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Bericht vom 18. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 2

Von , 27. September 2011 22:24

Weiter geht’s. Mein zweiter Tag auf dem 18. Internationalen Filmfest Oldenburg.

Um 11 Uhr musste ich bereits aus meinem Hotel auschecken. D.h., bis zum ersten Film des Tages, der um 15:00 Uhr begann, hatte ich noch vier Stunden zu überbrückt. Aufgrund meiner Erfahrungen aus dem letzten Jahr wusste ich, was ich in dieser Zeit tun konnte. Nicht wieder durch das sonntäglich ausgestorbene Oldenburg schlendern, sondern gleich zur Kulturetage durchstarten und mich umgehend in die Presse-Lounge begeben. Gesagt, getan.  Im Gegensatz zum Vorjahr, war der Pressebereich aber nicht schön mit schwarzen Tüchern abgehängt und es lief auch kein Film über Beamer. Im Gegenteil, der Bereich war lichtdurchgeflutet und kam mir gleich doppelt so groß vor. Da mir keins der Gesichter dort bekannt vorkam, lümmelte ich mich auf eine der Sofalandschaften und schmökerte etwas in der aktuellen „Splatting Image“.

Nach einiger Zeit betrat eine Gruppe von drei Männern und einer junge Frau sichtlich abgekämpft den Raum und ließ sich neben mir nieder. Einer von ihnen verwickelte mich gleich auf Englisch in ein Gespräch. Was ich denn auf dem Filmfest machen würde, welche Filme ich schon gesehen hätte usw. Auf seine Frage, welchen Film ich denn heute sehen wolle, antwortete ich, dass ich in diesen schwedischen Horrorfilm „Marianne“ gehen wollte. Da strahlte er und meinte „Hey, that’s MY movie!“. Tatsächlich stellte sich heraus, dass mein sympathisches Gegenüber Filip Tegstedt war. Regisseur, Autor und Produzent von „Marianne“ und in seiner Begleitung waren eine der Hauptdarstellerinnen, der Kameramann und sein Regie-Assistent. Es stellte sich heraus, dass die vier am Vortag direkt nach der heimischen Premiere des Filmes in Lund, in einen Wagen gestiegen und Non-Stop nach Oldenburg gefahren waren, um hier ihren Film persönlich vorzustellen. Dementsprechend abgekämpft sah die Truppe auch aus. Filip versuchte noch herauszufinden, wie viele Karten am Vortag und jetzt verkauft wurden, aber niemand konnte (wollte?) ihm eine Antwort darauf geben. Hätte er da schon gewusst, dass für den Nachmittag bisher nur maximal 8 Karten verkauft waren, hätte das seine große Euphorie sicherlich stark gebremst. Wir redeten dann noch gut eine halbe Stunde miteinander bis die vier aufbrachen,  um vor der Vorstellung noch etwas zu essen. Etwas später machte ich mich dann auch auf den Weg zum EWE-Forum.

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Bericht vom 18. Internationalen Filmfest Oldenburg – Teil 1

Von , 24. September 2011 19:55

Ich sag es ja immer wieder und werde nicht müde es zu wiederholen: Das Internationale Filmfest Oldenburg ist für Bremer Filmfreunde eine Reise wert. Auch in diesem Jahr waren viele interessante Filme am Start, die in einer angenehmen und freundlichen Atmosphäre gezeigt wurden. Zudem muss man auch einmal herausstellen, dass man als Zuschauer selten so oft  die Chance hat, den Machern der Filme so nah zu kommen. In fast jeder der von mir besuchten Vorstellungen, war der Regisseur anwesend und stand nach dem Film für eine ausführliche Frage- und Antwort-Runde zur Verfügung.

Wie immer reiste ich erst am vorletzten Tag an. Mein Vorhaben am Samstag gleich vier Filme zu schauen, zerschlug sich recht schnell, da ich es einfach nicht früh genug aus dem Bett geschafft hatte. Schade, denn den dänischen Beitrag “Clown” hätte ich eigentlich gerne gesehen. Schon zwei Wochen vor dem Filmfest hatte ich mich intensiv mit dem diesjährigen Programm beschäftigt und mir einen “Guck-Plan” zusammengestellt. Nur bei der 17:30 Vorstellung am Samstag war ich noch unschlüssig. Den amerikanischen “Pig” oder doch lieber der französische “The Orphan Girl Without An Arm“? Als ich so an der Kinokasse stand und mich partout nicht entscheiden konnte, flüsterte mir die sehr nette junge Kassiererin zu, dass eben eine ganze Gruppe ihre Karten für “Pig” umgetauscht hätten, da ihnen von dem Film abgeraten worden wäre. Dankbar für diese freundliche Entscheidungshilfe ließ ich mir dann eine Karte für den Franzosen geben. Das europäische Kino steht meinem Herzen ja auch näher als das amerikanische.

The Orphan Girl Without An Arm” lief im kleinen Raum des Oldenburger Kommunalkinos “cine K”. Der schwarz-weiße Film handelt von einer jungen Frau, die einst als kleines Kind bei einem Autounfall ihre Eltern und den linken Arm verloren hat. Seitdem lebt sie in einem von Nonnen geführten Waisenhaus.
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18. Internationales Filmfest Oldenburg: Der “German Independence Award”

Von , 11. September 2011 17:18

Wie in jedem Jahr, werden auch diesmal wieder auf dem Internationalen Filmfest Oldenburg der„German Independence Award – Bester Deutscher Film“ vergeben. Jury-Präsident ist in diesem Jahr wie bereits verkündet der US-amerikanische Schauspieler Matthew Modine (Full Metal Jacket, Short Cuts). Neben ihm wird ein alter Bekannter aus dem letzten Jahr in der Jury Platz nehmen: Der großartige Altmeister der filmischen Erotik Radley Metzger, dem die letztjährige Retrospektive gewidmet war.

Ferner wirken in der Jury mit: Der Regisseur, Drehbuchautor und Kameramann Soopum Sohn; die Leiterin der Altadena Films, Ildi Toth Davy und der Chef der Vertriebsfirma Reel Suspects, Matteo Lovadina.

Hier die  nominierten Filme:

Atmen vom österreichische Schauspieler und Neuregisseur Karl Markovics. Der neunzehnjährige Roman Kogler (Thomas Schubert) steht kurz vor seiner möglichen vorzeitigen Haftentlassung aus der Jugendstrafanstalt hat jedoch schlechte Karten – verschlossen, einzelgängerisch, ohne familiären Anschluss, scheint er für eine Sozialisierung unfähig.  „Atmen“ kommt an 08.12.2011 im ThimFilm Verleih in die deutschen Kinos und wurde gerade als österreichischer Beitrag für den Oscar 2012 ausgewählt.

Dr. Ketel: Der DFFB-Abschlussfilm von Anna & Linus de Paoli spielt in einer nahen Zukunft, in der das Gesundheitswesen für den Normalbürger zu teuer geworden ist. In einer Schattenwelt aus privaten Sicherheitsunternehmen und Medikamenten-Schwarzmarkt ist auch der Philanthrop Dr. Ketel unterwegs. Dicht auf seinen Fersen: die rätselhafte Louise (Amanda Plummer).

Headshots: Langfilm-Debüt des Regisseurs, Cutter und Autor Lawrence Tooley. Marianne (Loretta Pflaum), eine Berliner Fotografin Mitte dreißig, arbeite in einer Modelagentur und muss erkennen, dass ihr Leben in der Szene der Kreativen und Erfolgreichen an einen Endpunkt gelangt ist. Als sie erfährt, dass sie schwanger ist und kurz nach einem Shooting ein Model stirbt, gerät alles aus den Fugen.

Der Brand: Regisseurin Brigitte Maria erzählt die Geschichte der 35jährigen Judith, die auf dem Nachhauseweg einer Party vergewaltig wird. Sie wehrt sich mit allen Mitteln dagegen, das die Tat ihr leben verändert. Doch die zerstörerischen Folgen der Vergewaltigung dringen sukzessive in ihr Leben.  Kinostart ist der 27.10.2011 im Zorro Film Verleih. Beim Max-Ophüls Festival bereits preisgekrönt und unlängst mit dem Preis für die beste Regie in Montreal gekürt.

18. Internationales Filmfest Oldenburg: Retrospektive und Eröffnungsfilm

Von , 2. September 2011 14:05

Neues vom diesjährigen Internationalen Filmfest in Oldenburg.

Zunächst einmal wurde bekannt gegeben, wem die diesjährige Retrospektive gewidmet ist. Ich gebe zu, ich war doch ziemlich überrascht. Der kanadische Regisseur Ted Kotcheff war mir bisher nur als Regisseur des ersten “Rambo” bekannt. Dieser war ja – anders als die beiden umstrittenen Sequels – eine sehr gelungene und realistische Mischung aus Actionfilm und Home-Coming-Drama. Neben diesem Welthit war mir spontan kein weiteres Werk bekannt. Etwas Recherche förderte zutage, dass Kotcheff noch “Fun with Dick and Jane” mit George Segal und Jane Fonda (ein Remake mit Jim Carrey und Téa Leoni lief vor 5 Jahren in den Kinos) und einige Episoden der erotischen TV-Serie “Red Shoe Diaries” und “Law & Order: Special Victims Unit” gedreht hat. In Oldenburg wird er aber eher für sein eher unbekannteres Kinowerk aus den späten 60ern und 70ern ausgezeichnet.

Ted Kotcheff – ein Außenseiter, der das moralische „Outback“ der Gesellschaft erkundet – findet sich in seinem nahezu sechs Dekaden umfassenden Werk durchgängig wieder. In seinem Schaffen verweben sich Drama, Komödie und Action-Film und es ist immer Kotcheffs Anliegen, individuelle oder gesellschaftliche Mythen offen zu legen, ohne dabei jemals seine selbst gewählte Haltung als empathisch beobachtender Außenseiter zu verlassen.

Ähnlich wie sein langjähriger Freund, der bewunderte und kontroverse Autor Mordecai Richler (mit dem Kotcheff bei drei Filmen zusammen gearbeitet hat), legt es Kotcheff mit seinen Filmen immer darauf an, die spießigen, kleinbürgerlichen Moralvorstellungen des Mainstream-Publikums mit seinem beißenden Humor und der listigen Darstellung moralischer Abgründe offen zu legen.

Sein bis dato von der Kritik am meisten geschätzter Film, „Wake in Fright“ von 1971, löste bei seiner Kinoveröffentlichung so eine kontroverse Debatte aus. (…) “Wake in Fright” wurde zuletzt im März diesen Jahres zu Ehren von Ted Kotcheffs 80. Geburtstag im Museum of Modern Art in New York aufgeführt.

Die Retrospektive in Oldenburg wird neben „Wake in Fright“ fünf weitere Werke Kotcheffs präsentieren.
So laufen beim Internationalen Filmfest Oldenburg die Komödie „The Apprenticeship of Duddy Kravitz“ mit Richard Dreyfuss in der Titelrolle, für die Ted Kotcheff 1974 den Goldenen Bären bei den Filmfestspielen Berlin erhielt, die erste internationale Auszeichnung für einen kanadischen Film überhaupt. Sein 1978 entstandener Film „Who is Killing the Great Chefs of Europe?“ der für mehrere Golden Globes nominiert war und inzwischen längst Kultstatus besitzt. „Life at the Top“ aus dem Jahre 1965, sein Welterfolg „First Blood“ von 1982 und „Joshua Then and Now“, eine weitere Zusammenarbeit mit Mordecai Richler, der wie schon mit „Wake in Fright“ für die Goldene Palme in Cannes nominiert war.

Ted Kotcheff wird vom 14. bis zum 18. September in Oldenburg zu Gast sein.

Quelle: Filmfest Oldenburg

Auch der Eröffnungsfilm wurde benannt. In einer Weltpremiere wird die deutsche Beziehungskomödie „Kein Sex ist auch keine Lösung“ von Torsten Wacker nach dem Bestseller von Mia Morgowski gezeigt.
Damit wird am Mittwoch, den 14. September, um 19:00 Uhr, auch einen neuen Spielort eingeweiht: Erstmals wird der Eröffnungsfilm in Oldenburgs 1.200 Zuschauer fassenden EWE-Arena präsentiert. Regisseur Torsten Wacker wird den Film mit Darstellern in Oldenburg vorstellen.

Der Film startet auch am 1. Dezember 2011 bundesweit in den Kinos.

18. Internationales Filmfest Oldenburg: Trailer, Jury-Präsident und weitere Filme

Von , 16. August 2011 21:25

Weiter geht’s mit Neuigkeiten vom Filmfest Oldenburg. Heute wurde das Geheimnis um den diesjährigen Trailer gelüftet. Festivalleiter Torsten Neumann hat sich diesmal persönlich hinter die Kamera begeben und einen dreieinhalb-minütigen Film mit Hollywood-Star Deborah Kara Unger in der Hauptrolle gedreht. Überhaupt scheinen die Internationalen Filmfestspiele in Oldenburg langsam zu Deborah-Karen-Unger-Festspiele zu werden. Denn schließlich war Frau Unger bereits im letzten Jahr Jury-Präsidentin und stellte ihren neuesten Film vor.  In diesem Jahr nun spielt sie die Hauptrolle im Trailer und ist natürlich auch wieder mit einem neuen Film persönlich anwesend. Never change a winning team ;)

Auch der Name des diesjährigen Jury-Präsidenten wurde verkündet. Matthew Modine entscheidet in diesem Jahr als Vorsitzender der internationalen Jury mit über die Preisvergabe des „German Independence Award – Bester Deutscher Film“. Matthew Modine spielte die Hauptrolle in Stanley Kubricks “Full Metal Jacket” und war in Robert Altmans “Short Cuts” zu sehen. Nach dem Mega-Flop von Renny Harlins “Die Piratenbraut” spielte er vornehmlich in Independent Produktionen.

Aus Zeitmangel kann ich nicht auf detailliert auf die neu angekündigten Filme eingehen. Daher sei mir an dieser Stelle das reine Zitieren der Pressemeldung gestattet.

Ein großes Highlight ist die Deutschlandpremiere des Films „The Way“von Emilio Estevez, der in der St. Lamberti-Kirche in Oldenburg von der kanadischen Schauspielerin Deborah Kara Unger, die neben Martin Sheen, Yorick van Wageningen und Emilio Estevez zum fulminanten Ensemble gehört, präsentiert wird. Die berührende Vater-Sohn-Geschichte widmet Regisseur und Hauptdarsteller Emilio Estevez seinem Vater Martin Sheen, der in dem Film auch die Vaterrolle übernommen hat. Der Film startet im Frühjahr 2012 bundesweit im Verleih von Koch Media.

Regisseur Koen Mortier beschreibt in seinem neuen surreal packenden Film „22nd of May“, dass Schuld und Unschuld viel näher beieinander liegen als gedacht. Eine Hommage an die Liebe, so beschreibt Belinda Chayko ihr neues Werk „Lou“ , das mit dem großartigen John Hurt in der Hauptrolle auf dem Filmfest präsentiert wird.
Henry Barrials  „Pig“ ist ein Mysterium, eine menschliche tour de force: Ein Mann wacht allein in der Wüste auf, seine Hände gefesselt, er weiß nicht, wer er ist und wie er überhaupt dorthin kam.
In Stefan Schaefers romantischer Lovestory „My Last Day Without You“ über eine schicksalhafte Begegnung in New York, brilliert Ken Duken, der 2009 für „Distanz“ beim 16. Filmfest Oldenburg mit dem German Independence Award ausgezeichnet wurde. Der Film startet noch dieses Jahr im falcom Filmverleih.
Die Horroranthologie „Theatre Bizarre“ basiert auf einer genialen Idee: sieben Filmemachern wurde ein generelles Konzept, das gleiche Budget und die gesamte kreative Kontrolle gegeben, um ihrem Teil zu diesem bizarren Episodenfilm beizutragen. Regie führten einige der talentiertesten Filmemacher des Horrorgenres, unter anderem Richard Stanley, Buddy Giovinazzo, Tom Savini und Douglas Buck.
Zwischen Nachkriegskummer, Menschlichkeit und Freundschaft – „Happy New Year“ erzählt eine universelle Geschichte mit dem Schwerpunkt auf eine Gruppe von Männern, die mit dem Leben nach dem Trauma kämpfen. Regie führte K. Lorrel Manning, der sich vom realen Leben hat inspirieren lassen.

Quelle: Filmfest Oldenburg

In einem Tribute wird der deutschen Schauspieler, Fotograf und Filmemacher Roger Fritz geehrt.

18. Internationales Filmfest Oldenburg: Erste Filme angekündigt

Von , 7. August 2011 14:08

Das 18. Filmfest Oldenburg (14.-18. September) wirft seine Schatten voraus. Gerade wurden die ersten Filme angekündigt und darunter befinden sich bereits einige Leckerbissen.

So kehrt eine der Legenden des fantastischen Films auf die große Leinwand zurück: John Carpenter. Neun Jahre nach dem verunglückten “Ghosts of Mars” und nach zwei Episoden für die us-amerikanischen TV-Serie “Masters of Horror“, hat er nun einen neuen Kinofilm fertiggestellt: “The Ward“. Darin geht es um eine junge Ausreißerin, die Mitte der 60er Jahren in ein Irrenhaus gesperrt wird und dort von einem Geist terrorisiert wird. Der Film kommt am 29. September auch regulär in die deutschen Kinos.

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Ferner wird in Oldenburg der neue Film der “New Hollywood”- und “Independent”-Ikone Monte Hellman gezeigt. Hellman wurde Mitte/Ende der 60er durch seine beiden ungewöhnlichen Western “Ride the Whirlwind” (Drehbuch und Hauptrolle: Jack Nicholson) und “The Shooting” bekannt. Kultstatus erlangte er mit dem Roadmovie “Two-Lane Blacktop“. Hellman wäre, meiner Meinung nach, auch ein exzellenter Kandidat für die diesjährige Retrospektive. In Oldenburg wird sein neuster Film, der Noir-Thriller”Road to Nowhere“, gezeigt.

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Weitere Filme:

Aus Schweden kommt das Horror-Drama “Marianne” mit Peter Stormare.

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Die Brüder Mark und Michael Polish sind mit ihrem kunstvoll gefilmten Liebesfilm “For Lovers Only” im Festivalprogramm vertreten.

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Catherine Deneuve wird in Thierry Klifas Drama „His Mother’s Eyes“ an der Seite von Marisa Paredes und Jean-Marc Barr zu sehen sein.

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Aus Ungarn wird “The Maiden Danced to Death“ von Regisseur und Hauptdarsteller Endre Hules gezeigt. In dieser ersten ungarisch-kanadische Koproduktion spielt Deborah Kara Unger, die im letzten Jahr bereits persönlich in Oldenburg anwesend war, die Hauptrolle.

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Mit über 900 Einreichungen wurde beim Internationalen Filmfest Oldenburg ein neuer Rekord aufgestellt. Ein nachhaltiger Beleg für die wachsende internationale Bedeutung und Anerkennung des Festivals, das im Ultimate Film Festival Guide unter den Top Five Filmfestivals für unabhängiges Kino weltweit geführt wird.

Quelle: Filmfest Oldenburg

Open-Air-Kino 2011 – Teil 3: Kultursommer in Oldenburg

Von , 13. Juli 2011 16:03

Nicht gleich um die Ecke, aber mit Auto oder Bahn bequem in einer halben Stunde zu erreichen, liegt die schöne Stadt Oldenburg. Und dort ist in Sachen Open-Air-Kino in den kommenden Tagen ordentlich was los.

Veranstaltungsort: Schlosshof, Beginn: Jeweils um 22:30 Uhr, Einlass bereits eine Stunde vorher. Eintritt: € 6,00

15.07. – Das Schmuckstück: Der neue Film von Francois Ozon mit Catharine Deneuve und Gérard Depardieu in den Hauptrollen. In den 70ern Jahren emanzipiert sich die bisher nur “dekorative” Ehefrau eines Fabrikbesitzers und übernimmt das Kommando.

16.07. – Inception: Christopher Nolans intelligenter SF-Blockbuster mit Leonardo de Caprio als Gedankendieb.

17.07. – Almanya – Willkommen in Deutschland: Preisgekrönte deutsche Komödie um eine Imigrantenfamilie und die Schwierigkeiten zwischen zwei Kulturen zu leben.

Weitere Filme gibt es beim “Sommer im Quartier” ab dem 20.07.

Der Beginn der Veranstaltung im Hinterhof der Kulturetage & quARTier ist immer um 16:00 Uhr, die Filme werden ab 22:30 gezeigt. Danach klingt der Abend mit wechselnden DJs aus. Eintritt frei!

20.07. – mensch macht stadt: Dokumentarfilm von 2011 über das Leben im Oldenburger Bahnhofsviertel.

21.07. – Noise and Resistance: Eben noch in der Schauburg, jetzt unter freiem Himmel.  Die Doku über den Status des Punks heute.

22.07.- Kleine Wunder in Athen: Griechische Komödie um einen alten Ladenbesitzer, in dessen Nachbarschaft eine Gruppe Chinesen ebenfalls ein kleines Geschäft errichten.

23.07.-Der Mann mit der Kamera: Dziga Vertovs Meisterwerk des avantgardistischen Films von 1929.  Mit Live-Musik von „Le chat électrique“. Übrigens sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass “Chelovek s kino-apparatom” (so der Originaltitel) zu meinen Lieblingsfilmen gehört.

Bilder vom 17. Internationalen Filmfest Oldenburg

Von , 23. September 2010 10:14

Wie versprochen, hier zum Abschluss noch einige Bilder, die ich während des 17. Internationalen Filmfests Oldenburg geschossen habe.

Unbekannter Moderator, Alexandre Rockwell und Peter Dinklage ("Pete Smalls Is Dead")

Peter Dinklage ("Pete Smalls Is Dead")

Regisseur Alexandre Rockwell und seine Co-Produzentin Jen Li ("Pete Smalls Is Dead")

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Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 2

Von , 22. September 2010 16:44

Und weiter geht’s mit dem zweiten und abschliessenden Teil meines Berichtes vom 17. Internationalen Filmfest Oldenburg.

Sonntag, 19.9.10

Am Vormittag

Netterweise hatte das Hotel Sprenz humane Zeiten für das Frühstück und nahm es auch mit dem Zimmer räumen nicht ganz so streng. Darum konnte ich erst einmal in Ruhe ausschlafen und mich ganz in Ruhe am leckeren Frühstücksbuffet laben. Und beim Check-Out gab es – so etwas habe ich bisher auch noch nicht erlebt – noch ein kleines Lunch-Paket, welches mir dann im Laufe des Tages gute Dienste erwies.

Mein einziges Problem war, dass ich irgendwie die Zeit bis zum Beginn des ersten Filmes überbrücken musste. Und so entschloss ich mich, bei kaltem und grauen Wetter ein wenig Oldenburg zu erkunden, welches an diesem Sonntagmorgen wie ausgestorben vor mir lag.

Obwohl ich einige Ecken entdeckte, die ich bisher noch nicht kannte, wurde mir aber schnell langweilig. So trieb es mich Richtung Sporthafen, wo ich noch ein sehr obskures Erlebnis in einem Antiquariat hatte. Dies würde aber jetzt zu weit führen und darum kürze ich meine Erzählung jetzt mal ab und komme wieder zurück zum Wesentlichen.

Ich schlenderte zur Kulturetage, da ich in der Pressezentrale des Filmfestes mal nachschauen wollte, ob es irgendwelche Neuigkeiten oder Veranstaltungshinweise für die “filmlose” Zeit gab. Bei der Gelegenheit warf ich auch einen Blick in die VIP-Lounge. Die Idee hätte ich mal schon vorher haben sollen! In der Lounge hatte man einen Beamer aufgebaut und als ich rein kam, lief dort gerade “Carmen, Baby” vom Ehrengast Radley Metzger. Dieser Film gehörte ja nicht zur Retrospektive. “Carmen, Baby” habe ich vor vielen Jahren schon mal gesehen, darum war es jetzt nicht ganz so schlimm (wenn auch ärgerlich), dass ich die erste Hälfte bereits verpasst hatte. So konnte ich aber zumindest noch die zweite Hälfte genießen und in mir den Entschluss reifen lassen, mir Metzgers Werk jetzt endlich mal auf DVD zu besorgen.

Nach dem Film guckte Radley Metzger auch noch persönlich vorbei und plauderte etwas aus dem Nähkästchen.

Dann wurde noch ein “Making-Of” seines Filmes “Score” gezeigt, an dessen Anschluss Radley Metzger noch eine DVD aus der Tasche zauberte, die ein – wie er ankündigte – sehr gelungenes Interview mit ihm enthielt.  Auf seine Frage, ob jemand Interesse hätte dies zu sehen, antworteten die Anwesenden natürlich unisono mit “Ja!!!”.

Ich hätte das auch gerne noch geschaut, aber mittlerweile war es 14:35 geworden und es drängte die Zeit. Um 15:00 startete nämlich “The House of Branching Love” am Exerzierplatz und da wollte ich pünktlich sein, um noch einen guten Platz zu bekommen. So verließ ich eher widerwillig die Lounge (in der ich mich sehr wohl gefühlt habe und noch Stunden hätte aufhalten können) und lief zum Pferdemarkt rüber.

“The House of Branching Love”

Und das lohnte sich auch. Die finnische Komödie “The House of Branching Love” war mein persönliches Highlight des Festivals. Weiter lesen 'Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 2'»

Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 1

Von , 21. September 2010 19:56

Wie angekündigt folgt nun hier mein ganz persönlicher Bericht vom 17. Internationalen Filmfest Oldenburg.

Ursprünglich wollte ich nur “kurz” etwas schreiben, aber nun ist mir bereits mein erster Festivaltag letzten Samstag so lang geworden, dass ich den Artikel in zwei Teile trenne.

Hier also nun der erste Teil meines Berichtes.

Samstag, 18.9.10

Anreise

Da ich beruflich in der Woche sehr eingespannt war, konnte ich erst am Samstag zum Internationalen Filmfest in Oldenburg anreisen. Dabei begann der Tag mit einer kleinen Fehlentscheidung. Anstatt schon am späten Vormittag nach Oldenburg zu fahren und den Film in der 15:00 Uhr Vorstellung mitzunehmen, entschied ich mich dafür, die ganze Sache ruhig angehen zu lassen und erst am Nachmittag anzureisen. Schade, denn so verpasste ich den Gewinner des Publikumspreises: “The Happy Poet“. Nun ja, das konnte ich zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht wissen und die Synopsis im Programmheft hatte mich jetzt auch nicht gelockt. So kann’s kommen.

Also kam ich erst um 16:00 Uhr in Oldenburg an, lief schnell zum Pressebüro, welches unweit des Bahnhofes in der Kulturetage zu finden war und holte meinen Presseausweis ab. Zudem nutzte ich die Zeit, um mir schon mal die Tickets für die nächsten zwei Tage zu sichern. Das hatte zwar einerseits den Vorteil, dass man sich danach nicht mehr um Tickets kümmern musste (was gut war, da die drei Vorstellungen dieses Tages dann auch ausverkauft waren), andererseits musste ich mich schon gleich festlegen, was ich sehen möchte. Ich entschied mich für folgendes Programm: “Unter die die Stadt“, “Pete Smalls Is Dead“, “Mr. Nice“, “House Of Branching Love” und “Monsters“. Ursprünglich hatte ich noch einen anderen Plan und wollte kurz nach Mitternacht noch den grandiosen “Erwachsenenfilm” “The Opening of Misty Beethoven” anschauen, aber das war zeitlich sehr kritisch und ich hätte im besten Falle 10 Minuten gehabt, um von der Exerzierhalle am Pferdemarkt zur Kulturetage am Bahnhof zu kommen. Den Stress wollte ich mir nicht antun und so flog Frau Beethoven aus meiner Planung raus.

Dann ging’s auf direktem Wege ins Hotel. Es war mir kurzfristig gelungen, noch ein (bezahlbares) Zimmer zu ergattern. Mein Domizil für die Nacht war das Hotel Sprenz, welches ideal am Pferdemarkt gelegen ist. Also in Spuckweite zur Exerzierhalle und dem Casablanca, wo auch die von mir ausgewählten Filme liefen. Das Zimmer war spartanisch und klein, aber sauber und absolut ausreichend für eine Übernachtung. Die Dame an der Rezeption war auch sehr freundlich und so konnte ich mich mit bester Laune ins Festival stürzen.

Unter dir die Stadt

Der erste Film auf meiner Liste war Christoph Hochhäuslers “Unter dir die Stadt”, auf den ich mich schon sehr gefreut hatte. Weiter lesen 'Filmtagebuch: 17. Internationales Filmfest Oldenburg – Teil 1'»

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