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Das Bloggen der Anderen (04-05-15)

Von , 4. Mai 2015 22:00

bartonfink_type2– Ende April fand in Wiesbaden 15. goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films statt. David von Whoknows presents war dabei und hat einen ausführlichen Bericht geschrieben, bei dem man das Gefühl hat, selber anwesend gewesen zu sein.

– Rochus Wolff schreibt auf B-Roll über den Merchandise-Wahnsinn und Patrick Holzapfel stellt den ukrainische Filmemacher Sergei Loznitsa vor, der gerade beim Crossing Europe Festival in Linz geehrt wird.

– Auf Jugend ohne Film schreibt Thomas Rufin über den Film „In the Mood For Love“ und dessen Musik.

– Auf Daumenkino ärgert sich Philipp Fust über ein aktuelles „Kino der Restauration“, das für ihn ein Kino des Stillstandes ist.

– Görlitz ist seit neustem Schauplatz so mancher aktueller Hollywoodstreifen. Wo die Stars in „Görliwood“ ihre Fußstapfen hinterlassen haben, erzählt Andrea David auf filmtourismus.de.

– Harald Steinwender hat sich im Kino drei aktuelle Genre-Filme angesehen und macht sich darüber auf Themroc so seine Gedanken.

– Sascha Brittner hat auf PewPewPew einige nette Anekdoten über Werner Herzog zusammengetragen.

– Wie Joss Wheadon in „Avenger 2“ die Bildsprache von Comics auf eine neue Art in die Bildsprache von Filmen übersetzt, erläutert Alex Matzkeit auf real virtuality.

– „Karten, Pläne (V)“ von Rainer Knepperges auf new filmkritik. Immer wieder ein Genuss.

– Sano Cestnik ernennt auf Eskalierende Träume „Der Bulle und das Mädchen“ (an dessen mediale Werbung ich mich im Zuge von Jürgen Prochnows damalige Popularität im Gefolge von „Das Boot“ ich mich noch sehr gut erinnere) zu einem der 100 deutschen Lieblingsfilme.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf Grün ist die Heide wieder mit einem Film aus der „Zwischenzeit“. Zum 1961 erschienen „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ schreibt er: „Im Subtext verbirgt sich, worum es Regisseur Philipp tatsächlich ging – um Sexualität und den Wandel der Geschlechterrollen.“

– Der italienische Komiker Totò ist bei mir – trotz Italoaffinität – ein weißer Fleck. Außer in Pasolinis „Große Vögel, kleine Vögel“ kenne ich keinen Film mit ihm. Udo weiß da auf L’amore in città weitaus mehr und stellt „Totò in Farbe“ vor.

– Der Mann für das Obskure – Alex Klotz mit seinen Hypnosemaschinen – stellt den isländischen Horrorfilm „Tilbury“ von 1987 vor. „Tilbury hingegen ist einer von diesen Filmen, die so originell und ideenreich sind, daß einem keine wirklich passenden Vergleichsobjekte einfallen wollen – man hockt vielmehr mit offenem Mund vor dem Bildschirm und glaubt nicht ganz, was man da gerade sieht. Großartig!“

Der große indische Regisseur Satyajit Ray findet in Deutschland einfach nicht statt. Dies will Hauptsache (Stumm)Film ändern und stellt Rays klassiker „Mahanagar (Die große Stadt)“ von 1963 vor.

– Von „Hara-Kiri“ kenne ich nur das – ebenfalls sehr gute – Remake. Nach dem Text von Sascha Schmidt auf Okaeri weiß ich, dass ich aber trotzdem auch Kobayashi Masakis Original von 1962 sehen sollte.

– Oliver Nöding ist auf Remember It For Later vom bisherigen Werk des Paares Hélène Cattet & Bruno Forzani recht beeindruckt. Vor allem „Amer“ hat ihm gefallen, aber auch „Der Tod weint rote Tränen“ hat ihm gut gefallen. Ein ganz besonderen Platz in seinem Herzen hat allerdings „Die Braut des Prinzen“ (den ich immer noch nicht gesehen habe – aber der Druck nimmt solchen Texten immer weiter zu).

– Dafür habe ich aber bereits vor langer Zeit den famosen Italo-Kracher „Revolver“ mit Oliver Reed und Fabio Testi gesehen und kann die Lobpreisungen, die Bluntwolf auf Nischenkino der aktuellen deutschen Erstveröffentlichung zukommen lässt, absolut verstehen.

– Totalschaden schreibt auf Splattertrash über Maurizio Merlis Debüt im Polizieschi: Dem erzreaktionären „Verdammte heilige Stadt“.

– Kürzlich schrieb ich hier über die „Cannon“-Doku „Electric Boogaloo“. LZ von screen/read hat hierzu noch einiges mehr zu sagen.

– Passend dazu: Christian Witte auf Cerealty über „American Fighter“ und zum kommenden Kinostart von „Mad Max: Fury Road“ gibt es noch einen Rückblick auf „Mad Max 2“.

yzordderrexxiii über „German Angst“: „Es gibt ihn also doch, den deutschen Genre-Film – und er muss sich nicht verstecken. Das haben Jörg Buttgereit, Michal Kosakowski und Andreas Marschall hier eindrucksvoll und schmerzhaft bewiesen.“

– Über den Horrorfilm „Der Babadook“ liest man viel Gutes. So auch bei Oliver Armknecht auf film-rezenionen.de.  Ferner empfiehlt er den Anime „Vampire Princess Miyu“, der sich wirklich sehr gut anhört.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hat „Der Golem“ von und mit Paul Wegener gesehen, ist beeindruckt und es fallen ihm auch die Ähnlichkeiten zu „Frankenstein“ auf. Abteilung Herzattacke: Der unglaublich niedliche, verspielte und allseits beliebte „Einer gegen das Imperium“ hat nicht seinen Geschmack getroffen und wieder muss der großartige Antonio Margheriti sich was von ihm anhören. Gut für Schlombie, dass die vierteilige TV-Serie, aus der der Film zusammengeschnitten wurde, (zumindest meines Wissens nach) nie veröffentlicht wurde.

– Normalerweise ist der Blog Komm&Sieh immer überaus kritisch und kaum ein Film kommt mal mit heiler Haut davon: Von dem SF-Mystery-Thriller „Parallels“ ist Jochen Plinganz allerdings begeistert.

Neues aus Hollywood vom Kinogänger.

Das Bloggen der Anderen (27-04-15)

Von , 27. April 2015 17:45

bartonfink_type2– Starten wir mit Italien. Auf critic.de unterhalten sich Michael Kienzl und Lukas Foerster über ihre Erlebnisse auf dem zweiten „Terza Visione“ in Nürnberg.

– Dazu passend hat Lukas Foerster auf seinem Blog Dirty Laundry alle von ihm dort gesehenen Filme kurz bewertet.

– Mauritia Mayer taucht auf Schattenlichter in einen italienischen „heist-Film“ ein, der leider noch immer auf eine deutsche Veröffentlichung wartet: „Sieben goldene Männer“ mit dem Dreigestirn Philippe Leroy, Gastone Moschin und Gabriele Tinti.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen guckt sich gerade durch einige italienische Kannibalen-Filme, wird aber nicht wirklich glücklich damit. Immerhin kann er Ruggero Deodatos „Mondo Cannibale 2“ etwas abgewinnen. Fans von Antonio Margheriti werden bei Schlombies Einschätzung seines Filmes „Asphalt-Kannibalen“ allerdings einen Herzschlag bekommen: „Uninspirierter, guckbarer Durchschnitt, dem sein 70er Jahre-Charme, das Tempo, die harte Handschrift und die Ausstrahlung Saxons den Arsch vor der Belanglosigkeit rettet.“

– Gerade eben wurde ein hierzulande leider nicht allzu bekannter, aber nichtsdestotrotz grandioser Klassiker des italienischen Gangsterfilms veröffentlicht: Sergio Sollimas brillanter „Revolver“ mit einem der schönsten Morricone-Scores aller Zeiten. Oliver Nöding erweist dem Film auf Hard Sensations seinen Respekt.

– Von den blutigen Straßen ins revolutionäre Mexiko. Udo Rotenberg auf L’amore in città über den Italo-Western „Killer Kid“ mit Anthony Steffen.

– Kommen zurück nach Deutschland. Auf seinem Blog Grün ist die Heide hat sich Udo einen Film mit den reißerischen Titel „Mädchen hinter Gittern“ vorgenommen, den Rudolf Zehetgruber 1965 in Szene setzte.

– Einer – wenn nicht der – besten deutschen Action/Gangster/Expoitation/und überhaupt-Filme ist Rolf Olsens „Blutiger Freitag“, der es auf die #53 der Serie „100 Deutsche Lieblingsfilme“ auf Eskalierende Träume geschafft hat. Sven Safarow findet die passenden Worte.

– Als ich kürzlich meine Besprechung zu „Charley Varrick“ verfasste, musste ich an zwei Dinge denken. Die erste Sache war der Auftritt von Joe Don Baker, der zu beeindrucken Bösewicht gab und im selben Jahr mit „Walking Tall“ auch seine berühmteste Hauptrolle innehatte. Dass ich diesen Film noch nie gesehen hatte, fand ich in Anbetracht seiner Leistung in „Charley Varrick“ bedauerlich. Interessanterweise hat sich nun Sebastian vom Nischenkino eben dieses Streifens angenommen.

– Das zweite war, dass man Walter Matthau gar nicht als so sehr mehr als „ernsten“ Schauspieler auf dem Plan hat. Da dachte ich dann noch an „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“ und dass ich den schon immer mal wieder sehen wollte. Das hat gerade totalschaden von Splattertrash getan. Wie das Leben so spielt…

– Ebenfalls in den Besprechungen hier war vor einigen Tagen die Doku „Electric Boogaloo“ über die Cannon Studios. Christian Witte schreibt auf Cereality über zwei der erfolgreichsten Cannon-filme. Die beiden Breakdance-Musicals: „Breakin‘“ und den Namensgeber der Doku „Breakin‘ 2 – Electric Boogaloo“.

– Philipp Stroh von wieistderfilm?.de erklärt: „Warum Filme Festivals brauchen, und umgekehrt“.

– Dazu passt dann Petra Palmers Bericht auf Negativ über das Lichter Filmfest. Ferner schreibt sie auch über Stanislaw Muchas interessante Doku „Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee“.

– Patrick Holzapfel hat sich auf Jugend ohne Film in einem sehr langen Essay Gedanken zu der Frage gemacht: “Ist die Vergangenheit des Kinos seine Zukunft?“ Er schreibt: „Dieses traurige Gefühl einer Nostalgie ist dominant. Nostalgieabende werden veranstaltet, „alte“ Filme werden gezeigt und man betont, was für eine Besonderheit es doch ist, dass man sie noch einmal auf Film projiziert zeigen wird. Das zieht sich von Retrospektiven auf Festivals, die zunehmende Bedeutung von Il Cinema Ritrovato in Bologna bis hin zu der unglaublichen Begeisterung für die Einfallslosigkeit eines neuen Star Wars Films. Man darf sich schon fragen, ob diese ganze Glorifizierung der Vergangenheit, das Schwärmen und die Nostalgie nicht der ultimative Sieg der Hollywoodmaschinerie mit ihren Remakes und Sequels ist, die Filmgeschichte als eine Spirale, 120 Jahre Hoffen auf die Vergangenheit. Damals war alles schöner? So einfach kann es gar nicht sein.“

– Urs Spörri hat auf B-Roll einige interessante Dinge zum Thema Filmförderung niedergeschrieben. Und John Waters wird 69. Grund genug für Andreas Köhnemann um den Pope of Trash in einem Portrait vorzustellen. Alex Matzkeit ist begeistert von dem britischen Schriftsteller und Drehbuch-Autoren Alex Garland, den er ausführlich vorstellt.

– Der Animationsfilm-Klassiker „Unten am Fluss“ zählt zu den schockierensten und traumatischsten Kino-Ereignissen meines bei der Kinopremiere Ende 1980 noch jungen Kinolebens. Schließlich war für mich zum dem Zeitpunkt Zeichentrick noch mit der heilen Disney-Welt besetzt. Oliver Armknechts Besprechung des Films auf film-rezensionen.de bringt die Erinnerungen wieder hoch. Weiterhin bespricht er noch Rosa von Praunheims neuen Dokumentarfilm „Härte“, der Doku und Spielfilm mischt. Klingt interessant.

– Theodor Frisorger auf Daumenkino mit einigen interessanten Gedanken über Tim Burtons neuen Film „Big Eyes“.

Symparanekronemoi empfiehlt den ungewöhnlichen Vampirfilm „A Girl Walks Home At Night Alone“.

– Und stu von den Drei Muscheln warnt vehement vor Russell Crowes Regiedebüt “Das Versprechen eines Lebens“.

Der Kinogänger hat wieder Neues aus Hollywood zu berichten.

Das Bloggen der Anderen (20-04-15)

Von , 20. April 2015 17:21

bartonfink_type2– Silvia Szymanski berichtet auf Hard Sensations in einem wieder einmal ganz wunderbaren Text über eines der großen cineastischen Highlights dieses Jahres: „Terza Visione 2“ in Nürnberg.

– Ebenfalls mit klassischem italienischem Film beschäftigt sich Mauritia Mayer auf Schattenlichter. Diesmal schreibt sie über einen schönen Klassiker von Antonio Margheriti: Den hierzulande (bisher)leider unveröffentlicht gebliebenen „ I lunghi capelli della morte” mit der unvergleichlichen Barbara Steele.

– JackoXL bespricht auf Drei Muscheln den eher untypischen Giallo „Blutspur im Park“ mit Helmut Berger, der ihm sehr gut gefallen hat.

– „Hamburg wird brennen!“ denkt ja vielleicht der eine oder andere ab und zu. Jürgen Roland setzte dieses Vorhaben in der deutsch-italienischen Co-Produktion „Zinksärge für die Goldjungen“ um und das Ergebnis ist absolut sehenswert, wie auch totalschaden auf Splattertrash zu berichten weiß.

– Normalerweise hat TV-Gut hier ja keinen Platz, aber ab und zu mache ich mal ausnahmen. Z.B. wenn sich jemand an den frühen „Derrick“ wagt, wie jetzt Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen.

– Oder TV-Filme Spielfilmqualität haben und diese manchmal sogar überbieten. Der Name Dominik Graf ist ein guter Grant dafür. Oliver Nöding schaut sich auf Remember It for Later gerade durch dessen Oeuvre und ist von Filmen wie „Eine Stadt wird erpresst“, „Casandras Warnung“ oder „Er sollte tot“ sichtlich hingerissen.

– Weiter im deutschen Film: Philipp Stroh von wieistderfilm? Hat „German Angst“ gesehen und war nicht unbedingt begeistert.

– Ein Deutscher in Hollywood – nicht immer eine Geschichte mit Happy End. So auch bei Friedrich Wilhelm Murnau, über dessen letzten Hollywood-Produktion und deren Entstehungsgeschichte „City Girl“ gabelingeber auf Hauptsache (Stumm)Film im Detail referiert.

Murnaus Zeitgenossen Charlie Chaplin wird auf B-Roll von Andreas Köhnemann ein schönes Portrait gewidmet.  Lucas Barwenczik macht sich Gedanken über die Rückkehr der alten Männer im zeitgenössischen Actionfilm und Stefan Otto hat ein paar Filmbuch-Tipps auf Lager.

– Das Berliner Arsenal widmet der französischen Kamerafrau Sophie Maintigneux eine Werkschau. Michael Kienzl stellt sie auf critic.de vor.

– Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film eine hochinteressante Besprechung des Films „Welcome to New York“ von Abel Ferrera mit Gerard Depardieu online gestellt.  Danach folgt eine Liebeserklärung an die weinenden Frauen im Kino.

– Ein weiterer Film auf der schmerzhaft anwachsenden „Muss-ich-immer-noch-gucken“-Liste: „Die Frau in den Dünen“, an den ich gerade auf Mise en cinéma erinnert werde.

– Michael Schleeh empfiehlt auf Schneeland das indische Gangster-Epos „Gangs of Wasseypur“.

– Was die Twisted Twins Jen und Sylvia Soska darüber denken, dass ihre Episode in der deutschen Fassung der Splatter-Anthologie „The ABC of Death 2“ der Zensur zum Opfer fiel, kann man auf screen/read nachlesen. Und passend zu den Schwestern gibt es noch ein Interview mit den Vicious Brothers Colin Minihan und Stuart Ortiz zu ihrem neuen Film „Extraterrestial“.

– Sascha Nolte macht dem Namen seines Blogs Die seltsamen Filme des Herrn Nolte alle Ehre und hat die israelische Obskurität „Message From the Future“ des selbst erklärte Dichter, Maler, Filmemacher, Publizist und Dramatiker David Avidan aus dem Jahre 1981 ausgegraben.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de einen „Ein Vampirfilm im Iran in Schwarzweiß mit einer weiblichen Blutsaugerin, Sex, Gewalt und Drogen“ gesehen und fand daran durchaus Gefallen. Etwas weniger Freude hatte er an Til Kleinerts „Der Samurai“, den ich – trotz kleinerer Mängel – auf jeden Fall höher bewerten würde.

„Das Marvel-System – Fünf Parallelen zwischen Marvel Studios und dem klassischen Hollywood” ist ein toller Titel für einen tollen Artikel von Alexander Matzkeit auf real virtuality.

Das Bloggen der Anderen (13-04-15)

Von , 13. April 2015 20:07

bartonfink_type2– Aufgrund der Osterfeiertage fiel „Das Bloggen der Anderen“ in der letzten Woche aus. Nun hatte ich irgendwann einmal zwei Wochen in einem Rutsch nachgeholt und erinnere mich mit Schaudern daran, wie aufwändig das war. Daher beginnt meine „Blogger“-Woche auch schön am letzten Montag und nicht schon davor. Wobei ich zwei Ausnahmen mache. Die erste ist die Review des Filmes „Cordelias Kinder“ von Ronny Dombrowski auf cineastic. Warum? Weil mir der sehr sympathische Filmemacher Lars Kokemüller persönlich bekannt ist, ich seinen „Warum Hans Wagner den Sternenhimmel hasst“ mag und ich mich sehr darüber freue, dass sein nunmehr dritter Lowlow-Budgetfilm eine so positive Kritik bekommen hat.

– Die zweite Ausnahme ist Mauritia Meyer auf Schattenlichter, die bei einer Veranstaltung zugegen war, auf der ich gerne gewesen wäre, die ich wegen der räumliche Distanz  und chronischem Zeitmangel aufgrund der Familie wieder nicht geschafft habe:  „TERZA VISIONE – 2. FESTIVAL DES ITALIENISCHEN GENREFILMS“ in Nürnberg. Hier ihr Bericht. Und wo wir gerade dabei sind: Mario Bavas wunderbaren „Blutige Seide“ hat sie auch noch besprochen.

– Mit Mario Bava hat es auch yzordderrexxiii beschäftigt. Leider kann er dem – wie ich finde sehr unterhaltsamen und fantasievollen – „Vampire gegen Herkules“ nichts abgewinnen.

– Es freut mich, dass bullion von Tonight Is Gonna Be A Large One aufgrund meiner Review neugierig auf den Film „Odd Thomas“ geworden ist. Umso mehr, als dass er meine Meinung zum Film durchaus teilt.

Der Kinogänger bringt eine große Vorschau auf den Kino-Sommer 2015.

– Alexander Matzkeit hält auf real virtuality ein Plädoyer für das Tanzen auf der Straße – und hat auch gleich die passenden Filmvorbilder parat.

– Frank Stegemann erklärt auf Hard Sensations, warum „Rivalen im Sattel“ von Budd Böttcher vielleicht kein wichtiger Film ist, für Boetticher-Fans aber trotzdem unverzichtbar.

– Eine ausgesprochen positive Kritik gibt es für Christian Keßlers – auch von mir sehr gelobten –Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof“ von Andreas Köhnemann auf B-Roll. Dort hat auch Lucas Barwenczik einen sehr langen und informativen Text über Netflix und andere VOD-Portale und deren Einfluss auf die Zukunft wie wir Filme sehen und auswählen geschrieben. Empfehlung!

– Lukas Foerster schreibt auf Dirty Laundry über einige aktuelle Filme aus China. Auf Englisch.

– Auf Schneeland empfiehlt Michael Schleeh den japanischen Film „The Kirishima Thing“ von  Daihachi Yoshida. „Ein großartiger Film, der leider, abgesehen von einigen Festivalauswertungen, zumindest in unseren Breiten etwas untergegangen ist.“

– Patrick Holzapfel analysiert auf Jugend ohne Film Rainer Werner Fassbinders „Ein Jahr mit 13 Monden“ und spricht über das Meer bei Šarūnas Bartas und bei Jean Epstein.

– Christian Genzel und Don Arrigone treffen sich auf Wilsons Dachboden, um über einen Film mit dem unglaublichen Titel „Nabonga, der Riesenaffee“ zu reden.  Der ist immerhin mit Buster „Buck Rogers“ Crabbe.

– Kürzlich sah ich Clive Barkers heute recht vergessenen „Lord of Illusions“ wieder und fragte mich, was ich wohl heutzutage von seinem zweiten Spielfilm „Cabal“ halten würde. Damals fand ich den faszinierend, aber kalt. Sascha Nolte hat ihn sich als Director’s Cut auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte angesehen und war begeistert.

– Witzigerweise unterhielt ich mich erst vor ein paar Tagen mit jemand über Uli Edels Klassiker „Christian F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ und dachte bei mir, dass ich den nach vielen Jahren mal wieder ansehen sollte. Da kommt schon totalschaden von Splattertrash um die Ecke und hat genau dies getan.

– Oliver Nöding auf Remember It For Later über den damals wie ein Stein untergegangenen Mega-Flop „Die Piratenbraut“, der gleich mehrere Karrieren ins Nichts riss. Und über den Boney-M.-Film „Bienenstich und Discofieber“, dessen Besprechung sicherlich vergnüglicher klingt, als der Film tatsächlich ist – zumindest, wenn man ihn im nichtalkoholisierten Zustand allein im stillen Kämmerlein schaut.

Schlombies Filmbesprechungen präsentiert mal wieder eine neue Folge „Die Besprechungen der Anderen“.

Das Bloggen der Anderen (30-03-15)

Von , 30. März 2015 18:10

bartonfink_type2– „Die Herren Dracula“ war ein Film, den ich schon lange kannte, bevor ich überhaupt eine Minute davon sah. Der Grund dafür war, dass mein Vater mir immer wieder von einzelnen Szenen erzählt hatte. Eigentlich sehr ungewöhnlich, denn normalerweise war Film nie ein Thema zwischen uns – vielleicht mit Ausnahme seines geliebten „Valdez kommt“. Als ich den Film dann endlich sah, fand ich ihn nett, aber nicht umwerfend. Jacko XL von den Drei Muscheln schreibt dann auch: „Zum Schluss baut der Film dann nur sichtlich ab“. Das mag stimmen, denn all die Sachen von denen mein Vater so lebhaft berichtete, finden gleich zu Beginn statt. Trotzdem würde ich ihn gerne mal wieder sehen.

– Annika Stelter wird auf Die Filme, die ich rief von Peter Greenaways „Der Koch, der Dieb, seine Frau und ihr Liebhaber“ ziemlich umgeworfen und rät: „Nehmt euch eine Woche frei, sammelt Appetit auf Kunst, Essen und Skandale und schmeißt euch in die Party im „Les Hollandais“.“

– Tobef versucht sich auf Deep Red Radio an einer Liste mit den besten Horrorfilmen des 21. Jahrhunderts. Auch wenn das überhaupt nicht meine Liste wäre: Wer daran Spaß hat und sich inspirieren lassen möchte findet seine Titel hier. David bespricht den deutschen Kurzfilm „Au Pair“ und führt ein Interview mit Hauptdarstellerin Yvonne Yung Hee Bormann.

– Passend zum Thema des oben genannten Kurzfilms, hat sich Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen DES Klassikers des Kannibalen-Films angenommen: Ruggero Deodatos „Nackt & Zerfleischt“ und meint zu Recht: „„Nackt und zerfleischt“ ist ein anklagender, moralischer und kritischer Film.“

– Bleiben wir beim Horror. Oliver Armknecht schreibt für film-rezensionen.de über zwei Filme, die auch schon im Rahmen des „Cinema Obscure“-Festivals durch die Kinos getingelt sind: „Let Us Prey“ und „Housebound“. Während er den ersten gut, aber nicht überragend fand, hat „Housebound“ es ihm doch sehr angetan.

– Auf Eskalierende Träume macht sich Sven Safarow an Lamberto Bavas TV-Film „Il Maestro del Terrore“ und nutzt dies, um auf den Drehbuchautoren Dardano Sacchetti einzugehen.

– Alex Klotz ist auf Hypnosemaschinen hin und weg von dem jugoslawischen Spielfilm“ Jovana Lukina“. Ein „großer, magischer, atemberaubender Film“. Toll bebildert ist seine Liebeserklärung auch.

– Sascha Nolte bespricht auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte mit „Baba Yaga“ einen „einen kühlen, surrealen Erotikgrusler mit jeder Menge kurioser Ideen“.

Kino mal ganz anders. Cinekie.de berichtet über eine Truppe, die auf der Bühne Filme vorliest. Richtig, die Dialoge werden vorgelesen, dazu gespielt. Also quasi das legendäre Vollplayback-Theater mit Film statt Kassetten. Die „Krieg der Sterne“-„Lesung“ scheint ganz großartig zu sein, wie man hier nachlesen kann.

– Auch ein Kinoerlebnis und eins, welches ich selber leider noch nie erlebt habe (Delmenhorst wurde 1993 geschlossen) ist das Autokino. Andreas Köhnemann stellt auf B-Roll das älteste noch in Deutschland existierende Autokino Frankfurt Gravenbruch vor. Und kaum zu glauben: Der coolste Mann der Welt, Steve McQueen, wäre 85. Jahre geworden. Eine Hommage.

– Josef Lommer berichtet auf critic.de über die Diagonale 2015 in Wien, dem Festival des österreichischen Films.

– Natürlich waren auch die Jungs von Jugend ohne Film auf ihrem „Heimfestival“. So fragt sich Andrey Arnold: „Diagonale 2015: Was bleibt von einem Festival?“ und führt mit Rainer Kienböck einen interessanten „Diagonale-Abschlussdialog“.

– Dieses Wochenende fand in Nürnberg das tolle Terza Tisione – Festival des Italienischen Genrefilms zu zweiten Mal statt. Oliver Nöding war dabei und schreibt auf Remember It For Later über einige der Schätze, die er dort sehen durfte: Wie Lucio Fulcis „Don’t Torture a Duckling” und Mario Bavas „Die toten Augen des Dr. Dracula“. Außerdem gibt es einen schönen Text über Eckhard Schmidts „Alpha City“, dessen Fazit „Ein beeindruckender Brocken, visuell herausragend und voller schüttelfrostiger Gänsehaut-Momente“, ich aus vollem Herzen unterschreiben kann. Und: Wolfgang Büld ist immer eine Erwähnung wert. Auch oder gerade sein „Ich gib Gas – Ich will Spaß“.

– Wo gerade Italien erwähnt wurde. Das Magazin des Glücks nimmt sich zweier Filme des Regisseurs Camillo Mastrocinque an. „Ein Toter hing am Glockenseil“ (mit Christopher Lee, nicht mit dem ebenfalls dort hängenden Zombie zu verwechseln) und „Ein Engel für den Teufel“ mit der Traumbesetzung Barbara Steele und Anthony Steffens.

– Nochmal Italien. Ich gebe es zu, mit der Figur des in elf (!) Filmen von Tomas Milian gespielten „Superbullen“ Nico Giraldi konnte ich noch nie viel anfangen. Nachdem Udo Rotenberg auf L’amore in città aber über den zweiten Giraldi-Film „Hippie Nico von der Kripo“ geschrieben hat, hätte ich Lust, denen noch einmal eine Chance einzuräumen.

– Ein Chance räume ich auch Going to the movies noch einmal ein, nachdem mich sein Geständnis geschockt hat, dass er wären des Filmeschauens Zuhause gerne nebenbei irgendwelche Spiele auf seinem iPad daddelt. Sakrileg! Aber seine schöne Kritik zum sehr tollen „Coherence“ hat mich wieder etwas versöhnt.

Gar nicht versöhnen will sich Rochus Wolff mit dem französischen Kinderfilm „Der kleine Nick und die Ferien“. Warum erläutert er auf seinem Kinderfilmblog.

– Ich habe gerade das Werk Michael Verhoevens für mich entdeckt. Seinen Film „Verführungen“ kannte ich noch nicht, dafür jetzt Lukas Foersters Text darüber auf Dirty Laundry.

– Dafür kenne ich Khavn De La Cruz, dessen bemerkenswerten Wutschrei „Mondomanila“ wir hier in Bremen mal im Kino zeigten. Darum bin ich auch höchst gespannt auf seinen neuen Film „Ruined Heart“, auch wenn Stefanie Schneiders Kritik auf Cereality eher lauwarm ist.

– Stefan Borsos auf Schneeland über das südindische Mainstreamkino: „ Bunter, wilder, lauter, unterhaltsamer als all das, was der interessierte Laie außerhalb Indiens unter dem Etikett ,Bollywood‘ zu Gesicht bekommt. Ein Kino der Exzesse, ein Kino der Extreme; und ein Kino, dessen DarstellerInnen im Industrie- und Fanjargon gewöhnlich als HeldInnen firmieren.“ Als Bespiel dafür schreibt er über den Film „Bhajarangi“.

– Zwei Todesfälle gab es in der letzten Woche: Gene Saks (1921-2015) und Rik Battaglia (1927-2015). Der Kinogänger hat beiden Nachrufe gewidmet.

– Zwei Kritiken zu Ryan Goslings vielgeschmähtem Regie-Debüt „Lost River“. Während LZ auf screenread schreibt: „Goslings Debüt als Regisseur (und Autor) hat sicher seine Fehler, aber insgesamt besteht aller Grund, die Verdienste hinter der träumerischen Bilderwelt dieses dunklen Märchens zu würdigen anstatt sich über sie hinwegzusetzen“, ist Kollege Ronny Dombrowski auf cineastic sehr viel kritischer: „Ryan Gosling versucht in seinem Regiedebüt eine Vielzahl der großen Meister und dessen Ideen zu kopieren, lässt dabei aber eine klare Linie und ein gewisses Konzept vermissen“.

– Und zum Schluss: Totalschaden auf Splattertrash mit einem interessanten Artikel über meine Lieblings.-Guilty-Pleasure: „Flash Gordon“. Ich liebe diesen grandiosen camp.

Das Bloggen der Anderen (16-03-15)

Von , 17. März 2015 01:13

bartonfink_type2– Manfred Polak erzählt auf Whokows presents darüber, was passiert, wenn ein Blogger seinen eigenen Text plötzlich auf einem CDV-Cover entdeckt.

– Der Schweizer Filmpreis geht in diesem Jahr an Jean-Luc Godard. Grund für Michael Sennhauser auf Sennhausers Filmblog Leben und Werk des Meisters noch einmal Revue passieren zu lassen.

– Auch Patrick Holzapfel hat sich mit dem alten Querkopf Godard beschäftigt und schreibt auf  Jugend ohne Film über dessen Frühwerk.

– Godard zum Dritten: Auf Die drei Cineasten schreibt über zwei Filme, die Godard 1964 fertigstellte: „Die Außenseiterbande“ und „Eine verheiratete Frau“.

– Ein tolles Filmfestival: Terza Visione in Nürnberg – 2. Festival des italienischen Genrefilms. Auf movies&sports kann man nachlesen, was einen erwartet.

– Till Kadritzke berichtet auf critic.de über eines der wichtigsten (keine Ironie!) Filmfestivals für den deutschen Film: Das „Besonders Wertlos: 17. Festival des deutschen psychotronischen Films“- Ich muss da auch unbedingt mal hin.

– Auch heutzutage werden noch viele gute deutsche Filme gedreht. „Victoria“ von  Sebastian Schipper wurde schon während der Berlinale gefeiert. Christian Witte von Cerality ist ebenfalls sehr angetan.  Abteilung Lieblingsfilme (1): „Letztes Jahr in Marienbad“. Kilian Kleinbauer gibt die volle Punktzahl. Richtig so!

– Abteilung Lieblingsfilme (2): Jamal Tuschick auf Hard Sensations über „Rocker“ – das unsterbliche Filmgranit von Klaus Lemke. Ferner schreibt er über „Von jetzt an kein zurück“ seinen, wie ich finde, bisher besten Text.  Oliver Nöding setzt nach drei Jahren seine Sequenzanalyse einer Verfolgungsjagd mit „The French Connection“ fort.

– Da passt dann auch, dass Oliver auf Remember It For Later eine Besprechung der Fortsetzung „The French Connection II“ online gestellt hat.  Ferner schwärmt er für „Berberian Sound Studio“, den wir einst als Deutschland-Premiere auf unserem Phantastival gezeigt hatten – und der bei mir noch immer einen schweren Stand hat. Muss ich eine zweite Chance geben.  Außerdem: Eine fette Empfehlung für den Südkoreaner „The Yellow Sea“.

– Auf Schneeland empfiehlt Stefan Borsos, Herausgeber des leider nicht mehr existenten CineAsia-Magazines, über einen weiteren Südkoreaner:  „Tazza: The Hidden Card“.

– Alex Klotz hat für hypnosemaschinen wieder etwas entdeckt: „The Orchard End Murder“ von 1980, der in England als Vorfilm zu „Dead & Buried“ lief.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de „In the Name of the Son“ besprochen und schreibt: „Und so bleibt einem selbst in den vielen verdammt lustigen Szenen das Lachen im Hals stecken. Ein bisschen schwierig ist dieser nihilistische Ansatz schon, denn über die Anklage hinaus, den lauten Schrei, bleibt nicht viel von In the Name of the Son übrig. Keine neue Erkenntnis, keine Moral, kein Ausweg.“  Was ich nicht unbedingt als negativ sehen würde, wie ich generell den Film ein wenig besser fand als er.  „Das ewige Leben“, den neuen „Brenner“-film mag er zwar, bemängelt aber die konstruierte Krimihandlung.

– Abteilung Lieblingsfilme (3): Sascha Nolte schreibt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über den fantastischen „Perrack“ von Alfred Vohrer mit Horst Tappert in der Titelrolle: „Perrak ein Hybrid aus Giallo und Poliottesco, noch bevor beide Genres ihren endgültigen Höhepunkt erreicht hatten.“

– Apropos Vohrer: Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen ist sehr begeistert von dessen „Siebe Tage Frist“.  Außerdem schreibt er über einen der Lieblingsfilme von Stephen King: „Tourist Trap“.

– Noch immer nicht gesehen, aber spätestens nach der Review von Mauritia Mayer auf Schattenlichter auf meinem Wunschzettel: „Un bianco vestito per Marialé“.

– Einen bisher ultrararen Giallo gibt es auf Nischenkino: „Yellow: le cugine / Die Mühle der Jungfrauen“.

– Themroc bespricht die empfehlenswerte erste Ausgabe der Koch Italowestern-Enzyklopädie und die Doku „Was heißt hier Ende? – Der Filmkritiker Michael Althen“ von Dominik Graf. Ferner hat er ein langes Essay über Robert Altman, der seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, veröffentlicht.

– Auf B-Roll stellt Andreas Köhnemann das sich noch in der Planung befindliche, ungewöhnliche Kino „Wolf“ in Berlin-Neukölln vor.  Beatrice Behn hat einige sinnliche Kinomomente zusammengetragen und Patrick Holzapfel schreibt über die russische Diskussion über den Film „Leviathan“.

– Unter dem Titel „Precode Dieterle“ stellt Lukas Foerster auf Dirty Laundry in zwei Teilen einige Filme des Deutschen William Dieterle vor, die dieser 1932 bzw. 1933 vor Einführung des Hays-Codes in Hollywood gedreht hat. h

– Yzordderrexxiii hat eine Liebeserklärung an John Carpenters „The Fog“ verfasst.

– Totalschaden von Splattertrash über Doris Wishmans „Nude on the Moon“, den wir mal recht erfolgreich in unserer „Weird Xperience“-Reihe im Kommunalkino gezeigt haben. https://splattertrash.wordpress.com/2015/03/11/nude-on-the-moon/

– Thorsten Krüger spricht auf Komm & Sieh eine Empfehlung für Ryan Goslings Regiedebüt  „Lost River“ aus, einem expressionistischen Horrorfilm.

– Und Ronny Dombrowski legt auf cinetastic den Horrofans „Der Babadook“ ans Herz.

– Rochus Wolff ist auf seinem Kinderfilmblog gar nicht so begeistert vom neuen „Cinderella“. „Cinderella ist Swarovski für die Leinwand“.

– Wer wissen möchte, wo in Bangkok die Szenen für das James-Bond-Abenteuer „Der Mann mit dem goldenen Colt“ gedreht wurden und wie es da heute aussieht ist bei filmtourismus.de richtig.

– Interessante Podcasts aus der deutschen Film-Podcast-Szene findet man wieder einmal auf Wiederaufführung.

Das Bloggen der Anderen (09-03-15)

Von , 9. März 2015 19:31

bartonfink_type2– Auf screen/read wird ein langes und interessantes Interview mit Julien Maury, einem der beiden Köpfe hinter „Inside“, „Livid“ und aktuell „Among the Living“ geführt.

– Während ich „Among the Living“ durchaus mochte (siehe hier), wird Oliver Armknecht von film-rezensionen.de nicht recht warm mit ihm. Etwas, was von vom Anime „Cowboy Bebop“ nicht behaupten kann, den er in den höchsten Tönen lobt.

– Udo Rotenberg schreibt auf L’amore in città über Damiano Damianis Regiedebüt „Il rossetto“ (Unschuld im Kreuzverhör). Es ist immer noch eine echte Schande, dass die Filme dieses großen (und durchaus populären) Regisseurs in Deutschland auf DVD bisher fast gar nicht stattfinden. Naja, bei Rossi sieht es ja noch düsterer aus.

– Auf Grün ist die Heide setzt Udo seine lose Reihe über deutsche Filme der 50er und frühen 60er, die sich mit der Jugendkultur und den „moralischen Gefahren“ der Heranwachsenden auseinandersetzen, mit „…und sowas nennt sich Leben“ von  Géza von Radványi fort.

– Christian Genzel trifft auf Wilsons Dachboden den Wiener Journalisten Rodja Pavlik, einem „Schutzpatron der Independent-Filmszene“ in Österreich und die Beiden sprechen über den Status des Indie-Films in Österreich und Deutschland. 

– Frédéric Jaeger macht sich auf critic.de so seine Gedanken über die“ fragwürdige Neubesetzung“ der dffb-( Berliner Filmhochschule) Direktion und wie die jetzt neu Verantwortlichen Film verstehen („Erst Anfang Februar hat Böhning in einer Rede auf dem „Deutschen Produzententag“ bei der Berlinale seine schwer fassbare Idee einer filmindustriellen Wende in der Förderpolitik vorgetragen: Diese müsse sich „danach richten, dass die größtmöglichen Wachstums- und Beschäftigungseffekte erzielt werden.“ Über Medienboard-Chefin Kirsten Niehuus wird kolportiert, dass sie beim Empfang der Filmhochschulen auf der Berlinale davon gesprochen haben soll, sich auf ihrem Schreibtisch mehr Drehbücher wie die der Filme von Til Schweiger zu wünschen.“)

– Harald Mühlbeyer bericht auf B-Roll vom 13. Mannheimer Filmseminar: “Psychoanalyse und Filmtheorie im Dialog”, welches die Filme Michael Hanekes zum Thema hatte. Marie Anderson hat das Buch „Die Kunst der Filmkomödie. Band 1: Komiker, Gags und Regisseure“ von Franz Stadler und Manfred Hobsch gelesen und Lucas Barwenczik befasst sich mit der Schauspielerin Julianne Moore, die mich insbesondere in „Short Cuts“ nachhaltig beeindruckt hat. Nicht ausschließlich wegen ihrer Schauspielkunst.

– Rainer Kienböck hatte vor kurzem auf Jugend ohne Film über Aleksey Germans letzten Film „Hard to Be a God“ geschrieben, ihm „fehle eine Vision, die dem Film Zusammenhalt gibt“. Patrick Holzapfel hat diese Vision gefunden und beschreibt sie an gleicher Stelle als „ist enigmatisch, kraftvoll und kompromisslos“.

– Obwohl ich Masaki Kobayashis „Kwaidan“ großartig finde und mich das Remake seines Films „Harakiri“ durch Takashi Miike begeistern konnte, habe ich das Original, über welches Christian Witte auf Cerality schreibt, nie gesehen. Zeit dies nachzuholen. Als ich kürzlich über eine Ankündigung des neuen Sherlock-Holmes-Films „Mr. Holmes“ stolperte, dachte ich nur, dass Holmes jetzt so groß in Mode ist, dass scheinbar monatlich ein neuer Film auf den Markt geworfen wird. Doch als ich mich näher damit beschäftigte, musste ich feststellen, dass das Projekt eines alternden Holmes sehr interessant klang. Nicht nur wegen Ian McKellen in der Titelrolle, sondern vor allem wegen Bill Condon auf dem Regiestuhl. Scheinbar eine gute Kombination, wenn man liest, was Julia Stache darüber zu sagen hat.

– Während YP und PD auf Film im Dialog sich einige darüber sind, dass „American Sniper“ kein guter Film sei, so sind sie doch bei „Jupiter Ascending“ vollkommen gegensätzlicher Meinung.

– Florian Krautkrämer schreibt auf Daumenkino über den Gangsterfilm  „The Most Violent Year“: „Nach dem hervorragenden All is Lost (2013) hat sich Chandor mit seinem dritten Film als Spezialist für Filme des Untergangs bewiesen.“.

– Von Menahem Golans „Star Rock“, laut Final Frontier Film ein „ megalomanischer Irrsinn, das erste Großprojekt der Cannon, eine Mischung aus TOMMY, HAIR, ABBA, THE ROCKY HORROR PICTURE SHOW, JESUS CHRIST SUPERSTAR und SATURDAY NIGHT FEVER“ habe ich bis jetzt noch nie etwas gehört. Die Text und Screenshots sagen mir aber: Den muss ich gucken.

– Sascha schreibt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über „The Power“, einem frühen Vorläufer von „Scanners“ und „Teufelskreis Alpha“ mit Bildern, die aussehen wie aus dem Finale von „Total Recall“.

– Mauritia Meyer stellt auf Schattenlichter den Charles-Bronson-Reißer „Brutale Stadt“ des großartigen Sergio Sollima vor.

– David hat sich auf Whoknows presents Roland Emmerichs Film „Universal Soldier“ angenommen und sieht darin Parallelen zu „Der Zauberer von Oz“. Interessante Lektüre.

– Jamal Tuschik scheint der neue Film von Andreas Dresen, „Als wir träumten“ gefallen zu haben, wenn er auf Hard Sensations feststellt: „Das Drehbuch stammt von Wolfgang Kohlhaase, der mit „Berlin – Ecke Schönhauser“ 1957 die Antwort im sozialistischen Realismusstil auf die westlichen „Halbstarken” mit Horst Buchholz gab. Rico ist ein Horst der Techno-Ära. Man versteht lange nicht, warum der Boxer und das Talent Rico, von Julius Nitschkoff exakt und mit einem Anschlag aus Granit geil auf sämtliche Punkte gebracht, aus dem Ruder läuft.“

– Oliver Nöding beschäftigt sich auf Remember It For Later mit Fernando di Leos unbekannteren Werk „Note 7 – Die Jungen der Gewalt“, Dominik Grafs kraftvollen Gangsterfilm „Die Katze“ und den beiden Stephen-King-Verfilmungen „Cujo“ und „Christine“.

– Da sind wir uns mal einig. Schlombie schreibt auf Schlombies Filmbesprechungen über Suspiria“: „Suspiria” muss man als Filminteressierter gesehen haben!“. Und es gibt auch wieder „Die Besprechungen der Anderen“ (Danke für die Erwähnung).

Das Bloggen der Anderen (02-03-15)

Von , 2. März 2015 21:33

bartonfink_type2– Interessanter Ansatz für eine Blog-Verlinkung. Sven Safarow hat ein langes und ausgesprochen interessantes Interview mit Lisa Enos, ihres Zeichens Produzentin, Schauspielerin und Ex-Frau des Filmemachers Bernard Rose geführt. Den ersten Teil des Interviews hat er auf seinem Blog Safarow schreibt veröffentlicht, den zweiten Teil bei den Kollegen von Eskalierende Träume.

– YP und PD diskutieren auf Filme im Dialog in dieser Woche über den Oscar-Gewinner „Birdman“.

– Ähnlich wie die beiden oben, macht es auch Christian Genzel auf Wilsons Dachboden. Er hat sich Don Arrigone mit an Bord und unterhält sich mit ihm über „Zombie Vs. Ninja“ von Godfrey Ho. Der hat übrigens keinen Oscar gewonnen.

– Wahrscheinlich geht dieser Artikel zu spät online, als dass noch jemand reagieren kann, aber es sei trotzdem erwähnt, dass heute Bob Fosses „All that Jazz“ im TV läuft. Ein Film über den Oliver Nöding auf Remember It For Later geschrieben hat, es sei ein „Film, der eigentlich niemals funktionieren dürfte, alle Zeichen eines unerträglich selbstverliebten, selbstmitledigen und weinerlichen Clusterfucks trägt, aber dank des bitteren, bissigen Drehbuchs, brillanter formaler Gestaltung und eines Roy Scheider, der in einer für ihn eher untypischen Rolle eine Leistung für die Ewigkeit ablieferte, alle Hürden mit beeindruckender Leichtigkeit überwindet.“ Ferner berichtet Oliver noch über „Sex und noch nicht 16“, der (offiziell) einzigen Regiearbeit von Kameramann Peter Baumgartner, empfiehlt „Liberi armati pericolosi“ von Romolo Guerrieri und kann sogar Fernando di Leos Abstecher ins Schmier, „Toy“, einiges abgewinnen.

– Letzte Woche schrieb ich, Udo Rotenberg hätte Antonio Pietrangelis Film „Die Gespielinnen“ auf dem 14. Hofbauer-Kongress gesehen. Das stimmte nicht. Der Irrtum war aufgrund einer etwas irreführenden Überschrift entstanden in seinem Blog L’amore in città. Tatsächlich war jene Besprechung nur die Prelude zu der in dieser Woche folgenden Rezension von Pietrangelis letzten Film „Wo, wann, mit wem?“ der tatsächlich auf dem 14. Hofbauer-Kongress lief.

– Auf Grün ist die Heide schreibt Udo über den erotischen Film „Madame und ihre Nichte“ mit der schönen Ruth-Maria Kubitschek und der noch schöneren Edwige Fenech. Inszeniert wurde der Film von Eberhard Schröder, über dessen trauriges Schicksal man hier auch etwas erfährt.

– Ein Highlight des letzten Jahres war für mich, in sehr angenehmer und sympathischer Runde auf dem 5. Forentreffen von Deliria-Italiano.de Lucio Fulcis „Geisterstadt der Zombies“ auf großer Leinwand und von einer tollen 35mm-Kopie zu sehen. Mehr über die „Geisterstadt“ kann man bei Mauritia Mayer auf Schattenlichter lesen.

– Obwohl ich dem Genre Eurospy durchaus zugeneigt bin, habe ich hier doch bisher relativ wenige Filme gesehen. Auch Umberto Lenzis „Die Höllenhunde des Secret Service“ fehlen mir noch auf meiner Liste. Nach totalschadens (durchaus zurückhaltenden) Review auf Splattertrash habe ich aber trotzdem Lust, den zu schauen.

– Jamal Tuschick schreibt auf Hard Sensations über Céline Sciammas Film „Bande de Filles“: „Freude schöner Götterfunken im Ornat einer Subkultur mit den Stars von Morgen“.  Alex Klotz schreibt über den sehr empfehlenswerten „In the Name of the Son“, den ich hier in den nächsten Tagen auch präsentieren werde.

– Michael Kienzl stellt auf critic.de den russischen Stummfilm-Superstar Ivan Mosjoukine vor, dem vom 1. bis zum 10. März im Berliner Arsenal eine Filmreihe gewidmet ist.  Nino Klingler hat einen sehr ausführlichen und kritischen Text zum Stand der Filmkritik geschrieben.

– Andreas Köhnemann berichtet auf B-Roll noch einmal in einem längeren Text über die Genrenale.  Patrick Holzapfel nimmt sich noch einmal Vittorio de Sicas an, über den er auch auf seinem eigenen Blog und der Printmagazin „35 Millimeter“ schon einiges geschrieben hat. Und Lucas Barwenczik porträtiert Clint Eastwood – mit Schwerpunkt auf seinem neuen Film „American Sniper“.

– donpozuelo hat „American Sniper“ ebenfalls gesehen und sich auf Going to the movies ziemlich kritisch mit dem Werk auseinander gesetzt.

– Kindheitserinnerungen. Als ich so 12 Jahre alt war, habe ich Krimis förmlich verschlungen. Insbesondere die britischen Klassiker. Natürlich war auch Agatha Christie darunter und als „Das Böse unter der Sonne“ in die Kinos kam, habe ich meine liebe Mutter in den Film gezogen. Den haben wir im „Söge“-Kino gesehen (kennt wahrscheinlich niemand mehr) und wir waren ganz allein im Kino. Ich fand den Film toll und sie ist eingeschlafen. Oliver Armknecht hat ihn jetzt auch gesehen und auf film-rezensionen.de besprochen. Eingeschlafen ist er dabei offensichtlich nicht. Ferner schreibt er über den „neuen deutschen Genrefilm“, „Radio Silence“, der bei ihm so la-la wegkommt.

yzordderrexxiii ist von„The Town That Deaded Sundown“ von Alfonso Gomez-Rejon überrascht. Das Remake des gleichnamigen Filmes von 1976, hat ihm gut gefallen.

– Am Freitag verstarb eine Legende: Leonard Nimoy. Der Kinogänger widmet ihm einen Nachruf.

– Ich habe eine große Schwäche für die Film von Claude Lelouch. Obwohl mich – bis auf „Ein Mann und eine Frau“ – keiner seiner Film so richtig aus den Socken gehauen hat, finde ich sie insgesamt sehr liebenswürdig, gemütlich und irgendwie kann ich mich wunderbar in ihnen verlieren. Die drei Cineasten haben sich zweier seiner Spätwerke angenommen. „Begegnung in Venedig“ und „And now…Ladies and Gentlemen“ mit Patricia Kaas und Jeremy Irons.

– Walter Lamm schreibt auf Daumenkino über den polnischen Spielfilm „Body“ von Małgorzata Szumowska, der im Wettbewerb der Berlinale lief: „Der Film schwebt in einem ständigen Spannungsfeld zwischen Tragik und Komik, Verzweiflung und Hoffnung, Zermürbung und Aufbau, rationalem Wissen und transzendentem Glauben, Distanz und Nähe.“ Klingt interessant.

– Christian Witte erinnert auf Cereality noch einmal an das große Meisterwerk des japanischen Geisterfilms „Kwaidan“ von Masaki Kobayashi.

– Wolfgang Nierlin hat auf filmgazette Andreas Dresen ausführlich zu seinem neuen Film „Als wir träumten“ befragt.

Das Bloggen der Anderen (23-02-15)

Von , 23. Februar 2015 21:55

bartonfink_type2– Sex sells. Darum beginne ich diesmal mit einer Blogger—Aktion, die scheinbar gerade durch die deutsche Blogosphäre rauscht. Blogger verraten, welche sechs Filmszenen sie am Erotischen fanden. Hier die Aufzählung vom Intergalactic Ape-Man von Intergalaktische Filmreisen und die von buillon bei Tonight is gonna be a large one. 

– Letzte Berlinale-Splitter: Cutrin mit einem umfassenden, nicht nur die Filme betreffenden Fazit auf filmosophie  Frédéric Jaeger stellt auf critic.de fest :“Ich habe alles verpasst“. Sarina Lacaf zieht auf Negativ ein Resümee.

– David berichtet auf Deep Red Radio über die Berlinale Gegenveranstaltung Genrenale, die sich für einen neuen deutschen Genrefilm einsetzt.

-Patrick Holzapfel kreiert aus den englischen Untertiteln des Filmes „Damnation“ des großartigen Bela Tarr, einen Liebesbrief an selbigen. Nachzulesen auf Jugend ohne Film. Rainer Kienböck beschäftigt sich mit der Schauspieler-Vita Vittorio De Sicas.

– Zwar nicht unbedingt mit Filmbezug, aber Alexander Matzkeit hat auf real virtuality einen schönen Text darüber geschrieben, wie wichtig es ist, beim Schreiben seiner Texte man selbst zu bleiben und vorzugeben, jemand zu sein, der man nicht ist. Etwas, was wie ich finde, nicht nur für das Schreiben von Texten gilt – und was ich daher hier sehr gerne verlinke.  Des weiteren hat er sich mit dem Werk zweier „Missverstandener“ beschäftigt: Den Wachowskis.

– Das Magazin des Glücks setzt seine Serie über deutsche Genrefilme der 80er fort mit einem Schwerpunkt diesmal auf Carl Schenkel.

– Drei deutsche Filme hat sich auch Oliver Nöding auf Remember It For Later vorgenommen und ist von allen dreien schwer begeistert. In Reihenfolge ihrers Erscheinungsjahres: „Sieben Tage Frist“ von Alfred Vohrer, der großartige „Engel, die sich die Flügel verbrennen“ (mit einem wunderbaren Titel-Song-Ohrwurm von Peter Thomas) von Zbynêk Brynych und der leider damals grandios gefloppte „Die Sieger“ von Dominik Graf.

– Einen ganz frischen deutschen Film hat Jamal Tuschick auf Hard Senstations besprochen. Über „Wir sind jung, wir sind stark“ schreibt er: „. Mich bügeln die Bilder. Als übertrügen sie live den Herzschlag einer zeitgenössischen Finsternis.“

– Auf seinem deutschen Film bis 1980 gewidmete Blog Grün ist die Heide schreibt Udo Rotenberg über „Der Tag als der Regen kam“, den Gerd Oswald 1959 inszenierte. Zufälligerweise war ich gerade in einem anderen Zusammenhang auf Oswald, der bis zu seiner Rückkehr nach Deutschland Ende der 50er in Hollywood arbeitete, gestoßen und habe mich über die weiterführenden Infos sehr gefreut.

– Auf seinem anderen Blog L’amore in città, hat er sich den italienischen Episodenfilm „Die Gespielinnen“ vorgenommen, den er auf dem 14. Hofbauer-Kongress sah.

– Eben von jenem Hofbauer-Kongress erzählt auch Alex Klotz auf hynosemaschinen.

– Bleiben wir in Italien. Mauritia Mayer stellt auf Schattenlichter den mir bisher unbekannten „La Donna Del Largo“ von Luigi Bazzoni und Franco Rossellini vor und schreibt: „”La donna del lago” kommt auf leisen Sohlen, verbreitet Gefühle von Beklemmung und Unbehagen und hinterlässt seine Fußabdrücke auf unserer Seele.“

– totalschaden von Splattertrash hat „Lady Frankenstein“ gesehen und findet: „ Eine gehörige Portion an Sex und Gewalt in tollen Kulissen sorgen für gute Genre-Unterhaltung“.

– Auf Wilsons Dachboden liegen einige weniger bekannte Italo-Schwarten aus den nicht ganz so tollen Jahren herum. Wie der nicht wirklich gelungene Spät-Giallo „Fashion Crimes“ von 1989, der immerhin Miles O’Keeffe und Giancarlo Prete aufweisen kann. Und Joe D’Amatos Sexfilm „The Hyenna“ über den er schreibt: „Vielleicht bin ich durch übermäßigen Massaccesi-Konsum schon lustig im Kopf geworden, aber irgendwie entwickelt selbst LA IENA immer wieder diesen hübschen D’Amato-Schmuddelreiz.“

– Dann doch lieber den zwar extrem exploitiv betitelten, aber durchaus ernsthaften, intelligenten und elegant gefilmten „Nonnen bis aufs Blut gequält“ von Gianfranco Mingozzi, den Bluntwolf auf Nischenkino bespricht.

– Auch wenn ich seine Worte über Jess Franco, zwar nachvollziehen kann, interessant finde und im Kern auch viel Wahres drinsteckt, ganz kann ich nicht teilen, was reda auf Der breite Grad da schreibt. Mit seiner Review des Franco Films „Das Frauenhaus“ gehe ich aber d’accord.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog diesmal über einen der für den Psycho-Thriller (und insbesondere William Castle, der die Grundidee, zahllose Male variierte) enorm wichtigen – und auch sonst ganz hervorragenden – „Les Diaboliques” von Henri-Georges Clouzot.

– Anlässlich des 90. Geburtstages Robert Altmans hat Harald Steinwender auf filmgazette eine Reise durch das Werk des großen Meisters unternommen.

– Lukas Foerster hat sich auf Dirty Laundry schon öfters mit dem Werk Phil Karlsons auseinandergesetzt. Dass dieser 1972 die „Willard“-Fortsetzung „Ben“ gedreht hat, überraschte mich jetzt.

– Die Geschichte um David O. Russells „Nailed“, der nun als „Accidental Love“ herausgekommen ist, scheint sehr viel spannender als der Film selber, wie Christian Witte auf Cereality schreibt. Wenn „Fifty Shades of Grey“ etwas Gutes hat, dann, dass man plötzlich auch wieder von dem ganz ausgezeichneten „Secretary“ spricht.

– Neulich haben auf deliria-italiano.de einige User ihre Liebe zu der Agatha-Christie-Verfilmung „Tod auf dem Nil“ zum Ausdruck gebracht. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de mag den Film auch.

– Miriam Eck von Daumenkino ist sehr erbost über den Fantasy-Film „Seventh Son“. Dieser ist für sie „so offensichtlich frauenfeindlich und rassistisch, dass es einem die Sprache verschlägt.“

– Die Oscars sind vorbei und „American Sniper“ ist nicht der große Gewinner, was viele sicherlich beruhigen wird, ist Clint Eastwoods Film doch als radikales patriotisches Machwerk bekannt. LZ von screen/read zeichnet ein etwas differenzierteres Bild.

– Drop-Out Cinema bringt in seiner „Obscure Cinema“-Reihe gerade „Let Us Prey“ in einige Kinos. Und der Film ist durchaus lohnenswert, wie yzordderrexxiii findet.

– Olive Sunshine hat auf Pieces of Emotions einmal ihre fünf liebsten Johnny-Depp-Rollen aufgelistet. Mit Filmauschnitten.

– Wer Freude an Statistik hat, der findet bei Whoknows presents in dieser Woche sein Nirwana. Einfach mal rein gucken und nicht erschrecken. Da ich aus beruflichen Gründen viel mit Zahlen und statistischen Modellen zu tun habe, finde ich es sehr faszinierend, was Manfred Polak da zusammengetragen und auch selbst berechnet hat.

– Sehr schöne Sache. Thomas Groh listet in seinem filmtagebuch einige lesenswerte Fundstücke auf, über die er in der Welt der Sozialen Medien gestolpert ist.

– Und wer wissen möchte, was in den Podcasts los war, klickt bitte auf Wiederaufführung.

Das Bloggen der Anderen (16-02-15)

Von , 16. Februar 2015 21:45

bartonfink_type2– Und noch ein wenig Berlinale: critic.de verfasst Studierende des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2015“ Rezensionen über Berlinale-Filme, hier z.B. „End of Winter“ von Kim Dae-Hwan. cutrin hat auf filmosophie den neuen Film von Peter Greenaway, „Eisenstein in Guanajuato“, gesehen und findet der Film „funktioniert auf intellektueller sowohl als auf emotionaler Ebene oder auch schlicht als clevere Unterhaltung.“ Ferner nervt es sie, dass in vielen Filmen immer wieder Sex und Gewalt ohne große Not miteinander vermischt werden. Das möchte sie nicht sehen. Michael Sennhauser hat ebenfalls den neuen Greenaway gesehen und meint auf Sennhausers Filmblog, Greenaway sei „noch einmal ein meisterlicher Film gelungen, der wohl einige der alten Fans seiner frühen Werke wieder für ihn einnehmen wird“. Von Alexey German Jr.s „Under Electric Clouds“ ist er weniger angetan. Sehr viel mehr mochte er den neuen Film von Andreas Dresen denn, „Als wir träumten erzeugt dieses Soggefühl der Unausweichlichkeit mit den klassischen Mitteln der Filmdramaturgie – einfach dermassen gekonnt, dass es einen nicht mehr loslässt.“ Auch schwanenmeister von Movies&Sports ist auf der Berlinale gewesen und hat einen schönen Bericht über seine Filmerlebnisse geschrieben. Weniger um die Filme als vielmehr um ihre Kritiker geht es Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film, der einen sehr erhellenden, aber auch irgendwo deprimierenden Artikel über eine gewisse Attitüde vieler Filmkritiker geschrieben hat, welchen ich zu Teilen (leider) auch bestätigen kann. Thomas Groh war auf der Berlinale sehr fleißig und vielseitig unterwegs, eine Link-Sammlung zu seinen diversen Berlinale-Artikel für unterschiedliche Medien hat er auf seinem filmtagebuch veröffentlicht. Theodor Frisorger war in der Retrospektive und schreibt auf Daumenkino über den Technicolor-Film „Scaramouche“, den ich als Kind sehr gerne mochte. Auf Revolver berichtet Katrin Eissing weiterhin von der Alternativveranstaltung „Woche der Kritik“ und Christoph Hochhäuslers neuen Film „Die Lügen der Sieger“. Sarina Lacaf hat auf Negativ über den von mir mit großer Spannung erwarteten neuen Film von Joshua Oppenheimer, „The Look of Silence“ geschrieben und Rüdiger Suchsland fasst die Berlinale 2015 noch einmal aus seiner Sicht zusammen.

– Apropos Technicolor: Reda schwärmt auf Der breite Grad von dem Technicolor-Film „Die schwarze Narzisse“ und meint der Film „fällt auf jeden Fall in die Kategorie “Filmerbe der Menschheit” und sollte nicht in Vergessenheit geraten.“. Die wunderbaren Screenshots sprechen da auch eine deutliche Sprache.

– Der deutsche Film, das unbekannte Wesen. Jamal Tuschnik stellt auf Hard Sensations den Film „Flucht aus Berlin“ des großartigen Will Tremper vor, den dieser 1960 inszenierte.

– Weiter geht es in den 80ern, als „Baby“ und „Die Drücker“, beide von Uwe Frießner und geradezu euphorisch vom Intergalactic Ape-Man auf Intergalaktische Filmreisen empfohlen.

– Dazu passen dann ganz hervorragend auch zwei 80er Filme von Eckhart Schmidt, die Sebastian auf Das Magazin des Glücks vorstellt. Den bekannten „Der Fan“ und den etwas weniger bekannten „Alpha City“. Und das Tolle: Die Reihe ist auf Fortsetzungen mit weiteren Filmen, „an die sich die Filmgeschichtsschreibung (noch) nicht erinnern will“ angelegt. Ich freue mich!

– Ebenfalls zum deutschen Filmerbe der 80er Jahre, gehören zwei Filme, die Oliver Nöding auf Remember It For Later bespricht, die Gottschalk/Krüger-Komödie „Die Einsteiger“ und das Mike-Krüger-Solo-Abenteuer „Geld oder Leber“, welches Oliver schwer begeistert hat.

– Bleiben wir in Deutschland, bleiben wir bei den 80ern. Denn mehr 80er als in dem unglaublichen „Macho Man“ geht einfach nicht, wie auch totalschaden auf Splattertrash feststellt. Dort geht es dann auch in die 70er und zu einem meiner Lieblingsfilme :“Vampyros Lesbos“, den ich immer noch einmal auf 35mm und der großen Leinwand sehen will.

– Ebenfalls in den 70ern, aber in Spanien entstand „La Semana del Asasinio“, der in Deutschland den marktschreierischen Titel „Cannibal Man“ trägt, was bei manch einem Videokunden zu einem langen Gesicht geführt haben mag. Tatsächlich aber ist der Film eine beeindruckende Psycho – und Sozialstudie des zu unrecht viel zu unbekannten Eloy de la Iglesia. David hat sich auf Whoknows presents eingehend mit dem Film beschäftigt. http://whoknowspresents.blogspot.de/2015/02/dosensuppen-und-faschismus.html

– In Italien drehte währenddessen Lucio Fulci einen (viele sagen den) besten seiner Filme „Non si sevizia un paperino“, den auch Mauritia Mayer auf Schattenlichter sehr schätzt.

– Aus Italien stammen auch der seltene Giallo „Satan ohne Gesicht“ und der Gangsterfilm „Provinz ohne Gesetz“. Beide sind gerade bei X-Rated erschienen und Bluntwolf hat auf Nischenkino die entsprechenden Rezensionen veröffentlicht.

– Auf einer nostalgischen Reise befindet sich Annika Stelter. Auf Die Filme, die ich rief hat sich sich mit Martin Scorseses „Die letzte Versuchung Christi“ beschäftigt, dessen Soundtrack einst zu ihren viel gespielten Lieblingen gehörte. Den Film dazu sieht sie aber das erste Mal.

– Dienst am Kunden. Wiederaufführung vergleicht die „Ultimate Collector’s Edition“ von 2012 und neue „Turbine Steel Collection #1“ des Filmes „The Texas Chainsaw Massacre“.

– Zurück in die Gegenwart. Deep Red Radio hat den Horrorfilm „Banshee Chapter“ gesehen und findet diesen – im positiven Sinne – ziemlich gruselig.

– YP und PD unterhalten sich auf Filme im Dialog wieder über einen Film, den sie gerade im Kino gesehen haben. In diesem Fall „The Imitation Game“.

– Auf Cereality stellen die Autoren die Filme des amerikanischen Regisseurs J.C. Chandor vor.

– Und ab in die Zukunft: Neues zu den Plänen aus Hollywood gibt es bei Der Kinogänger.

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