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Das Bloggen der Anderen (23-02-15)

Von , 23. Februar 2015 21:55

bartonfink_type2- Sex sells. Darum beginne ich diesmal mit einer Blogger—Aktion, die scheinbar gerade durch die deutsche Blogosphäre rauscht. Blogger verraten, welche sechs Filmszenen sie am Erotischen fanden. Hier die Aufzählung vom Intergalactic Ape-Man von Intergalaktische Filmreisen und die von buillon bei Tonight is gonna be a large one. 

– Letzte Berlinale-Splitter: Cutrin mit einem umfassenden, nicht nur die Filme betreffenden Fazit auf filmosophie  Frédéric Jaeger stellt auf critic.de fest :“Ich habe alles verpasst“. Sarina Lacaf zieht auf Negativ ein Resümee.

– David berichtet auf Deep Red Radio über die Berlinale Gegenveranstaltung Genrenale, die sich für einen neuen deutschen Genrefilm einsetzt.

-Patrick Holzapfel kreiert aus den englischen Untertiteln des Filmes „Damnation“ des großartigen Bela Tarr, einen Liebesbrief an selbigen. Nachzulesen auf Jugend ohne Film. Rainer Kienböck beschäftigt sich mit der Schauspieler-Vita Vittorio De Sicas.

– Zwar nicht unbedingt mit Filmbezug, aber Alexander Matzkeit hat auf real virtuality einen schönen Text darüber geschrieben, wie wichtig es ist, beim Schreiben seiner Texte man selbst zu bleiben und vorzugeben, jemand zu sein, der man nicht ist. Etwas, was wie ich finde, nicht nur für das Schreiben von Texten gilt – und was ich daher hier sehr gerne verlinke.  Des weiteren hat er sich mit dem Werk zweier „Missverstandener“ beschäftigt: Den Wachowskis.

– Das Magazin des Glücks setzt seine Serie über deutsche Genrefilme der 80er fort mit einem Schwerpunkt diesmal auf Carl Schenkel.

– Drei deutsche Filme hat sich auch Oliver Nöding auf Remember It For Later vorgenommen und ist von allen dreien schwer begeistert. In Reihenfolge ihrers Erscheinungsjahres: „Sieben Tage Frist“ von Alfred Vohrer, der großartige „Engel, die sich die Flügel verbrennen“ (mit einem wunderbaren Titel-Song-Ohrwurm von Peter Thomas) von Zbynêk Brynych und der leider damals grandios gefloppte „Die Sieger“ von Dominik Graf.

– Einen ganz frischen deutschen Film hat Jamal Tuschick auf Hard Senstations besprochen. Über „Wir sind jung, wir sind stark“ schreibt er: „. Mich bügeln die Bilder. Als übertrügen sie live den Herzschlag einer zeitgenössischen Finsternis.“

– Auf seinem deutschen Film bis 1980 gewidmete Blog Grün ist die Heide schreibt Udo Rotenberg über „Der Tag als der Regen kam“, den Gerd Oswald 1959 inszenierte. Zufälligerweise war ich gerade in einem anderen Zusammenhang auf Oswald, der bis zu seiner Rückkehr nach Deutschland Ende der 50er in Hollywood arbeitete, gestoßen und habe mich über die weiterführenden Infos sehr gefreut.

– Auf seinem anderen Blog L’amore in città, hat er sich den italienischen Episodenfilm „Die Gespielinnen“ vorgenommen, den er auf dem 14. Hofbauer-Kongress sah.

– Eben von jenem Hofbauer-Kongress erzählt auch Alex Klotz auf hynosemaschinen.

– Bleiben wir in Italien. Mauritia Mayer stellt auf Schattenlichter den mir bisher unbekannten „La Donna Del Largo“ von Luigi Bazzoni und Franco Rossellini vor und schreibt: „”La donna del lago” kommt auf leisen Sohlen, verbreitet Gefühle von Beklemmung und Unbehagen und hinterlässt seine Fußabdrücke auf unserer Seele.“

– totalschaden von Splattertrash hat „Lady Frankenstein“ gesehen und findet: „ Eine gehörige Portion an Sex und Gewalt in tollen Kulissen sorgen für gute Genre-Unterhaltung“.

– Auf Wilsons Dachboden liegen einige weniger bekannte Italo-Schwarten aus den nicht ganz so tollen Jahren herum. Wie der nicht wirklich gelungene Spät-Giallo „Fashion Crimes“ von 1989, der immerhin Miles O’Keeffe und Giancarlo Prete aufweisen kann. Und Joe D’Amatos Sexfilm „The Hyenna“ über den er schreibt: „Vielleicht bin ich durch übermäßigen Massaccesi-Konsum schon lustig im Kopf geworden, aber irgendwie entwickelt selbst LA IENA immer wieder diesen hübschen D’Amato-Schmuddelreiz.“

– Dann doch lieber den zwar extrem exploitiv betitelten, aber durchaus ernsthaften, intelligenten und elegant gefilmten „Nonnen bis aufs Blut gequält“ von Gianfranco Mingozzi, den Bluntwolf auf Nischenkino bespricht.

– Auch wenn ich seine Worte über Jess Franco, zwar nachvollziehen kann, interessant finde und im Kern auch viel Wahres drinsteckt, ganz kann ich nicht teilen, was reda auf Der breite Grad da schreibt. Mit seiner Review des Franco Films „Das Frauenhaus“ gehe ich aber d’accord.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog diesmal über einen der für den Psycho-Thriller (und insbesondere William Castle, der die Grundidee, zahllose Male variierte) enorm wichtigen – und auch sonst ganz hervorragenden – „Les Diaboliques” von Henri-Georges Clouzot.

– Anlässlich des 90. Geburtstages Robert Altmans hat Harald Steinwender auf filmgazette eine Reise durch das Werk des großen Meisters unternommen.

– Lukas Foerster hat sich auf Dirty Laundry schon öfters mit dem Werk Phil Karlsons auseinandergesetzt. Dass dieser 1972 die „Willard“-Fortsetzung „Ben“ gedreht hat, überraschte mich jetzt.

– Die Geschichte um David O. Russells „Nailed“, der nun als „Accidental Love“ herausgekommen ist, scheint sehr viel spannender als der Film selber, wie Christian Witte auf Cereality schreibt. Wenn „Fifty Shades of Grey“ etwas Gutes hat, dann, dass man plötzlich auch wieder von dem ganz ausgezeichneten „Secretary“ spricht.

– Neulich haben auf deliria-italiano.de einige User ihre Liebe zu der Agatha-Christie-Verfilmung „Tod auf dem Nil“ zum Ausdruck gebracht. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de mag den Film auch.

– Miriam Eck von Daumenkino ist sehr erbost über den Fantasy-Film „Seventh Son“. Dieser ist für sie „so offensichtlich frauenfeindlich und rassistisch, dass es einem die Sprache verschlägt.“

– Die Oscars sind vorbei und „American Sniper“ ist nicht der große Gewinner, was viele sicherlich beruhigen wird, ist Clint Eastwoods Film doch als radikales patriotisches Machwerk bekannt. LZ von screen/read zeichnet ein etwas differenzierteres Bild.

– Drop-Out Cinema bringt in seiner „Obscure Cinema“-Reihe gerade „Let Us Prey“ in einige Kinos. Und der Film ist durchaus lohnenswert, wie yzordderrexxiii findet.

– Olive Sunshine hat auf Pieces of Emotions einmal ihre fünf liebsten Johnny-Depp-Rollen aufgelistet. Mit Filmauschnitten.

– Wer Freude an Statistik hat, der findet bei Whoknows presents in dieser Woche sein Nirwana. Einfach mal rein gucken und nicht erschrecken. Da ich aus beruflichen Gründen viel mit Zahlen und statistischen Modellen zu tun habe, finde ich es sehr faszinierend, was Manfred Polak da zusammengetragen und auch selbst berechnet hat.

– Sehr schöne Sache. Thomas Groh listet in seinem filmtagebuch einige lesenswerte Fundstücke auf, über die er in der Welt der Sozialen Medien gestolpert ist.

– Und wer wissen möchte, was in den Podcasts los war, klickt bitte auf Wiederaufführung.

Das Bloggen der Anderen (16-02-15)

Von , 16. Februar 2015 21:45

bartonfink_type2- Und noch ein wenig Berlinale: critic.de verfasst Studierende des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2015“ Rezensionen über Berlinale-Filme, hier z.B. „End of Winter“ von Kim Dae-Hwan. cutrin hat auf filmosophie den neuen Film von Peter Greenaway, „Eisenstein in Guanajuato“, gesehen und findet der Film „funktioniert auf intellektueller sowohl als auf emotionaler Ebene oder auch schlicht als clevere Unterhaltung.“ Ferner nervt es sie, dass in vielen Filmen immer wieder Sex und Gewalt ohne große Not miteinander vermischt werden. Das möchte sie nicht sehen. Michael Sennhauser hat ebenfalls den neuen Greenaway gesehen und meint auf Sennhausers Filmblog, Greenaway sei „noch einmal ein meisterlicher Film gelungen, der wohl einige der alten Fans seiner frühen Werke wieder für ihn einnehmen wird“. Von Alexey German Jr.s „Under Electric Clouds“ ist er weniger angetan. Sehr viel mehr mochte er den neuen Film von Andreas Dresen denn, „Als wir träumten erzeugt dieses Soggefühl der Unausweichlichkeit mit den klassischen Mitteln der Filmdramaturgie – einfach dermassen gekonnt, dass es einen nicht mehr loslässt.“ Auch schwanenmeister von Movies&Sports ist auf der Berlinale gewesen und hat einen schönen Bericht über seine Filmerlebnisse geschrieben. Weniger um die Filme als vielmehr um ihre Kritiker geht es Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film, der einen sehr erhellenden, aber auch irgendwo deprimierenden Artikel über eine gewisse Attitüde vieler Filmkritiker geschrieben hat, welchen ich zu Teilen (leider) auch bestätigen kann. Thomas Groh war auf der Berlinale sehr fleißig und vielseitig unterwegs, eine Link-Sammlung zu seinen diversen Berlinale-Artikel für unterschiedliche Medien hat er auf seinem filmtagebuch veröffentlicht. Theodor Frisorger war in der Retrospektive und schreibt auf Daumenkino über den Technicolor-Film „Scaramouche“, den ich als Kind sehr gerne mochte. Auf Revolver berichtet Katrin Eissing weiterhin von der Alternativveranstaltung „Woche der Kritik“ und Christoph Hochhäuslers neuen Film „Die Lügen der Sieger“. Sarina Lacaf hat auf Negativ über den von mir mit großer Spannung erwarteten neuen Film von Joshua Oppenheimer, „The Look of Silence“ geschrieben und Rüdiger Suchsland fasst die Berlinale 2015 noch einmal aus seiner Sicht zusammen.

– Apropos Technicolor: Reda schwärmt auf Der breite Grad von dem Technicolor-Film „Die schwarze Narzisse“ und meint der Film „fällt auf jeden Fall in die Kategorie “Filmerbe der Menschheit” und sollte nicht in Vergessenheit geraten.“. Die wunderbaren Screenshots sprechen da auch eine deutliche Sprache.

– Der deutsche Film, das unbekannte Wesen. Jamal Tuschnik stellt auf Hard Sensations den Film „Flucht aus Berlin“ des großartigen Will Tremper vor, den dieser 1960 inszenierte.

– Weiter geht es in den 80ern, als „Baby“ und „Die Drücker“, beide von Uwe Frießner und geradezu euphorisch vom Intergalactic Ape-Man auf Intergalaktische Filmreisen empfohlen.

– Dazu passen dann ganz hervorragend auch zwei 80er Filme von Eckhart Schmidt, die Sebastian auf Das Magazin des Glücks vorstellt. Den bekannten „Der Fan“ und den etwas weniger bekannten „Alpha City“. Und das Tolle: Die Reihe ist auf Fortsetzungen mit weiteren Filmen, „an die sich die Filmgeschichtsschreibung (noch) nicht erinnern will“ angelegt. Ich freue mich!

– Ebenfalls zum deutschen Filmerbe der 80er Jahre, gehören zwei Filme, die Oliver Nöding auf Remember It For Later bespricht, die Gottschalk/Krüger-Komödie „Die Einsteiger“ und das Mike-Krüger-Solo-Abenteuer „Geld oder Leber“, welches Oliver schwer begeistert hat.

– Bleiben wir in Deutschland, bleiben wir bei den 80ern. Denn mehr 80er als in dem unglaublichen „Macho Man“ geht einfach nicht, wie auch totalschaden auf Splattertrash feststellt. Dort geht es dann auch in die 70er und zu einem meiner Lieblingsfilme :“Vampyros Lesbos“, den ich immer noch einmal auf 35mm und der großen Leinwand sehen will.

– Ebenfalls in den 70ern, aber in Spanien entstand „La Semana del Asasinio“, der in Deutschland den marktschreierischen Titel „Cannibal Man“ trägt, was bei manch einem Videokunden zu einem langen Gesicht geführt haben mag. Tatsächlich aber ist der Film eine beeindruckende Psycho – und Sozialstudie des zu unrecht viel zu unbekannten Eloy de la Iglesia. David hat sich auf Whoknows presents eingehend mit dem Film beschäftigt. http://whoknowspresents.blogspot.de/2015/02/dosensuppen-und-faschismus.html

– In Italien drehte währenddessen Lucio Fulci einen (viele sagen den) besten seiner Filme „Non si sevizia un paperino“, den auch Mauritia Mayer auf Schattenlichter sehr schätzt.

– Aus Italien stammen auch der seltene Giallo „Satan ohne Gesicht“ und der Gangsterfilm „Provinz ohne Gesetz“. Beide sind gerade bei X-Rated erschienen und Bluntwolf hat auf Nischenkino die entsprechenden Rezensionen veröffentlicht.

– Auf einer nostalgischen Reise befindet sich Annika Stelter. Auf Die Filme, die ich rief hat sich sich mit Martin Scorseses „Die letzte Versuchung Christi“ beschäftigt, dessen Soundtrack einst zu ihren viel gespielten Lieblingen gehörte. Den Film dazu sieht sie aber das erste Mal.

– Dienst am Kunden. Wiederaufführung vergleicht die „Ultimate Collector’s Edition“ von 2012 und neue „Turbine Steel Collection #1“ des Filmes „The Texas Chainsaw Massacre“.

– Zurück in die Gegenwart. Deep Red Radio hat den Horrorfilm „Banshee Chapter“ gesehen und findet diesen – im positiven Sinne – ziemlich gruselig.

– YP und PD unterhalten sich auf Filme im Dialog wieder über einen Film, den sie gerade im Kino gesehen haben. In diesem Fall „The Imitation Game“.

– Auf Cereality stellen die Autoren die Filme des amerikanischen Regisseurs J.C. Chandor vor.

– Und ab in die Zukunft: Neues zu den Plänen aus Hollywood gibt es bei Der Kinogänger.

Das Bloggen der Anderen (09-02-15)

Von , 9. Februar 2015 22:12

bartonfink_type2- Ist schon wieder ein Jahr um? Mir kommt es vor, als hätte ich erst vor ein paar Wochen die Berichterstattung über die Berlinale in den deutschsprachigen Filmblogs zusammengefasst. Liegt wahrscheinlich am Alter. Also frisch ans Werk. Für Negativ ist Sarina Lacaf in Berlin dabei und ist von Andreas Schippers „Victoria“, einem „tatsächlich und in erschütternder Weise beeindruckenden Beitrag zum Wettbewerb“ schwer begeistert. Auch Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog ist von „Victoria“ – wie viele andere seiner Kollegen auch – sehr angetan.  Bei Werner Herzogs „Queen of the Desert“ findet er: „Herzog hat längst seinen eigenen Meta-Stil entwickelt: Er kombiniert die grosse Geste mit der grossen Ironie, und das tut er meisterlich.“ Und auch die diesjährige Retrospektive „Glorious Technicolor“ wird von ihm ausführlich vorgestellt.  Auch cutrin von filmosophie hat den neuen Herzog auf der Berlinale gesehen und kommt zu einer ähnlichen Einschätzung : “So bleibt Queen of the Desert letztlich nicht als Biopic über eine verdienstvolle Forscherin und Freidenkerin in Erinnerung, sondern als dieses beinahe Douglas Sirk-esk überdrehte Melodrama, das leider sein anfänglich so grandios witziges Niveau nicht konsequent beibehalten konnte.“ Nomen est omen ist für sie Rosa von Praunheims neues Werk „Härte“. Danny Gronmaier war für critic.de bei der „Perspektive Deutsches Kino“. Philipp Baumgartner schreibt auf Daumenkino über die Berlinale und möchte den portugiesischen Dokumentarfilm „Rabo de Peixe“ hervorheben. Joachim Kurz kann auf B-Roll so gar nichts mit dem neuen Terrence Malick, „The Knight of Cups“ anfangen.  Katrin Eissing berichtet auf Revolver über die nicht zur offiziellen Berlinale gehörende, sondern von engagierten Cineasten neu ins Leben gerufene „Woche der Kritik“.

– Mit dem unglaublich schmierigen „Die Teuflischen von Mykonos“ gibt es von totalschaden auf Splattertrash noch einmal einen Nachschlag zum „Mondo Bizarr Weekender“ aus der Vorwoche.

– Frank Schmidtke ist auf cinetastic.de sehr begeistert von „A Girl Walks Home Alone At Night“, dem ersten iranischen Vampir-Western – der allerdings komplett in den USA entstand.

– „A Girl Walks Home Alone At Night“ wird auch von David McAllen auf Komm&Sieh sehr lobend behandelt. Ebenfalls sehr gut weg bei den sonst so kritischen Kollegen kommt auch „City 44“, ein polnischer Spielfilm über den Warschauer Aufstand.

– LZ hat auf screenread seine lesenswerten Gedanken zum Thema „Die Alien-Invasion als Schläfer-Parabel: Kollektive Paranoia zwischen Dark Skies und Independence Day“ aufgeschrieben.

– Auf SDB verabschiedet sich Sir Donnerbold schweren Herzens von einer Figur aus der internationalen Video-Blogger-Szene, dem „Nostalgia Critic“.

– Viele interessante Artikel findet man in dieser Woche auf Magazin des Glücks. Sebastian schreibt über fünf Filme von Gerd Oswald, laut Hans-Christoph Blumenberg ein „exzellenter Handwerker mit einer barocken filmischen Fantasie«, ein »Irrläufer, Grenzgänger, Meister des Genrekinos“. Er lobt die Biographie „Fritz Lang – Ich bin ein Augenmensch« von Norbert Grob und befasst sich mit zwei Fernsehspielen von Rainer Erler.

– Manfred Polak analysiert auf Whoknows presents eingehend den Film „Der Rabe“ von Henri-Georges Clouzot.

– Vor 40 Jahren kam „The Texas Chainsaw Massacre“ in die Kinos. Grund für Alex Klotz auf Hard Sensations einen Blick auf die neue Blu-ray zu werfen.

– Und zum 75. Geburtstag von George A. Romero veröffentlicht Thomas Groh auf seinem filmtagebuch noch einmal seinen Text zum 70., den er vor fünf Jahren in der taz veröffentlichte.

– Oliver Nöding hat auf Remember It For Later seine James-Bond-Retro mit „Skyfall“ abgeschlossen und wendet sich mit „Piratensender Powerplay“ anderen Themen zu. Lesenswert auch seine Kritik zu „Under the Skin“.

– Seth Hold kenne ich nur als Regisseur für die Hammer Studios. Aber er hat auch eine deutsch-englische Co-Produktion von Artur Brauners CCC gedreht. Udo Rotenberg bespricht auf Grün ist die Heide „Endstation 13 Sahara“ mit Hansjörg Felmy und Carroll Baker.

– Kein Kino sondern Theater, aber trotzdem wert hier erwähnt zu werden. Sven Jachmann interviewt auf filmgazette den einzigartigen Wenzel Storch!

– YP und PD haben sich mal aktuelle Genre-Unterhaltung angesehen und sind auf Film im Dialog angenehm von „John Wick“ überrascht.

– Mauritia Meyer hat sich auf Schattenlichter eines der schönsten (okay, auch eines der wenigen) Gothic-Horror-Western vorgenommen: „Satan der Rache“ von Antonio Margheriti mit Klaus Kinski – ausnahmsweise mal als Anti-Held. Der sollte in keinem guten Haushalt fehlen.

– Jonas Reinartz schreibt auf filmosophie darüber, warum ihn Luchino Visconti nicht loslässt.

– Robin Schröder legt seinen Lesern auf Mise en cinéma den russischen Film „Der Vrief, der nie ankam“ von Michail Kalatosow ans Herz und hat mich davon überzeugt, dieses Werk auf meine „Gesucht“-Liste zu setzten.

– Der neue Film von François Ozon, „Die neue Freundin“, kann Christian Witte von Cereality nicht ganz überzeugen.

– Oliver Armknecht empfiehlt auf film-rezensionen den Anime „Robotic Angel“ und wundert sich, warum dieses Werk nicht immer in einem Atemzug mit den großen SF-Animes genannt wird und meint, vielleicht liegt es an der Musik.

– Bei Der Kinogänger gibt es eine Vorschau auf das kommende Kinoprogramm.

Schlombies Filmbesprechungen präsentiert wieder sein „Besprechungen der Anderen“.

– Und Wiederaufführung die besten Podcasts der letzten Woche.

Das Bloggen der Anderen (02-02-15)

Von , 2. Februar 2015 21:45

bartonfink_type2- Gleich vorweg eine wichtige Nachricht vom Intergalactic Ape-Man von Intergalaktische Filmreisen, der – für alle, die es noch nicht über die Sozialen Medien oder diverse Internet-Foren mitbekommen haben, über die Kickstarter-Kampagne der Firma Subkultur informiert. Diese sammelt gerade Geld, um Rolf Olsens großartigen „Blutiger Freitag“ zu restaurieren und HD-fähig zu machen. Ich habe schon mein Scherflein dazu beigetragen und bin gespannt, wie die Sache ausgeht.

– Und wieder Hofbauer-Kongress. Alex Klotz führt auf hypnosemaschinen seinen Bericht der Januar-Veranstaltung fort und besonderer Berücksichtigung der ersten Aufführung eines Bruno Sukrow-Films außerhalb Aachens.

– Dieser Film hat auch Silvia Szymanski begeistert, die auf Hard Sensations gewohnt lesens- und liebenswert über ihren Aufenthalt beim Hofbauer-Kongress, über die Filme und die Menschen dort berichtet. Da hat man fast das Gefühl, selbst dabei gewesen zu sein.Nacht 1, 2, 3 und 4. Fast sogar noch schöner, ja poetischer ist ihr Essay über ein Filmerlebnis in Köln und Jess Francos „Das Geheimnis des Dr. Z“. Nach langer Durststrecke endlich wieder neuer Stoff von Silvia auf Hard Sensations. Schön.

– Oliver Nöding setzt auf Remember It For Later seine Bond-Retrospektive fort und gelangt von Dalton (den ich sehr schätze) über Brosnan zu Craig, dessem Debüt er gerne die Krone des Bond-Filme aufsetzten würde. Ferner war er vergangenes Wochenende auf dem 1. Mondo Bizarr Weekend, über das ich sehr viele gute Dinge hörte. Dort sah er unter anderem Tsui Harks frühen Film „Söldner kennen keine Gnade“.

– Auf dem 1. Mondo Bizarr Weekend war auch totalschaden von Splattertrash, der sich dort mit „Draculas Tochter und Professor Satanas“ amüsiert hat.

– Reda hat auf Der breite Grad die 3,5-stündige, kammerspielartige Videospiel-Verfilmung „Prison Battle Ship“ gesehen und für gut befunden. Die Bilder der bestrapsten Mädel in Raumschiffuniformen überzeugen mich ebenfalls. /

– Leider gar nicht überzeugt ist Yzordderrexxiii von dem italienischen Low-Budget-Horror „Across the River“, den ich wiederum sehr mochte.

– Schlombie empfiehlt auf Schlombies Filmbesprechungen “Macabra- Die Hand des Teufels”, den ich bisher nur als Videocover kenne, als „schöner Mix aus Trash und Pulp“.

– Auf Cereality bezeichnet Stefanie Schneider Paul Thomas Andersons neuen Film „Inherit Vice“ als „ornamentales Rohrkrepierer-Epos“ und Siegfried Bendix beschreibt Godards „Adieu au language“ als „womöglich schönsten Unverfrorenheit des vergangenen Kinojahres“.

– Irgendwie war film-rezensionen.net aus mir unerklärlichen Gründen aus meinem Feed-Reader verschwunden. Der letzte Eintrag stammte vom 26.12., wodurch mir einiges durch die Lappen gegangen ist. Jetzt habe ich den Blog noch einmal eingebunden und siehe da: Es funktioniert wieder alles. So kam ich auch gleich in den Genuss einer Besprechung des neuen Films von Brad Anderson, dessen „The Machinist“ ich sehr liebe. Sein neuer Film ist eine starbesetzte Poe-Verfilmung, von der ich vorher noch nichts gehört oder gelesen hatte.

– Auch Bluntwolf von Nischenkino ist von der Poe-Verfilmung „Stonehearst Asylum“ sehr angetan.

– bullion erinnert auf Tonight is gonna be a large one an John Carpenters 1994er Werk „Mächte des Wahnsinns“, welches ich damals sehr mochte und welches seit langem in Form der BR auf eine Wiedersichtung wartet. Damals hieß es, der Film wäre von Stephen King inspiriert, ich sah da damals aber sehr viel mehr Lovecraft.

– Ebenfalls noch einmal schauen, muss ich Antonio Margheritis „Schloss des Grauens“, von dem ich weiß, dass ich ihn auf DVD gesehen habe, allerdings jegliche Erinnerung getilgt ist. Daran ändert auch Mauritia Mayers wie immer sehr schön geschriebene Besprechung des Filmes auf Schattenlichter leider nichts.

– Filmfestivals sind das beherrschende Thema auf B-Roll. Hier berichtet Bernd Zywietz vom 36. Filmfestival Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken und Beatrice Behn aus Rotterdam.  Patrick Holzapfel schreibt einen bitter-ironisch-polemischen Brief an Alejandro González Iñárritu und Martin Beck gibt eine Vorschau auf die kommenden Tops und Flopps im Horror-Genre. Eine Einschätzung, die man sicherlich diskutieren kann und vielleicht auch muss.

– Auf seinem eigenen Blog Reihe Sieben, informiert Martin Beck (mit filmischen Anschauungsmaterial via YouTube) über die alternative Fassung des „Evil Dead“-Remakes, die im englischen TV ausgestrahlt wurde.

– Und Patrick Holzapfel und Rainer Kienböck berichten auf Jugend ohne Film ausfürlich von der Victor Kossakovsky Retro auf Doc Alliance.

– Alex Matzkeit hat auf real virtuality einen sehr gut recherchierten und informativen Artikel über „Film-Franchising: Bilanz und Ausblick“ veröffentlicht. Unbedingt lesens- und diskussionswert.

– Auf sdb-film liest man Interessantes über „das erste Opfer des CGI-Wahns“, das Studio PDI.

– Thomas Groh ist sehr positiv von „Love Steaks“ überrascht worden, über den er auf seinem filmtagebuch u.a. schreibt: „Love Steaks“ atmet weder den Geist von Kultur mit großem K noch den des im deutschen Kino so nervigen Professionalismus-Gehampels von Berufszynikern. Stattdessen drehen hier Leute mit ordentlich Heißhunger ihren ersten großen Film – mit nichts als reiner Hingabe.“.

– Sven Jachmann findet auf filmgazette schöne Worte zu Christian Keßlers Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof“  (meine Kritik hier) .

Der Kinogänger hat wieder „Neues aus Hollywood“ am Start.

– Und zuletzt gibt es auf Wiederaufführung eine weitere Folge „Die Gespäche der Anderen“ mit den besten Podcasts der letzten Wochen.

Das Bloggen der Anderen (26-01-15)

Von , 26. Januar 2015 21:12

bartonfink_type2- Letzte Woche war filmtourismus.de noch in den USA unterwegs, in dieser Woche stellt Herbert Schabel einen Sehnsuchtsort von mir vor: Die Cinecittà-Studios in Rom, die aber scheinbar gar nicht so prunkvoll sind, wie ich mir das in meinen Träumen vorgestellt habe.

– Bleiben wir in Italien: Mauritia Mayer schreibt auf Schattenlichter über einen wichtigen Film der italienischen Kinogeschichte: Mario Bavas Krimi-Komödie „The Girl Who Knew Too Much“, der häufig „der erste Giallo“ genannt wird.

– Totalschaden von Splattertrash wiederum empfiehlt Sergio Solimas unterhaltsames Freibeuter-Abenteuer „Der schwarze Korsar“.

– Udo Rotenberg bespricht den frühen Mondo-Film „La donna die notte“, der auf deutsch den etwas irreführenden Titel „Käufliche Nächte“ trägt, auf L’amore in città.

– Wer sich für italienische Filmgeschichte interessiert, für den hat Harald Steinwender auf Themroc einen Lese-Tipp: “The History of Italian Cinema. A Guide to Italian Film from Its Origins to the Twenty-First Century” von Gian Piero Brunetta. Weniger begeistert ist er von Uwe Killings „Dreckige Spaghetti“, dem er immerhin einen wunderbares Bildmaterial attestiert. Mit gemischten Gefühlen, wenn auch unter dem Strich positiv beurteilt er „Actionkino – Moderne Klassiker des populären Films“, den ich hier ebenfalls besprochen habe.

– Das Filmfestival in Rotterdam ist mir aus berufenen Munde schon mehrmals ans Herz gelegt worden. Da ein Freund nun in die holländische Hafenstadt gezogen ist, hoffe ich, in den nächsten Jahren dort einmal mein Quartier aufschlagen zu können. Was Beatrice Behn auf B-Roll hier, hier und hier über das Festival schreibt, macht auf jeden Fall Lust darauf.   Auf jeden Fall LUST (ja, großgeschrieben) macht auch Silvia Szymanskis wunderbarer Bericht über den 14. Hofbauer-Kongress und die Geschichte dieses außergewöhnlichen Events.

– Udo Rotenberg hat sich auf seinem zweiten Blog Grün ist die Heide eingehend mit Heinrich George und dem Film „Schleppzug M 17“ beschäftigt, welchen er auf dem Hofbauer-Kongress sah.

– Oliver Nöding setzt auf Remember It For Later seine persönliche Bond-Retrospektive weiter fort und ist nun bei der Roger-Moore-Phase angekommen, die er von „Leben und Sterben lassen“ über meinen Favoriten und „ersten Bond im Kino“ „In tödlicher Mission“ (der ihn eher kalt gelassen hat) bis „Im Angesicht des Todes“ genau unter die Lupe nimmt.

Keine guten Worte findet Joris Julius-Sabinus auf Hard Sensations für David Ayers „Herz aus Stahl“, wie er generell Kriegsfilme „die verkrüppelte Zierkirsche im Portfolio eines Regisseurs“ nennt.  Michael Schleeh stellt die beiden Kurzfilme „The Minions“ und „The Days God Slept“ des Amerikaners Jeremiah Kipp vor.

– Auf seinem eigenen Blog Schneeland schreibt Michael Schleeh über Kim Ki-Duks verstörenden „Moebius“.

– Auf Okaeri bespricht Sascha Schmidt Oshima Nagisas 1968 entstanden „Death By Hanging“ und fasst zusammen: „Radikal ist sein Aufschrei gegen die imaginierte moralische Vormacht der Mehrheit gegenüber ihren Minderheiten und damit heute aktueller denn je“.

Ausnahmsweise mal ein Hinweis auf einen Podcast. Auf Deep Red Radio macht Tobe auf seine Sendung „The Sounds of Fear“ aufmerksam, wo auch mein alter Bekannter Alex Wank von Cineploit zu Wort kommt. Und das rechtfertigt für mich nicht nur diese Ausnahme von der Regel, sondern ich werde mir den auch gleich mal runterladen. Eine Ehre, die sonst nur der Podcast von “El Diabolik” hat.

– Auf Jugend ohne Film analysiert Rainer Kienböck Vittorio De Sicas Film „I Sequestrati di Altona“ mit Frederic March, der in Hamburg entstand (logisch, bei dem Titel) und auf Jean-Paul Sartres Theaterstück „Les Séquestrés d’Altona“ beruht.

– Bring back the 80s: Annika Stelter nimmt sich auf Die Filme, die ich rief den 80er-Action-Spaß „The Running Man“ vor. So ein Kultfilm aus meiner Schulzeit, den ich seit damals, glaube ich, nicht wieder gesehen habe, nun aber gerade Appetiet drauf bekomme.

-80s und Kult ist auch John Carpenter. Martin Beck weist auf Reihe Sieben darauf hin, dass man dessen Musikalbum „Lost Themes“ im Netz legal probehören kann.

-Von den 80ern zu den 70ern. Der Außenseiter hat auf Final Frontier Film einen Film ausgegraben, in dem ein Bruce-Lee-Klon gegen einen Bud-Spencer-Klon antritt. Weird.

-Und nun zu den 60ern. Sebastian nimmt sich auf Das Magazin des Glücks die fünf Spielfilme vor, die Alfred Hitchcock in den 60er Jahren gedreht hat.

– Michael Kienzl stellt auf critic.de den amerikanischen Dokumentaristen Alfred Guzzetti vor, dem das Berliner Festival Unknown Pleasures eine Werkschau gewidmet hat. Und Michael Fleig empfiehlt eindringlich den Film „The House at the End of Time“ (La casa del fin de los tiempos), der auf dem Fantasy Film Fest lief und bisher noch keine andere Auswertung erfahren hat.

– Auf Schlombies Filmbesprechungen findet man wieder eine Sammlung an aktuellen Filmreviews.

Das Bloggen der Anderen (19-01-15)

Von , 19. Januar 2015 21:43

bartonfink_type2- Auf B-Roll präsentiert Lucas Barwenczik ein Portrait der “heiligen” Angelina Jolie, die er „gerade wegen ihrer Fehlschläge“ eine „der faszinierendsten Figuren Hollywoods“ nennt. Joachim Kurz rechnet mit Till Schweiger und seinem Publikumserfolg „Honig im Kopf“ ab, den er – auch aus sehr privaten Gründen – unerträglich findet.

– schwanenmeister findet auf movies&sport mag Schweiger-Komödien zwar auch nicht gut, in Teilen hat er aber durchaus Respekt vor Schweiger und merkt an, „Paar-Beziehungen (mögen) durch seine rosarote Brille einseitig gefärbt sein – bei der Kinderperspektive auf diese zeigt sich Schweiger aber immer mal wieder als sensibler Beobachter.“

– PD und YP haben Jean-Luc Godards neuen Film „Adieu au langage“ gesehen und sind auf Film im Dialog zu ihrer eigenen Überraschung sehr begeistert.

– Thomas Rufin beschäftigt sich auf Jugend ohne Film mit der Verwendung von Richard Wagners „Walküren-Ritt“ im Film und entdeckt diesen – neben den bekannten – auch an ganz überraschenden Stellen. Patrick Holzapfel führt mit Andrey Arnold anlässlich der De-Sica-Retrospektive in Wien einen Dialog um die Frage nach den “echten Menschen” bei De Sica.

– Letzte Woche hatte Patrick Holzapfel auf Jugend ohne Film Tatjana Turanskys „Top Girl“ ziemlich abgewatscht. In dieser Woche melden sich andere Blogger, die für den Film ausgesprochen wohlwollende Worte finden. So wie der Intergalactic Ape-Man auf Intergalaktische Filmreisen, Ulrich Kriest auf filmgazette oder Jamal Tuschick auf Hard Sensations, der liebevoll einige Szenen des Filmes beschreiben.

– Am 10. Januar verstarb Francesco Rosi. Sven Safarow hat ihm auf Safarow schreibt einen kurzen Nachruf gewidmet.

– Und auch Udo Rotenberg lässt auf L’amore in città anhand des Filmes „Il momento della verità (Augenblick der Wahrheit)“ noch einmal Rosis Werk Revue passieren.

– Noch zweimal Hofbauer-Kongress. Zunächst berichtet Michael Kienzl auf critic.de über einige Highlights, die er in Nürnberg sehen konnte.

– Und auch Alex Klotz setzt seinen Hofbauer-Bericht auf hypnosemachinen mit Tag 2 fort.

– Oliver Nöding nimmt sich auf Remember It For Later weiterhin die Bond-Filme vor. Er rehabilitiert „Man lebt nur zweimal“ und schreibt eine einfühlsame Rezension zu meinem Lieblings-Bond „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“.

– Thomas Groh ist auf seinem filmtagebuch doch recht enttäuscht von dem neuen Terry-Gilliam-Film „The Zero Theorem“ und zeigt sich von Christoph Walz mittlerweile genervt.

– Apropos alte Meister: Der neue Film von Tim Burton, „Big Eyes“ kommt bei Stefanie Schneider auf Cereality auch gar nicht gut weg. Dafür mag ihre Kollegin Julia Weigl den Film, den ich nicht nur zu den schönsten Burton-, sondern gleich zu einem der schönsten Filme überhaupt zählen würde: „Big Fish“.

– Hoffmann widmet sich auf Drei Muscheln einem weiteren Liebling von mir: Roy Andersson. Hier bespricht er einen sehr frühen Spielfilm des Meisters, der heute unter die Rubrik „untypisch“ fallen würde. „Eine schwedische Liebesgeschichte“ von 1970.

– Mitte der 90er war ich im Anime-Fieber. Einer der Filme, die mich damals begeisterten, war „Wicked City“. Das Fieber liess schnell nach (warum kann ich gar nicht sagen). Robin Schröders Besprechung dieses Anime-Klassikers auf Mise en cinema reizt aber zu einer Wiedersichtung.

– Der scheinbar sehr obskure, sehr spezielle, israelische Film „Adam“, den Reda auf Der breite Grad ausgegraben hat, macht ebenfalls sehr neugierig.

– Wer mehr über den beliebten schwedischen TV-Kommissar Beck erfahren möchte, der kann bei Mauritia Mayer auf Schattenlichter etwas über eine frühe Verfilmung eines Beck-Romans des legendären Autoren-Duos Maj Sjöwall und Per Wahlöö lesen: „Der Mann auf dem Dach“.

– Sebastian hat sich auf Das Magazin des Glücks zweier Fritz-Lang-Filme angenommen, die thematisch und von der Besetzung her sehr nah beieinander liegen: Den wunderschönen „Gefährliche Begegnungen“ und dem mir bisher leider noch nicht gesichteten „Straße der Versuchung“.

– Dass Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen und ich mal bei einem Film einer Meinung sind, kommt recht selten vor und soll an dieser Stelle gebührend gefeiert werden… mit dem „Grünen Blut der Dämonen“.

– Lukas Foerster beschäftigt sich auf Dirty Laundry weiterhin mit dem amerikanischen Regisseur Phil Karlson und hat in dessen „Lorna Doone“ eine Sequenz gefunden, die ihn nicht losgelassen hat.

Zeilenkino macht auf die neue Filmreihe „Nordlichter – Neues skandinavisches Kino“ aufmerksam, die 2015 durch das Land tourt.

Das Bloggen der Anderen (12-01-15)

Von , 12. Januar 2015 21:43

bartonfink_type2- Irgendwie habe ich das Gefühl, gerade eben die Blog-Einträge über den nunmehr vorletzten Hofbauer-Kongress zusammengetragen zu haben, da fand Anfang Januar schon der nächste (und für längere Zeit vorerst letzte, wenn ich das richtig mitbekommen habe) statt. Und die Chronisten waren wieder einmal sehr fleißig. Allen voran Oliver Nöding auf Remember It For Later, der alle dort gesehenen Filme eingehend bespricht. Dazu gehören die Kurzfilme des “Institut für Bild und Wissenschaft in Wissenschaft und Unterricht”, ebenso wie Zbynek Brynychs „Oh Happy Day“.  Bevor ich nun aber zum nächsten Kongressteilnehmer kommen, möchte ich noch auf Olivers Besprechung von Howard Hawks „El Dorado“ hinweisen, welcher in meiner Kindheit und frühen Jugend, zusammen mit „Zwei glorreiche Halunken“ mein Lieblingsfilm war.

– Mit „Oh Happy Day“ beginnt auch Alex Klotz Bericht von seinem ersten Tag auf dem Kongress, welchen er auf hypnosemaschinen hinterlassen hat.

– Udo Rotenberg widmet sich auf L’amore in città dem „stählernen Überraschungsfilm“ des Kongresses: „Der Oberst mit dem Dachschaden schlägt wieder zu“. Trotz anderslautender Erwartungen entpuppte sich der Film für ihn aber nicht als überdrehte Klamotte, sondern recht ansehnliche Komödie.

– Nun aber genug vom Hofbauer-Kongress. Kommen wir zu einem Film, der Ende letzten Jahres die Gemüter erregt hat. „The Interview“, der nunmehr berühmte Film, den Nordkorea verhindern wollte. Als Märtyrer für die Kunst gepriesen, fragt an sich als Filmfreund doch: Was für ein Film versteckt sich eigentlich hinter der Legende? Eine ziemlich alberne, aber nicht unbedingt lustige Komödie meint Sebastian von Nischenkino.  Ebenfalls nicht wirklich begeistert ist souli von den Drei Muscheln: „In „The Interview“ floriert mehr der Schwach-, denn der Scharfsinn. Wer eine fundiert-geistreiche Satire erwartet, die dem Personenkult des Diktators in geschliffenen Dialogsequenzen auf die Pelle rückt, der wird sich ob der zuweilen präferierten Grobschlächtigkeit im Humorverständnis verschreckt abwenden.“

– Legendär ist auch Stanley Kubricks Erstling „Fear & Desire“, den der Meister selber für so misslungen hielt, dass er ihn lange dem Zugriff des Publikums entzog. So schlimm findet totalschaden von Spalttertrash ihn nun nicht, aber doch weit von Kubricks kommenden Meisterwerken entfernt.

– Joris Julius-Sabinus schreibt auf Hard Sensations über David Finchers „Gone Girl“.

– Thomas Groh setzt sich auf filmtagebuch mit Costa-Gravas Film zur Finanzkrise, „Le Capital“, auseinander.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über den Gangsterfilm „The Drop“, welcher – das war mir gar nicht so bewusst – das US-Debüt des Belgiers Dennis Lehane darstellt, der bereits mit „Bullhead“ begeistern konnte.

– Michael Schleeh auf Schneeland über den südkoreanischen Thriller „Montage“, einem „ein enorm in sich selbst verschlungener und verschachtelter Thriller.“

– Auf Filmgazette finden sich gleich zwei Besprechungen des argentinischen Oscar-Kanidaten „Wild Tales, dessen deutsches Plakat damit wirbt, dass Pedro Almodóvar ihn mitproduziert hat. Sven Pötting ist der Film 7 von 10 Punkte wert, Wolfgang Nierlin ist mit 6 von 10 etwas zurückhaltender.

– Ebenfalls auf Filmgazette setzt sich Nicolai Bühnemann begeistert mit Eckhart Schmidts 80er-Jahre-Skandalfilm „Der Fan“ auseinander.  Dieser wird – etwas nüchterner – auch von jogiwan auf project-equinox besprochen. Meine Meinung zum Film findet man übrigens hier.

– Trotz skurriler Bilder leider kein vergessener Kult-Film ist nach Redas Meinung auf Der breite Grad der britische Film „Zwischen Beat und Bett“ von 1968.

– Laut Mauritia Meyer von Schatttenlichter ist Stuart Gordons „Castle Freak“ „zwar kein bahnbrechendes Meisterwerk, aber ein unterhaltsames Horrorfilmchen“. Was ich hier ähnlich gesehen habe. Definitiv eine Veröffentlichung wert, wäre für sie aber Ferdinando Baldis Mafiafilm „The Opium Connection“ mit Ben Gazzara.

– Sven Safarow meint auf Safarow schreibt: „Bernard Rose ist ein Regisseur mit einer bizarren, aber ungemein interessanten Filmografie.“ Das sehe ich genauso. Sein „Snuff-Movie“, der komplett digital gedreht wurde, lädt scheinbar dazu ein, sich noch einmal näher mit Herrn Rose zu beschäftigen.

– Patrick Holzapfel schreibt auf Jugend ohne Film ausführlich über Vittorio de Sicas „Wunder von Mailand“, den er innerhalb einer De-Sica-Retrospektive im Österreichischen Filmmuseum sah.  Ferner macht er sich kluge Gedanken über die Bedeutung des Verzichts im Film. Andrey Arnold stellt in einem hochinteressanten Vergleich Bilder aus Fulcis „Don’t Torture a Duckling“ und Nuri Bilge Ceylans „Once Upon a Time in Anatolia“ gegenüber, während Rainer Kienböck „Top Girl“ von Tatjana Turanskyj abwatscht.

– Mit filmtourismus.de in die großen Studios. Reich bebildert werden hier die Touren durch die Paramount-, Warner- und Universalstudios vorgestellt.

– Lesen bildet! Schön also, dass Stefan Otto auf B-Roll aktuelle Filmbuch-Veröffentlichungen empfiehlt.  Deutsches Genrekino? Immer wieder ein (wie ich finde unberechtigterweise, denn es war niemals tot – man muss nur danach suchen) kontroverses Thema. Urs Spörri stellt die „Genrenale“ und ihre Macher vor, die eine “bisher fehlende Genre-Kultur” in Deutschland schaffen wollen.

– Auch Sano Cestnik beschäftigt sich auf Eskalierende Träume mit der Genrenale.

– Ich habe ja eine Schwäche für die philippinischen „Blood Island“-Filme von Eddie Romereo. Umso schöner finde ich es da natürlich, dass sich Pelle Felsch im elften Teil der Pinoy-Cinema-Reihe auf critic.de genau diesen Filmen annimmt.

– Alex Matzkeit wird oft gefragt, ob er „Filme noch normal ansehen könne“. Ausgehend von dieser Frage hat er sich auf real virtuality einige sehr lesenswerte Gedanken über seine Rolle als Filmkritiker und das Kino heute gemacht.

– Listen mit den „besten Filmen des Jahres“ gibt es viele. Die meisten beschränken sich allerdings auf eine manchmal endlose) Aufzählung von Titeln, die dem Leser manchmal wenig, manchmal etwas, häufig nichts sagen. Da nehme ich mich auch gar nicht aus. Umso schöner ist die Liste, die david auf Whoknows presents gepostet hat. Denn er kommentiert darin jeden Film und so kann man mit der Liste weitaus mehr anfangen als mit dem üblichen Name-dropping. Und so habe ich mir z.B. schon einige Sachen auf meiner persönlichen 2015-mal-anschauen-Liste notiert. Danke.

– Eine neue Ausgabe der „Besprechungen der Anderen“ gibt es bei Schlombies Filmbesprechungen.

– Und interessante Podcasts findet man bei den Kollegen von Wiederaufführung unter „Die Gespräche der Anderen“.

Das Bloggen der Anderen (15-12-14)

Von , 15. Dezember 2014 21:31

bartonfink_type2- Am Ende des Jahres flattern wieder die Top10-Listen ins Haus. Den Anfang machen in diesem Jahr die Autoren des Blogs Daumenkino.

– Joachim Kurz macht sich auf B-Roll Gedanken über die passenden Weihnachtsgeschenke für Cinephile.

– Robin Schröder empfiehlt auf Mise en cinema den Anime „Tokyo Godfathers“ (eine Variante des oft verfilmten Westerns „Three Godfathers“) als passende Unterhaltung in der Vorweihnachtszeit.

– Bei Eskalierende Träume geht es weiter mit den „Aufrissen“ zum nächsten Hofbauer-Kongress. Diesmal schreibt das Hofbauer-Kommando über „Ich schlafe mit meinem Mörder“ mit Ruth-Maria Kubitschek als „vor Whiskey triefende, dämonisch-verruchte Femme Fatale.“. Ferner „Blutjunge Mädchen – hemmungslos“ alias „The Godson“.

– Apropos. Auf dem 1. Auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer Kommando in Frankfurt, sah Udo Rotenberg den Film „Sünde mit Rabatt“, dem er auf Grün ist die Heide einen langen Bericht widmet.

– Deutscher Film auch auf Hard Sensations. Michael Schleeh ist sehr vom deutschen Gangsterfilm „Harms“ enttäuscht. „Den guten Willen merkt man überall. Aber gewollt ist nicht gekonnt.“ Jamal Tuschik hat da „Käptn Oskar“ besser gefallen. „Vielleicht ist es so, und alle wollen nur spielen, solange das noch geht. In dieser Rätselhaftigkeit liegt der Reiz von „Kaptn Oskar“.“

– Der Intergalactic Ape-Man hat auf Intergalaktische Filmreisen „Un bianco vestito per Mariale’“Romano Scavolini besprochen und geht dabei auch ausführlich auf die deutsche Veröffentlichung dieses seltenen Filmes ein: „Es ist ein Geschenk von Camera Obscura, diese Bildgewalten in exzellenter Qualität genießen zu dürfen.“

– Auch Mauritia Mayer hat sich auf Schattenlichter wieder eines italienischen Genre-Klassikers angenommen: Lucio Fulcis Frühwerk „Nackt über Leichen“, der ihr sehr gut gefallen hat.

– Die großartige Helga Feddersen war weit mehr als nur die „Ulk-Nudel“. Eine schöne Rehabilitierung erfährt sie beim Magazin des Glücks, wo Sebastian ihre Drehbucharbeiten für das deutsche Fernsehen vorstellt.

– Diana Kluge berichtet auf Negativ von den Dokumentarfilmen, die sie auf der IDFA gesehen hat.

– Ist es wirklich ein Vorteil, wenn das besuchte Filmfestival direkt vor der Haustür stattfindet? Rainer Kienböck stellt sich diese Frage anlässlich des Festivals „This Human World“ auf dem Blog Jugend ohne Film. Patrick Holzapfel stellt anlässlich des Filmes „O Milagre de Santo Antonio“ den Tondesigner Vladimir Golovnitskiy vor.

– LZ  schreibt auf screen/read über die von Guillermo del Toro unterstützte Kampagne zur Veröffentlichung des Ken-Russell-Klassikers „Die Teufel“.

Der Kinogänger hat wieder „Neues aus Hollywood“ im Angebot.

– Oliver Armknecht bespricht auf film-rezensionen.de das isländische Coming-of-Age-Drama „Metalhead“ über das ich bisher nur Gutes hörte und dem auch Oliver etwas abgewinnen kann. Des weiteren schreibt er über Hayao Miyazakis letzten Film, den Anime „Wenn der Wind sich hebt“, der ihn zwar nicht 100% überzeugen kann, aber immerhin 70%.

filmosophie empfiehlt auf ihrem gleichnamigen Blog das wortlose Drama „The Tribe“ und cutrin schreibt über den im Februar in die deutschen Kinos kommenden Märchenfilm „Into the Woods“: „Into the Woods (wurde) ein intelligent erzähltes Erlebnis (…), ein reflektiertes und überraschendes Märchen, das perfekt in seine Zeit passte – und dabei den Spaß nicht vergaß.“

– Michael Schleeh ist auf Schneeland nicht besonders überzeugt von dem indischen Festival-Liebling und enthusiastisch gefeierten „Ship of Theseaus“.

– Über den von mir noch immer mit großer Sapnnung erwarteten „Es ist schwer ein Gott zu sein“ schreibt Ronny Dombrowski auf cinetastic.de etwas ernüchtert: „Inhaltlich wie auch visuell eine Herausforderung, der man sich stellen kann, gleichwohl aber nicht stellen muss.“

– „Housebound“ war scheinbar einer der großen Lieblinge des diesjährigen Fantasy Filmfests und hat es auch in das Festival-Paket des Verleihs Cinema Obscure gebracht. Mir war der Titel bisher unbekannt, aber belalugosi bringt auf Deep Red Radio etwas Licht in die Angelegenheit und macht neugierig auf das Werk.

– Zeit für einen Action-Klassiker aus den goldenen 80ern. Totalschaden hat sich auf Splattertrash Walter Hills „Nur 48 Stunden“ angenommen. Müsste ich auch mal wieder gucken.

– Flo Lieb schreibt auf symparanekronemoi über Dietrich Brüggemanns schmerzvollen „Kreuzweg“, der ihn aber nicht sonderlich vom Hocker gerissen hat.

– Das Interessanteste aus den Podcasts gibt es auf Wiederaufführung unter dem Titel: „Die Gespräche der Anderen“.  Nun schon in der 10. Ausgabe. Glückwunsch.

Das Bloggen der Anderen (08-12-14)

Von , 8. Dezember 2014 22:01

bartonfink_type2- Filmlandschaft wirft noch einmal einen ausführlichen Blick zurück auf die 56. Nordischen Filmtage in Lübeck.

– Unbedingt ansehen. Mauritia Mayer hat die Lagunenstadt Venedig besucht und dabei Fotos von den Drehorten der großen Venedig-Gialli gemacht, die sie auf Schattenlichter den entsprechenden Screenshots gegenüberstellt.

yzordderrexxiii bespricht den dänischen Kinder-Superhelden-Film „Antboy“ über den ich bisher nur Gutes vernahm.

symparanekronemo äußert sich kritisch über den Anime „Ein Brief an Momo“.

– Da mochte Going to the Movies die neue Produktion des Stuidos Ghibli, „Die Legende von Prinzessin Kaguya“, trotz leichter Kritikpunkte, doch um einiges lieber.

– Bleiben wir beim Animationsfilm. Oliver Armknecht schreibt auf film-rezensionen.de über den tschechischen „Alois Nebel“: „“Es ist diese Mischung aus ungewöhnlicher Optik und melancholischer Geschichte, die Alois Nebel trotz der spärlichen Handlung zu etwas ganz Besonderem macht.“

Was ist „German Mumblecore“? Harald Mühlbeyer geht dieser Frage auf B-Roll nach. Joachim Kurz ärgert sich darüber, dass die Filme, die in den internationalen Jahresbesten-Listen auftauchen, nicht in deutsche Kinos gekommen sind. Und Andreas Köhnemann schreibt über die Theatererfahrungen der Schauspielerinnen Kirsten Scott Thomas und Lindsay Lohan in London.

– david entdeckt auf Whoknows presents in dem amerikanischen Film „Gunshot straight“, der hierzulande völlig zu unrecht als Steven-Segal-Vehikel beworben wird, den Geist von Edgar G. Ulmer.

– Udo Rotenberg bespricht auf L’amore in città einen meiner guilty pleasure-Filme: „Die weiße Göttin der Kannibalen“ von Sergio Martino.

– Letzte Woche hatte Udo noch Joe D’Amatos „Nackt unter Kannibalen“ auf seinem Blog besprochen, diese Woche findet sich hierüber auf Splattertrash eine ausführliche Rezension. Allerdings kann totalschaden mit diesem Film weitaus weniger anfangen als Udo letzte Woche. Und passend zur Vorstellung der Besetzung des nächstjährigen Bond-Films, gibt es einen Rückblick auf Sean Connerys „Comeback“-Film „Diamantenfieber“. Hierbei sind totalschaden und ich dann auch einer Meinung.

– Weiter geht es auf Eskalierende Träume mit den „Aufrisse“ genannten, ausführlichen Vorstellungen der Film,e, die auf dem 14. Hofbauer-Kongress in Nürnberg laufen werden. Von #3 „Intimes Lustgeflüster“, den die wunderbare Silvia Szymanski vorstellt, bis #8 „Wo wann mit wem“, den das Hofbauer-Kommando höchstpersönlich dem Vergessen entreißt.

Hard Sensations scheint in letzter Zeit zu einer One-Man-Show zu werden. Jamal Tuschnik schreibt in dieser Woche gleich über drei Filme. Eine dänische Dokumentation über die Familie Sender, die aus der DDR über die Ostsee nach Dänemark floh. Den Spielfilm „Das siebente Jahr“, der 1968 in der DDR entstand und den algerischen Spielfilm „Chronique des années de braise“ aus dem Jahre 1975.

– reda hat auf Der breite Grat wieder einen obskuren japanischen Film ab Start. „Wolf (Okami – Running is Sex) kann er – trotz der für ihn fragwürdigen, typisch japanischen Ritualisierung von Vergewaltigung – durchaus empfehlen.

– Alle Jahre wieder. John Waters hat seine Top 10 für das Jahr 2014 erstellt. Nachlesen kann man sie auf Fünf Filmfreunde.

– Laila Oudray stellt auf screen/read das mit bis dato völlig unbekannte, aber scheinbar sehr empfehlenswerte Filmmuseum Düsseldorf vor.

– Schlombie und ich werden wohl nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen, aber gerade das macht es ja auch spannend. Dem, wie ich finde, eher mittelmäßigen „In China essen sie Hunde“ kann er auf Schlombies Filmbesprechungen doch eine Menge mehr abgewinnen als ich.

– Philipp Baumgartner von Daumenkino hat nach der Sichtung von „Blue Ruin“ des Amerikaners Jeremy Saulnier einen neuen Lieblingsfilm.

– Patrick Holzapfel geht auf Jugend ohne Film höchst informativ der Frage nach: „Wann sieht ein Filmemacher das Bild?“. Des weiteren zeigt er sich sehr enttäuscht vom „langsamen Niedergang der Gebrüder Dardenne“, den er anhand deren neuen Films „Zwei Tage, eine Nacht“ belegt.

– Der neue Film von Kevin Smith, „Tusk“, scheint eine hochgradig bizarre Angelegenheit zu sein, wenn man Gnaghi auf Komm & Sieh Glauben schenkt.

– Und zum Schluss gibt es auf Wiederaufführung wieder „Die Gespräche der Anderen“ mit den interessantesten Podcasts.

Das Bloggen der Anderen (01-12-14)

Von , 1. Dezember 2014 21:45

bartonfink_type2- Nach dem Hofbauer-Kongress ist vor dem Hofbauer-Kongress. Ab 2. Januar steht bereits wieder der 14. Kongress (in Nürnberg) auf dem Programm, und schon erscheinen auf Eskalierende Träume die ersten -„Aufrisse“ genannten – ausführlichen Vorstellungen, der dort zu zeigenden Filme. Den Beginn macht die japanische Slapstick-Komödie „Milkman Frankie“, gefolgt von dem kanadischen Film „Im Fieber der Lust“, der 1967 entstand. Ferner: Sven Safarow schreibt zärtlich über Lucio Fulcis letzten Film „The Door to Silence“.

Movies & Sports schreibt ausführlich über Quentin Tarantinos eigenes New Beverly-Cinema in Los Angeles und nimmt dessen Programmauswahl unter eine kritische Lupe.

– Auf L’amore in città verteidigt Udo Rotenberg Joe D’Amatos Emanuelle-Kannibalen-Fusion „Nackt unter Kannibalen“.

– Noch einmal Udo Rotenberg, diesmal auf Deep Red Radio. Hier schreibt er über Joe Dantes damals kontrovers aufgenommenen, heute größtenteils rehabilitierten „Meine teuflischen Nachbarn“.  david hat sich „Doc of the Dead“ angeschaut, eine Dokumentation über den Zombie-Film, welche seiner Meinung nach keine neuen Erkenntnisse bringt, aber gut unterhält.

– quadzar bezeichnet sich als „nicht unbedingt ein Zombie-Experte“ und hat „Doc of the Dead“ ebenfalls gesehen. Er spricht dem Film dann auch auf filmosophie eine dicke Empfehlung aus. Filmosophie selber nimmt noch einmal Stellung dazu, was im Filmjournalismus zur Zeit gehörig schief läuft. Ein sehr ausführlicher, spannender und leider auch desillusionierender Text.

– Lucas Barwenczik hat auf B-Roll wieder ein hochinteressantes Portrait eines ungewöhnlichen Regisseurs veröffentlicht. Diesmal geht es um Terry Gilliam. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf dessen Werbe-Spots gelegt. Rochus Wolff schreibt über politische Indoktrination im Kinderfilm und Patrick Holzapfel (der zum Horrorfilm bisher kein Zugang gefunden hatte) und Christoph Huber (Kurator der Retrospektive „Land of the Dead“ im Österreichischen Filmmuseum) unterhalten sich über das Horror-Genre. Sehr lesenswert!

– Auf seinem eigenen Blog Jugend ohne Film schreibt Patrick über einen Film, der ihm näher am Herzen liegt, und den er ein „filmisches Gedicht“ nennt. Jean Renoirs „Boudu sauvé des eaux“.

– Nachdem er letzte Woche mit Jean Rollins „Requiem for a Vampire“ noch so seine Schwierigkeiten hatte, ist yzordderrexxiii nun von dessen „Schoolgirl Hitchhikers“ vollends überzeugt und schreibt: „Kritik? Ganz ehrlich: Habe ich nicht. Der Film ist in seiner unperfekten Art ganz und gar makellos.“. Zudem hat ihn Ti Wests „The Sacrement“ ziemlich mitgenommen und gezeigt, dass es im ausgelutschten Found-Footage-Genre noch Ausnahmeerscheinungen gibt.

– Auch Oliver Nöding hat „The Sacrement“ gesehen und schließt sich auf Remember It For Later der positiven Meinung an. Des weiteren bespricht er José Bénazérafs Debüt „L’éternité pour nous“, der ihm ebenfalls gut gefallen hat.

– Kürzlich habe ich hier Christian Keßlers wunderbares Buch „Wurmparade auf dem Zombiehof“ besprochen. Auch totalschaden von Splattertrash ist sehr angetan von diesem Werk. Außerdem hat er den im Deutschen wunderbar betitelten „Nackt unter Affen“ besprochen, den ich als ziemlichen Schnarcher in Erinnerung habe. Auch totalschadens Review ist nicht unbedingt enthusiastisch.

– Ich liebe Filmplakate. Daher fand ich Philipp Strohs Text zu diesem Thema auf wieistderfilm.de sehr interessant.

– Laut PewPewPew steht uns demnächst hoffentlich ein neuer Duncan-Jones-Film ins Haus. Bisher hat es sein neues Projekt „Mute“ da sehr, sehr schwer gehabt, wie Sascha zu berichten weiß.

– Oliver Armknecht hat für film-rezensionen.de den israelischen Thriller „Big Bad Wolves“ gesehen und meint: „Wer aber etwas härter im Nehmen ist, für den bietet die Mischung aus Thriller und Komödie trotz der rudimentären Geschichte eine Menge kurzweiligen Spaß.“ Und in seinem Animationsfilm-Special legt er seinen Lesern den Anime „Serial Experiments Lain“ ans Herz.

– Theodor Frisorger hat auf Daumenkino einen ziemlichen Verriss zu Ulrich Seidls neuem Film „Im Keller“ geschrieben, in dem er dem Filmemacher vorwirft :“Nicht die explorative Intention, sondern das verspottende Ausstellen der jeweiligen Akteure kann als Kernmotivation ausfindig gemacht werden.“  Ferner wurde ein ausführliches Interview mit Prof. Dr. Markus Kuhn, Professor an der Universität Hamburg, über das Thema „Bio-Pics“ geführt.

– Und zum Schluss empfiehlt Sir Donnerbold auf SDB einen der tollsten Kurzfilme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe: „The Centrifuge Brain Project“, den wir auch beim Phantastival 2013 im Programm hatten, aber aufgrund hoffnungsloser Überziehung im Kurzfilm-Block nicht mehr zeigen konnten.

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