Filmbuch-Rezension: “Linientreu und populär – Das Ufa-Imperium 1933-1945“

Nach der sehr anregenden Lektüre des Buches „Linientreu und populär. Das Ufa-Imperium 1933–1945“ ist mir wieder eines schmerzlich bewusst geworden. Man soll auf sein Herz und nichts anderes hören. Nach dem Abi stand für mich fest: Ich wollte Geschichte studieren. Das war meine Leidenschaft, mein Leistungskurs und das Fach hatte zu Schulzeiten immer dafür gesorgt, dass der Notendurchschnitt etwas gehoben wurde. Meine Eltern fanden das nicht so gut. Wirtschaft wäre doch eine bessere Wahl. Leider ging ich dann zur Studienberatung und der Herr dort (Tiefensee war sein Name, der sich mir für immer ins Gedächtnis gebrannt hat) hat mir meinen Studienwunsch vehement ausgeredet. Geschichte, nein… da könne man eigentlich gleich zum Arbeitsamt gehen. Aber Wirtschaft.. ja… das wäre die Zukunft. Dumm und naiv wie ich damals war, glaubte ich ihm, erfüllt den Wunsch meiner Eltern, studierte ein Fach, was mich so eigentlich gar nicht richtig interessierte und das Schicksal nahm seinen Lauf. Heute ärgere ich mich darüber sehr und verfluche meine eigene Dummheit. Meinen Kindern werde ich darum immer mit auf den Weg geben: Höre auf Dein Herz – der Rest kommt dann von selber.

Warum ich das schreibe? Weil ich mich nach den vielen filmtheoretischen Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, mich bei dem filmhistorischen Buch „Linientreu und populär. Das Ufa-Imperium 1933–1945“ augenblicklich puddelwohl gefühlt und es in einem Rutsch verschlungen habe.

Wie der Titel schon sagt, beleuchtet das Buch die Zeit von 1933 bis 1945, als die Ufa zunächst um die Gunst der neuen Machthaber in Deutschland buhlte, trotzdem aber vor allem als wirtschaftliches Unternehmen agierte. Bald schon wurde es von den Nationalsozialisten allerdings gänzlich vereinnahmt und dem staatlich kontrollierten Konzern Ufa-Filmgesellschaft GmbH (trotz der Namensähnlichkeit gerade nicht identisch mit der Ufa AG) zugeschlagen. Das durchdachte und sehr gut gegliederte Buch beginnt mit einem informativen und durch Dokumente belegten Überblick darüber, wie die Ufa die Machtübernahme 1933 erlebte und zunächst glaubte, ein paar Zugeständnisse würden reichen, um die Geschäfte normal weiterzuführen. Diesem Artikel von Rainer Rother folgt dann ein folgerichtig ein von Friedemann Beyer verfasstes Porträt der Ufa unter der Ägide des rechts-national Zeitungsverlegers Alfred Hugenberg, der die Ufa 1927 übernahm und auf einen national-konservativen Kurs brachte. Hugenberg war auch Vorsitzender der Deutschnationalen Volkspartei, die zusammen mit den Nationalsozialisten 1933 die Regierung bildete. Hugenberg war dabei kurzzeitig Minister für Wirtschaft, Landwirtschaft und Ernährung im Kabinett Hitler.

Aus der Perspektive der Publikumsnachfrage und weniger des Filmangebots beleuchtet Joseph Garncarz die Filmproduktion der Ufa und räumt mit einigen Vorurteilen auf. Roel Vande Winkel nimmt sich dem ungemein spannenden Thema an, wie die Ufa in den Jahren 1939 bis 1945 ins europäische Ausland expandierte, immer den Spuren der Wehrmacht folgend und vom Verbot ausländischer Filmen profitierend. Da wurde der Krieg genutzt, um sich einen eigenen Monopolmarkt zu schaffen. Dazu passend: Christophe Gauthies Porträt des Raoul Ploquin, einer durchaus schillernden Persönlichkeit, und der Alliance Cinématographique Européenne. Ebenfalls hoch interessant. Da freut es mich, dass am Ende dieses Artikels eine zukünftige, größere Studie zu diesem Thema angekündigt wird.

Wenig weiß man vom NS-Kulturfilm für den immerhin ein Visionär und Pionier wie Walter Ruthmann arbeitete. Ein nahezu unbekanntes, aber auch wichtiges Kapitel, dem sich Kay Hoffmann annimmt. Dazu passt gut Annika Schaefers Text über die Inszenierung von Arbeit und Arbeitern im NS-Spielfilm. Faszinierend fand ich den Vergleich dreier NS-Erfolgsfilme, die alle drei nach denselben drei Erfolgsformeln funktionierten: „Frauen, Krieg und Flieger“. Schön herausgearbeitet von Elissa Mailänder. Ein guten Einblick in das Star-System der Ufa – oder zumindest den Versuch ein solches in Deutschland zu etablieren, de facto gab es da außer Hans Albers aber niemanden, den man auch international hätte vermarkten können – gibt der Text von Tobias Hochscherf. Brigitte Jacob und Wolfgang Schäche berichten über das gigantische Bauprojekt der „Filmstadt Babelsberg“, welches dann niemals durchgeführt wurde. Rolf Aurich ergänzt dies noch um die tatsächlich entstandene Ufa-Lehrschau und die kurzlebige, mit vielen hochfliegenden Plänen gestartete Deutsche Filmakademie, die beide in Babelsberg als Teil der „Filmstadt“ installiert wurden.

Das wichtigste und erschütterndste Kapitel dieses Buches widmet sich Zwangsarbeit bei der Ufa von 1940 bis 1945. Ich kann allen nur Almuth Püschel aufwühlenden Text ans Herz legen. Es ist ungemein wichtig, sich auch über dieses dunkle und oftmals unterschlagene Kapitel zu informieren. Jens Westemeiers Bericht über die Erinnerungen des niederländischen Zwangsarbeiters Piet Reijnens rundet diesen Themenkomplex dann ab. Auch wenn man Reijnens Erinnerungen (u.a. berichtet er von Snuff-Filmen, die die Ufa als Lehrstücke für die Wehrmacht produziert haben soll) nicht immer 1:1 glauben darf (sie widersprechen sich oft und sind nachprüfbar falsch – was mit seiner Traumatisierung zusammenhängen kann), geben sie doch ein Zeugnis davon, was die Zwangsarbeit bei der Ufa mit einer menschlichen Seele angerichtet hat. Zuletzt geht es in Jörg Schönings Artikel um die skandalöse Geschichte der Ufa nach dem 2. Weltkrieg, als der Konzern Spielball unterschiedlichster politischer und kapitalistischer Interessen wurde.

Fazit: „Das Ufa Imperium“ ist ein ebenso spannendes wie aufschlussreiches Buch, welches die legendäre Ufa von Seiten beleuchtet, die weniger bekannt sind und in der „offiziellen“ Geschichtsschreibung auch eher am Rande behandelt werden. Und damit für alle filmgeschichtlich Interessierte eine Pflichtlektüre.

Rainer Rother und Vera Thomas (Hrsg.) Linientreu und populär – Das Ufa-Imperium 1933-1945″, Bertz+Fischer, 224 Seiten, € 17,90

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Das Bloggen der Anderen (05-03-18)

– Ein letztes Mal Berlinale. Schwanenmeister erklärt auf Negative Space „Warum die deutschen Beiträge den Berlinale-Wettbewerb bereichert haben“ und zieht ein persönliches Fazit.

– Michael Kienzel stellt auf critic.de die Retrospektive „Splendid Isolation“ des Berliner Arsenal vor. Eine Reihe zum Hongkong-Kino von der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis zum Handover im Jahr 1997.

– Andreas Köhnemann schaut sich auf kino-zeit.de die Schönen, Wilden und Halbstarken des Kinos an und fragt „Was zeichnet diese Figuren aus?

Witte’s wöchentliche Tipps ist Oscar-frei und hat ein paar Interessante… na ja… Tipps. Was auch sonst?

Filmlichtung hatte Geburstag und wünscht sich ein paar interessante Dinge… vom Film.

– Gleich zwei Filmblogs legen mir in dieser Woche den britischen Horrorfilm „The Ritual“ ans Herz. Dann muss ich den wohl auch gucken. Läuft aber leider auf Netflix. Dann warte ich auf die BluRay. Bis dahin lese ich nochmal die Reviews von Heiko Hartmann auf Allesglotzer und donpozuelo auf Going to the Movies.

– Polnische Filme gehen bei mir immer und nach Oliver Armknechts Review auf film-rezensionen.de wandert Maciej Pieprzycas „I’m a Killer“ gleich mal auf die Shopping-Liste für den nächsten Warschau-Besuch.

– Letzten Sommer haben wir bei Weird Xperience „Die Gewalt bin ich“ auf beim Open-Air-Kino am Schlachthof gezeigt. Wer nicht dabei war kann jetzt bei Mauritia Mayer auf Schattenlichter nachlesen, was er tolles verpasst hat.

– Volker Schönenberger von Die Nacht der lebenden Texte kann nicht verstehen, was man an Umberto Lenzis „Cannibal Ferox“ gut finden kann. Dafür hat ihn „Red White & Blue“ auf positive Weise verstört. Regisseur Simon Rumley war letztes Jahr gleich mit zwei Filmen zu Gast auf dem Internationalen Filmfest Oldenburg und hat mich dort mit „Fashonistas“ begeistert. Dann werde ich in diesen Film auch mal reinschauen.

– Weiter geht es mit Oliver Nödings John-Ford-Retro auf Remember It For Later. “Four Men and a Prayer”, der ihn ganz unerwartet sehr begeistert hat.

– Vor zwei Wochen verstarb Lewis Gilbert mit 97 Jahren. Außer seinen drei James-Bond-Filmen kennt man kaum etwas von ihm. Etwas, was man ändern sollte, die funxton nach der Sichtung von „The Adventures“ meint.

– Einer meiner Lieblings-Wallace (vielleicht auch, weil es der erste war, den ich sah) ist „Der Fälscher von London“. Totalschaden von Splattertrash mag den aber auch.

Hauptsache (Stumm)Film hat einen Film mit dem heute ziemlich vergessenen Komiker „Snub“ Pollard verlinkt.

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Das Bloggen der Anderen (26-02-18)

– Bevor es gleich wieder reichlich Berlinale gibt, hier erst einmal die wichtigen Dinge im Leben. Davids zweiter Teil seiner „Euphorien vom 17. außerordentlichen Filmkongress des Hofbauer-Kommandos“ auf Whoknows presents.

– Und nun zur Berlinale. Den Goldenen Bären hat ja „Touch Me Not“. Über diesen Film hat auch die Filmlöwin geschrieben. Und auch Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog hat sich mit dem Film auseinandergesetzt. Sowie mit Małgorzata Szumowskas von mir mit Spannung erwarten „Twarz“ und (Wettbewerb) und Lav Diaz 4-stündigen „Season of the Devil“. Till Kadritzke schreibt auf critic.de über drei Filme aus dem diesjährigen Berlinale-Programm, welche „die sogenannte Flüchtlingskrise in ihre Werke verbauen“. Die Studierenden des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2018“ nehmen sich den Dokumentarfilm „Waldheims Walzer“ vor. Peer Kling und Elisabeth Niggemann berichten auf Filmlandschaft über „Utøya 22. Juli“ des norwegischen Regisseurs Erik Poppe. Schwanenmeister von Negative Space empfiehlt den Dokumentarfilm „Full Metal Walaa“ über ein 15-jähriges Mädchen, das davon träumt, zur Polizei der Palästinensischen Autonomiebehörde zu gehen. Ferner hat er ein neues hoffnungsvolles Genretalent aus Deutschland entdeckt: Tilman Singer mit seinem Debütfilm „Luz“. Klingt spannend!  Für Revolver war Katrin Eissing auf der Woche der Kritik und schreibt über „Waiting for April“ und „Madame Hyde“.

Der Kinogänger weiß, was im März und April so alles in deutschen Kinos kommt.

– Dr. Wily macht in seiner Untersuchung des Marvel Cinematic Universe einen gewaltigen Sprung und berichtet auf Wilsons Dachboden über den aktuellen Marvel-Film „Black Panther“.

– Ein neuer Sion Sono kommt in deutsche Kinos!!! Wobei „neu“ ist relativ. Stammt das Werk doch schon aus 2015. Aber trotzdem ist das natürlich ein Grund sich zu freuen, auch wenn Oliver Armknecht auf film-rezenionen.de von „The Virgin Psychics“ nicht ganz so angetan ist.

Allesglotzer über „Here Comes The Devil“ von Adrian Garcia Boglianos, den ich trotz deutlicher Schwächen ganz gerne hatte. Seine Review trifft, wie ich finde, den Nagel auch auf den Kopf.

– Hui, den Film „Die Würgehand“ den Cornelius Hintner 1920 drehte kannte ich bisher noch nicht, aber Christians Besprechung auf Schlombies Filmbesprechungen klingt interessant. Über seine Meinung zu Jean Rollins wunderbaren „Fascination“ schreibe ich mal lieber nichts und drücke zwei tranengefüllte Augen zu.

Hauptsache (Stumm)Film hat „Do Detectives Think?“, den zweiten Film, in dem Stan Laurel und Oliver Hardy als das Duo auftraten, verlinkt. Ein YouTube-User hat ihn aus der ZDF-Sendung „Zwei Herren dick und doof“ und der Originalfassung des Films neu zusammengestellt. Ferner schreibt er über George Cukors ausschließlich mit Frauen besetzten „The Women“.

– Sebastian schreibt auf Magazin des Glücks über drei Kostümfilme der 1950er Jahre, die „statt penibler Rekonstruktion von Vergangenheit auf Verfremdungseffekte setzen, auf Erweiterung filmischer Möglichkeiten mit den Mitteln des Theaters, der Oper, des Zirkus“.

Robert Zion schwärmt von Andre de Toth und seinen Western „Indian Fighter“ mit Kirk Douglas. Sehr lesenswert und schön bebildert.

– Oliver Nöding führt auf Remember It For Later seine John-Ford-Retrospektive fort und ist bei „The Hurricane“ von 1937 nicht nur von den Action-Szenen und Special Effects begeistert.

– „Experimentierfreudigen und toleranten CineastInnen wird hier herrlich abstruse und bluttriefende Zerstreuung kredenzt“ schreibt Mauritia Mayer auf Schattenlichter über „Alucarda – Tochter der Finsternis“ – einen weiteren weißen Flecken auf meiner Seh-Karte, den ich schleunigst einfärben muss.

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Vorschau und Gedanken zum 4. Filmfest Bremen

Vor zwei Wochen schon kam die Nachricht rein, dass sich das Bremer Filmfest (20. – 23. September) in diesem Jahr noch einmal vergrößert. Nachdem das erste Filmfest noch genau 24 Stunden lief, werden es nun in 2018 vier volle Tage sein und die Spielstätten nicht nur auf die Schauburg beschränkt sein, sondern auch auf das Atlantis und das Theater am Goetheplatz mit einbeziehen. Vom ursprünglichen Konzept, nur Filme zu zeigen, die aus Bremen stammen, in Bremen oder von Bremern/mit Bremer Beteiligung gedreht wurden, wird im Kern nicht abgerückt – aber es wird ein wenig erweitert. In diesem Jahr gibt es nämlich auch eine international ausgeschriebene Wettbewerbssparte zum Thema Humor und Satire. Nordbuzz zitiert dazu einen der Veranstaltern: „Gezeigt wird hier alles, was filmisch gekonnt erzählt ist und sich durch einen Sinn für Humor auszeichnet, egal ob leise oder laut, ob ironisch, lakonisch, tragisch, absurd oder provokativ. Dabei sind alle Formate und Längen herzlich willkommen.“

Ich bin ja durchaus zwiegespalten, was das Bremer Filmfest angeht. Einerseits begrüße ich es natürlich sehr, dass hier etwas für die Bremer Filmszene getan wird und Bremen auch in den Köpfen der Bürger und Bürgerinnen als „Filmstadt“ verankert werden soll. Das macht dieses Festival einzigartig und unterscheidet es auch sehr deutlich von anderen Filmfestivals in Deutschland. Andererseits habe ich in den vergangenen Jahren aber auch nichts im Programm gefunden, was mich so sehr interessiert hätte, dass ich trotz engem Zeitmanagement (das letzte Festival fiel in eine Zeit, wo ich generell viel unterwegs war) unbedingt vorbeischauen wollte. Der internationale Wettbewerb zum Thema Humor und Satire spricht mich spontan auch nicht besonders an und macht auf mich erst einmal nur den Eindruck, dass hier ein Crowdpleaser gesucht wurde, um das Festival populärer zu machen. Was auch nichts verwerfliches ist und sicherlich der richtige Weg.

So schlagen doch zwei Herzen in meiner Brust. Das eine wünscht sich ein Festival, welches – wenn schon nicht mit Oldenburg oder Emden/Norderney, so doch zumindest mit Braunschweig oder Osnabrück vergleichbar wäre. Mit aktuellen, mutigen, wilden Filmen aus aller Welt. Andererseits finde ich es sehr charmant, die lokalen Filmemacher durch eine solche, groß beworbenen und als Event angekündigte Veranstaltung zu unterstützen. Die Frage ist aber: Müssen es dafür ganze vier Tage sein? Da die „Filmstadt Bremen“ leider nur sehr wenig Geschichte aufweisen kann (und die in Bremen gedrehten, größeren Film fast alle schon in den vergangenen Jahren gezeigt wurden), wird es auch dieses Jahr sicherlich keine große Retrospektive Bremer Kinomenschen geben. Obwohl mir da doch noch ein paar Kandidaten wie z.B der Hans Dreier (dreifacher Oscar-Gewinner und Art Director bei unzähligen Hollywood-Klassikern, dem immerhin auf dem 2. Filmfest Bremen ein Film gewidmet wurde), Karl Walter Lindenlaub (früher Stammkameramann von Roland Emmerich und noch heute erfolgreich in den USA tätig) oder Günter Meisner (großartiger Charakterdarsteller u.a. in „Lawinenexpress“ und „Im Glaskäfig) einfallen würden.

Irgendwie sitzt das Filmfest meines Empfinden nach in diesem Jahr zwischen zwei Stühlen: Dem der kleinen, lokalen „Leistungsschau“ und jenem mit dem Schielen auf etwas Größeres, als es momentan ist. Aber bis zum September sind ja noch einige Monate und bisher steht ja auch noch kein Programm. Ich bin zumindest sehr gespannt, wie sich das alles entwickelt und was uns dieses Jahr so alles erwartet. Ich drücke auf jeden Fall die Daumen, dass auch das vierte Bremer Filmfest ein Erfolg wird und sich daraus Großes für Bremen entwickelt.

Ein weiterer Programmpunkt steht jedenfalls schon fest: Auch diese mal wird es den beliebten Kurzfilmwettbewerb „Klappe!“ geben und dieser wird das Festival am Donnerstag, 20. September, auch eröffnen und einen ganzen Abend im Mittelpunkt stehen – inklusive Premieren, Preisverleihung und Party.

 

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„35 Millimeter“-Magazin: Ausgabe 25 erhältlich

Die erste 35MM-Ausgabe des neuen Jahres liegt vor. Die erste auch unter der Ägide unseres neuen Chefredakteurs Clemens Williges. Und das Heft ist wieder richtig schön geworden. Schwerpunkt ist diesmal Alfred Hitchcock. Theoretisch ein ziemlich ausgelutschtes und auserzähltes Thema. Das wissen wir auch und haben uns in Ecken und Nischen begeben, über die noch nicht tausendmal geschrieben wurde. Da sind einige sehr spannende Themen zusammengekommen.

Mir wurden ganze vier Seiten spendiert, auf denen ich mich über Hitchcocks französischsprachigen Propagandafilme „Bon Voyage“ und „Aventure malgache“ auslassen durfte. Weitere Themen sind seine Komödien, die Stummfilme, die Rolle seiner Ehefrau Alma Reville und vieles mehr. Reinschauen lohnt sich!

Des weiterengibt es noch die Kolumnen zum Film Noir von Oliver Nöding, zu Indischen und Skandinavischen Kino von Martin Abraham, zum Monsterfilm von Leonard Elias Lemke und, und, und…

Aber seht selbst:

Heft #25 kann man HIER für € 4,50 zzgl. Versand beziehen.

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Filmbuch-Rezension: „Horror Kultfilme“

Das Buch „Horror Kultfilme“ aus dem Schüren Verlag beruht auf einer von den drei Herausgebern organisierten und geleiteten Ringvorlesung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Die interdisziplinäre Vorlesungsreihe ist eine Initiative des dortigen „Arbeitskreises Visuelle Kultur“. Das Buch richtet sich also an an Leser, die einerseits vor einem wissenschaftlichen Ansatz und einer damit einhergehenden wissenschaftlichen Sprache keine Scheu haben. Wobei diese in den hier versammelten Artikeln nicht in eine für Laien fast schon unlesbare Fremdsprache abgleitet, sondern mit einer gewissen Konzentration gut lesbar ist. Andererseits ist das Buch vor allem für Leser interessant, die sich noch nicht ausführlich mit dem Thema „Horrorfilm“ beschäftigt haben.

So dürfte der Exkurs in das Genre des Vampirfilms und die Vorstellung des Romans „Dracula“ gleich im ersten Beitrag von Susanne Bach für den Kenner der Material eher uninteressant sein. Und der Freud-Bezug des Unheimlichen wurde auch schon an anderer Stelle ausführlich analysiert. Wobei es aber spannend ist, dass die Autorin gerade Francis Ford Coppolas nicht ganz so populäre „Dracula“-Verfilmung in den Mittelpunkt ihres Textes stellt.

Markus Stiglegger steuert einen sehr interessanten Artikel zu Dario Argentos Meisterwerk „Suspiria“ und dessen Einflüsse bei. Dies dürfte einem aufgrund seiner anderweitig veröffentlichten Texte zu „Suspiria“ und dem italienischen Genrefilm teilweise bekannt sein. Auch hier: Ein gut geschriebener Artikel für Einsteiger ins Thema, der viel Bekanntes noch einmal zusammenfasst.

Arno Rußland nutzt Mel Brooks „Frankenstein Junior“ weniger, um auf den Frankenstein-Mythos, sondern vielmehr die Mechaniken der Parodie einzugehen. Ein guter Ansatz, da Frankenstein bekannt genug ist, um die parodierten Elemente gut nachvollziehen zu können.

Sehr interessant fand ich Angela Fabris‘ Ansatz, Dario Argento und Mario Bava anhand von „Profondo Rosso“ und des etwas weniger bekannten, aber nichtsdestotrotz wegweisenden Frühwerks „The Girl Who Knew Too Much“ gegenüberzustellen. In der Regel reduziert sich der Vergleich ja immer auf Bavas „Blutige Seide“. Besonders spannend ist dieser Artikel im Vergleich zu Ingo Knotts Beitrag in „Dario Argento – Anatomie der Angst“, welcher sich – bei unterschiedlichem Fazit – mit demselben Thema beschäftigt.

Auch interessant ist Jörg Helbigs Beitrag über Pete Walkers Spätwerk „House of Long Shadows“ als postmodernes Spiel mit den Genrekonventionen. Besonders hat mir aber Sabrina Gärtners sehr gut geschriebener, analytischer Artikel zu Jessica Hausers „Hotel“ gefallen, in dem sie aufzeigt, wie mit Hilfe zahlreichen Verweisen und Zitaten, typischen Motiven, Klischees und Handlungsstrukturen ein komplexes Symbolsystem aufgebaut worden ist. Schade, dass gerade Frau Gärtner nicht im Autorenverzeichnis geführt wird.
Benjamin Moldenhauers Beitrag zu dem „drastischen Horrorfilm“ ist ein sehr gutes Konzentrat seines sehr empfehlenswerten Buches „Ästhetik des Drastischen“. Wer sich erstmalig mit seinen Thesen und Theorien erstmalig vertraut machen möchte, ist hier genau richtig. Wer jenes Buch bereits kennt, wird den Artikel wahrscheinlich eher zur Auffrischung überfliegen.

Michael Fuchs setzt sich mit dem „Animal Horror“ auseinander und nutzt „Jurassic Park“, „Mimic“ und „Shark Night“ als Beispiele. Ein spannendes Thema, von dem ich mir eine größere Arbeit in Buchform wünschen würde.

Frank Hentschel hat bereits ein schönes Buch zum Thema Filmmusik im Horrorfilm geschrieben („Töne der Angst“). Dort hatte er sich auf die 70er Jahre konzentriert. Sein lesenswerter Artikel hier ist so etwas wie ein „Sequel“, denn er beschäftigt sich mit der Horrorfilmmusik der letzten sieben Jahre.

„Kult-Horrorfilm“ endet mit einigen Listen, auf denen u.a. „Die 20 bedeutendsten Horrorfilm-Regisseure der Filmgeschichte“, „Die 30 besten Horrorfilme aller Zeiten“ (ausgerechnet ausgewählt nach ihrem Rotten-Tomato-Rating) oder“ Die 10 besten Horrorfilm-Remakes aller Zeiten …“,“…und die 5 schlechtesten“ zu finden sind. In meinen Augen ziemlich witzlose Seitenfüllerei, die sich auch hier an den Genre-Novizen richtet und diesem vielleicht im besten Fall einen ersten Pfad ins unbekannte Land aufzeigt. Alle Anderen dürften bei den Listen wahlweise gähnen, sich über fehlende Titel ärgern oder über hier zu unrecht aufgeführte Filme aufregen.

Nichtsdestotrotz ein interessantes Buch, welches ganz unterschiedliche Aspekte des Genres beleuchtet und ein sehr guter Einstieg ins Genre des Horrorfilms darstellt. Auch wenn einiges bekannt sein wird, findet auch der „alte Hase“ hier einige spannende Denkanstöße.

Jörg Helbig, Angela Fabris, Arno Rußegger (Hg.)Horror Kultfilme, Schüren Verlag, 200 Seiten, € 24,90

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Das Bloggen der Anderen (19-02-18)

– Ja, schon wieder ist ein Jahr um und mit der Berlinale steht das erste große Filmfestival ins Haus, auf dem sich auch zahlreiche Blogger tummeln. Schwanenmeister von Negative Space empfiehlt als erotischen Geheimtipp der 68. Berlinale „Para aduma“. Ein israelischer Film über die pubertierende Benny und ihren ultraorthodoxen Vater Yehoshua in Ostjerusalem. Ausserdem fragt er: „Wohin steuert die Berlinale?“ Michael Sennhauser hat für Sennhausers Filmblog „Transit“, den neuen Film Christian Petzold, gesehen, der ihm sehr gut gefallen hat. Hingerissen war er von „Dolatov“ von Alexey German Jr. Dafür fand er den Western „Damsel“ von David und Nathan Zellner mit Robert Pattinson und Mia Wasikowska ziemlich fürchterlich. Studierenden des Seminars „Schreiben über Film – Berlinale 2018“ (Stiftung Universität Hildesheim) haben ihre Texte auf critic.de online gestellt. An selber Stelle schreibt Olga Baruk über die 250.000 Zuschauer, die ein Film braucht, um förderwürdig zu sein macht einen nicht ganz ernstgemeinten Vorschlag, wie diese erreicht werden können. Auch die Filmlöwin ist auf der Berlinale. Ihre Besprechung zu dem Film „The Best Thing You Can Do With Your Life“ klingt sehr interessant. Auf Revolver kann man der „Gegenveranstaltung“, der „Woche der Kritik“ folgen.

– Garantiert Berlinale-frei: Witte’s Wöchentliche Tipps.

– LZ stellt auf screen/read ausführlich Rose McGowans Autobiographie „The Brave“ vor und kommt zu dem Schluss, „dass „Brave“ vielleicht eines der wichtigsten Bücher über Hollywood und die misogynen Mechanismen der Entertainment-Industrie überhaupt geworden ist“.

– Noch einmal etwas zu lesen. Sven Safarow schreibt auf Eskalierende Träume über Eric Rohmers Aufsatzsammlung „Zelluloid und Marmor“.

„Hagazussa – A Heathen’s Curse“ ist der Abschlussfilm des gebürtigen Wienern Lukas Feigelfeld an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB) und hatte im September 2017 seine Premiere beim Fantastic Fest in Austin. Eckhard Heck von Hard Sensations ist begeistert.

„Sex für die Massen“. Olga Galicka erklärt auf Kino-zeit, warum „50 Shades Of Grey“ lahm ist und welche besseren Alternativen es gibt.

– Oliver Nöding hat sich auf Remember It For Later mit dem Robert Clouse beschäftigt, war allerdings von Filmen wie „Golden Needles“ (u.a. mit Jim Kelly) und „China O’Brian“ (mit Cynthia Rothrock) eher enttäuscht, dafür scheint „The Ultimate Warrior“ (Yul Brynner!) ein Kracher zu sein.

– Hoffman zeigt sich auf Drei Cineasten von Konrad Wolfs DEFA-Anti-Kriegsfilm „Ich war Neunzehn“ sehr beeindruckt.

Filmlichtung „musste“ den schönen „Ich denke oft an Piroschka“ ansehen – und wurde positiv überrascht.

– Sebastian ist von der wunderbaren „Forgotten Films“-Ausgrabung „Eskalation“ (völlig zurecht) begeistert, wie er auf Nischenkino mitteilt.

– Zwei Kindheitserinnerungen: „Wenn die Gondeln Trauer tragen“. Beim ersten Mal vor Angst fast eingenässt. Beim zweiten Mal bei der Sexszene fast gestorben, weil meine Eltern mitgeguckt haben. Mauritia Mayer von Schattenlichter mag den auch und hat ihrer schönen Besprechung gleich noch ein paar Location-Bilder spendiert.

– Maschinenmenschen 1: Ich glaube, es gibt keinen Film, den ich öfter gesehen habe. Zu Schulzeiten war „Terminator“ der ganz große Käse und wenn immer wir Langeweile hatten, wurde der reingeworfen (nicht dass wir da auch viel Auswahl gehabt hätten). Und ich mag den auch heute noch sehr. Auf Gründen, die auch totalschaden auf Splattertrash schön zusammenfasst.

– Maschinenmenschen 2: Irgendwann will ich ja tatsächlich mal alle Marvel-Filme durchgucken, da mich die Comics seit meiner frühen Kindheit begleiten und ich sehr viele schöne Erinnerungen damit verbinde. Gastautor Dr. Wily auf Wilsons Dachboden macht es schon mal vor. „Iron Man 2“ habe ich schon einmal nebenbei im TV gesehen, unterbrochen von x Werbepausen, und kaum Erinnerungen dran.

– Maschinenmenschen 3: Der wunderschön–skurril-bizarre Animationsfilm „Junk Head“ war ja mein Highlight auf dem diesjährigen Filmfest in Oldenburg. Ich freue mich, dass Oliver Armknecht von film-rezensionen.de ebenfalls begeistert ist.

– Als wir vor einigen Jahren „Zombies From Outer Space“ im Rahmen des ersten Phantastivals gezeigt haben, war das eine riesige Party voller guter Laune. Gut, dass Christian von Schlombies Filmbesprechungen nicht dabei war – der hätte wohl nur mit dem Kopf geschüttelt und wäre vom Glauben abgefallen.

– Noch ein Verriss: Allesglotzer über den recht gehypten „Night of the Virgin“.

– Gerade gestern drüber gesprochen: „Brawl in Cell Block 99“, der neue Film von S. Craig Zahler. Man hört nur Gutes bis sehr gutes darüber und funxton ist da keine Ausnahme.

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Blu-ray-Rezension: „Der 27. Tag“

Fünf Erdbewohner werden von einem geheimnisvollen Fremden entführt und in seinem Raumschiff ins All gebracht. Der Fremde (Arnold Moss) erklärt ihnen, dass sein Planet in den nächsten 30 Tagen untergehen wird und sein Volk eine neue Heimat braucht, um zu überleben. Die Wahl fiel auf die Erde. Doch ihre ethischen Grundsätze erlauben es ihnen nicht, einfach so die Erde zu annektieren. Der Fremde übergibt dem amerikanischen Journalisten Jonathan Clark (Gene Barry), der jungen Engländerin Eve Wingate (Valerie French), dem deutschen Wissenschaftler Prof. Klaus Bechner (George Voskovec), dem russischen Soldaten Ivan Godofsky (Azenath Janti) und der chinesischen Bäuerin Su Tan (Marie Tsien) Kapseln in die Hand, die eine Waffe enthalten, mit der sich die Menschheit vernichten könnte, ohne dass die Natur in Mitleidenschaft gezogen wird. Sollten die Menschen innerhalb der nächsten 27 Tage die Kapseln nicht benutzt haben, werden sie unbrauchbar und die Außerirdischen müssen Sterben. Doch die Aliens gehen davon aus, dass sich die aggressive und gewalttätige Menschheit innerhalb der Frist selber vernichten wird. Zurück auf der Erde versuchen die fünf Auserwählten das Erlebte zunächst zu verheimlichen. Doch dann nutzen die Außerirdischen die weltweiten Nachrichtensysteme, um der Menschheit nicht nur von der Waffe zu erzählen, sondern auch die Namen ihrer Besitzer preiszugeben. Das weckt Begehrlichkeiten bei den Mächtigen und schürt die Ängste in der Bevölkerung. Die fünf Erdbewohner werden zu Gejagten…

Anmerkung: Alle Screenshots stammen von der ebenfalls enthaltenen DVD, nicht der Blu-ray.

Der 27. Tag“ ist ein preisgünstiges „Der Tag an dem die Erde stillstand“-Rip-Off. Wie jener Klassiker von Robert Wise bemüht auch dieser Film sich um eine pazifistische Botschaft, kommt aber nicht umhin, trotzdem ordentlich auf den Feind im Osten einzudreschen. Das Land hinter dem Eisernen Vorhang wird als kalte Militärdiktatur gezeigt, deren oberste Befehlshaber schon der Geifer aus dem Maul läuft, wenn sie nur daran denken, mittels außerirdischer Technik die Weltherrschaft erlangen zu können. Das sieht dann auf US-amerikanischer Seite ganz anderes aus. Denn hier sind die Anführer der freien Welt besonnen und um Frieden bemüht. Soweit, so stereotyp, so kalter Krieg. Interessant ist da eher die Zeichnung der „Zivilgesellschaft“. Die arme Bäuerin aus dem maoistischen China opfert ihr Leben für den Frieden, der Sowjetsoldat erduldet die schlimmsten Qualen, um die Vernichtungswaffe nicht in die Hände seiner Vorgesetzten fallen zu lassen – und in den USA formt sich ein mordlustiger Mob, als bekannt wird, dass der Journalist Jonathan Clark eine tödliche Waffe besitzt.

Tatsächlich verbirgt sich hinter „Der 27. Tage“ ein recht interessantes Gedankenspiel. Was passiert, wenn man den untereinander verfeindeten Nationen eine überlegene Waffe in die Hand gibt? Werden sie vernünftig handeln und alles tun, damit diese nicht zum Einsatz kommt? Oder im Gegenteil sich sofort wieder in die Schlacht stürzen und sich gegenseitig vernichten? Der mit anderen Worten: Funktioniert die vielfach und immer wieder beschworene Strategie der Abschreckung? Die Antwort, die „Der 27. Tag“ liefert ist ambivalent. Überlässt man dies „den kleinen Leuten“, dann ist alles paletti. Sobald sich aber die Machthaber einmischen, droht der Weltuntergang. Denn diese sind ebenso machtbesessen wie unbelehrbar. Zumindest, wenn sie aus dem Osten kommen. Keine ganz unproblematische Aussage, bedient sie doch wieder einmal die alte – und auch heute noch aktuelle „Wir gegen die da oben“-Attitüde. Klammert man diesen Aspekt und die Kalte-Krieg-Propaganda aber mal aus, ist die Frage, in wie weit der Mensch bereits zivilisiert genug ist, sich nicht ständig die Köpfe einschlagen zu wollen, auch heute noch (oder gerade heute) sehr interessant.

„Der 27. Tag“ kann nicht mit großen Stars oder spektakulären Massenszenen aufwarten. Oftmals verdichtet sich der Film zum Kammerspiel. Es wird in engen Räumen diskutiert, die Anzahl der Außenaufnahmen minimiert. Und wenn, dann finden diese auf einer menschenleeren Rennbahn statt. Trotzdem versteht der Film es, Spannung aufzubauen, und einen fast die plumpe Kalte-Kriegs-Rhetorik vergessen zu machen. Dazu tragen die soliden Schauspieler bei, die gerade in den pefejt besetzten Nebenrollen einiges an Charisma entwickeln. Dass der Deutsche dabei von einem Tschechen und der Russe wiederum von einem Deutschen gespielt wird, fällt da gar nicht ins Gewicht. Der in Tschechien als  Jiří Wachsmann geborene George Voskovec spielt den deutschen Professor Bechner als sympathischen, höchst intelligenten Menschen. Was durchaus verwundert, waren die Deutschen doch nur wenige Jahre zuvor noch die Bösen Nummer 1 und auch in späteren Filmen häufig von dubioser Gesinnung. Vielleicht hatten die Macher des Films (oder der Autor der mir unbekannten Vorlage) ja die zahlreichen deutschen Wissenschaftler im Sinn, die nach dem 2. Weltkrieg trotz Nazi-Vergangenheit in die USA geholt wurden, um am amerikanischen Raketenprogramm zu arbeiten. Eine Figur wie Bechner ist da sicherlich gut für das Image und macht die zweifelhaften Umstände dieses „Anheuerns“ vergessen.

Der gebürtige Berliner Stefan Schnabel spielt seinen Sowjet-General als kaum kaschierte Stalin-Kopie. Beide besitzen auch eine entfernte Ähnlichkeit, auch wenn bei Schnabel der markante Schnurrbart weggelassen wurde. Vielleicht hatte man erkannt, dass vier Jahre nach Stalins Tod, ein allzu deutlicher Verweis nicht mehr ganz zeitgemäß war. Schnabel genießt es sichtlich seinen General möglichst heimtückisch-schmeichlerisch, aggressiv und größenwahnsinnig anzulegen. Dass er sich dabei oftmals weit über den Rand der Karikatur lehnt, fällt nicht weiter ins Gewicht. Denn auch, wenn „der 27. Tag“ vorgibt philosophische Fragen zu erläutern, bleibt er im Grunde doch ein kleiner Unterhaltungsfilm, der seine pazifistische Botschaft mit einem kräftigen Schuss Sowjet-Bashing anreichert. Da pfeift dann der kalte Krieg durch jede Drehbuch-Ritze.

Das interessanteste Mitglied des Schauspieler-Ensembles ist ebenfalls ein Europäer:  Der adelige Österreicher Friedrich Anton Maria Hubertus Bonifacius Graf von Ledebur-Wicheln, der hier unter seinem Schauspielernamen Friedrich von Ledebur geführt wird. Von Ledebur spielt den sanften Philanthropen Dr. Neuhaus. Ein großer und dadurch etwas tapsig wirkender älterer Herr, der langsam und mit schwerem Akzent spricht, und sich am Ende mit einem Lächeln für das Wohl der Menschheit opfert. Sieht man Von Ledebur hier in seinen altmodisch, etwas muffig wirkenden Anzügen, wie er gutmütig um das Wohl Bechners besorgt ist, kann man kaum glauben, dass er im selben Jahr seinen Durchbruch als Schauspieler in der Rolle des Kannibalen Queequeg in John Huston großartigen „Moby Dick“-Verfilmung hatte. Überhaupt lohnt es sich sehr, sich etwas näher mit dem unglaublichen Leben des Herrn von Ledebur zu beschäftigen, der nicht in Amerika Filme drehte, sondern später noch in zwei deutschen Karl-May-Filmen oder dem Italo-Western „Nobody ist der Größte“ sehen war. Ein rastloser Globetrotter, der sich als erfolgreicher Rodeo Reiter,  Minenarbeiter, Schwimmlehrer, Goldgräber, Tiefseefischer, Butler und vieles anderes mehr war. Eine Verfilmung seines aufregenden Lebens wäre wohl ein mindestens so aufregender Stoff wie „Der 27. Tag“.

„Der 27. Tag“ ist ein kleiner, spannender Unterhaltungsfilm, der allerdings seine pazifistische Botschaft mit einem kräftigen Schuss Sowjet-Bashing anreichert. Trotzdem bietet er ein interessantes Gedankenspiel an, was passieren würde, wenn die angeblich so zivilisierte Menschheit plötzlich eine Superwaffe in die Hand bekäme.

Anolis bleibt sich auch mit der neusten Veröffentlichung in der Reihe „Die Rache der Galerie des Grauens“ treu. Der hierzulande recht unbekannte B-Film wird in seiner bestmöglichen Form präsentiert. Die Blu-ray (eine inhaltsgleich DVD ist ebenfalls mit dabei) besticht mit einem sehr guten Schwarz-Weiß-Bild, welches nicht übermäßig glatt gefiltert wurde und so einen lebendigen, „echten“ Eindruck macht. Der Mono-Ton liegt auf Deutsch und Englisch vor, optional auch mit deutschen Untertiteln. Die deutsche Kinosynchronisation ist sehr gut und mit bekannten Stimmen besetzt. Vorzuziehen ist aber die englische Fassung, die sich bemüht, sprachliche Unterschiede der verschiedenen Nationen herauszuarbeiten und generell etwas „voller“ klingt. Der Veröffentlichung liegt ein zwölfseitiges Booklet bei mit vielen schönen Bildern und einem informativen Text von Ingo Strecker. Wie fast schon üblich gibt es auch wieder zwei Audiokommentare. Der erste ebenfalls von Ingo Strecker, der zusammen mit Bodo Traber näher auf den Film eingeht. Der zweite mit Dr. Rolf Giesen und Volker Kronz, die auch den 50er Jahre Science-Fiction-Film allgemein besprechen. Ansonsten gibt es noch die deutsche Kinofassung mit dem deutschen Vorspann deutschen Textinserts , sowie eine spanische und eine portugiesische Titelsequenz, den amerikanischen und deutschen Kinotrailer, den deutsche Werberatschlag, das US-Pressebuch, drei deutsche Filmprogramme, sowie einer animierten Bildergalerie zum Film.

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Das Bloggen der Anderen (12-02-18)

Diese Woche lohnt es sich kaum, die Tastatur anzuschmeißen. In der deutschsprachigen Filmblogszene war fast nichts los. Darum hier eine sehr kurze Ausgabe des „Bloggens der Anderen“.

– Letzten Montag musste ich mich erst einmal vom Mondo-Bizarr-Weekender ausruhen. Keine Pause benötigte Oliver Nöding, der auf Remember It For Later auch eine kleine Nachlese startete. Hier seine Meinung zu dem wunderschönen „Slalom“ und eine tolle Review von „Der Hongkong Cop“. Und auf die Zwölf gibt es bei der „Rache des Paten“.

– Michael Kienzl hat auf critic.de eine lange, kommentierte Liste mit Empfehlungen für die kommende Berlinale erstellt. Quer durch alle Sektionen.

– Eine deutsche H.P.Lovecraft-Verfilmung, die Mitte der 70er für das ZDF entstand? Ja, so etwas gab es mal und Volker Schönenberger stellt „Schatten aus der Zeit“ auf die Nacht der lebenden Texte vor.

– Michael Schleeh hat sich auf Schneeland den philippinischen Horrorfilm „The Ghost Bride“ angesehen und obwohl der Film ihn nicht 10% überzeugt hat, hält er ihn doch für einen „visuell immer wieder überraschenden und atmosphärischen Film“.

– Anlässlich des Murmeltiertags schreibt Filmlichtung über Zeitschleifen-Filme.

– Was mir in meiner „Filmbildung“ immer noch fehlt, sind die ganzen Charles-Bronson-Filme, die während der 80er für die Cannon-Schmiede entstanden sind. Sebastian stellt mit „Murphy’s Law“ einen von ihnen auf Nischenkino vor.

– Und zu guter Letzt hat sich Mauritia Mayer für Schattenlichter nochmal den klassischen Hammer-„Dracula“ angesehen.

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Bericht vom 4. Mondo-Bizarr-Weekender in Düsseldorf – Tag 3

Kaum zu glauben, aber wahr. Der letzte Tag des Ausflugs nach Düsseldorf war angebrochen. Es hieß die Sachen zusammenpacken und Abschied nehmen. Nach einem guten Frühstück (am Sonntag wurde sich scheinbar besondere Mühe gegeben), checkten wir aus und suchten uns in der Nähe des Kinos einen Parkplatz, um später so schnell wie möglich zur Autobahn zu gelangen. Schließlich mussten wir in Osnabrück pünktlich einen Zug bekommen und nach dem Stau während der Hinreise, wollten wir kein Risiko eingehen. Um 13:30 ging es auch schon los. Ich hätte erwartet, dass um diese Uhrzeit eher weniger Filmbegeisterte den weg aus dem Bett finden würden – aber die Black Box war so gut gefüllt, wie am ersten Tag. Wow.

So ein Windhund – Welch zauberhafte Überraschung! Von „So ein Windhund“ hatte ich vor der Ankündigung für das Mondo Bizarr noch nie etwas gehört. Zwar war mir der Film „Slalom“ ein Begriff, aber lediglich in Form seines wundervoll-catchy Titelsongs, der sich auf diversen meiner Ennio-Morricone-Samplern befindet. Und ja, ich dachte in der Tat immer, dabei würde es sich um einen reinen Skifahrer-Film handeln. Dass „Slalom“ eine Komödie im Eurospy-Gewand ist, die zum größten Teil in Ägypten spielt, war mir nicht bewusst. Auch nicht, dass „Slalom“ hierzulande als eben „So ein Windhund“ einen Kinostart hatte und – wie ich aus berufenem Munde erfuhr – als VHS im falschen Bildformat und mit grauenhaften Cover als „Das Geheimnis am Nil“ in deutschen Videotheken landete. Beim Mondo Bizarr sahen wir den Film im vollen Breitwandformat und in einer wundervollen, farbenfrohen 35mm-Kopie, die aussah, wie frisch gezogen und mitnichten so, als wäre sie über 50 Jahre alt.

Der Film beginnt tatsächlich in einem Ski-Gebiet und als locker-flockige Komödie um zwei Ehemänner mit großen Freiheitsdrang (Flirten, Flirten, Flirten), die immer wieder Mittel und Wege finden, sich von der vermeintlichen Knute des Ehejochs zu befreien. Gespielt werden die beiden Schwerenöter von Vittorio Gassman und – Überraschung – Schurken-Darsteller Adolfo Celi, der selben Jahr als Emilio Largo James Bond in „Feuerball“ das Leben schwer machte. Hier offenbart er eine herrliche komödiantische Ader. Gassman und er ergänzen sich vorzüglich und man fragt sich, warum die beiden nicht öfter zusammen gecastet wurden. Leider verschwindet Celi recht bald aus dem Film – beziehungsweise verschwindet Gassman aus dem Skigebiet und wird nach Ägypten entführt, wo der Film dann seine bondesque Wendung nimmt. Aus den Bond-Filmen kennt man auch die wunderschöne Daniela Bianchi, die hier eine wichtige, wenn auch leider eher kleine Rolle als zwielichtige Agentin inne hat.

Der gutaussehende Gassman ist wahnsinnig gut ins einer Rolle des notorischen Hallodris. Immer ein wenig großkotzig, selbstverliebt und unverschämt manövriert er sich spielend in aus den unmöglichsten Situationen, wobei er aber immer absolut sympathisch bleibt. Zeitweilig erinnert er da an Jean Dujardin in seiner Paraderolle als OSS 117. Unterstützt wird Gassmans perfekt getimtes Spiel von einer sehr guten und flotte deutschen Synchronisation durch die Hermes Studios, die gerade nicht auf brandtsche Kalauer setzt, sondern den Humor des Filmes übersetzt, ohne dabei im Klamauk zu enden. Wie generell gesagt werden muss, dass „So ein Windhund“ es mit spielerischer Leichtigkeit schafft, die Balance zwischen Komödie, Agententhriller und Action zu halten. Eine große Kunst, die häufig nicht gelingt.

Das größte „Geheimnis am Nil“ ist eigentlich, wieso dieser tolle und unglaublich unterhaltsame Film so ein Schattendasein führt, ja selbst Italofreunden fast gänzlich unbekannt ist. Hier sollte mal eines der einschlägigen Labels Abhilfe schaffen. Ich für meinen Teile habe mir jetzt erst einmal vorgenommen, mehr Vittorio-Gasman-Filme zu schauen. „Verliebt in scharfe Kurven“ liegt schon bereit.

Der Hongkong Cop – Wenn man schon fast vergessen hat, warum man vor 20 Jahren diese Actionfilme, die aus Hongkong in die deutschen Videotheken schwappten, so sehr geliebt hat, dann lohnt sich eine Auffrischung. Auch wenn sie einen ein wenig traurig stimmt, angesichts dessen, was heute so an Actionfilmen – auch aus Hongkong – zu uns kommt. Der Hongkong-Actionfilm hat sich immer mehr den amerikanischen Standards angepasst. Schnelle, verwirrende Schnitte, viel CGI und ein geleckter Look.

Zu der Zeit, als „Der Hongkong Cop“ entstand, waren die Zeiten rauer. Wenn hier gekämpft wird, hat man nicht das Gefühl, das Tempo und die Künste der Schauspieler würden nur im Schnitt entstehen, sondern, dass man the real deal vor sich hat. Die Actionsequenzen sind gerade deshalb so atemberaubend, weil sie richtig weh tun. Und der Schnitt (der hier ebenfalls ein hohes Tempo hat, aber nicht das Auge verwirrt) ist so perfekt gesetzt, dass er einen infernalischen Takt vorgibt, man aber jederzeit den Überblick behält und den Kampfkünsten der Kontrahenten mit offenem Mund folgt. Und natürlich ist da auch dieses übergroße Pathos und der naive Humor, was man sich heute gar nicht  mehr trauen würde.

„Hongkong Cop“ und Konsorten sind totales Bewegungskino. Die legitimen Nachfolger der frühen Action-Komiker, besonders eines Buster Keatons. Da ist man dann dankbar, dass dieser Dampfzug ab und zu anhält, um einem mit niedlichen Szenen wie die, in der Michael Wong (heißt im Film genauso, wie im richtigen Leben) der großartigen Michelle (auch hier sparte man sich einen Rollennamen und bekannte die Figur nach der atemberaubenden, hier noch sehr jungen Michelle Yeoh) auf nervig-plumper Weise den Hof macht, Raum zum Atmen zu geben. Dann setzt er sich wieder mit Vollkraft wieder in Bewegung und stürzt sich in die nächste überwältigende Schlacht. Und wenn einen dann die letzte Explosion aus dem Film geblasen hat, sitzt man dann mit einem seligen Lächeln im Saal und weiß, was Kino ist.

Endgame – „Endgame“ war bereits der zweite Joe-D’Amato-Film des Wochenendes, was mich ganz besonders freute. Auch hier zeigte sich, dass D’Amatos Filme im Kino eine ganz andere Wirkung entwickeln als Zuhause vor der Glotze. Man wird ihnen mehr ausgeliefert. Man lässt sich nicht ablenken, fummelt im Internet rum oder geht zwischendurch raus. Weshalb man sich auch mehr auf sie einlässt. Ich kann mir vorstellen, dass „Endgame“ – den ich hier das erste Mal sah – auf dem Bildschirm – oder noch schlimmer Laptop – von vielen als langweilig empfunden wird. Ja, D’Amato ist kein großer Action-Zauberer. Sein Kino ist nicht kinetisch, sondern beobachtend. Und so beobachtet D’Amato auch hier seine Figuren, wie sie durch eine Welt gehen, die nicht überall spektakulär ist, sondern zum größten Teil tatsächlich aus den immer gleichen Gängen und Kiesgruben besteht. Aber bei D’Amato hat dies einen besonderen Flow, auf den man sich einlassen muss. Tut man dies, wird man reichlich belohnt.

Hier sehen wir Al Cliver als schlechtgelaunten (Anti)Held Ron Shannon dabei zu, wie er sich von Punkt A nach Punkt B bewegt. Wobei wir sicher sein können, dass sich D’Amato für Punkt B wieder etwas besonderes ausgedacht hat. Eine Gruppe Mutanten mit Hundenasen; ein Fischmensch, der bei einer Vergewaltigung förmlich aus dem Mund laicht; verweste Leichen an den Ratten knabbern und vieles mehr. Mittendrin D’Amatos bevorzugten Schauspieler. Natürlich Laura Gemser (hier unter dem Pseudonym Moira Chen), der riesige George Eastman und ein schlafwandelnder Al Cliver, der sich bei fast jeder Szene, die etwas Bewegung erfordert, doublen lässt. Die Geschichte, die Elemente von „Das Millionenspiel“, „Mad Max 2“ und „Rollerball“ vereint, kann eine gewisse sozialkritische Intention zugute gehalten werden. Letztendlich ist sie aber nur der Motor, um D’Amatos morbide Wunderwelt zu durchqueren, die auf absurde Weise in sich vollkommen stimmig ist. Wenn man dann nach knackigen 80 Minuten wieder in die reale Welt entlassen wird, bereut man es fast. Aber mit dem Gedanken an den oben genannten Fischmenschen auch nur fast.

Und damit war der Mondo Bizarr Weekender nach drei Tagen und acht Filmen vorbei. Zeit für ein Resümee. Die Veranstaltung hat mir ausgesprochen gut gefallen, was nicht nur an meiner tollen Reisegruppe lag, sondern am Publikum und Veranstalter insgesamt. Es war wunderbar zu sehen, wie viele Leute sich für diese Art von Festivals begeistern können. Es herrschte eine freundlich-positive Stimmung. Gerade bei solchen Sachen besteht ja immer die Gefahr, dass Schlefaz-Jünger angelockt werden, die erbarmungslos Quatschen, wie besoffen Gröhlen und das Ganze als „Trash“ abfeiern. Das war hier überhaupt nicht der Fall. Zwar wurde auch hier herzhaft gelacht. Aber immer MIT dem Film, nicht über ihn. Man fühlte sich also wie Zuhause und inmitten einer großen Familie. Auch sehr schön: Die sehr sympathischen und interessanten Einführungen von Oliver Nöding und Marc Ewerts, der den – wie ich finde sehr schönen und passenden – Begriff des „Atmosphärefilms“ schuf, den ich gerne übernehme. Und auch mein Kompliment an alle Leute hinter den Kulissen, die für einen perfekten Ablauf sorgten. Danke dafür, und ich sage einfach mal: Bis zum nächsten Jahr!

Unsere Reisegruppe sprang nach dem letzten Film schnell ins Auto und unser Helldriver brachte uns in Rekordgeschwindigkeit nach Osnabrück, wo wir noch genug Zeit für eine kleine Stärkung hatten, bevor wir in den Regionalzug nach Bremen stiegen. Dort kamen wir auch pünktlich an, so dass ich nahtlos in die Nachtlinie umsteigen konnte und um 0:15 Uhr erschöpft, aber glücklich die Haustür hinter mir schloss.

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