Vorschau: Das 29. Internationale Filmfest Oldenburg – Retrospektive für Peter und John Hyams

Wow! Wieder einmal beweist das Internationale Filmfest Oldenburg nicht nur guten Geschmack, sondern ehrt Filmemacher, die normalerweise eher in der zweiten Reihe stehen, trotzdem aber einen festen Fan-Keis haben, der ihre Qualitäten sehr zu schätzen weiß.

Peter.. wer? Peter Hyams! In den 70ern drehte Peter Hyams den wundervollen Paranoia-Thriller „Unternehmen Capricon„, die Geschichte einer vorgetäuschten Marslandung. In den 80ern feierte große Erfolge mit seinen Science-Fiction- und Action-Filmen „Outland – Planet der Verdammten“ (großartig!) und der „2001“-Fortsetzung (das muss man sich erst einmal trauen) „2010 – Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen„, „Diese Zwei sind nicht zu fassen“ und „Presidio„. In den 90ern hatte er ein Comeback mit zwei der besten Jean-Claude-Van-Damme-Actioner: „Timecop“ und „Sudden Death„, sowie der Preston/Child-Adaption „Das Relikt“ und dem Schwarzenegger/Horror-Film „End of Days„. In den letzten Jahren war es still um ihn, bis „Enemies Closer“ ihn 2013 noch einmal mit Jean-Claude Van Damme wiedervereinigte.

Dafür hörte man umso mehr von seinem Sohn John Hyams, der – nicht nur aber besonders – lautstark von der deutschsprachigen Cinephilie entsprechend als DIE neue und aufregendste Stimme im Actionfilm hymnisch gefeiert wurde. Nicht überraschend begann John seine Karriere 2002 mit einer Dokumentation über den charismatischen MMA-Kämpfer Mark Kerr, „The Smashing Machine„. 2009 folgte die ebenso kontroverse wie vielbeachtete Wiederbelebung der „Universal-Soldier-Reihe“:  „Universal Soldier: Regeneration« und 2012 sein umstrittenes Meisterwerk „Universal Soldier: Day of Reckoning„.

In den letzten Jahren war John Hyams bereits mit der Baseball-Komödie „All Square“ (2018) und dem Thriller „Alone“ (2020, Rezi hier) in Oldenburg vertreten.

John Hyams wird vom 14. bis zum 18. September zu Gast beim Internationalen Filmfest Oldenburg sein.

Als besonderes Highlight wird Peter Hyams im Rahmen eines großen virtuellen Live-Gesprächs mit Peter und John Hyams nach Oldenburg zugeschaltet. Das Gespräch wird ohne Paywall allen Interessierten zugänglich gemacht werden.

Im Rahmen der Retrospektive werden in Oldenburg gezeigt:

»Capricorn One / Unternehmen Capricorn« (USA 1978, Regie Peter Hyams)
»Outland« (USA 1981, Regie Peter Hyams)
»Narrow Margin« (USA 1990, Regie Peter Hyams)

»One Dog Day« (USA 1997, Regie John Hyams)
»The Smashing Machine« (USA 2002, Regie John Hyams)
»Universal Soldier: Regeneration« (USA 2009, Regie John Hyams)
»Universal Soldier: Day of Reckoning« (USA 2012, Regie John Hyams)
»Alone« (USA 2020, Regie John Hyams)
»Sick« (USA 2022, Regie John Hyams)

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