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Das Bloggen der Anderen (30-05-16)

Von , 30. Mai 2016 17:13

bartonfink_type2– Wer sagt, dass deutsche Kino wäre tot? Im Moment fühlt es sich sehr lebendig an. Gerade durch mutige Produktionen abseits von Förderung und TV-Geldern. Das schönste Beispiel derzeit ist „Der Nachtmahr“, der in den Blogs enthusiastisch besprochen wird. So von Oliver Nöding auf critic.de, Christian Witte auf cereality und Sebastian Selig auf Hard Sensations. Dazu passend gibt es auf B-Roll noch ein Interview von Joachim Kurz mit dem Regisseur AKIZ.

– Der deutsche Film steht auch sonst bei B-Roll im Zentrum, wo gerade eine auf sechs Teile angelegte Reihe zum Thema „Deutscher Film“ von Harald Mühlbeyer und Urs Spörri gestartet ist. Und Rochus Wolff schreibt über die Beziehungen von Kindern zu Monstern. Ein ganz wunderbarer Artikel, der mich nicht nur als Vater sehr interessiert hat, sondern natürlich auch als jemand, der einmal selber Kind war und sich den Monstern gestellt hat. Dazu eine kleine Anekdote, die hier sehr gut passt, da Rochus sie ebenfalls an den Anfang seines Textes stellt. Neulich standen wir nach einer Weird-Xperience-Vorstellung noch nett beieinander und da kam das Gespräch auf „Tanz der Vampire“ – und drei Leute erzählten gleichzeitig, wie sie von diesem Film als Kind traumatisiert wurden, als er einst im ZDF lief. Vom Alter her müssen wir damals alle dieselbe TV-Ausstrahlung (laut meinen Recherchen am 8. April 1983) gesehen haben und vermute Rochus Wolff wurde auch dessen „Opfer“.

– Frédéric Jaeger lässt auf critic.de noch einmal den diesjährigen Cannes-Jahrgang Revue passieren. Michael Kienzl erinnert anlässlich einer Retrospektive im Berliner Zeughauskino an den in Vergessenheit geratenen Regisseurs Sohrab Shahid Saless.

– Sebastian Schwittay schreibt auf odd&excluded über die Dokumentarfilm-Arbeiten von Elfi Mikesch und nimmt sich diesmal „Was soll’n wir denn machen ohne den Tod“ von 1980 vor.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen widmet sich der späten Phase der legendären Edgar-Wallace-Reihe, was ich toll finde, da diese nur selten näher beleuchtet wird und ich gerade diese Filme für sehr spannend halte. Wahrscheinlich, weil ich sie erst sehr, sehr spät gesehen habe (sie liefen ja im Gegensatz zu den älteren filmen der Reihe so gut wie nie im TV) und nur die Verrisse aus dem Goldmann-Buch „Die Edgar-Wallace-Filme“ kannte. „Der Mann mit dem Glasauge“ hat Schlombie dabei besonders gut gefallen. Zu Recht!

– Witte schreibt auf Die drei Muscheln darüber, warum Maren Ades „Tone Erdmann“ so toll ist.

– Von Deutschland nun nach Italien: totalschaden empfiehlt auf Splattertrash den Italo-Western „Vier für ein Ave Maria“ aus der Zeit, als Spencer/Hill noch nicht für Komödien standen und „Sieben goldene Männer“, den er so beschreibt: „Wundervoll inszeniert, begnadet besetzt und stets mit einem zwinkernden Auge bewaffnet, liefert der obendrein toll ausgestattete und vertonte Streifen wundervolle Unterhaltung.“

– Udo Rotenberg widmet sich auf L’amore in città weiter dem italienischen Episodenfilm der 60er Jahre. Diesmal: „Le bambole“ (Die Puppen), der Anfang 1965 in die Kinos kam.

– Jetzt Frankreich. Michel Gondry hat einen neuen Film gedreht, was mich immer wieder sehr freut. Über seinen Coming-of-Age-Film „Mikro & Sprit“ habe ich jetzt das erste Mal von Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de gehört. Oliver ist von dem Film restlos begeistert und verteilt die bei ihm sehr seltene 9 von 10.

– Sebastian auf Magazin des Glücks über den aktuellen französischen Zeichentrickfilm „April und die außergewöhnliche Welt“: „Comic-Künstler Jacques Tardi (…) (re-)mixt für das visuelle Universum seiner Steampunk-Uchronie – detailfreudig, ironisch und ohne dabei den ureigenen Stil zu verlieren – magischen Realismus, ökologische Dystopie und vergangene Zukunftsträume, die kristallklare Düsternis von Feuillade, die alptraumhaften Märchenwelten von Miyazaki und die expressiven Science-Fiction-Visionen von Fritz Lang zu einem eklektizistischen Grafiktrip der Extraklasse.“ Muss ich sehen.

– Japan. Schneeland. Michael Schleeh ist begeistert von Takashi Ishiis „Gonin Saga“, den er auf der Nippon Connection 2016 sah.

– Nicolai Bühnemann hat auf filmgazette ein sehr langes und interessantes Essay über den spanischen Regisseur Eloy de la Iglesia veröffentlicht, den man hierzulande leider bisher nur von seinem Film „Cannibal Man“ her kennt., der aber so viel mehr zu bieten hat.

– „Preisfrage: Was verbindet Josef von Sternbergs AN AMERICAN TRAGEDY und Luis Trenkers DER KAISER VON KALIFORNIEN? Ganz einfach: Beide Filme wurden nicht von Sergej Eisenstein inszeniert.“ So beginnt Manfred Polaks ebenfalls sehr langes und lesenswertes Essay auf Whoknows presents über die Hollywood-Jahre eines Genies.

– „Pumkinhead“ ist einer der Lieblingsfilme von Oliver Nöding. Warum, dass erklärt er auf Remember It For Later.

Das Bloggen der Anderen (23-05-16)

Von , 23. Mai 2016 16:34

bartonfink_type2– Wie der eine oder andere schon mitbekommen hat, schreibe ich regelmäßig für das Printmagazin „35 Millimeter – Das Retro-Filmmagazin“, welches sich mit dem Film von 1895 – 1965 beschäftigt. Douscope hat nun ein sehr langes und interessantes Gespräch mit „meinem“ Chefredakteur Jörg Mathieu geführt, bei denen einige Dinge zutage kamen, die auch ich noch nicht wusste.

– Cannes, Cannes, Cannes… jetzt ist das Festival an der Rivera schon wieder vorbei. In den Blogs der letzten Wochen war es aber natürlich noch Thema Nr. 1. So besprach Sennhausers Filmblog die neuen Filme von Paul Verhoeven (ich wusste gar nicht, dass der wieder gedreht hatte und die mit der Huppert), Nicolas Winding Refn, Brillante Mendoza, Pedro Almodóvar, Olivier Assayas und Jim Jarmusch.  Frédéric Jaeger von critic.de ist von der finalen Preisvergabe schwer enttäuscht.

– Hier mache ich einmal eine Ausnahme: Vom Zeitrahmen fällt der nächste Hinweis nicht mehr in die letzten Woche und es ist eher ein Podcast (die ich ja nicht verlinke, da ich keine Zeit habe sie mir anzuhören). Aber für Christian Genzels Interview auf Wilsons Dachboden mit Howard Ziehm mache ich da jetzt gerne diese Ausnahme.

– Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film einen schönen, autobiographisch-poetischen – und auch irgendwie traurigen – Text über seine „Müdigkeit mit dem Kino“ verfasst.

– Ein Film der derzeit in aller Munde ist, ist „The Witch“ auf den ich ebenfalls sehr gespannt bin. Ines Meier hat ihm ein langes Essay auf B-Roll gewidmet, Maximilian Kosing von cereality findet ihn als Genrefilm überdurchschnittlich (was sich nicht ganz in seiner Sternchen-Vergabe widerspiegelt), ähnliches gilt für Drehli Robnik von der filmgazette.

– „The Whispering Star“ von Sion Sono läuft hier in Bremen gerade im Kommunalkino. Die begeisterten Besprechungen von Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de und auf Filme Welt machen neugierig. Ich muss mehr Sion gucken… unbedingt..

– Sehr spannend ist das, was LZ auf screen/read anlässlich des Filmes „The Stranger“ über das Genrekino in Chile und seine Verbindung zu Eli Roth schreibt.

– „Lawrence of Arabia“ ist für mich eine sehr lebendige Kindheitserinnerung, als mir dieser Film das erste Mal eine Idee von der visuellen Macht der Bilder mitgab. YP und PD gehören zu einer ganz anderen Generation und haben auf Film im Dialog David Leans Meisterwerk neu gesehen.

– Fünf Filme von Philippe de Broca mit Jean-Paul Belmondo. Präzise auf den Punkt gebracht von Sebastian auf Magazin des Glücks. http://magazin-des-gluecks.blogspot.de/2016/05/les-farceurs.html

– Volker Schönenberger erinnert mich auf Die Nacht der lebenden Texte dran, dass meine Filmbildung noch große Lücken aufweist, denn bisher habe ich es nicht geschafft „Themroc“ zu sehen. Wie ich die Alge auf dem Heimkinomarkt einschätze, wird das wohl auch noch eine Weile so bleiben. Leider.

– Udo Rotenberg beschäftigt sich auf Grün ist die Heide sowohl mit dem St. Pauli-Film „Straßenbekanntschaften auf St. Pauli“ mit dem großartigen Günther Stoll, Synchron-Papst Rainer Brandt als Schauspieler und der hinreisenden Dagmar Lassander. Ferner stellt er auch Alfred Vohrers Debüt auf dem Regiestuhl, „Schmutziger Engel“ von 1958 vor, in dem Rex Gildo eine kleine Rolle spielt.

– „Das Haus im dem Folterkeller“ habe ich doch jetzt glatt mit „Don’t Go in the House“ verwechselt. Funxton belehrt mich eines besseren, denn es handelt sich bei „Mansion Of The Doomed“ um ein Remake von Georges Franjus „Les Yeux Sans Visage“. Und scheinbar ein Empfehlenswertes.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen mag „Der Totenchor der Knochenmänner“ von José Luis Merino mit Paul Naschy. Das finde ich gut.

Real Virtualinks auf real virtuality.

Neues aus Hollywood beim Kinogänger.

Das Bloggen der Anderen – Kurzausgabe (09-05-16)

Von , 9. Mai 2016 17:11

bartonfink_type2Da ich derzeit schwer mit einigen Artikeln für die kommende Ausgabe des Printmagazins „35 Millimeter“ beschäftigt bin, wo unerbittlich die Deadline näher rückt, komme ich nicht dazu, frische Texte für meinen Blog zu erstellen. Einiges habe ich noch auf Halde und werde es in den nächsten Tagen posten, für alles Andere fehlt mir momentan die Zeit. Eigentlich auch für „Das Bloggen der Anderen“. Doch da auf B-Roll ein meiner Meinung nach hochinteressanter und unbedingt lesenswerter Artikel erschien, habe ich mich kurzfristig entschlossen eine „Kurzausgabe“ zusammenzustellen in der ich wirklich nur auch ganz wenige Blog-Postings eingehe. Demnächst wird es dann wieder umfangreicher.

– Der von mir eben erwähnte Artikel auf B-Roll ist ein umfangreiches Interview, welches Katrin Doerksen mit Christoph Draxtra führte. Sie schreibt über ihn: „Draxtra verdient als Filmvorführer in Nürnberg sein Geld, gemeinsam mit Andreas Beilharz veranstaltet er aber auch Festivals (…). Man müsste Christoph Draxtra aber eigentlich auch einen Archivar nennen, wollte man ihm gerecht werden. Ehrenamtlich treibt er Filmkopien auf, repariert und klebt, schneidet und untertitelt, liebt und leidet.“ Dementsprechend geht es in dem Interview dann auch darum, was gerade mit unserem Filmerbe passiert, warum es passiert und was passieren müsste, damit auch unsere Kinder und Enkel noch all die wundervollen Schätze sehen können, die derzeit langsam verrotten und zerfallen. Pflichtlektüre! Ebenfalls auf B-Roll beendet Sonja Hartl ihre fünfteilige Reihe über den Film Noir und beschäftigt sich mit dem Einfluss des Film Noir auf den europäischen Film. Lucas Barwenczik sinniert über Sinn und Unsinn von Filmbewertungen anhand von irgendwelchen Zahlenskalen bei Metacritic oder Rotten Tomatoes und kommt zu dem von mir ebenfalls lautstark propagierten Fazit: „Cineasten sei ans Herz gelegt, Filmkritiken tatsächlich zu lesen, zu hören, anzusehen und am besten sogar selbst zu verfassen. Nicht als reine Konsumberatung, sondern vor allem, um ein Kunstwerk durch die Augen eines anderen Menschen neu zu entdecken. Wer Freude an Filmen hat, hat auch Freude an Texten über Filmen. Je besser wir das Kino verstehen, desto mehr Vergnügen bereitet es uns.“ Ja, genau!

– David von whoknows presents war beim 16. goEast-Festival des mittel- und osteuropäischen Films und hat von dort eine ganze Menge Empfehlungen mitgebracht, die meine Liste der „Muss-ich-noch-gucken“-Filme wieder gehörig anwachsen lässt. Zum Glück kenne ich zumindest die meisten der von ihm gesehen polnischen Filme (wobei ich“ ILE WAŻY KOŃ TROJAŃSKI?“ deutlich langweiliger und konventioneller fand als david, ihm aber sehr dankbar bin, dass er den tollen „DOM ZŁY“ hier noch einmal herausstellt).

– Sven Safarow war ebenfalls bei goEast und sah dort den dritten Langfilm des großen und von mir sehr verehrten Andrzej Zulawski: „Nachtblende“. Über diesen Film weiß er dann auch auf Eskalierende Träume eine Menge kluge Dinge zu schreiben.

– Auf Jugend ohne Film erscheinen derzeit einige Texte, die eine im Filmarchiv Austria stattfindenden Georg-Wilhelm-Pabst-Retro begleiten sollen. Den Beginn macht ein Text von Patrick Holzapfel über „Der letzte Akt“. Ioana Florescu entdeckt in „I Walked With A Zombie“ versteckte Hinweise auf berühmte Gemälde und fragt sich, was diese bedeuten.

– Michael Schleeh gibt auf Schneeland einen ersten Ausblick auf die am 24. Mai beginnende „Nippon Connection 2016 – Japanisches Filmfestival Frankfurt“ und neue Filme von Sogo Ishii, Takeshi Kitano, Sion Sono und anderen.

– Udo Rotenberg erklärt auf L’amore in città anhand des Filmes „L’amore difficile“ (dt. Erotica) von 1962 die Entstehung und die Mechnismen des italienischen Episodenfilms.

– Wer wissen möchte, was Quentin Tarantino diesen Mai in seinem New Beverly Cinema zeigt, kann dies auf movie&sports nachlesen.

– Christian Genzel schreibt auf Wilsons Dachboden über einen Dokumentarfilm, von dem ich bisher noch nie etwas gehört habe, der aber sehr interessant klingt: „FÜR KURZE ZEIT NAPOLEON“ über Wolfgang Krone, der 1978, als er 30 Jahre alt war, beschloss, sich den Traum vom eigenen Spielfilm zu erfüllen.

Das Bloggen der Anderen (02-05-16)

Von , 2. Mai 2016 19:21

bartonfink_type2– Prince ist tot. Trotz drei von ihm konzipierter Filmen fand ich in der Filmblog-Szene keinen Nachruf auf den großen, kleinen Mann. Bevor ich nun in die aktuelle Ausgabe des „Bloggen der Anderen“ einsteige, hier mein Posting auf Facebook, kurz nachdem ich von seinem Tod erfahren habe. Auch wenn das mehr mit mir und mit Musik als mit Film zu tun hat: „Die Nachricht des plötzlichen und unerwarteten Todes eines meiner großen Musik-Heroen, Mr. Prince Rogers Nelson, hat mir einen gehörigen Schlag über den Schädel verpasst. Ich bin seit 24 Jahren ein großer Verehrer seiner Musik, die mich durch viele Phasen meines Lebens begleitet hat. Ich erinnere mich noch ganz genau an mein Aha-Erlebnis, den Moment in dem es „Klick“ gemacht hat. Natürlich kannte ich Prince seit Anfang der 80er, doch das „Klick“ kam erst 1992, als ich zu vorgerückten Stunde in einer besonderen, wein-seligen Stimmung „Temptation“ vom „Around the World in a Day“-Album hörte. Ab da war es um mich geschehen. Kurz darauf verlor ich mich im „Lovesexy“-Album und lernte zwischen den Hauptmelodien die kleinen versteckten Miniaturen zu erkundete, die oftmals dann später in anderen Songs wieder aufgenommen und fortgeführt wurden. Besonders in der schwierigen Zeit mit „The Gold Experience“ und „Come“ gab es so viel zu entdecken. Prince ist einer der Künstler, die ich auch nie aus den Augen verlor, bei denen ich nicht nur jedes Album sofort kaufte – egal wie obskur – sondern auch das Netz nach Bootlegs und unveröffentlichtem Material durchforstete, mir seine vielen Neben-Projekte einverleibte und durch die halbe Stadt rannte, um noch irgendwo das Rolling-Stone-Magazin mit seiner neuer Scheibe zu ergattern. Gerade hatte ich – mit etwas Verspätung – seine innerhalb kürzester Zeit erscheinen drei neuen Platten gekauft. Mit „Hit ’n Run Phase 1“ wurde ich erst noch nicht warm, doch irgendwie konnte ich auch nicht davon lassen und tatsächlich – mit jedem Durchgang wuchs die Liebe. Und ich freute mich schon auf „Phase 2“ und all die anderen neuen, aufregenden Dinge für die Prince immer gut war. Ich bin ihm gerne auf seinen musikalischen Wegen gefolgt. Nun ist dieser Weg zu Ende und das macht mich sehr, sehr traurig. Da tröstet mich auch nicht, dass es in seinem Archiv wahrscheinlich noch tausende unveröffentlichter Songs gibt. Der kleine Mann aus Minneapolis fehlt mir schon jetzt. Ruhen Sie in Frieden, Mr. Nelson.“ Ein weiteren sehr schönen Nachruf hat Oliver Nöding auf Remember It For Later in Form einer Rezension des Films „Purple Rain“ geschrieben.

– Rainer Kienböck bespricht auf dem Blog Jugend ohne Film ausführlich den leider viel zu unbekannten Film „Moonlightning“ des großen Jerzy Skolimowski, den dieser 1982 mit Jeremy Irons in der Hauptrolle in England realisierte. Patrick Holzapfel beschäftigt sich mit Anthony Mann und der Bedeutung der Grenze in dessen Werk.

– Auf B-Roll hat Patrick anlässlich ihres ihren 70. (oder 68.) Geburtstags ein Portrait der französischen Regisseurin Claire Denis veröffentlicht, sowie Lars von Trier zu dessen 60. ein Bildgedicht gewidmet. Martin Beck echauffiert sich über das miserable Horror-Angebot bei den Streaming-Riesen (wobei ich gerne ergänze, dass dies nicht nur ein Problem des Horror-, sondern des älteren – 10 Jahr plus – Films im allgemeinen ist). Sonja Hartl beschäftigt sich im vierten Teil ihrer wundervollen Film Noir-Betrachtung mit „Entwicklungen und Abweichungen“.

– „Deutsches Kino, wir müssen reden!“ ruft Rochus Wolff auf Kinderfilmblog angesichts der erschreckend schwachen Kinderfilme „Made in Germany“.

– Filmfestivalberichte auf critic.de. Gabriela Seidel-Hollaender war beim „Crossing Europe“ in Linz und Till Kadritzke beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund|Köln.

– Alex Klotz setzt auf Hypnosemaschinen seinen Bericht vom Terza Visione #3 mit Tag 2 fort.

– Während ihres Abruzzen-Urlaubs im Jahr 2012, machte Mauritia Mayer auch einen Abstecher in die umbrische Hauptstadt Perugia wo sie die Drehorte von Sergio Martinos „Säge des Teufels“ aufsuchte. Dokumentiert hat sie dies auf Schattenlichter.

– Udo Rotenberg schreibt auf L’amore in città über Stenos Komödie „Nachtwächter, Dieb und Dienstmädchen“ von 1958, bei der auch Lucio Fulci die Hand im Spiel hatte.

– Wenn Sebastian von Nischenkino sich etwas wünschen könnte, dann wäre darunter eine anständige, deutsche Veröffentlichung des Frühwerks des Action-Maestro John Woo, dessen bahnbrechende Werke fast schon wieder in Vergessenheit geraten. Darum stellt Sebastian sie noch einmal vor.

– Letzte Woche war Disneys Zeichentrick-Klassiker „Das Dschungelbuch“ schon Thema bei Film im Dialog, jetzt hat Marco von Duoscope dem Film ein langes, interessantes Essay gewidmet, welches viele – mir zumindest – bisher unbekannte Fakten zum Vorschein bringt.

– Während Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen vom ersten Teil der „Unna-Trilogie“ des deutschen Filmemachers Peter Thorwarth noch (wie ich finde zu Recht) begeistert ist, kann ihn der dritte Teil, „Goldene Zeiten“, dann gar nicht mehr überzeugen.

Short Cuts Totale schaut sich weiter durch Ingmar Bergmanns Frühwerk. „Es regnet auf unsere Liebe“ findet er aber nur ganz nett.

– Cameron schreibt auf Drei Cineasten über Dreyers wunderbaren „Michael“.

– Ich mag die Musical-Version von „Little Shop of Horrors“ sehr gerne und wusste gar nicht, dass es da einen Director’s Cut gibt. Flo Lieb von symparanekronemoi klärte mich darüber auf.

– Ansgar Skulme ist auf seiner Reise durch die Filmwelt Robert Siodmaks auf Die Nacht der lebenden Texte nun bei dem grandiosen „Der rote Korsar“ angekommen.

– Filme für die ich eine kleine Schwäche habe: Die „Blood Island“-Filme von Eddie Romero. Totalschaden von Splattertrash wohl auch, wenn ich seine „Brides of Blood“-Besprechung richtig lese.

– Und zum Abschluss noch einer meiner liebsten Filme: „Messias des Bösen“ aka „Blood Busters“., der meine Träume schon seit den späten 80ern durchpflügt, seit ich ihn in halbwachem Zustand im Dämmerlicht nach einer Silvester-Party sah. Yzordderrexxiii hat ihn jetzt auch für sich entdeckt.

Das Bloggen der Anderen (25-04-16)

Von , 25. April 2016 21:22

bartonfink_type2– Manfred Polak hat sich auf Whoknows presents mit einer Box beschäftigt, die von der Königlich Belgische Cinematek herausgegeben wurde und wichtige Werke der belgischen Avantgarde 1927-1937 präsentiert. Sehr spannend und ich merke wieder, dass ich meine Beschäftigung mit diesen Themen in letzter Zeit arg vernachlässigt habe. Aber da muss ich – aus anderen Gründen – demnächst eh noch mal ran. Warum nicht mit dieser Box? An der Cinematek in Brüssel bin ich sogar einmal vorbei gekommen und wollte ihr einen Besuch abstatten. Aber wie eigentlich immer – sie hatte geschlossen. Dieses „Glück“ verfolgt mich ja…

– Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film einen etwas erweiterten Text einer Einführung zu einem Screening von Manoel de Oliveiras „Visita ou Memórias e Confissões“ und Javier Oliveras „La sombra“ online gestellt, die er im Filmmuseum München hielt.

– Lukas Foerster schreibt auf Dirty LaundyVermischtes zu vier Filmen von Gérard Blain„.

– Unzählige Male habe ich auf diesem Blog schon auf den erschütternden Dokumentarfilm „The Act of Killing“ von Joshua Oppenheimer hingewiesen. Sebastian von Nischenkino bespricht diesen noch einmal zusammen mit dem (von mir leider noch nicht gesehenen) Nachfolger „The Look of Silence“.

– Beim Kinogänger gibt es eine Vorschau auf den Kinosommer 2016.

– Deutscher, semi-professioneller Horror, der auf Englisch gedreht wurde und auch einen „flotten“ englischen Titel hat? Da bin ich immer sehr, sehr skeptisch. Klingt doch, als ob jemand mit wenige Euro auf großes Hollywood machen will und statt eigener Ideen, die US-vorbilder nachäfft. Volker Schönenberger von Die Nacht der lebenden Texte fand „Beyond the Bridge“ allerdings recht gelungen und fordert „Ob Lichtspielhaus oder Puschenkino – gebt ihm eine Chance!“

– Sonja Hartl hat auf B-Roll den dritten Teil ihrer tollen Reihe über den Film Noir veröffentlicht. Christopher Diekhaus nimmt den aktuellen Film „Der Schamane und die Schlange“ zum Anlass, um sich Gedanken über Kolonialismus im Film zu machen. Ein wunderbarer Text von Rajko Burchardt über den „einsamen Kinobesuch“. Viele, viele wahre Worte. Früher habe ich tatsächlich auch Filme verpasst, weil ich keine Begleitung gefunden habe. Gott sei Dank, bin ich – gestählt von durch zahlreiche Festivalbesuche – von diesem Blödsinn geheilt worden.

– Sehr viel Gutes und Vielversprechendes habe ich bereits über „The Witch“ gehört, der auf meiner „Guck-Liste“ auch weit oben besteht. Die sehr positive Besprechung von Pat bei Die drei Muscheln unterstreicht dies auch noch einmal.

– Demnächst erscheint ein CGI-Realfilm-Remake (tatsächlich Remake und keine Neuverfilmung des Buches) des Zeichentrickklassikers „Das Dschungelbuch“. Auch eine meiner ersten Kinoerfahrungen. Letzteren haben sich YP und PD bei Film im Dialog dann auch noch einmal vorgenommen. Wobei es für YP sogar eine Premiere war.

– Sascha Schmidt schreibt auf Okaeri über die Zusammenarbeit des Komponisten Joe Hisaishi und dem Filmemacher Kitano Takeshi.

– Michael Schleeh hat für Schneeland das japanische Jugenddrama „Wakaranai: Where Are You?“ gesehen, welches er für einen „viel zu wenig beachteten Film“ hält.

– Udo Rotenberg stellt auf Grün ist die Heide die deutsch-französische Heimatfilmproduktion „Marianne“ von Julien Duvivier, die er wunderschön findet.

– Auf seinem zweiten Blog L’amore in città denkt er nochmal an die Terza Visione 3 in Nürnberg Revue zurück und lässt sein schönstes Filmerlebnis dort Revue passieren: „Cristiana monaca indemoniata“ von Sergio Bergonzelli.

– Nochmal Lukas Foerster: Für critic.de hat er eine Besprechung zu Lamberto Bavas Spät-Giallo-Glamour-Stück „Le foto di Gioia“ verfasst.

– Mauritia Mayer schreibt auf Schattenlichter über Sergio Martinos etwas unterschätzten „Die Säge des Teufels“ aka „Torso“ (so heißt zumindest meine US-DVD).: „“Torso“ ist durch die überspitzte Inszenierung etwas radikaler und morbider als andere Gialli aus dieser Ära, steckt aber gleichzeitig voller stilistischer Feinheiten und verzückt durch bemerkenswert ästhetische Aufnahmen. Mir bereitet es bei jedem Ansehen ein Vergnügen, neue interessante Aspekte dieses richtungsweisenden Werkes aus dem Jahr 1973 zu entdecken.“ Kann ich so unterschreiben.

– Extrem unterschätzt und für die völlig falschen Dinge berühmt-berüchtigt halte ich ja auch Joe D’Amatos „Anthrophagus“ aka „Man-Eater“, den ich einst in einer wundervollen 35mm Kopie in einem Hamburger Kino sehen durfte. Auch funxton kann dem Film viel abgewinnen. Auch hier würde ich eine Signatur hinterlassen.

– Harald Mühlbeyer konnte anlässlich der Grindhouse-Nacht im Cinema Quadrat in Mannheim seine alte negative Meinung zu Fulcis wunderbaren (und wie ich finde kreuzunheimlichen) „Das Haus an der Friedhofsmauer“ grundlegend revidieren, wie er auf Screenshot berichtet.

– Auch Oliver Nöding hat auf Remember It For Later einen Italiener am Start: „I lunghi capelli della morte“ von Antonio Margheriti. Sehr viel Spaß hatte er mit dem 87er Actioner „Order of the Black Eagle“ über den er schreibt, es wäre einer der „spaßigsten und buntesten Filme, die ich in letzter Zeit zu Gesicht bekommen habe“.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hat zwei amerikanische Vampir-Filme von Paul Landres aus den späten 50er Jahren gesehen, die ihm unterschiedlich gefielen. „The Vampire“ fand er sehr unterhaltsam, „Return of Dracula“ eher weniger.

– René Laloux‘ „Der wilde Planet“ ist ein tolles Meisterwerk, seinen zweiten Film „Die Herrscher der Zeit“ habe ich leider bisher noch nicht gesehen. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de findet, dass auch dieses Werk eine „faszinierende Erfahrung“ ist.

– Gabelinger hat auf seinem Blog Hauptsache (Stumm)Film mit „The Halfnaked Truth“ von 1932 wieder einen unbekannten Film ausgegraben, der im deutschsprachigen Raum weder in die Kinos kam, noch im Fernsehen gezeigt wurde.

Das Bloggen der Anderen (18-04-16)

Von , 18. April 2016 21:34

bartonfink_type2– Nicht nur aus familiären Gründen interessiere ich mich sehr für das polnische Kino. Daher wäre ich gerne auf filmPOLSKA-Festival, welches am Mittwoch in Berlin startet und auf dem innerhalb von nur einer Woche 45 Filme gezeigt werden, wie auf film-rezensionen.de berichtet wird. Mit „Anatomie des Bösen“ und „Sirenengesang“ hat Oliver Armknecht auch schon zwei interessante Produktionen besprochen, die nun auf meiner Kaufliste für den nächsten Warschau-Besuch schon ganz oben stehen.

– Gerade zu ende gegangen sind die Fantasy Filmfest Nights. Sebastian war da und hat für Nischenkino die J.G.Ballard-Verfilmung „High-Rise“, Yorgos Lanthimos Hollywood-Debüt „Lobster“, sowie den südkoreanischen „Veteran“ und die Enttäuschung „Pandemic“.

– Vom 7. bis 10. Januar fand in Nürnberg wieder einmal der Hofbauer-Kongress statt. Nach drei Monaten hat nun Silvia Szymanski die Zeit gefunden, noch einmal in ihrer ganz unnachahmlichen und wundervollen Art auf alle gesehen Filme und das Drumherum einzugehen. Nachzulesen auf Hard Sensations. Ebenfalls dort zu lesen: Sebastian Seligs leidenschaftliche Hymne auf Nicolette Krebitz‘ „Wild“. Katrin Krause setzt sich sehr intensiv mit einem Film auseinander, den ich für eine der besten deutschsprachigen Produktionen der letzten Jahre halte: Benjamin Heisenbergs großartige „Der Räuber“.

– Sonja Hartl setzt auf B-Roll ihre Reise durch den amerikanischen Film Noir fort und berichtet von dessen Anfangszeit. Joachim Kurz äußert sich besorgt um Gegenwart und Zukunft des Films. Lucas Barwenczik hat einen sehr spannenden und diskussionswürdigen Artikel über die gerade hippe Faszination mit dem Kino der 80er Jahr verfasst. Prädikat: Sehr lesenswert. Und Patrick Holzapfel widmet sich Christian Petzolds filmischen Werk und erklärt, warum ihm im Ausland soviel mehr Aufmerksamkeit zuteil wird als hier.

– Auch Film im Dialog widmet sich diesmal ausgiebig dem Regisseur Christian Petzold.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen schaut weiter Gialli. Über seine Einschätzung von Fulcis meiner Meinung nach brillanten „Nackt über Leichen“ können wir noch einmal sprechen, bei „The Child – Eine Stadt wird zum Alptraum“ bin ich wieder ganz bei ihm. Ebenso bei meinem „guilty pleasure“ „Die Nacht der blanken Messer“, wobei ich eins korrigieren möchte: „Ein angedeuteter Analsex auf Zwang wird zu einer lustig gemeinten Täuschung, über die beide Sexualpartner nach der Aufdeckung dass er nur als Scherz gemeint war, herzlich lachen können.“ Die Szene geht noch einige Sekunden weiter und… na, schaut selber.

– Für Italophile und solche, die es werden wollen lief ja vom vom 01.-03.April die Terza Visione 3 in Nürnberg. Udo Rotenberg war da und schreibt auf L’amore in città über den dort gezeigten Italo-Western „Drei Pistolen gegen Cesare“.

– Weiter in Italien. Totalschaden von Splattertrash hat sich Dario Argentos zumeist von den Fans in der Luft zerrissenen „Phantom der Oper“ angeschaut, und seine sehr wohlwollende Besprechung macht – mir zumindest – noch einmal Lust, dem Film eine dritte oder vierte Chance zu geben.

– Oliver Nöding dringt auf Remember It For Later weiterhin tief in die seltsame Filmwelt ein, die Joe D’Amato in seinen Spät-80er Erotikfilmen schuf. Hier am Beispiel von „Dirty Love“ und „11 Days, 11 Nights 2“.  „Seriöser“ wird es dann mit einem der Großmeister und Olivers Kniefall vor John Fords „The Lost Patrol“.

– Bianca Mewes von „Duoscope“ geht fremd – und war bei Die Nacht der lebenden Texte, wo sie im vierten Teil der Billy-Wilder-Retrospektive über „Das verlorene Wochenende“ schreibt.

– Gabelinger hat für Hauptsache (Stumm)Film einen Film wiederentdeckt, von dem er schreibt: „The Human Comedy soll Louis B. Mayers absoluter Lieblingsfilm gewesen sein. Heute ist er, jedenfalls hierzulande, völlig vergessen, obwohl er damals auch in den deutschen Kinos lief. Interessant ist vor allem seine Entstehungsgeschichte – der Film selbst ist kaum der Rede wert.“ /

– Ich kann mich noch gut daran erinnern, als David Leans letztes Werk „Reise nach Indien“ in die deutschen Kinos kam und generell eher verhalten aufgenommen wurde. Für MacReady von Die drei Cineasten ist er allerdings „bisher der beste Film von David Lean, da er meisterlich den Spagat zwischen Leinwandmagie und kritischem Gerechtigkeitsdrama schafft.“

– Flo Lieb vergleicht auf symparanekronemoi anhand von „Stand By Me“ die Buchvorlage mit den Film.

– Sascha auf Die seltsamen Filme des Herrn Nolte über Alfred Vohrers „Sieben Tage Frist“, der mir schon häufig ans Herz gelegt worden ist und der jetzt so langsam ins Haus muss.

Der Kinogänger hat Neues aus Hollywood und Alex Matzkeit auf real virtuality wieder Real Virtualinks.

Das Bloggen der Anderen (11-04-16)

Von , 11. April 2016 18:36

bartonfink_type2– So langsam sollte ich der Wahrheit ins Gesicht schauen, auch wenn sie noch so bitter ist. Solange die Kinder noch klein sind, werde ich es nie zum Terza Visione nach Nürnberg schaffen, auch wenn das Herz noch so brennt. Immerhin kann ich mich an den ausführlichen Berichten derer laben, die auch beim dritten Mal dabei waren. Mauritia Mayer von Schattenlichter, Alex Klotz von hypnosemaschinen und natürlich wieder besonders ausführlich Oliver Nöding von Remember It For Later. Der nicht nur die Filme „Fango Bollente“, „Cristiana Monaca Indemoniata“, „Acid – Delirio dei Sensi“ und „Danza Macabra“ vorstellt, sondern in seiner Besprechung zu „New York Ripper“ auch noch den Machern ein kleines Denkmal setzt. Da ich selber weiß, wieviel Mühe allein die Organisation eines solchen Events kostet, ist deren Einsatz, der auch die Restauration der 35mm-Rollen mit einschließt, gar nicht genug zu würdigen und es ist eine himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass dies unter dem Punkt „Ehrenamt“ läuft. Und noch was – wenn mal wieder eine 35mm-Kopie des „“Rippers“ gesucht wird… einfach mal eine PN. Ich wüsste zumindest, wo hier in Bremen eine liegt.

– Udo Rotenberg schreibt auf seinem Blog Grün ist die Heide über den mir bisher völlig unbekannten, aber sich interessant anhörenden Gerne-Mix „Banditen der Autobahn“ von Géza von Cziffra.

– Patrick Holzapfel hat für sich die Filme entdeckt, bei denen der Schauspieler Gérard Blain Regie führte. Seine Eindrücke schildert er in einem englischsprachigen Text auf Jugend ohne Film.

– Stand bei Duoscope letzte Woche noch John Goodman im Mittelpunkt, wird sich in dieser Woche sehr ausführlich mit Gregory Peck auseinander gesetzt.

– Unter dem etwas sperrigen Titel „Der Zuschauer als Patient – Der zukünftige Einfluss von Biometrie und Neurologie auf das Kino“ hat Lucas Barwenczik auf B-Roll einen hochspannenden Artikel darüber veröffentlicht, wie Hollywood mithelfe von Biometrie und Neurologie seine Filme optimiert. Andreas Köhnemann fragt sich anlässlich des 40. Jahrestages von Lumets „Hundstage“, wo im zeitgenössischem Kino die wahren Maniacs geblieben sind. Christopher Diekhaus meint, dass das Nazi-Kino nicht totzukriegen ist und belegt dies anhand einiger aktueller Beispiele. Sonja Hartl wiederum beginnt eine sehr lesenswerte Serie über den Film Noir und beschäftigt sich zunächst mit dessen Ursprüngen und Vorläufern.

– Mit dem Film Noir beschäftigt sich auch Ansgar Skulme auf Die Nacht der lebenden Texte, wo er eine Serie über Robert Sidomak begonnen hat, in deren zweiten Teil er kritisch auf dessen Thriller „Gewagtes Alibi“ eingeht.

– In Deutschland gibt es nur einen Häuptling der Apachen: Pierre Brice als Winnetou. Und nur einen Old Shatterhand: Lex Barker. Weniger wissen, dass Lex Barker selber mal den Häuptling der Apachen gespielt hat, nämlich in Reginald le Borgs gleichnamigen Film. Sebastian hat den Film gesehen und auf Nischenkino besprochen.

Funxton schaut zurzeit einige Kriegsfilme. Zwei haben seine ganz besondere Aufmerksamkeit bekommen: Edward Dmytryks italienische Produktion „Schlacht um Anzio“ und Don Siegels „Die ins Gras beißen“ mit dem jungen Steve McQueen.

– Double Feature auch bei Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen, der sich sowohl Tourneurs „Katzenmenschen“ als auch Paul Schraders Remake von 1982 mit der Kinski angesehen hat. Zwar geht Schlombie mit der Schrader Version härter ins Gericht (hier würde ich an vielen Stellen widersprechen wollen. Ganz besonders was die Bewertung von Bowies „Putting Out the Fire With Gasoline“ als einen der schwächsten Songs des Meisters angeht!), beide Versionen bekommen von ihm aber ein „sehenswert“. Tolles neues Design der Seite übrigens. Gefällt mir sehr gut!

– Philipp Baumgartner äußert sich auf Daumenkino sehr positiv über Nicolette Krebitz‘ „Wild“.

Der Kinogänger hat „Neues aus Hollywood“.

– Alex hat auf real virtuality wieder Real Virtualinks.

– Und gleich geht es ins Kino! Guy Maddin gehört eh zu meinen Helden, die Nachricht, dass sein neuer Film „The Forbidden Room“ hier in Bremen im Kommunalkino läuft, lässt mein Herz schneller schlagen und Oliver Armknechts Besprechung auf film-rezenionen.de hat mich noch mal kräftig angefixt.

Das Bloggen der Anderen (04-04-16)

Von , 4. April 2016 17:58

bartonfink_type2– Ich hasse diese Woche im Jahr, wenn alle zum 1. April versuchen witzig zu sein – was nur ausgesprochen selten gelingt. Ich hoffe mal, dass mir bei meiner wöchentlichen Auflistung keine April-Scherze untergekommen sind, obwohl am 1. April viel gepostet wurde. Beispielsweise von Alex Matzkeit, der auf real virtuality anlässlich des Superman/Batman-Films der Frage nachgeht „warum wir Helden gegeneinander antreten lassen“. Real Virtualinks gibt es natürlich auch.

– Nochmal Alexander Matzkeit. Auf B-Roll schreibt er darüber, wie uns das Kino auf Virtual Reality vorbereitet. Rochus Wolff hat einen sehr aufschlussreichen Artikel über Heldinnen und verlorene Mutterfiguren geschrieben. Und Harald Mühlbeyer rezensiert das Buch „Der Filmemacher Christoph Schlingensief“ von Georg Seeßlen.

– Passend zu den verlorenen Mutterfiguren: funxton über die Disney-Klassiker „Bambi“ und „Schneewitchen“.

– Patrick Holzapfel hat auf Jugend ohne Film einen sehr privaten Text darüber veröffentlicht, wie wichtig Bilder in Filmen sind, die wir nie zu sehen bekommen, an die wir uns aber trotzdem erinnern.

– Jamal-Tuschik-Double-Feature auf Hard Sensations. Jamal hat sich die beiden aktuellen Kinofilme “Mein Ein, mein Alles“ und „Eddie The Eagle – Alles ist möglich“ vorgenommen und mit sehr persönlichen Anmerkungen versehen.

– Von „Zimmer mit Aussicht“ war gabelinger einmal sehr begeistert. Wie das Wiedersehen nach vielen Jahren ausfiel, verrät er auf Hauptsache (Stumm)Film.

Douscope hat eine sehr schöne lange Biographie (eigentlich mehr eine Liebeserklärung) von John Goodman veröffentlicht. Lesenenswert!

– Wenn Sebastian auf Nischenkino den Lieblingsfilm meines lieben Vaters bespricht, ist es meine Pflicht, darauf hinzuweisen: „Valdez Is Coming!“.

Sennhausers Filmblog stellt den Schweizer Film „Aloys“ von Tobias Nölle vor, der sehr vielversprechend klingt.

– Ansgar Skulme beginnt auf Die Nacht der lebenden Texte eine Reihe, die sich intensiv mit dem Werk des Film-noir-Spezialisten Robert Sidomak beschäftigt.

– Als Vorgeschmack auf die Terza Visione 3, die letzte Woche in Nürnberg stattfand, bespricht Udo Rotenberg auf L’amore in città den Film „ Eine freie Frau“ von Vittorio Cottafavi.

– Oliver Nöding hat sich auf Remember It For Later filmisch nach Japan begeben. Unter anderem sah er „Branded To Kill“, ein Film, der für mich ganz besondere Bedeutung hat, da ich ihn einmal im Nachtprogramm eines unserer dritten Programme erwischt und er mich so stark beeindruckt hat, dass nach einer Zeit der Desorientierung (Was war das?) Bilderfetzen noch viele, viele Jahre durch mein Hirn spukten. Witzigerweise habe ich mir die tolle REM-Bluray auch erst vorletzte Woche angeschaut und war wieder hin und weg. Desweiteren bespricht Oliver „Horrors of Malformed Men“,Kôji Wakamatsus düsteren „Go Go Scond Time Virgin!“ und den Klassiker “Jigoku”.

– Japan 2: Der fantastische Kiyoshi Kurosawa hat mit „Journey to the Shore“ einen neuen Film am Start und Michael Schleeh von Schneeland hat ihn besprochen.

– Japan 3: Auch enfant terrible Sion Sono ist wieder da und hat mit „The Whispering Star“ ein „elegische Science-Fiction-Gedicht“ an den Start gebracht, wie Frank Schmidke von cinetastic weiß.

– Japan 4: Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen hat sich über Ishirô Hondas „Varan – Das Monster aus der Urzeit“ amüsiert.

– Lukas Foerster hat auf Dirty Laundry über den Mary-Pickford-Film „Stella Maris“ von Marshall Neilan und dazu passend das Büchlein“Mary Pickfords Locken“ von Stefan Ripplinger geschrieben.

Das Bloggen der Anderen (29-03-16)

Von , 29. März 2016 23:01

bartonfink_type2– Es gibt immer einige Filmblogs, die einem von Grund auf sympathisch sind, und bei denen man es aufrichtig bedauert, wenn man sie nicht verlinkt, weil die Beiträge gerade nicht ins Konzept passen. Umso mehr freut es mich, diesmal einen Text von Tonight Is Gonna Be a Large One zu empfehlen, der sich zwar nicht direkt mit Film, dafür aber mit dem Bloggen an sich beschäftigt und der immer wiederkehrenden Frage: Lohnt sich das alles noch? Vieles von dem, was bullion da schreibt, könnte ich so unterschreiben.

– Unter dem Titel „Cinema Moralia“ bloggt Rüdiger Suchsland auf Out Takes über alle möglichen Themen. Auch sein aktueller Eintrag ist eine lose Sammlung von Gedanken und kritischen Anmerkungen.

– Udo Rotenberg berichtet auf Grün ist die Heide von einem fast schon „verschwiegenen“ Film, der nach seinem Kinostart 1971 in der Versenkung verschwand und niemals – bis auf Italien – irgendwo auf VHS, geschweige denn DVD veröffentlicht wurde: Das Drama „Die Spalte“ von Gustav Ehmck. Udo schreibt: „Gewalt, Ausbeutung und Prostitution sind in „Die Spalte“ kein Spiel zwischen Männer-Fantasie und moralischer Entrüstung, sondern erbarmungslose Realität.“

– Um Prostitution geht es auch in „Top Girl oder la déformation professionelle“. Oliver Armknecht von film-rezensionen.de kann das nüchterne Portrait des Alltags einer Prostituierten allerdings nicht so recht überzeugen. Weitaus mehr hat ihn „The Tribe“ mitgerissen, eine „in Kombination mit dem zugleich hässlichen und kunstvollen Äußeren (…) neuartige und faszinierende, zugleich auch anstrengende Filmerfahrung, die einen danach nicht wieder loslässt“. Bei seiner Rezension der deutsche Found-Footage (*gähn*) Produktion „Seekers“ merkt man dann deutlich, das er den Film gerne besser gefunden hätte, als er tatsächlich war.

– Volker Schönenberger von Die Nacht der lebenden Texte hat sich ebenfalls eine neue deutsche Genre-Produktion vorgenommen: Den amerikanischen Vorbildern nacheifernden und mit zahlreichen bekannten Synchronsprechern besetzten „Radio Silence“, den er „vergnüglich“ fand.

– Michael Schleeh berichtet auf Schneeland ausführlich und informativ vom 40. Hong Kong International Film Festival.

– Rainer Kienböck kehrt auf Jugend ohne Film nochmals zur Grazer Diagonale zurück und konzentriert sich diesmal auf die experimentellen und avantgardistischen Filme. Und Patrick Holzapfel reflektiert über die Geschwindigkeit in Tony Scotts letztem Film „Unstoppable“.

– Sonja Hartl hat auf B-Roll einige sehr kluge und wahre Worte über das unsägliche Etikett „wie Tarantino“ für alle möglichen „schwarzhumorigen Gangsterkomödien“ geschrieben. Patrick Holzapfel (ja, wieder) reflektiert über „Such- und Traummaschinen: Zum filmischen Motiv der Suche“.

– Die beiden Fußball-Laien Frédéric Jaeger und Nino Klingler haben sich für critic.de zum Fußballfilmfestival 11mm begeben, um von Fans lernen, den Fußball zu verstehen.

– Christian Genzel hat auf Wilsons Dachboden Joe Dantes letzten Kinofilm „Weg mit der Ex“ gesehen, auf den er sich sehr gefreut hat, der ihn aber dann doch enttäuscht zurückgelassen hat.

– PD und YP unterhalten sich auf Film im Dialog über eine 80er-Ikone: „Top Gun“. Schade nur, dass beide den Film nicht besonders mochten. Hier wäre es vielleicht etwas spannender gewesen, wenn sie sich mal mit einem Fan des Filmes unterhalten hätten. Trotzdem interessant, wie zwei Menschen den Film sehen, die ihn in den 80ern nicht „live“ erlebt haben, ihm mit dem Abstand von 30 Jahren begegnen.

– Manchmal macht man Fehler. Eine, den ich noch immer sehr bereue ist es, vor zwei Jahren beim Filmfest in Oldenburg einen anderen Film der Doku „Lost Soul: The Doomed Journey Of Richard Stanley’s Island of Lost Souls“ vorgezogen zu haben und somit nicht nur ein Double-Feature mit eben „Island of Lost Souls“ verpasst zu haben, sondern – wie ich später erfuhr – auch noch Richard Stanley persönlich. Wenn ich lese, was Oliver Nöding auf Remember It For Later über die Doku schreibt, hat mein Hintern jetzt eine riesige Bisswunde. Ferner schreibt er über „Rolling Vengeance“, einem „Monster-Truck“-Film. Und ich erinnere mich noch gut, dass ich den Film eben unter diesem Titel einst im Kino (!) sah, um zwei Wochen überrascht festzustellen, dass der schon in der Videothek meines Vertrauens im Regal stand. Ich fühlte mich leicht veralbert.

– 1965 drehte Elvis-Stammregisseur Norman Taurog das Vincent-Price-Vehikel „Dr. Goldfoot And The Bikini Machine“ als Slapstick-artige Bond-Parodie. Ein Jahr später entstand die Fortsetzung „Dr. Goldfoot And The Girl Bombs“ unter der Regie von… Mario Bava! Mit Franco & Ciccio!! Und Vincent Price!!! Funxton hat beide Filme gesehen und weiß einiges darüber zu erzählen.

yzordderrexxiii ist in Liebe zu Aldo Lados wunderbaren „Malastrana“ entflammt.

– Mauritia Meyer schreibt auf Schattenlichter über einen ihrer Lieblingsfilme: „“Il delitto del diavolo“ ist ein poetischer Film, der uns verführt und zu angenehmen Wachträumen einlädt. Ein Kurzurlaub vom Lärm und der Schnelllebigkeit unseres Alltags in formvollendeter behaglicher Siebziger-Atmosphäre.“

– Der Kinogänger schreibt über den Film „Max und die drei Musketiere“ mit Max Linder, dem großen Vorbild von Charlie Chaplin. Eine bei Linders kurzen Ausflug in die USA entstandene Parodie.

– Endlich mal wieder ein Lebenszeichen von Hauptsache (Stumm)Film! Gabelinger geht ausführlich auf Jules Dassins „Das Gespenster von Canterville“ mit Charles Laughton in der Titelrolle ein.

– Lukas Foerster empfiehlt auf Dirty Laundry Kim Ki-young „komplett psychedelisch enthemmten Film“ „Woman of Fire“.

– Jamal Tuschick rechnet auf Hard Sensations mit „Rock the Kasbah“ (dem Film, nicht dem Song) ab.

– Und zuletzt: Real Virtualinks auf real virtuality.

Das Bloggen der Anderen (21-03-16)

Von , 21. März 2016 20:01

bartonfink_type2– Diagonale Nachklapp. Weiter Berichte vom Filmfestival in Graz gibt es von Karsten Munt auf critic.de und aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive auf B-Roll von Patrick Holzapfel, der selber einen Film auf der Diagonale gezeigt hat.

– In jeder Woche gibt es immer ein Film, der in vielen Blogs besprochen wird. Zumeist natürlich aktuelle Kinofilme, die einen großen Start haben. Manchmal aber auch kleine Filme, die nur in wenigen Kinos zu sehen sind. Ein solcher Film ist „Herbert“, von dem ich hier erstmals lass. Ich weiß nicht, ob ich mir den Film ansehen werde, denn er handelt von der heimtückischen Krankheit ALS. Erst letzte Woche jährte sich der Todestag meines Vaters zum ersten Mal, der dieser grauenvollen Krankheit bei welcher der einst so aktive Körper zum Gefängnis wird, letztes Jahr erlag. Von daher weiß ich leider nur allzu gut, wovon in „Herbert“ die Rede ist. Hier trifft es einen ehemaligen Boxer (die Krankheit sucht sich sehr häufig sportlich sehr aktive Menschen, was ich für einen bitteren Zynismus des Schicksals halte), der nach Erhalt seines Todesurteils gezwungen ist, seinem bisherigen Leben ins Auge zu schauen, während sein Körper zerfällt. Philipp Baumgartner schreibt über den Film auf Daumenkino, Jamal Tuschick auf Hard Sensations und Oliver Armknecht auf film-rezensionen.de. Ich hoffe viele Menschen sehen den Film, da die Krankheit immer noch einen „Exotenstatus“ hat.

– Marco und Bianca setzen sich auf Duoscope sehr intensiv mit dem Film „Room“ auseinander.

Der Kinogänger hat wieder Neues aus Hollywood.

– „Ich bin tot, macht was draus!“ lief im letzten Jahr auf dem Internationalen Filmfest in Oldenburg, wo ihn mein Weird-Xperience-Kollege Stefan gesehen und mir wärmstens empfohlen hat. Ronny Dombrowski von Cinetastic gefiel er auch, aber er hat auch einiges auszusetzen.

– Thorsten Krüger von Komm & Sieh empfiehlt die deutsche Genre-Produktion „Der Nachtmahr“, die im Mai in die Kinos kommt, mit den Worten: „Gutes deutsches Genrekino (wie zuletzt „Blutgletscher“ oder „Stereo“), das aber zugleich in die Avantgarde vorstößt“.

– Wilson Yip und Donnie Yen lassen zum dritten Mal Bruce Lees Lehrer „Ip Man“ von der Leine. Sebastian von Nischenkino hat ihn schon mal gesehen.

– Einen weiteren Nachruf auf Ken Adams hat Joachim Kurz auf B-Roll verfasst. Alexander Matzkeit befasst sich eingehend mit einem sehr spannenden Thema: Kreatives „Content Marketing“. Andreas Köhnemann wiederum gibt einen guten Überblick darüber, wie sich Hollywood selber im Film darstellt.

– Nochmal Alex Matzkeit: Auf seinem Blog real virtuality verteilt er wieder Real Virtualinks.

– Auf Revolver findet sich ein Interview mit Cristina Nord (die übrigens jahrelang auch in der Jury zum Bremer Filmpreis saß) über ihren Weg zur Filmkritik, die Möglichkeiten eines cinephilen Feuilletons und neue Herausforderungen.

– Antonio Pietrangeli ist einer jener Regisseure, die es gilt wiederzuentdecken. Erst kürzlich erschien „Ich habe sie gut gekannt“ (auch wenn mir ein übereifriger Foren-Troll die Freude daran verdorben hat), nun bespricht Udo Rotenberg auf L’amore in città seinen Film „Das Mädchen aus Parma“ von 1963.

– Ich freue mich immer, wenn Alex Klotz auf Hypnosemaschinen mir vollkommen unbekannte Filme ausgräbt. Diesmal: Der französisch-schweizerische Film „L’étrange château du docteur Lerne“.

– Christian Genzel hat sich auf Wilsons Dachboden die US-Teenie-Sex-Komödie „Screwballs“ vorgenommen. Die habe ich nicht gesehen, erinnere mich aber gut an einen Artikel in der Cinema damals, die mit einem Bild garniert war, auf dem mich die Physionomie einer Darstellerin ganz wuschig machte. Wenn ich mich nicht irre – aber das müsste nachzuprüfen sein – waren die Bilder aus dem Film in der Cinema ebenfalls mit etwas zottigen Bildunterschriften versehen.

– Auf Short Cuts Totale wird ausführlich auf Ingmar Bergmans Regiedebüt „Kris“ eingegangen.

„The Naked Prey“ ist mir das erste Mal aufgefallen, als er in der „Masters of Cinema“-Reihe bei Eureka herauskam. Wenn ich jetzt bei funxton lese: „Heraus kam einer jener Filme, die mit dem guten alten Prädikat “seiner Zeit weit voraus” versehen werden dürfen. In “The Naked Prey”, neben seiner Anlehnung an eine authentische Episode aus dem Leben des frontierman John Colter selbst eine thematische Variation von Sam Fullers Western “Run Of The Arrow”, finden sich etliche Vorarbeiten für diverse Nachzügler der kommenden Jahre, von “The Man They Called Horse” über “First Blood” bis hin zum italienischen Kannibalenfilm“ will ich den auch sehen. Dafür gibt es dann noch einen fetten Verriss von Erwin C. Dietrichs „Schwarzer Nerz auf zarter Haut“.

– Zweimal Italien. Yzordderrexxiii stellt nach einer verzückten Sichtung von „The Psychic“ fest, dass er bald noch zum Fulci-Fan wird und bedauert, dass der feine Frühgiallo „Libido“ von Ernesto Gastaldi & Vittorio Salerno nicht bekannter ist.

– Party Time mit den Village People auf Remember It For Later, wo Oliver Nöding „Can’t Stop the Music“ besprochen hat. Und noch ein paar “guilty pleasures” hinterher: Die Slasher “Hospital Massacre” (aka X-Ray) und “Pieces”.

– Was hat James Cameron eigentlich vor „The Terminator“ gemacht? Volker Schönenberger von Die Nacht der lebenden Texte weiß es.

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