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Das Bloggen der Anderen (05-12-16)

Von , 5. Dezember 2016 20:57

bartonfink_type2Die letzte Woche fiel „Das Bloggen der Anderen“ leider aus, da ich dem Abgabetermin für meinen Artikel in der nächsten „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“ hinterher hechelte und meine Beschäftigung mit einer schillernden Persönlichkeit des deutschen Nachkriegsfilmes epische Ausmaße angenommen hatte. Und auch diese Woche habe ich eine schlechte Nachricht: Da ich mich bis zum Ende des Jahres jetzt doch überraschend kurzfristig mit einem größeren Projekt beschäftigen muss und gleichzeitig noch einen Stapel Reviews vor mir her schiebe, verabschiedet sich „Das Bloggen der Anderen“ für dieses Jahr. Aber vorher gibt es nochmal die volle Breitseite.

– Sehr gut hat mir eine zweiteilige Artikelserie mit dem Titel „Sex Trouble“ auf critic.de gefallen. „Das queere und das feministische Kino wollen Strukturen aufreißen und schaffen dabei selbst Stereotype. Mit einem zweiteiligen Special wollen wir uns dem Unbehagen widmen, wenn man gemeint ist, sich aber nicht angesprochen fühlt“. Im ersten Teil erklärt Michael Kienzl die gängige Vorstellung von queerem Kino zu einem Fall für die Mottenkiste. Im zweiten Teil erzählt die unnachahmliche Silvia Szymanski von der Freiheit, sich auch und gerade in diesen Filmen als „Frau“ zu sehen, als sexuelles Wesen.  Und Florian Vollmers berichtet vom Filmfestival in Tallinn.

– Drüben bei B-Roll denken Beatrice Behn und Joachim Kurz über den Status der US-Filmindustrie nach der Trump-Wahl und die Rolle des kritischen Filmjournalismus nach.  Lucas Barwenczik schreibt über das Denken und Fühlen in aktuellen Science-Fiction-Filmen. Und Andreas Köhnemann plädiert für enthemmtes DRAMA!

Eine nette Idee: Acht Bundeskanzler charkterisiert in acht Filmen auf Das Magazin des Glückes. Mit Wim Wenders konnte ich mich nie wirklich anfreunden. Aber was Sebastian über Wenders frühe Filme schreibt, macht mich dann doch wieder etwas neugierig.

Der amerikanische Schriftsteller William Riley Burnett war mir bisher kein Begriff. Dank Claudia Siefens schönen Text auf Jugend ohne Film weiß ich jetzt aber, dass er nicht nur die Vorlagen zu „Little Cesar“ und „Asphalt Jungle“, sondern auch das Drehbuch zu einem Lieblingsfilm, „Gesprengte Ketten“ geschrieben hat.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf seinem Blog L’amore in città weiter mit der Commedia sexy all’italiana und hat diesmal einen Kostüm-Film mit der Traumbesetzung Robert Hoffmann, Barbara Bouchet, Edwige Fenech, Ira von Fürstenberg und Lucretia Love am Start.

– Auf seinem Schwesterblog Grün ist die Heide heißt es „Verdammt die jungen Sünder nicht“. Und es geht um einen österreichischen „Sittenfilm“ von 1961.

– Auch Christian Genzel begibt sich auf die Spur der teutonischen Unterhaltungsfilmindustrie. Sein Beitrag auf Wilsons Dachboden heißt „Zärtlich, aber frech wie Oscar“. In dieser Produktion der berühmt-berüchtigten Lisa-Film tummeln sich Herbert Fux, Corinna Drews, Tobias „die deutsche Stimme von Brad Pitt“ Meister. Natürlich Otto W. Retzer und „lauter Nackerte“.

– Wer erinnert sich daran, dass Marios Sohn Lamberto Bava in den 90er Jahren einen riesigen Erfolg in Deutschland hatte? Sogar einen größeren Erfolg als all seine „Dämonen“-Splatterfilme und Gialli zusammen: Prinzessin Fantaghirò. Morgen Luft von Cinematographic Tides hält Rückschau.

– Da wir gerade bei Erinnerungen sein. „Die drei Amigos“ war ein Film, der mein Leben Ende der 80er stark beeinflusste. Na ja, vielleicht nicht das Leben, aber meine Sprüchesammlung. Andreas Eckenfels erinnert sich auch auf Die Nacht der lebenden Texte.

– Klassiker-Zeit: funxton über „Der Löwe im Winter“ mit Peter O’Toole und Kathrine Hepburn.

– Klassiker-Zeit 2: Hauptsache (Stumm)Film über den grandiosen „Die Brücke am Kwai“. Muss ich auch mal wieder sehen. Toller Film.

– Da bin ich aber reingefallen. Tatsächlich hielt ich „Laila – Vampir der Lust“ für einen Vampirfilm. Tatsächlich ist es aber einen Film, der sich mehr mit LSD und anderen Drogen auseinandersetzt und laut totalschaden von Splattertrash dies optisch sehr reizvoll umsetzt.

– „Gruft der Vampire ist wohl der schärfste Film, den Hammer jemals produziert hat“ meint Bluntwolf von Nischenkino. Na ja, er hat die junge Ingrid Pitt, das sollte als Argument genügen.

– Das nenne ich mal Einsatz: Im Kino eingeschlafen und dann Zuhause gleich auf dem Fernseher nachgeholt: Oliver Nöding berichtet auf Remember It For Later über seine Erfahrungen mit William Castles „Mr. Sardonicus“. Außerdem erklärt er, warum ihn  Jeremy Saulniers „Green Room“ etwas enttäuscht hat.

– Während Frank Schmidke auf cinetastic von dem neuen Zombiefilm „The Girl with All the Gifts“ sehr überzeugt ist, hält sein Kollege Peter Gutting den neuen Film von Park Chan-wook, „The Handmaiden“, für eher so mittel.

Tolle Filme findet man diese Woche wieder bei Witte’s wöchentliche Tipps. U.a. ein Film vom „Halbstarken“-Regisseur Georg Tressler, der auch schon lange auf meiner „Guck-den-mal“-Liste steht. Und was von Veit Harlan.

– So, es weihnachtet schon sehr und da wir uns in dieser Rubrik dieses Jahr nicht mehr lesen werden (siehe oben), hier zum Abschluss noch Douscope über einen meiner Lieblingsweihnachtsfilme: „Die Muppets-Weihnachtsgeschichte“.

Das Bloggen der Anderen (21-11-16)

Von , 21. November 2016 20:21

bartonfink_type2– Claudia Siefen entlarvt auf Jugend ohne Film Lars von Triers leider relativ unbekannten Film „The Five Obstructions“ als einen „Liebesreigen zweier hochkomplizierten Intellektueller“. Patrick Holzapfel klärt darüber auf, was „Rückbilder“ sind und wie sie auf den Zuschauer wirken.

– Michael Schleeh schreibt auf Hard Sensations über den neuen Film des philippinischen Wunderkindes und großartigen Bilderstürmers Khavn, einem Favoriten des hiesigen Weird-Xperience-Teams.

– Auf seinem eigenen Blog Schneeland widmet er sich eines fast vergessenen Filmes aus Japan: „The Masseurs and a Woman“ von 1938, der ganz gegen heutige Sehgewohnheiten arbeitet.

– Vitellone hat sich auf Die drei Muscheln in Park Chan-wooks neuen Film „Die Taschendiebin“ (The Handmaiden) verliebt.

– Pflichtlektüre: Manfred Polak hat auf Whoknows presents ein sehr ausführliches und hochspannendes Essay über Jean Epstein, seinen Film CŒUR FIDÈLE und dessen Zensurgeschichte verfasst. Sehr lesenswert!

– Udo Rotenberg führt auf Grün ist die Heide seine Untersuchung des „Das blauen Meers“ als Sehnsuchtsbegriff des Tourismusfilms fort und nimmt sich diesmal „Das blaue Meer und Du“ mit einer blonden (!) Karin Dor vor.

– Dazu passt auch Werner Sudendorfs Text auf new filmkritik über die 1955 entstandenen deutsch-amerikanische Co-Produktion „Mannequins für Rio“ von Kurt Neumann.

– Anna Wollner hat auf B-Roll das große Vergnügen mit Jim Jarmusch in Toronto ein Interview zu führen. Und Joachim Kurz stellt klar, dass die Filmkritik politisch sein darf und sich auch politisch äußern muss.

– Gegenstimme 1: Über den Film „Fritz Lang“ von Gordian Maugg habe ich bisher nur fürchterliches gelesen. Funxton findet ihn hingegen richtig gut und begründet dies auch.

– Gegenstimme 2: Auch bei Joel Schumachers „8mm“ kommt sehr, sehr vielen das kalte Grausen. Heiko Hartmann von Allesglotzer kann dem Film aber durchaus positive Seiten abgewinnen.

– Nicht unbedingt kontrovers, aber doch immer wieder sehr stiefmütterlich wird in der Regel Wes Cravens „Das Haus der Vergessenen“ behandelt. Umso mehr freuen mich, als großen Freund dieses Filmes, Christians Worte auf Schlombies Filmbesprechungen: „Und dass die schrillen Ideen eines „The People Under the Stairs“, trotz aller Extreme die das Horror-Genre in den letzten Jahrzehnten hervorbrachte, noch immer schrill, provokativ und frisch wirken, ist ein weiterer Beweis für die zeitlose Qualität des Streifens.“ Jawohl!

– Oliver Nöding empfiehlt auf Remember It For Later Alfred Soles Horror-Thriller “Alice, Sweet Alice”. Dominik Grafs “Zielfahnder – Flucht in die Karpaten” hat ihn, wenn schon nicht komplett vom Stuhl gehauen, so doch sehr erfreut. Und die Komödie „La moglie in vacanza“ von Sergio Martino mit dem Traum-Duo Edwige Fenech und Barbara Bouchet legt er als gutes Einstiegswerk jenen Menschen ans Herz, „die es mit dieser speziellen Spielart der italienischen Komödie noch einmal versuchen wollen, nachdem ihnen alle zuvor gesehenen Beispiele zu überdreht waren“.

– Bei einem der letzten Deliria-Italiano-Forentreffen war der unfassbare deutsche Trailer zu „Wiege des Teufels“ der absolute Hit. Mauritia Mayer hat auf Schattenlichter auch den ganzen, dazugehörigen Film gesehen. h

– Harald Mühlbeyer hatte das Vergnügen sich im Cinema Quadrat in Mannheim die Filme „Fluchtweg St. Pauli – Großalarm für die Davidswache“ von Wolfgang Staudte und „The Toy Box“ (aka „Sexualrausch) von Ronald Víctor García ansehen zu können. Auf screenshot findet man seinen Bericht.

Das Bloggen der Anderen (14-11-16)

Von , 14. November 2016 21:09

bartonfink_type2– Schwanenmeister informiert auf Negative Space über das Radio-Hörspiel „Sartana – Noch warm und schon Sand drauf“, welches mit Bela B. und Oliver Rohrbeck (unter anderem) zugkräftig besetzt wird, und bei dem neben dem legendären Rainer Brandt auch der wunderbare Christian Keßler seine Feder im Spiel hatte.

– Einer der für mich besten und interessantesten deutschen Regisseure ist Roland Klick, der es leider nur auf eine Handvoll Filme brachte, die allerdings alle sehenswert (oder mehr) sind. „Supermarkt“ ist und bleibt einer meiner Lieblingsfilme. Gregor Torinus stellt auf Hard Sensations den Mann und sein Werk vor.

– Lukas Foerster widmet sich auf Dirty Laundry nicht nur Hubert Franks Film „Vanessa“, sondern auch dem ganzen Phänomen deutscher Erotikfilm der ausgehenden 70er Jahre.

– Michael Brandtner beschäftigt sich auf Freude am Film mit G.W. Pabsts „Westfront 1918“ und klopft ihn auf die These ab, dass Pabsts Film gelungener als „Im Westen nichts Neues“ sei.

– Udo Rotenberg untersucht auf Grün ist die Heide den deutschen Tourismusfilm und nimmt sich als einen der ersten Prototypen Hans Deppes „Unter Palmen am blauen Meer“ vor.

– Oliver Armknecht interviewt auf film-rezensionen.de den Regisseur Sebastian Hilger, dessen Sci-Fi-Mystery-Film „Wir sind die Flut“ derzeit überall sehr positiv besprochen wird. Außerdem stellt er den indischen Thriller „Psycho Raman“ vor, der eindrucksvoll zeigt, dass Bollywood nicht nur Drama und Musik ist, sondern auch finstere Themen kann.

– Thomas Ressel schreibt auf Daumenkino über Chan-Wook Parks neuen Film „The Handmaiden“.

– Lucas Barwenczik stellt auf B-Roll die Filme des irischstämmigen Regisseurs und Drehbuchautors John Michael McDonagh vor. Patrick Holzapfel mit einem kurzen Nachruf auf den großen Leonard Cohen.

– Auf dem Blog des frischgebacken Gewinner des Siegfried-Kracauer-Stipendiums Patrick Holzapfel, Jugend ohne Film, schreibt sein Kollege Rainer Kienböck über den neuen Film von Woody Allen und das DOK Leipzig Festival.

– Von der DOK Leipzig 2016 berichtet auch Lukas Stern auf critic.de

– Romano Scavolini ist (leider) immer noch ein Regisseur, der hierzulande – wo man in der Regel nur seinen „Nightmare in a Damaged Brain“ kennt – entdeckt werden muss. L’amore in città leistet dazu einen beitrag und stellt seinen avantgardistischen Mafiafilm „Servo suo“ von 1973 vor.

– Christian entdeckt auf Schlombies Filmbesprechungen das Werk Mario Bavas. Darunter auch unbekanntere Werke wie „Vampire gegen Herakles“ und „Eine Handvoll blanke Messer“.

– Heiko Hartmann schreibt auf Allesglotzer über Duccio Tessaris eher ungewöhnlichen Giallo „Das Messer“, besser bekannt als „Blutspur im Park“, der ihm ausgesprochen gut gefallen hat.

– Ich liebe es einfach. Mauritia Meyer von Schattenlichter war mal wieder unterwegs. Bei ihren Ausflügen zu diversen Filmfestival hat sie immer mal wieder hier und dort einen Zwischenstopp eingelegt und kurzerhand alle Drehorte des Grusel-Giallos „Die rote Dame“ mit Barbara Bouchet aufgesucht. Die wundervolle Bildgalerie findet man hier.

– Sean S. Cunnighams „Freitag, der 13.“-Nachfolger „A Stranger is Watching“ war mir bisher gänzlich unbekannt. Dank Oliver Nöding und seinem Blog Remember It For Later habe ich jetzt zumindest mal etwas darüber gelesen. Vom Alice-Cooper-Vehikel „Monster Dog“ des berüchtigten Claudio Fragasso kannte ich zumindest das Cover. Werde ich mir als alter Alice-Fan auch irgendwann mal anschauen. Vielleicht gefällt er mir ja sogar besser als Oliver. Immerhin mag ich ja auch das stumpfe „Raise Your Fist and Yell“-Album.   Zudem sei hier auch auf das Buch „Sauft Benzin, ihr Himmelhunde“ hingewiesen, bei dem Oliver Co-Autor ist.

Das Bloggen der Anderen (07-11-16)

Von , 7. November 2016 17:44

bartonfink_type2– So, Stifte fallen lassen, zurücklehnen und lesen. Heiko Hanel hat für Hard Sensations ein langes und sehr interessantes Interview mit Dominik Graf geführt, bei dem auch ausführlich auf die neusten Filme „Am Abend aller Tage“ und „Zielfahnder: Flucht in die Karpaten“ eingegangen wird.

– Passend darauf weist schwanenmeister auf negative space darauf hin, dass die neuste Ausgabe des Magazins „Revolver“ aus einem sehr, sehr langen Gespräch besteht, an dem auch viele Autoren aus dem Hard Sensations-Umfeld teilnahmen.

– Normalerweise verlinke ich auf nichts, was nicht im weitesten Sinne „Blog“ ist . Daher behelfe ich mir hier mal mit einer Krücke und erwähne, dass Christoph Hochhäusler auf seinem Blog Parallel Film auf ein Interview verlinkt hat, welches er mit dem Musikexpress zum Thema Genrekino in Deutschland führte.

– Nochmal Dominik Graf: Simon Kyprianou bespricht auf Die Nacht der lebenden Texte dessen Polizeiruf-Folge „Some on the Water“.

– Christian Witte hat ja letzte Woche schon auf den „Heimatfilme“-YouTube-Kanal hingewiesen. Lukas Foerster stellt nun auf Dirty Laundry den dort zu findenden Film „Höllische Liebe“ von Geza von Cziffra vor.

– Ebenfalls weiter mit dem Output des „Heimatfilm“-Kanals beschäftigt sich auch wieder Christian Witte selber in seinen Wöchentlichen Tipps.

– Harald Mühlbeyer berichtet für B-Roll von den Hofer Filmtagen. Während ihn Thomas Stillers „Die Haut der Anderen“ trotz interessanter Prämisse enttäuscht hat, gefiel ihm der neue Film von Chris Kraus, „Die Blumen von Gestern“, sehr gut. Sehenswert ist wohl auch die Doku „Frank Zappa: Eat That Question!“ von Thorsten Schütte. Rochus Wolff schreibt über die Magie imaginärer Freunde in Kinderfilmen.

– Auf seinem eigenen Kinderfilmblog stellt Rochus Wolff drei seiner Meinung nach besonders sehenswerte Kinderfilme vor. Da spitze ich schon mal die Feder und schreibe mit…

– Lukas Stern war für critic.de auf dem DOK Leipzig.

– Bedingt filmrelevant, doch da der Musiker vor allem als beliebter und einflussreicher Regisseur bekannt ist, möchte ich hier auf einen Konzert-Bericht von Christian Genzel auf seinem Blog Wilsons Dachboden hinweisen. Denn bei dem Musikus handelt es sich um niemand geringeren als John Carpenter.

– Klingt gut. „Wir sind die Flut“ ist ein SciFi-Mystery-Drama aus deutschen Landen und hat Oliver Armknecht von film-rezensionen.de sehr gemundet.

– Interessant, aber auch herausfordernd klingt auch der japanische Film „Forma“ von Ayumi Sakamoto, über den Yavuz Say auf Schneeland schreibt.

– Nach China verschlägt es diesmal david von Whoknows presents. Er hat sich den Film „Frühling in einem kleinen Haus“ von 1948 vorgenommen und sich sehr ausführlich mit diesem spannenden Kleinod beschäftigt.

– Den muss ich auch mal wieder gucken: Sergio Martinos Okkult-Giallo „Die Farben der Nacht“ (irgendwie vergesse ich bei dem ständig die Handlung – macht nix, kann ich den halt öfter mal gucken). Funxton fand den jedenfalls prima.  Ebenfalls bei funxton zu finden: Eine spannende und wie ich finde überraschende Interpretation des tollen Austro-Thrillers „Ich seh, ich seh“. Sehr lohnenswert.

„Harte Ziele“ im Doppelpack gibt es bei JackoXL auf Die drei Muscheln.

Das Bloggen der Anderen (31-10-16)

Von , 31. Oktober 2016 20:27

bartonfink_type2– Das wichtigste Thema der Woche ist bevorstehende Vernichtung des deutschen Filmerbes. Vielleicht ist das etwas hart ausgedrückt, denn immerhin soll das Material ja vorher noch digitalisiert werden. Doch alle Experten sind einig: Analoge Filme müssen analog bewahrt werden. Frédéric Jaeger schreibt auf critic.de über die deprimierenden Hintergründe. Sonja M. Schultz berichtet von den Hofer Filmtagen und verreisst nebenbei Werner Herzogs neuen Spielfilm.

– Alex Matzkeit stellt auf real virtuality das Langfilmdebüt seines Freundes Sebastian Mattukat vor.

– Patrick Holzapfel berichtet auf Jugend ohne Film weiterhin von der Viennale, die eins seiner liebsten Filmfestivals ist. Allerdings gibt es auch „Störungen“.

– Manfred Krug ist tot. Einen kurzen, aber schönen und persönlichen Text hat Christoph Hochhäusler auf Parallel Film geschrieben.

– Lucas Barwenczik schreibt auf B-Roll darüber, wie problematisch Technologiekritik im Kino und in Serien ist.

– Es ist immer wieder faszinierend, wie viele interessante Filme das vielgescholtene deutsche Nachkriegskino hervorgebracht hat, die heute fast vollständig aus dem Gedächtnis verschwunden sind. Gut, dass es Udo Rotenberg und seinen Blog Grün ist die Heide gibt, der sich dieses Missstandes annimmt und diesmal Wolf Rillas Film „Die zornigen jungen Männer“ von 1960 vorstellt.

SDB-Film erinnert daran, dass es auch immer wieder gute Genrefilme aus Deutschland gibt. Und das nicht erst seit gestern. 2010 kam z.B. „Rammbock“ in die Kinos und ins Fernsehen. Sidney Scheringist von „dem kleinen Fernsehspiel“ des ZDF noch immer sehr angetan.

– Vom Filmemacher Axel Ranisch habe ich bisher noch keinen Film sehen können, er steht aber mit seinem deutschen Mumblecore hoch im Kurs. Abspannsitzenbleiber konnte er mit seinem vierten Spielfilm „Alki Alki“ begeistern.

Etwas vorhersehbar, aber trotzdem recht gelungen finden Morgen Luft von Cinematographic Tides das Langfilmdebüt „Schrotten!“ von Max Zähle, der bereits für seinen Kurzfilm „Raju“ oscar-nominiert war.

– Aktuell sorgen zwei deutsche Genre-Filme für Furore: „Der Nachtmahr“ und „Wild“. Völlig zurecht findet auch Oliver Armknecht von film-rezensionen.de

– Mauritia Meyer stellt auf Schattenlichter einen der besten italienischen Thriller der 70er Jahre vor: „Der Tod trägt schwarzes Leder“.

– Überraschung! Mel Gibson hat wieder einen neuen Film gedreht und laut funxton ist „Blood Father“ auch so richtig gut geworden.

– Matthias Holm macht sich auf Die Nacht der lebenden Texte viele Gedanken über den Meta-Horror „Cabin in the Woods“. Und Volker Schönenberger entdeckt „Dracula in Pakistan“.

– Candyman, Candyman, Candyman, Candyman, Candym..! Oliver Nöding auf Remember It For Later mit einigen klugen Gedanken zu Bernhard Roses Horrorfilm-Klassiker.

– Er hat seit seiner Premiere vor 28 Jahren kaum etwas an Aktualität eingebüßt: John Carpenters „Sie leben!“, den totalschaden auf Splattertrash noch einmal bespricht.

– Christian Witte weist auf Witte’s wöchentliche Tipps auf den sehr interessanten Youtube-Kanal „Heimatfilme“ hin, welcher der Kineos GmbH gehört, „die offiziell aus dem KirchMedia-Bestand lizensierte Versionen von Filmen wie „Komm mit zur blauen Adria“, „Holiday in St. Tropez“, „Sterne über Colombo“, „Die Gefangene des Maharadscha“, „Klassenkeile“ oder „Zwanzig Mädchen und die Pauker“ in recht fixer VÖ-Rate hochladen. Außerdem ist die Qualität MAZ-tauglich bis ausgezeichnet, was dem hiesigen Leser einige Freudentränen abringen dürfte.“

Das Bloggen der Anderen (24-10-16)

Von , 24. Oktober 2016 21:57

bartonfink_type2– Da Christian Witte sehr enttäuscht darüber ist, dass sein Blogbeitrag der letzten Woche kaum angeklickt wurde, schiebe ich meine Empfehlung mal ganz nach oben (auch wenn seine Auslassungen über Guy Maddin mich hörbar mit den Zähnen knirschen ließen). Witte’s wöchentliche Tipps beschäftigen sich diesmal mit dem japanischen Gruseler „Curse of the Dog God“, mit der „Once Upon a Time in China“-Reihe und ihrer latenten Fremdenangst, Jet Li in „The One“ und vieles mehr.

– Patrick Holzapfel von Jugend ohne Film war auf der Viennale und hat dort die neuen Filme von Jia Zhang-ke und Paul Thomas Anderson gesehen und fragt nach dem Sinn der dort ausgestellten Luftbilder. Andererseits hat er auf der Vienna aber auch wunderschöne Bilder gesehen, die gleichzeitig einfach, aber auch komplex sind. Ferner hat er einen langen Text über die Darstellung von Häusern und Heim im Film geschrieben, von dem er behauptet, er wäre „ein idealistischer Text, den einige wenige Personen womöglich verstehen können.“

– Patrick schreibt auch bei B-Roll und hat hier einen Text verfasst, der davon handelt, wie man Landschaft filmt. Über die Viennale berichtet hier dann Joachim Kurz. Lucas Barwenczik wettert zurecht gegen „Wohlfühlfilme“ mit eingebauter Glücksgarantie. http://www.kino-zeit.de/blog/b-roll/koenigreich-des-festgetackerten-laechelns-ueber-das-gluecksversprechen-des-wohlfuehlkinos

– Christian Genzel hat auf Wilsons Dachboden „Shaft in Afrika“ gefunden und setzt sich mit eingehend mit dieser Blaxploitation-/James-Bond-Melange auseinander.

– Endlich gibt es wieder Neuigkeiten auf L’amore in città! Diesmal schreibt Udo Rotenberg über Pasquale Festa Campaniles „La matriarca“ (deutscher Titel: „Huckepack“), der mir bisher noch unbekannt war. Die Hauptrolle spielt Catherine Spaak und unterstützt wird sie von einem Who-is-who des europäischen Kinos der 60er Jahre.

– An dieser Stelle mache ich jetzt einmal eine Ausnahme. Normalerweise verlinke ich keine Podcasts, da es hier um Blogs geht und man auch irgendwo eine grene ziehen muss. Doch heute weise ich mal auf Deep Red Radio hin, wo ein Interview mit meinem Bekannten Alex Wank zu hören ist, der neben seinem tollen Musik-Label Cineploit (gerade jetzt läuft bei mir die neuste Veröffentlichung, das Debüt von PAN/SCAN) auch Chef von Cinestrange Extreme ist, wo gerade eine Doku über den Kannibalenfilm Premiere feierte.

– Dass Joe D’Amatos „Sado – Stoss das Tor zur Hölle auf“ ein Remake ist, wissen die eingefleischten Italo-Fans. Christian von Schlombies Filmbesprechungen hat sich nun einmal das Original, „Das dritte Auge“ mit Franco Nero, angeschaut und fand es „sehenswert“.

Hauptsache (Stumm)Film nimmt sich diesmal des Michael-Curtiz/Errol-Flynn-Klassikers „Der Herr der sieben Meere“ an. Und ich bekomme direkt Lust auf etwas „Swashbuckler“-Action.

– Bluntwolf schreibt auf Nischenkino über den Niedergang der Hammer Studios und eine ihrer letzten klassischen Produktionen: „Frankensteins Höllenmonster“.

– Ich finde es immer wieder bewundernswert, wie viel und trotzdem immer sehr profund Oliver Nöding auf Remember it For Later schreibt. Diesmal fiel es mir wieder schwer, eine Auswahl der interessantesten Besprechungen zusammenzustellen. Letztendlich ahbe ich mich jetzt für den Auftakt einer Reihe von Pinku-eiga-Besprechungen („Female Teacher: Dirty Afternoon“), sowie einen mir bis jetzt unbekannten Spät-Giallo („Mystére“), Lamberto Bavas starken Debüt („Macabro“) und einen Geheimtipp („Lemora“) entschieden.

Funxton hat sich Michele Soavis „The Church“ angesehen. Irgendwie hat „The Church“ immer einen besonderen Platz in meinem Herzen. Funxton mag ihn auch, hat aber auch kritische Anmerkungen. Mario Bianchis berühmt-berüchtigten „Provinz ohne Gesetz“ beschreibt funxton als „bunter Kernblödsinn vom Feinsten“. Dafür hat ihn Larry Peerces „The Incident“ ziemlich aus den Socken gehauen. Letzterem widmet auch Christian Keßler in seinem neuen Buch ein schönes Kapitel. Das nur mal so nebenbei.

Das Bloggen der Anderen (10-10-16)

Von , 10. Oktober 2016 20:36

bartonfink_type2– Gerade schloss das Filmfest Hamburg seine Pforten. In den Blogs kann man nachlesen, wie es denn so war und welche high- und Lowlights man als Nicht-Besucher verpasst hat. Till Kadritzke von critic.de war da, ebenso wie Rainer Kienböck von Jugend ohne Film, der den Stab von Patrick Holzapfel übernommen hatte, der sich zwischendurch zum Underdox-Festival in München verabschiedet hatte.

– Der Film über den in Hamburg am Meisten geschrieben wurde war „Elle“ von Paul Verhoeven. Rainer Knieböck nennt Isabelle Hupperts Darstellung „mit Sicherheit eine der besten Schauspielleistungen in Filmen der letzten Jahre“. Auch Christian Witte von cereality ist begeistert und meint: „Das Medium Film kann diese via Überhöhung eben teilweise präziser aussprechen als manch nüchterne Impression, die sich noch auf die Suche nach einer Reflexion begeben muss – und Verhoeven hat als Meister jenes Credos auch in der aktuellen Filmlandschaft kein Stück Kraft eingebüßt.“

– Noch mehr wurde über einen anderen Film geschrieben, der die tage in die Kinos kommt: „Blair Witch“, die überraschende Fortsetzung vom „Blair Witch Project“, welches bei der Produktion noch „The Woods“ hieß, um das Publikum zu überraschen. Regie führt Adam Wingart, das Drehbuch stammt von Simon Barrett. Beide haben schon den unterhaltsamen „You’re Next!“ und den wundervollen „The Guest“ verantwortet. Beste Voraussetzungen eigentlich. Doch die Kritiken sind sehr lauwarm bis abweisend kalt. Volker Schönenberger von Die Nacht der lebenden Texte: „Dass „Blair Witch“ dereinst einen Status haben wird, der über den einer Sequel-Fußnote des Horrorgenres hinausgeht, darf bezweifelt werden.“ stu von Die drei Muscheln: „Insgesamt ist Blair Witch also schon enttäuschend, obwohl er vor allem gegen Ende einige tolle Einstellungen und Momente zu bieten hat.“ LZ auf screen/read: „Wingard und Barrett (…) haben sich eine Menge Mühe gegeben, dem Original gerecht zu werden. Wer sich etwa auf Ostereiersuche begibt, wird reichlich fündig werden. Für einen rund 90-minütigen Fanfilm unter professionellen Bedingungen (unfassbar, wie viele Namen in den End Credits auftauchen) reicht das aus. Für die große Leinwand eher nicht.“ Going to the Movies meint: „„Blair Witch“ ist leider nichts Halbes und nichts Ganzes.“

– Funxton und Oliver Nöding haben zusammen Filme geguckt. Zweimal Action mit Scott Adkins. Und zwei Meinungen. Olivers über „Hard Target 2“ und „Close Range“ findet man wie gewohnt auf Remember It For Later. Funxtons Gedanken über die Fortsetzung des John-Woo-Films hier und seine kritischen Gedanken über den Neo-Western hier.

– Alex Matzkeit hat auf B-Roll einen schönen Text über die Faszination gescheiteter Filme geschrieben. Lucas Barwenczik zeigt auf, dass Untertitel nicht nur ein Mittel zum Zweck, sondern durchaus auch eine Kunstform sein können. Und Andreas Köhnemann fragt sich, ob jeder aktuelle Film wirklich episch lang sein muss und ob in der Kürze nicht auch die Würze steckt.

Ein großartiger Tipp von Sven Safarow auf Eskalierende Träume: Auf YouTube findet man den letzten Teil einer drei-teiligen Dokumentarfilmreihe über den Cannon-Gründer Menahem Golan: „A Farewell to Mr. Cinema“.

– Der Film „Der Schamane und die Schlange“ wurde mir schon von vielen Seiten ans Herz gelegt. Nun auch von Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de. Zudem erinnert er an die unglaubliche Cartoon-Serie „The Maxx“, die einst auf MTV lief, als dieses noch cool war. Die Comics auf welche die Serie basiert, sind mir auch gerade beim Umzug wieder in die Hände gefallen. Das waren seltsame Zeiten…

– Morgen Luft ist auf Cinematographic Tides sehr von dem meisterlichen „Der Bunker“ angetan. Einiges sehe ich etwas anders, aber in unserer Begeisterung sind wir uns einig.

– Christian Witte schreibt auf Witte’s Wöchentlich Tipps sehr ausführlich über Jim Jarmuschs neuen Film „Paterson“ (etwas nach unten scrollen). Interessant.

– Sebstian Schwittay von odd&excluded hat beim dritten Terza Visione Sergio Bergonzelli für sich entdeckt und sah nun dessen Film „La Sposina“, der ihn ebenfalls sehr begeisterte: „Ein wilder Zauber der Sinnesfreuden und eine triumphale Feier des Eros“.

– Den habe ich leider noch immer nicht gesehen, obwohl er zu den „Must-haves“ der italophilen Filmfreunden gehört: „Die rote Dame“ aka „Horror House“ mit Barbara Bouchet. Mauritia Mayer von Schattenlichter ist mir da voraus.

– „Der Nachtmahr ist der Urahn des klassischen, expressionistischen deutschen Horrors. Stylisch, melancholisch. Und auf ACID.“ Schreibt Sir Donnerbold auf sdb-film und ich freue mich jetzt schon sehr auf die kommende Heimkino-Veröffentlichung.

– Christian von Schlombies Filmbesprechungen ist hin und her gerissen von Kevin Smiths „Tusk“. Seine innere Zerrissenheit ist dabei fast mit den Händen zu greifen.

– Lukas Foerster schreibt auf Dirty Laundry über “A naissance de l’amour“ von Philippe Garrel.

– Flo Lieb kann mit Thomas Vinterbergs neuem Film „Die Kommune“ rein gar nichts anfangen. Warum, das erklärt er auf symparanekronemoi.

– Als ich irgendwann Mitte der 80er einmal „Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 123“ im ARD-Spätprogramm gesehen habe, hat mich der Film recht verstört. Vor allem, weil der lustige Walter Matthau hier gar nicht so lustig war und der Film recht düster. Wird Zeit für eine Neusichtung. Bis dahin lese ich, was gabelinger auf Hauptsache (Stumm)Film so darüber schreibt.

Nächste Woche gibt es kein „Bloggen der Anderen“, da ich am Wochenende in Düsseldorf beim Delirio-Italiano.de-Forentreffen weilen werde.

Das Bloggen der Anderen (26-09-16)

Von , 26. September 2016 17:07

bartonfink_type2— Letzte Woche gab es kein „Bloggen der Anderen“, da ich mich erst einmal von dem wunderschönen Internationalen Filmfest in Oldenburg erholen musste (Bericht folgt später). Da war auch Christian Gertz von mehrfilm. Allerdings in ganz anderen Vorstellungen als ich, weshalb es bis auf einen Film keine Überschneidungen geben wird. Hier sein Bericht.

– Eine interessante Diskussion über das Für und Wider von Filmschulen, an der auch der großartige Dominik Graf teilnahm, findet man auf critic.de.  Dort stellt Michael Kienzl auch den Bürgerrechtler, Life-Reporter, Modefotograf und Filmemacher Gordon Parks vor.

– Rajko Burchardt hat auf B -Roll einen interessanten Text zu der Schwierigkeit geschrieben, Künstler und reale Person voneinander zu trennen. Lucas Barwenczik fragt sich, ob 2016 das Jahr ist, indem das Kino aufhört wichtig zu sein. Andreas Köhnemann berichtet vom Filmfest in San Sebastian und hat dort u.a Bertrand Bonellos „Nocturama“ und J.A. Bayonas „A Monster Calls“ gesehen.

– 20. September 2016 starb der Regisseur Curtis Hanson. Der Kinogänger widmet ihm einen Nachruf.

– Eine „kurze und höchst unvollständige Geschichte der rotierenden Raumstation“ hat Manfred Polak auf Whoknows presents aufgeschrieben.

– Schwanenmeister schreibt auf negativespace noch einmal über die Locarno-Retrospektive zum deutschen Nachkriegsfilm, die nun um zwanzig Filmen ergänzt und thematisch erweitert, im Oktober ins Deutsche Filmmuseum nach Frankfurt kommt. Sein Fazit: „Nach den Vorführungen wird dringend eine Überarbeitung der deutschen Filmgeschichte angeraten.“

„Wider dem Erdmann“ meint Sir Donnerbold von sdb-film und erklärt sehr detailliert und wortreich, warum ihm Maren Adens Film nicht mundete.

– Udo Rotenberg hat sich für Grün ist die Heide den späten Luis-Trenker-Film „Von der Liebe besiegt“ von 1957 angesehen und findet: „Trenkers „Von der Liebe besiegt“ kam zwar nicht ohne Klischees aus, verband in seiner Anlage aber Elemente der Bergromantik mit den sozialen Veränderungen der 50er Jahre. Die Anspielungen auf Missstände der „Wirtschaftswunder“-Zeit, die Veränderungen im Familienbild sowie die selbstbewusst gestaltete Frauenrolle sind überraschend modern für das Genre und laden zu einer Wiederentdeckung ein.“

– „Der traumhafte Weg ist schmerzvoll und wunderschön, weil er diese Sehnsucht nach der Bewegung, der Berührung erspüren lässt, sie greifbar macht, aber sie dann in Auflösungserscheinungen vergehen lässt.“ So schreibt Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film über „Der traumhafte Weg“ von Angela Schanelec.

– Wang Bings Dokumentarfilm „Bitter Money“ lässt Michael Schleeh nicht mehr los. Warum, versucht er auf Schneeland zu erklären.

– Ekkehard Knör findet, er hätte die die Sichtung der Filme des iranischen Regisseurs Amir Naderi nachzuholen und beginnt auf cargo mit dessen Film „The Runner“ von 1984.

– Spannend. Victoria Steiner berichtet auf Blickabtausch über einen Dokumentarfilm, der bisher komplett an mir vorbei gegangen ist. „S Is For Stanley“ erzählt das Leben Stanley Kubricks durch die Augen seines Chauffeurs.

– Apropos Kubrick: totalschaden erklärt auf Splattertrash, warum ihn „Barry Lyndon“ nicht packen wollte.

– Lukas Foerster schreibt auf Dirty Laundry über „Fremde Stadt“ von Rudolf Thome.

– Den sehr schönen Dokumentarfilm „Wadd – The Life and Times of John C. Holmes“ habe ich damals recht zeitgleich mit „Boogie Nights“ gesehen, so, dass bei mir Realität und Fiktion teilweise etwas verschmelzen. Und ich manchmal gar nicht sagen kann, ob ich eine Szene in „Boogie Nights“ gesehen oder darüber in „Wadd“ gehört habe. Christian Genzel stellt die Doku auf Wilsons Dachboden vor.

– An dieser Stelle eine Empfehlung: Auf Witte’s Wöchentliche Tipps stellt Christian Witte Filme vor. Die er während der vergangenen Woche gesehen hat. Dies geschieht ziemlich umfangreich und informativ. Kann man sich ruhig mal bookmarken. Diese Woche u.a. „Fletschers Visionen“, „The Master“ (Jet Lis erster Hollywood-Ausflug) und Jackie Chans Neuer: „Skiptrace“ – Regie Renny Harlin!

– „Truck Driver – Gejagt von einem Serienkiller“ hieß der australische Thriller „Roadgames“ mit Stacey Keach und Jamie Lee Curtis hierzulande. Sascha von Die seltsamen Filme des Herrn Nolte, spricht eine dicke Empfehlung aus.

– Eine Empfehlung spricht auch funxton aus. Er tut dies für „Flic Story“ von Jacques Deray mit Alain Delon und Jean-Louis Trintignant. Klingt spannend und kenne ich noch gar nicht.

– Ebenfalls noch nicht gesehen: „Vampire’s Kiss“ mit Nicolas Cage. Zumindest nicht den ganzen Film. Clips daraus geistern ja im Internet herum. Als Lachnummer und Beleg für Nicolas Cages angebliche Überzogenheit. Dass aber dahinter ein sehr sehenswerter und toller Film steht, habe ich irgendwie schon immer geahnt. Oliver Nöding von Remember It For Later bestätigt diesen Verdacht.

Das Bloggen der Anderen (12-09-16)

Von , 12. September 2016 17:53

bartonfink_type2– Letzte Worte zum diesjährigen Filmfestival in Venedig. Auf Sennhausers Filmblog hat Brigitte Häring Lav Diaz‘ „The Woman Who Left“ gesehen und war begeistert. Die Jury auch, denn der Film gewann am Ende den goldenen Löwen. Außerdem: Wim Wenders 3D-Handke-Verfilmung „Les Beaux Jours d’Aranjuez“, die ihr auch gut gefallen hat.

– Nino Klingler stellt auf critic.de zwei Comic-Bücher mit Filmbezug vor, von denen vor allem Charles Berberians „Cinerama“ (was für ein Zufall, ich hatte mal vor fünf Jahren eine Radiosendung auf dem Bremer öffentlichen Kanal, die genauso hieß) besonders vielversprechend anhört. Und Lukas Stern schreibt über den nächsten Film von Roger Fritz der nun im Rahlen der „Edition Deutsche Vita“ wiederentdeckt werden kann: Die Rede ist von seinem Regie-Debüt „Mädchen, Mädchen“ von 1967. Ein Pflichtfilm für alle Freunde des aufregenden, leider beinahe „unsichtbaren“ Deutschen Kinos.

– Momentan wird Fede Alvarez‘ Film „Don’t Breath“ ziemlich bejubelt. Wo man hinschaut, nur zufriedene Gesichter. So auch bei Björn Schneider von Film Welt und MrDepad von Die drei Muscheln. Dass die Kollegen von Komm&Sieh da mal wieder aus der Reihe tanzen würden, war zu erwarten. Mehr gewundert hat es mich da, dass auch Christian Witte von Cereality durchaus kritische Töne anschlägt.

– Oliver Armknecht von film-rezensionen.de hat einen Geheimtipp vom Fantasy Filmfest mitgebracht. Die Geistergeschichte „We Go On“ hat ihm im positiven Sinne die Nackenhaare hochstehen lassen. Auch der in den Blogs allen Ortens bejubelte koreanische Zombie-Schocker „Train to Busan“ hat ihm gut gefallen.

– „Train to Busan“ hat auch Ralf Linder von Der Kinogänger gut gefallen, allerdings vermisst er Innovationen. Weiterhin hat Ralf wieder Neues aus Hollywood mit dabei.

– Ob die Welt das brauchte, lass ich mal offen. Antoine Fuqua hat aber auf jeden Fall „Die glorreichen Sieben“ noch einmal neu verfilmt. Meine Erwartungen waren niedrig, doch nach Ronny Dombrowskis sehr positiver Kritik auf cinetastic bin ich nun doch neugierig.

– Den Original-„Die glorreichen Sieben“ habe ich ja sehr gerne. Gabelinger eher weniger. Er kann sich nicht erklären, dass so viele Leute diesen Western so mögen. Warum er hier anderer Meinung ist, legt er sehr profund auf Hauptsache (Stumm)Film dar.

– Scheinbar wurde George A. Romeros fast schon vergessener „Bruiser“ wieder veröffentlicht. Jedenfalls wird er in dieser Woche in gleich zwei Blogs besprochen. Aber weder JackoXL von den Drei Muscheln, noch Andreas Eckenfels von Die Nacht der lebenden Texte können diesem Film besonders viel abgewinnen.

Robert Enricos „Die Abenteuer“ hatte ich aufgrund eines sehr frühen TV-Erlebnisses lange Jahre lebhaft in Erinnerung, ohne den Titel zu kennen. Den habe ich dann irgendwann rausgefunden, und dank funxton begeisterten Review wurden jetzt auch die restlichen Erinnerungen komplettiert.

– Wiliam Gridler Double-Feature bei Schlombies Filmbesprechungen. Erst „Grizzly“ von 1976, dann der ein Jahr später entstandene „Panik in der Sierra Nova“. Zweimal unterhaltsamer Öko-Horror.

– Nicht alles gefiel Michael Schleeh von Schneeland an Jang Jae-hyuns Regie-Debüt „The Priests“. Aber immerhin so viel, dass er den Film nicht nur weiterempfehlen würde, sondern auch schon auf Jang Jae-hyuns nächsten Film sehr gespannt ist.

Short Cuts Totale beschäftigt sich wieder mit Ingmar Bergman Frühwerk. Diesmal wird sich sehr intensiv mit „Musik im Dunkeln“ von 1948 auseinandergesetzt.

– Sehr weit zurück in der Zeit geht es diesmal bei Splattertrash. Totalschaden schreibt über den deutschen Spielfilm „In Nacht und Eis“ von 1912, der die Titanic-Katastrophe nacherzählt – und dies bereits wenige Monate nach dem Unglück!

– Christian Genzel schreibt auf Wilsons Dachboden über die interessante Doku „Inside Deep Throat“ und schreibt seine Gedanken zu Oliver Stones „Natural Born Killers“ nieder.

– Thomas Rufin erklärt auf Jugend ohne Film, warum Musicals eigentlich so gar nicht sein Metier sind und welche Ausnahmen er gerne und weshalb macht. Rainer Kienböck mit ein paar Zeilen zu Lew Kuleschows „Die seltsamen Abenteuer des Mr. West im Lande der Bolschewiki“.

– Guido Rohm erzählt auf Hard Sensations über die grandiose Unlustigkeit von „Entertainment“.

Das Bloggen der Anderen (05-09-16)

Von , 5. September 2016 22:11

bartonfink_type2– Meine sehnlichst erwartete Scheibe ist heute nach einer vollkommen absurden Hermes-Odyssee ist (diese höchst merkwürdige Geschichte wäre allein hier schon ein Blog-Eintrag wert. Danke an dieser Stelle an Forgotten Film Entertainment, die sich da ordentlich hinter geklemmt haben) endlich in meine Hände gelangt. Anderen Crowdfounder konnten ihre Ausgabe von „Der Perser und die Schwedin“ schon vor einer Woche genießen. In den Filmblogs wird auch schon kräftig berichtet. Hervorzuheben sind hier zwei Blogs, nämlich Safarow schreibt und Whoknows presents. Sven Safarow beschreibt auf seinem Blog, wie es dazu kam, dass er für „Der Perser und die Schwedin“ seinen ersten Audiokommentar einsprechen konnte und auf Whoknows presents befasst sich Manfred Polak ausführlich mit den Vorzügen der Internationalen Fassung des Filmes gegenüber der Deutschen. Beide sind übrigens auf der Scheibe enthalten.

Bianca hat Hark Bohm getroffen und berichtet darüber auf Douscope, wo sie auch gleich die Gelegenheit ergreift, ein detailliertes und liebevolles Porträt des „Antagonisten des Neuen Deutschen Films“ – in „Gegenschuss – Aufbruch der Filmemacher“ kommt er ja wirklich schlecht weg – zu schreiben.

– In der letzten Woche verstarb Gene Wilder. Der Kinogänger widmet ihm einen Nachruf. Zugleich gibt es bei ihm eine Vorschau auf den Kino-Herbst.

– Uwe Boll hört auf. Er kehrt dem Filmemachen den Rücken zu und kümmert sich jetzt um sein Restaurant. Grund für Urs Spörri auf B-Roll eine Ehrenrettung des nicht ganz unumstrittenen Filmemachers zu veröffentlichen. Anlässlich von „The Shallows“ lässt Andreas Köhnemann noch einmal die Liebesbeziehung zwischen dem Kino und dem Hai Revue passieren. D.W. Griffiths „Intolerence“ wird 100. Patrick Holzapfel verbeugt sich.

– Ioana Florescu berichtet auf Jugend ohne Film vom “Anonimul International Independent Film Festival” in Rumänien.

– Auf Sennhausers Filmblog berichtet Brigitte Häring vom Filmfestival in Venedig, wo sie u.a. den neuen Film von Tom Ford, „Nocturnal Animals“ und „La La Land“ mit Emma Stone und Ryan Gosling gesehen hat.

– Anlässlich der Wiederaufführung von Eiichi Yamamotos „Belladonna of Sadness“ schreibt aufsmaulsuppe über die Faszination des Mittelalters.

– Die BBC hat letzte Woche die 100 besten Filme des 21. Jahrhunderts gekürt und Freude am Film hat daraufhin sein eignes Top 10 Ranking erstellt und lädt zum Diskutieren ein.

– Ansgar Skulme hat den klassischen Western „Auf verlorenem Posten“ gesehen und schreibt sich auf Die Nacht der lebenden Texte darüber, warum ihm Joel McCrea als Darsteller so gar nicht gefällt.

– Gabelinger hat auf Hauptsache (Stumm)Film die Komödie „Der Cowboy den es zweimal gab“ entdeckt, der zwar ein Lieblingsfilms eines Hauptdarstellers Howard Keel war, aber an der Kinokasse brutal floppte, und hierzulande weder auf DVD, Blu-ray noch auf VHS erschienen ist.

– Sascha hat Peter Medaks Guselschocker „The Changeling“ gesehen und auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte eine Liebeserklärung an diesen unheimlichen Klassiker verfasst.

– Mauritia Mayer schreibt auf Schattenlichter über den arg seltsamen Giallo „Die Grotte der vergessenen Leichen“.

– Heiko Hartman von Allesglotzer zieht es auch zum Gillo, nämlich den großen Übervater „Blutige Seide“.

Funxton wiederum ist von Michele Lupos Action-Komödie „La Pistola“ mit Lee van Cleef begeistert. Alberto De Martinos „Feuerstoß“ mit Stuart Whitman hat ihm demgegenüber nur durchschnittlich gefallen.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hätte sich mehr von Hans Christian Bergers deutschen Erotik-Thriller „After Eden“ erhofft und auch „Nick Knattertons Abenteuer“ (Held meiner Kindheit!) lassen ihn eher kalt.

– Auch wenn er am Ende meint, es sei mehr drin gewesen, so hat Abspannsitzenbleiber der deutsche Film „Im Spinnwebhaus“ mit seiner Mixtur aus Gegenwartsrealität und märchenhaften Elementen doch gut gefallen.

– Thorleiv Nicolai Klein von film-rezensionen.de ist von Fede Alvarez‘ „Don’t Breath“ hingerissen und meint: „Der Film ist nichts für schwache Nerven und Asthmatiker sollten sich ihren Kinobesuch zweimal überlegen.“ Sein Kollege Oliver Armknecht ist von der Heavy-Metal-Familie-trifft-den-Teufel-Geschichte „The Devil’s Candy“ sehr positiv überrascht.

– „Der City Hai“ habe ich damals im Kino gesehen und war begeistert. Danach gab es kaum noch Wiederbegegnungen. Totalschaden von Splattertrash hat sich das Schwarzenegger-Vehikel nochmal angeschaut und war auch eher ernüchtert. „Sexualrausch“ hat ihm da sehr viel mehr Spaß gemacht.

– Oliver Nöding schreibt auf Remember It For Later über Renny Harlins Regie-Debüt „Born American“. Dem teuersten finnischen Film aller Zeiten.

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