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Das Bloggen der Anderen (22-04-14)

Von , 22. April 2014 22:13

bartonfink_type2- Jan-Eike Michaelis waren Hamburg auf der Dokumentarfilmwoche 2014. Auf critic.de hat er ein sehr ausführlichen Bericht darüber geschrieben, der große Lust auf dieses Genre macht.

- Apropos Dokumentarfilm. Kirsten Kieninger ärgert sich auf B-Roll sehr darüber, dass die Begriffe Dokumentarfilm und Dokumentation ständig durcheinander geworfen werden. Sophie Charlotte Rieger hat Isabell Šuba interviewt, die einen Dokumentarfilm mit dem schönen Titel „Männer zeigen Filme und Frauen ihre Brüste“ über das Filmfestival in Cannes gedreht hat. Außerdem wird in der Rubrik „Talents to watch“ der Filmemacher Bastian Günther interviewt.

- Das ist doch mal ein schöner Verriss. Florian Krautkrämer auf Daumenkino über „Zärtlichkeit“ von Marion Hänsel.

- Wer sehr viel Zeit hat, bekommt nun eine gute Gelegenheit diese zu füllen. Wie Gerold Marks auf Digitale Leinwand berichtet, hat die britische Pathé 85.000 (!) historische Filmaufnahmen auf YouTube online gestellt. Für lau.

- Lukas Foerster ist auf Dirty Laundry sehr angetan von Sidney J. Furies 1966er Brando-Film „The Appaloosa“.

- Sven Safarow von Eskalierende Träume berichtet zum Teil etwas augenzwinkernd vom goEast Festival 2014.

- YP und PD unterhalten sich auf Film im Dialog über einen meiner absoluten Lieblingsfilme: Murnaus „Sunrise“. Da verzeihe ich es PD dann auch, dass er sich über die scheinbar „einfache Handlung“ mokiert. Zumal er ja ganz richtig erkannt hat: Ja, das ist eine Fabel.

- Auf filmgazette gibt Wolfgang Nierlin dem polnischen Film „Ida“ 9 von 10 Punkte. Ich muss den jetzt endlich mal gucken.

- dennis war für filmosophie das erste Mal auf einer Deutschlandpremiere eines großen amerikanischen Films, nämlich „Amazing Spider-Man 2“. Hier beschreibt er, was er an diesem Tag so alles erlebt hat.

- Alex Klotz schreibt auf hypnosemaschinen leider viel zu kurz über „The Nights of Prague“, macht mir damit aber trotzdem Appetit.

- Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film ein sehr schönes Essay über sich gegenseitig kritisierende Regisseure und das immer wieder beschworene Ende des Kinos geschrieben. Außerdem gibt es von ihm noch einen schönen Aufsatz über „Gier im Film“. Darren Arronofsky hat Luca Fuchs mit „Noah“ so tief enttäuscht, dass er nun dessen bisheriges Schaffen mit anderen Augen sieht.

- Der Intergalactic Ape-Man hat sich für seinen Blog Intergalaktische Filmreisen den Hans-Albers-Klassiker „Der Greifer“ von 1930 angesehen und fragt sich, warum der Film erst jetzt auf DVD veröffentlicht wird.

- Alexander Plaum ist für mich ein neuer Name auf Hard Sensations. Er mehr oder weniger zufällig den Film „The Brother from Another Planet“ gesehen und ist von diesem Stück 80er Jahre ziemlich begeistert.

- Anlässlich von Jean-Paul Belmondos 81. Geburtstag hat Udo Rotenberg sich auf L’amore in cittá zwei Filme mit dem Tausendsassa vorgenommen. Den von vielen hoch verehrten „Abenteuer in Rio“ von Philippe de Broca und „Der Panther wird gehetzt“ von Claude Sautet. Und damit es nicht zu französisch wird, gibt es noch eine ausführliche Besprechung von Margheritis „Jäger der Apokalypse“ hinterher.

- Auf Grün ist die Heide hat er dann einen meiner Lieblings-Olsens am Wickel. Den tollen „Der Arzt von St. Pauli“ mit Curd Jürgens.

- Eine Lücke, die ich unbedingt noch schließen muss: Die Simmel-Verfilmungen der 70er Jahre. Immerhin führte bei ganzen sechs (!) Filmen der großartige Alfred Vohrer Regie. Allein deshalb sollte man die wohl gesehen haben. Einen siebten inszenierte Gerd Oswald und beim achten stand Roland Klick (!!) hinter der Kamera. Das Magazin des Glücks kennt sie alle.

- „American Mary“ von den Soska-Schwestern wird ja ziemlich gehypt. Robin Schröder von Mise en cinéma hat ihn gesehen und relativiert das Ganze.

- Bei Oliver Nöding auf Remember It For Later geht die Karl-May-Sause weiter. U.a. mit „Der Schut“ vom Film-Noir-Spezialist Robert Siodmak, der Oliver sehr begeistert hat.

- screen/read berichtet von einem Fall von Zensur in Ägypten.

- Antonio Margheritis „Piranha II – Die Rache der Killerfische“ lief auf Tele 5 unter dem „Schlechteste Filme aller Zeiten“-Label. Ja, wissen die denn nicht, dass Margheriti gar keine schlechten Filme machen kann? Hätten sie mal totalschaden von Splattertrash gefragt.

- Herk Harvey kennt man. Ja, klar: „Carnival of Souls“. Aber der das Herr auf ein sehr interessantes und umfangreiches Schaffen im Bereich der Industrie-, Lehr-, Bildungs- und Aufklärungsfilmen, sowie Dokumentarfilmen zurückblicken kann, ist den wenigsten bekannt. David von Whoknows presents hat sich sehr eingehend mit dem „unbekannten Herk“ beschäftigt und einen großartigen Artikel gezimmert. Danke für die tolle Arbeit!

- In den guten, alten Zeiten, als man auf CD-Wow noch für wenig Geld tolle Shaw-Brothers-DVDs abgreifen konnte, habe ich mich immer gefreut, wenn einer von Chor Yuen (aka Chu Yuan) dabei war. Einer meiner Geheimtipps war „Intimate Confessions Of A Chinese Courtesan“, den nun auch Yzordderrexxiii entdeckt hat.

- Martin Beck hat für seinen Blog Reihe Sieben „Return to Nuke’Em High Vol. 1“ gesehen und obwohl er Troma-Filme sehr mag, war er hier doch recht enttäuscht.

- Es wird weiter geprügelt: „The Raid 2“ steht ins Haus und liefert laut Ronny Dombrowski von cineastic.de nicht nur mehr vom selben, sondern noch den Vorgänger toppt. Ich gebe zu: Ich bin sehr gespannt.

- Die „The Raid 2“-Besprechung auf Komm und sieh ist zwar kritischer, spricht aber auch von „exzellenter Fan-Kost“. Ferner wird einem der südkoreanische „Helpless“ ans Herz gelegt.

- „Tokugawa Sex Ban: Lustful Lord“. Japanische Titel klingen ja immer sehr schön. Und auch wenn Norifumi Suzukis Film reda von Der breite Grad nicht voll überzeugen konnte, liest sich die Review zumindest sehr interessant.

- Annika Stelter hat nun „Das Gespenster der Freiheit“ gerufen. Das Resultat findet man – natürlich – auf Die Filme, die ich rief.

- Schön, dass es auch auf einem von mir schon seit vielen Jahren beackertes Gebiet, wie dem Giallo, auch für mich immer noch etwas Neues zu entdecken gibt. Von „Deine Hände auf meinen Körper“ habe ich noch nie etwas gehört. Obwohl Sascha Nolte von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte ihn als „ein reizvolles Drama irgendwo zwischen Giallo und Psychostudie, welches sehr lange Anlauf nimmt, dafür aber umso wirkungsvoller zutritt“ beschreibt. Sehen wollen!

- „The Borderlands“ hätte ich jetzt als x-ter Found-Footage-Horror-Aufguss abgetan. Nach Oliver Armknechts Besprechung auf film-rezensionen.de bin ich jetzt aber doch neugierig geworden.

- Als ich las, dass Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen „Das Geisterschiff der schwimmenden Leichen“ bespricht, da ich weiß, wie er z.B. Francos „Jungfrau in den Krallen von Zombies“ fand, dachte ich nur: Der Arme. Die Besprechung fällt auch dementsprechend aus. Aber ich finde es toll, dass Schlombie dran bleibt und sich immer wieder an diese Film traut. Ich habe das „Geisterschiff“ letztes Jahr auf 35mm im Kino gesehen, da bin ich wahrscheinlich auch voreingenommen. Ferner bespricht er Christian Genzels „Die Muse“, den ich mir demnächst auch zu Gemüte führen möchte. Jetzt bin ich nach Schlombies sehr positiven Review noch interessierter an dem Film. Ich bin gespannt. Ach ja, eine neue Folge: „Die Besprechungen der Andern“ gibt es auch.

- Auch PewPewPew empfiehlt die Crowdfunding-Kampagne für „Die Traumlande“.

Das Bloggen der Anderen (14-04-14)

Von , 14. April 2014 21:39

bartonfink_type2- Auf Hard Sensations werden unter dem Motto „Reden über Schreiben über Film(e)“ ausführliche Interviews geführt. In dieser Woche war Jan Künemund von dem Verleih „Salzgeber“, der sich auf queere Filme spezialisiert hat, dran. Dieser schreibt auch als Chefredakteur des Print-Magazins „Sissy“. Ferner wurde auch Oliver Nöding von “Remember It For Later” interviewt.

- Und weil wir jetzt schon dabei sind: Auf seinem Blog Remember It For Later hat Oliver nun seine Retrospektive der Rialto-Winnetous mit dem Trio „Winnetou III“, „Old Surehand“ und „Winnetou und sein Freund Old Firehand“ abgeschlossen.

- Auf Schneeland berichtet Michael Schleeh weiterhin vom Hong Kong International Filmfestival.

- Alexander Matzkeit macht sich auf real virtuality Gedanken über Baz Lurmanns bombastischen, bunten Musical-Kitsch „Moulin Rouge!“ und fragt sich, warum sich diese Idee des Hitsongs-Mash-Ups nie wirklich durchgesetzt hat.

- Johannes Beringer stellt auf new filmkritik den Filmkritiker und Dichter Robert Desnos (1900-1945) vor, der im KZ Theresienstadt so schwer erkrankte, dass er kurz nach dessen Befreiung verstarb.

- Ciprian David beginnt seine Rezension  der Doku „Blackfish“, auf Negativ mit einer umfangreichen Einleitung über seine Jugend und ersten Filmerfahrungen in Rumänien.

- Rainer Kienböck schreibt auf Jugend ohne Film über Peter Kubelka, experimenteller Filmemacher und Mitgründer des Österreichischen Filmmuseums. Und Patrick Holzapfel geht überwiegend kritisch mit den Filmen des ersten Quartals 2014 ins Gericht.

- ben präsentiert auf filmosophie seinen Videoclip der Woche. Diesmal einen viertelstündigen Film über die Geschichte des Kinotrailers.

- Auf Film im Dialog wird heiß über Darren Aronofskys „Noah“ diskutiert. Und dabei sind sich die beiden Diskutierenden einmal überhaupt nicht einig.

- Mein Highlight der Woche: Christian Moises und Sano Cestnik schreiben auf Eskalierende Träume vorab über das goEast-Festival in Wiesbaden und stellen im Vorwege die „Neue Polnische Welle“ der späten 60er vor, die der „Neuen Polnischen Filmschule“ mit Wajda und Has folgte und dem das „Kino der moralischen Unruhe“ mit Kieslowski und Zanussi folgte. Da das polnische Kino eines meiner vielen Steckenpferde ist, finde ich das natürlich besonders interessant.

- Lukas Foerster schreibt auf Dirty Laundry zunächst über Robert Altmans Spielfilm-Debüt „The Delinquents“, sowie über „Guys and Dolls“ von Joseph L. Mankiewicz und „The Raid 2: Berandal“ von Gareth Evans, die er zufällig hintereinander sah.

- Über Klaus Lemke mag man denken was man will, seine oft lauten und bewusst provozierend-prolligen Thesen legen oft den Finger in die Wunde. Zudem sind seine Interviews, ebenso wie seine Filme, immer sehr unterhaltsam und strahlen das richtige Quäntchen Außenseitertum und Rock’n’Roll aus. Gerade wieder zu erfahren auf B-Roll. Dort schreibt auch Sophie Charlotte Rieger (sonst filmosophie) über Scham im Kino und fordert: „Weg mit dem Feigenblatt“. Und Stefan Otto hat einige Bücher-Tipps.

- Yzordderrexxiii war bei den Fantasy Filmfest Nights und hat sich dort durch das komplette Programm geschaut.

- Ronny Dombrowski schreibt auf cineastic.de über einen spanischen Thriller mit Elijah Woods und dem Sequel des Spider-Man-Reboots, welches er nachdrücklich empfiehlt.

- Komm und sieh hat „Amazing Spider-Man 2“ auch gesehen, doch hier hält sich die Begeisterung eher in Grenzen. Weitaus besser schneidet hier Jean-Pierre Jeunets neues Werk „Die Karte meiner Träume“ ab.

- Der breite Grad schreibt über „die Großmutter des Sexvampirfilms“, Roger Vadims „… und vor Lust zu sterben“.

- Der Kinogänger hat wieder Neues aus Hollywood am Start.

- Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen führt sein eigenes „Die Besprechungen der Anderen“ weiter. Außerdem hat er Franjus wunderbaren „Mann ohne Gesicht“ gesehen. Allerdings die deutsche Fassung, die aus der TV-Mini-Serie einen auf Gert Fröbe zentrierten Spielfilm macht. Da sollte man wohl doch lieber die TV-Serie oder den französischen Zusammenschnitt sehen, der als „Red Nights“ auf der ebenfalls großartigen „Judex“-DVD bei Eureka in UK erschienen ist. So oder so: Franjus Film ist eine tolle Hommage an das Pulp (Nicht Trash!)-Serial. Deshalb finde ich Schlombies Worte vom Trash hier etwas zu hart, auch wenn er den Film natürlich empfiehlt.

- Miami Connection? Schwarze Ninjas greifen an? American Streetfighter? Alles der selbe Film und mir trotzdem vollkommen unbekannt. Sascha Nolte nennt ihn auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte „feinen Action-Trash“, warnt aber auch gleichzeitig „Wie eine fast perfekte Pizza mit zu viel Belag und extra Käse: Im Prinzip leckeres Fast Food – kann jedoch auch schnell auf den Magen schlagen.“ Wäre wohl etwas für den Bremer Trash Club.

- Weil wir gerade bei „Action“ sind. Es gibt neues von Jet Li. Einst neben – und zeitweise sogar vor – Jackie Chan, DER Hongkong-Martial-Arts-Star. Nach diversen Abenteuern in Frankreich und Übersee ist es irgendwie still um ihn geworden. Nun gibt es neuen Stoff aus Hongkong, der scheinbar im Guten (Action), wie im Schlechten (Comedy) an die 90er anschließt. Oliver Armknecht hat „Badges of Fury“ für film-rezensionen.de besprochen.

- Sascha auf PewPewPew über die seiner Meinung nach schlechteste Doku der Welt: „American Blogger“.

- Mir war gar nicht bkannt, dass Fassbinders Skandalstück „Die Stadt, der Müll und der Tod“ für das Kino verfilmt wurde. Sogar mit Fassbinder selber in einer der Hauptrolle, allerdings nicht vom ihm selber, sondern von Daniel Schmid unter dem Titel „Schatten der Engel“. Stubenhockerei hat ihn gesehen und verrät, wo man ihn findet.

Das Bloggen der Anderen (07-04-14)

Von , 7. April 2014 21:51

bartonfink_type2- Leider ist der großartige Zbyněk Brynych, dem wir psychotronische Meisterwerke wie „Die Weibchen“, „Engel, die ihre Flügel verbrennen“, sowie diverse großartige „Derrick“ und „Der Kommissar“-Folgen verdanken, den meisten Filmfreunden noch immer ein unbeschriebenes Blatt. Und selbst wer ihn kennt und verehrt, hat möglicherweise bisher nichts von seinem tschechischen Frühwerk gesehen. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, möge einmal bei Stubenhockerei nachschlagen, wo sein 1965 entstandener „A pátý jezdec je strach“ (Der fünfte Reiter ist die Angst) vorgestellt wird.

- Auf Sennhausers Filmblog gibt es eine interessante Kritik zu Lars Von Triers „Nymphomaniac 2“.

- Sachen zum Lachen. PewPewPew hat das Alternative Ende von „Gravity“ entdeckt.

- Einer meiner All-Time-Favorites, Blake Edwards „Frühstück bei Tiffany’s“ wird von Ronny Dombrowski auf cinetastic.de besprochen. An dieser Stelle sei vermerkt, dass gestern der Darsteller der kontroversen Mr.-Yunioshi-Figur, Mickey Rooney, verstorben ist.  Found-Footage-Horror gibt es ja leider bis zum Erbrechen und in den seltensten Fällen ist das Resultat gelungen. Eine dieser Ausnahmen mit dem Titel „The Borderlands“ hat ebenfalls Ronny Dombrowski entdeckt. Und schließlich schreibt Frank Schmidtke über den neuen Schwarzenegger-Film „Sabotage“, der bei ihm trotz zahlreicher Schwächen recht gut wegkommt.

- Bei Komm und sieh sieht das ganz anders aus. Der erhält „Sabotage“ eine gnadenlosen und höchst verärgerten Verriss. Ganz im Gegensatz dazu kommt der deutsche Psycho-Thriller „Stereo“ mit Jürgen Vogel und Moritz Bleibtreu sehr gut weg und die Besprechung macht große Lust darauf, sich den Film anzusehen.  Gleiches gilt für Denis Villeneuves „Enemy“.

- Als angekündigt wurde, dass Johannes Schafs 1973 entstandener „Traumstadt“ bei Filmjuwelen erscheint, ging eine ganzes Oha durch das Netz. Ich gestehe, ich hatte vorher nichts von dem Film gehört, aber nach Oliver Armknechts Besprechung auf film-rezensionen.de kann ich die Begeisterung verstehen und möchte den Film nun auch möglichst bald sichten.

Apropos Johannes Schaf. Sein bekannterer „Trotta“, der 1971 entstand und nach einer erfolgreichen Kinoauswertung fast völlig in der Versenkung verschwand, ist ebenfalls bei „Filmjuwelen“ erschienen und wird von Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide besprochen.

- Auf Hard Sensations nimmt sich Andreas Poletz Sidney J. Furys 1961 entstandenen und weitgehend vergessenen „Snake Woman“ vor.

- In den nächsten Tagen geht hier eine Buchrezenssion über einen Lex-Barker-Bildband online. Wer sich schon mal einstimmen möchte, kann dies bei Oliver Nöding auf Remember It For Later, der nach Jerry Cotton und Edgar Wallace nun bei Karl May angekommen ist und über die Verfilmungen, die 1962 mit „Der Schatz im Silbersee“ starteten, wie immer sehr lesenwert schreibt.

- Grindhouse-Nächte in Mannheim. Harald Mühlbeyer war dabei und berichtet auf screenshot über Corbuccis „Die Grausamen“ und Jürgen Rolands „Zinksärge für die Goldjungs“.

- Kaum zu glauben, aber es gab einmal einen wirklich gelungen Film noir aus deutschen Landen. Dass es sich dabei um einen Zeichentrickfilm über Katzen handelte, spielt dabei keine Rolle. Leider wurde das Experiment „Felidae“ nie wiederholt und sein Autor scheint es mittlerweile an den äußersten rechten Rand getrieben zu haben. Schade. Robin Schröder erinnert auf Mise en cinéma noch einmal an den gelungen Film und stellt auch noch Christopher Nolans frühe Fingerübung „Doodlebug“ vor.

- Der breite Grad schreibt über Rokuro Mochizukis Mangetsu-Hanamura-Verfilmung „Minazuki“, von dem er sehr begeistert ist und als „Roadmovie über Basic Instincs“bezeichnet.

- Schlombie macht auf Schlombies Filmbesprechungen überraschend schnell weiter mit seinen „Besprechungen der Anderen“.

- Joachim Kurz spricht mit auf B-Roll aus dem Herzen: „Ich glaube, dass die durch das Digitale beförderte Allgegenwart des Kinos eine Gefahr beinhaltet: Die der Entwertung, der Inflation von Filmen. Und das wäre für mich eine wirkliche schlimme Entwicklung.“ Unbedingt lesen.

- Auf critic.de geht es weiter mit der Doris-Wishman-Retrospektive. Diesmal schreibt Michael Kienzl einen hochinteressanten Artikel über „Die Suche nach wiederkehren Bildern in Doris Wishmans „rohen“ Filmen.“

- Irgendwie sind die Fantasy Filmfest Nights in den Blogs etwas untergegangen. Immerhin war DasDingAufDerSchwelle dabei und weiß davon zu berichten.

- Ich hatte hier ja schon einige Male den polnischen Film „Ida“ erwähnt. Kristina Scholz hat ihn für Daumenkino gesehen und sich eine recht differenzierte Meinung gebildet.

- YP und PD unterhalten sich auf Film im Dialog über Spike Jonzes „Her“.

- Hat es jemand bemerkt? Die epd Film ist „gerelauncht“ worden und sieht jetzt aus wie die TV-Spielfilm. Alexander Matzkeit hat sich darüber auf – dem frisch umgezogenen Blog – real virtuality so seine Gedanken gemacht.

- Ganz groß auf meiner „Da-MUSS-ICH-MAL-HIN“-Liste: Das „Besonders Wertlos“-Festival. Alex Klotz war da und berichtet auf hypnosemaschinen.

- Gerold Marks hat für Digitale Leinwand einmal eingehend das neue Amazon-Angebot „Instant Video“ getestet.

- Filme Welt stellt einige Theorien zu dem Ende des Scorsese-Films „Shutter Island“ zusammen.

- Happy Birthday, Michael Schleeh von Schneeland. (Nicht nur) anlässlich seines heutigen Geburtstag, möchte ich auf seine interessanten Berichte vom Hongkong International Filmfestival verweisen.

- Lukas Foerster von Dirty Laundry hat im Flugzeug den koreanischen Thriller „The Terror Live“ gesehen, den er sehr mochte.

- Manfred Polak stellt auf Whoknows presents den spanischen Künstler und Techniker José Val del Omar (1904-82) vor, den außerhalb seiner Heimat kaum jemand kennt. Der Welt hat er aber einige hochspannende Experimentalfilme hinterlassen, von denen hier nun drei vorgestellt werden.

- Zur Zeit kann man in den dritten Programmen den Film „Es werde Stadt“ von Martin Farkas und Dominik Graf sehen. Eine Ode an den Grimme-Preis und eine scheinbar untergegangene Fernsehkultur. In den sozialen Netzwerken wurde das Werk in der Aussage zwiespältig aufgenommen. Das Magazin des Glücks stellt den Film ausführlich vor.

- Wäre das hier Facebook, würde ich jetzt viele kleine Herzchen machen. Rainer Knepperges auf new filmkritik:Karten, Pläne und Modellbauten (III)“.

 

 

Das Bloggen der Anderen (31-03-14)

Von , 31. März 2014 18:21

bartonfink_type2- Auf Daumenkino haben Florian Krautkrämer, Philipp Fust und Jennifer Ament haben sich Spike Jonze neuen Film „Her“ angesehen und sind leider durch die Bank weg enttäuscht.

- Der Wishman-Touch. Doris Wishmann gehört zu den wenigen Sexploitation-Regisseurinnen. Aber nicht nur deshalb gibt es auf critic.de jetzt eine länger Serie, die uns die Dame noch einmal vorstellt.

- Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums von kino-zeit.de gibt es auf B-Roll wieder ein Interview mit einer hoffnungsvollen Filmemacherin, die in den nächste 10 Jahren durchaus eine Rolle im deutschen Film spielen könnte: Frauke Finsterwald. Ferner erklärt Rochus Wolf in seiner Rubrik „Sitzplatzerhöhung“, warum Kinderfilm kurz gehalten werden sollten.

- Akira Kurosawas Meisterwerk „Rashomon“ erzählt davon, die das selbe Ereignis durch verschiedene Perspektiven ganz anders wahrgenommen werden kann. Da trifft es sich gut, dass auch YP und PB auf Filme im Dialog sich dem Film von zwei Seiten nähern.

- Stubenhockerei beendet seine Vorstellung von Maya-Deren-Filmen mit dem mir unbekannten „The Very Eye of Night“ und den mir bekannten „Divine Horsemen“.

- Fast drei Wochen hat es gedauert bis Schlombie auf Schlombies Filmbesprechungen mit seinen „Besprechungen der Anderen“ weitergemacht hat. Macht ganz schön Arbeit, nicht wahr? ;)

- Letzten Donnerstag haben wir in unserer Kinoreihe „Weird Xperience“ Marvin Krens „Blutgletscher“ auf der großen Leinwand gezeigt. Wer nicht da war, kann zumindest in Michael Schleehs Blu-ray-Rezension auf Hard Sensations nachlesen, was er verpasst hat. Es wurde schon sehr viel über „The Wolf of Wall Street“ geschrieben, aber noch nicht von Joris Julius-Sabinus, der einen schönen Text nachgereicht hat. Nicht besonders gut, aber allein durch Michael Gough unterhaltsam geraten, ist der Klassiker „Black Zoo“, den Andreas Poletz bespricht.

- Auch Oliver Nöding hat „Blutgletscher“ gesehen und für gut befunden. Ferner begibt er für Remember It For Later nach St. Pauli, wo er nicht nur auf José Bénazéraf, sondern auch zweimal auf Rolf Olsen trifft.

- Nachdem Buster Keaton seinen Vertrag mit MGM verlor, kam er beim kleinen Educational-Studio unter. Die Filme, die er dort drehte sind heute weitgehend unbekannt. Da sie aber gerade auf DVD erschienen, hat sich Hauptsache Stummfilm dem einmal angenommen.

- Jugend ohne Film schließt seine Reihe mit Abendgesprächen während der Diagonale ab und hat auch ein Interview mit Johann Lurf, seines Zeichens Filmvorführer und Filmemacher, geführt.

- Alexander Matzkeit fragt auf real virtuality am Beispiel des neuen Captain-America-Films „Immer diese Nazis – Haben Comic-Filme eine soziale Verantwortung?

- Michael Schleeh schreibt auf nachtsichtgeräte über das Hong Kong International Film Festival 2014.

- Zwei Meinungen zu „The Canyons“. Einmal Nicolai Bühnemann auf filmgazette und Andreas Köhnemann auf screenshot. Interessanterweise mögen beide diese – meiner Meinung nach – gescheiterte Zusammenarbeit von Paul Schrader und Bret Easton Ellis.

- “Il cittadino si ribella” (Ein Mann schlägt zurück) brilliert nicht nur durch das Dream-Team Franco Nero/Enzo G. Castellari und einen traumhaften Titeltrack, sondern hat generell einiges zu bieten, wie Udo Rotenberg auf L’Amore in città zu berichten weiß.

- PewPewPew hat mal wieder einen gelungenen Science-Fiction-Kurzfilm gefunden.

- Annika Stelter hat auf Die Filme, die ich rief erstmals F.W. Murnaus wunderschönes Stummfilm-Meisterwerk „Der letzte Mann“ gesehen und ist natürlich begeistert.

- Erinnerungen an meine Jugend werden wach, wenn ich auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über die Western-Komödie „Höchster Einsatz in Laredo“ lese, der in den 80ern gefühlt jedes Jahr im TV lief.

- J. Michael Straczynski mag ich und war nicht nur „Babylon 5“-Fan, sondern habe auch einiges von seinen Comic-Arbeiten gelesen. Den von ihm mitverfassten Film „Ninja Assassin“ habe ich aber ausgespart. Wie Der Kinogänger findet, durchaus zu recht.

- Kann Darren Aronofsky Bibel? Bisher hat mich jedes Werk des „Pi“-Regisseurs überzeugen könne, sogar mit Abstrichen sein esoterischer Mischmasch „The Fountain“ (nicht allein aufgrund von Clint Mansells großartiger Musik). Jetzt kommt „Noah“.Mit Russell Crowe. Komm und sieh hat ihn schon sehen können und ist leider gar nicht begeistert.

Noch vernichtender fällt das Urteil von Flo Lieb auf symparanekronemoi zu “Noah” aus.

- Apropos “Komm und sieh”: “Schonungsloser kann ein Antikriegsfilm kaum sein”. Das was Robin Schröder auf Mise en cinéma da über den Film “Komm und sieh” schreibt, habe ich schon sehr häufig gehört, weshalb ich einerseits neugierig auf den Film bin, andererseits auch ein wenig Angst vor ihm habe.

Das Bloggen der Anderen (24-03-14)

Von , 24. März 2014 21:27

bartonfink_type2- Der Spezialist für ungewöhnliche Entdeckungen, Alex Klotz, hat auf seinem Blog Hypnosemaschinen den italienischen „Il sesso della strega“ des mir gänzlich unbekannten Angelo Pannacciò aus dem Jahre 1973 hervor gekramt. Sehr bekannt ist demgegenüber der Spanier Alex de la Iglesias, auf dessen neusten Streich „Witching & Bitching“ ich mich nicht erst seit der positiven Besprechung von Alex sehr freue.

- Ein Film auf den ich mich nicht so sehr freue ist Eli Roths Kannibalenfilm-Hommage „Green Inferno“. Wobei der Kommentar von screenread, „Green Inferno“ sei „ganz sicher der bislang unterhaltsamste, blutigste, lustigste, aber auch identifikationsstärkste Film unter Roths Federführung“ jetzt nicht so negativ klingt. Allerdings finde ich ja, dass das Absprungniveau auch relativ gering ist.

- Harald Steinwender hat für seinen Blog Themroc zwei sehr ungewöhnliche und höchst unterschiedliche Liebesfilme gesehen: „Her“ von Spike Jonez und „Love Steaks“ von Jakob Lass. Über letzteren schreibt er, der Film sei „eines der besten Werke des gegenwärtigen deutschen Kinos: Ein Film voller Wendungen und Haken; mit Brüchen, Ecken und Kanten; romantisch und zugleich sexy; glaubhaft und wahrhaftig; unberechenbar, unmittelbar und vor allem unverschämt komisch. Kurz: Der rasant montierte und großartig fotografierte „Love Steaks“ macht verdammt viel Spaß.“

- Phillipp Fust schreibt auf Daumenkino eine große Lobeshymne auf Bong Joon-Hos „Snowpiercer“. /

- In den letzten Tagen lese ich häufig den Namen Jan Soldat. Dieser hat drei „schamlose“ Kurzfilme gestaltet, die überall hoch gelobt werden. So z.B. von Sebastian Selig auf Hard Sensations. Das macht sehr neugierig auf die Werke von Herrn Soldat und ich hoffe diese auch in nächster Zeit einmal sehen zu können. Sarmatien bezeichnet das Gebiet zwischen Donau und Don. Volker Koepp hat über diese Region einen Dokumentarfilm gesehen und Jamal Tuschnik stellt ihn vor. „Wenn er in die Hölle will, lass ihn gehen“ ist ein Filmtitel, den ich oft und gerne zitiere, ohne allerdings den dazugehörigen Film gesehen und viel drüber gelesen zu haben. Ich finde nur den Titel sehr toll. Jetzt ist er auf DVD raus und Michal Schleeh hat ihn gesehen – ist aber nicht vollends überzeugt. Der oben schon mit seinem eigenen Blog erwähnte Alex Klotz hat Ti Wests neuen Film „The Sacrament“ gesehen und ist sehr angetan. Dann gibt es noch zwei Hinweise auf zwei Veranstaltungen bei denen ich auch sehr gerne wäre, die ich aber mal wieder zeitlich nicht schaffen werden. Das ist schon blöd. Der „Besonders Wertlos“ in Köln von 2.-6. April und „Terza Visione – 1. Festival des Italienischen Genrefilms“ in Nürnberg vom 25.-27. April.

- Was ist das Schönste an Festivals? Nach den Filmen noch mit guten Freunden in einer Kneipe sitzen und das gesehene gemeinsam Revue passieren lassen. Das haben auch Patrick Holzapfel und Rainer Kienböck von Jugend ohne Film getan, die zusammen auf der Diagonale waren und danach auch mal etwas stritten. Ihre fünf sehr interessante, abendliche Dialoge findet man ab hier.

- Ebenfalls auf der Diagonale war Christian Alt von Negativ.

- Und auch Lukas Foerster trieb sich für cargo auf der Diagonale herum und hat einen schönen Bericht in drei Teilen geschrieben.

- Auf Schneeland empfiehlt Michael Schleeh nachdrücklich den koreanischen Film „Hwayi: A Monster Boy“.

- Movies & Sports weißt Schwanenmeister auf das neue Sendekonzept von Anixe hin, die verstärkt deutsche Filme aus den 50ern bis 70ern zeigen. Ich glaube, irgendwo ganz weit hinten habe ich den auch im Kabel. Gleich mal suchen.

- Jerry-Cotton-Time auf Remember It For Later. Oliver Nöding hat sich die ersten fünf Jerry-Cotton-Filme vorgenommen. Von „Schüsse aus dem Geigenkasten“ bis „Der Mörderclub von Brooklyn“. Ich habe ja bisher noch keinen Jerry Cotton gesehen, die stehen aber schon lange auf meiner „Muss-ich-noch-nachholen“-Liste. Schließlich habe ich mit 10 oder 11 immer die Jerry-Cotton-Heftchen aus dem Bastei-Verlag im Urlaub gelesen.

- 10 Jahre kino-zeit.de werden im hausinternen Blog B-Roll gewürdigt. So wurden Interviews mit Tom Lass und Anna & Dietrich Brüggemann geführt. Und Soja Hartl schreibt über ihren Lieblingsfilm der letzten 10 Jahre: „Winter’s Bone“.

- Hauptsache Stummfilm berichtet über den 1923 entstandenen „The White Sister“. Einem zutiefst religiösen Film von Henry King mit Lilian Gish in der Hauptrolle.

- Grün ist die Heide nimmt sich diesmal den gerade bei Pidax erschienen Geheimtipp „Das Mörderspiel“ von 1961 vor.

- Sascha Nolte schreibt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über eine sehr ungewöhnliche „Tatort“-Folge: Den legendären „Tote Taube in der Beethovenstraße“, den das amerikanische B-Film-Urgestein Sam Fuller einst für die ARD inszenierte.

- Frank Schmidke bespricht auf cineastic.de die bei Bildstörung herausgekommene, vorbildliche Alejando-Jodorowsky-Box, die hier auch demnächst vorgestellt wird. Kleine Anmerkung – auch wenn in der Besprechung etwas anderes behauptet wird: „Fando und Lis“, sowie die Bonus-Scheibe sind keine Blu-ray, sondern nur DVDs. Ein Rätsel war mir bisher das „Lego Movie“ und sein phänomenaler Erfolg in den USA. Dank Ronny Dombrowskis Besprechung bin ich jetzt etwas schlauer. Die Doku „20 Feet from Stardom“ bespricht er auch. Hier hatte ich mich ja geärgert, dass die Doku bei den Oscars dem brillanten „The Act of Killing“ vorgezogen wurde. Wie ich jetzt lese, ist sie aber auch wirklich nicht schlecht.

- Der breite Grad stellt einige Pinky-Violence-Filme mit Miki Sugimoto vor. U.a. den Kult-Film „Der Tiger von Osaka“ und „Violent Panic: The Big Crash“.

- Der Kinogänger hat wieder einige Infos aus Hollywood gesammelt.

- Annika Stelter begeistert sich auf Die Filme, die ich rief über Friedkins „French Connection“, was mich ganz besonders freut.

- Der interessante Regisseur Christian Alvart, der einst mit lupenreinem Genre begann und mittlerweile neben „Borowski“ auch Schweiger im „Tatort“ inszeniert, hat einen neuen Kinofilm gedreht. Laut Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de ist „Banklady“ gar nicht mal übel geworden. „The Canyons“ fand er – wie ich – auch sehr enttäuschend, wenn auch aus anderen Gründen. Was mich allerdings wundert, ist seine nicht so große Begeisterung über „Scheidung auf finnisch“, den ich einst beim Filmfest in Oldenburg sah und der mich glänzend amüsiert hat.

- Benjamin Heisenbergs „Der Räuber“ hat mich schwer begeistert. Nun hat er eine Komödie gedreht und Jochen Plinganz konstatiert auf Komm und siehBenjamin Heisenberg kann keine Komödie“. Thorsten Krüger hat den polnischen „Ida“ gesehen und warme Worte gefunden.

- Sennhausers Filmblog bespricht „Finsterworld“ und bestätigt mich in der Annahme, dass ich den endlich sehen sollte.

- Stubenhockerei hat den wiederentdeckten „Baal“ von Volker Schlöndorff mit Rainer-Werner Fassbinder in der Titelrolle gesehen. Ferner wird ein weiter Maya-Deren-Film vorgestellt, von dem ich noch nichts gehört hatte und letztendlich wird sich auch mit Stan Brakhages „The Act of Seeing with One’s Own Eyes“ beschäftigt, der einem Armee-Lehrfilm namens „Basic Autopsy Procedure“ gegenüber gestellt wird.

- Alexander Matzkeit behauptet: „Gareth Edwards’ Godzilla wird euch enttäuschen“. Auf seinem Blog real virtuality erklärt er warum.

- Robin Schröder stellt auf Mise en cinéma einen meiner Lieblingsfilme vor: „Onibaba“.

- Mit dem Werk von Nicolas Roeg muss ich mich auch mal mehr beschäftigen. MacReady von den Drei Cineasten schreibt über Roegs vorerst letzten Film „Puffball“.

Das Bloggen der Anderen (17-03-14)

Von , 17. März 2014 20:01

bartonfink_type2- Drei Jahre älter als dieses Blog ist die sehr empfehlenswerte Seite kino-zeit.de, die vor Kurzem auch eine eigene Blog-Rubrik namens B-Roll aufgemacht hat, zu der ich hier auch schon oft verlinkt habe. Anlässlich zum 10-jährigen Jubiläum finden sich dort wieder einige interessante Einträge. So gibt es die nächsten zehn Wochen Interviews mit Filmemachern, die in der Zukunft noch eine wichtige Rolle spielen könnten. Den Auftakt macht der Dokumentarfilm-Regisseur Daniel Abma. Passend dazu ein Vorbericht auf das 16. Dokumentarfilmfestival in Thessaloniki von Kirsten Kieninger und als Krönung ein ganz wunderbares Essay von Beatrice Behn über das gemeinsame Erlebnis Kino. Mein Highlight der Woche! Unbedingt auch erwähnenswert: Eine Liebeserklärung von Joachim Kurz an (nicht nur) Lars von Triers „Melancholia“.

- Was für ein Zufall. Ungefähr zeitgleich zu meiner Rezension des Wenzel-Storch-Buches hat auch Alex Klotz seine Besprechung auf Hard Sensations online gestellt. Auch er ist begeistert. Dort bespricht Jamal Tuschnik auf Rossellinis Klassiker „Rom, offene Stadt“, der ihn nicht so wirklich überzeugt hat.

- Zur Zeit läuft im Berliner Arsenal Kino eine Kathryn Bigelow Retrospektive. Anlässlich dessen hat sich Lukas Foerster auf Dirty Laundry sich ihren unbekannteren Film „K-19: The Widowmaker“ vorgenommen.

- The Wayward Cloud hat ein sehr interessantes und informatives Essay zum Thema Sounddesign geschrieben. Anlass ist der Film „Berberian Sound Studio“, der am 20. März um 23:15 im WDR seine TV-Premiere feiert.

- Vor Kurzem hatten wir polnischen Besuch Zuhause. Dieser schwärmte von dem Film „Ida“. Seit langer Zeit der erste polnische Film, der international groß vermarktet wird. Peter Gutting von cinetastic.de hat ihn gesehen und findet ihn auch gut. Und am 26.März läuft im Kommunalkino City 46 innerhalb unserer Reihe „Weird Xpereince“ Marvin Krens „Blutgletscher“. Hier gibt es eine positive Besprechung des Films von Ronny Dombrowski.

- Sascha von PewPewPew hat noch nicht alle Hoffnung in M.Night Shamalayan verloren und berichtet von dessen geplanten neuen Film. Außerdem weißt er auf die interessante Doku „Life After Pi“ hin, in der es um den Niedergang des SFX-Studios geht, die für „Life of Pi“ verantwortlich waren und in dem Moment Bankrott anmelden mussten, als sie für den Film einen Oscar gewannen.

- Going to the Movies gesteht seine große Liebe zu George Millers Regie-Debüt „Mad Max“.

- Und Yzordderrexxiii erinnert an die „Blonde Fury“ Cynthia Rothrock, die in den späten 80ern/frühen 90ern aus den unteren Regalen der Action-Abteilung der Videotheke nicht wegzudenken war.

- Grün ist die Heide bespricht detailliert und mit großen Kennerwissen einen Film, der einst meine erste wirklich intensive Begegnung mit Jess Franco war und deshalb bis heute einen großen Platz in meinem Herzen einnimmt: „Downtown – Die nackten Puppen der Unterwelt“.

- Und auf L’Amore in città nimmt sich Udo Rotenberg einen DER großen Knaller des italienischen Gangsterfilms vor: „Der Mafiaboss“ mit einem einfach umwerfenden Mario Adorf, Henry Silva und Woody Strode.

- Oliver Nöding ist in diesen Wochen auf Remember It For Later ganz besonders fleißig und veröffentlicht eine lesenswerte Review nach der anderen. Daher greife ich aus der Flut an Besprechungen nur mal drei heraus: Den Thriller „Der Todesengel“ mit Tomas Milian in einer für ihn eher ruhigen Rolle, „Ein Bürger setzt sich zur Wehr“ vom Dream-Team Enzo G. Castelari/Franco Nero und „Missing in Action“ mit the one and only Chuck Norris.

- Es gibt Filme, die haben einen schlechten Ruf und man fragt sich dann, ist man der Einzige, der das Werk gar nicht schlecht findet, ja sogar mag? So ergeht es mit mit John Carpenters heute fast vergessenen „Jagd auf einen Unsichtbaren“, wo ich da Gemecker nie so recht verstehen konnte und den ich recht interessant fand, auch aufgrund der ungewöhnlichen Besetzung mit Chevy Chase. David sieht das ganz genauso. Ja, er liebt diesen Film sogar, wie er in einem langen Essay auf Whoknows presents darlegt. Jetzt würde mich auch mal seine Meinung zu Wes Cravens „Vampire in Brooklyn“ interessieren.

- Vorletztes Jahr war Jonas Jonassons „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ meine Urlaubslektüre. Aufgrund der langen, langen Monate auf platz 1 der Bestsellerliste war ich zunächst skeptisch, aber tatsächlich hat mir der amüsante Roman gut gefallen, nur zum Ende hin lies er etwas nach. Jetzt kommt die Verfilmung in die Kinos, die Miriam Eck für Daumenkino gesehen und für gut befunden hat.

- cutrin von filmosophie war in dem zweiten Teil von Lars von Triers „Nymphomaniac“ und auch wenn der Titel ihrer Besprechung anderes vermuten lässt, hat er ihr sehr gefallen.

- Erstaunlich. Überall wird Keanu Reeves Regie-Debüt „Man of Tai Chi“ verrissen, aber Asien-Experte Michael Schleeh gibt ihm auf Filmgazette 8 von 10 Punkten. Da sollte man dann vielleicht doch mal einen Blick riskieren.

- Über den belgischen Regisseur André Delvaux meine ich erst vor Kurzem etwas von Alex Klotz gelesen zu haben, was mein Interesse geweckt hatte. Wie dem auch sei, durch die Vorstellung vierer Filme des Regisseurs durch das Magazin des Glücks bin ich jetzt erst recht neugierig geworden.

- Japankino berichtet über interessante Neuheiten im DVD-Regal, Abteilung Japan.

- Wieder viele interessante Artikel gibt es auf Jugend ohne Film. Patrick Holzapfel schreit anlässlich des Todes von Alain Resnais über Filmsprache und über die Regisseure, die eine neue Filmsprache erschaffen haben. Ich mag es fast gar nicht sagen, aber Wong Kar-Wai ist bei mir noch immer ein unbeschriebenes Blatt. Das muss ich auch noch ändern, besonders nach Patricks schönen Artikel über die Liebe im Kino Wong Kar-Weis. Ferner schreibt er über „Kärlek 65“ von Bo Widerberg. Hier stimme ich seiner Bemerkung Woody Allen habe in den 70ern seinen Zenit erreicht nicht unbedingt zu. Aber das hat ja nichts mit dem schönen Artikel zu tun. Rainer Kienböck ist ziemlich umgehauen worden von Dziga Vertovs „Odinnadcatyi“.

Das Bloggen der Anderen (10-03-14)

Von , 10. März 2014 21:09

bartonfink_type2- Ich habe ja eine große Schwäche für alte mexikanische Horrorfilme aus den 50ern und 60ern. Allerdings lebe ich diese nur sehr selten aus, da der Bezug der Film kein Selbstgänger ist, und mir leider die Zeit fehlt, mich aktiv darum zu kümmern. Aber wenn ich lese, was Sascha Nolte auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über “El Vampiro” schreibt, sollte ich doch vielleicht etwas mehr Energie in die Beschaffung stecken.

- Russland ist ja zur Zeit in aller Munde. Nur leider nicht mit seinem immer noch sehr vitalem Kino. Mehrfilm weist auf die 6. Russischen Filmtage hin, die ab dem 14. März in Münster stattfinden und deren Programm sehr vielversprechend klingt.

- Über „Forbidden Zone“ habe ich hier ja auch schon geschwärmt. Schön, dass sich der immer wieder höchst lesenswerte jogiwan auf project-equinox diesem Urteil anschließt.

- Einer der großartigsten Gangsterfilme, die jemals aus Italien zu uns herüberschwappten, ist Fernando di Leos „Milano Kaliber 9“. Ich erinnere mich noch lebhaft, wie ich die ersten Minuten einmal im Rahmen eine „Filmanfänge“-Diskussion in unserem Kommunalkino vorgeführt habe und bleiche Gesichter hinterließ. Wer den Film noch nicht kennt, kann sich bei Udo Rotenberg auf L’Amore in città Appetit holen.

- Apropos: Udo wird auch zu Gast sein bei dem 1. Festival des italienischen Genrefilms, welches vom 25.-27.April in Nürnberg stattfindet. Eskalierende Träume hat hier genauere Details.

- Ein toller italienischer Genrefilm ist auch „Die Viper“ mit der Traumpaarung Maurizio Merli und Tomas Milian, den Oliver Nöding auf Remember It For Later bespricht. Dort ebenfalls zu finden: Peter Patzaks strangerParapsycho“, den ich hier auch mal am Wickel hatte.

- Halb Deutschland, halb Italien ist Helmut Käutners kaum bekannter Film „Die Rote“, den Silva Szmanski auf Hard Sensations mit Worten beschreibt, wie nur sie finden kann. Bebilderte Poesie.

- Wenn ich lese, was Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film über Wes Andersons „The Budapest Grand Hotel“ schreibt, werde ich das Gefühl nicht los, dass er Herrn Anderson gegenüber recht zwiespältige Gefühle hegt. Ich kann mich auch täuschen, den seine Filmbesprechung ist eigentlich recht euphorisch, aber da lauert etwas unter der Oberfläche. Rainer Kienböck schreibt einen langen, sehr interessanten Artikel über einen Regisseur, den ich – im Gegensatz zur gleichnamigen Stiftung – tief ins Herz geschlossen habe: Friedrich Wilhelm Murnau. Auch sehr schön: Ioana Florescu hat sich auf die Suche nach Regen im Film gemacht, der nicht einfach Regen ist, sondern Regen, der nicht oder nicht ausschließlich aus Wasser besteht. Partick Holzapfel hat zu den Bildern die Texte geschrieben.

- Arne Fischer beschäftigt sich auf Daumenkino eingehend mit Dietrich Brüggemanns „Kreuzweg“ und Henrik Götte, Florian Krautkrämer und Kristina Scholz haben ein langes Interview mit Ramon Zürcher, dem Regisseur von „Ein merkwürdiges Kätzchen“ geführt.

- Gerold Marks widmet auf seinem Blog Digitale Leinwand dem Thema Filmposter einen langen, informativen Artikel. Außerdem macht er sich Gedanken über Drehorte und ihre Bedeutung (nicht nur) für einen Film. Interessant für alle Filmblogger: Getty – die ja als Abmahner berüchtigt sind – stellt ein Bildarchiv von 35 Mio. Bildern kostenlos zur Verfügung. Gerold erklärt, was dahinter steckt und wie es funktioniert.

- Sven Kietzke von CineKie will mit seinem Blog kein Geld verdienen, hat aber eine recht schöne Idee, wie er seinen Lesern die Möglichkeit gibt, ihn für gute Arbeit auf seinem Blog zu belohnen. Sollte ich vielleicht auch mal machen.

- Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen die zweite Ausgabe seines „Die Besprechungen der Anderen“ (Ähnlichkeit mit dem Titel einer Rubrik in diesem Blog sind von ihm durchaus erwünscht) online gestellt. Ferner bespricht er einen Film, zu dem ich die wärmsten Erinnerungen habe – den ich aber bisher tatsächlich nur einmal vor 20 Jahren gesehen habe: „Die Nacht der Creeps“.

- Ich muss mal mehr Kaiju-Filme gucken. Da habe ich noch immer empfindliche Lücken. Warum nicht mal „UFOs zerstören die Erde“, den totalschaden auf Splattertrash bespricht?

- Was mir aber in Kürze bevorsteht, sind drei Filme von Alejandro Jodorowski, die gerade bei Bildstörung in einer wunderbaren Box erschienen sind. Ich schiebe das noch etwas vor mir her, da ich die Filme erst vor Kurzem gesehen habe und im Sommer auf der großen Leinwand sehen werde. Filmosophie hat auf ihrem Blog schon mal vorgelegt.

- Thomas Groh hat die „300“-Fortsetzung „300: The Rise of the Empire“ gesehen und für gut befunden, wie er auf seinem filmtagebuch schreibt. Ich habe damals den ersten „300“ im Kino gesehen und fand den doof und vor allem strunzenlangweilig. Da Thomas den ersten scheinbar auch nicht mochte, sollte ich dem Sequel vielleicht trotzdem mal eine Chance geben?

- Bernd Zywietz zeigt sich auf screenshot ausgesprochen begeistert von Dominik Grafs neuem Kinofilm „Die geliebten Schwestern“ über den jungen Schiller.

- Vorletzte Woche besprach ich hier Paul Droglas empfehlenswertes Buch „Vom Fressen und Gefressenwerden“. Nicolai Bühnemann hat sich auf Filmgazette ebenfalls das Buch vorgenommen und ist ebenfalls sehr angetan.

- Neulich musste ich googlen, wer denn dieser Pepe Danquart ist, der regelmäßig über den Träger des Bremer Filmpreises mitbestimmt. Jetzt hat der Berliner Regisseur einen neuen Film am Start: „Lauf Junge lauf“, die Geschichte des jüdischen Jungen, der während des Zweiten Weltkriegs aus dem Warschauer Ghetto entflieht und wie durch ein Wunder den Krieg und die Verfolgung durch die Nazis überlebt. Frank Schmidke von cineastic.de hat den auf einer wahren Geschichte beruhenden Film gesehen und positiv besprochen.

- Mathiasdeepred schreibt auf Deepreds Kino „Als ich knackige 18 war, da war DEAD HEAT (Dead Heat) ein Knaller auf jeder Video-Party. Mit genügend Knabberzeug und Grüner Wiese (ja, das Kultgetränk) konnte man sogar die blödesten Sprüche von VokuHila-Darsteller Joe Piscopo ertragen.“ Was zeigt, dass wir wahrscheinlich a) ein ähnliches Alter haben und b) ähnlich sozialisiert wurden.

- Und zum Schluss auf B-Roll ein Loblied auf einen unbesungenen Helden: Den unbekannten Filmvorführer.

Das Bloggen der Anderen (04-03-14)

Von , 4. März 2014 21:51

bartonfink_type2Unverhofft kommt oft. Da einige meiner wochenendlichen Verpflichtungen der Weltpolitik zum Opfer fielen, habe ich ganz unerwartet etwas Luft bekommen. Und da zudem in der Filmblogwelt auch nicht so schrecklich viel los war, gibt es – entgegen meiner Ankündigung in der letzten Woche – doch noch ein, wenn auch verspätetes, „Bloggen der Anderen“.

- Den Anfang macht ein Artikel von Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide, der mir sehr am Herzen liegt. Wie manch einer bei meinem DVD-Rezensionen gemerkt hat, habe ich eine Schwäche für Jess Franco und arbeite mich gerade an seiner Erwin-C.-Dietrich-Phase ab. Da trifft es sich gut, dass sich Udo gerade das selbe Thema zur Brust genommen hat. Wer sich also etwas Näher mit diesen drei sehr produktiven Jahren beschäftigen möchte, findet hier einen guten Anfang.

- Das bringt uns dann zu Udos zweiten Blog L’Amore in città, wo er Enrico Maria Salerno, dem frühen Held des italienischen Polizeifilms, seinen Respekt bezeugt und den Film „Auf verlorenem Posten“ von Romolo Guerrieri mit einem besonderen Blick auf Salerno seziert.

- Dies wiederum hat Oliver Nöding auf Remember It For Later inspiriert, sich seinerseits mit Salerno und den, für das Genre des italienischen Polizeifilms wegweisenden, „Das Syndikat“ bespricht.  Und wo man gerade beim „Poliziesco“ ist, kann man sich auch noch seine Review zu „Die Kröte“ durchlesen, den ich hier ja auch schon mal am Wickel hatte.

- Wer in der Nacht vom Sonntag auf Montag schlafen musste und daher nicht die Oscar-Verleihung gesehen hat, kann einen detaillierten Bericht von Christin Ehlers auf Daumenkino lesen. Ebenfalls sehr spannend: Eine Arbeit von Rasmus Greiner von der Universität Bremen über Kriegs-Arbeit im Film.

- Neben den Oscars wurden auch die Césars vergeben. Französischer Film.de berichtet von der Verleihung des höchsten französischen Filmpreises.

- Der Außenseiter ist auf Final Frontier Film bei seiner Magical Mystery Tour im Jahre 1905 und „La Presa di Roma“ angekommen.

- 1944 drehte Hans Steinhoff den Film „Melusine“, der der deutschen Bevölkerung noch einmal etwas Ablenkung verschaffen sollte. Zur Kinoaufführung kam er dann aber nicht mehr und wurde erst im Rahmen der letzten Berlinale im Kino gezeigt. Lukas Foerster hat ihn gesehen und seine Gedanken auf Dirty Laundry zusammengefasst.

- Ganz große Klasse: Sven Safarow schreibt auf Eskalierende Träume über „DVD-Cover zum Davonlaufen“ und hat wirklich ein paar Prachtexemplare ausgegraben und in einen sehr unterhaltsamen Text gepackt.

- Michael Schleeh auf Schneeland über den indischen „Mahakaal“, der Wes Cravens „A Nightmare on Elm Street“ nach Bollywood verlegt. Dazu kann ich jetzt nur eins sagen: ICH WILL DAS SEHEN!

- Ein sehr interessantes, wie ich finde nachahmenswertes Projekt: Das Filmarchiv Austria veranstaltet Filmscreenings im Rahmen ihres „Kino der Orte“-Projekts in sieben ehemalige Spielstätten, die nunmehr als Sex-Kinos, Schuhgeschäfte oder Büros dienen. Rainer Kienböck war dabei und stellt das Projekt auf Jugend ohne Film vor. Und in dem Essay „Stein auf Stein“ beschäftigt er sich mit Erinnerungen im Film.

- Wo steckt eigentlich Charlie Kaufman? Lange hat man nichts mehr von diesem genialen Autoren gehört. Dafür dreht sein Spezi Spike Jonesz wieder. Sein schräger „Her“ kommt demnächst in die Kinos und filmosophie hat sich ein wenig in den Film verliebt, wie sie auf ihrem Blog gesteht.

- „Who Killed the Romantic Comedy“ fragte Amy Nicholson in der LA Weekly und Drama Blog fasst ihren Artikel zusammen.

- Joachim Kurz hat auf B-Roll einen starken Artikel zum Thema Filmkritik und Online-Filmkritik geschrieben, welche Chancen es gibt und welche bisher liegen gelassen wurden.

- Der Intergalatic Ape-Man ist sehr stark in der Filmblogger-Szene aktiv und um ein Vernetzten der Blogs bemüht. Auf seinem Blog Intergalaktische Filmreisen beschäftigt auch er sich mit dem Printmagazine und ihre Opposition zu Filmblogs und Online-Journalismus.

- Apropos Vernetzten: real virtuality stellt passend zur Oscarverleihung den Blog „Die Academy“ vor.

- Noch mehr Vernetzung. Man stelle sich meine Überraschung vor, als ich bei Schlombies Filmbesprechungen die Rubrik „Die Besprechungen der Anderen“ entdeckte. Das kam mir schon etwas bekannt vor und tatsächlich bezieht sich Schlombie bei seiner Rubrik expliziet auf „Das Bloggen der Anderen“, was er als große Inspiration empfunden hat. Wow, da fühle ich mich ja durchaus geehrt. Da Schlombie dort sich rein auf Filmbesprechungen konzentriert und dafür zum Teil auch Blogs und Filmseiten abgrast, die ich aus dem einen oder anderen Grund bewusst nicht beobachte, kann man das durchaus als Ergänzung zu dieser Rubrik hier ansehen.

- Hard Sensations hat eine neue Autorin und Nadja Lambacher gibt ihren Einstand gleich mit der italienischen Horror-Anthologie „3 Faces of Terror“ von Fulcis Effekte-Mann Sergio Stivaletti. Leider ist das Ergebnis nicht durchgängig überzeugend. Also, das des Filmes, nicht des Artikels. Jamal Tuschik hat Tarkowskis Diplomarbeit „Die Straßenwalze und die Geige“ gesehen, von dem ich leider nur einen Ausschnitt kenne.

- Von Tarkowski zu den Schulmädchen. Deren dritten Report hat sich totalschaden auf Splattertrash vorgenommen. Was Eltern nicht mal ahnen!

- In meiner frühen Jugend, so zwischen 1982 und 1984, habe ich die klassischen britische Kriminalromane nicht gelesen, sondern förmlich verschlungen. Natürlich die roten Edgar-Wallace-Krimis in der Goldmann-Jubiläumsausgabe, aber auch Sayers, Chesterton, Queen und wie sie alle hießen. Und ganz oben thronte Agatha Christie. Um die Zeit habe ich wohl auch „Mord im Orient-Express“ das erste Mal gesehen und war sehr beeindruckt. 10 Jahre danach hat Annika Stelter den Film gesehen. Ihre persönliche Zeitreise beschreibt sie auf Die Filme, die ich rief.

- W.C. Fields ist auf meiner persönlichen Filmlandkarte noch immer ein weißer Fleck. Ich kann mich nicht daran erinnern, einen seiner Filme gesehen zu haben. Darüber gelesen, ja. Aber gesehen, leider nein. Sascha Nolte von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte ist mir da voraus, denn er sah „Gib keinem Trottel eine Chance“.

- Es ist und bleibt eine große Schande, dass der deutsche Genrefilm der 70er Jahre auch heute noch bei vielen Filmfreunden auf seine Wiederentdeckung wartet. Dabei muss er sich nicht vor den italienischen Vorbildern verstecken. Schon gar nicht, wenn die Italiener ihre Finger im Spiel hatten – wie bei Jürgen Rolands „Zinksärge für die Goldjungen“, den Björn Helbig auf Yzordderrexxiii bespricht.

- Bei der Stubenhockerei gibt es wieder etwas zu entdecken. So den Experimentalfilm „Introspection“ von Sara Kathryn Arledge.

- Alain Resnais ist tot. Er starb mit 91 Jahren. Bei der diesjährigen Berlinale hat er erst vor drei Wochen für seinen neuen Film den Alfred-Bauer-Preis für Filme, die neue Perspektiven der Filmkunst eröffnen, erhalten. Das sagt schon einiges über Resnais und seine Art Filme zu machen aus. Hier einige Nachrufe auf den Meister. Patrick Wellinski auf B-Roll. Michael Sennhauser auf Sennhausers Filmblog. Und Sebastian Schubert auf Das Magazin des Glücks, nebst Besprechung von „On connaît la chanson“.

Das Bloggen der Anderen (24-02-14)

Von , 24. Februar 2014 21:14

bartonfink_type2Fangen wir an mit dem letzten Nachklapp zur Berlinale. Und mit der Ankündigung, dass „Das Bloggen der Anderen“ nächste Woche aufgrund von familiären Verpflichtungen ausfallen wird.

- Auf Negativ führt Michael Schleeh sein Berlinale Diary weiter. In Teil 4 hat der u.a. den deutschen „Zwischen zwei Welten“ gesehen, den er „schlimm und peinlich“ fand.  Den Abschluss sei es Berichtes stellen in Teil 5 dann das Ranking aller 30 von ihm gesehen Filme.

- Jennifer Borrmann schreibt auf B-Roll über die Retrospektive der Berlinale, die sich mit Licht und Schatten auseinander gesetzt hat. Allein die Bilder machen einem da schon den Mund wässerig.

- Michael Kienzel erinnert auf critic.de an einen japanischen Regisseur, der im Forum der Berlinale vorgestellt wurde und ungerechtfertigterweise relativ unbekannt geblieben ist: Noboru Nakamura. Drei seiner Filme aus den 50ern wurden gezeigt und hier besprochen.

- Lukas Foerster bespricht auf Dirty Laundry auch noch zwei Filme, die auf der Berlinale liefen. „A Dream of Iron“ aus Korea von Kelvin Kyung Kun Park und der rumänische „The Second Game“ von Corneliu Porumboiu.

- dennis von filmosophie kennt die Berlinale sowohl als Fachbesucher, wie als Presse-Akkreditierter und hat einen schönen Bericht über beide Erfahrungen geschrieben.

- Hannes Brühwiler hat für Revolver noch einmal vier Filme besprochen, die für ihn zu den Highlights der Berlinale zählten.

- Nur bedingt „Berlinale“ und auch kein Filmblog. Trotzdem finde ich den langen Bericht von Christian Hempel von traumfalter filmwerkstatt über die zweite, sogenannte „Genrenale“ sehr interessant und in seiner Ausführlichkeit sicherlich für den einen oder anderen hier von Interesse.

Das war es nun mit der Berlinale.

- Herzlichen Glückwunsch an den Blog real virtuality, der sein 5-jähriges feiert.

- Annika Stelter von Die Filme, die ich rief hat sich einen meiner Lieblingsfilme angesehen: „The Wild Bunch“. Sie mochte ihn, wenn auch nicht uneingeschränkt. Interessant hier mal eine weibliche Perspektive zu lesen, denn obwohl sie den Film gut fand, liegen ihre Gründe dafür doch auf anderen Schwerpunkten, als ich sie setze. Ist wohl ein guter Film für ein typisches Mann-Frau-Ding.

- Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de Kim Ki-Duks „Moebius“ besprochen und kommt zu dem Schluss: „So grotesk, unpersönlich und symbolüberladen, dass der Film irgendwann mehr anstrengt als dass er fesselt“. Klingt trotzdem spannend.

- Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hat den herrlichen Quatsch „Zombies unter Kannibalen“ gesehen, fand den aber gar nicht lustig – ganz im Gegenteil. Und auch eine meiner „guilty pleasures“ „Der Triebmöder“ aka „Das Schloss der blauen Vögel“ kommt nicht gut weg.

- Letztes Jahr haben wir im Rahmen unser Reihe „Weird Xperience“ im Kommunalkino Bremen den Film „Mondomanila“ des philipinischen Regisseurs Khvan gezeigt und der hat das Hsaus ordentlich gerockt, aber auch für verstörte Gesichter gesorgt. Alex Klotz hat nun den Nachfolger „Misericordia: The Last Mystery of Kristo Vampiro“ gesehen und schreibt auf Hard Sensations: „Er kotzt die Bilder spontan aus, ohne vorher großartig über sie nachzudenken, was ihn auch erst zum Hoffnungsträger des wahrlich wilden Weltkinos fernab aller Arthouse-Befindlichkeiten werden liess.“ Ich freue mich schon. Mit etwas Verspätung erfreut uns Silvia Szymanski mit ihrem sehr ausführlichen Bericht vom letzten Hofbauer-Kongress. Wie alles, was Silvia in ihrem unnachahmlichen Stil verfasst: Höchst lesenswert.

- Sano Cestnik auf Eskalierende Träume über bereits verfügbare und hoffentlich irgendwann kommende Veröffentlichungen von Rudolf Thomes Filmen.

- Demnächst erscheint bei Camera Obscura der Giallo „Neun Gäste für den Tod“. Ich habe auch schon höflich nach einem Rezensionsexemplar angefragt, um meinen Lesern eine Besprechung dieses Filmes anbieten zu können. Leider habe ich noch keine Antwort, kann aber in der Zwischenzeit auf Udo Rotenbergs Artikel über den Film auf L’amore in cità verweisen.

- Ebenfalls sehr spannend und lesenswert: Udo auf Grün ist die Heide über das Frühwerk des Erotik-Pioniers José Bénazéraf 1963 bis 1974. Von dem kenne ich bisher nur „Black Love“ und das Ferkel-Spätwerk. Noch eine Lücke, die dringend geschlossen werden muss.

- Es gibt immer wieder etwas neues zu entdecken. So hat Manfred Pollack sich auf Whoknows presents der venezolanischen Dokumentarfilmern Margot Benacerraf angenommen, die nur zwei Filme drehte (ein dritter über Picasso ist verschollen). Spannend.

- Von Fernando di Leos Film „Avere vent’ anni“, der in Deutschland „Oben ohne, unten Jeans“ hieß, habe ich schon viel interessantes gelesen. Oliver Nödings Review auf Remember It For Later bestätigt mich darin, dass ich diesen Film unbedingt sehen sollte, denn Oliver schreibt: „Di Leo hat viele fantastische Filme gedreht, vielleicht ist dieser seine Meisterleistung. Herausfordernd, originell und absolut niederschmetternd, ist es von denen, die ich bisher kenne, sein konzeptionell spannendster, radikalster und mutigster. Unbedingt ansehen. Man vergisst AVERE VENT’ANNI nie wieder.“

- Andreas Köhnemann bespricht auf screenshot vier Filme aus dem diesjährigen Sundance Festival-Programm, die sich alle vier mit dem Erwachsenwerden beschäftigen.

- Der Tango gehört zu Finnland wie Wodka und Melancholie. Was jetzt erst wieder eine spielerische Doku namens „Mittsommernachtstango“ beweist, die Frank Schmidke auf cineastic.de bespricht. Peter Gutting schreibt im selben Blog über die deutsche Komödie „Love Steaks“, die letztes Jahr auf dem Filmfest München für Furore gesorgt hat.

- „Love Steaks“ hat auch filmosophie von filmosophie nachhaltig beeindruckt. Sie nennt ihn „eine Art Pop-Oper“ und schreibt: „Love Steaks könnte der Anfang von etwas ganz Großem sein. Nicht nur von einer großen Karriere des Regisseurs, sondern auch von einer deutschen Filmströmung, auf die wir endlich mal wieder richtig stolz sein können.“ cutrin hat „Monuments Men“ gesehen und bedauert sehr, dass sie kein gutes Haar an diesem Werk lassen kann.

- Drehli Robnik sieht das auf filmgazette genauso und vergibt für „Monuments Men“ glatte 0/10 Punkte.

- So streng ist Miriam Eck auf Daumenkino nicht mit „Monuments Men“. Sie fordert „Geschichtsbuch weglegen und Popcorn raus!“.  Philipp Fust hat Abbas Kiarostamis neuen Film „Like someone in love“ gesehen, den er einen „dichten wie vereinnahmenden Dekonstruktionsfilm“ nennt.

- Auf Jugend ohne Film macht sich Rainer Kienböck anlässlich einer Vorführung von „Triumph des Willens“ gekoppelt mit „Flaming Creatures“ Gedanken darüber, warum erstgenannter Film nicht besessen werden darf.

- Der Kinogänger hat wieder Neues aus Hollywood zusammengetragen.

- Ein Nachzügler zu den „Das finstere Tal“-Reviews in der letzten Woche: Björn Schneider von Filme Welt hat er auch sehr gut gefallen.

- Ganz tief in die Geschichte des Bollywoodfilms taucht Michael Schleeh auf Schneeland ein. Er schreibt über den 1943 Film „Kismet“, den er sehr schön fand. Gleichzeitig erfährt man etwas über das indische Kino in den 40ern.

- Oha, ein Greenaway, den ich nicht nur nicht gesehen, sondern von dem ich vielmehr noch nicht einmal etwas gehört habe. Das macht mich neugierig! Also flugs auf Stubenhockerei gegangen, über „Death in the Seine“ gelesen und den Film auf meine Wunschliste gepackt.

- Giallo-Time auf Intergalaktische Filmreisen. Der Ape-Man schreibt über „Blutspur im Park“ von einem der eher unbekannteren, aber nichtsdestotrotz wichtigen Regisseure Italiens: Duccio Tessari. Hier spielt einmal nicht sein Stammschauspieler Giuliano Gemma, sondern der unverwüstliche Helmut Berger die Hauptrolle. Einen Geheimtipp aus deutschen Landen hat er auch noch: „Der Satan lockt mit Liebe“ aus der Wolf-C.-Hartwig-Schmiede, den er eine „Liebeserklärung an den Film noir“ nennt.

- Durch den Ape-Man bin ich auf den Blog ERGOthek aufmerksam geworden, wo sich die Bloggerin die Sinnfrage stellt. Wozu blogge ich eigentlich? Interessiert das jemanden? Könnte ich mit meiner Zeit nicht etwas besseres anfangen? Das schlechte Gewissen, wenn man mal gar nichts schreibt oder noch Themen hat, zu denen man einfach nicht kommt. Also alles Dinge, die wir Blogger uns sicherlich auch sehr häufig stellen. Ich tue es jedenfalls und darum spricht mir der Text durchaus aus dem Herzen. Vor allem, wie wichtig es ist Feedback zu bekommen oder wenigstens ein wenig Anerkennung für das was man da macht. Sei es durch Kommentare, „Likes“ bei Facebook oder – finde ich besonders schön – eine Verlinkung in der Blogroll.

- Letzte Woche hatte ich für „Das finstere Tal“ einige Reviews gebündelt, da dieser Film von sehr vielen Blogs besprochen wurde. Diese Woche haben wir die gleiche Situation – sogar noch im größeren Ausmaß – mit „Nymph()maniac“, weshalb ich wieder so vorgehe, die Reviews hierzu zusammenzufassen. Auf filmgazette gibt Janis El-Bira 10/10 und schreibt „Daraus kündigt sich schon nach “Volume I” die aberwitzigste Großfilmtat seit langem an: Ein erotoman-nietzscheanisch-katholischer Bildungsroman in allgemeiner Absicht.“ Jamal Tuschik auf Hard Sensations mag den Film auch und schreibt: „Mich beeindruckt diese in Plastik geschlagene Liturgie für den Hausgebrauch und alle Fälle, vom Gebet bis zur Gestik.“. Auch cutrin von filmosophie ist sehr angetan: „Nymphomaniac Volume One wirkt zu jedem Zeitpunkt seltsam rau und unfertig – und doch angenehm konzise und stringent durcherzählt, zusammengehalten durch die Rahmenhandlung.“ Sebastian Selig wird angesichts des Filmes aus Negativ geradezu lyrisch: „Kino als Freiheitskampf. In welchem sich all der gehörige Wagemut, all die Tapferkeit, dann umso lustvoller am Ende eben doch noch auszahlt. Strahlend bunter Sonnenaufgang. Ich komme. Aus dem Dunkeln. Dem Knistern und Knacken eines dunklen Kinosaals heraus mit all seinen dort in 110 Jahren Filmgeschichte festgetrockneten Spermaflecken.“. Etwas nüchterner, aber nichtsdestotrotz vom Film überzeugt schreibt Ronny Dombrowski auf cinetastic: „sondern vielmehr eine ausgeklügelte und fein gezeichnete Charakterstudie einer Frau die von Zweifeln und Selbsthass gezeichnet ist. Ein typisch provokanter Lars von Trier den man gesehen haben sollte.“ Nach all den Lobeshymnen zum Abschluss noch ein paar kritische Worte von Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film: „Am Ende bleibt der fade Beigeschmack eines manipulierenden Stück Provokation, einer filmischen Masturbation, die in einer Gleichgültigkeit versinkt, die sie selbst auf keinen Fall möchte.“

Das Bloggen der Anderen (17-02-14)

Von , 17. Februar 2014 22:14

bartonfink_type2Bin ich froh, das die Berlinale jetzt vorbei ist. Den entsprechenden Blog-Beiträgen zu folgen, war wirklich weitaus mehr Arbeit, als ich mir zunächst vorgestellt hatte. Also noch einmal Zähne zusammenbeißen und los.

- Den Anfang macht Mehrfilm. Lida Bach hat „Test” von Chris Mason Johnson gesehen, das HIV-Drama fand sie positiv unsentimental. Im Transgender-Film “52 Tuesdays” von Sophie Hyde fand sie feinen Humor und Unverkrampftheit. „Kraftidioten“ von Hans Peter Molland hält sie für eine „dumpfe Fascho-Farce“. Die Doku “Non-fiction Diary” von Jung Yoon-suk kommt dahingegen gut weg. Zu „Kumiko, the Treasure Hunter” von David Zellner schreibt sie „Ihre erzählerische Nuancierung ist jedoch eine ganz andere als die desorientierte, hitzige Wut des brutalen Kinderdramas“. Und einen ordentlichen Verriss gibt es bei “Tape_13″ von Axel Stein. “God Help the Girl” von Stuart Murdoch fand sie so la-la und wie sie den queeren „Praia do futuro“ fand, bin ich mir nicht so ganz sicher. Ich denke mal eher nicht so besonders. „To mikro psari – Stratos“ fand sie „blutleer“.

- Brigitte Häring war für Sennhausers Filmblog auf der Berlinale und sah „Boyhood“ von Richard Linklater, den sie für ein Meisterwerk hält. „To Mikro Psari“ von Yannis Economides ist für sie einer der stärksten Filme im Wettbewerb. „Kraftidioten“ von Hans Peter Molland ist für sie „ein ganz großes Vergnügen“. “Tui Na – Blind Massage” von Lou Ye hat sie berührt und ist hängen geblieben. Teddy-Award-Gewinner „Der Kreis“ von Stefan Haupt hat ihr auch sehr gut gefallen.

- Doreen Butze von Kino–German Film zeigt sich von „Die Zeit der Kannibalen“ sehr begeistert und auch „’71“ ist bei ihr sehr gut angekommen. Mit „Jack“ ist Edward Berger ein „wirklich guter Wettbewerbsbeitrag“ gelungen. Kritiker- und Publikumsliebling „Boyhood“ hat ihr auch sehr gut gefallen.

- Ein kurzer Kommentar zu Berlinale von Lukas Foerster gibt es auf Dirty Laundry.

- In der zweiten und dritten Folge seines Berlinale-Tagebuchs auf Negativ hat sich Michael Schleeh einige asiatische Beiträge vorgenommen.

- Frédéric Jaeger ärgert sich auf critic.de über die Politik der Berlinale, den Journalisten die Berichterstattung über den dort vorgeführten Rohschnitt der neuen Doku von Martin Scorsese zu verbieten und zieht sein persönliches Fazit.  Eine interessante Aktion: Studierenden des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2014“ verfassen Texte über Filme des aktuellen Berlinale-Programms. Acht kurze Texte hier und weitere Texte über den Film „Meine Mutter, ein Krieg und ich“ von Tamara Trampe dort und Johann Feindt und „Töchter“ von Maria Speth an dieser Stelle.

- Miriam Eck von Daumenkino empfiehlt „Iranien“ und „’71“ und hat „Vulva 3.0.“ gesehen, Philip Fürst nennt Dante Lams „Mo Jiing“ ein „kerniges Vergnügen“. Jennifer Ament ist etwas enttäuscht von „Butter on the Latch“. Florian Krautkrämer findet den Experimentalfilm „The Guests“ von Ken Jacobs interessant, gegenüber „Leaves Fall in All Seasons“ ist er eher zurückhaltend. Kristina Scholz war beeindruckt von „Patardzlebi“ und empfiehlt „Kumiko, the Treasure Hunter“. Arne Fischer hält „Night Flight“ für einen harten und ehrlichen Film. Alle „Daumenkinoler“haben Lars von Triers „Nymphomaniac Vol. 1“ gesehen und mit einem Satz kommentiert. Der Tenor: Alle mochten den Film auf einer Bandbreite von gut bis Meisterwerk. Zu diesem Film hat Florian Krautkrämer auch über die „Dialektik der Lust“ geschrieben. Und zu guter Letzt gibt es noch eine Top 10 aller Daumenkino-Blogger.

- Sehr begeistert zeigt sich Peter Gutting auf cinetastic.de von dem deutschen Beitrag “Zeit der Kannibalen“.

- Ausgesprochen verärgert ist Bernd Zywietz auf screenshot über George Clooneys „Monument Men“. Sehr viel mehr angetan ist er von den meisten der deutschen Beiträge auf der Berlinale, insbesondere Dietrich Brüggemanns „Kreuzweg“, den er detailliert bespricht.

- Eigentlich dürfte filmosophie, wie sie selbst schreibt, „Kreuzweg“ nicht mögen. Trotzdem hat er sie nachhaltig beeindruckt. „Things People Do“ von Debütant Saar Klein findet sie dumm. Cutrin sieht bei „Ieji (Homeland)“ von Nao Kubota leider viel verschenktes Potential. Den brasilianischen Film „The Man of the Crowd (O Homem das Multidões)“ findet sie hübsch, aber leer.

Und jetzt genug von der Berlinale! Es gibt ja noch andere Themen.

- Ein Film Vittorio De Sica mit Maximilian Schell und Sophia Loren der in Hamburg-Altona spielt? Das gibt es? Wusste ich auch nicht, aber dank Udo Rotenbergs L’Amore in cità bin ich jetzt auch etwas schlauer.

- Regisseur Christoph Hochhäusler hat einige Filmklassiker wiedergesehen und berichtet darüber auf seinem Blog Parallel Films.

- Jamal Tuschick hat „Dallas Buyers Club“ gesehen und auf Hard Sensations besprochen. So ganz klar wird es nicht, aber er scheint ihm gefallen zu haben.

- Nicht so gut scheint „Dallas Buyers Club“ demgegenüber dem Pärchen von Film im Dialog gefallen zu haben, was sie sich gegenseitig näher ausführen.

- Einen ganz wunderbaren Film stellt Oliver Nöding auf Remember It For Later vor: Giorgio Ferronis ungerechtfertigterweise relativ unbekannter „La Notte Dei Diavoli“. Den hatte ich einst als schraddelige VH-Kopie gesehen und hatte nichts erwartet. Umso mehr hat mich der Film damals ziemlich weggeblasen und auch Gianni Garko war dadurch stark in meiner Gunst gestiegen. Ganz toller Film, der weitaus bekannter sein sollte.

- Patrick Holzapfel hat „American Hustle“ gesehen und schreibt darüber auf Jugend ohne Film, „Man muss sich einlassen auf die pure Freude am Schauspiel, um den Film zu lieben und manchem mag das zu wenig sein.“. 2006 habe ich auf dem Filmfest Hamburg den Film „Day Night Day Night“ gesehen, der mich sehr stark beeindruckte und zu dem Besten gehörte, was ich in diesem Jahrgang (als ich noch sehr, sehr viel mehr Filme als heute schaute) gesehen hatte. Warum den so war, hat Patrick in seinem langen Review über den Film gut zusammengefasst. Und zuletzt gibt es noch ein sehr lesenswertes Essay über den “Geist im Kinosaal“.

- Sascha schreibt auf PewPewPew über das Luxus-Kino ArcLight in Luxemburg und sinnt darüber nach, ob dieses Modell auch in Deutschland eine Zukunft hätte. Und die „SciFi Short Collection“ geht in Runde 6.

- Der Titel „Twins of Evil“ hat für mich ja eine besondere Bedeutung, weshalb ich hier mal auf totalschadens Review auf Splattertrash verweise, auch wenn er den dazugehörigen Film nur durchschnittlich fand.

- Der, wie ich finde, schönste Artikel der Woche stammt vom Hofbauer Kommando und wurde auf Eskalierende Träume unter dem Titel „Hofbauer-Report, 2. Teil: Was Gourmets den Schlaf raubt“ veröffentlicht. Lesen, schmunzeln, genießen. Mahlzeit!

- Schön schmuddeligen Softcore-Trash von H.G.Lewis hat die Eule gesehen und auf Das Filmtagebuch der Eule verarbeitet. Und einen sehr frühen Kurosawa hat die Eule auch geschaut.

- Nach Oliver Nöding auf Remember It For Later,  jetzt auch Sebastian Schubert auf Das Magazin des Glücks: „Derrick“!!!! Ich glaube, ich muss da wirklich mal die frühen Folgen gucken. Scheint sich ja sehr zu lohnen – ja geradezu elementar zu sein.

- Zum Abschluss noch ein „Das finstere Tal“-Special. Denn kein anderer Film wurde in dieser Woche so oft und zum Teil auch euphorisch besprochen. Gian-Philip Andreas von Mehrfilm schreibt noch verhalten „Leider gehen die beiden Ebenen des Films, der Rachewestern und das Dorfdrama, nicht sonderlich elegant zusammen. Und nach dem zentralen Plot-Twist in der Mitte des Films bleiben weitere Überraschungen aus. Dann wird Prochaska die Stimmung leider wichtiger als der Plot.“ Jamal Tuschick auf Hard Sensations: „Sporen klirren, Sattel knarren, Hufe klappern. Mitunter verlangsamt sich die Bildfolge. Andreas Prochaska schöpft aus dem Vollen des Westerngenre. Das muss man auch mit Humor sehen.“ Harald Steinwender vergibt auf Filmgazette 9 von 10 Punkten: „Wenn am Ende dann ein geradezu apokalyptisches Blutgericht über das Dorf niedergeht, sich Vater- und Brudermorde ereignen und eine Melange von Inzest, Wahn und Rachsucht aufgedeckt wird, dann hat dies zugleich die Wucht einer griechischen Tragödie wie die morbide Faszination eines Horrorfilms.“ Geht das noch besser? Ja, es geht. Ebenfalls auf Filmgazette gibt Lukas Schmutzer glatte 10 von 10: „Mit der Verfilmung von Thomas Willmanns Roman ist ein großer Wurf gelungen, der mit Nachdruck ans Herz gelegt sei – nicht nur den Liebhabern des Heimatfilms”.

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