Nachruf #1: Eric Rohmer

Eric Rohmer ist tot. Einer der bedeutendsten französischen Regisseur und Mit- Begründer der „Nouvelle Vague“ starb am gestern im stolzen Alter von 89 Jahren.

Leider muss ich zugeben, dass Rohmer in meiner Filmbildung noch immer „terra incocnita“ ist. Während ich die Filme seiner Mitstreiter mit Begeisterung verschlang, fand ich bisher leider noch nicht die Zeit und Muße, mich näher mit dem Werk Rohmers auseinanderzusetzen. Eine echte Bildungslücke, die ich vorhabe, so schnell wie möglich zu schließen.

Da ich (noch) nicht aus erster Hand über Rohmers Filme berichten kann, beschränke ich mich daher auf eine Sammlung ausgewählter Links mit Nachrufen zu verweisen.

Die Zeit
Welt Online
Süddeutsche Zeitung
Spiegel Online

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Kleine Neuerung: Eine blog-interne Suchfunktion

Ich habe eine winzige Neuerung im Blog eingeführt.

Ab jetzt befindet sich in der „Sidebar“ rechts oben ein Feld, mit dessen Hilfe man Inhalte innerhalb des Blogs suchen kann.

Ich selber finde so etwas immer ganz nützlich und vielleicht stellt es ja für den einen oder anderen Leser auch einen kleinen „Mehrwert“ dar.

Überhaupt denke ich gerade intensiv über das Design des Blogs nach. So richtig glücklich war ich damit noch nie, da es genau nach dem aussieht, was es ist: Wie von jemanden zusammengehauen, der überhaupt keine Ahnung von grafischer Gestaltung, geschweige denn von deren Programmierung, hat.

Leider fehlt mir auch die Zeit, mich näher mit den Möglichkeiten, die WordPress hier bietet, zu beschäftigen und ich kenne im näheren Bekanntenkreis auch niemanden, der mir mit Know-how unter die Arme greifen könnte. Wenn sich also jetzt jemand dazu aufgefordert fühlen sollte, mal ein wenig mit dem Design dieses Blogs zu experimentieren, dann nur zu. 🙂
Einzige Bedingung: Es sollte relativ schlicht bleiben. Ich finde ja nichts schrecklicher als diese grell-bunten Webseiten, die überall blinken und flackern. 😉

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Schauburg: „Lieblingsfilme am Dienstagvormittag“

Eine wirklich nettes Projekt gibt es jeden Dienstagvormittag in der Schauburg. Ich bin da gerade über einen Artikel gestolpert, der im „Weser Kurier“ schon am 29.12. online veröffentlicht wurde.

Und zwar handelt es sich um die Filmreihe „Lieblingsfilme am Dienstagvormittag“, die am 26. Januar beginnt. Diese gibt es in ähnlicher Form wohl schon seit zwei Jahren, war mir aber bisher völlig unbekannt. Nun wurde das Projekt noch einmal überarbeitet und – wie gesagt – dafür im Weser Kurier etwas Werbung gemacht.

Worum handelt es sich? Das „Forum Ältere Menschen Bremen“ (FÄMB) hat eine Filmreihe „Für jung und alt“ ins Leben gerufen, bei der immer Dienstagvormittags Filmklassiker (u.a „Casablanca“, „Der dritte Mann“, „Die Katze auf dem heißen Blechdach“, „Der Pianist“, aber auch „Garn Torino“) auf der großen Leinwand gezeigt werden. Und nun kommt der Clou: Nicht als „billige“ DVD-Projektionen, sondern ganz klassisch in 35mm! Also eine hervorragende Möglichkeit, große Filme noch einmal in adäquater Form dort zu sehen, wo sie hingehören.

Die Anfangszeiten (immer um 11:00 Uhr) sind zwar arbeitnehmerfeindlich, aber das Projekt richtet sich ja auch in erster Linie an Rentner und Schüler bzw. Schulklassen.

(…) Der Preis für die Veranstaltungen in der Schauburg, die bisher „eher mäßig besucht waren“, so Meineke, ist auf drei Euro gesenkt worden. Eine Altersbeschränkung nach oben gibt es nicht mehr. „Wir möchten, dass auch Jüngere teilnehmen und wünschen uns, dass sie mit den Älteren ins Gespräch kommen“.

Das könnten beispielsweise Schulklassen sein, die ausdrücklich an den Dienstagen willkommen sind. Dann würde sich auch der Aufwand für das Kino lohnen: Die Schauburg zeigt die Filme nicht in digitaler Projektion von der DVD, sondern ganz klassisch als 35mm-Kopie. Dafür fallen Kosten bei den Filmverleihern an, diese übernimmt vorerst das Forum. (…)

An dieser Stelle noch ein wichtiger Hinweis für kinobegeisterte Filmfans über 60:

Ein weiteres Angebot für Ältere gibt es nach wie vor in der „Gondel“. Ab dem 5. Januar ist im FÄMB-Büro (c/o Amt für Soziale Dienste, Hans-Böckler-Straße 9, Telefon 0421/361-86 182) ein kostenloser Filmclubausweis für Kinofans ab 60plus erhältlich. Wer diesen sonntags an der Kinokasse der „Gondel“ vorzeigt, zahlt für alle Vorstellungen fünf Euro Eintritt.

Quelle: www.weser-kurier.de

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Originalfassungen in Bremen: 07.01.- 13.01.10

Ein frohes, neues Jahr liebe Leser! Ich hoffe alle sind gut in das neue Jahr gekommen. Ich bin mittlerweile auch wieder im Lande und mache mich gleich mal an die Übersicht der Originalfassungen in dieser Woche.

Avatar 3D – Cinemaxx, Fr. 8.1., 18:00 – James Camerons Mega-Blockbuster noch einmal in 3D und Originalsprache. In der Form definitiv ein Must-See. Ich habe den Film im Urlaub in einem IMAX gesehen und werde wohl demnächst mal etwas dazu schreiben.

Das Kabinett des Dr. Parnassus – Cinemaxx, Do.-Mi., 21:15 – der neue Film von Terry Gilliam und der (ich muss sagen leider) letzte Film mit Heath Ledger. Auch diesen Film habe ich bereits im Ausland gesehen. Ein wirklich urtypischer Gilliam. Nicht mehr, aber ganz gewiss auch nicht weniger. Empfehlenswert.

Yahsi Bati – Cinemaxx, Do.-Mi. um 22:50, am Sa. auch um 20:00 und So. um 17:30 – türkische Westernkomödie. Laut Wochenjournals des Weser Kuriers in der Originalfassung. Auf der Cinemaxx-Homepage findet sich darauf aber kein Hinweis.

Neseli Hayat – Cinemaxx, Fr.+Sa. um jeweils 23:00 – türkische Komödie um einen Pechvogel, der sich ein Monat lang als Weihnachtsmann verdingen muss. Laut Wochenjournals des Weser Kuriers in der Originalfassung. Auf der Cinemaxx-Homepage findet sich darauf aber kein Hinweis.

Gomorra – Kino 46, Do.-So., jeweils 20:30 – weltweit ausgezeichneter (u.a. Europäischer Filmpreis 2008) italienischer Film über die Camorra in Norditalien. Spielfilm basierend auf dem Sachbuch-Bestseller von Roberto Saviano.

Citizen Cam / Faceless – Kino 46, Sa., 18:00 und So., 20:30 – zwei Kurzfilme zum Thema Überwachungsstaat.

The Cove – Kino 46, So., 10.1., 20:30 – Dokumentation über den ehemaligen Trainer des berühmten Film-Delphins „Flipper“, der mittlerweile an der japanischen Küste gegen das dortige Abschlachten von Delfinen kämpft.

These are not my images (neither there nor here) – Kino 46, Mi., 13.1., 20:30 – Filmessay, über „verschiedene Formen des Bilder-Machens wie Malerei, Fotografie oder Film“ und „die Macht von Bildern und Sound, um Geschichte zu reproduzieren“.
 
Sneak Preview – Schauburg, Mo., 11.1., 21:45

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Frohe Feiertage!

Meine lieben und geschätzten Leser: Ich wünsche Euch allen ein paar ganz wunderbare Festtage.
Habt ein schönes Weihnachtsfest und kommt gut in das neue Jahr.

Ich werde, wie jedes Jahr, über die Feiertage aus dem Land verschwinden und erst im neuem Jahr wieder zurückkehren.
Bis zum 6. Januar befindet sich der Blog daher im alljährlichen Winterschlaf.

Auf ein tolles und spannendes 2010!

Euer, Arkadin

badsanta

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Zurück aus der Güllegrube: Das „Star Wars Holiday Special“

Hola, die Waldfee! Zum Fest der Liebe bin ich noch über ein ganz besonderes Präsent gestolpert.

Ich war, seitdem ich im Januar 1982 „Das Imperium schlägt zurück“ im Kino gesehen habe, jahrelang riesengroßer Star-Wars-Fan. So mit Spielzeugfiguren und allem Drumherum. Trotzdem habe ich von einem „Star Wars Holiday Special„, welches am 17.November 1978 im us-amerikanischen Fernsehen gelaufen ist, bis heute nichts gehört. Weder Gerüchte, noch sonst irgendetwas. Dieser erste offizielle „Star Wars“-Spin-Off wurde einfach totgeschwiegen, obwohl alle Darsteller der ersten Trilogie mitgemischt haben und das „Special“ immerhin die Geburtstunde des beliebten Charakters „Boba Fett“ markierte.
Wie kann das sein? Ganz einfach: Es war so grottenschlecht, dass alle Beteiligten peinlich berührt dieses Special unter den Teppich gekehrt haben und nichts mehr davon wissen wollten.

Jetzt ist diese ungeheure Peinlichkeit wieder aufgetaucht. Das Internet ist halt gnadenlos und vergisst nichts. Der Internet-Filmkritiker „That Guy With Glasses“ hat sich dieses fast schon surreal-psychedelischen Albtraums angenommen. Man muss es einfach sehen, um es glauben zu können.

In diesem Sinne: Viel Spaß und frohe Weihnachten mit dem „Star Wars Holiday Special“ von 1978.

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Originalfassungen in Bremen: 24.12.- 30.12.09

So, hier die letzten Meldungen, bezüglich Originalfassungen in Bremer Filmtheatern, für dieses Jahr. Ich gehe morgen in den wohlverdienten Urlaub und melde mich dann erst wieder ab frühestens dem 6. Januar mit einer neuen Übersicht. Für 2010 wünsche ich mir natürlich, dass weitaus mehr Originalfassungen in Bremen gezeigt werden, als es in diesem Jahr der Fall war – wobei die vorbildliche Aktion des Cinemaxx‘ hier den Durchschnitt gegenüber allen Vorjahren schon ganz deutlich nach oben geschraubt hat.

Die aktuelle Woche zu toppen, dürfte nächstes Jahr nicht so schwer sein, denn zwischen den Feiertagen laufen gerade mal drei Filme im Original (die Sneak-Preview rechne ich mal nicht mit ein):

Avatar – Cinemaxx, 25.12.-29.12. um jeweils 15:00 – James Camerons großes SF-Spektakel. Ein „must-see“? Wenn man auf eindrucksvolle Effekte und wegweisende Technik steht ganz bestimmt.

Avatar 3D – Cinemaxx, Mo. 28.12. um 18:00 und Mi., 30.12 um 22:00 – nachdem ich letzte Woche noch kritisch anmerken musste, dass die Avatar -Fassung nur „flach“ gezeigt wird, hebt das Cinemaxx den Film in der aktuellen Woche auch für zwei Vorstellungen in die 3D-Theater. Bravo, Cinemaxx! 🙂

Die Schachspielerin – Atlantis, Mi. 23.12., 16:00 und 21:00 – französischer Spielfilm. Eine Hotelhilfe lernt bei einem Menschenhassenden Witwer das Schachspielen. Mehr habe ich über den Film bisher nicht herausgefunden. Klingt erst einmal nach einer Pygmalion-Variante, kann aber ach was ganz anderes sein. Immerhin spielen Sandrine Bonnaire und Kevin Kline die Hauptrollen, was aufhorchen lässt.

Sneak Preview, Schauburg, Mo., 28.12., 21:45

Suzhou River – Kino 46, Fr.+Sa., 20:30, So., 18:00 – Chinesischer, experimentell angehauchter Liebesfilm, der ohne Genehmigung der Behörden in Peking gedreht wurde und dann in den Westen geschmuggelt.

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Vergleich der Bremer 3D-Kinos

In seinem Blog „Geile Sachen“ schreibt Marius Kallhardt über seine Erfahrungen in den drei Bremer 3D-Kinos Cinemaxx, Cinespace und CineStar und vergleicht die 3D-Projektionen in diesen Kinos miteinander.

Was ich bisher nicht wusste: Alle drei Kinos verwenden ganz unterschiedliche 3D-Techniken. 3D ist also nicht immer gleich 3D und von daher hat jedes Kino auch seine bestimmten Vor- und Nachteile.

Genauer erklärt wird dies alles in diesem höchst informativen Artikel: 3D-Kinos in Bremen. Unbedingt lesenswert!

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Tops & Flops 2009

Das Jahr nähert sich unaufhaltsam seinem Ende. Zeit für die obligatorischen Jahresrückblicke. Zwar habe ich noch vor das ein oder andere Mal ins Kino zu gehen, aber ich bezweifle, dass sich an meinen Besten-/Schlechtesten-Liste noch signifikant etwas tun wird. Darum bin ich mal so frei und poste schon 10 Tage, bevor das Jahr die Lichter ausmacht, meine Jahreslisten.

Die besten Filme 2009 (Kino)

Für Platz 1 werde ich von den „wahren Cineasten“ wahrscheinlich ordentlich Dresche bekommen. Aber egal, ich stehe dazu. Kein anderer Film hat mir in diesem Jahr so viel Spaß gemacht, mich mit so glänzenden Augen vor der Leinwand sitzen lassen und zu innerlichen Jubelschreien animiert wie dieser. Darum habe ich auch gar kein schlechtes Gewissen, gerade diesen Film auf Platz 1 zu setzen. Auch wenn man das „eigentlich nicht machen kann“. Ähnliches gilt dann zu einem geringeren Ausmaß auch für meinen Platz 7 😉

1. Inglourious Basterds (Quentin Tarantino)
2. Das weiße Band (Michael Haneke)
3. The Wrestler (Darren Aronofsky)
4. Jerichow (Christian Petzold)
5. Cztery noce z Anna (Jerzy Skolimowski)
6. Revolutionary Road (Sam Mendes)
7. Star Trek (J.J. Abrams)
8. Gran Torino (Clint Eastwood)
9. Ne te retourne pas (Marina de Van)

Nur 9? Warum keine Top 10? Weil ich in diesem Jahr relativ selten im Kino war und schon Platz 8 und 9 eher Verlegenheitslösungen sind.

Der Film, der auf Platz 10 stehen würde, ist gutes Mittelmaß, aber ich würde ihn hier nur höchst ungern als einen der „Besten“ 2009 erwähnt wissen.

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Im Kino arbeiten – ein Traumjob?

Einmal an dem Ort zu arbeiten, wo man schon als Kind sich so gerne gewesen ist. Ein Job im Kino – das ist doch ein Traum, oder? Ich gebe zu, bei mir wäre es das. Allerdings kann sich der Traumjob wohl ziemlich schnell in einen Albtraumjob verwandeln, wenn man bei einer gewissen großen Multiplex-Ketten arbeitet. So zumindest kann man es in einem interessanten Artikel mit dem Titel „Mobbing beim Cinemaxx“ nachlesen, der jüngst in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht wurde. Dort tun sich Abgründe auf, welche unangenehme Erinnerungen an die negativen Schlagzeilen über Lidl und Schlecker hervorrufen, die im März letzten Jahres so hohe Wellen geschlagen haben.

Da der Bericht auch Bremen-Bezüge hat, stelle ich ihn hier einmal ausschnittsweise rein.

(…) Mitarbeiter und Betriebsräte in Hannover, Göttingen, Bremen und Hamburg berichten, dass Mitarbeiter bespitzelt, Kassierer illegal überwacht, Betriebsräte „massiv erpresst“ würden. Es ist eine lange Reihe von Vorwürfen. Zugleich beklagt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, dass in zahlreichen Cinemaxx-Kinos Tarifverträge nicht eingehalten werden.

(…)

Beispielsweise in Bremen: In der Hansestadt sind laut dem Betriebsratsvorsitzenden (…) wegen der mangelhaften Informationspolitik momentan „diverse Gerichtsverfahren“ gegen Cinemaxx anhängig. „Betriebsräte erhalten alle Informationen, die ihnen zustehen“, heißt es hingegen aus dem Unternehmen. Immerhin: Kurz nachdem Cinemaxx mit den Recherchen für diese Geschichte konfrontiert wurde, hat die Unternehmensleitung dem Gesamtbetriebsrat eine neue Vereinbarung zur Informationspolitik angeboten.

Quelle: sueddeutsche.de

Fairerweise muss man aber auch erwähnen, dass gerade das Cinemaxx Bremen sehr viel in Sachen Kundenbindung und Marketing auf die Beine stellt, was den Standort Bremen sicherlich zugute kommt. Wobei dies natürlich nicht als Entschuldigung für einen miserablen Umgang mit den Mitarbeitern gelten darf.

Den kompletten, höchst lesenswerten Artikel „Mobbing beim Cinemaxx“ von M. Bognanni und J. Pennekamp, kann man auf der Homepage der Süddeutschen Zeitung lesen.

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