Veranstaltungshinweis: Vortrag „Der Mann in der Krise“

Von , 28. Januar 2010 16:13

Wer heute kurz entschlossen ins Kino 46 geht, um dort einen Film zu sehen, wird leider enttäuscht.

Statt eines Filmes gibt es ab 20:00 Uhr einen Vortrag zum Thema „Der Mann in der Krise“.

Film(ausschnitte) werden aber auch gezeigt 🙂

Immer wieder hören wir: »Der Mann ist in der Krise«. Die Jungen von heute erzielen schlechtere Schulabschlüsse als ihre Klassenkameradinnen, noch nie war eine Frauengeneration so gut ausgebildet wie derzeit. Prompt haben »wir« eine erste und erfolgreiche Bundeskanzlerin. Klarer Fall: das 21. Jahrhundert gehört den Frauen. Wirklich? Was sagen solche Pauschalurteile über Männer und Frauen »an und für sich« tatsächlich aus? Die Rede vom desorientierten Mann ist so spannend, weil sie so gar nicht unschuldig ist. Ein Streifzug durch das Hollywood-Kino der Jahrtausendwende legt diese komplexe Interessenslage offen.

In Kooperation mit der 34. Literarischen Woche | www.literarische-woche.de

Vortrag mit Filmausschnitten

Referentin: Ines Kappert, Meinungsredakteurin bei der »taz«

Do. 28.1. | 20:00

Originalfassungen in Bremen: 28.01.- 03.02.10

Von , 27. Januar 2010 15:10

Als ich heute morgen das „Wochen Journal“ des „Weser Kuriers“ durchblätterte, habe ich noch geflucht. Bis auf zwei türkische Komödien, keine O-Fassung weit und breit. Gut, dass ich nicht alles glaube, was in der Zeitung steht. Erfreulicherweise fand ich auf der Homepage des „Cinemaxx“ dann den Hinweis, dass „Sherlock Holmes“ auch im Originalton gezeigt wird. Anlässlich des Golden Globes für Robert Downey Jr. eine gute Idee. Dafür findet man dort aber keine Hinweise darauf, dass die bereits erwähnten türkischen Filme im Original mit Untertiteln laufen.

Da das Kino 46 in dieser Woche vor allem deutschsprachige (na ja.. eher österreichische, was manchmal auch eine Untertitelung zwingend erforderlich macht) Filme zeigt, wird meine Liste in dieser Woche sehr übersichtlich.

Sherlock Holmes – Cinemaxx, Do.-Mi., 19:45 – mit Sir Arthur Conan Doyles legendären Meisterdetektiv hat diese Action-Neuverfilmung nicht mehr viel zu tun. Und der Amerikaner Robert Downey Jr. Ist auch eine eher ungewöhnliche Besetzung für diesen ur-britischen Charakter. Mal schauen, was Guy Ritchie (dessen letzter guter Film „Snatch“ auch schon eine Dekade her ist) daraus gemacht hat.

Kutsal Damacana 2 – Cinemaxx, Do.-Mi., 15:10 und 22:40 – türkische Abenteuerkomödie mit fantastischen Elementen, wie z.B. einem Werwolf. Wie in der eltzten Woche: Auf der Cinemaxx-Homepage steht nichts, aber andere Quellen schreiben, dass der Film im Original mit Untertiteln gezeigt wird.

Ejder Kapani – Drachenfalle – Cinemaxx, Do.-Mi., 17:30, 20:20 und 23:00 und CineStar, 17:10, 19:40 und Fr./Sa. auch um 22:20 – türkischer Action-Thriller um einen Serienmörder, der gerade aus der Haft entlassene Kinderschänder umbringt. Läuft auf mehreren Zeitschienen in gleich zwei Bremer Multiplexen. Auf der Homepage des CineStar steht auch, dass der Film auf türkisch mit deutschen Untertiteln gezeigt wird, beim Cinemaxx (mal wieder) nicht.

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 01.02., 21:45

12. Bremer Filmpreis: Bilder von der Verleihung

Von , 23. Januar 2010 14:02

Wie gestern angekündigt, hier ein paar Schnappschüsse von der Verleihung des 12. Bremer Filmpreises an Ulrich Seidl.
Man kann unschwer sehen, dass ich fototechnisch seit dem letzten Jahr nicht allzu viel dazu gelernt habe 😉

Bürgermeister Jens Böhrnsen, "Frau Gruber", Ulrich Seidl, Veronika Franz

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Bericht: Verleihung des 12. Bremer Filmpreises

Von , 22. Januar 2010 15:35

Gestern wurde in der Oberen Rathaushalle der 12. Bremer Filmpreis an den österreichischen Filmemacher Ulrich Seidl verlieren.

Für alle, die neugierig sind, wie des so vonstatten ging, hier – wie schon im letzten Jahr – ein kurzer Bericht von der Verleihung.

Neben Ulrich Seidl, waren noch seine Ehefrau (und teilweise Co-Autorin und Co-Produzentin) Veronika Franz erschienen und als Laudator eine Dame, die sowohl in der Einladung, als auch bei der Verleihung selber, als „Elfriede Gruber, Schauspielerin“ angekündigt wurde. Dazu aber später mehr.

Die Eröffnungsrede hielt unser Bürgermeister und Landesvater Jens Böhrnsen. Dankenswerterweise hielt er sich kurz und lobte, nach der üblichen Nennung der Sponsoren des Bremer Filmpreises, ausdrücklich die Arbeit des Kommunalen Kinos 46, welches nicht nur jedes Jahr den Bremer Filmpreis organisiert, sondern auch in vorbildlicher Weise das Bremer Symposium zum Film abhält, welches und einen hervorragenden Ruf, auch weit über die Landesgrenzen hinaus, besitzt.

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5./6.Februar: Das „5. Festival des gescheiterten Films“

Von , 21. Januar 2010 12:04

Am 5. und 6. Februar findet im Kino 46 das „5. Festival des gescheiterten Films“ statt. Dabei werden an zwei Abenden 60 Filme unterschiedlichster Genres und Längen gezeigt, die in irgendeiner Form gescheitert sind.

Manche Filme will einfach keiner sehen. Egal ob zu anspruchsvoll oder einfach zu schlecht oder weil eben kein Starttermin im Kino frei war. Das »Festival des gescheiterten Films« nimmt sich dieser Fälle an und zeigt nun zum fünften Mal, deutschlandweit und mit wachsendem Erfolg, die Werke, die auf interessante Weise daneben gegangen sind.

Manchmal liegt es am Publikum, dass ein Film nicht richtig gewürdigt wird, manchmal an der Kritik, die keine Gnade walten lässt, manchmal auch an den Filmemachern, die ihre selbst gestellten Ziele nicht verwirklichen können. Warum Filme gescheitert sind, spielt aber bei diesem ungewöhnlichen Festival eine eher untergeordnete Rolle. Hauptsache, es sind »Perlen der Filmkunst, die einfach keiner haben wollte«.

Präsentiert werden die Filme vom Festivalleiter HW Müller aus München. Jeder Abend hat eine Länge von 180 Minuten mit Pause.

Ein sehr schönes Konzept, wie ich finde. Und da ich selber so einen „gescheiterten Film“ im Keller liegen habe, denke ich gerade intensiv darüber nach, mich selber für das Programm 2010/11 zu bewerben. Mal sehen, vielleicht erfährt mein „Meisterwerk“ ja auf diesem Wege doch noch mal eine klitzekleine Würdigung. Und es sei es nur als eklatantes Musterbeispiel für den Prozess filmischen Scheiterns.

Originalfassungen in Bremen: 21.01.- 27.01.10

Von , 21. Januar 2010 10:44

Durch das 15. Symposium zum Film gibt es in der aktuellen Woche eine Menge Originalfassungen im Kino 46. Das Cinemaxx recycelt immer noch „Avatar“ und der Rest.. na ja.. mau wie immer.

Avatar 3D – Cinemaxx, Fr. 18:00, Mo. 20:30, Mi. 22:00 – Was habe ich mich gefreut, als „Avatar“ endlich im Cinemaxx im Original UND 3D lief. Mittlerweile tut es das aber jetzt schon in der 5. Woche. *gähn*

Kutsal Damacana 2 – Cinemaxx, Do.-Mi., 21:10 + 23:15 – türkische Abenteuerkomödie mit fantastischen Elementen, wie z.B. einem Werwolf. Auf der Cinemaxx-Homepage steht wieder nichts über Originalfassung oder nicht, aber andere Quellen schreiben, dass der Film im Original mit Untertiteln gezeigt wird.

Yahsi Bati – Die osmanischen Cowboys – Cinemaxx, Do-Di (außer Sa.!), 22:15 – Auch hier: Laut Weser Kurier u.a. im Original mit Untertiteln. Bei dem Film handelt es sich um eine türkische Westernkomödie.

Battle Royale – Kino 46, So. 24.1., 15:30 – der letzte Film des großen Kinji Fukasaku. Mittlerweile ist dieser Film über eine Gruppe Schüler, die sich einer verwilderten Insel drei Tage lang gegenseitig töten müssen bis es nur noch ein Überlebender übrig ist, zum Kultfilm geworden. Gezeigt wird die ungeschnittene Fassung im Original mit Untertiteln.

Caché – Kino 46, Fr. 22.1., 15:00 – vielschichtiger Psychothriller von Michael Haneke.

Dawn of the Dead – Kino 46, So. 24.1., 20:30 – “Zombies im Kaufhaus”. ‘Nuff said! Gezeigt wird scheinbar eine 126 Minuten lange Fassung, was dem von George R. Romero intendierten, US-Cut entspricht, denn die europäische Schnittfassung, die von Dario Argento erstellt wurde, geht nur 117 Minuten. D.h., der Film büßt zwar gegenüber der in Deutschland bekannten “Euro”-Fassung einiges an Rasanz und vor allem den brillanten “Goblin”-Soundtrack ein, hat dafür mehr Handlungselemente und ist deutlich satirischer angelegt.

Der Manchurian Kandidat – Kino 46, Sa. 23.1., 22:00 – Remake des Thriller-Klassikers von John Frankenheimer. In der neuen Version spielen Denzel Washington und Meryl Streep die Hauptrollen. Regie führt der Oscar-Preisträger Jonathan Demme.

Ein Spezialist – Kino 46, Sa. 23.1., 10:00 – französische Dokumentation über den Prozess gegen Adolf Eichmann. Der Film wurde vom Bremer Institut Film Fernsehen / Mira Filmproduktion co-produziert und erhielt 1999 den Grimme-Preis.

Lucie et maintenant – Kino 46, Mi. 27.1., 20:30 – Schweizer Dokumentarfilm über ein Ehepaar, die eine Reise von Paris nach Marseille auf den Spuren des Schriftstellers Julio Cortázar (einer meiner absoluten Favoriten!) und seiner Frau, die diese Reise 25 Jahre zuvor unternahmen, nachfahren.

Französische Sneak Preview – Atlantis, Mi. 27.1., 21:00

Sneak Preview – Schauburg, Mo. 25.1., 21:45

„Auf zu neuen Ufern“ – Die Zukunft des Kommunalkinos „Kino 46″(?)

Von , 19. Januar 2010 15:00

Auf der Homepage des Kommunalkinos findet man unter dem Titel „Zu neuen Ufern“ ein Strategiepapier zur Zukunft des Kinos 46. Darin geht es um die zukünftige Ausrichtung des Kinos 46 und die Frage, wie auch jüngere Zielgruppen erschlossen werden können.

Ich habe aus dem Strategiepapier mal ganz subjektiv einige Passagen herausgegriffen, die mir wichtig sind bzw. mir für die Zukunft des Kinos 46 besonders relevant erscheinen.

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Originalfassungen in Bremen: 14.01.- 20.01.10

Von , 13. Januar 2010 16:10

Ich sollte mir wirklich abgewöhnen das Wochenjournal des „Weser Kuriers“ an meine morgendlichen Mit-Pendler zu verschenken. Ich bin felsenfest der Überzeugung, dass dort für das Cinemaxx noch weitaus mehr Originalfassungen angegeben waren. U.a. ein zweiter türkischer Film. Aber auf der offiziellen Homepage des Cinemaxx finde ich dazu nichts. Na ja, es war SEHR früh am morgen, vielleicht habe ich da ja noch geträumt…

Haben Sie das von den Morgans gehört – Cinemaxx, Fr. 22:20; So. 17:00 und Mo. 19:45 – romantische Komödie über ein im Scheidung liegendes Ehepaar (Hugh Grant und Sarah Jessica Parker), welches aufgrund eines Zeugenschutzprogramms vom hippen New York ins ländliche Wyoming transferiert werden. In der IMDb hat der Film übrigens eine sensationell schlechte Bewertung bekommen (2,8 von 10 Punkten).

Avatar 3D – Cinemaxx, Do. 16:30; Sa. 12:45 und Di. 18:00 – James Camerons Mega-Blockbuster noch einmal in 3D und Originalsprache. In der Form definitiv ein Must-See. (Ich habe immer noch nichts drüber geschrieben, oder? Kommt…)

Yahsi Bati – Cinemaxx, Do.-Mi. um 22:50 – türkische Westernkomödie. Wie in der letzten Woche: Laut Wochenjournals des Weser Kuriers in der Originalfassung, aber auf der Cinemaxx-Homepage findet sich darauf aber kein Hinweis. Am Besten vorher im Cinemaxx nachfragen.

Citizen Cam / Faceless – Kino 46, Do. 14.01., 20:30 – zwei Kurzfilme zum Thema Überwachungsstaat.

Public Enemy – Kino 46, Fr.+mi., 20:30, Sa. 18:00 – Gangsterfilm-Klassiker von 1931. Mit einem brillanten James Cagney – und Jean Harlow!

Crime and Punishment – Kino 46, Sa.+Di. 20:30; So. 18:00 – chinesischer Dokumentarfilm über eine Polizeieinheit im ländlichen China.

The Children’s Hour – Kino 46, So., 17.01., 20:30 – besser bekannt unter seinem deutschen Titel „Infam“. Drama um die Liebe zwei Mädchen in einer konservativen Mädchenschule. Mit Shirley MacLaine (*seufz*) und Audrey Hepburn (*doppelseufz*).

Sneak Preview – Schauburg, Mo., 18.1., 21:45

Cinéfête-Festival 2010: 18.02.-24.02.10

Von , 12. Januar 2010 14:13

Zwischen dem 18.02. und dem 24.02. wird in den Kinos Schauburg, Atlantis, Gondel und Kino 46 die Cinéfête 2010 präsentiert.

Die Cinéfête ist ein französisches Filmfestival, welches sich an Kinder und Jugendliche wendet. Das Festival tourt durch über 100 deutschen Städten. Schüler und Schülerinnen aller Jahrgangsstufen können dann je eine Woche lang französische Filme im Original mit Untertiteln sehen.

Mittlerweile existiert das Cinéfête-Festival seit 10 Jahren. Aus diesem Grunde wird diesmal eine Art „Best Of“ der vergangen Jahre gezeigt. Daher wurden diesmal auch Klassiker wie Truffauts „Die letzte Metro„, „Kiriku und die Zauberin“ oder „Die fabelhafte Welt der Amelie“ mit ins Programm aufgenommen.

Das komplette Programm zusammen mit dem Spielplan findet man hier.

Nachruf #2: Paul Naschy

Von , 12. Januar 2010 14:11

Da wir gerade bei Nachrufen sind.

Vor ein paar Tagen erst habe ich erfahren, dass bereits am 30. November Jacinto Molina Álvarez, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Paul Naschy, von uns gegangen ist. Der ehemalige Gewichtheber war eine DER Ikonen des europäischen Exploitationfilms der späten 60er bis Mitte der 80er Jahre. Auch in jüngster Vergangenheit wurde er immer noch, leider in oftmals amateurhaften und auf Video gedrehten Horrorfilmen, besetzt.

In seiner Hochphase in den 70er Jahren drehte Naschy 5-6 Filme im Jahr (für 1973 sind sogar 11 gelistet), oftmals als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Personalunion.

Seine berühmteste Rolle ist die des Werwolfes Waldemar Danisky, den er zwischen 1967 und 2006 ganze 13x verkörperte und der u.a. gegen Mr. Hyde, Samurais oder gar den Yeti kämpfte.

In Wikipedia steht, dass er der einzige Schauspieler sei, der alle klassischen Monster gespielt hätte. Das stimmt meines Erachtens nicht ganz, da diese Ehre auch Lon Chaney Jr. (der eine ähnlich massige Gestalt wie Naschy besaß) zuteil geworden sein dürfte.

Was ich an Naschy immer besonders bewundert habe ist, dass es immer irgendwie geschafft hat, sich selbst eine Sexszene mit der (immer wunderhübschen) Hauptdarstellerin, in seine Drehbücher zu schreiben. Selbst wenn er den „Buckligen aus dem Leichenschauhaus“ spielte.

Für weitere Lektüre empfehle ich diese Seite: The Mark Of Naschy

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