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Das Bloggen der Anderen (07-07-14)

Von , 7. Juli 2014 22:10

bartonfink_type2- Sano Cestnik schreibt auf Eskalierende Träume eine Liebeserklärung an den Film „Schleppzug M17“, den Heinrich George und Werner Hochbaum 1933 in Szene setzten. Sano: „Vor allem aber weht ein Hauch von Jess Franco durch das deutsche Kino der 30er, ein Hauch von Freiheit, Faulheit, Lust, diese ganz eigene Mischung aus Ambition und Sorglosigkeit, Besessenheit und Entspannung, Fürsorge und Vernachlässigung. Der Film als Rumpelkammer, als Material, in dem lange gewühlt worden ist und in dem man sich bereitwillig ausgebreitet hat.“

- Marian Wilhelm war auf den Edinburgh Film Festival und berichtet darüber als Gastautor auf filmosophie.

- Das Ernst Hofbauer mehr konnte als man bei seinen späten Schulmädchen-Report-Filmen vermuten sollte, dürfte dem einen oder anderen bekannt sein. Wer es noch nicht wusste, der möge sich Udo Rotenbergs Besprechung des frühen Hofbauer-Films „Schwarzer Markt der Liebe“ durchlesen, den er auf Grün ist die Heide veröffentlicht hat.

- Die großartige Interview-Reihe „Reden über Schreiben über Filme“ auf Hard Sensations erhält mit dem 9. Eintrag eine neue Facette. Nachdem Oliver Nöding die Ehre hatte, den ersten Teil als Befragter zu bestreiten, hat nun selber einen Blogger befragt. Und zwar den Amerikaner „Outlaw Vern“, der den (mir vorher völlig unbekannten) Blog „Then fuck you, Jack: The Life and Art of Vern“ betreibt.  Andreas Poletz schreibt über den Film „Ouanga“ von 1933, der nicht nur einer der ersten Filme mit einer Liebesgeschichte zwischen Schwarz und Weiß war, sondern auch mit Zombies aufwartet.  Und eine neue Autorin auf Hard Sensations, namens Patricia Donassy-Derek, hat einen sehr langen Aufsatz über den (eigentlich von diversen Gorehounds schon zu Tode gerittenen) „Braindead“ geschrieben, zu dem sie aber eine ganz eigene Sichtweise und viele kluge Gedanken beitragen kann. Sie sieht den Fun-Splatter-Klassiker ein „Märchen von der ewigen Liebe“. Leseempfehlung!  Alex Klotz über „Das seltsame Kätzchen“: „Wundervolles Kino, das die kleinen Momente des Lebens feiert und menschlichen Unzulänglichkeiten mit Herzenswärme und absurdem Witz begegnet.“

- Exotisches gibt es wieder auf Alex Klotz eigenen Blog hypnosemaschinen. Dort findet er den 1964 in Südkorea entstanden Horrorfilm „The Devil’s Stairway“ ziemlich toll.  Wer es gerne etwas wilder mag, der ist bei „Curse of Evil“ aus Hongkong sicherlich gut aufgehoben.

- Patrick Holzapfel beschäftigt sich auf Jugend ohne Film mit Alain Resnais’ letzten Film „Aimer, Boire et Chanter“ und schreibt: „Die Lockerheit und Verspieltheit ist zudem aufregend und wie offen sich Resnais hier (…) mit dem Tod und dessen Folgen beschäftigt, ist äußerst interessant. Der Film wirkt so als würde ihn Resnais nach seinem Tod auf der Welt gelassen haben, um das Publikum zu beobachten.“

- Über Resnais letzten Film schreibt auch Sebastian Schubert auf Magazin des Glücks und kommt zu dem Schluss: „Also ein überflüssiger Film? Ja. So überflüssig wie lieben, trinken und tanzen.“  Ferner: Fassbinders BRD-Trilogie.

- Robin Schröder empfiehlt auf Mise en cinéma den chinesischen Spielfilm „Kekexili – Mountain Patrol“ von 2004.

- Auf new filmkritik hat Werner Sudendorf einen interessanten Artikel über „Die Dritte von rechts“, dem ersten deutschen Revuefilm nach dem Krieg, geschrieben.

- Was zur Hölle soll ein „Soft Reboot“ sein? Alex Matzkeit auf real virtuality kennt die Antwort.

- Überraschend viele und tiefgründige Gedanken kommen Oliver Nöding auf Remember It For Later zu Antonio Margheritis Vietnamfilm „Im Wendekreis des Söldners“ ein, den ich auch schon mal hier besprochen habe.

- Michael Schleeh analysiert auf Schneeland Mikio Naruses Film „Kimi to Wakarete“, „ganz einfach ein wunderschöner Film mit etlichen berührenden Szenen, den durchweg eine sanfte Zurückhaltung und eine melancholische Traurigkeit durchzieht.“

- Splattertrash bespricht nicht nur den großartigen „Im Blutrausch des Satans“ und den weniger großartigen F.J. Gottlieb Komödie „Lady Dracula“ (der liegt hier auch schon ewig, ich muss den mal gucken), sondern auf Christian Keßlers wegweisendes Buch „Willkommen in der Hölle“, meiner Meinung nach das bisher beste deutschsprachige Buch über den Italo-Western. Und wenn man schon mal dabei ist, möchte ich kurz einen Werbeblock einschieben und Christian Keßlers Krimi-Groteske „Aalglatt über Leichen“ empfehlen. Bitte kaufen, dann gibt es vielleicht irgendwann den zweiten Band.

- Der iranische Film ist hierzulande fast gänzlich unbekannt. Okay, das stimmt so vielleicht nicht, da immer wieder tolle iranische Filme auf diversen Festivals und manchmal sogar im TV (arte, wo sonst?) laufen. Aber die Masse der Kinogänger stellt sich wohl bei den Stichworten „Iran“ und „Kino“ religiös verbrämte Propagandaschinken mit Frauen in Burkas vor. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. Manfred Polak hat viel über den iranischen Film und die beiden Filmemacher Forugh Farrokhzad und Ebrahim Golestan zu sagen und dies wie immer hochspannend auf Whoknows presents zusammengetragen. Danke dafür!

- Der Abspannsitzenbleiber war beim Filmfest in München und hat dort einige Filme gesehen. Von seinem zweiten Tag berichtet er hier und vom dritten Tag dort.

- Das Filmfest München widmete den großen, alten Rebellen des deutschen Filmes eine Retrospektive: Klaus Lemke. Harald Mühlbeyer nutzt dies für ein Portrait des Außenseiters auf Screenshot.

- Wie im letzten Jahr, berichtet auch diesmal wieder Michael Sennhauser auf seinem Blog Sennhausers Filmblog von dem sehr interessanten Neuchantal International Fantastic Filmfest, welches zum größten Teil anspruchsvolle Genre-Filme jenseits des deutschen FFF zeigt. In dieser Runde gibt es Besprechungen zu dem australischen Endzeitfilm „These Final Hours“, dem Slasher „It Follows“ und John McNaughtons neuem Film „The Harvest“ mit dem tollen Michael Shannon.

- reda ist auf Der breite Grad gar nicht begeistert von Bruno Corbuccis „Isabella – Mit blanker Brust und spitzen Degen“, dafür aber umso mehr von dem japanischen „Wet Weekend“ von Kichitaro Negishi.  Außerdem schreibt er über seine Erfahrung mit „Lilja 4-Ever“, den er nur einmal gesehen hat und ihn danach immer wieder abgebrochen hat, weil er ihn nicht ertragen konnte. Ein guter Text über persönliche Grenzen. Der von ihm empfohlene russische Kultfilm und 50er-Jahre-Retro-Rock-Musical „Hipsters“ ist da dann von fröhlicherer Natur.

- stu hat auf Die drei Muscheln den neuen Actionfilm von Peter Hyams vorgestellt, in dem Jean-Claude Van Damme einen durchgeknallten Schurken gibt. „Enemies Closer“ klingt dabei recht interessant und der alte Hyams ist ja auch ein Guter.

- Letztes Jahr lief „…und vor Lust sterben“ als Auftaktfilm zu „Monster machen mobil“ in Hamburg. Und wie man hört – ich war selber da noch nicht anwesend – fand die Mehrheit des Publikums den etwas schnarchig. Oder wie Sascha Nolte auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte ausdrückt: „Insgesamt ist Et mourir de plaisir ein schöner Bilderreigen in den wundervoll prallen Farben des Technicolor, in der sich aber der Regisseur leider nur selten traut mal so richtig auf den Busch zu klopfen.“

- Final Frontier Film ist nun bei John Fords 20. Tonfilm angekommen: „Maria von Schottland“.

- Jochen Plinganz empfiehlt auf dem neu gestalteten Komm & Sieh den französischen Action-Thriller „Colt 45“.

- Michael Rademachers „Godzilla“-Filmkritik auf Daumenkino spricht mir in vielen Punkten aus der Seele.

- „Wir sind Könige“ ist laut Peter Gutting auf cineastic.de richtig gutes, deutsches Genrekino. Ich freue mich drauf.

- Von „Das letzte Einhorn“ erinnere ich mich vor allem an den Titelsong, den ich auf einer von der „Cinema“ Anfang der 80er herausgegeben Schallplatte hatte, die ich rauf und runter hörte. Und natürlich an Christopher Lees dunkle Bass-Stimme. Der Rest der Erinnerung kam beim Lesen von Oliver Armknechts Review auf film-rezensionen.de wieder.

- Apropos Anfang der 80er. Da kamen TV-Serien auf Spielfilmlänge zusammengeschnitten hier in die Kinos. Z.B. „Kampfstern Galactica“. Das auf der olle „Airwolf“ solch ein Schicksal hatte, wusste ich gar nicht mehr. Wieder was gelernt bei Deep Red Radio.

- Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen eine neue Folge „Die Filmbesprechungen der Anderen“ online gestellt. An dieser Stelle Danke für die freundliche Erwähnung meiner „Gorgo“-Besprechung.

Das Bloggen der Anderen (30-06-14)

Von , 30. Juni 2014 21:41

bartonfink_type2- Leider ist wieder eine der großen Leinwandlegende von uns gegangen. Immerhin erst im stolzen Alter von 98 Jahren verstarb am am letzten Dienstag Eli Wallach, unvergessen als Tuco in „Zwei glorreiche Halunken“, aber auch aus unzähligen anderen Rollen. Zuletzt sah ich ihn in „Der Ghostwriter“ und war höchst erschrocken über sein, schon sehr stark vom Alter gezeichnetes, Aussehen. Einen schönen Nachruf hat Der Kinogänger geschrieben.

- Das Team von Jugend ohne Film hat einen Neuzugang. Andrey Arnold schreibt über einen Film von Jean Eustache und Jean-Michel Barjol: „Le cochon“.

- David von Deep Red Radio war auf der Hitchcock-Tagung, welche vom 19.06.14 – 21.06.14 in Dresden stattfand. Dort wurde auch „Bei Anruf Mord“ tiefer beleuchtet, den David hier bespricht.

- Stubenhockerei stellt ein hochspannendes Projekt vor, welches 1989 von der BBC gestartet wurde, aber nie zum Abschluss kam: Eine Verfilmung von Dantes „Göttlicher Komödie“. Peter Greenaway, Tom Phillips und Paul Ruiz verfilmten die ersten 14 Gesänge.  Außerdem: Ein Film der auch schon länger auf meiner Muss-ich-noch-gucken-Liste steht. „A Snake of June“ von Shinya Tsukamoto.

- Auf Eskalierende Träume gehen die Aufrissen zum nahendem Hofbauer-Kongress weiter. Aufriss #10 beschäftigt sich mit einem „stählernen Überraschungsfilm“, #11 mit einem „keuschen Zusatzfilm“ namens „Wang Yu – Stahlharte Hongkong Killer“, #12 mit Joe Sarnos unbekannteren „Das Strandhaus“ und #13 schließlich mit dem französischen „Mädchen des Lasters“.

- Und noch etwas Werbung für den Hofbauer-Kongress gibt es auf Movies & Sport.

- Den Film kannte ich auch noch nicht. Oliver Armknecht berichtet in seiner Reihe mit Animations-Specials auf film-rezensionen.de von dem Episodenfilm „Manie Manie“, zu dem drei Animekünstler auf Werken des japanischen SF-Autoren Taku Mayumura Kurzfilme beigetragen haben. Ferner: Die spanische Schneewittchen-Variante aus dem Stierkämpfer-Milieu „Blancanieves“, den er Freunden ungewöhnlicher Filme empfiehlt.

- “Blancanieves” wird auch von Frank Schmidtke auf cineastic.de besprochen, der den Film“eines der schönsten Kinoerlebnisse des vergangenen Jahres“ nennt. Ronny Dombrowski schreibt über den Film mit dem wunderschönen Titel „Männer zeigen Film & Frauen ihre Brüste“, den er interessant, aber nicht völlig gelungen findet Sehr begeistert zeigt er sich von David Cronenbergs neuem Werk „Maps to the Stars“.

- Das sieht Sir Real auf Komm & Sieh etwas anders. Er findet „Maps to the Stars“ „motivisch um Feuer kreisendes Porträt der von Geistern heimgesuchten Monster (…) elegant, aber unterkühlt. Noch eine Gegenposition. Während alle Welt „Under the skin“ abfeiert und vehement ein deutscher Kinostart gefordert wurde, lässt der Film Max Renn ziemlich kalt. Und Thorsten Krüger wird von dem demnächst bei Pierrot le Fou erscheinenden „To Kill a Man“ auch nicht vom Hocker gerissen.

- Noch mal David Cronenberg: Martin Beck verrät auf Reihe Sieben, wo man noch bis September dessen neuen Kurzfilm kostenlos online ansehen kann.

- Abspannsitzenbleiber berichtet in einem Filmtagebuch von Filmfest München.

- Und welche skandinavischen Filme dort laufen, weiß Zeilenkino.

- In der großartigen Reihe „Reden über Schreiben über Filme“ auf Hard Sensations wird diesmal Jochen Werner interviewt. Wieder eine absolute Leseempfehlung. Zudem kehrt Silvia Szymanski nach einer kurzen Sendepause wieder zurück und hat einen Klassiker aus dem Golden Age of Porn im Gepäck: „Pretty Peaches“.

- Als direkte Antwort und Ergänzung zum Jochen-Werner-Interview ist der Artikel „Liebe macht blind“ von Tim Slagman auf Bad im Bilderstrom zu verstehen.

- Splattertrash hat das Buch „Brad Harris – Ein amerikanischer Bayer“ gelesen und ist ob der stilistischen Mängel ein wenig zwiegespalten.

- Final Frontier Film ist bei seiner umfangreichen John-Ford-Werkschau bei Tonfilm #18 angekommen: „Mit Volldampf voraus“ über ein Mississippi-Raddampfers-Rennen.

- Christian Gertz bespricht auf Mehrfilm den neuen Film von Götz Spielmann, „Oktober November“, und ist voll des Lobes.

- Michael Sennhauser mag Benjamin Heisenbergs Komödie „Über-Ich und Du“, den er ausführlich auf Sennhausers Filmblog vorstellt.

- Sophie Charlotte Rieger ist verärgert, wenn „Sex & the City“ „als hohles Mädchenklischee abgetan werden“. Warum, erläutert sie auf B-Roll. Dort gibt es auch ein Interview mit Marcus H. Rosenmüller, anlässlich seines neuen Films „Beste Chance“.

- Ich mochte den italienischen Low-Budget-Horror „Across the River“ sehr gerne und fand ihn kreuzunheimlich. Josef Lommer hat nun eine interessante Review zum Film auf critic.de veröffentlicht, wo er dem Film handwerkliche Schwächen vorhält, aber trotzdem fasziniert ist.

- Kira Wulfers analysiert auf Daumenkino den polnischen Film „Im Namen des…“ um einen homosexuellen Priester. Und Laura Sophie Culik verreißt wortreich „Transcendence“.

- YP und PD diskutieren auf Film im Dialog zwei weitere Fußballfilme: „Bend It Like Beckham“ und „Dhan Dhana Dhan Goal“. Keiner der beiden findet bei ihnen viel Gnade.

- Kein Stummfilm, obwohl der Blog Hauptsache Stummfilm heißt, aber immerhin Hauptsache. „Das Mädchen aus der Unterwelt“ von Nicholas Ray, der hier als großes Meisterwerk angepriesen wird.

- Noch nie von gehört, aber ich bin jetzt auf ängstliche Weise neugierig. Yzordderrexxiii schreibt von einer frühen Traumatisierung durch den Film „The Mongolian Whore House“ von Jan Haukau. Brrrr….

- Sebastian Schubert hat sich auf Magazin des Glücks zwei späte Noir-Filme von Irving Lerner vorgenommen.

- Die Filme mit Eddie Constantine habe ich als Kind häufig gesehen. Auf einem Mini-Schwarz-Weiß-Fernseher im Wochenendhaus meiner Eltern. Viele Erinnerungen habe ich aber nicht mehr dran, vielleicht wäre da mal eine Auffrischung fällig. Und warum nicht mit „Eddie schafft Alle“ beginnen, den Sascha Nolte auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte einen „zeitlos schöner Trivialfilm für die Ewigkeit“ nennt.

- Lukas Foerster ist auf dem Cinema Ritrovato und berichtet auf Dirty Laundry (auf englisch) über den großen indischen National-Klassiker „Mother India“.

- Nochmal englische Sprache: Ein Interview auf Screen/read mit Joseph Russo, der in „The Jersey Boys“ von Clint Eastwood den jungen Joe Pesci (ja, DEN Joe Pesci) spielt.

- Ich halte ja „Stand By Me“ für einen der schönsten Hollywood-Filme der 80er. Rainer Kienböck von Jugend ohne Film mag ihn auch, findet aber, der Film hätte mehr sein können. Womit er vielleicht – in Hinblick auch auf die Novelle – nicht ganz unrecht hat.

- cutrins erste bewusste Begegnung mit Dominik Graf ist ausgerechnet sein eher untypischer Film „Geliebte Schwestern“. Doch der war dann schon ein voller Erfolg. So schreibt sie auf Filmosophie: „Ich kann mich gar nicht satt sehen an diesem lebhaften, unterhaltsamen, modernen und intelligenten deutschen Kino, das alle meine Vorbehalte über den Haufen wirft.

- Robin Schröder von Mise en cinéma wurde von „The Raid“ ordentlich durchgeschüttelt, was man seiner Besprechung deutlich anmerkt.

- Und zum Schluss: Alex Matzkeit hatte in der epd film über Lasse Jacobs „Love Steaks“ und dem Weg, diesen Film zeitgleich mit dem Kinostart als Video-on-demand anzubieten geschrieben. Dazu gab es auch eine Studie, ob sich dieses Model lohnt. Nun liegen die Zahlen aus der Studie vor und Alex hat auf real virtuality dazu (und zu einem kritischen Bericht auf programmkino.de) ein Update online gestellt.

Das Bloggen der Anderen (23-06-14)

Von , 23. Juni 2014 21:20

bartonfink_type2- Auf Negativ macht sich ein leider ungenannter Autor Gedanken über den Status des Kinos in Deutschland, sowie die hierzulande noch immer nicht ausgereiften Video-on-Demand-Möglichkeiten. Und Dennis Vetter antwortet in einem offenen Brief auf einen Artikel von Andreas Dosch vom Stadtmagazin Journal Frankfurt, der das u.a. von Dennis ins Leben gerufene „Manifest für Aktivistische Kritik“ etwas ins Lächerliche zieht.

- Eine gute Idee. Alex Matzkeit hält auf seinem Blog real virtuality fest, was sich in Bezug auf einige Artikel von ihm seit deren Veröffentlichung getan hat.

- Nicht nur das Meisterwerk „The Image“ hat es erwischt, nein, auch Dario Argentos Giallo-Klassiker „Tenebre“ wurde in Deutschland erneut beschlagnahmt. Screen/read berichtet.

- Rehabilitation für einen geschmähten Film. Gregor Torinus’ Verteidigung von Ridley Scotts „The Counselor“ auf Hard Sensations. Sehr interessante Lektüre, wenn nur das etwas aufdringliche Tarantino-Gebashe nicht wäre. Aber nun gut, das ist sicherlich Geschmackssache.

- Rehabilitation 2: Sir Donnerbold auf Sir Donnerbolds Bagatellen über einen meiner Lieblings-Bonds: Den nicht besonders wohl gelittenen „Lizenz zum Töten“.

- Weiter geht es mit der intensiven Vorbereitung auf den Hofbauer-Kongress, an dem ich jetzt leider definitiv nicht teilnehmen kann, da ich mich zu der Zeit im Urlaub befindet. Schade, aber vielleicht ein anders Mal. Auf Eskalierende Träume gibt es wieder sehr spannende „Aufrisse“. Über „Das Recht zu lieben“, über die Pflichtlektüre „SigiGötz-Entertainment“, hinter der weit mehr als nur die gleichnamige Zeitschrift steht, über „Eis am Stil“ und letztendlich den „tristen Überraschungsfilm“, inklusive Erklärung, was man sich darunter vorzustellen hat.

- Durch den Urlaub werde ich es auch nicht schaffen zum Cinestrange nach Braunschweig zu fahren, was sehr schade ist. Insbesondere, wenn man die Ankündigung auf Deep Red Radio liest. Dort ebenfalls zu finden eine schöne Besprechung von Udo Rotenberg, der sich den spanischen „The Body“ vorgenommen hat (meine Kritik dazu gab es neulich hier).

- Apropos Deep Red. Da gibt es ja noch einen älteren Blog, der sich Deepreds Kino nennt. Dort zu finden ist eine längere Besprechung von Michael Winners „Ein Mann sieht rot“.

- Neuigkeiten aus Hollywood? Bei Der Kinogänger.

- Sehr neugierig hat mich Sascha Nolte auf seinem Blog Die seltsamen Filme des Herrn Nolte gemacht. Er schreibt über den russischen SF-Film „Die Hässlichen Schwäne“, den der ehemalige Tarkowsky-Mitarbeiter Konstantin Lopushanskiy in Szene setzte. Den möchte ich jetzt auch gerne sehen.

- Oliver Armbrust führt auf film-rezensionen.de seine Animationsfilm-Reihe mit dem Marionettenfilm „Strings“ weiter, der mich von dem, was Oliver schreibt, stark an den Kurzfilm „Marionetten“ von Boris von Borresholm erinnert, der zu den sogenannten „Oberhausenern“ gehörte. Auch wenn Oliver nicht 100% überzeugt ist, klingt „Strings“ recht spannend. Ebenfalls spannend klingt der schwarz-weiße Dokumentarfilm „Still“, der über zehn Jahre gedreht wurde und das Leben einer Milchbäuerin zeigt.

- Eine ziemliche Aufgabe hat sich Der Außenseiter auf seinem Blog Final Frontier Film gestellt. Er bespricht in chronologischer Reihenfolge alle Tonfilme John Fords, beginnend mit dem 1929 entstandenen „The Black Watch“. Bisher ist er bis zu Nr. 15, „Judge Priest“, gekommen. Alle Artikel sind sehr zu empfehlen und lassen einen ganz neue Seiten an John „Ich mache Western“ Ford entdecken.

- Den neuen Film von Dante Lam, „That Demon Within“, nennt Thorsten Krüger auf Komm & Sieh trotz einiger Schwächen „ (einen) handwerklich und ästhetisch prächtigen Alptraum.“. Geradezu ins Schwärmen kommt er bei dem dänischen „When Animals Dream“, den er sogar mit den Frauenportraits des großen Carl Theodor Dreyer vergleicht. Wow.

- Und auch Frank Schmidke auf cineastic.de kann „When Animals Dream“ weiterempfehlen. Peter Gutting hat Dominik Grafs Schiller-Film „Geliebte Schwestern“ gesehen und ist recht angetan.

- Die drei Muscheln fragt: Was ist eigentlich aus Steve Guttenberg geworden, der ja Anfang/Mitte der 80er einen recht erfolgreichen Lauf mit diversen Komödien hatte? Das habe ich mich auch schon mal gefragt und jetzt bin ich schlauer.

- Donpozuelo hat einen Lieblingsfilm: “Vanilla Sky”. Auf seinem Blog Going to the movies beschäftigt er sich daher nun mit Filmen, die in “Vanilla Sky” zitiert werden. Den Anfang macht “Jules und Jim”. Er schreibt “Doch nachdem ich jetzt endlich den Film selbst gesehen habe, steckt ja soviel mehr von „Jules und Jim“ in „Vanilla Sky“ als ich jemals gedacht hätte. Aber ich will hier nicht mit Vergleichen langweilen”, was ich ausgesprochen bedauerlich finde, da gerade dies mich – und sicherlich auch andere – ziemlich interessiert hätte, und ich das spannender finden würde, als eine weitere Besprechung von Truffauts Klassiker. Nichtsdestotrotz ist diese aber sehr gelungen.

- B-Roll ist auf dem 10. Festival des Deutschen Films zu Gast. Von dort aus wird der Schauspieler Christoph Bach vorgestellt und von der Verleihung des Preises für Schauspielkunst (an das Schauspieler-Ehepaar Anna Loos und Jan Josef Liefers) berichtet.

- Auf critic.de gibt es anlässlich ihres neuen Films „Night Moves“ ein langes Interview mit Kelly Reichardt, bei dem auch auf ihre vorherigen Arbeiten, wie „Meek’s Cutoff“ und „Old Joy“ eingegangen wird.

- Lukas Foerster schreibt auf Dirty Laundry über „The Desert Fox“, einen Film von Henry Hathaway, der 1951 den deutschen Feldmarschall Rommel zum Protagonisten machte.

- Anlässlich der WM in Brasilien unterhalten sich YP und PD auf Film im Dialog über zwei Fußball-Filme. Einmal „Maradonna by Kusturica“, der seine gnadenlose Subjektivität ja schon im Titel trägt, und „Zidane – A 21st Century Portrait“. Wobei mich wundert, dass sie zu „Zidane“ schreiben: „Wobei es Douglas Gordon und Philippe Parreno, die Macher von “Zidane” viel leichter haben. Erstens machen sie etwas noch nie Dagewesenes mit ihrem experimentellen Film. Vor allem den Sportfilm betreffend. Dann aber auch lassen sie einfach die Bilder für sich sprechen.“ Ich vermute mal, Hellmuth Costards „Fußball wie noch nie“ von 1971 – der ja exakt den gleichen Ansatz wie „Zidane“ hat, nur 35 vorher und mit George Best – war ihnen nicht bekannt.

- Sehr schöne Idee. Cutrin hat auf filmosophie eine Rubrik namens „Tonspur“ ins Leben gerufen, in der sie ihre liebsten Songs aus Filmen vorstellt.

- Sebastian Schubert hat die nächste ausführliche Beschreibung eines Filmstandbilds auf Magazin des Glücks online gestellt. Okay, ohne die netten Hinweise in den Kommentaren wäre ich nicht auf den Ursprung gekommen.

- Einen amtlichen Verriss hat Michael Schleeh auf Nachtsichtgeräte geschrieben. Die französische Komödie „Maman und ich“ hat ihn geärgert.

- Der Intergalactic Ape-Man hat auf Intergalaktische Filmreisen den frühen Giallo „Tödliches Erbe“ (der in der ersten Koch-Media-Giallo-Box zu finde ist – Kritik hier) besprochen und ist etwas enttäuscht.

- Hauptsache Stummfilm hat diesmal wieder einen Tonfilm am Start. Und zwar „Der alte Mann und das Kind“, den Claude Berri 1967 drehte. Neben der Besprechung gibt es auch wieder viele Details zu Darsteller und Regisseur, sowie generelle Hintergrundinfos zum Film.

- david hat auf Whoknows presents einen frühen Film des legendären Ernst Hofbauer ausgegraben, der nichts mit seinen späteren „Schulmädchen-Reports“ zu tun hat und zeigt, dass Hofbauer – trotz seines durch die Sexfilme eher schlechten Ruf – ein talentierter und ganz eigener Regisseur war. „Tim Frazier jagt den geheimnisvollen Mister X“ tut so, als wäre er eine Durbridge-Adaption, welches er aber nicht ist.

- Ich habe mich schon gewundert warum ich von dem Blog Jugend ohne Film nichts mehr lese. Jetzt habe ich die Erklärung: Die URL hat sich geändert und dadurch hat ihn mein Feed-Reader verloren. Jetzt habe ich mal gezielt gesucht und bin fündig geworden. Dadurch wäre mir fast der interessante Artikel über den Einsatz der Tiefenschärfe in “Snowpiercer”, bzw. der nicht genutzten Möglichkeiten diesen Effekt poetischer/filmsicher einzusetzen, entgangen.

Das Bloggen der Anderen (16-06-14) – Doppelausgabe

Von , 16. Juni 2014 22:00

bartonfink_type2Wie vielleicht der eine oder andere bemerkt hat, fiel „Das Bloggen der Anderen“ in der letzten Woche aus. Denn das Pfingstwochenende habe ich anders genutzt, als daheim im Internet zu surfen. Aber keine Angst, es ist nichts verloren gegangen und so gibt es diesmal quasi eine „Doppelausgabe“.

Auf Eskalierende Träume gibt es sehr interessante Vorberichte (hier „Aufrisse“ genannt) zum kommenden Hofbauer-Kongress in Nürnberg. Man erfährt schon vorab so einiges wissenswertes (und appetitanregendes) über Filme wie „Dirty Lilly“, „Holiday in St. Tropez“, „Giulia“ oder frühen Film-Jukeboxen (aus den 40ern!).

Schöne Idee. Sebastian Schubert beschreibt auf Magazin des Glücks ein Filmstandbild. Er verrät zwar nicht, aus welchem Film es stammt, ich gehe aber mal fest von „Die geheimnisvolle Gräfin“ aus.

Der Berlinale-Gewinner „Black Coal, Thin Ice“ kommt nun unter dem Titel „Feuerwerk am helllichten Tage“ in die Kinos. Frank Schmidtke von cineastic.de ist allerdings nicht besonders begeistert. Dafür mochte Ronny Dombrowski den zweiten Film von William Eubank („Love“) sehr gerne und vergibt an „The Signal“ 8 von 10 Punkten.

Genau umgekehrt ist es bei Komm & Sieh, wo Sir Real „The Signal“ ziemlich verreißt, Thorsten Krüger „Feuerwerk am hellichten Tag“ aber als recht gelungen einschätzt.  Besser weg kommt allerdings der ebenfalls chinesische Film „A Touch of Sin“, der ebenfalls von Thorsten Krüger besprochen wird.  Und Jochen Plinganz empfiehlt „The Suspect“, ein weiterer „Nordkoreanischer Spion in Südkorea“-Thriller.

Pieces of Emotion stellt den Blog „Leinwandreporter“ vor.

Stubenhockerei befasst sich mit dem Fassbinder-Film „Wildwechsel“, der auf einem Theaterstück vom Franz-Xaver Kroetz beruht (eigene Anmerkung: Der übrigens gar nicht begeistert war und weitere Vorführungen des Films verhinderte). Passend dazu gibt auch noch was zu Peter Fleischmanns „Jagdszenen aus Niederbayern“.

Herzlichen Glückwunsch, Tonight is gonna be a large one. Bullions Blog ist jetzt seit acht Jahren im Netz.

Herzlichen Glückwunsch auch an Donald Duck, der 80 Jahre wurde. Sie Donnerbold von Sir Donnerbolds Bagatellen gratuliert.

symparanekronemoi stellt noch einmal ausführlich die Jodorowsky-Box von Bildstörung und die darin enthaltenen Filmen vor.

Passend zur WM stellt Joachim Kurz auf B-Roll einige Fußballfilme im näheren und weiteren Sinne vor. Und Rochus Wolff schreibt wieder einmal in seiner Kinderfilm-Kolumne eine sehr kluge Worte über das Tempo im Kinderfilm und warum gute Kinderfilme zeitlos sind.

Der Kinogänger hatte zweimal „Neues aus Hollywood“ am Start. Für die 22. und die 23. Kalenderwoche.

Sascha Nolte empfiehlt „die perfekte, fiese Unterhaltung für heiße Sommernächte – ein flirrender, fieberhafter Alptraum vor schwüler Kulisse.“ Auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte bespricht er den merkwürdige (und aufgrund seiner zahlreichen Alternativtitel reichlich falsche Erwartungen weckende) „Macchie solari“ aka „Autopsie – Hospital der lebenden Leichen“. Des weiteren hat er auch einen sehr frühen Film des Sleaze-Meisters Renato „Delirio Caldo“ Polselli gesehen: „Die Geliebte des Vampirs“ von 1960.

Tim ist auf Bad im Bilderstrom ziemlich angetan vom deutschen Gangsterfilm „Harms“, der sonst ja eher durchwachsene Kritiken bekommt.

Apropos deutscher Genrefilm. Themroc hat sehr viele gute Worte über „Stereo“ zu verlieren und hat schon leichte Hoffnungen auf ein Wiederauferstehen des deutschen Genrefilms (wobei ich ja der Meinung bin, dass der nie wirklich weg, sondern nur gut versteckt war). Dazu passen dann im historischen Rückblick die Besprechungen von fünf Genrefilmen aus den 30ern, die u.a. bereits Wallace- und Karl-May-Stoffe verwendeten.

Alex Klotz stellt auf Hypnosemaschinen wieder zwei unbekannte Film vor, die scheinbar ganz meine Kragenweite sind. Den mexikanischen Film „El escapulario“ und „Rendezvous in Bray“ von André Delvaux, dessen leicht surreales Werk Alex schon des öfteren empfohlen hat.

Die zur Zeit beste Reihe in deutschen Filmblogs findet man auf Hard Sensations, wo Marco Siedelmann unter dem Titel „Reden über Schreiben über Film“ lange und sehr interessante Interviews mit Menschen führt, die im Netz über Film schreiben. Diesmal: Hasko Baumann, ehemaliger Mitgründer der seligen „Schnitt“, Redakteur des Online-Magazins „Das Manifest“ und Macher solch innovativer TV-Sendungen wie dem grandiosen „Durch die Nacht mit…“. Was er zu sagen hat ist auch sehr sympathisch und interessant. Sehr hintergründig und spannend ist auch das Interview mit einem des bekanntesten deutschen Filmkritiker: Ekkehard Knörer.

Lukas Foerster hat eine sehr kritische und ausgewogene Besprechung zu Douglas Limans „Edge of Tomorrow“ auf Dirty Laundry veröffentlicht.

Andreas Köhnemann bespricht auf critic.de die Doku „I Am Divine“, die auch auf meiner Liste ganz oben steht. Frédéric Jaeger schreibt über das Buch „Der Dokumentarfilm ist tot – es lebe der Dokumentarfilm: Über die Zukunft des dokumentarischen Arbeitens“, welches im Mai im Schüren Verlag ein Sammelband anlässlich des Internationalen Dokumentarfilmfestivals München erschienen ist und für das er auch einen Beitrag verfasst hat. Michael Kienzl wiederum stellt die Filme von Kô Nakahira vor, dem auf der diesjährigen Nippon Connection die Retrospektive gewidmet war.  Auch eine tolle Reihe: „Bewegte Bilder“ – Kunstwerke die häufig in Filmen zitiert werden. Diesmal „Orphelia“ von John Everett Millais.

Ulrich Kriest ist auf filmgazette schwer von Götz Spielmanns neuem Film „Oktober November“ begeistert, dem er 9 von 10 Punkten gibt. Dazu passt dann ein ausführliches Interview, das er mit Spielmann geführt hat.

Alex Matzkeit macht sich auf real virtuality so seine Gedanken um die kommende neue Star-Wars-Trilogie und weshalb sie scheitern könnte.

Udo Rotenberg hat sich für seinen Blog L’amore in cittá den Proto-Giallo „Die Mörderklinik“ von Elio Scardamaglia mit William Berger vorgenommen, der kurz nach Bavas „Blutiger Seide“ entstand.

Eine wunderbare Mischung aus Giallo und Polizeifilm bespricht totalschaden auf Splattertrash, nämlich einen meiner persönlichen Lieblinge: „Der Tod trägt schwarzes Leder“.

Wer zu viel Geld übrig hat, kann dieses in einen Film über außerirdische Brustimplantate namens „Killer Rack“ investieren, bei dem auch Lloyd Kaufman mitmischt. Screenread berichtet darüber. Ebenso wie über den mexikanischen Gruseler „Here comes the Devil“, zu dem ich hier die Tage auch ein paar Gedanken schweifen lassen werden.

Den hat auch Deep Red Radio am Wickel. Ebenso wie Ralph Bakshis kontroversen Animationsklassiker „Coonskin“, über den ich hier geschrieben hatte.

„Coonskin“ wird auch von Oliver Armbrust auf film-rezensionen.de besprochen. Das passt auch sehr gut in seine Reihe mit Animationsfilmen, die mit dem Anime „Perfect Blue“ fortgeführt wird.

Ebenfalls einen Anime – wenn auch mit eher jüngeren Zielgruppe – bespricht Robin Schröder auf Mise en cinéma: „Welcome to the Space Show“, dem er etwas ambivalent gegenüber steht.

Und noch ein Anime: Martin Beck gefällt auf Reihe Sieben der letzte Film des großen Hayao Miyazakis: „Wie der Wind sich hebt“.

Und eine Blogparade macht auch wieder die Runde. Going to the movies hat 10 Filme aufgeführt, die er gut fand, aber kein zweites Mal schauen möchte. Da er seine Entscheidung auch kurz begründet hat, weise ich hier mal drauf hin. Hmmmm…. relativ konventionelle Filme. Mich würde mal interessieren, was er zu „120 Tage von Sodom“ oder „Begotten“ sagen würde.

Ich habe ja so meine Probleme mit dem Kino des Eli Roth, welches ich zu gewollt und krampfhaft auf „krass“ getrimmt ist. Darum warte ich auch nicht unbedingt auf seine Kannibalen-Film „The Green Inferno“, den Stefan auf Equilibrium allerdings ausdrücklich lobt.

Auf Daumenkino hat Natalie Wilke eine lesenswerte Kritik zu dem Film „Enemy“ von Denis Villeneuve veröffentlicht.

dennis schreibt auf filmospohie über „Eine kurze Geschichte der (Film)Zeit“. Definitiv kein Text zum mal eben drüber schauen, sondern wert, dass man sich in den Artikel vertieft und etwas Gehirnschmalz in die Theorie investiert.

jogiwan schreibt auf project-equinox eine intelligente Review über „Berberian Sound Studio“, den ich mir wohl einmal ein zweites Mal anschauen sollte. Beim ersten Mal hat es – wohl auch aufgrund der falschen Erwartungshaltung – so überhaupt nicht Klick bei mir gemacht.

Auf Filme im Dialog unterhalten sich PD und YP diesmal über den Regisseur Richard Linklater.

Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen einen neue Ausgabe der „Besprechungen der Anderen“ erstellt und ich bedanke mich hier für die nette Erwähnung dort. http://schlombies-filmbesprechungen.blogspot.de/2014/06/die-besprechungen-der-anderen.html

Oliver Nöding nutzt seine Elternzeit um weiterhin regelmäßig interessante Besprechungen auf Remember It For Later zu veröffentlichen. Diesmal u.a. dabei: Harald Reinls Poe-Film „Die Schlangengrube und das Pendel“ und zwei Filme, die ich auch gerade in der Mache hatte: „Loreley’s Grasp“ und „Geheimcode: Wildgänse“.

Nachdem Hauptsache Stummfilm vor Kurzem bereits die Version von 1929 besprochen hat, ist nun eine weitere Fassung der „Three Godfathers“ dran. Richard Boleslawskis „Das Wunder in der Wüste“ von 1938.

Sascha Schmidt berichtet auf Okaeri von der Nippon Connection, wo er die Dokumentation „The Frivolous“ sah. Dieser handelt von den Gouverneurswahl in Osaka handelt, für die sich für rund 30.000 US-Dollar jeder aufstellen lassen kann.

Annika Stelter schaut auf Die Filme, die ich rief Michael Caminos „Die durch die Hölle gehen“, der sie tief einsaugt.

Und zum Schluss gibt es noch einen schönen Text von Rainer Knepperges auf new filmkritik mit der Überschrift „Infrastruktur“.

Das Bloggen der Anderen (02-06-14)

Von , 2. Juni 2014 20:51

bartonfink_type2- Das japanische Festival Nippon Connection in Frankfurt ist gerade wieder zu ende gegangen und für alle, die nicht dabei sein konnte (so wie ich), gibt es einen ausführlichen Bericht von Michael Schleeh auf Negativ.

- Auf seinem eigenen Blog Schneeland schreibt er noch einmal vertieft über den dort gezeigten Film „Lesson of the Evil“ von Takashi Miike.

- Auch Christian Moises von Eskalierende Träume befasst sich mit der Nippon Connection und schreibt einen ausführlich und hochinteressanten Bericht über die Retrospektive, die in diesem Jahr dem wichtigen Vertreter der „Neuen japanischen Welle“, Kô Nakahira, gewidmet war.

- Ebenfalls bei der Nippon Connection war der Blog Schöner Denken, der seine Beiträge mit Podcasts ergänzt.

- Auf unserem Phantastival 2012 lief der sowjetische SF-Stummfilm „Aelita“ mit Musikbegleitung. Die Fassung war allerdings merkwürdig kurz und im Gegensatz zur angekündigten Zeit fehlten plötzlich fast 45 Minuten. Ich frage mich, welche Fassung Sascha Nolte von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte gesehen hat, der den Film auf seinem Blog vorstellt.

- YP und PD von Film im Dialog befassen sich diesmal mit einem spannenden Regisseur, dem Kanadier Denis Villeneuve, der gerade mit zwei Filmen, „Prisoners“ und „Enemy“, in den deutschen Kinos zu Gast war.

- filmosophie nennt den neuen Disney-Film „Maleficent“ einen Emanzen-Porno. Warum, kann man auf ihrem Blog filmosophie nachlesen. Ferner schreibt dennis über „Emma hat Flügel“ von der Hamburger Untergrund-Filmemacher-Crew „Arrogant & Radikal“, über die ich hier vor Kurzem auch berichtete, als sie Unterstützer für ihr neues Projekt suchten.

- Auf B-Roll fragt filmosophie unter ihrem bürgerlichen Namen Sophie Charlotte Rieger, ob Frauenfilme immer gleich Problemfilme sein müssen und schreibt: „Frauen machen keine “Problemfilme”, weil es ihnen im Blut liegt, sondern unter anderem deshalb, weil sich hierin ihre eigene Erfahrungswelt widerspiegelt.“

- Sträflich vernachlässigt werden ja immer die Simmel-Verfilmungen der 70er, die ja quasi die legitimen Nachfolger der Wallace- und May-Reihen der 60er sind. Immerhin brachte es diese Reihe auch auf neun Verfilmungen, die fast ausschließlich von Meisterregisseur Alfred Vohrer gedreht wurden. Udo Rotenberg stellt mit „Und Jimmy ging zum Regenbogen“, den auf Grün ist die Heide den ersten Film dieser Serie vor.

- Und auf seinem Blog L’amore in cittá analysiert er einen meiner Lieblingsfilme: Lucio Fulcis „Woodoo – Schreckensinsel der Zombies“, den er auf dem 1. Italienischen Genre-Festival in Nürnberg gesehen hatte.

- Auf Hard Sensations schreibt Jamal Tuschick über „Nymphomaniac Vol. 2“ oder vielmehr fiktionalisiert seinen Kinobesuch.

- Wo gerade die neue Big-Budget-US-Variante in den Kino läuft, ist es auch schön, mal wieder an den ersten „Godzilla“ von 1954 zu erinnern, wie es Robin Schröder auf Mise en cinéma tut. http://miseencinema.wordpress.com/2014/05/27/godzilla/

- Movies & Sports stellt den Filmpodcast „Die Flimmerfreunde“ vor. http://negativespace.blogger.de/stories/2407243/

- Ich muss Oliver Nöding echt bewundert. Gerade das zweite Mal Vater geworden und trotzdem schreibt er auf Remember It For Later eine Filmbesprechung nach der anderen. Sein Geheimnis, wie er das schafft, möchte ich mal kennen. U.a. dabei: Der vorerst letzte Teil der „Kommissar X“-Reihe: „Drei goldene Schlangen“. Der wirklich letzte Teil „.. jagt die roten Tiger“ ist ja leider bisher nicht in Deutschland erhältlich – kommt aber scheinbar bald von „Filmjuwelen“.

- Wie heißt der Film, bei dem Bruce Dern seine Diana Ladd kennenlernte und sie kurz darauf ihre Tochter Laura Dern zeugten? Natürlich :“Die wilden Engel“ – nomen est omen. Totalschaden bespricht diesen Rockerfilm-Prototyp, der Hauptdarsteller Peter Fonda auf die Idee zu „Easy Rider“ brachte auf Splattertrash. Ferner: Argentos „Die neunschwänzige Katze“.

- Zeit für Experimentalfilme. „ERE ERERA BALEIBU IZIK SUBUA ARUAREN… ist ein abstrakter Film, den Sistiaga direkt, also ohne Kamera, auf 35mm-Film malte“, schreibt Manfred Polak auf Whoknows presents, wo er den obengenannten Film vorstellt, aber auch sehr viel lesenswertes über den Künstler José Antonio Sistiaga schreibt.

- Nischenkino schreibt über Claude Sautets „Die Dinge des Lebens“ mit Romy Schneider und Michele Piccoli, er sei „Grandios, Berührend, exzellent gespielt mit einer emotional ergreifenden Melancholie…“.

- „Es gibt ja so Filme, von denen man vorher weiß, dass sie kitschig, vorhersehbar und dermaßen simpel erzählt sind, dass sogar noch Taub-Blinde alles kapieren. Aaaaber in ihrem Bombast bewegen sie etwas, eben dieses seltsame Ding im Brustkorb, das manche Herz nennen. Ich nenne so rare Meisterwerke Empathie-Pornos, weil sie die höchste Kunst repräsentieren, indem sie sogar den Zyniker noch begeistern.“ Das schreibt Reda auf Der breite Grad in Bezug auf den japanischen Film „Season of Snow“, den er am Ende noch mit der Schulnote 1 belohnt.

- Oliver Armknecht fährt auf film-rezensionen.de mit seinem Animations-Special fort und stellt den Anime „Tekkonkinkreet“ vor. Den habe ich einst auf dem Japanischen Filmfest in Hamburg gesehen und fand ihn ganz fürchterlich. Nach Olivers Besprechung sollte ich mich vielleicht mal an eine Zweitsichtung wagen. Des weiteren: Der mexikanische Horrorfilm „Here Comes the Devil“, den wir letztes Jahr für das Phantastival in Betracht gezogen hatten und der auch noch auf meiner Liste steht.

- Auch Komm und sieh stellt einen Anime vor: Hayao Miyazakis letzten Film „Wie der Wind sich hebt“, der am 17.7. in die Kinos kommt. Auch Shion Sonos Neuer, „Why Don’t You Play in Hell“ wird besprochen.

- Als Kinder hatten wir in der Grundschule einen Helden: Jimmy Bondi (Mr. Zehetgruber himself), den „kleinen Bruder von James Bond“, und sein Wunderauto Dudu. Schlombie hat den ersten Film der Dudu-Reihe wohl zu spät im Leben gesehen, um ihn noch lustig zu finden. Entsprechend der Verriss auf Schlombies Filmbesprechungen. Und es gibt eine weitere Folge der „Besprechungen der Anderen“.

- Going to the movies entdeckt Gemeinsamkeiten zwischen Jan de Bonts „Speed“ und Henri-Georges Clouzots Meisterwerk (und einer meiner meiner All-time favorites) „Lohn der Angst“.

- Tonight is gonna be a large one empfiehlt das Buch „Cabinet of Curiosities: My Notebooks, Collections, and Other Obsessions“ von Guillermo del Toro, in dem dieser seine Notizbücher, die er meist projektübergreifend führt, veröffentlicht hat.

- Deep Red Radio fragt sich, ob der amerikanische Amateuer-Horrorfilm „Resolution – Cabin of Death“ tatsächlich solch eine Perle ist, wie das Cover behauptet. Die Antwort: Ja, der Film ist durchaus empfehlenswert, nur die deutsche DVD ist zum Weglaufen.

- Nachdem in der letzten Woche Alexander Matzkeit den belgischen Animations-Regisseur für real virtuality interviewt hat, ist jetzt sein Kollege Gerold Marks für Digitale Leinwand dran. Eine schöne Ergänzung.

- Zum Schluss: Lukas Foerster erinnert auf Dirty Laundry kurz an den DEFA-Film „Für die Liebe noch zu mager“.

Das Bloggen der Anderen (26-05-14)

Von , 26. Mai 2014 22:48

bartonfink_type2- Am 15. dieses Monats starb der japanische Regisseur Norifumi Suzuki. Reda von Der breite Grat ist recht traurig darüber, dass selbst Japanfilm-Blogs diesen Mann mit nur wenigen Zeilen abgespeist haben. Also hat er selber ein langes Interview, welches er mit Suzuki 2007 geführt hat, hervorgeholt und auf seinem Blog als Nachruf veröffentlicht.

- Die Filmfestspiele in Cannes sind vorbei und der Hauptpreis ging an den Film, der von Anfang an als großer Favoit galt: „Winter Sleep“. Wer noch einmal die die letzte Woche in Cannes Revue passieren lassen möchte, kann dies sowohl bei Michael Sennhauser auf Sennhausers Filmblog, als auch auf Negativ, wo Rüdiger Suchsland ein Festivaltagebuch geführt hat, tun.

- Jean-Luc Godard war nicht in Cannes. Aber er hat einen Videobrief geschrieben, weshalb er nicht dabei ist, wenn sein neuster Film gezeigt wird. Und natürlich ist sein Brief gleich wieder ein Godard-Film geworden. Auf Daumenkino kann man ihn sich anschauen.

- Dass ich einer Verteuflung des deutschen Films sehr kritisch gegenüberstehe, hat sich sicherlich bereits herum gesprochen. Daher bin ich auch immer an Literatur zum deutschen Film interessiert und bin Sebastian dankbar, dass er auf Magazin des Glücks das mir bisher unbekannte und scheinbar gerade erschienene Buch „Nachkriegskino“ von Gerhard Bliersbach vorstellt.

- Udo Rotenberg bespricht auf L’Amore in cità die beiden „Sieben goldene Männer“-Gauner-Komödien, die 1965 bzw. 1966 von  Marco Vicario gefilmt wurden.

- Auf Hard Sensations gibt es „Reden über schreiben über Film“ – Teil 5. Diesmal mit dem supersympathischen Thilo Gosejohann, der mir manchen Satz aus der Seele spricht.

- Auch mal eine interessante Meinung. Yzordderrexxiii verteidigt „Howling 2“, den er hier unter dem mir bisher nicht geläufigen – aber durchaus treffenden – Titel „Stirba – The Werewolf Bitch“ führt. Ich fand das beste an dem Film ja immer noch den Abspann, in dem gefühlt 100x gezeigt wird, wie Sybil Danning sich das Hemd vom Busen reißt.

- Schlombie von Schombies Filmbesprechungen hat sich an die kontroverse Zoophilie-Doku „Zoo“ gewagt und hätte hier mehr erwartet. Und nachdem er den direkten Vorgänger noch sterbenslangweilig fand, hat ihm der vierte Teil der „Reitenden Leichen“ wieder Spaß gemacht.

- Letzten Dienstag habe ich „Godzilla“ im Kino gesehen. Eine Kritik brauche ich nicht zu schreiben, denn YP und PD bringen auf Filme im Dialog meinen Gedanken zu dem Film auf den Punkt.

- Neulich habe ich hier auf dem Bog das Buch „Lars von Trier goes Porno“ besprochen. Jetzt hat filmosophie auf ihrem Blog filmosophie nachgezogen.

- totalschaden hat auf Splattertrash einen der politisch unkorrektesten Filme der Shaw-Brothers-Ära an Bord. „Vier gnadenlose Rächer“, der im Original den bezeichnenden Tital „Crippled Avengers“ trägt und vier behinderte Kämpfe auf ihrem Rachepfad folgt.

- Oliver Nöding nimmt sich auf Remember It For Later die nächste Serie vor: Die „Kommissar X“-Filme, die ich hier auch schon mal am Wickel hatte. Er beginnt natürlich mit dem ersten Film: „Kommissar X – Jagd auf Unbekannt“ und kommt erst einmal bis zu Nummer Fünf Und er hat dabei viel Spaß.

- Selbst als bekennender Jess-Franco-Film habe ich doch bei dem beeindruckenden Schaffen des Spanieres immer noch Lücken. Z.B. den sehr frühen „Rififí en la Ciudad“, den Sascha Nolte auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte bespricht und ihn „den Film des Meisters, den man auch Vati, Mutti und dem Nachbarn ans Herz legen kann“ nennt. Muss ich sehen!

- Am Mittwoch startet das Japan Filmfest Hamburg und auf Japankino gibt es einige Tipps, was man sich dort ansehen sollte.

- Apropos Japan. Michael Schleeh empfiehlt auf Schneeland nachdrücklich den Film „L’Amant“ von Ryuichi Hiroki.

- Da hatte ich mich schon drauf gefreut: Ein Film aus den wiederbelebten Hammer Studios, dem ein gut aussehender Trailer vorweg geschickt wurde. Nur, wenn man die Kritik von Thorsten Krüger auf Komm und sieh durchliest, dann ist am Ende bei „The Quite Ones“ wohl nichts brauchbares herausgekommen. Schade.

- Der Kinogänger hat wieder Neues aus Hollywood zu berichten.

- Annika Stelter ist auf Die Filme, die ich rief weiter auf Filmtour. Die aktuellen Stationen sind 1976 und 1977. Im Jahre 1976 begegnet sie ihrem großen Idol David Bowie in „Der Mann, der vom Himmel fiel“ und 1977 ist wird sie von „Eraserhead“ in eine andere Welt entführt.

- Ein deutscher Gangsterfilm, der sich an den 80ern orientiert. Das klingt interessant und die Beschreibung zu „Harms“ klingt auch nicht schlecht. Frank Schmidtke ist damit auf cineastic.de nicht ganz damit warm geworden, aber einen Blick ist das Werk sicherlich wert. Als ich die Plakate für „Edge of Tommorrow“ gesehen habe, habe ich laut gegähnt. Schon wieder ein SF-Film mit Tom Cruise? Dann habe ich im Kino den Trailer gesehen und bin zumindest neugierig geworden. Laut Ronny Dombrowski ist das Ergebnis auch gar nicht so übel ausgefallen.

- „Wenn der Wind weht“, war für mich damals nicht nur Pflichtprogramm in der Schule, sondern auch die erste (oder sagen wir zweite: „Watership Down“ war noch davor) Begegnung mit einem ernsthaftem Animationsfilm jenseits von Disney. Oliver Armknecht lässt den Film noch einmal in seinem Animations-Special auf film-rezensionen.de Revue passieren. Ferner nimmt er sich auch unseren Eröffnungsfilm des letztjährigen „Phantastivals“ vor: „Haunter“ von Vincenzo Natali, der ihm recht gut gefallen hat.

- Eine schöne Review des Films „Galgenvögel“ gibt es auf Hauptsache Stummfilm. Statt wieder einige Kurzreviews jüngerer Film mit einzubinden – wie er es in letzter Zeit immer tat – schreibt gabelinger einiges über den Hintergrund und das Personal des Filmes, was mir gut gefällt. Übrigens ist Wiliam Wylers „Galgenvögel“ eine weitere Verfilmung des „Three Godfathers“-Stoff, den auch John Ford zweimal verfilmte.

- Lukas Foerster bespricht auf Dirty Laundry den japanischen Film „The Shadow of Fear“, den Ko Nakahira 1964 inszenierte. Das klingt alles sehr interessant. Ich halte mal die Augen nach diesem Streifen offen.

- Alexander Matzkeit hat auf dem Stuttgart International Festival of Animated Film den belgischen Regisseur Ben Stassen interviewt. Das ganze Interview (auf Englisch) findet man auf real virtuality.

Und zu guter Letzt: Eine Liste der 10 durchschlagensten, fiktiven Filmdrogen auf Reihe Sieben. Darauf ein Moloko Plus!

35mm und Digitales Kino – Good Vs. Evil?

Von , 21. Mai 2014 21:16
projektor_kino46

Blick in den Projektionsraum des alten Kino 46.

In seinem Blog Digitale Leinwand hat Gerold Marks die Frage aufgeworfen: “Was hat das Digitale Kino für euch in den letzten 5 Jahren verändert?” und andere Blogs aufgefordert, im Rahmen einer “Blogparade” zu dieser Frage Stellung zu beziehen.

Darauf hatte Alexander Matzkeit in seinem Blog real virtuality mit einem etwas provozierenden Text geantwortet. Überspitzt formuliert sagt er darin aus, dass das Festhalten an 35mm-Material (oder CDs oder Büchern) den Datenträger über den Inhalt stellt. Er schreibt u.a.: “Wer dem Rattern des Projektors, der puren Existenz des Filmmaterials, dem Krisseln des Korns hinterherweint, betreibt Fetischismus. Er oder sie ersetzt das Erlebnis Kino durch eine physische Manifestation, die auf einer Ansammlung historischer Zufälle basiert, egal wie bewährt sie sein mag. Er oder sie begrenzt die Utopie dessen, was Kino sein kann. Was Kino werden muss.” Zu diesem Artikel hatte ich einen längeren Kommentar verfasst, der zu einer kurzen Diskussion führte. Am Ende bat mich Alex, meine Gedanken doch als Teil von Gerolds oben erwähnter Blogparade auf meinen Blog zu stellen. Dies möchte ich jetzt hier auch in überarbeiteter und ergänzter Fassung tun.

Objektiv gesehen hat Alex ja ganz recht mit Deiner Forderung sich vom “Krams” zu trennen und am Ende allein die Information/die Daten zu behalten, nicht aber “die Konserve” in der sie steckt. Seine Argumente sind auch rational absolut nachvollziehbar. Natürlich zählt in erster Linie der Inhalt, nicht der Träger. Die Musik, nicht die CD. Der Film, nicht die DVD. Die Geschichte, nicht das Buch.

Allein – ich kann diese Ansicht nicht teilen. Da grummelt es bei mir im Bauch, wenn ich lese “Meine Musik kaufe ich (fast nur noch) digital, meine Bücher lese ich (wann immer es sich lohnt) auf dem Kindle” oder “All das Gerede von Haptik und “es gibt sie noch, die schönen Dinge” zündet bei mir nicht mehr”, obwohl ich vom Kopf her weiß dass dieses Grummeln nicht gerechtfertigt ist. Vielleicht liegt es zum Teil daran, dass ich in meinem Leben nicht so häufig umgezogen bin, wie Alex. Bei jedem Umzug trennt man sich ja von Überflüssigen. Bei meinem letzten Umzug sind fünf Umzugskisten mit kopierten VHS-Tapes (also keine Originale) auf die Mülldeponie gewandert (drei Kisten mit Raritäten habe ich allerdings behalten). Ich habe es in knapp 44 Jahren auf gerade einmal zwei Umzüge “geschafft”. D.h. ich habe mir immer sehr langfristig ein “Nest” gebaut. Und in dieses Nest gehören für mich die Dinge, die ich liebe. Meine Bücher, meine Comics, meine Filme, meine CDs/LPs. Ich mag es noch immer, einfach mal am Regal entlangzugehen und die Bücherrücken anzusehen, hier und da mal wieder ein Buch (oder eine DVD) daraus in die Hand zu nehme, drin zu blättern und es wieder zurückzustellen. Es gibt mir ein gutes Gefühl, es ist eine Liebe zum Inhalt, der sich in einer festen, “begreifbaren” Form ausdrückt.

Ich habe lange Diskussionen mit Bekannten geführt, die sich keine CDs mehr kaufen, sondern alles über Spotify & Co. digital beziehen. Deren Argumente pro digital waren unschlagbar. Aber für mich ist das trotzdem nichts. Ich kann es nur nicht “hart” begründen, da es vor allem mit “weichen” Faktoren zu tun hat. Eben der Bauch, der mir sagt: “Du musst es anfassen können”. Die Nostalgie, das Gefühl, wie es früher war – im analogen Zeitalter – wenn man ein Buch oder eine LP von seinem knappen Taschengeld gekauft hat. Ich denke, mit objektiven Argumenten kommt man hier auch nicht weiter, weshalb so manch leidenschaftlich geführten Debatten zu diesem Thema am Ende zu nichts führen. Man ist so oder so gestrickt und ich denke, das eigene Verhalten hängt auch viel von den Umständen ab, in denen man groß geworden ist. Ich habe es z.B. schon als Kind geliebt, in Museen zu gehen, in Bibliotheken herumzustöbern und war immer stark beeindruckt von riesigen Bücherwänden. Ich habe den Geruch der Bücher aufgesogen, die Seiten befühlt und fand das großartig. Ebenso ist das mit Film.

Und hier bekomme ich endlich auch den Schlenker zu Gerolds Frage auf “Digitale Leinwand” hin. Klar, hat digitales Kino sehr viele Vorteile. Aber ich bevorzuge weiterhin 35mm. So, wie Vinyl-Sammler, die CDs auch nur im Notfall kaufen und immer von der “Seele” reden, die im digitalen Prozess verloren geht. Wie sie das Knacken und Knistern als “Lebenszeichen” der LP sehen, welche ihre Geschichte erzählt, so geht es mir mit Filmkratzern, Bildsprüngen oder ähnlichem bei einem 35mm-Film. Natürlich kann/sollte man das vom Film selber trennen. Hier erlebt man Bild und Ton, dort eben das Material. Aber für mich ist das eine Einheit. Wenn ich eine alte 35mm-Kopie sehe, dann weiß ich, dass sie “ein Leben” hinter sich hat (und ich finde auch das Bild lebendiger). Das ist wahrscheinlich eine hoffnungslos romantische (und vielleicht auch falsche) Vorstellung, aber was wäre das Leben ohne ein bisschen Romantik?

“Wer dem Rattern des Projektors, der puren Existenz des Filmmaterials, dem Krisseln des Korns hinterherweint, betreibt Fetischismus.” schreibt Alex. Ja, das mag stimmen. Aber ich sehe jetzt nicht, was daran so schlimm sein soll? Der eine mag es so, der andere so. Meiner Meinung nach ist es ebenso falsch 35mm als überholt und unnötig abzutun, wie digitale Technik zu verdammen. Ich bin vergangenen Sonntag ganz bis nach Hamburg gefahren, um beim “Monster machen mobil” dabei zu sein. Zu sehen gab es “Gruft der Vampire” (den ich auf DVD habe) und “Die 3 Supermänner räumen auf”. Ersterer war eine recht gute Kopie, letzterer extrem rotstichig und voller Sprünge und “Schnee” bei den Rollenwechseln. Hat es mir etwas ausgemacht? Nein, nicht im Geringsten. Eher ganz im Gegenteil. Das Prinzip eines Festivals wie “Monster machen mobil” ist es eben, Filme so zu zeigen, wie sie ursprünglich für das Kino gedacht waren: Auf 35mm. Und das Publikum hier will es auch nicht anders sehen. Sie bringen dem 35mm-Material die gleiche – ja, nennen wir es ruhig fetischistische – Liebe entgegen wie ich. Ich will diese Filme nicht digital sehen! Auch wenn die Kopien in noch so schlechtem Zustand sind, ich würde sie immer als “Original” bevorzugen. Wenn diese Filme digital aufbereitet werden, sehen sie in meinen Augen nicht mehr “echt” aus. Es fehlt mir das Flair, es fehlt mir das Leben. Nein, objektiv bin ich da nicht. Ich kann nur sagen, dass das Kino gut gefüllt war und ich glaube, niemand hätte hier eine digitale Version der Filme vom Beamer sehen wollen. Jeder wollte 35mm “schmecken”.

Aber dies ist sicherlich nicht repräsentativ. Für unsere Reihe “Weird Xperience” im Kommunalkino City 46 waren (und sind) wir immer bemüht, unsere Filme als 35mm Kopien zu zeigen. Einmal begab es sich beim “Killer von Wien”, dass die 35mm Kopie für die erste Vorstellung am Donnerstag nicht verfügbar war und stattdessen eine DVD gezeigt wurde. Als wir davon am Sonntag erfuhren (dort war die zweite Vorstellung angesetzt und die 35mm-Kopie endlich da), waren wir darüber entsetzt und fragten, wie viele Zuschauer denn deshalb dann wieder nach Hause gegangen seien. Die Antwort: Niemand. Es war ihnen egal.

Gestern war ich wieder im Kino. Im Cinemaxx bei Gareth Edwards “Godzilla”. In 3D. Hat es mir etwas ausgemacht, dass der Film digital war? Nein, hat es nicht. Der Film wurde digital gedreht, da kann man ihn auch digital zeigen. Moderne Filme sind ja auf diesen klaren, brillanten – böse Zungen würden behaupten “sterilen” – Look ausgelegt. Die künstlerische (oder auch kommerzielle) Entscheidung war es von Anfang an, digital zu drehen. Digital ist auch nicht böse. Es kann auch verdammt gut aussehen und es ist beeindruckend, wenn man jedes noch so kleine Härchen messerscharf auf der riesigen Leinwand sehen kann. Es ist eben ein anderes Filmerlebnis, als die zuvor beschriebenen 35mm-Vorführungen. Und es ist die Zukunft. Damit muss man sich abfinden, denn 35mm wird schon sehr bald nur noch ein Format für Liebhaber sein und die allerwenigsten Produktionen werden auf echtes Filmmaterial zurückgreifen.

Ich sehe das wie bei Fotokameras. Fast jeder hat eine Digitalkamera, aber ein paar wenige schwören weiterhin auf echten Film. Ich würde einmal behaupten, beiden Fraktionen machen schöne und weniger schöne Fotos. Ich für meinen Teil finde, dass schöne Fotos auf Film besser aussehen, wärmer sind. Aber wenn derjenige, der die Fotos geschossen hat nun einmal keinerlei Talent hat, ist es egal ob er eine digitale oder analoge Kamera benutzt. Das Ergebnis wird immer Schrott sein.

Weitere Teilnehmer an dieser Blogparade zum Thema “Digitales Kino”:

http://schoener-denken.de/
http://celluloidcerebro.wordpress.com/

Das Bloggen der Anderen (19-05-14)

Von , 19. Mai 2014 22:12

bartonfink_type2- Letzte Woche verstarb der österreichische Regisseur Michael Glawogger. Überraschenderweise hinterließ dies keine so große Resonanz in den Blogs, wie ich erwartet hätte. Ich selber kenne (noch) zu wenig von ihm, um einen Nachruf zu verfassen, deshalb verweise ich gerne auf Film im Dialog, wo sich YP und PD ausführlich mit Glawoggers Werk auseinandersetzen.

- Ebenfalls viel zu früh verstorben ist der Künstler H.R. Giger, der auch einige wegweisende Designs für Filmkreaturen erschuf. Am bekanntesten dürfte das Alien aus dem gleichnamigen Film sein. Auf Facebook löste sein Tod eine wahre Lawine an Kommentaren aus, in den Blogs blieb es aber auch hier seltsam ruhig. Den einzigen längeren Nachruf habe ich bei den Fünf Filmfreunde gefunden.

- Die Filmfestspiele in Cannes haben diese Woche begonnen. Für Negativ schreibt Rüdiger Suchsland über Filme und Erlebnise rund ums Festival.

- Auch Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog schreibt über das diesjährige Festival.

- Auf critic.de interviewt Frédéric Jaeger den ehemaligen Chefredakteur der Cahiers du Cinéma Charles Tesson, der seit drei Jahren die älteste Nebenreihe der Filmfestspiele von Cannes, die Semaine de la Critique, leitet.

- Gerade in den Kinos angelaufen: Der deutsche Genrebeitrag „Stereo“, der mit Rüdiger Vogel und Moritz Bleibtreu zwei zugkräftige Namen aufbieten kann. Die Kritiken sind auch nicht schlecht, wie z.B. auf Filmgazette, wo ihm Harald Steinwender 8 von 10 Punkten gibt und Oliver Armknecht von film-rezensionen.de ist mit 7 von 10 dabei.

- Auf B-Roll findet sich dann ein Interview mit dem Regisseur von „Stereo“, Maximilian Erlenwein. Interessanterweise berichtet er, dass die größte Unterstützung bei seinem Film vom ZDF mit seinem „Kleinen Fernsehspiel“ kam. Wenn man sich vor Augen führt, dass die auch den Zombiefilm „Rammbock“ durchgewunken haben, scheinen an dieser Stelle genau die richtigen Leute zu sitzen und man kann gespannt sein, was sich dort in der Zukunft noch tut. Anlässlich des 10jährigen kino-zeit.de Jubiläums gibt es auch wieder ein Interview mit einem „Talent to watch“. Diesmal der Filmemacher Thomas Lauterbach.

- Lukas Foerster hat „The Legend of Hercules“ von Renny Harlin gesehen. Als ich neulich den Trailer sah, habe ich die Hände vors Gesicht geschlagen. Nun lese ich bereits zum zweiten Mal die Meinung, dass dieser Film zwar nicht das ist, was man erwartet, aber so exzentrisch und eigenwillig, dass er zu etwas ganz anderem wird. Klingt seltsam, aber wenn man Lukas Foersters Text auf seinem Blog Dirty Laundry liest, versteht man, was gemeint ist.

- Mein Lieblingstext der Woche stammt von Dennis Vetter und ist auf Eskalierende Träume zu finden. Dort verknüpft er den Blog Eskalierende Träume, seine Leser und die Leute dahinter mit dem Flugblatt für aktivistische Filmkritik, welches in Oberhausen entstand und bereits bei beim letzten „Bloggen der Anderen“ Thema war. Schön geschrieben und motiviert einen einmal mehr zu eigenen, leidenschaftlichen Texten zum Thema Film.

- Dennis’ Text wird auch auf Revolver zitiert, wo sich Christoph Hochhäusler so seine Gedanken zum Thema macht.

- Auf seinem eigenem Blog Parallel Film hat der Filmemacher eine kleine Galerie einsamer Männer eingerichtet.

- Auf Filmosophie schreibt filmosophie über den slowakischen Film „My Dog Killer“, der vor Kurzem auch in Bremen im Rahmen des Balkan-Filmfests lief. Und dennis empfiehlt einen Videoclip über Filmtitel.

- Thomas Groh stellt auf filmtagebuch seine Einführung zu Brian De Palmas “Blow Out” (einem meiner Lieblingsfilme), die er im vergangenen Jahr im Kino Arsenal in Berlin zu Beginn der Filmreihe “Real Eighties” gehalten hat, zum Nachlesen bereit.

- Auf Hard Sensations berichtet Silvia Szymanski über „TERZA VISIONE“ – das 1. Festival des italienischen Genrefilms, welches Ende April in Nürnberg stattfand. Und wie man es von Silvia gewohnt ist, ist der wunderbare Bericht keine Abhaken von Filmreviews, sondern ein ganz eigenständiges, kleines Prosastück.  Und in der Reihe „reden über schreiben über film(e)“ geht es diesmal in den Print-Bereich und die Redaktion des Filmmagazins „Deadline“ steht Rede und Antwort.

- Auf Reihe Sieben schreibt Martin Beck über den leider bisher in Deutschland bisher noch nicht veröffentlichten „Borgman“, den ich schon sehr lange mal sehen wollte und der auch hier sehr gut ankommt.

- Der neue Film von Sion Sono heißt „Why Don’t You Play in Hell“. Michael Schleeh hat ihn gesehen und mochte ihn, auch wenn er ihn auf Schneeland „ziemlich selbstreferentielles (Spektakel), das sich in seinen Überdrehtheiten zu erschöpfen scheint“ nennt.

- reda stellt auf Der breite Grad die letzten drei Teile der „Girl Boss“-Reihe vor, wobei er gerade vom letzten Teil „Girl Boss: Crazy Ball Game“ sehr angetan ist, welcher seiner Meinung nach einen würdigen Abschluss der Reihe darstellt.

- Udo Rotenberg schreibt auf Grün ist die Heide über den eher unbekannteren Helmut-Käutner-Film „Schwarzer Kies“, dem er eine „mitreißende, wie zerstörerischen Mischung aus Maßlosigkeit und Hedonismus“ attestiert.

- Deep Red Radio empfiehlt den Thriller „Linda’s Child“ und warnt zugleich vor falschen Erwartungen, die durch die Bewerbung des Filmes entstehen könnten.

- Harald Mühlbeyer erzählt auf screenshot wieder von einer Grindhouse-Nacht in Mannheim, bei der zwei Jess-Franco-Filme gezeigt wurden. Nämlich „Säge des Todes“ und „Das Frauenhaus“. Der Autor scheint kein großer Fan des spanischen Sleaze-Meisters zu sein, denn er schreibt: „Es ist eine wissenschaftlich gesicherte Tatsache, dass von soundsovielen Jess Franco-Filmen ein derartiger Prozentsatz giftig schlecht ist, dass bei einem Doppeltermin die Wahrscheinlichkeit auf mindestens eine hochprozentige Gurke diese und jene Quote noch übertrifft.“ Dem möchte ich hier vehement widersprechen und die relativ positiven Besprechungen beider Filme widersprechen dieser böse Theorie ja auch quasi.

- Bleiben wir beim Schmuddel. Hier ist „Play Motel“ von Mario Gariazzo ein ganz spezial gelagerter Sonderfall. Warum, das erklärt totalschaden auf Splattertrash.

- Und wieder eine blinde Stelle in meiner Filmerziehung: John Cassavetes. Als Darsteller bekannt und beleibt, habe ich sein filmisches Werk bisher noch nicht gesichtet. Dabei liegt „Tod eines chinesischen Buchmachers“ schon seit vielen Jahren unausgepackt in meinem DVD-Regal. Sascha Nolte klärt mich ein wenig auf, indem er auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über „Minnie and Moskowitz“ schreibt.

- Oliver Nöding hat auf Remember It For Later nun die ersten beiden Sequels von „Stirb langsam“ am Wickel. Während er dem zweiten Teil eine Hymne der Liebe schreibt, hat er so seine Probleme mit Teil 3. Interessant, denn bei mir wäre es genau andersherum.

- Das Magazin des Glücks stellt anhand von drei Filmen den Lyriker, Prosaist, Stückeschreiber und Filmemacher Thomas Brasch vor.

- Den Film „Die Farbe“ von Huan Vu halte ich für ein ausgesprochen schönes Beispiel dafür, wie deutscher Genrefilm sein sollte. Wer den Film noch nicht kennt: Robin Schröder hat auf Mise en cinéma einen schöne Besprechung geschrieben.

- Und zu guter Letzt: Nachdem er sich ausgesprochen kritisch mit dem neuen „Godzilla“ auseinander gesetzt hat und meint: „Erst durch Godzilla werdet ihr merken, was ihr an Pacific Rim hattet“, antwortet Alexander Matzkeit auf real virtuality ein wenig provokativ auf Gerold Marks Frage „Was hat das Digitale Kino für euch in den letzten fünf Jahren verändert?“ Ich habe in einem der Kommentare auch meine Gedanken dazu formuliert, werde das aber wohl noch als eigenständigen Artikel hier in erweiterter Form noch einmal als Teil der von Digitale Leinwand angestoßenen Blogparade posten.

Stöckchen vom Affen: Best Blog Award

Von , 14. Mai 2014 21:25

Affen bewerfen andere Lebewesen gerne mal mit etwas. Der Intergalactic Ape-Man von Intergalaktische Filmreisen macht da keine Ausnahme. Nun wurde mir von ihm schon wieder ein Stöckchen vor die Stirn geknallt. Diesmal sogar mit einer „Best Blog Award“-Auszeichnung. Lange bin ich nicht dazu gekommen, dieses Stöckchen aufzuheben. Im Gegensatz zu dem geschätzten Kollegen Alexander Matzkeit von real virtuality. Nun habe ich mir aber mal die Zeit genommen und Ape-Mans elf Fragen beantwortet. Jetzt wäre meine Aufgabe eigentlich, mir selber elf neue Fragen auszudenken und an elf Blogs zu verschicken. Aber da muss ich leider passen, da mir einerseits die Zeit dazu fehlt und die Blogs, von denen ich denke, das sie mitmachen würden, sowieso schon fast alle irgendwann mit diesem Stöckchen beworfen wurden. Hier also meine Antworten.

1. Warum sollte man deinen Blog deiner Meinung nach lesen und welchen charakteristischen Artikel auf deinem Blog sollte unbedingt jeder kennen?

Nun, weil ich viel Herzblut und Zeit reinstecke und denke, dass das, was ich mit meinem Blog anbiete – seien es die Verweise zu anderen Blogs, Veranstaltungshinweise, Rezensionen usw. – durchaus für Leute, die sich dafür interessieren, interessant ist. Der charakteristische Artikel, den wohl auch die Allermeisten kennen, ist „Das Bloggen der Anderen“. Wobei ich mir häufig wünsche, andere Artikel, wie die Rezensionen und Essays, würden eine ähnlich große Resonanz haben.

2. Hast du deinen ersten veröffentlichten Artikel für deinen Blog geschrieben und wovon handelte er?

Der erste veröffentlichte Artikel war – wenn ich mich recht erinnere – für meine alte „Mr. Sleaze“-Seite, die es aber schon lange nicht mehr gibt. Die Seite lief von 1998 bis 2002. Worum der Artikel ging, weiß ich nicht mehr. Wahrscheinlich irgendein obskurer Europloitation-Streifen. Davor hatte ich kurz mal eine Seite namens „Marco’s Twisted World“, aber da weiß ich gar nicht, ob ich dort schon über Filme geschrieben hatte. Ansonsten war da noch ein geplantes Buch über Hongkong-Filme (welches leider nie erschien), für das ich Reviews – sozusagen als erste und bis heute einzige professionelle Arbeit – geschrieben habe. Diese wurden dann später teilweise auf „Mr. Sleaze“ veröffentlicht. Und einmal wurde ich sogar gedruckt. In der zweiten (und leider bis dato letzten) Ausgabe des schmerzlich vermissten „Absurd 3000“-Fanzines.

3. Was motiviert dich, einen Blogpost zu schreiben und was hält dich davon ab?

Mich motiviert einerseits ein natürlicher Mitteilungsdrang, anderseits aber vor allem positives Feedback von den Lesern. Neulich erst wurde ich von einem sehr netten Menschen auf perlentaucher.de verlinkt und ein bekannter Filmwissenschaftler empfahl eine meiner Besprechungen auf Facebook. Da hat man dann einen solchen Motivationsschub, dass man sich gleich mit Freuden wieder in die Arbeit stürzt. Demotivierend ist es, wenn man lange Zeit gar kein Feedback bekommt (noch nicht einmal in der simplen Form von Facebook-Likes) oder man etwas schreiben MUSS. Das betrifft vor allem die regelmäßigen Kolumnen, die manchmal zum Mühlstein werden können.

4. Was waren die letzten drei Themen, über die du einen Artikel schreiben wolltest, es aber nicht getan hast?

Dutzende. Zwei liegen mir eigentlich besonders am Herzen. Einmal eine Verteidigung des zeitgenössischen deutschen Films und zum anderen ein Artikel über die Videotheken, die es früher bei uns in der Gegend gab. Für beides war aber bisher keine Zeit da, da diese Artikel auch einiges an Recherche bedeuten würden.

5. Zu welcher Tageszeit und in welcher Stimmung schreibst du Blogposts und veröffentlichst du die dann auch gleich?

Ich pendle aus beruflichen Gründen wochentäglich zwischen Bremen und Hamburg und schreibe das Meiste daher im Zug. Die Stimmung ist dementsprechend unterschiedlich, je nachdem wie der Arbeitstag gelaufen ist. Ich versuche – bis auf mittwochs – immer nur einen Artikel pro Tag zu veröffentlichen. Da kommt es dann schon vor, dass ich noch was in der Pipeline habe. Gerade jetzt sind bereits zwei neue Filmreviews fertig, die ich aber erst in den nächsten Tagen veröffentlichen werde.

6. Was ist das Teuerste, worüber du gern schreiben würdest oder geschrieben hast?

Ein großes Filmfestival! Nein, ich weiß es nicht und achte da auch nicht drauf. Wobei, ich würde liebend gerne mal die schönen, aber für meinen (als Alleinverdiener) recht schmalen Geldbeutel unerschwinglichen Veröffentlichungen von Camera Oscura und Subkultur besprechen. Aber auf diverse Anfragen habe ich bisher von den Labels nie eine Antwort bekommen. Da wird wohl nie was draus werden.

7. Wenn du dir einen Interviewpartner aussuchen könntest, wer wäre es?

Niemand den ich kenne. Ich finde es spannender, Interviews mit Leuten zu führen, die ich noch nicht kenne. Da schwingt wahrscheinlich auch die Angst mit, bei einem Interview mit einem großen Helden herauszufinden, dass der ein ziemliches Arschloch sein sein kann.

8. Wie denkst du über Promoagenturen, Rezensionsexemplare und Sponsored Posts?

Promoagenturen und Sponsored Post kommen für mich nicht in Frage. Das „Filmforum Bremen“ ist und bleibt werbefrei. Rezensionsexemplare finde ich absolut okay, solang man sich dadurch nicht verbiegen lässt und etwas besser bespricht, als man es tatsächlich findet. Ich würde mich auch nicht wahllos mit Rezensionsexemplaren bemustern lassen. Ich frage da nur Titel an, die mich auch wirklich interessieren und bei denen ich mir einbilde, mir eine profunde Meinung bilden zu können. Wenn dann da mal ein Stinker bei ist, schreibe ich das auch. Ansonsten sehe ich das Rezensionsexemplar auch als „Lohn“ für die Arbeit, die ich da reinstecke. Für eine Review mit allem drum und dran brauche ich so um die drei Stunden (ohne das Filmgucken). Wenn man bedenkt, dass die DVD, die ich da bekomme, im Handel durchschnittlich so um die 12 Euro kostet, ist das – wie ich finde – doch ein ausgesprochen bescheidener „Stundenlohn“. Darum finde ich es auch nicht okay, wenn Blogger mit wasserzeichenverseuchten Presse-DVDs abgespeist werden. Noch viel ärgerlicher finde ich es allerdings, wenn auf Anfragen nicht geantwortet wird. Eine kurze Email mit „sorry, machen wir nicht“ sollte doch drin sein. Alles andere empfinde ich als recht arrogant. Wobei man aber sagen muss, es gibt gerade bei kleinen Labels in der Mehrzahl sehr nette Kontakte.

9. Viele Blogs überleben die ersten zwei Jahre nicht, ein Großteil schläft nach ein paar Jahren ein. Wo siehst du deinen Blog bzw. deine Schreibtätigkeit in fünf, in zehn und in zwanzig Jahren?

Das kann ich nicht vorhersagen, denn dann wüsste ich ja, was die Zukunft bringt. Solange ich das Bloggen mit Beruf und Familie unter einen Hut bringen kann, mache ich weiter. Ich hoffe allerdings, dass irgendwann auch mal etwas von mir gedruckt wird. Papier finde ich ja immer noch sexier als digital. Da bin ich hoffnungslos von gestern.

10. Wieviel Zeit verbringst du im Internet und würdest du dich als abhängig bezeichnen?

Zuviel eigentlich. Ich habe schon gemerkt, dass ich dadurch z.B. nicht mehr komme, ein gutes Buch zu lesen. Und ab und zu verzichte ich auch auf einen Film, weil ich noch für einen Text recherchieren will. Da muss ich eine bessere Balance finden. Abhängig bin ich aber (hoffentlich) noch nicht. Auch, wenn meine Frau das anders sieht.

11. Was bewegt dich derzeit am meisten und warum?

Ganz simpel: Meine Familie mit meinen beiden Zwillingen, die jetzt 15 Monate sind. Aber die Antwort war vorhersehbar, oder?

Das Bloggen der Anderen (12-05-14)

Von , 12. Mai 2014 23:07

bartonfink_type2- Einmal hätte ich es fast zum Filmfest Emden-Norderney geschafft. Da weilte ich für einige Tage auf der Nordseeinsel, sah mir das Kino an, studierte das Programmheft, und musste dann kurz vor Beginn des Filmfests doch wieder abreisen. Seitdem plane ich mich zum Filmfest mal wieder auf die schöne Insel zu begeben, vor allem, da ich die Vorstellung eines Filmfests dort sehr reizvoll finde. Doch bisher hat sich das nicht ergeben. Da bleibt es mir in diesem Jahr nur, die ausführliche Berichterstattung auf Zeilenkino zu verfolgen.

- Auf Der breite Grat stellt reda wieder zwei Pinky-Violence-Filme vor. Die klare Empfehlung „Girl Boss Guerilla“ und „Girl Boss Revenge“, den er durchschnittlich fand. Ersteren habe ich tatsächlich schon mal in der schönen „Pinky Violence“-US-DVD-Box gesehen und kann der schönen und kenntnisreichen Besprechung nur beipflichten.

- Oliver Armknecht bespricht auf film-rezensionen.de als erster Teil eines neuen Animationsfilm-Specials den wunderbaren, surrealistischen Animationsfilm „Der phantastische Planet“, bei dem das „Panic Movement“-Mitglied Roland Topor seine Finger im Spiel hatte. Großartig-merkwürdiger Streifen mit einer noch viel wunderbareren Musik.  Ferner weist er auf das Studio Ghibli-Special hin, für das er über viele Woche alle Werke des legendären Studios vorstellte.

- Apropos Studio Ghibli: Auch Yzordderrexxiii hat sich einen Film aus diesem Studio vorgenommen und schreibt über „The Secret World Of Arrietty“.

- Was wären die 80er ohne Filme wie „Critters“ gewesen? Ich glaube, aus meiner Generation hat jeder mit seinen Schulkameraden „Critters“ und Konsorten gesehen. Das war damals der Inbegriff für spaßigen Horror aus der Videothek. Wobei „Critters“ ja sogar im Kino lief. Ich vermute einmal Annika Stelter von Die Filme, die ich rief war da noch gar nicht geboren – umso schöner, dass sie das Erlebnis jetzt nachholt – auch wenn an das Feeling von damals gar nicht mehr reproduzieren kann. Es war eben eine andere Zeit. Damals, Mitten in den 80ern, wo noch nicht jeder Video hatte und man sich nach der Schule dann bei einem der wenigen Glücklichen traf, um immer und immer wieder die selben Filme zu gucken – man hatte ja nicht viel.

- Neues aus Hollywood? Dafür ist wieder Der Kinogänger zuständig.

- Der er gerade in Bremen im O-Ton läuft, hier die Review von Björn Schneider auf Filme Welt zu „3 Days to kill.“
- Auf Ti Wests neuen Film bin ich sehr gespannt, da mit „The Innkeepers“ sehr gut gefallen hat. Was Gnahgi auf Komm und sieh schreibt, lässt einen die Erwartungen allerdings etwas herunterschrauben.

- Zum 60. Mal finden die Kurzfilmtage in Oberhausen statt und noch immer haben sie revolutionäres Potential. So gab es diesmal ein „Flugblatt für aktivistische Filmkritik“. Einer der Unterzeichner war Frédéric Jaeger der für critic.de darüber und über die diesjährigen Kurzfilmtage berichtet. Sehr lesenswert.

- Auch Jennifer Borrmann war in Oberhausen und berichtet auf B-Roll.  Beatrice Behn wiederum schreibt über ihre Faszination für Bibelfilme und natürlich „Noah“. Außerdem gibt es ein weiteres Interview mit einem „Talent to watch“. Diesmal: Christian Klandt. Bianka Piringer war auf dem Dok.Fest in München und hat darüber einen ausführlichen Bericht verfasst.

- Noch ein Dokumentarfilmfestival. Diesmal im ferner Toronto. Diana Kluge war da und berichtet auf Negativ.  Außerdem: Noch einmal Oberhausen. Diesmal ein langer und ebenfalls sehr lesenswerter Bericht von Dennis Vetter.

- Lukas Foerster schreibt auf Dirty Laundry über Robert Siodmaks 1944 entstanden „Christmas Holiday“ und schließt seine Betrachtung mit den wunderbaren Worten: „Wieder und wieder erkenne ich, wenn ich Filme sehe wie Christmas Holiday, dass mir die Klassik des Kinos näher ist als die Moderne des Kinos; dass das vermutlich immer so sein wird. Klassik im Kino heißt gerade nicht: organischer, runder Stil, in sich selbst ruhende Balance von Form und Inhalt. Auch das klassische Kino ist eines, das immer schon aus dem Ruder läuft. Der Unterschied besteht vielleicht eher darin, dass im klassischen Kino sowohl das aus-dem-Ruder-Laufen, als auch der (wenn man genau hinschaut, nie ganz triumphierende) Drang zur Kohärenz etwas weniger narzisstisch unterfüttert sind. Es gibt, anders ausgedrückt, nicht das Meisterwerk als Horizont, gegen den es anzufilmen gilt.“

- Auf Eskalierende Träume schreibt Christian Moises über Chris Marker und weist dabei auf eine Veranstaltung des Frankfurter Filmkollektivs hin: Chris Marker in Latein- und Südamerika.

- Filme im Dialog handelt diesmal vom neuen Johnny-Depp-Blockbuster „Transcendence“, der allerdings trotz interessanter Ansätze bei beiden Diskutanten durchfällt.

- quadzar stellt auf filmosophie einen neuen „Clip der Woche“ vor. Diesmal ein einstündiges Interview mit Richard Linklater.  filmosophie empfiehlt den deutschen Psycho-Thriller „Stereo“, den ich auch noch sehen wollte. Hier allerdings eine persönliche Anmerkung. Ich kann und will einen Satz wie „scheint daran zu glauben, dass wir mehr können als seichte Komödien und staubtrockenes Problemkino“ einfach nicht mehr lesen. Natürlich können wir das und deutsche Filmemacher beweisen das Jahr für Jahr. Nur leider will das immer niemand sehen und darum verschwinden diese Produktionen im Nirgendwo. Statt also immer zu lamentieren und damit den deutschen Film per se schlecht zu machen, sollte man lieber nach diesen verdreckten Diamanten graben und sie in einer schönen Auslage auf dem Samtkissen präsentieren. Dann klappt es vielleicht auch mal mit dem Publikum und die Gleichung „Deutscher Film = schlecht = guck ich nicht“ verschwindet langsam aus den Köpfen.

- Auf Hard Sensations interviewt Marco Siedelmann Rajko Burchardt, auch bekannt als „Mr. Vincent Vega“.  Alex Klotz schreibt über den britischen Amateur-Horror „Suffer Little Children“, wobei der seinen Text so reichlich bebildert, dass man zu Beginn fast schon von einem Fotoroman sprechen kann. Auch einmal eine interessante Herangehensweise.

- Udo Rotenberg stellt auf LAmore in cità einen sehr frühen Damiano-Damiani-Film vor, den er auf dem 1. Festival des italienischen Genrefilms in Nürnberg sehen konnte: „Das bittere Leben“.

- Auf Deep Red Radio bespricht Udo dann den (noch) Geheimtipp „Across the River“, der auch bei uns auf dem Phantastival Bremen lief – dort allerdings leider nicht so viele Zuschauer anzog, wie er verdient hätte.

- Gewohnt kompetent und hübsch illustriert nimmt sich toalschaden auf Splattertrash die beiden Klassiker „Barbarella“ und „Todesgrüße aus Shanghai“ vor.

- Sascha Nolte rezensiert auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte Riccardo Fredas letzten Film „Murder Obsession“ als eine Art „Best of“ des großen und zu Unrecht eher unbekannteren Regisseurs, der einige der schönsten italienischen Gruselfilme der 60er Jahre inszenierte.

- Ich bin ja großer Fan von Jerzy Skolimowski und würde zu gerne mal seinen 1978 gedrehten „Der Todesschrei“ sehen. Wahrscheinlich hätte ich (mal wieder) eine andere Meinung dazu als Schlombie, der auf Schlombies Filmbesprechungen nicht besonders begeistert von dem Werk war. Des weiteren: Schlombies „Besprechungen der Anderen“.

- 1992. Ein Freund von mir und ich sitzen im kleinen Saal der Bremer Schauburg und schauen „Twin Peaks – der Film“. Als später das Licht wieder angeht, hat sich der Saal bereits fast vollständig geleert. Warum? Wenn man den Text auf Stubenhockerei liest kann man es vielleicht verstehen. Mein Freud und ich liebten den Film jedenfalls und diskutierten noch Stunden danach darüber und zogen Verbindungen zur Serie. Es war ein schöner Abend.

- Auf Remember It For Later beendet Oliver Nöding mit „Die Todesstrahlen des Dr. Mabuse“ seine kleine Retrospektive der Brauner-Reihe und wendet sich mit „Stirb langsam“ einem, wenn nicht DEM Actionfilm-Klassiker der späten 80er zu.

- Florian Krautkrämer und Jennifer Ament schreiben beide auf Daumenkino aus jeweils ihrer Sicht über “Like Someone in Love” von Abbas Kiarostami.

- Zum Tode von Hans Hillmann, Plakatgestalter und Illustrator, gibt es auf Revolver noch einmal ein langes Interview mit ihm, dass der Regisseur Christoph Hochhäusler 2008 geführt hat.

- Noch eine „Kurzbesprechung“ („kurz“ ist wieder SEHR relativ) auf Whoknows presents. David schreibt über den polnischen Film „Ida“ auf den ich schon des Öfteren verlinkt habe. Die Geschichte mit dem polnischen Jazz in diesem Film hatte ich gar nicht mitbekommen. Im Sommer bin ich hoffentlich wieder in Polen, da werde ich mal nach der DVD (und polnischen Jazz) Ausschau halten.

- Alex Matzkeit von real virtuality ist da besser als ich. Auch er wurde vom Intergalactic Ape-Man mit einem Stöckchen beworfen. Im Gegensatz zu mir, hat er seine Fragen aber alle brav beantwortet. Bei mir zieht sich das noch etwas.

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