Interessanter Weser-Kurier-Artikel über Kinos in Bremen

Heute findet sich im „Weser Kurier“ ein sehr informativer Artikel von Karina Skwirblies über die aktuelle Kinolandschaft in Bremen.

Der Artikel beschäftigt sich (natürlich, möchte man fast schon sagen) im dem 3D-Boom, liefert aber auch weitere Informationen über die Kinos jenseits der Multiplexe.

Welches sind die größten Kinos in Bremen?

1. CineStar (3.364 Plätze, 11 Säle)

2. Cinespace (3.074 Plätze, 11 Säle)

3. Cinemaxx (2.854 Plätze, 10 Säle)

4. Schauburg (353 Plätze, 2 Säle)

5. Gondel (180 Plätze, 1 Saal)

6. Kino 46 (168 Plätze, 1 Saal)

7. Cinema (134 Plätze, 1 Saal)

8. Atlantis (88 Plätze, 1 Saal)

Und welches die teuersten Kinos in Bremen?

1. Cinespace (5,00 – 13,00 Euro)

2. CineStar (5,00 – 12,00 Euro)

3. Cinemaxx (4,00 – 11,50 Euro)

4. Cinema (4,00 – 9,00 Euro)

5. Schauburg, Gondel, Atlantis (alle 4,00 – 8,00)

8. Kino 46 (2,00 – 6,00 Euro)

Interessant auch zu sehen, dass selbst die Multiplexe begriffen haben, dass man dem Zuschauer etwas „mehr“ als nur Kino bieten muss, um über kurz oder lang konkurrenzfähig und krisenfest zu sein. Dass das Cinespace mit seinen Live-Übertragungen aus den großen Opern und Konzertsälen der Welt erfolgreich ein neues, anderes Publikum anspricht – und mit Ticketpreisen für diese Veranstaltungen, die weit über einem normalen Kinoticket liegen, hier gutes Geld macht – dürfte wohl bekannt gewesen sein.

Das Cinemaxx hat ja mit seinen Frauen- und Männerabenden, sowie Gay-Nächten schon ein auf bestimmte Zielgruppen gerichtetes Programm zusammengestellt. Ferner dürften auch die Filme in der Originalfassung zusätzliche Zuschauer bringen. Kooperationen mit anderen Veranstaltungen hat man ebenfalls schon häufiger gesehen. Neu ist nun der digitale (ich schreibe mal boshaft „Pseudo“-)IMAX-Saal, der 650.000 Euro gekostet haben soll, und als nächstes sind eine Riesenrutsche quer durchs Gebäude (hä?) und eine Werder Lounge geplant.

Das CineStar (Kristallpalast) rüstet auf. Hier setzt man voll auf 3D und stellt noch zwei weitere Säle auf die neue Technik um. Hoffen wir mal für das CineStar, dass der 3D-Boom anhält. Aber bisher sieht es ja so aus, als ob der aktuelle 3D-Hype beständiger sein könnte, als seine Pendants aus den 50er und 80er Jahren.

Der Alternative zu dem Mainstream-Programm der drei „Großen“ geht es auch recht gut. In die Kinos der Bremer Filmkunsttheater (Schauburg, Gondel und Atlantis) sind im vergangenen Jahr mehr als 200.000 Besucher gekommen.

Das kleine „Cinema“ hat es als Einzelkämpfer immer schwer und muss um jeden Besucher kämpfen. 2005 wurde der Saal komplett renoviert und immer wieder schaffen es die Besitzer, die das Kino als Familienbetrieb führen, auch interessante Gäste zu gewinnen. An dieser Stelle muss ich mal etwas Werbung machen und allen filmbegeisterten Bremern, die bisher noch nicht den Weg ins Cinema gefunden haben, den schnuckeligen und gemütlichen Kinosaal, sowie das nette angeschlossene Café, ans Herz legen. Echtes „Old School“-Kino, wie ich es mag.

Zu guter Letzt ist da auch noch das 1974 von Bremer Bürgern gegründete Kommunalkino: Das „Kino 46“. Als Kommunalkino mit Bildungsauftrag zeigt das Kino 46 meiner Meinung nach die besten und interessantesten Filme. Das Kino 46 hatte es in der letzten Zeit durch die, sich ins endlose hinziehende, Diskussion um einen neuen Standort nicht leicht. Aber scheinbar zeichnet sich e-n-d-l-i-c-h ein Silberstreif am Horizont ab. In dem „Weser Kurier“-Artikel wird der Kino-46-Geschäftsführer Karl-Heinz Schmid mit den Worten zitiert: „Eine Lösung ist in zwei Wochen in Sicht“. Drücken wir da mal ganz kräftig die Daumen.

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1 Antwort zu Interessanter Weser-Kurier-Artikel über Kinos in Bremen

  1. Scob sagt:

    Es wird Zeit, das sich das Kino 46 mit seinem vorzüglichen Programm, aus Walle weg bewegt. Bin gespannt, wo es demnächst spielen wird!

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