Das Bloggen der Anderen (09-02-15)

bartonfink_type2– Ist schon wieder ein Jahr um? Mir kommt es vor, als hätte ich erst vor ein paar Wochen die Berichterstattung über die Berlinale in den deutschsprachigen Filmblogs zusammengefasst. Liegt wahrscheinlich am Alter. Also frisch ans Werk. Für Negativ ist Sarina Lacaf in Berlin dabei und ist von Andreas Schippers „Victoria“, einem „tatsächlich und in erschütternder Weise beeindruckenden Beitrag zum Wettbewerb“ schwer begeistert. Auch Michael Sennhauser von Sennhausers Filmblog ist von „Victoria“ – wie viele andere seiner Kollegen auch – sehr angetan.  Bei Werner Herzogs „Queen of the Desert“ findet er: „Herzog hat längst seinen eigenen Meta-Stil entwickelt: Er kombiniert die grosse Geste mit der grossen Ironie, und das tut er meisterlich.“ Und auch die diesjährige Retrospektive „Glorious Technicolor“ wird von ihm ausführlich vorgestellt.  Auch cutrin von filmosophie hat den neuen Herzog auf der Berlinale gesehen und kommt zu einer ähnlichen Einschätzung : “So bleibt Queen of the Desert letztlich nicht als Biopic über eine verdienstvolle Forscherin und Freidenkerin in Erinnerung, sondern als dieses beinahe Douglas Sirk-esk überdrehte Melodrama, das leider sein anfänglich so grandios witziges Niveau nicht konsequent beibehalten konnte.“ Nomen est omen ist für sie Rosa von Praunheims neues Werk „Härte“. Danny Gronmaier war für critic.de bei der „Perspektive Deutsches Kino“. Philipp Baumgartner schreibt auf Daumenkino über die Berlinale und möchte den portugiesischen Dokumentarfilm „Rabo de Peixe“ hervorheben. Joachim Kurz kann auf B-Roll so gar nichts mit dem neuen Terrence Malick, „The Knight of Cups“ anfangen.  Katrin Eissing berichtet auf Revolver über die nicht zur offiziellen Berlinale gehörende, sondern von engagierten Cineasten neu ins Leben gerufene „Woche der Kritik“.

– Mit dem unglaublich schmierigen „Die Teuflischen von Mykonos“ gibt es von totalschaden auf Splattertrash noch einmal einen Nachschlag zum „Mondo Bizarr Weekender“ aus der Vorwoche.

– Frank Schmidtke ist auf cinetastic.de sehr begeistert von „A Girl Walks Home Alone At Night“, dem ersten iranischen Vampir-Western – der allerdings komplett in den USA entstand.

– „A Girl Walks Home Alone At Night“ wird auch von David McAllen auf Komm&Sieh sehr lobend behandelt. Ebenfalls sehr gut weg bei den sonst so kritischen Kollegen kommt auch „City 44“, ein polnischer Spielfilm über den Warschauer Aufstand.

– LZ hat auf screenread seine lesenswerten Gedanken zum Thema „Die Alien-Invasion als Schläfer-Parabel: Kollektive Paranoia zwischen Dark Skies und Independence Day“ aufgeschrieben.

– Auf SDB verabschiedet sich Sir Donnerbold schweren Herzens von einer Figur aus der internationalen Video-Blogger-Szene, dem „Nostalgia Critic“.

– Viele interessante Artikel findet man in dieser Woche auf Magazin des Glücks. Sebastian schreibt über fünf Filme von Gerd Oswald, laut Hans-Christoph Blumenberg ein „exzellenter Handwerker mit einer barocken filmischen Fantasie«, ein »Irrläufer, Grenzgänger, Meister des Genrekinos“. Er lobt die Biographie „Fritz Lang – Ich bin ein Augenmensch« von Norbert Grob und befasst sich mit zwei Fernsehspielen von Rainer Erler.

– Manfred Polak analysiert auf Whoknows presents eingehend den Film „Der Rabe“ von Henri-Georges Clouzot.

– Vor 40 Jahren kam „The Texas Chainsaw Massacre“ in die Kinos. Grund für Alex Klotz auf Hard Sensations einen Blick auf die neue Blu-ray zu werfen.

– Und zum 75. Geburtstag von George A. Romero veröffentlicht Thomas Groh auf seinem filmtagebuch noch einmal seinen Text zum 70., den er vor fünf Jahren in der taz veröffentlichte.

– Oliver Nöding hat auf Remember It For Later seine James-Bond-Retro mit „Skyfall“ abgeschlossen und wendet sich mit „Piratensender Powerplay“ anderen Themen zu. Lesenswert auch seine Kritik zu „Under the Skin“.

– Seth Hold kenne ich nur als Regisseur für die Hammer Studios. Aber er hat auch eine deutsch-englische Co-Produktion von Artur Brauners CCC gedreht. Udo Rotenberg bespricht auf Grün ist die Heide „Endstation 13 Sahara“ mit Hansjörg Felmy und Carroll Baker.

– Kein Kino sondern Theater, aber trotzdem wert hier erwähnt zu werden. Sven Jachmann interviewt auf filmgazette den einzigartigen Wenzel Storch!

– YP und PD haben sich mal aktuelle Genre-Unterhaltung angesehen und sind auf Film im Dialog angenehm von „John Wick“ überrascht.

– Mauritia Meyer hat sich auf Schattenlichter eines der schönsten (okay, auch eines der wenigen) Gothic-Horror-Western vorgenommen: „Satan der Rache“ von Antonio Margheriti mit Klaus Kinski – ausnahmsweise mal als Anti-Held. Der sollte in keinem guten Haushalt fehlen.

– Jonas Reinartz schreibt auf filmosophie darüber, warum ihn Luchino Visconti nicht loslässt.

– Robin Schröder legt seinen Lesern auf Mise en cinéma den russischen Film „Der Vrief, der nie ankam“ von Michail Kalatosow ans Herz und hat mich davon überzeugt, dieses Werk auf meine „Gesucht“-Liste zu setzten.

– Der neue Film von François Ozon, „Die neue Freundin“, kann Christian Witte von Cereality nicht ganz überzeugen.

– Oliver Armknecht empfiehlt auf film-rezensionen den Anime „Robotic Angel“ und wundert sich, warum dieses Werk nicht immer in einem Atemzug mit den großen SF-Animes genannt wird und meint, vielleicht liegt es an der Musik.

– Bei Der Kinogänger gibt es eine Vorschau auf das kommende Kinoprogramm.

Schlombies Filmbesprechungen präsentiert wieder sein „Besprechungen der Anderen“.

– Und Wiederaufführung die besten Podcasts der letzten Woche.

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