Glawoggers „Wokingsman’s Death“ kostenlos im Internet ansehen

Von , 29. Oktober 2010 11:52

Hier ein interessanter Hinweis, den MILLERSCROSSING hier gestern in den Kommentaren gepostet hat:

Die Indie-Filmplattform http://www.realeyz.tv sponsert zum 15-jährigen Bestehen der Filmzeitschrift “Schnitt” den preisgekrönten Michael Glawogger Film WORKINGMAN’S DEATH. Den Film kann man sich kostenlos online ansehen auf http://www.schnitt.de/stream/

Herzlichen Dank für den Tipp!!!

Originalfassungen in Bremen: 28.10.- 03.11.10

Von , 28. Oktober 2010 16:45

Für die Freunde des Mainstream-Actionfilms schießt sich Bruce Willis mit einer illusteren Bande von Oscar-Präm- und Nominierten durch die Comic-Verfilmung „R.E.D.“. Und ich freue mich auf „Banksy – Exit Through the Gift Shop“, den ich hoffentlich noch schaffe zu gucken. Ansonsten gibt es diesmal nicht viel zu berichten.

R.E.D. – Cinemaxx, Do. 22:50; Fr. 22:30, Sa. 23:00 und So.17:45 – US-Actionfilm der auf einem Comic basiert. Eine Gruppe pensionierter Agenten soll eliminiert werden und schlägt mächtig zurück. Mit Bruce Willis, Morgan Freeman, Helen Mirren und John Malkovich. Regie führt der Stuttgarter Robert Schwentke.

Jackass 3D – Cinemaxx, Di. 2.11., 20:50 – Die Chaotentruppe fand ich schon im TV mehr ekelig als cool. Darum werde ich mir den in 3D gedrehten dritten Kinofilm sicherlich nicht angucken.

So spielt das Leben – Cinemaxx, Mo. 1.11., 19:50 – Komödie mit Catherine Heigl, die wieder einmal ganz miese Kritiken erntete. Irgendwie scheint die Frau Heigl in letzter Zeit kein glückliches Händchen mit ihrer Rollenauswahl zu haben.

Dunia – Kino 46, Di 2.11.,  20:30 – Ägyptischer Spielfilm um eine Studentin in Kairo, welche ihre Leidenschaft für den Tanz entdeckt und ihr sexuelles Erwachen erfährt.

Endstation der Sehnsüchte – Kino 46, Do.+Fr., 20:30 und Sa.+So., 18:00 – Von der „Full Metal Village„-Regisseurin Sung-Hyung Cho. In ihrem aktuellen Film geht es um drei deutsche Pensionäre, die mit ihren koreanischen Ehefrauen in deren Heimat ziehen und versuchen, sich dort ihre „deutsche Gemütlichkeit“ zu bewahren.

Banksy – Exit through the Gift Shop – Schauburg, Do.-Mi., jeweils 21:30 – Von und mit dem berühmten Streetart-Künstler. Documentary? Mockumentary? Das bleibt genauso mysteriös wie seine Hauptfigur.

Kinshasa Symphony – Cinema Ostertor, Do.-Mi., jeweils 17:00 – Doku über das L’Orchestre Symphonique Kimbanguiste in Kinshasa und den alltäglichen Überlebenskampf der Orchestermitglieder.

Guru – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard – Cinema Ostertor, Do.-Mi., jeweils 18:45 – Dokumentation über einen jungen Engländer, der in den 70ern bei Bhagwan als Bodyguard arbeitete.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 01.11., 21:45

Kino 46 zeigt im November eine Schlingensief-Reihe

Von , 27. Oktober 2010 20:49

Vor Kurzem sah ich zusammen mit meiner Frau einen empfehlenswerten kurzen Dokumentarfilm mit dem Namen „Major albo rewolucja Krasnoludków“ (Der Major oder Die Revolution der Zwerge) von Maria Zmarz-Koczanowicz. Darin geht es um die, hierzulande nahezu unbekannte, „Orangen Alternative„. Einer Protestbewegung im Polen, die in den 80er Jahren unter der Führung des Studenten Waldemar Frydrych, genannt „Major“, neben der weitaus bekannteren „Solidarnoc„, gegen die kommunistische Diktatur protestierte. Dies taten ihre Mitglieder durch verrückte, lustige, manchmal schon dadaistische Aktionen. Es wurden „Happenings“ organisiert, bei denen Hunderte sich als Zwerge verkleideten, den kommunistischen Pathos mit sinnfreien-hintersinnigen Sprüchen parodierten oder als „Inflation“ verkleidet durch die Straßen galoppierten und als sie von der Polizei verhaftet wurden erklärten, die polnische Polizei hätte die Inflation gestoppt.

Natürlich kamen wir darüber ins Diskutieren, ob so eine Bewegung nur in einem repressiven Staat, wie es Polen damals war, möglich ist. Und natürlich musste ich auch gleich an Christoph Schlingensief und seine provokanten Aktionen, wie z.B. den „Ausländer Container“ oder die „Chance 2000“-Partei denken. Und mir wurde wehmütig ums Herz, denn ich merkte einmal mehr, welche große Lücke dieser nervige, penetrante, laute Provokateur doch hinterlassen hat. Nirgendwo sehe ich eine Person, die diese auch nur annähernd füllen könnte. Ja, schlimmer noch, da ist noch nicht einmal jemand, der diese Ambitionen hätte. Dieses wütend-kreative Feuer, dass in Schlingensief brannte, ist leider mit ihm verloschen. Dabei brauchen wir wirklich jemanden, der sich an uns und den für ihn nicht hinnehmbaren Umständen reibt… und zwar so lange, bis es weh tut.

Das Kino 46 zeigt im November eine kleine Retrospektive mit vier Schlingensief-Filmen. Ich gebe zu, mit diesen kann ich mich bis heute nicht wirklich anfreunden. Sie sind mir einfach einen Tick zu hysterisch und laut. Aber sie sind wichtig. Sie reiben. Und tun weh. Und das ist gut so.

Gezeigt werden:

Egomania – Insel ohne Hoffnung von 1986 (4., 6. und 9. November jeweils 20:30 Uhr)

Das deutsche Kettensägenmassaker von 1990 (13. und 17. November um jeweils 20:30 Uhr, sowie 14. November um 18:00 Uhr)

Terror 2000 – Intensivstation Deutschland von 1992 (20. und 23. November um jeweils 20:30 Uhr)

Ausländer raus! – Schlingensiefs Container von 2001 (25. und 30. November um jeweils 20:30 Uhr, sowie am 28. November um 18:00 Uhr)

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Kino 46 – Veranstaltungsreihe „Film und Propaganda“

Von , 25. Oktober 2010 14:21

Wie schon vor zwei Jahren, gibt es im Kino 46 wieder eine kurze Veranstaltungsreihe zum immer wieder spannenden Thema „Film und Propaganda“.

Diese findet wiederum in Zusammenarbeit mit der Landeszentral für politische Bildung statt und auch diesmal wird der Nürnberger Medienpublizist Dr. Herbert Heinzelmann mit einem Vortag in die Materie einführen. Während es vor zwei Jahren um die Aufbereitung des 1. Weltkrieges im Propagandafilm der NS-Zeit ging, werden diesmal die Mittel der Manipulation untersucht. Dies geschieht sowohl bei Filmen aus der NS-Zeit, wie auch bei Propaganda-Filmen der DDR. Wobei ich es spannender gefunden hätte, wenn auch die heute oft im TV gezeigten und als „Unterhaltungskultur“ akzeptierten US-Propaganda-Filme der 40er und 50er Jahre (wie z.B. „Sands of Iwo Jima„) mit unter die Lupe genommen worden wären.

Die Erscheinungsformen von Propaganda sind überall gleich. Sie blenden Widersprüche aus und versuchen die Verhältnisse eindeutig zu machen. Feinde und Feindbilder werden mit Gefühlen statt mit Argumenten unterfüttert, propagiert wird »wir gegen die«.

Im 20. Jahrhundert war der Film ein Hauptträger der politischen Propaganda. Die Verantwortlichen rechter wie linker Staatsmodelle hatten ihn als hervorragendes Mittel für die Manipulation von Realität erkannt. In Deutschland, wo in Ostdeutschland die rechte Diktatur der Nationalsozialisten von der linken Diktatur der SED abgelöst wurde, lassen sich die filmischen Propaganda-Techniken besonders genau vergleichen.

Quelle: kino46.de

Gezeigt werden:

Montag, 25.10. (also HEUTE) um 20:00 Uhr: „Jungens“ (1941) von Robert A. Stemmle, der in den 60er Jahren einige Drehbücher für die Karl-May/Edgar-Wallace-Verfilmungen und – welch‘ Ironie – die Neuverfilmung von Fitz Langs „Das Testament des Dr. Mabuse“ schrieb. Vorweg gibt es um 19:00 Uhr den oben erwähnten Einführungsvortrag von Herrn Dr. Heinzelmann.

Dienstag, 26.10., 18:00 Uhr „Ernst Thälmann – Sohn seiner Klasse“ (1954) von Kurt Maetzig und um 21:00 „Im Kampf gegen den Weltfeind“ (1939) vom einschlägig bekannten Karl Ritter.

Mittwoch, 27.10., 18:00 Uhr „Septemberliebe“ (1960), wiederum von Kurt Maetzig.

Alle Filme werden mit einer Einführung gezeigt.

Originalfassungen in Bremen: 22.10.- 27.10.10

Von , 22. Oktober 2010 14:07

Mit etwas Verspätung – der Text über das Filmfestival in Warschau hatte doch weit mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht – hier die Übersicht über die Originalfassungen in der aktuellen Woche.

Die Highlights sind für mich der neue Coen-Brothers-Film „A Serious Man“ und der polnische Film „Zero“, auf den ich mich schon sehr freue.

Cehennem – Hell (3D) – Cinemaxx, Fr.-Mi. 21:00 – Dies ist der erste in der Türkei produzierte 3D-Film. Ein Horrorfilm über einen schrecklichen Fluch.

The Social Network – Cinemaxx, Die., 26.10., 19:50 – Brillanter Film von David Fincher über die Gründung von „Facebook“. Klingt trocken, ist aber rasant und spannend umgesetzt. Gefiel mir sehr gut.

Ich – Einfach Unverbesserlich (3D) – Cinemaxx, Mo. 25.10., 20:00 – Animationsfilm in dem der Schurke der Held ist. Kann nett sein.

Inception – Cinemaxx, Fr. 22.10., 19:40 – Der Mega-Blockbuster von Christopher Nolan. Leider, wie ich finde, etwas überbewert. Aber die Leute scheinen ihn ja wirklich zu lieben.

Happy-Go-Lucky – Kino 46, Sa.+Mi. um jeweils 20:30 – Britische Komödie von Mike Leigh über eine gutgelaunte Grundschullehrerin, die ihre Umwelt je nach deren Temperament aufheitert oder nervt. Dafür gab es eine Oscar-Nominierung und für Hauptdarstellerin Sally Hawkins einige Preise.

A Serious Man – Kino 46, Do. und So., jeweils 20:30 – Der aktuelle Film der großartigen Coen-Brothers. Eine lustige Tragödie oder eine tragische Komödie?

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Zero – Null – Kino 46, So., 24.10., 18:00 – Polnischer Ensemblefilm mit Starbesetzung. 20 Menschen erfahren in einer namenlosen Großstadt Liebe, Hass, Sex und Gewalt. Die Kritiken (u.a. in der „Splatting Image“) waren sehr gut. Ich gehe auf jeden Fall hin 🙂

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Guru – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard– Cinema Ostertor, Fr.-Di., 18:45, nur So. 18:00 – Dokumentation über einen jungen Engländer, der in den 70ern bei Bhagwan als Bodyguard arbeitete.

Kinshasa Symphony – Cinema Ostertor, Fr.-Di., 17:00, nur So. 16:00 – Doku über das L’Orchestre Symphonique Kimbanguiste in Kinshasa und den alltäglichen Überlebenskampf der Orchestermitglieder.

Französische Sneak Preview – Atlantis, Mi. 27.10., 21:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 25.10., 21:45

Filmtagebuch: “Filmforum Bremen” unterwegs – Filmfestival Warschau Teil 2

Von , 22. Oktober 2010 10:36

Und weiter geht’s mit meinem kleinen Bericht über das 26. Internationale Filmfestival in Warschau.

"Kinoteka" im Kulturpalast am Abend

"Kinoteka" im Kulturpalast am Abend

Mein fünfter Tag begann gleich am frühen Vormittag mit dem argentinischen Animationsfilm „Boogie, the Oily„, der auf einer in seiner Heimat sehr erfolgreichen Comicserie von Roberto Fontanarrosa beruht. Hierin geht es um den Auftragskiller Boogie, der den Zeiten nachtrauert, als er noch in echten Kriegen Menschen abschlachten durfte, der sich in seinem Träumen auch schon mal über grüne Wiesen tänzelnd sieht, mit MG im Anschlag und flüchtende Vietnamesen niedermähend. Boogie tötet alles, was ihm in die Quere kommt: Auch Omas und kleine Hunde. Eines Tages kommt ein neuer Killer in die Stadt und Boogie zeigt ihm erst einmal, wo die Panzerfaust hängt. Mehr Inhalt muss man eigentlich nicht wiedergeben, denn die ist nur Vorwand für eine unglaubliche Ansammlung von Brutalitäten, Menschenverachtung, Sexismus, Rassismus und eiskaltem Zynismus. Die Schraube hierbei so weit überdreht, dass der Film wirklich lustig ist. Zwar fällt es einem schwer sich irgendwie mit der Hauptperson, dem gefühllosen und egozentrischen Killer „Boogie“, zu identifizieren und bei den ersten Geschmacklosigkeiten bleibt einem noch das Lachen im Halse stecken, aber dann gewöhnt man sich sowohl an den bösen und politisch extrem unkorrekten Humor, wie auch an die leicht groteske Animation. Was man „Boogie“ vorwerfen kann ist, dass er eigentlich nur ein großer, fieser Witz ist. Und diesen dann 90 Minuten dauern zu lassen, kann auch mal anstrengend werden und hier und da wiederholt sich vieles einfach nur. Andererseits zaubert der Film dann immer wieder einige Szenen aus dem Hut, die wirklich gelungen sind und einem mit staunendem Lachen zurücklassen. Das große, blutige Finale ist dann vielleicht etwas zu sehr over-the-top geraten, aber insgesamt weiß der Film absolut zu unterhalten.

Danach musste ich ein wenig zittern, um eine Karte für die folgende Vorstellung zu bekommen.

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Filmtagebuch: „Filmforum Bremen“ unterwegs – Filmfestival Warschau Teil 1

Von , 19. Oktober 2010 22:23

Wie nun schon öfters erwähnt, war ich in der letzten Woche auf Tour im Ausland. Genauer gesagt in Warschau beim 26. Internationalen Filmfestival. Da der Grund meiner Reise nicht allein das Filmfest, sondern durchaus auch „privater“ Natur war, wusste ich von Anfang an, dass ich diesmal nicht rund um die Uhr im Kino sitzen würde können. Mein Ziel war es daher in sieben Tagen auch mindestens sieben Filme zu sehen. Zehn wäre das Optimum gewesen, geschafft habe ich letztendlich neun. Was auch nicht so schlecht ist, wie ich finde.

Das 10-tägige Internationale Filmfest Warschau findet seit 1985 immer im Oktober statt. Es wurde damals als „Warschauer Filmwoche“ von Studenten ins Leben gerufen, von 1990-1999 firmierte es unter dem Namen „Warsaw Film Festival“ und seit 2000 heißt es nun endgültig „Warsaw International Filmfestival“. Fand das Festival bis vor Kurzem noch in verschiedenen, altehrwürdigen Kinos statt, so besaß es in diesem Jahr (das Kinosterben und der Multiplex-Wahn macht auch im Osten nicht halt) nur noch zwei Abspielstätten. Diese sind allerdings durchaus repräsentativ: Die „Kinoteka“ im Warschauer Wahrzeichen, dem „Kulturpalast„, und dem brandneuen, Ende 2007 eröffneten, Multiplex-Kino „Multikino“ im Einkaufszentrum Złote Tarasy (Goldene Terrassen).

Die "Kinoteka" im Kulturpalast

Das "Multikino" im Einkaufszentrum Złote Tarasy

„Mein“ Warschauer Filmfest begann am Sonntag mit dem französischen Roadmovie „Robert Mitchum is dead„. Einem sehr durchschnittlichen Film, dessen Regie-Duo Olivier Babinet und Fred Kihn offensichtlich zu viele Jim-Jarmusch- und Aki-Kaurismäki-Filme gesehen haben. Denn an diese beiden Großen ihrer Zunft erinnert die Bildkomposition und die Atmosphäre des Filmes. Aus „Dead Man“ hatte man sich z.B. die Figur des geheimnisvollen „Nobodys“ entliehen, der hier ein Farbiger mit langen Fingernägeln ist, welcher ein merkwürdiges Moog-ähnliches Instrument spielt. Von Kaurismäki übernahm man die zeitlose Ausstattung und die sehnsuchtsvoll tönende Rockabilly-Musik. Aber irgendwie fügt sich das alles nicht zusammen, denn im Gegensatz zu den beiden Vorbildern sind die Figuren hier ständig am Quatschen und die angestrebte traumhafte Stimmung will sich nicht wirklich einstellen. Wobei der Film nicht gänzlich ohne seine Meriten ist.

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Das Balkan Cinema Filmfestival im Cinema Ostertor wird fortgesetzt

Von , 19. Oktober 2010 11:42

Bereits im April startete das Balkan Cinema Filmfestival im Cinema Ostertor. Dann gab es eine lange Pause und nun wird es in diesem und nächsten Monat fortgesetzt. Diesmal dreht sich alles um die Roma.

Der erste Film lief gestern bereits, kann aber heute um 20:45 Uhr noch einmal im Cinema Ostertor gesehen werden. Es handelt sich dabei um den französischen Film Liberte (OT: Korkoro) von Tony Gatlif, der im Original mit englischen Untertiteln läuft. In dem Film geht es um eine Sinti- und Roma-Familie, die zur Zeit des Zweiten Weltkrieges durch Frankreich zieht und ihre Lebensgewohnheiten umstellen muss, um zu überleben.

Der Film gewann drei Preise auf dem letztjährigen Filmfestival in Montreal.

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Am 27.10.2010, 19 Uhr, läuft der Dokumentarfilm Nirgendwo Kosovo über einen Albaner, der als 10jähriger mit seiner Familie nach Detuschland kam, 18 Jahre später zurück in den Kosovo abgeschoben wurde und dort nun mit seinem neuen Leben in der ihm fremden Heimat zurechtkommen muss.

Am 10. November folgen dann die Doku „Die bessere Seite“, über das Leben eines Jungen in seinem Heimatdorf Nyirmihálydi, einer Romasiedlung im Osten Ungarns (um 18 Uhr) und das ungarische Drama Dallas Pashamende des rumänischen Regisseurs Robert-Adrian Pejo, der neben zwei „Tatort“en auch zahlreiche großbudgetierte TV-Filme und die kontroverse Pathologie-Doku „Der Weg nach Eden“ gedreht hat (um 19 Uhr).

Das Cinemaxx bekommt einen „IMAX“-Saal – oder so etwas Ähnliches…

Von , 19. Oktober 2010 10:03

So, ich bin aus Warschau zurück und bevor ich mich an den Bericht über das 26. Internationale Filmfest Warschau setze, muss ich erst einmal aufarbeiten, was in der letzten Woche für Neuigkeiten ins Haus flatterten.

Starten möchte ich mit dieser Pressemitteilung der Cinemaxx AG:

Faszination IMAX: CinemaxX installiert ersten digitalen IMAX-Saal in Bremen

Die IMAX CORPORATION News und die Hamburger CinemaxX-Gruppe haben sich vertraglich über die Einrichtung eines IMAX-Saales der neuesten Generation im CinemaxX Bremen geeinigt.

Angestrebt wird die Eröffnung des Saales und der Eintritt in die Welt der ‚Faszination IMAX‘ bereits zum anstehenden Abenteuer ‚Harry Potter und die Heiligtümer des Todes‘ ab November.

‚Cool‘, ‚ein besonderes Erlebnis‘: Der Marke IMAX schwingt ein ganz eigener Ruf voraus. Der neueste, digitale Ansatz des kanadischen Unternehmens bringt Spielfilme in hoher und zusätzlich nachbearbeiteter Qualität in entsprechend ausgestattete Säle.

Das CinemaxX Bremen wird somit das erste Kino dieser neuen, digitalen ‚refitted‘ IMAX-Generation in Deutschland beherbergen.

CinemaxX-Chef Christian Gisy freut sich über die Partnerschaft mit den Kinofachleuten aus Kanada: ‚Uns verbindet das gemeinsame Ziel, dem Publikum immer ein besonderes Erlebnis zu bieten.‘ Die Strahlkraft der Marke sowie das Gesamterlebnis IMAX werden auch für das CinemaxX in Bremen einen weiteren Glanzpunkt setzen und dem beliebten Kino am Hauptbahnhof eine zusätzliche Zielgruppe erschließen.
CinemaxX ist eben auch in Bremen einfach ‚Mehr als Kino!‘

Okay, das klingt erst einmal gut. Es wird ja auch immer wieder vergessen, dass Bremen bereits einmal ein IMAX-Kino hatte. Und zwar im Cinespace in der Waterfront (als diese noch Space Park hieß). Leider wurde dies im August 2004, nach gerade mal einem halben Jahr im Betrieb, zusammen mit dem Space Park geschlossen. Im Juni 2009 eröffnete das ehemalige IMAX wieder als Teil des Cinespace Kinos unter dem Namen DIG3 und zeigt auf einer 600qm-Leinwand (der größten in Norddeutschland) digitale 3D-Produktionen. Dies nur mal zur Bremer IMAX-Geschichte.

Als ich die Pressemitteilung das erste Mal las bildete sich bei mir ein großes Fragezeichen über dem Kopf. Ich kenne IMAX-Kinos und weiß daher, welche einen ungeheuren Platzbedarf die überdimensionalen IMAX-Leinwände brauchen. Wo soll der im Cinemaxx am Hauptbahnhof herkommen? Soll ein neues Gebäude gebaut werden? Oder einige Kinosäle aufgelöst und zu einem riesigen IMAX-Kino umgebaut werden? Möglich, aber dazu passt überhaupt nicht, dass bereits im November die ersten IMAX-Vorstellungen starten sollen.

Also noch einmal im Ruhe drübergeschaut und insbesondere auf diesen Part hier gedachtet: Der neueste, digitale Ansatz des kanadischen Unternehmens bringt Spielfilme in hoher und zusätzlich nachbearbeiteter Qualität in entsprechend ausgestattete Säle. Das CinemaxX Bremen wird somit das erste Kino dieser neuen, digitalen ‚refitted‘-IMAX-Generation in Deutschland beherbergen.
Aha! Also kein „echtes“ IMAX. Nur eine „kleine“ Lösung. Zwar mit gesteigerter Bildschärfe dank digitaler Nachbearbeitung, aber auf einer herkömmlichen Leinwand. Schade. Damit wird der eigentliche IMAX-Gedanke meiner Meinung nach stark verwässert und die Marke IMAX irgendwie beliebig.

Filmauswahl für die Nordischen Filmtage in Lübeck steht fest

Von , 9. Oktober 2010 15:30

Die Liste mit den 140 Spiel-, Kurz- und Dokumentarfilme aus Skandinavien, dem Baltikum und aus Norddeutschland, die beim  52. Nordischen Filmtage vom 3. bis 7. November gezeigt werden, ist veröffentlicht worden.

Als Eröffnungsfilm wurde die Musik-Komödie „Sound of Noise“ der schwedischen Regisseure Ola Simonssen und Johannes Stärne Nilsson angekündigt.

Die beiden Filme, auf die ich mich ganz besonders freue, sind einmal Christoffer Boes neues Werk „Alting bliver godt igen“ (Alles wird gut) und Per Fys „Kvinden der drømte om en mand“ (Die Frau, die von einem Mann träumt).

Christoffer Boe hat mit seinen Filmen „Reconstruction„, „Allegro“ und „Offscreen“ bisher eine ausgesprochen beachtenswerte Serie von ganz wunderbareren, geheimnisvoll-verstörenden  Filme hingelegt, die ich jedem Filmfreund mit einem Sinn für filmische Herausforderungen auf das Innigste ans Herz legen möchte. Sein neuer Film ist ein Paranoia-Thriller mit Jens Albinus.

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Per Fy wurde mit der Trilogie „Bænken“ (dt. Die Bank), „Arven“ (dt. Das Erbe) und „Drabet“ (dt. Totschlag – Im Teufelskreis der Gewalt), sowie der TV-Mini-Serie „Forestillinger“ bekannt.  Sein aktuelle Film wird als erotisches Seelendrama beschrieben. Eine erfolgreiche Modefotografin verliert sich in ihrer Obsession für einen Fremden.

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Als Gast wird bei den Nordischen Filmtagen unter anderem der schwedische Kult-Star Christina „They Called Her One-Eye“ Lindberg erwartet.

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