Originalfassungen in Bremen: 18.12.14 – 24.12.14

Mainstream-Gucker schauen in dieser Woche ziemlich in die Röhre – falls sie nicht unbedingt den dritten Teil des „Hobbits“ sehen möchten. Für den Rest gibt es aber in der Woche vor Weihnachten einige Juwelen zu entdecken. Wie z.B. „Borgman“ oder den Cannes-Gewinner „Winterschlaf“.

Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere 3D – Cinemaxx, Do.-Di.immer 19:30 – Der Abschluss der “Hobbit”-Trilogie. Leider konnte ich nur den ersten Teil im Kino sehen. Mein Fazit damals: Wer “Herr der Ringe” mochte, wird auch bei “Der Hobbit” dabei sein. Wer mit “Herr der Ringe” nichts anfangen konnte, der wird auch hier nicht konvertiert.

Hadi Insallah – Cinemaxx, Do. Sa.-Di. immer 19:50 und Mi. um 12:30 – Türkische Romantikkomödie um eine Frau, die sich im Job als Reporterin und gegen eine Rivalin um die Gunst ihres Angebeteten durchsetzen will.

Deliha – Cinemaxx, So.+Di. um 22:45 – Türkische Komödie um eine chaotische junge Frau auf der Suche nach der großen Liebe.

The Homesman – Schauburg, So. 21.12. um 21:00 – Tommy Lee Jones zweite Regiearbeit ist ein Western, indem Hilary Swank mit Hilfe eines von Jones selbst gespielten Outlaws drei Frauen durch die USA hindurch an die Ostküste bringen soll.

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Café Olympique – Ein Geburtstag in Marseille – Schauburg, Mo., 22.12. um 12:00 & Atlantis, So., 21.12. um 20:00 – Französisches Drama um eine 50-jährige Frau, die sich an ihrem runden Geburtstag ins Auto setzt und als Kellnerin in einem runtergekommenen Strandcafé ein neues Leben beginnt.

Borgman – City 46, Sa.-Di. immer 20:00 – Niederländisch-Belgischer Horror-Thriller um einen Landstreicher, der ein Ehepaar darum bittet, bei ihnen ein bad nehmen zu dürfen – und dann nicht wieder verschwindet, sondern das Leben des Paares zum Albtraum macht. Über diesen Film habe ich in der Vergangenheit bereits sehr viel Gutes gelesen.

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In ihren Augen – City 46, Do. 18.12. um 20:00 – Argentinischer Oscar-Gewinner von 2010 (wo er Hanekes “Das weiße Band” schlug). 1974 ermittelt ein Inspektor wegen des brutalen Mordes an einer jungen Frau. 25 Jahre ist sein Leben noch immer geprägt durch diesen Mordfall.

Lilting – City 46, Fr. 19.12. um 20:30 – Englischer Queerfilm, um einen jungen Engländer, der sich langsam der Mutter seines verstorbenen Freundes annähert. Einer chinesischen Immigrantin, die kein Wort Englisch spricht und ohne ihren Sohn in der Fremde völlig isoliert ist.

Winterschlaf – City 46, Do., Sa-Di immer 19:00 – Über dreistündiges, türkisches Drama um Aydin, einen ehemals erfolgreicher Theaterschauspieler, der nun einen Hotelkomplex in den anatolischen Bergen leitet. Als bei Wintereinbruch die letzten Hotelgäste abreisen, kommt es zu Spannungen zwischen Aydin und fast allen Dorfbewohnern. Gewinner der Goldenen Palme in Cannes 2014!

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Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 22.12. um 21:45

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 22.12. um 19:40 Uhr

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DVD-Rezension: “Mach ein Kreuz und fahr zur Hölle”

Fighting MadTom Hunter (Peter Fonda) kehrt zusammen mit seinem Sohn Dylan (Gino Franco) auf die väterliche Ranch zurück. Dort muss er allerdings feststellen, dass sich der skrupellose Industrielle Pierce Crabtree (Philip Carey) in der Gegend breit gemacht hat und den Farmern ihr Land abpresst, um in der Nähe ein großes Kraftwerk zu bauen. Auch Toms Vater Jeff (John Doucette) und sein Bruder Charlie (Scott Glenn) werden von Crabtree bedroht. Insbesondere Charlie leistet erbitterten Widerstand, weshalb Crabtree seine Schläger zu ihm schickt, um ihn und seine schwangere Frau aus dem Wege zu räumen. Nach Charlies grausamen Tod, macht sich Tom daran, zu beweisen, dass sein Bruder umgebracht wurde. Damit gerät auch Tom ins Fadenkreuz…

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Der legendäre B-Film-Produzent Roger Corman hatte schon immer ein Näschen für die momentane n Filmmoden. Nachdem die Filme „Billy Jack“, „Der Große aus dem Dunkeln“ und „Kesse Mary – Irrer Larry“ an den Kinokassen recht erfolgreich waren, sollten die scheinbar erfolgreichsten Elemente dieser Filme zu einer neuen Corman-Produktion verschmolzen werden. Wie so oft, gab Corman bei der Regie einem jungen Talent eine Chance. Jonathan Demme hatte für Corman bereits den heutigen Kultfilm „Caged Heat – Das Zuchthaus der verlorenen Mädchen“ und „Crazy Mama“ inszeniert. „Mach ein Kreuz und fahr zur Hölle“ war der letzte Film, den er für seinen Mentor inszenierte. Kurze Zeit später sollte er mit dem wegweisenden Konzertfilm „Stop Making Sense“ mit den Talking Heads für Furore sorgen und 1992 den Regie-Oscar für sein „Schweigen der Lämmer“ erhalten. Bei den nächsten Oscars konnte sein Aids-Drama „Philadelphia“ mit Tom Hanks ebenfalls kräftig abräumen. An diese großen Erfolge konnte er in der Folge dann nicht mehr anknüpfen. Allein sein Remake von „Der Manchurian Kandidat“ brachte ihn noch einmal einem größeren Publikum in Erinnerung. Ansonsten dominieren TV-Arbeiten und Musikvideos. „Mach ein Kreuz und fahr zur Hölle“ macht noch nicht den Eindruck, dass hier ein zukünftiger Oscar-Gewinner das Zepter schwingt, man erkennt aber durchaus, dass hier jemand am Werk ist, der seine Materie versteht.

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„Mach ein Kreuz und fahr zur Hölle“, oder „Fighting Mad“, wie der treffende Original-Titel lautet, ist eine gute Ergänzung zu „Vigilante Force – Die Gewalt sind wir“ (Kritik hier), der ebenfalls vor Kurzem bei Explosive Media erschienen ist und wie „Fighting Mad“ aus der AIP-Schmiede stammt. Und der letzten Endes auch der bessere Film ist, hat er doch mit Kris Kristoffersen einen charismatischen und gefährlichen Schurken. Eine Qualität, die „Fighting Mad“ leider vollkommen abgeht. Allenfalls der Sonnenhut-bewehrte, etwas dickliche Handlanger stellt so etwas wie eine erinnerungswürdige Bedrohung dar. Der von Philip Carey gespielte Hauptschurken bleibt ebenso abziehbildhaft und blass, wie die anderen Streiter auf der bösen Seite. Die ambivalente Rolle des Sheriffs könnte zwar interessant sein, doch das Drehbuch vernachlässigt ihn sträflich. Auch der Held, der von Peter Fonda gegeben wird, kann kein besonderes Profil gewinnen. Peter Fonda hatte sich zwar mit „Easy Rider“ als eine Ikone der Gegenkultur etabliert, dieser Ruhm verblasste allerdings schnell, angesichts seiner Auftritte in preisgünstigen Action-Thrillern. In diesen sollte er als harter und zorniger junger Mann aufgebaut werden.

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In „Fighting Mad“ funktioniert dies aber nur bedingt. Abgesehen von seinen manchmal cholerisch und auch unnötig anmutenden Wutausbrüchen, wirkt sein Tom Hunter eher wie eine linker Lehrer, den es zufällig auf eine Farm verschlagen hat. Außer Wut, scheint er keinerlei großen Gefühle zu hege. Auch als sein Bruder brutal ermordet wird, ist von tiefer Trauer nicht viel zu spüren. Nur in einer einzigen Szenen, in der er erst seinen Sohn anraunzt und dann doch reumütig und voller Liebe zu ihm geht, deutet sich ein Potential an, welches der Film und sein Hauptdarsteller aber sonst an keiner Stelle wirklich ausschöpfen. Vielmehr bleiben dem Zuschauer die handelnden Charaktere herzlich egal. Tom Hunter agiert häufig unsympathisch und auch seiner Freundin Lorene gegenüber nicht besonders liebevoll. Auch sein Vater kann – obwohl die Figur darauf angelegt ist – nicht das emotionale Loch füllen, welches das Drehbuch hinterlässt. Einzig Lynn Lowry kann als Lorene ein wenig menschliche Wärmen einbringen. Die lebendigsten und interessantesten Figuren sind allerdings der von Scott Glenn gespielte Bruder des Helden und seine Frau. Leider werden beide schon früh durch einen ausgesprochen brutal inszenierten Mord aus der Handlung entfernt.

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Wie schon „Vigilante Force“ hat auch „Fighting Mad“ eine erzreaktionäre Botschaft: Wenn dem guten Amerikaner sein Land weggenommen werden soll, so rechtfertigt dies alle Mittel, um sich zu wehren. Und das wirksamste Mittel gegen die Gewalt ist Gegengewalt, die hier völlig ironiefrei und ungebrochen zelebriert und für gut befunden wird, wie das merkwürdig fröhliche Schlussbild suggeriert. Der sadistische Mord an Tom Hunters Bruder und Schwägerin und Hunters finaler und ausgesprochen blutig inszenierter Rachefeldzug bilden die beiden Höhepunkte des Filmes. Zwischen diesen passiert zwar einiges, aber nichts davon bleibt wirklich nachhaltig im Gedächtnis hängen. Abgesehen vielleicht von einem völlig an den Haaren herbeigezogenen Mord an einem Richter, der auch wie aus einem anderen Film hineingeschnitten wirkt und die Nacktszenen der zauberhaften Lynn Lowry. Ebenfalls im Gedächtnis, wenn auch aus weniger erfreulichen Gründen, bleibt der zum Teil schrecklich dudelnde Synthie-Sountrack von Bruce Langhorne, der auf Peter Fondas speziellen Wunsch mit an Bord gebracht wurde.

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Zwischen zwei brutalen und packend inszenierten Höhepunkten, kommt „Mach ein Kreuz und fahr zur Hölle“ nicht wirklich vom Fleck, was auch an seinem nicht wirklich sympathischem Helden und den blassen Nebenfiguren liegt. Dafür, dass hier der zukünftige Oscar-Gewinner Jonathan Demme seine letzte Roger-Corman-Produktion abliefert, ist das Endergebnis etwas enttäuschend.

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Die Bildqualität der bei Explosive Media herausgekommenen DVD ist im mittleren Sektor anzusiedeln, und reißt nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen hin. Allerdings erscheint sie dem dreckigen, kleinen Film durchaus angemessen. Die englische Tonspur ist etwas leise und besonders die Geräusche und Hintergrundmusik verschwinden etwas. Daher ist der deutsche Ton hier ausnahmsweise einmal vorzuziehen, wenngleich man ihm sein Alter durchaus anhört. An Extras gibt es nur den Trailer und eine Trailershow zum restlichen Programm des Labels.

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Das Bloggen der Anderen (15-12-14)

bartonfink_type2– Am Ende des Jahres flattern wieder die Top10-Listen ins Haus. Den Anfang machen in diesem Jahr die Autoren des Blogs Daumenkino.

– Joachim Kurz macht sich auf B-Roll Gedanken über die passenden Weihnachtsgeschenke für Cinephile.

– Robin Schröder empfiehlt auf Mise en cinema den Anime „Tokyo Godfathers“ (eine Variante des oft verfilmten Westerns „Three Godfathers“) als passende Unterhaltung in der Vorweihnachtszeit.

– Bei Eskalierende Träume geht es weiter mit den „Aufrissen“ zum nächsten Hofbauer-Kongress. Diesmal schreibt das Hofbauer-Kommando über „Ich schlafe mit meinem Mörder“ mit Ruth-Maria Kubitschek als „vor Whiskey triefende, dämonisch-verruchte Femme Fatale.“. Ferner „Blutjunge Mädchen – hemmungslos“ alias „The Godson“.

– Apropos. Auf dem 1. Auswärtigen Sondergipfel des Hofbauer Kommando in Frankfurt, sah Udo Rotenberg den Film „Sünde mit Rabatt“, dem er auf Grün ist die Heide einen langen Bericht widmet.

– Deutscher Film auch auf Hard Sensations. Michael Schleeh ist sehr vom deutschen Gangsterfilm „Harms“ enttäuscht. „Den guten Willen merkt man überall. Aber gewollt ist nicht gekonnt.“ Jamal Tuschik hat da „Käptn Oskar“ besser gefallen. „Vielleicht ist es so, und alle wollen nur spielen, solange das noch geht. In dieser Rätselhaftigkeit liegt der Reiz von „Kaptn Oskar“.“

– Der Intergalactic Ape-Man hat auf Intergalaktische Filmreisen „Un bianco vestito per Mariale’“Romano Scavolini besprochen und geht dabei auch ausführlich auf die deutsche Veröffentlichung dieses seltenen Filmes ein: „Es ist ein Geschenk von Camera Obscura, diese Bildgewalten in exzellenter Qualität genießen zu dürfen.“

– Auch Mauritia Mayer hat sich auf Schattenlichter wieder eines italienischen Genre-Klassikers angenommen: Lucio Fulcis Frühwerk „Nackt über Leichen“, der ihr sehr gut gefallen hat.

– Die großartige Helga Feddersen war weit mehr als nur die „Ulk-Nudel“. Eine schöne Rehabilitierung erfährt sie beim Magazin des Glücks, wo Sebastian ihre Drehbucharbeiten für das deutsche Fernsehen vorstellt.

– Diana Kluge berichtet auf Negativ von den Dokumentarfilmen, die sie auf der IDFA gesehen hat.

– Ist es wirklich ein Vorteil, wenn das besuchte Filmfestival direkt vor der Haustür stattfindet? Rainer Kienböck stellt sich diese Frage anlässlich des Festivals „This Human World“ auf dem Blog Jugend ohne Film. Patrick Holzapfel stellt anlässlich des Filmes „O Milagre de Santo Antonio“ den Tondesigner Vladimir Golovnitskiy vor.

– LZ  schreibt auf screen/read über die von Guillermo del Toro unterstützte Kampagne zur Veröffentlichung des Ken-Russell-Klassikers „Die Teufel“.

Der Kinogänger hat wieder „Neues aus Hollywood“ im Angebot.

– Oliver Armknecht bespricht auf film-rezensionen.de das isländische Coming-of-Age-Drama „Metalhead“ über das ich bisher nur Gutes hörte und dem auch Oliver etwas abgewinnen kann. Des weiteren schreibt er über Hayao Miyazakis letzten Film, den Anime „Wenn der Wind sich hebt“, der ihn zwar nicht 100% überzeugen kann, aber immerhin 70%.

filmosophie empfiehlt auf ihrem gleichnamigen Blog das wortlose Drama „The Tribe“ und cutrin schreibt über den im Februar in die deutschen Kinos kommenden Märchenfilm „Into the Woods“: „Into the Woods (wurde) ein intelligent erzähltes Erlebnis (…), ein reflektiertes und überraschendes Märchen, das perfekt in seine Zeit passte – und dabei den Spaß nicht vergaß.“

– Michael Schleeh ist auf Schneeland nicht besonders überzeugt von dem indischen Festival-Liebling und enthusiastisch gefeierten „Ship of Theseaus“.

– Über den von mir noch immer mit großer Sapnnung erwarteten „Es ist schwer ein Gott zu sein“ schreibt Ronny Dombrowski auf cinetastic.de etwas ernüchtert: „Inhaltlich wie auch visuell eine Herausforderung, der man sich stellen kann, gleichwohl aber nicht stellen muss.“

– „Housebound“ war scheinbar einer der großen Lieblinge des diesjährigen Fantasy Filmfests und hat es auch in das Festival-Paket des Verleihs Cinema Obscure gebracht. Mir war der Titel bisher unbekannt, aber belalugosi bringt auf Deep Red Radio etwas Licht in die Angelegenheit und macht neugierig auf das Werk.

– Zeit für einen Action-Klassiker aus den goldenen 80ern. Totalschaden hat sich auf Splattertrash Walter Hills „Nur 48 Stunden“ angenommen. Müsste ich auch mal wieder gucken.

– Flo Lieb schreibt auf symparanekronemoi über Dietrich Brüggemanns schmerzvollen „Kreuzweg“, der ihn aber nicht sonderlich vom Hocker gerissen hat.

– Das Interessanteste aus den Podcasts gibt es auf Wiederaufführung unter dem Titel: „Die Gespräche der Anderen“.  Nun schon in der 10. Ausgabe. Glückwunsch.

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DVD-Rezension: “Die Killer”

Die KillerIn der Kleinstadt Brentwood treffen zwei Killer (William Conrad und Charles McGraw) ein, um in einem Diner dem „Schweden“, Ole Anderson (Burt Lancaster), aufzulauern. Doch Anderson kommt an diesem Abend nicht ins Diner. Die Killer beschließen ihn Zuhause aufzusuchen. Oles Arbeitskollege Nick Adams (Phil Brown), der an diesem Abend auch im Diner ist, versucht ihn zu warnen, doch Ole schickt ihn wieder weg und geht ohne Gegenwehr in den Tod. Sein Geld hat er einem alten Zimmermädchen in Atlantic City vermacht, was die Neugier des Versicherungsdetektivs Readon (Edmond O’Brien) weckt. Dieser versucht herauszufinden, warum Ole nicht floh, als er die Gelegenheit dazu hatte, und weshalb er ermordet wurde. Readon macht sich auf, Oles Vergangenheit zu erforschen und stößt dabei auf eine Geschichte voller gefährlicher Leidenschaft, Verrat und Verbrechen…

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Neben den anderen Immigranten Fritz Lang, Edgar G. Ulmer, Otto Preminger und Billy Wilder, prägte vor allem Robert Siodmak den Film Noir. Zur Jahrhundertwende in Dresden geboren, Sein erster Film als Regisseur war der halb-dokumentarische Klassiker „Menschen am Sonntag„, bei dem neben den oben bereits erwähnten Edgar G. Ulmer und Billy Wilder, auch der später „12 Uhr Mittags„-Regisseur Fred Zinnemann, sowie der legendäre Kameramann Eugen Schüfftan, dessen Stil Licht und Schatten einzusetzen den Film Noir stark prägte, auch wenn er selber nach seiner Immigration in die USA in diesem Genre nicht tätig wurde. Nach seiner Flucht über Frankreich in die Vereinigten Staaten, drehte Siodmak zunächst für kleinere Gesellschaften bis er mit dem von seinem jüngeren Bruder Curt geschriebenen „Son of Dracula“ 1943 zu Universal wechselte, wo er seine größten Erfolge feiern sollte. 1944 inszenierte er seinen ersten Film Noir, „Zeuge gesucht“ (Kritik hier), und sollte das Genre in den folgenden Jahren weiter prägen und mit „The Killers“ 1948 zu einem Höhepunkt führen. Nach dem grandiosen Piraten-Spaß „Der rote Korsar“ kehrte er nach Europa zurück und drehte hier u.a. das Meisterwerk „Nachts, wenn der Teufel kam“, das Mario Adorfs Karriere startete, sowie drei Filme aus Artur Brauners Karl-May-Orient/Mexiko-Zyklus. Sein letztes Werk war der zweiteilige Monumental-Film „Kampf um Rom“.

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„The Killers“, der bei seiner Kinoauswertung noch „Rächer der Unterwelt“ hieß, beruht auf einer Kurgeschichte von Ernest Hemingway. Diese nutzt Siodmak allerdings nur in den ersten Minuten des Filmes, wenn die Killer in die kleine Stadt Brentwood kommen und im Diner auf ihr Opfer, den Schweden, warten. Hauptfigur in Hemingways Kurzgeschichte ist der einzige Gast des Diners: Nick Adams, der in mehreren Geschichten Hemingsways als Protagonist agiert. Hier ist er nur eine Fußnote, denn der Film konzentriert sich ganz auf die Recherchen des Versicherungsdetektivs Reardon und die Lebensgeschichte des Opfers, Ole Anderson. Die große Frage ist es, wie es zum Mord an dem Schweden kommen konnte und warum er diesen passiv erwartet und keine Anstalten zur Flucht macht, obwohl Adams ihn warnen konnte. Diese Geschichte wird in Rückblenden durch verschiedene Menschen erzählt, die in der Vergangenheit mit dem Schweden zu tun hatten. Fragmentarisch setzt sich so die Geschichte von Ole Anderson und seines Unterganges zusammen. Dies erinnert natürlich stark an Orsen Welles‘ unsterblichen „Citizen Kane“, ist bei genauerer Betrachtung aber sehr viel stringenter und chronologischer als Welles‘ Kaleidoskop.

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Für „The Killers“ arbeitete Siodmak wieder mit Kameramann Elwood Bredell zusammen, mit dem er schon „Zeuge gesucht“ in einprägsame Bilder goss. Auch „The Killers“ lebt von dem Spiel mit hartem Licht und tiefen Schatten. Hier sei vor allem auf die meisterhafte Eingangsszene verwiesen, in der die Killer als unheilvolle Nachtgestalten das ansonsten friedliche Bild des verschlafenen Städtchens Brentwood stören. Hin zu dem entsetzt-resignierten Gesicht Burt Lancasters, welches sich in einer traurigen Gesten aus der Finsternis schält, um sein tragisches Schicksal zu erwarten. Die lange Plansequenz, die den Raub der Lohngelder zeigt oder der überraschend realistisch und brutal eingefangenen Boxkampf wirken noch heute frisch und modern. Diese Mischung aus stilisiert expressionistischer Bildgestaltung und einem realistischem Dekor machen den Reiz dieses Meisterwerks des Film Noirs aus. Lediglich die Figur des ein wenig zu über-engagierten Versicherungsdetektivs, der von Edmond O’Brien eher blass verkörpert wird, wirkt stark konstruiert. Wird er doch nur dazu benötigt, die Teile des Puzzles zusammenzuhalten, wodurch seine enthusiastische Neugier nicht ganz nachvollziehbar wirkt.

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Die Hauptrolle vertraute Siodmak einem Mann an, der zuvor keine Erfahrung als Filmschauspieler hatte: Dem ehemaligen Artisten Burt Lancaster. Der athletische Lancaster ist die Idealbesetzung für die Rolle des Ole Anderson. Seine imposante Figur und die gleichzeitig etwas linkisch-unsichere Art passen perfekt zu dem Schweden und lassen ihn zu einer realen Person werden. Es ist beinahe unmöglich den Schauspieler von der Figur zu trennen, was sicherlich auch mit Lancasters Unerfahrenheit zu tun hat. Die Wirkung muss zum Zeitpunkt der Premiere des Filmes noch größer gewesen sein, da Lancaster damals ein völlig unbekanntes Gesicht – und nicht der Superstar der 50er Jahre war, den wir heute kennen. Auch die damals noch recht unbekannte Ava Gardner ist eine vorzügliche Wahl für die skrupellose Kitty Collins, die ihre große sexuelle Anziehungskraft als tödliche Waffe einsetzt. Mit ihrem leicht exotischen Aussehen ist sie die ideale Verkörperung der katzenhaften Femme Fatale, der die Hauptfigur verfällt und die den Helden ohne mit der Wimper zu zucken in den Abgrund zieht. Auch in den andern Rollen beweist Siodmak ein gutes Händchen, insbesondere in der Besetzung der titelgebenden Killer, die eine furchterregende Professionalität und brutale Kälte ausstrahlen.

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Glänzend besetzt und überragend fotografiert ist „The Killers“ ein Aushängeschild des Film Noir und ein weiterer Beweise für Robert Siodmaks Meisterschaft in diesem Genre. Die fragmentarische Natur des Drehbuchs erinnert an „Citizen Kane“, doch „The Killers“ ist ein ganz eigener Film, der mit einer spannenden Geschichte und glänzenden Schauspielern am Anfang ihrer Karriere glänzt.

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Wie schon „Ministerium der Angst“, wartet auch „Die Killer“ mit einem fantastischen Bild auf. Lediglich während der Anfangs-Titel ist es etwas schlechter, danach erstrahlt es in bestem Glanz. Der Ton liegt auf Deutsch und Englisch (mit englischen Untertiteln) vor. Neben der obligatorischen Bildgalerie mit Werbematerial und dem Trailer, befindet sich auch eine Radioadaption von 1949 auf der DVD. Hier spricht neben Burt Lancaster und William Conrad, noch Shelley Winters mit.

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DVD-Rezension: “Ministerium der Angst”

Ministerium der AngstIm zweiten Weltkrieg: Während der deutschen Luftangriffe auf London, wird Stephen Neale (Ray Milland) nach 10 Jahren aus einer geschlossenen Anstalt entlassen. Sein Weg in der neugewonnen Freiheit führt ihn zu einem kleinen Jahrmarkt, auf dem ein Wohltätigkeitsbasar der „Mothers of Free Nations“ abgehalten wird. Hier gewinnt Neale unter mysteriösen Umständen eine Torte, die ihm nach dem Auftauchen einen geheimnisvollen Mannes (Dan Duryea) wieder abgenommen werden soll. Neale weigert sich jedoch, die Torte wieder herauszugeben und macht sich mit dem Zug auf den Weg nach London. Auf dem Weg dahin wird er – als der Zug aufgrund eines Fliegerangriffs stehen bleiben muss – von einem angeblichen Blinden niedergeschlagen, welcher ihm die Torte stiehlt. Neale verfolgt den Dieb, welcher auf ihn schließt, bevor er von einer deutschen Fliegerbombe getroffen wird. In London angekommen versucht Neale auf eigene Faust herauszufinden, was hinter den seltsamen Vorgängen steckt…

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Hört man hierzulande den Namen Fritz Lang, so denkt man sofort an „Metropolis“, vielleicht noch seine beiden „Dr. Mabuse“-Filme aus den 20ern bzw. 30ern (weniger an seine letzte Regiearbeit aus den 60ern), und natürlich „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“. Manchen fallen vielleicht noch „Die Nibelungen“ ein. Generell wird Lang zumeist auf diese Großproduktionen der Weimarer Republik reduziert. Und auch bei seiner Rückkehr in die Heimat 1957 durfte er gleich wieder zwei exotische Großfilme inszenieren: „Der Tiger von Eschnapur“ und „Das Indische Grabmahl“, ein Projekt, an dem er schon in den 20er Jahren interessiert war, welches dann aber von Joe May übernommen wurde. Eher wenig ist von seiner Schaffensphase zwischen Flucht und Rückkehr bekannt, als er in den USA zumeist bei kleinere Produktionen Regie führte, die allerdings zu seinen interessantesten Werken gehören. Vor allem im Film Noir schuf Lang Überdurchschnittliches und es ist sehr schade, dass diese Phase in Langs Karriere in der allgemeinen Wahrnehmung seiner Person bisher recht wenig Beachtung fand. Zumindest in Deutschland, wo er – siehe oben – noch immer hauptsächlich mit seinen deutschen Werken und hier eben „Metropolis“ identifiziert wird.

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In Frankreich hingegen liebte man Lang auch für solche Filme, wie „Ministerium der Angst“. Kleine B-Thriller, in denen er – wie sein Kollegen Robert Sidomak – den deutschen Expressionismus und eine pessimistische Weltsicht in die Welt des amerikanischen Thrillers transportierte und damit dieses Genre entscheidend prägten. Den langen Schatten des Expressionismus findet man in „Ministerium der Angst“ in den harten Schatten, dem Kontrast von Hell und Dunkel, der geometrischen Anordnung der Räume, den künstlichen Kulissen und dem schmalen Grad zwischen Wahn und Wirklichkeit. Der Held der Geschichte wird in ein Abenteuer geworfen, welches anscheint direkt einem verwirrten Geist entsprungen ist. Zu Beginn ist dem Zuschauer nicht klar, ob das, was er sieht, einer gestörten Wahrnehmung der Hauptfigur geschuldet und real ist. Am Anfang wird Stephen Neale aus einer Irrenanstalt entlassen. Warum er dort war, bleibt zunächst im Dunkeln. Somit besteht durchaus die Möglichkeit, dass der als geheilt Entlassene, sich in eine wilde Welt aus Spionen, Verschwörungen und Morden hinein träumt. Tatsächlich sprechen viele Indizien dafür. Der merkwürdig künstliche Jahrmarkt, auf dem die Besucher wie Statisten wirken, die nur den Zweck haben den Jahrmarkt zu füllen. Alle Besucher scheinen nur auf Stephen Neale gewartet haben, um ihm eine vordergründige Wirklichkeit vorzugaukeln, die aber nur wie eine Theaterbühne wirkt. Die bewusst künstlichen Studio-Kulissen, die Lang verwendet, unterstreichen diesen Eindruck noch.

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Ebenso verhält es sich mit dem Blinden, der sich scheinbar im Dampf der Lokomotive materialisiert und dann langsam als Sehender entpuppt, nur um sich später in einer ebenfalls irrealen Situation wieder durch einen Bombeneinschlag wieder zu dematerialisieren. Später sucht Neal die geheimnisvolle Mrs. Bellane, welche sich plötzlich als eine ganz andere Person entpuppt, jedoch behauptet mit der von ihm Gesuchten identisch zu sein. Sie zieht ihn spontan in einen vollbesetzten Raum, in welchen augenblicklich eine unheimliche Séance stattfindet. Diese entpuppt sich dann zwar später als aufwändige Falle, doch zu diesem Zeitpunkt könnte es durchaus auch nur eine paranoide Fantasie in einer unzuverlässig erzählten Geschichte sein, die lediglich die Geisteswelt des paranoiden Protagonisten ist. Verursacht durch sein schlechtes Gewissen. Denn ohne große Not, schreit er hier heraus, dass er am Tod seiner Frau schuld sei. Leider gibt der Film kurz darauf seine Ambivalenz auf. Er erklärt Dinge und verortet sie in einer fiktiven Wirklichkeit. Obwohl Lang später immer wieder zu traumartigen Bildern zurückkehrt – wie bei der überdimensionalen Schwere eines sinisteren Schneiders – wird dem Publikum klar gemacht, dass Stephen Neale sein Abenteuer tatsächlich erlebt und es keine Hirngespinste sind, die ihn bedrohen.

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So wandelt sich der Film nach einem Drittel von einer ambivalenten Albtraum-Situation in einen lupenreinen Paranoia-Thriller. Dabei verharrt Lang jedoch in der von ihm anfangs geschaffenen künstlichen Welt mit ihren stilisierten Überhöhungen und leeren, dunklen Orten, was dem Film eine besonders bedrohliche Stimmung verleiht. Obwohl Lang sich zunächst sehr für die Regie des Filmes, der auf einem Roman des von ihm verehrten Graham Greene beruht, interessierte, soll er später versucht haben, die Regie abzugeben. Grund dafür war das Drehbuch, welches viele dunkle und beklemmende Elemente des Romans eliminierte und die Geschichte massentauglicher machte. Vielleicht verlegte sich Lang darum auf die sorgsame Gestaltung der Bilder, welche dem Film eine Finsternis und Bedrohlichkeit wiedergeben, welche das Drehbuch nur noch bedingt liefert. Ganz nebenbei schuf er dabei einen visuell aufregenden Film, dessen expressionistische Bilder lange im Gedächtnis haften bleiben.

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Mit „Ministerium der Angst“, seinem dritten Anti-Nazi-Propagandafilm hintereinander, kreierte Fritz Lang einen visuell aufregenden, expressionistischen Film Noir, der insbesondere im ersten Drittel durch die Ambivalenz seines Hauptcharakters gewinnt. Aber auch in der Folge kann der Film mit seiner wunderbaren Bildgestaltung als Paranoia-Thriller überzeugen.

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Die DVD, die nun neu als 18. Film in der Reihe „Film Noir“ aus dem Hause Koch Media erschienen ist, weißt eine für das Alter des Filmes hervorragende Bild- und Tonqualität auf. Leider wurde an den Extras gespart. Hier gibt es, neben einer Bildgalerie mit Werbematerial, nur einen Trailer.

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Originalfassungen in Bremen: 11.12.14 – 17.12.14

Trotz des neuen Films von Olivier Assayas und zwei Oscar-Gewinnern reißt die aktuelle Woche nicht unbedingt vom Hocker. Aber es werden ja wahrscheinlich eh erst einmal alle in den dritten „Hobbit“-Teil rennen.

#Zeitgeist – Cinemaxx, Fr./Di. um 16:40 und Do./Mo./Mi. um 19:40 – US-Tragikomödie mit Jennifer Garner und Adam Sandler. Der Film heißt im Original „Men, Women & Children“ und handelt davon, wie das Internet das Leben und Lieben der Menschen beeinflußt hat.

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Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere 3D – Cinemaxx, Do.-Mi. immer um 19:30 – Der Abschluss der “Hobbit”-Trilogie. Leider konnte ich nur den ersten Teil im Kino sehen. Mein Fazit damals: Wer “Herr der Ringe” mochte, wird auch bei “Der Hobbit” dabei sein. Wer mit “Herr der Ringe” nichts anfangen konnte, der wird auch hier nicht konvertiert.

Çakallarla Dans 3: Sifir Sikinti – Cinemaxx, Do.-Mi. immer 23:15 – Türkische Komödie um vier Männer, die nach einer Haftstrafe auf Bewährung entlassen wurden und sich nun in psychatrische Behandlung begeben müssen.

Deliha – Cinemaxx, Fr./So. um 19:40, So. auch 16:30 – Türkische Komödie um eine chaotische junge Frau auf der Suche nach der großen Liebe.

Magic in the Moonlight – Schauburg, So./Mi. um 21:00 – Unseren jährlichen Woody Allen gib uns heute. Diesmal lässt der Meister seine Geschichte an der Cote d’Azur in den 20er Jahren spielen. Mit Colin Firth und Emma Stone.

Die Wolken von Sils Maria – Schauburg, Mo., 15.12. um 12:00 & Atlantis, So., 14.12. um 20:00 – Der neue Film von Olivier Assayas mit Juliette Binoche und Kristen Stewart. Eine erfolgreiche Schauspielerin soll noch einmal in dem Stück auftreten, welches sie vor 20 Jahren bekannt gemacht hat. Allerdings nicht in der rolle der jungen Protagonistin, sondern deren älteren Gegenspielerin.

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In ihren Augen – City 46, Di./Mi. um 20:00 – Argentinischer Oscar-Gewinner von 2010 (wo er Hanekes „Das weiße Band“ schlug). 1974 ermittelt ein Inspektor wegen des brutalen Mordes an einer jungen Frau. 25 Jahre ist sein Leben noch immer geprägt durch diesen Mordfall.

In the Heat of the Sun – City 46, Mo./Mi. um 20:30 – Chinesischer Spielfilm von 1994 nach einem Roman von Wang Shuo. Alleingelassene Jugendliche verbringe ihre Zeit ohne Aufsicht mit Fahrradfahren, Mädchen abschleppen und Bandenkämpfen.

Sideways – City 46, So., 14.12. um 18:00 – Oscar-gekrönter Spielfilm von Alexander Payne mit Paul Giamatti und Thomas Haden Church. Zwei vollkommen unterschiedliche Freunde fahren gemeinsam eine Woche durch Kaliforniens Weinfelder. Vorgestellt von André Erkau, Regisseur.

Tikotin: A Life Devoted to Japanese Art – City 46, Mo./Mi. um 18:00 und Di. um 20:30 – Dokumentarfilm über Felix Tikotin, Kunsthändler und Sammler japanischen Kunst. Eintritt frei!

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 15.12. um 21:45

Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., den 15.12. um 19:40 Uhr

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Blu-ray-Rezension: “Der Fan”

der fanDie 16-jährige Schülerin Simone (Désirée Nosbusch) hat sich hoffnungslos in den Popstar „R“ (Bodo Steiger) verliebt. Sie gibt sich romantischen Tagträumen hin, schreibt ihm leidenschaftliche Briefe und vernachlässigt die Schule, um im Postamt auf „R“s Antwort zu warten. Nach einem Streit mit ihren Eltern, reißt sie aus und schlägt sich per Anhalter nach München durch, wo sie vor einem Fernsehstudio auf ihr Idol wartet. Tatsächlich wird „R“ auf sie aufmerksam, woraufhin sie in Ohnmacht fällt. „R“ nimmt sie mit ins Studio und kümmert sich um sie. Anschließend fahren sie gemeinsam zu ihm nach Hause. Nachdem sie Sex hatten, will „R“ sie allein zurücklassen, was bei Simone zu einer fatalen Kurzschlussreaktion führt…

Ich kann mich noch sehr gut an den „Skandal“ erinnern, als Eckhart Schmidts „Der Fan“ 1982 in die Kinos kam. Zwar zählte ich nie zu den Käufern der „Bravo“, aber die lag natürlich bei meinen Klassenkameraden herum. Und da war „Der Fan“ DAS Thema. Die beliebte und nette Désirée Nosbusch, damals zarte 16, die auf dem ZDF die Musiksendung „Musicbox“ moderierte, trat in diesem Film nackt (!) auf und tat schlimme Dinge. Natürlich wurde dies in dem Jugendmagazin ausgeschlachtet, und der Film prominent zusammen mit eindeutigen Fotos präsentiert (wenn mich mein Gedächtnis nicht trügt, gleich neben Charles Bands Horror-Film „Parasite“ mit der jungen Demi Moore). Dass die Nosbusch dann auch noch gerichtlich gegen den Film vorging, verstärkte nur noch seine „Verruchtheit“ und verlieh ihm legendäre Züge. Natürlich durfte ich mit süßen 12 Jahren gar nicht erst darüber nachdenken, ob ich dieses Werk im Kino zu sehen bekomme. Und in den folgenden Jahren verselbständigte sich die Fantasie, was in diesem oftmals als „Horrorfilm“ deklarierten Streifen, passiert. Umso überraschender, dass es ganze 32 Jahre dauern sollte, bis ich ihn dann endlich zu Gesicht bekam.

In der Rückschau wirkt der Film – trotz der noch immer bestehenden FSK-18-Freigabe – weitaus harmloser als damals. Zumal heutzutage die Erinnerungen an die junge, unschuldig reine Désirée Nosbusch von damals verblasst ist, und ihre Besetzung keine Sensation mehr darstellt. Auch der Tötungsakt und die darauf folgenden Taten am toten Leib des Popstars „R“, sind für heutige Verhältnisse sehr zurückzuhalten gefilmt und weit von eventuellen Splatter-Exzessen entfernt, auch wenn die Story dafür Potential geboten hätte. Eckhart Schmidt geht es auch gar  nicht so sehr darum, das Publikum zu schocken. Auch wenn dies sicherlich der Publicity damals sehr zuträglich war.

Vielmehr zeichnet er das Bild einer krankhaften Obsession nach. Die blinde Besessenheit nach einer Leitfigur, in die der Fan seine Bedürfnisse, Sehnsüchte und Träume projizieren kann. Dadurch die reale Figur „R“ zu einer leeren Hülle macht, die ganz und gar mit den romantischen Ideen des Fans gefüllt wird, der ihn damit  vollkommen für sich vereinnahmt. Dies verquickt Schmidt in zahlreichen Sequenzen auch immer wieder mit Symbolen des dritten Reiches. „R“ tritt in an die SA gemahnende Uniformen auf, seine Logo erinnert an die SS-Runen. Fan-Geschrei wird mit „Heil“-Rufen gemischt und wenn „R“ schließlich mit seinem Fan schläft, geschieht dies vor dem Hintergrund rot-weiß-schwarzer Fahnen.

Die Figur „R“, in der Simone nur Gutes und Edles sieht, hat mit dem Menschen „R“ natürlich nichts mehr zu tun, auch wenn er mit den Erwartungen seiner Fans spielt. Fast hört man da im Hintergrund ein „Wenn das der Führer wüsste“ flüstern. Gegenüber Simone bemüht sich „R“, dem Idealbild zu entsprechen, um am Ende seine Interessen – Sex mit dem attraktiven Teenie – durchsetzen zu können. Doch Schmidt zeigt auch, dass dies „R“ eben nur ein Mensch ist, und bei weitem nicht das gottgleiche, gütige und liebevolle Wesen, welches Simone ihn ihm sieht. Seinen Mitarbeitern und Kollegen gegenüber verhält sich „R“ nämlich so, wie man es von einem jungen Menschen, der viel zu früh und viel zu schnell zum Star aufgestiegen ist, erwarten kann: Egoistisch und rücksichtslos. Als Simones Wahrnehmung von „R“ und dessen wahres Wesen nicht mehr übereinstimmen, kommt es zur Katastrophe. Nur indem Simone die Person „R“ auslöscht, kann ihr Bild von „R“ weiterleben.

Dass der Fan sich dann das Idol wortwörtlich einverleibt, ist eine überdeutliche und drastische Metapher, die dem Film seine Bekanntheit sicherte, aber im Grunde etwas dick aufgetragen wirkt. Der Fan hat den Menschen hinter der Fassade getilgt und sich damit das Bild vollkommen angeeignet, es zu seinem Besitz gemacht. „Der Fan“ ist teilweise eine etwas kopflastig-konstruierte Angelegenheit, die echte Emotionen zugunsten der Allegorie vernachlässigt. Zudem wird offensichtlich, dass Schmidt nicht vom Film, sondern der Malerei, der Dichtung und dem Theater kommt, denn der Film wirkt über weite Strecken intellektuell unterkühlt und statisch. Die Dialoge werden von der Nosbusch und Bodo Steiger, in der Rolle des „R“, eher aufgesagt als gesprochen.

In einem Interview, welches auf der CMV-Blu-ray zu finden ist, erzählt Schmidt davon, dass er – um die FSK milde zu stimmen – einen Schluss gedreht hätte, in der sich alles als Traum der Simone entpuppt. Dieses Ende hätten er uns seine Mitstreiter aber gehasst, so dass er vor der Premiere persönlich in die Kinos gefahren sei, um dieses Ende wieder aus der Kinorolle heraus zu scheiden. Interessanterweise finden sich aber im Film trotz allem zahlreiche Hinweise darauf, dass die zweite Hälfte, in der Simone „R“ trifft, sich tatsächlich nur im Kopf des emotional überlasteten Fans abspielt. So ist die erste Hälfte immer wieder von Szene durchzogen, in denen Simone sich zusammenphantasiert, was mit ihren Briefen an „R“ passiert. Solche Fantasie-Szenen kommen in der zweiten Hälfte dann nicht mehr vor. In ihren Fantasien tritt auch immer eine Frau auf, die sich dann später in der Realität als „R“s Sekretärin entpuppt und bei ihrem Zusammentreffen mit Simone, diese scheinbar wiedererkennt. Auch wirkt die Szene, in der „R“ das erste Mal auf Simone zu geht und diese daraufhin ohnmächtig wird, sehr wie eine Jung-Mädchen-Fantasie und weniger wie etwas, was in der Realität passieren könnte. Und schließlich schläft Simone vor der Begegnung mit „R“ tatsächlich ein. Bevor sie dann plötzlich in der Menge steht, hat sie einen merkwürdigen Traum, auf den nicht weiter eingegangen wird. Dieser könnte durchaus den Bruch zwischen Realität und Traum darstellen.

Weder Désirée Nosbusch, noch Bodo Steiger, verfügten über große Schauspielerfahrung. Beim Schauspiel der Nosbusch, scheint man manchmal die Regie-Anweisungen Schmidts zu hören. Ihre etwas hölzerne Darstellung passt allerdings zu der jugendlichen Unsicherheit und Simones Verlorenheit. Bodo Steiger war zum Zeitpunkt des Filmes Sänger der Gruppe „Rheingold“, die auch den vorzüglichen Soundtrack zu „Der Fan“ ablieferten. „Rheingold“ gehörte zu den Neue-Deutsche-Welle-Gruppe, die eine neue, deutschsprachige „Wave“-Musik generierten, bevor die „Neue Deutsche Welle“ mit Aufkommen von Bands wie Geier Sturzflug oder Frl. Menke hoffnungslos „verschlagert“ und erbarmungslos kommerzialisiert wurden. Vielleicht spielte auch seine Ähnlichkeit mit „Joy Division“-Sänger Ian Curtis, der ja selber ein tödliches Problem mit dem Star-sein hatte, bei der Besetzung eine Rolle. An Joy Division muss man auch bei Rheingolds Musik und Bodo Steigers Gesang denken, die stark von der britischen Band beeinflusst klingt.

„Der Fan“ ist ein interessantes, intellektuelles Gedankenspiel über die Beziehung zwischen Fan und Star. Die unterkühlt-kopflastige Herangehensweise, das etwas hölzerne Spiel der beiden Protagonisten und der deutliche Allegorie-Charakter distanziert den Zuschauer allerdings vom Geschehen. Die möglicherweise von Schmidt beabsichtige Schockwirkung der „Skandalszenen“ wird dadurch unterlaufen.

Die neue Blu-ray von CMV hat eine fantastische Bildqualität und kann auch durch einen klaren Ton beeindrucken. Im Gegensatz zu früheren DVD-Veröffentlichungen ist das Bild nicht mehr im Format 4:3, sondern wurde für das Format 16:9 angepasst. Ob dies das korrekte Format ist, sei dahingestellt. Oftmals scheint zumindest oben und unten ein kleines Stück zu fehlen. Ebenfalls im Vergleich zu den alten DVDs zu Marketing bzw. Starlight, finden sich auf der Blu-ray spannende Extras, wie das oben bereits angesprochene Interview mit Eckhart Schmidt (20 Minuten), einem Auszug aus dem Originaldrehbuch und Bilder aus dem damals zum Film erschienenen Buch. Von daher ist die Blu-ray den alten Veröffentlichungen klar vorzuziehen.

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Das Bloggen der Anderen (08-12-14)

bartonfink_type2Filmlandschaft wirft noch einmal einen ausführlichen Blick zurück auf die 56. Nordischen Filmtage in Lübeck.

– Unbedingt ansehen. Mauritia Mayer hat die Lagunenstadt Venedig besucht und dabei Fotos von den Drehorten der großen Venedig-Gialli gemacht, die sie auf Schattenlichter den entsprechenden Screenshots gegenüberstellt.

yzordderrexxiii bespricht den dänischen Kinder-Superhelden-Film „Antboy“ über den ich bisher nur Gutes vernahm.

symparanekronemo äußert sich kritisch über den Anime „Ein Brief an Momo“.

– Da mochte Going to the Movies die neue Produktion des Stuidos Ghibli, „Die Legende von Prinzessin Kaguya“, trotz leichter Kritikpunkte, doch um einiges lieber.

– Bleiben wir beim Animationsfilm. Oliver Armknecht schreibt auf film-rezensionen.de über den tschechischen „Alois Nebel“: „“Es ist diese Mischung aus ungewöhnlicher Optik und melancholischer Geschichte, die Alois Nebel trotz der spärlichen Handlung zu etwas ganz Besonderem macht.“

Was ist „German Mumblecore“? Harald Mühlbeyer geht dieser Frage auf B-Roll nach. Joachim Kurz ärgert sich darüber, dass die Filme, die in den internationalen Jahresbesten-Listen auftauchen, nicht in deutsche Kinos gekommen sind. Und Andreas Köhnemann schreibt über die Theatererfahrungen der Schauspielerinnen Kirsten Scott Thomas und Lindsay Lohan in London.

– david entdeckt auf Whoknows presents in dem amerikanischen Film „Gunshot straight“, der hierzulande völlig zu unrecht als Steven-Segal-Vehikel beworben wird, den Geist von Edgar G. Ulmer.

– Udo Rotenberg bespricht auf L’amore in città einen meiner guilty pleasure-Filme: „Die weiße Göttin der Kannibalen“ von Sergio Martino.

– Letzte Woche hatte Udo noch Joe D’Amatos „Nackt unter Kannibalen“ auf seinem Blog besprochen, diese Woche findet sich hierüber auf Splattertrash eine ausführliche Rezension. Allerdings kann totalschaden mit diesem Film weitaus weniger anfangen als Udo letzte Woche. Und passend zur Vorstellung der Besetzung des nächstjährigen Bond-Films, gibt es einen Rückblick auf Sean Connerys „Comeback“-Film „Diamantenfieber“. Hierbei sind totalschaden und ich dann auch einer Meinung.

– Weiter geht es auf Eskalierende Träume mit den „Aufrisse“ genannten, ausführlichen Vorstellungen der Film,e, die auf dem 14. Hofbauer-Kongress in Nürnberg laufen werden. Von #3 „Intimes Lustgeflüster“, den die wunderbare Silvia Szymanski vorstellt, bis #8 „Wo wann mit wem“, den das Hofbauer-Kommando höchstpersönlich dem Vergessen entreißt.

Hard Sensations scheint in letzter Zeit zu einer One-Man-Show zu werden. Jamal Tuschnik schreibt in dieser Woche gleich über drei Filme. Eine dänische Dokumentation über die Familie Sender, die aus der DDR über die Ostsee nach Dänemark floh. Den Spielfilm „Das siebente Jahr“, der 1968 in der DDR entstand und den algerischen Spielfilm „Chronique des années de braise“ aus dem Jahre 1975.

– reda hat auf Der breite Grat wieder einen obskuren japanischen Film ab Start. „Wolf (Okami – Running is Sex) kann er – trotz der für ihn fragwürdigen, typisch japanischen Ritualisierung von Vergewaltigung – durchaus empfehlen.

– Alle Jahre wieder. John Waters hat seine Top 10 für das Jahr 2014 erstellt. Nachlesen kann man sie auf Fünf Filmfreunde.

– Laila Oudray stellt auf screen/read das mit bis dato völlig unbekannte, aber scheinbar sehr empfehlenswerte Filmmuseum Düsseldorf vor.

– Schlombie und ich werden wohl nie auf einen gemeinsamen Nenner kommen, aber gerade das macht es ja auch spannend. Dem, wie ich finde, eher mittelmäßigen „In China essen sie Hunde“ kann er auf Schlombies Filmbesprechungen doch eine Menge mehr abgewinnen als ich.

– Philipp Baumgartner von Daumenkino hat nach der Sichtung von „Blue Ruin“ des Amerikaners Jeremy Saulnier einen neuen Lieblingsfilm.

– Patrick Holzapfel geht auf Jugend ohne Film höchst informativ der Frage nach: „Wann sieht ein Filmemacher das Bild?“. Des weiteren zeigt er sich sehr enttäuscht vom „langsamen Niedergang der Gebrüder Dardenne“, den er anhand deren neuen Films „Zwei Tage, eine Nacht“ belegt.

– Der neue Film von Kevin Smith, „Tusk“, scheint eine hochgradig bizarre Angelegenheit zu sein, wenn man Gnaghi auf Komm & Sieh Glauben schenkt.

– Und zum Schluss gibt es auf Wiederaufführung wieder „Die Gespräche der Anderen“ mit den interessantesten Podcasts.

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Originalfassungen in Bremen: 04.12.14 – 10.12.14

Natürlich überstrahlt der dritte und finale Teil des „Hobbits“ in dieser Woche alles andere. Trotzdem möchte ich mit Vehemenz darauf hinweisen, dass man im City 46 „Under the Skin“ zu sehen bekommt. Ein merkwürdiger SF-Streifen, der bei den Cineasten bereits für Jubelstürme und eine international beachtete „’Under the Skin‘ ins Kino! Jetzt!“-Aktion geführt hat. Mein Tipp der Woche.

Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere 3D – Cinemaxx, Di., 9.12. um 24:01 und Mi. 10.12. um 19:30 – Der Abschluss der „Hobbit“-Trilogie. Leider konnte ich nur den ersten Teil im Kino sehen. Mein Fazit damals: Wer „Herr der Ringe“ mochte, wird auch bei „Der Hobbit“ dabei sein. Wer mit „Herr der Ringe“ nichts anfangen konnte, der wird auch hier nicht konvertiert.

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Paddington – Cinemaxx, So., 7.12. um 17:30 – Realverfilmung des Kinderbuch-Klassikers mit einem CGI-Bären.

Interstellar – Cinemaxx, Fr., 5.12. um 21:15 – Der neue Film von Christopher Nolan wird so ziemlich überall abgefeiert. Auf der Suche nach alternativen Lebensräumen wird ein Raumschiff in den Weltraum geschickt. Mit Matthew McConaughey und Anna Hathaway.

Çakallarla Dans 3: Sifir Sikinti – Cinemaxx, Do.-Di. immer 20:15, Do.-So.auch um 23:15, Mo./Di. um 23:00 – Türkische Komödie um vier Männer, die nach einer Haftstrafe auf Bewährung entlassen wurden und sich nun in psychatrische Behandlung begeben müssen.

Deliha – Cinemaxx, Do.-So. immer 20:15 – Türkische Komödie um eine chaotische junge Frau auf der Suche nach der großen Liebe.

Die Tribute von Panem – Mockingjay Teil 1 – Cinemaxx, Do., Sa., So. immer 21:15 & CineStar, So., 7.12. um 20:30 – Da man mit zwei Filmen mehr Geld macht als mit einem, wurde der letzte Roman der Panem-Trilogie nun kurzerhand auf zwei Filme aufgeteilt.

Magic in the Moonlight – Schauburg, So., 7.12. um 21:00 – Unseren jährlichen Woody Allen gib uns heute. Diesmal lässt der Meister seine Geschichte an der Cote d’Azur in den 20er Jahren spielen. Mit Colin Firth und Emma Stone.

Boyhood – City 46, Do.-So. immer 20:30 – Richard Linklaters faszinierendes und bei der Berlinale umjubeltes Langzeit-Experiment. Über 12 Jahre filmte er immer mal wieder an diesem Film, der den Weg ins Erwachsenenleben zeigt. Linklater erzählt die Geschichte eines Jungen von seinem sechsten Lebensjahr an bis zu seinem College-Eintritt mit 18 Jahren.

Under the Skin – City 46, Mi., 10.12. um 18:00 – Jonathan Glazers hypnotischer SF-Albtraum mit Scarlett Johannson, der als einer der besten Filme der letzter Jahre gilt. Soll man auf der großen Leinwand sehen, weshalb ich mich sehr ärgere, dass ich um 18:00 leider noch keine Zeit für Kino habe. Schade.

[youtube width=“630″ height=“344″]https://www.youtube.com/watch?v=b7wph6xrtXQ[/youtube]

Stalker – City 46, Mi., 10.12. um 20:00 – Andrej Tarkowskis grandiose Verfilmung des SF-Klassikers „Picknick am Wegesrand“ von Arkadi und Boris Strugazki.

The Devil and Daniel Johnston– City 46, Mi., 10.12. um 20:30 – Dokumentarfilm über Daniel Johnston, ein manisch-depressives Genie, Sänger, Songschreiber, Maler, Comiczeichner, Visionär und Künstler. Mit Einführung von Anja Fußbach, Künstlerin.

Vayu – City 46, Mo., 20:30 und Di./Mi. um 19:00 – Kunstfilm. Vierter Teil der Grundelemente-Reihe des indischen Künstlers Viswanadhan.

White Shadow – City 46, Do. 21:00 und So.-Di. um 20:00 – Spielfilm aus Tansania über einen Albino, der von Medizinmännern verfolgt wird, die aus seinem Körperteilen heilige Medizin herstellen wollen. Lief auch dieses Jahr auf den Filmfestivals in Oldenburg und Osnabrück.

Sneak Preview – Schauburg, Mo., den 8.12. um 21:45

Spanische Sneak Preview – Cinemaxx, Mo., 8.12., 20:00 Uhr

 

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DVD-Rezension: „Jen Ko – In seinen Fäusten brennt die Rache“

Jen Ko
Als Jen Ko (Henry Yu Yung) seine Ausbildung an der Militärakademie beendet hat, wird er von seinen Vorgesetzten sogleich mit einer geheimen Mission betraut. Er soll in der Stadt Lung Tau den Bandenchef Fong gefangenen nehmen. Dieser beherrscht nicht nur die Gegend dort, sondern ist auch für den Tod von Jen Kos Vater verantwortlich. Jen Ko macht sich auf den Weg. Allerdings hat Fong schon von Jen Kos Auftrag erfahren und sieben beinharte Kung-Fu-Kämpfer angeheuert, die ihn und seine schmutzigen Geschäfte beschützen sollen…

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Mit „Jen Ko – In seinen Fäusten brennt die Rache“ hat filmArt wieder einmal einen Film aus der Versenkung geholt, der nicht besonders bekannt ist, scheinbar aber noch alten Videozeiten doch so einige Fans hat, wenn man sich so einmal die einschlägigen Internetforen anschaut. Was durchaus verständlich ist. Zwar zeichnet sich „Jen Ko“ nicht unbedingt durch besondere Originalität oder Tiefgang aus, aber er unterhält über seine Laufzeit von 86 Minuten ohne große Durchhänger. Was daran liegt, dass der Film im Großen und Ganzen eine Abfolge von gut, und überraschend hart, inszenierten Kämpfen ist. Die dünne Rahmenhandlung dient dann auch lediglich dazu, den Film nicht zu einer reinen Action-Clip-Parade verkommen zu lassen. Natürlich kann man sich denken, dass unser Held sich an den sieben Kämpfer, die der Bösewicht zur Unterstützung hat kommen lassen, abarbeiten muss. Und so kommt es dann auch. Alles Drumherum ist Zierrat, welches man aber gerne mitnimmt, damit der Film nicht allzu monoton daher kommt.

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Da gibt es beispielsweise das blinde Mädchen und ihren scheinbar geistig arg zurückgeblieben Begleiter. Diese sind nicht unbedingt wichtig für die Handlung, lassen den Helden aber in einem guten, edlen Licht dastehen und sorgen für ein wenig Gefühl. Zudem kann das blinde Mädchen natürlich hervorragend entführt und/oder bedroht werden, was dem Helden eine zusätzliche Motivation gibt, gegen die Bande zu kämpfen – und in eine Falle gelockt zu werden. Typischerweise haben die sieben bösen Söldner (eigentlich nur fünf, da zwei reines Kanonenfutter darstellen) unterschiedliche Fähigkeiten und Kräfte. Am Interessantesten ist natürlich der Kämpfer mit der hageren, blassen – beinahe vampirähnlichen – Gestalt, der einen langen Zopf trägt, welcher mit Messern gespickt ist und als tödliche Waffe eingesetzt werden kann. Warum er in der deutschen Kino-Synchronisation „Schweineschwanz“ genannt wird, bleibt ein Rätsel, dem man lieber nicht näher auf den Grund gehen möchte.

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Überhaupt muss die deutsche Kino-Synchronisation gesondert erwähnt werden, handelt es sich hierbei doch um einer Erzeugnis der Deutschen Synchron Filmgesellschaft des berühmt-berüchtigten Karlheinz Brunnemann, welcher einst zusammen mit Synchron-Guru Rainer Brandt Roger Moore und Tony Curtis in der Kult-Serie „Die 2“, die coolen Sprüche in den Mund legte. Auch solo macht Brunnemanns Synchronisation keine Gefangenen, auch wenn ihr die Berliner Schnodderigkeit der Brandtschen Texte abgeht. Dafür ist hier selbst die kleinste Nebenrolle mit einer berühmten Stimme besetzt. Das reicht dann von Thomas Danneberg über Arnold Marquis bis Arne Elsholz. Dabei entfernt sich allerdings der Text weit vom Original, wie man anhand der Video-Synchronisation, welche ebenfalls auf der DVD zu finden ist, und die sich enger ans Original hält, feststellen kann. Trotz aller inhaltlichen Freiheiten macht die Kino-Synchro aber sehr viel mehr Spaß und klingt auch weitaus lebendiger.

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Als Regieassistent fungierte bei dieser Hongkong-Taiwan-Co-Produktion ein junger John Woo, der seine ersten Schritte im Filmgeschäft unternahm. Allerdings konnte er hier noch keine der später für ihn typischen Markenzeichen einbringen. An der Stunt-Arbeit war ebenfalls jemand beteiligt, der einige Jahre später groß durchstarten sollte: Jackie Chan. Wer genau aufpasst, kann ihn auch einmal kurz erspähen, wenn er als einer der Wächter des bösen Fong von der Seite – und noch vor seiner Augenvergrößerung – zu sehen ist. Die überaus dynamischen und kraftvoll inszenierten Kämpfe, sind dann auch die Höhepunkte des Filmes und wurden in der alten deutschen Kinofassung – obwohl relativ unblutig – noch entschärft. Insbesondere im Finale beweisen Regisseur Jimmy L. Pascual und sein Stunt-Team, viel Sinn für mitreißende Kampf-Choreographie.

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Neben dem bereits oben erwähnten Jackie Chan, gehören noch weitere bekannte Namen zu denjenigen, die sich um die Actionszenen kümmerten. So Jackie Chans Schulkamerad Yuen Wah, der sich später vor allem als Filmbösewicht mit Sammo Hung einige der spektakulärsten Filmkämpfe der frühen 80er Jahre liefern sollte. Auch Mars, bis heute ein treuer Begleiter Jackie Chans, ist ist dabei. Als Action Coordinator zeichnet Woo-ping Yuen verantwortlich. Dieser dürfte spätestens nach seiner Arbeit als Action-Choreograph bei Ang Lees „Tiger & Dragon“, den beiden „Kill Bill“-Filmen und der „Matrix“-Trilogie einer der größten Namen auf seinem Gebiet sein. Regisseur Jimmy L. Pascual war vor allem bis 1976 Produzent und gelegentlicher Drehbuchautor. Auf dem Regiestuhl saß er nur zweimal. Einmal hier und dann noch zwei Jahre später als Co-Regisseur bei einem obskuren philippinischen Film namens „Sleeping Dragon“. Hauptdarsteller Henry Yu Yung war zwar noch bis 2008 als Darsteller aktiv, allerdings nur noch in Neben- und Kleinstrollen. Immerhin spielte er aber 1974 noch eine der Hauptrollen in John Woos Regiedebüt „The Young Dragons“.

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Mit „Jen Ko – In seinen Fäusten brennt die Rache“ hat filmArt wieder einmal einen höchst unterhaltsamen Kung-Fu-Klopper ausgegraben, der zwar lediglich eine dünne Geschichte, wie man sie schon unzählige Male gesehen hat, bietet, dafür aber mit dynamischen und mitreißenden Kampfszenen punkten kann. Für diese waren einige jungen Männer verantwortlich, die in den kommenden Jahrzehnten noch eine wichtige Rolle im, nicht nur im asiatischen, Actionkino spielen sollten.

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Beginnen wir zunächst einmal mit den schlechten Nachrichten. Die Bildqualität der filmArt-DVD ist wirklich lausig oder – um es freundlich auszudrücken – dem Medium DVD nicht angemessen. Vielmehr sieht das Bild leider so aus, als ob man eine Videokopie der zweiten Generation anschauen würde. Zunächst glaubte ich, dass es sich hierbei lediglich um Szenen handeln würde, die aus einer schlechten Quelle eingefügt worden wären, doch tatsächlich sieht der ganze Film so aus. Die aus der Videofassung „Zwei Fäuste wie der Blitz“ eingefügten Szenen haben zwar das falsche Bildformat und sehen auch nicht gerade top aus, aber immer noch ein wenig besser als die Kino-Fassung im richtigen Bildformat. Natürlich ist es schön, dass filmArt diesen seltenen Film trotzdem veröffentlicht hat, aber angesichts des Preises, der sich nicht gerade im „Schnäppchen-Bereich“ bewegt, wäre es vielleicht angebracht gewesen, ihn als Bonus bei einer anderen Veröffentlichungen hinzuzufügen. So wie es beispielsweise CMV schon ein paar Mal getan hat. Dass dann auch noch aus Platzgründen die auf dem Cover angekündigten Extras „Trailershow“ und die „alternative Anfangsszene“ fehlen, passt da ins enttäuschende Bild. Immerhin wurden dem Film aber gleich vier Tonspuren spendiert. Eine auf Mandarin (aber leider ohne Untertitel), eine auf Englisch und zwei deutsche. Dabei handelt es sich um die oben besprochene Kino-Synchronisation und die später angefertigte Video-Tonspur. Letztere ist näher am Originaltext, wirkt dafür mit seinen unbekannten Sprechern aber auch etwas billig und lustlos. Auch die englische Tonspur ist – wie man es aus England kennt – sehr steril. Daher ist die spaßige Kino-Synchronisation zu empfehlen. Letztere zischt stark bei „S“-Lauten, das ist aber zu verschmerzen. Zum Schluss noch eine Info für Leute, die auf so etwas Wert legen: Die im Stil einer alten Videokassette gehaltene DVD-Hülle sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich mit seiner Lederoptik auch gut an.

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