Das Bloggen der Anderen (17-05-13)
- Cannes as Cannes can. Die Filmfestspiele an der Côte d’Azur öffnen wieder ihre Tore, und unzählige Blogger und Filmjournalisten strömen in die Kinosäle. Und ich muss wie jedes Jahr im kalten Bremen sitzen. Na ja, immerhin kann ich mir die Berichte der Auserwählten durchlesen, und mir vorstellen, ich wäre dabei gewesen. Besonders gut eignet sich dafür der Cannes Blog von Rüdiger Suchsland auf Negativ. Folge 1 und Folge 2.
- Auch der Schweizer Michael Sennhauser ist in Cannes und berichtet in seinem Blog Sennhausers Filmblog mit einer ganzen Serie von Artikeln. Über den Eröffnungsfilm von Baz Luhrman, den neuen Ozon, ein hartes mexikanisches Drama und den neuen Film von Sofia Copplola, auf welchen ich mich sehr freue. Und er macht neugierig auf den chinesischen „A Touch of Sin“.
- In meiner „Crawlspace“-Review hatte ich ihn gerade erwähnt: „Puppetmaster“ von David Schmoeller (Regie) und Charles Band (Produktion). Darum passt die Besprechung von Mathias auf Deep Red hier gerade hervorragend rein.
- Respekt zum Ersten: Krypton McKracken, der Kopf hinter Videoraiders.net hat im Alleingang ein Print-Magazin aus dem Boden gestampft, welches nun fertig ist und jetzt auch bald zu beziehen sein soll.
- Respekt zum Zweiten: Buttgereit dreht wieder. Zusammen mit Andreas „Masks“ Marschall und Michal Kosakowski, dessen „Zero Killed“ ich auf dem Filmfestival in Oldenburg sehen wollte, der dann aber der schlechten Programmierung und dem ungünstigen Abspielort zm Opfer gefallen ist. Das Projekt soll ein Epsisodenfilm werden und „German Angst“ heißen. Finanzier wird er teilweise über Crowdfounding. Thomas Groh hat auf seinem filmtagebuch ein Statement der Drei verlinkt.
- Auf Splattertrash schreibt totalschaden über Francos „Frauen für Zellblock 9“. Darüber hatten wir uns schon im Deliria-Italiano-Forum ausgetauscht. Ich finde den Film ja ganz außerordentlich und schrieb: „Den “Frauen für Zellblock 9″ finde ich super. Ich habe selten ein so misanthropisches und zutiefst hoffnungsloses Werk gesehen. Danach scheint die Sonne erst mal für lange Zeit nicht mehr…“. totalschadens Meinung kann man dann hier lesen. Desweiteren: Der King-Kong-Rip-Off „Der Koloss von Konga“ aus Hongkong. Dazu ein persönlicher Aufruf. Als ich neulich nach „Invasion aus dem Innern der Erde“ recherchierte, stiess ich auf eine Box, die neben diesem Film auch „Konga“ und Juan Piquer Simóns „Supersonic Man“ enthielt. Leider gibt es die nicht mehr zu zivilen Preisen. Wenn sie also jemand günstig los werden möchte: Bitte kurze Mitteilung an mich.
- Ein schlechter Lauf bei Hard Sensations? Andreas Poletz hat den ersten argentinischen Horrorfilm (von 1934) gesehen und war trotz des hohen Trashfaktors nicht unbedingt begeistert. Und Silvia Szymanski erklärt, warum ihr der Gay-Porn „Falconhead 2“ nicht gefallen hat.
- Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry zwei Einführungen zu Filmen veröffentlicht, die in der Reihe „American Eighties“ im österreichischen Filmmuseum lief: „Thief“ von Michael Mann und einer meiner Lieblingsfilme: „Blow Out“ von Brian de Palma.
- Okay, das mag trocken und staubig klingen und mich als richtigen Langweiler outen. Aber der Beruf des Filmarchivars wäre doch etwas, was mich sehr reizen könnte. Und die Suche nach verschollenen Schätzen ein echter Traumjob. Dennis schreibt auf Filmosophie über das Thema.
- Mit italienischen Komödien habe ich so meine Probleme. Das gilt auch und insbesondere für die „Superbullen“-Filme von Bruno Corbucci mit Tomas Milian als Nico Giraldi. Die Besprechung von „Der Superbulle jagt den Ripper“ auf L’Amore in città könnte mich aber zumindest neugierig machen.
- Neugierig macht auch die Besprechung des mir unbekannten französischen Rape&Revenge-Thrillers „Ein wildes Wochenende“ von Serge Leroy mit Mimsy Farmer auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte.
- Eine weitere Bildungslücke: Wenzel Storch. Seine Filme noch nicht gesehen, seine Werke noch nicht gelesen. Muss ich mal ändern. Die Besprechung seines neuen Buches „Das ist die Liebe der Prälaten“ auf Screenshot erhöht den Leidensdruck.
- Der lief auch sehr lange hier in Bremen. Sogar im O-Ton. „No“ von Pablo Larraín. Patrick Holzapfel bespricht ihn auf Jugend ohne Film.
