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Das Bloggen der Anderen (22-09-14)

Von , 22. September 2014 21:41

bartonfink_type2- Sascha Nolte empfiehlt auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte den surrealen belgischen Gruseler „Nuit noire“ von Olivier Smolders.

– Wer Luc Bessons „Leon – der Profi“ mag, erfährt auf filmtourismus.de ein wenig was über die Drehorte. Außerdem war Andrea David im bezaubernden Brügge unterwegs, wo ich selber auch schon einmal auf den Spuren des empfehlenswerten Filmes „Brügge sehen… und sterben“ wandelte. Und ich bin im wahrsten Sinne des Wortes „tierisch“ überrascht, dass dieser eine Hund da, scheinbar immer im Fenster am Kanal döst. Den hatte ich damals nämlich auch fotografiert.

– Oliver Armknecht hat auf film-rezensionen.de wieder eine Animationsfilm-Anthologie im Gepäck. „Genius Party“ kann er durchaus empfehlen – auch wenn ihn nicht alle Episoden restlos überzeugt haben.  Noch angetaner war Oliver von Christian Petzolds neuem Film „Phoenix“, den er „ein spannendes, später auch bewegendes Drama über die Frage nach der eigenen Identität“ nennt.

– Der Außenseiter widmet sich auf Final Frontier Film zunächst F.W. Murnaus Stummfilmklassiker „Schloß Vogelöd“, bevor er anfängt, sich näher mit Howard Hawks zu beschäftigen. Und natürlich geht es auch mit seiner John-Ford-Reihe weiter, wo er bei einem Film angekommen ist, den er zu den 10 wichtigsten Filmen der Filmgeschichte zählt.

– Christian Gertz berichtet auf mehrfilm vom Internationalen Filmfest in Oldenburg. Diesmal vom zweiten Tag, was mir sehr entgegenkommt, da ich erst ab dem dritten Tag anwesend war und so über die Filme lesen kann, die ich versäumt hatte – und die dementsprechend in meinem Bericht, der die Tage veröffentlicht wird, nicht auftauchen werden.

– Malina schreibt auf Stubenhockerei über Derek Jarmans Film „Jubilee“, der sich zwar mit dem Punkjahren ’77/’78 und seinen Protagonisten beschäftigt, aber laut Malina kein Punkfilm ist.

symparanekronemoi hat sich Terry Giliams neuen Film „The Zero Theorem“ angesehen und wurde irgendwie enttäuscht zurückgelassen.

– Rochus Wolff gibt auf B-Roll einen Ausblick auf die kommenden – doch eher schwach bis schlechten – Kinderfilme der nächsten Monate.  Und Lucas Barwenczik beschäftigt sich mit der Karriere des niederländischen Fotografen und Regisseurs Anton Corbijn und setzt den Schwerpunkt dabei auf dessen Musikvideo-Arbeit.

– Lukas Foerster zeigt sich auf Dirty Laundry sehr von Peter Hyams neuen Film angetan, der eine in Bulgarien gedrehte Direct-to-video-Produktion mit Jean-Claude Van Damme ist, die auf den Namen „Enemies Closer“ hört.

– cutrin hat auf filmosophie den zweiten Teil ihrer schönen Reihe „Tonspur“ veröffentlicht, in dem sie wieder tolle unbekannte Songs aus diversen Filmen vorstellt. Natürlich „mit Ton“.

– Thomas Groh auf filmtagebuch über das „Sin City“-Sequel: „Man fühlt sich wie nach einer hemmungslosen Fastfood-Orgie: durchaus zufrieden, aber eben auch pappsatt. Und man fürchtet die fiesen Pickel, die solchen Exzessen gnadenlos folgen.“

– Udo Rotenberg stellt auf Grün ist die Heide eine weitere frühe Wolf C.Hartwig-Produktion vor: „Alle Sünden dieser Erde“ von Fritz Umgelter, der 1958 in dem „in dichter Folge Aspekte behandelt (wurden) – Drogenmissbrauch, Abtreibung, Frauenknast, Promiskuität, Sex und Prostitution – die selten mit den 50er Jahren assoziiert werden.“

– Alex Klotz bespricht auf Hard Sensations den neuen Film der „Persepolis“-Autorin und Regisseurin Marjane Satrapi, der überraschender Weise eine extrem schwarze Serienkiller-Komödie geworden ist. Außerdem stellt der den belgischen (schon der zweite Belgier in dieser Woche!) Thriller „The Treatment“ vor, der seiner Aussage nach, nichts für zarte Gemüter ist. Michael Schleeh hat „The Rover“ gesehen und für OK befunden. Außerdem schreibt Jamal Tuschick über Thomas Braschs Debütfilm „Engel aus Eisen“ von 1981 und Silvia Szymanski und Alex Klotz führen ein Interview mit dem 87-jährigen Bruno Sukrow, der mit seinen seit 2010 entstandenen. computeranimierten Genrefilmen in Aachener Filmkritiker-Kreisen bereits Kultstatus genießt.

– Auf seinem eigenen Blog hypnosemaschinen empfiehlt Alex Klotz den Gruselfilm „The House at the End of Time“ aus Venezuela.

– Anlässlich der „Land of the Dead“-Schau im Österreichischen Filmmuseum macht sich Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film Gedanken über Gesichter und Masken im Horrorfilm. Außerdem schreibt er eine paar kritische Sätze zu David Cronenbergs „Die Fliege“. Rainer Kienböck hat ein Essay zum Thema „Hilflose Mädchen in alten Häusern“ geschrieben, bei dem er den Horrorfilm einmal außer acht lassen möchte – auch wenn alle vier Filmbeispiele (drei davon aus Spanien), das Genre immer wieder streifen.

– Robin Schröder auf Mise en cinema über den kraftvollen, philosophischen und ganz und gar überwältigenden „Der silberne Planet“ von Andrzej Żuławski, der leider nie ganz fertiggestellt werden konnte.

– Spannend. Anhand der beiden Filmreihen „Alien“ und „Mission: Impossible“ fragt Alex Matzkeit auf real virtualiy: „Wieviel Autorenschaft verträgt ein Franchise?

– Oliver Nöding auf Remember It For Later über den scheinbar unglaublichen „Terrorgang“, welcher nach seiner Review gerade auf meine „Der folgende Film wird gesucht“-Liste gewandert ist. Wow.  Sowie: Ein Plädoyer für Zack Snyders „Sucker Punch“.

– gabelingeber hat sich auf Hauptsache (Stumm)Film diesmal einen der bekanntesten Filmklassiker überhaupt ausgesucht :Chaplins brillanten „Der große Diktator“.

– Bei „Monster machen mobil“ durfte ich den unheimlich unterhaltsamen „Drei Supermänner räumen auf“ genießen. Totalschaden schreibt nun auf Splattertrash über die Fortsetzung „Drei tolle Kerle“, der aber bis auf Kostüme und Handlung alles durchtauscht: Regisseur und Hauptdarsteller. Sehen muss ich den dann aber trotzdem mal.

Wiederaufführung hat bereits zum vierten Mal neue Empfehlungen für interessante Podcast-Sendungen.

Das Bloggen der Anderen (15-09-14)

Von , 15. September 2014 22:09

bartonfink_type2- Fast hätte es diese Ausgabe gar nicht gegeben, denn ich habe mich am Wochenende im Oldenburg auf dem 21. Internationalen Filmfest herumgetrieben. Jetzt wollte ich eigentlich erst einmal meine Gedanken sortieren und meinen Festivalbericht schreiben. Aber dann habe ich mich doch wieder hingesetzt, um„Das Bloggen der Anderen“ in Angriff zu nehmen. Christian Gertz von mehrfilm.de war auch in Oldenburg und berichtet schon mal über den ersten Tag, den ich gar nicht mitbekommen habe, da ich erst am Freitag ins Festivalgeschehen eingestiegen bin.

– Es hat mich sehr gewundert, dass es in den Blogs keinen Nachruf auf Joachim Fuchsberger gab. Immerhin hat Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide, aber ein unbekannteres Werk mit Fuchsberger besprochen, „Die feuerrote Baroness“ von Rudolf Jugert, in dem Blacky den Übergang vom romantischen Liebhaber zum harten Krimihelden probt. Desweiteren schreibt Udo über „Der Griller“, einen Film des New Yorker Autorenfilmers George Moorse, der ab Mitte der 60er ausschließlich in Deutschland arbeitete und im „Griller“ 1968 den jungen Rolf Zacher mit der Titelrolle betraute.

– Und auf seinem dem italienischen Film gewidmeten Blog L’amore in città widmet er sich eines Filmes, der in meinem Herzen einen besonderen Platz hat: „The Riffs – Die Gewalt sind wir“, den wir – zusammen mit dem zweiten Teil – 2012 auf dem 3. öffentlichen Deliria-Italiano-Forentreffen in Bremen von 35mm gezeigt haben.

– Auf Deep Red Radio beschließt david mit dem zweiten Teil seine präzise „Eis am Stil“-Gesamtbetrachtung, die dann doch recht ernüchternd war.  Benedikt Wilken schreibt über John Badhams ’79er „Dracula“-Fassung, die ich auch unbedingt noch sehen muss. Immerhin war meine Ausgabe von Bram Stokers Roman damals quasi „das Buch zum Film“, was heißt, dass es viele Standfotos aus Badhams Film enthielt.  Und schließlich setzt sich loonen kritisch mit Erwin C. Dietrichs „Rolls Royce Baby“ auseinander. Meine Kritik gibt es übrigens hier.

– Sven Safarow stellt auf Eskalierende Träume einen weiteren der „100 deutschen Lieblingsfilme“ vor: Ulli Lommels „Wachtmeister Rahn“ von 1974. Laut Filmplakat „Ein Action-Thriller über den Alltag der Polizei“.

– Alex Klotz hat den südkoreanischen Spielfilm „The Divine Move“ gesehen und schreibt auf Hard Sensations: „Neben einem Sammelsurium sympathischer Underdog-Figuren wie dem blinden Go-Meister “Drinking Jesus” und einem Armamputierten Hersteller von Gadgets stimmt vor allem die Verteilung von rasanten Actionszenen und wenig zimperlichen Gewaltspitzen.“ Klingt doch gut.

– Auf seinem eigenen Blog hypnosemaschinen ist Alex auch immer wieder für eine hochspannende Ausgrabung gut. Doch diesmal beschäftigt er sich mit zwei Filmen, die derzeit in aller Munde sind: „Under the Skin“ und „The Strange Color of Your Body’s Tears“, die beide auch gerade beim Fantasy Filmfest laufen.

Yzordderrexxiii berichtet von einem durchwachsenen Fantasy Filmfest, auf dem ihm aber immerhin zwei Filme ziemlich begeistert haben.

Schlombies Filmbesprechungen bringt eine neue Ausgabe seiner Reihe „Die Besprechungen der Anderen“.

– Auf Jugend ohne Film sind auch in dieser Woche viele schöne Artikel erscheinen, die ich hier gar nicht alle aufführen kann. Deshalb beschränke ich mich bei meinen Empfehlungen auf den Liebesbrief, den Patrick Holzapfel an Julianne Moore geschrieben hat, Rainer Kienböcks Besprechung eines meiner Lieblingsfilme, „Quadrophenia“, der wiederum auf einer meiner absoluten Lieblingsplatten (die ich mindestens einmal im Jahr hören muss) beruht und auf Andrey Arnolds wütenden Verriss von „A Most Wanted Man“. Empfehle aber jedem, noch selber etwas auf der Seite herumzuschnüffeln.

– Viele interessante Artikel gibt es auch wieder auf B-Roll. So hat Lucas Barwenczik ein Portrait von David Cronenberg verfasst, in welchem er auch speziell auf dessen Werbe-Clips u.a. für Nike) eingeht.  Patrick Heidmann berichtet vom Filmfestival in Toronto.  Beatrice Behn schreibt sarkastisch über „Feel Good Movies“ und empfiehlt das Buch „Explizit! Neue Perspektiven zu Pornografie und Gesellschaft“.

– Letzteres wird auch von Sven Jachmann auf filmgazette besprochen, wobei aber nicht ganz herauskommt, was er nun konkret von dem Buch „Explizit! Neue Perspektiven zu Pornografie und Gesellschaft“ hält. Das Thema findet er jedenfalls sehr interessant und führt seine Meinung hierzu auch näher aus. Ebenfalls auf filmgazette schreibt Nicolai Bühnemann ausführlich über Peter Kern und die ihm gewidmete Veranstaltung “Schauplatz Körper: Tribute to Peter Kern”, die im August im Berliner Arsenal Kino lief.

– Auf Dirty Laundry beschäftigt sich Lukas Foerster näher mit Christian Petzold. Zunächst widmet er sich dessen TV-Frühwerk „Cuba Libre“, dann schreibt er über J. Lee Thompsons 1965 entstandenen Film „Return from the ashes“, einer Verfilmung der selben Vorlage, die für Petzolds neuem Film „Phoenix“ verwendete.

– Auch Oliver Nöding war wieder sehr produktiv. Aus den zahlreichen Reviews, die er letzte Woche auf Remember It for Later veröffentlichte, möchte ich nur zwei heraus greifen: Die sehr zutreffende Analyse von Bruce Lees „Die Rückkehr der Todeskralle“ und seine Verteidigung des Renny-Harlin-Films „The Legend of Hercules“.

– Welches ist Jack Ketchums liebster Horrorfilm? Screenread weiß es. Ebenso, wie welcher verloren geglaubter Ed-Wood-Film wieder aufgetaucht ist.

– Malina schwärmt auf Stubenhockerei „mädchenhaft“ von Dore O.s experimentellen Kurzfilm „Alaska“ von 1968. Und da der Film auf YouTube zu finden ist, kann man sich auch gleich selber ein Bild machen.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über den mir bisher vollkommen unbekannten, 24-jährigen kanadischen Filmemacher Xavier Dolan und dessen neuen Film „“Tom à la ferme”.

– Dennis Vetter schreibt auf Negativ über den Film „Heli“ von Amat Escalante: „Gewalt und Tod überschatten alle Geschehnisse ab dem ersten Bild. Wenn man doch wagt zu hoffen, wie es im Film nur Kinder tun, löst sich bald ein, was man befürchtet oder verdrängt hat. Es wird grausam und unmenschlich, traurig, deprimierend, zermürbend.“

– Ein ungewöhnliches und beeindruckendes Seherlebnis scheint der Animationsfilm „The Old Man and the Sea“ von  Alexander Petrov zu versprechen, den Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de vorstellt.

– Sascha Nolte hat auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte die japanische Manga-Real-Verfilmung „Sukeban deka“, über einen “Girl Cop in Schuluniform” mit tödlichem Jo-Jo, gesehen, der u.a. eine sehr erfolgreiche TV-Serie voran ging. Das gehört scheinbar alles zusammen zum 1×1 der japanischen Pop-Kultur.

– Last but not least: Sebastian Schubert stellt auf Das Magazin des Glücks drei Filme von Henry Cornelius vor. Einem Sohn deutsch-jüdischer Eltern. 1913 in Südafrika geboren, Schüler von Max Reinhardt in Berlin, über Paris nach England emigriert und dann für die Ealing Studios als Regisseur tätig, bevor er nach nur fünf Filmen viel zu früh starb. Außerdem bespricht er Cronenbergs „Maps to the Stars“, der ihn an Billy Wilders „Feodora“ erinnert.

Das Bloggen der Anderen (08-09-14)

Von , 8. September 2014 21:34

bartonfink_type2- Wieder gab es in dieser Woche eine traurige Nachricht. Gottfried John ist mit nur 72 Jahren von uns gegangen. Hier Der Kinogänger mit einem Nachruf.

– Das Filmfestival in Venedig ist nun vorbei, mein Liebling Roy Andersson hat den Hauptpreis bekommen und die Kollegen haben ihre Abschlussberichte verfasst. Rüdiger Suchsland auf Negativ, Brigitte Häring auf Sennhausers Filmblog  und Sophie Charlotte Rieger auf B-Roll.

– Und auch das Fantasy Filmfest hat (zumindest in Berlin) geendet, ebenso wie das Filmtagebuch von DasDingAufDerSchwelle.

– In Wien fand die Retrospektive „Land of the Dead“ statt, die von Patrick Holzapfel vom Blog Jugend ohne Film besucht wurde. Seine Betrachtungen sind von daher sehr interessant, als dass er das Genre des Horrorfilms überhaupt nicht mag und somit einen ganz anderen Blickwinkel auf die dort aufgeführten Filme besitzt, als jemand, der dem Genre zugeneigt ist. So findet er interessante Einschätzungen einiger Klassiker, die ihren Fans – mir erging es zumindest so – zwar einen Stich ins Herz geben, aber auch mal eine ganz andere Perspektive eröffnen, die man teilen kann oder auch nicht. Lesenswert ist sie auf jeden Fall. So schreibt er über „Halloween“: „Aber er zeigt (dem Publikum) nichts, was sie nicht erwartet haben, kein wirklicher Horror des Unvorstellbaren, keine Fantastik, keine wirkliche Überraschung. Er zeigt ihnen keine Figuren, kein Leben, keine Welt, alles findet im Kopf statt. Manche würden Halloween diese Eigenschaften als Qualität anerkennen, dann aber nur, weil sie sich selbst wichtiger nehmen als den Film.“.“Profondo Rosso“ konnte er „trotz (s)einer Aversionen gegen alles was (er) bislang vom Italiener sah, einiges abgewinnen.“ Interessant auch seine Begeisterung für Hammers „The Devil Rides Out“.  Andery Arnold war ebenfalls bei “Land of the Dead” und sah dort zum wiederholtem Male Nobuhiko Obayashis „House“. Und Thomas Rufin bespricht Rudolf Thomes „Das rote Zimmer“, der ihn auf positive Weise verwirrt zurück lässt.

– Zum Thema Dario Argento: Going to the movies hat eine sehr schöne, sehr persönliche Kritik zu „Suspiria“ verfasst.

– Auf Hard Sensations hat Gregor Torinus (den Namen sollte man sich merken) zwei wunderbare Texte verfasst. Den ersten über „Under the Skin“, den zweiten über „The Strange Colour of Your Body’s Tears“. Beide sind sehr schön zu lesen und wecken den Wunsch, beide Filme genau jetzt zu sehen.

– Thomas Groh hat auf seinem filmtagebuch drei Texte online gestellt, die zuvor an anderer Stelle in gedruckter Form erschienen sind. Über „Traumstadt“ von Johannes Schaaf und die Doku „I am Divine“ (beide ursprünglich in „Der Freitag“ veröffentlicht),  und über „Der Samurai“ von Till Kleinert. Dieser Text erschien ursprünglich in „Sissy“, und der Film läuft diese Woche auf dem Filmfest in Oldenburg.

– Auf hypnosemaschinen gibt es wieder etwas zu entdecken. Diesmal den südkoreanischen Gruselfilm „Iodo“ von 1977. Klingt toll, will ich sehen. Und den tschechischen Film „The Damned House of Hajn“, den Jirí Svoboda 1988 inszenierte, von dem Alex Klotz wunderschöne Bilder gepostet hat und den ich natürlich auch sehen möchte.

– Auf critic.de hat Michael Kienzl eine neue Reihe namens „Pinoy Cinema 1970–89: Das zweite Goldene Zeitalter des philippinischen Kinos“ initiiert, für die in den nächsten Woche einige namenhafte Blogger schreiben werden. Schon die von ihm verfasste Einleitung in das Thema ist aber ausgesprochen interessant und lesenswert.

– Ciprian David berichtet auf Negativ über den Dokumentarfilm seines Kollegen Rüdiger Suchsland: „Von Caligari bis Hitler“, welchen ich auch schon voller Spannung erwarte.

– david hat sich auf Deep Red Radio die berühmt-berüchtigte „Eis am Stil“-Reihe vorgenommen. Mit der Serie dürften wohl alle Jungen meiner Generation aufgewachsen sein. Ferner bespricht Udo Rotenberg Paul Verhoevens frühes Skandalwerk „Spetters“.

– Apropos Udo. Der war auch auf seinen eigenen Blogs sehr fleißig. So schreibt er auf L’amore in città sehr ausführlich und fundiert über Ruggereo Deodatos „Mondo Cannibale 2 – Der Vogelmensch“ und auf Grün ist die Heide über Alfred Vohrers Simmel-Verfilmung „Der Stoff, aus dem die Träume sind“. (Anmerkung: Dessen Titelsong von Peter Thomas übrigens höllische Ohrwurm-Qualitäten hat).

– gabelingeber stellt auf Hauptsache (Stumm)Film die italienische Komödie „Verliebt in scharfe Kurven“ mit Vittorio Gassman und Jean-Louis Trintignant vor, zu dem er auch wieder viele Hintergrundinfos zusammengetragen hat.

– Auf Stubenhockerei schreibt Malina über Derek Jarmans „Sebastiane“  und Werner Nekes offensichtlich sehr wild-experimentellen „Spaltenfilm“ „Kelek“.

– LZ hat auf Screenread eine interessante Besprechung mit einigen Infos über den Autoren der Vorlage (den ich bislang nur als Autor eines der wenige in Deutschland veröffentlichten „Judge Dredd“-Comics kannte) von David Cronenbergs „Maps to the Stars“ veröffentlicht.

– Schwanenmeister weist auf movies & sports darauf hin, dass Quentin Tarantino nicht nur sein eigenen Filmfestival startet, sondern nun auch sein eigenes Kino hat, in dem nur alte 16mm und 35mm Kopien zu sehen sein werden. Hell yeah!

– „Was macht eigentlich?“ fragt Rajko Burchardt auf B-Roll und begibt sich auf die Suche nach einigen (fast) vergessenen Diven. Und Lucas Barwenczik porträtiert den alten Troma-Spezi James Gunn, der jetzt Blockbuster für Marvel inszenieren darf.

– „Ein Brief an Momo“ ist ein japanischer Anime vom „Jin-Roh“-Regisseur Hiroyuki Okiura, der nix mit der von Michael Ende erdachten Figur zu tun hat, wie Oliver Armknecht in seinem Animationsfilm-Special auf film-rezensionen.de zu berichten weiß.

– Ein anderer Oliver, nämlich Oliver Nöding, hat Harald Reinls „Die Nibelungen 1+2“ gesehen und konstatiert: „Reinls Zweiteiler verkommt dabei jedoch niemals zum bloß bunten Märchenschinken, sondern bewahrt eine literarische, fast avantgardistische Qualität sowie die seltsame Fremdheit der Vorlage, anstatt diese zu bezähmen.“ Außerdem schreibt er über Wes Anderson und dessen „Grand Budapest Hotel“, welchen ich noch nicht kenne, aber den Part über Anderson kann ich so unterschreiben. Beides zu finden auf Remember It For Later. 

– Wenn mich jemand nach meinem Lieblingsfilm fragt, verweigere ich die Antwort. Nervt derjenige trotzdem dauernd weiter, nenne ich „Spiel mir das Lied vom Tod“, womit ich dann gut leben kann und meine Ruhe habe. Auf filmtourismus.de kann man sich die Drehorte ansehen.

– Reda empfiehlt auf Der breite Grad eindringlich den Film „Aesthetics of a Bullet“ zu dem er schreibt: „AESTHETICS OF A BULLET ist eine echte Perle des Yakuzafilms und kann sich dank seiner Milieutreue und dem ihm innewohnenden Nihilismus problemlos neben Fukasakus GRAVEYARD OF HONOR stellen.“ Wow.

PewPewPew macht das Resultat einer erfolgreichen Kickstarter-Kampagne aufmerksam: „Twenty-Four by Thirty-Six“, einem Dokumentarfilm, der sich mit der Geschichte von Filmpostern, alternativen Postern und Movie Art generell auseinandersetzt.

– Und wer gerne etwas auf die Ohren bekommt: Wiederaufführung hat wieder eine Liste empfehlenswerter Podcasts zusammengestellt.

Das Bloggen der Anderen (01-09-14)

Von , 1. September 2014 21:55

bartonfink_type2- Lorcano ist Geschichte, hier kommt Venedig. Die Blogger sind von der Schweiz nach Norditalien gereist, um beim nächsten Filmfestival dabei zu sein. Und so berichtet Rüdiger Suchsland für Negativ, Brigitte Häring für Sennhausers FilmblogSophie Charlotte Rieger für B-Roll und ihren eigenen Blog und filmosophie.  Bilanz der ersten Tage. Ulrich Seidls neuster Film „Im Keller“ wird irgendwo zwischen gut und „kann ich nichts mit anfangen“ (auf filmosophie – das würde ich gerne einmal ausdiskutieren) aufgenommen, Joshua Oppenheimers „Act of Killing“-Nachfolger „The Look of Silence“ wird überall für wichtig und sehr wirkungsmächtig erachtet, aber auch nicht gänzlich kritiklos aufgenommen, dafür scheint Alejandro González Iñárritus vierter Streich „Birdman“ sich zum Kritiker-Liebling zu mausern. Eine gute Übersicht der englischsprachigen Kritiken liefert Movies&Sports.

– Auch in Deutschland gibt es gerade ein Filmfest, nämlich das Fantasy Filmfest. DasDingAufDerSchwelle war in Berlin dabei und gibt stichwortartig seine Meinung zu den von ihm gesehenen Filmen ab.

– Und noch ein Abschlussbericht über das gerade vergangene Filmfestival in Lorcano, den Rainer Kienböck auf Jugend ohne Film veröffentlicht hat. Ferner ist er auch nach Krakau (immer eine Reise wert!) gefahren, um dort im Nationalmuseum eine Ausstellung über Stanley Kubrick anzuschauen, die ihm gut gefallen hat. Hier sein Bericht. Der bekennende Nicht-Horrorfilm-Gucker Patrick Holzapfel war währenddessen bei der „Land of the Dead“-Retrospektive des Österreichischen Filmmuseums und hat dort zwei Klassiker des Genres gesehen, die bei jedem Fan ganz weit oben auf der Beliebtheitsskala stehen dürften: „Suspiria“ und „Carrie“. Wenn Patrick dann schreibt: „„Suspiria“ und „Carrie“ sind derart filmische Filme, dass sie die filmischste Eigenschaft von Film ignorieren: Ein Dokument der Welt zu sein. Ich bin mir bewusst, dass das ein wenig gezwungen und prinzipienhaft ist und ich will damit nicht sagen, dass diese Filme schlecht sind oder kunstlos. Aber sie sind redundant und können mich nicht über ihre Existenz im Kinosaal hinaus bewegen. Sie langweilen mich mit ihren aufgesetzten Blicken und ihrem fehlenden Beobachtungssinn. Sie sind Genremasturbationen. Ich will Zeit haben für meinen Blick, ich will nicht gelenkt werden. Ich fühle mich sowohl in „Carrie“ wie in „Suspiria“ vergewaltigt, die Filmemacher haben mich nicht respektiert. Ich respektiere ihre Qualität, aber hinterfrage ihre Ethik. Gut, dass es sowas gibt, denn sonst würde ich vergessen wie sich der wahre Horror in Rot in Ingmar Bergmans „Viskningar och rop“ und Michelangelo Antonionis „Il deserto rosso“ anfühlt.„ dürfte so mancher – ich eingeschlossen – zusammen zucken. Aber der lesenswerte Text ist von daher interessant, da er „von außen“ kommt. Also von jemanden der dem Genre so gar nicht zugetan ist – und der darum den Blick frei hat für Perspektiven, die man – wenn man die Filme abgöttisch liebt – vielleicht bereits verloren hat.  Bei „Night of the Living Dead“ sind wir uns dann aber wieder einig.

– Interessanterweise haben sich in der vergangenen Woche gleich drei Blogs mit den Arbeiten von David Cronenberg beschäftigt. Auf Die drei Muscheln schreibt JackoXL über „Die Brut“, Annika Stelter ist auf Die Filme, die ich rief von „The Dead Zone“ (und Christopher Walkens Augen) begeistert und Martin Beck schreibt auf Reihe Sieben über Cronenbergs neustes Werk „Maps to the Stars“: „MAPS TO THE STARS ist sehenswert – und erzeugt am Ende trotzdem ein unbestimmtes Gefühl nagender Fragezeichen.“

– Meine Erinnerungen an die TV-Serie „Sandokan – Der Tiger von Malaysia“ ist zwar ziemlich verschwommen, die an den Hauptdarsteller Kabir Bedi, der mich damals überaus beeindruckte, aber noch sehr deutlich. Als Auffrischung des Rests kann ich ja Oliver Nödings Besprechung auf Remember it for later hinzuziehen.

– Mehrere Blogs hatten bereits die Möglichkeit „Sin City 2: A Dame to Kill For“ zu sehen. Den ersten Teil mochte ich ja durchaus und halte ihn für eine von Robert Rodriguez’ besseren Arbeiten. Die Reaktionen auf das Sequel/Prequel sind allerdings sehr verhalten. LZ schreibt auf screen/read „Wirklich überzeugend sieht anders aus. Wer jedoch für „form over substance“ zu haben ist und Vergnügen daran hat, sich der immer noch bemerkenswerten visuellen Noir-Ästhetik hinzugeben, wird trotz aller Schwächen gut bedient.“  Thorsten Krüger ist auf Komm & Sieh ziemlich entsetzt: „Nicht, dass hier sonst nichts geschähe, nur ist es leblos und bestechend irrelevant, wie der ganze Film unfassbar überflüssig und unwesentlich.“  Nur Ronny Dombrowsky auf cinetastic.de ist voll des Lobes: „Für Fans des ersten Films und der Graphic Novell ein Augenschmaus den man sich nicht entgehen lassen sollte.”

Final Frontier Film ist bei seiner John-Ford-Tonfilm-Retrospektive mittlerweile bei Nr. 25, „Submarine Patrol“, angekommen.

Und noch eine Reihe: Im Rahmen seines Animationsfilm-Specials stellt Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de den tschechischen Stop-Motion-Film „Toys in the Attic“ vor, der mir als genau das Richtige erscheint, um bei mir Herz und Seele zu erwärmen.

– Andrea David stellt auf filmtourismus.de die Schauplätze vor, an denen der erste „Tomb Raider“-Film gedreht wurde.

Der Kinogänger hat den zweiten Teil seiner großen Kinovorschau für den Herbst 2014 veröffentlicht.

– Ein Ratgeber für Liebesdinge, der sich „Der Kinotherapeut – 70 Filme für alle Liebeslagen“ nennt? Was es nicht alles gibt. Prof. Pu von SchönerDenken hat ihn gelesen und verrät, ob er sich für liebeskranke Cineasten eignet.

– Sie sind für die meisten Deutschen identisch mit den großen Stars auf der Leinwand. Die Synchronsprecher. Kirsten Kieninger hat auf B-Roll einige kluge Worte zu dieser Thematik geschrieben. Ferner: Lucas Barwenczik über Lasse Hallström, ABBA und andere Filme.

– „Three Bewildered People in the Night“ von Gregg Araki ist mir bisher völlig unbekannt, was Malina auf Stubenhockerei darüber geschrieben hat, klingt aber recht interessant.

– Lange erwartet, nun endlich da. Der große Bericht der wunderbaren Silvia Szymanski auf Hard Sensations über den 13. Hofbauer-Kongress, der vom 24.-27- Juli in Nürnberg und Fürth stattfand. Jede Silbe ein Genuss. Das von ihr so stimmungsvoll beschriebene Nürnberger Hotel Continental werde ich im Oktober selber besuchen. Ich bin schon gespannt, ob ich auch auf solche lyrischen Gedanken komme.  Alex Klotz hat sich in den philippinischen Film „Das Mädchen Insiang“ von Lino Brocka verliebt. Seine Liebeserklärung hier. Gar keine Liebeserklärung ist das, was Jamal Tuschick über den, seiner Meinung nach rassistischen,„Monsieur Claude und seine Töchter“ schreibt. Ganz im Gegenteil.

– Sascha Nolte hat sich auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte die griechische Groteske „Der Unhold von Athen“ von 1958 vorgenommen. „Ein sonderbarer, leiser Mix aus Drama, Krimi und Tragikkomödie, der recht eigenständig, wenn auch nicht in Gänze gelungen, daherkommt.“

– Auf Grün ist die Heide schreibt Udo Rotenberg über Hansjörg Amons „Unruhige Töchter“ von 1967 mit Brigitte Skay. Ein weiteres Puzzleteil aus dem sich zu dieser Zeit gerade entwickelnden Erwin-C.-Dietrich-Kosmos.

– Und auf L’amore in città geht es um eine ganz wunderbare guilty pleasure von mir: Umberto Lenzis schwer unterhaltsame Zombie-Sause „Großangriff der Zombies“, bei dem er zu dem Schluss kommt: „Nicht die blutrünstigen Monster, die diese Ordnung zerstören, sind die eigentliche Gefahr, sondern das Perpetuum Mobile eines gleichförmigen Lebens – wie der Film mit seinem überraschenden Ende eindrucksvoll demonstriert.“

– YP und PD unterhalten sich auf Film im Dialog über den Film „Belle“, der alle beide schwer beeindruckt hat.

– david beschäftigt sich in einer „Kurzkritik“ auf Whoknows presents mit dem ersten deutsche Nachkriegsfilm, der unter Lizenz der US-amerikanischen Besatzungsmächte produziert wurde, der zugleich auch als der erste deutsche Starfilm nach Ende des Zweiten Weltkriegs war. Der „Trümmerfilm“ „…und über uns der Himmel“ von Josef von Báky mit Hans Albers. Interessant.

– gabelinger bespricht anlässlich des Todes von Robin Williams den Film „Hinter dem Horizont“, den er auf Hauptsache(Stumm)Film leidenschaftlich gegen seinen schlechten Ruf verteidigt.

Das Bloggen der Anderen (25-08-14)

Von , 25. August 2014 23:24

bartonfink_type2- Leider beginnt auch diese Woche mit einer Todesmeldung. Gestern starb der große Sir Richard Attenborough. Der Kinogänger hat ihm einen Nachruf gewidmet.

– Ein letztes Mal in diesem Jahr Lorcano. Abschließende Berichte gibt es von Alexandra Zawia auf B-Roll  und Rainer Kienböck auf Jugend ohne Film.

– Eine weitere Folge der herausragenden Interview-Serie „reden über schreiben über filme“ gibt es auf Hard Sensations, wo Oliver Nöding und Marco Siedelmann eine kontroverses Schwergewicht der amerikanischen Filmkritik interviewen: Armond White.  Außerdem wird die Nakahira-Ko-Retrospektive in Köln empfohlen.

– Udo Rotenberg hat für seinen Blog L’amore in città den italienischen Episodenfilm „Frivole Spiele“, den Ettore Scola 1964 inszenierte, besprochen. Darin Film verkörpert Vittorio Gassman in neun Episoden unterschiedliche Männer-Typen.

– Blog-Stöckchen sind so eine Tradition, in der ich mich gerne mal beteilige, wenn es die Zeit erlaubt, und ich glaube, etwas Wertvolles beitragen zu können. Neulich traf mich ein Stöckchen vom Intergalatic Ape-Man. Aber da ich es nicht so mit Filmzitaten habe, und ich momentan auch froh bin, es zeitlich zu schaffen, meinen Blog mit den regulären Postings zu füllen, habe ich mich mal nicht beteiligt. Mein Beitrag besteht deshalb diesmal nur darin, die teilnehmenden Blogs hier zu verlinken. Die Aufgabe war es, seine 10 liebsten Filmzitate zu nennen und dann andere Blogs zu benennen, die es einem gleichtun sollen. Hier die Resultate in den Filmblogs, die ich verfolge: Intergalaktische Filmreisen, review-corner.deSchlombies FilmbesprechungenTonight is gonna be a lage one, filmherum , Pieces of Emotion und Going to the Movies

– Hermann Vaskes hat eine Dokumentation über die Kunst gedreht, in deren Mittelpunkt der großartige Udo Kier als “Arteholic” steht. Ronny Dombrowsky hat diesen für cineastic.de besprochen.

– Gerd Reda setzt sich auf Der breite Grad wieder mit dem japanischen Pinky-Violence-Film auseinander. „Criminal Woman: Killing Melody“ mit den Genrestars Reiko Ike und Miki Sugimoto, hat ihm ausgesprochen gut gefallen. Ebenfalls sehenswert findet er Koji Wakamatsus Film „Sweet Trap“ von 1963.

– Michael Schleeh empfiehlt auf Schneeland Takashi Koizumis „Letter from the Mountain“, den er einen „sehr, sehr schönen Film“ nennt.

– Lucas Barwenczik stellt auf B-Roll Luc Besson und sein Werk vor, während PD und YP auf Film im Dialog die schauspielerischen Fähigkeiten der Hauptdarstellerin seines letzten Filmes, Scarlett Johansson, diskutieren.

– Apropos die Johansson. „Under the Skin“ ist ein Film, der in dieser Woche so einige Filmblogger beschäftigt. Sofiaglasl schreibt auf Deep Red Radio: „Er reißt den Zuschauer mit überwältigenden und betörenden Bild- und Soundcollagen in seinen hypnotischen Bann, setzt ihn aber gleichzeitig einer Zerreißprobe aus – Glazer zieht sein Konzept der minimalen Handlung und Identifikationsangebote eisern durch und behält stets die Kontrolle über die eigene filmische Welt und deren verführerische Kraft.“  symparanekronemoi ist nicht ganz so euphorisch und schreibt: „Ein wirkliches Thema besitzt Glazers Film dabei nicht, interessiert ihn doch weder der eine noch der andere Aspekt seiner Handlung. Die positive Resonanz von Under the Skin – Glazer wird bereits als Erbe Kubricks geadelt – erklärt sich wohl zuvorderst ob der erschaffenen Atmosphäre des Films, der sich weniger Worte bedient und mit ungewöhnlichen Bildkompositionen dient. Style over Substance, wenn man so will.“  quadzar auf filmosophie findet: „Under the Skin (bietet) einiges und wenn es nur unterbewusster Horror ist. Des Öfteren habe ich Klagen über zu viele Längen gehört. Das habe ich nicht so wahrgenommen, aber gelungene “Eintönigkeit” gefällt mir sowieso. Wie 2001: Odyssey im Weltraum ist auch Under the Skin, ohne die Qualität der beiden Filme vergleichen zu wollen, Geschmackssache. Erstaunliche, wirklich anwidernde Bilder nebst einer in ihrer Unmenschlichkeit ebenso erstaunlichen Hauptdarstellerin und einer erbarmunslosen Langsamkeit, die den Blick nicht abwendet.“

– Ist der Ort Kino tot? Wie sieht es aus in unserer Kinolandschaft? Nino Klingler hat auf critic.de eine kleine Artikelreihe zu eben diesem Thema veröffentlicht, wobei er hier auf ausführlich und beispielhaft auf zwei Kinos in der Kleinstadt eingeht, die eben einen anderen Weg gehen müssen (und wollen), um zu überleben. „Die Brennessel“, ein Programmkino in Hemsbach, Baden-Württemberg und das kommunale Kino „Burg Theater“ in Burg, Sachsen-Anhalt. Sehr lesenswerte Texte.

– Dazu passend: Die neueste Kinobesucher-Studie der Filmförderungsanstalt FFA zum Themenfeld 3D, die Gernold Marks auf Digitale Leinwand vorstellt. Hach, als ich den GfK Measure Tree gesehen habe, habe ich mich doch gleich wieder ganz Zuhause gefühlt. Okay, das war jetzt ein Insider. Die Studie ist auf jeden Fall ebenso lesens-. wie diskussionswert.

– Letztes Jahr lief auf dem Internationalen Filmfest in Oldenburg der Film „Das Mädchen hinter der Wand“, welchen ich gerne gesehen hätte, erinnerten doch Plakat und Bilder an Filme wie „Barton Fink“, „Lost Highway“ und „Fear X“. Leider passte der Film vorne und hinten nicht in mein Programmplan. Also dachte ich, der würde sicherlich mal im TV laufen und dann sollte ich ihn nicht verpassen. Tatsächlich hat er nun eine Heimkinoveröffentlichung durch Capelight spendiert bekommen. Oliver Armknecht hat ihn gesehen und auf film-rezensionen.de besprochen. Und ich bin immer noch neugierig.  Außerdem gibt es mit „Tamala 2010 – A Punk Cat in Space“ eine weitere Folge seines Animationsfilm-Specials.

– Tipps für die private Filmbibliothek: totalschaden auf Splattertrash rezensiert das schöne Buch „Mädchen, Machos und Moneten“ über den Schweizer Filmproduzenten Erwin C. Dietrich (in letzter Zeit auch CD-ROM-Beigabe zahlreicher Ascot-Elite-DVDs) und filmosophie schreibt über „Explizit! Neue Perspektiven zu Pornographie und Gesellschaft“.

– Laila Oudry war für screen/read auf der Pressekonferenz von „The Expendables 3“ und kann einiges darüber erzählen. Ferner macht der Blog auf die Arbeit von Mick Garris aufmerksam, der nicht nur Regisseur von Stephen-King-Verfilmungen ist, sondern für diverse Sendungen auch zahlreiche Interviews mit seinen Kollegen geführt hat und diese nun kostenlos zur Verfügung stellt.

– Demnächst kommen wieder einige neue Titel in der höchst empfehlenswerten britischen Reihe „Masters of Cinema“ heraus, die Christian Liemke auf DVDuell vorstellt.  Außerdem bringt das „Masters of Cinema“-Label Eureka! auch noch eine „Blacula“-Box, was mich erfreut.

– Sascha Nolte bespricht auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte einmal einen recht aktuellen Film, nämlich „A Touch of Sin“, von dem er – auch wenn er ihn nicht vollständig überzeugt – sagt, der Film wäre „Ein wichtiger Kommentar zur Lage seiner Nation, eine finstere Lektion in Sachen Armut und der von ihr erzeugten Gegengewalt.“

Wiederaufführung ist mit seiner zweiten Folge der „Gespräche der Anderen“ am Start, in der wieder einige spannende Podcasts vorgestellt werden.

– Auf Final Frontier Film geht die John-Ford-Tonfilm-Reihe mit der Nr. 23 („Rekrut Willie Winkie“ und Nr. 24 („Vier Mann – ein Schwur“) weiter.

– Zu guter Letzt: Auf Jugend ohne Film wurden auch in dieser Woche wieder einige sehr interessante Artikel veröffentlicht. Da ist einmal ein langes Essay von Thomas Rufin über Pasolinis letzten und skandalträchtigsten Film „Salo oder Die 120 Tage von Sodom“.  Patrick Holzapfel schreibt über Billy Wilders „The Lost Weekend“, in dem er eine Parabel auf die Versagungssängste des Künstlers sieht. Und Ioana Florescu hat sich wieder auf die Suche gemacht. Diesmal hat sie Menschen gefunden, die uns am Ende von Filmen den Rücken zukehren und gehen.  Und das ist sehr schön geworden.

Das Bloggen der Anderen (18-08-14)

Von , 18. August 2014 22:07

bartonfink_type2- Das große Thema dieser Woche war der plötzliche und unerwartete Tod von Robin Williams. Die Vielzahl der Blog-Einträge zeigen deutlich, wie sehr diese Tragödie die Blogger bewegt hat. Hier eine Liste mit Nachrufen: Batzman sehr emotional auf Fünf FilmfreundeDominik traurig auf Filmherum.  Ebenso wie Sir Donnerbold auf Sir Donnerbolds Bagatellen.  Getroffen ist auch souli auf Die drei MuschelnPeter Schneider mit einigen Videoclips auf Mostly MoviesSascha auf PewPewPew mit einem Filmausschnitt.  Joachim Kurz sehr ausführlich auf B-Roll.

– Robin Williams war nicht der einzige Tod, der in dieser Woche betrauert werden musste. Auch eine der ganz großen Hollywood-Schauspielerinnen ist von uns gegangen. Immerhin im stolzen Alter von 89 Jahren: Lauren Bacall. Der Kinogänger erinnert ihrer.  Und auch Peter Schneider erweist ihr auf Mostly Movies mit einigen Videos seinen Respekt.

– Das nächste große Thema war das Filmfestival in schweizerischen Lorcano. Beatrice Behn berichtet auf B-RollFrédèric Jaeger auf critic.de  Rainer Kienböck für Jugend ohne Film. Michael Sennhauser empfiehlt auf Sennhausers Filmblog den griechischen Film „A Blast“  und präsentiert die Gewinner. Einen Lorcano-Blog hat auch Rüdiger Suchsland auf Negativ.

– Reda hat auf Der schmale Grad „Christian F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ gesehen, den er ein „wunderschön dreckiges, verklärtes Dokument einer Zeit vor unserer Zeit und einer der besten Exploitationfilme bundesrepublikanischer Herkunft“ nennt. Vom Rip-Off „Die Schulmädchen vom Bahnhof Zoo“ ist er allerdings weniger begeistert. Der ebenfalls ins „Christiane F.“-Umfeld gehörende „Das Ende des Regenbogens“ hingegen schon. Eine ausdrückliche Empfehlung spricht er dem ungarischen Film „Hukkle – Das Dorf“, „ein Erlebnis, das im Heimkino bedingt funktionieren, aber eigentlich nur auf der großen Leinwand seine Wirkung entfalten kann. Oder über Beamer im Schrebergarten im Dreck, mit 200 Gleichgesinnten.“

– Sascha Nolte hat für Die seltsamen Filme des Herrn Nolte die 80er-Komödie „Midnight Madness“ gesehen, der bei ihm viele nostalgische Gefühle hervorgerufen hat.

– Von den Shadoks habe ich das erste Mal in der sehr empfehlenswerten ARTE-Sendung „Karambolage“ erfahren. Oliver Armknecht kann über diese TV-Serie auch einiges berichten, was er auf film-rezensionen.de dann auch im Rahmen seines Animations-Specials auch tut.  Ferner: Der Survival-Thriller „Scenic Route“, den er sehr unterhaltsam fand.

– Auf Komm & Sieh empfiehlt Jochen Plinglanz den Film „Of Silence“, bei dem er vor allem das verstörende Ton-Design lobt. Caroline Lin hat sich bei „At the Devil’s Door“ gegruselt.

Ein sehr wichtiger Text von Urs Spörri auf B-Roll über den Status des deutschen Films, dem er kein qualitatives oder quantitatives Problem attestiert, sondern eins der Vermittlung. Damit spricht er mit zum größten Teil aus dem Herzen. Lesen.

– Bert Rebhandl auf cargo über Peter Kerns Film „Sarah und Sarah“.

– Miriam Eck ist von Luc Bessons „Lucy“ enttäuscht, den sie auf Daumenkino auseinander nimmt.

– Andreas Thomas ist auf filmgazette sehr von Kelly Reichardts neuem Film „Night Moves“ (läuft zur Zeit im Bremer Cinema) begeistert. Außerdem: Eine lange und tiefgründige (sowie längst überfällige) Würdigung des kürzlich verstorbenen Harun Farocki von Ulrich Kriest.

– In einem seiner letzten Filme spielt Philipp Seymour Hoffman unter der Regie von Anton Corbijn den Leiter einer bundesdeutschen Spionageabteilung. Daniel Brühl und Nina Hoss sind auch dabei, ebenso Willem Dafoe. Klingt spannend, „A Most Wanted Man“ konnte aber dennis auf filmosophie nicht überzeugen.

– Eine der großartigsten Komödien aller Zeiten? Billy Wilders „Eins, zwei, drei“. Findet auch gabelingeber auf Hauptsache (Stumm)Film und verrät, dass der Film auf einem ungarischen Theaterstück aus den 20er Jahren beruht. Das wusste ich auch noch nicht. SITZEN MACHEN!

– Alex Klotz hat auf hypnosemaschinen wieder einmal einen schönen, mexikanischen Horrorfilm vorgestellt. „La huella macabre“ klingt sehr unterhaltsam.

Der Kinogänger hat wieder das Neuste aus Hollywood am Start.

– „Wie tot ist der spirituelle Filmemacher“ fragt Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film und geht dieser Frage anhand eines Vortrages von Pedros Costa vor einer Gruppe japanischer Filmstudenten und eines Artikels von Vladimir Lukin, die er beide ergänzt und weiter ausführt, nach. Ferner schreibt Andrey Arnold einen theoretischen Aufsatz über „Publikumsdisziplinierung im Kino“, dem ich zwar nicht in allen Punkten zustimmen kann, der aber einige interessante Punkte hat.

– Ich dachte ja, ich hätte von allen Woody-Allen-Filmen zumindest einmal gelesen, wenn ich sie schon nicht alle gesehen habe (ich arbeite aber dran). Die TV-Mockumentary „Men of Crisis“ war mir bisher aber völlig unbekannt. Danke an Sven Safarow, der den Film auf Safarow schreibt ausgegraben und besprochen hat.

– Und wie es der Zufall so will: Auch Manfred Polak hat sich diese 25-minütige Mockumentray gerade auf Whoknows presents vorgenommen. Ferner stellt er zwei frühe dänische Stummfilme vor, die in das Genre des Science Fiction fallen: „Das Himmelsschiff“ und „Das Ende der Welt“.  Die beiden hatte ich auch auf meinem Einkaufszettel, als ich 2010 bei der Dänischen Kinemathek vor verschlossenen Türen stand. Aber das ist eine andere Geschichte, die ich an dieser Stelle auch schon mal zum Besten gab…

– Michael Schleeh bespricht auf Schneeland das japanische Drama „River“, welches Ryuichi Hiroki 2011 inszenierte. Ferner: „The Drudgery Train“ von Nobuhiro Yamashitam der auch den schönen „Linda, Linda, Linda“ gemacht hat.

– Frank Schmidke überschlägt sich auf cinetastic förmlich mit seinem Lob für „20.000 Days on Earth“ über Nick Cave. Ebenfalls gut weg kommt bei Ronny Dombrowski die sozialkritische, deutsche Komödie „Ein Geschenk der Götter“, der auf dem Filmfest München den Publikumspreis erhielt.  Ein James-Brown-Biopic? Ich wusste gar nicht, dass so etwas geplant war. Was Ronny Dombrowski darüber schreibt, klingt aber auch nicht besonders toll.  Kaufen (wenn man die Filme nicht schon einzeln hat) sollte man laut Frank Schmidke die Roland-Klick-Box mit all seinen Filmen und einer Doku. Einer der wichtigsten deutschen Filmemacher wird endlich entsprechend gewürdigt.

– Einer der ersten bundesdeutschen Filme, die sich mit dem Gräuel der Nazi-Zeit auseinandersetzten war Eugen Yorks 1948 entstandener „Morituri“, den Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide bespricht. Die nüchterne Darstellung der Leids und den Verzicht auf Klischees findet er bemerkenswert, bedauert allerdings auch die Verwendung von typischen Unterhaltungsfilm-Mechanismen. Der Überraschungsfilm beim letzten Hofbauer-Kongress war „Atemlos vor Liebe“ (schöner Titel) aka „Flash-Teens im Blitzlicht“ (interessanter Titel). Ein deutscher Sexploitationfilm von Dietrich Krausser mit Hans Peter Hallwachs.

– Auf L’Amore in città wendet sich Udo einem Film zu, den ich sehr mag. Tinto Brass’ frühem Meisterwerk „Ich bin wie ich bin“ aus seiner wilden Pop-Art-Zeit. Die Titten und Ärsche kamen ja erst später (mag ich aber auch ;)).

– Alex Matzkeit hält „Dawn of the Planet of the Apes“ für ein hervorragendes Studienobjekt für die Regeln eines (guten) Prequel. Was er auf seinem Blog real virtuality auch näher ausführt.

– YP und PD unterhalten sich auf Film im Dialog ausführlich über Stanley Kubricks letzten Film „Eyes Wide Shut“, der ja recht kontrovers aufgenommen wird und bei vielen als Enttäuschung gilt. Die Beiden finden ihn unterschätzt und voller Details, die einem erst beim mehrmaligen Anschauen auffallen, finden.

– Malina hat auf Stubenhockerei über Jennie Livingstons 1990 entstandene Doku „Paris Is Burning“ geschrieben und resümiert: „man (sollte) sich endlich davon verabschieden, Dokumentationen und Wahrheit als eine Einheit, oder auch, gerade in den heutigen Zeiten, alternative Medien als vertrauenswürdiger zu betrachten. Jeder Mensch lebt seine eigene Wahrheit.“

– In letzter Zeit bin ich immer häufiger auf den Film „Die unglaublichen Abenteuer des hochwohllöblichen Ritters Branca Leone“ gestoßen, der allen Ortens wärmstens empfohlen wird. Dass es davon sogar noch eine Fortsetzung gibt, habe ich jetzt bei totalschaden auf Splattertrash gelesen.

– Dario Argentos „Dracula 3D“ muss ich demnächst auch noch rezensieren. Wenn ich lese, was Yzordderrexxiii („Nur mit an Selbstaufgabe grenzender Anstrengung lässt sich hierin das Aufblitzen einstiger Fähigkeiten des Regisseurs erkennen.“) und JackoXL auf Die drei Muscheln („Was auch immer mit Argento passiert ist, es scheint nicht nur unheilbar, es wird sogar immer schlimmer.“) schreiben, wird mir da Angst und Bange.

– Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen wieder „Die Besprechungen der Anderen“ zusammengetragen und ich möchte mich auf diesem Wege auch wieder herzlich für die nette Erwähnung bedanken.

Die letzten Worte gehört Oliver Nöding von Remember It For Later: „Eine Frage, die ich mir bis heute nicht beantworten kann: Ist Jürgens tatsächlich ein guter Schauspieler? Oder nicht doch nur eine imposante Gestalt, ein einnehmender Charakter? Man kann seine Präsenz und Wirkung auf der Leinwand nicht in Abrede stellen, jedes Bild wird sofort zur Staffage für ihn, die Kamera liebt ihn mindestens genauso sehr wie er die Kamera liebt.“ Aus seiner Besprechung von Curd Jürgens dritten Regiearbeit, „Ohne Dich wird es Nacht“.

Das Bloggen der Anderen (11-08-14)

Von , 11. August 2014 21:57

bartonfink_type2- Das Filmfestival im Schweizer Locarno hat seine Pforten geöffnet und alle sind sie gekommen, um davon zu berichten. Frèdéric Jaeger führt sein Sehtagebuch auf critic.de.  Beatrice Behn ist für den Blog B-Roll der Seite kino-zeit.de unterwegs. Michael Sennhauser schreibt wieder auf Sennhausers Filmblog.  Rainer Kienböck besucht das Festival für Jugend ohne Film. Lukas Foerster hat sich in der Retrospektive umgesehen und schreibt (auf Englisch) auf Dirty Laundry u.a über „Scuola elementare“ von Alberto Lattuada.

– Die Nachlese eines gänzlich anders gelagerten Festivals gibt es auf Deep Red Radio. Hier stellt david den Gewinner des Langfilmwettbewerbs des Cinestrange-Festivals vor. Dieser heißt – passenderweise – „Gefällt mir“ und ist ein Horrorthriller aus deutschen Landen, der nun sogar einen Kinostart spendiert bekommt. Ich bin gespannt… auch wenn der Film bei david seinem Titel nicht gerecht werden konnte.

– Gregor Torinus schreibt auf Hard Sensations über „The Raid 2“, den er als „Wellness-Film für unsere – aufgrund von undurchschaubaren abstrakten Finanzgeschäften – von wirtschaftlichen Verwerfungen wild durchgeschüttelte Welt“ bezeichnet. Ferner gibt es eine von mir heiß ersehnte Folge der tollen Interview-Serie „reden über schreiben über filme“ in der Marco Siedelmann diesmal Sebastian Selig zu Gast hat, der sehr leidenschaftlich über seine Einstellung zu Filmen, Kino und Filmkritik spricht.

– Apropos Sebastian Selig. Auf Negativ hat dieser eine beinahe schon hymnische Rezension zu Markus Stigeleggers Buch „Kurosawa – Die Ästhetik des langen Abschieds“ geschrieben.

– Udo Rotenberg nimmt sich auf L’amore in città in seiner Reihe „Die 60er Jahre – Sexualität und gesellschaftlicher Umbruch“ den Film „Das heiße Leben“ von Florestano Vancini vor. Und auf Grün ist die Heide stellt er einen frühen Hofbauer (tatsächlich der erst der zweite Film, des Namenspatrons des Nürnberger Hofbauer-Kongresses – bei dessen letzter Ausgabe er Eröffnungsfilm war) vor. Den Schlagerfilm „Holiday in St. Tropez“.

– Nochmal Hofbauer. Oliver Nöding hat auf Remember It For Later Ernst Hofbauers „Schwarzer Markt der Liebe“ gesehen und ist schwer begeistert.

– Konnte Mario Bava schlechte Filme drehen? Ja, wenn er ins Western-Genre gezwungen wurde. Ein besonders drastisches Beispiel hierfür ist „3 Halunken und ein Hallejulha“. Da stimmen totalschaden auf Splattertrash und ich überein.

– Auch Schlombie und ich sind einmal einer Meinung, wenn er auf Schlombies Filmbesprechungen den spanischen „Klassiker“ „The Loreley’s Grasp“ als „unglaublich charmanten Trash-Film“ bezeichnet.  Ferner weißt er auf eine Umfrage des Max-Planck-Instituts zum Thema „Trash-Filme“ hin. Ich habe den Fragebogen schon brav ausgefüllt, hätte aber noch 1000 Anmerkungen. Jetzt bin ich mal auf das Resultat gespannt.

– Langsam könnte ich für das Label „Das … der Anderen“ Tantiemen verlangen – gäbe es da nicht den Film, von dem ich mich bei der Titelgebung dieser kleinen Rubrik habe inspirieren lassen. Nach Schlombies „Die Filmbesprechungen der Anderen“, gibt es nun einen weiteren Blog, der sich den Namen zu eigen gemacht hat und eine wirklich wunderbare Ergänzung vom „Bloggen der Anderen“ anbietet: „Die Gespräche der Anderen“ auf dem Blog Wiederaufführung beackert nämlich ein Gebiet, welches ich hier bewusst ausgeklammert habe: Den Podcast. Finde ich super, fühle mich als Inspirationsquelle natürlich sehr geschmeichelt und verzeihe da auch mal einen kleinen Fehler in meinem Namen.

Pieces of Emotion stellt wieder einen unbekannten (zumindest habe ich bisher nichts davon gehört) Blog vor, der da „Filmtourismus“ heißt und auf dem Andrea David über Filmschauplätze bloggt.

– Nostalgie! Als Kind hatte ich ein Panini-Sammelalbum des Films „Das schwarze Loch“ und habe mit Lego die Brücke des Raumschiffs dort nachgebaut (na ja, mehr oder weniger). Ob ich den Film damals oder erst später gesehen habe, weiß ich gar nicht mehr. Ich glaube später. In der Erinnerung habe ich aber weniger die Filmhandlung, als die Bilder aus dem Sammelalbum. Peter Schneider hat auf Mostly Movies die schönsten Szenen des Filmes zu einem Video zusammengeschnitten. Hoffentlich gibt das keinen Ärger mit Disney…

Eher lauwarm ist die Reaktion von JacoXL bei den Drei Muscheln auf Christian Genzels Debüt „Die Muse“, welche ich auch vor Kurzem besprochen hatte und da weitaus wohlwollender war.

– Ronny Dombrowski mochten den neuen Dokumentarfilm von Wim Wenders über einen brasilianischen Fotografen sehr gerne, wie er auf cineastic.de berichtet. Ebenfalls empfehlenswert findet er das Debüt „Lamento“ des Schweden Jöns Jönsson, der an der Filmuniversität Babelsberg Regie studierte und ein Erstlingswerk “in diesem Jahr in der Sektion Perspektive Deutsches Kino auf der Berlinale präsentierte. Frank Schmidtke wiederum legt seinen Lesern den Anime „Berserk – Das goldene Zeitalter 3“ sehr ans Herz.

– Einen Anime hat auch wieder Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de im Gepäck. Nämlich den Episodenfilm „Kakurenbo – Hide and Seek“, der ihm sehr gut gefallen hat. Dolph Lundgren als böser Abenteuer der einen Drachen jagt? Und Scott Adkins als sein Partner?Klingt doch ganz interessant und laut Olivers Besprechung von „The Legendary Dragon – Der Letzte seiner Art“ ist das Ergebnis auch recht unterhaltsam ausgefallen.

– Wie wahrscheinlich schon oft hier erwähnt, schätze ich Brian dePalma sehr. Was aber nicht heißt, dass ich jedes seiner Werke für ein Meisterstück halte. Besonders schlecht kam bei mir seine „Black Dahlia“ an, wobei ich mir nicht sicher bin, ob es daran liegt, dass ich James Ellroys Roman so liebe und mich einfach nicht davon freimachen kann. Deshalb lese ich gerade hier gerne Reviews von Leuten, die den Roman offenkundig nicht kennen und somit einen unverstellteren Blick haben. Wie Der Kinogänger.

– Patrick Holzapfel erliegt auf Jugend ohne Film der merkwürdigen Faszination, die Andrej Zulawskis mächtiges Filmmonster „Der silberne Planet“ ausstrahlt. Zu recht!

– „Asoziales Rockstar-Porträt mit Kultfaktor“. Das klingt doch super, was reda dort auf Der breite Grat über den roman porno „Oh! Women: A Dirty Song“ schreibt.

– LZ hat „The Expendables 3“ gesehen und nennt ihn auf screenread „ebenso unterhaltsam, wie belanglos“.

– Lucas Barwenczik hat auf B-Roll eine wunderbare Ehrung der „Hollywood-Nixe“Esther Williams, die in diesen Tagen ihren 93. Geburtstag gefeiert hätte, wäre sie nicht letztes Jahr verstorben, verfasst.  Alle 10 Jahre erstellt das britische Magazin Sight & Sound eine Liste der 10. Besten Filme aller Zeiten. In diesem Jahr wurde einmal eine Liste der 10 Besten Dokumentarfilme erstellt. Und prompt landete einer meiner Lieblingsfilme auf Platz 1. Wobei ich den nun weniger als Dokumentarfilm ansehen würden, aber nun gut.  Bleiben wir bei Lieblingen und bei Lucas Barwenczik. Jener stellt auch einen Filmemacher vor, der leider noch viel zu unbekannt ist, obwohl er seit den 60er Jahren Filme dreht und großartige, sehr spezielle, lustig-traurig-schockierende Meisterwerke erschaffen hat. Die Rede ist von dem Schweden Roy Andersson. Und zu guter Letzt und um den Kreis zu schließen: Eine begeisterte Lisa Hedler über den Abschluss des 8. Fünf-Seen-Festivals.

Das Bloggen der Anderen (04-08-14)

Von , 4. August 2014 22:39

bartonfink_type2- Völlig überraschend starb in der letzten Woche der große Dokumentarfilmer, Drehbuchautor und Bildersezierer Harun Farocki im Alter von 70 Jahren. Bei Revolver findet man aus diesem traurigen Grunde ein Interview mit ihm von 2003. Und auf Sennhausers Filmblog einen Nachruf.

– Alex Matzkeit hat auf real virtuality einen Text über die 80er Jahre und ihre Rückkehr in den 2010er Jahren geschrieben. Da ich scheinbar 10 Jahre vor ihm geboren wurde, ist mein Blickwinkel ein recht anderer. Interessant ist der Text aber natürlich trotzdem.

– Der 13. Hofbauer-Kongress in Nürnberg ist vorbei und die Teilnehmer füllen fleißig ihr Blogs mit Nachberichten. Movies&Sports hat einen Podcast und ein Ranking erstellt, den ich noch nicht gehört habe, hier aber ausnahmsweise trotzdem verlinke.

– Einen schönen Bericht vom Hofbauer-Kongress – inklusive Filmbesprechungen – hat auch Michael Kienzl auf critic.de geschrieben.

– Und auch Lukas Foerster hat sich die Ehre geben und bespricht auf Dirty Laundry die Kongress-Filme „Wang You – Stahlharte Hongkongkiller“ und „Atemlos vor Liebe“.

– Udo Rotenberg war ebenfalls auf dem Kongress in Nürnberg zu Gast und schreibt auf L’Amore in città über den Eröffnungsfilm „Giulia“ mit Serena Grandi und auf Grün ist die Heide über den nächtlichen Überraschungsfilm „Wegen Verführung Minderjähriger“ mit einer blutjungen Marisa Mell.  l

Weitere Stimmen zum Hofbauer-Kongress haben Eskalierende Träume zusammengetragen. Dort findet man auch einen schönen Text von Sano Cestnik über Wolfgang Bülds „Ich gib Gas – ich will Spaß“, den ich auch noch sehen möchte, da ich a) Büld generell sehr schätze (trotz der „Nackten Gitarre“) und b) ich sein „Der Formel-Eins-Film“ auch schon überstanden habe.  Ferner: Robert über Rudolf Lenz und den deutschen Heimatfilm.

– Oliver Nöding hat auf Remember It For Later so viele neue Besprechungen veröffentlicht, dass ich mich wirklich wundere, wie der Mann das bloß schafft. Da ich nicht alle Besprechungen hier aufführen kann, greife ich mal exemplarisch drei heraus. “Siggi Götz“ drehte 1980 „Die schönen Wilden von Ibiza“ über den er schreibt: „Es ist auch die endlose Wiederholung der immergleichen Rituale, die die Jugend als Aneinanderreihung endloser Deja-Vus und somit als Zustand jeder Aufhebung von Zeit buchstäblich endlos erscheinen lässt.“  Über den großartigen „Schamlos“ von Eddy Saller (den wir vor zwei Jahren als 35mm-Kopie bei „Weird Xperience“ gezeigt haben): „SCHAMLOS ist geil, schnell, hart, wie ein Ritt auf der heißen Annabella oder auch die Fahrt mit einem aufgemotzten Schlitten über Frankfurter Kopfsteinpflaster.“ Yeah! Von den Weinert-Witon-Verfilmungen durch Harald Reinl ist er dann aber nicht gänzlich begeistert. Wie man am Beispiel von „Der Teppich des Grauens“ merkt.

– Ähnlich geht es mir bei Der breite Grad, wo ich auch jeden Artikel empfehlen könnte, mich hier aber auch auf nur drei beschränke: „Bilbao“, den Debütfilm des hierzulande scheinbar noch immer zu unbekannten, großen spanischen Regisseur Bigas Luna,  Joan Chens überraschendes Regiedebüt „Xiu Xiu – The Sent-Down Girl“ und dem japanischen Drama „Mordgedanken“ von 1979, dem er die Schulnote 1 verleiht.

– Harald Mühlbeyer war wieder bei eine Grindhouse-Nacht und berichtet auf screen/shot von so leckeren Heulern wie Ted V. Mikels „The Doll Squad“ und den Filipino „Death Squad“. Die hätte ich auch gerne gesehen, aber Mannheim ist weit.

– Einer meiner guilty pleasures ist Ruggero Deodatos „Die Barbaren“, der mich einst königlich amüsierte. Auf Splattertrash wird er besprochen und mit mit hübschen Bildern versehen. Seinen Spaß hatte totalschaden dabei auch.

Die Drei Muscheln haben sich einen frühen Sexfilm von Hans Billian vorgenommen, „Die fleißigen Bienen vom fröhlichen Bock“, der noch vor dessen Hardcore-Phase – in der er u.a. den tollen „Josephine Mutzenbacher“ drehte – entstand. Und der Film auch bei ihnen auch gar nicht schlecht weg.

– Patrick Holzapfel macht sich auf Jugend ohne Film Gedanken. Über eine Zahnbürste, die auf dem Kinositz vor ihm liegt und darüber, ob man überhaupt über einen Film schreiben kann, wenn man von dem Regisseur kein weiteres Werk kennt.

– Peter Gutting ist auf cineastic.de sehr begeistert von Christian Petzolds neuem Film „Phoenix“, der im Berlin der Nachkriegszeit spielt, und hält diesen für Petzolds bis dato bestes Werk.

– „12:01“ ist ein Film, den ich sehr mag, den aber kaum jemand kennt. Der Zeitschleifen-Thriller kam damals fast zeitgleich mit dem ähnlich gelagerten „Täglich grüßt das Murmeltier“ raus, war eine kleine TV-Produktion und ging gleich wieder unter. Auf Deep Reds Kino gibt es nun eine verdiente Würdigung, auch wenn Regisseur Jack Sholder (auch ein kleiner Geheimtipp, zumindest bis in die 90er) unterschlagen wurde.

– Neues aus Hollywood gibt es wie gewohnt beim Kinogänger. Woche 30 und 31.

– Als „Near Dark“ 1987 herauskam, konnte ich noch relativ wenig mit ihm anfangen. Ich fand ihn nicht schlecht, aber die coolen Typen aus „Lost Boys“ mochte ich lieber. Die Neusichtung beider Filme vor einigen Jahren dreht das Ganze dann gehörig um. Annika Stelter hat sich den Film auf Die Filme, die ich rief, ebenfalls angesehen und für gut befunden. Allerdings finde ich nicht, dass der Film sehr 80s ist. Da ist „Lost Boys“ sehr viel übler gealtert.  Und dann noch: „Fanny und Alexander“, den ich umwerfend finde. Hier empfehle ich Annika aber dringend irgendwann auch die 315-minütige Langfassung anzusehen, die mir einst die Weihnachtstage versüßte.

– Die Seltsamen Filme des Herrn Nolte beschäftigen sich diesmal gar nicht mit Kino, sondern mit TV. Aber da mir die besprochene Serie, nämlich die Original-“Twilight Zone“, ebenfalls sehr ans Herz gewachsen ist, gibt es hier dann doch einen Hinweis darauf. Tief betroffen war Herr Nolte von dem britischen TV-Film „Threats“ von 1984, eine Pseudo-Dokumentation über einen 3. Weltkrieg und die Auswirkungen auf die Bevölkerung.

– Vom 18.-20.7. fand in Braunschweig das 3. Cinestrange-Festival statt. Gerne wäre ich dabei gewesen, aber das Event fiel direkt in meinen Urlaub. Immerhin kann ich aber auf Deep Red Radio eine ausführliche Zusammenfassung der Ereignisse lesen.

– Von „Love Eternal“ habe ich nun schon eine Menge Gutes gehört. Nach der Besprechung von Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de führt jetzt wohl kein Weg mehr an einer Sichtung vorbei. Ferner: Der ungarische Animationsfilm „The District“, der Oliver mehr optisch als inhaltlich überzeugen konnte und der Anime „Millenium Actress“, der ihn wiederum schwer begeisterte.

Komm & Sieh hat bereits Expendables 3 gesehen. Sir Reals kurze Review verspricht mehr vom bereits gehabten, nur zahmer. Jochen Plinganz empfiehlt den düsteren belgischen Thriller „The Treatment“.  Ebenfalls gut weg, kommt James Gunns Marvel-Film „Guardians of the Galaxy“.

– Eben mit jenem, also „Guardians of the Galaxy“ hat filmosophie auf ihrem gleichnamigen Blog so ihre Probleme. „Die saubere, folgenlose und scheinbar weitgehend schmerzfreie Gewalt in Guardians of the Galaxy ist über die Maßen befremdlich und noch befremdlicher, wenn wir sie im Kontext des hohen Unterhaltungsfaktors der Inszenierung betrachten. Ohne hier den Moralapostel spielen zu wollen: Wollen wir wirklich darüber lachen, wie Lebewesen Schmerzen zugefügt werden?“

– Was Schlombie auf Schlombies Filmbesprechungen über einen meiner Lieblingsfilme, nämlich „Rio Bravo“ (wobei ich „El Dorado“ noch mehr liebe) schreibt, kann ich nicht 100% unterschreiben, aber ich finde es schön, wenn sich mal wieder jemand an diesen Film erinnert und dass er von „bewegendem Kino“ schreibt, versöhnt mich doch dann auch. Ferner: Eine neue Ausgabe der „Die Besprechungen der Anderen“.

– Gabelinger geht auf Hauptsache Stummfilm sehr detailliert auf „Schwarze Narzisse“ ein und resümiert: „Black Narcissus ist Film pur, selten fügen sich sämtliche Beiträge der Beteiligten derart stimmig, ja zwingend zu einem derart atemberaubenden künstlerischen Ganzen wie hier.“

– Thomas ärgert sich auf Schöner Denken über den gigantischen Werbefilm „Transformers 4“.

Stubenhockerei beschäftigt sich wieder mit Avantgardistischem. Brakhages „Creation“ und Achternbuschs „Das Andechser Gefühl“.

– Schade. Auf dem Papier hörte sich das Schwarzenegger-Vehikel „Sabotage“ recht gut an und Regisseur David Ayer hat immerhin „End of Watch“ gedeht. Was symparanekronemoi über den Film schreibt, bestätigt aber leider, was man schon gehört hat. Wirklich gut ist der Film nicht geworden.

– Am 31. Juli wäre Louis de Funés, Held meiner Kindheit, 100 Jahre geworden. Lucas Barwenczik hat deshalb auf B-Roll einen wunderbaren Text über den quirligen kleinen Mann geschrieben. Ferner stellt er den britischen Filmemacher Jonathan Glazer vor und geht auch ausführlich auf dessen brillante Musikvideos ein. Joachim Kurz ist von den ständigen Grabreden auf das Kino genervt.

– Auf mehrfilm hat Christian Gertz den großartigen Dominik Graf interviewt.

– david stellt auf Whoknows presents vier südkoreanische Filme vor, die alle eine Variation des gleichen Themas sind. Drei davon stammen von Kim Ki-young. Eine Version von Im Sang-Soon entstand 2010. Der erste Film heißt „Hanyo“ (The Housemaid) und stammt von 1960. Wieder einmal ein hochinteressanter Artikel.

– Der meistbesprochene Film in dieser Woche ist „To Kill A Man“. Benedikt Wiken findet auf Deep Red Radio viele positive Worte. Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de ist zunächst ebenfalls sehr angetan, aber von der zweiten Hälfte enttäuscht. LZ schreibt in der positiven Review auf screen/read: „„To kill a Man“ ist einer jener seltenen Filme, die ihre eigentlich recht einfache Geschichte in ein nachhaltiges Traktat über Schuld und Sühne überführen.“

Das Bloggen der Anderen (07-07-14)

Von , 7. Juli 2014 22:10

bartonfink_type2- Sano Cestnik schreibt auf Eskalierende Träume eine Liebeserklärung an den Film „Schleppzug M17“, den Heinrich George und Werner Hochbaum 1933 in Szene setzten. Sano: „Vor allem aber weht ein Hauch von Jess Franco durch das deutsche Kino der 30er, ein Hauch von Freiheit, Faulheit, Lust, diese ganz eigene Mischung aus Ambition und Sorglosigkeit, Besessenheit und Entspannung, Fürsorge und Vernachlässigung. Der Film als Rumpelkammer, als Material, in dem lange gewühlt worden ist und in dem man sich bereitwillig ausgebreitet hat.“

– Marian Wilhelm war auf den Edinburgh Film Festival und berichtet darüber als Gastautor auf filmosophie.

– Das Ernst Hofbauer mehr konnte als man bei seinen späten Schulmädchen-Report-Filmen vermuten sollte, dürfte dem einen oder anderen bekannt sein. Wer es noch nicht wusste, der möge sich Udo Rotenbergs Besprechung des frühen Hofbauer-Films „Schwarzer Markt der Liebe“ durchlesen, den er auf Grün ist die Heide veröffentlicht hat.

– Die großartige Interview-Reihe „Reden über Schreiben über Filme“ auf Hard Sensations erhält mit dem 9. Eintrag eine neue Facette. Nachdem Oliver Nöding die Ehre hatte, den ersten Teil als Befragter zu bestreiten, hat nun selber einen Blogger befragt. Und zwar den Amerikaner „Outlaw Vern“, der den (mir vorher völlig unbekannten) Blog „Then fuck you, Jack: The Life and Art of Vern“ betreibt.  Andreas Poletz schreibt über den Film „Ouanga“ von 1933, der nicht nur einer der ersten Filme mit einer Liebesgeschichte zwischen Schwarz und Weiß war, sondern auch mit Zombies aufwartet.  Und eine neue Autorin auf Hard Sensations, namens Patricia Donassy-Derek, hat einen sehr langen Aufsatz über den (eigentlich von diversen Gorehounds schon zu Tode gerittenen) „Braindead“ geschrieben, zu dem sie aber eine ganz eigene Sichtweise und viele kluge Gedanken beitragen kann. Sie sieht den Fun-Splatter-Klassiker ein „Märchen von der ewigen Liebe“. Leseempfehlung!  Alex Klotz über „Das seltsame Kätzchen“: „Wundervolles Kino, das die kleinen Momente des Lebens feiert und menschlichen Unzulänglichkeiten mit Herzenswärme und absurdem Witz begegnet.“

– Exotisches gibt es wieder auf Alex Klotz eigenen Blog hypnosemaschinen. Dort findet er den 1964 in Südkorea entstanden Horrorfilm „The Devil’s Stairway“ ziemlich toll.  Wer es gerne etwas wilder mag, der ist bei „Curse of Evil“ aus Hongkong sicherlich gut aufgehoben.

– Patrick Holzapfel beschäftigt sich auf Jugend ohne Film mit Alain Resnais’ letzten Film „Aimer, Boire et Chanter“ und schreibt: „Die Lockerheit und Verspieltheit ist zudem aufregend und wie offen sich Resnais hier (…) mit dem Tod und dessen Folgen beschäftigt, ist äußerst interessant. Der Film wirkt so als würde ihn Resnais nach seinem Tod auf der Welt gelassen haben, um das Publikum zu beobachten.“

– Über Resnais letzten Film schreibt auch Sebastian Schubert auf Magazin des Glücks und kommt zu dem Schluss: „Also ein überflüssiger Film? Ja. So überflüssig wie lieben, trinken und tanzen.“  Ferner: Fassbinders BRD-Trilogie.

– Robin Schröder empfiehlt auf Mise en cinéma den chinesischen Spielfilm „Kekexili – Mountain Patrol“ von 2004.

– Auf new filmkritik hat Werner Sudendorf einen interessanten Artikel über „Die Dritte von rechts“, dem ersten deutschen Revuefilm nach dem Krieg, geschrieben.

– Was zur Hölle soll ein „Soft Reboot“ sein? Alex Matzkeit auf real virtuality kennt die Antwort.

– Überraschend viele und tiefgründige Gedanken kommen Oliver Nöding auf Remember It For Later zu Antonio Margheritis Vietnamfilm „Im Wendekreis des Söldners“ ein, den ich auch schon mal hier besprochen habe.

– Michael Schleeh analysiert auf Schneeland Mikio Naruses Film „Kimi to Wakarete“, „ganz einfach ein wunderschöner Film mit etlichen berührenden Szenen, den durchweg eine sanfte Zurückhaltung und eine melancholische Traurigkeit durchzieht.“

Splattertrash bespricht nicht nur den großartigen „Im Blutrausch des Satans“ und den weniger großartigen F.J. Gottlieb Komödie „Lady Dracula“ (der liegt hier auch schon ewig, ich muss den mal gucken), sondern auf Christian Keßlers wegweisendes Buch „Willkommen in der Hölle“, meiner Meinung nach das bisher beste deutschsprachige Buch über den Italo-Western. Und wenn man schon mal dabei ist, möchte ich kurz einen Werbeblock einschieben und Christian Keßlers Krimi-Groteske „Aalglatt über Leichen“ empfehlen. Bitte kaufen, dann gibt es vielleicht irgendwann den zweiten Band.

– Der iranische Film ist hierzulande fast gänzlich unbekannt. Okay, das stimmt so vielleicht nicht, da immer wieder tolle iranische Filme auf diversen Festivals und manchmal sogar im TV (arte, wo sonst?) laufen. Aber die Masse der Kinogänger stellt sich wohl bei den Stichworten „Iran“ und „Kino“ religiös verbrämte Propagandaschinken mit Frauen in Burkas vor. Nichts ist weiter von der Wahrheit entfernt. Manfred Polak hat viel über den iranischen Film und die beiden Filmemacher Forugh Farrokhzad und Ebrahim Golestan zu sagen und dies wie immer hochspannend auf Whoknows presents zusammengetragen. Danke dafür!

– Der Abspannsitzenbleiber war beim Filmfest in München und hat dort einige Filme gesehen. Von seinem zweiten Tag berichtet er hier und vom dritten Tag dort.

– Das Filmfest München widmete den großen, alten Rebellen des deutschen Filmes eine Retrospektive: Klaus Lemke. Harald Mühlbeyer nutzt dies für ein Portrait des Außenseiters auf Screenshot.

– Wie im letzten Jahr, berichtet auch diesmal wieder Michael Sennhauser auf seinem Blog Sennhausers Filmblog von dem sehr interessanten Neuchantal International Fantastic Filmfest, welches zum größten Teil anspruchsvolle Genre-Filme jenseits des deutschen FFF zeigt. In dieser Runde gibt es Besprechungen zu dem australischen Endzeitfilm „These Final Hours“, dem Slasher „It Follows“ und John McNaughtons neuem Film „The Harvest“ mit dem tollen Michael Shannon.

– reda ist auf Der breite Grad gar nicht begeistert von Bruno Corbuccis „Isabella – Mit blanker Brust und spitzen Degen“, dafür aber umso mehr von dem japanischen „Wet Weekend“ von Kichitaro Negishi.  Außerdem schreibt er über seine Erfahrung mit „Lilja 4-Ever“, den er nur einmal gesehen hat und ihn danach immer wieder abgebrochen hat, weil er ihn nicht ertragen konnte. Ein guter Text über persönliche Grenzen. Der von ihm empfohlene russische Kultfilm und 50er-Jahre-Retro-Rock-Musical „Hipsters“ ist da dann von fröhlicherer Natur.

– stu hat auf Die drei Muscheln den neuen Actionfilm von Peter Hyams vorgestellt, in dem Jean-Claude Van Damme einen durchgeknallten Schurken gibt. „Enemies Closer“ klingt dabei recht interessant und der alte Hyams ist ja auch ein Guter.

– Letztes Jahr lief „…und vor Lust sterben“ als Auftaktfilm zu „Monster machen mobil“ in Hamburg. Und wie man hört – ich war selber da noch nicht anwesend – fand die Mehrheit des Publikums den etwas schnarchig. Oder wie Sascha Nolte auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte ausdrückt: „Insgesamt ist Et mourir de plaisir ein schöner Bilderreigen in den wundervoll prallen Farben des Technicolor, in der sich aber der Regisseur leider nur selten traut mal so richtig auf den Busch zu klopfen.“

Final Frontier Film ist nun bei John Fords 20. Tonfilm angekommen: „Maria von Schottland“.

– Jochen Plinganz empfiehlt auf dem neu gestalteten Komm & Sieh den französischen Action-Thriller „Colt 45“.

– Michael Rademachers „Godzilla“-Filmkritik auf Daumenkino spricht mir in vielen Punkten aus der Seele.

– „Wir sind Könige“ ist laut Peter Gutting auf cineastic.de richtig gutes, deutsches Genrekino. Ich freue mich drauf.

– Von „Das letzte Einhorn“ erinnere ich mich vor allem an den Titelsong, den ich auf einer von der „Cinema“ Anfang der 80er herausgegeben Schallplatte hatte, die ich rauf und runter hörte. Und natürlich an Christopher Lees dunkle Bass-Stimme. Der Rest der Erinnerung kam beim Lesen von Oliver Armknechts Review auf film-rezensionen.de wieder.

– Apropos Anfang der 80er. Da kamen TV-Serien auf Spielfilmlänge zusammengeschnitten hier in die Kinos. Z.B. „Kampfstern Galactica“. Das auf der olle „Airwolf“ solch ein Schicksal hatte, wusste ich gar nicht mehr. Wieder was gelernt bei Deep Red Radio.

– Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen eine neue Folge „Die Filmbesprechungen der Anderen“ online gestellt. An dieser Stelle Danke für die freundliche Erwähnung meiner „Gorgo“-Besprechung.

Das Bloggen der Anderen (30-06-14)

Von , 30. Juni 2014 21:41

bartonfink_type2- Leider ist wieder eine der großen Leinwandlegende von uns gegangen. Immerhin erst im stolzen Alter von 98 Jahren verstarb am am letzten Dienstag Eli Wallach, unvergessen als Tuco in „Zwei glorreiche Halunken“, aber auch aus unzähligen anderen Rollen. Zuletzt sah ich ihn in „Der Ghostwriter“ und war höchst erschrocken über sein, schon sehr stark vom Alter gezeichnetes, Aussehen. Einen schönen Nachruf hat Der Kinogänger geschrieben.

– Das Team von Jugend ohne Film hat einen Neuzugang. Andrey Arnold schreibt über einen Film von Jean Eustache und Jean-Michel Barjol: „Le cochon“.

– David von Deep Red Radio war auf der Hitchcock-Tagung, welche vom 19.06.14 – 21.06.14 in Dresden stattfand. Dort wurde auch „Bei Anruf Mord“ tiefer beleuchtet, den David hier bespricht.

Stubenhockerei stellt ein hochspannendes Projekt vor, welches 1989 von der BBC gestartet wurde, aber nie zum Abschluss kam: Eine Verfilmung von Dantes „Göttlicher Komödie“. Peter Greenaway, Tom Phillips und Paul Ruiz verfilmten die ersten 14 Gesänge.  Außerdem: Ein Film der auch schon länger auf meiner Muss-ich-noch-gucken-Liste steht. „A Snake of June“ von Shinya Tsukamoto.

– Auf Eskalierende Träume gehen die Aufrissen zum nahendem Hofbauer-Kongress weiter. Aufriss #10 beschäftigt sich mit einem „stählernen Überraschungsfilm“, #11 mit einem „keuschen Zusatzfilm“ namens „Wang Yu – Stahlharte Hongkong Killer“, #12 mit Joe Sarnos unbekannteren „Das Strandhaus“ und #13 schließlich mit dem französischen „Mädchen des Lasters“.

– Und noch etwas Werbung für den Hofbauer-Kongress gibt es auf Movies & Sport.

– Den Film kannte ich auch noch nicht. Oliver Armknecht berichtet in seiner Reihe mit Animations-Specials auf film-rezensionen.de von dem Episodenfilm „Manie Manie“, zu dem drei Animekünstler auf Werken des japanischen SF-Autoren Taku Mayumura Kurzfilme beigetragen haben. Ferner: Die spanische Schneewittchen-Variante aus dem Stierkämpfer-Milieu „Blancanieves“, den er Freunden ungewöhnlicher Filme empfiehlt.

– “Blancanieves” wird auch von Frank Schmidtke auf cineastic.de besprochen, der den Film“eines der schönsten Kinoerlebnisse des vergangenen Jahres“ nennt. Ronny Dombrowski schreibt über den Film mit dem wunderschönen Titel „Männer zeigen Film & Frauen ihre Brüste“, den er interessant, aber nicht völlig gelungen findet Sehr begeistert zeigt er sich von David Cronenbergs neuem Werk „Maps to the Stars“.

– Das sieht Sir Real auf Komm & Sieh etwas anders. Er findet „Maps to the Stars“ „motivisch um Feuer kreisendes Porträt der von Geistern heimgesuchten Monster (…) elegant, aber unterkühlt. Noch eine Gegenposition. Während alle Welt „Under the skin“ abfeiert und vehement ein deutscher Kinostart gefordert wurde, lässt der Film Max Renn ziemlich kalt. Und Thorsten Krüger wird von dem demnächst bei Pierrot le Fou erscheinenden „To Kill a Man“ auch nicht vom Hocker gerissen.

– Noch mal David Cronenberg: Martin Beck verrät auf Reihe Sieben, wo man noch bis September dessen neuen Kurzfilm kostenlos online ansehen kann.

Abspannsitzenbleiber berichtet in einem Filmtagebuch von Filmfest München.

– Und welche skandinavischen Filme dort laufen, weiß Zeilenkino.

– In der großartigen Reihe „Reden über Schreiben über Filme“ auf Hard Sensations wird diesmal Jochen Werner interviewt. Wieder eine absolute Leseempfehlung. Zudem kehrt Silvia Szymanski nach einer kurzen Sendepause wieder zurück und hat einen Klassiker aus dem Golden Age of Porn im Gepäck: „Pretty Peaches“.

– Als direkte Antwort und Ergänzung zum Jochen-Werner-Interview ist der Artikel „Liebe macht blind“ von Tim Slagman auf Bad im Bilderstrom zu verstehen.

Splattertrash hat das Buch „Brad Harris – Ein amerikanischer Bayer“ gelesen und ist ob der stilistischen Mängel ein wenig zwiegespalten.

Final Frontier Film ist bei seiner umfangreichen John-Ford-Werkschau bei Tonfilm #18 angekommen: „Mit Volldampf voraus“ über ein Mississippi-Raddampfers-Rennen.

– Christian Gertz bespricht auf Mehrfilm den neuen Film von Götz Spielmann, „Oktober November“, und ist voll des Lobes.

– Michael Sennhauser mag Benjamin Heisenbergs Komödie „Über-Ich und Du“, den er ausführlich auf Sennhausers Filmblog vorstellt.

– Sophie Charlotte Rieger ist verärgert, wenn „Sex & the City“ „als hohles Mädchenklischee abgetan werden“. Warum, erläutert sie auf B-Roll. Dort gibt es auch ein Interview mit Marcus H. Rosenmüller, anlässlich seines neuen Films „Beste Chance“.

– Ich mochte den italienischen Low-Budget-Horror „Across the River“ sehr gerne und fand ihn kreuzunheimlich. Josef Lommer hat nun eine interessante Review zum Film auf critic.de veröffentlicht, wo er dem Film handwerkliche Schwächen vorhält, aber trotzdem fasziniert ist.

– Kira Wulfers analysiert auf Daumenkino den polnischen Film „Im Namen des…“ um einen homosexuellen Priester. Und Laura Sophie Culik verreißt wortreich „Transcendence“.

– YP und PD diskutieren auf Film im Dialog zwei weitere Fußballfilme: „Bend It Like Beckham“ und „Dhan Dhana Dhan Goal“. Keiner der beiden findet bei ihnen viel Gnade.

– Kein Stummfilm, obwohl der Blog Hauptsache Stummfilm heißt, aber immerhin Hauptsache. „Das Mädchen aus der Unterwelt“ von Nicholas Ray, der hier als großes Meisterwerk angepriesen wird.

– Noch nie von gehört, aber ich bin jetzt auf ängstliche Weise neugierig. Yzordderrexxiii schreibt von einer frühen Traumatisierung durch den Film „The Mongolian Whore House“ von Jan Haukau. Brrrr….

– Sebastian Schubert hat sich auf Magazin des Glücks zwei späte Noir-Filme von Irving Lerner vorgenommen.

– Die Filme mit Eddie Constantine habe ich als Kind häufig gesehen. Auf einem Mini-Schwarz-Weiß-Fernseher im Wochenendhaus meiner Eltern. Viele Erinnerungen habe ich aber nicht mehr dran, vielleicht wäre da mal eine Auffrischung fällig. Und warum nicht mit „Eddie schafft Alle“ beginnen, den Sascha Nolte auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte einen „zeitlos schöner Trivialfilm für die Ewigkeit“ nennt.

– Lukas Foerster ist auf dem Cinema Ritrovato und berichtet auf Dirty Laundry (auf englisch) über den großen indischen National-Klassiker „Mother India“.

– Nochmal englische Sprache: Ein Interview auf Screen/read mit Joseph Russo, der in „The Jersey Boys“ von Clint Eastwood den jungen Joe Pesci (ja, DEN Joe Pesci) spielt.

– Ich halte ja „Stand By Me“ für einen der schönsten Hollywood-Filme der 80er. Rainer Kienböck von Jugend ohne Film mag ihn auch, findet aber, der Film hätte mehr sein können. Womit er vielleicht – in Hinblick auch auf die Novelle – nicht ganz unrecht hat.

– cutrins erste bewusste Begegnung mit Dominik Graf ist ausgerechnet sein eher untypischer Film „Geliebte Schwestern“. Doch der war dann schon ein voller Erfolg. So schreibt sie auf Filmosophie: „Ich kann mich gar nicht satt sehen an diesem lebhaften, unterhaltsamen, modernen und intelligenten deutschen Kino, das alle meine Vorbehalte über den Haufen wirft.

– Robin Schröder von Mise en cinéma wurde von „The Raid“ ordentlich durchgeschüttelt, was man seiner Besprechung deutlich anmerkt.

– Und zum Schluss: Alex Matzkeit hatte in der epd film über Lasse Jacobs „Love Steaks“ und dem Weg, diesen Film zeitgleich mit dem Kinostart als Video-on-demand anzubieten geschrieben. Dazu gab es auch eine Studie, ob sich dieses Model lohnt. Nun liegen die Zahlen aus der Studie vor und Alex hat auf real virtuality dazu (und zu einem kritischen Bericht auf programmkino.de) ein Update online gestellt.

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