Category: Internet

Netzfundstücke VI

Von Arkadin, 4. August 2010 16:48

Eine schon ältere News, auf die ich aber eben erst via “filmtagebuch” aufmerksam geworden bin.

2009 wurden von einem Wodkahersteller 42 (z.T. sehr namenhafte) Regisseure eingeladen, 42-sekündige Kurzfilme zu drehen, die alle das Thema “Traum” zum Inhalt haben.

Das ganze Projekt nennt sich OneDreamRush und einige der kurzen Werke können auf YouTube angesehen werden.

Hier die Beiträge von David Lynch, Kenneth Anger (!), Abel Ferarra und Asia Argento.

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Netzfundstücke V

Von Arkadin, 6. Juli 2010 15:59

Passend zu den endlich sommerlichen Temperaturen:

Zwei leichte Happen für zwischendurch :)

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Noch etwas Gruseliges. Eine sehr hübsche Stummfilm-Hommage von Phil Mucci.

Und zum Abschluss noch einmal ganz großes Kino. Und das meine ich absolut nicht ironisch!

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Netzfundstücke IV

Von Arkadin, 21. Mai 2010 20:26

Kurz vor dem langen Pfingstwochenende habe ich auf YouTube noch zwei sehr klassische Filme entdeckt, deren Remakes (wenn man das bei Literaturverfilmungen so nennen möchte) weltberühmt sind und noch heute einen großen Einfluss auf den Film haben. Ja, die beide nicht wegzudenkende Bestandteile unserer Pop-Kultur sind. Dies sind zum einen der legendäre “Frankenstein” von James Whale mit Boris Karloff und zum anderen der wunderbare “Zauberer von Oz” von Victor Fleming mit Judy Garland.

Dass es vor der Whale-Fassung bereits eine andere Frankenstein-Verfilmung durch die Edison-Company gab, dürfte zumindest Genre-Freunden wissen. Dass es aber auch bereits vor 1939 einen (bzw. sogar mehrere) “Zauberer von Oz”-Verfilmungen gab, ist vielleicht weniger Menschen bekannt (wobei ich glaube auf der letzten Blu-Ray/DVD-Super-Ultimate-Edition war die 1910er mit drauf und es gibt u.a. noch eine Slapstick-Fassung von/mit Larry Semon bei der Oliver Hardy mitspielt (von 1925), die in Deutschland sogar auf DVD erschienen ist).

Beide “Originale” entstanden im selben Jahr, nämlich 1910. Zumindest der “Frankenstein” galt auch lange als verschollen und es waren bis in die 70er Jahre nur noch Standfotos bekannt. Wobei es das von Charles Ogle gespielte Monster aufgrund dessen zu einschlägiger, ja mythischer Berühmtheit gebracht hat.

Mir war bisher nicht bewusst, was für eine fantastische Fundgrube für absolute Raritäten YouTube ist. Lustige Clips, ja. Interessante Interviews, Ausschnitte aus alten TV-Serien, Musikvideos, der ein oder andere schon vergessene Live-Auftritt und wichtige Fußball-Tore.. auch das. Aber wenn man tiefer gräbt findet man so etwas wie ein “Gedächnis der Filmgeschichte”. Ich war in der Tat sehr überrascht so einige cineastische Schätze zu finden.

Wie eben den Ur-”Frankenstein“:

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und den “Zauberer von Oz

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In diesem Sinne, FROHE PFINGSTEN!

Zurück aus der Güllegrube 2: “Fantastic Four” von 1993

Von Arkadin, 27. April 2010 15:09

Es war einmal…. ein deutscher Produzent namens Bernd Eichinger, der für seinen Verleih Constantin-Film Mitte der 80er Jahre die Verfilmungsrechte für eine Superhelden-Comic namens “Fantastic Four” (hierzulande bekannt unter “Die fantastischen Vier“) aus dem Hause Marvel kaufte. Der Mann hatte ein gutes Näschen, sollten doch 20 Jahre später gerade die Comic-Verfilmungen mit den Marvel-Superhelden (wie “Spider-Man” oder den “X-Men”) DIE Kassenschlager werden. Wie gut, wenn man da die Rechte an der beliebtesten Marvel-Held-Truppe hat.

Leider wären Anfang der 90er die Rechte an der Verfilmung ausgelaufen – wenn bis dahin kein “Fantastic Four”-Film gedreht worden wäre. Wiederum hatte Herr Eichinger ein gutes Gespür. Nein, noch war die Zeit nicht reif. Was also tun? Kurzerhand ließ Eichinger in Co-Production mit dem legendären Roger Corman für 1,2 Mio. Dollar mit einem Regisseur, der zuvor nur zwei B-Trash-Klopper gedreht hatte, und einigen unbekannten Fernseh-Schauspielern einen “Fantastic Four”-Film runterkurbeln, um die Vertragsklausel zu erfüllen. Dieser Film war in Wirklichkeit aber nur dazu da, um die Rechte an den Figuren zu verlängern und mitnichten, um in die Kinos (oder zumindest direct-to-video) zu kommen.

Kaum abgedreht, verschwand der Film, ohne auch nur eine einzige öffentliche Aufführung gehabt zu haben, für immer in irgendeinem staubigen Lager. Manche munkeln, weil er so unterirdisch schlecht sein soll, dass man ihn niemanden zumuten wollte.

Obwohl als “Film, den niemand gesehen hat” zu einigem Insider-Ruhm gekommen, wurde er auch nachdem Eichinger 2005, für das ungefähr 100fache des Budgets, den “richtigen” Film produziert hatte, niemals irgendwo gezeigt oder veröffentlicht.

D.h. irgendwo muss doch irgendjemand an den Film herangekommen sein, denn auf YouTube kann man sich den legendären “Abschreibungsfilm” in voller “Pracht” und in 8 jeweils 10minütige Schnipsel gestückelt ansehen. Viel Spaß dabei :)

Zum Appetit machen (oder verderben – je nach Geschmack) schon mal der Trailer:

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Und hier die Links zu den Einzelteilen des Films, so wie sie auf YouTube zu finden sind:
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“Die große Stille und der laute Markt” – Studie über den Film “Die große Stille”

Von Arkadin, 26. Februar 2010 13:54

Gefunden über kino-zeit.de

Auf der Homepage der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen kann man sich als PDF eine Studie über den Dokumentarfilm “Die große Stille” von Philip Gröning herunterladen, die im Auftrag der Filmstiftung NRW von Susanne Grüneklee erstellt wurde.

Die große Stille” ist nicht nur vom Inhalt her ein hochinteressanter Film. Eine dreistündige Dokumentation um das Leben in einem Kloster. Durch das Schweigegelübde der Mönche gibt es keine Dialoge; es gibt auch keine Musikuntermahlung, außer der Gesänge der Mönche; es durfte nicht mit großem Team und künstlicher Beleuchtung gedreht werden… und trotzdem findet der Film weltweit seine Zuschauer.

Allein in Deutschland sahen ihn 200.000 Menschen im Kino, weltweit wurde der Film in 27 Länder verkauft, u. a. in die USA, Mexiko, Südkorea und Neuseeland. Er lief auf den Festivals in Venedig, Toronto und Sundance, wo er mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet wurde. Außerdem gewann er den Europäischen Dokumentarfilmpreis, den Deutschen Kamerapreis und den Bayerischen Filmpreis.

Quelle: kino-zeit.de

Ich selbst konnte das Phänomen in Polen beobachten, wo er in einem Warschauer Kino fast ein Jahr lang zu sehen war.

In ihrer Studie beschreibt Susanne Güneklee die Entstehungsgeschichte des Filmes von der Idee bis zur Umsetzung; von den zahlreichen Schwierigkeiten, die den Film immer bis kurz vor den Abbruch trieben; den eisernen Willen des Filmemachers Philip Gröning, an seinem Film festzuhalten und keine Kompromisse einzugehen; und sie untersucht, wie der Film trotz aller Widrigkeiten und völlig entgegen der scheinbaren “Marktgesetze”, zu so einem großen internationalen Erfolg werden konnte.

Lesenswert!

Internet-Tipp: lost-films.eu

Von Arkadin, 4. Februar 2010 15:23

Wer sich ein wenig mit der Filmgeschichte auskennt, der weiß, dass aus den ersten 35 Jahren des Mediums nur ein Bruchteil der Filme überlebt haben. Ca. 80 % aller Filme zwischen 1895 und 1930 gelten heute als “verloren”. Und einige existieren nur noch in zum Teil stark gekürzten Rumpffassungen. Das prominenteste Beispiel hierfür ist “Metropolis”, der 80 Jahre lang auch nur in einer gekürzten Fassung gezeigt werden konnte und bei dem vor Kurzem durch einen Zufall zusätzliches Filmmaterial in Argentinien entdeckt wurde.

Doch leider ist das eine Ausnahme. Die meisten Filme bleiben verschollen. Sei es, weil sich mittlerweile die frühen Filmrollen auf Nitratbasis zersetzt haben oder weil sie einst vernichtet wurden, um Platz in den Filmlagern der Studios zu schaffen. Die große Hoffnung der Filmhistoriker und Filmliebhaber liegt darin, dass vielleicht in irgendwelchen finsteren Archiven oder Privatsammlungen noch einige Schätze vor sich hin stauben.

Hier setzt ein neues Projekt an, welches von der Deutschen Kinemathek in Berlin ins Leben gerufen wurde. Unter lost-films.eu wurde eine Online-Plattform ins Leben gerufen, die für jeden zugänglich ist und auf der jeder selber ein wenig Detektiv spielen kann.

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Zurück aus der Güllegrube: Das “Star Wars Holiday Special”

Von Arkadin, 23. Dezember 2009 14:26

Hola, die Waldfee! Zum Fest der Liebe bin ich noch über ein ganz besonderes Präsent gestolpert.

Ich war, seitdem ich im Januar 1982 “Das Imperium schlägt zurück” im Kino gesehen habe, jahrelang riesengroßer Star-Wars-Fan. So mit Spielzeugfiguren und allem Drumherum. Trotzdem habe ich von einem “Star Wars Holiday Special“, welches am 17.November 1978 im us-amerikanischen Fernsehen gelaufen ist, bis heute nichts gehört. Weder Gerüchte, noch sonst irgendetwas. Dieser erste offizielle “Star Wars”-Spin-Off wurde einfach totgeschwiegen, obwohl alle Darsteller der ersten Trilogie mitgemischt haben und das “Special” immerhin die Geburtstunde des beliebten Charakters “Boba Fett” markierte.
Wie kann das sein? Ganz einfach: Es war so grottenschlecht, dass alle Beteiligten peinlich berührt dieses Special unter den Teppich gekehrt haben und nichts mehr davon wissen wollten.

Jetzt ist diese ungeheure Peinlichkeit wieder aufgetaucht. Das Internet ist halt gnadenlos und vergisst nichts. Der Internet-Filmkritiker “That Guy With Glasses” hat sich dieses fast schon surreal-psychedelischen Albtraums angenommen. Man muss es einfach sehen, um es glauben zu können.

In diesem Sinne: Viel Spaß und frohe Weihnachten mit dem “Star Wars Holiday Special” von 1978.

Eine Bremer Erfolgsgeschichte: Die OFDb.de

Von Arkadin, 16. Dezember 2009 10:08

Man lernt doch immer wieder etwas Neues. So wusste ich bis gestern nicht, dass die auch von mir häufig frequentierte Filmdatenbank OFDb.de ein Bremer Gewächs ist.

Diese Neuigkeit habe ich durch Zufall auf der Homepage des “Weser Kuriers” gefunden. Möglicherweise stand der Artikel auch schon Sonntag in der Print-Ausgabe, aber leider hatte ich da keine Zeit, diese durchzublättern.

(…) Informatik und Filme seien immer schon sein (Sascha Immes) Hobby gewesen und so beschloss der Bremer vor zehn Jahren eine Informationsseite über Medienzensur zu programmieren und zu veröffentlichen.

„Womit ich damals nicht annähernd gerechnet hatte, das war die enorme Resonanz auf mein kleines Projekt. Praktisch vom ersten Tage an entstand eine treue Fangemeinde, die sich für die Mitarbeit an der ‚großen Filmdatenbank‘, wie ich die Anwendung damals betitelt habe, begeistern konnte“, erzählt Imme. Angespornt von dem positiven Feedback stürzte er sich voller Enthusiasmus in die Weiterentwicklung der Filmdatenbank.

Bis 2004 sein ehemaliger Studienkollege und Freund André Kreutzträger den Vorschlag gemacht hat, sich mit der Online Filmdatenbank selbständig zu machen. Sascha Imme war damals Trainee bei einem Versicherungsunternehmen und betrieb die Datenbank als Hobby nebenher. „Nach vielen Gesprächen und langen Nächten stand dann die Entscheidung fest: Gemeinsam mit André wagte ich mit der OFDb den Schritt in die Selbständigkeit“, sagt Sascha Imme. (..)

Quelle: weser-kurier.de

Den ganzen Artikel kann man hier lesen.

Hiermit auch meine herzlichen Glückwünsche an Sascha Imme und André Kreuzträger für 10 Jahre OFDb.de. Es freut mich sehr, dass es bei uns in Bremen noch solche tollen Erfolgsgeschichten gibt.

Und es ist auch beruhigend zu sehen, dass es in unserer schönen Hansestadt tatsächlich noch mehr Filmverrückte gibt, die irgendwelche merkwürdigen Seiten ins Internet stellen ;)

Netzfundstücke III

Von Arkadin, 17. November 2009 15:57

Ganz nett gemacht: Wie sähe es aus, wenn Matrix ein Stummfilm gewesen wäre?

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“Filmwecker”-Funktion auf kino-zeit.de

Von Arkadin, 13. November 2009 15:53

Die an anderer Stelle schon einmal empfohlene Webseite kino-zeit.de hat sich einen ganz pfiffigen und innovativen Service einfallen lassen.

Und zwar findet man seit kurzem neben den Trailern und Filmkritiken ein “Wecker”-Symbol. Klick man auf dieses, kann man sich von der kino-zeit.de eine Email zuschicken lassen, wann und wo der Film in der Nähe anläuft. Die Idee finde ich sehr gut und bin nur verwundert, dass vorher da noch niemand drauf gekommen ist.

Ihr persönlicher Filmwecker lässt sich ganz einfach stellen. Bei jeder Filmkritik, Trailer oder Galerie finden Sie ein kleines Weckersymbol oben bzw. den Satz “Filmwecker stellen” im Fuß. Darauf klicken, Ihre Email-Adresse und Postleitzahl eingeben, absenden und fertig.

Sobald wir dann eine Vorstellung des gewünschten Films in Ihrer Nähe in unseren Kinoprogrammdaten finden, schicken wir Ihnen eine Email mit dem Kinoprogramm. Und da kino-zeit.de alle Kinos in Deutschland aufführt, können Sie jetzt sicher sein, dass Sie keinen interessanten und spannenden Film mehr verpassen.

Quelle: kino-zeit.de

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