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Das Bloggen der Anderen (02-05-16)

Von , 2. Mai 2016 19:21

bartonfink_type2– Prince ist tot. Trotz drei von ihm konzipierter Filmen fand ich in der Filmblog-Szene keinen Nachruf auf den großen, kleinen Mann. Bevor ich nun in die aktuelle Ausgabe des „Bloggen der Anderen“ einsteige, hier mein Posting auf Facebook, kurz nachdem ich von seinem Tod erfahren habe. Auch wenn das mehr mit mir und mit Musik als mit Film zu tun hat: „Die Nachricht des plötzlichen und unerwarteten Todes eines meiner großen Musik-Heroen, Mr. Prince Rogers Nelson, hat mir einen gehörigen Schlag über den Schädel verpasst. Ich bin seit 24 Jahren ein großer Verehrer seiner Musik, die mich durch viele Phasen meines Lebens begleitet hat. Ich erinnere mich noch ganz genau an mein Aha-Erlebnis, den Moment in dem es „Klick“ gemacht hat. Natürlich kannte ich Prince seit Anfang der 80er, doch das „Klick“ kam erst 1992, als ich zu vorgerückten Stunde in einer besonderen, wein-seligen Stimmung „Temptation“ vom „Around the World in a Day“-Album hörte. Ab da war es um mich geschehen. Kurz darauf verlor ich mich im „Lovesexy“-Album und lernte zwischen den Hauptmelodien die kleinen versteckten Miniaturen zu erkundete, die oftmals dann später in anderen Songs wieder aufgenommen und fortgeführt wurden. Besonders in der schwierigen Zeit mit „The Gold Experience“ und „Come“ gab es so viel zu entdecken. Prince ist einer der Künstler, die ich auch nie aus den Augen verlor, bei denen ich nicht nur jedes Album sofort kaufte – egal wie obskur – sondern auch das Netz nach Bootlegs und unveröffentlichtem Material durchforstete, mir seine vielen Neben-Projekte einverleibte und durch die halbe Stadt rannte, um noch irgendwo das Rolling-Stone-Magazin mit seiner neuer Scheibe zu ergattern. Gerade hatte ich – mit etwas Verspätung – seine innerhalb kürzester Zeit erscheinen drei neuen Platten gekauft. Mit „Hit ’n Run Phase 1“ wurde ich erst noch nicht warm, doch irgendwie konnte ich auch nicht davon lassen und tatsächlich – mit jedem Durchgang wuchs die Liebe. Und ich freute mich schon auf „Phase 2“ und all die anderen neuen, aufregenden Dinge für die Prince immer gut war. Ich bin ihm gerne auf seinen musikalischen Wegen gefolgt. Nun ist dieser Weg zu Ende und das macht mich sehr, sehr traurig. Da tröstet mich auch nicht, dass es in seinem Archiv wahrscheinlich noch tausende unveröffentlichter Songs gibt. Der kleine Mann aus Minneapolis fehlt mir schon jetzt. Ruhen Sie in Frieden, Mr. Nelson.“ Ein weiteren sehr schönen Nachruf hat Oliver Nöding auf Remember It For Later in Form einer Rezension des Films „Purple Rain“ geschrieben.

– Rainer Kienböck bespricht auf dem Blog Jugend ohne Film ausführlich den leider viel zu unbekannten Film „Moonlightning“ des großen Jerzy Skolimowski, den dieser 1982 mit Jeremy Irons in der Hauptrolle in England realisierte. Patrick Holzapfel beschäftigt sich mit Anthony Mann und der Bedeutung der Grenze in dessen Werk.

– Auf B-Roll hat Patrick anlässlich ihres ihren 70. (oder 68.) Geburtstags ein Portrait der französischen Regisseurin Claire Denis veröffentlicht, sowie Lars von Trier zu dessen 60. ein Bildgedicht gewidmet. Martin Beck echauffiert sich über das miserable Horror-Angebot bei den Streaming-Riesen (wobei ich gerne ergänze, dass dies nicht nur ein Problem des Horror-, sondern des älteren – 10 Jahr plus – Films im allgemeinen ist). Sonja Hartl beschäftigt sich im vierten Teil ihrer wundervollen Film Noir-Betrachtung mit „Entwicklungen und Abweichungen“.

– „Deutsches Kino, wir müssen reden!“ ruft Rochus Wolff auf Kinderfilmblog angesichts der erschreckend schwachen Kinderfilme „Made in Germany“.

– Filmfestivalberichte auf critic.de. Gabriela Seidel-Hollaender war beim „Crossing Europe“ in Linz und Till Kadritzke beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund|Köln.

– Alex Klotz setzt auf Hypnosemaschinen seinen Bericht vom Terza Visione #3 mit Tag 2 fort.

– Während ihres Abruzzen-Urlaubs im Jahr 2012, machte Mauritia Mayer auch einen Abstecher in die umbrische Hauptstadt Perugia wo sie die Drehorte von Sergio Martinos „Säge des Teufels“ aufsuchte. Dokumentiert hat sie dies auf Schattenlichter.

– Udo Rotenberg schreibt auf L’amore in città über Stenos Komödie „Nachtwächter, Dieb und Dienstmädchen“ von 1958, bei der auch Lucio Fulci die Hand im Spiel hatte.

– Wenn Sebastian von Nischenkino sich etwas wünschen könnte, dann wäre darunter eine anständige, deutsche Veröffentlichung des Frühwerks des Action-Maestro John Woo, dessen bahnbrechende Werke fast schon wieder in Vergessenheit geraten. Darum stellt Sebastian sie noch einmal vor.

– Letzte Woche war Disneys Zeichentrick-Klassiker „Das Dschungelbuch“ schon Thema bei Film im Dialog, jetzt hat Marco von Duoscope dem Film ein langes, interessantes Essay gewidmet, welches viele – mir zumindest – bisher unbekannte Fakten zum Vorschein bringt.

– Während Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen vom ersten Teil der „Unna-Trilogie“ des deutschen Filmemachers Peter Thorwarth noch (wie ich finde zu Recht) begeistert ist, kann ihn der dritte Teil, „Goldene Zeiten“, dann gar nicht mehr überzeugen.

Short Cuts Totale schaut sich weiter durch Ingmar Bergmanns Frühwerk. „Es regnet auf unsere Liebe“ findet er aber nur ganz nett.

– Cameron schreibt auf Drei Cineasten über Dreyers wunderbaren „Michael“.

– Ich mag die Musical-Version von „Little Shop of Horrors“ sehr gerne und wusste gar nicht, dass es da einen Director’s Cut gibt. Flo Lieb von symparanekronemoi klärte mich darüber auf.

– Ansgar Skulme ist auf seiner Reise durch die Filmwelt Robert Siodmaks auf Die Nacht der lebenden Texte nun bei dem grandiosen „Der rote Korsar“ angekommen.

– Filme für die ich eine kleine Schwäche habe: Die „Blood Island“-Filme von Eddie Romero. Totalschaden von Splattertrash wohl auch, wenn ich seine „Brides of Blood“-Besprechung richtig lese.

– Und zum Abschluss noch einer meiner liebsten Filme: „Messias des Bösen“ aka „Blood Busters“., der meine Träume schon seit den späten 80ern durchpflügt, seit ich ihn in halbwachem Zustand im Dämmerlicht nach einer Silvester-Party sah. Yzordderrexxiii hat ihn jetzt auch für sich entdeckt.

Das Bloggen der Anderen (25-04-16)

Von , 25. April 2016 21:22

bartonfink_type2– Manfred Polak hat sich auf Whoknows presents mit einer Box beschäftigt, die von der Königlich Belgische Cinematek herausgegeben wurde und wichtige Werke der belgischen Avantgarde 1927-1937 präsentiert. Sehr spannend und ich merke wieder, dass ich meine Beschäftigung mit diesen Themen in letzter Zeit arg vernachlässigt habe. Aber da muss ich – aus anderen Gründen – demnächst eh noch mal ran. Warum nicht mit dieser Box? An der Cinematek in Brüssel bin ich sogar einmal vorbei gekommen und wollte ihr einen Besuch abstatten. Aber wie eigentlich immer – sie hatte geschlossen. Dieses „Glück“ verfolgt mich ja…

– Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film einen etwas erweiterten Text einer Einführung zu einem Screening von Manoel de Oliveiras „Visita ou Memórias e Confissões“ und Javier Oliveras „La sombra“ online gestellt, die er im Filmmuseum München hielt.

– Lukas Foerster schreibt auf Dirty LaundyVermischtes zu vier Filmen von Gérard Blain„.

– Unzählige Male habe ich auf diesem Blog schon auf den erschütternden Dokumentarfilm „The Act of Killing“ von Joshua Oppenheimer hingewiesen. Sebastian von Nischenkino bespricht diesen noch einmal zusammen mit dem (von mir leider noch nicht gesehenen) Nachfolger „The Look of Silence“.

– Beim Kinogänger gibt es eine Vorschau auf den Kinosommer 2016.

– Deutscher, semi-professioneller Horror, der auf Englisch gedreht wurde und auch einen „flotten“ englischen Titel hat? Da bin ich immer sehr, sehr skeptisch. Klingt doch, als ob jemand mit wenige Euro auf großes Hollywood machen will und statt eigener Ideen, die US-vorbilder nachäfft. Volker Schönenberger von Die Nacht der lebenden Texte fand „Beyond the Bridge“ allerdings recht gelungen und fordert „Ob Lichtspielhaus oder Puschenkino – gebt ihm eine Chance!“

– Sonja Hartl hat auf B-Roll den dritten Teil ihrer tollen Reihe über den Film Noir veröffentlicht. Christopher Diekhaus nimmt den aktuellen Film „Der Schamane und die Schlange“ zum Anlass, um sich Gedanken über Kolonialismus im Film zu machen. Ein wunderbarer Text von Rajko Burchardt über den „einsamen Kinobesuch“. Viele, viele wahre Worte. Früher habe ich tatsächlich auch Filme verpasst, weil ich keine Begleitung gefunden habe. Gott sei Dank, bin ich – gestählt von durch zahlreiche Festivalbesuche – von diesem Blödsinn geheilt worden.

– Sehr viel Gutes und Vielversprechendes habe ich bereits über „The Witch“ gehört, der auf meiner „Guck-Liste“ auch weit oben besteht. Die sehr positive Besprechung von Pat bei Die drei Muscheln unterstreicht dies auch noch einmal.

– Demnächst erscheint ein CGI-Realfilm-Remake (tatsächlich Remake und keine Neuverfilmung des Buches) des Zeichentrickklassikers „Das Dschungelbuch“. Auch eine meiner ersten Kinoerfahrungen. Letzteren haben sich YP und PD bei Film im Dialog dann auch noch einmal vorgenommen. Wobei es für YP sogar eine Premiere war.

– Sascha Schmidt schreibt auf Okaeri über die Zusammenarbeit des Komponisten Joe Hisaishi und dem Filmemacher Kitano Takeshi.

– Michael Schleeh hat für Schneeland das japanische Jugenddrama „Wakaranai: Where Are You?“ gesehen, welches er für einen „viel zu wenig beachteten Film“ hält.

– Udo Rotenberg stellt auf Grün ist die Heide die deutsch-französische Heimatfilmproduktion „Marianne“ von Julien Duvivier, die er wunderschön findet.

– Auf seinem zweiten Blog L’amore in città denkt er nochmal an die Terza Visione 3 in Nürnberg Revue zurück und lässt sein schönstes Filmerlebnis dort Revue passieren: „Cristiana monaca indemoniata“ von Sergio Bergonzelli.

– Nochmal Lukas Foerster: Für critic.de hat er eine Besprechung zu Lamberto Bavas Spät-Giallo-Glamour-Stück „Le foto di Gioia“ verfasst.

– Mauritia Mayer schreibt auf Schattenlichter über Sergio Martinos etwas unterschätzten „Die Säge des Teufels“ aka „Torso“ (so heißt zumindest meine US-DVD).: „“Torso“ ist durch die überspitzte Inszenierung etwas radikaler und morbider als andere Gialli aus dieser Ära, steckt aber gleichzeitig voller stilistischer Feinheiten und verzückt durch bemerkenswert ästhetische Aufnahmen. Mir bereitet es bei jedem Ansehen ein Vergnügen, neue interessante Aspekte dieses richtungsweisenden Werkes aus dem Jahr 1973 zu entdecken.“ Kann ich so unterschreiben.

– Extrem unterschätzt und für die völlig falschen Dinge berühmt-berüchtigt halte ich ja auch Joe D’Amatos „Anthrophagus“ aka „Man-Eater“, den ich einst in einer wundervollen 35mm Kopie in einem Hamburger Kino sehen durfte. Auch funxton kann dem Film viel abgewinnen. Auch hier würde ich eine Signatur hinterlassen.

– Harald Mühlbeyer konnte anlässlich der Grindhouse-Nacht im Cinema Quadrat in Mannheim seine alte negative Meinung zu Fulcis wunderbaren (und wie ich finde kreuzunheimlichen) „Das Haus an der Friedhofsmauer“ grundlegend revidieren, wie er auf Screenshot berichtet.

– Auch Oliver Nöding hat auf Remember It For Later einen Italiener am Start: „I lunghi capelli della morte“ von Antonio Margheriti. Sehr viel Spaß hatte er mit dem 87er Actioner „Order of the Black Eagle“ über den er schreibt, es wäre einer der „spaßigsten und buntesten Filme, die ich in letzter Zeit zu Gesicht bekommen habe“.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hat zwei amerikanische Vampir-Filme von Paul Landres aus den späten 50er Jahren gesehen, die ihm unterschiedlich gefielen. „The Vampire“ fand er sehr unterhaltsam, „Return of Dracula“ eher weniger.

– René Laloux‘ „Der wilde Planet“ ist ein tolles Meisterwerk, seinen zweiten Film „Die Herrscher der Zeit“ habe ich leider bisher noch nicht gesehen. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de findet, dass auch dieses Werk eine „faszinierende Erfahrung“ ist.

– Gabelinger hat auf seinem Blog Hauptsache (Stumm)Film mit „The Halfnaked Truth“ von 1932 wieder einen unbekannten Film ausgegraben, der im deutschsprachigen Raum weder in die Kinos kam, noch im Fernsehen gezeigt wurde.

Das Bloggen der Anderen (18-04-16)

Von , 18. April 2016 21:34

bartonfink_type2– Nicht nur aus familiären Gründen interessiere ich mich sehr für das polnische Kino. Daher wäre ich gerne auf filmPOLSKA-Festival, welches am Mittwoch in Berlin startet und auf dem innerhalb von nur einer Woche 45 Filme gezeigt werden, wie auf film-rezensionen.de berichtet wird. Mit „Anatomie des Bösen“ und „Sirenengesang“ hat Oliver Armknecht auch schon zwei interessante Produktionen besprochen, die nun auf meiner Kaufliste für den nächsten Warschau-Besuch schon ganz oben stehen.

– Gerade zu ende gegangen sind die Fantasy Filmfest Nights. Sebastian war da und hat für Nischenkino die J.G.Ballard-Verfilmung „High-Rise“, Yorgos Lanthimos Hollywood-Debüt „Lobster“, sowie den südkoreanischen „Veteran“ und die Enttäuschung „Pandemic“.

– Vom 7. bis 10. Januar fand in Nürnberg wieder einmal der Hofbauer-Kongress statt. Nach drei Monaten hat nun Silvia Szymanski die Zeit gefunden, noch einmal in ihrer ganz unnachahmlichen und wundervollen Art auf alle gesehen Filme und das Drumherum einzugehen. Nachzulesen auf Hard Sensations. Ebenfalls dort zu lesen: Sebastian Seligs leidenschaftliche Hymne auf Nicolette Krebitz‘ „Wild“. Katrin Krause setzt sich sehr intensiv mit einem Film auseinander, den ich für eine der besten deutschsprachigen Produktionen der letzten Jahre halte: Benjamin Heisenbergs großartige „Der Räuber“.

– Sonja Hartl setzt auf B-Roll ihre Reise durch den amerikanischen Film Noir fort und berichtet von dessen Anfangszeit. Joachim Kurz äußert sich besorgt um Gegenwart und Zukunft des Films. Lucas Barwenczik hat einen sehr spannenden und diskussionswürdigen Artikel über die gerade hippe Faszination mit dem Kino der 80er Jahr verfasst. Prädikat: Sehr lesenswert. Und Patrick Holzapfel widmet sich Christian Petzolds filmischen Werk und erklärt, warum ihm im Ausland soviel mehr Aufmerksamkeit zuteil wird als hier.

– Auch Film im Dialog widmet sich diesmal ausgiebig dem Regisseur Christian Petzold.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen schaut weiter Gialli. Über seine Einschätzung von Fulcis meiner Meinung nach brillanten „Nackt über Leichen“ können wir noch einmal sprechen, bei „The Child – Eine Stadt wird zum Alptraum“ bin ich wieder ganz bei ihm. Ebenso bei meinem „guilty pleasure“ „Die Nacht der blanken Messer“, wobei ich eins korrigieren möchte: „Ein angedeuteter Analsex auf Zwang wird zu einer lustig gemeinten Täuschung, über die beide Sexualpartner nach der Aufdeckung dass er nur als Scherz gemeint war, herzlich lachen können.“ Die Szene geht noch einige Sekunden weiter und… na, schaut selber.

– Für Italophile und solche, die es werden wollen lief ja vom vom 01.-03.April die Terza Visione 3 in Nürnberg. Udo Rotenberg war da und schreibt auf L’amore in città über den dort gezeigten Italo-Western „Drei Pistolen gegen Cesare“.

– Weiter in Italien. Totalschaden von Splattertrash hat sich Dario Argentos zumeist von den Fans in der Luft zerrissenen „Phantom der Oper“ angeschaut, und seine sehr wohlwollende Besprechung macht – mir zumindest – noch einmal Lust, dem Film eine dritte oder vierte Chance zu geben.

– Oliver Nöding dringt auf Remember It For Later weiterhin tief in die seltsame Filmwelt ein, die Joe D’Amato in seinen Spät-80er Erotikfilmen schuf. Hier am Beispiel von „Dirty Love“ und „11 Days, 11 Nights 2“.  „Seriöser“ wird es dann mit einem der Großmeister und Olivers Kniefall vor John Fords „The Lost Patrol“.

– Bianca Mewes von „Duoscope“ geht fremd – und war bei Die Nacht der lebenden Texte, wo sie im vierten Teil der Billy-Wilder-Retrospektive über „Das verlorene Wochenende“ schreibt.

– Gabelinger hat für Hauptsache (Stumm)Film einen Film wiederentdeckt, von dem er schreibt: „The Human Comedy soll Louis B. Mayers absoluter Lieblingsfilm gewesen sein. Heute ist er, jedenfalls hierzulande, völlig vergessen, obwohl er damals auch in den deutschen Kinos lief. Interessant ist vor allem seine Entstehungsgeschichte – der Film selbst ist kaum der Rede wert.“ /

– Ich kann mich noch gut daran erinnern, als David Leans letztes Werk „Reise nach Indien“ in die deutschen Kinos kam und generell eher verhalten aufgenommen wurde. Für MacReady von Die drei Cineasten ist er allerdings „bisher der beste Film von David Lean, da er meisterlich den Spagat zwischen Leinwandmagie und kritischem Gerechtigkeitsdrama schafft.“

– Flo Lieb vergleicht auf symparanekronemoi anhand von „Stand By Me“ die Buchvorlage mit den Film.

– Sascha auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über Alfred Vohrers „Sieben Tage Frist“, der mir schon häufig ans Herz gelegt worden ist und der jetzt so langsam ins Haus muss.

Der Kinogänger hat Neues aus Hollywood und Alex Matzkeit auf real virtuality wieder Real Virtualinks.

Das Bloggen der Anderen (11-04-16)

Von , 11. April 2016 18:36

bartonfink_type2– So langsam sollte ich der Wahrheit ins Gesicht schauen, auch wenn sie noch so bitter ist. Solange die Kinder noch klein sind, werde ich es nie zum Terza Visione nach Nürnberg schaffen, auch wenn das Herz noch so brennt. Immerhin kann ich mich an den ausführlichen Berichten derer laben, die auch beim dritten Mal dabei waren. Mauritia Mayer von Schattenlichter, Alex Klotz von hypnosemaschinen und natürlich wieder besonders ausführlich Oliver Nöding von Remember It For Later. Der nicht nur die Filme „Fango Bollente“, „Cristiana Monaca Indemoniata“, „Acid – Delirio dei Sensi“ und „Danza Macabra“ vorstellt, sondern in seiner Besprechung zu „New York Ripper“ auch noch den Machern ein kleines Denkmal setzt. Da ich selber weiß, wieviel Mühe allein die Organisation eines solchen Events kostet, ist deren Einsatz, der auch die Restauration der 35mm-Rollen mit einschließt, gar nicht genug zu würdigen und es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass dies unter dem Punkt „Ehrenamt“ läuft. Und noch was – wenn mal wieder eine 35mm-Kopie des „“Rippers“ gesucht wird… einfach mal eine PN. Ich wüsste zumindest, wo hier in Bremen eine liegt.

– Udo Rotenberg schreibt auf seinem Blog Grün ist die Heide über den mir bisher völlig unbekannten, aber sich interessant anhörenden Gerne-Mix „Banditen der Autobahn“ von Géza von Cziffra.

– Patrick Holzapfel hat für sich die Filme entdeckt, bei denen der Schauspieler Gérard Blain Regie führte. Seine Eindrücke schildert er in einem englischsprachigen Text auf Jugend ohne Film.

– Stand bei Duoscope letzte Woche noch John Goodman im Mittelpunkt, wird sich in dieser Woche sehr ausführlich mit Gregory Peck auseinander gesetzt.

– Unter dem etwas sperrigen Titel „Der Zuschauer als Patient – Der zukünftige Einfluss von Biometrie und Neurologie auf das Kino“ hat Lucas Barwenczik auf B-Roll einen hochspannenden Artikel darüber veröffentlicht, wie Hollywood mithelfe von Biometrie und Neurologie seine Filme optimiert. Andreas Köhnemann fragt sich anlässlich des 40. Jahrestages von Lumets „Hundstage“, wo im zeitgenössischem Kino die wahren Maniacs geblieben sind. Christopher Diekhaus meint, dass das Nazi-Kino nicht totzukriegen ist und belegt dies anhand einiger aktueller Beispiele. Sonja Hartl wiederum beginnt eine sehr lesenswerte Serie über den Film Noir und beschäftigt sich zunächst mit dessen Ursprüngen und Vorläufern.

– Mit dem Film Noir beschäftigt sich auch Ansgar Skulme auf Die Nacht der lebenden Texte, wo er eine Serie über Robert Sidomak begonnen hat, in deren zweiten Teil er kritisch auf dessen Thriller „Gewagtes Alibi“ eingeht.

– In Deutschland gibt es nur einen Häuptling der Apachen: Pierre Brice als Winnetou. Und nur einen Old Shatterhand: Lex Barker. Weniger wissen, dass Lex Barker selber mal den Häuptling der Apachen gespielt hat, nämlich in Reginald le Borgs gleichnamigen Film. Sebastian hat den Film gesehen und auf Nischenkino besprochen.

Funxton schaut zurzeit einige Kriegsfilme. Zwei haben seine ganz besondere Aufmerksamkeit bekommen: Edward Dmytryks italienische Produktion „Schlacht um Anzio“ und Don Siegels „Die ins Gras beißen“ mit dem jungen Steve McQueen.

– Double Feature auch bei Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen, der sich sowohl Tourneurs „Katzenmenschen“ als auch Paul Schraders Remake von 1982 mit der Kinski angesehen hat. Zwar geht Schlombie mit der Schrader Version härter ins Gericht (hier würde ich an vielen Stellen widersprechen wollen. Ganz besonders was die Bewertung von Bowies „Putting Out the Fire With Gasoline“ als einen der schwächsten Songs des Meisters angeht!), beide Versionen bekommen von ihm aber ein „sehenswert“. Tolles neues Design der Seite übrigens. Gefällt mir sehr gut!

– Philipp Baumgartner äußert sich auf Daumenkino sehr positiv über Nicolette Krebitz‘ „Wild“.

Der Kinogänger hat „Neues aus Hollywood“.

– Alex hat auf real virtuality wieder Real Virtualinks.

– Und gleich geht es ins Kino! Guy Maddin gehört eh zu meinen Helden, die Nachricht, dass sein neuer Film „The Forbidden Room“ hier in Bremen im Kommunalkino läuft, lässt mein Herz schneller schlagen und Oliver Armknechts Besprechung auf film-rezenionen.de hat mich noch mal kräftig angefixt.

Das Bloggen der Anderen (04-04-16)

Von , 4. April 2016 17:58

bartonfink_type2– Ich hasse diese Woche im Jahr, wenn alle zum 1. April versuchen witzig zu sein – was nur ausgesprochen selten gelingt. Ich hoffe mal, dass mir bei meiner wöchentlichen Auflistung keine April-Scherze untergekommen sind, obwohl am 1. April viel gepostet wurde. Beispielsweise von Alex Matzkeit, der auf real virtuality anlässlich des Superman/Batman-Films der Frage nachgeht „warum wir Helden gegeneinander antreten lassen“. Real Virtualinks gibt es natürlich auch.

– Nochmal Alexander Matzkeit. Auf B-Roll schreibt er darüber, wie uns das Kino auf Virtual Reality vorbereitet. Rochus Wolff hat einen sehr aufschlussreichen Artikel über Heldinnen und verlorene Mutterfiguren geschrieben. Und Harald Mühlbeyer rezensiert das Buch „Der Filmemacher Christoph Schlingensief“ von Georg Seeßlen.

– Passend zu den verlorenen Mutterfiguren: funxton über die Disney-Klassiker „Bambi“ und „Schneewitchen“.

– Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film einen sehr privaten Text darüber veröffentlicht, wie wichtig Bilder in Filmen sind, die wir nie zu sehen bekommen, an die wir uns aber trotzdem erinnern.

– Jamal-Tuschik-Double-Feature auf Hard Sensations. Jamal hat sich die beiden aktuellen Kinofilme “Mein Ein, mein Alles“ und „Eddie The Eagle – Alles ist möglich“ vorgenommen und mit sehr persönlichen Anmerkungen versehen.

– Von „Zimmer mit Aussicht“ war gabelinger einmal sehr begeistert. Wie das Wiedersehen nach vielen Jahren ausfiel, verrät er auf Hauptsache (Stumm)Film.

Douscope hat eine sehr schöne lange Biographie (eigentlich mehr eine Liebeserklärung) von John Goodman veröffentlicht. Lesenenswert!

– Wenn Sebastian auf Nischenkino den Lieblingsfilm meines lieben Vaters bespricht, ist es meine Pflicht, darauf hinzuweisen: „Valdez Is Coming!“.

Sennhausers Filmblog stellt den Schweizer Film „Aloys“ von Tobias Nölle vor, der sehr vielversprechend klingt.

– Ansgar Skulme beginnt auf Die Nacht der lebenden Texte eine Reihe, die sich intensiv mit dem Werk des Film-noir-Spezialisten Robert Sidomak beschäftigt.

– Als Vorgeschmack auf die Terza Visione 3, die letzte Woche in Nürnberg stattfand, bespricht Udo Rotenberg auf L’amore in città den Film „ Eine freie Frau“ von Vittorio Cottafavi.

– Oliver Nöding hat sich auf Remember It For Later filmisch nach Japan begeben. Unter anderem sah er „Branded To Kill“, ein Film, der für mich ganz besondere Bedeutung hat, da ich ihn einmal im Nachtprogramm eines unserer dritten Programme erwischt und er mich so stark beeindruckt hat, dass nach einer Zeit der Desorientierung (Was war das?) Bilderfetzen noch viele, viele Jahre durch mein Hirn spukten. Witzigerweise habe ich mir die tolle REM-Bluray auch erst vorletzte Woche angeschaut und war wieder hin und weg. Desweiteren bespricht Oliver „Horrors of Malformed Men“,Kôji Wakamatsus düsteren „Go Go Scond Time Virgin!“ und den Klassiker “Jigoku”.

– Japan 2: Der fantastische Kiyoshi Kurosawa hat mit „Journey to the Shore“ einen neuen Film am Start und Michael Schleeh von Schneeland hat ihn besprochen.

– Japan 3: Auch enfant terrible Sion Sono ist wieder da und hat mit „The Whispering Star“ ein „elegische Science-Fiction-Gedicht“ an den Start gebracht, wie Frank Schmidke von cinetastic weiß.

– Japan 4: Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hat sich über Ishirô Hondas „Varan – Das Monster aus der Urzeit“ amüsiert.

– Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry über den Mary-Pickford-Film „Stella Maris“ von Marshall Neilan und dazu passend das Büchlein“Mary Pickfords Locken“ von Stefan Ripplinger geschrieben.

Das Bloggen der Anderen (29-03-16)

Von , 29. März 2016 23:01

bartonfink_type2– Es gibt immer einige Filmblogs, die einem von Grund auf sympathisch sind, und bei denen man es aufrichtig bedauert, wenn man sie nicht verlinkt, weil die Beiträge gerade nicht ins Konzept passen. Umso mehr freut es mich, diesmal einen Text von Tonight Is Gonna Be a Large One zu empfehlen, der sich zwar nicht direkt mit Film, dafür aber mit dem Bloggen an sich beschäftigt und der immer wiederkehrenden Frage: Lohnt sich das alles noch? Vieles von dem, was bullion da schreibt, könnte ich so unterschreiben.

– Unter dem Titel „Cinema Moralia“ bloggt Rüdiger Suchsland auf Out Takes über alle möglichen Themen. Auch sein aktueller Eintrag ist eine lose Sammlung von Gedanken und kritischen Anmerkungen.

– Udo Rotenberg berichtet auf Grün ist die Heide von einem fast schon „verschwiegenen“ Film, der nach seinem Kinostart 1971 in der Versenkung verschwand und niemals – bis auf Italien – irgendwo auf VHS, geschweige denn DVD veröffentlicht wurde: Das Drama „Die Spalte“ von Gustav Ehmck. Udo schreibt: „Gewalt, Ausbeutung und Prostitution sind in „Die Spalte“ kein Spiel zwischen Männer-Fantasie und moralischer Entrüstung, sondern erbarmungslose Realität.“

– Um Prostitution geht es auch in „Top Girl oder la déformation professionelle“. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de kann das nüchterne Portrait des Alltags einer Prostituierten allerdings nicht so recht überzeugen. Weitaus mehr hat ihn „The Tribe“ mitgerissen, eine „in Kombination mit dem zugleich hässlichen und kunstvollen Äußeren (…) neuartige und faszinierende, zugleich auch anstrengende Filmerfahrung, die einen danach nicht wieder loslässt“. Bei seiner Rezension der deutsche Found-Footage (*gähn*) Produktion „Seekers“ merkt man dann deutlich, das er den Film gerne besser gefunden hätte, als er tatsächlich war.

– Volker Schönenberger von Die Nacht der lebenden Texte hat sich ebenfalls eine neue deutsche Genre-Produktion vorgenommen: Den amerikanischen Vorbildern nacheifernden und mit zahlreichen bekannten Synchronsprechern besetzten „Radio Silence“, den er „vergnüglich“ fand.

– Michael Schleeh berichtet auf Schneeland ausführlich und informativ vom 40. Hong Kong International Film Festival.

– Rainer Kienböck kehrt auf Jugend ohne Film nochmals zur Grazer Diagonale zurück und konzentriert sich diesmal auf die experimentellen und avantgardistischen Filme. Und Patrick Holzapfel reflektiert über die Geschwindigkeit in Tony Scotts letztem Film „Unstoppable“.

– Sonja Hartl hat auf B-Roll einige sehr kluge und wahre Worte über das unsägliche Etikett „wie Tarantino“ für alle möglichen „schwarzhumorigen Gangsterkomödien“ geschrieben. Patrick Holzapfel (ja, wieder) reflektiert über „Such- und Traummaschinen: Zum filmischen Motiv der Suche“.

– Die beiden Fußball-Laien Frédéric Jaeger und Nino Klingler haben sich für critic.de zum Fußballfilmfestival 11mm begeben, um von Fans lernen, den Fußball zu verstehen.

– Christian Genzel hat auf Wilsons Dachboden Joe Dantes letzten Kinofilm „Weg mit der Ex“ gesehen, auf den er sich sehr gefreut hat, der ihn aber dann doch enttäuscht zurückgelassen hat.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über eine 80er-Ikone: „Top Gun“. Schade nur, dass beide den Film nicht besonders mochten. Hier wäre es vielleicht etwas spannender gewesen, wenn sie sich mal mit einem Fan des Filmes unterhalten hätten. Trotzdem interessant, wie zwei Menschen den Film sehen, die ihn in den 80ern nicht „live“ erlebt haben, ihm mit dem Abstand von 30 Jahren begegnen.

– Manchmal macht man Fehler. Eine, den ich noch immer sehr bereue ist es, vor zwei Jahren beim Filmfest in Oldenburg einen anderen Film der Doku „Lost Soul: The Doomed Journey Of Richard Stanley’s Island of Lost Souls“ vorgezogen zu haben und somit nicht nur ein Double-Feature mit eben „Island of Lost Souls“ verpasst zu haben, sondern – wie ich später erfuhr – auch noch Richard Stanley persönlich. Wenn ich lese, was Oliver Nöding auf Remember It For Later über die Doku schreibt, hat mein Hintern jetzt eine riesige Bisswunde. Ferner schreibt er über „Rolling Vengeance“, einem „Monster-Truck“-Film. Und ich erinnere mich noch gut, dass ich den Film eben unter diesem Titel einst im Kino (!) sah, um zwei Wochen überrascht festzustellen, dass der schon in der Videothek meines Vertrauens im Regal stand. Ich fühlte mich leicht veralbert.

– 1965 drehte Elvis-Stammregisseur Norman Taurog das Vincent-Price-Vehikel „Dr. Goldfoot And The Bikini Machine“ als Slapstick-artige Bond-Parodie. Ein Jahr später entstand die Fortsetzung „Dr. Goldfoot And The Girl Bombs“ unter der Regie von… Mario Bava! Mit Franco & Ciccio!! Und Vincent Price!!! Funxton hat beide Filme gesehen und weiß einiges darüber zu erzählen.

yzordderrexxiii ist in Liebe zu Aldo Lados wunderbaren „Malastrana“ entflammt.

– Mauritia Meyer schreibt auf Schattenlichter über einen ihrer Lieblingsfilme: „“Il delitto del diavolo“ ist ein poetischer Film, der uns verführt und zu angenehmen Wachträumen einlädt. Ein Kurzurlaub vom Lärm und der Schnelllebigkeit unseres Alltags in formvollendeter behaglicher Siebziger-Atmosphäre.“

– Der Kinogänger schreibt über den Film „Max und die drei Musketiere“ mit Max Linder, dem großen Vorbild von Charlie Chaplin. Eine bei Linders kurzen Ausflug in die USA entstandene Parodie.

– Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von Hauptsache (Stumm)Film! Gabelinger geht ausführlich auf Jules Dassins „Das Gespenster von Canterville“ mit Charles Laughton in der Titelrolle ein.

– Lukas Foerster empfiehlt auf Dirty Laundry Kim Ki-young „komplett psychedelisch enthemmten Film“ „Woman of Fire“.

– Jamal Tuschick rechnet auf Hard Sensations mit „Rock the Kasbah“ (dem Film, nicht dem Song) ab.

– Und zuletzt: Real Virtualinks auf real virtuality.

Das Bloggen der Anderen (21-03-16)

Von , 21. März 2016 20:01

bartonfink_type2– Diagonale Nachklapp. Weiter Berichte vom Filmfestival in Graz gibt es von Karsten Munt auf critic.de und aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive auf B-Roll von Patrick Holzapfel, der selber einen Film auf der Diagonale gezeigt hat.

– In jeder Woche gibt es immer ein Film, der in vielen Blogs besprochen wird. Zumeist natürlich aktuelle Kinofilme, die einen großen Start haben. Manchmal aber auch kleine Filme, die nur in wenigen Kinos zu sehen sind. Ein solcher Film ist „Herbert“, von dem ich hier erstmals lass. Ich weiß nicht, ob ich mir den Film ansehen werde, denn er handelt von der heimtückischen Krankheit ALS. Erst letzte Woche jährte sich der Todestag meines Vaters zum ersten Mal, der dieser grauenvollen Krankheit bei welcher der einst so aktive Körper zum Gefängnis wird, letztes Jahr erlag. Von daher weiß ich leider nur allzu gut, wovon in „Herbert“ die Rede ist. Hier trifft es einen ehemaligen Boxer (die Krankheit sucht sich sehr häufig sportlich sehr aktive Menschen, was ich für einen bitteren Zynismus des Schicksals halte), der nach Erhalt seines Todesurteils gezwungen ist, seinem bisherigen Leben ins Auge zu schauen, während sein Körper zerfällt. Philipp Baumgartner schreibt über den Film auf Daumenkino, Jamal Tuschick auf Hard Sensations und Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de. Ich hoffe viele Menschen sehen den Film, da die Krankheit immer noch einen „Exotenstatus“ hat.

– Marco und Bianca setzen sich auf Duoscope sehr intensiv mit dem Film „Room“ auseinander.

Der Kinogänger hat wieder Neues aus Hollywood.

– „Ich bin tot, macht was draus!“ lief im letzten Jahr auf dem Internationalen Filmfest in Oldenburg, wo ihn mein Weird-Xperience-Kollege Stefan gesehen und mir wärmstens empfohlen hat. Ronny Dombrowski von Cinetastic gefiel er auch, aber er hat auch einiges auszusetzen.

– Thorsten Krüger von Komm & Sieh empfiehlt die deutsche Genre-Produktion „Der Nachtmahr“, die im Mai in die Kinos kommt, mit den Worten: „Gutes deutsches Genrekino (wie zuletzt „Blutgletscher“ oder „Stereo“), das aber zugleich in die Avantgarde vorstößt“.

– Wilson Yip und Donnie Yen lassen zum dritten Mal Bruce Lees Lehrer „Ip Man“ von der Leine. Sebastian von Nischenkino hat ihn schon mal gesehen.

– Einen weiteren Nachruf auf Ken Adams hat Joachim Kurz auf B-Roll verfasst. Alexander Matzkeit befasst sich eingehend mit einem sehr spannenden Thema: Kreatives „Content Marketing“. Andreas Köhnemann wiederum gibt einen guten Überblick darüber, wie sich Hollywood selber im Film darstellt.

– Nochmal Alex Matzkeit: Auf seinem Blog real virtuality verteilt er wieder Real Virtualinks.

– Auf Revolver findet sich ein Interview mit Cristina Nord (die übrigens jahrelang auch in der Jury zum Bremer Filmpreis saß) über ihren Weg zur Filmkritik, die Möglichkeiten eines cinephilen Feuilletons und neue Herausforderungen.

– Antonio Pietrangeli ist einer jener Regisseure, die es gilt wiederzuentdecken. Erst kürzlich erschien „Ich habe sie gut gekannt“ (auch wenn mir ein übereifriger Foren-Troll die Freude daran verdorben hat), nun bespricht Udo Rotenberg auf L’amore in città seinen Film „Das Mädchen aus Parma“ von 1963.

– Ich freue mich immer, wenn Alex Klotz auf Hypnosemaschinen mir vollkommen unbekannte Filme ausgräbt. Diesmal: Der französisch-schweizerische Film „L’étrange château du docteur Lerne“.

– Christian Genzel hat sich auf Wilsons Dachboden die US-Teenie-Sex-Komödie „Screwballs“ vorgenommen. Die habe ich nicht gesehen, erinnere mich aber gut an einen Artikel in der Cinema damals, die mit einem Bild garniert war, auf dem mich die Physionomie einer Darstellerin ganz wuschig machte. Wenn ich mich nicht irre – aber das müsste nachzuprüfen sein – waren die Bilder aus dem Film in der Cinema ebenfalls mit etwas zottigen Bildunterschriften versehen.

– Auf Short Cuts Totale wird ausführlich auf Ingmar Bergmans Regiedebüt „Kris“ eingegangen.

„The Naked Prey“ ist mir das erste Mal aufgefallen, als er in der „Masters of Cinema“-Reihe bei Eureka herauskam. Wenn ich jetzt bei funxton lese: „Heraus kam einer jener Filme, die mit dem guten alten Prädikat “seiner Zeit weit voraus” versehen werden dürfen. In “The Naked Prey”, neben seiner Anlehnung an eine authentische Episode aus dem Leben des frontierman John Colter selbst eine thematische Variation von Sam Fullers Western “Run Of The Arrow”, finden sich etliche Vorarbeiten für diverse Nachzügler der kommenden Jahre, von “The Man They Called Horse” über “First Blood” bis hin zum italienischen Kannibalenfilm“ will ich den auch sehen. Dafür gibt es dann noch einen fetten Verriss von Erwin C. Dietrichs „Schwarzer Nerz auf zarter Haut“.

– Zweimal Italien. Yzordderrexxiii stellt nach einer verzückten Sichtung von „The Psychic“ fest, dass er bald noch zum Fulci-Fan wird und bedauert, dass der feine Frühgiallo „Libido“ von Ernesto Gastaldi & Vittorio Salerno nicht bekannter ist.

– Party Time mit den Village People auf Remember It For Later, wo Oliver Nöding „Can’t Stop the Music“ besprochen hat. Und noch ein paar “guilty pleasures” hinterher: Die Slasher “Hospital Massacre” (aka X-Ray) und “Pieces”.

– Was hat James Cameron eigentlich vor „The Terminator“ gemacht? Volker Schönenberger von Die Nacht der lebenden Texte weiß es.

Das Bloggen der Anderen (14-03-16)

Von , 14. März 2016 19:40

bartonfink_type2– Letzte Woche verstarb der große und immens einflussreiche Set-Designer Ken Adams, der mit seinen James-bond-Bauten und dem Kubrickschen „War Room“ Ikonen für die Ewigkeit schuf. Sebastian widmet ihm auf Magazin des Glücks einen Nachruf. Ferner stellt Sebastian noch fünf Kurzfilme des sowjetischen Regisseurs Michail Kobachidse vor.

– Wieder Festivalzeit! Diesmal wird sich auf der Diagonale in Graz herumgetummelt. Joachim Kurz und Patrick Holzapfel berichten für B-Roll, Patrick schreibt zusätzlich noch zusammen mit Rainer Kienböck für Jugend ohne Film.  Und auch Karsten Munt von critic.de ist dabei.

– Ebenfalls bei critic.de schwärmt Till Kadritzke vom tollen Besonders Wertlos 2016: 18. Festival des deutschen psychotronischen Films.

– Nochmal Patrick Holzapfel. Auf B-Roll macht er sich kontroverse Gedanken darüber wie der Schrecken des Holocausts im Film dargestellt wird und verweist dabei kritisch auf Oscar-Gewinner „Son of Saul“.  Mit einem schöneren Thema beschäftigt sich Urs Spörri, nämlich der „Neuen Deutschen Sinnlichkeit“.

– Als Abschluss seiner letztwöchigen „Aliens“-Retrospektive, stellt Heinrich Lenhardt als Gastautor auf Wilsons Dachboden noch die beiden PC-Spiel-Umsetzungen von „Aliens“ vor. Für Nostalgiker.

Screen/read hat ein Interview mit (Zitat:) „Kanadas spannendstem Horror-Nachwuchs“, Gigi Saul Guerrero, Luke Bramley and Raynor Shima, geführt.

– Gregor Torinus widmet sich auf Hard Sensations der „Human Centipede“-Trilogie. Vom vielversprechenden und unterschätzen Erstling bis zum vollkommen in sich implodierten Abschluss.

– Volker Schönenberger stellt auf Die Nacht der lebenden Texte Fritz Langs Meisterwerk „Der müde Tod“ vor.

– Auf geht’s nach Italien! Nachdem ihn letzte Woche „Spuren auf dem Mond“ nicht vollends begeistern konnte, ist Sebastian von Nischenkino von Luigi Bazzonis Erstling „La Donna del Largo“ hingerissen.

Yzordderrexxiii schreibt begeistert über Lucio Fulcis wunderschönen „Nackt über Leichen“.

– Roberto Bianchi Monteros Giallo „Schön, nackt und liebestoll“ (was für ein Titel!) hat totalschaden von Splattertrash sehr viel Spaß gemacht.

Einen interessanten Mischmasch hat Udo Rotenberg auf Grün ist die Heide anzubieten. Einen Film, den der großartige Rolf Olsen 1963 begann und der spätere Großmeister des deutschen Pornofilms Hans Billian 1966 vollendete. „Das Spukschloss im Salzkammergut“ mit Udo Jürgens und Hannelore Auer.

– Oliver Nöding von Remember It For Later hat einen Film gesehen, den die Öffentlichkeit nie zu sehen bekommen sollte. Oder konnte. Oder wie auch immer. Wer den „legendären“ Titel errät, der kriegt mit etwas Pech einen großen Bruder. In eine ähnliche Kerbe (aber nicht im Giftschrank verschwunden) ist „Xanadu“, der „angeblich als Inspiration für den berühmt-berüchtigten Razzie Award, den Anti-Oscar, der hierzulande als “Goldene Himbeere” bezeichnet wird“. Da tut es doch gut, wenn Oliver „Straßen in Flammen“ mit den Worten bespricht: „STREETS OF FIRE ist ein Meisterwerk, einer jener Filme, die die Ästhetik ihres Jahrzehnts nicht nur in Reinkultur verkörpern, sondern sie transzendieren, totales Kino, ein Werk formgewordener Emotion, ein Traum in Bild und Ton“.

– Michael Schleeh schreibt auf Schneeland über den Dokumentarfilm „Nuclear Nation“ von Atsushi Funahashi und hat eine Liste mit japanischen Filmen zusammengestellt, die sich mit dem Thema Fukushima auseinandersetzen.

– Für mich eine wertvolle Auflistung (nach empfohlenem Alter sortiert): Kinderfilme mit starken Mädchen-Figuren von Rochus Wolff auf dem Kinderfilmblog.

– YP und PD unterhalten sich auf Film im Dialog über den Oscar-Gewinner für den besten Film: „Spotlight“.

– Und 35-Millimeter-Redakteur Ansgar Skulme stellen in einem Gastbeitrag auf Duoscope einen der großen (zu Unrecht) Vergessenen vor: Die Horrorikone Lionel Atwill.

– Eine Liebeserklärung von david auf Whoknows presents an Howard Hawks „Ein Goldfisch an der Leine“. Damit steht er nicht allein: „Jean-Luc Godard als individueller Kritiker wie auch die gesamte Redaktion der cahiers du cinéma kürten MAN‘S FAVORITE SPORT? zu einem der 10 besten Filme des Jahres. Der britische Filmjournalist Phil Hardy ging in einem kurzen Review noch weiter, als er MAN‘S FAVORITE SPORT? als „the quintessential Hollywood auteur movie“ bezeichnete.“

– Mauritia Mayer gesteht auf Schattenlichter, Tobe Hoopers Stephen-King-Verfilmung „Salem’s Lot“, „einfach hoffnungslos und bedingungslos“ zu sein und hat dem Film einen schönen Text gewidmet. Ich mag den Film ja auch – möglicherweise, weil „Brennen muss Salem“ mein erstes Stephen-King-Buch war.

– Schlombie hat auf Schlombies Filmbesprechungen eine schöne und wahre Kritik zu Romeros „Zombie 2 – Das letzte Kapitel“ geschrieben.

Funxton macht sich für die Wiederentdeckung von Robert Zemeckis frühen Spielfilm „Used Cars“ stark: “Ein kleines Schätzchen, das bei uns bei Weitem nicht das Renommee genießt, das ihm in seinem Entstehungsland zukommt. Das ist schade und wird sich vielleicht eines Tages nochmal ändern.“

– Alex hat neue Real Virtualinks auf real virtuality.

Das Bloggen der Anderen (07-03-16)

Von , 7. März 2016 18:41

Eine persönliche Bemerkung vorab. Vielleicht hat sich der ein oder andere gewundert, dass hier die letzten zwei Wochen Funkstille herrschte. Ich habe lange überlegt, ob ich das an dieser Stelle schon wieder thematisiere. Ich versuche, mich mal kurz zu fassen: Als das Bloggen der Anderen vor zwei Wochen anstand, hatte ich schon das ganze Wochenende über alles vorbereitet, aber dann nahm mich mein Job am Montag so stark in Anspruch, dass ich irgendwann merkte, dass ich für eine pünktliche „Lieferung“ noch bis nach Mitternacht vor dem Rechner sitzen müsste. Das wollte und konnte ich nicht, also verschob ich die Veröffentlichung auf Dienstag. Leider spielte sich am Dienstag dasselbe Lied ab. Ich war sehr spät von der Arbeit Zuhause und zu erschöpft, um noch eine Zeile in die Tastatur zu hämmern. Da ich in mir auch einen starken Widerwillen gegen jede Art von Posting spürte, wusste ich, dass es wieder Zeit war eine (unkommentierte) Auszeit zu nehmen. Und so werde ich es in Zukunft auch weiter halten. Wenn ich merke, dass das Bloggen dieser Rubrik zu einer spürbaren Last wird, werde ich nichts posten. Momentan geht es nach zwei Wochen Pause auch wieder besser, und im Job hat sich auch einiges zum Besseren gewendet. Daher hoffe ich, dass mir das Schreiben jetzt wieder auf Dauer Spaß macht.

bartonfink_type2– Patrick Holzapfel widmet sich auf B-Roll zunächst Friedrich Wilhelm Murnau, der vor 85. bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Er nimmt dabei dem „Skandal“ um Murnaus verschwunden Kopf zum Anlass, dem Meisterregisseur drei Briefe zu schreiben. Ferner widmet sich Patrick anlässlich der Jim-Jarmusch-Retrospektive im Filmmuseum München dem Thema: „Jim Jarmusch und der Tod von Popkultur im Film“.

– Auf Patricks Blog Jugend ohne Film berichtet Rainer Kienböck von einem Besuch im Museo Nazionale di Cinema in Turin. Andrey Arnold schreibt ein (Bild-)Gedicht namens Paranoia.

– Auf critic.de führt Martin Gobbin ein Gespräch mit dem französischen Filmemacher Philippe Grandrieux.

Der Kinogänger berichtet wieder, was es Neues aus Hollywood gibt.

– Auf Die Nacht der lebenden Texte beginnt Volker Schönenberger mit „Stalag 17“ eine Bily-Wilder-Retrospektive. Und Dirk Ottelübbert erinnert an den wunderbaren Thriller „Ein Köder für die Bestie“.

– In seiner Reihe „Class of 1986“ hat sich Christian Genzel auf Wilsons Dachboden wieder ein Werk aus diesem Jahr vorgenommen und detailliert besprochen: „Aliens“ von James Cameron. Auch die Musik für den Film, die für Komponist James Horner in mehrfacher Hinsicht ein Albtraum war, wird eingehend vorgestellt. Ebenfalls sehr interessant :Christians Beobachtungen zum langsamen Verschwinden des Bonus-Materials bei aktuellen Heimkino-Veröffentlichungen.

– Alex Matzkeit hat auf real virtuality neue Real Virtualinks am Start.

– “Das Geheimnis der grünen Stecknadel” wurde in Deutschland als Teil der Edgar-Wallace-Serie vermarktet und ist im Rest der Welt unter dem Titel „What have you done to Solange“ bekannt. In Deutschland floppte er damals, ist heute aber als einer der besten Gialli beliebt. Völlig zu Recht meint auch Mauritia Mayer von Schattenlichter.

– Das sieht man auch nicht alle Tage: Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen vergibt an Mario Bavas großartigen „Planet der Vampire“ eiskalt 2 von 5 Punkte.

– Und noch eine Überraschung: Sebastian vom Nischenkino ist nicht gerade begeistert von Luigi Bazzonis „Spuren auf dem Mond“, der sonst – wie ich finde zu Recht – in diversen Blogs und Foren gefeiert wurde.

– Oliver Nöding schreibt auf Remember It For Later über „Roar“. Ein Film von dem ich eine Menge gehört habe und mich noch dunkel an die Werbekampagne damals erinnern kann. Zugleich einer der größten Flops der Filmgeschichte und „Es wird oft geschrieben, aber hier passt es wie die Faust aufs Auge: Has to be seen to be believed.“ Jetzt würde ich den ja wirklich gerne sehen. Ferner beschäftigt er sich mit Kurt Nachmans seltsamen, aber wunderbar anzuschauenden „Die nackte Gräfin“ mit der tollen Musik von Gerhard Heinz. Zu letzterem ein kurzer Hinweis. In dem Franco-Film „Lolita am Scheideweg“, der in der deutschen Fassung ebenfalls von Heinz gescored wurde, kommen ein paar Noten vor, die ich als „bei „Jaws“ geklaut“ abgehakt hatte. Tatsächlich ist das aber der Beginn des Schlagers „Die sieben Todsünden“ – ebenfalls von Heinz, aus „Die nackte Gräfin“ und weit vor „Jaws“ entstanden.

– Weiter geht’s mit deutschem Filmgut: totalschaden von Splattertrash empfiehlt Rolf Olsons „Wenn es Nacht wird auf der Reeperbahn“ mit den Worten „Flott erzählt, trefflich besetzt und nie um eine plakative Zurschaustellung von Drogen, Sex und Gewalt verlegen“.

– Immer noch Deutschland: Auf Grün ist die Heide schreibt Udo Rotenberg über „Perle der Karibik“, den Manfred Stelzer 1981 inszenierte und den Udo beim letzten Hofbauer-Kongress sah.

– Cameron ist auf Drei Cineasten schwer von Jacques Tourneurs erstem Farbfilm „Canyon Passage“ begeistert und belegt dies mit einigen schönen Screenshots.

– Auf Short Cut wird Ingmar Bergmans letzter Film „Sarabande“ eingehend analysiert.

– Kemal Karabacak und Oliver Schmidt nehmen sich auf Daumenkino Sion Sonos „Tokyo Tribe“ vor und kommen zu unterschiedlichen Einschätzungen.

– YD und PD halten beide „Hail, Caesar“ nicht für den besten Film der Coen-Brothers, sind in Ihrer Einschätzung auf Film im Dialog aber unterschiedlich streng.

Mise en cinéma schreibt über „Mustang“: „Ergüvens Spielfilmdebüt ist ein kraftvolles Drama und ein großes Ausrufezeichen für den türkischen Film.“

– Der Horrorfilm „Clown“ wurde mir vor kurzem auch angeboten. Klang nach billiger Standardware und als ich lass, dass Eli Roth da seine Finger drin hatte, habe ich ablehnte. Doch nach den sehr positiven Reaktionen von funxton und screen/read war das wohl ein Fehler.

– Mittlerweile sagen mir die Namen Isaac Florentine und Scott Adkins auch etwas. Martin Beck widmet dem neusten Werk des Action-Duos, „Close Range“, auf Reihe Sieben ein paar Worte.

Das Bloggen der Anderen (15-02-16)

Von , 15. Februar 2016 22:06

bartonfink_type2– Es ist wieder Berlinale. D.h. viele Filmbloggern tummeln sich in der Hauptstadt und füllen ihre Blogs mit hautnahen Berichten vom größten deutschen Filmfestival. Ich ziehe mir mal mehr oder weniger wahllos einige Reviews heraus. So hat Michael Sennhauser für Sennhausers Filmblog u.a. „Midnight Special“ von Jeff Nichols und „Europe She Loves“ von Jan Gassmann angesehen, die sich beide recht interessant anhört. Michael Kienzl berichtet auf critic.de über den japanischen 8mm-Film der 1970er und 80er Jahre, eine Szene in der auch Sogo Ishii, Shinya Tsukamoto und Sion Sono beheimatet waren und dem im Forum eine Reihe gewidmet ist. Michael Schleeh schaut sich für Schneeland selbstverständlich auch einen japanischen Film an. „Hee“ von Kaori Momoikann ihn aber nicht recht überzeugen. Die Daumenkino-Redaktion befindet sich komplett auf der 66. Berlinale und schreibt fleißig über die von ihnen gesehenen Filme. Für Jugend ohne Film ist Rainer Kienböck in Berlin am Start. Werner Sudendorf ärgert sich auf new filmkritik über eine angebliche „Weltpremiere“. Katrin Eissing schreibt auf Revolver über die begleitende/Gegen- Veranstaltung „Die Woche der Kritik“.

– David ist auch nach drei Jahren noch immer begeistert von dem serbischen Film „Rendezvous in Belgrad“ und erklärt auf Whoknows presents ganz genau warum.

– Unter dem Titel „Deadpool ist erst der Anfang des pubertären Superheldenkinos“ hat Alex Matzkeit einige sehr kluge und interessante Gedanken zum aktuellen Superheldenkino und den beiden aktuellen Filmen „Deadpool“ und „Suicide Squad“ und deren Folgen aufgeschrieben. Lesenswert! Außerdem gibt es wieder seine Real Virtualinks.

– Patrick Holzapfel zeigt sich auf Jugend ohne Film von dem Buch „Film-Konzepte 41: Pedro Costa“ alles andere als begeistert.

– Noch ein Filmbuch: Bluntwolf rezensiert auf Nischenkino sehr wohlwollend „Quentin Tarantino: Die blutige Wahrheit“. Allerdings macht mich sein Text da eher skeptisch.  Gar nicht skeptisch macht mich sein Text zu „Lady Snowblood“, der eh einer der tollsten japanischen Filme aller Zeiten ist.

– Oliver Nöding verteidigt auf Remember It For Later den vielgescholtenen, ehemaligen Fan-Liebling M. Night Shyamalan. Ferner hat er bei John und Bo Dereks „Tarzan“ ziemlich gestaunt und kommentiert meinen Lieblings-Franco: „Sie tötete in Ekstase“, den ich schon mal in Bremen als 35mm-Kopie zeigen konnte (vor 5 Zuschauern, eine zweite Vorstellung fiel aus, weil keiner kam).

– Udo Rotenberg empfiehlt auf seinem Blog Grün ist die Heide den recht unbekannten Widerstands-Film „Geheimaktion Schwarze Kapelle“, den Ralph Habib 1959 mit Peter van Eyck und Dawn Addams inszenierte.

– Mauritia Mayer resümiert auf ihrem Blog Schattenlichter nach der Sichtung des wundervollen „Spuren auf dem Mond“: „“Spuren auf dem Mond“ kommt auf leisen Sohlen, verbreitet Gefühle von Beklemmung und Unbehagen und hinterlässt seine Fußabdrücke auf unserer Seele.“

– Als ich „Basket Case“ vor ca. 25 Jahren das erste Mal sah, mochte ich den gar nicht. Nachdem ich den Film vor gut einem Jahr mal wieder sah, war ich von ihm ähnlich begeistert wie funxton. Wie die Zeit doch die Sicht auf Filme ändern kann.

– Nicht wirklich d’accord bin ich mit der Einschätzung, die YP und PD auf Film im Dialog dem Kathryn-Bigelow-Film „Point Break“ angedeihen lassen. Den fand ich doch um einiges besser. Ist allerdings auch schon lange her, dass ich den das letzte Mal gesehen habe.

– Von „Interrabang“, den Sascha auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte bespricht, habe ich – trotz großer Italo-Affinität – bisher noch nie etwas gehört. Klingt sehr interessant.

Interessant klingt auch die Doku, über die Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de schreibt. Darin geht es um einen Vater, der seine Söhne von der Außenwelt abschottet und sie das Leben nur via zweiter Hand – per Videos – erleben lässt.

– „Eine Perle des österreichischen Nachkriegskinos!“ So nennt totalschaden von Splattertrash Eddy Sallers „Geißel des Fleisches“, und dem schließe ich mich vorbehaltlos an.

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