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Das Bloggen der Anderen (27-07-15)

Von , 27. Juli 2015 21:50

bartonfink_type2– Der meiner Meinung nach schönste Beitrag der Woche kommt von Rochus Wolff, der in seiner Kolumne „Sitzplatzerhöhung“ auf B-Roll sich darüber nachdenkt, was eigentlich einen guten Kinderfilm ausmacht. Lucas Barwenczik stellt derweilen den iranischen Filmemacher Jafar Panahi vor.

– Sehr gefallen hat mir auch Dominiks Beitrag auf Filmherum, wo er sich Gedanken über das Pro und Contra des Kinobesuchs macht. Für jemanden wie mich, der den Kinobesuch über alle anderen Arten des Filmeerlebens stellt, auch mal interessant, nachvollziehbare Argumente gegen den Kinobesuch zu lesen und im Gegenzug als Mit-Veranstalter eine Kinoreihe darüber nachzudenken, wie man es besser machen kann.

– Nach dem Heimatfilm hat sich Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide nun dem deutschen Schlagerfilm zugewandt. Der erste Film, den er hier untersucht heißt dann auch gleich passenderweise „Schlagerparade“ und ist vom späteren „Kommissar“ Erik Ode inszeniert. Außerdem empfiehlt er Will Trempers Film „Flucht nach Berlin“, der auch auf meiner Must-have-Liste ganz weit oben steht.

– Gabelinger stellt auf Hauptsache (Stumm)Film ein sehr frühes Hollywood-Musical vor: Den Meilenstein „Love Me Tonight“ von Rouben Mamoulian mit Maurice Chevalier.

– Letzte Woche jährte sich mal wieder das Stauffenberg-Attentat. Vor genau 60 Jahren kamen gleich zwei Filme in die deutschen Kinos, sie sich damit beschäftigten. „Es geschah am 20. Juli“ von G.W. Pabst, den Lukas Foerster auf Dirty Laundry vorstellt und „20. Juli“ von Falk Harnack, den Hoffman auf Drei Cineasten bespricht.

– Ich weiß gar nicht, warum mir Joseph Losey immer wieder durch die Finger geschlüpft ist,. Dabei handelt es sich bei ihm um einen der interessantesten Filmemacher der späten 60er und frühen 70er Jahre. Auch wenn Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film einen von Loseys bekanntesten Filmen, „The Go-Between“, eher muffig findet.  Viel mehr hält er da von der Schauspielerin Yekaterina Golubeva, der er einen Liebesbrief schreibt.

– Stu widmet sich auf Die drei Muscheln der „Death Wish“-Reihe. Aber eigentlich nur den ersten drei Filmen, die er auch nicht wirklich gut findet.

– Michael Schleeh berichtet auf Schneeland vom Bucheon International Fantasy Film Festival im Süden von Seoul, wo er den von ihm sehr empfohlenen, südkoreanischen „The Stone“ gesehen hat, sowie den allerneusten Sion Sono „Love & Peace“, der ihn ordentlich durchgeblasen hat mit seiner „hanebüchenen Durchgeknalltheit“.

– Auch Indyfilmblog ist diesmal ganz dem südkoreansichen Kino zugetan. Es gibt eine Lee Chang-dong –Retro mit einer fetten Empfehlung für das südkoreanische Drama „Poetry“ von (das kürzlich im TV lief), aber auch Lees „Secret Sunshine“ und „Oasis“ werden hochgelobt.

– Irgendwie sind mir die vorbildlichen Veröffentlichungen des Labels REM vom Radar gekommen. Gut, dass man bei filmosophie noch einmal darauf hingewiesen wird. Das indische Independent-Drama „Sunrise“ von Regisseur Partho Sen-Gupta sollte man wohl gesehen haben. Auch der Dokumentarfilm „Von Caligari zu Hitler“ des Filmkritikers Rüdiger Suchsland klingt interessant, auch wenn filmosophie anmerkt: „Insgesamt erschlägt Von Hitler zu Caligari sowohl mit seiner Informationsflut als auch mit seiner beträchtlichen Länge. Eine filmgeschichtliche Epoche von 15 Jahren in einem einzigen Dokumentarfilm abzubilden, ist wohl auch ein steiles Unterfangen, das zwangsläufig zu einer intellektuellen Herausforderung für die Zuschauer_innen werden muss. Für jemanden wie mich, die sich insbesondere für die kulturwissenschaftliche Verknüpfung von Kunst und Historie begeistern kann, stellt dies weniger ein Problem dar, doch dürfte der_die „durchschnittliche“ Zuschauer_in wohl spätestens nach einer dreiviertel Stunde gedanklich aussteigen.“

– Da steht das Fantasy Filmfest 2015 vor der Tür, da erinnert film-rezensionen.de noch mal an das Festival des vergangenen Jahres. Ferner schreibt Oliver Armknecht über einen Film, den ich als Kind einmal im Fernsehen erwischte, der mich als damals heiß entflammten Agatha-Christie-Fan begeisterte – und den ich dann nie wieder sah: „Die Morde des Herrn ABC“ mit Tony Randall (!) als Hercule Poirot.

– Sehr viel später begeisterte mich dann „Hellraiser“ von Clive Barker – und die verstümmelte deutsche Fassung des zweiten Teils „Hellbound“ lies mir keine Ruhe. So dass ich 1992 bei meinem bisher einzigen London-Besuch die ganze Zeit nur durch die Elektromärkte irrte, um endlich eine ungeschnittene Fassung zu erstehen (die auch nicht ganz vollständig war, aber das wusste ich damals ja nicht). Oliver Nöding bespricht beide Filme auf Remember It For Later.

Yzordderrexxiii bricht eine Lanze für den nicht wirklich geliebten „Starman” von John Carpenter.

Schöne Empfehlung von Mauritia Meyer auf Schattenlichter für die verheiratenden Italo-Nerds: „Ein sehenswerter äußerst unterhaltsamer und kurzweiliger Poliziottesco aus der „zweiten Reihe“, für den sich womöglich auch eure Frauen begeistern könn(t)en.“ –über „Der Gorilla“ mit Fabio Testi.

– Ich freue mich ja wie Bolle darauf, endlich den (nicht mehr ganz) neuen Film von Quentin Dupieux, „Wrong Cops“ zu sehen. Der Kinogänger mochte ihn.

– Dafür mochte Caroline Lin von Komm&Sieh den neuen Terrence Malick, „Knight of Cups“ gar nicht.

– Irgendwo habe ich schon mal eine Besprechung des dänischen Marionetten-Films „Strings“ verlinkt. Ich weiß nur nicht mehr wo und wann. Egal, kann man auch zweimal machen. Diesmal wird der Film von Robin Schröder von Mise en cinéma empfohlen.

– Auf Cereality geht die Cronenberg-Retro mit dem – von mir noch immer nicht gesehenen – „eXistenz“ weiter. Außerdem zwei Meinungen zu Werner Herzogs „Königin der Wüste“. Christian Witte Pro und Nathanael Brohammer Contra.

– Noch ein paar Übersichten: Die interessantesten Podcasts beim “Die Gespräche der Anderen” auf Wiederaufführung und Filmbesprechungen auf Schlombies Filmbesprechungen als „Die Besprechungen der Anderen”.

Das Bloggen der Anderen (13-07-15)

Von , 13. Juli 2015 18:58

bartonfink_type2– Und wieder ist eine der großen Leinwandikonen von uns gegangen. Letzte Woche verstarb Omar Sharif. Einen Nachruf gibt es beim Kinogänger und auf B-Roll.

– Ebenfalls auf B-Roll kann man einen Rückblick auf das 11. Festival des Deutschen Films lesen, den Lisa Hedler verfasst hat. Ferner feiert der deutsche Regisseur, Autor und Produzent Rudi Gaul Sebastian Schippers „Victoria“.

– Da habe ich doch gleich den Stift gespitzt und mir ein paar Tipps für die folgenden Monate notiert: Michael Sennhauser berichtet auf Sennhausers Filmblog weiterhin vom Neuchâtel International Fantastic Film Festival. Da gibt es Katzenmenschen im amerikanischen „Spring“, virtuelle Welten im schweizerischen „Der Polder“ und aus Deutschland kommt „True Love Ways“, ein „lyrischer schwarz-weiß Giallo“. Kling alles sehr spannend.

– In Berlin läuft demnächst eine Don-Siegel-Retrospektive. Anlass für Lukas Foerster, den Regisseur auf critic.de noch einmal vorzustellen. Außerdem berichtet Michael Kienzl noch einmal über das scheinbar wirklich wundervolle Il Cinema Ritrovato in Bolonga.

– Rainer Kienböck von Jugend ohne Film war auch in Bolonga und hat dort die heute eher unbekannte Komödie „Ruggles of Red Gap“ von Laurel&Hardy-Stammregisseur Leo McCarey mit Charles Laughton in der Hauptrolle.

– Sano Cestnik hat auf Eskalierende Träume den Versuch unternommen seine 100 Lieblingsfilme chronologisch zu ordnen. Sehr interessant und teilweise sehr überraschend.

– Oliver Nöding hat auf Remember It For Later wieder einige meiner Lieblinge besprochen, so dass ich seine anderen Besprechungen mal unter den Tisch fallen lassen und lediglich den für mich früher sehr wichtigen „Cincinnati Kid“, den großartigen „Moby Dick“ und den wundervollen „Nacht der reitenden Leichen“ konzentriere.

– Das Magazin des Glücks hat sich der vier Filme angenommen, die einst den Ruhm des New-Hollywood-Regisseurs (und riesigen Filmfan) Peter Bogdanovich begründeten.

– Udo Rotenberger bleibt auf Grün ist die Heide dem deutschen Heimatfilm trau und schreibt über Hans Deppes frühe Ganghofer-Verfilmung „Schloss Hubertus“.

– Hoffman setzt auf Drei Cineasten seine Jacques Demy-Retrospektive mit“ Trois places pour le 26“ von 1988 fort.

– Auch auf Cereality geht die Retro weiter: Yannic Sames über David Cronenbergs „Parasitenmörder“.

– JackXL ist auf Die drei Muscheln begeistert von Antonio Bidos Spät-Giallo „Blutige Schatten“, den ich ja eher mittelmäßig fand.

– Mehr Giallo: Mauritia Meyer auf Schattenlichter über Umberto Lenzis „Spasmo“, der sie aber trotz sehr guter Ansätze nicht voll überzeugen konnte.

– Mit den Filmen von „The Aylum“ habe ich es ja nicht so. Wenn ich wissen möchte, was die gerade wieder so fabrizieren kann ich aber ja mal bei Schlombies Filmbesprechungen nachlesen und siehe da: Da wurde die alte „Godzilla vs. Mecha-Godzilla“ –Idee auf Superhaie gezogen. Klingt zumindest witzig. Ferner schreibt Schlombie über „Zombi 3“, das unter einem schlechten Stern entstandenen Spätwerk von Lucio Fulci – oder Bruno Mattei oder wer sonst noch daran rum gefilmt hat.

– Der Intergalactic Ape-Man hat eine schöne Besprechung des schlecht beleumundeten „Oase der Zombies“ – dessen Produktionsgeschichte eben so kompliziert ist, wie die von „Zombi 3“ – auf Intergalaktische Filmreisen veröffentlicht.

– Jürgen Kiontke mag Dietrich Brüggemanns Neonazi-Komödie „Heil“ überhaupt nicht und begründet seine starke Ablehnung auf filmgazette. Nicolai Bühnemann seinerseits lobt den Horrorfilm „It Follows“ über den grünen Klee und vergibt 8 von 10 Punkten.

– Auch andere Blogger zeigen sich von „It Follows“ begeistert. Alex Klotz schreibt auf Hard Sensations: „Na bitte, es geht doch! Zwischen Remakes, der immergleichen Zombiepampe und der x-ten Found Footage-Variation kommt mit IT FOLLOWS auch mal wieder ein origineller Horrorfilm zum Vorschein“ und LZ auf screenread: „„It Follows“ ist ein Ausnahmefall und im Horrorkino der Gegenwart vielleicht nur vergleichbar mit „Der Babadook“, mit dem er einiges gemein hat.“

– Letzte Woche hatte ich schon einmal auf eine Review zu Gia Coppolas (Nichte von Sofia und Enkelin von Francis Ford) Regiedebüt „Palo Alto“ hingewiesen. Auch Going to the Movies schreibt über diesen Film, der auf einer Kurzgeschichte des Allround-Künstlers James Franco beruht.

Das Bloggen der Anderen (06-07-15)

Von , 6. Juli 2015 20:03

bartonfink_type2– In der Schweiz ist die 15. Ausgabe des Neuchâtel International Fantastic Film Festivals eröffnet worden. Und wie in den letzten Jahren berichtet Michael Sennhauser auf seinem Sennhausers Filmblog über dieses scheinbar sehr liebenswerte Festival, dem ich einerseits viele gute Filmtipps verdanke und welches ich auch gerne mal in der Zukunft besuchen möchte. Diesmal liefen hier das Schwarzenegger-Zombie-Kammerspiel „Maggie“, auf das ich sehr neugierig bin, sowie – ebenfalls mit Spannung erwartet – der neue Film von Adrián García Bogliano, „Scherzo Diabolico“.

– Ebenfalls ein Sehnsuchtsort ist das jährliche „Il Cinema Ritrovato“ in Bolonga, welches Rainer Kienböck und Andrey Arnold von Jugend ohne Film besucht haben. Rainer stellt das Festival vor und danach haben sich die beiden eingehend in einem Festivaldialog über die diesjährige Veranstaltung unterhalten.

– Ob die Beiden dort auch Lukas Foerster getroffen haben, weiß ich nicht. Der war jedenfalls auch da, wie man seinem Bericht auf Dirty Laundry entnehmen kann.

– Gut zum „Il Cinema Ritrovato“ hätte sicherlich auch der Film „Golden Dawn“ gepasst, der an der Zeitenwende zwischen Stumm- und Tonfilm gedreht wurde. Gabelingeber stellt ihn auf Hauptsache (Stumm)Film ausführlich vor.

– Aus dem Jahre 1959 stammt Robert Wises Streifen „Odds Against Tomorrow“, den Manfred Polak auf Whoknows presents unter besonderer Berücksichtigung der Produktionsgeschichte und des Drehbuchautors Abraham Polonsky bespricht.

– Sascha schreibt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über John Houghs vergessenes Langfilmdebüt „Eyewitness“, welches eine Wiederentdeckung verdient hätte.

– Wieder hat der grimmige Schnitter zugeschlagen und die wunderbare Laura Antonelli zu sich geholt. Aus diesem Anlass schreibt Udo Rotenberg auf L’amore in città nicht nur über Luchino Viscontis Schwanengesang „Die Unschuld“, in dem die schöne Laura eine Rolle hatte, sondern auch über das bewegte und traurige Leben dieser Frau.

– In Italien befindet sich filmtechnisch zur Zeit auch Oliver Nöding von Remember It for Later und legt seinen Lesern solche eher unbekannten Schätze wie „Auf verlorenem Posten“,„San Babila, 20 Uhr: Ein sinnloses Verbrechen“ und „Come cani arrabbiati“.

– Sven Safarow auf Eskalierende Träume über „Mädchen mit Gewalt“, der auf meiner Geburtstagswunschliste steht. Mal gucken, ob sich wer sich traut, einen Film mit diesem Titel zu kaufen.

– Nachdem Dr. Wily letzte Woche auf Wilsons Dachboden „Ich weiß noch immer, was Du letzten Sommer getan hast“ glühend verteidigte, nimmt sich nun Christian Genzel des Sequels an.

symparanekronemoi lässt Michael Manns „Manhunter“ gegen Brett Ratners „Red Dragon“ antreten und es gibt einen klaren K.O.-Sieger.

– Annika empfiehlt auf Die Filme, die ich rief die Dokumentation „Hearts of Darkness: A Filmmakers Apocalypse“, über den nervenaufreibenden „Apocalypse Now“-Dreh.

– Stu widmet sich auf Die drei Muscheln dem Abschluss von Sono Sions Hass-Trilogie: „Guilty of Romance“.

– Schlombie präsentiert auf Schlombies Filmbesprechungen eine weitere Folge von „Die Besprechungen der Anderen“.

– Was David McAllan auf Komm&Sieh über den hierzulande noch nicht verfügbaren „Reversal“ aka „Bound to Vengeance“ schreibt, klingt recht interessant.

– Die Coppolas breiten sich immer wieder aus. Jetzt hat auch Francis Fords Enkelin Gia an einem Film versucht. Und laut Christopher Diekhaus von screen/read ist „Palo Alto“ auch gar nicht schlecht geworden.

– Hui, eine deutsche Kafka-Verfilmung mit Axel Prahl und Josef Harder? Klingt interessant, auch wenn sie Oliver Armknecht von film-rezensionen.de nicht gänzlich überzeugen konnte. Gut klingt auch „It Follows“, der ja generell überall gute Kritiken einsammelt. Dietrich Brüggemann ist einer der interessantesten jungen deutschen Filmemacher. Seine Neonazi-Komödie „Heil“ überzeugt laut Oliver „mehr in Einzelszenen, weniger als komplette Geschichte. Die sind dafür oft unterhaltsam, streckenweise sogar grandios.“

– Yannic Sames von cereality sieht das etwas nüchterner, schreibt aber: „Mit der Komödie „Heil“ hat er sich nun zwar verrannt, vielleicht sogar übernommen. Aber dennoch darf sich auf neue Projekte des jungen Regisseurs gefreut werden“. Timo Kießling setzt seine Cronenberg-Retro mit der Stephen-King-Verfilmung „Dead Zone“ fort.

Das Bloggen der Anderen (29-06-15)

Von , 29. Juni 2015 20:04

bartonfink_type2–  Leider gibt es kaum noch eine Woche ohne bedauerliche Todesmeldungen. In der letzten Woche verstarb der Komponist James Horner bei einem tragischen Flugzeugunglück. screen/read hat ihm einen ausführlichen Nachruf gewidmet.

– Wer noch einmal Horners Klängen lauschen möchte, für den hat Mostly Movies einen Zusammenschnitt seiner besten Scores im Netz gefunden.

–  Dem vor drei Wochen verstorbenen Christopher Lee zu Ehren bespricht JackoXL auf Die drei Muscheln den ungewöhnlichen Hammer-Film „Dracula jagt Mini-Mädchen“ (ich bin sicherlich nicht Einzige, der früher bei dem Titel zunächst an däumlingsgroße Girls gedacht hat).

–  Udo Rotenberg beendet auf Grün ist die Heide seine tiefschürfende und für den des Genres Unkundigen sicherlich sehr überraschende Analyse des deutschen Heimatfilms. Wie ich finde hochspannend und bereits jetzt eines der Highlights dieses Jahres. Diesmal geht es um den Zenit in den Jahren 1955-1957 und den schleichenden Niedergang und der Hinwendung zur Sexklamotte in den Jahren 1958-1969.  Nicht zu vergessen: Die nachgeschobene und hoch informative Einleitung.

– Oliver Nöding war in der vergangenen Woche auf Remember It For Later ausgesprochen produktiv. Und was für mich persönlich von ganz besonderer Bedeutung ist: Er widmet sich drei Filmen, die auch in meinem Leben eine ganze besondere Rolle gespielt haben und mich zu dem Filmliebhaber gemacht haben, der ich heute bin. Da ist einmal „Lawrence von Arabien“. Ich erinnere mich noch sehr genau an die erste TV-Ausstrahlung, die ich sah. Diese war dreigeteilt und mit langen Pausen. Ich begann den Film im Wochenendhaus meiner Eltern zu schauen, dann besuchten wir Bekannte, wo der Film nebenher flimmerte und mich in seinen Bann zog. Doch auch dort bleiben wir nicht lange und so schaute ich dann Zuhause weiter, fasziniert davon, dass der Film (damals soweit ich mich erinnere in zwei Teilen mit einer langen Pause für die Nachrichten ausgestrahlt) noch immer lief und kein Ende zu nehmen schien. Gerade für mich war er „endlos“, denn vor dem Schluss musste ich ins Bett. Die Bilder, die Lean entwarf sollten mich dort noch lange verfolgen. Noch länger verfolgte mich „Gesprengte Ketten“, der mich völlig umwarf und lange, lange Zeit für mich DER Film blieb. Daran zu erkennen, dass ich noch Monate nach dem Film mit einem Tennisball in der Hand „Bunkerkönig“ spielte. Und „Nightmare on Elm Street“ war dann der erste echte „Splatter“, den ich sah und der Grundstein für eine sehr, sehr lange Faszination und Liebe für das Genre. So stark, dass ich Drumherum viel verpasste, was ich in den letzten20 Jahren Stück für Stück dann aber nachgeholt habe.

–  Verpasst hatte ich damals auch „Missing in Action – Teil 2“, was aber scheinbar kein großer Verlust war, wenn ich totalschaden von Splattertrash trauen kann. Nachprüfen werde ich es sicherlich bald, denn dieser Chuck-Norris-Streifen wartet noch in dem großen Stapel ungesehener DVDs auf mich.

–  Teil der 80er waren aber auch Yuppie-Filme wie „Wall Street“ oder das Michael J. Fox-Vehikel „Das Geheimnis meines Erfolges“ von 1987. Heute frage ich mich, warum ich damals diese „Lebe-den-amerikanischen-Traum“-Filme so toll fand. Jetzt denke ich mit einem eher unangenehmen Gefühl an sie zurück.  Der Intergalactic Ape-Man von Intergalaktische Filmreisen hat den Film einer erneuten Betrachtung unterzogen.  Und auf der anderen Seite der Filmmedaille hat er auch dem japanischen Katastrophenfilm „Gorath – Ufos zerstören die Erde“ von 1962 einige Zeilen gewidmet. Ein Film, der mir heute sicherlich besser gefallen würde als „Das Geheimnis meines Erfolges“.

– Schon immer sehr gut gefallen hat mir allerdings „Wenn Du krepierst – lebe ich“ und da schließe  ich mich gerne Mauritia Mayers Worten auf Schattenlichter an: „Wenn du krepierst – lebe ich“ ist ein schwer einzuordnender, jedoch in mancherlei Hinsicht herausragender Film“.

–  Schön, wenn Schlombie und ich mal einer Meinung sind. Kommt ja selten genug vor. Dass er auf Schlombies Filmbesprechungen so angetan von dem tollen „Der rote Rausch“ ist, freut mich sogar ganz besonders.

–  Auf Wilsons Dachboden hält Gastautor Dr. Wily ein flammendes Plädoyer für einen Film, den ich auch nicht gerade als Höhepunkt des Neo-Slasher-Films in der „Scream“-Nachfolge der späten 90er angesehen habe: „Ich weiß was Du letzten Sommer getan hast“.

–  Zweimal deutsche Filmgeschichte auf Das Magazin des Glücks. Einmal wird der von Michael Althen und Hans Helmut Prinzler 2008 hergestellte Film „Auge in Auge – Eine deutsche Filmgeschichte“ besprochen und dieselben Schwächen aufgedeckt, die auch schon mal angekreidet habe, dann Dominik Grafs Althen-Porträt „Was heißt hier Ende?“ gelobt.

–  Auf B-Roll kann Urs Spörri gar nicht genug euphorische Worte über „Victoria“ verlieren und vergleicht diesen mit Klassikern wie „Menschen am Sonntag“. Lucas Barwenczik hat ein sehr schönes Essay zur Rolle des Menschen in den modernen Katastrophen-Blockbustern Hollywoods geschrieben. Und Lisa Hedler zieht ein erstes Resümee vom Festival des deutschen Films in Ludwigshafen.

– Mehr moderner deutscher Film – Teil 1: Christian Gertz zeigt sich auf mehrfilm erfreut über Christoph Hochhäuslers „Die Lügen der Sieger“.

– Mehr moderner deutscher Film – Teil 2: Andrey Arnold interviewt auf Jugend ohne Film den deutschen Dokumentarfilmer Jan Soldat, dessen Filme seit einiger Zeit regelmäßig für viel Furore im Netz sorgen.

–  Älterer deutscher Film: Nicolai Bühnemann ist auf filmgazette restlos begeistert von der Veröffentlichung des Streifens „Mädchen mit Gewalt“ von 1969, den er „einen der wohl kühnsten und verstörendsten Filme des bundesrepublikanischen Kinos“ nennt.

–  Über den Namen Veronika Franz hätte ich schon früher stolpern können. Ulrich Seidls Ehefrau hat einen Horror-Thriller namens „Ich seh, ich seh“ gedreht und der ist durchaus empfehlenswert, wie Oliver Armknecht von film-rezensionen.de findet. Und auch „Frequencies“ verdient einen näheren Blick, wie mir auch schon von anderer Seite bestätigt wurde.

– Ronny Dombrowsi von cinetastic ist von Shion Sonos neustem Werk ziemlich durcheinander gebracht worden und schreibt: „Je nachdem welche rosarote Brille der Zuschauer auf der Nase hat, wird er in „Tokyo Tribe“ entweder mit 116 Minuten Schwachsinn konfrontiert werden oder aber mit einem der genialsten Rap-Musicals der Filmgeschichte, das sich wirklich nur Shion Sono hat ausdenken können.“

– Alles was ich bisher von Quentin Dupieux gesehen habe (okay,“ Wrong Cops“ fehlt mir leider noch) hat mich begeistern können. Umso mehr fiebere ich seinem neusten Streich „Reality“ entgegen, auch wenn er Timo Kießling von cereality nicht gänzlich überzeugen konnte. Mike Albrecht hingegen ist überzeugt und zwar von David Cronenbergs Meisterstück „Die Unzertrennlichen“.

Das Bloggen der Anderen (22-06-15)

Von , 22. Juni 2015 23:10

bartonfink_type2_ Irgendwann in den letzten Wochen hatte ich ja bereits erwähnt, dass ich die Texte von Lucas Barwenczik auf B-Roll sehr gerne lese. Auch sein neues Essay über Armut im Film spricht mir aus der Seele, so dass ich diesen mal an den Anfang dieser Ausgabe von „Das Bloggen der Anderen“ setze. Ebenfalls auf B-Roll gratuliert Andreas Köhnemann der göttlichen Isabella Rossellini zum 63. Geburtstag.

– Bluntwolf zeigt sich auf Nischenkino begeistert von dem deutschen Polizei-Thriller „Wir waren Könige“ über ein SEK-Team.

– Smooli von den Drei Muscheln ist von „Wir waren Könige“ weniger hingerissen, zeigt sich aber beeindruckt von der schauspielerischen Leistung des großartigen Frederick Lau. Außerdem hat er „German Angst“ gesehen und kommt zu einem zwiespältigen Ergebnis, bei dem er vor allem mit der Kosakowski-Episode massive Probleme hat. Stu zeigt sich demgegenüber von dem neuen Anders Thomas Jensen-Film „Men & Chicken“ durchaus angetan, auch wenn er seiner Meinung nach nicht die Klasse von „Adams Äpfel“ erreicht.

– Auch Thorsten Krüger von Komm&Sieh legt seinen Lesern Jensens Film „Men & Chicken“ nahe.

– Oliver Armknecht von film-rezensionen.de macht mich neugierig auf den neuen Film des „Bremer Filmpreis“-Trägers Ulrich Seidl: „Im Keller“.

– „It Follows“ sammelt überall gute Kritiken. Yzordderrexxiii kann der Film zwar nicht komplett begeistern, er hält ihn aber trotzdem für einen der besten Horrorfilme des Jahres. Auch gesehen: Dario Argentos „Trauma“, der ihm besser gefiel als dessen Ruf ist. Einer Meinung, der ich mich anschließen würde.

– Apropos Argento: Darios Tochter und Hauptdarstellerin Asia hat einen latent autobiographischen Film namens „Missverstanden“ gedreht, über den Till Kadritzke auf critic.de schreibt: „Argento scheißt auf alles, aber feiert damit weniger das Kino als ihr eigenes Scheißen.“ Immer wieder gerne drauf hingewiesen: Die tolle Jodorowski-Box von Bildstörung, die der nicht minder tolle Bodo Traber ebenfalls hier bespricht.

– Bleiben wir bei tollen Sachen. Silvia Szymanski hat auf Hard Sensations eine wunderbar eigenwillige Besprechung des neuen Films von Christoph Hochhäusler, „Die Lügen der Sieger“ online gestellt.

– Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry in der deutschen Filmgeschichte gegraben und dabei zwei spannende Filme ans Tageslicht geholt: „Mein schönes kurzes Leben“, den Klaus Lemke 1970 inszenierte und „Paul kommt zurück“ von Peter F. Bringmann, der zwar Manfred Krugs erster „West-Film“ war, aber vor allem durch Thilo Prückner glänzt.

– Sano Cestnik empfindet große Liebe für den eher unbekannten Dominik-Graf-Film „Der Felsen“, welchen er zur #55 der 100 deutschen Lieblingsfilme auf Eskalierende Träume macht. Ebenfalls dort diskutiert er den Film noch einmal zusammen mit Alexander Schmidt in der Tiefe.

– Über Grafs neues Werk, den Dokumentarfilm „Was heißt hier Ende“ hat Christian Gertz auf mehrfilm.de eine sehr deferenzierte Kritik geschrieben.

– Es gibt ein Filmgenre, welches man heutzutage als „unterschlagen“ ansehen könnt, da es einen ganz besonders üblen Leumund hat: Der Heimatfilm. Udo Rotenberg hat sich dieses ungeliebten Genres, welches einst die Massen ins Kino zog, angenommen und auf Grün ist die Heide in mehreren Teilen ein höchst informatives Plädoyer für dieses gar nicht uninteressante Gebiet veröffentlicht. In dieser Woche die Jahre 1947-1950 und 1951-1954.

– Mauritia Mayer von Schattenlichter war im weit entfernten Dillingen, wo ein großer Enthusiast ein Mini-35mm-Festival mit ganz wunderbaren Genretiteln auf die Beine gestellt hat. Unbedingt erwähnens- und lobenswert! Schade das Dillingen von Bremen aus am A** der Welt liegt. Ein Besuch wäre es sicherlich wert. In der Zwischenzeit bleibt mir da nur das Heimkino, wo ich vielleicht irgendwann mal meine Bildungslücke in Bezug auf italienische „Sandalenfilme“ schließen kann. Mauritias Vorstellung von „Maciste, der Rächer der Verdammten“ lädt ja dazu ein.

– Dass der Giallo „The Crimes of the Black Cat“ in Kopenhagen spielt, war mir gar nicht mehr bekannt. Wohl aber, dass er mir ähnlich gut gefiel, wie Sascha von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte.

– Timo Kießling stellt auf cereality zwei frühe, experimentelle Kurzfilme von David Cronenberg vor. Stefanie Schneider schreibt über den mir unbekannten Animationsfilm „Ernie Biscuit“, der von den Machern des von mir sehr gemochten „Mary & Max“ stammt.

– Der Intergalactic Ape-Man durfte vor einiger Zeit in dem Fanzine „Der Zombie“ über Stuart Gordons „From Beyond“ schreiben. Den „Director’s Cut“ des Artikels hat er nun auf seinem Blog Intergalaktische Filmreisen online gestellt.

– Oliver Nöding hat auf Remember It For Later die komplette „Der weiße Hai“-Reihe besprochen. Bei seiner Einschätzung des meisterhaften ersten Teils spricht er mir aus dem Herzen.

– Alexander Matzkeit hat auf real virtuality einen sehr interessanten und unbedingt lesenswerten Artikel über CGI, Mad Max und den vermeintlichen Unterschied zwischen guter und schlechter CGI geschrieben.

– Philipp Stroh versucht auf wieistderfilm? In kurzen Sätzen die (technische) Geschichte des Films zusammenzufassen.

– Zum Schluss noch ein Zuckerstück für Leute wie mich. Unter dem vielversprechenden Titel „Howard Hawks zu Gast bei Jess Franco“ setzt sich david auf Whoknows presents mit „X312: Flug zur Hölle“ auseinander.

Das Bloggen der Anderen (08-06-15)

Von , 8. Juni 2015 21:36

bartonfink_type2– Am 02. Juni verstarb der italienische Regisseur und Drehbuchautor Alberto De Martino. Im deutschsprachigen Netz, waren keine Nachrufe zu finden. Allerdings hat Udo Rotenberg von L’amore in città anlässlich des Todes von de Martino dessen Film „Mord im schwarzen Cadillac“ von 1969 besprochen und dabei viel Biographisches über den Regisseur einfließen lassen.

– Wie der „Zufall“ so spielt: In „Mord in im schwarzen Cadillac“ spielt der Deutsche Roger Fritz eine Hauptrolle. Und eben jener hat den Film inszeniert, auf den Udo auf seinem zweiten Blog, Grün ist die Heide detailliert eingeht: „Mädchen mit Gewalt“, der auch gerade in der liebevollen „Edition Deutsche Vita“ erschienen ist.

– Gabelinger hat auf Hauptsache (Stumm)Film entdeckt, dass die italienische Kriegs-Komödie „Zwei im gleichen Stiefel“ von Luciano Salce mit einem  jungen Ugo Tognazzi eine deutsche DVD-Veröffentlichung bei einem Billig-Label erhalten hat. Er hat den Film gesehen und ist begeistert.

– Ebenfalls vor kurzem erschienen: Giulio Questi sehr, sehr merkwürdiger „Giallo“ (eigentlich alles andere, aber er wird immer wieder gerne in dieses Genre gesperrt) „Die Falle“. Mauritia Meyer meint dann auch auf Schattenlichter: „Der Film polarisiert und spaltet Genre Fans aus nachvollziehbaren Gründen in zwei Lager. Wer diesen schrägen Streifzug durch die Gefilde der niederen menschlichen Instinkte bis zum Finale gebannt verfolgt hat, weiß, wovon ich schreibe.“

– Für Der Kinogänger ist Ettore Scolas Film „Ein besonderer Tag“ von 1977 auch ein besonderer Film. „Ein intimes und melancholisches, aber zutiefst humanistisches, dabei sehr dialogstarkes und hervorragend gespieltes Porträt zweier grundverschiedener Menschen am Vorabend des Zweiten Weltkrieges“.

– Auf B-Roll wird zunächst dem vielseitigen Paul Giamatti mit einem Portrait zum 48. Geburtstag (mein Gott, ist der wirklich nur drei Jahre älter als ich?) gratuliert. Darauf folgen zwei hochspannende Artikel mit viel Diskussionspotential. Zunächst nimmt Lucas Barwenczik – der sich langsam zu einem meiner Lieblingsblogger entwickelt – ziemlich genau das Film-Crowdfunding und seine Fallstricke unter die Lupe. Und dann nimmt Martin Beck eine hitzige Diskussion auf, die zwei kurze Sätze von Marcus Stiglegger auf Facebook ausgelöst haben. Dieser hatte sich über Filmkritik im Netz aufgeregt, die jegliches Basiswissen vermissen lassen.

– Gwendolen van der Linde berichtet auf critic.de über die Kurzfilme, die dieses Jahr auf dem Filmfestival in Cannes gezeigt wurden.

– Auf einem anderen Filmfestival, nämlich in Berlin, wurde der Film „Taxi Teheran“ des iranischen, unter Berufsverbot stehenden Regisseurs  Jafar Panahi ausgezeichnet. Peter Gutting von cineastic.de hat ihn gesehen und ist begeistert.

– Trotz vieler kritischer Worte in seiner Kritik hat sich Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de zu einer 8/10 für den deutschen Spielfilm „Viktoria“ durchgerungen. Nicht wirklich überzeugen konnte ihn der Animationsfilm „Mutant Aliens“ des großartigen Bill Plympton, der es laut Olivers Meinung nach eigentlich viel besser kann.

Welche Filme man sich im Juni ansehen sollte, verrät Christian Witte auf cereality. Mike Albrecht kann mit Walerian Borowczyks wundervollen Kultfilm „La Bête“ nicht so viel anfangen. Außerdem geht es mit den Chuck-Norris-Krachern „Delta Force“ und „Invasion U.S.A.“ handfest in der Cannon-Retro weiter.

– Patrick Holzapfel schreibt auf Jugend ohne Film über Nicholas Rays seltsames Avantgarde-Stück „We Can’t Go Home Again“.

– Ebenfalls sehr merkwürdig soll „Nothing Lasts Forever“ (Alles ist vergänglich) sein. Der erste und zugleich letzte Film von Tom Schiller. Diese durchaus eindrucksvoll besetzte schwarz-weiße Noir- Komödie von 1984 wurde von Warner Brothers bis zum heutigen Tagt nahezu todgeschwiegen. Die Vergleiche mit Guy Maddin, die Sascha auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte anstellt, machen mich natürlich neugierig.

– Sebastian hat auf Das Magazin des Glücks den Dokumentarfilm „Von Caligari bis Hitler“ des Filmkritikers Rüdiger Suchsland besprochen, dessen Bilder er großartig, aber leider etwas „zugetextet“ findet.

Mise en cinéma erinnert an das Regiedebüt des (meiner Meinung nach) talentierteren Scott: Tonys „Begierde“ mit der Deneuve und David Bowie.

– Und auf der „Pulp“-Seite der Filmgeschichte: Einer der vielen „Hongkong“-Filme der Rapid Film: „Weiße Fracht für Hongkong“. Und wenn ich die Namen Brad Harris und Horst Frank lese, kann ich auch gar nicht anders, als auf totalschadens ausführliche Besprechung dieses Filmes auf Splattertrash hinzuweisen.

– „Etwas zum Staunen“ von Rainer Knepperges auf new filmkritik.

Das Bloggen der Anderen (01-06-15)

Von , 1. Juni 2015 19:02

bartonfink_type2– Es ist doch immer wieder schön, mal zu schauen, wie die bekannten Plätze, die einem durch diverse Filme so vertraut geworden sind, eigentlich in der Realität aussehen. Bzw. was aus ihnen im Laufe der Jahrzehnte geworden ist. Andrea David von filmtourismus.de hat sich ganz diesem Thema verschrieben und stellt auf ihrer Seite diesmal die wundervolle Stadt Prag vor. Und nimmt uns auf eine Tour durch die Barrandov Studios mit.

– Auf Mauritia Meyer vom Blog Schattenlichter war auf Reisen und hat viele Fotos mitgebracht, wie die Drehorte der beiden Klassiker „Il Demonio“ von Brunello Rondi und Lucio Fulcis „Don’t Torture A Duckling“ heute aussehen.

– Das Filmfestival von Cannes ist vorbei. Eine Bilanz von Frédéric Jaeger auf critic.de.

– Auf Nischenkino bespricht Bluntwolf den späten Giallo „Body Puzzle“ von Lamerto Bava. Den habe ich vor 20 Jahren mal gesehen und weiß bis heute nicht, ob die Fassung komplett war oder nicht. Ein guter Grund sich dem Film mal wieder zu widmen.

– Vor noch mehr Jahren – schätzungsweise 30 – sah ich im TV einmal den Film „Im Visier des Falken“ alias „Figures on a Landscape“, der mich damals tief beeindruckte. Lange habe ich gebraucht herauszufinden, welchen Film ich da damals gesehen habe. Dank Patrick Holzapfels schönem Artikel auf Jugend ohne Film, der neben diesen noch einen weiteren Lieblingsfilm (Der Prozess“ von Orson Welles) vorstellt, habe ich gerade entdeckt, dass er vor zwei Jahren auf DVD erschienen und für kleines Geld zu haben ist.

Einen zeitlosen Klassiker seziert gabelingeber auf Hauptsache (Stumm)Film. John Hustons „Der Schatz der Sierra Madre“ von John Houston mit Humphrey Bogart und nach einem Roman von B.Traven.

– Houstons Zeitgenosse Howard Hawks war mir allerdings immer etwas näher am Herzen und für zahlreiche meiner Lieblingsfilme (El Dorado!!!) verantwortlich. Ihm widmet Andreas Köhnemann auf B-Roll ein umfangreiches Porträt. Lucas Barwenczik erklärt in einem langen und interessanten Artikel, warum das Kino keine Angst vor sozialen Medien haben darf.

– Filmkritiker Rüdiger Suchsland hat die Seiten gewechselt und einen Film gedreht. Der Dokumentarfilm „Von Caligari bis Hitler“ läuft in diversen Kinos und Suchsland berichtet auf Negativ von seinen Erlebnissen auf der Kinotour.

– Vor ein paar Jahren sah ich in der Cinematheque in Paris die Kostüme zu Jaques Demys „Eselshaut“, den ich seitdem gerne sehen wollte. Aber leider ist der Film in Deutschland nicht auf DVD erschienen und die französische hatte keine Untertitel. Also heißt es weiter warten und zwischendurch Hoffmans Text über den Film auf Drei Cineasten lesen.

– Sano Cestnik stellt auf Eskalierende Träume wortgewaltig einen neuen deutschen (okay, eigentlich ja mehr italienischen, wenn man’s genau nimmt) Lieblingsfilm vor: „Condottieri“, den Luis Trenker 1937 in Szene setzte.

– Apropos deutscher Lieblingsfilm: Udo Rotenberg stellt auf Grün ist die Heide Roland Klicks damals schmählich vernachlässigten, heute rehabilitierten „Deadlock“ vor.

– Und auf L’amore in città schreibt er über den Guerilla-Kriegsfilm „La colomba non deve volare“ von Sergio Garrone, der trotz deutscher Co-Produktion und Horst Buchholz in der Hauptrolle es bis heute nicht nach Deutschland geschafft hat.

– Oliver Nöding zeigt sich auf Remember It For Later von Linklaters „Boyhood“ angetan und nimmt sich die komplette „Freitag, der 13.“-Reihe vor. Stellvertretend hier mal der Link zu einem der besten teile, nämlich die Nummer 4.

– Wo wir bei den 80ern sind. Auf Cereality gibt es eine kleine Cannon-Retro mit „Masters of the Universe“ und „Invasion vom Mars“.

– Und Lukas Foerster hält auf Dirty Laundry ein flammendes Plädoyer für John Badhams „Drop Zone“.

– Kommen wir noch einmal auf Lieblingsfilme zurück. Bei mir steht Andrzej Zulawskis „Possession“ ganz, ganz weit oben auf der Beliebheitsskala. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de gibt ihm nur 7,5/10 Punkten. Da hätte ich mehr vergeben. Ferner wird der Anti-Kriegs-Anime „Barfuß durch Hiroshima“ empfohlen.

– Ebenfalls eine Empfehlung spricht Rochus Wolff auf seinem Kinderfilmblog für den in Palästina spielenden „Giraffada“ aus.

– Nicht unbedingt von einem Kinderfilm kann man bei „Camp Evil“ sprechen, auch wenn die Protagonisten im vorpubertären Alter sind. Sascha Nolte nennt ihn auf Die seltsamen Filmen des Herrn Nolteeinen der besten Slasher der letzten Jahre.

Begeistert sind auch YP und PD von Film im Dialog. Allerdings von „A Girl Walks Home At Night“.

– Stu von den Drei Muscheln wurde von Sono Sions neustem Werk „Tokyo Tribes“ ziemlich durcheinander gerüttelt. „Am Ende bleiben Ungläubigkeit, hochgezogene Mundwinkel, Verwirrung, Freude und vor allem die Wahrheit, dass Gewalt keine Lösung ist. Musik aber schon.“

– Christian Genzel schreibt auf Wilsons Dachboden über Ulrich Seidls „Paradies: Liebe“.

Kozure Okami berichtet, dass der legendäre SFX-Guru Rick Baker die Nase von Hollywood voll hat und dem modernen CGI-Zirkus den Rücken kehrt – um sein eigenes Ding zu machen.

Kino Vorschau Sommer 2015, Teil 2 – beim Kinogänger.

Das Bloggen der Anderen (04-05-15)

Von , 4. Mai 2015 22:00

bartonfink_type2– Ende April fand in Wiesbaden 15. goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films statt. David von Whoknows presents war dabei und hat einen ausführlichen Bericht geschrieben, bei dem man das Gefühl hat, selber anwesend gewesen zu sein.

– Rochus Wolff schreibt auf B-Roll über den Merchandise-Wahnsinn und Patrick Holzapfel stellt den ukrainische Filmemacher Sergei Loznitsa vor, der gerade beim Crossing Europe Festival in Linz geehrt wird.

– Auf Jugend ohne Film schreibt Thomas Rufin über den Film „In the Mood For Love“ und dessen Musik.

– Auf Daumenkino ärgert sich Philipp Fust über ein aktuelles „Kino der Restauration“, das für ihn ein Kino des Stillstandes ist.

– Görlitz ist seit neustem Schauplatz so mancher aktueller Hollywoodstreifen. Wo die Stars in „Görliwood“ ihre Fußstapfen hinterlassen haben, erzählt Andrea David auf filmtourismus.de.

– Harald Steinwender hat sich im Kino drei aktuelle Genre-Filme angesehen und macht sich darüber auf Themroc so seine Gedanken.

– Sascha Brittner hat auf PewPewPew einige nette Anekdoten über Werner Herzog zusammengetragen.

– Wie Joss Wheadon in „Avenger 2“ die Bildsprache von Comics auf eine neue Art in die Bildsprache von Filmen übersetzt, erläutert Alex Matzkeit auf real virtuality.

– „Karten, Pläne (V)“ von Rainer Knepperges auf new filmkritik. Immer wieder ein Genuss.

– Sano Cestnik ernennt auf Eskalierende Träume „Der Bulle und das Mädchen“ (an dessen mediale Werbung ich mich im Zuge von Jürgen Prochnows damalige Popularität im Gefolge von „Das Boot“ ich mich noch sehr gut erinnere) zu einem der 100 deutschen Lieblingsfilme.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf Grün ist die Heide wieder mit einem Film aus der „Zwischenzeit“. Zum 1961 erschienen „Unter Ausschluss der Öffentlichkeit“ schreibt er: „Im Subtext verbirgt sich, worum es Regisseur Philipp tatsächlich ging – um Sexualität und den Wandel der Geschlechterrollen.“

– Der italienische Komiker Totò ist bei mir – trotz Italoaffinität – ein weißer Fleck. Außer in Pasolinis „Große Vögel, kleine Vögel“ kenne ich keinen Film mit ihm. Udo weiß da auf L’amore in città weitaus mehr und stellt „Totò in Farbe“ vor.

– Der Mann für das Obskure – Alex Klotz mit seinen Hypnosemaschinen – stellt den isländischen Horrorfilm „Tilbury“ von 1987 vor. „Tilbury hingegen ist einer von diesen Filmen, die so originell und ideenreich sind, daß einem keine wirklich passenden Vergleichsobjekte einfallen wollen – man hockt vielmehr mit offenem Mund vor dem Bildschirm und glaubt nicht ganz, was man da gerade sieht. Großartig!“

Der große indische Regisseur Satyajit Ray findet in Deutschland einfach nicht statt. Dies will Hauptsache (Stumm)Film ändern und stellt Rays klassiker „Mahanagar (Die große Stadt)“ von 1963 vor.

– Von „Hara-Kiri“ kenne ich nur das – ebenfalls sehr gute – Remake. Nach dem Text von Sascha Schmidt auf Okaeri weiß ich, dass ich aber trotzdem auch Kobayashi Masakis Original von 1962 sehen sollte.

– Oliver Nöding ist auf Remember It For Later vom bisherigen Werk des Paares Hélène Cattet & Bruno Forzani recht beeindruckt. Vor allem „Amer“ hat ihm gefallen, aber auch „Der Tod weint rote Tränen“ hat ihm gut gefallen. Ein ganz besonderen Platz in seinem Herzen hat allerdings „Die Braut des Prinzen“ (den ich immer noch nicht gesehen habe – aber der Druck nimmt solchen Texten immer weiter zu).

– Dafür habe ich aber bereits vor langer Zeit den famosen Italo-Kracher „Revolver“ mit Oliver Reed und Fabio Testi gesehen und kann die Lobpreisungen, die Bluntwolf auf Nischenkino der aktuellen deutschen Erstveröffentlichung zukommen lässt, absolut verstehen.

– Totalschaden schreibt auf Splattertrash über Maurizio Merlis Debüt im Polizieschi: Dem erzreaktionären „Verdammte heilige Stadt“.

– Kürzlich schrieb ich hier über die „Cannon“-Doku „Electric Boogaloo“. LZ von screen/read hat hierzu noch einiges mehr zu sagen.

– Passend dazu: Christian Witte auf Cerealty über „American Fighter“ und zum kommenden Kinostart von „Mad Max: Fury Road“ gibt es noch einen Rückblick auf „Mad Max 2“.

yzordderrexxiii über „German Angst“: „Es gibt ihn also doch, den deutschen Genre-Film – und er muss sich nicht verstecken. Das haben Jörg Buttgereit, Michal Kosakowski und Andreas Marschall hier eindrucksvoll und schmerzhaft bewiesen.“

– Über den Horrorfilm „Der Babadook“ liest man viel Gutes. So auch bei Oliver Armknecht auf film-rezenionen.de.  Ferner empfiehlt er den Anime „Vampire Princess Miyu“, der sich wirklich sehr gut anhört.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hat „Der Golem“ von und mit Paul Wegener gesehen, ist beeindruckt und es fallen ihm auch die Ähnlichkeiten zu „Frankenstein“ auf. Abteilung Herzattacke: Der unglaublich niedliche, verspielte und allseits beliebte „Einer gegen das Imperium“ hat nicht seinen Geschmack getroffen und wieder muss der großartige Antonio Margheriti sich was von ihm anhören. Gut für Schlombie, dass die vierteilige TV-Serie, aus der der Film zusammengeschnitten wurde, (zumindest meines Wissens nach) nie veröffentlicht wurde.

– Normalerweise ist der Blog Komm&Sieh immer überaus kritisch und kaum ein Film kommt mal mit heiler Haut davon: Von dem SF-Mystery-Thriller „Parallels“ ist Jochen Plinganz allerdings begeistert.

Neues aus Hollywood vom Kinogänger.

Das Bloggen der Anderen (27-04-15)

Von , 27. April 2015 17:45

bartonfink_type2– Starten wir mit Italien. Auf critic.de unterhalten sich Michael Kienzl und Lukas Foerster über ihre Erlebnisse auf dem zweiten „Terza Visione“ in Nürnberg.

– Dazu passend hat Lukas Foerster auf seinem Blog Dirty Laundry alle von ihm dort gesehenen Filme kurz bewertet.

– Mauritia Mayer taucht auf Schattenlichter in einen italienischen „heist-Film“ ein, der leider noch immer auf eine deutsche Veröffentlichung wartet: „Sieben goldene Männer“ mit dem Dreigestirn Philippe Leroy, Gastone Moschin und Gabriele Tinti.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen guckt sich gerade durch einige italienische Kannibalen-Filme, wird aber nicht wirklich glücklich damit. Immerhin kann er Ruggero Deodatos „Mondo Cannibale 2“ etwas abgewinnen. Fans von Antonio Margheriti werden bei Schlombies Einschätzung seines Filmes „Asphalt-Kannibalen“ allerdings einen Herzschlag bekommen: „Uninspirierter, guckbarer Durchschnitt, dem sein 70er Jahre-Charme, das Tempo, die harte Handschrift und die Ausstrahlung Saxons den Arsch vor der Belanglosigkeit rettet.“

– Gerade eben wurde ein hierzulande leider nicht allzu bekannter, aber nichtsdestotrotz grandioser Klassiker des italienischen Gangsterfilms veröffentlicht: Sergio Sollimas brillanter „Revolver“ mit einem der schönsten Morricone-Scores aller Zeiten. Oliver Nöding erweist dem Film auf Hard Sensations seinen Respekt.

– Von den blutigen Straßen ins revolutionäre Mexiko. Udo Rotenberg auf L’amore in città über den Italo-Western „Killer Kid“ mit Anthony Steffen.

– Kommen zurück nach Deutschland. Auf seinem Blog Grün ist die Heide hat sich Udo einen Film mit den reißerischen Titel „Mädchen hinter Gittern“ vorgenommen, den Rudolf Zehetgruber 1965 in Szene setzte.

– Einer – wenn nicht der – besten deutschen Action/Gangster/Expoitation/und überhaupt-Filme ist Rolf Olsens „Blutiger Freitag“, der es auf die #53 der Serie „100 Deutsche Lieblingsfilme“ auf Eskalierende Träume geschafft hat. Sven Safarow findet die passenden Worte.

– Als ich kürzlich meine Besprechung zu „Charley Varrick“ verfasste, musste ich an zwei Dinge denken. Die erste Sache war der Auftritt von Joe Don Baker, der zu beeindrucken Bösewicht gab und im selben Jahr mit „Walking Tall“ auch seine berühmteste Hauptrolle innehatte. Dass ich diesen Film noch nie gesehen hatte, fand ich in Anbetracht seiner Leistung in „Charley Varrick“ bedauerlich. Interessanterweise hat sich nun Sebastian vom Nischenkino eben dieses Streifens angenommen.

– Das zweite war, dass man Walter Matthau gar nicht als so sehr mehr als „ernsten“ Schauspieler auf dem Plan hat. Da dachte ich dann noch an „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“ und dass ich den schon immer mal wieder sehen wollte. Das hat gerade totalschaden von Splattertrash getan. Wie das Leben so spielt…

– Ebenfalls in den Besprechungen hier war vor einigen Tagen die Doku „Electric Boogaloo“ über die Cannon Studios. Christian Witte schreibt auf Cereality über zwei der erfolgreichsten Cannon-filme. Die beiden Breakdance-Musicals: „Breakin‘“ und den Namensgeber der Doku „Breakin‘ 2 – Electric Boogaloo“.

– Philipp Stroh von wieistderfilm?.de erklärt: „Warum Filme Festivals brauchen, und umgekehrt“.

– Dazu passt dann Petra Palmers Bericht auf Negativ über das Lichter Filmfest. Ferner schreibt sie auch über Stanislaw Muchas interessante Doku „Tristia – Eine Schwarzmeer-Odyssee“.

– Patrick Holzapfel hat sich auf Jugend ohne Film in einem sehr langen Essay Gedanken zu der Frage gemacht: „Ist die Vergangenheit des Kinos seine Zukunft?“ Er schreibt: „Dieses traurige Gefühl einer Nostalgie ist dominant. Nostalgieabende werden veranstaltet, „alte“ Filme werden gezeigt und man betont, was für eine Besonderheit es doch ist, dass man sie noch einmal auf Film projiziert zeigen wird. Das zieht sich von Retrospektiven auf Festivals, die zunehmende Bedeutung von Il Cinema Ritrovato in Bologna bis hin zu der unglaublichen Begeisterung für die Einfallslosigkeit eines neuen Star Wars Films. Man darf sich schon fragen, ob diese ganze Glorifizierung der Vergangenheit, das Schwärmen und die Nostalgie nicht der ultimative Sieg der Hollywoodmaschinerie mit ihren Remakes und Sequels ist, die Filmgeschichte als eine Spirale, 120 Jahre Hoffen auf die Vergangenheit. Damals war alles schöner? So einfach kann es gar nicht sein.“

– Urs Spörri hat auf B-Roll einige interessante Dinge zum Thema Filmförderung niedergeschrieben. Und John Waters wird 69. Grund genug für Andreas Köhnemann um den Pope of Trash in einem Portrait vorzustellen. Alex Matzkeit ist begeistert von dem britischen Schriftsteller und Drehbuch-Autoren Alex Garland, den er ausführlich vorstellt.

– Der Animationsfilm-Klassiker „Unten am Fluss“ zählt zu den schockierensten und traumatischsten Kino-Ereignissen meines bei der Kinopremiere Ende 1980 noch jungen Kinolebens. Schließlich war für mich zum dem Zeitpunkt Zeichentrick noch mit der heilen Disney-Welt besetzt. Oliver Armknechts Besprechung des Films auf film-rezensionen.de bringt die Erinnerungen wieder hoch. Weiterhin bespricht er noch Rosa von Praunheims neuen Dokumentarfilm „Härte“, der Doku und Spielfilm mischt. Klingt interessant.

– Theodor Frisorger auf Daumenkino mit einigen interessanten Gedanken über Tim Burtons neuen Film „Big Eyes“.

Symparanekronemoi empfiehlt den ungewöhnlichen Vampirfilm „A Girl Walks Home At Night Alone“.

– Und stu von den Drei Muscheln warnt vehement vor Russell Crowes Regiedebüt “Das Versprechen eines Lebens“.

Der Kinogänger hat wieder Neues aus Hollywood zu berichten.

Das Bloggen der Anderen (20-04-15)

Von , 20. April 2015 17:21

bartonfink_type2– Silvia Szymanski berichtet auf Hard Sensations in einem wieder einmal ganz wunderbaren Text über eines der großen cineastischen Highlights dieses Jahres: „Terza Visione 2“ in Nürnberg.

– Ebenfalls mit klassischem italienischem Film beschäftigt sich Mauritia Mayer auf Schattenlichter. Diesmal schreibt sie über einen schönen Klassiker von Antonio Margheriti: Den hierzulande (bisher)leider unveröffentlicht gebliebenen „ I lunghi capelli della morte“ mit der unvergleichlichen Barbara Steele.

– JackoXL bespricht auf Drei Muscheln den eher untypischen Giallo „Blutspur im Park“ mit Helmut Berger, der ihm sehr gut gefallen hat.

– „Hamburg wird brennen!“ denkt ja vielleicht der eine oder andere ab und zu. Jürgen Roland setzte dieses Vorhaben in der deutsch-italienischen Co-Produktion „Zinksärge für die Goldjungen“ um und das Ergebnis ist absolut sehenswert, wie auch totalschaden auf Splattertrash zu berichten weiß.

– Normalerweise hat TV-Gut hier ja keinen Platz, aber ab und zu mache ich mal ausnahmen. Z.B. wenn sich jemand an den frühen „Derrick“ wagt, wie jetzt Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen.

– Oder TV-Filme Spielfilmqualität haben und diese manchmal sogar überbieten. Der Name Dominik Graf ist ein guter Grant dafür. Oliver Nöding schaut sich auf Remember It for Later gerade durch dessen Oeuvre und ist von Filmen wie „Eine Stadt wird erpresst“, „Casandras Warnung“ oder „Er sollte tot“ sichtlich hingerissen.

– Weiter im deutschen Film: Philipp Stroh von wieistderfilm? Hat „German Angst“ gesehen und war nicht unbedingt begeistert.

– Ein Deutscher in Hollywood – nicht immer eine Geschichte mit Happy End. So auch bei Friedrich Wilhelm Murnau, über dessen letzten Hollywood-Produktion und deren Entstehungsgeschichte „City Girl“ gabelingeber auf Hauptsache (Stumm)Film im Detail referiert.

Murnaus Zeitgenossen Charlie Chaplin wird auf B-Roll von Andreas Köhnemann ein schönes Portrait gewidmet.  Lucas Barwenczik macht sich Gedanken über die Rückkehr der alten Männer im zeitgenössischen Actionfilm und Stefan Otto hat ein paar Filmbuch-Tipps auf Lager.

– Das Berliner Arsenal widmet der französischen Kamerafrau Sophie Maintigneux eine Werkschau. Michael Kienzl stellt sie auf critic.de vor.

– Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film eine hochinteressante Besprechung des Films „Welcome to New York“ von Abel Ferrera mit Gerard Depardieu online gestellt.  Danach folgt eine Liebeserklärung an die weinenden Frauen im Kino.

– Ein weiterer Film auf der schmerzhaft anwachsenden „Muss-ich-immer-noch-gucken“-Liste: „Die Frau in den Dünen“, an den ich gerade auf Mise en cinéma erinnert werde.

– Michael Schleeh empfiehlt auf Schneeland das indische Gangster-Epos „Gangs of Wasseypur“.

– Was die Twisted Twins Jen und Sylvia Soska darüber denken, dass ihre Episode in der deutschen Fassung der Splatter-Anthologie „The ABC of Death 2“ der Zensur zum Opfer fiel, kann man auf screen/read nachlesen. Und passend zu den Schwestern gibt es noch ein Interview mit den Vicious Brothers Colin Minihan und Stuart Ortiz zu ihrem neuen Film „Extraterrestial“.

– Sascha Nolte macht dem Namen seines Blogs Die seltsamen Filme des Herrn Nolte alle Ehre und hat die israelische Obskurität „Message From the Future“ des selbst erklärte Dichter, Maler, Filmemacher, Publizist und Dramatiker David Avidan aus dem Jahre 1981 ausgegraben.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de einen „Ein Vampirfilm im Iran in Schwarzweiß mit einer weiblichen Blutsaugerin, Sex, Gewalt und Drogen“ gesehen und fand daran durchaus Gefallen. Etwas weniger Freude hatte er an Til Kleinerts „Der Samurai“, den ich – trotz kleinerer Mängel – auf jeden Fall höher bewerten würde.

„Das Marvel-System – Fünf Parallelen zwischen Marvel Studios und dem klassischen Hollywood“ ist ein toller Titel für einen tollen Artikel von Alexander Matzkeit auf real virtuality.

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