Category: Internet

Das Bloggen der Anderen (26-09-16)

Von , 26. September 2016 17:07

bartonfink_type2— Letzte Woche gab es kein „Bloggen der Anderen“, da ich mich erst einmal von dem wunderschönen Internationalen Filmfest in Oldenburg erholen musste (Bericht folgt später). Da war auch Christian Gertz von mehrfilm. Allerdings in ganz anderen Vorstellungen als ich, weshalb es bis auf einen Film keine Überschneidungen geben wird. Hier sein Bericht.

– Eine interessante Diskussion über das Für und Wider von Filmschulen, an der auch der großartige Dominik Graf teilnahm, findet man auf critic.de.  Dort stellt Michael Kienzl auch den Bürgerrechtler, Life-Reporter, Modefotograf und Filmemacher Gordon Parks vor.

– Rajko Burchardt hat auf B -Roll einen interessanten Text zu der Schwierigkeit geschrieben, Künstler und reale Person voneinander zu trennen. Lucas Barwenczik fragt sich, ob 2016 das Jahr ist, indem das Kino aufhört wichtig zu sein. Andreas Köhnemann berichtet vom Filmfest in San Sebastian und hat dort u.a Bertrand Bonellos „Nocturama“ und J.A. Bayonas „A Monster Calls“ gesehen.

– 20. September 2016 starb der Regisseur Curtis Hanson. Der Kinogänger widmet ihm einen Nachruf.

– Eine „kurze und höchst unvollständige Geschichte der rotierenden Raumstation“ hat Manfred Polak auf Whoknows presents aufgeschrieben.

– Schwanenmeister schreibt auf negativespace noch einmal über die Locarno-Retrospektive zum deutschen Nachkriegsfilm, die nun um zwanzig Filmen ergänzt und thematisch erweitert, im Oktober ins Deutsche Filmmuseum nach Frankfurt kommt. Sein Fazit: „Nach den Vorführungen wird dringend eine Überarbeitung der deutschen Filmgeschichte angeraten.“

„Wider dem Erdmann“ meint Sir Donnerbold von sdb-film und erklärt sehr detailliert und wortreich, warum ihm Maren Adens Film nicht mundete.

– Udo Rotenberg hat sich für Grün ist die Heide den späten Luis-Trenker-Film „Von der Liebe besiegt“ von 1957 angesehen und findet: „Trenkers „Von der Liebe besiegt“ kam zwar nicht ohne Klischees aus, verband in seiner Anlage aber Elemente der Bergromantik mit den sozialen Veränderungen der 50er Jahre. Die Anspielungen auf Missstände der „Wirtschaftswunder“-Zeit, die Veränderungen im Familienbild sowie die selbstbewusst gestaltete Frauenrolle sind überraschend modern für das Genre und laden zu einer Wiederentdeckung ein.“

– „Der traumhafte Weg ist schmerzvoll und wunderschön, weil er diese Sehnsucht nach der Bewegung, der Berührung erspüren lässt, sie greifbar macht, aber sie dann in Auflösungserscheinungen vergehen lässt.“ So schreibt Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film über „Der traumhafte Weg“ von Angela Schanelec.

– Wang Bings Dokumentarfilm „Bitter Money“ lässt Michael Schleeh nicht mehr los. Warum, versucht er auf Schneeland zu erklären.

– Ekkehard Knör findet, er hätte die die Sichtung der Filme des iranischen Regisseurs Amir Naderi nachzuholen und beginnt auf cargo mit dessen Film „The Runner“ von 1984.

– Spannend. Victoria Steiner berichtet auf Blickabtausch über einen Dokumentarfilm, der bisher komplett an mir vorbei gegangen ist. „S Is For Stanley“ erzählt das Leben Stanley Kubricks durch die Augen seines Chauffeurs.

– Apropos Kubrick: totalschaden erklärt auf Splattertrash, warum ihn „Barry Lyndon“ nicht packen wollte.

– Lukas Foerster schreibt auf Dirty Laundry über „Fremde Stadt“ von Rudolf Thome.

– Den sehr schönen Dokumentarfilm „Wadd – The Life and Times of John C. Holmes“ habe ich damals recht zeitgleich mit „Boogie Nights“ gesehen, so, dass bei mir Realität und Fiktion teilweise etwas verschmelzen. Und ich manchmal gar nicht sagen kann, ob ich eine Szene in „Boogie Nights“ gesehen oder darüber in „Wadd“ gehört habe. Christian Genzel stellt die Doku auf Wilsons Dachboden vor.

– An dieser Stelle eine Empfehlung: Auf Witte’s Wöchentliche Tipps stellt Christian Witte Filme vor. Die er während der vergangenen Woche gesehen hat. Dies geschieht ziemlich umfangreich und informativ. Kann man sich ruhig mal bookmarken. Diese Woche u.a. „Fletschers Visionen“, „The Master“ (Jet Lis erster Hollywood-Ausflug) und Jackie Chans Neuer: „Skiptrace“ – Regie Renny Harlin!

– „Truck Driver – Gejagt von einem Serienkiller“ hieß der australische Thriller „Roadgames“ mit Stacey Keach und Jamie Lee Curtis hierzulande. Sascha von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte, spricht eine dicke Empfehlung aus.

– Eine Empfehlung spricht auch funxton aus. Er tut dies für „Flic Story“ von Jacques Deray mit Alain Delon und Jean-Louis Trintignant. Klingt spannend und kenne ich noch gar nicht.

– Ebenfalls noch nicht gesehen: „Vampire’s Kiss“ mit Nicolas Cage. Zumindest nicht den ganzen Film. Clips daraus geistern ja im Internet herum. Als Lachnummer und Beleg für Nicolas Cages angebliche Überzogenheit. Dass aber dahinter ein sehr sehenswerter und toller Film steht, habe ich irgendwie schon immer geahnt. Oliver Nöding von Remember It For Later bestätigt diesen Verdacht.

Das Bloggen der Anderen (12-09-16)

Von , 12. September 2016 17:53

bartonfink_type2– Letzte Worte zum diesjährigen Filmfestival in Venedig. Auf Sennhausers Filmblog hat Brigitte Häring Lav Diaz‘ „The Woman Who Left“ gesehen und war begeistert. Die Jury auch, denn der Film gewann am Ende den goldenen Löwen. Außerdem: Wim Wenders 3D-Handke-Verfilmung „Les Beaux Jours d’Aranjuez“, die ihr auch gut gefallen hat.

– Nino Klingler stellt auf critic.de zwei Comic-Bücher mit Filmbezug vor, von denen vor allem Charles Berberians „Cinerama“ (was für ein Zufall, ich hatte mal vor fünf Jahren eine Radiosendung auf dem Bremer öffentlichen Kanal, die genauso hieß) besonders vielversprechend anhört. Und Lukas Stern schreibt über den nächsten Film von Roger Fritz der nun im Rahlen der „Edition Deutsche Vita“ wiederentdeckt werden kann: Die Rede ist von seinem Regie-Debüt „Mädchen, Mädchen“ von 1967. Ein Pflichtfilm für alle Freunde des aufregenden, leider beinahe „unsichtbaren“ Deutschen Kinos.

– Momentan wird Fede Alvarez‘ Film „Don’t Breath“ ziemlich bejubelt. Wo man hinschaut, nur zufriedene Gesichter. So auch bei Björn Schneider von Film Welt und MrDepad von Die drei Muscheln. Dass die Kollegen von Komm&Sieh da mal wieder aus der Reihe tanzen würden, war zu erwarten. Mehr gewundert hat es mich da, dass auch Christian Witte von Cereality durchaus kritische Töne anschlägt.

– Oliver Armknecht von film-rezensionen.de hat einen Geheimtipp vom Fantasy Filmfest mitgebracht. Die Geistergeschichte „We Go On“ hat ihm im positiven Sinne die Nackenhaare hochstehen lassen. Auch der in den Blogs allen Ortens bejubelte koreanische Zombie-Schocker „Train to Busan“ hat ihm gut gefallen.

– „Train to Busan“ hat auch Ralf Linder von Der Kinogänger gut gefallen, allerdings vermisst er Innovationen. Weiterhin hat Ralf wieder Neues aus Hollywood mit dabei.

– Ob die Welt das brauchte, lass ich mal offen. Antoine Fuqua hat aber auf jeden Fall „Die glorreichen Sieben“ noch einmal neu verfilmt. Meine Erwartungen waren niedrig, doch nach Ronny Dombrowskis sehr positiver Kritik auf cinetastic bin ich nun doch neugierig.

– Den Original-„Die glorreichen Sieben“ habe ich ja sehr gerne. Gabelinger eher weniger. Er kann sich nicht erklären, dass so viele Leute diesen Western so mögen. Warum er hier anderer Meinung ist, legt er sehr profund auf Hauptsache (Stumm)Film dar.

– Scheinbar wurde George A. Romeros fast schon vergessener „Bruiser“ wieder veröffentlicht. Jedenfalls wird er in dieser Woche in gleich zwei Blogs besprochen. Aber weder JackoXL von den Drei Muscheln, noch Andreas Eckenfels von Die Nacht der lebenden Texte können diesem Film besonders viel abgewinnen.

Robert Enricos „Die Abenteuer“ hatte ich aufgrund eines sehr frühen TV-Erlebnisses lange Jahre lebhaft in Erinnerung, ohne den Titel zu kennen. Den habe ich dann irgendwann rausgefunden, und dank funxton begeisterten Review wurden jetzt auch die restlichen Erinnerungen komplettiert.

– Wiliam Gridler Double-Feature bei Schlombies Filmbesprechungen. Erst „Grizzly“ von 1976, dann der ein Jahr später entstandene „Panik in der Sierra Nova“. Zweimal unterhaltsamer Öko-Horror.

– Nicht alles gefiel Michael Schleeh von Schneeland an Jang Jae-hyuns Regie-Debüt „The Priests“. Aber immerhin so viel, dass er den Film nicht nur weiterempfehlen würde, sondern auch schon auf Jang Jae-hyuns nächsten Film sehr gespannt ist.

Short Cuts Totale beschäftigt sich wieder mit Ingmar Bergman Frühwerk. Diesmal wird sich sehr intensiv mit „Musik im Dunkeln“ von 1948 auseinandergesetzt.

– Sehr weit zurück in der Zeit geht es diesmal bei Splattertrash. Totalschaden schreibt über den deutschen Spielfilm „In Nacht und Eis“ von 1912, der die Titanic-Katastrophe nacherzählt – und dies bereits wenige Monate nach dem Unglück!

– Christian Genzel schreibt auf Wilsons Dachboden über die interessante Doku „Inside Deep Throat“ und schreibt seine Gedanken zu Oliver Stones „Natural Born Killers“ nieder.

– Thomas Rufin erklärt auf Jugend ohne Film, warum Musicals eigentlich so gar nicht sein Metier sind und welche Ausnahmen er gerne und weshalb macht. Rainer Kienböck mit ein paar Zeilen zu Lew Kuleschows „Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki“.

– Guido Rohm erzählt auf Hard Sensations über die grandiose Unlustigkeit von „Entertainment“.

Das Bloggen der Anderen (05-09-16)

Von , 5. September 2016 22:11

bartonfink_type2– Meine sehnlichst erwartete Scheibe ist heute nach einer vollkommen absurden Hermes-Odyssee ist (diese höchst merkwürdige Geschichte wäre allein hier schon ein Blog-Eintrag wert. Danke an dieser Stelle an Forgotten Film Entertainment, die sich da ordentlich hinter geklemmt haben) endlich in meine Hände gelangt. Anderen Crowdfounder konnten ihre Ausgabe von „Der Perser und die Schwedin“ schon vor einer Woche genießen. In den Filmblogs wird auch schon kräftig berichtet. Hervorzuheben sind hier zwei Blogs, nämlich Safarow schreibt und Whoknows presents. Sven Safarow beschreibt auf seinem Blog, wie es dazu kam, dass er für „Der Perser und die Schwedin“ seinen ersten Audiokommentar einsprechen konnte und auf Whoknows presents befasst sich Manfred Polak ausführlich mit den Vorzügen der Internationalen Fassung des Filmes gegenüber der Deutschen. Beide sind übrigens auf der Scheibe enthalten.

Bianca hat Hark Bohm getroffen und berichtet darüber auf Douscope, wo sie auch gleich die Gelegenheit ergreift, ein detailliertes und liebevolles Porträt des „Antagonisten des Neuen Deutschen Films“ – in „Gegenschuss – Aufbruch der Filmemacher“ kommt er ja wirklich schlecht weg – zu schreiben.

– In der letzten Woche verstarb Gene Wilder. Der Kinogänger widmet ihm einen Nachruf. Zugleich gibt es bei ihm eine Vorschau auf den Kino-Herbst.

– Uwe Boll hört auf. Er kehrt dem Filmemachen den Rücken zu und kümmert sich jetzt um sein Restaurant. Grund für Urs Spörri auf B-Roll eine Ehrenrettung des nicht ganz unumstrittenen Filmemachers zu veröffentlichen. Anlässlich von „The Shallows“ lässt Andreas Köhnemann noch einmal die Liebesbeziehung zwischen dem Kino und dem Hai Revue passieren. D.W. Griffiths „Intolerence“ wird 100. Patrick Holzapfel verbeugt sich.

– Ioana Florescu berichtet auf Jugend ohne Film vom “Anonimul International Independent Film Festival” in Rumänien.

– Auf Sennhausers Filmblog berichtet Brigitte Häring vom Filmfestival in Venedig, wo sie u.a. den neuen Film von Tom Ford, „Nocturnal Animals“ und „La La Land“ mit Emma Stone und Ryan Gosling gesehen hat.

– Anlässlich der Wiederaufführung von Eiichi Yamamotos „Belladonna of Sadness“ schreibt aufsmaulsuppe über die Faszination des Mittelalters.

– Die BBC hat letzte Woche die 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts gekürt und Freude am Film hat daraufhin sein eignes Top 10 Ranking erstellt und lädt zum Diskutieren ein.

– Ansgar Skulme hat den klassischen Western „Auf verlorenem Posten“ gesehen und schreibt sich auf Die Nacht der lebenden Texte darüber, warum ihm Joel McCrea als Darsteller so gar nicht gefällt.

– Gabelinger hat auf Hauptsache (Stumm)Film die Komödie „Der Cowboy den es zweimal gab“ entdeckt, der zwar ein Lieblingsfilms eines Hauptdarstellers Howard Keel war, aber an der Kinokasse brutal floppte, und hierzulande weder auf DVD, Blu-ray noch auf VHS erschienen ist.

– Sascha hat Peter Medaks Guselschocker „The Changeling“ gesehen und auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte eine Liebeserklärung an diesen unheimlichen Klassiker verfasst.

– Mauritia Mayer schreibt auf Schattenlichter über den arg seltsamen Giallo „Die Grotte der vergessenen Leichen“.

– Heiko Hartman von Allesglotzer zieht es auch zum Gillo, nämlich den großen Übervater „Blutige Seide“.

Funxton wiederum ist von Michele Lupos Action-Komödie „La Pistola“ mit Lee van Cleef begeistert. Alberto De Martinos „Feuerstoß“ mit Stuart Whitman hat ihm demgegenüber nur durchschnittlich gefallen.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hätte sich mehr von Hans Christian Bergers deutschen Erotik-Thriller „After Eden“ erhofft und auch „Nick Knattertons Abenteuer“ (Held meiner Kindheit!) lassen ihn eher kalt.

– Auch wenn er am Ende meint, es sei mehr drin gewesen, so hat Abspannsitzenbleiber der deutsche Film „Im Spinnwebhaus“ mit seiner Mixtur aus Gegenwartsrealität und märchenhaften Elementen doch gut gefallen.

– Thorleiv Nicolai Klein von film-rezensionen.de ist von Fede Alvarez‘ „Don’t Breath“ hingerissen und meint: „Der Film ist nichts für schwache Nerven und Asthmatiker sollten sich ihren Kinobesuch zweimal überlegen.“ Sein Kollege Oliver Armknecht ist von der Heavy-Metal-Familie-trifft-den-Teufel-Geschichte „The Devil’s Candy“ sehr positiv überrascht.

– „Der City Hai“ habe ich damals im Kino gesehen und war begeistert. Danach gab es kaum noch Wiederbegegnungen. Totalschaden von Splattertrash hat sich das Schwarzenegger-Vehikel nochmal angeschaut und war auch eher ernüchtert. „Sexualrausch“ hat ihm da sehr viel mehr Spaß gemacht.

– Oliver Nöding schreibt auf Remember It For Later über Renny Harlins Regie-Debüt „Born American“. Dem teuersten finnischen Film aller Zeiten.

Das Bloggen der Anderen (29-08-16)

Von , 29. August 2016 19:49

bartonfink_type2Die Hitze fordert ihren Tribut. Die Filmblogger haben wahrscheinlich besser Dinge zu tun gehabt, als in der überhitzenden Bude zu hocken – was ich sehr gut verstehen kann.

– Auf Duoscope geht das große Robert-Redford-Portrait anlässlich seines 80sten Geburtstages in die zweite und letzte Runde. Diesmal geht es von den 80ern bis heute.

– Rochus Wolff nimmt sich auf B-Roll eines wichtigen und doch auch sehr schwierigen Themas an. Wie wird der Holocaust in Kinderfilmen verarbeitet?

– Sven Safarow entdeckt auf Safarow schreibt die unglaublichen Wunder des afrikanischen Nollywood-Kinos.

– Bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen einmal den bei mir als Spencer/Hill-Film abgespeicherten „Freibeuter der Meere“ zu sehen. Totalschaden von Splattertrash hat es getan und jetzt weiß ich, dass das Traum-Duo hier ausnahmsweise mal nicht mit, sondern gegeneinander spielt.

– Das ausgerechnet Eckhart Schmidt einmal für die Lisa-Film eine Bundeswehr-Klamotte namens „Die Kücken kommen“ gedreht hat, war mir auch nicht geläufig. Funxton hat sie gesehen und die Mischung Schmidt/Lisa scheint zwar nicht wirklich zu funktionieren, klingt aberin meinen Ohren trotzdem interessant. Auch wenn funxton sie als „so etwas wie eine vorsätzlich als solche arrangierte Antikomödie“ charakterisiert. Stattdessen empfiehlt er Vittorio Salernos Justiz-Thriller „Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen“.

– Das Magazin des Glücks stellt das Buch „Geliebt und verdrängt – Das Kino der jungen Bundesrepublik Deutschland von 1949 bis 1963“ vor. Das Begleitbuch zu der von Olaf Möller zusammengestellten Retrospektive des bundesdeutschen Films der Ära Adenauer auf dem Filmfestival.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hat sich mal wieder an zwei Franco-Filme gewagt. Aber leider konnten ihn weder der schön pulpige „Das Frauenhaus“, noch viel mehr „Die nackten Augen der Nacht“ überzeugen.

Christian Witte empfiehlt auf Wittes wöchentliche Tipps diesmal Hark Bohms Jugenddrama „Moritz, lieber Moritz“ und Hitoshi Matsumotos für ihn recht ungewöhnlichen „Saya Samurai“.

– Flo Lieb stellt auf symparanekronemoi den sehr interessant klingen Animee „Bakemono no Ko – Der Junge und das Biest“ vor. http://symparanekronemoi.blogspot.de/2016/08/bakemono-no-ko.html

– Gabelinger hat sein „Movie Magazin“ auf Hauptsache (Stumm)Film leider (!) eingestellt und widmet sich nun wieder schwerpunktmäßig nur einem Film. Zum Auftakt: „Die Katze auf dem heissen Blechdach“, der mich als Kind stark beeindruckte, den ich aber seitdem nie wieder gesehen habe. Wird wohl mal Zeit, die Erinnerung aufzufrischen.

– Oliver Nöding führt auf Remember It For Later seine Retrospektive des frühen John Ford mit „Steamboat around the bend“ fort und rät: „Film anschauen und sich verzaubern lassen!“

– Lukas Foerster schreibt auf critic.de über den 2000 entstanden Film „The House of Mirth“ mit Gillian Anderson, Dan Akroyd und Eric Stolz. Dabei kommt er zu dem Schluss: „(…) So ziemlich alle Mitglieder des Casts (sind) um Längen besser als je zuvor oder nachher – nicht zuletzt Dan Aykroyd, der eine innere Finsternis offenbart, die man ihm nun wirklich nicht zugetraut hätte.“ Martin Gobbin hat sich Lucile Hadzihalilovics „Évolution“ angesehen. Ein verstörendes Werk über männliche Urängste, das es seit Kurzem als Import-DVD gibt.

– Das Fantasy Filmfest beginnt und Oliver Armknecht von film-rezensionen.de hat mit „Into the Forrest“ schon einen ersten Tipp. Der „Muppets-Weihnachtsgeschichte“, die einige Jahre zu meinem jährlichen Feiertagsritual gehörte, kann er leider nicht ganz so viel wie ich abgewinnen.

– „Spiel auf Zeit“ von Brian de Palma ist einer jener Filme, bei denen meine Liebe für ihn so gut wie nirgendwo geteilt wird. Auch Timo Kießling von cereality kann leider nicht vollends überzeugt werden.

– „Drop-Out-Cinema“ (Kinoauswertung) und „Bildstörung“ (hoffentlich bald Heimkino) haben mit Rick Alversons „Entertainment“ wieder einmal einen höchst sehenswerten Film ausgegraben. Dies ist zumindest die Meinung von Mr.Depan von Die drei Muscheln, und ich sehe keinen Grund, daran zu zweifeln.

Das Bloggen der Anderen (22-08-16)

Von , 22. August 2016 17:37

bartonfink_type2– Kaum ein Film wird so leidenschaftlich kontrovers diskutiert, wie Winding Refns „Neon Demon“, gerade kam es wieder in meinem Lieblingsforum zu eine ziemlich heftigen Diskussion über den Film. Auf Daumenkino findet man vier längere Auseinandersetzungen mit dem Film, welche jeweils von einer Filmkritikerin verfasst wurden.

– Mehr Konsens gibt es überall bei „Toni Erdmann“. Alex Matzkeit von real virtuality verrät, was für ihn das Interessanteste an „Toni Erdmann“ ist und bindet auch kritische Stimmen mit ein.

– Patrick Holzapfel befasst sich auf Jugend ohne Film mit Jaques Tati und dem Staunen.

– Auf B-Roll schreibt Patrick dann darüber, in wie weit das heutige Kino auch die heute Zeit reflektiert und ob es das überhaupt muss. Sonja Hartl denkt darüber nach, warum das Genre des Krimis im deutschen Kinofilm kaum noch eine Rolle spielt, während man im TV davon bombardiert wird. Und Lucas Barwenczik wundert sich darüber, wie manche Fans ihre Lieblingsfilme mit allen Mitteln gegen Kritik verteidigen.

– Kilian Kleinbauer hat für cereality Thomas Vinterberg über dessen aktuellen Film „Die Kommune“ befragt. Christian Witte bespricht den Hai-Thriller „The Shallows“, dessen Trailer bei mir große Erwartungen geweckt hat. Laut Christian werden diese aber nur bedingt erfüllt.

– Auch Oliver Armknecht von film-rezensionen.de hat „The Shallows“ gesehen und war nur mittelmäßig überzeugt. Dafür empfiehlt er ausdrücklich den Eröffnungsfilm des diesjährigen Fantasy Filmfests: „Swiss Army Man“.

– Robert Redford wird 80. Ein willkommener Anlass für Duoscope seine Filmkarriere einmal im Detail Revue passieren zu lassen. Der erste Teil behandelt seine ersten schauspielerischen Gehversuche bis zum Anfang der 80er Jahre.

– Robert Redford ist auch ein gutes Stichwort für Andrea David, um auf filmtourismus.de einige Drehorte seiner bekannten Filme vorzustellen. Neu war mir dabei, dass Herr Redford eine Hamburgerin ehelichte und eben dieses auch in der benachbarten Hansestadt tat.

– Juli erklärt auf ihrem Blog Pieces of Emotion, wie sehr sie Disney-Filme liebt und woher diese große Leidenschaft kommt.

– Demnächst kommt eine neue Langfassung des Klassikers „Die Blues Brothers“ heraus. War mir bisher unbekannt. Für Sebastian von Nischenkino eine willkommene Gelegenheit sich mal wieder dem Film zu widmen, auch wenn das Wiedersehen für ihn eher ernüchternd war. Bluntwolf ist von Cronenbergs „Die Brut“ und der brandneuen Veröffentlichung von Wicked-Vision-Media begeistert. Auf Beides geht er in seiner Review ausführlich ein.

Einen sehr interessanten Dokumentarfilm hat Flo Lieb auf symparanekronemoi entdeckt: „Weiner“ über den demokratische Bürgermeisterkandidat Anthony Weiner, der Bürgermeister von New York werden wollte, aber zweimal über einen Skandal stolperte.

– Zum 10. und leider wahrscheinlich letzten Mal präsentiert gabelinger auf Hauptsache (Stumm)Film sein „Movie Magazin“. Diesmal mit Bette Davis in „Die kleinen Füchse“ und Peter Weirs erstem Hollywood-Film „Der einzige Zeuge“.

– Oliver Nöding war mit seiner Tochter im Kino und hat Steven Spielbergs Roald-Dahl-Verfilmung „BFG“ gesehen… und bricht dafür mit seinem Vorsatz auf Remember it For Later niemals über Kinderfilme zu schreiben. Ausserdem mochte er Ridley Scotts „Black Hawk Down“, was auf Facebook zu einer sehr langen und sehr hitzigen Diskussion geführt hat – die sich aber leider nicht in den Kommentaren des Blogs wiederfindet, weshalb diese Diskussion wohl mal wieder für immer bei Facebook vergraben bleibt. Schade, aber eben de rFluch des Social Networks. Nichts ist für die Ewigkeit – oder zumindest eine Woche.

– Schlombie lotet auf Schlombies Filmbesprechungen (wieder mit neuem Design, welches ich sehr gelungen finde) weiterhin die Untiefen des preisgünstigen japanischen DTV-Splatter-Genres aus und empfiehlt diesmal „Meatball Machine“ und „Gothic and Lolita Psycho“.

– Michael Schleeh hat für Schneeland S.S. Rajamoulis Fantasy-Filmfest-Hit „Makkhi“ nachgeholt und zeigt sich sehr gut unterhalten.

– Nach Frankreich geht es bei den Seltsamen Filmen des Herrn Nolte. Sascha hat sich das finstere Rache-Drama „Am Rande der Nacht“ von 1983 mit dem damaligen französischen Comedy-Superstar Coluche angesehen und war tief beeindruckt von diesem deprimierenden Meisterwerk.

– Ebenfalls stark beeindruckt ist Cameron von den Drei Cineasten. Er hat Chantal Akermans „Je tu il elle“ gesehen und kommt zu dem Fazit: „Ich habe „Jeanne Dielman“ und viele andere Filme Akermans noch nicht gesehen, doch hätte sie nur „Je tu il elle“ gedreht, sie hätte die Filmlandschaft für mich verändert, mein Kino neu erfunden.“

– Wo wir gerade bei Meisterwerken sind: Totalschaden bespricht auf Splattertrash „Suspiria“. Wenn es noch Leute geben sollte, die Argentos wundersamen Rausch noch nicht kennen, hier können sie sich Appetit holen.

– Mauritia Mayer verschlägt es auf Schattenlichter nach Mexiko und zu 1000 Katzen. „Stiglitz“ – „Gesundheit!“

Funxton hat Francesco Rosis „Die Macht und ihr Preis“ mit dem großen Lino Ventura gesehen und legt seinen Lesern diesen sehr ans Herz. Auf der etwas trivialeren Seite macht Maurizio Merli als harter Cop in „Hunted City“ von Stelvio Massi die Stadt (un)sicher.

– Viel habe ich schon drüber gehört und irgendwo liegt noch eine uralte VHS-Kopie der x-ten Generation herum, die ich allerdings nie gesehen habe, da die Bildqualität das Schauen doch sehr – herausfordernd machte. Die Rede ist von Eloy de la Iglesias seltsamen „Murder in a Blue World“ aka „Clockwork Terror“. David von Whoknows presents hat ihn gesehen und widmet dem Film und dem Regisseur einen langen, höchst informativen Artikel.

– Lukas Foerster vergleicht auf Dirty LaundyMädchen in Uniform“ einmal in der Version von Leontine Sagan, 1931, und einmal in der von 1958 von Geza von Radvanyi.

Das Bloggen der Anderen (15-08-16)

Von , 15. August 2016 17:50

bartonfink_type2Der Umzug hat jetzt doch mehr Zeit und Nerven gekostet als erwartet, darum war es hier auch länger still als geplant. Viel in Sachen Film habe ich in der Zeit auch nicht unternommen. Die geschauten Filme lassen sich gerade Mal an einer Hand abzählen und bis auf die Einführung bei der letzten Weird Xperience-Vorstellung war ich auch nicht unterwegs. Dafür habe ich in der Zeit aber mal eine Liste durchgearbeitet, auf der sich – so zumindest der Anspruch- alle deutschsprachigen Filmblogs finden sollten. Das Ergebnis war etwas ernüchternd. Gerade mal drei interessante Blogs habe ich gefunden, die ich nun unter Beobachtung genommen habe. Der Rest war mir entweder bekannt, verwaist oder es waren die üblichen Trailer/Gewinnspiel/“Hot News“-Seiten ohne große Substanz. Und auf kommentarlose Auflistungen gesehener Filme mit Punkte-Bewertungen kann ich auch verzichten. Schade.

– Lorcano! Alle größeren Blogs haben ihre Leute in die Schweiz geschickt, um beim großen „A-Festival“ dabei zu sein. Wer gleich mal wissen möchte, wer die wichtigsten Preise gewonnen hat, der schaut bei Michael Sennhausers Filmblog rein. Michael Sennhauser bespricht auch viele der Filme, u.a. den *Spoiler* Gewinner „Godless“ der Bulgarin Ralitza Petrova, „Bangkok Nites“ des Japaners Katsuya Tomita und – aus Bremer Sicht interessant – das Paula Becker-Modersohn-Biopic „Paula“ von Christian Schwochow, der ihm sehr gut gefallen hat. Ganz im Gegensatz zu Sonja Hartl, die „Paula“ auf B-Roll vor allem als ärgerlich und als vertane Chance wahrgenommen hat.  Beatrice Behn bespricht den koreanischen „The Tunnel“ von Kim Seong-hun, der sich sehr interessant anhört. Gemeinsam schreiben Beatrice Behn und Sonja Hartl über die Retrospektive in Lorcano, die sich unter dem Titel „Geliebt und verdrängt“ mit dem Kino der jungen Bundesrepublik Deutschland 1949-1963 beschäftigt. Hier Teil 2, 3 und der finale Teil 4. Hier besonders spannend: Die Video-Interviews mit Olaf Möller, dem Kurator der Locarno-Retrospektive.  Auch Frédéric Jaeger von critic.de ist in Lorcano. Seine berichtet findet man u.a. hier und hier (mit ebenfalls einem „Paula“-Verriss). Und Hannes Brühwiler fasst das Festival hier noch einmal zusammen.

– Sascha Schmidt interviewt auf Okaeri den Briten Adam Torel, Kopf hinter dem englischen DVD-Label „Third Window Films“, die vor allem japanische Filme veröffentlichen, und in letzter Zeit häufiger auch Produzent japanischer Filme, wie z.B. dem Nippon-Connection-Liebling „Lowlife Love“.

– Peter Hartig schreibt auf out takes über die Dreharbeiten zu Florian Henckel von Donnersmarcks neuem Film „Werk ohne Autor“ und die dabei entstandenen Konflikte zwischen Anspruch des Regisseurs und den gewerkschaftlichen Rechten der Crew. Ein interessanter Blick hinter die Kulissen.

– Warum Teaser die besseren Trailer sind und man letztere meiden sollte, erklärt Alex Matzkeit auf real virtuality.

– Irgendwie scheint mit Jim Jarmusch – der einstige Liebling des US-Independent-Kinos und nach „Broken Flowers“ umjubelter Arthaus-Regisseur – in den letzten Jahren, in denen er es auf gerade einmal zwei Filme in 12 Jahren gebracht hat, vergessen worden zu sein. Timo Kießling hat ihm nun auf cereality ein umfassendes Portrait gewidmet. Christian Witte hat eine recht positive Kritik zur „Extended Version“ des nach dem Kinostart in der Regel recht harsch verrissenen „Superman Vs. Batman“ verfasst.

– Diese Version hat auch Oliver Nöding gesehen und stellt den Film auf Remember It For Later u.a. auch seinen Marvel-Kollegen gegenüber. Einen Vergleich, den „Batman Vs. Sueprman“ bei Oliver um Längen für sich entscheiden kann. Dann  schließt Oliver seine „Police Academy“-Retro mit Teil 7 ab, der für ihn einer der schlechtesten Filme ist, die er je gesehen hat, und hat viele lobende Worte für Roger Fitz‘ „Mädchen mit Gewalt“, der vor Kurzem durch die guten Leute von Subkultur wiederentdeckt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

– Sebastian Schwittay schreibt auf odd & excluded über Ulli Lommels „Wachtmeister Rahn“, den dieser unmittelbar nach „Zärtlichkeit der Wölfe“ für einen Bruchteil des Budgets und vorwiegend mit Laien-Darsteller drehte. Ein Film, den es ebenfalls bald wiederzuentdecken gilt.

– Sven Safarow rehabilitiert auf Eskalierende Träume Giorgio Moroders 84er-Version von „Metropolis“.

– Auf Hard Sensations nimmt sich  Jamal Tuschick zweier aktueller Filme ein. Sein Text zu  Ben Wheatleys „High-Rise“ macht Lust auf den Film, der zu Paul Greengrass‘ „Jason Bourne“ schreckt ab.

– Ein Film, den ich unbedingt irgendwann mal sehen muss: „Perfect Blue“, der Thriller-Animee mit Lynch- und Argento-Einflüssen vom 2010 verstorbenen Satoshi Kon. Hier eine Review von Bluntwolf auf Nischenkino.

– Michael Brandtner setzt sich auf Freude am Film mit dem Anti-Kriegsfilm-Klassiker „Im Westen nichts Neues“ auseinander und findet durchaus nicht nur lobende Worte.

– Kommt nicht ganz so oft vor: Schlombie findet auf Schlombies Filmbesprechungen in seiner „Machine Girl“-Kritik, genau die Worte, die ich auch über den japanischen Billig-Splatter-Irrsinn im Allgemeinen finden würde. Und bei Alfred Vohrers „Der Hexer“ sind wir auch ganz nah beieinander. Den fand ich beim ersten Sehen auch enttäuschend und habe erst später seine Qualitäten für mich entdeckt.

– Im Gegensatz zu allem, was ich bisher über den Film gelesen habe, ist funxtons Urteil über Tom Six‘ „Human Centipede III“ recht positiv ausgefallen. Ich bin überrascht. Des Weiteren schreibt er voller Liebe über zwei Italo-Filmen aus den goldenen 70ern. Dem erst kürzlich erstmal in Deutschland erschienenen „Das Parfüm der Dame in Schwarz“ und den brillanten Gangster-Drama „Revolver“.

– Erst vor einigen Wochen lief „7 Göttinnen“ auch in Bremen, begleitet von den Hauptdarstellerinnen. Auf Daumenkino schreiben drei Kritikerinnen über ihre Sicht auf den Film.

Das Bloggen der Anderen (11-07-16)

Von , 11. Juli 2016 21:16

bartonfink_type2– Michael Sennhauser hat sich auf dem Neuchâtal International Fantastic Filmfestvial getummelt. Wie in den Vorjahren berichtet er auf Sennhausers Filmblog wieder über zahlreiche interessante Genrefilme, die Stück für Stück auf meine „Watchlist“ wandern. Irgendwann muss ich da auch mal hin. Besprochene Filme sind u.a. Agnieszka Smoczynska Meerjungfrauen-Horror-Musical „The Lure“, Michael O’Sheas trauriger Coming-of-Age-Film „The Transfiguration“,Babak Anvaris “Under the Shadows”, der in Teheran spielt und die Luftangriffe im Iran-Irak-Krieg 1988 aus der Sicht eines kleinen Mädchens zeigen, und Christian Tafdrups Film „Parents“ um eine rätselhafte Verjüngung und deren familiäre Folgen.

– Lukas Stern führt auf critic.de ein umfassendes Interview mit „Tony Erdmann“-Regisseurin Maren Ade. Michael Kienzl berichtet vom Il Cinema Ritrovato in Bologna, wo Produzent Carl Laemmle Jr. eine retrospektive spendiert wurde. Er ist dabei erstaunt, was unter diesem Produzenten im ohnehin schon freizügigen Pre-Code-Kino alles möglich war.

– Beim vom Il Cinema Ritrovato war auch das Team von Jugend ohne Film und hat seine Erlebnisse noch einmal zusammengefasst.

– Jugend ohne Film-Gründer Patrick Holzapfel beginnt auf B-Roll eine neue Reihe über den Stand des Kinos heute. Im ersten Teil schreibt er über das große Kinosterben und wie sich die Kinolandschaft in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Andreas Köhnemann hat einen interessanten Artikel über Religion im US-Kino verfasst.

– Bei uns in Bremen lief „The Neon Demon“ nur eine Woche. Und natürlich habe ich es in der kurzen Zeit nichtgeschafft, ihn im Kino zu sehen. Wenn ich Mauritia Mayers enthusiastische Kritik zum Film auf Schattenlichter lese, kommen mir da schon etwas die Tränen. Ich hoffe mal, das Kommunalkino schießt irgendwann noch mal eine Vorstellung nach.

– Oliver Nöding hat sich auf Remember It for Later in den selbst in Fankreisen eher unbekannten Giallo „Un sussurro nel buio“ von Marcello Aliprandi verliebt.

– Udo Rotenberg erinnert auf Grün ist die Heide am Beispiel von William Dieterles „Die Fastnachtsbeichte“ noch einmal daran, was für ein umwerfender Schauspieler Götz George schon in jungen Jahren war.

– Ronny Dombrowski auf Cinetastic.de über den Anime „Belladonna of Sadness“: „ So ungewöhnlich diese Bilderflut des Experimentalkinos auch ist, mit seinem Plädoyer gegen die Ausbeutung von Frauen ist dieser Film auch heute noch brandaktuell.“

– Ein treffendes Statement triff auf funxton, wenn er über „Scarletto – Schloss des Blutes“ schreibt: „(man) wähnt (..) sich unversehens im Olymp psychotronischer Filmkunst. Oder, vielmehr: man wähnt sich nicht, man ist!“ Umgehauen hat ihn auch Bernard Roses „Candyman“, wobei er einen Großteil der Wirkung dem Soundtrack des großartigen Philipp Glas (ein persönlicher Favorit von mir) zuschreibt.

– Bastian Quednau zeigt sich auf film-rezensionen.de begeistert von der „Rocky“-Fortsetzung „Creed“. Da ich solche Lobeshymnen nun schon öfter gehört habe, wandert der Film umgehend auf meinen Wunschzettel. Das Gegenteil von begeistert ist Oliver Armknecht vom deutschen Amateurfilm „ABC of Superheroes“.

– Christian Genzel erinnert auf Wilsons Dachboden anlässlich des Dokumentarfilms „Bad Boy Kimmer“ noch einmal an den Skandal, als der Schweizer Kummer von Los Angeles aus, namhafte deutsche Publikationen mit gefakten Hollywood-Interviews versorgte.

– Walter Hills wundervoll seltsamer „Straßen in Flammen“. Totalschaden schreibt auf Splattertrash: „Musik, Optik, Darsteller; all das wird in diesem Meisterwerk zu einem rauschhaften Vergnügen, welches jegliche Kritik an der flachen Geschichte oder den stereotypen Rollen einfach in einer Welle als Neonlicht, Gitarrenriffs und Großstadtschluchten hinwegspült.“ Yeah!

– Bald kommt die Forstsetzung von Roland Emmerichs „Independence Day“ in die Kinos. Grund für Marco Mewes von Duoscope, noch einmal einen intensiven Blick auf den Film von 1996 zu werfen.

– Alex Matzkeit hat auf real virtuality wieder real virtualinks.

Das Bloggen der Anderen (27-06-16)

Von , 27. Juni 2016 23:08

bartonfink_type2– Und wieder startet diese Ausgabe mit Nachrufen. Ich war sehr schockiert als ich vom Tode Götz Georges lass. Klar: George und Schimanski, meine Jugend (ich habe sogar eine kleine Kollektion „Schimanski“-Jacken gehabt als ich zur Schule ging). Aber richtig umgehauen hat er mich in „Aus einem deutschen Leben“, den ich ebenfalls erstmals in der Schule sah. „Abwärts“, „Die Katze“ – ich habe damals auch „Solo für Klarinette“ gesehen, in dem er mich auch beeindruckte, weil er da in einer recht expliziten Szene gezeigt hat, dass auch ein Typ wie er nicht immer funktionieren kann. „Schtonk“, „Der Totmacher“… Ich höre jetzt mal auf und überlasse dem Kinogänger und Sebastian vom Magazin des Glücks das Wort. Andere werden sicherlich noch folgen, wenn sich der erste Schock gelöst hat.

– Zum Nachruf von letzter Woche hier noch ein langes Gespräch zwischen YP und PD auf Film im Dialog über den zu jung verstorbenen Schauspieler Anton Yelchin.

– Festivals: Patrick und Andrey berichten auf Jugend ohne Film vom diesjährigen Il Cinema Ritrovato in Bologna.

– Festivals: Abspannsitzenbleiber schreibt vom Filmfest München.

– Harald Mühlbeyers und Urs Spörris Reihe über den deutschen Film geht auf B-Roll in die fünfte Runde. Diesmal wird am Beispiel Dänemark aufgezeigt, welche Wege es gäbe, die momentane Situation zu verbessern.

– Dazu ganz gut passend: Michael Kienzl auf critic.de über eine Reihe mit Filmen aus der jungen BRD, die in Frankfurt lief. U.a. mit „Die Nackte und der Satan“. Sehr interessant.

– Christian Gertz stellt auf Mehrfilm Fragen an die Hauptdarstellerinnen des indisch-deutschen Films „5 Göttinnen“.

– „Aufreger“ der Woche ist Nicolas Winding Refns neuer Film „The Neon Demon“, der in den Blogs ähnlich polarisiert, wie er es bei seiner Premiere in Cannes getan hat. Andreas Eckenfels ist auf Die Nacht der lebenden Texte nicht ganz überzeugt und stört sich vor allem an der Brutalität im letzten Drittel, findet aber „An „The Neon Demon“ gibt es mehr zu lieben als zu hassen“. Christian Witte von cereality kann sich mit dem Film nicht anfreunden und schreibt „So aber wirkt er borniert in der Hypnose altbewährter Ausbeutungsrituale, die distanzierter anschlägt, als uns diese Artsploitation zu überzeugen wagt“. cutrin von filmosophie sieht vor allem das Frauenbild fragwürdig: „The Neon Demon trägt nicht unbedingt zur Wertschätzung von Schönheit bei. Und wenn dieser Kern fehlt, was bleibt dann letztlich noch? Dann bleibt der schale Nachgeschmack eines Films, der auf narrativer wie inszenatorischer Ebene funktioniert, weil er unterschiedliche Frauentypen gegeneinander ausspielt, ohne Raum für Alternativen und für ein aktives Durchbrechen solcher zerstörerischer Strukturen zu lassen.“ Oliver Nöding von Remember It For Later meint schließlich: „Der Film hat ein klareres Thema und die Distanz, die Refn zu ihm einnimmt, führt nicht zur Entfremdung, sondern fördert die Klarheit. (Ich wurde) vom Zusammenspiel der kalten, märchenhaften Bilder und dem ruhig, aber doch drohenden Pluckern des Scores vollständig gefangen genommen. THE NEON DEMON ist ein Trance induzierender Film, dessen vordergründige Schönheit die dahinter liegende Fäulnis kaum verbergen kann – oder will.“

– Bianca hat für Duoscope ein ausführliches Portrait von Juliette Lewis verfasst. Mit Frau Lewis konnte ich ja noch nie etwas anfangen, da sie mich in den meisten Rollen mit ihrer lauten White-Trash-Rotzigkeit zuallererst ziemlich genervt hat. Aber das Portrait habe ich trotzdem gerne gelesen.

– Ein Lieblingsfilm: „Blow Out“ von Brian de Palma. Den findet auch Sebastian von Nischenkino toll.

– Viva Italia I: Uwe Rotenberg erkundet auf L’amore in città weiterhin den Übergang zwischen „Commedia all’italiana“ und „Commedia sexy“. Diesmal anhand von Pasquale Festa Campaniles Film „Der Keuschheitsgürtel“ mit Tony Curtis und der wundervollen Monica Vitti.

– Viva Italia II: Mauritia Mayer empfiehlt auf Schattenlichter Vittorio Salernos Polit-Thriller „Betrachten wir die Angelegenheit als abgeschlossen„.

– Viva Italia III: Splattertrash hat warme Worte für den Abschluss der Hutch Bessy- Cat Stevens-Trilogie mit dem Duo Spencer/Hill: „Der Hügel der blutigen Stiefel“.

– Viva Italia IV: Gar nicht glücklich ist Heiko Hartmann auf Allesglotzer mit Enzo G. Castellaris „Der weiße Hai“-Rip-Off „The Last Jaws“.

– Viva Italia V: Sebastian Schwittay ist dem Zauber Joe D’Amatos und seiner Hauptdarstellerin Laura Gemser erlegen, wie man auf seinem Blog odd&excluded nachlesen kann, auf dem er über „Eva Nera“ schreibt.

– Viva Italia VI: Fast wäre Mario Bavas ungewöhnliches und zutiefst zynische Meisterwerk „Wilde Hunde“ für immer verschollen. Gut, dass dem nicht so ist. Findet auch Nicolai Bühnemann auf filmgazette.de 

– Michael Schleeh geht fremd und schreibt auf Hard Sensations über den Bollywood-Film „Tamasha – Der Zauber in Dir“ und sein Text macht mir mal wieder Appetit auf Bollywood.

– Eine neue Ausgabe des Movie-Magazin auf Hauptsache (Stumm)Film. Diesmal mit dem britischen Film „Die Nacht begann am Morgen“ von dem späteren Hammer-Regisseur Roy Ward Baker.

Das Bloggen der Anderen (20-06-16)

Von , 20. Juni 2016 21:24

bartonfink_type2– Gestern verstarb durch einen tragischen Unfall der Schauspieler Anton Yelchin, der mich in „Only Lovers Left Alive“ und „Odd Thomas“ von seinem Talent sehr überzeugt hat und von dem sicherlich noch größere Dinge zu erwarten gewesen wären. Ein Nachruf von Der Kinogänger.

– Patrick Holzapfel schreibt auf Jugend ohne Film anlässlich des Filmes „Le Horla“, den Jean-Daniel Pollet 1966 drehte, darüber wie man etwas filmt, was man gar nicht sieht. Sehr interessant. Unter dem schönen Titel „Softboiled Wonderland – Japanische Bilderwerfer“ Claudia Siefen über Kinoerlebnisse in Japan.

– Das hat der Rainer Knepperges auf new filmkritik wieder ganz wunderbar gemacht: „Karten, Pläne (VII)“.

– Lukas Foerster schreibt auf critic.de darüber, „wie der Widerstand die ästhetische Oberhand verlor“ und „in den späten 1970er Jahren hat der Terrorismus seinen Sexappeal verlor“. Beides anhand der österreichischen Filme „Das Manifest“ (1974) und „Obszön – Der Fall Peter Herzl“ (1981).

– Für den vierten Teil ihrer Serie über den deutschen Film auf B-Roll haben Urs Spörri und Harald Mühlbeyer Zitate aus den in Kürze anlaufenden Dokumentationen „Verfluchte Liebe Deutscher Film“, „ Rudolf Thome – Überall Blumen“ und „Zeigen was man liebt“ gesammelt und in Form eines fiktiven Interviews neu zusammengesetzt: „Entschuldigung, liegt hier irgendwo der deutsche Film begraben?“. Lars Dolkemeyer schreibt über die Langeweile mit den “jump scares”.

– Philipp Stroh hat auf Wieistderfilm? Ein kleines Lexikon mit Filmfachbegriffen veröffentlicht.

– David stellt auf Whoknows presents zwei frühe Kurzfilme von Tony Scott vor und entdeckt neue Facetten an diesem hochinteressanten und leider viel zu früh aus dem Leben geschiedenen Regisseur, der noch immer unterschätzt wird und völlig zu Unrecht im Schatten seines Bruders Ridley steht.

– Apropos Ridley Scott. YP und PD unterhalten sich auf Film im Dialog über dessen „Thelma und Louise“.

– Oliver Nöding widmet sich auf Remember It For Later einem der obskureren Werke der deutschen Filmgeschichte: „Magdalena, vom Teufel besessen“ vom „Report“-Regisseur Walter Boos.

– Ebenfalls mit deutschem Filmgut beschäftigt sich wieder Udo Rotenberg auf seinem Blog Grün ist die Heide. Diesmal nimmt er „Suzanne – die Wirtin von der Lahn“ von Franz Antel unter die Lupe. Einem der ersten deutschen Sexfilme und Anfang der längsten Filmreihe (ihm sollten noch fünf weitere „Wirtinnen“-Filme folgen) im deutschsprachigen Kino mit einer weiblichen Hauptfigur.

„Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ von Lotte Reiniger aus dem Jahre 1926 ist einer er ältesten Animationsspielfilme und hat laut Oliver Armknecht von film-rezensionen.de bis heute nichts von seinem Zauber verloren.

– Die neue Ausgabe des „Movie-Magazin“ auf Hauptsache (Stumm)Film stellt diesmal René Clairs „Der Pakt mit dem Teufel“ in den Mittelpunkt.

– Es gibt Filme vor denen ich mich fürchte. Ich weiß, dass der russische Antikriegs-Film „Komm & Sieh“ ein Meisterwerk und eine extrem beklemmende und aufwühlende Erfahrung ist. Saschas Besprechung auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte und seine 10/10 Punkte bestätigen das. Aber ich traue mich nicht so recht, mich diesem reinen Grauen auszusetzen.

– Sascha Schmidt schreibt auf Okaeri über den neuen Film des Japaners Kiyoshi Kurosawa, in dessen Werk ich mich auch gerade hineinsehe. Dabei ist er von „Creepy“ ausgesprochen begeistert.

– Begeistert ist auch Michael Schleeh auf Schneeland und zwar von dem indischen Thriller „Neerja“ über die Stewardess Neerja Bhanot, die 1986 vielen Passagieren eines entführten Linienflugzeuges das Leben rettete und heute noch in Indien verehrt wird.

Das Bloggen der Anderen (13-06-16)

Von , 13. Juni 2016 21:46

bartonfink_type2– Alexander Matzkeit hat sich auf real virtuality einige sehr kluge und sicherlich auch zur Diskussion anregende Gedanken darüber gemacht, wie sich Filme und „Franchise“-Filme selbst zerstören, indem sie zu sehr den Fans das Ruder überlassen.

– Manfred Polak hat auf Whoknows presents eine interessante Geschichte aus den 40er Jahren zu erzählen, als das US-Außenministerium eine Wanderaufstellung mit Moderner Amerikanischen Kunst auf die Reise schicken wollte – und dabei an der Borniertheit des Publikums scheiterte. Das ist zwar kein direkter Filmbezug aber Kunst ist Kunst.

– Rainer Kienböck stellt auf Jugend ohne Film die wunderbaren Quay-Brothers und grandios-bizarren Animationsfilme vor. Wer die Quay-Zwillinge noch nicht kennt, dem sei an dieser Stelle die schöne DVD-Anthologie ans Herz gelegt, die vor einigen Jahren bei absolut Medien herausgekommen ist und mittlerweile für schmales Geld zu haben ist. Ein Pflichtkauf.

– Harald Mühlbeyer und Urs Spörri setzten auf B-Roll ihre sehr lesenswerte Reihe über den Deutschen Film fort und nehmen diesmal die permanente Selbstausbeutung und das Leben am Existenzminimum unter die Lupe, die viele talentierte Protagonisten des deutschen Filmes heute plagen.

– Mauritia Meyer von Schattenlichter war bei der zweiten Kultkino-Veranstaltung im kleinen Dillingen und weiß schöne Dinge von dort zu berichten.

– Sehr verspätet reicht Alex Klotz auf Hypnosemaschinen noch seinen dritten Teil seines Berichts vom Terza Visione #3 in Nürnberg nach.

– Italienisch geht es natürlich auch wieder auf L’amore in città zu. Diesmal stellt Udo Rotenberg den 1965 von Mario Monicelli gedrehten „Casanova ’70“ vor, in dem (fast möchte man sagen: natürlich) Marcello Mastroianni die Hauptrolle spielt.

– Das neue Konzept von Hauptsache (Stumm)Film spricht mich wirklich sehr an. Diesmal im Mittelpunkt des „Movie Magazins“: Der Edward G. Robinson-Film „The Last Gangster“.

– Maren Ades Film „Toni Erdmann“ wird wirklich von allen Seiten her hoch gelobt. Diesmal auch von Ronny Dombrowski auf cinetastic und Thorsten Krüger auf Komm&Sieh.

– Ich mochte Adrián Garcia Boglianos „Here Comes the Devil“ trotz einiger Schwächen unterm Strich doch sehr gerne und freue mich, dass es Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen ebenso geht.

– Auf Die Nacht der lebenden Texte wird die Brian-de-Palma Retrospektive u.a. von Simon Kyprianou mit einem Text über das Meisterwerk „Blow Out“ weitergeführt.

Short Cuts Totale beschäftigt sich weiterhin mit dem Frühwerk Ingmar Bergmans und ist bei dessen dritten Film „Schiff nach Indialand“ von 1947.

– Oliver Nöding von Remember It For Later mochte Quentin Tarantinos „Hateful 8“ und nimmt sogar das Wort „Meisterwerk“ in den Mund.

Der Kinogänger hat den zweiten Teil seiner Kino-Sommervorschau veröffentlicht.

Panorama Theme by Themocracy