Das Bloggen der Anderen (07-03-22)

Letzte Woche hatte ich aufgrund der aktuellen Ereignisse weder die Kraft, noch die Muße mich mit so etwas wie Film oder gar dem Schreiben darüber zu beschäftigen. Wenn ich mir so anschaue, was in den deutschsprachigen Filmblogs los war (oder eben nicht), so erging es mir nicht allein so. Jetzt zu sagen „Aber das Leben muss ja weitergehen“, ist natürlich grundfalsch. Nein, es geht nicht so weiter wie bisher. Aber ich habe für mich entdeckt, dass es mir gut tut, neben der Angst, Sorge, Trauer und Wut über das, was da gerade geschieht, ab und zu auch andere Gedanken in den Kopf zu lassen. Das hilft meiner seelischen Hygiene. In diesem Sinne:

– Der große Mario Bava ist ein Fixstern in meiner filmischen Erweckung gewesen. Sein „Die Stunde, wenn Dracula kommt“ habe ich erst spät gesehen, aber die Bilder waren durch Programm-Zeitschriften und der sehr lebhaften Wiedererzählung meiner Cousine Anfang der 80er schon lange in meinem Kopf. Und das Booklet für die Koch-Media-Veröffentlichung von „Die toten Augen des Dr. Dracula“ war das erste, welches ich schreiben durfte. Dazwischen liegen viele Jahre des Staunens und Entdeckens. Christian Neffe stellt den Großmeister auf kino-zeit.de aufgrund einer kleinen Retrospektive auf Mubi noch einmal vor. Und Sonja Hartl hat einen ausführlichen und interessanten Artikel über Drehbuchautorinnen in Hollywood geschrieben.

– Zum 100. Geburtstag von Pier Paolo Pasolini hat sich Volker Schönenberger auf Die Nacht der lebenden Texte ausführlich mit dessen letztem Film „Die 120 Tage von Sodom“ auseinandergesetzt.

– Es gibt ja immer einige Blogs, bei dem man persönlich weiß, dass die dort vertretenen Meinungen sich oftmals mit den eigenen decken. Bei mir gehört der sympathische Blog Schattenlichter dazu. Daher war ich sehr gespannt, was dort über das neue Werk von Dario Argento – „Dark Glasses“ – zu lesen ist.

– Bluntwolf schreibt auf Nischenkino über einen Film, den ich gerne von 35mm im Kino – den Trailer durfte ich so schon mal bestaunen – sehen würde. „Der Vernichter“ von Umberto Lenzi mit Tomas Millian als „Rambo“ (ja, wirklich!).

– Rouven Linnarz schreibt auf film-rezensionen.de über „Dracula in Parkistan“, den man derzeit noch in der Arte-Mediathek sehen kann, und Oliver Armknecht über Claire Denis „Trouble Every Day“, den man am kommenden Sonntag in Bremer Kino Cinema Ostertor sehen kann (die kleine Eigenwerbung sei hier gestattet).

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