das unsterbliche Filmgranit von Klaus Lemke. Ferner schreibt er über „Von jetzt an kein zurück“ seinen, wie ich finde, bisher besten Text.  Oliver Nöding setzt nach drei Jahren seine Sequenzanalyse einer Verfolgungsjagd mit „The French Connection“ fort.

– Da passt dann auch, dass Oliver auf Remember It For Later eine Besprechung der Fortsetzung „The French Connection II“ online gestellt hat.  Ferner schwärmt er für „Berberian Sound Studio“, den wir einst als Deutschland-Premiere auf unserem Phantastival gezeigt hatten – und der bei mir noch immer einen schweren Stand hat. Muss ich eine zweite Chance geben.  Außerdem: Eine fette Empfehlung für den Südkoreaner „The Yellow Sea“.

– Auf Schneeland empfiehlt Stefan Borsos, Herausgeber des leider nicht mehr existenten CineAsia-Magazines, über einen weiteren Südkoreaner:  „Tazza: The Hidden Card“.

– Alex Klotz hat für hypnosemaschinen wieder etwas entdeckt: „The Orchard End Murder“ von 1980, der in England als Vorfilm zu „Dead & Buried“ lief.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de „In the Name of the Son“ besprochen und schreibt: „Und so bleibt einem selbst in den vielen verdammt lustigen Szenen das Lachen im Hals stecken. Ein bisschen schwierig ist dieser nihilistische Ansatz schon, denn über die Anklage hinaus, den lauten Schrei, bleibt nicht viel von In the Name of the Son übrig. Keine neue Erkenntnis, keine Moral, kein Ausweg.“  Was ich nicht unbedingt als negativ sehen würde, wie ich generell den Film ein wenig besser fand als er.  „Das ewige Leben“, den neuen „Brenner“-film mag er zwar, bemängelt aber die konstruierte Krimihandlung.

– Abteilung Lieblingsfilme (3): Sascha Nolte schreibt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über den fantastischen „Perrack“ von Alfred Vohrer mit Horst Tappert in der Titelrolle: „Perrak ein Hybrid aus Giallo und Poliottesco, noch bevor beide Genres ihren endgültigen Höhepunkt erreicht hatten.“

– Apropos Vohrer: Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen ist sehr begeistert von dessen „Siebe Tage Frist“.  Außerdem schreibt er über einen der Lieblingsfilme von Stephen King: „Tourist Trap“.

– Noch immer nicht gesehen, aber spätestens nach der Review von Mauritia Mayer auf Schattenlichter auf meinem Wunschzettel: „Un bianco vestito per Marialé“.

– Einen bisher ultrararen Giallo gibt es auf Nischenkino: „Yellow: le cugine / Die Mühle der Jungfrauen“.

– Themroc bespricht die empfehlenswerte erste Ausgabe der Koch Italowestern-Enzyklopädie und die Doku „Was heißt hier Ende? – Der Filmkritiker Michael Althen“ von Dominik Graf. Ferner hat er ein langes Essay über Robert Altman, der seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, veröffentlicht.

– Auf B-Roll stellt Andreas Köhnemann das sich noch in der Planung befindliche, ungewöhnliche Kino „Wolf“ in Berlin-Neukölln vor.  Beatrice Behn hat einige sinnliche Kinomomente zusammengetragen und Patrick Holzapfel schreibt über die russische Diskussion über den Film „Leviathan“.

– Unter dem Titel „Precode Dieterle“ stellt Lukas Foerster auf Dirty Laundry in zwei Teilen einige Filme des Deutschen William Dieterle vor, die dieser 1932 bzw. 1933 vor Einführung des Hays-Codes in Hollywood gedreht hat. h

– Yzordderrexxiii hat eine Liebeserklärung an John Carpenters „The Fog“ verfasst.

– Totalschaden von Splattertrash über Doris Wishmans „Nude on the Moon“, den wir mal recht erfolgreich in unserer „Weird Xperience“-Reihe im Kommunalkino gezeigt haben. https://splattertrash.wordpress.com/2015/03/11/nude-on-the-moon/

– Thorsten Krüger spricht auf Komm & Sieh eine Empfehlung für Ryan Goslings Regiedebüt  „Lost River“ aus, einem expressionistischen Horrorfilm.

– Und Ronny Dombrowski legt auf cinetastic den Horrofans „Der Babadook“ ans Herz.

– Rochus Wolff ist auf seinem Kinderfilmblog gar nicht so begeistert vom neuen „Cinderella“. „Cinderella ist Swarovski für die Leinwand“.

– Wer wissen möchte, wo in Bangkok die Szenen für das James-Bond-Abenteuer „Der Mann mit dem goldenen Colt“ gedreht wurden und wie es da heute aussieht ist bei filmtourismus.de richtig.

– Interessante Podcasts aus der deutschen Film-Podcast-Szene findet man wieder einmal auf Wiederaufführung.

Das Bloggen der Anderen (09-03-15)

Von , 9. März 2015 19:31

bartonfink_type2- Auf screen/read wird ein langes und interessantes Interview mit Julien Maury, einem der beiden Köpfe hinter „Inside“, „Livid“ und aktuell „Among the Living“ geführt.

– Während ich „Among the Living“ durchaus mochte (siehe hier), wird Oliver Armknecht von film-rezensionen.de nicht recht warm mit ihm. Etwas, was von vom Anime „Cowboy Bebop“ nicht behaupten kann, den er in den höchsten Tönen lobt.

– Udo Rotenberg schreibt auf L’amore in città über Damiano Damianis Regiedebüt „Il rossetto“ (Unschuld im Kreuzverhör). Es ist immer noch eine echte Schande, dass die Filme dieses großen (und durchaus populären) Regisseurs in Deutschland auf DVD bisher fast gar nicht stattfinden. Naja, bei Rossi sieht es ja noch düsterer aus.

– Auf Grün ist die Heide setzt Udo seine lose Reihe über deutsche Filme der 50er und frühen 60er, die sich mit der Jugendkultur und den „moralischen Gefahren“ der Heranwachsenden auseinandersetzen, mit „…und sowas nennt sich Leben“ von  Géza von Radványi fort.

– Christian Genzel trifft auf Wilsons Dachboden den Wiener Journalisten Rodja Pavlik, einem „Schutzpatron der Independent-Filmszene“ in Österreich und die Beiden sprechen über den Status des Indie-Films in Österreich und Deutschland. 

– Frédéric Jaeger macht sich auf critic.de so seine Gedanken über die“ fragwürdige Neubesetzung“ der dffb-( Berliner Filmhochschule) Direktion und wie die jetzt neu Verantwortlichen Film verstehen („Erst Anfang Februar hat Böhning in einer Rede auf dem „Deutschen Produzententag“ bei der Berlinale seine schwer fassbare Idee einer filmindustriellen Wende in der Förderpolitik vorgetragen: Diese müsse sich „danach richten, dass die größtmöglichen Wachstums- und Beschäftigungseffekte erzielt werden.“ Über Medienboard-Chefin Kirsten Niehuus wird kolportiert, dass sie beim Empfang der Filmhochschulen auf der Berlinale davon gesprochen haben soll, sich auf ihrem Schreibtisch mehr Drehbücher wie die der Filme von Til Schweiger zu wünschen.“)

– Harald Mühlbeyer bericht auf B-Roll vom 13. Mannheimer Filmseminar: “Psychoanalyse und Filmtheorie im Dialog”, welches die Filme Michael Hanekes zum Thema hatte. Marie Anderson hat das Buch „Die Kunst der Filmkomödie. Band 1: Komiker, Gags und Regisseure“ von Franz Stadler und Manfred Hobsch gelesen und Lucas Barwenczik befasst sich mit der Schauspielerin Julianne Moore, die mich insbesondere in „Short Cuts“ nachhaltig beeindruckt hat. Nicht ausschließlich wegen ihrer Schauspielkunst.

– Rainer Kienböck hatte vor kurzem auf Jugend ohne Film über Aleksey Germans letzten Film „Hard to Be a God“ geschrieben, ihm „fehle eine Vision, die dem Film Zusammenhalt gibt“. Patrick Holzapfel hat diese Vision gefunden und beschreibt sie an gleicher Stelle als „ist enigmatisch, kraftvoll und kompromisslos“.

– Obwohl ich Masaki Kobayashis „Kwaidan“ großartig finde und mich das Remake seines Films „Harakiri“ durch Takashi Miike begeistern konnte, habe ich das Original, über welches Christian Witte auf Cerality schreibt, nie gesehen. Zeit dies nachzuholen. Als ich kürzlich über eine Ankündigung des neuen Sherlock-Holmes-Films „Mr. Holmes“ stolperte, dachte ich nur, dass Holmes jetzt so groß in Mode ist, dass scheinbar monatlich ein neuer Film auf den Markt geworfen wird. Doch als ich mich näher damit beschäftigte, musste ich feststellen, dass das Projekt eines alternden Holmes sehr interessant klang. Nicht nur wegen Ian McKellen in der Titelrolle, sondern vor allem wegen Bill Condon auf dem Regiestuhl. Scheinbar eine gute Kombination, wenn man liest, was Julia Stache darüber zu sagen hat.

– Während YP und PD auf Film im Dialog sich einige darüber sind, dass „American Sniper“ kein guter Film sei, so sind sie doch bei „Jupiter Ascending“ vollkommen gegensätzlicher Meinung.

– Florian Krautkrämer schreibt auf Daumenkino über den Gangsterfilm  „The Most Violent Year“: „Nach dem hervorragenden All is Lost (2013) hat sich Chandor mit seinem dritten Film als Spezialist für Filme des Untergangs bewiesen.“.

– Von Menahem Golans „Star Rock“, laut Final Frontier Film ein „ megalomanischer Irrsinn, das erste Großprojekt der Cannon, eine Mischung aus TOMMY, HAIR, ABBA, THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW, JESUS CHRIST SUPERSTAR und SATURDAY NIGHT FEVER“ habe ich bis jetzt noch nie etwas gehört. Die Text und Screenshots sagen mir aber: Den muss ich gucken.

– Sascha schreibt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über „The Power“, einem frühen Vorläufer von „Scanners“ und „Teufelskreis Alpha“ mit Bildern, die aussehen wie aus dem Finale von „Total Recall“.

– Mauritia Meyer stellt auf Schattenlichter den Charles-Bronson-Reißer „Brutale Stadt“ des großartigen Sergio Sollima vor.

– David hat sich auf Whoknows presents Roland Emmerichs Film „Universal Soldier“ angenommen und sieht darin Parallelen zu „Der Zauberer von Oz“. Interessante Lektüre.

– Jamal Tuschik scheint der neue Film von Andreas Dresen, „Als wir träumten“ gefallen zu haben, wenn er auf Hard Sensations feststellt: „Das Drehbuch stammt von Wolfgang Kohlhaase, der mit „Berlin – Ecke Schönhauser“ 1957 die Antwort im sozialistischen Realismusstil auf die westlichen „Halbstarken” mit Horst Buchholz gab. Rico ist ein Horst der Techno-Ära. Man versteht lange nicht, warum der Boxer und das Talent Rico, von Julius Nitschkoff exakt und mit einem Anschlag aus Granit geil auf sämtliche Punkte gebracht, aus dem Ruder läuft.“

– Oliver Nöding beschäftigt sich auf Remember It For Later mit Fernando di Leos unbekannteren Werk „Note 7 – Die Jungen der Gewalt“, Dominik Grafs kraftvollen Gangsterfilm „Die Katze“ und den beiden Stephen-King-Verfilmungen „Cujo“ und „Christine“.

– Da sind wir uns mal einig. Schlombie schreibt auf Schlombies Filmbesprechungen über Suspiria“: „Suspiria” muss man als Filminteressierter gesehen haben!“. Und es gibt auch wieder „Die Besprechungen der Anderen“ (Danke für die Erwähnung).

Das Bloggen der Anderen (02-03-15)

Von , 2. März 2015 21:33

bartonfink_type2- Interessanter Ansatz für eine Blog-Verlinkung. Sven Safarow hat ein langes und ausgesprochen interessantes Interview mit Lisa Enos, ihres Zeichens Produzentin, Schauspielerin und Ex-Frau des Filmemachers Bernard Rose geführt. Den ersten Teil des Interviews hat er auf seinem Blog Safarow schreibt veröffentlicht, den zweiten Teil bei den Kollegen von Eskalierende Träume.

– YP und PD diskutieren auf Filme im Dialog in dieser Woche über den Oscar-Gewinner „Birdman“.

– Ähnlich wie die beiden oben, macht es auch Christian Genzel auf Wilsons Dachboden. Er hat sich Don Arrigone mit an Bord und unterhält sich mit ihm über „Zombie Vs. Ninja“ von Godfrey Ho. Der hat übrigens keinen Oscar gewonnen.

– Wahrscheinlich geht dieser Artikel zu spät online, als dass noch jemand reagieren kann, aber es sei trotzdem erwähnt, dass heute Bob Fosses „All that Jazz“ im TV läuft. Ein Film über den Oliver Nöding auf Remember It For Later geschrieben hat, es sei ein „Film, der eigentlich niemals funktionieren dürfte, alle Zeichen eines unerträglich selbstverliebten, selbstmitledigen und weinerlichen Clusterfucks trägt, aber dank des bitteren, bissigen Drehbuchs, brillanter formaler Gestaltung und eines Roy Scheider, der in einer für ihn eher untypischen Rolle eine Leistung für die Ewigkeit ablieferte, alle Hürden mit beeindruckender Leichtigkeit überwindet.“ Ferner berichtet Oliver noch über „Sex und noch nicht 16“, der (offiziell) einzigen Regiearbeit von Kameramann Peter Baumgartner, empfiehlt „Liberi armati pericolosi“ von Romolo Guerrieri und kann sogar Fernando di Leos Abstecher ins Schmier, „Toy“, einiges abgewinnen.

– Letzte Woche schrieb ich, Udo Rotenberg hätte Antonio Pietrangelis Film „Die Gespielinnen“ auf dem 14. Hofbauer-Kongress gesehen. Das stimmte nicht. Der Irrtum war aufgrund einer etwas irreführenden Überschrift entstanden in seinem Blog L’amore in città. Tatsächlich war jene Besprechung nur die Prelude zu der in dieser Woche folgenden Rezension von Pietrangelis letzten Film „Wo, wann, mit wem?“ der tatsächlich auf dem 14. Hofbauer-Kongress lief.

– Auf Grün ist die Heide schreibt Udo über den erotischen Film „Madame und ihre Nichte“ mit der schönen Ruth-Maria Kubitschek und der noch schöneren Edwige Fenech. Inszeniert wurde der Film von Eberhard Schröder, über dessen trauriges Schicksal man hier auch etwas erfährt.

– Ein Highlight des letzten Jahres war für mich, in sehr angenehmer und sympathischer Runde auf dem 5. Forentreffen von Deliria-Italiano.de Lucio Fulcis „Geisterstadt der Zombies“ auf großer Leinwand und von einer tollen 35mm-Kopie zu sehen. Mehr über die „Geisterstadt“ kann man bei Mauritia Mayer auf Schattenlichter lesen.

– Obwohl ich dem Genre Eurospy durchaus zugeneigt bin, habe ich hier doch bisher relativ wenige Filme gesehen. Auch Umberto Lenzis „Die Höllenhunde des Secret Service“ fehlen mir noch auf meiner Liste. Nach totalschadens (durchaus zurückhaltenden) Review auf Splattertrash habe ich aber trotzdem Lust, den zu schauen.

– Jamal Tuschick schreibt auf Hard Sensations über Céline Sciammas Film „Bande de Filles“: „Freude schöner Götterfunken im Ornat einer Subkultur mit den Stars von Morgen“.  Alex Klotz schreibt über den sehr empfehlenswerten „In the Name of the Son“, den ich hier in den nächsten Tagen auch präsentieren werde.

– Michael Kienzl stellt auf critic.de den russischen Stummfilm-Superstar Ivan Mosjoukine vor, dem vom 1. bis zum 10. März im Berliner Arsenal eine Filmreihe gewidmet ist.  Nino Klingler hat einen sehr ausführlichen und kritischen Text zum Stand der Filmkritik geschrieben.

– Andreas Köhnemann berichtet auf B-Roll noch einmal in einem längeren Text über die Genrenale.  Patrick Holzapfel nimmt sich noch einmal Vittorio de Sicas an, über den er auch auf seinem eigenen Blog und der Printmagazin „35 Millimeter“ schon einiges geschrieben hat. Und Lucas Barwenczik porträtiert Clint Eastwood – mit Schwerpunkt auf seinem neuen Film „American Sniper“.

– donpozuelo hat „American Sniper“ ebenfalls gesehen und sich auf Going to the movies ziemlich kritisch mit dem Werk auseinander gesetzt.

– Kindheitserinnerungen. Als ich so 12 Jahre alt war, habe ich Krimis förmlich verschlungen. Insbesondere die britischen Klassiker. Natürlich war auch Agatha Christie darunter und als „Das Böse unter der Sonne“ in die Kinos kam, habe ich meine liebe Mutter in den Film gezogen. Den haben wir im „Söge“-Kino gesehen (kennt wahrscheinlich niemand mehr) und wir waren ganz allein im Kino. Ich fand den Film toll und sie ist eingeschlafen. Oliver Armknecht hat ihn jetzt auch gesehen und auf film-rezensionen.de besprochen. Eingeschlafen ist er dabei offensichtlich nicht. Ferner schreibt er über den „neuen deutschen Genrefilm“, „Radio Silence“, der bei ihm so la-la wegkommt.

yzordderrexxiii ist von„The Town That Deaded Sundown“ von Alfonso Gomez-Rejon überrascht. Das Remake des gleichnamigen Filmes von 1976, hat ihm gut gefallen.

– Am Freitag verstarb eine Legende: Leonard Nimoy. Der Kinogänger widmet ihm einen Nachruf.

– Ich habe eine große Schwäche für die Film von Claude Lelouch. Obwohl mich – bis auf „Ein Mann und eine Frau“ – keiner seiner Film so richtig aus den Socken gehauen hat, finde ich sie insgesamt sehr liebenswürdig, gemütlich und irgendwie kann ich mich wunderbar in ihnen verlieren. Die drei Cineasten haben sich zweier seiner Spätwerke angenommen. „Begegnung in Venedig“ und „And now…Ladies and Gentlemen“ mit Patricia Kaas und Jeremy Irons.

– Walter Lamm schreibt auf Daumenkino über den polnischen Spielfilm „Body“ von Małgorzata Szumowska, der im Wettbewerb der Berlinale lief: „Der Film schwebt in einem ständigen Spannungsfeld zwischen Tragik und Komik, Verzweiflung und Hoffnung, Zermürbung und Aufbau, rationalem Wissen und transzendentem Glauben, Distanz und Nähe.“ Klingt interessant.

– Christian Witte erinnert auf Cereality noch einmal an das große Meisterwerk des japanischen Geisterfilms „Kwaidan“ von Masaki Kobayashi.

– Wolfgang Nierlin hat auf filmgazette Andreas Dresen ausführlich zu seinem neuen Film „Als wir träumten“ befragt.

Das Bloggen der Anderen (23-02-15)

Von , 23. Februar 2015 21:55

bartonfink_type2- Sex sells. Darum beginne ich diesmal mit einer Blogger—Aktion, die scheinbar gerade durch die deutsche Blogosphäre rauscht. Blogger verraten, welche sechs Filmszenen sie am Erotischen fanden. Hier die Aufzählung vom Intergalactic Ape-Man von Intergalaktische Filmreisen und die von buillon bei Tonight is gonna be a large one. 

– Letzte Berlinale-Splitter: Cutrin mit einem umfassenden, nicht nur die Filme betreffenden Fazit auf filmosophie  Frédéric Jaeger stellt auf critic.de fest :“Ich habe alles verpasst“. Sarina Lacaf zieht auf Negativ ein Resümee.

– David berichtet auf Deep Red Radio über die Berlinale Gegenveranstaltung Genrenale, die sich für einen neuen deutschen Genrefilm einsetzt.

-Patrick Holzapfel kreiert aus den englischen Untertiteln des Filmes „Damnation“ des großartigen Bela Tarr, einen Liebesbrief an selbigen. Nachzulesen auf Jugend ohne Film. Rainer Kienböck beschäftigt sich mit der Schauspieler-Vita Vittorio De Sicas.

– Zwar nicht unbedingt mit Filmbezug, aber Alexander Matzkeit hat auf real virtuality einen schönen Text darüber geschrieben, wie wichtig es ist, beim Schreiben seiner Texte man selbst zu bleiben und vorzugeben, jemand zu sein, der man nicht ist. Etwas, was wie ich finde, nicht nur für das Schreiben von Texten gilt – und was ich daher hier sehr gerne verlinke.  Des weiteren hat er sich mit dem Werk zweier „Missverstandener“ beschäftigt: Den Wachowskis.

– Das Magazin des Glücks setzt seine Serie über deutsche Genrefilme der 80er fort mit einem Schwerpunkt diesmal auf Carl Schenkel.

– Drei deutsche Filme hat sich auch Oliver Nöding auf Remember It For Later vorgenommen und ist von allen dreien schwer begeistert. In Reihenfolge ihrers Erscheinungsjahres: „Sieben Tage Frist“ von Alfred Vohrer, der großartige „Engel, die sich die Flügel verbrennen“ (mit einem wunderbaren Titel-Song-Ohrwurm von Peter Thomas) von Zbynêk Brynych und der leider damals grandios gefloppte „Die Sieger“ von Dominik Graf.

– Einen ganz frischen deutschen Film hat Jamal Tuschick auf Hard Senstations besprochen. Über „Wir sind jung, wir sind stark“ schreibt er: „. Mich bügeln die Bilder. Als übertrügen sie live den Herzschlag einer zeitgenössischen Finsternis.“

– Auf seinem deutschen Film bis 1980 gewidmete Blog Grün ist die Heide schreibt Udo Rotenberg über „Der Tag als der Regen kam“, den Gerd Oswald 1959 inszenierte. Zufälligerweise war ich gerade in einem anderen Zusammenhang auf Oswald, der bis zu seiner Rückkehr nach Deutschland Ende der 50er in Hollywood arbeitete, gestoßen und habe mich über die weiterführenden Infos sehr gefreut.

– Auf seinem anderen Blog L’amore in città, hat er sich den italienischen Episodenfilm „Die Gespielinnen“ vorgenommen, den er auf dem 14. Hofbauer-Kongress sah.

– Eben von jenem Hofbauer-Kongress erzählt auch Alex Klotz auf hynosemaschinen.

– Bleiben wir in Italien. Mauritia Mayer stellt auf Schattenlichter den mir bisher unbekannten „La Donna Del Largo“ von Luigi Bazzoni und Franco Rossellini vor und schreibt: „”La donna del lago” kommt auf leisen Sohlen, verbreitet Gefühle von Beklemmung und Unbehagen und hinterlässt seine Fußabdrücke auf unserer Seele.“

– totalschaden von Splattertrash hat „Lady Frankenstein“ gesehen und findet: „ Eine gehörige Portion an Sex und Gewalt in tollen Kulissen sorgen für gute Genre-Unterhaltung“.

– Auf Wilsons Dachboden liegen einige weniger bekannte Italo-Schwarten aus den nicht ganz so tollen Jahren herum. Wie der nicht wirklich gelungene Spät-Giallo „Fashion Crimes“ von 1989, der immerhin Miles O’Keeffe und Giancarlo Prete aufweisen kann. Und Joe D’Amatos Sexfilm „The Hyenna“ über den er schreibt: „Vielleicht bin ich durch übermäßigen Massaccesi-Konsum schon lustig im Kopf geworden, aber irgendwie entwickelt selbst LA IENA immer wieder diesen hübschen D’Amato-Schmuddelreiz.“

– Dann doch lieber den zwar extrem exploitiv betitelten, aber durchaus ernsthaften, intelligenten und elegant gefilmten „Nonnen bis aufs Blut gequält“ von Gianfranco Mingozzi, den Bluntwolf auf Nischenkino bespricht.

– Auch wenn ich seine Worte über Jess Franco, zwar nachvollziehen kann, interessant finde und im Kern auch viel Wahres drinsteckt, ganz kann ich nicht teilen, was reda auf Der breite Grad da schreibt. Mit seiner Review des Franco Films „Das Frauenhaus“ gehe ich aber d’accord.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog diesmal über einen der für den Psycho-Thriller (und insbesondere William Castle, der die Grundidee, zahllose Male variierte) enorm wichtigen – und auch sonst ganz hervorragenden – „Les Diaboliques” von Henri-Georges Clouzot.

– Anlässlich des 90. Geburtstages Robert Altmans hat Harald Steinwender auf filmgazette eine Reise durch das Werk des großen Meisters unternommen.

– Lukas Foerster hat sich auf Dirty Laundry schon öfters mit dem Werk Phil Karlsons auseinandergesetzt. Dass dieser 1972 die „Willard“-Fortsetzung „Ben“ gedreht hat, überraschte mich jetzt.

– Die Geschichte um David O. Russells „Nailed“, der nun als „Accidental Love“ herausgekommen ist, scheint sehr viel spannender als der Film selber, wie Christian Witte auf Cereality schreibt. Wenn „Fifty Shades of Grey“ etwas Gutes hat, dann, dass man plötzlich auch wieder von dem ganz ausgezeichneten „Secretary“ spricht.

– Neulich haben auf deliria-italiano.de einige User ihre Liebe zu der Agatha-Christie-Verfilmung „Tod auf dem Nil“ zum Ausdruck gebracht. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de mag den Film auch.

– Miriam Eck von Daumenkino ist sehr erbost über den Fantasy-Film „Seventh Son“. Dieser ist für sie „so offensichtlich frauenfeindlich und rassistisch, dass es einem die Sprache verschlägt.“

– Die Oscars sind vorbei und „American Sniper“ ist nicht der große Gewinner, was viele sicherlich beruhigen wird, ist Clint Eastwoods Film doch als radikales patriotisches Machwerk bekannt. LZ von screen/read zeichnet ein etwas differenzierteres Bild.

– Drop-Out Cinema bringt in seiner „Obscure Cinema“-Reihe gerade „Let Us Prey“ in einige Kinos. Und der Film ist durchaus lohnenswert, wie yzordderrexxiii findet.

– Olive Sunshine hat auf Pieces of Emotions einmal ihre fünf liebsten Johnny-Depp-Rollen aufgelistet. Mit Filmauschnitten.

– Wer Freude an Statistik hat, der findet bei Whoknows presents in dieser Woche sein Nirwana. Einfach mal rein gucken und nicht erschrecken. Da ich aus beruflichen Gründen viel mit Zahlen und statistischen Modellen zu tun habe, finde ich es sehr faszinierend, was Manfred Polak da zusammengetragen und auch selbst berechnet hat.

– Sehr schöne Sache. Thomas Groh listet in seinem filmtagebuch einige lesenswerte Fundstücke auf, über die er in der Welt der Sozialen Medien gestolpert ist.

– Und wer wissen möchte, was in den Podcasts los war, klickt bitte auf Wiederaufführung.

Das Bloggen der Anderen (16-02-15)

Von , 16. Februar 2015 21:45

bartonfink_type2- Und noch ein wenig Berlinale: critic.de verfasst Studierende des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2015“ Rezensionen über Berlinale-Filme, hier z.B. „End of Winter“ von Kim Dae-Hwan. cutrin hat auf filmosophie den neuen Film von Peter Greenaway, „Eisenstein in Guanajuato“, gesehen und findet der Film „funktioniert auf intellektueller sowohl als auf emotionaler Ebene oder auch schlicht als clevere Unterhaltung.“ Ferner nervt es sie, dass in vielen Filmen immer wieder Sex und Gewalt ohne große Not miteinander vermischt werden. Das möchte sie nicht sehen. Michael Sennhauser hat ebenfalls den neuen Greenaway gesehen und meint auf Sennhausers Filmblog, Greenaway sei „noch einmal ein meisterlicher Film gelungen, der wohl einige der alten Fans seiner frühen Werke wieder für ihn einnehmen wird“. Von Alexey German Jr.s „Under Electric Clouds“ ist er weniger angetan. Sehr viel mehr mochte er den neuen Film von Andreas Dresen denn, „Als wir träumten erzeugt dieses Soggefühl der Unausweichlichkeit mit den klassischen Mitteln der Filmdramaturgie – einfach dermassen gekonnt, dass es einen nicht mehr loslässt.“ Auch schwanenmeister von Movies&Sports ist auf der Berlinale gewesen und hat einen schönen Bericht über seine Filmerlebnisse geschrieben. Weniger um die Filme als vielmehr um ihre Kritiker geht es Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film, der einen sehr erhellenden, aber auch irgendwo deprimierenden Artikel über eine gewisse Attitüde vieler Filmkritiker geschrieben hat, welchen ich zu Teilen (leider) auch bestätigen kann. Thomas Groh war auf der Berlinale sehr fleißig und vielseitig unterwegs, eine Link-Sammlung zu seinen diversen Berlinale-Artikel für unterschiedliche Medien hat er auf seinem filmtagebuch veröffentlicht. Theodor Frisorger war in der Retrospektive und schreibt auf Daumenkino über den Technicolor-Film „Scaramouche“, den ich als Kind sehr gerne mochte. Auf Revolver berichtet Katrin Eissing weiterhin von der Alternativveranstaltung „Woche der Kritik“ und Christoph Hochhäuslers neuen Film „Die Lügen der Sieger“. Sarina Lacaf hat auf Negativ über den von mir mit großer Spannung erwarteten neuen Film von Joshua Oppenheimer, „The Look of Silence“ geschrieben und Rüdiger Suchsland fasst die Berlinale 2015 noch einmal aus seiner Sicht zusammen.

– Apropos Technicolor: Reda schwärmt auf Der breite Grad von dem Technicolor-Film „Die schwarze Narzisse“ und meint der Film „fällt auf jeden Fall in die Kategorie “Filmerbe der Menschheit” und sollte nicht in Vergessenheit geraten.“. Die wunderbaren Screenshots sprechen da auch eine deutliche Sprache.

– Der deutsche Film, das unbekannte Wesen. Jamal Tuschnik stellt auf Hard Sensations den Film „Flucht aus Berlin“ des großartigen Will Tremper vor, den dieser 1960 inszenierte.

– Weiter geht es in den 80ern, als „Baby“ und „Die Drücker“, beide von Uwe Frießner und geradezu euphorisch vom Intergalactic Ape-Man auf Intergalaktische Filmreisen empfohlen.

– Dazu passen dann ganz hervorragend auch zwei 80er Filme von Eckhart Schmidt, die Sebastian auf Das Magazin des Glücks vorstellt. Den bekannten „Der Fan“ und den etwas weniger bekannten „Alpha City“. Und das Tolle: Die Reihe ist auf Fortsetzungen mit weiteren Filmen, „an die sich die Filmgeschichtsschreibung (noch) nicht erinnern will“ angelegt. Ich freue mich!

– Ebenfalls zum deutschen Filmerbe der 80er Jahre, gehören zwei Filme, die Oliver Nöding auf Remember It For Later bespricht, die Gottschalk/Krüger-Komödie „Die Einsteiger“ und das Mike-Krüger-Solo-Abenteuer „Geld oder Leber“, welches Oliver schwer begeistert hat.

– Bleiben wir in Deutschland, bleiben wir bei den 80ern. Denn mehr 80er als in dem unglaublichen „Macho Man“ geht einfach nicht, wie auch totalschaden auf Splattertrash feststellt. Dort geht es dann auch in die 70er und zu einem meiner Lieblingsfilme :“Vampyros Lesbos“, den ich immer noch einmal auf 35mm und der großen Leinwand sehen will.

– Ebenfalls in den 70ern, aber in Spanien entstand „La Semana del Asasinio“, der in Deutschland den marktschreierischen Titel „Cannibal Man“ trägt, was bei manch einem Videokunden zu einem langen Gesicht geführt haben mag. Tatsächlich aber ist der Film eine beeindruckende Psycho – und Sozialstudie des zu unrecht viel zu unbekannten Eloy de la Iglesia. David hat sich auf Whoknows presents eingehend mit dem Film beschäftigt. http://whoknowspresents.blogspot.de/2015/02/dosensuppen-und-faschismus.html

– In Italien drehte währenddessen Lucio Fulci einen (viele sagen den) besten seiner Filme „Non si sevizia un paperino“, den auch Mauritia Mayer auf Schattenlichter sehr schätzt.

– Aus Italien stammen auch der seltene Giallo „Satan ohne Gesicht“ und der Gangsterfilm „Provinz ohne Gesetz“. Beide sind gerade bei X-Rated erschienen und Bluntwolf hat auf Nischenkino die entsprechenden Rezensionen veröffentlicht.

– Auf einer nostalgischen Reise befindet sich Annika Stelter. Auf Die Filme, die ich rief hat sich sich mit Martin Scorseses „Die letzte Versuchung Christi“ beschäftigt, dessen Soundtrack einst zu ihren viel gespielten Lieblingen gehörte. Den Film dazu sieht sie aber das erste Mal.

– Dienst am Kunden. Wiederaufführung vergleicht die „Ultimate Collector’s Edition“ von 2012 und neue „Turbine Steel Collection #1“ des Filmes „The Texas Chainsaw Massacre“.

– Zurück in die Gegenwart. Deep Red Radio hat den Horrorfilm „Banshee Chapter“ gesehen und findet diesen – im positiven Sinne – ziemlich gruselig.

– YP und PD unterhalten sich auf Filme im Dialog wieder über einen Film, den sie gerade im Kino gesehen haben. In diesem Fall „The Imitation Game“.

– Auf Cereality stellen die Autoren die Filme des amerikanischen Regisseurs J.C. Chandor vor.

– Und ab in die Zukunft: Neues zu den Plänen aus Hollywood gibt es bei Der Kinogänger.

Das Bloggen der Anderen (09-02-15)

Von , 9. Februar 2015 22:12

bartonfink_type2- Ist schon wieder ein Jahr um? Mir kommt es vor, als hätte ich erst vor ein paar Wochen die Berichterstattung über die Berlinale in den deutschsprachigen Filmblogs zusammengefasst. Liegt wahrscheinlich am Alter. Also frisch ans Werk. Für Negativ ist Sarina Lacaf in Berlin dabei und ist von Andreas Schippers „Victoria“, einem „tatsächlich und in erschütternder Weise beeindruckenden Beitrag zum Wettbewerb“ schwer begeistert. Auch Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog ist von „Victoria“ – wie viele andere seiner Kollegen auch – sehr angetan.  Bei Werner Herzogs „Queen of the Desert“ findet er: „Herzog hat längst seinen eigenen Meta-Stil entwickelt: Er kombiniert die grosse Geste mit der grossen Ironie, und das tut er meisterlich.“ Und auch die diesjährige Retrospektive „Glorious Technicolor“ wird von ihm ausführlich vorgestellt.  Auch cutrin von filmosophie hat den neuen Herzog auf der Berlinale gesehen und kommt zu einer ähnlichen Einschätzung : “So bleibt Queen of the Desert letztlich nicht als Biopic über eine verdienstvolle Forscherin und Freidenkerin in Erinnerung, sondern als dieses beinahe Douglas Sirk-esk überdrehte Melodrama, das leider sein anfänglich so grandios witziges Niveau nicht konsequent beibehalten konnte.“ Nomen est omen ist für sie Rosa von Praunheims neues Werk „Härte“. Danny Gronmaier war für critic.de bei der „Perspektive Deutsches Kino“. Philipp Baumgartner schreibt auf Daumenkino über die Berlinale und möchte den portugiesischen Dokumentarfilm „Rabo de Peixe“ hervorheben. Joachim Kurz kann auf B-Roll so gar nichts mit dem neuen Terrence Malick, „The Knight of Cups“ anfangen.  Katrin Eissing berichtet auf Revolver über die nicht zur offiziellen Berlinale gehörende, sondern von engagierten Cineasten neu ins Leben gerufene „Woche der Kritik“.

– Mit dem unglaublich schmierigen „Die Teuflischen von Mykonos“ gibt es von totalschaden auf Splattertrash noch einmal einen Nachschlag zum „Mondo Bizarr Weekender“ aus der Vorwoche.

– Frank Schmidtke ist auf cinetastic.de sehr begeistert von „A Girl Walks Home Alone At Night“, dem ersten iranischen Vampir-Western – der allerdings komplett in den USA entstand.

– „A Girl Walks Home Alone At Night“ wird auch von David McAllen auf Komm&Sieh sehr lobend behandelt. Ebenfalls sehr gut weg bei den sonst so kritischen Kollegen kommt auch „City 44“, ein polnischer Spielfilm über den Warschauer Aufstand.

– LZ hat auf screenread seine lesenswerten Gedanken zum Thema „Die Alien-Invasion als Schläfer-Parabel: Kollektive Paranoia zwischen Dark Skies und Independence Day“ aufgeschrieben.

– Auf SDB verabschiedet sich Sir Donnerbold schweren Herzens von einer Figur aus der internationalen Video-Blogger-Szene, dem „Nostalgia Critic“.

– Viele interessante Artikel findet man in dieser Woche auf Magazin des Glücks. Sebastian schreibt über fünf Filme von Gerd Oswald, laut Hans-Christoph Blumenberg ein „exzellenter Handwerker mit einer barocken filmischen Fantasie«, ein »Irrläufer, Grenzgänger, Meister des Genrekinos“. Er lobt die Biographie „Fritz Lang – Ich bin ein Augenmensch« von Norbert Grob und befasst sich mit zwei Fernsehspielen von Rainer Erler.

– Manfred Polak analysiert auf Whoknows presents eingehend den Film „Der Rabe“ von Henri-Georges Clouzot.

– Vor 40 Jahren kam „The Texas Chainsaw Massacre“ in die Kinos. Grund für Alex Klotz auf Hard Sensations einen Blick auf die neue Blu-ray zu werfen.

– Und zum 75. Geburtstag von George A. Romero veröffentlicht Thomas Groh auf seinem filmtagebuch noch einmal seinen Text zum 70., den er vor fünf Jahren in der taz veröffentlichte.

– Oliver Nöding hat auf Remember It For Later seine James-Bond-Retro mit „Skyfall“ abgeschlossen und wendet sich mit „Piratensender Powerplay“ anderen Themen zu. Lesenswert auch seine Kritik zu „Under the Skin“.

– Seth Hold kenne ich nur als Regisseur für die Hammer Studios. Aber er hat auch eine deutsch-englische Co-Produktion von Artur Brauners CCC gedreht. Udo Rotenberg bespricht auf Grün ist die Heide „Endstation 13 Sahara“ mit Hansjörg Felmy und Carroll Baker.

– Kein Kino sondern Theater, aber trotzdem wert hier erwähnt zu werden. Sven Jachmann interviewt auf filmgazette den einzigartigen Wenzel Storch!

– YP und PD haben sich mal aktuelle Genre-Unterhaltung angesehen und sind auf Film im Dialog angenehm von „John Wick“ überrascht.

– Mauritia Meyer hat sich auf Schattenlichter eines der schönsten (okay, auch eines der wenigen) Gothic-Horror-Western vorgenommen: „Satan der Rache“ von Antonio Margheriti mit Klaus Kinski – ausnahmsweise mal als Anti-Held. Der sollte in keinem guten Haushalt fehlen.

– Jonas Reinartz schreibt auf filmosophie darüber, warum ihn Luchino Visconti nicht loslässt.

– Robin Schröder legt seinen Lesern auf Mise en cinéma den russischen Film „Der Vrief, der nie ankam“ von Michail Kalatosow ans Herz und hat mich davon überzeugt, dieses Werk auf meine „Gesucht“-Liste zu setzten.

– Der neue Film von François Ozon, „Die neue Freundin“, kann Christian Witte von Cereality nicht ganz überzeugen.

– Oliver Armknecht empfiehlt auf film-rezensionen den Anime „Robotic Angel“ und wundert sich, warum dieses Werk nicht immer in einem Atemzug mit den großen SF-Animes genannt wird und meint, vielleicht liegt es an der Musik.

– Bei Der Kinogänger gibt es eine Vorschau auf das kommende Kinoprogramm.

Schlombies Filmbesprechungen präsentiert wieder sein „Besprechungen der Anderen“.

– Und Wiederaufführung die besten Podcasts der letzten Woche.

Das Bloggen der Anderen (02-02-15)

Von , 2. Februar 2015 21:45

bartonfink_type2- Gleich vorweg eine wichtige Nachricht vom Intergalactic Ape-Man von Intergalaktische Filmreisen, der – für alle, die es noch nicht über die Sozialen Medien oder diverse Internet-Foren mitbekommen haben, über die Kickstarter-Kampagne der Firma Subkultur informiert. Diese sammelt gerade Geld, um Rolf Olsens großartigen „Blutiger Freitag“ zu restaurieren und HD-fähig zu machen. Ich habe schon mein Scherflein dazu beigetragen und bin gespannt, wie die Sache ausgeht.

– Und wieder Hofbauer-Kongress. Alex Klotz führt auf hypnosemaschinen seinen Bericht der Januar-Veranstaltung fort und besonderer Berücksichtigung der ersten Aufführung eines Bruno Sukrow-Films außerhalb Aachens.

– Dieser Film hat auch Silvia Szymanski begeistert, die auf Hard Sensations gewohnt lesens- und liebenswert über ihren Aufenthalt beim Hofbauer-Kongress, über die Filme und die Menschen dort berichtet. Da hat man fast das Gefühl, selbst dabei gewesen zu sein.Nacht 1, 2, 3 und 4. Fast sogar noch schöner, ja poetischer ist ihr Essay über ein Filmerlebnis in Köln und Jess Francos „Das Geheimnis des Dr. Z“. Nach langer Durststrecke endlich wieder neuer Stoff von Silvia auf Hard Sensations. Schön.

– Oliver Nöding setzt auf Remember It For Later seine Bond-Retrospektive fort und gelangt von Dalton (den ich sehr schätze) über Brosnan zu Craig, dessem Debüt er gerne die Krone des Bond-Filme aufsetzten würde. Ferner war er vergangenes Wochenende auf dem 1. Mondo Bizarr Weekend, über das ich sehr viele gute Dinge hörte. Dort sah er unter anderem Tsui Harks frühen Film „Söldner kennen keine Gnade“.

– Auf dem 1. Mondo Bizarr Weekend war auch totalschaden von Splattertrash, der sich dort mit „Draculas Tochter und Professor Satanas“ amüsiert hat.

– Reda hat auf Der breite Grad die 3,5-stündige, kammerspielartige Videospiel-Verfilmung „Prison Battle Ship“ gesehen und für gut befunden. Die Bilder der bestrapsten Mädel in Raumschiffuniformen überzeugen mich ebenfalls. /

– Leider gar nicht überzeugt ist Yzordderrexxiii von dem italienischen Low-Budget-Horror „Across the River“, den ich wiederum sehr mochte.

– Schlombie empfiehlt auf Schlombies Filmbesprechungen “Macabra- Die Hand des Teufels”, den ich bisher nur als Videocover kenne, als „schöner Mix aus Trash und Pulp“.

– Auf Cereality bezeichnet Stefanie Schneider Paul Thomas Andersons neuen Film „Inherit Vice“ als „ornamentales Rohrkrepierer-Epos“ und Siegfried Bendix beschreibt Godards „Adieu au language“ als „womöglich schönsten Unverfrorenheit des vergangenen Kinojahres“.

– Irgendwie war film-rezensionen.net aus mir unerklärlichen Gründen aus meinem Feed-Reader verschwunden. Der letzte Eintrag stammte vom 26.12., wodurch mir einiges durch die Lappen gegangen ist. Jetzt habe ich den Blog noch einmal eingebunden und siehe da: Es funktioniert wieder alles. So kam ich auch gleich in den Genuss einer Besprechung des neuen Films von Brad Anderson, dessen „The Machinist“ ich sehr liebe. Sein neuer Film ist eine starbesetzte Poe-Verfilmung, von der ich vorher noch nichts gehört oder gelesen hatte.

– Auch Bluntwolf von Nischenkino ist von der Poe-Verfilmung „Stonehearst Asylum“ sehr angetan.

– bullion erinnert auf Tonight is gonna be a large one an John Carpenters 1994er Werk „Mächte des Wahnsinns“, welches ich damals sehr mochte und welches seit langem in Form der BR auf eine Wiedersichtung wartet. Damals hieß es, der Film wäre von Stephen King inspiriert, ich sah da damals aber sehr viel mehr Lovecraft.

– Ebenfalls noch einmal schauen, muss ich Antonio Margheritis „Schloss des Grauens“, von dem ich weiß, dass ich ihn auf DVD gesehen habe, allerdings jegliche Erinnerung getilgt ist. Daran ändert auch Mauritia Mayers wie immer sehr schön geschriebene Besprechung des Filmes auf Schattenlichter leider nichts.

– Filmfestivals sind das beherrschende Thema auf B-Roll. Hier berichtet Bernd Zywietz vom 36. Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken und Beatrice Behn aus Rotterdam.  Patrick Holzapfel schreibt einen bitter-ironisch-polemischen Brief an Alejandro González Iñárritu und Martin Beck gibt eine Vorschau auf die kommenden Tops und Flopps im Horror-Genre. Eine Einschätzung, die man sicherlich diskutieren kann und vielleicht auch muss.

– Auf seinem eigenen Blog Reihe Sieben, informiert Martin Beck (mit filmischen Anschauungsmaterial via YouTube) über die alternative Fassung des „Evil Dead“-Remakes, die im englischen TV ausgestrahlt wurde.

– Und Patrick Holzapfel und Rainer Kienböck berichten auf Jugend ohne Film ausfürlich von der Victor Kossakovsky Retro auf Doc Alliance.

– Alex Matzkeit hat auf real virtuality einen sehr gut recherchierten und informativen Artikel über „Film-Franchising: Bilanz und Ausblick“ veröffentlicht. Unbedingt lesens- und diskussionswert.

– Auf sdb-film liest man Interessantes über „das erste Opfer des CGI-Wahns“, das Studio PDI.

– Thomas Groh ist sehr positiv von „Love Steaks“ überrascht worden, über den er auf seinem filmtagebuch u.a. schreibt: „Love Steaks“ atmet weder den Geist von Kultur mit großem K noch den des im deutschen Kino so nervigen Professionalismus-Gehampels von Berufszynikern. Stattdessen drehen hier Leute mit ordentlich Heißhunger ihren ersten großen Film – mit nichts als reiner Hingabe.“.

– Sven Jachmann findet auf filmgazette schöne Worte zu Christian Keßlers Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof“  (meine Kritik hier) .

Der Kinogänger hat wieder „Neues aus Hollywood“ am Start.

– Und zuletzt gibt es auf Wiederaufführung eine weitere Folge „Die Gespäche der Anderen“ mit den besten Podcasts der letzten Wochen.

Das Bloggen der Anderen (26-01-15)

Von , 26. Januar 2015 21:12

bartonfink_type2- Letzte Woche war filmtourismus.de noch in den USA unterwegs, in dieser Woche stellt Herbert Schabel einen Sehnsuchtsort von mir vor: Die Cinecittà-Studios in Rom, die aber scheinbar gar nicht so prunkvoll sind, wie ich mir das in meinen Träumen vorgestellt habe.

– Bleiben wir in Italien: Mauritia Mayer schreibt auf Schattenlichter über einen wichtigen Film der italienischen Kinogeschichte: Mario Bavas Krimi-Komödie „The Girl Who Knew Too Much“, der häufig „der erste Giallo“ genannt wird.

– Totalschaden von Splattertrash wiederum empfiehlt Sergio Solimas unterhaltsames Freibeuter-Abenteuer „Der schwarze Korsar“.

– Udo Rotenberg bespricht den frühen Mondo-Film „La donna die notte“, der auf deutsch den etwas irreführenden Titel „Käufliche Nächte“ trägt, auf L’amore in città.

– Wer sich für italienische Filmgeschichte interessiert, für den hat Harald Steinwender auf Themroc einen Lese-Tipp: “The History of Italian Cinema. A Guide to Italian Film from Its Origins to the Twenty-First Century” von Gian Piero Brunetta. Weniger begeistert ist er von Uwe Killings „Dreckige Spaghetti“, dem er immerhin einen wunderbares Bildmaterial attestiert. Mit gemischten Gefühlen, wenn auch unter dem Strich positiv beurteilt er „Actionkino – Moderne Klassiker des populären Films“, den ich hier ebenfalls besprochen habe.

– Das Filmfestival in Rotterdam ist mir aus berufenen Munde schon mehrmals ans Herz gelegt worden. Da ein Freund nun in die holländische Hafenstadt gezogen ist, hoffe ich, in den nächsten Jahren dort einmal mein Quartier aufschlagen zu können. Was Beatrice Behn auf B-Roll hier, hier und hier über das Festival schreibt, macht auf jeden Fall Lust darauf.   Auf jeden Fall LUST (ja, großgeschrieben) macht auch Silvia Szymanskis wunderbarer Bericht über den 14. Hofbauer-Kongress und die Geschichte dieses außergewöhnlichen Events.

– Udo Rotenberg hat sich auf seinem zweiten Blog Grün ist die Heide eingehend mit Heinrich George und dem Film „Schleppzug M 17“ beschäftigt, welchen er auf dem Hofbauer-Kongress sah.

– Oliver Nöding setzt auf Remember It For Later seine persönliche Bond-Retrospektive weiter fort und ist nun bei der Roger-Moore-Phase angekommen, die er von „Leben und Sterben lassen“ über meinen Favoriten und „ersten Bond im Kino“ „In tödlicher Mission“ (der ihn eher kalt gelassen hat) bis „Im Angesicht des Todes“ genau unter die Lupe nimmt.

Keine guten Worte findet Joris Julius-Sabinus auf Hard Sensations für David Ayers „Herz aus Stahl“, wie er generell Kriegsfilme „die verkrüppelte Zierkirsche im Portfolio eines Regisseurs“ nennt.  Michael Schleeh stellt die beiden Kurzfilme „The Minions“ und „The Days God Slept“ des Amerikaners Jeremiah Kipp vor.

– Auf seinem eigenen Blog Schneeland schreibt Michael Schleeh über Kim Ki-Duks verstörenden „Moebius“.

– Auf Okaeri bespricht Sascha Schmidt Oshima Nagisas 1968 entstanden „Death By Hanging“ und fasst zusammen: „Radikal ist sein Aufschrei gegen die imaginierte moralische Vormacht der Mehrheit gegenüber ihren Minderheiten und damit heute aktueller denn je“.

Ausnahmsweise mal ein Hinweis auf einen Podcast. Auf Deep Red Radio macht Tobe auf seine Sendung „The Sounds of Fear“ aufmerksam, wo auch mein alter Bekannter Alex Wank von Cineploit zu Wort kommt. Und das rechtfertigt für mich nicht nur diese Ausnahme von der Regel, sondern ich werde mir den auch gleich mal runterladen. Eine Ehre, die sonst nur der Podcast von “El Diabolik” hat.

– Auf Jugend ohne Film analysiert Rainer Kienböck Vittorio De Sicas Film „I Sequestrati di Altona“ mit Frederic March, der in Hamburg entstand (logisch, bei dem Titel) und auf Jean-Paul Sartres Theaterstück „Les Séquestrés d’Altona“ beruht.

– Bring back the 80s: Annika Stelter nimmt sich auf Die Filme, die ich rief den 80er-Action-Spaß „The Running Man“ vor. So ein Kultfilm aus meiner Schulzeit, den ich seit damals, glaube ich, nicht wieder gesehen habe, nun aber gerade Appetiet drauf bekomme.

-80s und Kult ist auch John Carpenter. Martin Beck weist auf Reihe Sieben darauf hin, dass man dessen Musikalbum „Lost Themes“ im Netz legal probehören kann.

-Von den 80ern zu den 70ern. Der Außenseiter hat auf Final Frontier Film einen Film ausgegraben, in dem ein Bruce-Lee-Klon gegen einen Bud-Spencer-Klon antritt. Weird.

-Und nun zu den 60ern. Sebastian nimmt sich auf Das Magazin des Glücks die fünf Spielfilme vor, die Alfred Hitchcock in den 60er Jahren gedreht hat.

– Michael Kienzl stellt auf critic.de den amerikanischen Dokumentaristen Alfred Guzzetti vor, dem das Berliner Festival Unknown Pleasures eine Werkschau gewidmet hat. Und Michael Fleig empfiehlt eindringlich den Film „The House at the End of Time“ (La casa del fin de los tiempos), der auf dem Fantasy Film Fest lief und bisher noch keine andere Auswertung erfahren hat.

– Auf Schlombies Filmbesprechungen findet man wieder eine Sammlung an aktuellen Filmreviews.

Das Bloggen der Anderen (19-01-15)

Von , 19. Januar 2015 21:43

bartonfink_type2- Auf B-Roll präsentiert Lucas Barwenczik ein Portrait der “heiligen” Angelina Jolie, die er „gerade wegen ihrer Fehlschläge“ eine „der faszinierendsten Figuren Hollywoods“ nennt. Joachim Kurz rechnet mit Till Schweiger und seinem Publikumserfolg „Honig im Kopf“ ab, den er – auch aus sehr privaten Gründen – unerträglich findet.

– schwanenmeister findet auf movies&sport mag Schweiger-Komödien zwar auch nicht gut, in Teilen hat er aber durchaus Respekt vor Schweiger und merkt an, „Paar-Beziehungen (mögen) durch seine rosarote Brille einseitig gefärbt sein – bei der Kinderperspektive auf diese zeigt sich Schweiger aber immer mal wieder als sensibler Beobachter.“

– PD und YP haben Jean-Luc Godards neuen Film „Adieu au langage“ gesehen und sind auf Film im Dialog zu ihrer eigenen Überraschung sehr begeistert.

– Thomas Rufin beschäftigt sich auf Jugend ohne Film mit der Verwendung von Richard Wagners „Walküren-Ritt“ im Film und entdeckt diesen – neben den bekannten – auch an ganz überraschenden Stellen. Patrick Holzapfel führt mit Andrey Arnold anlässlich der De-Sica-Retrospektive in Wien einen Dialog um die Frage nach den “echten Menschen” bei De Sica.

– Letzte Woche hatte Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film Tatjana Turanskys „Top Girl“ ziemlich abgewatscht. In dieser Woche melden sich andere Blogger, die für den Film ausgesprochen wohlwollende Worte finden. So wie der Intergalactic Ape-Man auf Intergalaktische Filmreisen, Ulrich Kriest auf filmgazette oder Jamal Tuschick auf Hard Sensations, der liebevoll einige Szenen des Filmes beschreiben.

– Am 10. Januar verstarb Francesco Rosi. Sven Safarow hat ihm auf Safarow schreibt einen kurzen Nachruf gewidmet.

– Und auch Udo Rotenberg lässt auf L’amore in città anhand des Filmes „Il momento della verità (Augenblick der Wahrheit)“ noch einmal Rosis Werk Revue passieren.

– Noch zweimal Hofbauer-Kongress. Zunächst berichtet Michael Kienzl auf critic.de über einige Highlights, die er in Nürnberg sehen konnte.

– Und auch Alex Klotz setzt seinen Hofbauer-Bericht auf hypnosemachinen mit Tag 2 fort.

– Oliver Nöding nimmt sich auf Remember It For Later weiterhin die Bond-Filme vor. Er rehabilitiert „Man lebt nur zweimal“ und schreibt eine einfühlsame Rezension zu meinem Lieblings-Bond „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“.

– Thomas Groh ist auf seinem filmtagebuch doch recht enttäuscht von dem neuen Terry-Gilliam-Film „The Zero Theorem“ und zeigt sich von Christoph Walz mittlerweile genervt.

– Apropos alte Meister: Der neue Film von Tim Burton, „Big Eyes“ kommt bei Stefanie Schneider auf Cereality auch gar nicht gut weg. Dafür mag ihre Kollegin Julia Weigl den Film, den ich nicht nur zu den schönsten Burton-, sondern gleich zu einem der schönsten Filme überhaupt zählen würde: „Big Fish“.

– Hoffmann widmet sich auf Drei Muscheln einem weiteren Liebling von mir: Roy Andersson. Hier bespricht er einen sehr frühen Spielfilm des Meisters, der heute unter die Rubrik „untypisch“ fallen würde. „Eine schwedische Liebesgeschichte“ von 1970.

– Mitte der 90er war ich im Anime-Fieber. Einer der Filme, die mich damals begeisterten, war „Wicked City“. Das Fieber liess schnell nach (warum kann ich gar nicht sagen). Robin Schröders Besprechung dieses Anime-Klassikers auf Mise en cinema reizt aber zu einer Wiedersichtung.

– Der scheinbar sehr obskure, sehr spezielle, israelische Film „Adam“, den Reda auf Der breite Grad ausgegraben hat, macht ebenfalls sehr neugierig.

– Wer mehr über den beliebten schwedischen TV-Kommissar Beck erfahren möchte, der kann bei Mauritia Mayer auf Schattenlichter etwas über eine frühe Verfilmung eines Beck-Romans des legendären Autoren-Duos Maj Sjöwall und Per Wahlöö lesen: „Der Mann auf dem Dach“.

– Sebastian hat sich auf Das Magazin des Glücks zweier Fritz-Lang-Filme angenommen, die thematisch und von der Besetzung her sehr nah beieinander liegen: Den wunderschönen „Gefährliche Begegnungen“ und dem mir bisher leider noch nicht gesichteten „Straße der Versuchung“.

– Dass Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen und ich mal bei einem Film einer Meinung sind, kommt recht selten vor und soll an dieser Stelle gebührend gefeiert werden… mit dem „Grünen Blut der Dämonen“.

– Lukas Foerster beschäftigt sich auf Dirty Laundry weiterhin mit dem amerikanischen Regisseur Phil Karlson und hat in dessen „Lorna Doone“ eine Sequenz gefunden, die ihn nicht losgelassen hat.

Zeilenkino macht auf die neue Filmreihe „Nordlichter – Neues skandinavisches Kino“ aufmerksam, die 2015 durch das Land tourt.

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