Meine (nicht repräsentativen) Tops & Flops 2013

Von , 24. Dezember 2013 01:04

Wie in meinem ganz persönlichen Jahresrückblick geschrieben, war es für mich ein außergewöhnlich aufregendes Jahr. Weshalb mir die Zeit zum Filmegucken leider fehlte, und mein Filmkonsum auf einem (für meine Verhältnisse) erschreckenden Minimalwert gerutscht ist. Von daher kann man bei meiner Liste, noch weniger als in den Vorjahren, von einer „Bestenliste“ sprechen, da ich das Gefühl habe, gerade die „Besten“ verpasst zu haben. Da ich es dieses Jahr auch so gut wie gar nicht ins reguläre Kinoprogramm (von Festivals ganz zu schweigen) geschafft habe, nehme ich in die Top10 für 2013 auch Videopremieren mit auf. Grundsätzlich muss man aber sagen, dass aufgrund der relativ geringen Anzahl der zu bewertenden Filme, es viele in die Top10 geschafft haben, die dort unter „normalen Umständen“ vielleicht nicht anzufinden gewesen wären.

Mein Top 10-Kinofilme/-Videopremieren 2013:

act_of_killing1. The Act of Killing (Joshua Oppenheimer)– Review hier.

2. Only God Forgives (Nicolas Winding Refn) – Der Film wird ja sehr häufig angefeindet, und ich kann die schlechten Kritiken nachvollziehen. Trotzdem hat der Film mich auf eine merkwürdige Reise mitgenommen und eine Saite zum Schwingen gebracht, die ich rational nicht erklären kann. Vielleicht mag ich ihn auch deshalb so gerne, weil er in der Regel eben soviel einstecken muss, wie seine armselige Hauptfigur.

3. Django Unchained (Quentin Tarantino) – Noch so ein Film, der gerne verrissen wird. Ich habe mich aber über die vollen 2,5 Stunden bestens amüsiert und fühlte mich sowohl gut, als auch intelligent unterhalten. Was will man mehr?

4. Maniac (Franck Khalfoun) – Review hier.

5. Gravity (Alfonso Cuarón) – Endlich einmal ein Film, für den sich der 3D-Aufschlag lohnt. Imposante, mitreißende Bilder.

6. Vanishing Waves (Kristina Buozyte)- Review hier.

7. Across the River (Lorenzo Bianchini) -Aus einem Minimum ein Maximum an Horror und Spannung heraus geholt. Gefiel mir.

8. John Dies At the End (Don Coscarelli) – Review hier.

9. I Declare War (Jason Lapeyre/Robert Wilson) – Review hier.

10. Autumn Blood (Markus Blunder)– Review hier.

 

Top 10 Wieder- oder Neugesehen

black book1. Das schwarze Buch (Anthony Mann, 1949) – Review hier

2. Bronson (Nicolas Winding Refn, 2008) – Ja, auch dieses Jahr sind meine Listen wieder Nicolas Winding Refn-lastig. Aber bis auf „Bleeder“ habe ich jetzt alle durch, wodurch die Chance, dass das nächstes Jahr wieder so aussieht, relativ gering ist.

3. Blut an den Lippen (Harry Kümel, 1971)– Review hier

4. Femina ridens (Piero Schivazappa, 1969) – Review hier.

5. Singapore Sling (Nikos Nikolaidis, 1990) –Review hier.

6. Pusher II (Nicolas Winding Refn, 2004)– Mein Liebling in der Pusher-Trilogie und eine Sternstunde für Mads Mikkelsen.

7. Mondomanila (Khavn, 2010)– Ein Film, der mich wirklich geschockt hat. Khvan hält voll drauf auf das Elend und trotzdem hat man nicht das Gefühl, Elendes-Voyeurismus zu frönen. Radikal und böse.

8. Der Räuber (Benjamin Heisenberg, 2010)– Gutes und intensives deutschsprachiges Genrekino.

9. Zelig (Woody Allen, 1983) – Er will doch nur dazugehören. Kennen wir das nicht alle?

10. Wesele (Wojciech Smarzowski, 2004)– Sehr böse polnische Satire auf Korruption, Gier, Macht und vieles mehr.

 

Die schlechtesten 5 (ich habe zwar noch mehr schlechte Filme gesehen, aber die haben Spaß gemacht. Über diese hier habe ich mich entweder geärgert oder war maßlos gelangweilt)

Red-Sword1. Red Sword (Naoyuki Tomomatsu) – Aus einem ultra-trashigen, aber witzigen, Rotkäppchen-gegen-Werwölfe-Film wird plötzlich ein billiger Softporno, der nicht nur durch seine schier unendliche, langweilig gefilmte Sexszene nervt, sondern vor allem durch die widerlichen sexistischen Sprüche, die die Macher ihren Figuren in den Mund gelegt haben.

2. Frankenstein’s Army (Richard Raaphorst) – Review hier.

3. Gallowwalkers (Andrew Goth) – Review hier.

4. Wild 7 (Eiichirô Hasumi) – Review hier.

5. Afterparty (Miguel Larraya) – Review hier

Mein ganz persönlicher Jahresrückblick 2013

Von , 23. Dezember 2013 22:33

Und wieder ist ein Jahr vergangen. Das Filmforum Bremen hatte im November sein 5-jähriges Bestehen gefeiert – oder vielmehr nicht gefeiert. Der Stichtag war mir nämlich glatt durch die Lappen gegangen und nachträglich wollte ich dann auch keine große Sache mehr draus machen. Darum der 5-Jahre-Rückblick im Ultrakurz-Format: Es hat sich eine ganze Menge seit dem November 2008 getan, ich bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden mit der Entwicklung und gespannt, was die Zukunft noch bringt.

Kommen wir zum Jahr 2013, welches für mich ein ganz Besonderes war und mein bisheriges Leben gehörig umkrempelt hat. Am 18. März kamen unsere Zwillinge zur Welt und bilden seitdem den absoluten Lebensmittelpunkt bei uns, um den alles und alle rotieren. Die Zeit ins Kino zu gehen, oder in Ruhe eine DVD zu gucken, sind bis auf weiteres erst einmal Vergangenheit. Tatsächlich kann ich meine „echten“ Kinobesuche an einer Hand abzählen. Auch mein Heimkino-Konsum ist auf den niedrigsten Stand gefallen, an den ich mich erinnern kann. Eigentlich gucke ich nur noch Filme, die ich für den Blog besprechen möchte. Links und rechts davon fehlt mir (leider!) einfach die Zeit. Aber ähnliches gilt auch für Bücher und Musik. Na, vielleicht wird das ja irgendwann mal wieder besser. Auch wenn ich für diese Hoffnung von erfahrenen Vätern oftmals ein mitleidiges Lächeln ernte. Dementsprechend sind auch einige Projekte, an denen ich mich dieses Jahr gerne versucht hätte, auf der Strecke geblieben. Immerhin schaffe ich es aber, den Blog hier am Laufen zu halten, was manchmal ein echter Kraftakt ist, aber mir sehr am Herzen liegt.

Meiner lieben Frau habe ich es zu verdanken, dass ich mich trotz Alarmstufe Rot Zuhause, zu einigen Events weg stehlen zu können, die mir sehr wichtig waren. So konnte ich nicht nur das Internationale Filmfest in Oldenburg besuchen und zu „Monster machen mobil 3“ nach Hamburg fahren, sondern auch an einer Veranstaltung teilnehmen, die mir wirklich sehr, sehr wichtig war: Das vierte offizielle Forentreffen von Deliria Italiano in Magdeburg, über das ich hier berichtet habe. Danke, meine liebe Frau, dass Du mir das möglich gemacht hast. Ich hatte – ehrlich gesagt –damit gar nicht mehr gerechnet.

Auch 2013 habe ich mit viel Herzblut zusammen mit Stefan wieder die Reihe „Weird Xperience“ im Kommunalkino zusammengestellt. Das hat wieder eine ganze Menge Spaß gemacht, vor allem, weil die Zusammenarbeit mit Stefan wirklich super ist, und er auch immer wieder tolle Filme ausgräbt, die ich vorher gar nicht auf dem Radar hatte. Zudem konnte ich mir Jahrzehntelang gehegte Wünsche erfüllen, wie die 35mm Vorführungen von „Der Killer von Wien“, „Sie tötete in Ekstase“, „Im Augenblick der Angst“ und „Das Stundenhotel von St. Pauli“. Getrübt wurde diese Freude nur durch die mehr als dürftigen Zuschauerzahlen, die auch mal im einstelligen Bereich pendelten. Ich weiß es auch nicht – gibt es in Bremen kein Publikum für etwas abseitiges Kino? Oder erreichen wir die Leute nur nicht? Gut, die Publicity-Unterstützung seitens des Kinos ist -vor allem im zweiten Halbjahr – eigentlich nicht existent (eine kleine Notiz im Fließtext ist nicht unbedingt Werbung), aber das allein kann es doch nicht sein? Das Kino hat jedenfalls die Notbremse gezogen und Dario Argentos „Horror Infernal“ am 26. Januar um 18:00 Uhr ist erst einmal der letzte Film der Reihe in bisheriger Form. Danach werden uns zwei junge „Aufpasserinnen“ zur Seite gestellt (okay, das ist provokant und sicherlich unfair formuliert – aber so wie das gelaufen ist, konnte man den Eindruck gewinnen) und das Konzept soll grundlegend überarbeitet werden. Was ein Ende der 35mm Vorführungen und der Klassiker bedeuten könnte. Aber warten wir mal ab. Mitte Januar gibt es da ein Gespräch.

Ebenfalls gespalten kann man mit dem „Phantastival“ sein, welches Stefan und ich auch wieder mit auf die Beine gestellt hatten. Die Filme waren – das Eigenlob gönne ich uns mal – sehr gut gewählt, es war für alle was dabei und qualitativ (mit einem peinlichen Ausrutscher – „Red Sword“ – ui-jui-jui…) wirklich nicht von schlechten Eltern. Trotzdem ließ uns auch hier das Bremer Publikum größtenteils (insbesondere bei den unserer Meinung nach besten Filmen) im Stich. Klar, der Orkan Xaver und das generell miese Wetter waren sicherlich ein Grund. Auch spielte uns der „Weser Kurier“ einen bösen Streich gespielt, wo wir im „Wochen Journal“ gar nicht und im täglichen Kinoprogramm immer nur als „Phantastival“ ohne Nennung der Filmtitel auftauchten. Das dürfte uns auch einige Zuschauer gekostet haben. Aber das kann doch nicht alles erklären. Insbesondere, da wir diesmal Bremen mit Flyern gepflastert hatten, waren unsere Erwartungen doch ganz andere. Wie bei „Weird Xperience“ gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder gibt es in Bremen kein Publikum für Genrefilme (dann kann man machen, was man will und es wird nicht mehr) oder wir erreichen unsere „Zielgruppe“ einfach nicht. Wenn dem so ist, erbitte ich hier einmal Tipps, was man noch machen kann. Ich bin mit meinem Latein mittlerweile ziemlich am Ende.

Zurück zum Forum. Wie oben geschrieben, läuft es ziemlich gut. Die Besucherzahlen nehmen langsam, aber konstant zu und auch auf Facebook habe ich nun 185 Fans (es waren schon 187, aber immer, wenn ich die O-Töne aus Bremen poste, springen wieder welche ab (?)), was mich sehr freut. Ist das– so oberflächlich es ist – doch ein Indikator dafür, ob etwas angenommen wird oder nicht. Ansonsten ärgert mich Facebook ständig mit gedrosselten Reichweiten (tatsächlich haben nur noch 15% der Fans die Chance neue Postings überhaupt zu sehen – Danke Facebook!) und mein einziges „gesponsortes“ (d.h. ich habe Geld für Reichweite bezahlt) Posting war mehr Flopp als Top. Na ja, das hatte ich eh nur aus Neugier gemacht und werde dieses Experiment sicherlich nicht so schnell wiederholen. Dann habe ich noch – dank „Intergalaktische Filmreisen“ – mein erstes Gewinnspiel ausgerichtet, was recht aufregend war. Was mich sehr freut, ist die erhöhte Kommentarfrequenz. Meine ursprüngliche Intention beim „Filmforum Bremen“ war es ja, mit anderen Leuten in Kontakt zu treten. Und da ist es natürlich sehr erfreulich, wenn sich aus dem, was man schreibt, so etwas wie ein Dialog ergibt.

Was war noch? Im Januar habe ich eine Gruppe Studenten ein Videointerview gegeben, welches – wie ich gesehen habe – mittlerweile auch auf YouTube rumgeistert. Dann kam noch eine Interviewanfrage von Sebastian vom review-corner.de und dann stand auch der „Weser Kurier“ wieder vor der Tür – aber aus der Sache wurde dann ganz kurzfristig doch nichts. „Das Bloggen der Andere“ hat mich mit einer Vielzahl interessanter Menschen – hauptsächlich über Facebook – in Kontakt gebracht, was ich sehr schön finde. Allein dafür lohnt sich die wöchentliche Mühe immer.

Es war für mich, wie gesagt, ein sehr aufregendes Jahr und nach diesem Jahr wird nichts mehr so sein, wie zuvor. Aber das ist auch gut so, denn ohne die beiden neuen Erdenbürger könnte ich mir das Leben auch gar nicht mehr vorstellen. Das „Filmforum Bremen“ läuft und für anderen Aktivitäten finde ich hier und da auch noch etwas Zeit. Ich bin also sehr zufrieden. So kann es auch 2014 (auf das ich sehr gespannt bin) weitergehen. Okay… aber ohne weitere Zwillingsgeburten. Das würde ich dann doch nicht mehr packen 😉

Bevor ich gleich auch noch meine obligatorische „Bestenliste“ poste, wünsche ich all meinen Lesern ein wunderbares und friedliches Weihnachtsfest und einen hervorragenden Start ins neue Jahr!

Euer Marco

DVD-Rezension: “Zeuge gesucht”

Von , 21. Dezember 2013 19:00

zeuge gesuchtNach einem Streit mit seiner Frau, zieht Scott Henderson (Alan Curtis) durch die Stadt und lernt in einer Bar eine geheimnisvolle Dame kennen. Gemeinsam ziehen sie weiter. Als Henderson spät in der Nacht nach Hause kommt, wird er dort bereits von der Polizei erwartet. Seine Ehefrau wurde ermordet und er ist der Hauptverdächtige. Sein einziges Alibi ist nun die geheimnisvolle Frau, doch niemand scheint sich an sie zu erinnern. Als Henderson verurteilt wird, macht sich seine Sekretärin Carol Richman (Ella Raines) auf, die unbekannte Dame zu finden. Unterstützung erhält sie dabei von Hendersons besten Freund Jack Marlow (Franchot Tone), unwissend, dass der sein ganz eigenes Motiv hat, die Frau zu finden…

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Robert Siodmak gehört zu den Künstlern, die den „Film noir“ geprägt haben. Siodmak wurde 1900 in Dresden geboren. Seine ersten Sporen als Regisseur verdiente er sich mit dem legendären „Menschen am Sonntag“, wo er neben seinem Bruder Curt, Edgar G. Ulmer und Fred Zinnemann (Drehbuch u.a. Billy Wilder) für Regie und Drehbuch verantwortlich war. Es folgten Filme wie die z.B. die Heinz Rühmann-Komödie „Der Mann, der seinen Mörder suchte“ (ebenfalls von Billy Wilder geschrieben). 1933 floh er vor den Nazis nach Frankreich, wo er sich zunächst eine erfolgreiche Karriere aufbaute, und dann 1941 weiter nach Hollywood, wo bereits seit 1937 sein Bruder, der Drehbuchautor Curt Siodmak, lebte. Dieser hatte sich mit den Drehbüchern für legendäre Horrorfilme, wie „Der Wolfmensch“ oder „Ich folgte einem Zombie“ und vielen anderen, mehr einen guten Namen gemacht. Robert Siodmak drehte 1944 mit „Zeuge gesucht“ seinen ersten Film noir und sollte bald einer der bedeutendsten Regisseure dieses Genres werden.  1955 kehrte er über Frankreich nach Deutschland zurück, wo er u.a. „Nachts, wenn der Teufel kam“, den großen Durchbruch von Mario Adorf, und einige Karl-May-Orient-Verfilmungen inszenierte. Sein letzter großer Film war der zweiteilige „Kampf um Rom“ 1968/69, eine deutsch-italienische Co-Produktion mit einer großen internationalen Besetzung. Danach zog er sich aus dem Filmgeschäft zurück und starb 1973 in der Schweiz.

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Heutzutage wirkt „Zeuge gesucht“ wie ein B-Film, da die Darsteller mittlerweile so gut wie vergessen sind. 1944 waren die beiden männlichen Hauptdarsteller aber gerade groß in Mode. Star des Filmes ist Franchot Tone. Zur damaligen Zeit nicht nur ein Star am Theater, sondern auch durch seine Rollen in Filmen wie „Meuterei auf der Bounty“ (für die er für einen Oscar nominiert wurde), sowie seine Ehe mit Joan Crawford bekannt. Mit Beginn der Kommunisten-Hatz in den USA, wurde es für ihn schwieriger, Rollen zu bekommen (wahrscheinlich durch seine Verbindung zum als „links“ bekannten „Globe“-Theater in New York). Und nach einer Prügelei in den späten 50ern, musste er sich einer plastischen Behandlung unterziehen, die seine Sprache beeinträchtigte. 1968 starb er fast völlig vergessen an Lungenkrebs. In „Zeuge gesucht“ tritt er erst nach gut der Hälfte auf, zieht den Zuschauer aber gleich in seinen Bann. Als schlanke, dunkle Gestalt taucht er bei seinem Opfer auf und verwickelt es in ein Gespräch, welches keinen Zweifel daran lässt, dass er bereit ist über Leichen zu gehen und dabei durchaus Freude empfindet. Währenddessen werden dezent seine (riesig und mächtig aussehenden) Hände ausgeleuchtet, die er immer wieder fasziniert dreht, wendet und verliebt ansieht. Alles strahlt Tones Faszination dafür aus, mit diesen Händen Herr über Leben und Tod sein zu können. Zu schaffen (er ist Skulpteur) oder zu vernichten. Tone schafft die Balance zu halten, seinen Jack Marlow einerseits liebenswürdig, aber immer auch gefährlich erscheinen zu lassen, wobei jederzeit der Wahnsinn unter der Oberfläche lauert. Einzig einige allzu offensichtliche Manierismen stören etwas und erinnern doch stark an seinen Theaterhintergrund.

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Es ist interessant zu sehen, wie das Drehbuch eine Verlagerung von dem zunächst als Hauptfigur eingeführten Alan Curtis zu seiner Sekretärin Ella Raines, als eigentliche Heldin des Filmes, durchführt. Zunächst bleibt die Handlung ganz bei Curtis, doch sobald er ins Gefängnis gehen muss, lässt seine Kraft nach und auch sein Charisma verschwindet. Im Gegensatz zur toughen Ella Raines ist er eher weinerlich und man begreift kaum noch, warum die Raines scheinbar weiter in ihn verliebt ist und sich am Ende über einen Heiratsantrag freut. Die Figur des Scott Henderson bleibt eine gutaussehende Hülle (Curtis war vor seiner Filmkarriere Modell), aber mit wenig dahinter. Demgegenüber ist Ella Raines von ganz anderem Kaliber. Mit sichtbarer Spielfreude wirft sie sich enthusiastisch in die Rolle der Carol „Kansas“ Richman, die heimlich in ihre Chef verliebt ist (eine wunderbare kleine Szene, zeigt, wie sie sich schnell die Strümpfe zurechtzupft, bevor sie in sein Büro geht) und sich wie ein Terrier in die Suche nach dem wahren Mörder verbeißt. Insbesondere die Szene, in der sie sich als „lockeres Mädchen“ verkleidet, scheint ihr sichtlich Spaß zu machen. Für Ellen Raines war es erst der dritte Film und sie sollte noch in einige „Noirs“, auch für Sidomak, mitspielen. Ihre frische und lebhafte Art macht sie hier augenblicklich zu Sympathieträger.

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Interessanterweise ähnelt die Geschichte von „Zeuge gesucht“ sehr der des letzten Filmes von Francois Truffaut: „Auf Liebe und Tod“. Auch in jenem geht es um eine Sekretärin, die heimlich ihn ihren Chef verliebt ist und sich, als dieser unter Mordverdacht gerät, als Amateur-Detektivin versucht. Doch während Truffauts Film auf einem 1962 erschienen Roman von Charles Williams beruht, stammt die Vorlage zu „Zeuge gesucht“ vom großen Cornell Woolrich, der „Phantom Lady“ 1942 unter dem Pseudonym William Irish veröffentlichte. Interessanterweise verfilmte Truffaut in den 60er auch zwei Woolrich-Romane, nämlich „The Bride Wore Black“ und „Waltz Into Darkness“. Auch der Film noir generell bediente sich oft und gerne bei Woolrich. Z.B. bei „Die Nacht hat tausend Augen“ von John Farrow (Vater von Mia) mit Edward G. Robinson oder „Schwarzer Engel“ von  Roy William Neill (auch in der „Film noir Collection“ von Koch Media erschienen). Gefilmt wurde „Zeuge gesucht“ von einem Veteranen der Universal-Horror-Filme, Elwood „Woody“ Bredell. Regisseur Siodmak wies ihn an, sich bei der Bildgestaltung an Rembrandt-Gemälde zu halten, was insbesondere den Szenen im Gefängnis eine einzigartige Stimmung verleiht. Besonders hervorgehoben werden muss aber eine Szene mit Elisha Cook Jr. als frenetischer Drummer in einem winzigen Jazz-Club. Diese Szene konzentriert sich ganz auf die Musik und die wilde, ausgelassen Stimmung. In ihrem Mittelpunkt steht Cooks wahnwitzige Performance am Schlagzeug und sie sticht so sehr aus dem Film hervor, dass man sie auch gut außerhalb des Handlungs-Kontextes als avantgardistischen Musik-Kurzfilm zeigen könnte.

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„Zeuge gesucht“ besticht nicht nur durch einen interessanten Aufbau der Geschichte und eine vorzügliche Kameraarbeit, sondern vor allem durch die sympathische Ella Raines, die sich förmlich in ihre Rolle wirft, und Franchot Tone, der dem Killer interessante, neurotische Seiten abgewinnen kann.

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Die Nr. 15 ind er Koch Media „Film noir Collection“ weist ein gutes und klares Bild auf und einen sauberen Ton. Statt irgendwelchen Extras, liegt der in einem buchartigen Cover erschienen DVD, wieder nur ein 11-seitiges Booklet von Thomas Willmann bei. Dieses ist aber sehr informativ geschrieben und somit ein echter Mehrwert.

DVD-Rezension: „Das schwarze Buch“

Von , 20. Dezember 2013 19:59

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Zur Zeit der französischen Revolution. Maximilian Robespierre (Richard Basehart) hat ein Schreckensregime errichtet. Zur Stärkung seiner Position lässt er den berüchtigten „Schlächter von Strassburg“, Duvall, nach Paris beordern. Dieser wird allerdings von dem Patrioten Charles D’Aubigny (Robert Cummings)umgebracht. D’Aubigny schlüpft in die Rolle Duvalls, um Robespierres Pläne auszuspionieren. Da weder Robespierre, noch sein Gehilfe Fouché (Arnold Moss)Duvall je zu Gesicht bekommen haben, geht der Plan auf. Robespierre gibt dem falschen Duvall eine Vollmacht und den Auftrag, koste es, was es wolle, sein geheimes „schwarzes Buch“ wieder zu finden, welches ihm von Unbekannten gestohlen wurde. In diesem Buch befinden sich die Namen aller, die Robespierre des Verrats verdächtig. Fiele dieses Buch in falsche Hände, könnte es zu einem Aufstand gegen Robespierre kommen. Mit der Hilfe seiner ehemaligen Geleibten Madelon (Arlene Dahl), macht sich D’Aubigny auf die Suche.

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Die, im übrigen sehr empfehlenswerte, Reihe „Film noir Collection“ aus dem Hause Koch Media, fasst den Begriff „Film noir“ gerne einmal etwas weiter. So fand sich in dieser Serie bereits Fritz Langs Krimi-Komödie „You and Me“ von 1938 wieder. Mit dieser teilt sich der mittlerweile 13. Beitrag der „Film noir Collection“ dann auch den Hauptdarsteller: Robert Cummings. Das Sujet des Filmes lässt allerdings zunächst einmal überhaupt nicht an einen „Film noir“ denken. „Das schwarze Buch“ (der in den USA sowohl als „The Black Book“, als auch unter dem Namen „Reign of Terror“ lief, während der deutsche Titel „Guillotine“ oder „Der Dämon von Paris“ lautete) ist ein lupenreiner Kostümfilm und spielt während der französischen Revolution. Trotzdem ist es legitim, „Das schwarze Buch“ in die „Film noir“-Serie einzureihen. Nicht nur behandelt Regisseur Anthony Mann die verbrecherischen Revolutionäre wie Gangsterbosse, auch seine Hauptfigur könnte ohne Probleme ein Undercover-Cop im Großstadt-Dschungel der 40er sein. Optisch orientiert sich der Film ebenfalls stark am deutschen Expressionismus der 20er Jahre, der die Grundlage für die Ästhetik des Film noir lieferte. Das Schwarz der Nacht und die Finsternis in den Häusern und Verliesen, scheinen ständig die handelnden Personen zu bedrängen und erinnern an die allgegenwärtige Gefahr, dass sich der Feind langsam aus den Schatten schälen könnte, oder im Dunklen verborgene Pläne geschmiedet werden, um die Handelnden ins Unglück zu stürzen. Das Paris des Filmes ist kein fröhliches, sondern ein ein finsterer Ort, an dem Furcht und Schrecken regieren. Ein Ort, an dem es keine Hoffnung gibt. Und wenn das Böse am Ende durch das Fallbeil hingerichtet wird, scheint auch nicht wieder die Sonne, sondern das Dunkel bleibt und in ihm erhebt schon der nächste Tyrann sein Haupt.

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Selbstverständlich hilft das Spiel mit den Schatten den Filmemachern auch, das niedrige Budget zu kaschieren. Gedreht wurde in den übriggebliebenen Kulissen des epischen „Jean D’Arc“-Films von Victor Fleming mit Ingrid Bergman. Einem Kassenflop, an dem auch „Das schwarze Buch“-Produzent Walter Wanger beteiligt war. Somit liegt der Verdacht nahe, dass „Das schwarze Buch“ vor allen Dingen produziert wurde, um noch schnell die teuren Kulissen zu nutzen. Was Regisseur Anthony Mann und Kameramann John Alton, zusammen mit den Drehbuchautoren Philip Yordan und Aeneas MacKenzie, daraus gemacht haben, ist allerdings ein kleines Meisterwerk. Einen großen Anteil daran hat sicherlich auch das große Mastermind William Cameron Menzies, der hier zwar offiziell nur als Produzent aufgeführt wird, inoffiziell aber auch bei der Art direction die Finger mit im Spiel gehabt haben soll. Menzies war als genialer Ausstatter z.B. bei der 1940er Version von „Der Dieb von Bagdad„, berühmt geworden. Und er kreierte den Look von „Vom Winde verweht„, wo er nicht nur als Produktionsdesigner und Storyboard-Autor tätig war, sondern auch die berühmte „Brand von Atlanta“-Szene inszenierte. Er setzte für Hitchcock die von Dali entworfene Traumsequenz in „Ich kämpfe um dich“ um und war selber als Regisseur bei den beiden stylischen SF-Filmen „Things to come“ und „Invasion vom Mars“ tätig. Kameramann John Alton (eigentlich Johann Altmann und ungarisch-österreichischer Herkunft) dreht einige der einflussreichsten „Noirs“ und prägte den Stil des Genres. Gemeinsam mit Anthony Mann hatte er bereits bei dem ebenfalls optisch und atmosphärisch beeindruckenden „Schritte in der Nacht“ (Rezension hier) zusammengearbeitet. Diese Kollaboration großer Talente machte aus „Das schwarze Buch“ einen der bestaussehenden „Noirs“ der 40er Jahre. Jede Einstellung möchte man sich am Liebsten einrahmen und über das Bett hängen. Die Licht- und Schattenspiele, verkanteten Perspektiven, die kleinen, symbolhaften Details im Hintergrund und ausdrucksstarken, verschwitzen Gesichter im Vordergrund vereinen das Beste miteinander, was Expressionismus und Film noir zu bieten haben.

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Unterstützt werden die intensiven Bilder von einer spannenden und überraschend gut recherchierten Geschichte. So sind die Ereignisse, die zu Robespierres Enthauptung führten, relativ akkurat, wenn auch natürlich in das Korsett der Geschichte geschnürt. Auffällig ist die Brutalität, die gezeigt wird. Von Folteropfern, über blutige Kopfschüsse bis hin zum Zerschmettern des Kiefers Robespierres zeigt der Film weitaus mehr, als man es von einem Post-Hayes-Code-Film erwarten würde. Interessant auch die Ambivalenz des Filmes, der zur Hochphase der McCarthy’schen Hexenjagd auf Kommunisten entstand. So kann man die Geschichte über die Todesliste im schwarzen Buch Robespierres durchaus als kritischen Kommentar auf den berüchtigten Senator McCarthy oder das „Komitee für unamerikanische Umtriebe“ sehen. Andererseits bietet es sich aber auch an, den Film als Warnung vor totalitären Systemen, wie eben dem stalinistischen Regime in der kommunistischen Sowjetunion und dem Kommunismus an sich – die Revolutionäre sind ja „Bürgerliche“, die eine Herrschaft des Volkes errichten wollen – zu verstehen. Neben dieser politischen Analogie, glänzt der Film aber auch mit zwei großen Suspense-Szenen, die direkt aus einem Hitchcock-Film stammen könnten. Einmal, wenn D’Aubigny und Madelon aus dem Gefängnis flüchten und am Gefängnistor von einem tatterigen Greis aufgehalten werden. Während dieser in seinem gewaltigen Bund nicht den richtigen Schlüssel für das Tor findet, wartet direkt vor dem Tor eine ältere Frau, die mit nur einem Wort die Tarnung der Beiden auffliegen lassen könnte. Diese Szene ist genussvoll und nervenzerfetzend in die Länge gezogen, gänzlich ohne Musikbegleitung, nur mit den Geräuschen des Schlüsselbundes unterlegt. In der zweiten Szene legt sich der böse Saint Just in einer Hütte zur Ruhe, ohne zu wissen, dass unter seinem Kissen das von ihm gesuchte schwarze Buch versteckt ist. Die Versuche der Helden, an dieses zu gelangen, sind ebenfalls absolut eines Hitchcocks würdig.

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Bei der Besetzung finden sich keine große Namen. Der bekannteste dürfte Richard Basehart sein, der bereits in Manns „Schritte in der Nacht“ (ebenfalls bei Koch erschienen) den überlegenen Schurken spielt. Hier wirkt er als Maximilian „Don’t call me Max“ Robespierre zwar etwas steif, was allerdings hervorragend zur Rolle passt und nicht weiter ins Gewicht fällt, da Basehart eine unbedingte Autorität ausstrahlt, die eines Robespierre angemessen ist. Robert Cummings hat bereits zweimal bei Hitchcock gespielt, der mit seinem „leading man“ allerdings nicht ganz zufrieden war. Er fand, Cummings habe ein „komisches Gesicht“. Sein Charles D’Aubigny ist kein überragender Charakter und bleibt, wie die meisten Helden, gegenüber den charismatischeren Schurken blass. Trotzdem erledigt Cummings seine Aufgabe routiniert und durchaus überzeugend. Vor allem wird dem Zuschauer Arnold Moss in Erinnerung bleiben, der den durchtriebenen, schlangenhaften und doch irgendwo sympathischen Fouché spielt. Eine Rolle, die an Claude Reins Captain Renault in „Casablanca“ erinnert. Moss ist das dunkle Herz des Filmes, und man ist regelrecht enttäuscht, wenn er scheinbar aus der Handlung verschwindet. So fällt seine nicht gerade logische Wiederauferstehung dann auch gar nicht negativ auf. Während Fochés Abwesenheit zaubern die Drehbuchautoren mit dem teuflischen Saint Just einen neuen Schurken aus dem Hut. Jess Barker steht das diabolisch-verschlagene nicht so sehr ins Gesicht geschrieben wie Arnold Moss, doch er füllt die Rolle des Saint Just mit genug unterschwelliger Boshaftigkeit und Sadismus aus, so dass er einen überzeugenden und Angst einflößenden Bösewicht abgibt. Die schöne Arlene Dale verkörpert eine starke Heldin, die erfreulicherweise die Fäden selbst in der Hand behält und dem Helden auch mal aus der Patsche hilft und nicht andersherum.

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Normalerweise halte ich mich mit einer solchen Superlative zurück, aber in diesem Falle mache ich gerne eine Ausnahme und nenne „Das schwarze Buch“ ein Meisterwerk des „Film noir“. Optisch höchst beeindruckend, mit Bildern für die Ewigkeit. Gleichzeit spannend und vielschichtig erzählt, sowie, insbesondere auf der Seite der Bösen, mit eindrucksvollen Charakteren besetzt. Empfehlung.

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Die, wie üblich in einem buchähnlichen Cover, bei Koch Media erschienene DVD zeichnet sich durch ein sehr gutes Bild und Ton aus. Zwar weist das Bild hier und dort kleine Schäden und Laufstreifen auf, doch insgesamt ist es sehr scharf und klar. Als Extras findet man nur einen Trailer zum Film und eine Bildgalerie. Entschädigt wird man aber durch ein ausgezeichnet geschriebenes und hoch informatives Booklet von Thomas Willmanns.

Originalfassungen in Bremen: 19.12.13 – 25.12.13

Von , 18. Dezember 2013 21:12

Wie es zu erwarteten war, ist es in der Weihnachtswoche eher ruhig. Viele werde sicherlich die Feiertage nutzen, um sich – wie im letzten Jahr – den „Hobbit“ anzusehen, für den Rest gibt es im Kommunalkino ein Wiedersehen mit dem perfekt durchkomponierten „Shining“. Wie schon bei „Das Bloggen der Anderen“ erwähnt, lasse ich die regelmäßigen Kolumnen, wie diese hier, über die Feiertage ruhen. So kann ich auch mal etwas entspannen und bin nicht verpflichtet, an einem bestimmten Termin etwas zu posten. Ab dem 08. Januar geht es dann aber wie gewohnt mit den Originalfassungen weiter.

Der Medicus – Cinemaxx, Mi., 25.12. um 19:50 – Deutsche Bestseller-Verfilmung mit internationaler Besetzung. Erzählt wird die Geschichte des Waisenjungen Rob Cole und seinem Weg zum berühmten Heiler. Regie: Philipp Stölzl.

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Dügün Dernek – Der Hochzeitsverein – Cinemaxx, Do.-Mo. immer 23:10 – Türkische Komödie. Drei Freunde entdecken, dass sich der Sohn des einen heimlich trauen lassen will.

Erkekler – Cinemaxx, Do.-Mo. 20:10 und 22:45, Mi. um 23:15 – Türkische Komödie um einen Mann, der sich von seinem „besten Stück“ trennen will, nachdem dieses ihn immer wieder in Schwierigkeiten gebracht hat.

Der Hobbit: Smaugs Einöde – Cinemaxx, Do.-Mo- immer 19:30 (in 3D) & Schauburg, Mo., 23.12 um 12:00 (in 2D) – Der zweite Teil der zur Trilogie aufgeblasen “Hobbit”-Verfilmung. Mein Fazit beim ersten Teil war: Wer Fan ist, wird nicht enttäuscht. Wer es nicht ist, den wird auch der “Hobbit” nicht überzeugen. Ich gehe davon aus, das wird auch auf den zweiten Teil zutreffen.

Die Wonder Boys – City 46, Do., Sa.-Mo. und Mi. immer 20:00 – Drama von Curtis Hanson mit Michael Douglas als alternden College-Professor, der in eine Lebenskrise gerät.

Die Zeugen – Ciy 46, Do./So./Mo. um 18:00 und Fr./Mi. Um 20:30 – Queerfilm von André Téchiné über einen jungen Mann, der eine platonische Beziehung mit einem älteren Herrn eingeht. Als er die Freunde des Mannes kennenlernt, kippt die Situation. Mit Emmanuelle Béart.

The Shining – City 46, Do./So./Mo. Um 20:30 und Fr./Sa./Mi. Um 20:30 – Stanley Kubricks Stephen-King-Verfilmung stieß beim Autor und einigen Horrorfans auf Kritik, ist aber eine ganz wunderbare Sezierung von Horror und Ängsten. Brillant gefilmt und mit einem furchteinflößenden Jack Nicholson.

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Sneak Preview – Schauburg, Mo., 23.12. um 21:45 Uhr

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., 23.12. um 20:15 Uhr

Kam ein (schon wieder) Stöckchen geflogen…

Von , 18. Dezember 2013 14:31

Vor Kurzem wurde ich vom Intergalactic Ape-Man wieder mit einem Stöckchen beworfen. Es gelang es mir noch auszuweichen, doch der Affenmann ist zäh, und so hat er mich dann doch noch erwischt. Kurz noch einmal zur Defintion „Stöckchen“:  Das ist eine Art Staffelstab, der von Blog zu Blog weitergereicht wird. Und dieser „Stab“ besteht aus einem Fragebogen. Diesmal ist noch eine Schwierigkeit eingebaut: Man soll nach der Beantwortung möglichst einen eingeen Fragebogen erstellen und diesen an fünf Blogger weiterleiten. Das kriege ich zeitlich nicht hin, darum belasse ich es jetzt erst einmal bei der Beantwortung der Fragen:

1. Was ist deiner Ansicht nach die heute meistunterschätzte Position in einem Filmstab, und warum? Definitiv das Catering. Gibt es immer lecker was zu Essen, sind Stab und Schauspieler froh und die Arbeit geht weitaus besser voran, als wenn alle hungrig sind oder über das Essen meckern. Ansonsten wundert es mich immer etwas, dass es – bis auf Ballhaus – keine echten Stars unter den Kameramännern gibt. Nicht mal Janusz Kaminski ist den meisten Leuten ein Begriff.

2. Welchen Stellenwert haben für dich Sounddesign, Photographie, Spezialeffekte, Stunts, Kulissen, Kostüme, Maske bei der Wahrnehmung eines Films? Kommt auf den Film an. Generell würde ich sagen, dass alle diese Dinge einen guten Film noch auf eine andere Ebene heben können, aber keines für sich genommen ein Allheilmittel ist, um aus einen schlechten Film einen guten zu machen.

3. Was macht das Können eines Schauspielers oder ein gezieltes Casting wichtiger für die Darstellung einer Rolle? Kann man auch nicht so pauschal beurteilen. Oftmals wird ja auch ganz gezielt „gegen den Typ“ besetzt, um bestimmte Effekte zu erzielen. Man erinnere sich nur an Henry Fonda in „Spiel mir das Lied vom Tod“. Generell finde ich mutige Entscheidungen beim Casting sehr viel interessanter, als monotones type-casting. „Wir brauchen einen Ex-Mafiosi.“, „Gandolfini ist tot? Okay, dann nehmen wir deNiro.“

4. Wie abhängig ist ein Film von Handlungselementen und Dialogen? Gar nicht. Es gibt auch wunderbare non-narrative Filme. Die Frage ist immer, welche Intention hat der Filmemacher. Man kann auch einen Filme gänzlich ohne Dialoge und Handlungselemente, ganz als Abfolge assoziativer Bilder drehen und das Ergebnis kann absolut überwältigend und großartig sein. Mal kann das aber auch nach hinten los gehen, wenn die Bilder nicht stark genug sind. Beim … war das z.B. der Fall. Sagen wir mal so: Künstlerisch ist er von Handlungselementen und Dialogen unabhängig, kommerziell würde ich sagen: sehr.

5. Unter welchen Bedingungen kann ein Film objektiv sein? Ein Film ist niemals objektiv. Kann er auch gar nicht sein, weil bereits die Entscheidung, wo eine Kamera positioniert wird und welchen Bildausschnitt sie zeigt, eine subjektive ist.

6. Aus welchen Gründen würdest du dich eher für den Film als zwanghafte Wirklichkeitstreue oder die rauschartige Abstraktion entscheiden? Die Frage verstehe ich nicht ganz. Wie bei Frage 4 ausgeführt, denke ich nicht, dass eine Film einen absoluten Anspruch auf „Wirklichkeitstreue“ haben kann. Ich interpretiere die Frage mal so: Unter welchen Umständen würdest Du lieber einen Film sehen, der eine „realistische“ Darstellung (z.B. im Neorealismus) zeigt oder doch lieber ein Film, der die „Wirklichkeit“ nur allegorisch zeigt (z.B. – mir fällt spontan kein besseres Beispiel ein – „Yellow Submarine“) entscheiden. Da würde ich antworten, es kommt immer auf die Stimmung und die Menge an. Nach 5-6 Sozialdramen, steht mir der Sinn dann auch mal wieder nach bunten, psychedelischen Bildern.

7. Wie zeigfreudig darf ein Film unter welchen Umständen für dich in Bezug auf Gewalt und Sexualität sein? Kommt auf das Thema und den Kontext an. Gewalt gegen Kinder ist für mich z.B. ein absolutes No-Go. Aber wenn ein Film auf Missstände hinweisen möchte und krasse Bilder benutzt, um dem Zuschauer weh zu tun und ihn aus seiner Lethargie zu reißen, dann ist es ein legitimes Mittel, auch zu zeigen und es nicht nur bei Andeutungen zu lassen. Generell: Schocken nur um des Schockens Willen finde ich langweilig und einfallslos.

8. Was muß ein Kinofilm heute leisten, um als radikal wahrgenommen zu werden? Da gibt es inhaltlich kaum noch etwas, was noch nicht da war. Wobei, jeder wohl aufgrund seiner eigenen Sensibilität und Erfahrung eine andere Vorstellung von „radikal“ hat, wenn es um die Handlungsebene geht. Wirkliche Radikalität wäre es daher wohl eher, eine neue Bildsprache entwickeln, die unseren sonstigen Sehgewohnheiten konsequent entgegen läuft.

9. Welche Revolution wünscht du dir für das Kino unserer Zeit? Eine Abkehr von CGI-, Schnittgewitter-, 3D-Wahn und formelhaften Sequels, Prequels und Remakes.

10. Was ist dein bisher unerfüllter Wunsch an die Filmkritik? Da gibt es keinen. Ich habe meine Lieblingskritiker und weiß, wie deren Urteile für mich zu lesen sind.

Folgende Blogger wurden noch vom Intergalactic Ape-Man aufgefordert mitzumachen: Katrin, Mina, Rotze und Guddy. Wie ich das allerdings sehe, bin ich bisher der Einzige, der dem Ruf des Affen gefolgt ist.

DVD-Rezension: “Passion”

Von , 17. Dezember 2013 20:48

passionChristine, die Chefin einer Werbeagentur, versucht ihre aufstrebende Angestellte Isabelle, durch Machtspielchen und eine vorgetäuschte Freundschaft auf Distanz zu halten. Als Isabelle auf einer Geschäftsreise nach London eine Affäre mit Christines Liebhaber Dirk beginnt und gleichzeitig an Christine vorbei eine erfolgreiche Promotion landet, schlägt Christine zurück. Sie tut alles, um Isabelle vor den anderen Angestellten zu diskreditieren und lächerlich zu machen. Zunächst scheint Isabelle an dem Mobbing ihrer Chefin zu zerbrechen, und in eine Medikamentenabhängigkeit zu gleiten. Dann wird Christine ermordet und Isabelle ist die Hauptverdächtige…

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Der späte De Palma ist eine Wundertüte, in der viele seiner Anhänger aus früheren Zeiten nur noch faule Eier vermuten. Tatsächlich konnte er nun schon seit 20 Jahren keinen Erfolg mehr bei Publikum und Kritik verbuchen. Ausnahme: Sein vorletzter Film, die Irak-Krieg-Montage „Redacted„, die auf dem Filmfest in Venedig 2007 einige Preise (u.a. den silbernen Löwen) abräumte. Sechs Jahre dauerte es dann, bis de Palma seinen nächsten Film vorlegen konnte. Hierfür kehrt er ins Genre des Erotik-Thrillers zurück, das er zuletzt 2002 mit „Femme Fatale“ bediente. Bereits „Femme Fatale“ fiel bei Kritik und Publikum durch, obwohl der verspielte und nicht ganz ernstzunehmende Film, einige wunderbar genießerisch inszenierte Passagen enthielt. Mit „Femme Fatale“ teilt sich sein neustes Werk „Passion“ nicht nur die Figur der femme fatale (hier gleich dreifach anwesend), sondern auch die verwirrende Traumstruktur. Und ebenso wie bei „Femme Fatale“ kann de Palma in „Passion“ auf momentan populäre Darsteller zurückgreifen. Waren es im Film von 2002 Antonio Banderas und die gerade durch den ersten „X-Men„-Film populär gewordene Rebecca Romijn, so kann „Passion“ die grandiose Noomi Rapace und den aufsteigenden Stern Rachel McAdams vorweisen. Statt Frankreich ist diesmal Berlin der Handlungsort. Eine Entscheidung, die neben monetären Gründen (die deutsche Filmförderung hat Geld in das Projekt gepumpt), wohl auch deshalb getroffen wurde, weil das Original „Liebe und Intrigen“ von Alain Corneau, dem der Film zu Grunde liegt, aus Frankreich stammt.

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„Liebe und Intrigen“ ist mir bisher leider nicht bekannt, weshalb es mir nicht möglich ist, Vergleiche zu ziehen. Wie man aber allenthalben liest, hat sich de Palma gegenüber der Vorlage einige Freiheiten herausgenommen. Was durchaus löblich ist, will man ein eigenständiges Werk kreieren und nicht nur eine „amerikanisierte“ Kopie. Zunächst fällt die ungewöhnliche Besetzung auf. Im Original spielte die ältere und elegante Kristin Scott Thomas die Christine und die junge, mädchenhafte Ludivine Sagnier die Isabelle. Liest man, dass in „Passion“ die Rapace und McAdams mitspielen, kann man sich zunächst keine andere Lösung als Rapace als Christine und die McAdams als Isabelle vorstellen. De Palma dreht dies aber um und besetzt beide Schauspielerinnen gegen ihren Typ. Dies ist interessant, aber auf den ersten Blick nur bedingt erfolgreich. Während die Rapace überzeugend das Opfer gibt, aber einen vielleicht etwas zu starken und dominanten Eindruck macht, wirkt McAdams in der Rolle der eiskalten und intriganten Geschäftsfrau etwas zu jung und zart. Wobei man dies durchaus als Kommentar dahingehend auslegen kann, dass man niemals jemanden nur nach seinem Äußeren beurteilen soll. Tatsächlich passt die Rollenverteilung dann auf den zweiten Blick recht gut, denn Christine spielt durchaus mit ihrem zerbrechlich, hübsch-niedlichen Aussehen und Isabelle ist bei weitem kein schwaches Opfer, sondern weiß sich gut zu wehren, und andere für ihre Interessen auszunutzen. Was deutlich bei ihrer Beziehung mit der, von Karoline Herfurth dargestellten, Dani (im Original noch ein Mann) zum Tragen kommt.

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Gewöhnungsbedürftig ist die Optik des Filmes. Obwohl die durchaus bekannten Namen der beiden Hauptdarstellerinnen darauf hindeuten, dass der Film nicht unbedingt als Low-Budget-Produktion durchgehen kann, sieht er doch genauso aus. Während die erste Hälfte einen flachen TV-Look aufweist, und durchaus aus einer einheimischen Fernsehfilm-der Woche-Produktionen stammen könnte, so erinnert der zweite Teil seltsam an semi-professionelle Produktionen, in denen Geld Mangelware, aber guter Wille im Überfluss da ist. Vielleicht ist es auch die kalte HD-Video-Ästhetik, die diese Assoziation hervorruft. Doch insbesondere Szenen, wie die, in der Isabelle Christine in ihrem dunkelblau ausgeleuchteten Büro aufsucht und die Kamera schräg gekippt wird, haben wenig von großer Leinwand, sondern mehr von ambitionierter, selbst-produzierten Videoware. Dies verwundert insbesondere, wenn man weiß, dass Pedro Almodóvars Kameramann  José Luis Alcaine für die Bilder verantwortlich ist.

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Man kann De Palma zwar nicht absprechen, dass er einige nette Einfälle hätte, der große Wurf – der seine früheren Filme auszeichnete – fehlt allerdings komplett. Auch wenn er sich an einigen Stellen selbst zitiert, wirkt dies eher wie das Werk eines De-Palma-Fans, als das des Meisters selber. Ein Splitscreen-Szene in der ein Mord mit einer Ballett-Aufführung kombiniert wird, erzielt keine Wirkung, da die Ballett-Szene, leblos und wie in einer Turnhalle gedreht wirkt, und der Mord keine Suspense aufweist. Eine lange Plansequenz ist zwar optisch reizvoll, aber völlig spannungslos und an dieser Stelle unnötig. Wenn sie dann auch unmotiviert durch einen unspektakulären Schnitt aufgelöst wird, wirkt es noch beliebiger. Diese selbstreferenziellen Spielereien scheinen dann auch mehr augenzwinkernde Parodien zu sein, und ein vorsätzliches Enttäuschen der Erwartungshaltung. einzig eine fast 1:1 übernommene Szen aus „Dressed to Kill“ verfehlt ihre Wirkung nicht. Interessanterweise zitiert De Palma sich nicht nur selber, sondern auch den auslöser der großen „Erotik-Thriller“-Welle Anfang der 90er, „Basic Instinct„. So läßt er Kleidung und Frisur der Christine häufig der einer gewissen Catherine Tramell ähneln.

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Da der Film in Co-Produktion mit Deutschland entstand und einige Fördergelder aus Brandenburg abgriff, finden sich in der Besetzungsliste auch mehrere deutsche Schauspieler, u.a. zwei „Tatort“-Kommissare. Dominic Raacke („Tatort“-Berlin) gibt des Chef des Unternehmens, in dem Isabelle und Christine arbeiten, Benjamin Sadler („Tatort“-Hannover) spielt den Staatsanwalt und Rainer Bock den ermittelnden Kommissar. Alle drei bleiben aber weit unter ihren Möglichkeiten. Sie machen den Eindruck, als ob sie frisch von der Schauspielschule kommen, und ihre ersten Gehversuche im Filmgeschäft unternehmen. Sie spielen nicht laienhaft, das nicht. Aber steif und auf ganz unnatürliche Art „natürlich“. Besonders fehl am Platze wirkt allerdings der Brite Paul Anderson, der den Liebhaber Christines spielt. Bei ihm denkt man, er könne jemand sein, der einfach so von der Straße gecastet wurde, weil er ein interessantes Aussehen hat. Dieser „kaputte Look“ würde zwar großartig in einen Klaus-Lemke-Film passen, aber mit seiner überbetonte Lässigkeit wirkt er wie ein Fremdkörper in De Palmas artifiziellen Welt. Karoline Herfurth macht das Beste aus ihrer Rolle, doch auch sie schwankt seltsam zwischen den von ihr gewohnten brillanten Momenten und einer seltsamen Mischung aus über- und unteracting. Was im übrigen auch für die beiden Hauptdarstellerinnen gilt.

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„Passion“ ist ein merkwürdiger Fehlschlag. Trotz einer im Grunde guten Besetzung und durchaus vorhandenem Potential, will er nicht so recht zünden. Neben der kompletten Abwesenheit von Spannung und einer wirren Traumstruktur, leidet der Film besonders an der uninspirierten Kameraarbeit, die ihn weitaus billiger erscheinen lässt, als er vermutlich war. Zwar baut De Palma einige augenzwinkernde Momente für die Kenner seines Werkes ein, doch auch dies wirkt leider eher bemüht.

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Die DVD aus dem Hause Ascot Elite weißt ein gutes Bild und gute Tonqualität auf. Die Extras erscheinen zunächst reichhaltig, doch bei näherem Hinsehen entpuppt sich das Featurette als knapp 4-minütiger Werbeclip, und die Interviews als Promo-Blah-blah, in dem die Beteiligten den Film und seinen Regisseur über den grünen Klee loben. Der Informationsgehalt geht, wie bei so etwas üblich, gegen Null.

Das Bloggen der Anderen (16-12-13)

Von , 16. Dezember 2013 20:56

bartonfink_type2Bevor es losgeht, kurz etwas in eigener Sache vorweg. Letzte Woche fiel „Das Bloggen der Anderen“ aus, da ich zu viel mit dem „Phantastival Bremen“ zu tun hatte. Diese Woche gibt es wieder eine Liste, aber die letzte in diesem Jahr. Über die Feiertage wollte ich mir den (natürlich angenehmen) Stress einer regelmäßigen Kolumne ersparen und nur dann posten, wenn es die knappe Freizeit erlaubt. Darum wird es mit dem „Bloggen der Anderen“ dann erst in der zweiten Januarwoche weitergehen. Ich hoffe, bis dahin vergesst ihr mich in dieser schnelllebigen Welt nicht 😉

– Im Mai diesen Jahres starb der russische Filmemacher Aleksei Balabanov. Die Eule erinnert auf Das Filmtagebuch der Eule an seinen erfolgreichsten Film „Brat“.

– Belgien, immer wieder Belgien. Alex Klotz hat auf Hypnosemaschinen einen Kurzfilm aus eben diesem Land entdeckt, der eine Geschichte eines seiner Lieblingsautoren, Thomas Owen, in Bilder fasst.

– Patrick Holzapfel nimmt sich auf Jugend ohne Film zwei großartige Arthaus-Klassiker vor, über die er sehr interessant referiert. Vicontis Regie-Debüt „Ossessione“ und Bergmans kontroverser „Jungfrauenquelle“. l

– david hat auf Whoknows Presents den deutschen Nachkriegsfilm „Mein Mann, das Wirtschaftswunder“ gesehen, und auch wenn ihn das Drehbuch nicht umhaut, ist er doch begeistert davon, wie Kameramann Albert Benitz die Architektur einfängt.

– Nach einem kurzen Abstecher in die seltsame Welt des Jüren Enz mit „Aus dem Tagebuch einer 17jährigen“, widmet sich Oliver Nöding auf Remember It For Later ganz der Edgar-Wallace-Reihe, beginnend mit „Der Frosch mit der Maske“.

– Der Intergalactic Ape-Man beschäftigt sich auf Intergalaktische Filmreisen sehr intensiv mit der Frage, was die deutsche Filmblogosphäre ausmacht, bzw. trennt und wie sie zusammengeführt werden kann. Passend dazu kommentiert er auch einen Artikel, der ursprünglich auf „Filmosophie“ erschien, über „den Wert des Online-Journalismus“.

– Rainer Knepperges zeigt auf new filmkritk Augen und Blick. Zum Genießen und langsam drin versinken.

– Ich kann jetzt schon sagen, dass „The Act of Killing“ mein Film des Jahres werden wird. Auf Daumenkino gibt es zwei Kommentare zum Film. U.a. von Florian Krautkrämer, der letztes Jahr auf unserem Phantastival das tolle Buch „Untot“ über Zombies vorgestellt hat.

– „The Act of Killing“ wird auch bei The Wayward Cloud erwähnt, wo es aber vielmehr um Filme geht, der ihm/ihr Unbehagen in negativer Form bereiten. Wie z.B. Allens „Blue Jasmine“.

– Jamal Tuschick schreibt auf Hard Sensations ebenfalls über „Blue Jasmine“. Ihm hat der Film allerdings gefallen.  Und Joris Julius-Sabinus stellt zwei harte Kurzfilme vor, die auf zwei Marvel-Charakteren (der YouTube-Channel spricht von „Marvel-Bootlegs“, was ganz gut passt) beruhen: „The Punisher“ (hier wieder von Thomas Jane gespielt) und „Venom“. Ist spannend und auf YouTube zu sehen.

– Am 26. November verstarb der amerikanische Schauspieler Tony Musante, der den Italo-Fans vor allem durch seine Hauptrolle in „Das Geheimnis der schwarzen Handschuhe“ ans Herz gewachsen ist. Ein Grund für Udo Rotenberg auf L’Amore in cità mit einem Essay zu „Il Mercenario – der Gefürchtete“ an Musante zu erinnern. Des weiteren widmet er sich dem Film „Ein Schlitzohr außer Rand und Band“ aus Bruno Corbbucis Reihe um den „Superbullen“ Nico Geraldi, einer Serie, der ich bisher noch nie besonders viel abgewinnen konnte. Aber nach Udos Kritik des mittlerweile achten Geraldi-Films, bekomme ich doch Lust, dem mal Ganzen eine zweite Chance einzuräumen.

– Auf Grün ist die Heide schreibt er über den Film „Die Wahrheit über Rosemarie“, der ein Jahr nach dem sehr erfolgreichen „Das Mädchen Rosemarie“ in die Kinos kam und den Fokus mehr auf Sex legte, wobei er aber erzkonservativ, den Tod der Nitribitt als direkte Folge ihrer „Unmoral“ darstellte.

– Einen wunderschönen Text für frischgebackene Väter hat Rochus Wolf auf B-Roll bei kino-zeit.de geschrieben: Vom Glück mit Euch Filme anzusehen.

– Der Außenseiter ist bei Final Frontier Film im Jahre 1904 angekommen und kümmert sich um George Méliès „La Sirène“.

– Filmosophie mag den zweiten Teil vom „Hobbit“ nicht. Ganz und gar nicht. Warum die so ist, legt sie auf ihrem Blog Filmosophie dar.  Cutrin wiederum war auf der Französischen Filmwoche und hat dort drei Filme gesehen, die sie ganz unterschiedlich aufgenommen hat.

– Auf filmgazette geht es mit den Magischen Momenten weiter. Diesmal aus einem Film, der zu meinen persönlichen Lieblingen gehört: „Schlechte Erziehung“ von Almodóvar. Ferner: Ein glatter Verriss von Jim Jarmuschs „Only Lovers Left Alive“ durch Dietrich Kuhlbrodt.

– Einen solchen gibt es auch gleich doppelt auf Stubenhockerei durch den Schmock und Malina. „Only Lovers Left Alive“ muss sie wirklich SEHR geärgert haben.  Im Gegensatz zu Alejandro Jodorowskys Rückkehr auf die große Leinwand „La Danza de la Realidad“, der beide verzauberte.

Textures in light erinnert an John Fords fast vergessenes Meisterwerk „Der lange Weg nach Cardiff“.

– Ein erster Jahresrückblick. Johannes Lehnen auf Kinoleben über 2013.

– Passend zur Weihnachtszeit: Yzordderrexxiii über Bob Clarks spannenden Weihnachts-Slasher-Prototyp „Black Christmas“ alias „Jessy – Treppe in den Tod“.

– Ich bin ein Verehrer des großen Orson Welles. Wer etwas länger dabei ist, erinnert sich vielleicht daran, dass ich hier früher unter einem entsprechenden Pseudonym unterwegs war, bis ich irgendwann fand, dass Pseudonyme doof sind. Wie dem auch sein, Annika Stelter von Die Filme, die ich rief hat jetzt mit „Im Zeichen des Bösen“ einen meiner Lieblings-Welles besprochen.

– Schlombie von Schlombies Filmbesprechungen wird nicht warm mit dem großartigen Jess Franco. Allerdings hat er sich für einen erneuten Versuch auch den gotterbärmlichen „Killer Barbys Vs. Dracula“ ausgesucht, der selbst mich Onkel-Jess-Anhänger ziemlich erschrocken hat. Im negativen Sinne, natürlich.

– Philipp Stroh empfiehlt auf Wieistderfilm?.de die Dokumentation „Blackfish“, die tragische Geschichte eines Orca, der in einem Vergnügungspark seine Trainerin tötete. Klingt sehr interessant. Danke für den Tipp.

– Robin Schröder verweist auf Mise en cinema auf den 12-minütigen Kurzfilm „Magnificant“ von Riley Stearns, der ihm sehr gut gefallen hat.

Das Magazin des Glücks stellt vier Kurzfilme des legendären Georges Franju vor. „Le sang des bêtes“ war mir natürlich bekannt, von den anderen Dreien hatte ich bisher nichts gehört. Darum Danke!

– Als Teenager habe ich Jim McBrides kunterbuntes und sehr 80er-mäßiges „Außer Atem“-Remake „Breathless“ geliebt. Richard Gere war cool, Valerie Kaprisky purer Sex und Jerry Lee Lewis der Rock’n’Roll-Gott. Robert von Eskalierende Träume hat dem Film nun ein langes Essay gewidmet und bei mir wieder Erinnerungen geweckt.

– Nach „Engel mit schmutzigen Flügeln“ und „Die Wahrheit von der Lüge“, ist mit „Illusion“ nun einer weiterer kontroverser Spielfilm vom Filmemacher Roland Reber erschienen. Ronny Dombrowski von cinetastic.de hat ihn gesehen und sieht einen deutlichen Fortschritt gegenüber den Vorgängerfilmen.

– Am Samstag verstarb Peter O’Toole im Alter von 81 Jahren. Da ich selber aus Zeitgründen nicht dazu kommen werde, selber einen Nachruf zu schreiben, lasse ich hier mal Der Kinogänger zu Worte kommen.

– Es gibt etwas, was mir manchmal ein wenig Angst macht und mich schlecht schlafen lässt. Keine Monster, Vampire oder Werwölfe, keine Geister oder weiße Haie. Viel schlimmer: Abmahnanwälte. Einmal irgendwo ganz naiv das falsche Bild verlinkt und schon hat man einen finanziellen Schaden, der ein dickes Loch in die knappe Kasse reißt. Christian Gertz von mehrfilm hat mit so einem Exemplar zu tun gehabt.

DVD-Rezension: “The Twilight Zone – Die komplette erste Staffel”

Von , 12. Dezember 2013 19:53

Twilight_Zone_BlackThe Twilight Zone“ ist ein Stück amerikanischer Pop-Kultur. Ihr Einfluss auf Autoren und Filmemacher, die die Serie als Kind oder Jugendliche sahen, war immens. Obwohl sie nur fünf Jahre lief, wird sie noch heute immer wieder zitiert. Sei es durch Anspielungen auf die berühmtesten Folgen (hier erfreut sich insbesondere die achte Folge der ersten Staffel, „Time Enough At Last„, dt. „Alle Zeit der Welt“, großer Beliebtheit) oder dadurch, dass in einer mysteriös-unheimlichen Situation jemand die ikonische Titelmelodie (die allerdings erst ab Staffel 2 Verwendung fand) vor sich hin summt. In Deutschland hatte die „Twilight Zone“ nur einen geringen Bekanntheitsgrad. Dies liegt vor allem daran, dass nur wenige Folgen Ende der 60er im ZDF unter dem sperrigen Titel „Unwahrscheinliche Geschichten“ ausgestrahlt wurden und, nachdem sie Anfang der 70er noch einmal als „Geschichten, die nicht zu erklären sind“ auf Bayern 3 liefen, erst 1991/92 bei Pro7 ins Programm genommen wurden. Danach verschwanden sie hierzulande im Archiv. Der Einfluss der „Twilight Zone“ ist in Deutschland eher indirekt durch Schriftsteller wie Stephen King (der für eine Neuauflage der Serie in den 80ern Drehbücher schrieb) oder Filmemacher wie Steven Spielberg (der mit „Amazing Stories“ seine eigene TV-Anthologie-Serie schuf) spürbar.

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Von der Idee und Ausführung her entspricht „Twilight Zone“ der „Alfred Hitchcock presents„-Reihe. Hier wie dort, führt der Namensgeber/Schöpfer als markante Figur in die Geschichte ein und spricht das Schlusswort. Während in die Hitchcock-Serie allerdings nur sehr selten übernatürliche Elemente eingebracht wurden, sind diese, ebenso wie Science Fiction, für Rod Serlings Geschichten essentiell. Serling benutzt seine Geschichten, die er in der ersten Staffel bis auf eine Ausnahme alle samt selber schrieb, vor allen Dingen dazu, Botschaften zu transportieren und die Zeit in die er lebt, zu kommentieren. So ist z.B. eine der bekanntesten Folgen der ersten Staffel, „The Monsters Are Due On Marple Street“ (dt. Die Monster der Marple Street), ein kaum verschleierter Kommentar zur Kommunisten-Hatz und Paranoia der McCarthy-Ära. Nachdem in einem kleinen Vorort der Strom ausfällt, fantasiert ein Junge eine Geschichte von einer außerirdischen Invasion zusammen. Dies führt dazu, dass die Bewohner der Marple Street anfangen, sich gegenseitig zu verdächtigen, einer 5. Kolonne der Aliens anzugehören. Die ganze Geschichte endet dann auch ganz konsequent in einer zerstörerischen Hysterie und der Erkenntnis, dass es keine außerirdischen Waffen braucht, die Menschheit zu vernichten. Das erledigen Aggression, Misstrauen und Vorurteile schon ganz von allein. Eine typische Aussage von Rod Serling, der mit seinem liberalen Ansichten in Amerika immer wieder aneckte.

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Eine der berühmtesten – und oft zitierte – Episode, ist die bereits oben erwähnte „Time Enough At Last“ in der Burgess Meredith die Hauptrolle spielt. Er verkörpert hier den Bankangestellten Henry Bemis, einen fantastischen Bücherwurm, der eine Atomkatastrophe überlebt, weil er sich zum Lesen in den Tresorraum zurückgezogen hat. Als er zu seinem Arbeitsplatz zurückkehren will, findet er sich als letzter Menschen auf Erden, in einer zerstörten Welt wieder. Sein einziger Trost, und Grund am Leben zu bleiben, ist es, dass er nun endlich genug Zeit hat, um in Ruhe zu lesen. Der bittere und schwarze Schlussgag gehört zu den berühmtesten und meist erinnerten Momente der amerikanischen Fernsehgeschichte. Er findet sich als Hommage in Episoden der „Simpsons“, „Futurama“ und diversen anderen TV-Shows wieder. Die Folge wird auch im „Twilight Zone“-Film von 1983 erwähnt. „Time Enough At Last“ befindet sich auch regelmäßig auf den vorderen Plätzen, wenn nach den besten TV-Episoden aller Zeiten gefragt wird.

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Ebenfalls ausgesprochen beliebt, ist eine von Rod Serlings persönlichen Lieblingsfolgen: Die unspektakuläre, melancholische Sendung „Walking Distance“ (dt. Vielleicht in einer Sommernacht). Gleich zu Beginn wird hier deutlich, wie viel Wert die Regisseure der Reihe auf Details legen. Ganz beiläufig wird gezeigt, wie die Hauptfigur auf einen Spiegel zugeht, um sich dann in der Reflexion wieder in entgegengesetzter Richtung zu entfernen. Dabei ist der Spiegel und seine Umgebung aber so ins Bild gesetzt, dass man das Gefühl hat, der Protagonist würde durch den Spiegel nach vorne gehen, obwohl er tatsächlich zurück geht. Eine wunderbare Visualisierung des Themas der Folge, der Rückkehr in die Vergangenheit und dahin, wo man herkommt. „Walking Distance“ zeigt, dass die „Twilight Zone“-Geschichten auch ganz ohne Monster oder seltsame Bedrohungen funktionieren. Und dass sie keiner Pointe bedurften. Der Trip in die Vergangenheit endet für den Protagonisten so plötzlich und unerklärlich, wie er begann. Es hat sich (bis auf ein Humpeln) auch nichts drastisches für ihn geändert. Nur die traurige Erkenntnis, dass die Vergangenheit vorbei ist und nie wiederkommen wird. Dass es keinen Ort in der Vergangenheit gibt, an den man zurückkehren kann. Die ganze Episode bewegt sich dabei auf Spielfilmniveau. Nicht nur von Ausstattung, Kameraarbeit und schauspielerischer Leistung, sondern auch gerade in Bezug auf den Soundtrack. Dieser stammt von keinem anderen als Hitchcocks damaligen Stammkomponist Bernard Herrmann, der nicht nur die Titelmusik für die gesamte erste Staffel, sondern auch einige Soundtracks für einzelne Folgen komponierte.

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Mit der Veröffentlichung der ersten „Twilight Zone“-Staffel lässt Koch Media die Herzen der Fans dahin schmelzen. Die Box enthält nicht nur alle 36 Folgen der ersten Staffel, sondern zusätzlich noch den „Pitch“, der genutzt wurde, um die Sendung zu verkaufen (dieser besteht aus der ersten Episode „Where Is Everybody?“ (dt. Die leere Stadt) und einer langen Einführung von Rod Serling, in der er das Konzept der Serie erklärt und schon mal den Inhalt einzelner Folgen anreißt), sowie der von Rod Serling inoffiziellen Pilot-Folge – einer Episode aus der Reihe Westinghouse Desilu Playhouse – „The Time Element„, die sozusagen der Ursprung der Serie ist. Doch dies ist noch lange nicht alles. Zu fast jeder Folge gibt es einen Audiokommentar oder eine Tonspur, auf der z.B. ein Vortrag von Rod Serling vor Schülern des Sherwood Oaks Colleges zu hören ist. Es werden alte Werbetafel gezeigt und Promos für die „Twilight Zone“ und anderen TV-Serien aus 1959. Es gibt Video – und Audio-Interviews mit Schauspielern, die Musik der Episoden kann teilweise isoliert gehört werden. Man findet hier auch ganze 18 Radio-Adaptionen verschiedener Folgen und dankenswerterweise wurden auch die lange nicht mehr zu sehenden Abmoderationen von Rod Serling wieder eingefügt. In diesen kündigt er dann die Episode der nächsten Woche an. Ein prall gefülltes Paket also, für welches man Wochen braucht, bis man alles ausgepackt hat. Die Bild- und Tonqualität der Folgen ist sehr gut. Manchmal, gerade bei großen Flächen, kommt es zu einem leichten Rauschen, welches aber nicht großartig auffällt. Dafür ist das Bild scharf und frei von Schäden. Mit der ersten „Twilight Zone“-Box hat Koch Media kräftig vorgelegt. Da fällt einem das Warten auf eine hoffentlich bald erscheinende zweite Box durchaus schwer.

Originalfassungen in Bremen: 12.12.13 – 18.12.13

Von , 11. Dezember 2013 14:18

„Der Hobbit“ zum Zweiten, das dürfte wohl die meisten Leute ins Kino rennen lassen. Ansonsten ist das Cinemaxx in der dritten Adventswoche fest in türkischer Hand. Die anderen Kinos stellen da nicht so viel frische Ware entgegen. Wobei im City 46 die schöne Fake-Doku „Room 237“ läuft, auf die ich mich sehr, sehr freue.

Die Eiskönigin – Völlig unverfroren – Cinemaxx, Sa., 14.12. um 17:45 Uhr – Disney wirft zu Weihnachten wieder einen Animationsfilm auf den Markt. Eine schöne Tradition wird da wiederbelebt – bleibt zu hoffen, dass auch der Film daran anknüpfen kann.

Dügün Dernek – Der Hochzeitsverein – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 23:10, So. auch 17:45 – Türkische Komödie. Drei Freunde entdecken, dass sich der Sohn des einen heimlich trauen lassen will.

Tamam miyiz? – Sind wir soweit? – Cinemaxx, Do.-Mi.immer 19:00, Fr./Sa. auch 23:15 – Türkisches Drama. Ein homosexueller Bildhauer läuft imemr wieder einem behinderten jungen Mann über den Weg und die beiden beginnen eine Freundschaft.

Su Ve Ates – Wasser und Feuer – Cinemaxx, So., 15.12. um 23:20 – Türkisches Liebesdrama von und mit Özcan Deniz.

Der Hobbit: Smaugs Einöde – Cinemaxx (in 3D), Do.-Mi. immer 19:30 & Schauburg (in 2D), So. und Mi. um 20:45 – Der zweite Teil der zur Trilogie aufgeblasen “Hobbit”-Verfilmung. Mein Fazit beim ersten Teil war: Wer Fan ist, wird nicht enttäuscht. Wer es nicht ist, den wird auch der “Hobbit” nicht überzeugen. Ich gehe davon aus, das wird auch auf den zweiten Teil zutreffen.

Blue Jasmine – Schauburg, Mi. 18.12. um 12:00 – Der neue Woody Allen. Diesmal spielt sein Film in San Francisco und handelt von einer ehemals reichen, New Yorker High-Society-Dame, deren Vermögen sich in der Finanzkrise in Luft aufgelöst hat und die nun gebrochen und depressiv bei ihrer Schwester in San Francisco Unterschlupf findet, die einen ganz anderen Lebensstil als sie pflegt. Könnte man als Komödie drehen, macht Allen aber nicht. Wieder grandios besetzt mit Cate Blanchett, Alec Baldwin, Sally Hawkins.

Inside Llewyn Davis – Schauburg, Sa. 14.12. um 12:00 & Gondel, Mo. 14:15 und Mi. 12:00 – Die Coen-Brüder haben wieder zugeschlagen und präsentieren in ihrem neuen Film den bisher unbekannten Oscar Isaac als erfolglosen, aber nichts desto trotz fürchterlich egoistischen und arroganten Folksänger in den frühen 60ern.  So ziemlich gut sein und wäre mein Tipp der Woche.

Babam ve Oglum – Mein Vater und mein Sohn – City 46, So., 15.12. um 20:30 – Türkisches Drama um einen Jungen, der nach dem Tod der Mutter Ende der 80er Jahre bei seinem Großvater und dessen Familie bleiben soll.

Das Mädchen Wadjda – City 46, Sa.-Mi. immer 20:00 – Der erste Spielfilm aus Saudi Arabien und dann auch noch gedreht von einer Frau. Der Film erzählt von dem 10-jährigen Mädchen Wadjda, dass die Diskriminierung von Frauen in ihrem Heimatland nicht hinnehmen will.

Room 237 – City 46, Do./So./Di. um 18:00 und Fr./Mo./Mi. um 20:30 – Nicht ganz ernstzunehmende Dokumentation darüber, welche Verschwörungstheorien und geheimen Botschaften in Stanley Kubricks „Shining“ stecken. Empfehlung!

YouTube Preview Image

Sneak Preview – Schauburg, So., 15.12. um 20:50 Uhr

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., 16.12. um 20:00 Uhr

 

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